m. Der Kiefer Drze^er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerZanulirnklirtler; zinennal g>öchentl.Urei§- btsNfür de« Ureis Kietzen (Dienstag und Freilag): zweimal monatl. Lanö- wirtschaMiche SeistraHen Fernsprech - Anschlüsse: lürdieSchriNleitu,:g113 Verlag, G es ch äs ts ste ll ebt Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger'Kietzen Armatzme von Anzeigen stir d:e Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erster Blatt $6. Jahrgang Donnerstag. 20. April M Eichener An General-Anzeiger für Oberhessen Notationrönrck un- Verlag der vrühl'schen Univ.Guch- und Zteindruckerei R. Lange. Schristleitu'ng, Geschäftsstelle und Druckerei: Lchulstr. 7. Bezu gsy re : >: nwnatl. 90 PH viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk.2.^5 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokalloPs., ausw. 20 Pf. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadl und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr.R.Zenz: für den Anzeigenteil: H. Keck, sämtlich rn Gießen. Ein neuer Ersolg bei haudromont. Die Russen in Crapezunr. (MTV.) Trotzes Hauptquartier. 19. Avril. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Oestlich der Maas nahmen rmsere Truppen in Vervollständigung des vorgestrigen Erfolges heute nacht denS t e i n- liruch südlich des Gehöftes Haudromont. Ein großer Teil seiner Besatzung fiel in erbittertem Bajonettkampf, über hundert Mann wurden gefangen genommen, mchrere Maschinengewehre erbeutet. Ein französischer Gegenangriff gegen die neuen deutschen Linien nordwestlich des Gehöftes Thiamnont scheiterte. Kleinere feindliche Jnfanterieabteilungen, die sich an verschiedenen Stetten der Front unseren Gräben zu nähern versuchten, wurden durch Infanterie- und Hendgranatenftuer ebgewrcsen. Deutsche Patrouillen drangen auf der Eom- b res-Höhe in die feindliche Stellung vor und brachten einen Offizier, sechsimdsiebzig Mann gefangen ein. OestlicherKriegsschauplatz. Auf dein nördlichen Teile der Front lebhaftere Artillerie- und Palrouillentätigkeit. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. * * * Httfere Truppen haben ihren letzten Erfolg auf dem rechten Maasufer nicht nur gegen heftige Angriffe der Franzosen siegreich behauptet, sondern ihre neue Stellung noch . weiter ausgedehnt undausgebaut. Sachverständige Beurteiler m Frankreich rechnen mehr und mehr mit der Preisgabe von Verdun. So meint General Berthaut neuerdings im „Petit Jorrrnal", wenn der Feind wirklich Verdun nehme, so würde die Gesamtlage dieselbe bleiben „mit einem bißchen Gelündeverlust". Die Deutscher: würden sich täuschen, wenn sie glaubten, mit dem Einzug in Verdun den Frieden hnLeiführen zn können. Nun, so weit spannen in Deutschland nur Wenige ihre Hoffnung aus. Es genügt uns, wenn wir Sieg auf Sieg erkämpfen und keine Rückschläge erleiden; dann wird das Friedensbedürfnis eines Tages bei unseren Feinden sich ganz , von selbst einstellen. Im englischen Oberhaus hat am Dienstag Lord M i l n e r erklärt, daß die F e h l s ch l ä g e des letzten Jahres durch die zahlenmäßige Unterlegenheit der .Entente verursacht worden sei, und dies.ist wenigstens ein Geständnis, das in angenehmem Gegensatz zu der hochmüti- gen Feststellung Asquiths steht, England wolle mit seinen Bundesgenossen vom deutschen Reichskanzler sich nicht die ' Rolle der Besiegten zuteilen lassen. Nicht der Reichskanzler iM dies, sondern die geschichtliche Entscheidung. „Daily GNaill" knüpft an Milners Worte eine artige Lektion. ■ Die Niederlagen Rußlands seien nicht dem Mangel an ; Mannschaften, sondern dem Mangel an Material zu- ’ zuschreiben, die Niederlagen an den Dardanellen der 'mangelhaften Voraussicht. In Flandern und > Frau kr eich habe es niemals an Mannschaften gefehlt, und .auch m diesen: Augenblick sei dias nicht der Fall. Wie 'könnte man sich sonst erklären, daß große Armeen in Aegypten festgehalten werden, die keine Gefahr laufen, angegriffen KU \vetbera und daß sich zahlreiche Truppen in England befinden, das nicht durch Soldaten, sondern durch seine Flotte beschützt werden mußte. Die Gefahr, die England drohe, sei, daß es einer Regierung von Extremisten zutreibe, von aufgeregten, unbesonnenen Männern, die direktorialen Ansprüchen huldigten. Wir hoffen zuversichtlich, daß die Erkenntnis unserer Feinde mit jedem Tage wachsen wird. Wenn Herr Asquith heute nicht über die Dieustpflichtsrage stolpert und zu Falle kommt, so liegen andere Fangstricke bereit, die ihn stürzen. Wir haben Geduld und werden nicht enttäuscht darüber sein, wenn die „große Gefahr", die England bei einem .Kabinettswechsel droht, noch ein wenig hinausgeschoben, dann aber unvermeidlich eintreten wird. Heber die Ereignisse, die zur Einnahme von Trape- zunt durch die Russen geführt haben, schreibt die „Kölnische Zeitung": Gleichzeitig mit der Offensive der Hanptarmee des Großfürstei: Nikolai Nikolarewitsch. Ward eine russische Kolonne von Batuin ans an der Küste des Schwarzen Meeres vorgegangeu. Sie wurde noch verstärkt durch Truppen, die über See herankamen, bis das Eingreifen der türkischen U-Boote diesen Weg verschloß. In ldauernden Gefechten suchten die unterlegenen türkischen Streit- kcäste, die in diesen: Raum standen, den Vormarsch des Gegners anfzuhalten oder wenigstens nach Möglichkeit zu verzögern. Von vornherein war diese Heeresgruppe nicht dazu bestimmt, entscheidende Operationen durchzuführen, es konnte für sie nur in Frage koinmen, soviel feindliche Truppen auf sich zu ziehen imb zu fesseln, wie nur möglich. Die prategi,che Lage auf bem armenischen Kriegsschauplatz war w für die osmanische Armee von Hause aus durch den Mangel an einer leistungsfähigen Verbindung mit dem Kernland sehr mißlich. Es gab bine Bahnen von Erzerum nach dem eigentlichen Kleinasien, und ebensowenig war die durch die Sünden des alten Regimes und die planmäßige heimtückische Arbeit der englischen M armem: ssion im Dienst der Pforte verkümmerte türkische Kriegsflotte imstande, dauernd das Schwarze^ Meer von den russischer Geschwadern sreizuhalten und den Seeweg von Konstantrnopel nqchi Trapezunt für den Nachschub an Truppen und Kriegsgerät zu sich>ern. Unter diesen Umständen mußte die türkische Oberste Heeresleitung damit rechnen, daß es der russischen Ucbermacht gelingen Könnte, Erzerum und Trapezunt in ihren Besitz zu bringen. So schmerzlich auch der etwaige Verlust der Festung und des Hafens war, so gab er doch nicht die Entscheidung, die erst fallen tonnte, wenn die Russen die Kraft haben sollten, ihren Vornrarsch nach Westen, von Erzerum auf Ersindschau durchzuftihven und die türkische Hauptarmee zu schlagen. Damit hat >es noch gute Wege. Verstärkungen und wit dem Abzug der.