Nr. 9 X Ttv H-chenrr Anzeiger erstheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich S^heuerZamiüerötätter; zweimal,vöchcnll.ckreis- dlattMrde«Ar«i?Giehen (Dienstag und Freiwg): zweimal monatl. Land wirffchastttchc seitfragen Fernsprech - Anschlüße: sürdieSchriitleilungl12 Vertag,Geschäitsstelleöl Adresse sür Drahtnachrichten: Anzeiger Tiesten. Annahme von Anzeigen sür bic Tagesmmimer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt M. Jahrgang MMVoch. 26 . April IW RotatisnsdrUck Md Verlag der Vrühl'schen Unrv.-Brrch- und ZtemöruSerei R. Lange. Zchriftleitung, GeschastrstelLe und Druckerei: §chu!str.7. ö e i u ft $ p r c; >. nwnatl. 90 viertel- jäbrl. Mk. 2.66, durch Avhole- iu Zweigstellen nwnatl. 80 i)f.; durch die Post Mk. 2.45 Vierteljahr!. ausschl. Bestella. Zeilenpreis: lotal15Ps., ausw. 20 Pr. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für ben politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gc- richtssaal: Fr.R.Zenz; sür den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich m Gießen, VTlTfU (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Aus beiden Seiten mar die Artillerie- und Fliegertäng- keit sehr lebhaft. Westlich der Maas kam cs nachts nordöstlich von A v o = court zu Handgranatenkämpftn. Ein in mehreren Wellen gegen unsere Gräben östlich 0er Höhe ,.Tater Mann" vorgetragener Angriff scheiterte im Jnfanteriefeuer. * Unsere belegten zahlreiche feindliche Unterkunft^ und Etappenorte ausgiebig mit Bomben. Ein gegnerisches Flugzeug wurde durch Abwehr »euer bei Ta hu re ahgeschosftn und zerstört, ein anderes östlich der Maas, das sich überschlagend absturztc. OestlicherKriegSschauplatz. Südöstlich von Garbunowka brach abermals ein russischer Angriff verlustreich zusammen. * Ein deutsches Flu gzeugge schm oder griff mit beobachtetem guten Erfolg die Bahn- und Magazinanlagen von Molodezno an. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. FslöhisCfeialrlvfurf) ^v El ?rL/firm-r{-9fnnr Sagte,-'-':'■$ El/fuFaffce {Z 1r j lu'SMn EL Laktürab 7 - ... ■ . .. CSt EL Guss3 (UrrrdL/g) .■73/77 ktuhsrnrnact - - fAEu/ fisssan :-'-r' ALS' Küf-elÄrnjärä - * Berlin. 25.April. (WTB. Amtlich.) Am 24. April inorgens erschienen vor der flandrischen Küste zahlreiche englische Streitkräfte, aus Monitoren. Torpedoboots- Zerstörern, größeren und kleineren Dampfern bestehend, metthe anscheinend Minen suchten und Bojen zur Bezeichnung von Dombal-detnentsslellen auslegten. Drei unserer in Fladern befindlichen Torpedoboote stiegen mehrfach gegen die Monitors Zerstörer und Hilfsfahrzeuge vor, drängten sie zurück und hinderten sie an der Fortführung ihrer Arbeiten. Trotz heftiger Gegenwirkung sind unsere Torpedoboote unbeschädigt geblieben. Die englischen Seestreit- krästr haben die flandrische Küste wieder verlassen. Der Ehef des Admiralstabs der Marine. Me EnglLicker verzeichnen wieder einige .Hiobsposten für sich. Die Lage in Kut el Amara wird allmählich unhaltbar und so bereitet man von London aus langsam auf die Kapitulierung der Eingeschlossenen vor. Die jüngsten Angriffe der Entsatzlruppen sind, gleichfalls nach englischem Eingeständnis, vollkommen gescheitert. Wenn auch die Kabi- nettskrisis sich noch einmal in Wohlgefallen ausgelöst hat, indem ein Vermittlungsantrag in der Wehrpflichtsrage die allgemeine Dienstpflicht noch einige Wochen hinausgeschoben hat — ob sie dann kommen ustd ihren Zweck noch erreichen wird, steht dahin — so wächst doch die Unlust mrd Unzufriedenheit im Lande zusehends. Gestern muß eine düstere Botschaft im Unterhaus wie ein Wetterschlag gewirkt haben. Der Sekretär sür Irland teilte nämlich mit, daß am Montag mittag ein ernster Aufstand unter den Truppen in Dublin ausgebrochen sei. Das dortige Postamt wurde angegriffen, mrd die Aufftändischen hielten einen Teil der Stadt besetzt. Es heißt zwar, die zugezogenen Hilfstruppen beherrschten schon wieder die Lage, allein bei den spärlich einlaufenden Nachrichten, bei dem Bestreben der englischen Zensur, die Sache möglichst zu vertuschen, darf man wohl ernstere Rückschlüsse auf die innere Lage des Jnselreiches schließen. „Es ist etwas faul im Staate Dänemark." Tröstlich und die alten Hoffnungen des -Kabinetts Asquith belebend hat natürlich die scharfe Note Wilsons an Deutschland gewirkt. Die „Times" läßt sich aus Amerika ein höchst optimistisches Stimmungsbild malen; man sei in Washington überzeugt, die deutsche Regierung werde den Wünschen Amerikas Nachkommen und man fürchte in Berlin die Dienftbarmachung der großen amerikanischen Hilfsmittel sür Deutschlands Feinde und den niederdrückenden Eindruck, der bei einem Bruch zwischen Deutschland und Amerika sich namentlich in Bulgarien und der Türkei geltend machen würde. Das sit natürlich willkür- liches Gerede. Niemand weiß bis zur Stunde, welche Entschlüsse im deutschen .Hauptquartier, wohin der Reichskanzler gestern zurückgekehrt ist, gefaßt werden. Einige Besprechungen, die Herr v. Bethmann Hollweg mit dem amerikanischen Botschafter vor seiner Abreise gehabt hat, dürfen nicht eiw- seitig dahin ausgelegt werden, daß der Streitfall sich friedlich auflösen werde. Wahr ist, daß die amtlichen Stellen in Berlin bemüht erscheinen, der deutschen Ocffentlichkeit darzutun, daß nicht ohne weiteres eine abweisende Antwort erteilt werden könne und daß die Möglichkeit eines Ausgleichs noch einmal ins Auge gefaßt werden müsse. So teilt man uns ein Telegramm mehrerer Mitglieder der „Deutschen Universitätsliga von Amerika" mit, das ait den Rektor der Berliner Universität gerichtet ist und iu dem sich die Unterzeichner, die mit drei Ausnahmen nur deutsche Namen tragen, dahin aussprechen, daß die Note Wilsons ihrer Meinung nach keine Herausforderung sei und daß die Mehrheit des amerikanischen Volkes die bisherigen freundschaftlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten, wünsche. Die Herren haben diese Kundgebung erlassen, um „das Unheil einer falschen Auffassung abzuwenden". Wir meinen, diese Auslegung der Note ist sehr subjektiv optimistisch, und die deutsche Regierung muß ihre eigenen amtlichen Quellen zu Rate ziehen und darf sich in ihren Entscheidungen aus diese wohlgemeinte Art einiger Gelehrten nicht etwa stark beeinflussen lassen. Wie auch die Beratung im deutschen Hauptquartier enden mag, wir haben uns in Geduld zu fassen und müssen auch einem neuen Feinde mutig ins Auge schauen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: 25. April 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Am Südwestrande der Hochfläche von D o b e r d o ist nach Abweisung der italienischen Angriffe ziemliche Nutze eingetreten. Nordwestlich von Sau Martins drangen eigene Abteilungen in die feindliche Stellung ein. nahmen Sprengungen vor, vernichteten die schweren Minmwerfer und kehrten nach Erfüllung dieser Aufgabe planmäßig wieder in ihre Gräben zurück. Im Abschnitte von Zagora kam es zu lebhaften Feuerkümpfen. Der Gipfel des Eol di Lnun stand zeitweise unter dem Feuer unserer schweren Mörser. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer. Feldmarschalleutnant. Schwere Unruhen in Dublin. London, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ehef- sekretär fiir Irland. B irret, gab im Unterhause bekannt, daß gestern i, n Dublin schwere Unruhen ausgebrochen seien. Das Postgebäudeseigewaltsam eingenommen und die Telegraphenverbindungen ab- geschnitten worden. Soldaten seien während des Tages angekommen, die jetzt die Lage völlig beherrschten. Etwa 12 Personen hätten ihr Leben verloren, darunter vier oder fünf Soldaten. Das Haus hielt darauf eine Geheim fitz n ng ab. um die Erklärungen ASguiths entgegenzunehmen und darüber zu beraten. Gefechte in Aegypten. London, 84. April. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Mesopotamien wird mul l ich gemeldet: Die Beschießung von Sann« i hat dauerte den ganzen 23. April an. Ans Aegypten mich amtlich über das Gefecht im Bezirk van K'atia vom 23. April gemeldet: Die Luftaufklärung ergab eine feindliche Trnppenversmnnünng von etwa 200 bis 500 Mann in der Ducidar bewub'barten Wüste. Eine Abteilung von 300 Mann machte eilten heftigen Airgriff auf unseren Posten in Ducidar und wurde nach Eintreffen unserer Verstärkungen zurückgesckstagen. Sie ließ 30 Gefangene in unseren Händen und verlor, soweit bekannt, 40 Tote. Der Rückzug des Feindes wurde durch eine dlbteiliing australischer Truppen, die mit Flugzeugen zusammen wirkten, beunruhigt. Der Feind hakte viele Tote durch das Feuer unserer Trup pen und durch Bomben und Maschinengewehre der Flugzeuge. Das Dorf Katia wurde von einer kleinen Truppe Peomanry besetzt und gleichzeitig durch eine feindliche Streitmacht von 3000 Mann piit drei Felogeschicheu angegriffen. Nach einem, hestigcn Kamp» zogen nnr uns aus dem Dorfe zurück. Tie Lage bei Kut-et-Amara. Berlin, 26. ?lpril. Die Lage von Kut-el-Amara wird in den Berichten eines Londoner Gewährsmannes der „V'oss. Ztg." als verzweifelt hingestellt. Die Stärke der türkischen Streitkräfte sei mehr als verdoppelt worden und die Angriffe seien außerordentlich kräftig. Die Wirkung der Zeppelinangriffe ans England. Berlin, 26. iltpril. lieber Me Wirkungen der deutschen Zeppetinangrifse gehen dem „Berliner Tageblatt' Aeußernngen eines in Hüll itbenbcn schwedisch-englischen Kaufmanns zn, die u. a. besagen, daß sich auf die Dcm-M die Geduld der Bewohner erschöpft. Die Verheerungen durch die Luftangriffe wirkten verstimnren.d. Das Kriegselend habe angefangen, sein .Haupt zu erheben. vre Uämpse in Gstasrika. London. 25. April. (WTB.) Meldung des Reuters chen Du» reaus: 0>eneral Smuts berichtet: * Berittene Truppen unter General van Dementer setzten nach dem Erfolg bei üalkissale am 4. dtpril ihren Vormarsch fort und beseiten U m b u g w e und S a l a n g a. Die kleiner Garnisonen beider Orte wurden teils gefangen, teils vertrieben. Anr 17. April stieß man auf den Feind, der sich anscheinend bei Kon- d o i r r a n g i sammelt. Der Kanrps danrert fort. Die Regrrrzeit hat begonnen. London, 25. April. ^WTB.^ Amtlich wird mitgete'lt: General ^mutö berichtet unterm 23. Lkpril: Die Truppen unter General van Dewenter besetzten, nachdem sie den Feiird vor Kondoa Irangi am 19. Apri! schlugen, lenen Plm^. Es sind Gefangene gernacht und dem .Feiirde beträchtliche Verluste zugesiigt worden. Die deruschen Trrtpven zogen fich in der Richtung auf die Zentralbahn zurück. * * 9 Ein Teiegrammwechsel zwischen dem König von England und dem Zarett. Lon.don. 25. Llpril. (WTB. Niätlmutlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. König G^org nnd der Z a r haben Tele- gramine gewechselt. Der Körrig telegrttphierte: Ostern 1916. Heute, da unsere beiden Nationen durch ein glückliches Zusanunen- tressen S stern feicrit und wir des St. Georgs tag es gedenken, kann iclk mich nicht enthalten. Euer Majestät GlückN'ünsäre zu lenden und neuerlich das Vertrauen in den Sieg mlserer verbündeten Armeen auszudrücken. Ich verfolgte die kürzlichen siegreichnt Taten Ihrer tal'ieren Armee mit Vergnügen. — Ter Zar anttvortete: Wärmsten Dank für die Ostergrüße und guten Wünsche. Ich teile vollkommen Ihr Vertrauen in. den endgültigen Sieg unserer vereinigten Anstrengungen. Der türkische Bericht. Koni' ntinopel, 24. April. (WTB. driMamLlick.l Das Hauptquartier meldet: An der Irakfront konnten wir den in der^Sclilacht am 22. April geschlagenen Feind infolge Steigcms des Tigrck. an gewissen Stellen nwbt erfolgen. Elstern brmrbarvierte der Feind bei Felahie wirkungslos unsere Stellungar. Einige von unseren Rdannsck'aftcn griffen unter dem Br'sebl vie den Kana ms tag. rnr Hauptquartier, um das große Fest der Ehristeutzeit im Kreise seines ganzeit General stades zu verbringen. 3&cftfront: Feindliche Flugzeuge warfen aus Dünaburg Ieinige Bomben ab. Unser Lustschiss. Tvv Muramietz, belegte den 'Bobnhof Daudservas -17 Kilometer südöstlich Friedrichstadt^ mit 1-.' vierzig Mündigen Bomben >,10 russische Pfund ist gleich 16,88 'Kilogramm. ^ Auf der übrigen Front Feuerkämpfc. Kaukasus: Im Küsten ab schnitt wurden Versuche des Fciw !des, gegen. Trapezunt vorzugehen, überall bereits von unseren Vorhuten abgcwiescn. Tic Kämpft bei Ashkala dauern noch an. Türtische Angriffe aus der Richtung von Kharput brachen in unserem Feuer zusammen. Betrügerische Befreiung vom Militärdienst in Frankreich. ^ Paris, 25. April. (MTB.) Das Kriegsgericht hat Mute sein Urteil in dun Prozeß, gefällt, in den mehrere Mlitär- "Prztc sowie Zivilpersonen verwickelt sind unter der Beschuldigung, iSolbaten vom Militärdienst befreit zu haben. Das Gericht verurteilte den .HauvtarigeUagten Dr. Lombard zu 10 Jahren Zwangsarbeit und 3000 Franks Geldstrafe, Dr. Labords Au 6 Jahren Gefängnis und Karfunkel zu 5 Jahren Gefängnis sowie 4000^ Franks Geldstrafe: 40 weitere Angeklagte, in der Mehrzahl Soldaten, die beckrügerischerweise vom Militärdienst befreit worden waren, sind zu Strafen von 6 Monaten, bis zu 3 Jahren Gefängnis und zu Geldstrafen von 5OO bis 10 000 Franks verurteilt worden. Bier Angeklagte wurden freigesprochen. Fürst Bülow in der Schweiz. Bern, 25.April. (WTB.) Bei derOfterfeier der 'deutschen Internierten in der Zentralschweiz in Brunnen waren das Fürstenpaar Bütow, ein Vertreter der deutschen Gesandtschaft und ein Vertreter des Kriegsministers anwesend. Fürst Bülow gedachte in einer Ansprache der besonders großen Verdienste des Papstes um die Unterbringung der Verwundeten in der Schweiz und der menschenfreundlichen Bestrebungen der