rk.« vntt« Watt tägltch tml Ausnahme des Sonntags. Die „•fcfttttt* .^imitienbkälter' werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich deigelegt. das „Xreirblatt für den Kreis Stehen*' zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftljchen 5eit- frR-e«" erscheinen monatlich zweimal. M. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhejfen Samstag. 22. April Rotationsdrrick und Verlag der Brühl'scheii Universitäts - Buch- und SteindrucLerei. R. Lange. Gießen. Schriftleitung,Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul» straße?. Geschäftsstelle u.Verlag:^E51,Schrift» Leitung: ^^112. Lldresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Neuregelung der Zersenversorgmig. I!» den letzten Wochen hat sich ehre gewisse Knappheit an Serferi bemerkbar gemacht. Die Remerung hat daher dMch ern-e Regelunjg Ves Verkehrs mit Seife Vorsorge gc- ^oNEn. bag auch bei längerer Fortdauer des Krieges eine ^rerchende Versorgung, der Bevölkerung mit Waschmitteln l^ewahrlerstet bleibt. Der Verlaus von Waschmitteln darf nur noch geigen Vorlegung der Brotkarte in einem gewissen Im.^uge s tasttsindvn. Dadurch wird den Verbrauchern die »Mch^gerwe G-ewrßheit gegeben, daß einer Verschwendung oder Hnmfterung eines wichtigen Hilfsmittels zur Erhaltung vDnRerulrchkeit und Gesundheit vorgebeugt wird Die cherchunchrg-e Versorgung aller, die bereits bei den wichtiq- sten icayrungs- und Genußmitteln sich bewährt hat, iviro ewe N^rt^e Gewähr für erfolgreiches Durchhalten schaffen. Allerdings sollte sich jeder darüber klar sein, daß die Regelung KUgllerch erne Mahnung zur größten Sparsamkeit bei der Berwendsung von Seife bedeutet. Man sollte sich vor Augen halten, daß jedes- Pfund Fett, welches in den ^eisenreffel wandert, der Volksernährung entzogen wird. verseift wird, kann nicht gegessen wer- den! Schon tm Interesse unserer keineswegs überreich- lrchen Versorgung mixt Speisefetten wird mau daher der Ersparnis an Seife die ernsteste Aufmerksamkeit zuwenden 3}ir olk diejenigen Zwecke, für welche die Verwendung von Seife nicht unerläßlich ist, muß man zu Ersatzmitteln greisen, und muß z. B. grundsätzlich darauf verzichten, zur Reinigung vorr^ Fußböden, Möbeln, Haushaltungsgeräten, Geschirr usw. «Leise oder Seifenpulver zu verwenden. Für die Renngung aller dieser Gegenstände leisten Soda, Bleich- soda unid ähnliche Waschmittel gleich gute Dienste. Besonders sei auch darauf hingewiesen, daß die mechanische Reinigung durch Scheuerpulver, Bimsstein, erdigen Don, Sand und dergleichen in vielen Fällen völlig ausreicht. Unsere rührige Industrie, welche sich bisher schon den Erfordernissen des Krieges in so glänzender Weise angepaßt hat, ist imstande, auch auf diesem Gebiete eine ausreichende Versorgung des Publikums sicherzustellen. Soweit Seife oder Seifenpulver verwendet werden müssen, sollte dies mit größter Ueberlegung und Sparsamke it geschehen. Es wird heute noch vielfach in unver- Vttwortlrcher Weise Seife vergeudet. Dahin gehört vor allem die BernZendung unzweckmäßiger Seifemrapse zur Äufbewahriing von Gluckseife. Wenn die Seife dauernd in .der Misse liegt, wird sie weich und verschmiert sich zwecklos. Der Verbrauch wird dadurch ganz erheblich gesteigert. Es sollte also dafür Sorge getragen werden, daß alle Stückseifen, die sich im Verbrauch befinden, in Behältern aufbe- wahrt werden, welche durch einen Siebboden oder ähnliche Vorrichtungen ein leichtes Abtropfen der Flüssigkeit ermöglichen. Ber der Behandlung der Wäsche sollte bedacht we'r- derr, daß durck) überreichliches