Nr. M Der Hietzener LozeLtzer erscheint täglich,^ außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SktzenerFamili-nblätter; zweimal wöcbenll.ttreis- vlott für den Ureis Gietzen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Gcschäftostelleol Adresse für Drahmach- richten. Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Malt <66. Jahrgang Donnerstag, « Mai <9<6 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Ohechchm Rstattonsdruü ««- Verlag der vrühl'sche» Univ.°Such- und Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, SeschästLftelle and Druckerei: Schulstr.7. Bezu qsprei >: monatl. 90 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 2.65; durch Aohole» u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Dck.2.45 Vierteljahrs. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Ps.. nrlsw. 20 Ps. — Hanpt- schristleiter: Aug. Goep. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R. Zen;: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen, Die «Manische Antwort und ihre Mfnch« in DeutWm: (WTB.) Grobes Hauptquartier. 10. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In den Argon neu versuchte der Feind im Anschluß an eine Sprengung in unsere Gräben einzudringen. Er wurde zurückgeschlagcn. Südwestlich der Höhe 30 4 wurden feindliche Vortruppen weiter zurückgedrückt und eine Feldwache aufgehoben. Unsere neuen Stellungen auf der Höhe wurden weiter aus- gebaut. Deutsche Flieger belegten die Fabrikanlagen von D o m b a S l e uild R a o n l'E t a p e ausgiebig mit Bomben. OestlicherKriegsschauplatz. Südlich von Garbunowka (wesllich von Dünaburg) wurde ein russischer Vorstoß auf schmaler Frontbreite unter schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. Die deutsche Regierung hat sich noch nicht darüber geäußert, ob der von Reuter veröffentlichte Wortlaut der amerikanischen Note in allen Einzelheiten richtig ist, aber die deutsche Presse beschäftigt sich mit Wilsons Antwort als etwas Gegebenem. Zumeist wird dabei der überlegene, höhnische Ton kritisiert, in dem Herr Wilson nach Berlin zurückgeschrieben hat. Die „Post" spricht von einerw„Eselstritt", der „Deutsche Kurier", die „Nationalzeitung" vcrrnerken ebenfalls den „unholden Ton", der uns aus Washington kommt, und auch Matter wie das „Berliner Tagebl." finden die Lage, in die unser Reichskanzleramt durch die Wilsonsche Antwort versetzt wird, etwas ungemütlich. Sachlich wird zumeist daraus hingewiesen, daß die Auseinandersetzung sich auf den zweiten Teil der deutschen Note vom 4 . Mai zugespitzt hat, wonach wir von Amerika „erwarten", daß es auch Eirgland zur Befolgung der völkerrechtlichen Grundsätze nötigt. Was der amerikanische Präsident darauf gesagt hat, ist für uns die Hauptsache. Wir haben gestern dcwgetan, daß er uns, nachdem Wortlaut seiner Note, ausgewichen ist, daß Herr v. Bethmann Hollweg zwar nicht gezwungen ist, Amerika zu bestätigen, daß er keine Bedingungen gestellt habe, daß es aber ein wenig tröstlicher Zustand ist, bei Wilsons höchst zweifelhafter Geneigtheit. die deutschen Erwartungen zu erfüllen, sich wartend zu begnügen. Einige Blätter trösten sich damit, daß eines Tages der deutschen Negierung nach ihren eigenen Worten nwglicherweise die Entschluß freche it wiederkehren iverde und daß Wilson diesen Standpunkt mit stinenFeststellungen nicht aus derWelt schaffe. Tie „Kreuz z ei tun q" und die „Deutsche Tageszeitung" halben an ihren, alten Standpunkte fest; die „Tägliche Rundschau" verweist Wilson auf den Wortlaut im 2. Teil der deutschen Note und ermuntert den Reichskanzler mit folgendem Satz: „Das ist ein goldenes Wort, uns ein Besitztum von ernsthafter Zuversicht. Das Wort, sie sollen lassen stah'u". In der Tat, darum wird es sich drehen: das Wort sie sollen lassen stäh'n; Deutschland erwartet von Amerika energische Schritte, es nötigt Herrn Wilson nicht zu einer entsprechenden sofortigen Zusage, aber es ist bereit, späterhin nach seinen Worte,; auch zu verfahren. Jede Ab- schwächung dieses Willens der deutschen Regierung wäre unerfreulich, und darum hat der „Deutsche Kurier" nicht unrecht, wem, er schreibt: Was mir aber nicht begreifen, boS ist die Haltung eines Teiles der deutschen Presse. Daß der Schlußpassus der deutschen Note, der von dem eben berührten Thema handelt, drüben nicht besonders angenehm empfunden werden würde, war unschwer voraus zusehn,. War es aber aus diesem Grunde nötig, daß eine Reihe deutscher Blätter, allen voran wieder diejenigen urit den, offiziösen Gesichtswinkel, sich beeilte, dem deut-» scheu. Volke zu versichern, in den SchluMtzen der deutschen Note, in denen sich die Deutsche Regier,mg die Freiheit ihrer Entschließungen für den ,Fall der Ergebuislosigkät der amerikanischen Verhaudttrngen mit der Entente Vorbehalt, sei auch nicht -einmal der Schatten einer Bedingung zu entdecken? War es wirklich erforderlich, daß man foent In- und Aus lande dieses wenig erbauliche Zeichen der plötzlichen Angst vor dem eigenen Vttfte gab? Tie Zuversicht, daß die Deutsche Regierung nach ihrem geäußerten Grundsatz verfahren wird, bildete den letzten Trost für alle diejenigen, die sich schweren Herzens in das Unabänderliche geschickt haben. Diese Zuversicht wollen wir uns auch jetzt nicht raubest lassen. Weder gestern durch die „Frankfurter", noch heust durch die genialen Darlegungen in der „Ueber-Norddeutschen", dem Welt-Lokalanzeiger Scherlschen Angedenkens. Tie „K-ölursche Zeitung" führt aus: Trotz seiner Weigerung, 'die Dinge iM Zusammenhang zu sehen, wird Präsident Wilson nicht umhin können, auf die nunmehr ein halbes Jahr hinausgeschobene Antwort Englands und auf seine große Beschwerdenote zmrückEinkommen. Jedenfalls ändert Wilsons dlntwort nichts an der deutschen Erklärung, mich der für uns ein ganz enger Zusammenhang zwischen Englands völkerrechtswidriger Mokadepolitik und unserem Tauch-Boot-K rieg besteht. Tie „Kölnische V o l k s ze i t u n g" schreibt: Das tüchtigste ist folgendes: Präsident Wilson lehnt es ab, zu sagen, daß er jetzt in den, verlangten Sinne an England heran- jltftfcn, wird und erklärt, daß das deutsche Zugeständnis aufrecht- crhalten werden müsse, ganz gleichgültig, ob er Verhandlungen mit England anknüpfe und wie breie verlaufen, oder zu welchem Ergebnis sie führen. Damit ist gewiß Noch nicht gesagt, daß Wilson die verlangte Einwirkung auf England nicht versuchen werde. Er lehnt nur eine Zusage, ab, indem >er die Pflicht eines solchen Vorgehens nicht anerkennen will. Wenn es Wilson nicht gelingt, ein Ergebnis zu erzielen, so wird eS dabei sein Bewenden haben. So dürfte sich die Sachlage zukünftig gestalten. Es wird uns nichts übrig bleiben, als sich mit ihr abzusinden, so gut es uns gelingt. Für Wilson kommt jetzt nicht nur in Betracht, daß er einen großen diplomatischen Erfolg erzielt, den er nach straften für seine innere Politik ausnutzen wird, sondern daß jetzt auch seine Wiederwahl als Präsident gesichert erscheint, so daß er jedenfalls bis zum Ende des Krieges Präsident per Vereinigten Staaten bleibt und wir während des ganzen, noch kommenden Kriegsverlaufes mit ihm rechnen müssen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 10. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 10. Mai 1916. RussischerKriegsschauplatz.' In Ostgalizien und Wolhynien andauernd erhöhte Tätigkeit bei den Srcherungstruppen. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Nachdem der Feind schon gestern einzelne Teile des Görzer Brückenkopfes und der Hochfläche von Doberdo lebhaft beschossen hatte, setzte er heute ftüh mehrere Angriffe gegen San Martina an. die alle abgewiesen wurden. Auch an der Kärntner und Osttiroler Front kam es stellenweise zu einer erhöhten Artillerietätigkeit. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert ruhig. