Nr. \08 Der Gtttzsner Mz-tze? erscheint tägkch, archer Sonntags. — Beckaqen: viermal wöchentnch SietzenrrLumikrendiätter; zwennalwöchentl.üeeir- d! all für d en Nreis Sictzeu (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Lm^d- wirischastlicheSeitfr^e, Ferniprech - Anschlüße: für die Schrisrleittr«g113 Verlag,GeschäilsstelteSL Adresse b'ir Drahtnachrichten: Nn-eigerSiek-ev. A«mch«e von Anzeige« für die Tagesinirn.ner bis zum Abend vorher. Erster Blatt \ 66 . Jahrgang Dienstag, f . Mai Mb Vezugsvrec ^. ^Monatl. 90 Bi., viertel- jährl. Mk. 2.65; durch Ab hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Ack.2.45 viertel- jährl. ausfchl. Beste'.lg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Haclpt- schriftleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeg; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr.N.Zenz,- t$te6wMttä mb Verlag der Vröhl'schen Univ.Vuch- und §tein-ru«erei 8. Lange, Lchnstleittms, SefchasLsstette und Druckerei: Schulst?. 7. BeckImtt^chmUeßm (DTD.) Großes Hauptquartier, 8. Mai. (Amtlich.) WeKlicher Kriegsschauplatz. Dir in den letzten Tascn auf dem linken Maasufer in der Hauptsache durch tapfere Pommern unter großen Schwierigkeiten, aber mit mäßigen Verlusten durchgeführten Operationen haben Erfolg gehabt. Trotz hartnäckigster Gegenwehr und wütender Gegenstöße des Feindes wurde das ganze GrLbensysteMümNordhangederHöhe 304 ge- n o m m e n und unsere Linie bis auf die Höhe s e l b st vorgeschoben. Der Gegner hat außerordentlich .schwere, blutige Verluste erlitten, so daß an unver- nmndeten Gefangenen nnr vierzig Offiziere, ein- tausendzweihundertachtzig Mann in unsere Hände füllea. Auch bei Entlaftuiiysvorstößen gegen unsere Stellungen um Westhange des „Toten Mannes" wurde er mit starker Einbuße überall abK'wiesen. Ans dem Ostufer entspannen sich beiderseits des Gehöftes Thraumont erbitterte Gefechte, in denen der Feind östlich des GÄhöftes unseren Truppen unter anderem Neger ent- gegennmrf. Ihr Angriff brach mit Verlusten von 30b Gefangenen zufmnmen. Bei den geschilderten Kümpfen wurden weitere frische französische Truppen festgestcllt. Hiernach hat der Feind im NiLnsgetiet nunmehr, wenn nun die nach voller Wiedcr- auffültung zum zweiten Male eingesetzten Teile mitzählt, die Kräfte von 51 Divisionen aufgewendet und damit reichlich das Doppelte der auf unserer Seite, der des ÄLgreifers, bisher in Den Kampf geführten Truppen. Von der übrigen Front sind außer geglückten Pa- tronillerrunternehMUNgen. so in Gegend von Thiepval und FLirey, teiue bejorcheren Ereignisse zu berichten. * Zwei svanzösischr Doppeldecker stürzten nach Luftkampf über der Cotr de Froid Derrc brennend ab. Oeftlicher und Bslkan-Kriegsschauplatz. Die Sser ist mr allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung. Der MwHe Tagesbericht der deutschen Heeresleitung hlQ. wÄHer alle GeruLber in der Heiumt mu belebt. Es geht noch imrver voran bei BerLuu, in alter Weise, langsam aber sicher. In den letzten drei Wochen war eine Pause in den deutschen Angriffen eingetreten; seit am 18. 9lpril der deub- < sche Heeresbericht den letzten großen Erfolg ö st l i ch der M«rs, beim Gehöfte HaudrvWont, gemeldet hatte, wobei ■ 42 Ofst-rere und 1646 Mann $21 Gefangenen gemawt worden - wLven^ hat marc von den Kämpfen vor Verdun nicht mehr dlfrii viel gehört. Die Franzosen meldeten von ihren An- . griffen ans die deutschen Stellungen angebliche Vorteile, die aber ans der Kurte nie zum Ausdruck kamen. Sie gaben vor, dir deutschen Truppen seien ermüdet, erschöpft, und hätten außerordentliche BerLnste erlitten. W zeigt sich aber, daß die < deutsche Taktik das gerade Gegenteil bezweckt hat, nämlich die deutschen Kräfte zu schonen, den Gegner aber in verlustreichen Angriffen sich verbluten zu lassen. Denn die strategische Zagendes deutschen Angreifers ist viel günstiger als die ! der ausreifenden Franzosen, die auf kleinern Raum ungeheure Trstzpeurnasien vorgeworftn haben. Jedenfalls.steht, wenn . »Lr ans die Kämpft vor Verdun zurückblicken, fest, daß der deuffche Ring sich stetig enger um die Festung gelegt hat. Auch nrchne Geduld auf dem westlich en Maasufer ist gelohnt worden. Der gestern genreldete Erfolg ans Höhe 304 ist er» sehr bedeutsamer strategischer Fortschritt. Es sind beinahe 4 Wochen verstrickten, seit dort die deutschen Angriffe die letzten Erfolge ver^eLchweten: am 10. April wurde die Besetzung von BeWnconrt gemeldet; am 30. März war . Malancoirrrt erstürmt worden. In den letzten Tagen waren es nicht mehr SMefier, die in diesem Kampfgebiet vorge- drnngen waren und am 7. April auf dem Rücken des Ter- nritenl/ü'gelseinen glänzenden siegreichen Tag gehabt hatten, . sondern es waren tapfere Pwmmern, die das Grabensy- j stem am Nordhang der Hohe 304 genommen haben und bis ' zu dieser Höhe sellrst vorgedrungen sind. Es muß eine ge- wattige Schlacht gewesen fern, denn unser Tagesbericht spricht von crstzeroÄentlich schweren blutigen Verlusten der l Franzosen und „uuf 40 gefangenen Offizieren und 1280 ge- l stmgenen franMischen Mannschaften. Die Höhe ^04 lag nach ' den Angaben der französischen Berichte unter dem furcht- , barsten deutschen ?lrtilleriefmrer, das die Brustwehren zerschlug, die Deckungen zertrümmerte, die Gräben einebnete '.und die Besatzung, soweit sie nicht anher Gefecht gesetzt wurde, nwrakisch aufs tiefste erschütterte. Als dann, so schreibt die „Köln. Ztg.", der SturM begann und ) uns zu Herren der gesremteir Anlagen ans dem Nlnbhang der Höhe ; und bis zur Kluppe hinauf Machte, fielen iroch 40 Offiziere unoer- , wandet in unsere .Hand, eine Zahl, die im Verhältnis zu den 1280 - iinoerwunbeten Mannschaften beweist, wie reich die dort fechtenden 1 Verbäride MtFichcerioans^laÄrt^wcn^ sind. Etatsmäßig wären ! auf die fünf Kompa-gir«» entsprechende Zahl nur rund 24 < .Offiziere entfallen. Die französische Heeresleitrmg hat es > also für rüittg genruden, den Truppenteile n durch Zuwei- < i’img von _ Möglichst viel Offizieren 5)alt urrd Stütze zu , geben. IlrspruÄgLich hEe die Mhc 3V4, die das Borge- , lä^re wekGm übertzshte, den rÄkrvsrtigetr Stützpunkt der fran- zchr^chen^FroAt von^Wbmc»ueWG»Mr Maas gebildet, daun wurde / sie durch das'douerrtde-Borschi-eberc unserer ötrciai zum Mittelpunkt i der zweiten femMchen Front von Avocourt bis Cuin'iercs und aus- 1 einer Artilleriestellung zu einein System von Gräben für Jnfan- ] terie. Der deutsche Angriff llcmmlerte die Hohe von den Flanken ' aus nrchc und-'niehr ein, und daher suchten die französischen Gewalt- d stoße, besonders östlich am Toten Mann, uns zurückzudrückeu, nach / ßronzöftscher Angabe mit bederrlendem Erfolg, in Wirklichkeit nur \ vx& einigen vorgeschobenen Grüben. Im entscheidender: Augenblick \CvM1 wv y Malancöuri' f *VToX 4, V. ff 287- gitoloncw^'. " ChalraßCfiurt\/ 1 j-~^y x«-. cww.t \dymojrt. f5Tjo.0iWWW$/ Die Höhe abfy fom'zeyi/le konnten unsere Truppen dadurch nicht aufgehalten werden, die Höhe ' zu nehmen und den noch vom IFeind gehaltenen Vorsprung in unsere Linien auszugleickien. Von der ersten Reihe der stehenden Werke um Verdun ist 'die Höhe 304, deren Lage auf der beigegebenen Kartenskizze zu erkennen ist, etwa 7Vs Kilometer entfernt, von ihr durch das Tal von Esnes getrennt liegt auf 2 V 2 Kilometer die Höhe 310, über die sich von den Waldungen von Hesse auf dem