Einschmieren durchaus keine bessere Wirkung erzielt wird, als durch leichtes Bleichen init Seife. Die wissenschaftliche Erfahrung hat gezeigt, daß die Waschwirkung keineswegs mit der Serfenmenge wächst, sondern daß man auch mit weniger Seife, aber größerer Sorgfalt eine ausreichende Wirkung erzielen kann, wenn es sein muß. Bei der Verwendung von Seifenpulver schütte man nicht willkürlich den Inhalt der Paketchen in die Waschbrühe, sondern nehme die Wage zur Hilfe. Bei der Wäsch denke man auch stets daran, daß es eine vaterländische Pflicht ist, mit unseren Wäschvorräten hans- Aichalten imb durch schonende Behandlung einem vorschnellen Verschleiß derselben vorzubeugen. Je schärfer die nngewendeten Waschmittel sind, umso vorsichtiger muß die WHche behandelt werden. Uebermäßiges Reiben uni> zu 'langes Kochen sind vom Uebel; bei Wollwäsch sollte Kochen überhaupt vermieden werden, mrd lediglich lauwarmes Wasser zur Verwendung kommen. Bedauerlicherweise ist in den letzten Monaten voll vielen Haushaltungen Seife in größeren Mengen gehamstert worden. Das vaterländisch Interesse verlangt,'daß diese Seifenvorräte in sparsamster und zweckmäßigster Weise auf- gebraucht werden. Vor allem ist es für jeden, der Vorräte aufgespeichert hat, moralisch Pflicht, solange seine Vorräte bei sparsamer Verwendung reichen, keinen Gebrauch voll dem eben zugestandenen Bezugsrecht zu machen. Endlich möge auch darauf hingewiesen werden, daß die durch die Verhältnisse gebotene Einschränkung des Seifenverbrauchs keinerlei gesundheitlich Gefahren mit sich bringt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß den Forderungen der Gesundheitspflege durch einen erheblich geringeren reifen auswand genügt werden kann, als er bisher üblich war. Die Regierung hat, ehe sie sich zu der erfolgten Regelung des Seifenverbrauches entschlossen hat, beir Rat hervorragender Sachverständiger eingeholt, welche einstimlnig bekundet haben, daß auf her durch die neue Verbranchs- regelung geschaffenen Grundlage eine Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung ohne Schivieri gleiten möglich ist. Bekannt ist ja auch, daß in vielen Fällen die gut gepflegte Haut lediglich auf die Behandlung mit warnrem Wasser an Stelle von Seife zurückzufiihren ist. Es sei noch darauf h-ingewieseu, daß die sogenannten medizinischen Seifen ebenfalls in die Verkehrsregelung einbezogen und im Sinne der Bekanntmachung als Toiletteseifen anzusehen sind. Die Seifenabgabe darf nur gegen Vorlegung der für die vierte volle Monatswoche bestimmten Brotkarte erfolgen. MrehLrche AsHrrehLsrr« Lvaugelrjche örememoe. 1. D ft e v t c i e i i a o , ö e n _'3. Apri l. Kollekte für die Kirchenkasse. Gottesdienst. In der SLadttirche. Vormittags 9'/* Uhr: Pfarrer 8 cb iu n b e. Vormittags 11 Uhr: Kmderkirche für Matthäus- und Atarkus- gemeinde aemeinsn'n. Piarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pkarrassistout öoffmnuu. 3n der Johanneskirche. Vormittags 9 l / ? Uhr: Pfarrer Ausfel d. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde. Pfarrer A u s f e l d. Abends 6 Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i in e r. Im Anschluß hieran Beichte für das heilige Abendmahl am zweiten Osterfeiertage. 2. O sterfeiertag, de u 2 4. April. Kollekte für die Armen. In der Ltadtkicche. Vormittags 9b, Uhr : Pfarrer Ai a h r. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Matlhausgeineiude. Die Konfirmation findet am Sonntag Quasnnodogeniti patt, in Verbindung bannt Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer M a h r. In der Johannestirche. Vormittags 9^ Uhr: Konfirmation der Kinder aus der ^ukas- gcrneiude. Feier des heiligen Abeudiiiahls. ' „ Pfarrer Bechtolsheim er Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfir- maiideu aus der Iohannesgemeinde. Die Konfirmation findet am Sonntag Qnailniodogemtt statt,' in Derbiudimg damit Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer A u s f e l d Abcnds 6 Uhr: Pfarrer Ausscld. ' Uathslische Gemeittde. Gottesdienst. * S a iii s t a g , den z2. Avril: Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 23. April, O st e r - S o u n t a g : Voruiittags 6 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. „ 7 „ Hl. Messe. „ 8 „ Austeililug der hl. Kommunion. „ 9 „ Hochamt mit Predigt. „ 1 1 Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags 2 Uhr: Feierliche Vesper mit Segen. Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Montag, den 24. April, O st e r - M o n t a g. Vormittags 6*/, Uhr: Gelegenheit zur hl. Beizte. , 7 Hl. Messe. » 8 „ Austeilung der hl. Kommunion. „ 9 „ Hochamt mit Predigt. /, 11 „ Heil. Messe mit Predigt. Militärgotttesdienst. Nach,nittags 2 Uhr: Fest-Andacht mit Segen. Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht. Diasysra-Aüttezdienst. A in O it e r - <2 o n u t a q : In Lich 9 1 /, Uhr. A in O st e r - M o n 1 a g: In Grüubcrg 97, Uhr. In Hungen 97z Uhr. Israeüüjche Nesigionägemeittde. Gstterdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Montag, Den 24 und Diei;öiag, den 25. April 1916 : P a s s a h f e st - E n d e. 7. Tag. Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.39 Uhr. Predigt. 8. Tag. Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens : 8.30 Uhr. Abends : 7.50 und 8.25 Uhr. Israelitische ReÜgionsgeseüschaft. * Gottesdirnst. Montag, den 24. und Dienstag, den 25. April 1916: Passahfest-Ende. 1. Tag.: Vorabend 7.25 Uhr. Morgens 8.06 Uhr, nachmittags 4.06 Uhr. 2. Tag: Vorabend 8.25 Uhr. Morgens 8.06, nachmittags 4.66 Uhr. Festesausgang 6.25 Uhr. M eteorologische B eobachtu ngen der Station Gietzen. Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg: 1. Querfeierlag, den 23. April, vormittags 10 Uhr. (Heil. Abendmahl für Staufenberg.) Nachmittags 17, Uhr. 2. Osterfeiertag, den 24. April, vormittags 10 Uhr. Mainzlar: 2. Osterieiertag, den 24. Aprtt,^ vormittags ^9^ Uhr. (Hl. Abendmahl.) Pfarrer Büchner-Treis a. d. Lda. 9 Bew. Himmel 10 I Bed. Himmel 7 i Bew. I !■ I , Höchste Temperatur am 20. bis 21. April 1916: 4~ 11,2« 0. Niedrigste „ „ 20. „ - Niederschlag 0,6 mm. 21 . 1916: 1,4*0. , Setten frage für Gesunde und Kranke? Ist am besten gelost, wenn die unter D. R.-G.-M. Nr. 420 684 und D. R.-G.-M. Nr, 420 685 der Möbel- und Bet t sabrrkTh. Bruck, Gießen, Ecke Sch l o ß g a s s e—K a n z- leiberg, patentamtlich geschützten S v r u n g f e d e r- M a - tratzen „Unerreicht beanem" und dreiteilige Auslage-Ma- * r a ^ o v t a b i l", die seit Jahren eingeführt und auss vorzugltchste bervahrt, gekauft werden. Alle Klagen über knarrende eiserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager hören auf. 392a Rttttst nnd LVrssenschttft. — Goethe und Frau von Staöl. (Zum 150. Ge- buttstug der Frau von x <^taet am 22. dlpril.) Es ist ein merk- 'würdiger Zufall, daß die 150. Wiederkehr des Geburtstages der Fvcru von Staöl anr 22. Aprils— gerade in eine Zeit fällt, in ider das Unverständnis der offiztelleu Franzvsen deutschem Wesen gegenüber den Hüchstpunkt erveicht zu haben scheint. Mau kann es in diesen Tagen nicht unterlassen, daraus aufmerksani zu machen, wie viele innere und äußere Zusammenhänge diese geistig so hoch- stehende Frau mit Deutschland und 'deutscher Kultur verbanden. 