Nr. 82 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntage. Die „Gietzener LanriNenblötter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Xreirblatt fiir den Lreir Gießen" zweim«U wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 16 ®. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Donnerstag, 6. Apr il SV16 er Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität? - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Sch ristleitung,Geschäftsstelle ruDruckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle u.Verlag:^^Dö1,Schriftleitung: e=^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. M). Deutscher Reichstag. 3 9. Sitzung, Mittwoch, 5. April. DaS Haus und die Tribünen sind überfüllt. Am Tische des Bundesrats: von Bethmann Hollweg, Helfferich, von Jagow. von Capelle, von Loebell, von Wandel, Lisco, Kraetke, von Schorlemer, von Trott zu Solz, Beseler. Hadenstein, Wahnschaffe. In der Diplomatenloge wohnen der amerikanische Botschafter Gerard und der griechische Gesandte den Verhandlungen bei. Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitznug um 3% Uhr mit bo: Mitteilung von dem Hin scheiden der Abgeordneten Birken- meher (Ztr.) und Obkivcher (Natl.). Der Haushallsplan für den Reichskanzler und die Reichskanzlei sowie für das Auswärtige Ami. Die Beratung über diese Haushaltspläne wird verbunden. Zur Verhandlung steht auch der U - B o o t s - A n t r a g . auf den sich alle Reichstagsparteien mit Ausnahme der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft geeinigt haben. Dieser Antrag aus dem Hauptausschusse lautet: Nachdem sich das Unterseeboot als eine wirksame Waffe gegen die englische, auf die Aushungerung Deutschlands berechnete Kriegsführung erwiesen hat. gibt der Reichstag seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß es geboten ist, wie von allen unseren militärischen Machtmitteln, so auarn, die mit unS und mit denen wir zusammenarbeiten zu unserm gegenseitigen Nutzen. (Stürm, anhalt. Beifall. Abg. Dr. Liebkecht ruft: Die Sie dann überfallen! Große Entrüstung und Lärm. Abg. Liebknecht ruft erneut: Ueberfall! Große Unvuhe. Entrüstungsrufe.) Wissen Sie denn, meine Herren, wie vor dem Kriege das Verhältnis gewesen ist? Da hat die ftiedliche deutsche Arbeit, friedlicher deutscher Fleiß in Antwerpen weithin sichtbar mitgearbeitet an der Wohlfahrt des Landes. Sind wir nicht auch jetzt während des Krieges bestrebt, das Leben des Landes wieder aufzurichten, soweit das nötig ist? (Beifall.) Die Erinnerung an diesen Krieg wird in dem schwer heimgesnchten Lande lange nachzittern. Aber wir können es nicht zulassen, im beiderseitigen Interesse nicht, daß daraus wieder neue Kriege hervorwachsen können. (Beifall.) Ich möchte hierbei noch eine andere Frage berühren. Die russische Regierung ist seit Beginn des Krieges mit allen Kräften bestrebt gewesen, die Deutschen Rußlands und die deutschen Staatsangc- hörigen in Rußland zu berauben und zu verjagen. Es ist unser Recht und unsere Pflicht, von der russischen Regierung zu der- langen, daß sie das gegen alles Menschenrecht begangene Unrecht wieder gut macht und den verjagten und gefangenen Landsleuten die Türen aus der russischen Knechtschaft wieder öffnet. (Beifall.) Das Europa, das aus diesem ungeheuerlichsten aller Krisen erstehen wird, wird in vielen Punkten dem alten nicht gleichen. Das vergossene Blut kommt nicht, das vergangene Gut nur lang- sam zurück. Aber wie es auch sein wird, es muß für alle Völker nt Zukunft ein Europa der friedlichen Arbeit werden. Der Fricdensschluß, der diesen Krieg beendet, muß ein dauernder sein. Ec darf rricht den Keim zn neuen Kriegen legen, sondern muß eine neue endgültige friedliche Ordnung der europäischen Verhältnisse sein. (Abgeordneter Dr. Liebknecht: Geben Sie dem deutschen Volke erst die Freiheit! — Große allgemeine Unruhe und lebhafte Zurufe, Abgeordneter Dr. Kcrschcnsteiner nrffc: ©dpnerfjf 5en ÄerT fhweST — Große Heiterkeit.) Wir jisd m der lsngeu KriLgsgemeinschast mit unseren Bundes- gcmoftem im «u fester verwochfen. (Beifall.) Der treuen Kriegs- Maneradschast maß und wird eine Arbeitsgemeinschaft des Friedens folgen im Dienste der wirtschaftlichen und kulturellen Wohlfahrt der immer enger verbündeten Reiche. (Lebhafter Beifall.) Mr gehen «rch auf diesem Gebiete einen anderen Weg als unsere Gegner. Ich streifte das schon vorhin. England will auch nach dem Fri^enSschöuß den Krieg nicht aufhören lassen, sondern dmrn den Handelskrieg gegen uns mit doppelter Schärfe ein sehen lasten. Erft sollen wir militärisch, dann wirtschaftlich vernichtet werden. Usberaü eine brutale Zerstörungs- und Vernrchtungs- wnt, und der vermessene Wille, ein Volk von 70 Millionen zum Krüppel zu schlagen. Auch diese Drohung wird zerschellen, aber die Staatsmänner, die solche Worte brauchen, mögen eingedenk feint je heftiger zfjtc Worte find, desto stärker sind unsere Schläge. (Lebhafter Beifall.) Und wenn wir über Europa hinaussehen: von jeder Verbindung mit der Heimat abgeschnitten, haben unsere Schutztruppen und unsere Landsleute unsere Kolonien zäh verteidigt, machen sie noch jetzt in Ostafrika heldenmütig dem Feinde jeden Fuß breit Boden streitig. (Beifall.) Aber das endgültige Schicksal der Kolonien wird nich dort, sondern, wie BiSmarck sagte, hier ans dem Kontinent entschi^)en, nnd unsere Siege aus dem Kontinent werden uns einen Kolonialbesitz sichern und der unverwüstlichen deutschen Unternehmungslust eine neue fruchtbringende Tätigkeit eröffnen. (Lebhafter Beifall.) So gehen wir frei und offen, aber mit wächserner Zudersich der Zukunft entgegen, nicht in Nebechekmng und Selbsttäuschung, aber voller Dank gegen u-nsere Krieger und in dem heiligen Glauben an uns urrd unsere Zukunft. Groß und breit wie Berge liegen bei 'unseren Feinden Selbsttäuschung, i n g r i m-m iger Haß und BolkSbetrug auf den Geistern. Die feindlichen Staatsmänner setzen sich zusammen und erfinden immer neue Formeln zu den alten, damit nur dieser Wahn nicht gebrochen werde. Wir haben keine Zeit zur Rhetorik. (Lebhafter Beifall.) Stärker sind die Tatsachen, die wir für uns reden lasten. (Erneuter stürmischer Beifall.) Von allen kriegführenden Mächten ist Deutschland der einzige, der von seinen Feinden au§ dem Munde ihrer Staatsmänner die Vernichtung, die Zerstückelung des Reiches, die Zerstörung seiner militärischen und wirtschaftlichen Macht angedroht wird. Die treibenden Kräfte, die vor dem Kriege die Koalition gegen uns zusammengesührt haben: Eroberungssucht, Revanchelust, Eifersucht gegen den Konkurrenten auf dem Weltmarkt, sie sind auch während des Krieges trotz aller Niederlagen mächtig geblieben. In diesem Kricgszrele sind sich London, Paris und Petersburg einig, und dieser Tatsache stellen wir die andere gegenüber, als die Katastrophe über Europa hereiubrach, wir — anders als 1570, wo Reichslande und Kaisertum jedem Deutschen als selbstverständlicher SiegeSpreis vorschwebten — nur daS eine Ziel hatten, uns zu wehren, uns selbst zu behaupten, den Feind von der Heimat fernzuhalten, und ihn' dort, wo er seine Zerstörungswut so ungeheuerlich betätigt hatte, so schnell wie möglich zu vertreiben. Wir hatten den Krieg nicht gewollt, gegen unseren Willen sind wir hineingezogen worden. Wir find es nicht gewesen, die anderen Nationen Vernichtung ihrer Existenz, Zerstörung ihres nationalen Wesens angedroht haben. Und woher nehmen wir die Kraft, um daheim alle mit der Absperrung unseres Verkehrs verbundenen Schwierigkeiten zu tragen, um draußen die Ueber- zahl unserer Feinde zu überdauern, weiter zu schlagen und zu siegen 7 Will etwa jemand ernsthaft glauben, daß das Ländergier sei? (Abgeordneter Dc. Liebknecht: Jawohl! — Stürmische EntrüstungSrnfe, Abgeordneter Dr. Kerschensteiner ruft: Haut ihm doch eine runter! — Große Heiterkeit). Unsere Soldaten haben große Heldentaten vollbracht, unser