Nr. 99 Erstes Matt 166. Jahrgang Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: vier nral luöcbcntlicö 6 ietzenerK»nnlirn-»Stter; zweimal ivochenkl.Lreis- vratt für Len Nreis Sietzen (Dienstag und Freikaa): zweimal moncttl. Land- wirlschafllichc Zeitfragen oerujprech - Anschlüsse: ü">rdieSchristlertungI13 Verlag,Geschc'istsstelleo 1 Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten. Annahme non Anzeigen iiir die Tagesmmnner ~ . ~ ~ " ' ' bis zum Abend vorher. rrolattonrörus UNS Verlag der Bruhl'schen Univ.-Such- und ZLeinöruÄerer v. Lange. Zchristlertuna, Geschästtjtelle und Druckerei: Zchulstr. 7 Freitag, 2s. April 1916 ‘SeutaöDr;! >: monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mt. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 'lif.; durch diePost Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestell-. Zeilenpreis: lokal 15'ftü nusiv. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goe!;. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R. Zeitz; für den Anzeigenteil: p. Beck, sämUlch m Giessen (WTB.) Großes Hauptquartier, 27. April. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Südöstlich von Aper n nahmen wir die englischen Stellungen ^ unter kräftiges Feuer, dessen gute Wirkung durch Patrouillen festgestellt wurde. Südlich von S t. Elo r wurde cin stärkerer feindlicher Handgranntenangriff durch Feuer zum Scheitern gebracht. Im Abschnitt von Givenchy cn-Gohelle — Neu- i:ilk—St. Baast sprengten wir mit Erfolg mehrere Minen, entrissen in anschließerrden Handgianat nkümpfen bei Givenchy dem Gegner cin Stück seines Grabens und wiesen Gegenangriffe ab. Englische Vorstöße nördlich der Somme blieben ergebnislos. Im Maasgebiet ist es neben heftigen Artillerie- kämpfen nur links des Flusses zu Jnfanterietätigkeit gekommen: mit Handgranaten vorgehende französisch? Abteilungen wurden zurückgeschlagcn. Deutsche Patrouillennnternehmungen an mehreren Stellen der Front,, so in der Gegend von Armentieres und wischen Vailln und Craonuc waren erfolgreich. Lm Luft kämpf wurde sc ein feindliches Flugzeug der Souchez und südlich von Tahure, eines durch Abwehr geschützc südlich von Parroy a b g e sch o s s c n. Die Bahnlinien im Noblettetal südlich von Suippes wurden durch ein deutsches Flugzeuggeschwader mit Bomben belegt. Heute nacht kam ein Luftschiff. Angriff grgen die Hasen- und Bahnanlagen von Margate an der e n g l i s ch e n Ostküstc zur Ausführung. OestlicherKriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Eines unserer Luftschiffe warf auf die Werke sowie vre Hafen- und Bahnanlagen von D n n a m ü n d e Bomben. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. O b e r st e Heeresleitung. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. April 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front war der Ar- ftllerlekampf gestern und heute nacht stellenweise sehr lebhaft. Abends setzte gegen unsere wiedergewonnenen Gräben östlich Setz Trommelfeuer ein. Ein darauf folgender feindlicher Angriff wurde abgeschlagen. Der M untenan Michele stand nachmittags unter heftigem Feuer aller Kaliber. Am Tolmeiner Brückenkopf und nördlich davon wirkte unsere Artillerie kräftig gegen die italienischen Stellungen. Bei Flitsch verjagten unsere Truppen den Feind aus seinem Stützpunkt im Rombon-Gebiet und nahmen einen Teil der aus Alpini bestehenden Besatzung gefangen.. An der Tiroler Front ist die Lage unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Begebenheiten der letzten Tage in Irland haben beinahe das Interesse für die deutsch-amerikanische Auseinandersetzung beiseite treten lassen. Großbritannien macht ereignisreiche Tage durch. Gleichzeitig mit dem Angriff durch cm deutsches Schlachtkreuzergeschwader und eine Zeppelinflotte brrcht nt Irland cm Aufruhr aus, und zu allen diesem haben die Minister die kritische Wehrpflichtfrage zu lösen. Der Aufstand selbst scheint noch keineswegs beigelegt zu sein und hatte ernstere Formen angenommen, als es die beruhigenden Erklärungeil im englischen Parlamente hatten wahr haben wollen. Sehr bedauerlich ist cs, daß es den Eng- Iandern gelang, den bekannten Jrenführer Sir Roger Ease- ment abzufangen, dessen Landnngsversuch in Irland mit ri*« in engsten Zusammenhang gebracht wird. Nachstehend geben wir eine Würdigung der Bedeutung Case- — und seines Schicksals, das ihn jetzt in die Towerzelle gebracht hat, die vordem' der als Spion Hingerichtete Deutsche Hans Lody inne hakte. Blätter nehmen Notiz davon, daß die „.Kölnische Zeitung" unter der Ueberschrist „Amerika hat gesprochen etne Zuschrift bringt, in, der gesagt wird, bei ruhiger Prüfung liege das urigewöhnlich Schroffe in der amerikanischen „Sussex"-Note weniger darin, wie und was sie sage, als darin, was sie sagen müßte, aber verschweige. Sollte cs über die amerikanische „Sussex"-Note noch Erörterungen geben, so lasse sich noch manches darauf erwidern, vielleicht mehr als Wilson ahne. Einstweilen ist ein ruhiges vertrauensvolles Abwarteri geboten. Da der amerikanische Botschafter Gerard inzwischen zum Kaiser ins große Hauptquartier abgereist ist, so darf man wohl annehmeu, daß die Anwesenheit des Botschafters an dem Orte, wo die Entscheidung über die Antwort Deutschlands ans die amerikanische Note getroffen wird, die Schlußredaktion dieser Antwort erleichtern und beschleunigen wird. Unsere in letzter Zeit so überaus rührige Flotte hat bei einem Vorstoß zur Doggerbank einen neuen Erfolg zu ver- zeichneii, der dem Prestige des meerbeherrschenden England neuen Abbruch tat. Roger Casemeut gefangen. London, 27. April. (Pkivattel., Zb.) Im Oberhause te.lte Lord Lansdowne init, daß Sir Roger Ease- ment, der an der Westküste Irlands Waffen und Munition zu landen versucht habe, gefangen genommen sei. A m st e rd a m , 27. April. (WTB.) Tie Londoner „Daily ..lau meldet, daß ö i r Roge r Casement, der nach einer Mitteilung der englischen Admiralität au der irischen Küste gefangen genommen wurde, nach London in den Tower gebracht worden sei, wo er die Zelle inne hat, in der Hans Lody vor seiner Erschießung war. Die englische Regierung will "Easement m London den Prozeß machen. . --er. Berlin. 28. April 1910. ZEN ich ( ron der Gefa.ngenna.bmi' des großen Ircnsübrw-' f l \ Cafement hc\ in allen pstitisck.'n Krn'n ntüb.- t?K£ ^tur-ung mit» ftfh’ii Bchauern ausgettsi. 