Hr. 97 ZDsüeL Vlaü Erschein! tLgstch mit Ausnahme des Sonntags. Die ..«letzener ^mikcdlSiter" werden dem r&nAfiqer* utermctl wöchentlich beigelegt, das „Uttirblatt Mr den Areis Gieheu" zweimal wöchentlich. Die ..LandwirrrchchNichen Zeit- ttn-en" erscheinen monatlich zwennal. h> 6 . Zahrgaug Sensral-Anzeiger für Gderheffen Mittwoch. 26. April M6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» Universitäts - Buch- und Steindrnckereu R. Lange, Gießen. Schriftleitung,Geschäftsstelle n.Druckerei: Schul« straße?. Geschäftsstelle u.Berlag:d^5l,Schrift- leitung: e^®112. Adresie für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Sie Zustände in dem französischen Gefangenenlager Blaye fim Departement Gironde in Südfrankreich, an der atlan- in eincm Drivatbrief fre§ stuä. theol. S. Di. aus Hechmgen geschildert, der von den « Sechingcn erscheinenden „Hohenzollerischen Blättern" mit b r - f9L Kriegsministeriums abgedruckt tlöreu, und in Blähe auch Gefangene unter- gebracht, die m Gießen ihren Wohnsitz haben, und darum wird die nachstehende Schilderung, die uns wieder einmal so recht den Gegensatz zwischen deutsch und französisch erhellt von doppeltem Interesse sein. Stud. L. R. schreibt' b l m verlassen ch-.be (28. Jan. w ' lTÖ ^ d^lrcke erleuchtet mit drei Stallaternen ^dia natu^rch nur grade soviel 5)eltigkeit verbreiten, daß man mnander S rre . ulLt *. lesen oder schreiben oder Kartenspielen will muß s«h ern eigenes Liebt beschaffen. In der: Baracken i-nh cs„r, ffÄÄ und ein CÄJÄ • s?cr»t ^ud zweireihig, eine Reihe an der Erd"' die andre rn der Hohe von 2 Meter über der Erde und Z m ,& einige turnerische Fertigkeit haberk. um da hinauf klettern M können. Auf dreien Holzpritschjeu liegen die Strohsäcke die nnt einer Mane gestillt such, die früher einmal Sttoh gewesen .^^ann. jetzt aber nur noch Staub und Häcksel ist. Jede/Mann ^^^^luoUack etwa 50 Zentimeter Platz (80 Zentimeter haben) urrd man kann sich da also nicht allzu breit ^&nh e etwas niedriger sind wst i)aben es dre Franzosen für unnötig gehalten Köpft rollen od^Kopfferle zu liefern. Es kommt auch tot S' näßt« eine Maus scher den Stvohsack man aber boZÄt n,! * ^ E im, 16 Monaten, big jaj nt Gefangenschaft war. nicht ern ernzrgesmal erlebt daß ^tmnä -Janfc Schonen auch zu den Barackenmöbeln. Da es verboten ist andern zu gehen ttroy des Wachpostens an nEl^ mcht altzu viel Raum. um j^zier^ li ^*5***- 9W*m der Baracke sind eüriqe Fäffer ausaastvll't n-fif < ^ rwiT Das ist die Wa^legocheft aber f onL*!S .^SrlWrr. Zum Wäschewaschen ist ein be- S£fe rIl #J md * u kleiner Platz vorhanden Mit richtch- ^Ä^E^ig lerne große S-ektanhert in Frankr/w/ J^s^lertung werden die Fässer einmal am Ta« Wasserwag-ens gefüllt. Das Wasser reicht damr ^ die übwigeZ^ aurDrge muß^n ebeu ohne Waffer auskommen. Serfe arbts alle 4 Warben nn Stuck halpsognoß wie eine Streichhosischacbtel. Hindttichcil Eine bedeutsame verbessrrnng der «öntgenbeftrahlung. 