Schweiz. Deutsche Parlamentarier in Konftantiriopel. Konstantinopel, 25. April. (WTB.) Die deutschen !Reichstagsabgeordneten Graf W c st arp , Frhr. v. G a m p, iDr. 3 p a d n , Basse r m a n n und W i e m e r, sowie der inationalliberale Landtagsabgeordnete Otto sind gestern inachmittag hier eingetiwffen. Sie wurden von einer Äbord- irrung des ParlamerrtS, nämlich dem Vizepräsidenten d-er sKarnmer, Mitgliedern des Bureaus und zahlreichen Ab- Zlgeordneten, sowie von den Abteilungsch'efs verschiedener Äemtcr willkommen geheißen, desgleichen von dem General- -sekretär des Verbandes für Einheit und Fortschritt. Die deutschen Abgeordneten, die von der türkischen Grenze bis zur Hauptstadt durch Mitglieder der Behörden des Wilajets Wrianopel begleitet wurden, sind überall herzlich empfangen worden. des Dampfers wurden durch zwei Matrosen der englischen Kriegsmarine bedient. Der Kapitän des Dampfers, der es unternommen hatte, ein deutsches Kriegsfahrzeug anzugreifen, ist als Gefangener eiugebracht worden. London, 25. April. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Der „Daily Ehro nicke" vom 21. April meldet : Der h o l l ä n d i f ch e Dampfer „B e r k e l st r o o m" wurde heute morgen von zwei deutschen U-Booten durch Geschützfeuer zum Sinken gebracht. Der Tauchboot- Kommandant ließ das Schiff um 6 Uhr früh halten, verlangte die Schiffspapiere und gab der Bemannung 15 Minuten Zeit, das Schiff zu verlassen. Die Bemannung ließ zwei kleine Boote herab und ruderte damit ab, worauf die Deutschen das Feuer auf das Schiff eröffneten. Die Bemannung der holländischen Boote wurde später von einem englischen Schiff ausgenommen und hier gelandet. London, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter Dampfer „Roß" ist gesunken; 11 Mann der Besatzung sind gerettet worden. (Anmerkung: Anscheinend handelt es sich um den 372 Brutto-Regiftertonnen großen Glasgower Dampfer „Rose", von dem vor einigen Tagen ein Boot treibend gefunden wurde.) ^ London, 24. April. (MTV. Nichtamtlich.) Llohdsmeldung. ^er Dampf'er „P>arisiana" ist gesunken; die Mann- I ^ > I l U II U l|L y t | U U l L U . UIL. .'.'LUU1U- fchast wurde gerettet. (Notiz: In Lloydregister ist nur ein Damp- fer „Parisian" mit 5395 Bruttoregistertonnen verzeichnet? (Ein Nachruf für Zreiherrn o. d. EsZtz. Brüssel, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ge- neralgonverneur in Belgien widmet in den heutigen Ausgabe des Militärverordnungsftlattes des Generalgouvernements in Belgien 'seinem Vorgänger Generalfeldmarschall Frhr. v. d. Goltz folgenden Nachruf: Im Hauptquartier seiner türlstchm Armee im fernen Osten r,t Generalfeldm ar sb all von der Goltz am 19. April ds. Is. nicht den feindlichen Geschossen, denen ec sich so oft aussetzte, sondern einer tückstcheu Krankheit erlegen. Das Generalgouvernement verliert in dem Heimgegangenen seinen ersten Genoralgouverneur. Am 20. August 1914 zogen die deutschen Truppen in Brüssel ein. Am 25. August übernahm General seid mar schul! von der Goltz das ihm von S. M. dem Kaiser und König anvertrautc vcrant- wortungsvolle Amt des IGonoralgouverneurs in Belgien. Drei Monat später, am 28. November, folgte er dem an ihn ergange- rz. n <11 1 uu ij . j .' uu)LyciiiJ yci;L um i.. ;'.au 5,23 morgen-? an, ut in Friedberg 6,26 morgens, in Frankfurt 7,53 morgens. Auf der Strecke Gießen—Troisdorf—Köln tritt Pz 645 ab Gießen 10,20 nachts zwischen Ehringshausen und Katzenfurt in die neue Sommerzeit über, auf der Gegenstrecke Pz654 Weroors und» EhringsHausen, wodurch dieser Zug 12,14 nachts in Wetzlar (sonst 11,06 nachts) und 12,35 nachts (sonst 11,28 nachts) in Gießen eintrifft. Infolge Verkürzung der Stundenzahl des 30. April um eine Stunde gehen sowohl bei den am 30. April früher zu legenden als auch bei den am I.Mai später verkehrenden Zügen Anschlüsse verloren. Die in unserem Bezirk ausfallenden Anschlüsse sind folgende: 8z. D 75 Frankfurt , Main)—Kassel-—Altona fährt ant 30. April schon 1 Stunde früher — um 7.50 nachm. — hon Frankfurt (Main) Hbf. ab, infolgedessen verliert er rm Direktions-Bezirk Frankfurt (Main) folgende Anschlüsse: a) rn Frankfurt (Main) Hbf., von Zug v 250 von Köln—, Wiesbaden (Frankfurt an 7.56 nachm.', Vomg. D 21 von Wei5-Leopokdshöhe—Darmstadt (Frankfurt an 8.27 nachm.), Zug I) 21 von Stuttgart (Frankfurt an 8.34 nachm.), Pz. 1010 von Köln—Wiesbaden (Frankfurt an 8,30 nachm.), Pz. 2028 von Homburg—(Frankfurt an 8.16), Pz. 961 von Heidelberg (Frankfurt an 8.11 uachj- mittags,', Pz. 1338 von Mainz—(Frankfurt an 7.56 ngchm.), Pz. 838 von Hanau: (Frankfurt an 6.03 nachm.). b) m Friedberg (Hess/, von Pz. 1847 von Hanau (Friedberg an 8.44 nachm.). ) in Gießen von Pz. 415 von .Koblenz (Gießen an 9.36 nachm.), von Zug I) 82 von Köln (Gießen an n-achm.), von Pz. 799 von Frankfurt (Main) «Gieyen an 9.04 nachm.' für die Stationen von Bad- anheim (aussckl. bis Gießen. Tie Reisenden müssen zur Erreichung des Anschlusses den 1 Stunde früher fahrenden Zug 781 benutzen. 2 Pz ‘ (Main-—Kassel—Altona fährt am 1. 5. um i2.00 nacksts von Frankfurt (Main> .Hbf. ab. er verlort im Direktions-Bezirk Frankfurt (Main» satgcnN- ?ln-. Müsse: in Frankfurt (Main) Hbf. von Zug 1) 248 von Köln—Wiesbaden (Frankfurt (Main) an 10.57 nachts), von Zug v 203 von Metz—Mainz (Frankfurt (Main) an 12.01 nacht- Deutschland und Wilsons Note. Berlin, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichskanzler hatte heute nachmittag nochmals eine' längere Unterredung mit dem a in e r i k a n i s ch e n Botschafter und begab 'sich darauf mit dem Chef des Admiralstabes der Marine nach deni Großen Hauptquartier. Berlin, 26. April. Die Blätter besprechen die Lage mit großer Zurückhaltung und drücken das Vertrauen aus in die Reichsleitung. daß sie das Nichtige linden werde. Von einer mit den Pariser Verhältnissen Wohl vertrauten Person, die eben von dort zurückkehrte, erfährt ein Mitarbeiter des „Berliner Lokal- ÄnzeigerS", daß in Frankreich große Befriedigung über die Nor. der amerikanischen Regierung herrsche, von der man sich m-t Zuversicht euren Bruch zwischen Amerika und Deutschland verspreche. Man erhoffe eine wesentliche Stärkung brr Position der licn dringlichen Ruf nach den Kampfstätten der mit uns verbündeten. ihm durch langjährige Arbeit vertrauten Türkei. Unvergessen ist aber bei alle, die unter den jugendfrischen Genera lseldmar- I Alliierten unb «gebe ud> ausfchloeiseuden Hoffnungen über die Trag- . werte eines ,olck>en Bruches hin, namentlich mich für die Hebung der -Widerstandskraft des frauzösisck-en Volkes. Die von der 3ensu>- energisch geführte Presse verhalte sich natürlich ruhig, um nicht durch zu -rühes,,und dadurch französische Interessen schädigendes frohlocken dr-c öffentliche Meinung