Tu. M SVr G^tzener LnZettz» etfcSjrört Ick glich» «s^ft Emmtag?. -- Belagen: viermal wöchentlich Sietzrurr§amM«rd!Stter; zwemiai wixhenilülrcis- blatt für Leu Kzeis Sretzen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. LsuL- wittfchaslliche Ailsrage!, Fernsprech - Attisch lüste: lürdie SchriWntnng 112 Verlag, Geschäitsste tlev 1 Adresse n'ir Drabtnach- rjchttn: Anzeiger Sletzen. Ämmhme vori L'.rzriqrn lür die Tagesmmnner bis zum Abend vorher. Erster Blatt G M. Zshrgang Donnerstag, 4. Mai \9\ti euer in jei General-Anzeiger für Oberhessen ö c \ U 3 ö 0 C C i i : msnatl. 90 Pf., viertel- jährb Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: burrfj die Post Mk. 2.15 viertel« jährl. ausschl. Bestell^ Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt« schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für beit politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge-> richtsfaal: Fr. R.Zen;: rrtaKrnrLnr« Md vertag der BrShi'schru Univ.-Such- und Steindrnckerei R. Lange. Schrrstleitung, Sefchäftrftelle und Druckerei: Schnkstr. 7. BechfsmiWn G^ß?,' Ein neuer Entwurs über die allgemeine Wehrpflicht in England. (WTB0 Großes Hauptquartier, 3. Mai. (Amtlich.) KeftsiHrr Kriegsschauplatz. Nördlich von Dirmude drangen deutsche Abteilungen im Anschluß an einen Feuerüberfall in die belgische Linie ein und nahmen einige Dutzend Leute gefangen. In Gsgend Four de Paris (Argonnen) stießen unsere Patrouillen bis über den zweiten französischen Graben vor; sie brachten einige Gefangene zurück. Beiderseits der Maas ist die Lage unverändert. Oberleutnant Freiherr von Althaus schoß über dem baillettewalde sein 6. feindliches Flugzeug ab. Außerdem ist ein französisches Flugzeug im Luftkampf südlich des Werkes Thiamrconl zum Abfülrz gebracht. Zwei weitere sind durch untzre Abwehrgeschütze südlich des Talou-Wckens beim Gelöst Thimrmont, ein fünftes durch Maschinengewehrfeuer bei Hardonront heruntergeholt. Der Führer des letzteren ist tot, der Beobachter schwer verletzt. OestlicherundBalkankriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Asquith, der leitende Minister Englands, besitzt eine rührende Unempfindlichkeit bei seinen vielen persönlichen Mißerfolgen. Immer wieder erhebt er sein vom Parlament geschlagenes und niedergedrücktes Haupt. Am 27. April hat er im Unterhause seinen Wehrpflichtkompromiß begraben müssen — und fünf Tage später holt er aus seiner Toga ein neues Gesetzmanuskript, das^r im Unterhaus mit stolzer Gebärde in die Höhe gehRlten hat. Die „ganze Angelegen^ soll „jetzt ein für allemal erledigt" wehren. Im einzelnen kennen wir die neue Vorlage nicht, aber Asquith hat Worte wie „allgemeine und direkte Wehrpflicht" gebraucht, und es herrscht kein Zweifel, daß die Engländer, aucb die zahlreichen stillen Gegner der jetzigen Regierung, angesichts des Ernstes der Lqg^ den pielbedachten Schritt zur allgemeinen Wehrpflicht, weil eben nichts anderes übrig bleibt, wirtlich zu tun gedenken. Es handelt sich, wie aus der neuesten Rede Äsquiths hervorgeht, in der Hauptsache um eine Auf- nmnterung der Bundesgenossen, die England immer noch ,rnit Vorwürfen überhäufen, daß es den Krieg nur mit seiner halben Kraft führe. Asquith verteidigte sein Land gegen solche Vorwürfe. Die englische Wehrmacht habe seit Kriegsbeginn fünf Millionen Mann überschritten, und da das Jnselreich .andere wichtige Kriegsaufgaben in der Seeherrschast und Finanzpolitik zu erfüllen habe, dürfe ein gewisses Maß der Rekrutierung nicht überschritten werden. Dennoch solle in der Wehrfrage das äußerst Mögliche geschehen. Eine gewisse Zähigkeit kann man Herrn Asquith nicht abstreiten. Aber er fußt dabei nur aus den anerkannten Charaktereigenschaften seiner Landsleute, die wir als erbitterte, gefährliche Gegner durchaus ernst zu nehmen haben. Es muß uns klar sein/ daß wir diesen Krieg nicht siegreich beenden können, ,wenn es uns nicht gelingt, England entscheidend zu treffen. Zwar werden aus einem englischen Gesetz über die allgemeine Dienstpflicht, nach den Angaben eines Londoner Blattes, höchstens 200 000 Mann mehr als Feinde gegen uns aufmarschieren, und Grund zu irgend welcher Beunruhigung liegt für uns nicht vor. Allein die Stimmung im englischen Parlament, die einen Asquith am Ruder läßt, weil sie keinen Riß im Innern den Augen der Welt bloßlegen will, spricht 'dafür, daß die Stunde zur Umkehr für unseren Hauptfeind noch nicht gekommen ist. Durfte doch Asquith in seiner Rede ! sogar sagen, er glaube, „daß die Lage der Alliierten zu Wasser und zu Laude niemals besser gewesen sei als im gegenwärtigen Augenblick". Das ist freilich angesichts der Katastrophe in Mesopotamien, der irischen Misere und vieler anderer „Fortschritte" eine Selbstbetäubung aller Urteilskraft: aber die Engländer dulden solche Aussprüche, weil sic eben, wie der unglückselige, mit Selbstanklagen aus dem Amt^. geschiedene Staatssekretär für Irland, Birrel, alles daransetzen wollen, um mit einem undurchdringlichen Schleier Englands Note zu bedecken. Daß jedoch Asquith den Mut fand, sich chrit Vitt und Wellington zu vergleichen, die zu ihrer Zeit gleichfalls der Kritik ihrer Landsleute ausgesetzt gewesen feien, ist ein starkes Stück! Asquith hatte wohl die Kritik seines Hauptgegners, der „Times", im Auge, die am 2. Mai folgende Sätze geschrieben hatte: Die Ereignisse der verfloffenen Woche haben dem' Lande die Notwendigkeit einer Aeuderung in der Neuerung klar gemocht Das Vertrauen des Volkes in die Regierung hat kurz nacheinander dreimal einen ernsten Schlag bekommen. Iedn versteht, daß der Fall von Kut cl Amara hauptsächsich eine Folge der Unsicherheit und der Schwäche des Ministeriums ist, das ' überhaupt kein Verständnis hat, Krieg zu führen und nur einen Sieg verlangt, um die vorausgegangenen Fehler wieder zuzudecken. Kein Mensch zweifelt daran, daß der irische Aufstand eine unmittelbare Folge der Vernachlässigung der Regierung ist, und was das Fiasko der Rekrutierung betrifft, so ist das wohl der deutlichste Beweis dafür, wie wenig die letzte Ausflucht der Regierung, daß sie in Uebereinstimmnng nrit dem Volkswillen handle, Stich hält. Wenn wir jetzt schwach genug sind, nach all 'dem Bestehenden denselben Männern weiter zu erlauben, den Krieg auf dieselbe Weise weiterznsühren, dann wird er bis zum Ende eine unnötige und endlose Spielerei bleiben. Es ist nur eine Frage der Zeit, aber früher oder später werden wir das Opfer eines neuen Unglücks, möglicherweise eines. Unheils, das nicht wieder gut zu machen ist. Ein großer .Krieg kann nicht mit Erfolg geführt werden von einer Regierung, die aus 23 Köpfen besteht. Von diesem alten Schlendrian hat di? Regierimg sich nicht losmack-en können: ihre Mitglieder sitzen alle, sestgerostct in der Routine ihrer täglichen Bursauarbeit. Jede Acndcrung in der Lage findet die Regierung unvorbereitet. Und nun der Vergleich mit Pitt und Wellington! Die Zähigkeit Asguith, der sich aus einer Tür herauswersen läßt und zur andern wieder ins Haus kommt, ist doch wohl von etwas anderer Art als diejenige Wellingtons, der im spanischen Feldzug zwar langsam und vorsichtig, aber doch nicht sprunghaft und plötzlichen Eingebungen folgend, seine Entschlüsse gefaßt hat. Vor der für die Engländer siegreichen Schlacht bei Salamanca hatte Wellington doch keine Blamage aufzuweisen, wie der Sportstreich in Mesopotamien es gewesen ist. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 3. Mai 1916. R u s s i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Oestlich von Rarancze schoß ein österreichisch-ungarischer Kampfflieger ein feindliches Flugzeug ab. Sonst nichts von Bedeutung. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe im A d a m e l l o * Gebiet dauern fort. Bei Riva und im Raum des C o l di L a n a kam cs zu deftigen Artilleriekämpfeu. Ein italienischer Angriff auf die Rotwand-Spitze wurde abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Ruhe. Ter Stellvertreter des Ehefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Asquith über die englische Wehrpflicht. London, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter scheu Bureaus. Im Unterhau sc gab Premierminister Asauith eine Erklärung über die Rekrutierungs politik der Regierung und über andere Fragen ab. Er betonte, die Beratung über das Wehrpflicht gefetz der letzten Woche habe gezeigt, daß der Vorschlag der Regierung, die Rekrutierung nach und nach durckizuführen, die Gunst des Hauses gesunden habe. Er schlage daher^ vor, das Haus möge sich unverzüglich mit allen Seiten der Frage an Hand der einzigen Maßnahme beschäftigen, die ihm' morgen vorgelegt werden solle. Er betonte weiter, daß die gesamte Wehrmacht des Reiches zu Wasser und zu Lande seit Beginn des Krieges fünf Millionen Mann überschritten habe und daß die Austechterhalttmg der Seeherrschast durch die Flotte und die Handelsmarine, sowie die Finanzierung der Alliierten der britischen Rekrutterung Grenzen setze, die für die anderen kriegführenden Staaten kaum oder überhaupt nickt vorhanden seien. Die Zahl der Mannschaften, welche der vollständige Entwurf der Regierung zu gestehen wolle, werde die gegenwärtig verfügbare Anzahl derjenigen Männer umfassen, die aus der Industrie genommen werden könnten, ohne das Land zur Erfüllung seiner anderen Verantwort!ichkeiten unfähig zui machen. Diese Pflichten seien zu einer erfolgreichen Fortführung des Krieges ebenso wesentlich, wie die Aufrechterhaltung der zum Frontdienst festgesetzten Mannschaftszahl. Insbesondere die Erklärungen der Vertreter der Arbeiterpartei am 27. April hätten! die Negierung zu dem Glauben ermutigt, daß der allgemein?.' Wunsch bestehe, die ganze Angelegenheit ein für allemal zu erledigen. Er hoffe, daß der Entwurf zrr diesem Ziele führen werde. Asguith wandte sick dann gegen die Krittker der Regierung und erinnerte das Haus daran, daß Pitt und der Herzog von Wellington am Vorabend der Schlacht von Salamanca genau denselben Kritiken ansgesetzt gewesen seien. Seine Antwort an die Kritiker gehe dahin, daß, welche Irrlümcr und Fehler auch begangen worden seien, der Anteil des britischen Reiches an der gemeinsamen Sache der Alliierten beständig gewachsen sei und beständig von Monat zu Monat wachse. Auch glaube er, daß die Lage der Alliierten, zu Wasser und zu Lande niemals besser gewesen sei, als in dem gegenwärtigen Augenblick. Rotterdam, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Tie „D a i l y New s" glaubt, daß es möglich sein wird, mit Hilfe des neuen! Tienstpflickügesetzes noch 200 000 Mann auszubringen. Im übrigen glaubt das Blatt nicht, daß Asguith seine Feinde durch dieses äußerste Zugeständnis versöhnen wird. Tie Drenstpflichtbewcgung bezwecke nur, ihn und die Koalition in Verruf zu bringen. — Tie „Daily Chronicle" schreibt, cs sei noch zu früh, um feststellen zu können, wie die ^Neuerung ans die Stimmung der bürgerlichen Bevölkerung' hinsichtlich des Krieges wirken werde. Nur ein sehr oberflächlicher Beobachter könne in Abrede stellen, daß bereits ein Unterschied zu bemerken sei, und zwar in ungünstigem Sinne. Man könne aber jetzt, wo man einmal zum Zwang über gegangen sei, nicht mehr während des Krieges einen einmal eingesck-lagenen Weg verlassen, und das Beste, was man tun kö'.rne, sei, den Tienstzvxmg so gut und so logisch wie möglich du rchgu führen. Das Blatt ist mit dem Premierminister einer Meinung, daß durch die Einführung der Dienstpflicht die Streitfrage, welche hierüber bestand, aus der Welt geräumt iverden wird, glaubt aber nicht, daß die Angriffe auf die Regierung aufhören werden. London, 3. Mai. (WTB.) Wie gemeldet wird, hat Asquith« im Unter Hause die Worte gebraucht: Allgemeiner und sofortiger Dien st zwang. Es herrsche einiger Zweifel über den genauen Charakter der Vorschläge, die morgen dem Unterhause vorgelegt werden sollen. Aber allgemein wird geglaubt, daß die Vorlage den ganzen am 25. April angedeuteten Regievungsplan enthält. Der Aufstand in Irland. Amsterdam, 3. Mai. (WTB.) Wie ein hiesiges Blatt aus London erfährt, schätzt der Korrespondent der -,Times" in Dublin die Anzahl der R e b e ll e n, die an dem Aufstand von Anbeginn teilnahmen, aus 500. Ihre Verluste seien schwer. Der gesamte Sach schade n , der durch Brände an Häusern ungerichtet worden sei, bettage mindestens 300000 Pfund Sterling. In der Königlichen Hibernian Akademh gingen fünf Gemälde englischer Maler Zugrunde. Die Rebellen hielten stand, solange sie noch im Besitzt des Postamtes ivaren. Sie nahmen drei brittsche Offiziere, zwei Unteroffiziere und fünf Soldaten gefangen. Als das Gebäude nickst: länger verteidigt werden konnte, und der Rebellenßührer Connolly ernstlich verwundet wurde, beschlossen die Rebellen, zu flüchten, und empfahlen auch ihren Gefangenen, die Flucht zu ergreifen, um ihr Leben zu retten. Zwei Unteroffiziere, sowie drei Soldaten sind unverletzt entkommen, während die Rebellen zu Dutzenden nieder- gesckosscn wurden. London, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terfchen Bureaus. Unterhaus. B i r r e l l hat d e m i s s i o n i e r t. Birrell sagt über seinen Rückttitt, er habe die möglichen Erfolge der Sinn Feiner-Bnvegung unzuttessend eingeschätzt. Er habe zwar ihren Charakter, die Zahl ihrer Hilfen und der Otte, in denen dies? offenbare Treulosigkeit überwog, gewürdigt, aber er hätte sich die Möglichkeit solcher Vorfälle, wie sie stattgeftmden hätten, nicht vorgestellt. Er habe Asquith sein Rückttittsgesuch i überreicht, sobald der Aufstand nieder geworfen gewesen sei. Zuw Schlüsse sagte Birrell, seit Beginn des Krieges habe er es als feixt« höchste Pflicht angesehen, sich zu bemühen, Europa das Bild ungeteilter Einmütigkeit in Irland sehen z-u lassen. Um diese großk Ausgabe durchzuführen, habe er ein großes und schweres Risiko übernommen. Aber es sei auch viel erreicht worden, und die irischen Soldaten, die aus allen Kriegsschauplätzen kämpften, seien noch, immer die besten Vertreter ihres Laardes. Du bl i n , 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter meldet amtlich: Tie Zahl der Toten in den Spftälenr allein bettägt 188 wovon 65 Soldaten und 122 Aufständige und Zivilpersonen sind. Es wurden 179 Gebäude durch Feuer beschädigt ober zerstört. London, 3. Mai? WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Asquith teilte mit, daß drei der irischen Aufftändigen, nämlich Pearce, Clarke und Maedonagh. die die republikanische Proklamation unterzeichnet haben, vor ein Kriegsgericht gestellt, schuldig befunden und lMte früh erschossen wurden. Drei ander/ Ausständige wurden zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Sommerzeit in England. Rotterdam, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Rotter- damsche Courant" meldet aus London: Dem „Daily Telegraph" zufolge wird die Regierung demnächst ein Sommerzettges-etz ein- bringen. Andere Blätter berichten, daß eine derarttge Maßregel wenigstens ernstlich erwogen werde. * * * Tie Antwortnote an Amerika. Berlin, 4. Mai. Ucoer die Antworttote an die amerikanische Regierung, die im Laufe des heutigen ^Nachmittags, spätestens morgen vormittag dem amerikanischen Botschafter Herrn Gevard übergeben und dann auch sofort der Oeffentlichkeit mttgeteilt tverden soll, sagt das „Berliner Tageblatt": Es waren zuletzt nur noch kleine stilistische Feinheiten notwendig, die heute erledigt sein dürften. Die Hoffnung auf eine stiedlickre Regelung habe zum mindesten keine Abschwächmrg -erfahren. —■ Die „VossischeZei- tung " schreibt, die Note sei ein sehr umfangreiches Schriftstück. Ter Reichskanzler und die anderen zu den Beratmrgen im Großen Hauptquartier zugezogenen Persönlichkeiten würden im Lause des heutigen Tages nach Berlin zurückkehren. Herr Gerard hrbe gestern abend denr Staatssekretär von Jagow einen Besuch ab^ gestattet. Die englische Agitation in Griechenland. Sofia, 3. Mai. cbia Ovarien uiib ha*3 VUanbomm geridZteten Seiten der Inselgruppen sind also befestigt Befestigte Häün utt Transportslotten und grotze «riegr-schisse gibt es jeiji sowohl auf der nördlichen wie südlichen Seite der Insel -gruppe; auf der irefili rillen S'itc in Maria ha min und bei Marsund «ilb! cS be e.ligle ?