1 >en lmb Geschoßsplittern inr menschlichen Körper S ^ Röntg^rftrahken in dem durch den Krieg io autzerordentlrch gesteigerten müitärärztlöcks^n Wirken eine ber- stE^b^i ^ WÄltigfeit der Vecweirdung von Röntgen- ^ ^brwmchmrgen Tnannrgsvchster Art ist so groß Mid die B^wendnng der Besttahlung h^ite bereits sv vielseitig verbreitet WrtMv Sl2! Frosze Zahl wn Behandlungsarten ohne die Dieser Wissenschast überhaupt nicht mcln vvrMstellen vermag, ^arum muß den Verbesserungen, die in rnngster Zert und den Anlorderimgen des Krieges eictsprechkmd au L^führt wurden, eine nicht hoch ^.g Zi schätzende Bedeutsamkeit zugespvochen werden. Die neueste Ver- ^sserung rn der Konstruktion von Röntgenröhren, die von dem ^pzrger Forscher ^r. Lilienfeld stammt, überttifft alle bisher b^mnlt^ irnd rm Gebrauch beftndlick-en Röntgenröhren ganz aiißer an Leisttingsfahigkeit. Wie bekannt, besteht der Haupt- Mitzen der RoTttgeustrahleii in ihrer Eigenschaft, Körper, die für das ^wohnlrck^ Auge undurchdringbar sind, zu öurchleuchtwi und I? ifef 11 ^b^rchltchen Körper von größerer Dichttgkeit als Schattenbilder £^ mi ^y 0X ' tTt rr ^ y& lxr )' ! ' gibts eine verhältnismäßig Mte Suppe aus Kartoffeln und Stockfisch. Manches l-at mau da essen gelernt was man in Deutschland in Friedms^itZ kaum den Schweinen vorzusetzen wagt. Abends um 5 Uhr gibts daun dieselbe Suppe, ober Milchreis (für 10 Mann 1 Liter Milch') oder 3-gesottene Kartoneln und 1 Oelsardine. Das Essen ist insofern uiteressant, als es zu den treffendsten, manchmal nicht ^rade appetiterregciweii Beinerkungfen und Witzeii von seiten >vt «ngibt. Dreimal am Tage (um 7 Mm 12 uL und^> Uhr) i,t Appell uiid großes 'Abzählen, was den^Franzosen manchmal ungeheuere Schwierigkeiten bereitet. Es kommt sogar Vor, daß ein Mann zuviel gezählt wird. — Das Essen ist seit derselbe Kück^ZZ-s^^^^-^ besst.,.- geworden. Da wurde nämlich laan - l ' C lm deutschen Kriegsgefangene^ TiniZ ^ d -r im L% eti tmx c§ manchmal über- genießen, heißes Waffer und ein paar Kartoffeln Don bauschen Kameraden in ziemlich be- ^edlgender Werst besorgt., T eg eb lldete Leitte. Im übrigen sind die mrfsrchtsührende'i franzoistchen Korporale das denkbar übelste Material, was c's dum.n, schmutzig, unanständig, roh, oft betrunken und natüw Uch nach Kräften bemüht, den „boches" >das ist der landläusiae TtrtJ!* crns auszuwischen. Ich erinnere mich natürlich auch gerne einiger gebckdeter, hochanständiger Exemplare ^ie WackMannschaften sind größtenteils alte, gebrechliche, teilweise sogar ^^"^om ältesten Landsturm, die vstlfach vol tändch g^chgultig. manchmal ,ogar wohlwolleud den Terttschen aeamt verhalten. Von Disziplin und militärischem Dienst keine or Arbeiten muß jeder, der einigermaßen krieckrm kann Die tn Gruppen morgens um 7 llhr in der ? Q 1 ^ Aminen um 1 / 2 II Uhr imeder. Tann gehts , m 1 w ieder l os, bis 5 Uhr. Die ständigen Arbeitsgruppen (es -r kein Kopi- hangen u,w. aufkammen. »lusnahnisweise waren in Blaiie &* M«sikmstrmnmt°. Theaterv-rjtellung n'nü(. ÄaM 1 „H nbet das nur m tmmigcu Lagern. Auf einen Punkt mutz ■a J- 0d '- ^‘1. spachen kommen, der auch sehr im araen M - bat Behandlung. Es gibt ein Hospital innerhalb der F-stung, oder um Mich des deutschen militärischen Mshrucks zu bedienen, eme Nevierkrankenitube. Tahin wird aber nur aeb-acht wer mmdestens.40 Grad Fieber hat. Es fJ an allZ BZaL ^eln. Arzneien gibts überhaupt