Nr. 90 Der «etznrer L«zrt-« erscheint a»cher Ssnntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Gietz«erKsANrrnbiötter; zweimal wöchenlt.Nrei;- blattfürdeu Ureis Hießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Laud- wtr-lch^stliche Seilftagen Fernsprech - Anschlüsse: sürlu« Schrütleitung112 Verlag,Gefchcütsstelleol Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme »on Anzeigen sür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erster Blatt $6. Jahrgang Samstag, (5. April M6 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger sür Gderhessen Rotattsnsdnuk und Verlag der Brühl'schen llniv.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Schristleitung, Seschästrstelle und Druckerei: Schulstr.7. ^ezuqSVre . monaÜ. 90 Pfl. viertel- jährl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mk.2.45 viertel- jcibrl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallSPs., ausw. 20 Pf. — Hauptschrittleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Sta-dt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich ln Gießen, Russische Angriffe abgewiesen. Reue Angriffe aus Griechenlands Neutralität. Trohes Hauptquartier, 14. April. (Amtttch.) Westlicher Kriegsschauplatz. Abgesehen von stellenweise lebhaften, im Maasgebiet uemgen Feuerkömpfen. ist nichts Wesentliches zu berichten. Angrisft.verfuche auf dem linken Maasufer crstarben unter unserem Artilleriefeuer schon in den Ausgangsgräben. O e ft l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg wurden in der Gegend von Garbunowka (nordwestlich Druraburg) und südlich des Narocz-Sces begrenzte feinsftche Vorstöße blutig abgewiesen. Ebenso blieben bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern Unternchmnngen russischer Abteilungen gegen die Stellungen «m Serwetsch nördlich von Zirin erfolglos. Balkan-Kriegsschauplatz. Die gegnerische Artillerie war gestern östlich des W a r - dar zeitweise lebhaft tätig. Zn der Rächt vom 12. zum 13. April warfen feindliche Flieger erfolglos Bomben auf Gjevgjeli und Bogo- od i ca östlich davon. Oberste Heeresleitung. We griechische Neattralitätspolitik schillert wieder ein- :rnLl in ediert Re genb ogenfrrrben. Es ist ein beinahe na tut* Nndriges Schauspiel, denn auf das Land ist irochi kein er- £ßudetibe§ Wa$ gekommen England uni) Frankreich haben .andas Kabinett Sknlndis neue Zumutungen gestellt, nnö iwenn es mm mich arglistig in einigen Reuterdepeschen heißt, es seren keine Drohungen und Forderungen gemacht, sondern nur Wünsche ausgesprochen worden, so wird doch gleichzeitig hirrzugefügt, nach der Ablehnung dieser Wünsche durch das /griechische Kabinett habe sich die diplomatische Lage in Athen iwieder verwickelt. Man scheut sich anscheinend in London, den letzten Rest von Wohlanständigkeit abzuwerfen, und probiert es mit Mittelchen, die noch eine Handhabe für die Ableugnung lassen, England wolle den Glanz neutralen Heiligenscheins nicht trüben. Man heizt die Lage mit allerlei Schikanen. Griechenland ist in seiner Nahrungszufuhr vollkommen von der Entente abhängig. Hat es sich nun geweigert, den Engländern die Benutzung seiner Eisenbahnen iäüt Beförderung von Hilfstruppen für Saloniki zu gewähren, so wrrd der liebkosende Druck von Albions Hand an der Kehle des griechischen Staates etwas stärker. Schon erfahren wir heute in aller Form, daß die Kohlenzufuhr für Griechenland wieder gehemmt sei. Da zeigt sich, wie England es mit der Freiheit und Selbständigkeit der Staaten meint. Kleine ^Handeltreibende legen sich unter Mißbrauch des Satzes „Eine Hand wäscht die andere" häufig allerhand lästige Verpflichtungen auf. Der Bäcker, der dem Gastwirt oder Manufakturwarenhändler seine Brote liefert, muß nach ungeschriebenem Gesetz des Wirtes Ausschank in Anspruch nehmen und bei dem Manufakturenwarenhändler Reste einkaufen. Und doch .würde es eigentlich genügen, wenn die Brote schmackhaft und nicht zu teuer sind. Auf diese Weise kommt cs dann, daß der ! Bäcker nicht die Krawatte trägt, die seiner persönlichen Heraldik am nächsten liegen würde, und daß er mit seiner ganzen Familie in der Freiheit seines Um- und Ausganges aus seiner Backstube einigermaßen belastet ist. Aber wir wollen den Bäcker nicht zum Märtyrer abstempeln. Es kann -ebenso gut ein Metzger oder ein Milchhändler sein. Und nicht nur kleine Handeltreibende verfallen in diesen geschäftlichen Unfug, wie wir jetzt an dem Beispiele Englands sehen. Es erklärt den kleinen Staaten offen: Kohlen sind gegenwärtig rar, und der Unterseebootskrieg macht uns allerlei Sorgen. Ihr könnt Kohlen aus Errgland nur wegsühren, wenn Eure Schiffe frachtbeladen zu Uns kommen; nur wenn sie bei uns aus geladen haben, dürfen sie die schwarzen Diamanten Einladen. England geht also noch weiter als die besagten Händler. Um wieder auf das erste Beispiel zurückzukommen: bei jedem Korb mit Backware, den der Bäcker beim Wirt abliefert, muß er seinem Magen Gewalt antun, ob er Alkoholbedürfnis hat oder nicht. Solche ins Ungebührliche wachsenden Handelsbräuche können sich aber nicht ewiglich halten. Es konrmt ein Tag, wo wirllich einmal ein großer Kladderadatsch Eintritt. Trotz aller Interessen" kommt das Temperament des Betroffeneil zum Durchbruch, und er wirst seinem Peiniger den ganzen Bettel vor die Füße. DaD ist zugleich der Tag, wo die Toga des stolzen Kaufmanns durchlöchert erscheint, weil seine Unfähigkeit, reelle und saubere Geschäfte zu machen, immer kläglicher ans Tageslicht rückt. Und es hilft ihm dann nichts, wenn er etwa zur selben Zeit noch in einer Vereinigung zur Abstellung von Geschäftsunsitten das große Wort führt. Wir fürchten, auch England steuert mit dem Mißverhältnis seiner Worte und Taten einer Pleite zu. Es werden den von ihm bedrückten kleinen Staaten zur rechten Zeit ehrliche Makler zu Hilfe kommen, und seine Macht wird nicht mehr ausreichen, um Drohungen zu verwirklichen und Existenzen zu vernichten. Deutschland will durch seine U-Boote und Zeppeline diese Entwicklung beschleunigen I Schon tut das große Jnsellaud einen letzten verzweifelten I Schritt: es will durch Wirtschaftskonferenzerl einen Hcnr- delskonkurrenteli dauernd von der Bildfläche ausschließen. Aber auch dieser Plan wird im Systeme rechtlicher Ordnung auch im internationalen Handelsverkehr keine Aussicht mehr haben * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 11. April 1916. R u s s i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Gestern standen unsere Linien an der unteren Strypa, am Dnjestr und nordöstlich von Ezerno- witz unter heftigem Geschützfcuer. Zn der Nacht kam es im Mündungstvinkel der unteren Strypa und südöstlich von Bmzacz zu starten Vorfeldkämpfen, die teilweise noch fortdauern. Im südlichsten Teil des Gefechtsfeldes wurde die Besatzung einer vorgeschobenen Schanze in die Hauptstellung zurückgenommen. Nordöstlich von Zasto- w i e c drang der Feind gleichfalls in eine unserer Vorstellungen ein, wurde aber durch einen raschen Gegenangriff wieder hinausgeworfen, wobei wir einen russischen Offizier, drei Fähnriche und 199 Mann gefangerl nahmen. An der von Buezacz und Czrrtkow führenden Straße bemächtigte sich ein österreichisch-ungarisches Streifkon-mando durch Nebcrfall einer russischen Vorposition. Auch gegen die Front der Armee Erzherzog Josef Ferdinand entfaltete die feindliche Artillerie erhöhte Tätigkeit. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Das beiderseitige Geschützftmr wurde, soweit es die Sichtverhältnisse erlaubten, auch gestern fortgesetzt. Am Mrzli Vrh bemächtigten sich unsere Trupven einer Vorstellung u;H schlugen wiederholte Gegenangriffe unter schweren Verlusten der Italiener a b. Bei Flitsch und Pontebba nahm unsere Artillerie die feindlichen Stellungen unter kräftiges Feuer. An der T i r o l e r F r o n t schritt der Feind an mehreren Stellen zum Angriff. Seine Versuche, sich im Sugana-Abschnitte unserer Stellung auf den Höhen beiderseits Novaledo zu bemächtigen, wurden abgewiesen. An der Ponale-Straße räumten unsere Truppen heute nacht die Verteidigungsmauer südlich Sperone und setzten sich in der nächsten Stellung fest. Im Ada- mello-Gebiete besetzten Alpini den Grenzrückcn Doscon di Genova: südlich des Stilfser Jochs scheiterte ein feinDV licher Angriff auf den Monte Scorluzzo. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der französische Bericht. Paris, 13. April, (zf.) Amtliche Mitteilung vom 13. April. 3 Uhr nachmittags: Die Nacht war ruhig in der ganzen Gegend von Verdun. Ter deutsche Angriff, der sich gestern zu Ende des Tages gegen unsere Stellungen von P u n k t 3 0 4 vorbereitete, kam aus den Schützengräben nicht heraus. Tie Sperrfeuer unserer Artillerie und das Bombardement, das von unseren Batterien der Nachbarabschnitte auf die im Walde von Malancourt versammelten feindlichen Kolonnen gerichtet wurde, scheinen die Operationen vereitelt zu haben. Kein bedeutendes Ereignis zu melden auf der gesamten Front. 11 Uhr abends: Zwischen der Oise und der Aisne Tätigkeit unserer Artillerie auf die feindlichen Einrichtungen von Moulin- sous-tvnts-Vents und in Nampeel. Westlich der Maas andauernde Beschießung von P u n kt 3 0 4 und unserer Front Mort Homme— Eumieres, östlich der Maas mittlere Tätigkeit der Artillerie. Keine Jnfanterieattion im Laufe des Tages. Eines unserer weittragenden Geschütze schoß auf den Bahnhof von Noveant-sur-Moselle und -ans die Brücke von Corny (nördlich von Pont-ä-Vkousson). In den Gebäulichkeiten des Bahnhofes entstand eine Feuersbrunst. Ter Tag war ruhig auf dem Reste der Front. Aus Holland. Haag, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) In Beantwortung von Anfragen in der Zweiten Kammer kündigte der Minister des Innern einen Gesetzentwurf an, welcher be- timmt, daß die Uhr während des Sommers eine S t u n d e v o r g e st e l l t werden soll. — Der Minister erklärte weiter, die Regierung beabsichtige nicht, die Untersuchung der „Tubantia"-Frage der Reederei des Schisses zu überlassen, sondern sie selber weiterzuführen und die Ergebnisse zu veröffentlichen. Berlin, 15. April. In holländischen Kauf- mannskreisen wird, verschiedenen Blättern zufolge, die Abschnürung der Zufuhr von Getreide und anderer Stoffe nach Holland, die in England zu einem System geworden ist, wie aus dem Festhalten mehrerer holländischer Getreideschiffe hervorgeht, deren Ladung sogar an die holländische Negierung adressiert lvar, mit Empörung besprochen. Deutsche Gegenmaßregeln gegen unwürdige Behandlung deutscher Gesungener in Frankreich. Berlin, 14. April. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Im Sominer 1915 hat sich die französtsche Regierung unter dem Drucke dentsck/er Gegenmaßregeln entschlossen, die in den westafrikanischen Kolonien gefangen genom-, menen Uird in D a h o m e y internierten Deutschen teils nach Nordafrika, teils nach Frankreich überzuführen. Gleichzeitig I hat sie jedoch diesen Kriegs- und Zivilgefangenett jede Poftverbrw» düng gesperrt: sie durften nur in einem einzigen Brief ihre Ankunft im neuen Lager melden. Als Vorwand für diesen Bruch der Haager Konvention wurde der postalische Abschluß der ftanzösischen Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten angegeben. Nach langen, vergeblichen Verhandlungen über die Aufhebung der Postsperre hat die deutsche Heeresverwaltung angeordnet, daß als Gegenmaßregel die Post für Kriegsgefangene und für die zivilgefangenen Franzosen in drei deutschen .Lagern gespertt wurde. Diese für den 5. Februar 1916 befohlene Maßregel hatte den Erfolg, daß die französische Regierung durch eine Note der spanischen Botschaft am 6. Februar 1916 erklärte, sie habe die über die deutschen Gefangenen aus Togo und Kamerun verhängte Entziehung des Rechts, Korrespondenz und Pakete wie die anderen Kriegsgefangenen zu empfangen, ausgehoben. Infolgedessen hat die deutsche Heeresverwaltung die am gleichen Tage schon in Kraft getretene Postsperre in hen drei deutschen Lagern ansgehoben. Diese amtliche Erklärung der französischen Regierung widersprach den Tatsachen, denn die französische Regierung gestattete den Deutschen in Dahomey nur, einen -einzigen Brief zu schreiben, worauf die Postsperre unvermindert wieder in Kraft trat. Der diesbezügliche Befehl in dem marokkanischen Lager 'Medjonrna wurde Ende Februar in folgender Form bekanntgeaeben: Nachdenr die deutsche Regierung begonnen hat, offizielle Nachrichten von in jetzt besetzten Gebieten festgehaltenen Franzosen durchzulassen, sind als Gegenmaßnahme alle Gefangenen von Togo und von Kamerun ermächtigt, einen Brief an ihre Familie zu schreiben, in dem sie den Grund dieser Maßnahme Mitteilen. Die endgültige und vollständige Aufhebung dieser Maßnahme des Korrespondenzverbotes wird erst durch eine spätere Verfügung genehmigt werden, wenn die Verständigung, zu schreiben, von der deutschen Regierung beibehalten wird. Auf die wiederholten Anfragen der deutschen Regierung, warum das amtliche Versprechen, die Postsperre au ft u heb eil, nicht erfüllt wurde, hat sich die ftanzösische Regierung zunächst damit begnügt, halbamtlich beschwickitigende Erklärungen abzugeben. Die Postsperre blieb aber tatsächlich bestehen. Das Verhalten der ftanzösischen Regierung hat die deutsche Heeresverwaltung gezwungen, die aufgehobene Gegen Maßregel "wieder in Kraft zu setzen. In den drei Lagern ist die Post für die gefangenen Franzosen wiederum gesperrt worden. Nach einer soeben eingettosfenen Note voM27. März sollen zwar nunmehr die Befehle zur Aushebung der Postsperve gegen die Deutschen in Dähömey von der französischen Regierung an die unterstellten Behörden erlassen wordeir sein, die deutsche Heeresverwaltung sieh: sich aber nach den gemachten Erfahrungen veranlaßt. chre Gegenmaßregel erst aufzuheben, tvenn sämtliche Deutschen in Dahlvmev aus den Lagern selbst berichtet haben, daß ihnen die vollen postalischen Rechte der Kriegs- und Zivilgefangenen wieder eingeräumt worden sind. * * * Der türkische Bericht. K o n st a n t