2lls sie in der politisch bewegtesten und für. die Sicherheit ihrer Person kritischsten Zeit ihres Lebens ans Paris aus gewiesen wurde, entschied sie sich für dwr 2lufenthalt in Deutschland, um, wie sie cs namtte, „der Impertinenz, die Frankreich zu imterj-ochen be- ginne, den wohlwollendest Empfang alter Dynastien gegenüber zu stellen". Das Buch, das sie ihrem Aufenthalte und ihrer Kenntnis von Deutschland widutete — sie hat es erst später, in England, abgeschlossen — hat bekanntlich die widersprechendsten Bewettungen ersahreu. Ter Frau, die als Tochter eines berühmten Mamies und als Kind einer gewaltigen Zeit geboren wurde, war es vor: Jugend cm vergönnt, den Größten ihres Jahrhunderts nahe nt kommen. Voltaire und Miraboan, Turgot und Napoleon fannte sie, und als sie nach Dentschlaud und seiner damaligen geistigen Zentrale, nach Weimar kam, nannte sie es in einem Briefe an Goethe ihren ersten Wunsch in Deutschland, ihn kennen zu lernen. Schiller hatte sie Goethe, ber bei ihrer Ankunft in Weimar anwesend war, anziehend geschildert: „Frau von Stadl wird Ihnen völlig so erscheinen, wie Sie a priori schon konstruiert haben roerden: es ist alles aus einem Stück und keim fremder, falsch-er und pathologischer Zug in ihr. Dies macht, daß man sich trotz des immensen Abstandes der Naturen und Denkroeisen voll- kommen wohl bei ihr findet, daß man alles von ihr hören und ihr alles sagen mag... Ihr Naturell und ihr (Vefi'thl sind besser als ihre Metaphysik, und ihr schütter Verstand erhebt sich zu einem g-enialischen Vermögeit.. . Sie ersahen aus diesen paar Watten, daß die Klarheit, Eittschiedenheit und geistreiche Lebhaftigkeit ihrer Natur nicht anders als wohltätig wirken können. Das einzig lästige ist die ganz ungewöhnliche Fertigkeit ihrer Zunge, man muß sich gauz in ein Gehörorgan verwandeln, uni ihr folgen zu können." Eiue für beide Seitm gleich ersprießliche Bekanntschaft lomtte sich schvit aus dem Gruttde nicht entwickeln, weil Goethe den Zeitareignisseit kühl gegeruiberstaud, die Frau dort Staöl im tiefsten Wesen erschüttert umb auf eine ganz andere Lebensbahn als eine ilw scheinbar ursprünglich bestimmte geschleudert hatten. Verehrung und äußerste Wettschätzung hatten jedenfalls beide fltr einander. Noch tm kühlen Staatsmanne glaubte Frmt von ^tael das Ideal ihres über alles^ geliebten Werther sthen zu müfien, thm selber mußte sie wie eine Abgesandte jener Kulturspyare.erfchetnen, deren reichen Auvegungen er stets dankbar gedachte. Mehr Wärme als Goethe, der sich damals in 2 UC r r o? r f r ^ tcn Perioden seines Lebens befand, durfte sie von Karl August entgegennehmcn, dessen höchste Freitde es war, als er sie mit der Herzogin befreimdet sah. Für sie hatte Frau: von tael grenzeulose Verehrung: „Ich bete Sie an," schrieb sie ihr einmal, „als die adeltgste Persönlichkeit, die ich je kennen lernte, Mr, o t br^ E tu druck wird bis zu meinem Tode itt ntir wach bletbem Welcher Begeisterung sie fähig war, das zeigen verschic- ^eue -ictte ihres Buches über Deutschland: aber die schönsten, wertvollsten und über Fratr von Staels Wesen aufschlußreichsten sind die großen Abschnitte über Goethe imb seine Werke, bk jtc kannte, wie wenige seiner Zeitgenossen. — Berliner Shakespeare-Feier vor 100 Iah- r e n. Auch vor 100 Jahren hat mau in Berlin den 23. April, Sha espeares 200iährigen Todestag, feftlick,. begangen, als ob der Dichter einer der unsrtgcn