kaum. Ein Mann, oer Hals- weh hat, oder wnst über. Schmerzen klagt, die der Arzt nicht -ein- anerkennen kann oder anerkenn-eii will, wird nri. acht ~ afl en JSnfvn (Geraugms) besttaft. Diese Gesänguishaft bei verminderter .Kost, jeden Tag 6 Stunden Ererziermarick au' ^rm Rucken einer, mit Steinen gefüllten Dornisttr tzägt' mtüzfä nnl& ^ rb€nn ! g heä Gesundheitszustandes bei. Man muß ,ich überhaupt wundern, daß bei diesen ganz mangelbaften wnitaren und hygienischen Verhältnissen so wenig Krankheitsfälle Vorkommen Auch die Abortanlagen sind durchaus ungenügend Schmutz, Schmutz und nochmals Schmutt ist die Erkennnng^inarke w (Tr“? % sehen, durch die sogar dre Elektrische fährt ab-'r derAusdruck „Polnische Wirtschaft" ist zu schade dafttt - - Krfegs&riefe am bm Gsterr. S °n unserem Kum Ostheere entsandten Kriegsb^ichterstatk» (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verLoteu.) Wegelosigkeit. Ostfront, Mitte Aprll. Spannung, dies geheimnisvolle Schwingerc, das die ganz« Front durchlauft, wenn der Sturm einer großen geschlossenen Kampchandluiig beginnt, ist längst gewichen. Das Antasten unst^r Front bet Dunaourg, am Narocz-Lee. an. Serwetsch-Back bat berlffct 1 1 &p« C hr UtIi ^' Ä kennzcick-iele es der deutsche Heeres- berrcht. Neben dem Wunsch, den Bundesgenossen eine Fortdauer u?t-?n!^w!^^te" Oftensive vorzutäuschm, mag bei diesen Einzel- Unternehmungen r'.e Hoffnung, an dieser oder jener Stelle die ^...unhaltbarer werdende Lage der bei bec'sShmmi bS Semegungöfnefleö nicht srer gewählten, sondern aufgezchungeneN ?brbefsern, bestimmend gewesen sein. Wer die Weaeoer- haltniste nt den polnischen, litauischen, wolhttnischen Gebieten durch dre die ^imen gehen, auch nur oberflächlich kennt, wnß daß ^ ^- r Frühlingsschmelze zu größeren Operationen Die Wege und Straßen,, die bis 1'Meter tief gefroren waren K"' auch m pen tieferen Schichten aufzutauen. Tie ob-re Schicht .st sckwn laugst vom Morast nicht mehr zu unter scheiden und levtm Lagen, die der. Rädern noch ZuZ'Statt mit hu mit 9l '°^ m Aufwand von Arbeit ^"Selegt waren, sangen an, langsam zu versinken weil der (^uich, auf dem sre errichtet wurden, sich zu diesenchmZ^üZi- MM Brei auftöst, dm in solcher Beftklvnrm«iheit nur der russische erzeugen kann. Wir kaben uns auf diesen instand mit L den Mttttln und Mittelchen, ^bereitet, es ist rn den Monaten, da es noch möchch war, rn lden deutschen und österreichischen Armeen mit unermüdlrch-r Ich habe die WrnterarbL der d^ Oiterrerch-ungarilchen Truppen von Luck bis zum Ri- Bon dem ungarischen Honvedregftnent, Sumpfen von Rowno Knüppeldänrme .._ p AN 'zu durch^uchtentZr KörZrs Seh^'Lchenr^ Körperteile müssen mrt Verwendung von sehr barten Röbr?n bei geringer dichten Gewelxm genügen Wender barte Röhren. Daher war nmn bis jetzt gezwungen eine ganZ verschieden smarter Röhren zur Berftichmg zu habenO^ch dieselben zu »vechselu, um die verschiedene-ir Partien dos .Körpers cnl! and bestrahlen zu können Auch änd.nie do^ ber der Härtegrad der bisherigen Rölur,^ mit hrr Zeit innerhalb tev Ä ^ unv Gase frei iverden läßt. Eine zu hotte Strorn.