-nije.t fiir Torpedoboote, die ungleich als Aus gangsvunll für Minensperren quer über schwedische Territorial Gewässer nach der schwedischen Küste di«t,en sollen, um so die Ost sc vom Bwttnijchen Busen abzutrennen. Hierdurch ist die Lage in Wirllichkri; die geworden, die die schwedische Presse Ende Januar und Anfang Februar 1908 einstimmig nachdrücklich für das geäffte - Unglück des MeicM erklärt bat. Tas^damals befürchtete st rat e- chsche 'Abickmeiben SdlwedenS in der Mitte und die damals befurch tete Zulortung des Bottnischen Meeres ist jetzt verioirklich! worden. ' i'> fl , ls hiweden Mi diesem ArmenbliA vor der unmittel .baren Gefahr steht, vielleicht für immer sein strategisdies Existenz Minimum zu verlieren, d. li. das Mininium an militärischer Be rveguugSfreilteit und die Fähigkeit, die Hauptstadt und Norrland nnrksam ;u verteidigen, !vas nötig ist, um ein politisches Selbst lbestunmungSvernrogen zu lraben. Ein Staat. der dadurch dast er einer ^ dauernden und übermächtigen militärischen Bedrohung seiner Hcrirptstadt und eines ganzen Landesteiles ansge- .setzt wird, immer gezwungen ist, einer gewissen Macht gegenüber i tiadwugrbeit: Er kann nicht mehr wahr da st neutrale Politik be /treiben und kann nickst mehr erwarten, das; man ihn während des Weltkrieges und nadJibcr als unabhängigen Staat behandelt Es > soll hier nur betont werden, dast Aland nich.it eine russische Seele stung fein don, die während des jetzigen Weltkrieges und aller Wahrscheinlichkeit nach «uch nachher aus die gefährlichste Art Sänne- 'dcns Hoirptstadt und unsere kommerziellen und militärischen Seeverbindungen mit unserem nördlichen Landesteit bedroh!. Es must unerschütterlich die schtvedisdn' Förderung sein, das; Rußlands und Englands gemeinsamer Kamps gegen Tentschland nicht so geführt werden darf, dast Schnreden tatsächlich^ wenn auch nicht formell, ans seiner Neutralität herauSgezurnngen und für alle Zukunft zu einer unvergleichlich schlechterem militärpolitischen und außerpo- litischen Lage herabgedrückt wird als bisher. Im Anschluß an diese Tatschaen stellt Steffen an den Mnister des Aeußeren drei Fragen: 1. Ob er die Bedeutung der Mandftnsoln wie Schwedens Volk imd' Regierung seit 1809 so hoch- ein schätze, dast die Möglichkeit der Selbstständigkeit Schwedens wesentlich erschwert w'erde, iitmi 1 Rußland Aland in einen Stützpunkt für militärische Operationen verwandelt. 2. w»ts die Regierung, wenn sie darauf nicht nn bedingt mit ja antworten könne, zur Abweichung von dieser An Ansicht habe bewegen können, 8. wie der Minister die Lage für Schweden in bezug apf Aland beurteile, und was nackt seiner Ansidst geschehen müßte, um schon jetzt während des Weltkrieges Schweden die Möglich^nt zu sichern, wirkliche Neutralität und seine vollständige politische Handlungsfreiheit zu bewahren Wehrbeitrag in Schweden. Stockholm, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die s ch w e - d i s ch e Regierung lmt eine neue e i tr nt a I i g c 3 t e u e r z< u r Ded’iin g he so nd er e r Berleidi^nn g s ko st en beantragt. Die Steuer itriii) auf 54 Mrllvrnen Kronen berechnet. Der Seekrieg. London, 3. Mai. (WTB.) Ter „Times" zufolge hatte der Londoner Dampfer „W a n d l e" am Samstag inorgen, bald nach der Anssabrt aus dem Th ne, ein Gefecht mit einem deutschen Unterseeboot. Berlin, 8. Mai. (Priv.-Tcl.) Die „B. a. M." meldet ans Amsterdam: Das scknim'disck^ Motorschiff „Sven Hedin", mit Karbid vom Sarpsborg in Norwegen nach Rotterdam unterwegs, ist von englischen Torpedobooten nach einenr englischen Hasen aufge&radtf worden. London, 8. Mai. (WTB. Nichtanrtlich.) Lloyds meldet aus Cornna vom 2. Mai: Der spanische Dampfer „W inifrida" wurde am 80. April in 47 Grad 48 Minuten nördlicher Breite und 7 Grad 48 Minuten westlicher Länge versenkt. Das Schiff sank in sechs Minnten. Die ganze Besatzung mit einer einzigen dttlsnahine wurde gerettet. Der Kapitän glaubt, das; das Schiff torpediert wurde. Kriegsbriefe m dem Westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.^ „Nur Artillerjeduell." Großes Hauptquartier, 2.Mai. Der französische Berdunbcricht hebt in den letzten Tagen immer häufiger die Behauptung !)ervor,daß auf beiden Seilen keine Jnfanterietatigkeit stattgefunden habe. Es liegt dies im Sinne der französischen Absicht, den Eindruck zu erwecken, als ob die Deutschen trotz sehr viel mcitcr gesteckter Ziele nicht vorwärts kommen könnten. In Wahrheit finden täglich Kämpfe statt, die znm Teil sehr schtoer nick) erbittert sind. Wenn die Franzosen ans deren Bekanntgabe keinen Wert legen, so har das den Grund, das; sie sonst die peinliche Tatsache zu ge stehen müßten, daß sie bei diesen Angriffen, die furchtbar verlustreich sind, trotz der Tapferkeit ihrer Truppen und trotz des hohen Einsatzes an Opfern nirgends einen Erfolg gehabt haben. Diese Jnfanteriekämpfe sind allerdings von vorwiegend örtlicher Bedeutung, und in den meisten Fällen handelt cs sich darum, daß die Franzosen gegen die wichtigen BcobachtungSpunktc anrennen, welche wir ihnen, nachdem uns das Zufammendrücken der früheren feindlichen Froitt gelungen war, in der darauffolgenden wichtigen Phase der Schlacht planmäßig abgerungen haben. Nun führt auf der ganzenSchlaclftlirne die Artillerie das große Wort. In den letzten Tagen war-ihre Tätigkeit zu oft viele Sttinden hiw- durch nicht aussetzendem Trommelfeuer gesteigert. Trotzdem t>ir Franzosen im allgemeinen viel mehr schießen als wir, ist es ein ungleicher Kamps. Denn abgesehen von dem Besitze der wertvollsten Benbachtungspunkte, haben wir den irrt* ermeßlichen Vorteil, daß wir über ein nach allen Seiten unbegrenztes Hinterland verfügen, um unsere Reserven auf stellen und unseren Bedarf l)eralrbringen zu können. Niemals sicher, von welchem Sektor des Halbkreises der nächste deutsche Borstoß kommen wird, müssen die Franzosen in dem engen Winkel des Fächers, den die Schlachtstellungen bilden, ihre Trupvenmassen zusammendrängen, in einem Gebiete, lvo “ v ‘“ Weg, jedes Lager, jede Unterkunft, jeder Streifen Geint deutschen Feuer liegt, wo jeder ungezielte Schuß em Fleische sitzt, und lvo die von glänzender Beobadi geleitete schwere deutsche Artillerie in den massierten henhausen entsetzlich wirkt. Während die Franzosen ilten Richtungen hin blindlittgs streuen, bedeutet jede ;e der Fortsetzung des Artillerieduells für sie anto- h sichere furchtbare Verluste. Vom Morgengrauen bis tfeitben Nacht finden unausgesetzt Lustkämpse statt, und wirren von beiden Seiten ganze Kampfgeschwader wie ^nschwürnle über der Schlachtsront ans. W. S ch e u e r m a n n, Äriegsberichterstatter. Aus dem Reiche. Das Gesetz über die Kapttglabsindungen der Krirgsteillrehmer. Berlin, 3. Mai. (WTB. Mchtanttlich.) In der heutigen Sitziurg des H a n p t au s f chns s e & des Reichstages wurde 1 des Gesetzentwurfes über die Kapital- a b f i n d u n g e n der Kriegsteilnehmer in der Re- gierungSfaffung angenommen mit dem Zusätze: Der Beitritt zu einer gemeinnützigen Baugenossenschaft oder Siedlungs- genossenschaft gilt grundsätzlich als Erwerb eigenen Grundbesitzes im Sinne dieses Gesetzes. Welche Genossenschaften als gemeinnützige in diesem Sinne gelten sollen, bestimmt der Reichskanzler. Ebenso wurde § 2 des Gesetzentwurfs in der Regiernngsflrssnng angenomrnen mit dem Zusatze: Ob die Voraussetzung für die Gewähr einer nützlichen Verwendung des Geldes vorliagt, entscheidet die Landeszentralbehörde oder die von ihr deanstragtc Stelle. Wird^ diese Voraussetzung verneint, ist dem Antragsteller rechtzeitig unter schriftlicher Mitteilung der Gründe von der Entscheidung der Obersten Militärvenvaltungsbehöroen Kenntnis und Gelegenheit zur Aeußerung zu geben. Die Novelle zum Reichsvereinsgesetz. Berlin, 2. Mai. (WTB.) Die vom Reichstag wiederholt gewünschte und von der Regiertlng zngesagte Novelle znin Reichsvereinsgesetz ist dem Reichstag nunmehr zn- gegcmgen. ^Dcr Gesetzentwurf schlägt vor, daß dem Paragraphen 17 des Vereinsgesetzes ein Auslegungsparagraph 17 a folgenden Wortlauts angefügt wird: Die Vorschriften der 3,17 über politische Vereine und deren Versannnlungen sind auf Vereine von Arbeitgebern itud Arbeitnehmern zum Beyufe der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht ans dem Grrrnde anzuweudsn, weil