Ar. YZ Zweites Vlatt fbb. Jahrgang Erscheint «gttch rnit Ausnahme deS Sonntags. Die ^Sühener ZamlNenblätter" werden dem .Anzeiger* viennal wöchentlich beigelegt, das „Xrek^lstt für den Kreis Kietzen" zwennai wöchentlich. Tie ..LmLwirljchastHHen Zeitsragen" erscheinen monatlich zweimal. Mttwoch, ,y. April M» RotationSdi^cl und Verlag der Vrühl'schea Universitals - Buch- und Steindruckerei. N. Lange, Dieben. Schriftleitung,Geschäftsstelle«.Druckerei: Schul- straße 7. Geschäftsstelle u.VerlaqiErEbl.Tchrisl- leitung: «^112. Adresse für Traqtnachrtdsten: Anzeiger Liegen. M§ dem Reiche. Bundesratsbeschlüsse. Berlin, 18. April. (WTÄ Amtlich.) In der hentiqen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Animhme der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Wahlen nach • r i chs v er s i ch ern n g s o rd nnn g , der Entwurf einer Bekanntmachung über die Einfuhr von Z i g ar e t t eu- t a b a k, der Entwurf einer Bekanntmachung über den Ber- ^ s e ' ^ er . Entwurf einer Bekanntmachung über ^^^^ufuh-r von Eiern, der Entwurf einer Bekanntmachung über Druckpapier, der Entwurf einer Bekanntmachung über!die Einfuhr kondensiertem M i l ch, und M i l dy ö c ^ er Entwurf einer Bekanntmachung über die Todeserklärung Kriegsverschollener. Ein Branntwein-Kricgs-Monopol. Berlin, 17. Llpril. Die Organisation unserer Kriegswirtschaft erfaßt inrmer weitere Gebiete, 9kun legt das Reich die Hand auch auf den Branntwein. Eine Bnudesrats- verordnnng vom 15. ^ April bringt die Einrichtung einer Reichsbranntweinstelle und zugleich ein Abs atz - Monopol f ü t Branntwein. Dieses Monopol wird der Spiritus-Zentrale verliehen, die bekanntlich bereits üt Friedenszeiteu etwa 90 Proz. der deutschen Brannttveirt- Erzeugung kontrollierte. Die Notwendigkeit, auch den Branntwern einheitlich für das Reichsgebiet zu bewirtschaften, ergab sich aus der Tatsache, daß trotz der Einschränkung dem Trinkbranntweinerzeuguug der Verbrauch von Brannttv-ein erheblich zugenommen hat. Es galt also auch hier wieder, zunächst den Bedarf für Heer und Marine sicherzustellen. Die neu geschaffene R c i ch s b r a n n t w e i n st e l l e ist eine unter Aufsicht des Reichskanzlers stehende Behörde, die insbesondere bestimmt, für lvelche Zwecke und in welchen Mengen Branntwein verwendet werden kann, für welche anderen Zwecke die Verwendung zu beschränken oder ganz einzustellen ist usw. Dem Reichsbranntweinstelle wird ein Beirat beigegeben, der aus Regiemungsvertretern und aus Vertretern dem hauptbeteiligten Gewerbe, also neben Vertretern dem branntweinemzeug-enden Industrien auch solchen der Essigfabrikcn, der chemischen Industrie und des Destillation sgew-erb es bestehen soll. Der Beirat soll über alle grundsätzlichen Fragen gehört werden, also namentlich über bei: Verwendungszweck, über den Umfang des Llbsatzes und über die bei der Festsetzung zu beobachtenden Grundsätze. Das neue Absatztuonopol bedingt, Haß sämtliche Brenner, find) die außerhalb des VerwertungsVerbandes deutscher Spiritus- iabrikänten stehenden, zur Ablieferung ihrer Erzeugung an die Spiritusse ntral^ verpflichtet werden Der Schutz der bisherigen Außenseiter liegt darin, daß sie mit den au- gesclck offenen Brennerir durchaus gleich behandelt werden sollen. AuSgenomnrei: von der Absatzpflicht ist insbesonbere