Volk hat der Wett jo viel geistiges Gut geschenkt, 44 Jahre lang waren wir die friedliebendste aller Nationen, wir sind nicht auf einmal in Barbaren und Hunnen verwandelt. (Lebhafter Beifall.) Das sind Erfindungen des schlechten Gewissens der am Kriege Schuldigen. (Stürmische Zustimmung.) Die neueste Ausstreuung unserer Gegner ist die Behauptung, daß wir uns auf den amerikanischen Kontinent stürzen wollten. (Heiterkeit.) DaS ist dieselbe Phantasterei wie die Behauptung daß wir brasilianisches oder sonstiges sudamerikanisches Gebiet an strebten. Kaltblütig legen wir diese ^richte übelwollende Anschuldigung zu den übrigen. (Zustimmung.) Meine Herren, um unser Dasein und unsere Zukunft geht dieser Krieg. Weil das ein jeder von uns werß, darum find unsere Herzen und Nerven stark. Für Deutschland, nicht für ein fremdes Stuck Land bluten und sterben Deutschlands Söhne. (Abgeordneter Dr. Liebknecht: Das ist nicht wahrt — Unruhe. Glocke des Präsidenten. Ordnungsruf.) Ich möchte mit einer persönlichen Erinnerung schließen. Als ich das lctztemal im Hauptquartier war, stand ich mit dem Kaiser auf einer Stelle, wohin ich Seine Majestät schon vor einem Jahre begleitet hatte. Der Kaiser erinnerte sich des Vorganges und sprach in tief bewegten Worten über den großen Wandel, den wir in diesem Jahre erstritten haben. Damals standen die Rusien bis zu dem Karpathenkamm. Der Durchbruch bei Gorlice und die große Hindenburgische Offensive waren noch nicht im Gange. Heute stehen wir tief in Rußland. Damals berannten die Engländer und Franzosen Gallipoli, um den Balkan gegen uns in Brand zu setzen. Heute steht Bulgarien fest an unserer Seite. (Beifall.) Damals schlugen wir die schwere Abwehrschlacht in der Champagne. Heute klang bei den Worten des Kaisers der Kanonendonner von Verdun herüber. Tiefer Dank gegen Gott, gegen Heer und Volk erfüllten des Kaisers Herz. Und ich darf wohl sagen, daß mir in dieser Stunde das Ungeheure, was Heer und Flotte für uns in diesem Jahre vollbracht haben, kräftiger und bewegender vor die Seele getreten ist als je. In ernster Stunde ist Ihre und unsere gemeinsame Arbeit, meine Herren, doppelt verantwortungsvoll. Kein anderer Gedanke kann uns beseelen als der: wie helfen, wie stützen wir am besten unsere Krieger, welche draußen für die Heimat ihr Leben in die Schanze schlagen? Ein Geist, ein Wille führt uns; dieser uns alle einende Geist leite auch uns! Er ist es, der über den Kamps der Väter hinaus unsere Kinder und Enkel in eine starke und freie Zukunft führen wird. (Lebhafter, anhaltender Beifall und Händeklatschen.) Abgeordneter Dr. Spahn (Ztr.)" chkeibt cm vielen Stellen seiner Ausführungen auf der Tribüne vollkommen unverständlich. Dem Präsidenten gelingt es trotz mehrfachem Eingreifen mit der Glocke nicht, die Ruhe im Hause her- zustellen.): Ich glaubt im Namen des ganzen Hauses zu sprecyen, wenn ich dem Reichskanzler für seine Ausführungen den Dank und die Anerkennung des Hauses ausspreche. Wir sind alle einig ohne Rücksicht auf die Stammeszugehörigkeit, die Religion und di« Partei. Militärisch und wirtschaftlich stehen wir glänzend da. In unserer Wirtschaft, in Handel und Wandel werden wir dank der Organisation unserer Industrie und unserer wisienschaftlichen Entwicklung England in diesem Kriege besiegen. Unsere Luftschiffe und unsere Unterseeboote haben in den letzten Tagen Ena. lcmd gegenüber große Erfolge erzielt. Auch in Frankreich geht es voran. Wir alle pflichten der Anerkennung für unsere Truppen zu Lande, zu Wasser und in der Luft rückhaltslos bei. Wir muffen ihnen auch, wenn sie zurückkehren, unsere Dankbarkeit durch die Tat beweisen. (Beifall.) Wirtschaftlich geht es uns in Deutschland nicht nur nicht schlechter, vielfach bester als unseren Gegnern. Unsere Gegner haben viel Geld ins Ausland geben lasten müssen, vor allem nach Amerika und Japan. Die Arbeitsverhältniffe sind bei uns günstiger als dort. Arbeitslosigkeit ist fast nicht vorhanden. Frankreich hat neben seinen zahlreichen Arbeitslosen 700 000 Flüchtlinge zu versorgen. Der Redner beschäftigt sich dann mit der wirtschaftlichen Lage in England, Italien und Rußland. Der Kampf in Rußland gegen das Deutschtum vertreibt die Deutschen aus ihren Dörfern und Gehöften auch dann, wenn Vater und Söhne für Rußland bluten. England geht wie bisher weiter rücksichtÄoS gegen die neutralen Staaten vor und vergreift sich an ihren Hoheitsrechten. Den Ausführungen des Reichskanzlers über Belgien stimme ich zu. Mit Oesterreich-Ungarn sind wir in Krieg und Frieden fest verbunden. Die Engländer wollen unsere Industrie und unseren Handel zerstören, sie täuschen sich aber über unsere Kraft. Unser Weltverkehr ist auch im wesentlichen Festlandsverkehr. Unser Kampf wird für die vollständige Sicherung des freien Weltmarktes geführt. (Beifall.) Abg. Ebert (Soz.):i - Die Rede des Reichskanzlers gibt leider wenig Hoffnung auf einen baldigen Frieden. Auch die FriedensauS- spräche hier im Reichstage hat nur ein geringes Echo gefunden. Leider besteht auch bei den sozialistischen Parteien der feindlichen Länder keine Friedensneigung. DaS gilt besonders für Frankreich. Aber eS ist festzustellen, daß die Friedensneigung bei den Völkern immer starker wird. Der Redner verweist auf Stimmen in der Duma und im englischen Unterhause und besonders auf die Rede des Engländers Snowdou. Aber die Staatsmänner der feindlichen Mächte wollen noch keinen Frieden. Das ist heller Wahnsinn, wenn nicht mehr. Ernsthaft kann doch niemand mehr mit der Zertrümmerung Deutschlands rechnen. Wir find ebenso bereit und immer gewillt, Friede zu schließen, wie wir es wahrend des ganzen Krieges g^vesen find. Solange aber die feindlichen Mächte bei ihren Zerschmetterung-- plänen beharren und keinen Frieden schließen wollen, so lange werden wir mit unserem Volk zur Verteidigung unseres Landes zusammen stehen. (Lebhafter Beifall.) UnS Sozialdemokraten ist e§ nicht leicht geworden, mit der Verteidigung unseres Landes auch das herrschende System mit zu schützen. Wir waren unzufrieden mit den wirtschaftlichen Zuständen und mit den politischen Zuständen im Reiche. An unserer grundsätzlichen Stellung ist durch den Krieg nichts geändert worden. Würden aber die Zerstückelungspläne der feindlichen Mächte durchgesetzt werde.i, namentlich die der Pariser Konferenz, so würde durch die Vernichtung der deutschen Industrie und des deutschen Handels die deutsche Arbeiterschaft außerordentlich schwer getroffen werden. Der Kamps der deutschen Arbeiterschaft für ihre Befreiung würde dadurch außerordentlich geschädigt werden. Deshalb schützen wir mir der Landesverteidigung auch die Lebensintereffen der deutschen Arbeiter. Wir verteidigen uns selbst. (Beifall.) Entschieden wenden wir uns aber auch gegen alle Bestrebungen, die von törichten unverantwortlichen Stellen ausgehen und darauf hinauslausen, fremde Völker zu vergewaltigen. Dagegen legen wir Verwahruung ein. Darum wenden wir uns auch gegen die Pläne des Abg. Dr. Spahn über Belgien. (Abg. Dr. Liebknecht: Und der Reichskanzler?) Der Reichskanzler hat erklärt, daß er nicht daran denkt, fremde Völker zu vergewaltigen. Daran halten wir unbedingt fest. Unsere militärische Lage ist günstiger als je während des ganzen Krieges. Deshalb spreche ich offen den unbedingten Fr'edenswillen unserer Partei aus. Angesichts der ungeheuren Opfer des Krieges ist es die sittliche Pflicht aller Staatsmänner, einer Verständigung der Völker die Wege zu ebnen. Die den Gedanken abweisen, laden eine schwere Schuld auf sich. Auch nach den heutigen Ausführungen des Reichskanzlers erwarten wir von der Reichsregierung, daß sie zu der im Dezember ausgesprochenen Friedensbcreitschast steht und bereit ist, dem Blutvergießen ein Ende zu machen, sobald ein Friede möglich i st, der dem deutschen Volke die politische Unabhängigkeit, die Unversehrtheit des Reiches