diese Vereine ans solche Angelegenheiten der Sozialpolitik oder der Wirtschaftspolitik einzuwirken bezwecken, die mit der Erlangung oder Erhaltung günstiger Lohn- oder Arbeitsbedingungen oder mit der Wahrung oder Förderung wirtschaftlicher oder ge- werblicher Zwecke zugunsten ihrer Mitglieder oder init allgemeinen deruflichetr Fragen im Zusammenhänge stehen. Verhaftung des Adg. Lieltknecht. Berlin, 8. Mai. (WTB.) Wie wir höret!, befand sich unter den neun Demonstranten, die auf dem Potsdamer Platz festgenommen wurden, auch der Abgeordnete Lieb kn echt. Da Lieb kl recht, welcher bei der Festnahme Zivil Ileider trug, Arntieruvg§soldat ist, hat der zuständige militärische Gerichtsherr eine Untersuchung eingeleitet und auf Grund der bisherigen Feststellungen einen Haftbefehl gegen Liebknecht erlassen. Berlin, 4. Mai. (Privattelegramm.) Zur Verhaftung des Abgeordneten Liebknecht heißt es im „Berliner Lokal- Anzeiger": Weil es sich mit Militürhaft handelt, hat ein etwaiges Verlangen des Reichstags um Aufhebung dieser Hast rechtlich Heine Bedeutung. Es kann natürlich trotzdem geäußert werden. Es bleibt aber -denr Militärgericht überlassen, ob einem solchen Wunsche stattgegeben werden kann oder nicht. Man darf es als zweifelhaft ansehen, ob sich der Reichstag m -diesem Falle von rein formalen Erwägungen leiten lassen wird. Die Preist für Käst. Berlin, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Für die seit dem 20. März eingeführten Käse dürfen im Einzelverkauf an die Verbraucher bis auf weiteres keine höheren Preise gefordert tverden als die folgenden: Für Gouda und Dda.mer Käse halbfett 2,12 Mf. für das Pfund, dreiviertelsett 2,32 Mark für das Pfund, vollfett 2,44 Mk. für das Pfund, für Emmenthaler 2,40 Mark für das Pfund. Berlin, 8. Mai. (WTB. Amtlich.) Die nächste Sitzung des Reichstages findet am 9. Mai nachmittags 3 Uhr mit folgernder Tagesordnung statt: 1. Antrag Alb recht und Gen. auf Aussetzung des Verfahrens gegen beit Abgeordneten Liebknecht; 2. -erste Beratung des Gesetzentwurfs über Krtegsschäden; 8. erste Beratung des Gesetzentlvurfs über eine Abänderung des Vereinsgesetzes. Berlin, 3. Mai. (WTB. Amtlich.) Durch die Ausfuhr u n g S b e st i m m u n g e u zu der Bekanuttnachung über den Verkeihr mit Knochen, Rinderfüß-en und Horn- fchläuck^en voni 18. April, die im Zentralbtatt für das Deutsche Reich veröffentlicht worden sind, ist die Verteilung von Knochen usw. aus die Verarbeiter dem K'riegsausschust für Oele und Fette (Knocheustelle) in Berlin übertragen worden. Jeder, der 5000 oder mehr Kilogramm itn Geivahr- satn hat, oder im Laufe einer Woche in Gewahrsam nimmt, ist verpflichtet, der Knochenstelle Anzeige zu erstatten, lieber die Verteilung sind besondere Borschristen gegeben. — In Ergänzung der Bestttmntmgen der Bundesrats Verordnung über die Mlieferung von Knocheufett und Knocheufttttrr mittel ist ferner in diesen 'ülu.sführungsbestintmun.gen augeordnet, daß vorhandene Bestände bis Mai 1916 und jeweils neu hergestellte Ddengen in bestii,unten Zeitabschnitten oder bei Erretck)itmg eines gewissen Betrages dem Kriegs- aussckmß für Oele und Fette bczw. dem Kriegsausschus; für Ersatzfutter angebotcn lverden ntüfseu. Ans Hoffen. rb. Darntstadt, 3.Mai. Der erweiterte Erste Ausschuß der Zweiten Karnmer (Kriegsausschuß) trat heute vormittag zu stiner 17. Sitzung zusamlnen, an welcher von der Regierung die Herren Staatsminister Dr. von Ewald, Minister des Innern von H o m b c r g k, Finanzminister Dr. Becker, Staatsrätc W i lb r a nd , Hö l z i n g e r, Ministe rialräte Schliephake, Dr. Schwarz, Geh. Oberregierungsrat Wagner und Regierungsrat Matthias teil nahmen. Es stand zunächst der Antrag des 'Mg. Lang, betr. die Festsetzung von Höchstpreisen für Eichenloh- rinde, zur Verhandlung. Der Antragsteller zog nach eingehender Besprechung seinen Antrag, weil von den Ereignissen ülrerholt, zurück. Sein weiterer Antrag wegen Verkürzung der Hegezeit des Wildes wurde angenommen. Auch ein Antrag des Abg. Hauck, welcher die Abänderung der Verordnung über die einmaligen Zuwendungen für die Hinterbliebenen der Kriegsteilnehmer zugunsten der ärmeren Bevölkernngsklassen verlangt, fand einstimmige Annahme. Die Abg. Cal man und Münzer wünschen mit Rücksicht aus die infolge des Krieges ungünstige wirtschaftliche Lage vieler Geschäftsinhaber die gesetzliche Ermöglichung eines außerkonkursmäßigen Zwangsvergleichs und haben' dahin- zielende Anträge eingebracht. Die Beratung dieser Anträge wurde, nachdem die Großh. Rc^iennig ihren ablehnenden Standpunkt kundgegeben hatte, bis zur Entscheidung der Frage durch den Bnndesrat vertagt. Nächste Sitzung Don nerstag vormittao Aus Stadt und Land. Gießen, 4. Mai 1916. Der Verband MittelaenLscher FuLrrft. Letter hatte Zeltern nachmittag naef} hem Gasthof zum Grast-»trug >vin Hesstn zu einer Dcrsrmmtlung erngAaden, in welt.r Synhiku^ Dr. Eratz der Oismbaber Handelskammer, über r-ic „Kriegs-- g c )u t n n ft e lt c r" einen Vortrag ijiclt. Tre Versammlung, die vom Kommerzienrat Klingspor begtt und geleitet wur>-, war von etrva 40 Perstmen jesu barmt l ;■ k - i; ■ h-T Provinz. Dr. (£rap, welcher den Verband All ttcldeut Intnurieiler in der vom triegsan - etz c.\ Moinmiii: >n urr ftrafimg vertritt, erstattete einen au n, mehr als zweistündigen: BerÄht, in denr er die Regierungsvorlage mit dem b AiejchLtügiSauSschuß in erster Lesung zrfftande aekonrmenen Gesetz- entwurf erläuterte, freimütig an den Beschlüssen des Kritik übte und Verbesserungeit oder Ab n - eurpfahl. Interessant war .der Vortrag des Redners, soweit er Mnreilun^ darüber machen kannte, webchm Bewesgründen ge.ei sä Bestim- innngen der Kvmmissionsbesdch'ffse ihr Entstehen verdcmkett und welch: Parteien im einzelnen Anregungen gegeben haben zu v e: schlüssen, deren Inhalt, wenn sie Ges^ roerd nach den kleinen Mann und den Mittelstmrd zu unrecht belasten werde, l. Der Redner ging dann ans die andorrr in Aussicht stehen- den Steuern ein und bekannte sich als (Gegner der Warsnmn steuer, welli-e die Industrie und das Gewerbe i-jaxt treffen werde. Tr. Eratz bemerkte, das; die Handelskammer O s s e n b a ch! seinerzeit die einzige hessisck - Kamnter gewesen ist, die sich gegen die in Hessen den Städten durch die Steuergesetzgebung überlassene Warenhaus und Filialsteuer, die den Umsatz steuerlich belastet, ausgesprochen hat, und zwar aus der Erwägung, daß, wenn mn; diesen Maßstab einmal für eine Steuer an! ege, man gegebenenfall s damit weiiergehen ir-erde, so dast ML dießkr ^teicer eine weiteiw Gewer-bosteuer n er«: e Ter Lauf der Dinge habe der Ofsenbacher -'»llt in vier ree!.! gee.ede;:. Rae!- einet Ivuüizrats Grünewald, der ün allgemeinen ett'ärte, das; die AnoMrungen des Tr. Eratz seine volle Billigung gründen hätten, >u>' daß sie sehr viel zur Klärn.tg des Verständnisses über dw KriegsÜeuern in den Kreisen der davon b--- treibenden beitragen werde, itnivheu folgende wn dem Rcserenttnj vorgeschlagene Leitsätze von der Versammlung atrgenommcnt Nach den bk> jetzt vorliegendem nichtamtlichen Berichten übw die erste Losung der Kricg? ge wintt'.-cu-ervor!agc itn Neiäshmsl) tlts ausschuft scheinen die Beratungen zu keinen Besästi:''en ge sthr. zu baden, wonach »licht nur bei de ' in>'• i ! ud für die Einzell-ersonei» gesetzliche Sicherheiten geichaffen werd-en sollen, die eine Zneinauderv Errechnung späterer Verluste und früherer Gewinne derart gewährleisten, daß schließlich nur das Ergebnis der ganzen KriegSstcit den Mlaßstah der Besteuerung bildet. Tie restlose Verwirklichung die'cs auch von Rcgterungsstite von vorn- herein ausgestellten 5>attptgrnndsotzes jeder tatsächlichen .