- belastung ließ also die Röhren bald weicher iverden, während eine eine Sttngmmg deZHäZ^zu^tge^^Chatte ^re hingegen fyd alle diese Nacht-eike so gut wie c.besteht in einembesonderen^h^z. ber m Form der m unseren Glühlampen üblichen M§atl s^t ^ €g l' leber glüherche Körper Kattwderi^^ien a.is- sendet. üurch Steigerung oder Verminderung der Stromstärke sttahlen ein und derselben Röhre nach Belieben ^-chernander/ harftn oder weicher machen. Es genügt aEo an Stelle der bisherrs/en zahlrmcherr Röhren mit verschiedenen Härtegraden mü einzustellende Röhre, cheich lvwohl lyarter nne weicher Gewebe n.it gtetyq gutem Ersiolge vorgenommeu worden können. Auch die ^fbvite anRötttgenstrMen ist bei der neuen Röhre viel größer und ihre ^ensdauor ist darum höher, da sie ^on^r bekEter- Mö^lich-ttft^E^ Glühfadens abhängt. Die M^lrchkeit, die Stvvmstarke nach Belieben einzustellen gestattet erne getraue Dosierung der Strahlung zir erreichen' .md ibre S^^etn- Fachkreisen ist man der Ansicht ^ E ^ bit.ere Verbesserungen der geschilderten Lilienfelb-Röbre dar/, fühöm körrnterp die Härte der Strahlen in einem solcher. Maß? bvkttr der Front bei Postcuvtt ihre Zemeiitfabrik eingerichtet hatten, waren überall geradezu erstaunliche Leistungen -, Berliner Theater b rief.- FranZjWerfelsBe- -rb-rtuug i>tr „Etociuntöt" im sVffingtäegt/r Berlrn wird uns geschrieben.- Die Frage ob cs lmferrm und 2tusdrucksvermögeu eiitchrucht di^ ünd Rönrer auf lZ Theattr- zwanzigsten Jahrhunderts zu bringen, und ob ilnferV-er- . 0E.ttchwönnsche Dramendichtung dadurch ir? BuhnEnst in richtiger BLeise gehobZ >oi.d ^ um ^ r das Stterbolgekt entgegenge^i'mMeinir u - ^ Z fernen Theater mögttch cht, wiMirlhche Nnvgestalttrng sichtbar unv.yvrvar lederchtg werden M laffen, l>at DLax Rellittardt mit Oedipi^-Iiiszenieruiig bewiesen, die sich, im Laust ^ Wiederholung von neuem in ihrer Stärke ^haupttt hat. Darum war man geneigt, einem ähnlichen Versuch E günstiger Spaimüng entge-genZ-usehen. Wer aber in der schm. Interesse ern«Em AiiffMnmg ^r ^ ^ Lchssint^a-ter eine Ä^mt^Wtt- kbunenchaubte, muß die llvaufführung MN S^nn- w«id al^ eme leist Eitttäustluurg empfunstm !»rben 'Atlerdft,.^ mocht e ^>^oemmen" mit dem „Oedipus" insofern uicin zu ver- ^ Sophokles unserem menschlich^ Em- ^MEiAchper. Verständnis tote™! näter l£I^\‘ a iLZ a ^ Guripides. ^wtzdem kann man behmu»ten daß Ai^bEr und D^jtoller mehr hätter. geben kömreu ols^man im LeffingthEr empftng. Fran^ Wer fel der di^ ^ ^ i**“ 4 iuü> Ettsch littertrua, leistete leider keine volleiidete Arbeft Es's^r - kur fäh, das klos,isck>e Mtertmn sprachlich in d dri dvestr Tragödie des Curipides ist dies ein in sich toen^ rZS? übersetzte stelleinveist wortge- tveu. sogar dre unserem Ohr fremd klingeildc Mlttevatwu achtend, > SÄ J®. kreft daß extrem moderne Worte störend die cun ^ i Scche sind Mich aus freien Stticken ZZ m dies ergibt cm Gemisch, das bei aller Sttlisrerirn^- leckftiik zuguterletzt twck> den dirrch seine Reinheit überwältigende» 5 ,lll vermiifleu läßt. Aich die Aufführung blieb ttott eb-lich-m stl^ens rmd nrcht zu übersthenden künstlerischen Ervß-?' mwoll- E^st Kl^'s .Szenerie des sonst'sv begaL ^lers vZtfwÄ Tl - ^ Emwichende, nüchtenw E^e bor den ..'lauern Tocyas, wo