imverschnittener Kognak, Obstbranuckueiu und anderer Branntwein, der ausschließlich aus den in § 12 des Branntweingesetzes genannten Stoffen hergestellt ist. Außerdem unterliegen die Klernbrennereien der Wlieserwitgspflicht insoweit, als ihre Jahreserzeugung mehr als 10 Hektoliter Alkohol beträgt. Das Monopol ergreift die Bestände an unversteuertem und an versteuertem Branntwein, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob er verarbeitet ist oder nicht. Es Dar erste buch über die neuste Soldatensprache. Ein eigenes Leben führt der Soldat; drum schafft er sich auch seine eigene:: Formen und Gesetze und aus dem Geist heraus, der ihn beseelt, seine eigene Sprache. Je länger der Krieg dauert, je tiefer er das ganze Volk ergreift, um so weiter erstreckt sich auch die heutige Soldatensprache. Sie drückt in Ernst und Scherz in neuer und anschaulicher Form aus, was den Soldaten bewegt. Sie ist mehr als bloßer lustiger Zeitvertreib, soviel Witz und Hnmor auch darin steckt, sondern sie ist ein Zeugnis eines bestimmten, des deutschen (Geistes: knapp, bunt und scharf tvebt der Soldat das Kleid der Sprache, zunächst für die Kriegszeit, aber vieles von dem, >vas an neuen Wortentmd Wendungen für die Aufgaben und Bedürfnisse des Weltkriegs geprägt tvvrden ist, wird Recht und Geltung' auch für künftige friedliche Zeiten behalten. Darum war es ein ausgezeichneter Gedanke von Professor Dr. Karl Bergmann, der vielen Soldaten durch seine ausgezeichneten Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften als Samucker von Soldatenausdrücken bekanM ist, aus der Fülle des ihm zuge- slossenen Stoffs eine Auswahl zu treffen und sie in einem kleinen, billigen Buch unter dem kennzeichnenden Titel „Wie der Feldgraue spricht. Scherz und Ernst in der neusten Soldatensprache" (bei A. Töpelnmnn, Gießen, Preis 80 Pfg.) zu veröffentlichen. In einer Reihe , von Einzelabschnitten, die mit ©trat für Hunror und tiefem! Gefühl für den Ernst der Zeit geschrieben sind, führt der Verfasser durch die wichtigsten Gebiete aus dem Alltagsleben des Feldgrauen. Durch geschickte Verbindung von bekannten und unbekannten Einzelbeiten, die das Ganze überaus le-bar machen, will und erreicht der Verfasser vielerlei: er gibt nicht nur Leckerbissen, die Zeugnis oblegen von der sprachschöpferischen Kraft im Felde, sondern er sättigt' auch ohne Uebersättignng den Leser, dem er allerlei hübsche und belehrende Dinge aus dem Leben und Treiben des Soldaten vermittelt. So umfaßt das Werk, in geschickt gewählten Kostproben, alles, was den Feldgrauen angeht und er in seiner eigentüurlichen Sprache umgestaltet hat. Da steht von Geschützen, die nach Mädchen- und Männernamen heißen, allerlei erzählt: Der lange Schorsch, die dicke Berta, die schlanke Emmia, das edle Bruderpaar Mäx und Moritz geben sich im bunten Spiel, hinter dem der blutige Ernst und die grausige Wirkung zurücktritt, eiu Stelldichein. Aber der Verfasser zählt nicht etiva mechanisch die Namen auf, sondern gibt mit Liebe und Sachkennticks aus den Mitteilungen der Soldaten ff (bst Bericht über Entstehung und Verbreitung dieser Ausdrücke, die davon Zeugnis ablegen, wie persönlich der Soldat das Geschütz nimmt und als ein Stück eigenen Daseins empfindet. Darum belegt er es mit Kosenamen und stattet er es wie