in Deutschland über den Wert auizuklaren, den ein Bruch zwischen Derckschland und den Vereinigten Staaten für den Viervcrband haben würde Berlin, 25. April. (WTB.) Der Rekto r de r B er- Irner Universität erhielt am ersten Osterfeiertaae ein ^legramm aus New York, das in Uebersetzung also Wir Bürger der Vereinigten Staaten Amerikas und der Vor- -ßSorsttzende der Ge rman Uni v e r s i t y Le a gu e 0 f Am e r i c a Nwchten Etv. Magnifizenz unseren lebhaften Wunsch aussprechen, Dap zwr,cycn Amerika und Deutschland der Fricde erhalten bleibe Da wir beide Länder gut kmnen, fürchten wir, Deutschland könnte die Bopchau unsres Präsidenten als eine Herausforderung auf- Mssen, ivas sicherlich nicht beabsichtig: ist. Im Gegenteil, wir sind überzeugt, daß tue Mehrheit des amerikanischen Volkes die frcund- gchaftlra-en Bezrchungen aufrecht zu erhalten wünscht, die zwischen rJVzcm unb unjerem Laude immer bestanden. Um das Unheil einer , Zatschen AuNan'ung abzuwenden, bitten wir Sie, diese unsere An- Ilcht dem deutschen Volke, zur Kenntnis zu bringen »itfeiBer, Dr. Boldt., Prof Bvffr. Hein, Dr. Krause. Pag«,, stecher, .yaas, Dr. Schweitzer, Prof Sl^pherd, Prof von Mmre Dr. von Mach, Prof. Ctttiug. Mr. Neill. Dr ^eiutzagm' Hamburg, 25. Aprib (MDB. Nichtamtlich.) Das ,Zam- burger Fremdenblatt" -meldet aus New York unter dem f 2 : W: Qr hlesrgen industriellen und .handelskreisen spricht man seit einigen Tagen von dem wiederholten V e r s u ch E n a l a n d s rn den Vereinigten Staatejn einen Trust nach dem Muster de^ hoUandi'Mn „Not zu erricksten. Dieses Gerücht erregt um so größeres Mfremden, als bereits vor einigen Monaten ein ähnlicher englischer Vmuch von den amerikanische.Handelskreism ganz ener- ^rde. Man behauptet, daß England nunmehr die ^mer irische Regierung vor che Altenrative gesteckt hat, entweder .che Ernllitung npes amen kam scheu Ueberseetrusts zu befürworten oder nch n e 11 e n Bl 0 ck a de m a ß n 0 . h m e n Englands still- .®L l » vi-r doß von englischer 'chall, bei dem G^neral-gOupernemmt ober ihm angegliedcrtenl Behörden, oder unter seinem Befehl in der Trlippe Dienst tun durften, diese schlickte, vornehme, furchtlose Soldatennatur, in der sr-m Pstichtgefilht und Herzensgute in gleichem Maße vereinigten Nur ein solcher Mann konnte sowohl die Grundlagen ^ ü r bei: staatliche n Bau legen, den jetzt die deutsche Verwaltung in Belgien darftcllt, als auch den Truppe:: in den ersten Kämpfen vor Antwerpen und- in Fla.wer'n Heerführer sein, dem sie zujubelten uno mit Begeisterumf iu^ Gefecht folgten. Mit ihm i,t der Besten einer e-ahingegangen. Sein leuchtendes Vorbild wirb uns aber alle, die ihn kannten, immer wieder anspornen, in Ferner macht die Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a.M. darauf ausmerkjam, daß wenn auch für die Jnnc- valtung der hiernach fahrplanmäßig verbleibenden Anschlüsse nach .'Noglichkelt Bedacht genommen wird, doch wegen der lAwierlgen Betricbsführnng in dieser Nacht darauf mit Sicherheit nicht zu rechnen ist. . . *^drovinz i alta g Samstag, den 6. Mai ds. Js., vormittags 10 > Ubr. findet im Regiernngsgebäude zi: Gießen. Oaiidgras Phitrpp-Platz 3, eure ordentliche Sitzung des Provinzial- trg^ l.er Provinz Ober Hessen mit folgender Tagesordnung statt' t. trriatzwahl ausgc schieden er und gestorbener Mitglieder des Pro-. vmz:alaus)csttz2. Wahl eines Mitgliedes und eines Stellvertretern des Vorstandes der Genossenschaftskassc für Komnlunal'forst- Rechnung der Provinzialtässe und Berivaltungsbericht für 1N14. 4. Voranschlag der Pr-ovmzialkasse für 1916 In Verbindung mit Rubrik IV, Titel 1 daselbst, bei Unterhaltrmg der 21 u$ Chixa, Berlin, 25. April. (WTB.) Bei der hiesigen chinesischen Gesandtschaft ist folgendes Telegramm aus Peking eingetroffen: Mit Ausnahme von Yünncrn, Kw-eitschau. Knangtung und Kuangei herrscht in alten Provinzen Ruhe. Die Provinz Schetiang nimmt eine neutrale Haltung -ein. Der Milit-ärbouvernenr von Nanking setzt im Eiiwersda.ndn.is mit 17 Provinzen die Beratung über zukünftige Fragen mit 5 aufständischen Provinzen fort. Ein am 21. veröffentlichter Erlaß des Präsidenten ermächtigt den Ministerpräsidenten, ein neues Kabinett zu bilden. Die bisherigen StaatssekreKre sollen in Zukunft die Stellung von Staatsministeru h-abon, mit gegenseitiger Verantwortlichkeit. Das neue Kabinett wird in'den nächsten Tagen gebildet. Schanghai, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eiu scharfes Gefecht fand gestern bei Kusieh statt. Die Negiermrgstruppen griffen die Forts von Kiangyin an, deren Besatzungen jrch kürzlich unabhängig erklärten. Die Regierungs truppen wurden anfangs zurückgetrieben, schlugen aber, nachdem s:e Verstärkungen erhalten hatten, die Rebellen in die Flucht. Die Forts sind indessen noch nicht genvimneor. v..— die Unterhaltung des Kreises ^ T: cn t 1 '-'^dcnz. 0 . Baurechnmig des Proviirzi-al-Wasserwerks -’fund Berwaltungsbericht Oes Provmzial-Wasserwrks ^ Tn 1 r- v 7 - Voranschlag des Pvovinzial-Wasserwerks für 1916. In -Verbindung damit - Antrag des Provinz-ürlänsschusses, be- tretfenb Bewrlligmig einer Spende für Ostpreußen. 6. Antrag des Prov:nzmMusubusjes, betreffend Verwendung der Ueüerschüsse des ^Ser^nlangst offen angedeutet worden ist, es sei wünschenswert, die Befikg-.une der „Rot" in Holland auch über die Kriegszeit hin- zu verlängern. Dr^r Umstand gilt bei den amerikanischen ^tereffenten als ein befortber^ ausschl7ggebeii0e7 Gmnd sür'7m Widerstand gegen die Errichtung einer solchen Institution in den Vereinigten Staaten Hiesige Vertreter holländischer Firmm erSS Vorbereitungen zu treffen f® (feiTte Lotigkeit in Holland auch nach Beendigung des Krieges sort- .Awetzen^Es verlautet, daß verschiedene Kongreßmitglieder Gelegen- &e ani>ere,t md ’ Ul biefer A»g«l.'S°nheit Der Seekrieg. «fr?,*»/' 11 ' 25 Avril. iWTB. Nichtamtlich.) Ueber-die wtrV m\ r ^ 8 ?ew a sfnet« >, e n g li sch en D a mp- Tf-iö . b m o u t J am 31. Marz wird von zuständiqer MdU- rolasjioes rmtgeteilt: Die iöcfahunq des Damvters mjttr&c zunckhst durch Signal ,»m Verlassen des Schiffe/aus- «e,ordert. Da der Damvser die Aufforderung unbeachtet liest Vnrde.ein Warnungsschuss gefeuert. Hierauf eröffne, e der ^ampser ,o,ort da ^ F-euer aus das U-Boot. Es eutspann sich an t, a I bst u u d , ge s V c r , o l g u n g s g c fe ch t , in dessen Serlaut der Dampfer acht Treffer erhielt. Alsdann verlies; le Beiatzung das -schiff, das daraus versenkt wurde. Von fcft Besatzung, deren Leben der Kapitän in Befolginia d'-r ^lnweimng der - nglilchen Admiralität rücksichtslos aufs Spiel r - , , . ' ..- Ul| nu 'lUlö ÄDIl poeieBt batte, wuwe ein Mann schwer verwundet. Die.Wschützk Aus 3t0Öt und £att6* Gießen. 