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs i / J ü! v. Höfer, Feldmarschalleutnant. .» * * i m Der französische Bericht. Paris, 10. Mai. Französische Berichte vom 9. Mai. 3 Uhr nachm.: Zwischen der Oise und der Aisne schlugen wir einen auf eines unserer Werke südöstlich von Autröches gerichteten Handstreich zurück. In den Argonnen, in der Gegend von Bolande nahmen tvir zwei kleine Posten, bereit, Verteidiger getötet wurden, und wir besetzten vor diesem Vosstu mehrere Trichter. Auf dem linken User der Maas bombardierte der Feind wälzend der ganzen Nacht heftig die Schützengraben von Punkt 304. Der heute morgen gegen drei Uhr angesetzte deutsche Angriff wurde vollständig zurück- geschlagen. Aus dem rechten Ufer ermöglichten uns nächtliche Gegenangriffe, den Feind ans einigen Teil stücken erster Linie, die er nordwestlich des Gehöftes von Thiaumvnt nvch besetzt hielt, zu vertreiben. Anhaltende Beschießung unserer Linie zwischen Donau- mvnt lmb Vcrux und in den Abschnitten von Gix mtb» von Chatillon- en-Woevre. Handgra Notenaustausch im Walde von Aprömcmt sowie im Tale der Fecht. Während der Nacht war verhältnismäßige Ruhe aus dem Reste der Front. 11 Uhr abends. In der Champagne beschoß unsere Artillerie die deutschen Schützengräben Und Batterien nördlich von Bitte sur Tourbe und die Verbindungen des Feindes in der Gegend von! Svmmepy. Ans dem linken User der Maas ivar das Bombardement weniger lebhaft im Lause des Tages. Ein gegen einen Graben westlich von Punkt 304 gerichteter Llngriffsversuch des Feindes wurde durch unser Sperrfeuer glatt aufgehalten und konnst nicht debouchieren. Auf dem rechten Ufer und in der Woevrc zeitweilig aussetzender Artillcrielampf. Aus letzten Nachrichten ergibt sich, daß die Deutschen in der Nacht vom 8. zunr 9. Mai in der Gegend von Punkt 304 drei sehr heftige Angriffe unternahmen, die mit großen Truppenbeständen geführt wurden, den einen, der im Eommunigue von heute vormittag gemeldet wurde, auf unsere Stellung von Punkt 287, den anderen aus unsere Gräben im Nordosstn von Puntt 304 und endlich den letzten auf den Wald westlich des genannten Punktes. Me diese Angriffe wurden gebrochen durch unser Feuer und kosteten dem Gegner sehr ernstliche Verluste. Unsere Batterien nahmen Verpflegungskvlonnen und feindliche Abteilungen auf der Straße von Essey nach Bahonville (nordwestlich von Pont-K-Mousson) unter Feuer. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 10. Mai. (WTB.) Bericht des Hauptquartiers: An der Jrakfront keine Veränderung. An der Kaukafusfront machten wir in örtlichen Kämpfen, die sich auf dem rechten Flügel und im Zentrum abspielten, eine Anzahl Gefangene und Beute. Im Zentrum wurde der Angriff einer feindlichen Kompagnie mit für sie großen Verlusten zurückgeschlagen. Im Abschnitt von Bitlis keine Veränderung. Infolge eines über- rascl?enden Angriffs, den wir im Abschnitt von Kirvaz, ungefähr 40 Kilomieter Nordwestlich dm, Mouche, auf eine feindliche Abteilung unternahmen, wurde der Feind in Richtung auf Kirvaz zurückgeworfen. Er verlor dabei an 50 Mann und ließ auch eitrige Beute in unseren Händen. Im Zentrum mußte eine Streftnmcht von 2 Kompagnien, die auf den Abhängen des Berges Bathli, fünf Kilometer rrordöstlich des Berges Kope bemerkt worden war, den Rückzug an- treten, nachdem sie schwere Verluste erlitten hatte. Wir machten hier eine Anzahl Gefangener. Auf dem linken Flügel beschäftigt sich der Feind in der Küstengegend in einzelnen Abschnitten mrt Befestigungslagen. Als Vergeltungsmaßregel gegenüber der russischen Flotte, die offene Städte und Dörfer an der anatolischen Küste beschießt und harmlose Segler und Fisck rboote zerstört, vernich, etc t Kreunr „Midilli" zwischen (Betai;., I u-cb Eupaxoria 6jn *>u: 4000 Tonnen und eine Anzahl Segelschiffe. Am 25. April begann ein feindlicher Monitor, unterstützt durch die Beobachrung zweier Flugzeuge, unmittelbar ösllich der Insel Jmbros die Umgegend von Sedd-ül-Bahr zu beschießen. Aber eines unserer Kampfflugzeuge zwang ihn, nachdem es die feindlichen Flugzeuge in die Flucht geschlagen hatte, sein Feuer emzustelleu, nachdem er zehtt Geschosse ohne Ergebnis gefeuert hatte. (£in feind- lichesEWachlschiff, das westlich Keuch- Ada in den Gewässern von Sinyrua erschien, wurde von unserer Artillerie unter Feuer genommen. Ein Geschoß traf, wie beobachtet wurde, das Schiff, explodierte an dessen Bord uird zerstörte dabei die Laufbrücke des Kommau- bantnt. Es zog sich dam, in Richtung auf Samos zurück. ^ Zwei unserer Flugzeuge warfen mit Erfolg am 25. April morgens auf Lager, Llusbesserungsdock und das feindliche Petro- leumlager Bomben und kehrten unbeschädigt zurück. Die letzten englischen Berichte vor der Uebergabe von Kut-el-Amara. London, 10. Mai. (WTB.) Der Korrespmrdent des Reuter- schen Bureaus bei den britischen Stteitkräften in Mesopotamien meldet folgende Einzelheften über die Uebergabe von Kut-el- Amara: Die letzten Berichte, die von General Tvwnshend am Morgen des 29. dlpril eiiürafeit, lauteten folgendermaßen: 1. Bericht: Ich habe meine Kanonen zerstört. Ter größte Teil der Munition ist unbrauchbar gemacht worden. Tie Offiziere haben sich zu Halft begeben, um ihm zu sagen, daß ich bereit bin, mich zrt ergeben, daß ich Lebensmittel haben müsse und daß ich mich nicht lange würde halten können. Ties wurde Halil Pascha mitgeteilt. Eine Offiziersdepüftatton fuhr mit einer Barkasse aus, un, Lebensmittel von dem Schiffe zu holeu, das am 24. April ausgesandt wurde, um der Besatzung von Kut-el-Amara Lebensmittel zu bringen. 2. Bericht: Ich habe die weiße Flagge auf dem Fort utrd der Stadt Kut-el-Amara gehißt. Die Wache wird von einem türkischen Regiment, das unterwegs ist, bezogen. Ich werde binnen kurzem den Apparat für drahtlose Telegraphie. zerstören. Tie Trirppen begeben sich irachmittags 2 Uhr nach dem Lager bei Shamram. General .Halit hat die Parlamentäre empfangen. Er sagte, er wünsche, daß die Besatzung gut mit Lebensmitteln versorgt werde und daß vor allem Townshend, von dem er mit der größten Bewunderung sprach, es nach allen Entbehrungen so gut wie möglich haben solle. Er nahm den Vorschlag an, den britischen Gefangenen Lebensmittel zu schicken, und drückte sein Leidwesen darüber aus, daß die Vorräte nicht größer seien. Gestern schickten wir zwei Leichterschiffe mit Lebensmitteln ab. Gemäß der Vereinbarung, die Kriegsgefangenen auszu wachse ln, sind jetzt 777 imrserer Kranken und Verwundeten in Schiffen ndch unserem Lager unterwegs, die anderen 700 werden binnen kurzem erwartet, (sin anderer Punkt der von unseren Unterhändlern zur Sprache gebracht wurde, war, zu ersuchen, die bürgerliche Bevölkerung von Kut-el-Amara, die durch die vis majore gezwungen war, dort zu bleiben, nicht zu besttafen. Halil Pascha sagte, daß er das nicht beabsichttge. Tie Behandlung der Bevölkertmg würde von ihrem Verhalten äbhchrgen. Er könne sich zu nichts verpflichten, habe aber nicht die Wsicht, jemanden zu verfolgen oder hängen zu lassen. Kut-el-Amara hielt sich bis zur äußersten Grenze der Aushungerung. Vom 16. ^April an war die Garnison auf eine Ration von vier Unzen Mehl und Pferdefteifch angewiesen. Während des ersten Monats der Belagerung kämvfte die Garnison um ihr Leben und ftirchtete nur, daß die Mimition zu Eude gehen würde, ehe eine Eiftsatzkolonne käme. Die Belagerten erwarteten, daß die Verstärkungen, die in Basrah zusainmengezogen wurden, irn- stande sein würden, die Türken zu vertreiben. Diese ganze Zeit über erhielten die Soldaten volle Rattonen. Sobald die Enlsa?.