ein lebendes Wesen mit Eigenschaften aus, hört aus seinem' Sausen und Tönen detr Klang der aus der Heimat ihm! vertrauten Geräusche heraus, vergleicht es mit den Andrücken seines Berufs, der Großstadt und des Tierreichs, das er in der Natur beobachtet hat. Stinkwiesel und Blindschleichen, alle Weibergosche und Nähmaschine, Tippmamsell und Drehorgel — all diese und viele andere Bezeichnungen, die .mng und gäbe sind in der Soldatensprache, lernt man aus Bergmanns Sammlungen kennen. Und so geht e§ weiter durch das ganze Buch: anschaulich, lebendig wird der Leser iit fließender Sprache und geradezu spannender sind aber Mengen von versteuertem oder verzolltem Branntwein, die nicht mehr als 10 Hektoliter betragen, ausgenommen. Damit keine Stockung in der Versorgung eintritt, ist vorgesehen, daß Branntweinbestätrde bis zu einen: bestimmten Zeitpunkt noch unvollständig vergällt werden können. Bestände von vollständig vergällten: Branntwein, sind wiederum von der Verordnung gänzlich ausgenommen. Der Preis, und zwar sowohl der Uebernahure-, wie der Verkaufspreis, wird im allgemeinen von der Spiritus- Zentrale mit Genehmigung der Reichsbranntweinstelle festgesetzt. Die Verordnung erweitert sogar das dein Gesamtausschuß der Spirituszentrale bisher zu stehende Bestimmungsrecht insofern, als auch besondere Arten votr Branntwein und Brennereien berücksichtigt werden können. Auch für Branntwein, der in bestimmten Zeiträumen abgesetzt wird, kann der Preis besonders bemessen werden. Für einzelne Fälle — dabei ist insbesondere at: Kornbranntwein gedacht — ist ein vereinfachtes Preisfestsetzungsversahren vorgesehen, wobei der Vorsitzende der Reichs branntweinstelle endgültig entscheidet. Aus dem Ausland eingeführter Branntwein ist ebenfalls an die Spirituszentrale abzu- lieferu Eine Kriegswirtschastsstelle stir das ZcitungSgcw-erbe. Berlin, 18. April. (WTB. Nichtamtlich.) Die Errichtung einer amtlichen Kriegswirtschaftsstelle für das Zeitungsgewerbe steht, wie der „Berliner Lokalanzeiger" meldet, nahe bevor. Das unter die Aufsicht des Reiches gestellte Organ soll die infolge des Krieges für das Zeitungsgewerbe eingetretenen Schwierigkeiten durch staatliche Maßnahmen zu beseitigen suchen, besonders die Versorgung der Druckereien mit Druckpapier in die Hand nehmen und für eine entsprechende Verteilung sorgen. Erforderlichenfalls wird die Kriegswirtschaftsstelle Einschränkungen des Verbrauchs anordnen. Sie soll im übrigen die Interessen der Papierindustrie und die Bedürfnisse der Druckereien in Einklang zu bringen suchen. * Berlin, 18. April. (WTB. Amtlich.) Der Kriegs- a u s s ch u ß für Kaffee, Tee und deren Ersrtzmittel, G. m. b. H., Berlin W. 9, teilt folgendes mit: Das 'Verbot, Rohkaffee zu rösten, das gleichzeitig mit der Ka.ffee- bestatrdsaufnahme erfolgte, wird hierdurch für die Haushaltungen, die sich zurzeit im Besitz von Rohkaffee befinden, insoweit aufgehoben, als das Rösten von Rohka.ffeem.engen bis zu IO Kilogramm gestattet wird. Vücherlisch. — „Wie wir unser Eiferu Kreuz erwarben". S e l b st e r l e b n i s s e. Nach persönlichen Berichten der Inhaber des Eisernen Kreuzes 1914, bearbeitet von Friedrich Freiherr von Tincklage-Eampe. Deutsches Verlagshaus Bong & Eo., Berlin. Preis des Vierzehntaq-HeNes 50 Pfennig. — Was Großes in