'CaftmNtt bat insbesondere in Verlor ctu-.ni llr-D v-m Fr -md-n. ' j,nr: - - u gehenden Plane und llmeruehmunglul mit I--üick>:r Ame.lnnvrne verfolgten. ^ vier m Berlin femo Casem.nl i:n März v. I., t>mi .p? r d-en Anschlägen des ehrenwerten Herrn C. Frndlay kgl. brrtifchxn Gesandten bei der norwegischen Regierung, p'ur -erlin war ja der Mordplan aus ge heckt, auf r a Ecksements Begleiter Adler Ehristensen scheinbar einging, um eann das ganze niederträchtige Geheimnis Sir Edwach Greys Mrs Licht zu bringen. Echt englisch auch in seinen bornierten Voraussetzungen war dieser Plan. Danach fällte Christen len Casement cer nur Englisch spricht, und daher auf Christenseu ang-ewieseu El, ch Berlm auf einen belebten Platz .oder in eine Straß) führen, wo viele Me nicken fereu. Mit einem Teil des Gelü-s das er pon Furdlay erhielt, sollte er den Pöbel bestecken^.', und EU erneu Auslauf erregen, indenk er Casement für einen eng- lischeii ^pwn bezeichnete. Cascmrart sei nidyt imstande, sich zu verteidigen, weck er nicht Deutrck spräche, und es würde zn eiir-'r großen Schlägerei Kommen. „Mitten in dicfenr Tumult," sagte v'inolay, „geben ^ie rhm dann den entscheidenden Schlag auf den Koch. Niemand wird wissen, irrt den Mann getötet .fort". durch ein Wunder tjt das alles ans Tageslicht' gekommen Case- ment entging den englischen Nachstellungen, und chtzt erst, da er nch allzu vchn in die Höhle des britischen Löwen hineinbegab Ickeint ihm das gütige Schicksal verlassen zu haben. Cr bat als „Hochverräter" als der gefürchtetstc und gehasttetste Mann bei den Dingos keine Gnade zu erwarten. Zweifellos häligt sein Ai'fwncMn mlt der neu au ff lanrmeudei - irisckum Revolution zusammen. Cascnkent sollce roohi an di^e Spitze des Aufruhrs' treten. Seit Jahr und Tag wird er in seiner Heimat, aii deren Kälte ihm die Engländer nun abnngen, als der kommende Retter verehrt. Hunderttausende seiner äaudsleute stnd bereit, ihr Herzblut für seine Ideale herzugebm. Wenn er früher in Irland reifte, fiuti>ete der Draht von Dorf zu Don voraus: Sir Roger ist da!, und Tauseude, Abertausettde von >Een kamen an die Bahnhöfe, hoben chren Halbgott aus dem Wagen uich sangen das irische Revolutionslied, dessen Schluß lautet' „England hängt Männer und Frauen, toeil sie die grüne (me irische) National-Farbe tragen". Und ließ sich cin D e ut) cf) er in der Umgebung Sir Rogers blicken, so tvurde er gefeiert als ein Bürger des ^Landes, das Albion lseinizalsten soll, was es an erlaub und dem Volke der grünen Infel gesüudiot In den geheinien Verbindungen der Irländer, die sich harmlosZKlubs nenn«r, lMngt nicht das Bild des englischen Königs, sondern das Wilhelms II. „Wenn der detitsche Kaiser nach Irland käme" ,o fagte em urutiger Redner in Dicklln, „wAd jeder tmrlliche Ire (unter den unroirklichen waveii die Ulsterleute, aber auch die Kriegs- opportunilten, die Herde Redmwnds, genreint), der ein Geirehr tragen kann, stch ihm freudig an die Seite stelleii! Mit offenen Armen werden wir seine Soldaten empfangen. Und das weiß England ich ein Grund nnt, toes'halb Man an unserer herrlichen,' aus- ausgedehnten, für die Schiffckl-rt liervorragendsten Küste der Welt keine Hafen anlegt!" Und das lveiß England! Und deshalb ließ es gleich, zu Anfang des Krieges durch semjc, den Irländern erzählen, ein siegreich ,üil fallen des! deutsches Heer werde auf irffchem Boden alle Wohnstätten uiid Ktrcken zerftüreii und das Land um ferne Freiheit biängen. Diesen Gistzahm wollte Casement ausbrechen, indem er die deutsche Regie- rung um eilte offene, ehrlich>e, irlandfreundlichc Ctllärung anging, n-chd. er f?at dies auch erreicht. Das Berliner Auswärtige äämt erklärte in aller Fortn, daß Tputschland niemals mit der Absicht eurer Eroberung oder der Bevurckiltiiiig irgendtvelckxkr Cuirrchtungeu rn Irland einßrllen würde. .Jenes Zusammen gehen Casements nut der deutschen Regierung wird die Grundlagen des Staatsprv- ^fses bilden, den Gretz setzt gegeii deii großen Iren öffentlich ins Werk letzen wird, nachdem er ihn heimlich nicht um die Ecke bringm Wirnte. Sir Roger hat ziu Beginn des Krieges der Regierung Georgs v.^ alle Orden und Ehren,zeüüen. zur Verfttgnng gestalt, me er wLhrend seiner diplomatischen Laufbahn von englischer Lette mmten hatte. Nun n^-erd^m die keigeu AnNager ihur aurh noch das für die irisckx- .Hnnvat glühmde Leben mchmeu wollen. Ein Seekampf an der Toggcrbank. ^^.d ertin, 27. April. (WTB. Amtlich.) In der Nacht rj™ ,-rum 2 {. April wnrd- von Teilen unserer Por- postenftdruck non e?m Vertreter des Wolffschen Bureaus. Der Internationale ^ Nackricktent teuft berickstet aus W a s h i n g t o n: Auf Crutt.:en des ami'rikantjcken 4? o t e n K reuz es drang das Staats- d.n ariemein durck em Kacettelegramm bei der britischen Regierung^ i-arauv tov titr La za retrb ed ürsn ilse aus Amerika die Einfuhr zu chn d.irtv4mäi'..?en freigegei'en werde Mau sagt, die amerikani- N.,a ^.b'gi.'ruug bsabsiclftig-e, diese Sach? scharf zu betreiben. ^I ltc .Wast.ugtouer D?pes--e bei» „New Bork Sun" besagte rar ; : mit DeutsclEa.-p wegen Verletzung des Völkerrechts ilt d'. rai'tig, dal: die anteii.auische Klage gegen England nicht betrieben, werden^ wird, bis eine Verständigung mit Deutschland erreicht worden ist. Wenn die deutschen Unterseeboote zur Anpas- lung au die Forderungen des Völkerrechts gebracht sein werden, dann wird das Staatsdepartement die FreilTeit haben, mit seiner Klage gegen England Vorzüge hm. VelagerungsZuftattd über Irland. London, 27. April. :rt Angriff der deutschen Kriegsschisse noch folgendes: Eine weichere Mitteilung .des Kriegsmimsieriums über die B e sch icstu n g Don Lowestoft und 4)armoutb besagt: Tie Beschießimg fbegamt gestern morgen um 4 Uhr 10 Minuten und dauerte unge !sühr eine halbe Stmrde. Obgleich die feindlichen Kriegsschiffe mit ,'schtoeven Geschützen schossen, ist der angerichtete Schaben vcrhält- -nismätzig gering. In Lowestoft wurde ein Genesungsheim, eine ^ schwimmende Badeanstalt, die Mole mtd 40 Wolm Häuser schvcr >beschädigt, ungefähr 200 Wohnhäuser leicht. Zwei Männer, eine )Fran und ein Kind wurden getötet, drei Menschen schwer verwnn- [bet, neun leicht. In Mrnwnlh tvurdc ein großes (Gebäude (rvel- :ches, wird nicht gesagt) schwer beschädigt, ein anderes wurde durch -bas Kartätschen sauer beschädigt. ! Uel»er den Z e v p e l i n a n g r i f f der abgelaufencn Nacht 'teilt das Pressebureau noch mit, daß bei der Mündung der 'Themse 100 Bomben abgeroorsen sind, wodurch uienuativ getötet oder verwundet I vor den. sei. Mi dem Angriff in der vorigen Nacht !aus die östliche Graffchaft sind ebenfalls etwa hundert Bomben