- truppen von Aligarbi anttickten, nahm der Truck ab, den der Feind auf Kut-el-Amara ausübte. Von da an brauchte man nicht mehr zu befürchten, daß die Munitton ausgehen würde. Nach der Schlappe von Orai, entstand Besorgnis wegen der Lebensmittel. Die bürgerliche Bevölkerung blieb in Kut-el-Amara. Diejenigen, die die Stadt beim Beginn der Einschließung verließen, waren von den Türken anfgekirüpft oder erschossen worden. Die Türken ließen uns wissen, daß sie jeden hinrichten wirrden, der trachte, aus der Stadt zu entkommen. So kanwn zur Garnison noch 6000 Personen, die ernährt werden mußten. Am 24. Januar wirrden aber große Getreidevor^ate meist in den Kelürn der Häuser entdeckt, requiriett und bezahlt. Hierauf vermochte die Garnison drei Monate lang von etwas vermmdertett Rationen zu leben. Die arabische Bevölkerung, die sich friiher selbst versorgte, erhielt dieselben Rattonen wie die brittschen Soldaten und Sep-oys. Die Geschichte der Belagerung zerfällt also in zwei Abschnitte. Im ersten vetteidige die Garnison sich mit großenr Mut .gegen die Angreifer und hielt im zweiten entschlossenen Hunger und Entbehrung ans. so daß das Verhalten der Garnison den ruhmreichsten brittschen Ueberlieferungen würdig ist. Die Kämpfe bei Balona. Athen, 9. Mai. iWTB. Nichtamtlich.) Aus Tepolano wird gemeldet, daß hefttge Käntpfe au, der Straße Fieri — Balona stattfinden, wo die O e st e r r e i ch e r mit großer Wucht die i t a l i e n i s ch e n V e r s ch a u z u n g e n a n q r i f f e n. Aut beiden Seiten trat die schwere Artftlerie in Tätigkeit. Tie Ueberführung der serbischen Truppen von Korff, nach Saloniki ans dem Seeweg dauert an. Die Notlage Griechenlands. Athen, 6. Mai. (WTB. Nichtmntlich.) Verspätet eingetroffen. Es verkantet, die griechische Regierung werde durch Verinittlnng der Nationalbank eine größere Anleihe aufnehmen. — Ans Argostoti wird gemeldet, daß d,e Franzosen und Engländer dort die Küste befestigen. Die Alliierten behaupten, diese Maßnahme getroffen zu haben, um sich gegen feindliche Fliegerangriffe zu verteidigen. — Die griechische Regierung hat bei den Mächten der Entente gegen die festgesetzte Beschlagnahme der griechischen Jnlandpvst einen sehr energischen Einspruch erhoben. Sie n,achte die Entente auf die Erbitte- rung der öffentlichen Meinung in Griechenland aufmerksam. Me-, ist in Griechenland der Ansicht, daß solche Maßt,atmen ,U.st zwecklos und für die Entente von ke.neur Nutzen ' sind. Die „Timetz" über die Steigerung der Leben-mittel. ' L o n d o n , 8. Mai (WTB.) Die „T inte s" schreibt in einem Mtttartrrcl: Das Publikum hat unklare und optimistische Ideen Liber die Steig e r 1111 a der Preise. Das ist ein gefährlicher fJ-rrtnm C > liündelt sich nicht um eine vorübergehende Unbeauem jlichkeit, sondern die Teuerung hat eine sehr ernste Bedeutung. Die Meinhandelspreise für Lebensmittel sind sejit Juli 1914 um 50% lyefbiegen. Die allgemeine Tendenz ist steifend und wird es blei- .sb e n. Dieser Enttvicklung läßt sich nicht Einhalt tun, noch viel weriger läßt sie sich ins Oiegenteil verwandeln. Das Blatt glaubt, daß der Notlage dadurch abgehiolfen werden könne, lvenn alles Land, daÄ jetzt zum Golfspiel benutzt wird, für landwirtschaftliche 'Zwecke verwendet werden würde. London, 10. SOtai. (WTB.) Die Preise für einge- /führtet Fleisch sind jetzt 12 bis 16 Pfennig für das Pfund Höber al-A die für englisches oder schottisches 'Fleisch, während das Verhältnis früher umgekehrt war. Die „Times'" weinen, daß, die allgemeine Einführung eines fleischlosen Tages in der Woche die Preise um 14o/o herabsetzen würde. Eine schöne englische Selbstkritik. London, 8. Mai. (WTB.) In der „Da i lyMail" schreibt Dovat Fraser: Die englische Regierung ist der größte Fabrikant van Siegen, den man je in der Geschichte gekannt hat. Wenn sie im Kriege selbst ebenso kühn wäre, wie in ihren „Erklärungen", so wäre der Kampf längst vorbei. Sie hat es so^ar verstairden, Gallipoli auszunutzen. Wir haben, sagte sie, die Achibaba-Höhen von Anaforta allerdings nicht genommen, »aber seht doch, wie w n nd er vol l w ir u n s aus de m S ta u b e gemacht haben. Die Regierung hat sich der irischen Dinge ,beinahe gerühmt. Sie gab zu, daß gegenüber den Sinn-Maße von Uebereinstimmung, als er jemals in der Vergangenheit j vorhanden war. Die Regierung fee gezwungen, die ganze Frage der iMilitär ischc VerhältnisseinJrl andnnddes Tragens, Besitzes und Gebrauches von Waffen nachzuprüfen. Er hoffe, daß eine allgemeine Uebereinstimmung -über diese Frage erreicht werden würde. Redmond erklärte, eA jwürde unsinnig sein, im gegenwärtigen Augenblick Irland einen ^Zwang auferlegen m wollen. Er hoffe, daß die beiden irischen Parateren sich bald zus-mwnenfindnr 'und daß durch eine großzügige, staatsmännische und weitteichende Rücksicht auf die höchsten Interessen des Reiches alle Schwierigkeiten überwunden werden, pund daß es ein vereinigtes Irland geben möge, ausgestattet mit SRegierungsverantworttichLeit und Macht. Churchill, der, wie chekannt wird, zur Polittk zurückgekehrt ist. da sein Bataillon an D-er Front mit einer anderen Einheit verschmolzen worben ist, be Imte die Wichtigkeit des Problemrs. Der Anttag L o n s d a l e wurde vbgelehnt. Ein englisch-russisches Abkommen. London, 10. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen s Bureaus. A s a u i th hielt bei einem zu Ehren der russischen jTumaabgevrdneten veranstalteten Bankett eine Rede, in ldec er sagte, daß die beiden Regierungen über die türkische und l-perfrsche Frage und alle anderen Punkte, wo sich russische und -englische Interessen berühren, geeinigt haben, um eine Politt? sesnulegen, die sie!in Zukunft in gegenseitigem (Änvernehmen loyal befolgen werden. Zu den Angriffen auf die englische Ostküste. London, 10. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In einem Briese an Bürgermeister Jarmonth von Lowestoft anläßlich der deutschen An- 'griffe auf die Ost- und Südostküste schrieb der Erste Lord der Admiralität Balfour u. a.: Es ist den Deutschen nicht sehr zu raten, das Experiment zu wiederholen, selbst, wenn rmsere Seestrettkräfte an der Ostküste nicht anders verteilt wären als früher. In den früheren Phasen ,des Krieges mußten wir aus sttategischen Gründen unsere Schlachtsflotte in mehr nördlichen Gewässern bereithalten für den Fall Jahres torpedierte vermeintliche Kriegsschiff in der Tal mit dem Dampfer „Su s s e x" identisch isk. Die deutsche Regierung hat die Regierung der Vereinigten Staaten hiervon benachrichtigt 'und ihr mitgeteilt, daß sie hieraus die Folgerungen im Sinne der Note vom 4. d. M. zieht. Die „Tubarrtia". Berlin, 10. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt: Niederländische Zeitungen bringen die Nachricht, daß^ die „Tnbanti a" durch die Abgabe eines deutschen Schiffes ungefähr des gleichen Wertes ersetzt werden würde. Diese Nachricht ist anscheinend dazu bestimmt, in den Niederlanden den Verdacht zu erwecken, daß deutsche Soestveitkräfte trotz der gegenteiligen Feststellungen der deutschen Regierung die „Dnbantia" vernichtet hätten. Da die „Tnbantia" nicht durch einen deutschen Angriff verloren gegangen ist, kann auch tin Ersatz durch ein deutsches Schiff nicht in Frage kommen. Berlin, 10. Mai. (Priv.