und die trirffchaftliche Entwicklungsfreiheit sichert. (Abgordneter Dr. Liebknecht: Die Eroberungspläne des Reichskanzlers! — Lautes Lachen.) Weil der Krieg allen Völkern Europas unheilbare Wunden schlägt und Europas wertvollsten Kulturbesitz vernichiet, erheben wir die Stimme für den Frieden. Gegenüber dem Absperrungskrieg Englands ist schar fe Abwehr geboten. Wir kämpfen um unsere Existenz. Darum haben wir das Recht auf unserer Seite, wenn wir die englische Hungerblockade mit dem U-Boot-Krieg beantworten. (Zustimmung.) Er ist eine Maßregel der Selbstbehauptung. Verhängnisvoll wäre es, wenn wir die Neutralen für den englischen Aushungerungskrieg verantwortlich machen wollten. Der rücksichtslosen Torpedierung würden wir mit äußerster Schärfe begegnen muffen. D i e Rechte der Neutralen muffen auf das gewissenhafteste respektiert werden (Zustimmung), da der vorliegende Antrag diesem Standpunkt gerecht wird, und nur unter dieser Voraussetzung stimmen wir ihm zu. (Abg. Liebknecht: Hört, hört! — Gelächter.) Wir handeln in Notwehr. Die beste Waffe gegen den Aushungerungskrieg ist eine wirksame Organisation unserer Volksernährung und entschlossene Durchführung. Das Privileg des Geldbeutels muß beseitigt werden. Der Regierung hat es oft an Voraussicht gemangelt. Meist wurde zu spät erngegrifsen. Besonders zu wünschen ließ die Durchführung übrig. Was Herr von Olden- burg--Jcmu schau in der Kartoffel frage mit der ihm eigenen Offenheit gesagt hat: das Papier ist geduldig, kennzeichnet treffend die schwache Seite unserer Lebensmittelversorgung urrd ist bezeichnend für das Verhalten weiter Jntereffentenkreise und für die Rolle, welche Preußen in der Frage der Lebensmittelversorgung spielt. Die Versammlungsfreiheit wird immer noch ungebührlich beschränkt, die Reichsregierung hatte doch die freie Behandlung der Steuervorlagen zugesichert. Wenn baö Militär sich um solche Regierungserklärungen nicht kümmert, fo schadet daS dem Ansehen der Regierung. DaS Volk sieht in solchen Verboten nur Schikanen. Wo bleibt die versprochene Vorlage über den nicht-polttischen Charakter der Berufsvereine (Gewerkschaften)? Die Vorlage muß auch die Landarbeiter umfassen. Die in Preußen endlich versprochene Wahlreform ist sehr unbestimmt gehalten, gilt aber Herrn Heydebrand für ganz unverantwortlich. Die Wahlreform ist keine Gegengabe für unsere Haltung im Kriege. Wer aber glaubt, die Lehren dieses Krieges übersehen zu können, wird eine furchtbare Enttäuschung erleben. Die aus den Schützengräben heimkehrenden Masten werden von stolzem Selbstbewuhtfein erfüllt sein. Sie wird der feste Wille tragen, daß der Staat, für den sie daS Leben in die Schanze schlagen, nicht die Verwaltungsmaschine einer kleinen bevorrechtigten Klasse bleiben darf. Diese? Schützengrabengeschlecht, daS monatelang in Kampf und Gefahr gemeinsam dem Tode ins Auge geschaut hat, läßt sich nicht wieder in die Drahtver- hauedeSDreiklassenwahlsyftemshineinzwingen. (Beifall bei den Soz.) Deshalb mutz die Friedensstunde die Sfirnde der staatsbürgerlichen Gleichberechtigung sein. Hierauf wird die Weiterberatung auf Donnerstag 1 Uhr vertagt. Schluß 5% Uhr. Aus neuen Briefen von ßerdmcm- Gregorovius. Die Biographie von Ferdinand Gregorovius, dem klassischen Geschichtsschreiber des mittelalterlichen Roms, hat mit der Schwieri gleit zu 'kämpfen, daß er selbst durch die Verbrennung des größten Teiles seines Briefwechsels viele Spuren seines Lebensganges hinter sich verwischt hat. Auch hat er von seinen Freunden die Vernichtung seiner Briefe gefordert und dadurch ist zweifellos eine Menge wertvollen Materiales den Warnen -um Opfer gefallen. Dennoch ist es nach und nach der Forschung gelungen, von den Briefen Gregorovius eine Anzahl ans Licht zu ziehen, und ein glücklicher Fund, den der bekannte Literatur- forscher Heinrich Hubert Hauben im neuesten Hefte der Deutschen Rundschau (Verlag von Gebr. Paetel in Berlin) veröffentlicht, wirst nun auch auf diejenige Lebenszeit Gregorovius, die bisher am undurchsichtigsten geblieben war, Licht. Das ist seine jugendliche Entwickelung, die aus Dunkelheit, Drangsal und Not unter schweren Kämpfen zum Lichte rang. Gerade dieser Periode seines Lebens gehören die von Hauben veröffentlichten Berichte an, die an seinen vertrauten Studienfreund Ä l b r e ch t Pancritius in Königsberg gerichtet sind. Es sind echte Fremckesbriese, ganz durchtränkt von gemeinsamen Erinnerungen und von rückhaltloser Offenherzigkeit. Tie Briefe entstammen den ersten Jahren nach Gregorovius Uebersiedlung nach Italien, Und für seine geistige Entwickelung ist es interessant, darin ' zu beobachten, wie er sich unter dem Einflüsse der römischen Welt immer mehr nordischer Romantik entfremdet. So beurteilt er das ihm von dem Freunde zugesandte finnische Epos Kälojo- hannes als „mehr als absurd", wenn man es in Rom und nicht weit von den Gräbern der Scipionen liest. Die Lüfie sind hier zu klar, und sie Berge und Geister haben hier zu scharfe Konturen. Ein Volk aber, das so große Ochsen schildern kann, wie jenen, auf dessen Rücken ein Wiesel ein Jahr zu laufen hat, ist mit Recht dazu verdammt, ewig Tran zu saufen. Solche ranzige Seehundspoeme sollte man doch füglich nicht vorzerren, um den menschlichen Verstand noch mehr zu belasten." Auch sonst zeigt es sich, daß Gregorovius in der römischen Luft einen neuen Blick für Menschen und Tinge oes Nordens bekommt. So kennzeichnet er einmal die literarischen Verhältnisse in seiner vstpreußischen Heimat mit den Worten: „Es ist Doch! merkwürdig, was die K'önigs- berger für einen Trieb zu Kompendien und Bücheraufspeicherung haben. Es ist schrecklich für einen Psychologe, die Entstehung solcher Dinge in der menschlichen Phantasie zu bedenken. Ihr seid'reckte Byzantiner oder Alexandriner, gelehrte Papparbeiter — und es' fehlt überall der elektrische Lebensfmikc. Mir ist wohl, daß ich- jene Luft nicht mehr atme." In einem Briefe vom 26. März 1856 macht Gregorovius den Freund mit dem Plane seines g-.osten Lebenswerkes bekannt. „Ich arbeite jetzt an den: Schluß meines Lebens, dic^ ist die Geschichte der Stadt Rom int Mittelalter, die ich Chronik von Rom nenne, sie umfaßt 1000 Jahre. Ich habe nun den Stil und die historische Majestät für diese großen l Dm ge; sollte ich sie vollenden, so hat wohl nie ein Mensch ein. j gleiches Unternehmen in solcher ArmUt geleistet. Mer ich sage Fortia agere et pati vomanum (tapfer handeln und leiden ist römisch). Gegen 400 Autoren find hinter mir. . . Es gibt kein Elend der Welt, welches ich nicht mit stoischem Gleichmut ertragen wollte, hätte ich diese Arbeit getan." Im Jahre 1859 sprach sich Gregorovius dem Freunde gegenüber auch einmal über die politischen Verhältnisse diesseits und jenseits der Alpen aus, und dabei zeigte sich!, daß die dauernde Entfernung von der Heimat sein politisches Urteil doch trübte. „Bon Preußen — so schrieb er damals — wird schwerlich die Initiative und das Glück des Vaterlandes kommen, denn dieser Äaat ist ohne Genie. Wie soll aus Nazareth was her kommen? Nur ein Erdbeben kann uns helfen, und bei uns Deutschen kommt die Reform oder das Hell nicht aus heller, sondern immer aus unheller Haut." In dieser letzteren Bemerkung liegt eine Beobachtung über die Geschichte und den Charakter unseres Volkes,. die vielleicht gegenwärfig besonderes Interesse zu erwecken geeignet ist. * Ein Bund zur Erhaltung der amerikanischen Vogel Welt. Der Vogeltnord ist in den Vereinigten Stauen so rücksichtslos betrieben worden, daß die amerikanische Vogelwett geradezu der Gefahr des Aussterbens ausgesetzt ist. Um dieser Gefahr zu begegnen, hat sich nun in der Union ein Bund zum Schutze und zur Erhaltung der Vögel gebildet. IM Dienste des Bundes steht Fräulein Virginia Hope, die sich durch ihre hingebungsvolle Tätigkeit zum Besten des Vogelschutzes den Namen „Die Vogelfreundin" erworben