ab- tgeworfen worden; nur ein Mann und auch ein Pferd seien getötet Iwerden! Außerdem sei ein Heuhaufen vernichtet und viele > Fensterscheiben zerbrochen. Rentier -ergänzt diesen, wie man sieht an sich schon sehr ein- ileuchte'nden Bericht, indem er sagt: Es ist bemerkenswert, daß der sgestrige Z-eppelinmigriff „a b s o l u t kein e n Sch a d e n" >an- ,gerichtet hat. Me Berichte stimmen hierin überein. Reiseude eines ,'Zuges, der von Essex kam, standen im selben Au.genölicke, als ! zlvei Zeppeline erschienen, auf dein Trittbrett itttb scl-anten zu, luic Hbte Kanonen die Zeppeline beschossen. Ein Zeppelin, der sehr hoch 'flog, konnte mit dem Scheinwerfer bequem zum Ziele gemacht ckverden. Einen Augenblick schien das Flugschiss still zu ;stehen. Als eine Granate dickt darunter explodierte, flog das Schiss 'höher wid kehrte sich nach der Küste imd fuhr rasch ostwärts. Das :Atveite Luftschiff verschwand ebenfalls bald« ans dem Gesicht >kreis. »Eine Bombe, die durch einen Zeppelin fallen gelassen wnri o, fiel gen. Ein Oberst, ein Major, 21 Hauptleute und Leutnants, zusammen 23 feindliche Offiziere, welche nicht fliehen konnten, 257 unverwundete Soldaten und 24 Verwundete wurden gefangen genommen. Tie Truppen unserer Abteilung, sowie die Kamelreitcr und besonders die Freischärler ans Medina schlugen sich in dem Gefecht bei Katia mit hervorragender Tapferkeit. Am Morgen des 25. April nrachite der Feind, um sich für die erlittene Niederlage zu rächen, eine Luftstreise mit einem Geschlwader von nenn Flugzeugen unt> warf trotz Zeichen und Flaggen des Noten H^rlbmvndes absichtlich etwa 70 Bomben ans das Lazarett des vorgenannten Ortes, durch das er zwei unserer Verwundeten und einen verwundeten Gefangenen, der dort gepflegt wurde, tötete und zwei andere neu verwundete. . Eines unserer Flugzeuge, die darauf einen Flug unternalimen, warf erfolgreich Bomben aus ein feindliches Kriegsschiff vor El Arisch, ein anderes griff feindlich)« Dainpfer aus der Reede von Port Said an, die dort ankerten, sowie die militärischen Ein- richltungen dieses Hafens und alle Lager des Feindes zwischen Port Said una El Kantara mit Bomben und Maschinen geivehrfeuer. Tas Flugzeug ist unversehrt zu rückgekehrt. * Lon d o n, 27. April. (WTB.) Amtliche wird gemeldet: Tie lalff^ Verstoß c Katia ist jetzt frei von: Feinde, ausgenommen die in Bire- stehenden Kräfte. Tie Türken bezahlten ihren kürzlichen an Essex in einen Garten und fchtug ein großes Tie Einwohner vi x!) m die Erde, n Eisex b lieben . öTas Haus blieb unbeschädigt, vollständig rulffg. Ein Bericht aus einer Stadt in Kent sagt: Tic Scheimverser, -die den Himmel absuchten, erreichten d-en Zeppelin gegen elf Uhr. l Sogleich schossen sich die .Kanoniere ans ihn ein. Tie Granaten ! explodierten rings um das Luftschiff hin, so daß cs seinen Kurs immer höher und höher nahm, und so gelang es ihm zu entkommen. Schaden wird nicht berichtet. Acbnlich lauten die anderen Berichte, die Reuter weiter gibt, trabei es stets sorgfältig ver.ni-ede.r wird, von irgendwelchem ernsthafte!- Schaden zu sprechen. Haag, 27. April. (Priv.-Tel., zs.) Nach einer .HovasMeldung erklärten di^ Insassen des in der Nacht vom Dienstag ans i Mitttvock, bei Vlissingen gelandeten f r a n z ö s i s ch c n Flugzeugs, daß ihr Apparat im Lause eines Kampfes, den sic einem > Zeppelin über Belgien geliefert hätten, von den Kugeln eines ' Masckffnengewehrs getroffen tvorden sei. Lonüori, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Chronicle" meldet aus L o w e st o f t, das; nur wertige Häuser bei dem Angriff auf den Hasen eingestürzt feien. Die Geschosse der deutschen Schlachtkreuzer hätten nur verhältnismäßig wenig Schaden verursacht. Einige seien weit im In nern des Landes bei Oulton Brovds und Carltvn Eotville gesunden worden. Lowestoft selbst sei von höchstens 40 Ge- schojsen geirosfeit worden. Die Beschießung habe in dem Augenblick anfgehört, als ein britisches leichtes Geschwader von Süden erlchien. Nach einer arrderen Meldung wurde die Bevölkerung bei Anbruch des Tages von dem Donner der Geschütze geweckt. Man sah fünf Kreuzer mit der Küste Angewandten Breitseiten andampfen. In zehn Meilen Entfernung schoss-en sie ihre volle Ladung ab. Jedes Schiff habe mindestens zehn Salven abgegeben. Im ganzen seien hundert Projektile abgefeuert worden, darunter einige von zwölf Zoll. Viele seien ich er die Stadt himveggeflogen. Die Bewohner suchten in allen möglichen Decknngsplätzen Schutz. Der meiste Schaden ist im Arbeiterviertel angerichtet worden. Nach dem Polizeibeticht sind in Lowestoft vier Menschen der Beschießung zum Opfer gefallen. Der Schaden be- !schränkt sich darauf, daß Geschäfte und Häuser zerstört worden sind. London, 27. April. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Dis Kriegsamt teilt mit: Ein Zeppelin wurde gestern abend an der O stk ü ft e von Kent gemeldet. Anscheinend tot er nicht weit ins Land intb kehrte infolge des Nebels um. Nach den vorliegenden Berichten warf er eine Bombe ab, die ins Meer fiel. Das Presscbureau meldet über den Zeppe! inan griff von gestern .Nacht. Tie Them semündn n g wurde von den Angreifern heimgefucht. Hundert Bomben sinv abgeworfen worden. Es wird Ae in einziger Verlust cm Menschenleben gemeldet. In ^Verbindung mit deur Angriff auf die östlichen Grafschaften in der Nacht vorher fand man etwa hundert Bomben. Es gab nur einen Toten. Reuter meldK weiter: An Bemerkenswertem bei dem letzten jZeppelinangriff in der letzten Nacht ist, daß kein Schaden an- Tie Berichte aus allen Bezir'ksteilen, welche heim- stimmen in diesem Punkte überein. igeridict wurde, gesucht wurden. London, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Pressebureaus: Die Antwort, dto Asquith'in der Ge- beimsitzüng des Unterhauses am Mittwoch auf die Anfrage Carsons gab, zeigte, daß die Vorschläge der Regierung auf Erweiterung der militärischen Dienstpflicht in Irland nich t zur Anwendung kommen sollen. Hauptguar- Fronten ist Der türkische Bericht. K o n st a n t in opcl, 27. 