-Tel.) Die Z. a. M." meldet aus Amsterdam vom 9. Mai: Der Withe Star Dampfer „C y m r i f" war nach' dem „Journal of Commerce" von der englischen Regierung für den Transport von Munition und anderein Kriegsmaterial gemietet worden. Vor einiger Zeit wurde angeordnet, daß bit „Cynrrik" und fünf andere Dampfer der Gesellschaft keine Passagiere und Fracht mehr an Boro nehmen dürfen und lediglich Heeresausttäge für Rechnung der englischen Regierung zN übernehmen haben de^ Aur dem Reiche. Der Fall Liebknecht. Berlin, 10. Mai. (WTB.) In der heutigen Sitzung Geschäftsordnungsauss ch u sses des Reichs einer langdauernden militärischen Aktion des Feindes, wie zum Beispiel für euren Lmrdungs versuch. Sie konnte aber nicht gegen kurze Angriffe unter dem Schutze der Nacht verfügbar sein. Im Laufe des Krieges hat sich unsere maritime Lage gebessert. U-Boote und Monitore, die einen Bestandteil der großen Flotte bilden sind jetzt in wachsender Zahl für Zwecke der Küstenverteidigung verfügbar, und das Anwachsen der Stärke unserer großen Flotte selbst ermöglicht es uns, wichttge Seestreitkräfte nach dem Süden zu bringen, ohne unsere Ueberlegenheit an anderen Stellen im geringsten zu gefährden. Es wäre nicht zweckmäßig, weitere Einzel 'heilen anzuffihren, aber ich glaube, ich habe genug Gründe für merne Uebeczeugung angegeben, daß weitere Angriffe aus die Küste von Norfolk in Zukunft für die Angreifer sehr viel gefährlicher sein würden als bisher. Uird wenn der Feind weise ist, vermindert sich die Wahrscheinlichkeit solcher Angriffe. Es scheint bei diesen Aeußerungen des Lords doch auch etwas A-engstlichkeit mitzuspielen^ da es höchst verdächtig ist, daß er an die Interessen der deutschen Mcrrine zu denken vorgibt. * * * Die amerikanische Armee. Paris, 10. Mai. (Zf.) Den Blättern wird aus Washington yeim'ttet: Das Repräsentantenhaus hat die Bill betr. Verstärkung d e r A r m e e, bie gegenwärtig mehr als eine Million Mann umfaßt, abgelehnt. Der §eektteg. Der „Snssex"-Falt. Berlin, 10. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Mg. Ztg" schreibt : Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, sind die bisher noch ausstehenden Feststellungen zum ,,S u s s e x" - F a l l in der Zwischenzeit erfolgt. Nach tem Ergebnis der damit abgeschlossenen Untersuchung ließ pch d:e aus dem hier damals bekannten Tatsachenmaterial gM»«7nene Ansicht, daß die Beschädigung der „Sussex" auf eine andere Ursache, als ans den Angriff eines deutschen Unterseebootes zurückzusühren sei, nicht aufrecht erhalten. Cs tarnt nicht mehr bezweifelt werden, daß das von einem deutschen Unterseeboot am 24. März dieses. tages schilderte der Berichterstatter Abg. v. Payer (Fortschr. Volksp.) an Hand von Akten die Vorgänge, die zu der Verhaftung des Wgeordneten Dv. Liebknecht geführt haben. Danach ist dieser geständig, am 1. Mai 1916 an der „F r i e d e n s k u n d g e b u ng" auf dem Potsdarner Platz teilgenonnnen und dabei durch Rufe wie „Nieder mit cm Krieg! Nieder mit der Regierung!" die Anwesenden anfgereizt zu haberr. Der Berichterstatter verlas ein von Liebknecht verfaßtes und verteiltes Flugblatt mit der Ueberschrift: „Aus zur Maifeier" und den Handzettel, der zu der Versammlung auf den: Potsdamer Platz einlud. Liebknecht gibt zu, solche Handzettel, von denen er noch 120 Llbdrucke bei sich trug und die Flugblätter, von >enen 1340 bei ihm vorgefunden wurden, verteilt zu haben, oweit es ihm möglich war. Er habe mit der Kundgebung eine Meinung zum Ausdruck gebracht. Er sei der Ueber- zeugung, die Ordnung nicht gestört und Landesverrat nicht verübt zu haben. Liebknecht hat ferner zugegeben, daß ihm bekannt war, daß er als Armievungssoldat Uniform zu ttagen hat, während er am 1. Mai auf dem Potsdamer Platz in Zivil erschien. Zur Verlesung gelangten ferner die Zeugenaussagen der beteiligten Polizeioffiziere, Schutzleute und anderer Zeugen. Aus dieseir geht hervor, daß Liebknecht sich gegen seine Gefangennahme durch körperliche Kraftansttengung gesträubt hat, so daß seine Fortführung mit Gewalt erfolgen mußte. Der Berichterstatter erklärte, es sei jeder Zweifel ausgeschlossen, daß Liebknecht zur Bekämpfung der eigenen Regierung ausgefordert und den feindlichen Mächten Vorschub geleistet habe. Ferner sei er auf ftischer Tat ertappt worden. Es handele sich hier um ein Verbrechen, das den Reichstag nötige, von der bisherigen Praxis, ähnlichen Einträgen auf Aussetzung des gerichtlichen Verfahrens znznsttmrnen, a b zu we i ch e n. Ein sozialdemokratischer Abgeordneter gab die Berechtigung der Verhaftung des Abgeordneten' Liebknecht zu, erklärte aber, daß die Iminunitätder Abgeordneten auch für die Zeit der Vertagung gelte. Nicht Sympathien für Liebknecht hätten ihn ttnd seine Freunde bei ihren: Anträge geleitet, sondern die rein sachliche ENvägnng, daß es sich hrer uni ein Recht des Reichstages handele. Die Redner der Nationalliberalen, des Zentrums, der Konservativen und der Deutschen Fraktion stimmten dem Berichterstatter zu. Der Vertreter der polnischen Fraktion erklärte, man solle dem Mgeordneten Liebknecht den Schutz der Jnrmnnität nicht vensaaen. Der Ausschuß hat die schleuuigen Anträge der sozialdemokratischen Fraktion und der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft ans Aussetzung des Verfahrens gegen den Abgeordneten Liebknecht nnd Aufhebung der über ihn verhängten Haft gegen die beiden sozialdemokratischen und die eine polnische Stimme ab gelehnt. B e r l: n, 10. Mai. (WTB. Amtlich.) Der Reichskanzler empfing den Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Grafen Hertling zu einer Aussprache über all- g e m e: n e F r a g e n, wie sie von Zeit zu Zeit zwischen dem Kanzler und den leitenden Ministern der größeren Bundesstaaten stattzufinden pflegt. Es ist falsch, den Besuch des Grafen Hertling in Berlin mit Personalveränderungen innerhalb der Reichsregierung oder speziellen Organisationsfragen auf dem Gebiete der Nahrungsmittelversorgung in Verbindung zu bringen. Dabei wird bemerkt, daß in der Tat eine Verbesserung und Vereinheitlichung des Verwalttmgs- apparates im Werke ist, dem die Ausführung der Bundesratsverordnungen obliegt. Die Errichtung einer den Bundesrat ausschaltenden Lebensmitteldiktatur, wie sie ein Abendblatt ankündigt, ist selbstverständlich nicht geplant. Berlin, 10. Mai. (WTB.) Im Ab georbneten- hause traten heute die Führer der Fraktionen mit dem Präsidenten zu einer Besprechung zusammen. Man einigte )ich dahin, daß das Plenum des Wgeordnetenhauses am 30. Mai seine Arbeiten wieder anfnehmen solle und zlvar soll an erster Stelle die Steuervorlage beraten werden, die vom Haushaltsausschluß des Wgeordnetenhauses bereits erledigt ist. Zweifelhaft ist noch, ob die Gesetzentwürfe betreffend die Schätzungsämter und betreffend die Förderung der Stadtschaften in diesem Sessionsabschnitt erledigt werden. Beide Gesetzentwürfe sind noch in der Beratung des Ausschusses. Berlin, 10. Mai. Mit der Ueberschrift „Die Gewerkschaften und die Politik des 4. August 1914" hat die Ge n e- ralkommission der Gewerkschaften Deutschlands an die Gewerkschaftsmitglieder an und hinter der Front in den letzten Tagen ein Flugblatt verteilen lassen, in dem ein unumwurrdenes Bekemttnis zu der praktischen und vaterländischen Politik des Reichstages vom 4. August, an welchem einmütig die ersten Kriegskredite bewilligt wurden, abgelegt wird. An diesem Standpunkte trollen die Gewerkschaften auch durch die Spalttlng innerhalb der Sozialdemokratie nicht rütteln lassen. Mr die Gewerkschaften könne es nur eitle sozialdemokratische Reichstagsfraktion geben und das sei die Reichstagsfraktion der Partei, mit der die Gewerkschaften durch das Mannheimer Abkommen im Jahre 1906 im engeren Znsammeutvirken stehen. B e r l i n , 10..Mai. ul- amtsaspirautiu Maria Gölz aus Erbach i. O. eine Lehrerin- stelle an der Volksschule zu Mainz-Kostheim, der Schulamtsaspi- rantin Dvvothea Scheuer aus Mainz eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Mainz-Monrbach, der Schulamtsaspiranttu Margarete Schmitt aus Neumühle bei Bingen eine Lehrerinstelle an der iBolksschule zu Mainz. Am 29. April 1916 wurde der Gefangenauffeher am Haftlokal in Gernsheim Joham: Günther auf sein Nachsuä'en, unter Anerkennung seiner treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Juni 1916 in den Ruhestand versetzt. — Ger Großherzag hat am 29. April 1916 dem Gefangenaufseher am Hafttokal in Gernsheim Johann Günther anläßlich seiner zum 1. Juni erfolgenden Versetzung^ in den Ruhestand das Ullgenreme Ehrmzeichen mit der Inschrift: „Für treue Dienste" verliehen. ** Auszeichnungen. Wehrmann Heinrich Heng st, Land- wehr-Regirnent 116, seit Kriegsbeginn im Felde, wtlrd'e mit dein Eisernen Krenz 2. Klasse ansgezeichnet nnd gleichzeitig ztmr Gefreiten befördert. - Der Landwehrmann Karl Daubertshänser (L.