hat. Der Bund beabsichtigt jetzt in den Vereinigten Staaten eine tvirksame und in ihrer Art originelle Werbetätigkeit zu entfallen, indem er in jeder Stadt der Union einen „Vogel tag" veranstalten wlll. An diesem Tage soll in einem Gasthofe, in der Sladthallc oder irgend einem anderen öffentlichen Gebäude eine Ausstellung in Gestalt einer Art großen Vogelnestes stattfinden, die das amerikanische Vogelleben anschaulich vor Augen führen soll. Diese Schau ist allgemein zugänglich und besonders die Kinder sollen durch den Besuch der Msstellüng zur Liebe und zum Vcrständniffe für die Vogelwelt erzogen werden. Diese Veranstaltung ist als Wanderausstellung gedacht Und soll von einer Stadt zur anderen ziehen. Es ist aber noch, eine besondere Anziehung für sie geplant. Das ist eine Aufführung nach der Art der altenglischen „Moralitäten". Der Dichter Percy Maclahe hat in formschönen Versen darin das Geschick der Vögel geschildert und versucht, Teilnahme für sie zu erregen. Tie .Hauptrolle nfird von eurer jungen Dame gegeben, die als Vogel gekleidet auftritt. Diese „Moralität" wurde zum ersten Male in der im Staate New Hampshire gelegenen Stadt > Meriden in Anwesenheit des Präsidenten Wilson und» seiner ! damaligen ersten Gattin, sowie seiner Tochter Eleanor mit großem Beisalle aufgeführt. Meriden ist überhaupt ein Mittelpunkt der Vogelschutzbewegung. Dort werden regelmäßige öffenlliche Vorlesungen über Vogelschutz und Vogelmord gehalten und eine Bürgerfit der Stadt, Fräulein Helen Woodruff Smith hat dem Vogelklub von Meriden 1000 Dollars gespendet, um auf einem mit dieser Summe erstaudenen Gelände ein Bogelschutzgebiet zu errichtet. Der Leiter der ganzen Bewegung, Ernest Harold Baynes, hofft dmch sie entweder das Eingreifen der Gesetzgebung überflüssig zu machen oder aber, wenn es sich doch als nötig en«»'en sollte, es wesenllich zu erleichtern nnd zu beschleunigen. — Giordano Bruno — das Urb^ld Haml ets? Zu unendlich vielen Deutungen der Hamlet-Gestalt gesellt jetzt der italienische'Shakespeareforscher Paolo O ranv eine neue, die des Interesses nicht entbehrt. Orano versucht in einer kürzlich im „Giornale d'Jtalia" erschienenen Auffatzreihe nacktznweisen, daß diese subjektivste aller dramatischen Figuren Shakespeares aus ein geschichtliches Modell zurückgehe, und daß das Urbüd Hamlets kein anderer sei, als der römische Freidenker Giordano Bruno. Wie Orano meint, lassen sich im Hamlet zahlreiche An-, klänge und Zitate aus Brunos „Candelajo", aus seiner „Cena delle Ceneri", ans dem „Spaccio della Bestia Trionfante" feft-- stellen, auch die „Eroici Fnrvri" scheinen bei der Mfassung des Dramas Pate oeftcntden zu haben. Die Worte z. B., die Hamlet liest, als Polomus ihn fiagt, nwrin er blättere, stammelt aus dem „Spaccio della Bestia Trionfante". Shakespeares Kenntnis von Brunos Werken erklärt Orano durch die Tatsache, daß Bruno, als Shakespeare zwanzig Jahre alt war, in England landete, durch London reiste, in Oxford wirkte und durch den französischen Botschafter Castelnau de Mauvissiere der Königin Elisabeth vorgestellt wurde; da „Hamlet" erst 1603 abgeschlossen worden ist, so ist es sehr »vohl Möglich, daß Shakespeare die Schriften des italienischen Philosophen längst kennen gelernt hatte, zumal da der gegen Bruno angestrengte Prozeß in England das lebhafteste Interesse für sein Schaffen erregt hatte. Ter Name Polonius dürfte nach Oranos Meinung aus Brunos Polyhymnius Shakespeares Coram- bis aus Brunos Coribante zurückgehen. Was den Zusammenhang noch interessanter gestattet, ist der Umstand, daß im 17. und 18. Jahrhundert eine später von Leopold Schefer, dem Freunde des Fürsten Pückler-Muskau, dichterisch verwertete. Brunolegntde lebte, die über eine Art Fernwirkung von Brunos Tode in Eng-, land berichtete. Am selben Tage und in derselben Stunde, er« zählte sie, in der Bruno aus Dem Campe de'Fiori den letzten Seufzer aushauchte, empfanden 'Elisabeth und Shakespeare »nie durch einen magnetischen Schlag den Tod des Philosophen. Ter ^u« sammenhang, den die Legende andcntel, sch."int durch die Aehnltch- feit der Charaktere des Dänenprinzen nnd des Denkers bestätigt zn ^werden, zumal da die Worte, die Hanrlet sterbend dem Horatio zuruft, dieselbeir find, die Brtmo fit seinem letzten Augenblicks sprach. Aus hindenburgs Zokdatenlaufbahn. Zu seinem fünfzigjährigen MilrtürjiMllium, 7. April. In viel« Berufe wächst man hinein, Soldat i st min, und so »at auch der größte Feldherr des jungen Jal/rhunderts, der nmi feit fünfzig Jahren des Königs Rock trägt, nie ver- leugnet, wozu er bestem,nt war. Durch Hindenbnrqs Linder- zeit wehte kriegerisch,or Troinmelklung, von den öippen der Gropmntter, a.us dem Mundo eines alten Gärtners ward chm lebendige Kunde von den Drangsalen und Großtaten der Freiheitskriege, der Vater tvar Offizier, die Mutter stammte aus einer Offizierssmnilie, die Amme war Marketendern: gewesen — so schwankte der kleine Paul nicht einen Augendttck, welchen Beruf er später ergreifen wollte. Es lvar jellfitverständlich, daß, er so früh wie möglich ins Kadettenkörp-s eintrat, selbstverstäridlich, daß. er am 7. April 1866 wenige Monate vor Ausbruch des deutschen Krieges, 18ja$ri0, in das preußische Heer eintrat. Das geschah in Danzrg; das Regiment, das ihn ausnahm, war das dritte Garderegiment zu Fuß, das damals als Schwesterregiment des ersten neu errichtet wurde; in seinem Verbände ruckte er im Sommer als Leutnant ins Feld Und erntete im Kar- tätschenseuer von Königgrätz die ersten Lorbeeren. Leutnant von Hindenbnrg führte damals einen Schützenzug, der von einer eilig ans Rosberitz heranjägenden Batterie empfindlich auss Korn genornmen wurde; er ließ sofort Schnellfeuer eröffnen und warf sich, dann im Sturm auf die Geschütze. Eine Kugel streifte ihli am Kopfe urtt> warf ihn für einen Augenblick betäubt zu Boden; als er wieder aufsprang, waren drei Kanonen bereits erobert, zwei andere wollten sich davon machen, wurden dann aber auch noch eingeholt Und übenvältigt. Der rote Adlerorden vierter Klasse war sein Löhn; es bedurfte dessen nicht, um,den jungen Offizier anzuspornen, lebte er doch seinem Berufe mit Leib und Seele. „Es ist die höchste Zeit, daß die Hindenburge mal wieder Pulver riechen," schrieb er vor Ausbruch des Krieges nach Hause, „unsere Familie ist darin leider seltsam vernachlässigt." Und beim Ansmarsch füyte er hinzu: „So leid es nrir tut, euch nicht noch einmal sehen zu können, so freue ich mich doch liber diese buntbelebte Zukunft; für einen Soldaten ist ja Krieg der Normalzustand, und außerdem stekr-e ich in Gottes Hand. Falle ich, so ist es der ehrenvollste Uno schönste Tod, eine Verwundung muß ja auch nur zum Besten dienen, und kehre ich unversehrt zurück, um so schöner." Aus dieser Ernpfitftmng heraus ist die Schlacht für ihn ohne Schrecken: „Hört man die ersten Kugeln, so wird man in eine gewisse Begeisterung versetzt (sie werden stets mit Hurra begrüßt), ein kurzes Gebet, ein Gedanke an die Lieben in der Heimat und den alten Namen, und dann vorwärts ! Mit der Zahl der Verwundeten umher macht die Begeisterung einer gewissen Kaltblütigkeit oder mehr Gleichgültigkeit gegen die Gefahr Platz. Die eigentliche Aufrebung tonrmt erst noch, dem Gefecht, wo man die Greuel des Krieges in den schrecklichsten Gestalten mit mehr Muße ansehen Muß." Auch den Krieg von 1870/71 machte Hindenburg beim dritten Garderegiment zu Fuß mit und zwar größtenteils als Regimentsadjn-tant; er focht bei St. Privat, Becrumont und Sebent mit, nahm an der Belagerung von Paris und an den Aus falls gesechten bei Le Bourget, Startes und Epinal, teil und erhielt neben den Schwertern zum Roten Adlerorden das Eiserne Kreuz zweiter Klasse; auch in diesem Feldzuge blieb ihm die eherne Kaltblütigkeit, die ihn bei Tannenberg und an den Masurischen Seen nicht einen Augenblick verlassen hat, treu. Nach der furchtbaren Schlacht bei St. Privat konnte er schlicht nach Hanse schreiben: „Ich begreife selbst nicht, wie ich! bei der ganzen Aktion so kaltblütig sein könnte. Ich habe öfters nach der Uhr gesehen und alle Gesechtsinomente an Ort und Stelle gleich auf dem Pferde notiert." Daß er unter diesen Umständen vorwärts kommen würde, war voranszusehen, und so wurde er bereits 1872 Premierleutnunt; von 1873 bis 1876 zur Kriegsakademie ab kommandiert, wo er zu den engeren Schülern des kürzlich verstorbenen Professors Oberstleutnant P o ch ha m - m e r gehörte, wurde er dann zur Dienstleistung im Generat- stab herangezogen und hat von da ab mit kurzen Unterbrechungen beinahe ständig als Generalstäbler gewirkt: seit 1878 als Hauptmann im zweiten Armeekorps, seit 1881 im General stab der ersten Division zu Königsberg, dem er nach Absolvierung einet kurzen Kompagnieführerzeit im 58. Infanterieregiment in Fraustadt (Provinz Posen) unter Beförderung zum Major bis 1888 angehörte. In diesem Jahre wurde er zum Generalstab des dritten Armeekorps versetzt und im nächsten als Abteilungschef in das Kriegsministerium berufen. 