-Engländer und Frairzosen von der Halbinsel von Gal.li.poli in. Marsch nach Osten gesetzt worden, und die Russen haben mehr vorgefühlt als größere Massen in Bewegung gesetzt. Mit der Entfernung von dem Endpunkt der kaukasischen Bahn in Sarykamisch nehme:: die Schwierigkeiten für den Etappendienst und die Versorgung der Operalionsarmee dauernd zu, und wenn die Petersburger Berichte voir einen: stetigen, erfolgreichen Vordringen sprechen, so ist das mit großer Vorsicht aufzunehmen. Wie bei Erzerum ist bei der Einnaywu von Trapezunt der Hauptgewinn für die Russen der moralische Eindruck, den die Nachricht bei ihren: Volk und den Bundesgenosse:: machen wird. Es unterliegt fernem 1 Zweifel, daß ihre Presse den Erfolg, der wesentlich ein Gelände- gewinu ist, nach Kräften ausschlachten wird, um so mehr muß darauf hingewiesei: 'werden, daß es sich nicht um eine operative oder strategische Entscheidung handelt. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. April 1916. R u s s i s ch e r K r i c g s s ch a u p l a tz. Südwestlich T a r n o p o l sprengten wir erfolgreich eine Mine und besetzten den westlichen Trichterrand. Sonst nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Von den noch fortdauernden Kämpfen am Col di Lana abgesehen, kam es zu keiner nennenswerten Gefechtstätigkeil. S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Keine Veränderung. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs | ‘ “ v. Hofer, Feldmarschalleutnant II! UM m±\ * . * Der französische Bericht. Paris, 18. April, (zf.) Amtliche Niitteilnng vom 18. April. 3 Uhr nachmittags: Auf dem' linken Ufer der Maas Bombardement unserer ersten Linie zwischen den: Mort-Homme wird Cunn- sres. Auf dem rechten Ufer verhältnismäßige Ruhe. Es bestätigt sich, daß der gestern auf unsere Stellungen zwischen der Maas unich der Gegend von Douaumvnt gerichtete feindliche Angriff den Charakter äußerster Heftigkeit trug. Aus neuen eingeholte:: Nachrichten ergibt sich, daß diese Offensivaktion durch Truppen crusgefühct worden ist, die zu fünf verschiedenen Divisionen gehörten. Oestlich des Vorsprungs von Chauffour war cs den: Feinde gelungen, in unseren Graben der ersten Linie einzudringcn. Er wurde zum Teil durch! einen Gegenangriff wieder herausgc- worfen. In der Woevre Artilleriekämpfe im Abschnitte von Mou- lainville. Südlich von Ban de Sapt wurde eine deutsche Aufklärungsabteilung, ^welche versuchte, an unsere Gräben gegen Her manpere nordöstlich von St. Tie beranzukon:men, mit Handgranaten abgeiv-iesen. In der Nacht des 17. warfen feindliche Flugzeuge sieben Bomben, darunter eine Brandbombe auf'B elso r t. Man meldet drei Tote und sechs Verwundete. Tie Material- schädei: sind wenig bedeutend. 11 Uhr abends: In den Argonnen Tätigkeit unserer Artillerie in der Gegend des Four de Paris nnd auf die Verbindungsstraßen und Wege des Feindes. In der Gegend von Verdun störte das schlechte Wetter die Operationen in: Laufe des Tages. Bombardement Niit Unterbrechungen !oestlich der Rdaas im Wschnitte von Punkt 304 und östlich davon in der Gegend südlich des Waldes von Haudromont und auf unsere Stellungen zwischen Touaumont und Vaux. Kerne Jnfauterieaktion. Oestlich von St. Mbiel beschossen unsere Batterien feindliche Ansammlungen bei Wvinville. Die Pariser Wirtschastskoriserenz. B c r n,19. April. (WTB.) Nach dem „Corriere della Sera" sind irn gestrigen italienische:: Ministerrat Fragen zu der am 27. April stattfindende:: W i r t s ch a f t s k o n f e r eu z beha:welt worden. Auf der Konferenz sollen der Ackerbaummister Cavasola, der Schatzmirtifter^ Carcauo und die Botschafter Tittoni :md Imperial: die italienischen Interessen vertreten. In Erwiderung des Besuches ^von Asguith in Ronr soll in der zweiten Hälfte des Mai lediglich Sonnino nach London reisen. Neue Ausmusterungen in Oefterrerch-Uttgarn. Wien, l6.^ April. (WTB. Nichtamtlich.) Um die un- nnterbrochei:e Beistellung des regelmäßigen Ersatzes für die Armee im Felde schon dermalen auch für spätere Zeitpunkte M sichen:, werde:: die Landsturmpflichtigeu der Ge- burtsjahrgän-ge 1897 bis einschließlich 1866 ohne Rüeksicht darauf, ob sie schon bisher musterungAPflichtig waren bezw. ihrer Mu-sternngspslicht entsprachen, einer neuerlichen Musterung unterzogen, die von: 22. Mai bis 29. Juli stattfindet. Die Eunberufnug der hierbei geeignet Beftrude- nen dürfte jedoch nicht vor Abschluß der haupftäckftichsten Erntezeit zu gewärtigen sein. D:e dem zweite:: Aufgebot Angehörigen loerden auch di-esnral als ans weiteres lediglich im Hinterland und in Etappenränmen znr Llblösnng jüngerer zum Frontdienst Tauglicher verwendet. Hollands militärische Maßnahmen. Haag, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) Zwei sozialdemokratische Nditglreder der Zweiten Kammer sprachen heute bei dem Ministerpräsidenten Eort von der Linden vor, um zu erfahren, ob cs nik't m öglich sei, den Soldaten wieder den gewöhnlichen Urlaub zuzug e ft c h e lt. D^er Minister erklärte, datz die von der Regierung getroffene Maßregel n ich t z u r ü ck ge z o - gen werden könne. Tie Gefahren, welck?e die Regierung dazu vcr- anlaßten, seien noch- nicht ganz geschwunden und würden, wenn die Maßregel zurückgenommen werden würde, wieder zunehmen. Es würde Mißtrauen darüber entstehen, ob Holland ernstlich gesonnen sei, seine Neutralität zu behanpwn. Die Maßregeln bezwecktes lediglich, d-äs Lca:d vor einem Krieg zu bewahren und zu verhüten, daß cs von den Ereignissen überrascht werde. Sobald es wieder einigermaßen möglich fei, werde man die Verfügung rückgängig machen. * * * Der türkische Bericht. K o n st a n t: n o p e l, 19. April. (WTB.) Das Hauptgnartiel teilt mit: An der Jrakfront keine -erhebliche Veränderung. Eine Abteilung unserer Freiwilligen machte in den beiden letzten Nächs« ten überraschende glückliche ^Angriffe auf feindliche Stellimgen in der Uingcgend von Scheik Said. An der K a u k-a s u s f r o n t haben^ die Kämpfe im Tschornk- abschnitt und am linken Flügel des Abschnittes an der Küste von Lasiston seit gestern weiter Öffensidcharaller. An der s v r i s ch e n K ü st c * wurde ein _ Wasserflugzeug, das ein Schiff auf der Höhe von Gasa aufsteigen ließ, durch Maschinen- gewchrfeuer und zwei Flugzeuge verfolgt, lvelche auch Bomben auf das feindliche Schics warse::. Am 18. April feuerte ein feindlicher Monitor -einige Geschosst auf die Spitze von Karatasch aus der Insel Küsten m den Gewässern von Smyr:m ab, aber ohne Wirkung. Trapezunt von den Russen genommen. Petersburg, 19. Llpril. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 19. April: K a u k a s u s f r o n t: T r a p e z u n t ist ewbert. Die vereinigten kraftvollen militärisch?:: Bemühmrgen der Trirppen der Kaukasusarmee und der Flotte des Schwarzen Meeres^ sind nun durch die Eroberung dieses feßen Punktes, des bedeutendsten an der ana- -olisch-en Küste, gekrönt wsrdeik. Nach der blmigen Schlacht, die am 14. ^lpril an: Flusse Kn rädere stattfand, drängten die. tapferen Truppen der Kaukasnsarmee die Türken jnrevbittlich zurück,^ überwanden unglaubliche Schwierigkeiten und brachen ß5?c\iTl btff äußerst erbitterten Widerstand des Feilwes. Ein gut angelegtes Eingreifen unserer Flotte ermöglichte eine kühr:e Landung und lieh außerden: bei: Landtruppen, die in der Küstengegend v«r- gingen, eine andauenrde artilleristische U.r:terstützung. Dieser neue Sieg war außerdem bechinstigt durch die wohlgesinnte freund- 'chaftliche Unterstützuilg, die andere in Kleina sie:: w>rgeb«^e Truppen der Kaukasus-Armee zuteil werden ließen. Sie hob«: in erbitterten Kämpfe:: dnrch ihre heldenmütige Haltung ihr Möglichstes getan, um der an der Küste vorrtickenden Abteilung die Erfüllung ihrer Liufgabe zu erleichtern. Weitere Einzelheiten werden noch erwartet. Ein Erlebnis des Zaren. Berlin, 19. Avril. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokal- anzeiger" meldet aus Stockholm: Als bei der kaiserlichen Parade über die Rekruten an der Südwestfront der Zar mit General Brussilow die. Front abschritt, warf ein ö st e r r e i ch i s ch e r Flieger zahlreiche Bomben und erzielte einen Volltreffer auf die Truppen Massen. Die Soldaten stürzten in wilder Flucht davon, wobei der Zar, der die Fassung völlig verlor, fast zu Schaden kam. England und die Proteste der griechischen Regierung London, 19. April. (WTB.) Unterhaus. Mts dir Anfrage, ob ein Protest der griechischen Regie- rnng im Zusammenhang mit der Besetzung griechischen Gebietes durch Streitkräfte der Lllliierten eingereicht worden sei, antwortete die Regierung, gewisse Proteste der hellenischen Regierung hinsichtlich der Maßregeln, die die alliierten Regierungen auf griechischen: Gebiet oder in griechischen Gewässern zu treffen sich genötigt sahen, seien eingelaufen.. Die Umstände, die solche Maßnahmen notwendig gemacht haben, sind folgende: Die ftanzösische und englische Regierung beschlossen bekanntlich ursprünglich, Truppen auf Einladung des dmnaligen griechischen Premierministers nach Serbien zu schicken. Bald darauf sei ein Wechsel in der griechischen Regierung eingetreten, der von einem Wechsel in der Politik Griechenlands begleitet war. Mer die Alliierten konnten damals von dem begonnenen Unternehme:: -nicht zurücktreten. Das serbische Gebiet war durch feindl:ck)e .Kräfte überschlvemmt. Die Alliierten nahmen die Serben im wächste:: verfügbaren Zufluchtsort auf. Die Antvesenheit der alliiert-en Streitkräfte in Saloniki und der serbischen Stveitkräftc auf Korfu habe dazu geführt, daß die Alliierten gewisse Maßregeln der Vorsorge auf den griechisckien Inseln und in griechischen Gewässern getroffen hätten, um für die Sick-erheit, sowohl der Streitkräfte selbst, als der Schiffahrt, die ihnen chren Materialbedarf zusührt, zu sorge::. Der Ewuud für diese Maßnahine erhellt aus der Betätigung feindlicher Unterseeboote in: Aegüischen Meere, hie dort Operationsbasen haben. Alle Schritte dieser Art, die die Alliierten tnn könnten, ergeben sich als eine natürliche Folgerung aus den: Entschluß, eine Hilfsexpedition für Serbien austzu- senden, ein Entschluß, der in erster Linie auf Anstichen Griechenlands gefaßt worden ist. (Beifall.) Eine neue Verletzung der griechischen Neutralität. Bern, 19. Mril. (Zs.) Tie Schiveizerische Telegraphen- information meldet aus Athen: Schiffe der Entente fuhren in den Hafen von Canea auf Kreta ein und vcrsuchteu, den österreichischen und den deutschen Konsul zu vcrhaftem Der Versuch mißlangi- ^ Der Leeüieg. (Sisjc amerikarrifchc 2l»frage an Oesterreich-Ungarn. Washington, 18. Mull. (ZITA.) Meldung des Rwitm fls.en Birreaus. Du rnneriLmische Botschafter m Wien, Pe:i f t e I S>, ist de ans trugt worden, die österreich-ungarische 3tegic rint g z u fragen, db der kürzliche u.nterseebootsan-' griff als nötig erwiesen, die britischen Seeleute auf diese Weise auf- Nummtcrn, ihre Pflicht gegen has Land und das Reich zu erfüllend Die neutralen Regierungen sollten sich veranlaßt fühlen, diese Sache von den gnmdiätzlicher: wie praktischen Gc'sichts Punkt an was ^ zu erwägen. Ein gemeinsames Ersuchen an die britische Regierung, sie nwge zu der Praxis tu den ersten Kriegswochen ^-nrückkchrcn, könnte nicht folgenlos bleiben. Kopenhagen, 19. April. -'WTB. Nichtamtlich.) „Ber- lingske Tidende' meldet, dast die dänischen Reedereien auf Veranlassung der-eng'.isckrn: Regierung ein neues Rundschreiben erhelle?: fti dem von englisck-er e Bekänipfuna und die weitere Erforschung dieser gefährlichste:: Krankheiten bezogen. Dem Vernehmen nach e:: d u n g e n an Krieasbe sch. ä 4 - London, 19. April. (WTB.) Lloyds Agentur meldet aus Lmabon: Der norwegische Dampfer „Tergwike" ist gestern in der Cascaes-Bay gesunken, nachdem an Bord drei (Aplosionen stattgefunden hatten. Die Besatzung wurde gerettet. Aus dem RelKe. Die Neuregelung des Verkehrs mit Seife. t Berlin, 19. April. (WTB. Amtlich.) Das heute ausge- vebei^ Reichsgesetzblatt enthält eine sofortin Krafttreten de Verordnung des Bundesrats nebst Ausführungsbestimmungen über den Verreln mit Seite::, Seifenpulver und anderen fetthaltige:: WaschMitteln. Danach- darf Seife nur in beschränkte?: Mengen an eine Person abgegeben werden, und zwar nur gegen die Vor zeignng der für die vierte Woche des Monats gültigen Brotkarte Ausnahmen sind für die gewerbliche Verwendung von Seife vor- geiehen, Urner für Aerzte und Hebammen; .Krankenpflegern können zum eigenen Gebrauch größere Me?:gen verabfolgt werden. Hier- :mch ist der Verkauf von Seife vor Begi:m der vierten Brotkarten- wockie untersagt. Wer vorher Seift verkauft oder kauft, macht sich strafbar. Berlin, 19. April. (WTB.) Nach den Ausftihrnngsbe stimmungen zu der gestern vom Bundesrat beschlossenen Ver ordnung über den Verkehr mit Seife ufw. darf die an ei?:e Person in einem Mv?rat abgegebene Vdenge 100 Gramm Feinseift svivie 500 Gramm andere Seife oder Seifen pul ver, oder andere fetthaltige Waschmittel nicht übersteiaen. Tie Abgabe darf nur gegen Vorlegung der für eine volle Monatswoche bestiininten Brotkarte erfolgen. Tie Abgabe ist vom Veräußerer auf dem Stamme der Brotkarte unter Bezeichnung der Art und Menge (0ftwr-cht) nnt Tinte zu vermerken. Tie zuständige Behörde :st befugt, Aerzten, Zahnärzten, Tierärzten, Zahntechnikern, Heb- annnen und Krankenvflcgern einen bis zum doppelten Betrag der oben angegebenen Mengm Seift znkommen zu lassen. Tie'Versorgung der Barbüne mit Rasierseift erfolgt durch Vermittelung des Bundes Deutscher Barbiere-, Friseure und Perücken inacher- Innungen. An technische Betriebe, insbesondere Waschanstalten, dürfen Seifen, Seifenpulver und fetthaltige Waschmittel nur mit Zustimmung des Kriegsausschlusses für pflanzliche und tierische Ocle und Fette in Berlin abgegeben werden. Die Einfuhr von Eiern und von Milch. Berlin, 19. April. (WTB.) Die Aussührungsbestim- mungen zu den Verordnungeil über die Einfuhr von Eiern und die Einfuhr von k o n d e n s i e r t e r M i l ch und M : t ch p u l v e r setzen fest, daß aus dem Ausland eiugeführte Eier und aus dem Ausland eingeführte Milch und Milchpulver nur durch die Zentral-Einkaufs-Gesellschaft in Berlin oder mit deren Genehmigung in den Verkehr gebracht iverden dürfen. * Berlin, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) Laut ^ich§- ge 11 r olatt ist Zigarettenrohtab a. k, der aus dem Ausland eingeführl ttrixb, an die Zigarettentabab-Einkcmfs- obstohl d:e größte Aussicht, oaß die geplante?: Anstalten, zu deren Erbauung unsere Stadt für 180000 Mk. Gelände tostenfre: zur Verfüguna gestellt hat, in unserer Stadl ver- w:rtl:cht werden, womit der Volkswirtschaft, der leide?:- oen Menschheit und der Wissenschaft im gleichen Maße ged:ent :ft. Wie S ch m a lz .,g e st r e ck t" w i r d. Die Kölnische Städtische Nahrungsmittel-Untersuchungsanftalt ist, nachdem :e vor kurzer Zeit den Salatölersatzschwindel aufgedeckt hat, wieder einer bisher noch nicht beobachteten Fälschung auf die pur gekonrntey. Es handelt sich um Schrnalz, das durch Zusatz von Wafter und Stärke gestreckt ist. In einem Falle war, der „V. Ztg zufolge, das Gewicht des Sch?nalzersatzes das Doppelte und m einem zweiten auf.das Zweieinhalb- ache, :n einem dritten sogar auf das Fünffache erhöht worden. Die polizeilichen Errnittelungen haben ergeben, daß die Anzahl Firmen unter der Bezeichnung Speckoja eingefuhrt wurde. ** B e s o u d e r c Z u w d i g t e und :: e h m e r. wuuduug gebüßt fjxhm, eine Rente, deren Höhe sich nach bem Grad der ^rwerbsbLi-chranruttg, sowie nach dem Dienstgrad des Kriegsbe- w,.Wlgten nchtet. Um nun bei denjenigen Kriegsteilnehmern, die vor dem Eintritt m den Kriegsdienst ein verhältnismäßig D o che s Ar bc t ts e: n Fi> m m en bezog«: haben, einen Ausgleich zu fchiafsem, mnn ihnen e:ne besondere Zuwendung genährt werden, wenn der Schien durch die gesetzliche Versorgung-Militär- rente usw.l nicht mm ahrend ausgeglichen ist. Der Beschädigte muß aber nachwe:>en, r-aß er sich erfolglos bemüht hat, ein Aröeitsein- tommen zu erlangen oder -es zu verbessern. Anträge wegen Gewährung dieser Zuwendung sind- bei den: zuständige:: Bezirl'sftld- webe: zu ittli-en. Auch- an Hinterbliebene gefallener oder gestorbener Kviegsteckwekmer dürfen einmalig e Zuw-endn n gen gewährt wergen wfern die Letzteren vor dem Eintritt in den Kriegsdienst e:n Arbeitseinkommen von 1500 Mark und mehr bezogen haben Mitrage seitens der Hinterbliebene?: sind bei der Ortspoltzeibehörda (Burgern:ei)tever) zu stellen. Px ..^ ** Hessen und die „O st pren ß cn hiilfc". Die Darm- stadter Zeitung schreibt: Gestern fand im Ministerium des Inneu: zu Darmstadt eine Vvrbesvrechung über eine das ganze Großherzogtun: umfajseiüe „O st p r e u ß e n h: l f e" statt. Ein Vertrete?: des Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen n:rd des Reick>s- ^rba:^ OstpreußeiMlse" legte dar, welche?: Zielen sich die Opserrattgiert Heisens am besten znwe?:de Dar?:ach kommt die Kr : e g s p a t e n s ch a f t für einige hart an der russischen Grenze gelegene besonders stark von den: Rüsseneingall mitgenommene Ortschaften des Krerses Olctzko in ^ragc. Mtttel. die über den Bedars di^er Orffchasten hmaus zusammenkommen, sollen dein er- wähnten Reichsverband für allge?neine ostpreußische Zwecke zuae- werdim Die Gvü^nLnng der Ifesssschrn Bereint-fung wrrd alsbald rmch 9Lbschluß der Vorar bette:: statt finden Generalfeldmarschall von Hindenburg hat nachstehendes Telegramm an den Ober Präsidenten vo?: Batocki, Bledau, gerichtet' ^Euer Exzellenz sage :ch meinen verbindlichsten Dank für die gütige Mitteilung von dem Zusammenschluß aller ostpreuß:- schen Hilfsvereine zu dem Reicl>sverband Ostvreußenhilft. Ich tun yern bereit, den Ehrenvorsitz zu übernehmen. Möchte es der neuen einheitlichen Organisation unter der mächtigen Förderung und gnädigen Fürsorge Seiner Majestät gelingen, neben den nm- tangreichen Hilfsmaßnahmen des Staates auch im Wege sreitvilliae^ Furiorge aus alle?: Teilen Dcutschla:ws an der Wiederaufrichtmm der schwer geprüften Prov:?u milzuwirken." ^ Strafkammer wird über Ost-ern bis zum 5. Ma: kerne Sitzungen abhalten. ** Altgummi. Nochmals wird darauf hingewieftn, daß alle Gn mm tab falle, die Nicht mehr int Gebrauch si?:d. oder sich sur den Gebrauch -eignen, als Gummiabfälle der Kaut schukmeldestelle in Berlin W., Potsdam-erstraße 10/11 ge meldet werden rMsen. Tlie Abfälle dürfen :rur den beaut ^^.Zten Aufkäufern, deren Namen im Käufbezirk bereits ver eff entricht sind, zum 5öauf unter Beachtung der durch die Be- kannttnachung vom 5. 1. 235/1. 16 K. R. A. festgesetzten H ö ch st- preise angeboten werden. Tie becn:ftragten Aufkäufer sind berechtigt , :n den ihnen zugeivresenen Bezirken nach Bedarf Sam - ^ 5 ,!'tollen einzurichten und Unterkäufer anzustelle:: Letztere müssen ihre Berechtigung zum Aufkauf von Altgummi und Regene- raten durch einen vom Kriegsministerium ausgestellten Ausweis Nachweisen. Landkreis Gießen. o. Heuchel beim, 19. 'tlpril. Ihre Silberne Hoch- z e l t feierten heute fllurschntz Heinrich R e n s ch l i n q I. und seine Frau Margarethe, geb. Lindeifftrnth. 8. Hansen (.Kreis Gießen), 20. April. Dem Weh?nnann Geft. Lndw. H>appel von hier im Landwehr-^ffif.-Rgt 116 7. Komp-, wurde dre Hessische Tapferkeitsmedaille vertrel-en und vom Großherzog Persönlich überreicht. Happel befindet sich seit Anfang des Krieges im Felde. — Als Osterhase n s p e n d e für kranke und verwundete Soldaten wurde?: von hiesigen Schillern 244 Eier und 2.50 Mark in bar bei Großb Kreisamt Gießen abgeliefert. ^.Geilshausen, 20. April. Unteroffizier Karl M a r a o lf 2. Batterie des Feld-Artillerie-Negiments 61, erhielt das Eiserne Kreuz. ' e. Ho lz h eim, 20. Avril. Lehramtsreferendar Tr. Herinann Buß, der als Viqeseldwebel die Aniangskämpfe in Belgien mitmachte und dabei schwer verwundet wurde, ist jetzt zmn Leutnant der Reserve befördert worden. a. Göbelnrod, 20. April. Bei den Kämpfen um Verdun wurde auch ein Sohn unserer Gemeinde, Wilhelm Erb, schwer verwundet. - An der O st e r h a s e n s p e n d e zugiinsten der Ver° Schüler wurde an das . lvundetcn beteiligte ncb auch die hiesige Schule. Tie brnchlen 14" Euer und 3,bä Mk. zilsaminen. Beides Kreisamt abgeliefert. s. Münster, 20. April. Der Kriegsfreiwillige Otto Heß, Lohn des hiesigen Polizeidieners, wurde bei den Käinpsen um Verdun mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Alsfeld. ^ Up. Ruppertenrod, 20. April. Dem Unteroffizier H. Schmidt von hier bei der 48. Reserve-Division wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Schmidt liegt zum zweitenmal verwundet im Feldlazarett. up. Von dem oberen O h m t a l, 20. April. Viele Ge- r?:einden unserer Gegend hegten anfangs eine Abncigtkng gegen die Einstellung von Gefangenen zrir landwirtschasttichen Hilse- leistung. Nachdem aber die Erfahrungen mit den Eingestellten zur Zufriedenheit ausgefallen, sieht man jetzt öfters Trupps von Gefangenen nach den Dorffchasten gehen. up. Aus dem V o g e l s b e r g , 20. Aprll. Außergewöhnlich früh beginnt in diesem Frühjahre der Raps zu blühen. Nur könne:: ih?: die Bienen noch nicht befliegen, da das tägliche Regen- wetter sie in die Stöcke baruit. Auch die Kirschblüte hat sich sc» frühe -erschlossen, daß manche Bäume schon ausgeblüht