-R. 116) von hier, seit Augnst 1914 im Felde, erhielt daß Eiserne Krenz 2. Klasse und wtirde zum Gefreiten befördert. ** Lahn kanal verein. Man schreibt uns: Es ist von größter Wichtigkeit, daß die Versammlung des Lahnkanals-Vereins, welche in Gießen am 14. Mai im Großherzog von Hessen unt 2 3 4 Uhr ftattfinbet, möglichst zahlreich besucht luirb. Es handelt sich darnni, die hiesigen Wünsche wegen Kanalisierung der Lahn durch eine ansehnliche Versammlung zu unterstützen, da augenblicklich von allen Seiten ungezählte Kanalwiinsche der Regierung vorgetragen werden. Außerdem ist ein Wendepunkt in der Politik der Lahnkanalisierung emgetreten. Vor 6 Jahren war man auf cfct Weine* Pwjekt zurückgekommen, weil es sich darum drehte, tnifi Vielleicht die L?l/rr allein kanalisiert werden sollte und das Baui> pital niedrig! geilten werden müßte. Jetzt rückt aber die Möglichkeit nahe, das Mosel und Saar, die bisher seitens! dec Negierung ab ge lehnt wurden, auch zur Kanalisierung kommen, und b<\ darf die Lahn nicht zurückstehen. Also komme jeder und veranlasse seine Bekamrten hinzugehen. Tie Versammlung ist nicht auf Mitglied des Lahnkanal-Vereins beschränkt, sondern, jeder ist gerne willkommen. ** Kriegswahrzeichenwettbcwcrb. Die Stadt Gießen beabsichtigt, die frühere Ohrenklinik, Liebigstr. 20, im Erdgeschoß, einstöckig, etwa 8 zu 12 Meter im Grundriß, als Ge dächtniShallc zu Ehren gefallener Krieger auszubilden und zu diesem Zimcke später einen Wettbeiverb unter den Gießener Architekten auszuschreiben. Für nachstehende Deilaufgabe wird zunächst folgender Wettbewerb.ausgeschrieben. Die offene Eingangs- Halle soll zur Aufnahme von benagelten K rie g s w a h r z e i ch e n derart vcnvendet werden, daß sowohl die mittlere zweiflügelige! Eingangstür als auch die beiderseitigen Blenden der zuzumauern- den Fenster als benagelte und heraldisch wie polychrom behandelte Flächen hergestellt werden und einen möglichst einheitlich ausgebildeten Schmuck der Borhalle ab^eben. Die sdrei besten Entwürfe werden durch Verleihung von Ehrenurkirnden ausgezeichnet. Das Preisgericht besteht aus: Oberbürgermeister Keller in Gießen, Vorsitzender; Geheimer Oberbanrat Professor Hofmann, Geheimer Banval Professor W a l b e in Darmstadt; Banrat Becke r, Professor Dr. R a u ch , Stadtverordneter Winn in Gießen. Zu dem Wettbewerb sind nujr in der Sikadt Gießen geborene oder- ansässige Architekten zu gelassen. Näheves ist im Anzeigenteile des heutigen Blattes zu ersehen. ** Vorübergehendes Schlachtverbot. Nach einer neuerdings erlassenen Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern sind die Hausschlachtungen b i s zum 1.0 k t o b e r 1. I s. verboten. Es geschah dies in erster Linie mit Rücksicht darauf, daß zurzeit außerordentlich große Mengen Schlachtvieh an unser Heer geliefert werden müssen und die für die Zivilbevölkerung zur Verfügung stehenden Fleischmengen, auf die das aus Hausschlachtungen gewonnene Fleisch nach den von der Landessleischftelle aufgestelltenGrund- sätzen anzurechnen ist, recht gering bemessen sind. Außerdem dürften diejenigen, die selbstgezogene Tiere zu schlachten pflegen, jetzt genügend mit Vorräten versehen und das aus Hausschlachtungen herrührende Fleisch während der heißen Jahreszeit leicht dem Verderben ausgesetzt sein, namentlich da, wo geeignete Ausbewahrungsräume hierzu fehlen. Bei Eintritt der kühlen Jahreszeit und spätestens am 1. Oktober 1916 wird das Schlachtverbot wieder aufgehoben werden. Es liegt mithin für diejenigen, die sonst ihr Schwein aufgezogen haben und sich auch jetzt wiedejr ein oder mehrere Ferkel zur Aufzucht einlegen wollen, nicht der geringste Anlaß vor, hiervon Abstand zu nehmen. Es kann vielmehr bestimmt damit gerechnet werden, daß nach erfolgter Mästung das aufgezogene Schwein auch für die eigene Haushaltung geschlachtet werden darf. Nur muß sich der Fleischverbrauch in der Haus- schlachlung am Schlachtorte innerhalb der Grenzen halten, die für den Fleischverbrauch der Allgemeinheit gezogen sind. ^Preisausschreiben. Es entspricht der großen ernsten Zeit, sich auch in seiner Kleidung würdig und einfach zu zeigen. Ktttifiler und modelleschafsende Firmen müssen es desl-atb als Ehesache betrachten, darin Vorbildliches !fiit die kommende Wiuter- mode zu ersinnen. Der Modebund, Sitz Frankfurt a. M., schreibt daher zur Erlangung von Entwürfen neuer Kleid- u n b Huts armen unter deutschen Modekünstlern, Modegcschaf- ,1en und Fabrikanten, Malern und Zeichnern nachstehenden Wett- b^verb aus Gewünscht wird: 1. die Einsendung eines fertigen Kleid model l s, welches in Form, Farbe, Material dem vor- b^zeichneten Zweck entspricht. Als Preise sind im ganzen 2000 Mk. vvryesehen, davon für 1. „Fertiges Kleid" 1500 Mark, nämlich ein 1. Preis von .500 Mark, ein Preis von 200 Mark, ein Preis von 150 Mark, ein Preis von 100 Mark, elf Preise von 50 Mark. 2. Die Einsendung von Kleid ent würfen (Zeichnungen), wofür Prdse im Werte von 500 Mark anSgesetzt sind, davon ein 1. Preis von 150 Mark, ein Preis von 100 Mark, fünf Preise von je 50 Mark. Es bleibt den Preisrichtern, zu denen aus Hessen Frau v. H e v l zu Herrnsheim und Hofrat Mexander Koch gehren, überlassen, der Beteiligung entsprechend außerdem Ehren- dipkrme zu verteilen. D i e öffentlichen Uhren werden zur gründlichen Reinigung in der nächsten Woche zwei Tage abgestellt. und zwar die Nathansuhr am Montag, den 15., und Dienstag, den 16- d. Mts.; die Uhr der Katholischen Kirche am Mittwoch, den 17., und Donnerstag, den 18. d. Mts. ** Eine männliche Leiche unbekannter Herkunft wmLe gestern abend gegen ^lOUfyv oberhalb der hiesigen Lcchnbrücke geländet. Landkreis Gießen. «.Hansen, 11. Mai. Gefreiter Wilh. Will, Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116, Sohn des Peter Will von Annerod, wurde zum Unterofftzier befördert. v. Leihgestern, 11. Mai. Am letzten Sonntag fand in unserer schönen Kirche durch den Superintendenten eine B is i t a tio n statt. Die gottesdienstliche Feier am Vormittag wurde durch den wohlgelungenen Bortrag zweier Ehöre seitens des .Kirchengesang Vereins, der feit Ausbruch des Krieges ruhte, verschönt. Nachmittags war Prüfung der kateckiSwuslehrpflichtigen Jugend, verbunden mit Jugendgottesdienst. Sowohl vor-wie auch nachmittags war die Beteiligung sehr gut. Kreis Büdingen. Bl. Echzell, 11. Mai. Anr Samstag und Sonntag war das ferchte Wasser der atten Bach mit toten Fischen förmlich übersät. Es fanden sich Fische von 1 bis 5 Pfund und darüber. Die Ursache soll in abgestandenem Wasser aus den Berstädter Wiesen, welche eilten Abfluß in den alten Bach haben, zu snchen sein. v. M i d) e l n a u, 11. Mai. Unser Lehrer Friedrich E b e r l e, seit Kriegsbeginn beim Landsturmbataillon Frieoberg, hat die Hess. T ap s e r k e i t s in e d a i l l e erholten. A Nidda, 11. Mai. Franz Kämmerer von hier, Sohn des Lokomotivsährers i.R. Albrecht Kämmerer, bei Kriegsausbruch aktiver Unteroffizier im Infanterie - Regiment Nr. 116, ist zum Offizier-Stellvertreter befördert worden. Er ist schon längere Zeit im Besitz des Eisernen Kreuzes und gegenwärtig dem Reserve-Jn- santerie-Ncgiment Nr. 88 zugetcilt. — Der Schlossergesetle Erich Mäußler, Inhaber der Hessischen Tapserkeitsniedaitle, starb im Alter von 22 Jahren den Heldentod. Kreis Alsfeld. ap. Ermenrod, 11. Mai. Die dieser Tage hier abgehaltene B r e n n h o l z-V e r st e i g e r u n g auS den benachbarten Domanial- waldunqen war sehr stark besucht. Man bezahlte für 4 Raummeter Buchenscheit 37-40 Mk., 4 Rmtr. Buchenknüppel 30-32 Mk., 4 Rmtr. Buchenreiser 5—6 Mk, 4 Rmtr. Buchenslöcke 18—19 Mk., 2 Rmtr. Tannenprügel 9 Mk. Gegen die Preise auf der Holz- verstelgerung zu Elpenrod ist immerhin ein geringer Abschlag bemerkbar. up. Mücke, 11. Mai. Ter Vogelsberg hat Holz und Heu. Jetzt, wo das erste