rechten Aireufer eine neue französische Stellung über Montzeville und das Bois Bourrus zu den Forts der ersten Linie hinzieht. Die vielen Waldstücke und geschlossenen Bestände sind, so heißt es in der „Köln. Ztg.", von den Franzosen zur Anlage von zahlreichen Batteriestcllungen benutzt worden, die selbst durch Flieger schwer gefunden werden können, so daß unsere Batterien große Mühe haben werden, sie unter Feuer zu nehmen. Der Kampf um die Beherrschung des Lustraums und die Beobachtung hat daher in den letzten Tagen einen bedeutenden Umfang angenommen und auf unserer Seite zu der Berwendmrg von Gruppen und Geschwadern und Flugzeugen geführt, d ie erfolgreich an ihre Aufgabe geben. Daß dabei Verluste nicht ausbleiben, liegt auf der Hand, sie sind jedoch geringer als die feindlichen. Auch auf dem rechten Maasufer konnten die deutschen Truppen eine Reihe von kräftigen feindlichen Angriffen amveisen, die dem Feind schwere Einbußen kosteten, vor allem an Negern, die zur Verstärkung hierangezogen worden sind. Vielleicht dürfen wir hier, um das Völker- und Rasien- gemisch noch zu vernrehren, nächster^ auch noch Russen und Ananriten erwarten, deren Ankunft in Frankreich ja gemeldet wurde. Engländer allerdings wird man kaum dort finden, derm sie ziehen es vor, auf der neuen erweiterten Front, die sie für die fortgezogenen französisl^n Heeresteile eingenommen haben, zu verbleiben, in kluger Schonung der eigenen Kräfte. Die Franzosen werden -über den Verlust der Stellung auf Höhe 304 schon wieder ,amtlich getröstet. Ueber die letzten Kärnpfe bei Verdun verbreitet das französische Kriegsministerium durch die „Agence Havas" folgende Notiz: Ueberall waren die Unternehmungen des deutschen General stabs im großen Stile an gelegt. Seine Anspannung war beträchtlich; aber es wird innner offenkundiger, daß die vom Feinde erzielten Ergebnisse mit den Mitteln und den Aöenßchenopfern, die er dafür auftvendet, in keinem Verhältnis stehen. Bisher sind von Frankreich im Maasgebiet nicht weniger als 51 Divisionen in den Kampf geführt worden, reichlich das Doppelte der deutschen Streitkräste. Ob das französische Krregsminifterium darüber, und über die Folgen, die sich daraus ableiten lassen, einmal eine Erklärung abgeben könnte? Der österreichisch-uttgarifche TageSberLcht. Wien, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Mai 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Einzelne Teile des Görzer Brückenkopfes und der Raum von San Martina standen gestern zeitweise unter lebhaftem Geschützftuer. Westlich der Kirche dieses Ortes wurde ein Teil der feindlichen Stellung durch eine mächtige Minensprengung zerstört. Die Italiener erlitten hierbei große Verluste. Am 97ord!anrge des Monte San Michele nahmen unsere Truppen einen kleinen feindlichen StützMnkt. Unsere Flieger warfen auf das gegnerische Lager bei Chiopris (südöstlich von Cor- mons) zahlreiche Bomben ab. An mehreren Abschnitten der Tiroler Ostfront uild bei Riva kam es zu lebhaften Artillcrie- kämpfen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö fc r, Feldmarschalleutnant Der französische Bericht. Paris, 8. Mm. Franzüsisck^ Berichte von: 7. Mai. 3Uhr nackm.i Südlich der Somme unternahmen die Deutscher: nach intensiver Artillerievorbereitung gestern abend einen Airgriff nuf unsere Gräben südlich von Lihvns. Sie wurden durch unser; Sperrfeuer crufgehalten und ihr Angriff wurde, bevor er unsere Drahtverhaue erreich,en konnte, zerstreut. In der Gegend von Verdun war die Nacht mir ge kennzeichnet durch ein andiruerndes und heftiges Bombardement in bn Gegend von Punkt 30 4 und im Abschnitte Handromont .verme-Thirumont. Südlich von St. Mihiel schlugen wir eine starke feindliche Eckundimgsabtei- lung zurück, die versuchte, einen unserer kleinen Posten östlich von Bislöe auszuheben. In Lothringer, überraschten wir eine Patrouille, die den La Seille-Fluß überschritten hatte, -in der Gegend von Lanfroicourt südlich von Noinexny. Wir führten 14 Gefangene mit uns fort. Beim vorgestrigen Sturme rissen sich etwa 20 unserer Fesselballons von ihren Ver-anLernncm: los. Einige von ihnen wurden nach den deutschen Linien abgetriebei:, andere gingen in der französischen Lime nieder. Die meinen Beobachter konnten in unseren Linien mit Hilfe ihrer Fallschirme niedcrsteigen. Von einigen, anderen, die in die feindliche Zone mitgerissen wurden, hat mau keine Nachrichten. 11 Uhr abends. Auf dem linken Maasufer folgte dem äußerst heftigen Bombardeinent, das in der Gegend von Punkt 304 ohne Unterbrechung seit zwei Tagen anhält, am Sonrckag ein st a r k e r deutscher Angriff gegen unsere Frrmt zwischen dem Mort-Homme und Punkt 304. Der Feind drcng nach wiederholten Anstrengungen in einen Verbindungsgraben östlich von Punkt 304 ein. An a.lleic anderen Punkten wurde er mit erustlxasten Verlusten zurückgeschlagen, die ürm durch das Feuer unserer Voaschinengewehre und das Feuer unserer Batterien, die energisch die deutschen Linien lombardierten, zugefügt wurde. A-ck dun rechten Ufer unternahmen die Deutschen nach intensiver ArtiUerrevorbereitung mehrere aufeinanderfolgende Angriffe zwischen den: Wäldchen von 5 ^ 62 :^ 0^111 und den: Fort Donaumont. Im westlichen Teile der angegriffenen Front faßte der Feind auf einer Länge von ungefähr 50 0 Meter in unseren Gräben erster Linie Fuß. Im Zentrum und im Osten wurden alle Angriffe abgeschlagen. An der Wo evre große Tätigkeit der Artillerie in de»'. Abschnitten am Fuße der Maasbohe. Kein bedeutendes Ereignis zu melden von der übrigen Front, ausgenommen die gewöhnliche Kanonade. . Aenderung im französischen OSerbefehl bei Berdun Paris, 8. 9Nai. (zf.) Der „Temps" ineldet, General Pe- tain sei zum Oberkommaiwiereuden der Armee des Zentrums, das den Abschnitt von Soissons bis inklusive Verdim umfasse, cr- uannt wordcn. General Nivelle sei dem General Petaiu im Kommando der eigentlichen Berdurr-Armee gefolgt. Der türkische Bericht. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 8. Mai. (WTB.) Bericht des Hmcpd» guartiers: Bon der Irak- und Kauka sus front ist nichts Wichtiges zu melden. Am 6. Mai warfen zwei feindliche Flugzeuge 10 Bomben auf ein im Roten Meer bei Akkubah krcuzejwes Schisi und verletzten einen Soldaten leicht. Auf der Höhe von I m b r v s bewcrcfen ern Monitor und ein Kreuzer, Unterstützt durch B^bachtnugen ivn Flugzeugen, wirkrmgs- los die Umgebuiig von Sedd-ül-Bar mit 40 Geschossen. Eins unserer Flugzeuge traf durch zwei Bombm den feindlichen Kreuzer, der in Rauch eingehüllt die hohe See gewann. Am tzsestlüE der Insel K e u st e st eröffnete ein Monitor, ein Torpedoboot und zwei feindliche Flugzeuge ihr Feuer gegen einige Küstenpunkte, wurden aber sirfolge der Erwiderung unserer Artillerie gezwungen, iln Feuer cinznstcllen. Der Monitor lmd das feindsiche Torpedoboot wurden getroffen. Englische Blätter über die deutsche Note an Amerika. London, 8. Mai. (WTB.) „Daily C hr 0 n i c l c" schreib! in einem Leitartikel: Der Zweck der langen Salbaderei der deutschen Note ist, einfach Zeit zu gewimren. Was sie den Vereinigten Stmllen anbietet, geschieht zu Bedingungen, die es wertlos macht. Es ist klar, daß die Antwort, die die deutsche Note auf die amerikanische gibt, überhaupt keine Antwort ist. „Daily News" schreibt: Tie wesentliche Tatsache ist daß die deutsche Note den bestimmten