haben. Das nasse Wetter hat ihne?: bis jetzt nicht zu schaden verinocht, die Fruckstknote:: sind voll entwickelt. Hoffentlich bringt Ostern einen Umschwung des Wetters. Kreis Friedberg. LI. Fried b erg., 20. April. Um Mißverständnisse zu ver- meiden, teilt das Großherzogl. Kreisan:t mit, daß ein Ausfuhrverbot ü'ir Milch nicht besteht und auch nicht beab>'ichligt ist. D:e Versorgung der benachbarten preußischen Städte, ist also in keiner Weise gefährdet. Der Milchhandel ist lediglich, ebenso wie der Eier- und Käsehandel konzessioniert morden. Bl. Friedb-erb, 20. April. Nach dem Jahresbericht der Großh. A u g u st: n e r s ch u l e wurden eine ganze Anzahl Lehrkräfte der Anstalt entzogen, so daß sich ein geordneter Betrieb nur durch Uebernahme von weiteren Unterrichtsstunden seitens der der Anstalt verbleibenden Lehrer aufrecht erhalten ließ. Mehr als die Hälfte der Mitglieder des Lehrkörpers der Anstalt stand im ab gelaufenen Schuljahre unter de?: Waffen, ^wei UnteiTprirnarrer der Anstalt, die -als .Kriegsfreiwillige :m Heere startden, sind gefallen: es sin d dies Hugo Stracke und Fritz Lang. Die Gold sammln:: g der (Schiller erreichte bis 1. April die Summe von 64 500 Mark. Die Schülerzahl der Anstalt betrug zu Beginn deö Schuljahres 416 Schüler und 3 Schülerinnen: im Laufe des Schuljahres traten ein 5 Schüler, ans getreten sind 24 Schüler. Von diesen letzteren traten 11 als Kriegsfreiwillige zum Heere ein. Von den 419 Schülern mtb Schülerinnen, bic zu Beginn des Schuljahres die Schule besuchten, waren. 352 evangelisch, 39 römisch-katholisch und 31 israelitisch: 222 stammten von hier, 133 ans andere?: hessischen Orten und 12 aus nichthesslschen Orten. c Bad-Nauheim, 20. April. Tie im verflossenen Winter erstmals eingeführte W i n t e r c u r z e i t hat sich anßerordenllich günstig und zufriedenstelleiid gestaltet. Sie ist nun zu Ende. Am .16. April hat die S o m me r ku r z e i t begonnen und der Kurbetrieb, der sich den Winter hindurch in etwas kleimrem Rahm-ut bewegte, ist wieder in vollen: Uinfange ausgenonncken rvorden. Jetzt im Frühling, in der Zeit, in der bekanntlich alle Heilknrcw an: wirksamsten sind, ist ein Aufenthalt in Bad-Nauheim, desseii rcizende Umgebung in üppigem Frühlingsschmuck steht, besonders (agen traf Prinz Friedrich Leo angenehm. Vor einige:: bald von Preußen zum Kurg-ebrauch hier ein, außerdem weilen Gräftn En:?na zu Sol:n s - Laub ach. Fürst Joses C h r i- st i a n zu Stolberg-Roßla, die Gräfn: zu S t o l b e r g - R o ß l a und Graf ,Ki^nv zu Stolberg-Roßla schon seit längerer Zeit hier. 61. Okarben, 20. April Albert Fauerbach, Sohn des Landwirts Fauerbach von hier, Oiffzier-Stelloertreter bei einem Landstiirm-Bataillon im Osten, wurde zun? Leutnant befördert. Starkenburg und Rheinhessen. e. Darm st a dt, 20. April. In der Hofreite der Post- balterei Walther i|t an: Dienstag in einer Wagenhalle Feuer zum Ailsbrnch aekomrnen. Ein in der Halle eingestelltes AiNo, ein Landailerwagen und verschiedenes Zubehör wurden durch das Feuer vernichtet. Die Pferde wurden durch das Personal in Sicherheit gebracht. Ter Jnventarschaden ist höher, wie der Gebäudeschaden. Die Entstehlingsursache des Feuers ist noch nicht festgestellt. Fc. M a i n z, 20. April. Der Verkehr in: erste?: Vierteljahr 1916. Im Bergverkehr betrug die Zahl der beförbentben Fahrzeuge (leer) 584, (beladen) 144, die beföoderten Güter 19 208 Tonnen und die Einnahmen an Schleppebühre:: 52 844 Mark; im Dalverkehr die Zahl der beförderten Güter 2 822 Tonnen und die Einnalnnen an Schleppgebühreii 452 Mark. Die Gesamteinnahmen an Schleppgebühren belieftn sich auf 53 296 Mark, das ist gegen den entsprecküenden Zeitraum des Vorjahres um 13 963 Marl inehr. — Der Schiffverkehr der Marnschiffahrt war im allgemeinen sehr lebhaft. Zu Berg ging viel leerer Schiffsraum zur Uebernahme des per Bahn kommenden rumänische?: Weizeiis, die beladenen Schiffe chatte:: l>auptsächlich Kohlen, Stammholz, Radsätze uiid Stückgüter, die talwärts fahrenden Schifft waren beladen mit Brettern, Papierholz, Telegraphenstange?:, Trehspänen und anderem mehr. Kreis Wetzlar. e Wetzlar, 20. Aprll. Tie Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. wird im Interesse der Zeitkarteninhaber vom 1. Mai ds. Is. cm eine Triebwagenfahrt zwischen Wetzlar u?td Ehr in gs Hausen ernlegen. Der Triebwagen wird 12,20 Uhr mittags von Wetzlar ab fahren und 12,40 in Ehringshausen ein- treffen. Tie Rückfahrt wird 1,25 Uhr nachmtttags Ehringshausen: verlassen uitb 1,42 Uhr nachmittags in Wetzlar a?:ko?nmen. Diese Fahrten werden a?:f allen Unterwegsstatio?:eli Aufenthalte haben. rr: AnS bem Greife Wetzlar, 19. April Der von verschiedenen Gemeinden gestellte dlntrag ans vermehrte Loh- s ch ä l n n g ist von der Forstbehörde genehmigt worden. Die hohen Lobpreise sind im Interesse der Gemeindekassen ,vohl zu begrüßen, danebei: wird aber auch der ärmeren Bevölkerung Ge^ legenheit geboten, sich ausreichend mit billigem Brennholz a* versorgen. Hessen-Nassau. ra. Biedenkopf, 20. April. Pi'arrer Scheidler ist air seinen Wunsch znm 1. Jtini nach Patersberg am Rhein versetzt. - Kreisschulinspektor Prem er (früher 2. Pfarrer in Gladenbach) ist zum 1. Juli zum Stadtschnlinspektor tu Essen ernannt worden. g. Eschwege a. d. Werra, 19. April. In dem benachbarten Ringgan,valde bei Nentershausen wurde gestern ein Geschäftsreisender aus Witzenhausen, als er Holzarbeiterii beim Arbeiten z:i- sah, voii einem umstürzenden Bautn erschlagen. [] Fra n kenberg, 20. April. Nachdem bereits vor einiger Zeit die Teilstrecke Brilon-WiUingen der im Bau. begriffenen Bahn von Brilon nach Corbach eröffnet werden konnte, wird am 1. Mai eine weitere Teilstrecke, nämlich die pon der knrhessische?: Enklave! Eimelrod nach Corbach, in Betrieb gesetzt. Es fehlt jetzt nur noch eine kurtz-e Strecke von WUlingen bis Eimelrod, um eine etwa 50 km kürzere Verbindung der Bahn .Hagen-Brilon nrit der Main- Weser-Bahn durch Anschluß an die Bahn, die von Corbach über Wiwnngen nach Wabern fährt, zu schassen. Diese ne?w direkte Verbindung ?nit dem lvestfälischen Ersenbahnneh ist jedenfalls zu begrüßen. 0-0 B i l b e l, 20. Aprll. Hier ereig?wLe sich> der seltene Fall, daß der Gemeinderat den Ausschluß eines Mitgliedes ans feine?: Reihe?: beim .KreisanSschiiß zu benntracjt’it beschloß. Es handelt sich um das linksliberale Gememderatsnntglied Ludwig Eber!, ehemaliger Gärtnereib-ffitzer, das trotz Bestrafungen uiid sonstigen Aufforderungen sell .Mo?:ate?: den Sitzunaen des Gemeinderats fern Bleibt. Fünf Mitglieder des Gememdevvrshmdes sind zaanl HsereSdienst etttgegiorpcii. ln ir Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt . y , . l . j 11.1 LU dLU.LlmllL tL/wUitlUji V •L L,C . 