26. April 1S16. Sommerzeit und Eisenbahn. Durch die Bundesratsverordnnng über Einführnnq der Sonrmerzeit, nach der am 30. April abends um 11 uSr mc LIiTren auf 12 Uhr gestellt werden sollen, treten am 30. April und 1. Mai Aenderungen in den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der in der Nacht verkehrenden Züge ein, die in einem Aushange der Wnigl. Eisenbahndir-ektion Frrrnkfurt ru- sammengestellt sind. 11 11 ^ der bisher Frankfurt itm- 11,11 rmchts verlreß, m der betreffenden Nacht um 12,11 nachts von Frankfurt ab, trifft in Friedberg 12,44 nachts ein, bisher 11,40 in ließen 1,20 nachts ^ 1 ^ 12 14). Bon Gießen «b gekst dieser Zug 1,25 nachts (gegen sruher 12,24) erreicht Mwrbrcrg 1,52 nachts (früher 12,50) Cassel 3,36 nachts^(2 29) und Berlin 9,41 früh (gegen früher 8,44'). Aus diesem Beispiel gel)ck hervor, daß auch in der Minutenzahl kleine Verschiebungen eintreten. Es empfiehlt sich daher für jeden, der in der Ueberleitungsnacht zu reisen hat, den Ueberleitunbsfahrplml genau zu studieren, a ^ gleichen Strecke Frcmkfurt-Gießen - Berlin geht der ^0 .^..bisher 9,01 nachm, von Berlin ab, sprürgt ch Magdeburg 12.0.0 nachts auf die neue Zeit über ?*nb trifft in 4.05 morgens, in Marburg 5,44 morgens, in Gießen 6 10 morgens ein tst2l nmrgens verläßt er Gießen, ist 6 47 morgens in Bad-Nauheim, 6,54 morgens in Friedberg und 7^4 morgens in Frankfurt. » ^ Strecke Koblniz-Gi-stm: iw Pz 125 »erla&t Bob Ems om 30 April um l0.S8 imchts imd erreicht 0^ ''"«As nach teil« Zeit. In Wetzlar trifft er J.04 nachts und tn Gießen 1.18 nachts ein .... 0 75 auf der Strecke Franffuri—Altona bc- Marburg 9.40 nachmittags und inli erst znniche» Marburg und Massai in die neue Zeit über ~ -)uw ber den Personanzügem treten große Aenderungen ein: , ■ t 7 u*“", te !? iC der bisher Tfrantfurt um 11,45 nachts Bfdtcft, Mht in der Nacht *um 1. Ms-ri um- 12,00 Uhr nachts ab ra- l mld > tö 0 l ” ^nebbetn an, 2,07 nachts in Kiesten', Mtlnfit Gießen um 2.17 nachts, um Marburg um 3,00 nachts tu 2 ' 36 mtlu ' i Auch auf allen »oischeuftatwnm >md ^rlöbliche Aenderungen emgetreteu In der Gegenrichtung verläßt Pz. 772 Marburg am 1. Mai s 'uolgeiis i imilt 1.56', kommt 2.47 morgens an Gießen ckonst 2,37,, ab Gießen 2.v8 morgens (sonst 2,47), Friedberg 3.49 morgens, Frankfurt 4.55 morgens. :5rirooerg C-, - --VIUUWU'UI'H VU UCÜt l I U)U| I c ves fi! ,cr ^ ec P -cknhnden. 9. Rechnung und Verwaltungsbericht der elcktr. Ueberlandanlage für 1914. 10. Voranschlag der elektr Ueberlaudmilage für 1916. 11. Antrag des Piwvinzmla^schusses, oetveffentz A-enderung des Vertrages mit dem Staat wegen Lin-e- rung ebektrpcher Energie. • * @ i n Heldentod. Durch alle Blätter ging vor einigen Tagen ein Entrüstungsschrei über die Nachricht, daß ein deutscher Leutnant, der einen vor den Drahtverhauen liegenden französischen Verwundeten bergen wollte, von französischen Kugeln meuchlings ermordet wurde. Dieser Leutnant war der Sohn unseres hiesigen Kreisassistenz-arztes S ck.e n ck Aus der Grabrede, die am 17. März auf dem Soldatenfried- hof in Troly-Loire über seiner sterblichen Hülle gehalten wurde, entnehmen wir folgende Einzelheiten über den Heldentod unseres Mitbürgers, dessen edelmütiges Verhalten gerade hier tiefe Anteilnahme finden wird: Ein Sappenposten seiner Kompagnie hatte in der M»cht vom 14. Mm 15. einen Mann einer frcmK. Patrouille so schwer verwundet, daß!dreser nahe dem franz. Graben in einem Granattrichter liegen bl:eb. Am Morgen meldeten sich verschiedene ANgchöriqe der Kmupagme, den Verwuiwetcn zu holen. Das wurde ihnen verboten und erst bei an brechender Dunkelheit gestaltet. Nach Erledigung ermger TiensöoblregcnheitWr kam der KvmtpMiieführer an den^ Lentrbant Sck-enk vorbei, der at mitfühlende deutsche Herz immer noch- nicht verhärtet. Hier Merck deackche Gemüts- und Gefühl st iefc herrliche sieghafte Triumphe. Du tatest, du starbst, wie deiu Herz, ivie'dein Gewissen es dir ge.vot. Das soll dir unvergessen bleiben. Wir legen dir, du lieber Kamerad, au deiner Eltern statt, in eigner unvergänalicker Hockao/tung vor Deinem Lebenswinck, legen dir in Teutsästanvs Namen den imverwelklichen Kranz aufs Grab: „Die Liebe höret nrmmer auf." Und glaube nnö, unsere Liebe soll Tat werden Deutchland, Deutschland über alles! ** O b e r h e s s i f ch e r K n n st v e r e i n. Die zur neuen Ausstellung angcmeldeten Kunstwerke von E. Eue ne l- München, O. I u n ß - Stuttgart und F. Scheider- Mur,- chen srnd gpoHtenteils eingetroffen, so daß die Eröffnu.ng der Ms stell ring am Sonntag bestimmt erfolgt. Aus der Ausstellung der Sammlung Olga Hasselman-Kurtz wurden 6 Bilder verkauft. Weitere Ankäufe für das hiesige Oberhessische Museum stehen noch in Aussicht. ** D ie Hauptversammlung des Lahnkanal- Pcreins findet, wie ittmmehr feststeht, am 14. Mai l. Js., nachmittags 2 l 4 Uhr, int Gasthaus Gvoßherzog von Hesseit in Gießen statt. 'Ti? Tagesordrimtg ist wie folgt festgesetzt: 1. Bericht über die Vereinstätigrfieit unb die Ergebnisse der Versuchsfahrten mit dem Pro de-Autoschiff: 2. RechnungsMage für 1915 und 'Entlastung des B-vrstandes: 3. Wahl des Ortes der nächsten Hauptversammlung: 4. Vortrag des Direktor Ba n se r-Limburg über die Bornenschrst'sahrt im Kriege und die Zukunft der Lahn; 5. Sonstige kleine Mitteilungen imb Anfragen. Tie Versamnllung ist öffentlich. Nicht nur die Mitglieder, sondern alle Freunde unseres Lahnflusses sind eingelaoen . ** Vortragsabend. Am kommenden Freitag, den 28. April, beabsichtigt cand. Phil. Karl Höcker im Großen Hörsaal der Universität einen Vortrags-Abend (Der Orient in der deutschen Dichtung) zu veranstalten. Herr Hücker hat cur derselben Stelle vor Jahresfrist schon einmal mit Erfolg gesprochen und hat seitdem eine Reihe wo hl gelungener Mende veranstaltet, so vor kurzem einen äußerst beifällig aufgenommenen Deutschen Meisterabend in der Literarischen Vereinigung zu Bad- Ems. — Ter Reinertrag des hiesigen Abends soll der Spende zur Errichtung von Sol baten Heimen an der Ost- und Südost- fvont zufallen. Solche Soldatenheime finb. bereits in verschiedenen Städten des Operationsgebietes eingerichtet und bei unseren Feldgrauen recht bdkbt, zumal sie sämtlich mit Lese- und Schreibzimmern, Vortragssaal und Bibliothek versehen sind. Aus das Drogramm ves Bortragsabends kommen wir noch zurück. ** Zu der B esichtigungderPflanzungenund Anlage n für Gemüsebau von Professor K l e b e r g e r, zu der der Obst- und Gartenbanverein Gießen seine Mitglieder für gestern nachmittag eingeladen hatte, waren etwa 70 Interessenten, überwiegend Frauen, erschienen. Professor Kleberger hieß die Erschienenen in den Kulturen herzlich willkommen und bemerkte, daß die Anregung zu ihrer Entstehung vom Oberbürgermeister Keller und dem städtischen