1891 wurde er Oberstleutnant, zwei Jahre später erhielt er das 91. Infanterieregiment in Oldenburg, 1893 stieg er zum Oberst auf, 1896 trat er an die Spitze des Generalstabes des 8. Armeekorps. Das Jahr 1897 brachte ihm die Beförderung zum Generalmajor, 1900 wurde er Generalleutnant und befehligte als solcher bis 1903 die 28. Division in Karlsruhe, und im Januar 1903 erfolgte seine Ernennung zum Kommandierenden General des 4. Armeekorps in Magdeburg. 1905 wurde er zum General der Infanterie befördert und 1911 auf eigenen Wunsch zur Disposition gestellt. In dieser ganzen Zeit ist Hindenburg sich immer gleich geblieben, ein unermüdlicher, ernster Arbeiter, der das Wort unwichtig" aus seinem Wortschatz gestrichen hatte, ein Offizier, der in strategischen Problemen lebte und doch dabei ein vortrefflicher Kamerad, ein gütiger Vorgesetzter blieb, dem der Dienst nicht die Freude au geselliger Behaglichkeit, an einem glücklichen Familienleben zu stören vermochte. Der eiserne Sieger von Dannenberg hat nie verleugnet, daß er ein Herz besitzt, tausend Züge stimmen darin überein, daß er von rücksichtslosem Strebertum ebenso entfernt war, wie von kommißhafter Ueberhebung. Wie er sich zu seinen Untergebenen stellte, das veranschaulicht ein hübsches Geschichtchen, das aus seiner Fraustadter Haupt- mannszeit berichtet wird. Ein Soldat erhielt damals die Nachricht, sein Vater sei schwer erkrankt, er möchte umgehend Urlmrb nehmen und nach Hause kommet:. Da in den andevn Kompagnien des Regiments nur bei Sterbefälten Urlaub gewährt wurde, versprach sich der Mann von einem derartigen Gesuch nur wenig Erfolg, reichte es aber trotzdem beim Unteroffizier ein, durch den es an Hauptmann von Hindenburg gelaugte. Dieser entsprach sofort dem Gesuche, ordnete an, dem Soldaten von der Kompagniekammer eine gute Uniform zu geben, und wies einer: Gefreiter: an, ihn zur Bahn zu bringen, damit er bei: rechten Reiseweg einschlage. Bei der Rückfahrt lverpaßte der Urlauber seinen Zug und kam in Fraustadt mit einem halben Tag Verspätung am Das liebliche wäre nun gewesen, daß der'Mann in den' Kasten gewandert wäre, Hindenburg ließ^abcr die Entschuldigung geltet: und diktierte Ihm keine Strafe zu, da irgendwelche Klaget: über die Aufführung des Mannes nicht Vorlagen. Der gat^ze Hindenbnrg liegt in dieser Geschichte, der ganze Hindenburg, der seine Soldaten nicht nur als Material betrachtet, sondern sie auch als Menschen wertet und behandelt. ANS Siafci mi$ Co«©. G ießen, 6. April 1916. Die Tätigkeit des Lesehalle-VereirrS. Mat: schreibt uns: Der Lesehalle-Verein hat im Kriegsjo.hr 1915 seinen Aufgaben mich Kräften gedient. Trotzoem — bei gebotener ^Sparsamkeit — wenig neue Bücher angeschafft wurden, sind im ganzen 28117 Bände aus der Bücherhalle ausgeliehen worden gegenüber 25 043 in: Jahre 1914. Diese Steigerung um über 3000 Bände wäre in Friedenszeiten. durchaus als erfreuliches Ergebnis zu buchen, in den gegenwärtigen Zeitläuften liegt sie nicht in Der Linie gleichmäßiger Entwicklung: es wirkt sicherlich der Drang mit, durch planloses Leset: über gespannte, besorgte oder leere Stunden Hinzugleiten. Das soll mm: nickst loben und nicht sckielten. Es muß uns für jetzt genug sein, daß unsere Benutzer nichts dem Inhalte nach Schädliches in die Hände bekommen. Vielen ist Muße und Tätigkeit, ist alle Gewohnheit des Daseins verschoben und verändert, und mancherlei geistiges Wesen und Streben, ^das vordem verborget: blieb, wird an der Oberfläche sichtbar. Das Bedürfnis nach, tiefer Bildung äußert sich, unstät noch und oft verworren, aber vernehmlicher als in den Zeiten gesicherten Behagens. Bei unfern Truppen in der Garnison, bei Rekruten tmd Landsturmleuten, bei Vernnmdeten und Genesenden tritt es zutage. Aus dem Felde vernehmen wir, was unsere Hoffnung beflügeln muß. Im Unterstand und in der Ortsunterkunft sind an allen' drei Fronten f r e i 2 Bereinigungen entstanden zwischen Lehrern aller Grade und Bauern und Arbeitern zu ge- mcinsatner Lektüre und gemeinsamen: Unterricht im Geben und Nehmen herüber und hinüber — im Angesichte der Gefahr findet sich der Deutsche zum Deutschen. Dieser neue Geist hat uns angesprochen aus den Dankschreiben auf unsere W e i h n a ch t s - gäbe. Wir hatten an die Kompagnien unseres Regiments je ein Bücherpaket geschickt mit ans ge wühl den Erzählungen, Schriften über Geschichte und Naturgeschichte, Volksausgaben der Klassiker; auch Bilderheste waren beigelcgt, „damit in eure rauhe Welt ein Strahl von Kunst und Schönheit fällt." „Den Verteidigen: unserer geistigen Güter" hatten wir die Sendung gewidmet, sie ist sehr günstig ausgenommen worden und hat hie und da den Grundstock einer Ko m Pa gn i e bi bl io* t hek abgegeben. Auch einzelne Soldaten haben sich draußen der heimatlichen Bücherhalle erinnert und Wünsche an uns gelangen lassen. Ihnen hilfreich! zu sein, war unseren Bibliothekarinnen! eine besotrdere Freude. Die Lesehalle am Selterstor wird viel besucht. Des Zeitungslesens ist ja kein Ende im Wellenschlags der Geschichte. Wer aber heilsame Entspannung sucht zwischen dent vorigen und dem nächsten Tagesbericht, der wird sie finden in Broschüren, in Wochen- und Monatsschriften. Auch hier bleiben wir zumeist im Bereich der Zeitereignisse, aber der Blickpunkt ist eit: anderer, und wir versichert: uns leichter der notwendigen „Ruhe in der Be- weguttg". Die Kutrst mag uns heute nur flüchtig berühren, sie wartet auf eine stillere Zukunft; die Sttmmjung für ihre Gebilde ist auch jetzt nicht verflogen. Es war» uns möglich, die reiche Schuchardsche Sammlung im Verkehr über Bücherhalle und Nni- versitätsbibliotlstk nutzbar zu machen. * Stadt, Kreis und Bezirkssparkasse haben uns wie früher unterstützt, und auch die Bürgerschaft ist uns treu geblieben. Die Verminderung der Vditgliederzalst von 324 aus 296 ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Verschiebungen unerheblich zu nennen. Daß Friedensanftalten wie unsere Bücher- und Lesehalle in solcher Kriegszeit bestehen und das ihrige leisten dürfen, bestärkt tinsern Stolz und erhöht unsere Zuversicht. ' ». ** Eine Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung ist auf Freitag, den 7. April 1916, nachmittags 5 lkhr, anbercrurnt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Mitteilungen. 2. Errichtung eines Logier- Haus-Erweitevungsbaues auf dem Grundstück Flirr X Nr. 128 durch die Gewerkschaft Gießetter Braunsteinb>ergwerke. 3. Errichtung eines Aufenthalts raumes am Wißmar er Weg durch die Firma A. u. W. Denninghoff. 4. Umbauten im Gaswerk; hier: Kreditbewilligung. 5. Gaslieferung für die Beleuchtung der Wagen auf dem Bahnhof Gießen; hier: Krediterweiterung. 6. Beschaffung von Zählern für das Elektrizitätswerk; hier: Kreoitbew-illigung. 