1 ^Men MunitionsSolomre der 1. Abteilung ' lo-artulerre-Regrments Nr. 6,1, während Kanonier Reinhard Arterie desselben Rrgintettts mit der Ve >1 liehen ^apferkettvmedarlle ausgezeichnet wurde. Frankfurt a. M.. 20. April. Im Grundstück Hanauer ^.anvstraße Nr. 209 schlachteten Diebe den dor^ vorhandenen V i e h b e st a n d an Ziegen, Hühnern und und ließen nur die abgeschnittenen Köpfe zu- ruck. ^lUj die Ermittlung der Rohlinge setzte der Bestohlene, ein großer Tierfreund, eine hohe Bewhnung aus. .. ^-.Frankfurt a. M.. 2». April. Durch Neuerwerbungen ist -re t-sasanensanunlung des Zoologischen Gartens aus 10 Arten ge- . wo'den, so daß- ihre Betrnchiung ein gutes Bild dieser fchmUten Htibnervögel bietet. Ältii der Steftvogelwiese wurden b L-chwanengänsch.en erbrütet, als erstes Zuchtresultat dieser ^t tm Wartet, ^lußer den jungeit Haidschuuckeu des Schaf- berges sind nun auch zwei zierliche glhnzendschwarze K a in e r u tisch at che >t geboren worden, die besonders der Kmderwell viel Freude bereiten. Von der vorzüglich besetzten Zierfischntlsstelliinn des Aquarnuns tnteressiert besonders die Brutpflege der Roten Chronnden (Hemtebromi8). Die in herrlichsten saitroteil Farben- tonen strahleitdeu Elterntiere führen und verteidigen stolz eine grobe Fuugfischcheit. Ein ähiilich schönes Bild bietcit die wer bic-her noct) nicht gesehetteii Aeara portnle^rensis mit ihren Ztntgeit. Besondere Beachtung verdient das heizbare Becken für gri -u' trovische Prachlsische im unteren Raunte des Aquariums. Seine Besetzung mit ausgewachseiien E i ch l i d e n tlud W e l s e tt ist zurzeit reichhaltiger als je zuvor. e. Frankfurt a. M., 20. Avril. Geheimer Hoftat Dr. Zeth, dar, wie dre „Frankfurter Zeitung" schreibt, die oberste ^^mrg der städtischen Theater mit Vorbehalt der Zustimmung des ^Aagrsttats und der Stadtveroedneten -Versammlung überneh- me-r > oll, wft>d sein Autt am 1. November 1917 an treten. Sein Vertrag läuft bis 31. Oktober 1927. Die eventuelle Kündigung hat spätes^ns am 31. Oktober 1926 zu erfolgen, ohne eine folcf^e ^on Jahr zu Jahr werter. Das Gehalt ist auf 30 000 Mark lährlich festgesetzt. Bei dauernder Dienstunfähigkeit usw. ist ein lebenslängliches Ruhegehalt vorgesehen, daneben Witwenversorgung. In bezug auf Engagements wird Tr. Zeitz bis zu einem bestimmten Betrag fteie Hand gelassen, bei grötzeren Gagen bedarf es des Anhörens und eventuell der Zustimmung Auffichtsrats der Neuert Theater-Aktiengesellschaft. Wenn möglich, soll Dr. Zeitz bereits am 1. Oktober 1916 seine jetzige Stellung «rrrsgeben und Hier seinen Wohnsitz nehmen, zu dem Zwecke, sich eingehender mit den Thecrterangelegenheiten zu befassen. Dafür erhält er entspreck-ende Entschädigung. Auel) vor dem letztgenannten Termin steht er, wenn möglich, für Auskunfts- erteilungen zur Verfügung^ .Hand in Hand mit der Anstellung! eines Genevailirrtendarrten steht der Absckstutz eines neuen Vertrags mit der Neuen Theater-Aktiengesellschaft. Dieser Vertrag soll nach dem vorliegenden Entwurf bis 31. Juli 1927 lausen und an diesem Tage ohne jede Kündigung endigen., weim nicht bis zum 31. Juli 1925 eine Verlängerung zustande gekommen ist. Die Gesellschaft hat allj-ahrlich innerhalb sechs Wochen nach Ablauf des Geschüftchahrs das Vorhrurdensein bereiter Mittel in Höhe von 120 000 ALank nachMiweisen. Das Fehl-en dieses Nachweises, ferner der Verlust des halben Aktienkapitals berechtigen die Stadt zur vorzeitigen .Kündigung des Vertrages. Ter Aufsichtsrat bestimntt die auf fünf Wochen festgesetzten Ferien. Die Ueberlassung des Orchesters an Vereine usw. bleibt besonderer Vereinbarung Vorbehalten. Die Jahressubvention wird auf 502 500 Mk. festgesetzt, sie Reibt davon abhängig, datz die Hälfte der Mitglieder des Auffichtsrats aus von der Stadt Vvrgeschla- genen Personen besteht. Der Zufchutz ist nur bis zur Deckung des Fehlbetrags in Anspruch zu nehnnen. ---- Höchst a. M., 20. April. Tie Stadtverordnetenversammlung nahm heute unter dein Ausdruck lebhaften Dankes eine Schenkung der Farbwerke von 100 000 Mart für den Neubau des Krankenhauses an. ----Rumpenheim, 20. April. Ein Dieb schlachtete im Schweinestall eines hiesigen Landmftts ein Schwein ab und stahl eS unbemerkt, gleichzeitig entwendete der Dieb auch noch 20 Brote. ra. 91 u § Nassau, 19. April. Die Taubstummen-- A n st a l t des Bezirksverbandes Wiesbaden zu Nassau war im abgelaufenen Schuljahr von 106 taubstummen Kindern (67 Knaben und 39 Mädchen) besucht. — Aus der Rhön, 19. April. Die letzten Tage brachten dem Gebirge noch erhebliche S ch n e e m a s s e n, die die höchsten Kuppen bis 15 em Höhe bedecken. ArvehLsche Nachrichten. Israelitische Ueiigionsgefelljchcrsr. Gottesdienst. SabbaNeier am 2 2. April 1916' Freitag abend 7.05 Uhr. Samstag ntorgcns 8.00 llhr. Samstag nachmittag 4.0» Uhr. Sabbatausgaug 8.2<> Uhr. Wochengoltesoienst inorgens 6.30, abends 8.20 Uhr. Briefkasten Nedaktron. iAnonvuie Tlnsragen bleiben nnverüttiichttgt.h R. X. Die Angehörigen in Geiaitgeuichasl geratener Kriegs- teiluehmer erhalten im Falle der Bedürftigkeit die Löhnung des betreffenden Heeresanqehörigen Aitträge wegen Auszahlung der Löhnung sind an den Xruppenteil zu richten, welchem der bctr. Kriegsteilnehmer vor serner Gelangenttahnte augehört hat. Dem 'Anträge rst eme ortSpolizeiluhe Bescheinigung über die Bedürftigkeit beizu fügen. Höhere Tochter Ch. 5t. Ostern. Im sturmdurchwehten Erden'kreis Steigt sanft empor das Osterlamm Und singt im bangen Harren leis: Den so ersehnten Friedensklang. Die Augen auf, das Herze weich. So steht es da im Zorneskawpf Und entfernet sich soforte gleich, Als es gehüllt in Pulverdampf. .Ihr poetisches Osterlämmlein steige hiermit sanft in die Oeffentlichkeit. Die Leser werden es Ihnen danken, daß Sie nach kurzem Zorneskampf Ihr Lamm aus dem unsympathischen Pulverdampf wieder gerettet haben. Märkte. ko. Frankfurt a. M., 19. April. S ch w e i n e m a r k t. Zrmt verkauf standen 242 städtische Schrvetne. die zu dem festgesetzten Höchnpreisen schnellen 9lbsatz sanden. — Frucht- und Flitter- mittel markt fand der Feiertage halber nicht statt. Witterungsbericht. (Oeffcntlicher Wetterdienst.) Gießen, 18. April 1916. Schon am Ende der vorigen Berichtswoche hatte ein im Nordwesten anftcruchendes Tiefdruckgebiet aus seinem Zuge nach Südosten den über Mittel- nnd Süddeutschland lagernden hohen Druck etwas nach Südwesten verdrängt. Am Anfang dieser Berichtswoche — 12. April bis 18. April — reicht dieses Tiefdruckgebiet mit einem Ausläufer über Mitteldeutschland und Oesterreich bis cm die Adria Wir lagen auf der Grenze zwischen dem südwestlichen Hochdruckgebiet und der sich über Mitteldeutschland hinziehendetr Tiefdrück- fnvche. Das heitere Wetter hielt daher trur kurze Zeit au, schon am Mittwoch- nachmittag nahm die Bewölkung zu und Regenfälle in Schauern gingen nieder. Auch noch am Donnerstag hatten wir oieses unbeständige Wetter, bei dem Regenfälle und zeitweises Aufklären mit einander abweckffelten. Allmählich breitete sich der südwestliche hohe Druck wieder nordwärts aus, doch, blieb das Weiter bei westlichen Winden noch trüb nnd nur zeitweise aufklärend, im allmeinen aber trocken. Das nordwestliche Tiefdruckgebiet war inzwischen nach Osten abgezogen; nur