trotz aller gebotenen Düstent>-^ e^v^ ©^Tamu IaiTmlxrt n'ceeresnaM cnit Platze geroeien wäre. Der Reariie,-,- Vif.i "owskh liefe dies nach den ifegetu bn g&lü Jr ZIL MMMWMZZ ^rmck^Z Ess ^n schwierigen Aufgaben ab. D^Dchromache^' Sr«”(Nse^Ä^ batte stellenweise wirklich ennas von IÜÜÜÜ feei und Uttßgluckt war dst 5?elena der 9Rnria Carmi «SMÄur a Ä Familie SIS £ EnEe - Tischler wech«. äÄ wirken könne. mZ Ä5 mrc Dralvkte genau tarne, und entschloß sich jelhn 1 '» wnxrbtn. Er vertawebte daher seche 'die ^ wler br*, mit einer in &Ä ÄSmL't.f” w,r7’?' le.wnen, dre nur mit 300 Talern dottert war ^ i 0 gab « eme lappische «Wmnwtif und melj^e lapäsche -E-ü ä' ff tfÄ'?,® 1 »“ KLe Lft" Kenner beider nrundlickste WÄrySiSsfHF teilte ihr ärmliches Letten ftiisill' tten,'ttte^-r L««vN ssE^ÄLNv süSiffiW® «BÄsn si ^ Bi }flfd>/ ebenl ° >mt ' 'E sprachwissenschaftlich^. '«wvetcht nxntvm 'Utont erntet iefet die Früchte dieser Arbeit urtb Samt mit Ruhe dem Frühling entgegensehen. Daß, die Russen, je !inehr die Entscheidung bei Verdun näher rückt, umso stärker den "Druck der BmldcsgenossM, die Entlastung heischen, spüren werden, Kst wohl anMnehmen. Sobald die Weglosigkeit es irgend erlaubt, .'toerbeu sie noch einmal den Einsatz, den furchtbar blutigen Einsatz, %i einem Spiel wagen, das doch nicht mehr für sie zu gewinnen ist. Anders als bei!ims geht der Frühling durch- die Nussiscl>e Armee. )Tee gütige Hoffnung Pomlnt von Lern so sehnsüchtig blauen Himmel, v To*ran4 von den brarmen schnellenden Blattknospen, von den feucht" >-gnün schimmernden Feldern zu uns. Es gibt keinen Mann, der nicht -Ln der Nässe des Schützengrabens gerade Lärm besonders mit heißen Lind zärtlichen Gedanken an die Heimat denkt, an zärtliche liebe -Dinge Und an die glückliche Arbeit, die der Landmann unter dem Frühlrngshimmel leisten könnte. In der russischen Armee löst der ^.Frühlrng eine dumpfe und gefährliche Stimmung aus. Der Bauer, der den zweiten Frühling im Felde erlebt, zum zweiten Male weiß, d-aß seine Felder zü Hause verderben Iwnd verkommen, ist nie ein schlechterer Soldat, als in den Tagen und Wochen, da er zu Hause das Sormnar^orn in die Furckr-en streuen würde, da seinem dumpfen Dmd gehorsamen Wesen dunkel und schwer das ganze Unglück des -russischen Bauern, das Unglück Rußlands aufgeht. Vckrn darf das mm auch nicht überschätzen. Der Generalfeld- iMarsckjall Hindenburg äußerte im Winter zu uns, den Kriegsbericht- «wstattern seiner Armeen, daß er von Hoffnungen auf innere russische Schiri erigier den nicht viel halte. Air wenig wüßte der Mann in Kiew von dem in Petersburg. Zu wenig gleich seien die Nöte, die sie litten, die Hoffnungen, die sie hegten. Der Feldmarschall Meinte damals, daß er itur mit den Faktoren rechnete, die er selbst bestimmen könne. So Wird auch diese besondere Beschaffenheit der riffsischcn Armee faum in ernstliche Rechmmg gestellt w-erden. Mer daß zum mindcn'ten die militärische Tüchtigkeit des russischen Vauernsoldaben in dieser sonst überall Kräfte erweckenden Früh- BekanuLmachung (Nr. W. IV. 249/3. 