Forderungen Amerikas, in jedem Punkte entweder ausweicht, oder ilmeu mit einem Zuvsiiändnis begegnet, das durch die hiuzugefüglen Bedingungen so entu einet ist. daß es nahezu einer direkten Ablehnung glejchkomuDie deutsche diote ist >eiu non pvssunms. Die amerikanische Note sagrc vorher, daß ein uou possumus den Abbruch der diplomatischer Beziehungen herbeisühreu müsse, ru:d der Abbruch der diplomatischen Beziehungen wird sich nickst lange von dem Kricgszustcudd» mckerüL-chen laflen. m "HK 0 * 111 rl ® ict>teü)t: -ücr ^eiiua> i>cc ceutia^n Acti', oie Notierungen Amerikas uub En-ilands aufeinander zu , v. tL: ' '^kng. ^Es ist ebenst klar, das' Deutschland es «blelnrt. die kat?fiorjsttzc^ Forderungen der anrerikanischen Regie- rnn-^Mr^rnclunn- Scwst der Vorschlag, den Deutschland bedin- t-gungswene maüt. entspricht weder dem Völkerrecht, noch den vmerrkanischen Forderungen, bam T«rtschland behält sich das Z If nn*Wnrft*tt trvm 11 sit» frtf'iM-frf rvKi»r ST(viS«>r’-: 9*^ vor. Handel-5schisse ZU versenken, wenn sie Flucht oder Wider stand verbuchen. Blatt fährt fort, die boshaften Anklagen und wüsten An- gnnffc England seien so unverschämt, daß sie die In- remgenz der Amerikaner beleidigten, denn tatsächlich habe Eng- la:rd nach 22 >iriegsuwnaten n.xh nicht einmal von seinen vollen 'narttnnen Rechten nacl? deul Völkerrecht Gebrauch gemacht. tLeutsichKmo scheine -u verlangen, das seine Handelsflotte die Meere tt? ie lu frieden e zciteu benutzen dürse und das jede Erbeutung cim^ oentichett ?öa it br 1 vfcf?iffo Deutschland die Freiheit geben solle, seure u-Booträuberei wieder aufzunehmen. Die Vereinigten Staaten würden also löslich aufgefordert^ ihr ganzes eigenes Setckrregs recht auszul:ck>en und außerücni Frankreich, England und Rupftrnd wransrordern. Hier steht die Ehre der Vereinigte Staaten auf dem Spiele. Die Nichterfüllung der Forderungen des Präsidenten mii' weittragende Folgen haben; sie würde Ame- Tnka seiner moralischen Autorität berauben und seinen dlnspruch, die schwächeren Neutralen zu vertretet, ad absurdum fülncn. Wer Deut ' xonit zufrieden, Bedingungen zu stellen, die es viellei.lt n Ant einmal halten würde, sondern es droht Amerika, wenn di. Bereinigten Staaten die deutschen Bedingungen Tticf& an ne hm. so behält sich Deutschland die vollständige Freiheit der- Enticl i.nngen vor.^ Tic Absicht der wilden Drohung ist offenbar, den Bereinigten Staaten die Verantwortung für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen aufzubürden. Arrsftärrde irr Amerika. Berlin, 8. Mai. (Priv.-Tel.) Der „Bert. Lok.-Anz." mel- aus dem Haag: In Braddock in Peunsylvanien wurden bei ernem^Aufstn'.d der Metallarbeiter seck-s Arbeiter durch das feuernde Militär getütet und 20 verwundet. In New Port haben mehr als ZOO 000 Arbeiter derr Ausstand begonnen. Auch hier ist es zu töd- lichiM Zusammen näßen zwischen den Arbeitern und dem Militär gekommen. Zum Aufstand in Irland. London, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Asquith t TTt IT rt f o v fi ii \ n im * 4- Si ^^ ^ ^ . \o. iUuU UU OfUt|d}eö Uuuift^uy, u-ywyu- |l.l u t; . ö( Wf' nachdem ihnen eine Viertelstunde Frist zur Rettung gegeben worden war, versenkt habe. Die bulgarischen Abgeordneten in Berlin. teÄbe im Unterhause mit, daß nur die .Hauptschuldigen der irischer! Aufständischen 'hingerichtet würden. Die Regierung erwäge sorgfältig, wie mit der großen Masse der > Aufständischen zu verfahren sei. Holländische Ausfuhr. Haag, 8. Mai. (WTB.) Die Au s f u h r von Zucht- 'streren. die jünger als 18 Monate sind, und von Milchkühen und tragenden Kühen, die für die Schlachtung nicht in 'Betracht kommen, ist gestattet. Haag, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.),Die Airsfuhr getrockneter Südfrüchte ist verboten worden. AuA Irland. _ Dublin, 7. Mai. (WTB.) Hiesige Blätter melden, ivatz der Minister für öffentliche Arbeiten und frühere Kolo- nialminifter Harcourt au Stelle des zurückgetretenen Mrrell zum Chefsekretär für Irland ernannt worden sei. London, 8. Mai. (WTB.i Von den beim Aufstand in jDublin getöteten Zivilpersonen sind bis jetzt >112 beerdigt worden, darunter 20 Mauen. Da Arbeiter- smaugel herrscht, wurden viele ohne Särge, einfach in ihren !Kleidern, in Laken oder Decken gehüllt, begraben. Auf einen jAUkfruf hin haben alle Mitgliärer der Sinn^Fein-Vereini- .gung in der Stadt Limerick ihre Waffen und ihren Schieß- dedarf aus geliefert. Der Seekrieg. Die englische Bedrückung der Neutralen. r £> a a g, 8. Mai. (WTB .Nichtamtlich.) Das Korrespon- verrzbureaii teilt mit: Dem holländischen Dampfer f/r ^Jee, , öcr Steinkohle von Cardiff nach Biferta bringen ber Rückreise Phosphatstoffe zur Bereitung von pnmftimngcr, an dem in .Holland sehr großer Mangel herrscht sladen sollte, wurde am 27. April die Einnahme von Bunker^ (kohle verweigert, außer, wenn er nach Löschung der Stein- 'lohlenladung für Frankreich und England befrachtet würde Ms Alternative wurde der Reederei die Bedingung gestellt den augenblicklich nicht befrachteten Dampfer „Maas" mit erner Steinkohlenladung nach Frankreich und Italien und von dort mit Eisenerz nach England zurückfahren zu lassen Auch bm dem Dampfer „Helena", der seit dem 3. Mai in (Las Palmas liegt, und „Elisabeth", der am 11. Mai dort erwartet wird, die beide Steinkohlen von Cardiff nach Ros- sarra gebracht hatten und von dort mit Getreide, Lein- und Ropsiamen nach Rotterdam befrachtet wurden, wurde die --lwum. von Bunkerkohle davon abhängig gemacht, daß sie nach einem englischen Hafen fahren und dort löschen. * f , Amsterdam, 9. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Nach .einer Llohdmeldung soll sich der W hi te- Star -Line - Dampfer „Cymeric" (13096 Tonnen) in sinkendem Zustande befinden. Die „Cymeric" hatte keine Äossizier, Waisen und Munition wurden an Bord des Unter- gebracht und das englische Prisenkommando auf- -gehoben. Der Bark wurde die Weiterreise nach Santa Fs mit >o«n Wrigen vier der Prifenmannschaft gestattet. - -oerlin, 8 Kal (WTB.) Das norwegische Telegramm- V-r-ean meldet: DerDampfer „Sondane" ans Kristiania hat ^cmr .. Mai die 8 Mann starke Besatzung des Goeteborqer ,Schooners „Harald" gelandet, der am Freitag von einem 'deuffchen ^anch-Dovt torpediert worden ist. DieMann- beksm 15 Minuten Zeit, um in bie Boote zu qeben /Da ober dw See fturnnfch war, bat sie, in das Touch-Boot im^nomvven zu werden, was geschah. Später ist die Manrv- ffchaffk an Boro des norwegischen Dampfers gebracht worden ^ ^nster-dam, 8. Mai. (WTB.) Eine Mitteilung der .Jmtrschen Wnnralrtat gibt urrter Bezugucchme auf die Mel- »dMg des oeutfchen 2ldnriralftabes vom 7. Mai ru, dast r w e i err^lrfche Mar: neflugzeuge v ermißt werdw. Die eines der Flieger fei auf See gestruden worden, ebenso der;5ektungsMrt.el fernes Beobachters. Bern 8. Mai. lWTB. Nichtamtlich.) Me „Temps- WreGw lw.t rm .Hafen von Billa (^arcia ein spanischer Damv- -ker i | W erc imo Matcofern des französischen Seg ^ ^ * I in, 8. Mai. (WTB.) Die bulgarischen Ab- ^o^^dneten besichtigten heute vorrnrttag die Werke der Mgemernen Elektrizitätsgefellschaft. f s?' dNai. (WTB.) Zu Ehren der anwesenden ^§5^Een der bulgarischen Sobranje ließ der ^ deutschen Hilfsausschusses für das Rote ^rreuz in Bulgarien dem Staatssekretär Dr. Solf zu mit- zu ^inem, Frühstück in den Räumen der ™ Eeiellschaft 1914" ergehen. L>erzoq Johann Albrecht zu Mecklenburg brachte mit zahlreichen Erinne- an fernen wrederholten Aufenthalt in Bulgarien ernen wrrnffpruch auf den König von Bulgarien aus. Der Abgeordnete der Sobranje, Prowadaliew, erwiderte mit ernE schwungvollen Trintspruch auf Deutschland und Kaiser Bülheim. Dre wahrend des Frühstücks eingetrofsenen Nach- ichten über die neuen Erfolge des deutschen Heeres vor ^broun erweckten lebhafte Begeisterung bei der versammelten Geiellschaft. Die Begrüßungsrede des Reichskanzlers. (WTB. Nichtamtlich.) Bei dem Empfange der bulgarischen Gäste hielt der Reichskanzler I folgende Ansprache: t rrC1 ^'' Deutsche Reich heißt Sie herzlich will- begrutze Sie als liebe Gäste hier auf einem Boden, oor ^ J^ulsarien historisch ist. Denn in diesem Hause wurde SL70ba Friede geschlossen, durch den Bulgarien als wiDer «,tandm Welch emen Weg zm höhe hat Ihr w^End seit;enen Tagen genommen! Ein größeres Bulgarien Wamsch imd die Zukunstshoffnang alle^ te 0 ** L es Wirklichkeit und Gegmwart. ist es Ihnen m den Schatz tzefallen, son- Thres^taof^ SJ ra ä en l a % t3 l n Deich durch den Lebenswillen Volkes, durch du Heldentaten Ihres herrlichen Heeren erworben. Wenn Sie dieser mächtigen historischen Ent- ! wenn^Sle berliner Kongresses gedenken und ttt dann damals war und was cs heute 1 ^ hoher schlagen vor Frende MW vaterlandrschem Stolz. Meme Herren! Auf dem Wege der Sie durch Deutschland hierher geführt hat, lverden Sie empfunden acht™' wh! r n ? der Gefühle durch unsere beiden Völker gcyt. Me könnte es^ anders irnn ^nach den gemeinsamen Erleb- mgen dreses ruhmreichen Jahres! Aber es klingt b^s noch JE!-? 1 t "P lc w. ( fcrü1)kn. Wir gedenken unserer eigenen Verganoen- be' Uebermacht ein anfstreben- oe-v ^-olk p u erdruaen droht, wenn cs dann in einmütigem Aul- ^?i?^bt und sich befreien kann. Auch ^r waren N e t ovo it Ferndcn umringt, mußten st e t s d i e Hand am Schwerte halten. Auch wir mußten uns mrs Kleinem reich°cr° Arbeit "^rer Däirde in entbehrungs- A sn all dem tit eine merklvurdige Gleichheit der Gelchccke umerer Völker. So stnden Sw auch bei uns ba* tiefte . Sie geleistet haben mit Schwert imb | e' Ä Wochen wollen Sie nun deutsches Land und den.,che Arbeit kennen lernen. Sie werden, wie bei Ihnen in der Heimat^ ein fleißiges, ernstes und, entschlossenes Volk finden und ^^.^^dlichen herzlichen Empfanges überall sicher sein Ich b". Aufenthalt bei uns tiefe Einblüke IN mner heimisches Leben geüatten möge. Was Sie bei uns sehen und hbrmi werdeir, lvird Ihnen die Gewähr bieten daß i^ rct fP Waffenbrüderschaft eine zuiünstsreiche Gemein- fiiTTrfeU kultureller und wirtschaftlicher Jnteresseu entspricht Tis Besiehungeu, die Deutschland und Bulgarien ve«m und ^ ,^nSpsen lverden, reichen weit in die G-jchm-te zurilck. 4m Jahre 8Gl hat Ihr großer Herrscher Lar Ludwig dem Terctscheu zu Tüll cm der Donau einen Bundälsvertrag geschlossen. Sv erneuert sich in tauiend- !5bn.gem Wechsel die Geschichte, denn ein Jahrtausend später trastn sich m Nrsch der Karrer,des Deutschen Reiches mit dem Zar des zu neuer Grof-e wiedererstaudenen Königreiches Bulgarien zu feicr- lrcher Vuffillgung des Nnedergeschlossenen Bundes. In Erinnerung an die hiltonrche Begegrmng des Kaisers mit dem erhabeneti Herr- scher^pres ^Landes gedenken wir nnt Gefühlen der Dankbarkeit ^ ^61000^111^ der aufopfernden und lstngebenden Arbeit an dem Woble Bulgariens und der glänzendeni staatsmännischen Eigenschaften der geinalen Persönlichkeit König Ferdüiand^ Ich bitte Sic, mit mrr emzultimmen in den Ruf: Seine Majestät der Lar von Bulgarreir, er lebe hoch, hoch, hoch!" ^ L ‘ “‘ ,auu , u ,,i J le.tLieie^i ' # uu(3 nQii>tcuaiia)e Erhöhungen, wie ne bei der letzten Ernte wiederholt einsetzten, vermieden werden, rveil die Hoffnung aus solche Erhöhun- gen zur Verminderung des Warenangebote s führen muß. A«s Stadt und Land. Gießen, 9. Mai 1916. 3som Kleide der Trauernden, scheint eDsinnlos, in dieser Zeit an Mode zu denken, von Mode zu reden. ?zern allem Aeußerlichen sind unsre Gedanken. leben wir und solange wir leben, müssen wir uns kleiöeiu ^ 10 ^dfen, daß in ihrer Kleidung ein ihr ^ 1 $&efm§ r1on ^ l ^ eit ie9t - ^ ar6e und Form tragen den Stempel tnrf ^ lichtem ^* e Freude einher, und der lach^den Jugend bot die Mode ihre lieblichsten Farben. Oft staunte dre Menge uno, rümpfte dre Nase, wer aber fröhlichen Herzens L^'der freute jich des bunten Bildes, das an sonnigen Tagen die Straßen belebte. x,'?x Krieg kam und mir ihni die Sorge, manch lungcs ^eben verlernte das Lachen uno die heitere Pracht der vergangeneil Tage kroch, tief in die Schränke. Lttb slicht>ic Menschien und birgt seine Tränen in der &hllt der Ernsamkeit. Es scheut die Menge mit ihren teitnchn,enden rn* oft so neugierigen Micken. Da sticht es Schutz in der Farbe Trauer, und die andern ver)tehen die famtme Abwehr, sie oietoeit ferne und weichen in Erhrsurcht dem Kleide des Schmerzes. l ra i Jl ^ 9 ^ t ^ugtm den Blicken zu bergen, fmid man den Schicker', mw das Lerd nimmt ihm und dankt ihm die Wohltat leichter Ber- yuuung. ^.ienn das ist der des feinen Gewebes. Das aber, m . i 10 ? 1 Straßen breit macht, rnit dem klagenden Krepp uno rwn mächtigen Schlckern von oben bis uiUen, das wahre Leid m das nicht. Frauen, die ernsten Kummer tragen, sollen sich nicht m^gen mit andern, denen aus dem Schmerz die Freude erwuchs, aufsallen zu dürfen. ift feilte das Herz sehr weich geworden für Eindrücke L^rirrft ;&?' e iaute Trauer den Sinn schwer und ^.^^^bherrschnng fordert diese Zeit, um des ,mdern will^ fordert sie Beherrschung auch hier. dob^^Z«or.en Schleier kosten eine ganze Menge Geld und sind das Mn?? ^ ^ bl l SfuirTen im Sommer. Sparsamkeft ist % ÜQ f ^aden ist kostbar, denn er .zehrt am drk wallenden Sckstcker ehret Ihr Eure de?A^??'vk? bo6} ^ Clb ' ba * flatternde Eitelkeit fordert, es hungern, daß es ibnen Brot werde und Segen, gebt ß " b ? tC11, b^ Lebenden, sie werden es Euch danken! und 5U )eJ i r gewöhnt, hinter der Mode herzulausen H °t geworden im Blicken auf sie. Da haben viele o,^bn verlernt, den eigenen Geschmack und eigenes Schönheits- gefuhl Hoger zu achten als die Gebote der ?Rode . . . Ich sehe bre ernste Trauer tragen, in durchbrochenen Spinn- U H b St.^^^'uhan gehen sie cinhcr lind ahnen nicht, das andere höhnt. Mir sagte einmal ein bekannter Frauen- ? 65 unfern Damen gefällt, nach Art der Pariser Dirnen M ütt e r haben'0 werden wir wohl Damen, aber kckne nnt'rJffü? “iT^r pudern und was gesterii galt, kann morgen ^L'^'^-^mkehrenden Krieger werden Frauen suchen, die ihnen Mutter sein können für Deutschlands künftige .Kinder. H.S. Die bulgarische Autwortrede. Auf die RÄ>e des Reichskanzlers erwiderte der Vize- Präsident der bulgarischen Sobranje, Men- r s cy 1 l 0 w: ^ rat.™ ist sehr schinteichellMst für mich, daß mir dre Ehre wird, dem Kanzler des großen Reiches alle unsere Tonk- herrüch-m Empfang auszudrücken, >vclchen Wir bei ^hnen gesunden haben. Seit den vier Tagen, in welchen wir ^eustchlands Gaste sind, sahen und begriffen nur. warum Sie W macksttrg, warum Die Sieger im Osten mrd Westen, im Norden und im Süden smd. Die beträchtliche Kraft Ihres Landes, toelcfa tn dem VatrrEsMus Ihres Volkes, in den hohen moralisch^ ErgerychEen Ihrer Mrger und in Ihrer ungeheuren Industrie beruht, rst uns abermals ein Betveis, daß Bulgarien scknen Platz ^ltkrins richtig gewählt hat, und daß wir, an ^hrer Seite gehend/ slchier sind, zur Bernärklichrmg unseres nationalen Traumes zu gelangen. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Am dem Reiche. • (m t ■ ',, Z- 1 0 v L f U -/1 u ^ ^ a ö il 11 s „3K a 11 ajK o 11 no 5 an Land gesetzt, die in Booten angnroi - worden waren. Sie erklärten, daß ihnen am E r s e n a ch , 8. Mai. Hier fand am 7. Mai eine SihUna des Gesamtvorstandes der deutsch völkischen Partei statt. Bei dem Bericht über die politische Lage sprachen u. a. die Reichstagsabgeortdneten Prof. Dr. 'Werner- Bürgermeister Herzog und Obermeister Rupp, sowie zahlreiche sonstige Vorstandsmitglieder. Es wurden eine Anzahl Entschließungen angenommen, von denen folgendes bemerkenswert ist: Der tziesamtvorstand spricht die feste Erwartung aus, daß die Mgeordneten der deutschvölkischen Partei bei jeder Möglichkeit, auch in Zukunft, unbedingt den Standpunkt vertreten, daß der Endsieg allein durch Niederringung unseres unerbittlichsten Gegners England zu erreichen ist, und daß dazu alle Waffen rücksichtslos zur Anwendung kommen müssen, die dem deuffchei, Volke zur Verfügung stehen. Nur wenn das deuffche Volk diese Gewißheit haben darf, wird es auch das .Schwerste hoffnungsfreudig zu tragen wissen. Der Gesanctvorstand erivartet von den Mgeordneten der deutschvAkischen Partei, daß sie, wie bisher) mit Entichie- denhett für eine angiemesfene Kreditversorguna und pfleglichere Behandlung des Mittelstandes nach dem Kriege eintreten werden. Der Gesamtvorstand der deutschvölkischen Partei richtet an den Reichskanzler das dringende Ersuchen, dafür zu sorgen, daß für die gerechte Verteilung der kommenden E r n t e und notwendigen Gebrauchsgegenstände rechtzeitige stetig wirkende Maßnahmen ergriffen w>erde>l. Vor allen Dingen müssen die Höchstpreise, na® Anhörung der Er^euaer und Verbraucher, sowie p-r berufenen fachmännischen h„ r , Amtliche Personalnachrichten Die Groß, he rz o gui hat cm 18. März den ordentlichen Professor an der Unwersttat Innsbruck Dr. Wilhelm Trcndelenburq zE un?« p?P f tn bet medizinischen Fakultät der Lan'b e s - finAVi. t “ t -*®m'A en ' Uisbesonderc für das Fach der Phy- N olo gic, Mit Wirkung vom 1. Mai d. IS., ernannt — Die / ium ^ dem Reallehrer an dar Ober- realschule am Stadthaus zu Offcnbach, Geora Keßler anläß- [ l rtJu in ^ bOnihngen Dienstjubiläums den Charakter als Reftor ^ erzog hat am 6. Mai d Is. den stän- mSZ ^ ber Laiches-Hppothekenbank, Finanzamt artmann und Fmnnzamtmann Otto Loy, den ^d^^Eer als ..F,nanzrat" verliehen. an ^ ^ Reservist Fritz Hahn, Sohn des hiesige,, Magazmnrbeitcrs Christoph Hahn, der seiner Militärpflicht n Chma genügte und letzt bei der 4L. B-iriebskompagnie im Felde steht, wurde mit der be fischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. ?"Fsestchlcht>icho Vorlesungen' Professor Ranch lmrd auch in diesem .Semester durch Prof. iia. }”f a n vertreten werden Prof. Hamann wird lesen M-tttvoch, 6—7 Uhr, Rembrandt und seine Zeitgenossen Mittwoch. 7—8 Uhr, Die neueste deutsche Malerei. Es finden auch Uebimgen Wer heislsche Bauten und ,n Photographien von Kunstwerken ver- Ansflngeii statt. Beginn der Vorlesungen Mitt- woch, 10. Mm. Antzerdem wird Herr Prof. Hmnam, für Prof. Watzinger Dienstags von 6—7 Uhr eine Einführuna in die griechische Plastik lesen und Wer dasselbe ^Mai ^^stags von 7—8 Uhr Uebungen abhalten. Beginn D i e But terve rso r au ng hat endlich eine Reqe- lnng gefunden dw den großen bisherigen Mißständen abtu- helfen verspricht Die von der Stadt bezogene Molkereibiitter wird nur inchr m der SÜMizenstraße und Bisinarckstraße mi-gcgeben werden und zwar dürfen Tag für Tag mir die Käufer ans einem besttmmten Brotkartenbezirke, mit ihrer Brotkartenausweiskarte bewaffnet, zum Bnttereinkanf an- treten. Dadlwch ttm* das Gedränge fickser Nachlassen, da bei der zirr VersÜMNg stehenden Menge Vorsorge qettoffen ist daß jeder Wufer auch sein 1/4 Pfund Butter erhält Wie bi» ?rE°ctenbezirke auf die Wochentage und Bei- kaufsjtt,llen verteilt srnb, ist aus dein Anzeigenteile unseres heutigen Blattes zu ersehen. 1 ** Wohltätigkeits-Konzert. Zu dem am IS Mo! in der Universitäts-Aula staltfindende» Wohltätigkeits-Konzert zugmisten des Roten Kreuzes habe,, von der Königlichen boiover m Wsesbaden ihre Mitwirkung zugesagt: Frl. Haas, erste Altistin, psrl. schu, i dt, erste lugend,ich dramatische Sängerin und der uns bereits bekannte erste Baritonist Herr G e i s s e - W i u k I Allen diesen Mitwirkende,, geht ein derart vornehmer kiinstlerischcr Rus voraus, daß das rnchhaltige und Hochs,„eressautc Proqrainn, seine Anziehungskraft nicht versehleu wird. Um allen Kreisen den Besuch K,°uzertes zu ermöglichen, ist der Beginn aus 8* Uhr angesetzt a Silberne Hochzeit feiern iiiorgen die Eheleute Konrad Pflug und Frau Minna ged. Grudschus. ** Im heutigen Krcisblatt sind folgende Bekmmt. machllngen vecofstmtlickst: Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Wachen Mnnition, Pulver und Sprengstoifm. sonne von anderen Arttkeln des Krregsbrdaris und von Gegenständen die zur Hwstelluug von KriegskWarfsarttkeln dienen Tie Aus) uhrungsbestimnrmigen zu der Verordnung des Buudesrats über Regelung des Verkehrs mrt Branntwein Sperrzeit iur Danben. Freigabe von Kaffee und Tee. Warnung vor Aus. beutung im Lebensmittel verkehr, Verbot der Ver> sütterung von grünem Roggen. Weizen und Raps und Zahlung eines täglichen VerpfleMngsznschuises für Kriegsge- ** Ablieilerung der beschlagnahmte» Metalle Um den mü der Ablieserung der beschlagnahmetn Gegenstimde Saiimigen nochmals Gel-Uenheit zu gebe,,, viese abzulieim-u, wird die Wetallfammelstelle (Turnhalle der Oberrealschule. Bis narck- Itvaßes Samstag, oen 13. Mai 19,6, vormittags von 9 bis l* Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet.' Nach diesem Tage l? 11 !*. ^-y ..Es Kosten der Säumigen entoültio- darchgefuhr.t. Näheres siehe Bekanntmachung. + ' Hrnter den Kulisse ic der Ersatzstoff-Industrie. Der Krieg hat die deutsche Industrie veranläßt', eine Menge von Leben smitteler satzstosftn zu finden, die Kr knapper yeivordenc, biSber verwendete Dinge eintreten, imb fat damit un- lcuolHir Bedeutend geschaffen. Taff sich daneben auch Auswüchse fceitvni un> daß Fabrikate ans den Markt kommen, die mehr oder weniger Fälschungen nahestchen, liegt mm einmal im Lauf der Dinge. Im neuesten Heft der Elteinik-r-Zeitung führt Dipl.