^riegshe-- w innbe stcu-erung mnß daher cmnifnrit aller Enisstiee-enheit gefordert lverden. steäd) der Gestattung der Negierungsvorlage durch die A, es schuß- beschlüsse sollen neben den einsaaon Sätzen vom Vertnö.gen-'zn.nxrchÄ der ph'gsrsdten Personen die «gleichen von detn Mehr eint ant'mrn erhoben werden, auch wenn eine VermÜgensverininderung während des Krieges eingetreten ist. Für die Berechnung des M bee-nkentmens sollen wieder, abgeseh'n von den Vorsdirlften der äd '''> und 17, die wesentlich von -einander abweid:enden -landesrechtlich-r-u Einkom- mensteuervtwaulegin.grn n'. '.istgebctrd sein, moburcl) in noch bedeutend Verschärfterem Maße als naA der Regiernngsvorlage di" Wirkung dtw Ktiogsgewinnßcuergesctzcs bei glichen wirllchafcki'b-e-- Verhältnissen in den »einzelnen Bundesstaaten eine ganz verschiedene sein würde. Eine derartige reine Einkommctwerbesserung^ßemre ohne Rücksicht auf die Höbe gleichzeitiger VcrMögensverlnste begegnet schon rm Rahmen der Regierungsvorlage mit ihren mrchergewöhnlich hohen und -durch den Stcu-erauSschnß noch erhöhten Sätzen und bei denr der Steuer unterliegenden erweitertem Personenkreis, sowie im Httiblick auf die ungeheueren Bermögensverschiebwroen wälnrmd des Krieges den allerschwe osten Bedenken. Drn für die Berechn'.arg des ftWeren DuEchnittstzewiirnes in der Rogiernngsoorlagc vorgesehene Zeitraum von s.stnf Jahren unter Ausschaltung des best-en und -,ch!cclpesten Jahres t agt der r'M gem ein heit der Fälle mehr Rechnung als der vonr Sterrercrussstchutz vorgeschlagene drerjichrige Durchschnitt (8 22h und cs ist deshalb in dieser Beziehung die ursprüngliche Fassung dee Enttvnrss! nneder herzu stellen. Bei aller Anerlennnng der Rücksiditmalgne aus den wrrtsdwst- lichcn Charakter dcn- Gesellschaften mit beschränkter Haftung, toelche sich in den KvmMission Äwsctüüssem oss-onlmrt. tragen dieselben den bei dieser Ertverbssonn maßgebenden Berhälttüssen doch in nur ungenügender Weise Rechnung. Wiederholt muß daraus h^ngewiwen werden, daß die Höh' des cst>apitals und die Anzahl der ststgellschafter keine fad)1ict-CTt Unterscheidungsurerkma ! e bilden und demzufolge unbedingt die Kapitalgrenze von 309 099 Mk. in § 26, Abs. 5 zu bo* fettigen und § 17, Abs. 2 zu streichen ist. Ob ftd) bei den gewaltigen Nmselnchtungen in den Vermimens- und Einrommetrsverhältniffen des Einzelnen infolge des Krieges und der Sdnvächung der Kaufkraft des Geldes^ sowie im Hinblick aus die nnsichsve nnrtschaftlid>e Lage der Gesatnkheit und zahlreicher Einzelepisteuzeit nach dem Kriege eine Herabsetzung des steuerbaren Dermögenszuwachses von drei ans cintansend Mark in ^ 7 und des fingierten Einkonunens von 10 M9 Mi. ans 8000'Mk. in § 14 aufrrdit erhalten läßt, bedarf ^ernster Envägntrg. Die Beschlüsse der beiden Steuerkommissionen, tretdfe an' iedcn Fall bei ihrer Verwirklicht!itg wesentlich bölterc Stenerbeträge bringen, als die Regierung tvährend der Kriegszeit int Auge hatte, lassen, abgesehen hiervon, auch sonst eine bedauerliche Planlosigkeit zu Tage treten, tvclche dadurch enttsteht, daß die an sich als Ganzes zu l>etraästenden Kriegssteuervorlagen in zivei getrennten Ausschüssen beraten werden. Das Uichaltbare dieses Zustandes kommt am schreiendsten dadurät zum Ansdruck, daß trotz der eine wesentlich stärkere Erfassung der Kriegsgewinne bezlv. der Vermögeiu- und Einkotmnenvernrehrilngen wahrend he-e Krieges beabsickittgenden Beschlüsse des ReickEttsslxlltsausscknlsses und des von ihm angenommenen Antrags einer nochmaligen. Erhebung eines! Drittels des Wehrbeitrags, welche zusammcm eiw' unbedeutend höheren Ertrag gewährleisten, als die von der zweiten Steuerkommission abgefeimte Quittungssteuer, dieser Ausschuß docb die Einführung einer Waren- Umsatzsteuer beschlossen hat: Einer Reichsabgabe, welche den mrer- kannten Steuergrundsatz der Leistungsfähigkeit und Opfergle ich heit völlig außer Acht läßt, keine lAuffoand- sondern eine Reichsgelverbe- sleuer ist. Mit der Einführung einer Belastung des Warenumsatzes in unser Reichssinanzsvstem würde, von Reichs wegen eilt Jtcucrlicltcö Gebiet erschlossen, welck>es bald zum Tninmelplatz „sogenannter Mittelstandspolittker" und vermeinttickter Beschützer de> „kleinen ManncS" werden kvimtze. Die Versammlung spricht die Erivartung ans, daß nrit diesen unersprießlichen Zuständen bald aufgeräumt werde. • » L. U. Bon der Landesnniverst tä t. Ms Lek- t or der englischen Spra cho an der Landesnniversitüt ist Herr Dr. Henry Lüdeke bestellt lvorden, ein Deutsd'- Atnckrikaner, der dtuüichft an einer atnerittrnischen und dantr an deutschen Uitiversitäten sttldiert hat. Der treue Lektor kündigt n. a. eine einsttindige Vorl-esrmg in englischer Sprache über den mod-ernen Oioman mt (Moden: Rovels and Novelisks). A nt t l i ch e P e r so n a l n ach r i ch t e n. Der Groß- Herzog hat am 29. April l. Js. dem Pfarrer Karl Friedrich Schneider zti Babenhausen die zweite evangelische Pfarrstellc zu Butzback) übertragen. — Bestätigt wurde am 29. November der von denr Herrn Fürsten zu Jseulnirg-Birstein auf bi ■ erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Burgbraeht im Kreise Büdingen präsentierte SchtckanttSaspirant Otto Schroth aus Orleshausen für d'iefe Stelle. ** Personal lt ach r i ch t e n der Ober- P o st d i r e k - t i o n i n Da r m st >a d t. V e r l i c h e tt nmrde dosiverwalter Körbs von Gau-Odern denn, nach Mainz unter Ernernnrng zum Ober-Postassistent und Ober-Postassistent Gustav Schmidt von Gießen nach Gau-Odernheim unter Ernennung nun Postwerwalter. Angenommen wurden als Postanwärter: Unteivffizier Kunz in BensheiM; als Telegraphnrgehilsin Sophie Wcnseler in Worms. Gestorben ist Telegraphen sekret ä r a. D. Leichtweiß in Worms. Bor dem F-einde gefallen ist Ober-Postassistent Johann Müller aus Bingen (Rh.). ** Spenden zugunsten des Türkischen Roten Halbmondes und der Tarda nelle nkämpfer werden nacht wie vor gerne bei dem Kaiserlich Türkischen Generalkonsulat Frankfurt a. M., Kaiserstraße 18/20, entgegen genommen, und daß dort auch farbige Postkarten zu 20 Pfg. und Kunstblätter zu 20 Mark mit dem Bildnis des Sultans zu erfassten sind, deren Erlös ebenfalls dem Türkischen Roten Halbmond zufließt. Anläßlich des großen Erfolges unserer türkischen Waffenbrüder bei Knst-el-Amara wird man fichi ficl>er des türkisclien Roten Halb- numdes gerne erinmrn. * Kriegsbeschädigten-Für sorge. Die im Felde stehende 3. Kompagnie des 1. Landsturm-Jnfanterie-Bataillons Tarmstadt überwies dem Hessischen Landesausschnß stir Kriegs-- deschädigten-Fürsorge ein Geschenk von 1009 Mark (in Kriegsanleihe). ** Sammelt Brombeerblätter! Jetzt ist aerafa dre richtige Zeit, sie zu sammeln, denn jetzt kommen sie, von der T. ch- lingssonne geweckt, hervor, und die jungen Brombeerblätter^ könne", zur Bereitung eines aromatischen und bekömmlichen Getränks benutzt werden. Sie werden in scharfer Sonne oder, da diese noch selten zu haben ist, auf reiner heißer Herdplatte sehr bald nach dem Abpflücken getrocknet. Werden sie trocken ausbewahrt, w halten sie sich einige Zeit und können dann in derselben Weise wie echter Tee ausgebrüht werden. ** Fünf Ge bote für Eisen bahne, r. Die vrevßffcb-faf- Ischen Eisenbalmdirektionen haben an die ihnen unterstellten Beamten und Arbeiter eine Verfügung erlaffen, in der es beißt: ..Effenbahner: Der Weltkrieg tobt weiter. Infolge der gewaltigen Schläge, die unsere überall siegreichen Heere den Gegrrern verletzt haben, sind diese zu der Einsicht gekommen, daß sie Teuft chlanv uird seine Verbündeten militärisch nicht niederringen können, aber mit umso größerem Eifer betreiben sie den wirtschaftlichen Krieg, vor allem den völkerrechtswidrigen dlusbungerungs krieg. Da ist es vaterländische Pflicht der daheim Gebliebenen und in erster Lffne der Effenbahner, denen wegen ihrer dienstlichen Unabkömmlichkeit vielfach nicht vergönnt.ist, an der Front zu kämpfen, idiefer KttegssMrrmg wie bisher, so auch weiterhirr, ja in verstärk- -tein Maße zu begegnen. Es handelt sich um Sein oder Nichtsein unseres Volkes: darum heißt es, nicht nur den allerseits, auch an Allerhöchster Stelle anerkanirten, opferwilligen Diensteifer weiter bis zum äußersten betätigen, sondern auch wirtschaftlich unermüdlich weiterzuarkxnten und sich den durch den Krieg geschaffenen Verhältnissen immer mehr anzupassen, damit wir durchhalten können. Beherzigt besonders folgende fünf Gebote: 1. Treibt Klein- gattenüau! 2. Tveibt mehr als bisher Kleintierzucht.' 