diesen: ungeheuren Weltkriege von unseren Heeren geschaffett worden ist, das weiß die ganze Welt. Tie Berichte der obersten Heeresleitung melden es, die Zeitungen erzählet: ausführlich darüber. Wie viel aber der Eiuzelue oft zum Erfolge des Ganzett beitragen, welch' Heldenwerk der Einzelne verrichtet hat, davon wird kaum je etwas in der Qeffenllichkeit laut. Solche Heldentaten des Einzelnen der Rät- imb Nachwelt zu bewahren. Tatet:, die mit dem Eisernen Kreuz belohnt wurden, das hat sich das rcichtlluslrierte Werk, von dem uns die erste Liefermtg vorliegt, zur dankenswerten Darstellung über das Kunterbunt von ernstetr und scherzhaften Ausdrücken unterrichtet. lieber alle Tätigkeiten, aber auch über Leid und Verwundung und den Tod, wie der Soldat ihn ausfaßt und envartet, ohne ihn zu fürchten, gibt das Werk Auskunft. Es erzählt davon, trne der Soldat sich mit dem Feind, seinen: Land und seinen Belvohnern, seiner Sprache, seinen Sitte:: und Eigentümlich- fcitcit, ohne Haß, aber mit der selbstsicheren Stärke des 1leberlegettet:, durch eigene Wortbildungen absindet, wie er ans dem fratrzöckschen eftaminet (Wirtschaft) ein Testament, ans dem Eognac euren Naplü, aus dem dem Bier eit: Glas Astublis, at:s Nenschatel ein Nen- schrappnell macht — Tinge, für die man die in jeder Hinsicht eigenartmen Erklärungen beim Verfasser selbst Nachlesen soll. Und wie aus oen französischen, flämischen und russischen Ausdrücken eine Fülle von neuen Wörtern gebildet nmrde, durch die der Feldgraue, unbekümmert um politisch-diplomatische Erwägungen, das ftemdc Land wenigstens in seinen: Wortschatz „annektierte", so tut er es auch mit Essen und Trinken, Menschen, Tierei: und Tierchen, mit Vorgesetzten und atrderen Truppengattungen, derei: Namen viel mcbr noch als im Friedet: durch Necknamm ulr) neue. kenn',cichnende tind schlagkräftige Bezeichnungen ersetzt und verdrängt werden. Freitet: wir uns darüber, daß hier eit: so gewaltiges Materürt eine so geschickte Verarbeitung gefunden hat, daß dieses kleine Werk uns ein Bild von: Werden und Geist der Soldatensprache vermittelt, m der nicht zum n>et:igstet: ein Hauch der Zeit zu spüren ist! Mat: lese das Buch und erfülle beit Wunsch des Verfassers, ihnr, was man selbst an Ausdrücken noch kettnt, zuzusenden, damit so die Sarnmlung der Soldatmsprache tveiter fortsclweite. Aber auch vorläufig kann man schon sagen, daß cs verdient, ein Volksbuch zu werden, weil es die Sprache wiedergibt, die aus Herz und Hirn und Erlebt:is des ganzct: Volkes eittftanden ist. Von hier aus werden der Entwicklung unserer Muttersprache neue lebmdige Strötne zusließen, sie verliefen und bereichern. Niemand aber hat die Bedeutung dieser lausten Soldatensprache besser empstlndei:, als der Nationalheld dieses Krieg-es, Hindenburg, der seine Anteilnahme dadurch bekundete, daß er die Widmung dieses Btrches am:ahn:. * — Ein dänisches Schauspiel in Frankfurt a. M. Aus Frankfurt a. M. tvird uns geschrieben: Im Ncu cn Theater wurde ein gut besuchtes Haus mit dem Schauspiel der beiden Dänen Het:rik Pvntoppidan und Hjalmar Berg- st r ö M: „Thora vom Decke t:" bekannt gemacht. Uebermäßig viel dramattsch-künftlerisck-en Wert besitzt die von Dr. Josephson ins Deutsche überlnagene Arbeit nicht. Die drei ersten Akte vor allem weisen einen starken