- Ing. Markus eine Reihe von Beispielen an. in denen der eigentliche Gelwll der Ersatzstoffe in einem tragikv unschön Gegensatz zu ihren angeprieseneü Eigenschaften steht. Ta ergab z. B. die Untersuchung eines apetitlich aussch-enden, schön gelber „Butterersatzes" solgentx' Bestandteile: Wasser 63,9 Prozent, Butter- fett 17.1 Prozent, Sal: 2,5 Prozent, Kartoffelmehl 13,6 Prozent. Und ein Pfund dieser Ware sollte 1,10 Mark kosten. Faßseife, die in groffen Menge,: an geboten wird, entlffelt einen Aettsäure- aehalt von w:r 4—6 Prozent, so daff diese Ware, von der der Zentner 40 Mark kostete, auch bei den heutiger hohen Seifenpreisen nur einen Wert von etwa 8 Mark pro Zentner besitzt. «2*7 Lederersatz „Erreicht" erwies sich als eine feste, gegen Wasser ziemlich widerstandsfähige Platte ans imprägnierter, unter hohem Truck gewalzter P a p p e und kostet das Kilogramm 5 Mk.! Ein S ch l ag sa hn e e: s a tz, von denk ein Pfund 18 Mark kostet, nnrd in Tüten verkauft, die 25 Gramm in Pul Vers onn enthalten und mit Zucker und Wasser einen Liter bester Schlagsahne ergeben sollen. Das Erzeugnis bestand ouS 1 Puderzucker, der mit getrocknetem HLHnereiweiß gemischt ruch mit VMrillin parfümiert sst. Ter Eierersatz „Hühnchen" ist ein gelbes Pulver, das cmsarl, aus gelbgefärbtew Maismehl besteht und her einem Preise von 20 Psg. pro Paket 1 3 4 Pfg. wirklichen Wert lmt. Bei einem „Salatöler s a tz" ergab sich, daff es ans 98,5 Prozent Wasser und 1,5 Prozent festen Stoffen besteht, tvelch letztere einige gelatinierende Sichstanzen darstcllen. Solche Proben, denen noch ander? höchst eigenartige und verdammungswürdige „Rezepte" beigefüch sind, besagen natürlich nichts gegen die Ersatzmittel-Industrie, die viele brauchbare und preiswerte Waren liefert: sondern sie brandmarken nur gewisse Schäden, die eine schamlose Ausbeutung des Pilblikums bedeuten. Landkreis Gießen. )( Mainzlar, 7. Mai. Ersatzreservist Heinrich Keller von hier erhielt die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l e. Der jüngste Sohn unseres Bürgermeisters, welcher seit September 1914 in französischer Gefangenschaft ist, befindet sich jetzt zu seiner Er- holung m Flüelen am Vierwaldstätter See. Kreis Büdingen. # Nidda, 9. Mai. Sonntag, 2!. d. MtS., findet im Hotel ,Zur Traube" der Bezirkstag de§ Kriegervereinsbezirks statt. Kreis Lautcrbach. Ick. Lautcrbach, 8. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen :md auswärtigen Bevölkerung, des Krieger- und Turnvereins, sowie der IUyendkvnrpagrne der nächsten Umgebung, fand gestern nachmittag die Einweilnmg eines von den Verwundeten des Verernslazaretts Turnhalle hier der Stadt Lauterbach gestifteten Gedächtnisbrunnens statt. Ein Münckzener Künstler, der sich unter den Verwundeten befindet, l-at sich dieser Aufgabe unterzogen und nach eigenen Plänen mit Hilfe seiner verwundeten Kameraden seit Wvchcn emsig an dem Werk gearbeitet und fetzt zur Vollendung gerächt. Das Denkmal, ein kunstvoll angelegter Sprürgbrunnen, auf dem freien Platze vor der Turnhalle, soll, wie die Aufschriften auf zwei angebrachten Marmortaseln bezeugen, die Dankbarkeit der verwundeten Krieger für die liebevolle Aufnahme und Pflege in Lauterbach darstellen und die Verehrung der selbst für das Vaterland gefallenen Söhne der Stadt Lauterbach bekunden. — Das mit gärtnerischen Anlagen umgebene Denkmal wird der so stolzen Spi-estnrntzalle eure weitere Zierde verleihen, den verwuicheten Kriegern aber, und vor allem dem Schöpfer dieses Brunnens, Herrn Messing aus München, ein unvergeßliches Andenken in. Lcruteffbach «Wahren. Kreis Friedberg. Ä Bad-Nauheim, 9. Mai. Das zweite Sinfomekonzert des Kurorchefters Donnerstag, den 11. Mai, im Konzerthaus lwmgt als Hauptwerk die große C-Moll-Sinfonie Nr. 1 von Johannes Brahms und als weitere Orchesterstücke Mendcl- s o h n s liebliche Hebriden-Onvcrtttre (Fingalshöhle) und Carl Maria von Webers tvirkimgsvolle Obermr-Ouvertüre. In der Mitte des Programms steht ein größerer Solo Vortrag von Konzertmeister Otto Drumm und zwar das „Spanische Konzerte für Violine von lK>. Lalo, früher ein Bravourstück des berühmten spanischen Geigers Sarasate. Auch sein Landsmann Joan den Ma- n6n — letzterer ist auch hier in Bad-9ftruheffn vor drei Jahren ausgetreten — spielt das interessante und schwierige Werk häufig öffentlich. Mit der Begleitung des großen Orchesters (selbst die Harfe gelangt zur Anwendung! ist das Stück als „Neulieite zu) bezeichnen. Die Leitung des Abends liegt in den Händen von Professor Hans Winderstein, ivelcher die Brahms^Sinfonie zum ersten Male hier in Bad-Nauheim dirigiert. TU. Butzbach, 6. Mai. Im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 118 wurden die Gefreiten W. Henrich und H. Buß, beide *,3 Gambach, zu Unteroffizieren, und die Wehrmänner Wilhelm Stendenbach aus Butzbach und Wilhelm D i l g e s aus Münster bei Butzbach zu Gefreiten befördert. Sämtliche Beförderte sind im Besitz von Kriegsauszeichnungen. Starkenburg und Rheinhessen. — Rnmpenheim, a. M., 8. Nim. Au der Baustelle der Vttmfckleuse brach Sonntag nachmittag, kurz noch- 5 Uhr, ein Brand aus, der die Lagerboraven für Holz und Zement zerstörte Und auch die Verschalungen der Schleuse selbst teilweis vernichtete. Als es der Rumpeirheimer Feuerwehr und bei: beim Bau Beschäftigten nicht gelang, des Feuers Herr zu werden, wurde die Offen- bacher Wehr alarmiert. Diese konnte aber wegen Wassermangels trotz der Nähe des Maines — die Saugvorrichtung versagte — nichts ausrichten. Erst als das Waffer von der 600 Meter entfernten Kann'scken Fabrik durch Hydranten heran geführt tvurde, konnte der Brand bewältigt werden. Ter durch das Feuer an Holz und durch das Wasser an dm groffen Zenienworräten au gerichtete Sckiaden ist bedeutend und taute bis jetzt noch nicht annähernd festgestellt, werden. O Mainz, 9. Mai. Im kommenden Juni sind es h u n b c r t Jahre, daß die Provinz Rheinhessen den: Grobherzogtum Hessen einverleibt wurde. Aus diesem Anlasse soll im Akademiesaal des kurfiirstlichen Schlosses eine akademische Jnbi- läumsfeier stattfinden, bei der ein auswärtiger Professor die Festrede halten wird. ch. Dingen, 8. Mri. Ein schwerer Schiffs Unfall hat sich gestern bei Rüdesheiu: ereignet. Der Radschleppdampfer „Ober- Vräsident Nasse" fuhr mit drei beladenen Schleppkähne,: der Reederei Harpen bergwärts. Zur gleiche: Zeit kam der Nadschlepp- Dampfer „Straffburg Nr. 1" mit zwei beladenen und Me: leeren Schleppkähnen zu Dal. Bei Rüdesheiu: versagte das Ruder des Sweiten Harpenkahns. Der stencrlose Kuhn fuhr den: Schleppdampfer „Straffburg Nr. 1". dek nicht mehr mtezuweichen vermochte, m den Nadbasten und zertrüininerte das ganze linke Rad des Bootes. Dieses vermochte seine Fahrt nicht mehr fortzusetzen rmd mußte nach Rüdesheiu: gebracht werden. Der Harpenlahn trug bedeutenden Schade,: ffn Vorderscknff davon. Er wurde :wck bis zur neuen Rhein brücke geschleppt und dort abgeworsen. Ter Kühn Äat Kohlen geladen, die nach, dein Oberrhein bestimmt sind. Der stark beschädigte Radschleppdampser muff nach einer Werft zur «Herstellung geschiteppt werden. Hessen-Nassau. Zwei Mörder verhaftet. - Franksurt, 9. Mai. Drahtbericht. Die Mörder des cu\ Freitag abend in seiner Wohnung ermordeten Privat- ,manns Ernst Ha y mann verhaftete'die Frankfurter Polizei in den 17 18jährigei: Arbeitsburschen Kirchner und Münzer. Kirchner ist bereits geständig. Beide sind bei einem Einbruch in die .Hahmannsche Wohnung von dem dorthin zurück kehrenden Besitzer überrascht worden, den sie erwürgten. Münzer war als Neffe der langjährige,, Haus- Haltern: des Ermordeten mit den WohnuugsVerhältnissen in, >Hapmannschen Hause genau vertraut. Kirchner biegab sich unmittelbar nack) der Tat uack) der Polizei und klagte sich eines anderen, angeblich von ihm vollbrachten Verbrechens an, » ll F r o n h a u s e n a. d. Lahn, 8. Mai. In vorletzter Nacht drang ein Unbekannter in die Wohnung einer Kriegerslran ein, zwang diese zur Hergabe der Schlüssel und nah,,: sich allerhand Eßwaren und auch Geld. — Frankfurt a. M„ 8. Mai. Zu dem liessischen Aus fuhr verbot von Wildbret nahm heute ab«tt) eine in der „Hauptlvache" abgel-altenr stark besuchte Bersanwllung Frankfurter