4lpril. (WTB.) Das ticr meldet vom 26. April: Von den verschiedene!: nichts von Bedeutung zu melden. K on st an t i n o pe l, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) sicher Bericht. -An der Jrakfrvnt keine Veränderung. Än der K a u k a s u s f r o n t griffen feindliche Truppe)! Amt- -.un- gesäl'c eine Brmad' aus drct Einheiten zusanimengcl'etzt, am 25. April unsere Stellungen am rechten Flügel im Gebiete des Ortes Surem, unmittelbar südlich von Bitlis, an. Ter Angriff dauerte ackck Stunden. Bei /einem Vorgehen wurde der Feind in einer Entstrnung von dreihundert Metern vor unserer Stclluirg von un großen wurde, suchte h Dschewi mit a::gegriffen, so daß sein Angriff scheiterte und er unter eriuste;: zwei Kilometer weit nord-värts zurückgetrieben m Zentrum Herrsricke Ruhe. Aus dem linken Flügel ver- Feind, in der Nackt zum 26. April iru Abschnitt von il unsere Stellung überraschend anzugreisen, uiurde aber in der Nachbar- Verlusteu abgewieten. schcht von-PolcrLHane blieben Am 23. April überflog eines >:c Zusammenstöße un entschieden. Wasserflugzeuge unterer Jmbros uno griff aus einer Höhe von achthundert Metern ^Anlagen und Flugzengsänepen im Hasen mit Bomben an. Diese platzten sämtlich. Man konnte einen Schnp veitbrand fest stellen. Maschinen- gewehre und eine Batterie des Feindes am Hasen erässneten, kung aus das Flugzeug, das sfener, welches unversehrt heimkehrte. Bei eine»! ^jusanlmenßoß zwischen deni Feinde und unserer gemilchten Abteilung in der Umgebung von Katia. östlich dev S u e z i a n a l s, am 23. ?1pril, ivarcn vier Schwadronen feindlicher Kavallerie vollständig ausgeciebeu worden. Tie Ueber- lebenocn wurden gegen Katia gejagt. Späterhin machte tutsere Abteilung einen Sturmangriff gegen den von allen Seiten verstärlten Feind in seinen befestigten Stellungen bei Katia, zerstörte den grüßten Teil seiner Stellung und .des Lagers und tötete riete Leute. Eine kleine Anzahl feindlich, r Soldaten, die dem Tode entging, wurde zu regelloser Flucht gegrn den Kanal gezwun- gegen Dneidar init außerordentlich, hohen Verlusten. Feindliche Flugzeuge belegten Port Said am 25. 2lpril mit Bomben, ohne Schaden artzurichcken. Britische Flugzeuge griffen Birelbohud sehr erfolgreich an und belegten den Feind aus 400 Fuß Höhe mir Bomben und Maschin c ngew ehr - fetter. Deutsche Partanreutaricr iu der Türkei. K o n st a n t in o p c l, 27. April. (WTB. Nichtatntlich. > Ter deutsche Botschafter gab am Mittwoch ein Frühstück zu Ehren der angekom ntencn Reichstag s a. b g e o rdnete n, ait de nt a uch der Präsident der Türkischen Kammer, Hadji Adil Bcp. der Vizepräsident Hussein Tjahid und die Mtzcordneteit für Bagdad, Smyrna und Konftantinopel, solvie deutscherseits unter anderen Minister der erste Tragomarr Weber teilttastm u. Abends gab der ocs Innern, Talaat Bei, ein Ejsen int engeren Krepe. Heiter Schritt dcö Vierverbanves in Athen. Eilt A1 hen. 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reutcrschen Bureaus. Tic Gesandten der Ententemächte haben einen neuen Schritt wegen des Transportes, serbischer Truppen nach M-atedonicn unternommen, für welchen sie die Benutzung griechischer Eisenbahnen verlangten. Aus den Besuch der Tiplo- maten folgte eine Ministerratssitzung. Mailand, 27. April. (WTB.) Dar „Secolo" tneldct aus Athen: Der s erbischeGes a n d t e wies Sluludis ans die Notwendigkeit hin, die auf Korfu befindlichen Truppen a u f b e m Land we g e n ach Sa l o n i k i zu bringen. (2. bot die notwendigen sanitären Garantien an. Der französische Gesandte Guillernin und der englische Gesandte Elliot unterstützten den Schritt und überreichten eine ist'Otc der Berbands- inachte. Bezüglich der Truppentransporte versicherten sie, daß außer für die Zeit der Durchfahrt keine Gebiets- b e s e tz u it g erfolgen werde. Köln, 27. April. >WTB. Nichtanttlich.) Die „Köln. Ztg." meldet aus Athen: Vierverband begnügt sich nicht der Postsäcke der Vierbnnd- ^r vergreift sich auch an der griechischen Jnlandpost.- lnzösische Kriegsschiff „Bruix" beschlagnahmte auf mehr mit der Besch!agnahn machte, er Das franzoi drei griechischen Dampfern gegen 150 Postsäcke, darunter eine Korrespondenz der Behörden intb des griechischen Trap- penkommandos mit der Zentrale. BorrrberratterrtaL auf die bnLgerifche GefaudtfchafL in Athen. Äthen, 27. April. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet: Im Hofe der bulgarischen Gesandtschaft explodierte eine Bombe, ohne ernsten Schaden anzurichten. Athen, 27. April. (WTB.) Die Bombe, welche auf der Treppe der bulgarischen Gesandtschaft in der Nacht *ur Explosion gebracht wurde, riß ein Loch von 4.0 Zentimeter Tiefe und 80 Zentimeter Breite. Die Explosion war'anßer ordentlich stark. Sämtliche Fenster der Gesandtschaft uno de c Häuser in der Umgebung wurden zertrümmert. Der bulgarische Gesandte äußerte dem Vertreter des Wölfischen Bureaus geegnüber, er halte es für ausgeschlossen, daß dieser Anschlag von Griechen verübt wurde. Die zweite Bombe, die nicht zur Exptosiotl katn, wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die Behörde): treffen große Vorsichtsmaßnahmen, um treue Ruhestörungen diuech die der Entente nahestehenden Kreise zu verhindern. Der §sekrieg. Amsterdam. 26. April. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Die norwegische Bark „Carmanian" ist gesunken. London, 27. Avril. (WTB. Nichtamtlich.) Das Bureau Reuter meldet amtlich: Die norwegische Bart „Earrna- n i a n" (1843 Tonnen) ist von einem deutschen U-Boot 55 Seemeilen von der irischen Westküste durch Geschützfeuer zum Sinket) gebracht worden. Die Besatzung ging in die Boote. Eins davoti kenterte, ein anderes mit dein Kapitän und 0 Mann ist an der irischen Westküste gelandet. (Eine Bestätigutrg dieser Meldung bleibt abznwarten. D. Red.) Y m u i d e n, 27. April. (WTB.) Der Dampfer „Venus", der nachts in Bwuiden ankani^rneldet, daß er Mittwoch früh bei der Galloper Boje d r e i S ch i f f e a u f M i n e n lau f e tt sah, nämlich die Dampfer „D u b h e", „M aashave n" und den Schlepper „N o o r d z e e", der den Dampfer „Maas- haven" im Schlepptau hatte. Die Besatzung des Dampfers „Dnbhe" war erst in die Boote gegangen, kehrte aber später auf das Schiff zurück, das sich über Wasser hielt. Bon dem Schleppdampfer „Noordzee" sind zwei Mann, nämlich der zweite Maschinist und ein Heizer, ertrunken, die übrigen wurden von oent Schleppdampfer „Poolzee", der zusamtnen mit der „Noordzee" den „Maashaven" schleppte, gerettet. Auch der „Maahaven" treibt noch. London, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Llotws Agentur meldet: Der aus eine Mure gelaufene hoUändische Dampfer „Dubhe" treibt noch. * Basel, 27. April. (Priv.-Tel., zf.) Havas meldet: Lloyds bestätigt, daß der chinesische Truppentransvvrtdampser „B s i n y o n" info ge Zu,'ammcnstoßens mit dem Kreuzer „Hayung" am 22. April esut der Höhe der Insel Schusan gesunken ist. 700 Mann ertranken. * * Der französische Bericht. des P a r i s, 26. dlpril. (zs.) ?limtlick)e Kriegsberichte vom 26. April. 