Einschlag von Filmdramkrttk auf. Damit soll denr Werk der beiden Dänen nicht jegliches Reckt auf literarische Bewertung abaesprochet: werdet:. Es hat gute Ansätze zum Drama große Linie, besitzt auckn gewisse dichterische Qimlitäten — abm aus dem rein Theater mäßigen ist es nicht herausgewachsen. Ein kriminalisttsch pathologischer Fall gab den Stofs zu einer stellenweise fesselnden Handlung, die den Zuschauer aber itmerlich nicht packt. Da ttnd dort, vor allein ich letzten Akt, macht sich dramatisck>e Kraft geltend. Aber das auf bett äußeret: Effekt gestellte Büchren- wirksame bleibt vmherrscheud. Die TitelroNe gab Rosa B e r t e n s vom Deutschen Theater in Berlin. Sie bvt eine scharf gezeichnete, geschlossene Figur, eme bis ins Einzelnste herausgearbeitete Leistung. Der Beifall, der sich in mittleren Grenzen hielt, galt ioohl Atlfgabe gestellt. Der Name deS Herattsgebers, des General- leulimttts Freiherr,: von Tmcklage, bürgt von vortcherein für die Güte des Werkes und für das 'Rnlhenttsche der einzelnen Berichte, dariit die ntit den: Eisernen Kreuz geschntüclten Helden selb!: ihr Tun erzählen. ES ist etne außerordettilick spannende Lektüre, dieses Buch der Heldentateit unserer Feldgrauen, spannend o'! wie ein Roman voll Abenteuer — und das Erzählte ist überdies wahr, erlebt, mit Blut besiegest. Ein Reich guter Illustrationen erlänter: die einzelnett Berichte. Das ist ein Bttch, das jeder Deutsche, jeder Soldat und jeder deutsche Junge wird besitzen wollen; ein Buch, das für alle Zeiten seinen Werl, ttnd zivar einet: hohen stttlichen, erzieherischen Wert, behält. kirchliche Cvangeiijcher Goltesdienlt. Gründonnerstag, 20. "April. Kirchberg: Vormittags 10Uhn Passiotts-Kindergottesdienst. Karfreitag, 21. Llpril. Kirchberg: Vormittags 10 Uhr. Lollar: Nachmittags l l / a Uhr. lHl. Abendmahl.) Uatbollsche Gemeinde. Gottesdienst. Mittwoch, d e:t 19. A v r : l: Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. D o n t: e r s t a g, d e n 2 0. April: Gründonnerstag. Vormittags 6*/? Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. „ 7, 77, und 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. „ 9 Uhr: Hochaint: darauf stille Anbetungsstunden bis zur Abendandacht. NachtnittagS 6 Uhr: Passionsandacht. Freitag, den 21. April: Karfreitag. Vorntittags 67, Uhr: Gelegettheit zur hl. Beichte. „ 77, „ Aussetzung des Allerheiligsten; darauf stille 2lnbetungsstunden. „ 9 , Verstörte -Messe. Nachmittags 57, „ Predigt; darauf Passionsandacht. Samstag, bet, 22. April: Karfamstag: Vormittags 7 Uhr: Die hl. Weihet,. „ 87, Hochamt. Meteorotogifche Beobachtungen der Station Gieße». April 1916 p U s- cy QJ ' O- J. ft W to ■ZZ G ’■«_ "o fcö , H 5 JO « G “ i.f 'sB i 5 >oS o £ c=-i COjj .J.5 § Wetter !8. 2« 9,0 6,7 78 10 Retz» 18. 9» 7,0 6,9 93 — — 10 Bed. Himmel 19. 7» 5,8 6,3 92 10 Regen I I i ) Höchste Temperatur am 17. bis 18. 2lp:1l 1913: -s- 9,8*0. .Niedrigste „ „ 17. , 18. „ 1916: + 5,1' C. Niederschlag 3,7 mm. in erster Linie den:' Gast UIÜ) der von Direktor Hellmer unffichtlg vorbereiteten Vorstellung. .j. — Eine Hosmannsthal - Uranfführung in München. Llus M ün che n wird uns geschrieben: In den Münchner Kamm er spielen erlebte im Rahmen einer FeslD-orstellnng in der letzten Woche Hugo von Hofmanus- thals Bearbeitung der „Alkestis" von Euripides ihre erfolgreiche Uraufführung. Der Abends der clu großes gesellschaftliches Ereignis tvurde und t:eben anderen Fürstlichkeiten den Eroberer von Warschau, den Prft:zen Leopold, in det: Kammerspielen sah, tvurde vom hiesigen Jrffanterie-Leibregimenl zugunsten ferner Kriegswittoen verattstaltet.