16. K. R. A.), betreffend Bestandserhebung von Reißmaschinen. Vom 26. April 1916. Nack,stehende Anordnungen werden hiermit auf Grund des jGesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juli 1851 — in Bayern aus Grund des 'Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912 in Verbirrdung mit der Königl. Verordnung vom AI. Juli 1914 den U-ebergang der vollziehenden Gewalt betreffend — zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Jede Zuwiderhandlung — worunter auch verspätete oder unvollständige Meldung fällt — wird, soweit nicht nach den allgemeinen Sttafgesetzen lw- Here Strafen verwirkt sind, gemäß der Bekanntmachung über Vor- ratserhebung vom 2. Februar 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 54) in Verbindung mit den Erweiterungsbekanntmachungen vom 3. September 1915 i Reichs-Gesetzbl S. 549) und vom 21. Oktober 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 684) bestraft *). § 1. Inkrafttreten. Diese Bekanntmachung tritt mit dem 26. April 1916 in Kraft. *) Wer vorsätzlich die Auskunft, zu der ec auf Grund dieser .Verordnung parpflichtet- ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu zehn- ' Lausend Mark bestraft, auch können Vorräte, die verschwiegen sind, ßm Urteil für dem Staate verfallen erklärt werden. Wer fahrlässig die Auskunft, zu der er.' aus Grund dieser Verordnung verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Geldsttafe bis zu dreitausend Mark oder im Unvermögens falle mit Gefängnis bis zu sechs Monaden bestraft. lingszeit nicht zunimvtt, scheint nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres sicher. Tie Russen hatten in den Stellungen bei Plack, in denen ich damals zur Osterzeit weilte, hübsche Osterkörbe voll bunten Eiern und bunten Wünschen an die vordersten Posten gesckMUggelt: „Wir wünschen Euch und uirs den Frieden!" GleiclHeitig nahm die Zahl der Ueberläufer in ganz auffälligem Maße zu, die Armee hatte an Spannkraft verloren, was auch diesmal 'kaum anders fein dürfte. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Wöcherrü. Aedersicht der Todesfälle I. d. Stadt Sietzerr. 18. Woche. Vom 2. bis 8. April 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (ür'l. 1300 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer^ 18,45 °l 0l . Nach Abzug von 5 Ortsfremden: 10,99°/*,. ES starben an Zuj. Erwachsene Kmder im 1 . LebcnS- > vom 2 IiU jatir 15. Jahr Ltmgentuberkidose 1 (1) 1(1) — — Lungenentzündung anderen Krankheiten der 5(2) 2(2) 2 1 ?Itmringsorgane 1 — — 1 Gehirnschlag 1 1 — — Magen-Tarmkatarrh 1 — 1 — Krebs anderen benannten Krank- 2(1) 2(1) heiten 1(1) — - 1 (1) Summa: 12(5) 6(4) 3 3(1) Anm.: Die in Kammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 8 2 . Meldepflichtige Gegenstände. Sämtliche im Jnlind befindlichen Maschinen, die zum Reißen oder Auflösen von Lumpen, Gegenständen oder Abfällen aller Arten dienen können. 1. Kunstwoll- bzw. Vorreißmaschinen (Reißwöfte), 2. Nachreiß- (Effiloche-)' Maschinen (auch mehrtamburige), 3. Naßreißmaschinen, 4. Troussetten, unterliegen einer Meldepflicht (§§ 4 bis 6). § 3. Meldepflichtige Personen. Zur Meldung verpflichtet sind alle natürlichen und juristischen Personen (einschließlich derer des öffentlichen Rechtes), die Eigentum oder Gewahrsam an meldepslidstigen Gegenständen >8 2) haben oder bei denen bzw. für die sich Meldepflichtige Gegenstände unter Zollaufsicht befinden. 