3 Uhr nack: mittags: Nördlich der Aisne macksten '.vir im Lause gestrigett Angriffes, der uns die Einnahme eines kleinen Gehölzes südlich des Bois des Buttes ermäglrchte, 72 uitver-- wtittdete Gefangene, darunter einen Offizier uub sieben Unteroffiziere. Mehrere feindliche Erkuno mt gsabtei tun gen, die sich während der Nackst unseren Gräben zu nähern suchten, wttrden in den Abschnitten von Paissy Und Troyon durch unser Feuer zerstreitt. Westlick der Maas atlhaltende Beschießung mrserar Stellungen im Walde von Avoevurt sowie unserer erften Linien nördlich von Punkt 304. Oestlich der Maas mittlere Tätigkeit der Artillerie. Jtt der W o e v r e vallfithrte der Feind mit großkalibrigen Geschützen eine Beschießung gegen H audiomvttt und Ronvaux^ Die ?lrtillerie erwiderte energiffff. Im Laust der Nacht erfolgte keine Jnsanterieaktion. In Lothringen versuchte der Feind einen Handstreich gegen einen unserer Hei neu Posten n ördlich von Em- bermenil. Er wurde mit Verlusten zurückgeschlagen. In des gestrigen Angriffes gemachten Gefangenen beläuft sich aus 158, darunter vier Offiziere. Wir erbeuteten außerdem zwei Maschinengewehre und einen Bombewverfxr. In der Champagne führte unsere Artillerie Konzentrationsfeuer auf die feindlichen -Parks des Dormoisetales mrs. In den Argonneu große Tätigkeit unserer Batterien aus die deutschen Einrichtzun- gen von Punkt 285, von Vanguois und vom Eheppywalde. Westlich der Maas heftiges Bombardement der Gegettden von Avoevurt, Puukt 304, Esnes und Montzeville. Einiges Trommelfeuer im Abschnitt des Mort-Homme. Oeftlich der Maas und in der Woevre mittlere Tätigkeit der beiden Artillerien. Ein deutsches weittragendes G e s ch ü tz schoß heute morgen in der Nicht utlg von Varangeville und Lnnöville. In Lothringen wurde ein deutscher Angriff, der versuchte, gegen unsere Stellungen nördlich von Seltnes auszubrechen, durch unser Sckterrseuer glatt aufgehcckten. stNebeere Gefangene, darunter ein Offizier, bliebe in tinserer Hand. Nach neuen Ertundigungen dürsten die Verluste,, die die Deutscheir im "atise des gestrigen, auf unserem Vorsprrtng von La Cltapelotte ansnesührten Angriffes erlittet: haben, auf ungefähr 1000 Mann geschätzt werden. F l ü g w e s e n: Ein verirrtes Flugzetig landete heute nacht in unseren Linien in, der Umgebung von Roste res (Oise). Seine beiden. Offiziere wurden ul Gefangenen getnackst. Ein feindliches Flugzeug, das unter das Feuer unserer Geschütze genommen wurde, geriet in der Gegend von B-agale!le. bei Le Pavillon, nördlich des Füur de Paris in Flammen. Do-s' gestern in die feindliche Linie bei Vangnois niedergegangene und von unserer Artillerie zerstörte deutsche Flugzeug tvar von dem Secoitdeleutnaitt Navarre abge- schcffeu tvordenck Eck ist dies der nennte feindliche Ayvarat, den dieser Pilot abgeschossen hat. — In der Nacht oont L5. aus den 26. Avril waren unsere Kamvsslngzeuge besonders tätst. In der Gegend vo°t Verdun tvurden 14 Granaten ans die Parks und Bi- ! w.r'ks, in der Umgebung von Extain, 4 auf die Biwaks! bei Dam- vilsters, l> aus den Bahotzos von Brstulies, 15 ans den Bahnhof von Eovfflans, 6 auf den Bahnhof von Pierrepond. 6 aus die Stalst- werke von Ioeufs-Homöeourt, 10 aus den Bahnhof von Mezieres ; uub 2 auf Rethel abgeworstn. In derselben 3kacht führten 'unsere Flugrettge'zahlreich!' Bombardierungsoperationen in der Gegend j von Rohe aus. 18 Granaten wurden ans ein Muncktionsdepot südlich von Villier-Carbor.nel abgeworsen, lvo starke Explosionen ^fest- gestell. wurden. 12 Bomben wurden aus die Brücke von Blüches und 38 Granaten aus die Depots von Crcmery und Grurv (nördlich vott Roye) geworfen. I:r der Nacht vom' 25. zuni 26. April warf ein d e u t f ck e r L e n l b a l l o n ein Dutzend Bomben aatf die Gegend von Etaples-Beartitv-Parisplage. Zwei' englische Soldaten wurdet! leicht verletzt. Der Sachschaden ist unbedeutend. Die Russen in Marseille. M a r s eitle, 27. April. (WTB. Nichtanttlich.) Meldung der Agence .Havas: Die russischen Truppen sind gesterar abend nach dem Lager von Mailly abgegangen. * Empfang in Wien. Wien, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.' Beim Minister d c s A c u r; c r e tt hat gestern abend ein E mpfang stattgefimden, wozu, unter anderen der deutsche Botschafter nrit dem Bvtschafts- personale. die Vertreter Bayerns imb Sachsens und die aus Berlin eingetvossenen Delegierten der deutschen Regierung, sowie der österreichische Ministerpräsident mit einigen Mitgliedern des Ka- binets und der nngarische Minister am Allerhöchsten Hoflagev geladen worden waren. Nückkchr des Zaren. Petersburg, 26. April. lWTB. Nichtamtlich.) Deck Zar ist nach Zarskoje Sselo zurückgekehrt. Aus dem Reiche. Des Kaisers Dank au die ReichSdauk. Berlin, 27. April. (WTB.) Die „Nordd. Atta. Ztg" schreibt: Ans den dem Kaiser erstatteten Bericht über die Verwaltung der Reichsbank irn Jahre 1915 ist nachstehendes A n tw> o r t s ch r e i b e n des Zivilkabinetts an den Reichskanzler ergangen: Großes .Hauptquartier. Eure Exzellenz beehre ich mich, auf Allerhöchsten Befehl ganz ergebenst mitzuteilen, daß Seine Majestät von deni Bericht Eurer Exzellenz und dem vorgelegten Verwaltungsbericht der Reichsbant für das Jahr 1915 mit Interesse und Befriedigung Kenntnis zu nehmen geruhten.. Seine Majestät sind über die bedeutungsvolle und ersolgreiche Tätigkeit der Reichs bank, die an der siegreichen Durchführung des Krieges eineat wesentlichen Anteil l)nt, außerordentlich erfreut' und lassen Eure Exzellenz ersuchen, dcnt Reichsbankdirektorium Älerhvchst ihren Dank aüssprechen zu wollen. t- Berlin, 27. April. (WTB.) Unter Aufhebung alter bisherigen Aus- und Durchfuhrverbote von bearbeitete n Spinnstoffen und der daraus her gestellten Wuren veröffentlicht der Reichskanzler ein Aus- und Durchftch-rverbot von tierischen und pflanzlichen Spinnstoffen und Waren daraus des Abschnittes des Zolltarifs einschließlich Textilose Fäden, Gewebe und Säcke ans Textilose und Dextilit mit Ausnahme des Beredelungsverkehrs. Ausgertommen von den: Verbot sind einzelne Seiden rrnd ernz-eMe Seidenwaren, sowie gewisse Sorten Tierhsare, gerviffe Gespinste, und Waren atrs Wolle, Tierhaaren, Filzen, Bantnwotte und art- deren Pflanzen. > Berlin, 27. April. (WTB.) Der „Reichsanzeiger^^ teilt mit: Im Jagdschloß 51lein-Glienicke bei Potsdam fmrd heute die K r i egs t r a u u ng des Prinzen Fr i e d r i ch Sigismund von Preußen mit. der Prinzessin Marie Luise von Gchaumburg-Lippe in Gegenwart der rtächften Angehörigen des hohen Brautpaares statt. Der Kaiser tvar durch den Aufenthalt im Felde an der Teilnahme verhindert. Posen, 27. April. (WTB.) Die heutige Landtags- ersatzwahl im Wahlkreise Mogilno-Wongrowitz-Znin ergab die einstimmige Wiederwahl des konservativen M- geordneten Dr. Wolfs-Gorki. Ste-rfirt, 26 Wpri\. (Amtlich.) Nach her Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 19. April 1916 über Druckpapier sind die zu den vor geschriebenen Meldungerl über den Verbrauch an nnbed ruckte,n, Maschineuglaltem, holzhaltigem Maschineridruckpapier erforderlichen Vordrucke von der .