wäre. Die Berliner General-Jntendan- tur ^der Komglrchen Schauspiele hatte damals gerade dcm Schau- fpte^cr Puts ^llexattder Wolfs, nach Goethes Worten dcsse2t eüt- z-tgen eigeulltchcu Schüler, engagiert und richtete es so ein daß dieses nettgewvmtene Mitglied au jemmr Tage zuerst, und zwar als auftrat. Wtc aus der ,-8ossischen Zeitung" vonr 25. Aprll 1816 zu er)d>en ist, wurde zum Eingang eite Prolog ge sprach m imb zwar ,,ganz rn dem Geiste, der ihn gedichtet hatte, und worin vorzüglich du Stelle wülkontmen wirr, daß wie England selbst so auch Englaitds, Zterde Shakespeare ursprünglich deutscher Abstammung und folglich er und seine Sah,ätze als deutsches Eigentum 5?Ulvhen und zu genießen sey." Ob diese Feier unserem heutigen entsprochen haben würde ist allerdings zweifelhaft. Der Berichterstatter lobte zwar den Hamlet des .Harrt: Wolff und « n- Polonius-Tarsteller nach,, er erinnere an Ifftand, der dte Rolle geschaffen habe und von dem selbst Engländer be- ttu^ten, tu ihrem Vaterlande loerde seine Leistung nickst erreicht Tock^ rügte er an den anderen Schauspielern, daß sie sich sinnlose Verrenkungen der Verse erlaubten. Auch verunßtc er „am Sckstussc da mau un .Hintergründe auf Molken gettaget: Sbakesw-are die goldene Lerer tn der Haitd mtd vott Malpomme und Tlwlia mit dkin Sternen kränze gekrönt" sehen koimte, die Klänge v?r .Harmonika, die „eine würdige Beglertmig des überraschenden Anblicks gewesen »oareii". Auf unser ntodentes Publikum^ loürde eine der'- arttge ^arbtttung weniger weil>evoll als erheiternd ivirkeu in danraliger Zeit wird sie ihrer: Zweck sicher nicht verfehlt habrm. - f r J 0 ' ^ 1 ^ ^ j e ß? ^ h lock. Das Heraus schm eiden ernes Stuckes Fletsch aus dem lebender: Menschen infolge einer Wette, etnes Versprechens, einer Schuldverschreibung findet sich in der Literatur versckuedener Völker, das älteste Beispiet dürfte ioohl in indischen Drama .Harrsoandra der Tugendhafte", das den: 12. Jahrhundert angehort, Vorkommen. Doch allgemein bekannt ist alleti: Shylocks Vertrag mit Antonio im „Kaufmann von Ve- nedrg , und der Shakespeares che ohglock ist uns das Musterbild des zugleich habgterrgen wie rachsüchtigen Juden guvordet: Ta ist 6anz^ besonders überraschertd, zu hören, daß bei dem Prozeß kwr Shaiespeare vermutlich als Vorlage gedient hat, dar Jude der nrcht der handelnde- Teil gewesen ist. In Gregor:io chföen Sixtiis 7. wtrd^öie folgende Geschichte erzählt, die A. Sulzbach nach Schudts ,Jüd. Detisivürdigkeiter: als 'chseiner „Bilder aus der lüdischeii Vergangenheit" wied"''- gibt, und dre hier, rn großen Umrissen folgen möge. Der reiche Kaufmann Seechi m Rom hat chm Jahre 1586 die Nachricht von der Croberimg von San ^omrugo durch Franz Dratt erhalte'!- teilt su dem indischen Mufniann Simon Coneda nüt" stößt aber be: chm auf hartnäckigen Anglauben, der schließlich in den Worten zum Ausdruck kommt: „Ich ^ill ein Pfund von meinem LK verwetten, daß dieses nicht.wahr ist." 'Sekchi setzt dagev" 1000 Scudi, vor zwm Zeugen, eurem Christen und einem lJ>V ptrb dre Wette chrrfttich, gemacht. Nock vor Wlauf von drei Monaten wird dre Nachricht bestätigt. Seechi .vill Durch Au" sckstrerden des Pfundes Fletsch an einer gefährlichen Stelle' den n: Lebcmsgefahr bringen. Dieser poendet sich an den (tzou- Ä CU L^S' ^ bcr ’f r i tte ' Seochi zu befehlen, als Eritgeld 00 ^cudl atizunehmeu. Es nun der Gviivevrteur die Sackte ^dabft Sixttts V. gebracht hatte, erklärt dieser, der Wette müsst ab^ cr lagt zu SE: ..Gebt öicrbei Ll AZ: ^oun lvosern Ihr mir ein einziges Quint- !u!?. ^emg schneiden werdet, müßt Ihr ohne ein - tac ^ Ö ? 