3- Pflanzt Haselnuß sträucher und WÄlnnßbäume, baut die Sonnenblume an: Dcint Del ist knapp: 4. Seid sparsam im Haushalt und paßt Euch mit Eurer Familie den durch die Kriegswirtschafl gebotenen Einschränkungen an; 5. Nehmt die Bahn- rord Bahnkassenärzte nur in Anspruch, wenn es wirklich notwendig ist!" "Web-, Wirk- und Strickwaren. Durch Verord- nung vom 30. März d. Js. hat der Bundesrat bestimmt, daß Web-, irf- und Stückwaren zu keinem höheren Preise verkauft werden dürfen als dem, den der Verkäufer bei Gegenständen und Verkäufen gleicher Art innerhalb der Kriegszeit vor dein 1. Februar 1916 zuletzt nachweislich erzielt oder als Verkaufspreis festgesetzt hat. Wenn der Käufer glaubt, daß der vereinbarte Preis unangemessen hoch ist, kann er binnen 2 Wochen nach Abschluß des Kaufvertrags Feststellung des Preises durch das bei der Handelskammerin Gießen (Lonystraße 7) für deren Bezirk (Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach) gebildete Schiedsgericht beantragen. Der Antrag auf schiedsgerichtliche Entscheidung ist schriftlich oder zu Protokoll des Schriftführers des Schiedsgerichts zu stellen. Er soll unter Darlegung der Sachlage und Angabe der Beweismittel kurz begründet werden; der Antragsteller soll die ihm zugänglichen Bcweisurkunden, insbesondere Vertragsurkunden und Briese, beifügen. ** Für den Verkehr mit Berbranchszncker wird laut Bettrnntmachung in unserem heutigen Blatte u. a. für den Bezirk der Stadt Größen folgem)es bestimmt: Die Abgabe von Verbrauchszucker an Verbraucher ist nur gegen Vorzeigung der Ans weis karte znm Bezug von Brotmarken ließen der Stadt Gießen gestattet. Die Ueberlassnng der Answeiskarte an nickst zum Haushalt gehörige Personen ist verboten. Sie tarnt die Einziehung der Karte zur Folge haben. Näheres ist aus der Bekarmttuachmrg! zu ersehen. Landkreis Giehen. — Bellersheim, 4. Mai. Dem Gefreiten Adolf Angermüller wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Anger- müller steht beim 16. Bayr. Jnf.-Rgt. im Felde. — Hungen, 4. Mai. Der Kriegsfreiwillige Willi Seiden von hier, bejm Jnf.-Rgt. 144, der im Herbst 1914 ins Feld zog und zum Leutnant der Res. befördert wurde, erhielt jetzt das Efferne Kreuz 2. Klasse und die Hessische Tapserkeitsmdaille. e. H u n g e n, 4. Mai. Gefreiter Karl Gerhardt von hier im Landw.-Fußartillerie-Regiment Nr. 10, wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. l^Lang-Göns, 4. Mai. Hauptmann d. L. K. S p i e s, Landsturm-Jnfanterie-Regiment Nr. 8. erhielt das Eiferne Kreuz. — Langd, 4. Mai. Ihre Goldene Hochzeit feierten am 29. Avril Wilh. Beppler und seine Ehefrau Elisabeth. iß L i ch , 3. Mai. In unserer Gemeinde ist angefragt, ob unsere Einwohnerschaft in der Lage ist, 500 Berliner Kinder längere Zeit auszunehmen und zu verköstigen. Wie hier verlautet, sollen aus der Millionenstadt, wo die Ernährung der Jugendlichen der ärmeren Bevölkerung Schwierigkeiten macht, rund 50 000 Kinder vorübergehend in Oberhessen untergebracht werden. In unserer Stadt, wo mail mit den Frankfurter Ferienkindern gute Erfahrungen, gemacht hat, ist man bereit, auch den Berliner Kindern Quartier luid Beköstigung zu gewähren, wenn es sein muß. Wl. Londorf, 4. Mai. Dem Musketier Georg Winkelhaus, 11. Komp. Jnß-Reg. 116, welcher sich seit Dezember 1914 ununterbrochen im Felde befindet, wurde am 13. April d. Js. für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne Kreuz' 2. Klasse verliehen. — Obbornhofen, 4. Mai. Mit dem Eisernen Kreuz 2 Klasse wurden allsgezeichnet die Reservisten Hermann Block und Hermann L e s ch h o r n, beide im Jnf.-Rgt. 116. Kreis Büdingen. sh Büdingen, 3. Mai. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der 11>ltcrofsizicr Schußler. — Den Heldentod fürs Vaterland starben die Reservisten Ehristian Albert und Ferdinand K n a f. tz Blofeld, 3. Mai. Ans dem Gerüste der Scheune des l-a'livirtes No hl hatte sich der Taglöhner Johannes Stede aus d">,' benachbarten Leidhecken häuslich niedergelassen. Die Tochter d.'s Hauses sah den ungebetenen Gast, der alsdann die Flllcht er- g , Man fand einen Korb mit Salzfleisch, das allein Anscheine nach .nitgenommen werden sollte, sowie eine große Anzahl leere Wemslaschen. 3- 0rtenfccr$, 3. Mar. Ter Worwr WLlhüm GLuther wurde wegen besonderer vor dem Feinde bewiesener Tapferkeit mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Damit wurde in unserer Gemeinde die 51. Kriegsauszeichnung verliehen. Es erhielten bisher das Efferne Kreuz 1. Klasse, 2. Klaffe und Hessische Tapferkeitsmedaille: Prinz Ernst zn Stolberg-Roßla und Prinz Hans zu Stolberg-Roßla, ferner Major Ziegler. Das Efferne Kreuz 2. Klasse und Hessische Tapferkeitsmedaille bezw. das Sanitätskreuz an deren Bande erlftelten: der Fürst Jost Ehristian zu Stolberg- Roßla, der Prinz Christoph, sowie Graf Kuno zn Stolberg-Roßla, ferner Hanptmann Sckswieder, die Leuttrants Heinrich .Hebbel, Wilfalm .Hebbel und Karl Heuzenröder, Oberarzt Erich Pröhl und Unterarzt Werner Pröhl, Off.-StellVertreter Gustav Engel, die Unteroffiziere Armbrüster, Karl Frech! und Herbst. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielten: die Unteroffiziere Georg Hebbel, Paul Vogel und Imins Weckesser, die Webrmänner Hansel, Resch und Ulrich. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille erlsielten: Veterinär Tr. Löffler, die Kanoniere Göbel, Heinrich Hebbel, Otto Hebbel imb Albert Schmidt, Seesoldat Georg Pfeiffer, ferner der auf dem Felde der Ehre bereits gefallene Unterofsizier Richard Vogel. Die Rote- Kreuz-Medaille 3. Klasse erhielten Prinzessin Mathilde zu Stolberg-Roßla und Kammerdiener Mann. ckß S ch w i ck a r t s h a u \ e tt, 3. Mai. Im Kampfe fürs Vaterland starb der Kriegsfreiwillige H a r t m a n n, Sohn des hiesigen Großh. Försters Hartmann. Kreis Alsfeld. Np. Elpenrod, 4. Mai. Die hier in der Zoll'fchen Gast. Wirtschaft abgehaltene B r e n n h o l z - V e r st e i g e ru n g aus der Großh. Domanialwaldung im hiesigen Bezirk war sehr gut besucht. Die Preise erreichten eine Höhe, wie sie in den letzten Jahren nicht daaewesen. Bezahlt wurden für 4 Rnckr. Bnchenscheit 44—46 Mk.. 4 Rintr. Vuchenprügel 30—34 Mk., 4 Rmtr. Buchenreisig 6 Mk., 4 Rmtr. Buchen stocke 9—10 Mark. e Nieder-Ohmen- 2. Mai. Heinrich Nahrgang von hier, Kanonier in einein Feld-Artillerie-Regiment, erhielt zu seiner ^ österreichisch^ Auszeichnung nun au.ch> das Eiserne Kreuz imd die Hessische Tapsetkeitsmedaille. Sein Bruder Jeremias erhielt das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille, uackiidenl er einen französischen Hauptmann mit 12 Soldaten aus einem Schützengraben als Gefangene zu seiner Kompagnie zurück- gebracht hat. up. A u § d e m O h m t a l, 4. Mai. In ganz vortrest'licher Weise haben Pflaumen. Kirschen, Zwetschen und Birnen abgeblüht, Reicher Llütenansatz und trockene Blütenzeit, da kann eine reiche 0 b st e r n r c nickt ausbkeiben. Bereits blühen die Aepfelbäume, Ihr starker Blütenflor ist nach der reichen Aepselernte im vorigen Jahre wirklich erstaunlich. Dazu blühen die in diesem Jahre so zahlreichen Rapsfelder in üppiger Fülle. Rapsblüte und Aepfel- blute, die kommen selten zusammen. O Vom vorderen Vogelsberg, 4. Mai. Die verschiedenen Frostnächte und das Regenwetter vor Ostern haben an den Obstbänmen und der Saat, außer an den im Tal gelegenen Stellen, fast keinen Schaden getan. Der F r u ch t a n s a tz an Kirschen und Mirabellen ist sehr gut, an Zwetschen mittelmäßig; die Frühäpfel, wie Gravensteiner, Charlnmowski und Geflammter Kardiilal, blühten überreich und versprechen gute Ernte, die Spätsorten fangen an zn blühen und zeigen, soweit sie vorige? Jahr nicht trugen, ein überreiches, herrliches Blülengewand. Der in diesem Jahre wieder vielfach angebaute Raps bar fast abgeblüht und zeigt vorzüglichen Schotenbehang: auf den Wiesen und Aeckern kann das erste Grünsutter bereits gcfrfjnittcn worden. Kreis Friedverg. —'— Butzbach, 3. Mai. Heute uachmittag gegen 3% Uhr entluden sich schwere Gewitter über unserer Gemarkung. Ter Regen, vermischt mit Hagelrönreru von Erbsengröße und größeren Stücken, ivar so stark, daß die Kanäle die Wassermengen nicht alle aufnehmen konnten, und die Straßen und Plätze über- schivemmten. Tie Straßen lagen so dicht mit Hagelkörnern, daß es hernach aus sah. als habe es geschneit. Ter Hagel dauerte etwa 25 Minuten bei Südwestwmd. o-o Vilbel, 4. Mai. Polizeidiener Wilhelm Jörg dahier, Unteroffizier im Landwehr-Jnf.