>iriegsw'irtschafts stelle für das Deutsche Zeitung sg ein er b e , G. nr b. H., Berlin E. 2 , Breitestr. 8/9, Fernsprecher: Zentrum 10976, 10977, Telegrammadresse: Vohl eine Vorstellung machen können, welche Zentnerzahl bci einer solchen Berechnung im ganzen Deutschen Reiche herauskommt. Wenn dieser grüne Roggen auch für das Vieh sehr nahrhaft ist, so steht das doch in keinem Ver-_ valtnis m dem durch das Verfuttern entstehenden Schaden. Denket daran, daß Tausende von Menschen mehr durch: biefen Verlust ernährt Norden könnten, und daß ihr durch das Verfüttern von grünem Roggen unseren Feinden einen Dienst leistet, was ihr doch wohl selber nicht wollt. Daher der Mahnruf: „Verfüttert reinen grünen Roggen." * ** A us z e i chnung. Dem Einjähr. - Gefreiten Hermann -- 1 0 b u §, Jnf.-Negiment 116, wurde nach seinem Tode vom lommandterenden Genera! eine Anerkennungsurkunde ausgestellt, weil er im stärksten feindlichen Feuer wichtige Befehle dein flom- vagmen'lhrer überbrachte. Er fiel kurz nach Ueberbrinauna dieser Befehle. ** Vortragsabend. Hiermit sei nochmals auf den beute abend 8 ^ Uhr im großen Hörsaale der Universität stattfindenden Vortragsabend („Der Orient in der deutschen Dichtung") hinge,niesen. ** Der städtische Voranschlag für das Rechnungsjahr 1916/17 ist soeben erschienen und den Stadtverordneten sowie der Presse Angegangen. Der Vor au schlag findet seinen Ausgleich ohne Steuererhö- 1 ; un g. **_ Preußische Klassenlotterie. Tie Erneueruw der Lo)e zur 5. Klasse 7. (233.) Lotterie muß unter Vorlegung de Vorklasseubofes bis zum 2. Mai, al>ends 6 Uhr. geschehen Auc müssen bis zum vorgenannten Termin die Freilose gegen Rück gäbe der Gewinnlose eingelöst werden. Tic Ziehung der 5 Klaff beginnt am 5. Mai und eudigt am 31. Vttn. Der Lahnkanalverein hält am Sonntag, de: 14. Mai im Großherzog von Hessen seine Achte ordentlich Haupt Versammlung ab. Näheres siehe Anzeige. ** Brotmarkenveränderung. Tie bisher im Ge brauch gewesene:: Bvotmarken-Auswefskarten sollen eingezoge, und durch neue ersetzt werden. Näheres im Anzeigenteile. ** Tre Auszahlung der Fa m i l i e n u n te r st ü tzu n gen cm die Familien der zum .Heeresdienst Einberufenen finde statt: a) Reichs- und Kreisunterstützung. An diejenigen derer Namen beginnen init A—H Montag, den 1. Mai, -l—U Dienstag den 2. Mai, S— Z Mittwoch. den 3. Mai. b) Weitere Unterftüt zung (Mietszuschuß). An diejeingen, deren Namen beginne:: nnt A—E Donnerstag, den 4. Mai, J--R Friütag. den 5. Mai, 8-7 Samstag, den 6 . Mai. c) An Vermieter, die Mietbeträge abholen Montag, den 8 . Mai 1916. Die Auszahlungen finden von 8 fri, 1 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer f)tr. 7, statt. Die Urxter stützun gen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgeholt tverden ** Fü r Fa gdp achter. Wild in zerlegtem oder nn zerlegtem Zustande ist ccks Fleisch anzusehen, dessen Ausfuh: aus dem Großherzogtum .Hessen nach den Bestimmung er über die Fleischversorgung verboten ist. Die Verwertunc des erlegten Wildes hat also in Hessen zu erfolgen. Dc außerdem jedes Wild in den Fleischbestand der Gemeinde eingerechnet ist, so hat jeder Weidmann, der außerhall -einer HeimatlMneinde Wild erlegt, bei der Gemeinde, ir bet der. Mschuß erfolgt ist, darum zu ersuchen, das Fleisch aus führen zu dürfen. Die betreffende Fleischtneirge wird «itrij loenn es sich nur um ein Häschen, eine Ringeltaub« oder gar einen Staren handelt, dem Fleischbestand der Gemernde abgeschrieben, aus deven Gebiet das Wild erleg: wurde, und dem Fleischbestand der Heimatgemeinde des Jägers gutgeschrieben. Landkreis Gießen. 6 . K l e i n - L i n d e n . 28. April. Dem Musketier Hernwntt Weigel bei einer Telephonttuppc in: Infanterie-Regiment 11 t zurze-t verwundet, wurde die Hesfiiche ravserkeitomedaille verliehen rs. R 0 d he i m , 28. April. Am 2. Osterfeiertag hielt Pfarrer Sch lower, der tu ex« Pfarramt in Chemnitz i. S. berufen ist. ni dem hiesigen dxchtgefüllten Gotteshause seine Wschiedspredigt. .M dieser legte der Scheiduwe die Gründe dar, weshalb er dem Rule m e:nen neuen, arbettscexch'ren Wirkungskreis gefolgt ist. Plärrer Sckstosser l>at hier sechs Jalp-e lang- treu seines Amtes ge. waltet. Seine Tätigkeit, beschränkte sich nickst nur auf das Predigen und Lehren, sondern er hat vor allem selbst praktisck-es Christentum geübt, vor gelebt :md dadurch sen:er Gemeinde das beste Vorbild gegeben. Tie Liebe und Zuneigung aller wohlmeinenden, ernsten Gemerndeglieder folgt ihm auch iix die Ferne. Unsere Ge- lneindc, die den treuen Seelsorger nur ungern ziehen läßt, wünscht ihm Gottes treustes Geleit auch in die Zukunft. ^ s. W e i t e r s 1) a r u, 27. April. Dem Musketier Wilhelm Schultheiß von hier, int Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116, ivurde das Elserue Kreuz 2. Klasse verliehe»!. e. Wieseck, 27. Avril. Gesteru siel hier bei Ludwig Keller, Wiesecker Mühle, der erste B i e n e n s ch w a r m. Kreis Büdingen. # E cka r t s h a u s e u, 28. Älpril. Das Eiserne Kreiiz und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Ö3efreite Wilhelin Reichert. Kreis Laute rbnch. rr. Schliß, 27. April. Von den in den hiesigen Gräflich Görß'schen Waldungen beschäftigten gefangenen Engländern fipd vvrgesterri in den Spätnachmittagssttmdcn z iv e i entwischt. Die Ausreißer dürsten in ihrer Uniform, nunnl sie auch der deutschen Sprache kauin »uächtia find, nicht allzu iveit toinmen. 8 Aus dem oberen Bvgelsbcrg, 27. April. Die Astern haben ivieder schöne, warme Frühlmgstage folgen lassen. Vm Felde ist das Leben lvieder erwacht. Die )lnssaat des Hafers gehl allniählich ihrem Ende zu. Das vor diesem Wltternngsrück- fchlag ausgestreute Saatgut sprießt sck>on aus der Erde und üe- ginnt zu wachsen. Die Gemüsesameu in den Gärten kennen auch langsam ans Tageslicht hervor. Die Wiesen haben sich trotz wiederholtem Schrrec m:b Frost weiter grün gekleidet. 