8 4 Stichtag. Meldefrist. Maßgebend.für die Ndeldcpslichlt ist der bei Ablauf des 28. Avrll 1916 tatsächlich vorhandene Bestand. Tie bis zu diesem, Zeitpunkt fest in Auftrag gegebenen Maschinen sind ebenfalls aufzuführen, jedoch gesondert unter Angabe „in Auftrag". Tie Meldung ist bis zum 10. Mai 1916 an das Webstosfmelde- amt der Kriegs-Rohstofi-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Berlin SW 18, Verl. Hedemannstr. 11, zu erstatten. 8 5. Inhalt der Meldung. Tie Meldungen haben ausschließlich unter Benutzung des amtlichen Meldescheins (§ 6) indoppelter Ausfertigung (Schein A und B) zu erfolgen. __ Meleorolsgische Be ob achtungen der SraüM Eletzeu. April 1916 |o.? o ,J = — w g -Q c c i g fsf .E ZE-Q- i ° i-r. Wetter 25. OS» 17,3 8,8 48 _ 6 Sonnenschein 25. 9" — 14,5 8,2 66 — — 8 26. 7 10,8 7,8 80 0 Sonnenschein Höchste Temperatur am 24. bis 25. April 1913: -ft 17,9'0. Niedrigste * . 24. , 25. . 1913: -4- 2,7* C. Niederschlag 0,0 mm. Amtlicher Teil» Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen. Tie Seuche ist erloschen: die Sperrmaßregeln werden hier- durch aufgehoben. f , , Der Kreis Gre ßen ist wieder sevchenfreß Gießen, den 25. April 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Hemm erde. Tie Meldepfficht erstreckt sich auf die Beantwortung folgender Fragen: 1. Zabl der vorhandenen bzw. fest in Auftrag gegebenen Kunst- woll- bzw. Borreißmaschinen, Nachreißmaschinen .auch mehrtamburige), Naßrei ßmaschinen und Troussetten. 2. Hertunftsbezeichnung der Maschftren. 3. 3.) Anzahl 8er Reservetambure, b) bei mehrtamburigen Maschinen Anzahl der hintereinanderliegenden Tambure. 4. Tamburdurchmesser und Arbeitsbreite. 5. Belag und Teilung der Stifte. ' 6. Erreichbare durchschnittliche Monatserzeugung (10 Sttrnoea an einem Tag) bei der Verarbeitung von altem bzw. neuem Material. 8 6 . Meldescheine. Die amtlichen Meldescheine sind bei dem W e b sto f f m el d e - amt der Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Berlin SW 48, Verl. Hedemannsttaße 11, au'- einer Posttarte anzufordern. Tie Anforderung ist mit deutlicher Untersckrift, g e n a u-e r A d re s s e und Firmenstempel zu versehen: sie hat die Auffchrift zu tragen „Betrifft Meldeschein für Reißmaschinen". 8 7- Anfragen. Anfragen sind an die Sektion W. IV der KriegS-Rohstoff-AL- tmlung des Königlich! Preußischen Kriegsministeriums, Berlin SW 48, Verl. Hedemann straße 10, zu richten. Frankfurt a. M., -den 26. April 1916. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. 6 ss!i 6 n 6 s Vag ßarmsfädter Pädagogium (M. 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Noil, West-Anlage 9 Einem vielseitigen Wunsche entsprechend, haben wir unsere seither in kleinem Maßstabe geführte bedeutend erweitert: es steht uns ein gutgeschultes Per^ sonal zur Verfügung, sodaß wir in der Lage und, alle uns übersandten Maschinen, gleichvlel welchen Fabrikates, schnell inuand setzen zu können. Abholung erfolgt am Telephonanrus (Nr. 102, durch Boten kostenlos, und bttten um geneigten Zuspruch. Hobel & Appel.