9 2 t ^^ielbc, was Shakespeares kluger und gerechter Richter sagt. Beide tvollet: nun zufrieden sein wenn ^uan den gesch.rrebenerr Zettel zerreiße". Aber jetzt zieht der ,ie ^werden ins Gefängnis geführt, auch ^ ^vtschnildigungen des Gouverneurs scheint der Papst nickt - l Hl?Ä C,n i lm ? iIrncn ~ aU Mörder mrd Selbstmörder rr J ^oöen abgesprochetr. Mer Sixtus, der nur hatte schr'ckeir wollen, begnadigt sie zuerst zur Galeere, trud als ihnen schon die Ketten angelegt sverden sollten, wurde ihneri au:1 diese Strafe erlassen gegen erne Spende von 2000 Scudi, die jeder zn dem angefangerren Bau des Hospitals di Ponte Sisto gab. Ties erste Beispiel, daß Sixtus eui gesprochenes Urteil milderte, dürfte uwkl allgcmeni schnell beFaiutt geloordeir sein; als Quettc ftir Shakespeare dürfen lmr wohl Leti ansehen. 4 Filialen in Olessea, Bahnhofstras 3 c 58 Nümbsre, Fleischbrticke 3 Fftrlh, Weinstrasse 2 Erlangen, Hauptstrasse 58 Ansberg, Krambrücke C 1 Wirsburg, Markt 10 Schwaicfnrl, Markt 10 Aschaffonbnrg, LAndingstr. e Fulda, Mittelstrasso 6. 30?6a Unsere gs*®sse Leistungsfähigkeit hevwährt sich auch wähnend des Krieges »oachf^n Mc nnsei'O Fcnwter! Probieren Säe nnacre Qoftü'iUeni Ödst- ii. Gartenbauverein Gießen Der Vorsteher des agrikultnrchemischen Laboratoriums der Laudes-Urn versität, Herr Professor Kleberger, hat unseren Verein cingeladcn zu einer Besichtigung seiner Pflanzungen und Anlagen für Gemüseknltur. Ich mache daraus aufmerksam, daß uns bei dieser Gelegenheit reiche Belehrung zu teil werden wird für die in jetziger Zeit so wichtige und notwendige Ausdehnung des Gemüsebaues. Deshalb richte ich an unsere Mitglieder und alle Freunde des Gartenbaues die dringende Bitte, sich an dieser Besichtigung zu beteiligen. Zusammenkunft: Dienstag, den 25. April, nachm. 3'/, Uhr beim Bahnübergang am Schiffeuberger Weg. 3240 O Um zahlreiches Erscheinen bittet: Der Vorsitzende Simon. Photographische Apparate im Preise von: P/Sk. 8.— 21 — 23 — 25 .— 27 — 28 — 30 .— 35 .— 40 .— 47 .— 50 .— 60 .— 70 .— 80 .— 90 .— 100 .— usw. in allen Größen. Io Rot!-und Packfllm Neu ! Unentbehrlich für jede Dame Neu! welche sich ihre Garderobe selbst anfertigen will, ist das f'ieue Universal - Schnittmuster-Album Mittelst dieses Schnittmuster-Albums ist jede Dame in der La ne, auch ohne jegliche Vorkenntnis. nach kurzer Anweisung icde Garderobe, vom kleinsten Kind bis zur stärksten Person, zuzuschneiden. Ucbeutvifft dähcr in jeder Hinsicht jede bis jetzt in den Handel gebrachte Znschneide-Methode. Um nun jede Dame mit den Vorteilen des neuen Schnittmuster-Albums ^Fix und fertig fiir Alle'" bekannt zu machen, findet am Donnerstag, den 27. April, von 2—4 Uhr, in meiner Wohnung Scltcrsweg 38 fiu gänzliÄ HHciitncltlirfier WMA-KsrsuS stau und erlaube mir ganz ergebenst, die Damen zu diesem Kursus sreundlichst cinzuladeu. ML- Aumelduugc» vorher erbeten'. "M? Um recht rege Teilnahme an diesem gänzlich kostenfreien Kursus bittend, zeichnet mit aller Hochachtung 00122 Fra’ii A»nckcr. habe großes Lager, so- dafi ich jedes Quantum abgeben Kann. 3164a Medizinal-Drogerie zum Kraozplatz K^euzpSatz S Otto Wintarhoff KreuzpJatz K Wir bringen unser Lager in = Fahrrädern sowie einige Fahrräder anderer Marke die wir durch günstigen Eintauf billig abgeben können, in empsehleude Erinnerung. Anssltllvilg Liiüsiilülie 2 i> Verkauf AliccstrÄ E 5 Göbcl -L Appel 3100 Geflügel u. Bogelzuchwerem Gießen und Umgegend 18ll7. 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