7. Festsetzung des Preises für Eis aus dem Schlachthof. 8. Verkauf einer alten Feuerspritze. 9. Rechnung der Plockschen Stiftung für 1914. 10. Voranschlag der Plockschen Stiftung fiir 1916. 11. Voranschlag der Armenkaffe für 1916. 12. Gesuch des Kinder- gartenvereins um Unterstützung. •• Auszeichnung. Dem Lehrer an der Stadtknabenschule, Leutnant der Res. Adam wurde für die Kämpfe bei Derdun da? Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen und vom Kaiser persönlich überrreicht. — Leutnant der Reserve Gerichtsreferendar Nudott B r ü ch e r vom Jnf.-Regt. 140 erhielt bei der Durchführung einer gewaltsamen Erkundigung das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Außerdem erhielt er am 25. März die Hessische Tapfer- keitSmedatlte. **ZurErledigungderanläßlichder Ausfuhr-, Durchfuhr - und Einfuhrverbote dem Reichskanzler obliegenden Geschäfte ist eine besondere Dienststelle eingerichtet und mit ihrer Leitung der Präsident des' Kaiserlichen ^tattfttscben Amts, Herr Delbrück, bettaut »oorden. Er führt im amtlichen Verkehr die Bezeichnung „Reichskommissar für Aus - und Einfuhrbewilligung". Seine Eteschäftsräume befindet: sich in Berlin W., Lützowufer8. Die Zentralstellen für Ausfuhrbewilligung unterstehen dem Reichsbommissar. Zur Vermeidung von Verzögerungen muß daher dringend empfohlen werden, Änttäge, betreffend die Ausführ-, Durchfuhr- und Einfuhrverbote, foferu sie nicht. zunächst den Zentralstellen für Ausfuhrbewilligungen zuzustellen sind, nicht an das Reichsautt des Innern, sondern an den Rei chs - komnrissar für At:s- und Einfuhrbewilligung, Berlin W. 10, L ü tz o w u f e r 8, zu richten. ** Warnung. Der Polizeipräsident von Frankft:rt warnt nochmals vor dem Treibet: des ehentaligen Pfarrers Theodor Gustav Immanuel Wange mann, anr 17. April 1865 zu Cam- min in Pommern geboren, der am 25. Februar d. I. nach Verbüßung einer Gefängnissttase gegen den 8 175 Stt.G.B. und wegen unberechtigten Tragens von O fsiziers-Umform aus der Strafanstalt entlassen worden ist. Er hat sogleich wieder Verkündungen ix. a. mit Geistlichen, deren Gastfreundschaft er rtt Anspruch nimmt, angeknüpft und darauf hingearbeitet, bei Versammlungen religiöser Gemeinschaften (Sekten) aller Art als Redner auszutreten, natürlich nur für seine So-nderinteressen Propaganda zu machet:. Wangemann hak dabei auch schon wieder dett Versuch gentacht, für „fein, Waisenhaus in Rustschuk in Bulgarien" zu kollektteren, ttotzden: ihm kurz vor seiner Entlassung amtlich eröffnet worden ist, daß das Kaiserlich deutsche Konsulat in Sofia das yöttge vorbereitet hat, um zu verhittdern, daß er seine frühere Tätigkeit dort ^wieder auftiintmt. * Die DarlehenSkaffenscheine zu 50 Mark. Beschreibung der auf Grund des Gesetzes vom 4. August 1914 ausge fertigten Scheine. Tie Dqrlehenskai'smtscheine zu 50 Mark sind 15 Zentimeter breit und 10 Zentimeter hoch. Sie bestehen aus Hanfpapier, das als fortlaufendes natürliches Wasferzeichett eine von Lorbeer- zweigeit umgebene Kaiserkrone trägt. Auf der Rückseite befindet sich links ein aus gemischten (roten, blauen, grünet: und gelben) Pflanzenfasern bestehet!der Streifen. — Die Vorderseite enthält eilten Untergrund in gelblicher, rotbrauner und gomrblauer Farbe. Der äußere graublaue Raud> zeigt zwischen geraden Ein- fassmigslinien eine verschlunaetie Guillochen mit Rosettett in den vier Ecken. Aus der J'imensläche befinden sick> stilisierte Reichs- abz eichet:. Tie linke Gruppe v on Ab Zeichen ist von eurer aus einzelnet: Bogen bestehenden Umrahmungen umgeben und zeigt ein senkrecht stehendes, graublau gehaltenes Schwert vor einer bm Hintergrund mit ihren Sttahlen erfüllendar Sonne, darüber zwei kreuzweise angeordtrete Zepter und über deren Mitte, ine Sonne zum großen Teil verdeckend, die Karserttone, Sonne, Zepter und Krone srud in rotbrauner Farbe gedruckt. Rechts befindet sich an entsprechender Stelle, ebenfalls in einer gleichartigen Um- rahnmng, eit: Reichsadler in rotbrauner Farbe. Zwischen den beiden Gruppen von Reichsäbzeichen steht oben und unten je eme schraffierte 50 in rotbrauner Farbe. Im übrigen ist der Untergrund der Vorderseite durch ztveifarbige «gelbe und graublaue) Stenre und Rosetten ausgefültt, die zrmr Teil die Zahk 50 enthalten. Der freie Papierrand der Vorderseite läßt einen gelblichen, aus Punkten bestehenden Utttergrund erkennen. — Ferner enthält die Vorderseite folgenden Aufdruck in detttscher Schrift: Darlehenskassenschein. Fünfzig Mark. Berlin, 5. August 1914. Reichsschuldenverwaltung. v. Bis hoffshuusen Warnecke Viereggt Müller Noelle Diclchuth Springer In den beiden unteren Ecken ist der Kontrollstentpel in tiefblauer Farbe und darunter aus beiden Seiten der Sttaffatz angebracht. Textauftruck und Strassatz sind in grünlich-schwarzer Farbe hergestellt. Tie R ü ck s e i t e ist in grüner Farbe gedurckt und zieigt einen in der Mitte geteilten rechteckigen Rahmen, auf dem schraffierte Verzierungen, durch lichte Eck- und Mittelstücke unterbrochen, aus dunllem Grunde l)ervortteten. In jedem der beiden ein- geschlossenen Felder befindet sich in medaillonarttgem, verziertem Rahmen, links von stilisierten Eichen-, rechts von sttlisierten Fich tenzweigen tnit Früchten umgeben, ein Brustbild der Germania. Beide Bilder haben das Antlitz einander xugewendet: das aufgelöste Haar ist mit der Kaiserkrone und einem Lorbeerkranz geschmückt: die erhobene Hatrd hält einen Zepter, besten Spitze den preußischen Mer ttägt. Ter übrige Teil innerhalb des Rahmens wird von einem aus verschlungenen Linien gebildeten Untcrgrundmuftcr mrsgefüllt. Nach außen ist der Rahmen von einem doppelten Rand in zartem Linienmuster umgebet:. — Der Aufdruck, welcher die Brustbilder der Germania und die sie umgebenden Verzierungen teilweise verdeckt, lautet in deutsche- Schrrft: Darlehenskaffenschein. Fünfzig Mark. Darunter befindet sifti in kräftiger, leicht verzierter Ausführung die Zahl 50, die mit ihrer unteren .Hälfte in die untere Leiste des Rahmens, sie unterbrechend, hineinreicht. Umzogen sitrd die Ziffern von einem schmalen weißet: Rande. Außerhalb des Rahmens, auf der zarten Linien Umrandung, sttrd links imtert und rechts oben Buchstabe und Nummer des Scheins in roter Farbe ausgedruckt. Der freie Papierrand läßt einen in gelber Farbe hergestellten Schiutzdruck erkennen. Dieser besteht aus einzelnen schräg gestellten. Zeilen, die aus den sich wiederholenden Worten DARLEHENSKASSEN SCHEIN MARK FÜNFZIG MARK zusammengesetzt sind. Alrchrrche Nach richte«. I;raelitijche Keligionrgrmein-e. Sottrr-ienft in der Synagoge (Süd-Anlage^ Samstag, den 8. April 1916: Vorabend: 6.45 Uhr. Morgens: 9.66 Uhr. Nachmittags: 3.36 Uhr. Sabbatausgang: 7.55 Uhr. Srraelitischc Neligionsgesellschast. - Sotterdieilst. Sabbatfeier am 8. April 1916* Freitag abend 6.46 Uhr. Samstag vormittag 8.36 Uhr. Samstag nachmittag 3.36 Uhr. Sabbatausgang 7.55 Uhr. Wochengottesdienst morgens 6.45, abends 6.36 Uhr. ———————■———■—————a Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen >-» April igo jii 0*5 = 1916 Igo-S w Sa 5« n cj O -O If £3 £ ÖD .tJ tu 0m ai If » i cs «I u ^5 iS jQ i l-S-5 Uli Wetter 5. 2* — 9,9 8,2 90 10 Regen 5. 9" — 7,6 6.9 88 — — 10 6. 7 36 — 7,4 6,9 89 10 Höchste Temperatur am 4. bis 5. April 1916: 4- 13,6' 6. Niedrigste „ . 4. , b . 