Grünfutter zuin Schnitt kommt, in das Heu rar, besonders nach einer so knappen Heuernte wie im vorigen Jahre. Tie Zahl der hochbeladenen Wagen voll Heu, die dieser Tage auf unserem Bahnhose zum Versand kamen und die alle aus dem oberen Ohmtal stammten, besagen, daß im Vogelsberg das Heu nocki anzutreffeu ist. Kreis Lauterbach. A Lauterbach, 10. Mai. Der Sohu des Realfchuldircktors D. S ck) ü z von Langen, Hauptnianu Hans Schüz, hat am Tage vor der Uebergabe von Kut-cl-Amara ein feindliches Flugzeug ab- geschossen. Ter Führer ist tot, der Beobachter gefangen. Am gleichen Tage glückte es Hauptmann Sckiüz, ein weiteres Flugzeug abzuschießen, dessen Insassen gefangen wurden. Kreis Friedberg. Bl. Friedberg, 11. Mai. Am 9. Mai trat unter dem Vorsitz des Kveisrats Freiherrn von Schenck ein Elirenausschuß zusammen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den A n k a u s von G o ldsa che n zur weiteren Verstärkung des Goldschatzes der Reichsbank zu fördern. Es wurde beschlossen, eine Gotdanlaufsstelle in Friedberg und weitere Goldankaufsstellen im Kreise zu errichten, die demnächst eröffnet werden. — Freitag, den 12. Mai, feiert Schuhmachermeister Adam Heß seinen 80. (Geburtstag in voller geistiger und körperlicher Frische. — Dem Offiziersstell- vertreter Ludwig Eckel, Sohn des verstorbenen Gerichtsvollziehers Eckel, im Reserve -In fan ter ie - Ile gi me n t 222, wurde die Hessische Tapferleitsmedaille verliehen. Den beiden Brüdern Heinrich und August Naumann, Söhne des Weichenstellers Naumann von hier wurde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. O. Bad-Nauheim, 11. Mai. Etwa 100 Offiziere der Oefterreichisch-Ungarischen, Ottvmanischen und Bulgarischen Armeen trafen gestern mittag — von Wiesbaden kommend — zu, einem Besuch hier ein. Die Gäste wurden am Bahnhof von Geh. Ober- finanzrat B a l s e r, Baurat van Böhmer und Oberstleutnant von S t r z e n n i e c n y i empfangen und begrüßt. Nach Besichtigung der Badeeinrichtungen und Anlagen begaben sich die Gäste in den, großen Saal des Konzerthauses, wo ein Konzert mit besonders gewählter Vvrtragssolge unter Leitung von Professor W i n d e r st e i n slattsand. Die Angehörigen der mit uns verbündeten Armeen wurden seitens des tausendköpfigen Publikunis mit herzlicher Sympathie begrüßt. Abends fand zu Ehren der Gäste ein Essen im großen Speiscsaal des Kurhauses statt, bei dem Baurat von Böhmer namens der Grvßh. Bade und Kurverwaltung eine Ansprache an die Gäste richtete, auf die von den Offizieren geantwortet ivurde. Bl. O ck sta dt, 11. Mai. Dem Gefreiten Nikolaus Klei n, 2. Garde-Reserve-Fußartillerie-Mgiment, ivurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Slarkenburg und Meinhessen. h. D a r M st a b t, 10. Mai. Der Besuch des Grafen Zeppelin in Darm stad t führt fortgesetzt zu den freudigsten, begeistertsten Ovationen. Das „Hotel zur Traube", wo der greife Held Wohnung genommen hat, ist ständig von einer großen Anzahl Neugieriger umstellt. Als er gestern abend im Auto, zuin ersten Mal die „Traube" verließ, um sich nack, der Villa der Frau Major von Alvensleben zu begeben, wo anläßlich der Vermählung seines Neffen, des Rittmeisters d. R. Graf Ferdinand v. Zeppelin mtt Frl. Marie tte v. Alvensleben der Polterabend gefeiert wurde, brach das vielhundertköpfige Publikum in stürmische Hurrarufe aus und es dauerte lauge, bis sich das Auto einen Weg balmen konnte. Und ähnliche Ausbrüche der Begeisterung! mußte der stets im einfachen schwarzen Rock ohne Abzeichen erscheinende Held auch heute bei den Vermählungsfeierlichketten in der Panluskirche über sich ergehen lassen. Das 'Gotteshaus war aufs reichste mit Blumen, Palmen, Lorbeer und Laubwinden geschmückt. Nack) Orgelvorspiel und Psalmgesang vollzog Pfarrer Rücke rt den Trauakt: dem Text seiner Ansprache war das Wort Jakobs: Herr, ich lasse dich nicht, du segnest mich zuvor. Als Graf Zeppelin mit 'bert übrigen HocAeitsgästen die Kirche verließ, wurde er neben dem Hurrarufen der begeisterten Menge auch von einem der neuesten großen Zeppelin-Luftkreuzer begrüßt, der in ganz niedriger Fahrt bei prächtigem Sonnenschein das Gotteshaus mehrmals umschiffte und darauf auch in verschiedenen eleganten Schleifen die'Villa Alvensleben umflog, wo die Hochzeits- feier im Kreise der Verwandten und einer kleinen Anzahl geladener Gäste aus der hiesigen Gesellschast stattfand. Kreis Wetzlar ra. Wetzlar, 10. Mai. Die hauptversammlunH des W e tz l a r e r Geschichtsvereins tagte bei Gastwirt Guht und war ziemlich stark besucht. Nach denr Bericht des Vorsitzenden Prof. Glvel zählt der Verein jetzt noch 145 Mitglieder, davon 118 hier und 32 au$toävt$. Ihre Zahl t,at sich gegen früher beträchtlich vermindert. Einer der Mitbegründer des Vereins, Regierungs- und Baurat Ebel, ist auf dem Felde der Ehre gefallen. Die Rechnungsablage ergab einschließlich eines Bestandes aus dem Vorjahre in Höhe von 287.29 Mk. an Einnahmen den Betrag von 1120.63 Mk., während die Ausgaben 690,56 Mk. betrugen. Die eidenden Vorstandsinitgliedec wurden durch Zuruf wieder gewählt. Der Vorsitzende berichtete znm Schluß über die Zugänge des Mriseunis, Erwerbungen urrd Schenkungen. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 10. Mai. Die Kriminalpolizei verhaftete als Mittäter an dem Morde den Sohn der langjährigen Haushälterin des ermordeten Haynnmn, den sieb zehn- jährigen Arbeitslncrscheu Karl Münzer. Dieser hat sich dadurch der Mithilfe an der Tat sck)uldig gemacht, daß er den beiden, anderen Mördern den Sck>lüssel zum Haymann scheu Hanse gab und schon seit Tagen von dem geplanten Einbruch Kenntnis besaß. Die beiden Haupttäter haben den alten Haymann schon mehrere Tage vor dein Mord allabendlich verfolgt, um festzustellen, wie lauge er von Haus ivcgblieb. Schon am Mittwoch vor der Tat, die Freitag geschah, hatten sich die Burschen ins Haus geschlichen, konnten ihr Vorhaben jedoch nicht ausführen, da Haymann entgegen seiner Gewohnheit die Wohnung nicht verließ. Auch am Donnerstag wurde die Tat durch irgend einen Umstand vereitelt, bis daim am Freitag das Verbrechen ,,klappte". Die beiden Haupttäler, von denen der eine noch im Gefängnis zu Freiendiez weilt, haben heute früh ein umfassendes Geständnis abgelegt. — Eine Einbrecherbande von zehu alten bekannten Zuchthäuslern wurde in der letzten Nacht durch die Polizei dingfest gemacht. Die Bande, die fast internationales Gepräge hatte, verübte ungezählte Villeneinbrüchc, stahl Hasen, Hühner und Ziegen, raubte viele Lebensmittelgeschäfte aus' und brachte die Beute dann zu einem Wirten der Alten Mainzer- Gasse oder übernnttelte sie dem Schneider Schmidt aus Köln oder denr Händler Heinrich Schubert aus Beiwselden im Odenwald. Bei diesem fand die Polizei noch An kleines Warenhaus gestohlener wertvoller Sachen. Als Haupttäter unter der Bande kommen u.a in Bettacht der 26 jährige 'Fuhrmann Kaspar Wagner aus Bad Homburg, der 87 jährige Maurer Philipp Kern aus Egelsbam, der 30 jährige Sdfiffcr Leitz aus Wollmcrichckd und der ^4 jährige Gärtner Ehristian H ü f e r aus Frankfurt - Bad Homburg v. d. H., N. Mai. Em Einbruch in die evangelische Gedächtniskirckie im Stadtteil Kirdorf ftkllt sich jetzt als ein großer 5lirchendiebstahl dar. Dem i. tebe, der vorzügliche Orts- und Sachkenntnis verraten hat, fielen die historisch und knnstgeschickitlich wertvollen Kirchengeräte, die der Kaiser der Kirche vor zivei Jabren ans der hiesigen ^chlonktrche zur Verfügung stellte, in die Hände. Von dem Kirchenranber hat man noch nicht die aeringste Sour. Vermisehres. * London, 10. Mai. (W. T. B. Nid)tamtlich.) Lloyds Agentur meldet aus Ehikago: Der amerikanische Dampfer ,K i r b i)" ist bei Eagle Harbonr gescheitert. 20 Menschen sind verloren, zwei wurden gerettet. Budapest. 