9 wch per Wald zieht nach und nach sein sommerlich grünes Kleid au: hier und da hat es schon mancher Bauni vorgetan. Am rnexste« merkt man es doch den Vögeln an. daß der Frühling seinen Stawdort behaupten will. Wenn sie auch neulich schon zu Paaren flogen, konnte man doch ein Nisten noch nicht wahrnehmen. Naben und Stare.ja uwhl, aber dü singende Vogelwelt liefe noch nichts vom Nisteik merken. Die schwalben sind unu and) lvieder bei' uns cingekehrt. Hier' und da wird a»rch schon vereinzelt Vieh ans die Weide getrieben. Kreis Schotten. ip Gedern, 28. April. Von: Großherzog eigenhändig überreicht erhielt der llnterosfizier Leopold Vöhl die Hessische Tapferkeitsmedaikle. 4b E i cb e l s d 0 r f, 28. April. Auf dem Felde der Ehre starb der Unteroffizier Dechert im Iuf.-Regt. 116. Kreis Fried de rg. — Fried b erg, 27. April. Zivifcheu Obererleubach und Holzhauseu gerieten halbivüchsige Burschen auf den: Heimweg vom Osterausslug in Streit, in dessen Verlanf sie sich gegenseitig schroer nnt Alefiern bearbeiteten. Einige der Burschen nnlßten sofort in ärztliche Behandlnng gegeben werden. V a d - N a n h e 1 m, 28. April. Die Osterfeiertaqe, die seit längerer Zeit ivieder eiinnal in die Sommerkiirzeil fielen, haben Bad-Naubeinr zahlreichen Besnch gebracht. Es herrschte besonders ain Ostermontag Infolge des herrlichen Frühlmgswetters riu Park und Wald so»vie bei den Knrhaliskouzerten reges Leben und Treiben. Das jetzt im Frühlingskleid prangende Bad-Niiuheiin eignet !ich außer zum längeren Kuraufenthalt ai,ch vorzüglich zitr AusfpamiU'ig und Erholring für einige Tage. Tie Zahl der kur» gebrauchenden Gäste ist schon recht erheblich und beträgt fast das Doppelte ivie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Für Unterkunst ist bet_ reicher Auswahl gut gesorgt uild auch die Verpflegring ist, da außer Brotkarte:^ noch keine Befchräntinlgen bestehen, infolge der Lage Bad-Nauheiins in der sruchlbaren Wetterali den Ansprüchen der Kurbedürstigcn in jeder Hinsicht entsprechend. Hessen-Nassau. sj Marburg. 27. April. Die Allgeineine Marburg er Orts kranke nkasse teilt in ihrcin Jahresbericht mit, daß im Kriegsjahre 1915 20 000 Alk. Rücklagen geinacht werden konnten und daß das Gesanitverinögeli jetzt 122 307,54 Mk. beträgt. Tie Atttgliederzahl betrug am Jahresschlüsse 3691 gegen 4044 am Jahresanfang. ra. Herborn, 27. f)lpril. .Unsere Stadtverordneten haben beschlosseil. eine Erhöhung der H u n d e st e n e r eintreten zu lasse»:. Es solle«: erhoben »verde,: für den ersten Hi»nd l0 Att'., für den zweiten 12 und jeden iveiteren 15 Mk. — Die städtischen Angestellten mit nicht »nehr als 1600 Mk. Gehalt erhalten eine einmalige T e r» e r u n g s z u l a g e von 100 Mark. ul. Li m b urg, 27. April. Bei oer heutigen Land tags- ersatzwahl für den ans dem politischen Leben ausgeschiedenen bisherigen la,»gjnhrrgen Abgeordneten für den 5. Wahlkreis (Lim biirq), E a h e n s l i ), wurde der Generalsekretär der nassauischen Zentruinspartei Herkenrath- Lirnbnrg geivählt. Ein Gegenkandidat »var nicht ausgestellt. X. F n l d a . 27. April. Die Stadtverordneten be- schlofie»!, »oähreiid der Kriegszcit die H n n d e sl e u e r z u erhöhen. Es sind zu zahlen für eine»! über 8 Alonate alten Hund 30 Aik. (bisher 10 Mk.), für einen ziveitcn Hund 50 Ml. (bisher 15 Mk.), für einen dritten Hund 100 Mk. (seither 20 Mk.). Polizei- und Foldhüterhunde sind ansaeiwlninen. A Frankfurt a. M., 28. April. Am konunenden Sonntag ist im Zoologischen Garten der Eintritt »vährend des ganzen Tages ans 50 Pfg. .Kinder 25 Bfg.) herabgesetzt. Ter Eintritt in das Aquarium mit den teilweise neu und naturgemäß eingerichteten Reptilien- und Lurchenbehällern ist ani 20 Pfg. für die Person ermäßigt. Nachmittags 4 Uhr und abe»:ds 8 Uhr finden Pttlitärkonzerte der Ersatzkapelle des Jnfanterie-Reqiinents Nr. 81 statt. - --- Frankfurt a. M., 27. April. Mit Rücksicht auf die am 1. Mai beginnende neue Zeiteinteilung wird die Polizeistunde für die Nacht vom 30. April zum 1. Mai auf 1 Uhr nachts festgesetzt. Vom 1. Mut ab verbleibt es bei der bisherigen 12-Uyr-Polizeistunde. — Fm Hause Lohrgasse 3 gerieben die Kleider eines siebzehnjährigen Ntädchens beim Abkochen von Wäsche in Brand. Das Mädchen erlitt so schwere Brandwunden am ganzen Leibe, daß es nach kurzer Zeit im Krankenhanse verstarb. ^ Fr ankf-urta. M., 27. April. Bei guter Beteiligung aus den menren deutschen Zweig vereinen hielt heute der „Deutsche P r 0 t e st a n t e n v c r e i n" unter dem Vorsitz von Pastor Fee k- Bremen im hiesigen Schauider-Jnmcngshaus feine ordentliche Mt glrederversammüing ab. In semer Begrüßungsansprache gedachre der Vorsitzende der gegeinvartigen Kriegszeit und gab der Hoffi nung Ausdruck, daß aus ihr auch, für die Kirche Segen erlvachsei, möge. Das Andenken der gefallenen Helden ehrte die Tagung durch Erheben von den Plätzen. Ten Bericht über'die Beremstätigkeit erstattete Pastor Alfred Fischer-Berlin, der besonders die Versorgung der Soldaten nnt gutem Lesestoff hervorlwb. Als Vorort wäbstc man für die Jahre 1916 bis 1919 wiederum Berlin, ^n den Vvntand wurden u. a. gewählt Pastor Feek- Brenwn, Professor Theobald Ziegler- Fronfturt, Pastor F : sch c r - Berlin imt> Dr. Fresenius- Wiesbaden. Hieraus fprach Pfarrer und Landtagsabgeordneter Dietrich Graue- Berlnx übrw das Thema: „Wie wünschen wir uns eiixc kirchen.polx- trschc Sluseinaridersetzung nach Friodensschluß?" Dem geistvollen Vortrag folgte eine lebhafte freie Ausfprackse. - Später beteiligten sich die Versanrmlmkgsteilnehmm- an ztve: öffcnttlichen Vorträgen, die ans Anlas: einer Zentralvorstcordssitzung des Allgemeines: ev.