ein Teil tief lagerte am Samstag noch über Südfkandinavien, das aber auf seinem Zug nach Osten auch in unserem Bezirk an einigen Orten Regenfälle verursachte Ans der Rückseite des nach, Osten abgezogenen Tiefdruckgebiets breitete sich von südwesten her der hohe Druck noch weiter ostwärts ans. Auf der Ostseite dieses Hochdruckgebiets herrschten bei uns Nordwinde vor, die bei «dem k aren Himmel in der Nacht vom Sonntag zum Montag die Temperaturen stark sinken ließen, vielerorts sogar unter Null. Doch schon am Sonntag erschien im hohen Nord- weften ein neues Tiefdruckgebiet, das sich sehr schnell verstärkte nnd südostwärts vordrang, sodaß es uns mit seinen Ausläufern bereits am Montag beeinflußte. Schon am Montag gegen Mittag nahen die Bewölkung stark zu, im es gingen geringe Niederschläge nieder. Auch heute, Dienstag, hält das trübe, regnerische, unfreundliche Wetter an. >■ ‘ 1 ■ " " ■ I Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 23. April 1916 - Aufklärend, zertweise leichte Niederschläge, tagsüber wärmer, nachts kalt. In höheren Lagen Nachtfrostgefahr. Franzofncher Dank. Berlin, 20. April. Einem Feldpostbrief aus einem Schützengraben der Westfront entnehmen verschiedene Morgenblätter folgendes: Ein deutscher Leutnant, der einen schwerverwundeten französischen Soldaten im feindlichen Drahtverhau liegen sah und ihn ans der mißlichen Lage befreite, erhielt von französischen ScharffchüHen einen Kopfschuß nnd wurde sofort getötet. Nachher bekam der Leutnant noch einen Hals- und Brustschuß. Die deutsche Infanterie hatte sich mit den: von serneir Landsleuten schmckhlich im Stiche gelassenen Franzoserr in Verbindung gesetzt. Da sich von den Franzosen keiner des Verwundeten erbarmte, vollzog der deutsche Leutnant das Werk der Barmherzigkeit, worauf solche Schurkerei an ihm begangen wurde. Vom letzten italienischen Ministerrat. Bern, 20. April. Die Mailänder Blätter enthalten eine offiziöse Note, wonach sich der Mini st er rat anr Dienstag weder mit der Erneirnung italienischer Vertreter bei der Pariser ^Wirtschafts-Konferenz, noch mit der Londoner Reise des Ministerpräsidenten oder eines anderen Regierungsmitgliedes befaßt habe Rumänische Ausfuhr nach Deutschland. Graz, 20. Aprll. Die „Tagespost" meldet aus Bukareft: Die Regierung gestattet der rumänischen Exportkommission die Ausfuh-r von 110 Waggons Spiritus nach Oester- r e i ch. Die deutsche Regierung schickte einen Inspektor nach Rumänien, der die Ausfuhr von Wein aus Rnmäirien nach' Deutschland organisieren soll, um damit den Weinimport ans Frankreich zu ersetzen. Zenäet (Kohlmunds:£ Liefe) Salem Willkommenste Liebesgabe! Rpeis:Nf 3X4 5 6 810 3% 4 5 6 6 IO PfcLSiuck. =ient' feldposimaßiä vcrpadri.lOPiPorfo J ? äbryat(d2^Dresdcn, 'iSMd-KMesYSadBcn, Trusifnei! AniverfitSts-Nachkichte«. Hk. Marburg, 20. April. Dem Vernehmen nach ist der Breslatur Privatdozent Professor vr. weä. Georg Wetze! beauftragt ivorde.r, auch während des bevorstehenden Sommersemesters in Vertretung des Geh. Med.-Rats Gasser die Leitung des anatomischen Instituts und die Erteilung des anatomischen Unterrichts an der hiesigen Universität wahrzunehmen. Hk. Frankfurt a. M., 20. Avril. Wie wir erfahren, hat der Zahnarzt Hans Seidel in Müustcr i. W. einen Ruf auf die durch den Rücktritt des Professors Schaeffer-Stuckert freigewordene Dozentur ffir konservierende Zahnheilkunde an der hiesigen Universität erhalten. vermischtes. "EinOsterkuchen für dieWarschauerGarnison. August der Starke ließ einst der Garnison seiner polnischen Haupt- und Residenzstadt Warschau zum Osterieiertage einen Kuchen austragen, ivie er gewiß so leicht nicht wieder gebacken werden wird. Dieser Osterkuchen ragte nämlich, wie August der Starke unter feinen Zeitgenossen, durch seine ungewöhnliche Größe hervor. Er mar vierzehn Ellen lang, sechs Ellen brett und üder eine halbe Elle dick. Man hatte 150 Scbeffel Weizenmehl, 80 Schock Eier, zwei Tonnen Milch, eine Tonne Hefe und ebenso viel Butter dazu gebraucht. Urn diesen Riesenkuchen zu backen, ntußte eigens ein Ofen gebaut werden« Der Köu'b mit seinem ganzen Ho'staat wohnte dem Schauspiel bei, als die 6;arnison mit diesein Kuchen gespeist ivurde. Als der Kuchen zerschnikteit werdeit sollte, erschienen auf einen Wink des Königs ein 9lrchitekt und ein Zintmer mann. Letzterer rvar mit einem drei Ellen langen Messer versehen nnd nach der 9ln,veisung des Architekten schnitt er zunächst mitten in den Kuchen ein Loch, in das er sich hineinstellte, um so die ungeheure Dtasse ztr zerlegen. Mit so etwas amüsierte sich der vielgeliebte Vionarch. *Die netteste Kriegseittschrättktrttg der Lon° doiter Post. Die geringe Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte und der aroße llllenschenvcrbrauch der Munitionsiverkstätteit in Englaitd nötigen die britische Postleittntg, die ihren Betrieb ohnedies schon in maitniqfacher Weise verringern tnnßte. abermals zu einer Einschränkung, die sich m ziemlich einschneidender Weise gellend macheit tvrrd. Diesmal ist es hauptsächlich bie Hauptstadt London, die sich eine Verrinc;erung des täglicheit Postverkehrs, vor allem der Postansgabe, wird gesallen lasseit tnüsseit. Wie die „Daily News^ berichtet, soll in Kürze das Londoner Postatlsliese- rungSwesen den slriegsverhältnissen eitlsprechend neu gestaltet werden. Tie inneren Stadtteile Londons, in denen es vor deiii Kriege zwölf Postanslieferiingen täglich gab, werdeit sich darein findeit inüssert, daß in Zukuitft die Post fünf- oder auch vierntal deu Tag atisgetragerx ivird. Das gleiche trifft die City, deren reger Postverkehr früher berühmt war. Die letzte Post soll tun 6 Uhr abeitds ausgetrageit werden, während die erste Frühbestellung bestehen bleiben wird. Jit den übrigen, iticht so zentral gelegeite» Uitd nicht so sehr dcnt Geschästweseit gewidmeteit Teilelt Loitdons wiro die Post nur drei- oder ziveiutal am Tage abgeliefen werden. Letzte Nachrichten. Wilsons „letztes Wort" über die U-Bootfrage. Rollerd^m, 19. Aprll. Reuter meldet heute crus Wishing- tou: Heute nachmittag um 1 Uhr wird Wllsvn vor einer vereinigten Versammlung des Senats und dem Repräsentanten hause eine Note verlesen, die Amerikas letztes Wort über die U-Bootftage an Deutschland dcrrstellt. Weder Inhalt itoch Tendenz der Note sind bekannt, aber man erwartet Mitteilungen von hohent Interesse. Die Bvarnrten des Außendepartements und der Außendeputationen berieten heute morgen um 10 Uhr im Weißen Hause mll dem Präsidenten. Aus dem englischen Unterhaus. Lvndvn, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Unterhaus. Asquith>s Erklärung, daß der Zusammenbruch der Regierung ein nationales Unglück schwerster Art sein würde, wurde mit lauten Beifallsrufen der Liberalen und vieler Unionisten ausgenommen. Aber es waren einig-e Anzeichen v>on Atei- nungsverschiedenheiten auf unionistischer Seite bemerkbar. Carsvn, v>on dem man erwartete, daß er einen Antrag auf Einführung der allgemeinen Dienstpflicht einbringen