-Regt. Nr. 116, erhielt das Efferne Kreuz erster Klasse. Dem Aktuarrats-Assistenten Wilhelm Ginge r i ch, llntevosfizier im Landsturm-Bataillon Friedberg, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. — Die gleiche Auszeichnung .erhielt Maurermeister Franz Schmidt, Unteroffizier im Reserve-Fußartillevie-Regiment Nr 3, und Landsturmmann I. Knoll im Landsturm-Bataillon Friedberg. — Das hier ein- guartiert gewesene Ersatz-Bataillon Landwehr-Jns.-Regt. Nr. 116,' ist, wie befohlen, am 29. v. M. in die neue Artcklerie-Kaserne bei Bonames abgerürkt und hat bei seinem Abrürken der Bürgermeisterei Vilbel für das bewiesene Entgegenkommen, sowie der Bürgerschast von Vilbel für die freundlick>e gute Aufnahme des Bataillons während 10 Monaten seinen herzlichen Tank öffentlich ausgesprochen. Kveis Wetzlar. 8. O d e n h a u s e n, 4. Mai. Als dreizehntes Kriegsopfer aus unserem Dörfchen beklagen wir den Verlust des allseitig beliebten und geachteten langjährigen Vorsitzenden des Gesangvereins ^Lieder- krairz", Ludwig S i m o n. Bei seiner iknermüdlichen Tätigkeit bedeutet sein Hinscheiden einen großen Verlust für den Verein. Hessen-Nassau. ][ M arbUrg, 3. Mai. Bei dem gestrigen Gewitter, welches über den westlichen Teil des Kreises Marburg zog, wurde der zur Landbestellung aus dem Felde beurlaubte Landwirt Vorm sch lag in Dilschhausen, der einen Acker pflügte, vom Blitze getroffen und blieb bewußtlos liegen, während das Gespann davonraste. Ter Mcmn hat sich,, wie faule mitWteilt wird, wieder soweit erholt. Es sdeht zu erwarten, daß der Unglücksfall' weiter keine nachteiligen Folgen für ihn fat 9luch heute nachmittag zogen wieder mehrere Gewitter, wackre kräftige Regengüße mit sich bvaclsten, Über das Lahn- und Ohmtal. [ Alle nd orf (Kr. Kirchhain), 3. Mai. Hier gab ein^ als Schwester gekleidete Schwindlerin eine Gastrolle. Sie suchte die Angehörigen im Felde weilender hiesiger Einwohner auf, erzählte diesen allerhand Geschichten, richtete Grüße von den angeblich in Lazaretten liegenden Leuten aus. und nalM — was der Zweck der Hebung war — Geldbeträge «sw. in Emstsang. Die angebliche Schwester wurde verhaftet und nach Marburg gebracht. Vielleicht hat sie auch an anderen Orten ähnliche Schwindeleien begangen. --- Frankfurt a. M., 3. Mai. Kommerzienrat Beit von Spetter hat zur Erinnerung an seinen im Felde gefallenen Sohn eine Stiftung von 30 000 Mark errichtet, aus deren Mitteln je ein würdiger und bedürftiger Abiturient des Goothe-Gttmnasiums eine Studienreise machen soll. — föür die Wandelhalle des Opern- fauses stellte Nicolas M ans köpf aus dem Schatz seines musikhistorischen Museimrs dem Magisttat die von Joseph Uphues geschaffene Marmorbüste der Mathilde Marchesi zur Verfügung. Mathilde Marchesi, eine geborene Frankfurterin, war eine Gesang- lchrerin m>n Weltruf und starb 1913 in London. — In Gegemvart der Schutz-Herrin der Verlosung, der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, wurde heute mittag der Verkauf.von Losen für die Juwelenlotterie zu (tzunften irotleidender Familien Frankfurter Ge- merbetreibenber eröffnet. Für die Verlosung wurden mehrere Tausend Sämrncksachen im Werte von 20 Mk. bis 70000 Mk. das Stück von Frankfurter Familien zur Verfüguug gestellt. — Wegen fortgesetzter M i ßh a n d l u ng und fast teuflffcher Quälereien ihrer neunjährigen Stteftochter wurde die Fuhrmannssvau Anna Gaß, Schopenhauerstraße 18, vom Schöffengericht zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. — Nach einer Feststellung des Beratungsausschusses für den gewerbliäien Mittelstand sind in der Zeit vom 1 Septeurber 1914 bis Ende Juli 1915 M i e t a u s f ä l l e in Hobe von 2 380 000 Mk. entstanden. Die tatsächlichen Verluste werden jedoch toeit fafar geschätzt, weil viele Vermieter keine Airgaben machten. ^ ___ = Bad Homburg v. d. H., 4. Mar. Dre Stckdtverord-- netenversarmnbttig qen-elnnigte bei der Festsetzung des Haushaltsplans für 1916 die Erhsthrnkg der Einkvnrmen steuer von 163 auf 165 Prozent. Bon einer Steigerung der Gewerbesteuer — 180 Prozent — sah mm trotz eines Ausfalles von 5000 Mk. ab, um den ohnehin schon schwer leidenden Gewerbe- und Hcrndwerbersttrnd nicht noch mehr zu belasteu Für Kriegsunterstützungen an bedürftige Familien der Stadt wurde der dafür im Haushaltsplan vorgesehene Betrag von 4000 auf 10 000 Mk. erhöht. Townshend, der velagerungsgeneral. Eine höchst merkwürdige Fügung ist es, daß General Donms- hend, der sich nach ffinfmonatliclier Belagerung den Türken hat ergeben müssen, schon etnnral in seiner Soldatenlausbahn nur mit knapper Not einem ähnlichen Schicksale entgangen ist. Es war im Jahre 1895, als dre englische Garnison von Tschitral an der Nordwestgrenze von Indien infolge der anläßlich eines Thronwechsels entstandenen Unruhen in harte Bedrängnis geriet. Befehlshaber der dortigen Streitkräfte war kein anderer als Tvwns- hend. Er sah sich genötigt, sich mit einer kleinen Schar von; 300 Kaschmirsoldaten und 99 Sikhs iu ein kleines Fort von Tschitral zurückzuziefan, das im ganzen einen Umfang von 65 gm hatte. Mit Einschluß der in der Befestigung noch unter gebrachten Zivilisten und sonstigen Eingeborenen waren es im ganzen 543 Männer, die in dem dürftigen Fort zusammen gedrängt waren. Um seine 5kräfte in der Hauptstellung zusammenznhalten und ftei-es Blickfeld zu haben, legte Townshend die äußeren Mauern des Forts nieder. Es waren überaus harte Tage, die er damals in Tschitral durchzumachen hatte. V^schiedene Angriffe schlug. er glücklick zurück, aber einmal vermochte er das Fort unb seine Stveitkrast nur noch gerade zu .retten, da es den Pathans gelang, so nahe zu kommen, daß sie einen der Türme der Festung iu Feuer setzten. Ms ihnen dies schließlich fach nicht geglückt war, begannen sie mit Minenarbeiten, wobei sie allerdings von den Sikhs empfindlich gestört wurden, von denen 40 einen Ausfall machten, bei dem sie die bisherigen Minenarb eiten des Feindes in die Lust sprengten. Vorige Woche waren genau 21 Jahre seit dem Tage verflossen, da Oberst Kelly vor den Mauern von Tschitral erschien und den arg bedrängten Townshend entsetzte. Jetzt hat ihn das Schicksal nun doch erreicht, dem er damals noch entronnen ist — mir daß die Streitmacht, die er bei Kitt el Amara den Türken übergeben mußte, um ein Vielfaches jene übertrifft, die er durch seine Verteidigung von Tschitral zu retten vermocht hat. Vertnlschter. * Hanau, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) In der P u l v er* fabrik bei Hanau ist heute mittag eine Zentrifuge explodiert. Ein Mann ist tot, ein Mann leicht verwundet. Der Materialschaden ist unbedeutend. Ter Betrieb der Pulverfabrik ist nicht gestört. ASitterungsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Gießen, den 2. Mai 1916. Fast in dieser ganzen Berichtswoche — 26. April bis 2. Mai — stand unsere Wetterlage unter dem Einfluß, eines festländischen Hochs. Zwar erschien im Westen ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet, das ims aber im allgemeinen nur durch Randwirbel beeinflußte, die vielerorts Gewittererscheinungen farvorri-efen. Die Temperaturen waren seit Ende der vorigen Berichtswoche noch Wester ge- stiegen, vor allen Dingen auch die Tagestemperaturen, so daß das Tagesmittel in Gießeir von rmgefähr —10° am Montag, den 24. April, rmf -tz 16° am Donnerstag, den 27. April, gestwgen war, um dann wieder, aber mir um ein Geringes, zu fallen. Das Temper aturmaxinunn bewegte sich in der ganzen Berichtswoche in Gießen um -tz 20° herum. Niederschläge traten, bis auf ganz schwache Gewitterregen am fanttgen Tage, nicht ein. Tos festländische Hochdruckgebiet bewegte sich während der ganzen Woche noröwcstwärts und lagert heute mit einem Kern über der nördlichen Nordfee. Im Südwesten besindet sick noch immer ein Tiefdruckgebiet, ebenso im Osten auf der Rückseite des westwärts vor- gedrimgenen Hochs, während im Südosten ein neues HoM>ruck- gebiet erscheint. So erstreckt sich faule ein Hochdruckrücken von Süfasten