landwirtschaftlichen Ausschuß gegeben worden sei. Man habe wohl nrit Recht angenommen, daß msolge des Krieges bei uns der Gemüsebau jetzt eifriger denn je betrieben werden müsse, und daß große Kreise unserer Bevölkerung bei der Bebauung ihres Gartens mit Gemüsen der Belehrung bedürfen. Tiefe zu geben, sei er jederzeit gern bereit. Professor Kleberger wies dann darauf hin, daß der Boden, auf dem die Versuchs Pflanzungen vorgcnvmmen sind, im vergangenen Jahre verhältnismäßig epst spät bebaut werden konnte, daß aber trotzdem die erzielten Erfolge, was den Ertrag anlangte, recht befriedigten. Es wurden daun die einzelnen Gemüsebeete besichtigt, auf denen Spinat, Rotkraut. Weißkraut, Salat usw. angebaut sind, die mit Kali, Phosphor und Stickstoff in verfckftÄrenen Zusammenstellungen gedüngt sind. Professor Kleberger zeigte an Hand der Pflanzen, in welcher Zusammensetzung die künstliche Düngung den besten Ertrag bringt. Die gefährlichen Feinde des Gemüsebaues sind die Wühlmaus und für die Salatpflanzen die Schnecken, für deren Bekämpfftng man besorgt sein müsse. Tie Schnecken beseitigt man. wenn man um das Salatbeel eine Streuung von Kainit macht. Zu den Hülsenftüchten übergehend, wurden die eben , ausgeh.enden Pserdebolmen und die nicht rankende goldgelbe Victoria-Erbse besichtigt, deren Anbau den Gartenbesitzern warm enr- pfoUen wurde. Professor Kleberger empfahl auch den Anbau von ! Zuckerrüben im kleinen. Bei der Zuckerknappheit sei hierzu nur dringend zu raten, denn die Rübe sei geeignet, beim Einkochen von Marmeladen und Birnen- oder Zwet scheu Honig den Zucker TU ersetzen. Zum Schluß besichtigten die Mitglieder des Garten- banvereins noch die Kartoffel Pflanzungen. Bei dieser Gelegenbeit wies Professor Kleberger darauf hin, daß es ein Fehler sei, wenn man das Knollengewächs zu dicht aufeinander rn den Boden stecke.- Er riet, diese Frucht mindestens 40 Zcnti- Miter auseinander zu setzen, damit nickst der Schatten eines Busches d«r Boden, aus dem der Nachbarbusch steht, allzusehr beschattet. Die Kartoffel brauche, irm sich gesund und gut in der Erde entwickeln zu können, Sonne, dies sei die Hauptsache. Auch sonst gab der Vortragende wertvolle Hinweise über die Art und Weise des Kartoffelanbaues und wies darauf hin, daß er hoffe, in einigen Wacken den Mitglieder des Gartenbauv-ereins seine Versuchsbeete zeigen zu können, damit sie die weitere Entwicklung der Pflanzen beobachten könnten. Der Vorsitzende des Vereins, Stadtverordneter Simon, dankte für das. was die Mitglieder gesehen hätten, besonders aber für die ihnen durch Professor Kleberger zuteil gewordene Belehrung und Unterweisung: der Verein wolle dahin wirken, daß die Theorie der Männer der Wissenschaft von den Dereinsmitgliedern in der Praxis betätigst werde: er könne versprechen, daß die Einladung für eine spätere Besichtigung der Gemüsepslanzun^en Professor Klebergers vom Obst-, und Garten- bcmverern dankbar angenommen werde. ** Diebeiden stüd ti schen Sirenen werden, wie Lins vom Tiefbauamte mitgeteikt wird, morgen vormittag 10 Uhr probeweise in Tätigkeit gesetzt werden. Es liegt also bei deren Ertönen keinerlei Grund zur Befürchtung einer Feuersbrunst vor. ** AusschußsitzungdesOb'erhessischenBienen- izüchter - Pe rcins. Wie alljährlich am 3. Osterfeiertag fand buch gestern im Gasthof Schütz dahier die Ausschußsitztmg des Ober- hessischen Bienenzüchtervereins statt, in der fast sämlliche Zweigvereine vertreten waren. Nach einer herzlichen Begrüßung der Anwesenden durch deu Vorsitzenden, Lehrer Buß-Leihgestern, wurde der im lechen Vereinsjahr verstorbenen oder gefallenen Mitglieder rn der üblichen Weise gedacht. Dann teilte er aus dem Vereins- leben unter anderem folgendes mit: Ter Mitgliederbestand bettägt 1148. der Kassenüberschuß 647.40 Mark, der Kapitalbestand 2 200 Mark. Ter Honigertrag war im allgemeinen gut. Unfälle, die durch Bienen verursacht waren, sind im Vereinsgebiet nicht zur Kenntnis gekommen. Als neuer Zweigverein ist der Eisenbahn i m k e r v e r e i i; Gießen dem Hauptverein beigetrrtew Der Rechenschaftsbericht des Rechners, Lehrer M e r g o t t- Nidda, weist an Einnahme 3264.20 Mk., an Ausgabe 2616.18 Mk. mtf. Aus der Staatskasse erhielt der Verein zur Förderung der Bienenzucht 400 Mk. Unterstützung, die bestimmungsgemäß verwendet worden sind. Die öarrt zwei Mitgliedern geprüfte Rechnung wird genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Der von dem ZÄwsitzenden vorgetragene Voranschlag für 1916 mit 3340 Mk. in Einnahme und Ausgabe wurde einstimmig gutgeheißen. Während im vorigen Jahre wegen des Krieges die Vcreinslehrgänge für Bienenzucht ausgefallen waren, soll in diesem Jahre ein solcher Lehrgang abgehalten tverden, an dem außer Vereinsmitgliedern auch Kriegsbeschädigte und Frauen teilnehmen können. Er findet Ende Juni aus dem Vereinsbienenstand in Hirzenhain statt, näheres darüber wird in der ,.Biene" bekannt gegeben. Eine Wander- versammlung findet auch in diesem Jahre des Krieges wegen nicht statt. Ein Antrag LeS Zweigvereins Friedberg aus Einstellung eines Betrages von 35 Mark zur Bewehrung der Vereinsbücherei wurde angenommen. Ebenso ein weiterer Antrag dieses Zweigvereins auf Herbeiführung eines behördlichen Verbotes über das Ab- brechen und Verkaufen von Weidenkätzchen, die im Frühjahre die einzige Nahrung der Bienen bilden. Ter Antrag wird vom Vorstand an die zuständige Stelle weitergegeben werden. Infolge der Verteuerung aller Gebrauchgegenstände der Bienenzüchter ist eine Erhöhung des Honig Preises nötig geworden. Ter Vcrbandsvorstand hat bereits den Verkaufspreis für das Einzelpsund ohne Glas aus 1.40 Mk. festgesetzt. Zur Unter- stützung der schwer geschädigten Ostpreußischen Imker sind beim Vorstand eingegangcn 55 Mk.. Zweigverein Mücke und Friedberg haben ihre Gaben an den deutschen Jmkerbund direkt ein gesandt. Außerdem sind einige Bienenvölker zur Verfügung gestellt. Mit dem Verband öffentlicher Lebensversicherungen in Deutschland ist vom Vorstand ein Vertrag abgeschlossen worden, der von der Versammlung genehmigt loirb, wonach der Verein sich verpflichtet, den Mitgliedern den Abschlus von Versicherungen zu empfehlen. Ein Vertreter des Verbandes setzte diesen Zweck auseinander. Die Versammlung wird um 1 Uher vom Vorsitzenden geschlossen. ** Gautag der hes s i s che n Wandervögel am 1. und 2. Osterfeiertagin Friedbcrg. Ungefähr 500 Wandervögel ans Hessen waren zu ihrem Gantag wälzend der Osterfeiertage nach Friedberg gekommen. Am ersten Feiertage fanden die Verhandlungen der Gauleitung statt, inzwischen kochten die Wandervögel auf dem Ockstädtcr Exerzierplatz ab. Am Abend versammelte sich alles um das Öfters euer und gedachte der vielen im Felde schon gefallenen Wandervögel, Auch der Oesterreicher undSchnxizer Wandervögel, die Grüße gesandt hatten, erinnerte man sicki. Am Ostermontag fand ein größeres Geländespiel statt. Tie rote Partei hatte den Winterstein zu verteidigen und die blaue Partei sollte die Linien der roten durchbrechen. Dies gelang auch mit wenig Verlusten. — Danach wurden Bewegungsspiele veranstaltet, wie Wettlans, Gerwerfen, Steinschlagen usw. 