würde, falls Asguith nicht die Annahme dieser Politik mit- teilte, sagte, er wäre der letzte, v-or^uschlagen, daß für die Bemühungen, durch Verständigung eine Rekrutierungs- Politik z-u sichern, nicht genügend Zeit gelassen tverden solle und er habe an dem von Asguith vor geschlagenen Auswege nichts ausKusetzen. Diese Erklärung fand die laute Zustimmung des Hauses und idre Mitglieder gingen rasch auseinander. Englische Furcht vor der deutschen Flotte. Von der russj scheu Grenze, 20. Aprll. „Russkoje Slovo" meldet aus London, daß die Anzeichen sich mehren, daß die deutsche Flotte einen H and streich gegen die englische Ostküste plane. In ernsten politischen Kreisen Londons will man Kenntnis haben, daß die Deutschen möglicheriveisc an der Ostküste beträchtliche Truppenmengen landen wollen. Die englische Admiralität habe alle entsprechenden Maßualuneit getroffen um biefeu deutschen Plan zu vereiteln. Deutsche Postenschiffe und Patvouillenfahrzeuge entfalteten zurzeit eine sehr umfangreiche Tätigkeit. In den letzten Tagen wurden int Süden' der Nordsee zwei neue feindliche Minenfelder festgestellt. Neuer Kronrat unter König Konstantiu. Budapest, 20. April. „A Vilag" berichtet aus Athen: Ende dieser Woche wird ein Kronrat unter dein Vopitz König Kionstantrns abgehalten. .An dem Kronrat iverden außer den Mitgliedern der Regierung die Hohe Generalität und Führer der politischen Parteien der Kammer tellnehmen. Venizelos erhielt keine Einladimg zu dem Kronrat, auch keiner seiner Llnhänger. Von dem Kronrat erwarten die polittschen Kreise eine endgültige Entscheidung. wenn ein Artikel fich 39 Zähre bewährt hat, [2896s ' darf man getrost Zutrauen zu ihm haben. Fay’s ächte Lodener Mineral-Pastillen, seit *886 auf dem Markte, haben Millionen und aber Millionen Linderung bei allen Ertrankungen der Lust- und Atemwege gebracht. Linen besseren Seweis gibt es nicht. Nur müssen Sie beim Einkauf stets aus den eingetragenen Namen ,.§aq" achten. Flmtlichev Teil. B e t r. : Ermittelung der für die Versorgung der immobilen Trup^ Pen usw. erforderlichen Schlachttiere. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Um eine gerechte Verteilung der Schlachttiere für die Ber- orgung der Zivilbevölkerung innerhalb der einzelnen Koinmunal- bezirke vornehmen zu können, bedarf es einer Ermitteluitg derjenigen Fleischmengen, die von den zuständigen Mllitärbehördeu zur Versorgung der innerhalb der einzclrren Kommunalbezftke vorhandenen immobilen Truppenteile, Gefangencn-Lager und Lazarette (Militär- nnd Vereins-Lazarette), Betriebe mit Kriegsgeangenen bestimmt sind. Wir sehen daher einer baldigsten Fest- stelUtng der Anzähl 'Schlachttiere, die für die Flcischlieferungeir an die genannten Truppenteile und Anstalten innerliälb Ihrer Gemeinde in der Zeit vom 1. April bis 30. Juni Ifb. Js. er» forderlich sind, entgegen, und zwar des Bedarfs an: Rindern, Kälbern, Schafen, Schtveinen. Es ist dabei der Name des Lieferers, des belieferten Truppenteils oder dergl. und die Aöenge, übersichtlich geordnet, anzugeben Die Lieferanten haben die Verträge, ans denen das Nähere zu ersehen t. Ihnen vorzulegen. Da auch air militärische Formationen, An- alten usw. außerhalb des Kreises geliefert ivird, sind atlch diese aufzunehmen. Wir fordern Sie zu allergrößter Beschleunigung der Verichterftattung auf. Gießen, deti 19. April 1916. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n. _BAcht entschlief sauft nach kurzem Leid«* unser geliebter Glitte, Vater, Sch^riegervater und Großvater Herr Georg Geissler im Alter von fast 78 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Fra» Katharina Geißler R»-l Geißler _ luutlvrig Geißler, z. Zt> im Felde Frau Johannes Kfeli, Windhoek. Dollar, den 18. April 1916. [09104 Die Beerdigung findet am Karfreitag, nachmittags 12‘/ 2 Uhr statt* 1 Dienstag abend entschlief sanft nach langem Leiden mein lieber Gatte Theodor Stein im Alter von 56 Jahren. In tiefer Trauer Lina Stein. Grünberg, den 19. April 1916. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Herrn gefallen hat, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Lina Kolb Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt Dem Ernste der Zeit entsprechend, bitte ich, von Blumenspenden und Beileidsbesuchen gefälligst abzusehen. 3222p zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Kolb II. Wieseck, den 20. April 1916. 3-4-ZiMttWhll. mit Garienanieil von kleiner Familie gesucht. Schriftliche Angebote mit Preis unter 3226 an den Gietz. Anz. erb. Die Beerdigung findet Samstag, den 22. April, nachmittags 3 Uhr, vom Elternhause, Giessener Strasse 68, aus statt. 8219, lojnuniMtÄ Stadl geleg. zu miet. gesucht. Schrift!. Aug. m. Preis unter 09114 o. d. Gieft. Anzeig. erb. .Suche per sofort eins., sauber möbl. Zim. mit 2 Betten u. Kochvorrichtung, nähe Wall- torstr. Will». Fischer, Metzg. E. L. 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Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt Donnerstags den 4. Mar abends 8 Uhr, zu welcher Zeit sich alle Schüler und Schülerinnen in der Schule — West-Anlage 43 — einzufinden haben, um Lehr- und Stundenplan, Haus- und Schulordnung und andere Mitteilungen entzegenzunehmen. Anmeldungen neu einrretender Schüler und Schülerinnen werden Mittwoch, den 26. April abends von 7 bis 9 Uhr in genanntem Schulhaus entgegqngenommen. Die Anstalt gliedert sich in eine Unter-, Mittelund Oberstufe, von denen jede drei Parallelklassen umfaßt. Neueintretende Schüler und Schülerinnen werden in der Regel der 3. Klasse überwiesen; können sic aber durch eine Prüfung den Nachweis erbringen, daß sie befähigt sind, in einer höheren Klasse mitkommen zu können, so werden sie in eine 2. oder gar 1. Klasse eingereiht. Die Unterrichtsfächer sind: Deutsch, Schönschreiben. Korrespondenz, Rechnen, Wechsellehre, Handelslehre, einfache, doppelte und amerikanische Buchführung, Stenographie und Maschinenschreiben. Wahlfächer sind: Französisch und Englisch. Der Unterricht findet an je zwei Abenden in der Woche von 8 bis 10 Uhr statt. Der Besuch der Anstalt befreit die schulpflichtigen Schüler vom Besuch der allgemeinen Fortbildungsschule. Schulpflichtig sind alle aus der Volksschule entlassenen Knaben, sowie die Schüler höherer Lehranstalten, die nach vollendetem 14. Lebensjahre austreten, ohne ein Jahr der Obertertia angehört zu haben. Gießen, den 17. April 1916. 13172D Die Tchulkommission. 261 5- bis 6-Zim.-Wobng. mit all. Zubehör, elektr.Lichl- uno Gas-Einricht.,Balkon 2 c. sofort oder später zu vermieten. Nord-Anlage 35. Tüchtige Bereiferinnen für sof. ges.Auch werden junge I« Altlmnr angenommen. ^ [3202 Andreas Euler. 2103] Neuherger 5-Z.-W. 1.5. ob. spät. z. v. Bleichstr. 281. Einfaches?rän!ou, od. Wttwa, nicht »nt. 30Jahren, durchaus zuverl., f. Küche u. Hausarbeit Landgraforstr. 4 n. 5-Z.Wohn. Badezim. u. Zuoeh. pr. L 6.. ob. später zu verm. [09102 z. einzeln. Dam« nach Wetzlar gesucht. 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