1916: + 7,4* C. Niederschlag 2,9 mm. Amtlicher Teil. Bet r. : Das Verbot der AitsfuHr von Rindvieh, Schafen und Schweinen und von Fleisch und Fleischwaren aus dem Großlierzogtum Hessen. Auf Grund der Verordnung des Bundesrats über Fleischvcr- sorgung vom 27. März 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 199) hat die Reichsfleischstelle angeordnet, daß im Groß Herzogtum Hessen die für die Heeresverpflegung ihm auferlegten Mengen von Schlackt^ Vieh (Rindvieh, Schafen und Schweitren), sowie die zur Versorgutlg der Zivilbevölkerung einschließlich der Garnisonen, Lazarette und Gefangenenlager aufzubringenden Schlachttiere der genannten Arien aus dem Lande selbst besckmflt tverden müsse::. Aus diesem Grunde sehen wir uns veranlaßt, die Ausfuhr von Vieh der genannte:: Arten und von Fleisch und Fleischwaren (K 11 der Verordnung) aus dem Großherzogtum mit sofottiger Wirktmg zu verbieten. Alle in bezug auf die Ausfuhr von Vieh und Fleisch einzelnen nichchessischen Landesteilen gegenüber zugestandenett Erwach tiguttgett werden hiermit zurückgezogen. Bereits in dieser Hinsicht abgeschlossene Kauf- und Lieftrungsvertragx dürfen nicht mehr aus- geführt werde». Weitere Entschließungen im Sinne obiger Verordnung bleiben Vorbehalte::. Darmstadt, der: 3. Llpril 1916. Grvßherzogliches Ministeriim: deS Innern, v. H v m b e r g k. An den Oberbürgermeister zu Gießen, die Großb. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, Großb. Polizei- amt Gießen und Großb. Gendarmerie des Kreffcs. Auf vorstehendes Verbot mack«n nur Sie mit dem Aufttage aufnterksam, sofort unb iviederholt ortsüblich bekannt zu mackie'n. alle Viehhändler, Metzger und sonstige Beteiligte zu bedeuten tmd jede Zuwiderhandlung zur Attzeige zu bringen Auch die Post- ämter und Gütcrabfettigungen sind zu verständigen. Gießen, den 4. April 1916. Grvßberzogliches Kreisamt Gießen. I. B. - Langer mann. Bekanntmachung. Sk fr.! Fttchjuhrs - Konti ollversam mlnngen 1916 im Kreise Gießen. _ Etz tzaben, ohne weiteren Befehl, in Gießen, Hof der ZeughauSkaferne, LU erscheinen. Dienstag, den 11. April 1916, vormittags 9 Uhr. Sämtliche Untsfz. u. Mannschaften der Reserve, Landwehr I und II aller Waffen uub der Seewehr I und II. Sämtliche Ersatz-Reservisten. Sämtliche als Ersatz-Rekruten ausgehvbenen Militärpflichtigen, die in den Jahren 1895 u. 1894 geboren sind. Militärpflichtige, die die Entscheidung: „zurück bis zur nächsten Musterung erhalten haben, brauchen nicht zu erscheinen. Sämtliche bereits eingestellten Mannschaften des Heeres und der Marine, die sich zur Erholung wegen Krankheit, auf Grund häuslicher Verhältnisse oder aus anderen Gründen auf Urlaub befinden, soweit sie marschfähig sind, daß sie den Kontrollplatz erreichen können. Dienstag, den 11. April 1916, nachmittags 272 Uhr. Sämtliche Untffz.^ u. Mannschaften des ausgebildeten Landsturms aller Waffen. Sämtliche zur Verfügung der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften. Es sind dies Mannschafteir, die als Ersatz-Rekruten zur Einstellung gelangten und als dienstuntauglich entlassen worden sind. Sämtliche als Ersatz-Rekruten ansgehobenen Militärpflichtigen, die im Jahre 1896 geboren sind. Militärpflichtige, die die Entscheidung: „zurück bis zur nächsten Musterung" erhalten haben, brauchen nicht zu erscheinen. Mittwoch, den 12. April 1916, vormittags 9 Uhr. Sämtliche unansge bildeten Landsturmpflich- t i g e n, die im Jahre 1 8 9 7 geboren und in der Stadt Gießen und in den Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda., Allertshausen, Alten-Bnseck, Annerod, Bellersheim, Beltershain, Bersrod mit Winnerod, Bettenhausen, Beuern, Birklar, Burkhardsfelden, Elimbach, Daubringen, Dorf-Gill, Eber- stadt Mit Arnsburg. Ettingshausen, Garbenteich, Geilshausen, Göbelnrod, Großon-Buseck, Gvotzen-Linden, Grünberg, Grüningen wohnhaft sind. Landsturrnpflichtige dieses Jahrgangs, welche die Entscheidungen: „zurück bis zur nächsten Musterung" oder „zeitig untauglich" erhalten haben, brauchen nicht zu erscheinen. Mittwoch, den 12. April 1916, nachmittags 27* Uhr. Sämtliche uuausgebildeten Landsturmpflich- t i g e n, die im Jahre 18 9 7 geboren und in den Gemeinden Harbach, Hattenrod, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Hungen, Inheiden, Kesselbach. Klein-Linden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Lauter, Leihgestern, Lich mit Hos Albach. Kolnhausen und Mühlsachsen, Lindenstruth. Lollar, Londorf. Lumda. Mainzlar, Münster, Muschenheim mit Hos-Güll, Rieder-Bessingen. Ronnen- rotb, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Odenhausen mir Appenborn, Oppenrod, Queckborn, Rabertshausen mit Ringelshausen, Reinhardshain, Reiskirchen, Rodheim mit Hos Graß, Rödgen, Röthges, Rüddingshausen, Ruttershausen mit Kirchberg, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Staufenberg mil Friedelhausen, Stein bach, Stein heim, Stockhausen, Trais-Horloff. Treis a. d. Lda., Trohe, Utvhe, Villingen, Watzenborn mit Steinberg, Weickartshain, Weiters Hain und Wieseck wohnhaft sind. Landsturmpslichtige dieses Jahrgangs, welche die Entscheidungen : „zurück bis zrrr nächsten Musterung oder „zeitig untauglich" erhalten haben, brauchen nicht zu erscheinen. Donnerstag, den 13. April 1916. vormittags 9 Uhr. Sämtliche u n ausgebildeten Landsturmpflichti- gen, einerlei, welche Entscheidung sie erhalten haben, die in den Jahren 1894 bis einschließlich 1878 geboren sind. Es sind dies Personen, welche im Besitze eines weißen Landsturmscheines sind. Donnerstag, den 13. April 1916. nachmittags 27- Uhr. Sämtliche nnausgebildeten Land st urm pflichtigen, einerlei,, welche Entscheidung sie erhalten haben, die in den Jahren 1877 bis einschließlich 1873 geboren sind. Es sind dies Personen, welche im Besitze eines weißen Landsturm scheines sind. Freitag, den 14. April 1916. vormittags 9 Uhr. Sämtliche unausgebildeten Landsturmpflichti- e n, einerlei, welche Entscheidung sie erhalten haben, die in den ahren 1872 und 1871 geboren sind. Es sind dies Personen, welche im Besitze eines weißen Land- sturmscheines sind. Freitag, den 14. April 1916, nachmittags 27- Uhr. Sämtliche nnausgebildeten Landsturmpflichtigen, einerlei,, welche Entscheidung sie erhalten haben, die in den Jahren 18 7 0 und 1869 geboren sind. Es sind dies Personen, welche im Besitze eines weißen Landsturmscheines sind. Samstag, den 15. April 1916. vormittags 9 Uhr. Sämtliche früherDien st untauglichen, fo-wert sie fejfc her gemustert worden sind, ohne Rücksicht darauf, ob sie gedievtz haben oder nicht und welche Entscheidung sie erhalten haben. Tic imgedienten Mannschaften sind im Besitze eines gelb«, Ausmusterungsscheines. Ausgenommen bleiben diejenigen, welche die Entscheidungenl „dauernd weder selb- noch garnisondienstfähig", „zeitig untaugUch" und „dauernd untauglich" erhalten haben. Allgemein: Es haben sämtliche bis auf weiteres oder bis zu einem be», stimmten Zeitpunkte vom Heeresdienste befreiten oder zurückgo, stellten Personen teilzunehmen. Tie bei der Bahrrverwaltung beschäftigten als unabkömmlich anerkannten Personen sind von der Teilnahme an den Kontrolle Versammlungen befreit. Mannschaften, welche die Entscheümngen: „dauernd weder seid« noch garnisondienstfähig" oder .chanernd untauglich" erhalten frobajj sind zum Erscheinen nicht verpflichtet. Es wind besorrders darauf hin gewiesen, daß mit ihrer JahveS- klasse oder Waffengattung alle diejenigen Personen zu erscheinen haben, die ans Grund von Reklamationen oder als dienstuntauglich von den Truppenteilen in die Heimat entlassen sind. Das Gleiche gilt für die Landsturmpflichtigen, die infolge ihres Alters — über 45 Jahre — von den Truppenteilen zur Entlassung gekommen siud. Kriegsrentenempfänger, welche dauernd garnisondienstrm-, fähig sind, haben nicht zu erscheinen, dagegen haben alle diejenigen zu erscheinen, die zeitig garnisondienstunfähig oder a» üeitsvorwendungsunfähig sind. Erscheinen in bürgerlicher Kleidung-; Stöcke, Schirme, Pfeife^ Zigarren usw. sind vorl>er wegzulegen. Tic sich ans Urlaub in der Heimat befindlichen Unteroffizieoü und Mannschaften erscheinen in Uniform. Die Militärpässe und Führungszeugnisse, sowie sonstige Ausweise (Landsturm- oder Ausmust erungs scheine usw.) sind mitzubringen. Wer über sein Militärverhältnis oder über die Bestimmung« im Zweifel ist, hat sich im eigenen Interesse vorher b^i seinem Bezirksfeldwebel zu erkundigen. Unpünktlichkeit oder Versäumnis der Kontrvllversammlrcsyai werden nach den Kriegsgesetzen auf das Strengste bestraft. Gießen, den 26. März 1916. 