^Tas Adagw atrs dem Beetlx>oen- Streichquartett (op. .74) schuf Stiminut:g für einen ergreifenden Prologs Wilheln: S ch m : d t b o n n s , dcu: S t e i n r ü d sprach. Hieraus folgte die Urausführtmg eines von Zilchcr für Gesang und kleines Orchester komponierten Liedes von Ehr. Gmtther, das Bvodcrset: sat:g. Das Haupiereignis aber tvar im zwecken Teil die Urausführtmg von „Alkestis". Diese Arbeit, die Hofmannsthal als Ztvanzigjähriger schrieb, ist vot: jener Reife der Fvrnt, die ilp: seinerzeit zu einen: Wuickerkit:d der Lyrik mackzLe. Der Verlauf des Stückes, das z-eigt, wie Herakles von dein Witwer Admet itt selbstverlet:gner:scher Gastlichkeit ausgenommen wird und z^tun Dank die gestorbene Lllkestts vom Tode zttrückerobcrt und detn Gastsrem:de wieder zuführt, ist ein tvenig utfferttg ir: der Lücke, d>ocli Hofft:annstl-als Spraclie guillt über vor: Reichtum prunkvoller Schönheit. Tie Darstelltmg — Z i c g e l als Admet, Stahl- Nachbaur als Herakles, Sybck Binder als Mkestis — suchte d-ei: Sttl der antiken Tragödie, nickt imrner mit gleichem Erfolg. .Doch der Gesamkeitckruck war eit: guter. — Händels „Messias" in Brüssel. Ans Brüssel w:rd uns geschneben: Die unter dem Schutze der landsnninnischen' Vertvalrung erstarkende dentsckie Koloitie ii: Brüssel lieh anläßlich des konmretckei: ztveiten Kriegsosterfestes ihre Kräfte einett: tünst- ler:scheu Werk, das so recht it: unsere vm: Kamps und Sehnsucht durchbraufte Zeit paßt: Handels großem Oratorinm „Der Me s s i a s' . 30t^Damet: und Herren, darttnler ein erheblicher Teil Schwestern und Feldgrauer, hatten sich der ftlr so ungetpöhnliche Verhältnisse getoiß tticht geringet: Ausgabe gewidmet: das Orc!>cster bildetet: Angehörige acht verjdnedcner Truppenteile, und nur die Solopartien bliebet: mit auswärliget: Kräften zu besetzen. Neben Eva Bru hn zeichnete sich namentlidt die Kaimnersängeriit '? off- m a n n - O n e g i n ans Stuttgart aus. Den Tenor übernahm Max Livmann von der Marurheiiner Hosoper, Professor Rickard Schm: d t - München sang die Baßpartie und Fritz B o l o a cd . der Tübinger Uniderfttätsprofessor, entlockte der Orgel weihevolle Töne. Diese Vielheck zaun Teil einander fremder tu:d vielfach ungrstbro'. r Kräfte hatte in mmmtelangen Vorvwbet: der hriiuiiM- Musikdirektor Welcker, der Lecker des Deutschen Gesangvereins als der bedetttendsten Brüsseler Chorvereitrigung, zt;r harmoninhen Eitt- Heck verschmolzen. Auch seine straffe und dodt benxe: ,r e Stah- fubcung verdient alles Lol». llnbesd::Xn ihrer vrraltc.ri: nt italischen ^Kunstsonn birgt diese Hände Ische Vertonung der Ehriüus- tragödie mit denk tnäclftig gesteigerter: „HallÄujah' am ^clstusse für jeden schlechthitt religiös Etnvsindetidet: viel Erl?eber:des. Der Erfolg etcksprach der er!vartungsvollen Deilnahttie aller deutsävu Kteise, so daß sied eck:e Wiederholimg dieses Ehrenabmds Hermats« ferner deutstlser Ktmstpslege notwendig nvadüe. r. e-d. Eica^htftn £iennKcro Fenster! ZWeMerein vom Asten kreuz Sichen und Zlice-Frauen-Vereirr ©feien Alte Klinik - Liebigftraße. Unsere Geschäftsräume, Auskunftsstelle, Kasse (Geburtstagsspende), Abteilung für Liebesgaben, Nähzimmer, sowie der Bezirksausschuß für vermißte und Kriegsgefangene Deutsche sind vom grosse Le 5 sftimggsfa 5 i 3 gkeit bowährt slob auch MiafäreiMl Kriegesi ™robjicren unsere QwaJfiTsMe*?.! SttRfimif^e FiWüle Gieße». Sfiiaüiii) (lucrfüiintc !Iiiterrtif)tsan|(flli 8099v 20.