10. Mai. lWTB.) Zu den Blattermeldungen über den unheimlichen Fund in Cinkota, wo in der Wohnung des fort 1914 zum Kriegsdienste emgerückten Klempner Meisters Bela Kiß sieben zugelötete Blechkisten mit je einer Frauenleiche gesunden wurden, wird weiter berichtet: Bon der Gerichtsk'omMission wurde ein Lokalaugenschein vorgenommen. Eine Blechtonne ivurde geöffnet -und eine Frauenleiche l-ervorgeholt. Irr deren Mundhöhle ivuroe ein Taschentuch festgestellt, während sich um den Hals ein Stxick befand. Festgestellt ivurde, daß Kiß, der Mieter der Kammer, in rvelchcr die Blechtonnen gefundenj wurden, bei der Budapcstcr Leichenbestattungsgesellschaft Verzin- nungsarbeiteu verrichtete. Tic übrigen Blechfässer werden nwrgen geöffnet. Festgestellt wurde ferner, daß Kiß vor Jahren mit einer Frau und zwei Kindern in die Wolmuirg tziuzog. Eines Tages verschwände:! die Frau, und beide Kinder, ivorüber Kiß inuenn Bekannten die Aufklärung gab, daß die Kinder in der Kinderschutz- liga seien, ivährend er die Frau üiach Amerika geschickt habe. Weitere Erhebungen sind im Gange^_ Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 12. Mai 1916 : Zi amt ich heiter und trocken. Tagsüber warm, nachts kalt. In den höheren Lagen Nackstfrostgefahr._ kehle Nachrichten. Die Lebensmittelversorgung. Berlin, 11. Mai. Das „Berliner Tagcblattt^ schreM' Tie Gerüchite über die R ü ck t r i t t s a b s i ch t e n des Staatssekretärs des Reichs am ts des Innern Dr. De l b r ü ck werden zunächst dementiert. Wir l>aben von. ihnen niäu Notiz geironrmen, weil sowohl der Staatssekretär selbst, als auch alle anderen unterrichteteu und maßgebenden Kreise sie in Abrede gestellt haben. Mlg.'inein wird versichert, daß die Erkrankung Tr. Delbrücks eine lariächliche und keine „politisch^' ist, und daß zurzeit im Reichsamt des Innern eine Krisis nicht besteht. Zu den geplanten Umbildungen erfahren wir, daß es sich um eine st r a f f e r c Zentralisierung der versclnedencn dem Reick,ö - amt des Innern unterstellten Ernährungsorganisationen handelt. Die Vorschläge dazu wurden von dem Staatssekretär teils selbst gemacht, teils lebhaft befürwortet. Wer au die Spitze der neuen Organisation tteten wird, ist natürlich in diesem Augenblick in keiner Weiß' bestinrmt. Eine Ansprache des Königs von Bayern. München, 10. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) König Luiwiig hat heute ans Anlaß der hundertjährigen Zugehörig- keitderPfalz zum KönigreichBahern eine i'lbordnung aus der Pfalz empfangen. In seiner Ansprad)e sagte der König: Wir stehen mitten im Kriege. Wenn er enden wird, wissen, wir nickch. 2lber daß ivir nicht besiech toerden, wissen wir, imd wir lvollen keinen Frieden, der uns nicht eine bessere Stellung gibt, als wir sie fetzt haben. Unsere Feinde zerschelleix am Deutschen Reich, an der Kraft seiner und seiner treuen verbündeten Hoeve. Wir bringen die schwersten Opfer an Gut und Blut, aber auch Opfer in der Heimat, lvo dem Volke harte Entbehrungen auferlegt sind. Daß das Volt davor in aller :chlunft verschont bleibt, das ist das Ziel, das wir beim Friedensschluß erreichen müssen. Arußerungen Lansings. Berlin, 11. Mai. Die „Berliner Morgeupost" schreibt: Es ist wohl kein Zufall, daß gleichzeitig mit der Antwort Amerikas an Deutschland Aeußernngen des amerikanischen Staatssekretärs L a n s i n g bekannt werdeu, wonach zwar die Meinungsvecschieden- hleiten mit England nicht den Gegenstand von Erötternngen zwischen Amerika und Deutschland bilden können, daß aber England ausdrückliche vertragliche Verpflichtungen gegen Amerika habe, die der amerikanischen Regierung ein Vorgel>en gegen England zur unzweifelhaften Pflicht machen. Behält dieser Geiichts- punkt Geltung, dann wird Amerika von der Beschuldigung einer un- neutralen Haltung entlastet werden müssen. Dann wird Amerika sich gegen die völkerrechtswidrige englische Hungerblockade Deutsch- larrds zu ivenden haben. Und dann wird, wenn Amerika seinen Willen durckffetzt, der Wunsch erfüllt sein, den die deutsche Regierung in ihren verschiedenen Noten an Amerika ausgesprochen bat. m fragt sich nur, ob Herr Laming es ernst mit seiner Ankündigung meint, ode'r ob er und Herr Wilson sich nur auf rem platonisckw und akademisch Borstellutigen an England beschränken wollen. Bis zur Stunde hat Amerika von England nicht das Geringste verlangt. Aus dem englischen Unterhaus. London, 11. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Asaurth hat in der heutigen U n t e r h a n s s i tz u n g die Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung der näheren Umstände der Srnn Femer- Revolutron in Irland an gekündigt, deren Vorsitzender Low Har- dinge, der frühere Vizekönig von Jridien, ist. Asginth weigerte sui, zwar, die Zusicherung zu geben, daß keine militärischen tun gen mehr in Dublin statt finden würden, drückte aber dw Hoffnung aus, das;, wenn die beiden noch bestätigten Todesurteile vollzogen sein würden, weiter keine ^Notwendigkeit eintteten werde, mtt äußerster Strenge vorzugehen. Die Frage der milttLnschen .Hinruh- tungen soll am 11. Mai zur Besprechung kommen und Asguith hat daher versprochen, daß inzwischen keine Hinrichtungen stattffnden ^^^Rotterdam, 11. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Rot- terdamsche Courant" meldet aus London: Bei der gestrigen Beratung über das Amendenrent, in welchem die Ausdehnung der Dienstpflicht auf Irland verlangt wird, erklärte Asguith, daß der Antrag unannehmbar sei Redmond sagte, dre Annahme des Anttages wäre nicht nur verkehrt, sondern einfach wahnsmncg. C a r so n sprach in bitteren Worten über die Macht, die Redmond, ohne eine Vcranttvvrtung zn ttagen, in Irland ausübe. Die „Nöorning Posff' und die „Times" sagen in entern Scitaxtdel, daß die Nationalisten den Anti-Homerulern durch ihre Weigerung eine gefährliche Waffe in die Hand gegeben haben. Churchill. London, 11. Mai. iWTB. Nick>tmntlichc) „Daily Chro- ttick // meldet, daß Churchill seine militärische Laufbahn mcf-- geben Und seine parlamentarischen und polttischen Arbeiten Wucher aufnehmen will. Er beabsichtigt, mit der liberalen und der univ- nisttschen Kriegspartei eng Msammenzuarbeiten. Gedn'lckte Stimmung in Italien. i. Köln, 11. Mai. Der Züricher Korrespondent der „Köln. Bolksztg." drahtet aus zuverlässiger italienischer Quelle: Infolge der neuen Einberufungen ist die S t i nt nt u n g des italienischen Volkes, besonders im Westen, s eh r gedrückt. Vielfach iuerbnt drohende Stimmen laut. Im Wahlkreise des bekannten sozialistischen Abgeottmeten Fern veranstalteten 6 00 0 Frauen eine öffentliche K'undgebnng. Die Menge durchzog die Sttatzen unter dem ^bnw: Wir wollen das Ende des Krieges. Mttitär mußte einschreiten Aus durchaus zuverlässiger Quelle erfährt der Gewährsmann des Kölner Blattes, in der ‘ Kaserne Piae verweigerte ein Regiment den Gehorsam An der Front leistete die Sassan-Bngade Widerstand. Auch rn Neapel fand eine Kundgebung statt, in welcher das Bild des .Kriegshetzer:' Ciceotti verbrannt wurde. In Apulien und m der m a i l ä n d i s ch e n Gegend mußten bte Grundbefftzer, welche beim Landvolkc als Kriegsanstifter gelten, flüchten. Msputin ermordet? Berlin, 11. Mai. Laut „LokalanA." berichten ans Petersburg in Bukarest eingetroffene Privattelegranrme, daß Ras'pntin, der Wundernrcmn am Zarenhose, ermordet worden sei. Die Nachricht sei um so wahrschein- lickier, als Rasputin zahlreiche Feinde hatte, die chm fernen Einfluß beim Zaren neideten. Vor kurzem noch wurde ern Anschlag auf ihn verübt, bei dem er mit dem Leben davon- karn. gebrauchen allgemein das beliebte ASTNIOL, Asthma- Pulver, !T\ i I 1 8 I I Ol L I w I Preis der grossen Blechdose (Stranton. 40, Orindelia 10, Cap. papav. 10, Menthol 2, Kal. n.trlc. 20 , Natr. nitne. 