Pachter aufferprcuffischer Jagden Stellung. Der Versammlung^ leiter, Rechtsanwalt Tr. Dockuahl, gab einleitend die einschlägigen Berlnüsbestimimmge,: und die bisher dagegei: unternommenen schritte bekannt. Mm: habe sich privatim durch den Hessischen Jagdklub an das Hessische Ministerium ge,ve,:det, hier aber die vorläufige Antwort erl>alten, d,rß die Aushebung des Verbots Sache der Reichsfleischstelle in Berlin sei. Das Verbot bedeute für Frankfi:rt, das alljälirlich große Pachtsninme,: in die hessischen Staats- und Gemeffwekasfen stießen lasse, eine große Härte, außerdem ginge für Frankfurt eine bedeute,ü>e Menge Wildsleisch als billige dtehrung für die Bevölkerimg verloren. Nach längerer Aussprache schlug Tr. Dochnahl einen ihm von Bayern, wo die Verhältnisse älmlich wie in Heffer: liegen, ems>fohleivc,: Weg zur Erreichung des Ztets vor. Man solle sich durch Vernnttlung des betreffenden Kommunalverbaiches die Ansfuhr eiuer bestimmten Anzahl von Wildstücken bei der zustcffchigen Landiessleischstelle erwirken. Gesetzlich sei gege,: das Ansfi:hr:>erlwt nichts zu macke,:, da gegenwärttg höhere Gcivalten die Herrschaft hätten. Auch die Verweigerung der Zcchfimg der Jagdpachten sei zlveckllvs. Es sei aber enrpsehlenswert, eine Ermäffig 2 v:g der Pachtgelder zu er- wi,ckeu. Äon anderer Seite im:rdei: die für einzelne Kreise Hessens noch geltenden Sonderbestimmungei: scharf bemängelt. Während der Kreis Erbach kein s?lusfnhrverbot — für den Kreis selbst — besitze, verbiete der Kreis .Heppenheim de,: Verkauf sogar aus dein eigene Kreise. Versuche, die Stadt Frankfurt selbst zu den nötigen Schritte,: m: den maffgebe,chen Stellen zu bewege::, seien gescheitert. Da nun aber Hessen ettoa 40 Prozent der gesamten Wildeinfuhr für Frankfirrt liefert, beschloß die Versammlung eff:stim,n:g durch den Vorstand beim hiesige,: Oberbürgernreister selbst vorstellig zu »oerde,:. Llufferdem solle,: beider hessischen^ Regterm:g. der hessisckwn Landessteischstelle, der Reichssteischstelle und dem stellvertretenden Generalkomnrandv Schritte unternommen tverdcn, un: die für die Ernährlllw Frankfurts einschneidenden Bestimmunge,: der heffffchen Landesregierung zu nrildern, be^ielpmgsweffe anftuheben. --- Frankfurt a. M., 8. Mai. Eine hier ab gehaltene Bersammftmg von Molkvreifachleuten aus Hessen- Nassau, dem Großherzogtnm Hessen und den an.grenz Mleßbriefen imtspvochend, festgcstellt: 1 a) Bon den: Grmrdstück Flur XIV Nr. 134 der GeiNarkung Schotte::, Gärtnerei, die .Hotawiesengall, zu ie Vs den: Schneider, Martin Philipp und seiner Ehefrau Anna Mathilde, geh. Hotzel, Mgeschirieben. eine Flääic von 1160 gm. b) Von dem Grundstück Flnr XIV Nr. 135 dar Gcnnarttrng Schotten, Gärtnerei, dte Hohmwiesengall, zu je Vs dein Schneider, Martin Wlipp und seiner Ehesrcv: Anna Mathilde, geb. Hotzel, zu geschrieben, eine Fläche von 1218 gm. 2 a) Von dem Gnindstück Flur XIV Nr. 140 i/10 der Ge mar kung Schlotten, Hn,:sgarten, die Hohen,viesenäcker. dem Wendeberg. Ferdffnmd und Ehefrau, Emilie, geh. Spamer, zugeschrieben, eine Fläche von 256 gm. Bon dem GrmEick Flur XIV Nr. 141 der GeiNarkung Schotten, Aeckcr, jetzt bebaut mit Websaal, die Hohenwiesenäcker, dein Wcndeb erg, Ferdinand und Ehefrau, Emilie, trete Spamer, zuaesckrieben, eine Flää-e von 104 qm. Bon den: Grundstück Flur XIV Nr. 142 der Gemarkung Schotten, Wer. die Hohenwiesenäcker, den: Spamer, Adam I., zu geschrieben, eine Fläcke von 221 qm. Bon dem Ofiundsttick Flur XIV Nr. 143 der (taiarknng Schotten. Acker, die Hohentviesenäcker. zugeschrübei: : a) Gr a n d hom in e, Elise, geb. Spamer. Ww. von ^Kano bom'me, Hcrmaim (f), Erbin: die unter b) Genannte: b) Keller, Anna, geb. GraNdhoinme. Ehefrau des Lehrers Wilh. Keller, eine 'Fläche von 104 qm Bon dem Grunostücl Flur XIV Nr. 18a der Schotten, Wiese, die Läpperchen. De: K r o m m . Ehefrau, Lina, geb. Becker, zugeschrieben, ernc Bo,? dem Grundstück Flur XIV Nr. 189 der Gemarkung Schotten Wiese, die Läpperchen, zugeschrieben den: stramm, Adam II. und Eheftan. .Katharine, geb. Schmidt (tz). deren a) ^P röscher. Hck. II. Ehefrau, A,ma. geb. Lfromrn, b) Kromm, Berta, a) K r o,n,n, Käte, eine Fläche von 100 qm. . . II. Als E n t s ch ü d : g u n g hat d,c Unternehmcrm den E:gen- tnmern zu zählen: s Zu 1. 1 a) für 1160 qm a 1,75 Mk. ö für 851 qm ff 1,20 Mk. (Minderwert) - Zn I. 1 b) für 1218 qm ff 1.75 Mk. für 892 qm a 1,20 Mk. (Minderwert) -- ferner eine besondere Geschästse,:tschädigung von b) 3. 9 Gemarkung Heinrich III. Fläche von 6 . 2030.00 Mk. 1021,20 „ 2131,50 „ 1070,40 „ 1000.00 „ Zu I. 2. a) für 256 qm ff 3,50 Mk. Zu I. 2. b) für 104 qm a 3,50 Mk ferner als Minder,vertsentschadignng und als einmalige Abfindung für d:e llnterhaltnng der Einfriedigung, d:c den Grundeigentümern obliegt Sa. 7253. IN Mk. 896,00 Mk. 364,00 750,00 30,00 Är. 2040,00 w Zu I. 3. für 221 qm a 2,b0 M7 «* oos,G o jüh. und als einmalige Abfindung für die dauernde Unterhaltung der Einfriedigung, die nunmehr den Grundeigentümern obliegt 82,50 Sa. 635,00 Mk" Zu I. 4. für 104 qm ».2,50 Mk. - 260,00 Mk und als einmalige Abfindung fi:r die dauernde Unterhaltung der Einfriedigung, die nunmehr den: Grundeigentümer obliegt 48,75 „ Sa. 308,75 Mk Zu I. 5. für 72 qm a.0,90 Mk. — 64,80 Mk. Zu I. 6. für 100 qm n 0,90 Mk. --- 90.00 Mk. III. Der A u s s v r n ch der Enteignung erfolgt nach Rccktstrafi der Enffcheivung unter I aut Antrag der Unternehmerin, sobald der Nachweis über rechtsgültige Zal>lnng oder Hinter' legung der Entschädigungssummen erbracht ist Art. 39 des Enteignungs-Gesetzes). Der Alttrag ist längstens binnen 3 Monaten luttf'i Rechtskraft zu stellen. IV. Tie Kosten des Verfahrens hcü die Unternehme^ rin zu trage,:. __ Universitäts-Nachrichten. [] M a r b u r g , 8. Dkai. Ter Oberarzt an der chirurgischen Universitätsklinik, Prof. Dr. und. Friedrich H o h n: e i e r, wurde zum Chefarzt des Bürgerhosvitals in Koblenz ernannt. _ Märkte. Gießen, 9. Mai. Marktbericht. Aus dein heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Psd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 22^-24 Pfg., Käse da§ Stück 6—10 Pfg., Kasematte 1 Stück 3-0 Psg., Kartoffeln der Zentner 0,00 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 28 Psg., Spinat 25 —30 Psg. das Psd., 6)elberüben 20-00 Pfennig das Psd., Rosenkohl 25—30 Pfg. d. Psd., rote Rüben 0—0 Psg., Zwiebeln das Pfund 40—50 Psg., Nüsse 100 Stück 00 -00 Psg., Blumenkohl 00-00 Pfennig, Sellerie 0-00 Pfennig das Stück, Grünkohl 20—35 Pfg., Feldsalat 10-12 Pfg. — Marktzeit von 7 bis l Uhr. ie. Frankfurt a. M. Viehhof Marktbericht vom 8. Mai. Durch den Viehhandelsverband für den Regierungsbezirk zur Verteilung an die Städte: Frankfurt a. M. 174 Rinder, 809 Kälber, 983 Schweine; Biedenkopf: 2 Rinder, 10 Kälber, 6 Schweine; Dillenburg: 2 Rinder, 10 Kälber, 5 Schweine; Marienberg: 2 Rinder, 5 Kälber, 5 Schweine; Westerburg: 2 Rinder, 6 Kälber, 3 Schweine; Montabaur: 2 Rinder, 6 Kälber, 4 Schweine; Weil bürg : 2 Rinder, 10 Kälber, 4 Schweine; Limburg : 2 Rinder, 20 Kal der, 8 Schweine; Diez: 2 Rinder, 10 Kälber, 4 Schweine; St. Goarshausen: 2 Rinder. 8 Kälber, 5 Schweine; Rüdesheiu:: 2 Rinder, 8Kälber, 5 Schiveine; Wiesbaden Land: 3 Rinder, 25 Kälber, 8 Schweine, Wiesbaden Stadt: 0 Rinder, 84 Kälber, 20 Schweine; Lauaenschwalbach: 2 Rinder, 8 Kälber, 4 Schweine; Usingen: 2 Rinder, 5 Kälber, 4 Schweine; Homburg: 2 Rinder. 19 Kälber, 8 Schweine! Höchst a. M.: 2 Rinder, 24 Kälber, 8 Schweine. Meleorologische veobachtungen der Station Kießen. Mai 1916 p