-25. April einschließlich geschlossen Die Wiederaufnahme der Näharbeit erfolgt Montag, den 1. Mai. he? Ieldg»r ALA Scherz und Emst in der neusten Ssldatenfprache Don Karl Bergmann (Darmftadt) für junge Leute männlichen und weiblichen Geschlechts im Handelsgewerbe und solche, die sich für diesen Beruf ausbilden wollen. Das neue 'Schuljahr unserer Anstalt beginnt Donnerstag, den 4. Mai abends 8 Nhr, zu -welcher Zeit sich alle Schüler und Schülerinnen in der Schule — West-Anlage 43 — einzufindeu haben, um Lehr- und Stundenplan, Haus- und Schulordnung und andere Mitteilungen entgegenzunehmen. Anmeldungen neu ciniretcnder Schüler und Schülerinnen werden Mittwoch, den 26. April abends von 7 bis 9 Uhr in genanntem Schultz aus entgegengenommen. Die Anstatt gliedert sich in eine Unter-, Mittcl- nud.Oberstufe, von denen jede drei Parallelklassen umfaßt. Neueintretende Schüler und Schülerinnen werden in der Regel der 3. Klasse überwiesen; können sie aber durch eine Prüfung den Nachweis erbringen, daß sie befähigt jint>, in einer höheren Klaffe mitkommen zu können, so werden sie in eine 2. oder gar 1. Klasse eingereiht. Die Unterrichtsfächer sind: Deutsch, Schönschreiben. Korrespondenz', Rechnen, Wcchsellehre, Haudclslehre, Stenographie und Maschinenschreiben. Wahlfächer sind: Französisch und Englisch. Der Unterricht findet an je zwei Abenden in der Woche von 8 bis 10 Uhr statt. Der Besuch der Anstalt besrcit die schulpflichtigen Schüler voni Besuch der allgeltteinen Fortbildungsschule. Schulpflichtig sind alle aus der Volksschule entlassenen Knaben, sowie die Schüler höherer Lehranstalten, die nach vollendetem 14. Lebens, jahre austreten, ohne ein Jahr der Obertertia angehört zu haben. Das Schulgeld beträgt für dies Pflichtfächer pro Jahr Mk 36 und für die Wahlfächer Französisch und Englisch je Mk. 20. Gießen, den 17. April 1916. f 3 i 72 O Die Schulkommission. Da» Zelönrarschall hmLenburg hat die Widmung angenommen preis 80 pfg. Verlag Alfteö Töpelmann in Gießen -19-16 ✓ vorrätig in der Zerberschen ttmv.-Vnchhnndlm^ Inh.: L. Noch, Erotzh. yofbuchlMbler Seltersweg 87 [3169J Fernsprecher 657 Dannstädter Pädagogium (M. Elias) ist die erfolgreichste süddeutsche Vor bereit nngsaustalt für dio Einjährigen-, Primaner-, Fähnrich«- und Abiturientenprüi'uni? (auch für Damen). ch (Seit Kriegsausbruch bestanden 56 Schüler). [1613ss Der Meiuvcrkaus von Kartoffeln seitens der GLadt erfolgt in dieser Woche am Donnerstag, den 20. Avril uocmittanS von 8—12 Uhr in Der Hofreite Asterweg Nr. 25 (vorm. Gewerbeschule). Die Z1olonialwarenvcrkaus3stellc, Neustadt Nk. 6i, ist am Freitag, den 21 . ds. Mts. acschlessen. 