20 .) Mk. m ] Man achte genau auf das Wort ASTMOL und verweigere Ersatzmittel. Wo nicht erhältlich, wende man sich an Engel-Apotheke, Frankfur t a. M , ß welches sofortige Linderung bringt Apotheken erhältlich. M so früh nach kurzem Gluck Du wurdest von uns gerissen, gejjrit me zu Gattin und Kind zurück, kann es noch lminer nicht fassen. Bekanntmachung. Nachruf. Du bast nicht Ruh, noch Rast ackannt der Sorge ums Wohl der Deinen, lm fernen Land, Ern Wtedcriehn wird uns vereinen! Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß am 22. April 1916 mein innigstgeliebter, herzensguter Gatte, der liebevollste Vater seines Töchterchens, unser guter Sohn, Schwiegersohn undBruder Am 28. April 1916 starb den Heldentod unser lieber Sanges- und Turnbruder flllillil §M!l im Infanterie-Regiment Nr. 81 im Alter von 34 Jahren infolge schwerer Verwundung im Feldlazarett gestorben ist. In tiefer Trauer: Margsrethe Simen n? 6 . Moos UUd Kittd. s3637 Odenhausen (Lahn), den 10. Mai 1916. Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, das; heule morgen unser lieber Vater, Grobvater, Onkel und Schwager Korrrrtd Mit Herr Georg Römer Il/% W I MA D ___ - I f - I • » _ . _ Dw Stadt Gieben beabsichtigt, die frühere Ohrenklintk, Llebkg,trabe Nr. 20, im Erdgeschob, einstöckig, etwa 8 zu Eter im Grundrib, als Gedächtnishalle zu Ehren gefallener Krieger auszubilden und zu diesem Zwecke »pater einen Wettbewerb unter den Gietzener Archnekten ausziischreiben. Für nachstehende Teilaufgabe wird zunächst folgender Gefi-sitsr im Reserve-Infanterie-Regiment 249. Inhaber der badischen Tapferkeitsmedaille. ausgeschrieben. Die offene Wettbewerb Höre dem Tapfern! Wir werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. [3662 benagelten Eingangshalle soll zur Aufnahme von Kriegswahrzeicheu l't HPTHlPllhpt tnßvSnn Sa»» * .» t. f Si a • hmi« . Gesangverein Eintracht Turnverein Gut Heil in Vetzberg. /<£•< . . ... -/• . •?' V 1 -M y I^~ • - 1 ‘»'** T * I \ V" l‘ »kr, I Gießener Konzert-Verein 125. Vereinsjahr Fieiia-, 12. Mai 1916, abends 8 % Uhr in der neuen Anla Wohftätigkeits-KonzBrt zugunsten des Rotsii Kreuzes unter gütiger Mitwirkung von Ihr!. Lilly Haas, Alt Fd. Frieda Schmidt, Sopran Herrn Qeiße-Winkel,Bariton, Am Klavier Herr Hofkapellmeister Stolz tm Aller von 65 Jahren sonst entschlafen ist. Tie trauernden Hinterbliebenen: Erich Alt nebst Frau und Ki::d. Gietzen, den 10. Mai 1916. * [3650 Voriragsfolge: k ÄÄ““ 8 ” Ta “ uhaus er“ v. R. Wagner.Frl. Schmidt 2. aj Liebesfeier b) Das blaue * 1 Meer > v. . . . f ; r/ - —i ». Felix Weingartner c) Zueignung^ . . } 3. Arie aus ,,Hans Heiling“ v. Marschner . . Die Beerdigung findet Freitag nachm. V,3Uhr vom neuen Friedhof aus statt. 4. a> Der Waldsee v.YV. Berger \ b) Daheim . H. Kann FrL Haas Herr Geiße-Winkel Frl. Schmidt Frl. Haas Herr Geiße-Winkel Danksagung. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten aus nah und fern, welche uns beim Heimgang unseres lieben, guten Vaters, Schwiegervaters, Grohvaters und Urgroßvaters O Ständchen v. Brahms / 5. Arie der Fides aus „Prqphet“ v. Meyerbeer . o. a) Morgenhymne v. Jdenschel. b) Friihlingsfahrt ) 0 0 , c) Wanderlied . ( v * K ‘ Schumann .... o £ rie . ( ! er Agathe aus „Freischütz“ v. Weber ö. Zwei biblische Gesänge v. Dvorak .... 9. a) Emden v. Keitel. b) Prinz Eugen .1 T .. c) Friedericus Rex / v ‘ Lj0we .Herr Geiße-Winkel 10. Szene und Arie der Andromache aus Odysseus v. M. Bruch Frl. Haas 11. Ansprache des Sachs aus „Meistersinger" <111. Akt) v. K. Wagner . ... Herr Geiße-Winkel Der Bechstein-1 iügel ist aus dem Hof pianofortelager von Wilh. Rudolph ^^chkndel werden, dag sowohl die mittlere zwei» r.ufieitae Emgangstür als auch die beiderseitigen Blenden Üo» ^"1"^muernden Fenster als benagelte und heraldisch behandelte Flächen hergebellt werden und ^oü/lchit einhellllch ausgebildeten Schmuck der Vor« ^>s^??^ÄOil. 'vlerbei soll daraus geachtet werden, dab ! fif 0 'Itömucfuiirt m den Baustoffen, in Form und Farbe .?/l..?om nrchitektomschen Charakter des Bauwerks in d-n wird. In der zweiflügeligen Tür und Unstern, welch letztere innen zuzuman«» sind. Geeigneter Stelle möglichst das Eiserne Kreuz, oas üierchswnvoen, das kleine hessische Staatswappen, das isravtwapven. das UniversitätSivavven und der Namenszug des Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 angebracht UMelt iverden. Es ist auberdem eine polychrome Behandlung der Wandfiächcn später in Aussicht genommen, die ledoch nicht mit diesem AuSfchreiben verbunden wird brel besten Entwürfe werden durch Verleihung von Ehrenurkunden ausgezeichnet. Das Brelsgericht besteht aus: Oberbürgermeister Keller in Gietzen, Vorsitzender Geheimer Oberbaurat Professor Hofmann, Geheimer Baurat Professor Walde ^ in Darmstadl; Baurat Becker, Professor Dr. Rauch, Stadtverordneter Winn <-v ' ^ „. . in Gieben. t«»fw n * rt r* geborene oder ansäffige Archt- tectcn werden hiermit eingeladen, mit einem Kennwort n, «obene Entwur/e nn Matzstab 1:10 und Einzelheiten Äa?r™F V s ne uuterBeifugung eines verschlossenen BrlBuinschlags, der den Namen und Wohnort des Verhörs enihalt, bis zum 17. Juni 1916, nachmittags 6 Uhr, an den Oberbürgermeister der Stadt Gietzen gelangen zu taifen. Astc?w-/N°^?°stcL°" Hochbauamt, Gietzen, den 10. Mai 1916. 3651 B Der Oberbürgermeister» Keller. FaiisieH“ Halter Frl. Schmidt Frl. Haas reiawevet abwärts 30 Pfg., sind in der Musikalienhai Chaliior, Telephon 6/1, und abends an der Kasse zu haben. ihre warme Anteilnahme bewiesen, sowie Herrn Pfarrer Hepding für die trostreiche Grabrede und Herrn Lehrer Weisel für seinen warmen Nachruf namens des Kirchen- und Schulvorstandes, desgl für alle Kranzspenden, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank. Ocffnniag des Saales 7*/« Uhr. 3601D Die trauernd Hiuterblicbeue«. Garbenteich, den 9. Mai 1916. 13650 Zungdeüischlan- (Bcjtrf Gietzen- 5 tadt) Vezirks-Au§schutz-5itzung Erfrischend reines Tafelgetränk von den natürlichen und bekannten Mrneralbrunnen zu Bad Kronthal i.T. filelgetrM 8r. Maj. des Deutschen Kaisers und anderer Mieder Höfe. Wirkt hervorragend und wird ärztlich emvfohlen gegen: Katarrhe,,. Gicht und Rheumatismus, ( SX Hc «K? cil,e ' Nieren- und Blaseu- lerdeu, Blerchsuch., Blutarmut, Zuckerkrankheit und gegen Fnnktlonöstörungcu aller Art. Für Wirte u. Wiederverkäufer Preisermäßigung. General-Vertretung und Niederlage bei [ m6 Georg Schäfer, Gießen, Licher Straße 9 Herzog!. Braunschw. BautjewerkschulB Holzminden. liödjbau - Uer ffir s ‘ Tiefbau SommerunterridU 2. FIprII. Keifeprüfung. wlnterunterricht 15. vkloder. ■ ' Ckldjbercdjtiflt mit den Könlgl. Preufi. Bauöetpzrbldjuleq. - Dienstag. 16. Mai, 6»/, Uhr im Kaiserho Tagesordnung nach Satz 16 der Satzungen, Dr. KrousmüHer, BtzirkSvertrailtiisiiiainl. Die Besichtigung der Kriegsgärten unter Führung des Herrn Stadtverordneten Slmon findet statt: Freitag, den 12. Mai Mach wie vor unterhalte ich ein Lager von ca. 2000 KiSo Haiif-Biodfadesi o. Kordel sortiert in verschiedenen Stärken und Wickelungen. Jjuti wig &a'®a.r Mw.fjJSes&en 13147J Fernsprecher 505. Astei*weg 53 Gruvvc 1.5 Uhr nachmittags Gruppe 2.6 Ubr nachmittags Treffpunkt: Hüttenberger Bleiche, Lahnbrücke. Beiden Gruppen können sich noch solche Mit- glreder anschlietzen, die nicht angemeldet sind.' Helianti-Knollen sind Montag von 6-8 Uhr m der Geschäftsstelle zu haben. Ber Vorstand. MT«V Reparaturen an Schreibmaschinen aller Systeme führen in eigner Spezial-Werkstätte gewissenhaft aus Franz Vogt & Co., Giessen Goethestr. 32. Fernruf 1054. Gasherde einflammig u. mehrflammig sowie Gasbratöfen in bester Ausführung und in allen Grössen empfiehlt zu billigen Preisen [1764 Edg. Borrmann Eisenhandlg., Neustadt 11 Regenschirms ; n der soliden Ausführung. MAuswahl.! ßujlde H Go., Selterowes L2, Gießen. 40°/ 0 Kalldüngresalz eingetroffen. [09549 C. C. Pfeiffer,©teinitr. 11 nebst Stange und Wimpel, von jedermann selbst ohne Beschädigung der Wände leichl an- und abzumachen, liefert Chr. 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