— c S u •a i cn cT p öS® p a B c- OOai Wetter 8.1 2 M | 11,5 7.7 76 _ 9 Regen 8. 9 M — 9,1 7,1 82 — — 7 Bew. Himmel 9. 7 m 8,2 6,1 75 3 Sonnenschein i i ll i Höchste Temperatur am 7. bis 8. Mai 1916: -tz- 16,3*C. Niedrigste * , 7. , 8. „ 1916: -f 9,0* C. Niederschlag 6,6 mm, _ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichtcn in Hessen am Mittwoch, den 10. Mai 1916 Ziemlich heiter, ineist trocken, etwas wärmer. trtzte Nachrichten. Der russisckte Bericht. Petersburg, 8. Mai. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 7. Düai. ' W e st f r o n t: Bei dem Bahithof Kockeichusen östlich Friedrichstadt beschoß die seindlict>e Artillerie einen unserer Züge. Galizien: Bei den: Dorfe Jazlowiec (12,5 Dlometer südlich Bnczacz) kamen wir etwas vorwärts. Kaukasus: Im Knstenabschnitt wiesen bereits unsere Vorhuten einen tiirfiirbci: Angriff leicht ab. ^cachben: wir in der Richtung auf Bagdad die bcfesfigtei: Punkte der Stellung Scrm:allennd genon:men hatten, gingen die Türken unter l>eträchtlichen Verlusten und in groster Eile nach Südes: zurück. Sie ließen ein großes Zeltlager ::nd eine Menge Material aus dem Platze. Feststellungen ergelxni, daß ivir seit der Einnahme von T r a p e z u n l acht Msteu- geschützc, auch Ärsttten. vierzehn sechszöllige (15 Zenttmeter) Geschütze, ein Feldgeschütz, ntehr als 1000 Gewehre, 53 Artillerie- Mnnitionslvagen, Trains, Fahrzeuge und anderes wichttges .st3fiegs- matcrial erbeutet haben. Die Russen in Fmnkreich und Ellsiland. Bon der russischen Grenze, 9. Mai. 9iunmehr betonen alle russiscl-es: Blätter, daß die russischen ?ruvpenenlsciv> dnngen nach Frankreich ::nd England absolut nicht daM dienen sollen, eine wesentliche Verstärkung bet Fronten in: Westen zu bilden, sondern ausschliefstic!) eHie Kiuchgebung der Solidarität darstellcn sollen, die unter bei: Verbündeten herrsche. Im höchste:: Falle betragen die :nss:sck>e:: Solidaritätstrnppei: an der ftm:zö- fischen Front eine Division, :vas aucli schon daraus yervorgeht, daß als Leiter der russisches: Trupp^rexpedition nach der „Ruffkche Jetzmnosti" ein .Divisionskoimnaicheur cu:sersehcn: wurde. Die Lrnppenabteilung, die nach England te'sördert wurde, lvstebt zu einen: erheblictteu Teil aus mürber Attlitürtauglicknn, die dort ausnahmslos fiir die Munitimrsherstellmig venvc^rdet werde:: sollen. Zum Teil sff:d es Militärpflichtige ans Italien, die aus Gmnd des russisch-italienischen Abkommens sich freiwillig für bei: Kriegsdienst gemeldet haben. Tie ncssischeu Trnppensendimgcn nach dem Westen hätten in der Hauptsache moralische Bedentting, und man dürft daran keine besonderen mllftärischec: Erivarttnrgei: km'lpftn. Zur Bcrlmftnna Suchomlinotvs. i. Köln, 9. Mai. Laut der „Köln. Ztg." meldet der Petersburger Korrespondent des „Eorriere dela fern" daß die dortige:: Blätter nur in sehr k>:lU>perösfentlicht wurde, die 2Lnklagr hate' ,-ff:eu außerordentlich ernsten El>arata Suchomlffiow lverde nicht nur der amtlichen Pflichtverletzm:g, sonder:: auch dc^s Landesvei'rat^ angellggt. Unter dem Namen „Laniol Lang" wird von der Ebemischei: Fabrik Olrteshetm-Elektron ein zum deutschen Reichsoaleitt ange- meldeteS außerordentliches wirksames EnUausungsmiktel in den Handel gebrach:. Es wirkt aus die Läuse innerhalb »veniger Sekm:den tödlich ein und bringt deren Nisse rasch und sicher zun: Absterben. (5in besonderer Vorzug des Atittels bestellt darin, daß demsell'en Stoffe zngesctzt sind, die, ohne selbst schädlich zu sein, sich aus der Hanl erhalten und eine Nenzuwalwernng von Läusen ans längere Zeit verhindern. Das neue Mittel erzeug! keinerlei Unckbeschwerdcn, keinen Ausschlag und keinerlei sonstige Gesundheitsstörungen. Es ist nicht feuergefährlich uitd in seiner Verwendung nicht veschranki. Das „Lausol Lang'^ hat sich bei unseren Truppen im Felde, in: Schiitzengraben und Quartier ganz oorzliglich i*cwährt. g ^ g p^ v»*^Aii -•*& . rjLäti: > ^Ä&5fe«’JL x lfe v ^! ?- 9 f 3 &j WV/fcdertebn: s^r;•.^:ii,:.' sei* .«!>.. du hl ----- - > A*C .,-.■ ;r ^4 .•/ .jA-rfS._« 3k$ - *ij> PW^iTf vJ» US. Brief * ^ u ?^ d , ieFr , ende8ich »ekehrtin tiefstesLeiri Auf Wiedersehn! so rufen wir dir zu in \h Pu guter Sohn lebst nun nicht mehr, STy* D-in P!alz in na»' rio Kreis ist leer. -, ; ^\ v Du reichst uns nicht mehr deine Hand. ,ir .J! Du »'urbst zu früh für., Vaterland. esLeid <^3 Wir konnten dich n'cht »terbnn sehn, lichten K//«T,*v>| Dnd nicht an deiner Seite stehn. r i _ d trarron ct :n Aa o u . Hoh n, Du warst so gut und starbst zu früh. Lna tragen still den Schmerz, denn Gottes Vergessen werden wir dich nie. Wille ist geschehn. Tief erschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass am 25. April infolge eines Kopfschusses unser herzensguter, hoffnungsvoller Sohn 'unser treuer Bruder, Enkel, Neffe und Vetter Musketier Heinrich Will Infanterie-Regiment Nr. 116, 9. Kompagnie im 22. Lebensjahre nach 14monatlicher treuer Pffichterfftllung den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Familie Johs. Will, Polizeidiener, nebst Angehörigen. Lützellinden, den 6 . Mai 1916. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung! 3599 Todes-Anzeige. Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Ars» Aissiche Besöer geb. Kauf» im Mer von 37 Jahren gestern abend 11 Uhr, nach kurzem Krankenlager, sanft in de« Herrn entschlafen ist. In tiefer Trauer: Hermann Bender und Kinder. ließen (Buddestr. 6), den 8. Mai 1916. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. Mat. nachmittags3 Hör von der.Novelle des neuen Friedhofes aus statt. l3602 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- £9 nähme bei dem uns so schwer betroffenen fei Verluste sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der Tieftrauernden: Fsrnilie Lehrer Bender. Grünbcrg, den 8. Mai 1916. 35821, Statt besonderer Anzeige. Die Geburt eines Sohne« zeigen an Postosulgtcat Ledcrnailer zurzeit im Felde ond Frau .Ifa.ja geb. JEtuhi. ßen, den 6. Mai 1916. Im Kampfe fürs Vaterland starb unser lieber Alter Herr Grossh. Forst assessor Rudoif Glaser Leutnant d. Res. und Komp.-Ffihrer im Könirl. Sächs. Schützenregiment Nr. 108. Inhaber des Fis. Krenzes II. Kl., der Hess. Tapferkeits- inedaillo nnd des Ritterkreuzes II. Kl. des Kgl. Siebs. Albrechtsordens mit Schwertern. Ehre seinem Andenken! 3636D Die LfinfiRmannscbaft Darmstndtia. LichtsjaleiiiüÄtis, Bahnhof str*. 34 Spiel pinn vom 9. bis in kl. 12. Mal Zigje^raeff'äiefoeu.Af'beitei'kittel , Drama in 3 Akten und einem Vorspiel. Bas üachthackverbot Feinpikante Komödie. Bis £C©ssservenbr , au 4 Reizendes Lustspiel in 3 Akten. Das« Einlagen. Spieldauer zirka 3 Stunden. (3619a Jfllit&r nach dem Feldwebel ab wart* sahlt Werktag* die Hftlfte. M Öic üoitift&e Zitgen- g. Kgnin-henzlliht-Ai'.ßalt wird eine mit der Wartung und Pflege dieser Tiere unbedingt vertraute, zuverlässige Person re*ncht. Umgebende Meldungen werden im Stadthaus, Garten- slrave 2. Zimmer Nr. 15, entgegengenommen. i:5G*)4B WEISSE BLUSEN &tästd5ge 300 Siuck Hergestellt aus Batist, Voile, glattem und gesticktem Mull, teils handgestickt, teils mit Spitzen u. 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