-prot. Misfionsvereins für Teutschlarrd hier gehalten wurde,!. In der Nilolaikirche sprach Missionsdirektor Lic. Dr. Witte-Berlin über: „Aus Tsingtaus schwere:: Tagen"; in der Polhtechnischen Oüsellsckwst sprach C-Kheimer Admiralitätsrat Tr. S ch r a m e i e r - Berlin über: „Die deittsche Mission und der deutsche Kultureinflnß in China". Beide Vorträge waren sehr stark besucht. - Frankfurt a. M., 27. Llpris. Die Kleingärten am Sach-. senhäusec Berg wurde:! seit Wochen der dort gehaltenen Kaninchen beraubt, ol)ne daß der Täter gefaßt »verde:: konnte. Heute nacht gelang es nun mit Hilfe eines Polizeihundes, den schmn- losen Räuber in der Person eines Hansbnrsck-en zu ermitteU:. Dem 5^unde wurde in einem Stalle Witterung gegeben, worauf er sofort durch mehwere Straßen eilte und schließlicks vor. der Wolp- nung des Räubers sich verbellte. Hier fand man ein ganzes Lager von Exnbrechergeräten, zahlreiche neue Anzüge und 200 Aüark bares Geld — den Erlös für bereits verkaufte Kaninchen. Ferner fand n:an ii: einen: Stalle noch etiva 40 lebende Kaninchen vor, lauter geraubte Tiere. Als Hehler und Helfershelfer wurde außerdem ein entlassener Straßenbahnschaffner verhaftet. — Oberurscl, 27. April. Der beka»:ute Kanipfflieger, Oberlcntnant B 0 e l k e, stattete au: Miitmoch der hiesigen Motoren-- jabrik einen längere,: Besuch ab. Ihm rvurden überall, wo er sich sehen ließ, herzliche Ehrungen zuteil. Oeemrsclites. * Berliu, 27. April. Professor Bruno Schinitz, der Erbauer des V ö l k e r s ch l a ch t d e n k n: a l s in Leipzig und der Kaiserdenkmäler aw dem Kyffhäuser und der Porta Westphaliea und anderer, ist heute vorini'ttag im Alter von 57 Jahren gestorben. * Berlin, 27. April. Die „B. Z. a. M.^ meldet aus W i l m ersd 0 rf:. Nachts ivurde in einen: Hause der Duisburger Straße die dort ivohuende O p e r u s ä u g e r i n H. mit ihrem Verlobten G r a f Sch. mit Schußivunden verletzt aufgefunden. Wahrscheilülch versuchte der Graf mit Einwilligung der Braut diese zuerst und dam: sich selbst zu erschießen. Beide wurden in das Schöiieberger 51raiikenha:is gebracht, wo sie noch nicht ver- noinmen iverden komttcl:. * Wien, 27. Llpril. (WTB. Nichtamtlich.) Prinz Leopold von Sachsen-Koburg und Gotha, ein Sohn des Prinzen Philipp, ist heute mittags in einen: Wiener Sa>:atorium am Ende einer Lluqenoperatioi: währe»:d der Narkose plötzlich am Herzschlag gestorben. * Bern, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Bund" erfährt, wird nach deiil I. Mai der Austausch schwer- verwundeter Gefailgener ivieder aufgeiwmmen werden. 10 000 schiververivinidete französische und 3000 deutsche Krieger sollen wieder in die Heinnit 0 -»encirc 1 0 rbe 11 werdew _ •Bmifccl, — Frankfurt a. Ai., 27. Avril. (WTB.) Die heutige Generalversaiinnluug der Adlerivcrkc vorn:. Heinrich Kleyer A.-G. genehnngte einstiinnng sämtliche Anträge der Verwaltung und ivähttc das ausscheidende Au?sichlsratsnntqlied ivieder. Die Dioi- dende von 22 Prozent ist soiort zahlbar. _ Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 29. Llpril 1916 : Heiter, trocken, warm. Letzte Nachnchten. Giu russisches Lrrnettschiff bombardiert. Berlin, 28. April. (WTB. Amtlich.) Am 27. April haben drei deutsche Flugzeuge das russische Linienschiff „Slaroa" im Rigaischen Meerbusen mit 31 Bomben beworfen. Mehrere Treffer und Brandwirkungen sind ein- mauöfm beobachtet worden. Trotz heftigster Beschießung sind sämtliche Flugzeuge unversehrt zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. ^ (Das russische Linienschiff „Slawa" lief 1903 vom Stapel, hat einen Wasserverdrang von 13 700 Tonnen und 825 Monn Besatzung.) * Der amerikanische Botschafter im Hauptguartier. Berlin, 28. ?lpril. Zur Reise des amertkcmischen Boffchaf- ters Vererb ins Große Hauptquartier äußern verschiedene Blätter: Tie Anivefenheit des Botschafters an dem Orte, cm dem die cnrtscheidende Beratung :iber uirsere Antwort an die amerck^mische Regiermu; ftattftnbet, roird die 2llffassung der Antwort naturgemäß erleichtern imd beschleunigen. Der Papst an die Amerikaner. > Berlin, 28. April, (zb.) Der „Erchange Telegraph" be- riä.tet, daß der Papst fick) durch Kardinal Gaspari mit einem offene:: Brief an da s a m e r i k a:: i s che V'o l k wandte Darin heißt es: Die heilige Botschaft: „Friede sei mit euch!" ist an alle Menschen gerichtet. Der Papst hofft, daß die Völker, die jetzt im Friede:: leben, dabei verharren und Gott für diesen Segen danken, daß auch die Kriegftlhrenden bald das Schtoert aus der Lwnd lege:: unb dem Schlachten, das Europa und die Menschheit entehrt, cm Ende machen wird. Verletzung der schweizerischen Grenze. Bern, 27. 2lprü. (WTB. Nichtamtlich.) Tas Preffebureau des schweizerischen Armeestabes teilt mit: .Heute um 12 Uhr 35 Mrn. und 1 Nhr 5 Min. überflog je ein französischer Flieger die sckjwexzerische Gr«:ze bei Bernmeoesin um ein bis zwei Kilometer und kehrte nach etwa 2 Minuten wieder um. Die franzojxfchen 'Abzeichen an den Flugzeuge:: warrenze überflogen hatten, kelpt genwchr haben, so^ bald sic ibven .Irrtum erkannt hatten :md sich höchstens zwei Minu-' ten über schweizerischem Gebiet befunden haben. Wie bereitet man schmackhaften ariiiten Salat obnc Oel? Der Salat wird gcreiniitt, gewaschen und zum Ablrovfen in ein Sieb gelegt. In.nvischen inacht mau sich eine Soße, bestebend aus einen, rohen Ei, einer kleinen mebligen zerdrückten Karroffel, 1 Messerspitze Senf, 1 Eßlöffel Heng stenbergS Weinessig, 1 Meffer- svitze Salz, zerrührt das gut und ,nischt es tüchtig mit dem gut abgetropften Salat. [3115s» Echtes Wüdtuiger Salz existiert nicht Man meide die Nachahmungen Fürstliche Wüdunger Mineralquellen, A.-G., Bad Wildtmgen — Schriften kostenfrei 1915 Flascherrverbrauch 1800731 bei Nierenleiden, Harnsäure, unübertroffen an Auswahl u. Geschmack fiir Damen und Kinder, sowie sämtliche Pytzzutaten bronner 3339a üarktsts'assse Giessen Kifte?*gasse NOWACE SomiDer Wascttstoffe für Blusen und Kleider 092061 Eine sleifi. selbständige Gartensran ssfort gesucht. _ Wie s eckerweg 31. Zuverlässiges älteres Mädchen nach Butzbach b. gut. Lohn aes. Schristl. Angeb. unter *107, mögl. mit Zeugn.. bei. d- Geschäftsst. d. Gieb. 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Wahl des Ortes der nächsten Hauptversammlung: 5. Vortrag des Herrn Direktor E. Bansa-Limburg wahrst über „Die Binnenschiffahrt im 5kriege und die Zukunft der 2a hn"; 6. Sonstiges tKleine geschäftliche Mitteilnngen, Anfragen usw.) Die Hauptversammlung ist öffentlich: nicht nur Mit- gllederunseresVereins, sondern auch alle sonstigen Freunde unserer Bestrebungen haben freien Zutritt. Wir bitten angesichts der grosten Bedeutung, welche den Waffer,trauen als Verkehrsweg gegenwärtig und in Zukunft beizumessen ist, um recht zahlreichen Besuch. Geschäftsstelle Wetzlar, den 20. April 1916. 33360 Lahnkanal-Verem, e. V. Der Vorsitzende Groebler, Bergrat. 1—2 möblierte Zimmer in der Nähe der Veterinär Klinik ges. Schristl. Angeb. unter 09235 an den Gies;. Änz. Möbl. Zimmer mit separat. Eingang in der Nähe des Bahnh. ges. Schristl. Angeb. u. 09237 an den Gietz. Anz. Fungcr Kaufmann sucht Zimmer, evt.m.Pension möglichst t.9tord.d.Stadl. Schristl. Anaeb. m. 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