'Dabei erzielten die Wandervögel recht ante Leistungen. — Im Laufe des Nachmittags brachten die Frieoberger noch ein Hans Sachs- st ü ck zur Aufführung, midi viele Volkslieder wurden gesungen und altdeutsche Tänze von Buben und Mädchen getanzt. Dann zerstreuten sich die Horden wieder, vielfach zogen sie noch weiter aus Wanderschaft (wie die Gießener Bubengruppe), teilweise gings auch noch ins Oandheim, um beim Feldbestellen zu helfen. ** „Bauxit im Vogelsberg." Zu unserer Mitteilung über Bauxit im Vogelsberg geht uns folgeube Ergänzung zu: Bauxit von Langsdorf bei Lich wurde 1884 von I. Laug, späteren! Direktor an der Fabrik Griesheim-Elektron bei Frand furt, analysiert (Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 1884, S. 2892). Er wurde als Knollen von Ruß- bis Kopsgröße auf deu Feldern gesammelt und zur Alaun fabrikation benutzt. Alljähr- lich wurde aus dem gelb bis braun gefärbten Mineral in deu hiesigen Vorlesungen weiße Tonerde bereitet, wie sie zur fabrikmäßigen Gewinnung von metallischem Aluminium verwendet wird. "Bestandserhebung von Reißmaschinen. Aut 26. 4. 1916 ist eine Bekanntmachung betreffend Bestandserhebnng von Relßmascbinen veröffentlicht worden. Hiernach sind alle im Inland befindlichen Maschinen, die zum Neigen oder Auflösen von Lumpen, Gegenständen oder Abfällen aller Art dienen können, ins« besondere Kunstwoll- bezw. Vorreißiuaschinen (Reißwölie), Rach- rciß- (Essilochö-) Maschinen, Nachreißinaschinen und Drouictten bis zum 10. 5. 1916 an das Webstoffmeldeamt der Kriegs- rohstoffabteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriinns, Berlin 8. W. 48, Verlängerte Hedemannstraße 11, zu melden, von dem auch die auitlichen Meldescheine zu erfordern sind. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist bei den Polizeibehörden einzuseheli. " Der Gießener Hausfrauen-Verein gibt im Anzeigenteil verschiedenes bekannt, Nils das wir besonders Hinweisen : ebenso sei aus eine Bekanntmachung des O b e r h e s s i s ch e n Viehhandelsverbandes hingewiesen. Landkreis Gießen. Q. A l l e n d o r f a. d. Lda., 26. Avril. Unter Beteiligung des Kriegervereins fand gestern mittag in unserer Kirche eine Gedächtnisfeier für die süngst Gefallenen statt. Im März und April haben drei Kriegsteilnehmer von hier bcn Heldentod fürs Vaterland erlitlen. Pionier Heinrich Spöhrer siel am 2. März bei Verdun, Johannes Reil,, 19 Jahre alt, und Heinrich Keil, der älteste von sechs zum Heere eingezogenen Brüdern, starben in voriger Woche an schwere»! Verwundungen. *• Bellersheim, 26. April. Den! Gefreiten Adolf A n g e r »n ü l l e r von hier, iin 16. Bayr. Jnf.-Regt. wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. u 2ang«©ön§, 26. April. Musketier Willy Henrich beim aktiven Infanterie-Regiment 116 starb den Heldentod. — Musketier Otto Kramer in demselben Regiment ivurde ver- ivundet. — Dem Mltsketiec Karl Müller II. im Infanterie- Regt. 117 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. Sein Bruder, Otto Müller, dient nnt ihm iit der gleichen Kompagnie. Außer ihnen stehen noch zwei Söhne von Wilh. Ant. Müller II., Maurer dahier, im Felde. Kreis Friedberg. 81. F r i e d b e r g , 26. April. Am 23. April feierte Fr. S o i n e, Buchhalter bei der Firma Friedrich Roßbach hier, fern 25iähriges Arbeitsjubiläum. — Dem Sanitätsgefreiteu Ludwig Kogler, welcher als Sailitätshundeführer im Anfang des Krieges ins Feld zog, wurde das Friedrich-August-Kreuz 2. Klaffe verliehen. 81. G a m b a ch , 26. April. Dem Sohne des Bäckermeisters Megger von hier, dem Pionier Metzger, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. 81. Rodhei m v. d. H., 26. 2lpril. Der Wehrinann August Kitz im Laudwehr-Jnfanterie-Regimeut 9h:. 116, der seit Kriegsbeginn im Felde steht, erhielt die Hessische Tapferkeitsnledaille. Kreis Wetzlar. ra. F r a n k e n b a ch , 26. April. Ersatzreservist Ehr. C l o o s starb am 14. April in den Kämpfen vor Verdun den Ehrentod. Es stehen noch vier Brüder von ihm im Felde, wovo»t zwei verwundet waren. Hrssen-NassM. = Frankfurt a. M., 26. April. Der Vogelsberge r Höyenklub hielt unter dem' Vorsitz von Prof. Bender seine Hauptversammlung ab. Dem Jahresbericht zufolge stieg die Zahl der Mitglieder aus 543. Durch Tod verlor der Klüb 13 Mitglieder, darunter 4 auf dem Felde der Ehre. 129 steherr int Felde, 29 Mitglieder erwarben das Eiserne Kreuz, 4 die Hessische Tapferkeits- medaille. Für Liebesgabensendungen wurden 726 Mk. verausgabt. Die offiziellen Klnbwanderungen fielen aus, an ihre Stelle ttaten freie Watiderungen. Der Kassenabschluß wies Einnahmen von 4269,21 Mk. und Ausgabeit von 2324.92 Mk. auf. so daß ein Vor- ttag von 1944,29 Mk. verbleibt. Die Wohltättgkeitskasse zeigt einen Bestand von 3407,65 Mk. Von einer Vorstandswahl sah man ab. Der bisherige Vorstand wird die Vereinsgeschäste inr neuen Jahre weiterführen. — Frankfurt a. M., 25. April. Im Alter von 48 Jahren verstarb plötzlich Sanitätsrat Dr. Georg Avellis, einer der ersten Aerzte für Hals- und Kehlkopfkrankheiten, vor allen! für Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen der Halsnerven. Dr. Avellis war, bevor er sich in Frankfurt uiederließ, au der inneren Klinik zu Gießen als Assistenzarzt tätig. X. Hanau, 25. April. Ein schweres Unglück ereignete sich im Spessartdörfchen Mosbach. Ein 15jähriger Junge hatte auf dem Speicher ein altes Gewehr gefunden. Er machte allerlei soldatische Hebungen damit, bis es sich plötzlich entlud und die aus Schrot bestehende Ladung zwei 16jährige Mädchen traf, die auf Besuch anwesend waren. Das eine davon erlitt eine Verletzung im Auge, lvodurch die Sehkraft verloren sein wird, das andere eine Knochensplitterung des linken Annes. Die schwerverletzten Mädchen wurden ins Krankenhaus überführt. — In die Fluten des Mains hat sichjsvon der Steinheinier Eisenbahnbrücke aus der Maschinist Heinrich Sand kühl aus Schlüchtern gestürzt. Er hat den Tod gesucht und gefunden. Vermischtes. * Budapest. 25. 9lpril. (Priv.'Tel.) Gestern uachiuittag hat sich über der Hauptstadt ein Wolkeubruch entladen, mehrere Tausend Kronen Schaden anrichlend. Längere Zeit stockte fast der gesamte Verkehr. In deu tieier gelegenen Stadteileu setzte aas Wasser eine Anzahl Kellerivohuuugen, Lagerrräume und einstöckige Häuser vöflig unter Wasser. 