2473 B Großherzogliches Bezirkskonr m an d v Gießen. Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskmnmandeur. Bekanntmachung. Gemäß Verfügung Großh. Kreisamtes vom 1. d. Mts. dürfen Speisekartoffeln von den im Kreise geernteten Mengen an militärische Formationen, Kriegsgefangenenlager und Betriebe mit Kriegsgefangenen nicht mehr abgegeben werden. Händler, sowie die Inhaber von Betrieben mit Kriegsgefangenen werden hierauf besonders hingewiesen. Gießen, den 4. Avril 1916. 27936 Der Oberbürgermeister _ Keller. _ HolzversteigerungderStadtGießen. Montag, den 10. Avril 1016, vormittags 9V 2 Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen Forstwartci 3 iForstwart Geisel! in den Distrikten Brand, Stockschlag, Dreispitze. Grund, Langeschlag, Birkengarten, Strauch, Enlenseld, Hasenbecke versteigert: 27,5 Rm. Nadel-Smeit 92 Rm. Nadel-Knilvpel 1670 Wellen Nadel-Reisig 124,6 Rm. Nadel-Stockhotz. Die Zusammenkunft ist auf dem alten Steinbacher Weg am Waldeingang. Gießen, den 5. April 1916. 27926 Der Oberbürgermeister. I. V.: Grünewald. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirt- jschaftlichen Berussgenossenschaft von 1915 für die Gemarkung Garbenteich liegt vom 6. April an, zwei Wochen lang ans Unterzeichneter Bürgermeisterei ,zur Einsicht offen. Einsprüche hiergegen sind inner- ihald 4 Wochen an die land- und forstwirtschaftliche Berussgenossenschaft in Darmstadt zu richten. Garbenteich, den 4. April 1916. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. Kissel. 28 vi Holzverfteigerrmg. Versteigert werden: DienStag, den 11. l. Mts. aus den Domamalwalddistrikten Tövfcrkante 15, Schinders- köpf 22, Dörmergrnnd 46 und Wachboldcrbeide 62 der Forstwartet Baumgartcn: Stämme: Kiefern 2. Kl. 3 St. =2,89 Fstm., 3. Kl. 26 St. = 23,51 Fstm.: Fichten 3. Kl. 2 St. =2,27 Fstm.: Dcrbstangen: Fichten 1. Kl. 15 St.--0,96 Fstm.: Null fchciter Rm.: 2,8Lärche l3 Mtr. lg.), 26,2 Fichte (3 Mlr. lg): Nutzknüvvel Rm.: 15,4 Fichte i3 Mtr. lg.): Scheiter Rm.: 11,5 Eiche (2. Kl.i, 1,6 .Kiefer, 12,8 Fichte: Knüppel Run: 0,7Buche l2. Kl.), 4,5Eiche (2. Kl.): Reisig Wellen: 100 Buche, 5610 Eiche, 3730 Kiefer, 1590 Fichte: Stöcke Rm.: 128,5 Eiche. 150,6 Kiefer. 45,1 Fichte. Beginn der Versteigerung vormittags 0 Uhr in dem Dittr. Tövfcrkante 15 an der Bahnstrecke Gießen — Gelnhausen. Da8 Holz im Distr. Wachholderheide 62 u. sonst zerstreut sitzendes wird nicht vorgezeigt. Gießen, den 6. April 1916. Großh. Oberförsterei Schiffcnberg. _ Trautwein. [27856 Sämtliche Kindermehle wie Nest le, Kufeke,Muff- lers, Infantina, Kaisers kondensierte Milch Milchzucker :779 a garant. rein, den Vorschriften des deutschen Arzneibuchs entspreche IDa größter Absatz, kaufen Sie bei mir Hümtl. Kindernlihr- mittel stets frisch! Ferner empfehle: Milchflaschq*i. Sauger, Kingsauger, Beissringe, Veilchenwurzel, Bade- salze, Badethermometer, WundpuderWundcreme Uriginal - Soxblet - Apparate Medizinal-Drogerie zum Kreuzplatz Oläo Winterhoff, Zrenzpl.8 r Giessener Paedagogium Individueller Unterricht ln kleinen Klassen SextarOberprima- Arbeitsstunden unter strenger Aufsicht. Vorbereitung auf Einjährigen-, Primareife- u. Abiturientenexamen Kinder unt- 14 Jahr, sind durch d. Besuch des Paedagogiums von der öffentlichen Schulpflicht 1t. minister. Verfüg, befreit. Schülerlielm in groß. Park. — Nur geprüfte akadem. gebild. Lehrkräfte. Drucksachen Nr. 55 durch Diroktor üraekemaan, Giessen, Ludwigstr. 70, in d. Nähe d. Universität. Fernruf K3. Im vergangenen Jahre bestanden von den nur im Paedagogium unterrichteten Schülern 1 die Reifeprüfung, 3 die Prinaareifeprtifung, 6 die Eiidährlgenprlifung und 5 die Aufnahmeprüfung: in eine öffentliche Schule, das heisst sämtliche Prüflinge. [1633 J Holzversteigerung. Montag, den 10. April l. I. sollen in dem Wald der Gemeinde Mainzlar, Distrikt Kohl, versteigert werden: 40 Derbstangen Fichte: 2. Kl. mit 2,03 Fstm., 0,78 40 Reisstangen 121,2 Rm. Buchen-Scheit „ Eichen- „ „ Buchen-Knüppel „ E'chen- „ „ Kiefern- „ „ Fichten- „ „ Buchen-Reisig rt Eichen- „ m Fichten- „ 22 Rm. Buchen-, 32 Eichen- und 32 Fichten-Stöcke 6 Rm. Eichen-Nutzscheiter. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr an der Kreisstraße Mainzlar—Treis am Waldeingang. Mainzlar, am- 6. April 1916. Großherzogliche Bürgermeisterei. _V ogel.' _ 28 w 118 45 37 10 37 217 145 55 OK äÜcDe dcufltic Potent- u. Spezial« belfern-Fabrik gegründet 1679 Richard Bifftorn § Co. liefert die leidifeRen und ficherlteo beitem der Welt für Daus-, GelchäSts-, Gewerbe- u. Snduitrie-Gefcrdüch. bieferanf für viele fürstliche 5öfe, Staats- und Itädiilche Behörden. Za beziehen durch: den Generalvertrieb für das Grossbgt. Hessen Job. Wurtli, H e ppen h© i ui a. d. B. Verlangen Sie Preisliste. Vertreter an allem Orten gesackt. 278038 SclieüfiscMCabliau feinste, frische Kordseeivare = 688 sind eingetroffen und billigst zu haben bei CfcäOä'g: Wallenfels Marktplatz 21, TeL 46, gegenüber der Engelapotheke. Heinr. Hahn, Giessen Samenhandlung für Gartenbau u. 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Februar 1911 sollen die nachstehenden Dachdeckerarbeiten n» Landeszuchthaus Marienschloß öffentlich vergeben werden: Los 1. Kirchendach (Südseite) 400 qm alte Schieferung abzunehmen, 400 qm Neu« deckung, 12 m Dachkehlen eindecken, 130 qm neue Dachjchalnng und 30 m Schutzgerüst. Los 2. Dach des Kerkerhauses (Bäckerei) 289 qm Falzziegeldach als Plattziegeldach umzu» decken einschl. Materiallieferung. DieAngebotsunterlagen können bei uns auf Zimmer4 eingesehen und gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Die mit besonderer Aufschrift zu versehenden Angebote sind bis Dienstag, den 18. April 1916 vormittags 11 Uhr, portofrei einzureichen, zu welchem Zeitpunkt sie in Gegenwart erschienener Bewerber geöffnet werden. Zuschlagsfrist 8 Tage. Friedberg, den 4. April 1916. Großh. Hochbauamt. _ Haag. _ S796D Jagdverpachtring. Dm Samstag, den 8. April ds. Fs., nachmtttaaS 2 Nbr wird im Rathause zu Lütrelliuden die Jagd im Lützellindeuer Markwalde in der Gemarkung Großen- Linden, 130 Hektar Wald, vom 1. April ds. Js. ab öffent- lich au den Meistbietenden verpachtet. Großrechtenbach, den 23. März 1916. Der Bürgermeister __Go ldnia n n. |3RM Hslzverkanf! Vom 7. April werden Marburger Straße LO täglich folgende gut abgelagerte Schreinerhölzer preiswert freiwillig verkauft: Eichen-, Buchen-, Kiefern - Schnittware, 2,5—10 Ztm. stark, sowie Tannen-Main- und Kanalbort- und Schachtelbretter, bis zu 18 Zoll Breite, meist astfreie Ware. Schaltriemen 6/6 8/8 äußerst billig. Ferner mehrere Zentner Leim und mehrere Kisten Fensterglas. 2800 Haßdflsrkiishs SsüSierkorse. Der Ortsgewerbeverein veranstaltet für Schüler über 12 Jahre unter Leitung von Fachleuten handwerkliche Kurse von je 20 Wochen. Unterricht findet an einem Wochentag von */,6 — 1 / 2 8 Uhr statt, zunächst in Schreinerei und Brldschnitzerei. Der erste Kursus beginnt in der Osterwoche. Ferien sind frei ; von Unterricht. — Anmeldungen muffen bis zum 10. April schriftlich erfolgt sein. Formulare sind im neuen Gewerbehaus (Kirchstr. 16) erhältlich. 2714V Dr. Mraosmüller _Vorsitzender des Ortsgewerbevereins. Bei der unterzeich- ^ die Stelle neten Behörde ist für »V W : eines :: Gehilfen zu besetzen. Mit der Stelle ist ein Ansangsgehalt von 1100 Mk. verbunden. Geeignete Bewerber wollen ihre Gesuche unter Beischluß eines Lebens- lauses und beglaubigter Zeugnisabschriften bis zum £üitfwach; der» ä2. A-pHi !. Js a bei uns einreichen. — Eventuell kann für die fragliche Stelle auch ehre weibliche Hilfskraft angenommen werden. Alsfeld, den 3. April 1916. Großh. Bürgermeisterei Alsfeld. F- ^ : .JL C A-. [2748D Markisenstoffa sofort vom Lager lieferbar, offeriert 2387 Asterweg 53 Ludwig: Lazarus Feruspr.505