über ganz Deutschland hin nach Nordwesten mit einem Kern über den DonMiländern und einem nördliche von England. Wir faben daher in unserem Bezstk nur mst Randwirbeln der südwestlichen Depression zu tun, so daß die Neigung zu Gewitter- erscheinungen bestehen bleibt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 5. Mai 1916: Ziemlich heiter, trocken, warm, Gewitterneigung. letzte Nachrichten. Die Antwortnote an Amerika. Berlin, '3. Mai. Die „Berliner Morgeupostt' berichtet: Ter Reichskanzler Herr von BetlMann Hollweg, Staatssekretär Wmiral von Capelle, .Reichsschatzsekretär Tr. Helfferich und der Efas des Admiralstabs Wmiral von .Holtzenfarff kehrten, wie wir erfahren haben, faule Mittwoch, nachmittag aps dem Großen Hauptgnartier, wo sie an den Beratungen über die Antwortnote an Amerika teilgenommen haben, nach Berlin zurück. Tie Berattmgen sowohl im HMiptguartter, wie in Berlin sind abgeschlossen und die Ueberreickxung der Note an den amerikanischen Botschafter Herrn Gerard ist noch heute oder spätestens morgen zu ermatten. Tie Note umfaßt etwa acht bis zehn Seiten. Die „Vosstsck)e Zeitung" schreibt: Die Antwort an die amerikanische Regierung ist, wie wir hören, imnmefa fertiggestellt. Es fft ein recht' umfangreiches Schriftstück, das im Lause des heutigen Nachmittags, spätestens morgen vornstttag dem amerikanischen Boffchafter übergeben und dann auch sofott der Oeffern lickckeit milgeteilt werden .soll. Im Hinblick auf die Wichtigkest der Angelegenheit beabsichtigt, tvie wir ferner hören, der Reichskanzler Herr von Bethnrann Hollweg, persönlich dem Haushaltsausschuß des Reichstages die Erklärungen über unsere Beziehungen zn Amerika abzugeben, die Staatssekretär von Jagow am Dienstag angekundigt hat. Der rumänisch-bulgarische Handelsvertrag unterzeichnet. Sofia, 4. Mai. Es tvird bettchtet, die halbamtliche „Kam- baua" teilt mit, daß der rumänisch-bulgarische Handelsvertrag durck; den bulgarischen Gesandten in Bukarest und den rumänischen Finanzminifter Constautinecu gestern unterzeichnet wurde. Die Schtveizer Zuftchr. Bern, 4. Mai. Die „Neike Zistcher Zeitung" bemertt zu der Meldung, daß int Aufträge der schweizerischen Bundesbehörfa von der damit betrauten Londoner Firma bereits ffandiuaoische, griechische, spanffche und japanische Schiffe für die Zufuhr der Schweiz geckwrtert worden sind. Die Zufuhr von Getreide iit ungenügend. Die Hauptschwierigkeit besteh! in dem Mangel an Eisenbahnwagen in Frankreich, wo der Wagenmangel infolge des immer größeren Anwachsens der Einfuhr bald den höchsten Grad erreicht haben wird. Ein Kriegsausbruch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten wäre mst den größten Nachteilen für die schweizerische Lebensmittelversorgung verknüpft. Rnssische Brannttvcmsorgen. Stockholm, 4. Mai. Das Petersburger Städttfckx- Kuratorium lrenachrichtigte den Cbef des Petlwsbnrger Militärbezirks und den dortigen Polizestniffidenten, daß der Verbrauch von denaturiertem Spiritus und von S pir i Ins s ch n apS durch breite Ein wohn erschicküen allmählich den mcitefteit Umfang erreichen und nach Form und System streng rnganisiett ^ist. Dar denaturiette Spiritus wird als Schnaps twnvffen Das Sckmal>s- verbot wird durch! allerlei Findigkeiten inmmugen. Sv bezeichnet man versteckte Destillen ats Parsirmsabttken. Bekanntmachung. Betr.: Berkehr mit BerbrauchSzucker. Auf Grund der §§ 5 und 9 der Bekanntmachung de? Bundesrats vom 10. Avril 1916 betr. den Verkehr mit Verbrauchszucker wird für den Bezirk der Stadt Gießen folgendes bestimmt. § 1. Die Abgabe von Verbrauchszucker an Verbraucher lst nur gegen Vorzeigung der Auswciskartc zum Bezug von Brotmarkenheften der Stadt Giehen ge stattet. § 2. Die Überlassung der Auswciskarte an nicht zum Haushalt gehörige Personen ist verboten. Sie kann lue Einziehung der Karte zur Folge haben. Zuwiderhandlungen gegen dieseBestimmungen werden gemäb 819 der Bundesratsverordnung mit Gefängnis bts zu sechs Monaten, oder mit Geldstrafe bis zu fünszehntausend Mark bestraft. 8 4. Diese Vorschriften treten sofort in Kraft. hcn g Wrt» lOiß 3499 B 83. Gießen, den 3. Mai 1916. Ter Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für das Rechnungsjahr 1916 liegt vom 5. Mai an eine Woche zur Einsicht ber Interessenten auf dem Amtszimmer Unterzeichneter Bürgermeisterei offen. Zur Erhebung einer Umlage werden auch die Ausmärker herangezogcn. Mainzlar, den 4. Mai 1916. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. 3501 HsLzverfteigerrrttg in der Fürstlichen Dbcrförsterei Lich. Mittwoch, den 10. Mai, vormittags 9' ttbr, sollen aus den Distrikten Hard, Höler und Konzebühl versteigert werden: lLcheiter. Nm.: 31 Buchen. 12 Eichen (rund), 3 Nadelholz,- Knüvpel, Nm.: 46 Buchen, 113 Eichen. 12 Birken usw., 1 Linde, 3 Kiefern. 38 Fichten: Stöcke. Rm.: 69 Buchen. 79 Eichen, 1 Kiefern,- Reisholz-Wellen: 3864 Buchen. 1610 Eichen, 70 Birken, 160 Nadelholz. 116 Eichen-Gartenpsosten (2,2 Mir. lang) = 5.83 Fstm. ; 13 Eichen-Derbstangen (meist Deichseln) — 0,64 Fstm. Von diesem Holz werden blind versteigert: a) das Holz aus der Hard Muschenbeimer Weg), 8 Nm. Eichenstöcke Nachruf. In treuer Pflichterfüllung starben auf dem Felde der Ehre unsere treuen Mitglieder: Ludwig Simon 1. Vorsitzender Christian Henkel Ludwig Speier Wilhelm Wagner Ludwig Karber Heinrich Speier Ehre ihrem Andenken. 3490 Gesangverein Liederlranz Gdenhausen, Ureis Wetzlar. Fürs Vaterland starb den Heldentod unser liebes Mitglied Knüppel. 1 Rm. Buchen-Stöcke, 14 Buchcu-Welleu, lauter Anbruchholzl am Schluß der Versteigerung. Die Zusammenkunft ist am Holereck bei der Schuhhütte, alter Weg von Lich nach Garbentcich bei Ankunft an den Wald. __ [3496c Holzversteigernng Versteigert werden: Dienstag, den 9. Mai l. Mts. aus den Domanialwalddistrikren Zellnrvd 9, Schinders- köpf 23, Schiffenderg 30 u. 32, Benndc 33, Häuser born. 37, Rnckars 41, Brankiofsberg 42, MofUr- wicse 44 u. 45, Tcmvcl 47 u. 48 u. Büchenberg 58 der Forstwartei Bnunigarten: Stämme: .Kiefer 3. Kl. 2 St. - 0.68 Fstm., Fickte 3. Kl. 2 St. = 2,05 Fstm.: Derbstaugcu: Fichte 1. Kl. 19 St. --1,85 Fstm.: Nutzickciter Rm.: 63.6 Fichte <3Mtr. lg.): Nutzknüvvcl Nm.: 24 Fichte <3 Mtr. lg.): ferner Scheiter Nm.: 12.4 Buche 2. Kl., 2 Eiche 2 Kl., 2 Esche, 203,1 Kiefer, 48 Fichte. Knüppel Rm.: 4.2 Buche 2. Kl., 1.7 Eiche 2. Kl., l.2 Esche. 11 Kiefer. 5,7 Fichte: Reisig Wellen: 3240 Buche. 300 Eiche, 30 Esche, 1260 Kiefer, 3860 Fichte: Stöcke Rm.: 36,1 Buche, 10,5 Eiche, 1,5 Esche, 30.7 Kiefer, 148,6 Fichte. Beginn der Versteigerung vormittags 9 Uhr in dein Distrikt Temvel 48, an der Kreisstraße Gießen—Steinberg. Vorgezeigt wird nur das Holz in den Distrikten Zellnrod 9 u. Tempel 48. Weitere Auskunft erteilt Forst- wart Menges, Forsthaus Baumgarlen. Gießen, den 2. Mai 1916. [3491c Grohö. Obcrförftcrci Schiffenberg. isl fi Infanterie Regiment 116, 6. Kompagnie Ehre seinem Andenken! 3486 Gesangverein Germania und Mainzlar. wmmmmi 'urnbcrcw Danksagung. Samstag, den 6. Mai 191«, abends 9 Uhr, im Gasthaus „Zum Pfälzer Hof". Tagesordnung: Satzungsänderung. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. 3 MB Gießen, den 20. April 1916. Der Vorstand Nach wie vor unterhalte ich ein Lager von ca. 2000 Kilo Hanf-Bindfaden u. Kordel sortiert in verschiedenen Stärken und Wickelungen. LndwigLaaarus.Slessen Asterweg 53 [3147] Fernsprecher 505. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Mutter und Großmutter sagen wir hiermit allen herzlichsten Dank- Familie Hch. Rinn XVI. „ Fr. Rinn IIS. „ Lud. Lenz IV. „ Aug. Adolph Hcuchelheim, 3. Mai 1916. 3492 I 6 Zimmer [ LelleMeM.A. 6 Ainimerwobnung m. Zubehör ver 1. Juli od. früh, zu vermieten. Näh. Zigarren- gcschäft Sonntag. >3329 Pens. Minerva, Wetz!arer Weg 15 Bestemvfohlene vornehme Familien venu on. Schön möblierte Zimmer mit voller Pension zu vermiet. Vorzügliche Eflclie, eloktr. Licht, Kad. Telef. 819. 09217 5 Zimmer j 5-Zimmer-Wohnuna sofort zu vermieten. 3343 Badnhofftrahc 52 a. 2103] Ncuherger. 5-Z.-Wohn. sofort z.verm Blcichftr. 281. 4 Zimmer 27161 Schone 4-Zim.-Wobn. 2. Stock, zu vcrm. 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