3176b Jagd - Verpachtung. Donnerstaa, den 27. Avril dS. Is., nachmittaas 2 Mir kommt der gröbere Teil der Gemeinde agd Cleeberg Bezirk 1, bestehend ans 648 ha Wald und Feld, aus hiesigem Rathaus zur öffentlichen Bervacktung. Cleeberg tut Taunus, den 10. Avril 1 5 16. Der Jagd Vorsteher: Keil. 3191D Kinderwagen ICiapp» ustzd Bp©r>twa§§ei3 alle Neuheiten 500 in großer Auswahl eingetroffen f i’iug. ICsiisiiigerj iiess UM m verbunden mit =3 r für nre Itefilsfe. Kurse sind: VAX Anfertigung eigener Garderobe, Unterricht im Schnittzeichnen u. Zuschneiden. Gründ- S liehe Ausbildung für Haus und Beruf. Vor- «>’ bereitungen zu den gesetzlichen Prüfungen. 8 Wetzl arer-Weg 17 I. IOF-1 Gegenüber dem Bahnhof. 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Mir wissen, Ihr tut es gern. Lasst euch das Geld, das eure Gltern für den Osterhasen ausgeben würden, schenken, und bringt es dem Roten Kreuz. 'Jedes Kind, das uns eine Spende bringt, erhält ein schönes Erinnerungszeichen, das es zu Oftern als Orden tragen und damit beweisen kann, dass es auch für unsere tapferen Soldaten etwas getan hat. Dk Vorsitzende des HUce-frauenwreins vom Roten Kreuz frau 8. Gebhardt. Gaben werden an der Kalle des Roten Kreuzes in der Hlten Klinik entgegengenommen Der Vorsitzende des Zwekjvemns vom Roten Kreuz öliener. 26146 wmm CARL BERG GIESSEN Schuhwarengschäft - Mäusburg Nr. 4 _-Anfertigung nach Maß- Lager fertiger Herren-, Damen- u. Kinderstiefel - Einlagen für Senk- und Plattfüße Alleinverkauf derso beliebten Kinderstiefel -Marke »Petto«- I Haus, 5 Z., Zubehör u. Nutz- 1 garten ob. dementsprechende : Etagenwohnnng i. kleinerem, ! schön gelegenen Cvte Cber= ■ Hessens. Schrift!. Angeb. mit Gröftenangabe, Lage u. 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Der Zweck und die Aufgaben der Anstalten bestehen tu der Heranbildung der Mädchen aus dem Bürger- und Landwirtsstaude äh künfligen tüchtigen Hausfrauen durch angemessenen wirtschaftlichen Unterricht und durch praktische Unterweisung in allen in einem einfachen bürgerlichen Haushalte vorkommenden Verrichtungen und Arbeiten. Gegenstände des Unterrichts find: Hauswirtschaft, Gemüsebau, Oustverwertung, Gesundbetts- und Ernährungslehre. Krankenpflege, Rechnen, Abfassung von Aufsätzen und Briefen, Buchführung, sowie weibltchen Handarbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird Gesang ge« pflegt. Für Wohnung und Mobiliarbenutzung zahlen: a) Mädchen aus Hessen .... 25 Mk. b) Mädchen von außerhalb Hessen 40 „ für den ganzen Kursus. Der Preis für die Verpflegung wird nach den Selbst» kosten beziehungsweise den Preisen der Lebensmittel berechnet. Wettere Kosten entstehen nicht und rst insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Die Anmeldungen, welche biö spätestens Gnde Mai d. Fs. erbeten werden, find bet den Ortsschulkommissionen der Haushaltungsschulen zu Langen bezw. Lindheim etn- zureichen, welche ebenso wie die Landwirtschaftskammer selbst zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit sind. Wegen Berücksichtigung der nach dem 1. Juni 1616 eingehenden Anmeldungen kann Verbindlichkeit nicht übernommen werden. Ucber die Aufnahme entscheidet der Vorsitzende der Landwirlschaftskammer. 3189 D Darmstadt, den 4. April 1916. LMhmch'AfMnMr f.Dt§ krohhcrzogtmMn. Walter. Die schönsten Hüte Wilhelm Noll Größte Auswahl stets zirka 500 bis 600 Stück garnierte DAMEN-, BACKFISCH-, KINDERHÜTE Hute für jeden Geschmack — 1 Echte Paradies-Reiher sehr preiswert ===== ■ 3i82a Hüte in allen Preislagen