9lu mehreren Stellen sind die Braudn!auer»! eiugestürzt. Während des aarxzeu Nacknnitlags mußten die Wohuuugeu geräumt werden. Mehrere ^Mietshäuser und öffentliche Lokale blieben den Abend ohne elektrische Be- lenchtling, da die Leitungen stark beschädigt sind. Es sind keine Menschenverlufte z»l beklagen. * Fliegerleutnant Boelkc. Die Frankfurter Zeitung schreibt: Eine »mertvartete, herzliche .Kundgebung gab cs gestern abend während der Aufführung von „Undine" im hiesigen Opernhaus. Andächtig hatten die Besucher der Arie des Veit im dritten Akt: ZVatcr, Mutter, Brüder, Schwestern..." gelauscht und deren Sänger, Herrn Schramm, nftt laittem Beifall gedankt. Die erwartete Zugabe kam, diesmal aber in Gestalt einer freudigen Uebervaschung, denn der Sänger tat in ivohtgermrdettn Versen den Hörern knnd und zu wisseit, daß Fliegerleutnanl B^lke im Hause sei. 9!och lauter und stürmischer als zuvor wievrwvotre ncv der Beifall, der auch diesmal deni Sänger galt, aber vor allem dockj dem kühnen, erfolgreichen Streiter der Lüfte. Immer wieder mußte Herr Schramm auf offener Bühne erscheinen, und immer deuttick)er wies seine Hand die Richtung, in der der Gefeierte zu suchen sei. Da saß der jugendliche Held, fast, schüchtern und bescheiden zurück- gelclmt in-der Loge. Tiskret richteten sich die Gläser dahin und tausend gute Wünsche kamen aus dankbaren Herzen. Märkte. . □ Laubach, 25. April. Der heute hier auf der Helle ab- gehalteue S ch w e i u e m a r k l war gut besucht von Kä»»seru aus der llingebung und unserer Stadt. 150 Stück Jungvieh waren alägesahren, die teilweise zu hohen Preisen, 95 und 85 Mk. der Kopf, abgegeben ivnrden. 4 Wochen alte Ferkel ivurden mit 65 wlk. das Stück bezahlt. Der Handel aing flott, trotz der hohen Preise, daß meist aller Vorrat antQefauft war. fc. Frankfurt a. M., 25. April. Heu- und Stroh markt. Auf dem heutigen Heu- und Strohinarkt ivar nichts angeiahren. ob. NieScr-Jngelheim, 25. April. Es kosteten Spargel u 1. Sorte 100—110 Mk., 2. Sorte 50—60 Mk. der Zentiwr. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 27. April 1916 : Ziernlich heiter, trockeii, ivarui. Letzte Nachrichten. Der deutsch-amerikanischr Konflikt. Berlin, 26. April. Ter „Berliner Lokalanzeiger" schreibt: In hiesigen deutsch-amerikanischen Kreisen war mau gestern hoffnungsvoller in der Beurteilung der diplomattschen Lage zwischen den beiden Nationen, als in den vorhergehenden Tagen. Diese Stimnrnng äußerte sich namentlick) auch in gewissen öffentlichen: Verhandlungen, die ihren Gang nahmen., ohne von den polittschen Verhältnissen boeinslußt zu lverden. Ties ist im wesentlichen auch darauf zurückzuftihren, daß die Persönlichkeiten, die Gelegenheit hatten, den amerikanischen Botschafter Herrn Gera rd am Montag auf den Rennen in Karlshorst zu begrüßen, dessen gute Laune in einem günstigen Sinne auslegten und das, obwohl der Botschafter es geflissentlich vermied, irgendwelche Andeutungen nach der einen oder anderen Richtung hin zu machen. Ten amerikanischen und deutschen Berichterstatterir gegenüber, die Herrn Gerard gestern im Lause des Tages besuchten, war er ebenso mu mitteilsam wie am Tage vorher. Ueber seine Unterredung mit dem Reichskanzler schwieg er sich ganz aus. Da auch das der amerikanischen Note beigefügte angebliche (aus französischer Quelle stammende) Beweis nca terial üoer den Untergang des „Sussex" eingehend überprüft werden muß, so dürfte >vohl noch eine Reihe von Tagen vergehen, ehe die deutsche Regierung sichüberitzre Antwort aus di< amerikanische Note schlüssig werden kann. Neues Licht über die holländische Mobilisierung. i. Köln, 26. Aprll. Laut der „Köln. Ztg." meldet das holländische Blatt „Tribüne" vom 19. April, anknüpsend au eine Mitteilung des „Nieuwe Rotterdamsche Courmtt" am 31. März, wonach das holländische Schiff „Breda" auf der Rückfahrt von England nach Holland Widerwärtigkeiten un glaublicher Natur erlitten habe, die sich zur Veröffentlichung nicht eignen. Das Blatt sagt, der Zustand war am 31. März so krftisch, weil von englischer Seile irrtümlicherweise ein holländisches Kriegsschiff in den Grund gebohrt wurde. Die MLmnschaft wurde sofort nach t ndien geschafft, um die Sache geheim zu halten, nachdem ngland Schadenersatz versprochen hat. Der Bericht stammt von einem Mitglied der Besatzung der „Breda". Die Geheimhaltung des Vorfalles hängt mit der strengen Zensur zusammen. 97ach dem England beruhigende Erklärungen abgegeben, konnte dann am 4. April die niederländische Negierung Erklärungen abgeben daß der krittsche Zustand nicht die Folge bestehender politische- Verwicklungen sei. Russische Vorhaltungen gegen Italien. i. Köln, 26. April. Wie die „Köln. Ztg." Meldet, bemerkt die „9rowoje Wremja" in einem Leitarttkel zu den Reden der fta- lienischen Minister Salandra und Sontrimo. Im Laufe von sechs Wochen erhielt Salandra dreimal ein Vertrauen svotnm. Das kann ja stcherlich ans gefestigte Einheit des Ministeriums schließen lassen, aber durch eine pesftnristische Brille gesehen, kann nian sich der Unsicherheit dieses schwankenden Kabinetts nicht verschließen, denn wer sich an seinem Platze sicher fühlt, läßt über Verttauensfrage nicht alle 14 Tage abstimmen. Das Wesenlliche an der Rede Sonninos und der anderen Wortführer ist, daß keine sich mit der wichtigen Kriegserklärung an Deutschland befaßt. Wir können uns die Solidarität Italiens mit den Alliierten nicht zum vollen Bewußtsein bringen, solare sich Italien nur auf dem Papiere im Kriege mit Deutschland befindet, aber nicht aktiv gegen den Hauptseind eingreift, der sowohl uns, wie den Franzosen und Engländern so schwere Schläge versetzt hat. Die Schwierigkeiten des russischen Vormarsches bei Erzerum. Genf, 26. Aprll. Das Pariser „Journal" erhielt von seinem Korrespondenten in T i fl i s ein TÄegramm über die außer ordentlichen Schwierigkeiten, denen der russische Vormarsch wesllich Erzerunts begegnet. Tie russischen Artilleristen seien in dem dortigen unwegsamen Gebirgsgeländc genöttgt, ihre Geschütze ohne Hilfe von Lasttieren M ttansportteren. Ueberdies leiste der Gegner, der über sehr starke Artlllerie verft'ige, sehr energischen Widerstand in dem für die Verteidigung ausgezeichnet geeigneten Gelände. Für Schwerhörigrc. Herr F. K. in N. schreibt: xJch war von Jugend auf Ohrenleidend. Als ich vier Wochen Ihren Apparat trug, besserte sich mein Gehör und ich bin seitJahresfrist wieder im Besitze meines Olehörs, wofür ich Ihnen herzl.danke." 8«; Schwerhörigkeit tteTCrtSaat# ist A> x-wdoer » pat. Sörtromnel unentbehrlich; wird kaum sichtbar im Obr getragen. A!it großem Erfolg angemend. bei Ohrensausen, nerv.Ohrenleiden usw. Tausende im tziebrauch. Zahlreiche Dankschreiben. Frsia M. 18. L Ltksd ». 10. 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