i n o P e l, 14. April. (WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptguartier meldet: An der I r a k f r o n t keine Veränderung. Der Feind beschäftigt sich damit, seine Befestigungsarbeiten aus- auszudehncn. Die 3 000 Toten aus der am 7. April an dieser Front geliefetten Schlacht gehötten, wie eine Prüfung der Uniformen ergab, der 13. Division Kitcheners, hauptsächlich zwei Brigaden dieser Division, an. In dieser Schlacht, die, wie in unserem letzten Bericht gemeldet wurde, erfolgreich ft'ir uns endete, hatten wir 78 Tote, 168 Verwundete und 9 Vermißte. Kaptasusfront: Die Lage ist infolge des schilechten! Wetters unverändert. Tie Operationen im Tschoruk-Tal nehmen den Charakter unbedeutender örtlicher Kämpfe an. Ein Kreuzer und ein Monitor eröffneten auf einen weiten Abstarrd ein zeitweiliges unwirksames Feuer gegen Arr Burnn. Infolge einer Antwort unserer Artillerie mißglückte der Versuch, das Feuer näher heranzutragen. In den Gewässern von Smyrna richteten ein Torpedobootszerstörer und ein Kreu- zur ihr Feuer auf den süolichen Teil der Insel Kentenno, zogen sich aber zurück, als unsere Artillerie antwortete. Konst an t ino pel, 14. Aprll. (WTB.) An der Irak-, front herrschte Ruhe. An der Kaukasusfront wirrde ein feindliches Bataillon, das eine unserer Abteilung-en im Tschoroktale angegriffen; hatte, vertrieben. Es verlor seinen gmrzen Bestand bis ans 70 bis 80 Soldaten. Einen Leutnant nnd einige Soldaten nahmen wir gefangen. Auf den übrigen Abschnitten dieser Front Scharmützel zwischien Erkundungsabtellnngen. Von der übrigen Front ist nichts Wichtiges zu melden. Ein englischer Bericht über die Lage am Tigris. London, 14. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Amtlich ftnrd gemeldet: General Lake meldet: Am Nachmittag des 12. April warfen unsere Truppm auf dem rechten Ufer des Tigris die vorgeschobenen feind- lrchen Linien 1% bis 3 M-ellen zurück. Um das durchzuftihrcm, mußten die Truppen ein ü b e r s ch w e m m t e s G e l ä n d e d u r ch- m essen, das von vielen Sümpfen unterbrochen ist, die eine Ausdehnung von 500 bis 1200 Meter haben und sich vom Tigiis bis zu den Sümpfen von Unrmalbrahm erstrecken. Auf dem linken Ufer wurde das Wasser der Sünipft durch einen Sturm in einige Laufgräben des Feindes in Sannaiyat getrieben. Der Feind wurde, als er sich vor der Ueberschmennnung in seine ftühere Stellung flüchtete, übel zugerichtet. London, 14. dlpril. (WTB. Nicktamtlüh.) Oberbaus. Bezüglich der türkischen Behausung, daß 3 0 00 englische Leichen in einem Teil der türkiscl-en Gräben bei Fclahi« nach der Schlacht vom 9. Älpril geborgen worden seien, erklärte Send h u r st int Namen des Auswärtigen Amtes., daß die Gesamtzahl bti Toten und Verwundeten, viel niedriger sei (?)• Ge- -nemr 2 c Ir mrfbcte, daß das SBeftcr sehr schlecht sei. Am 12. Avril jkn ein Orkan mit starken Regengüssm ansgebrochen; die Ueber- schwemmung ans beiden Usern ist im Wachsen, Angriffe auf Griechenlands Neutralität. Athen, 13. April. (WTB.) Offiziell verlautet, daß eine ^^^sterkrife nicht bevorstehe, da zwischen der Krone, der Degi-enmg und der Kanrmer rückhaltloses Einvernehmen daru, bestände, die bisher befolgte Neutralitätspoli- L ii xmt größter Entschiedenheit durchgu führen. DL« attgcbliche Besetzung KephalonienS. Athen, 13. April. (WTB. Nichtamtlich.) Das Preßburcau veröffentlicht ein Tementider Nachrichten über die Besetzung KcpHalvniens und der übrigen ägäischen unb jonischm Inseln, die von den Ententegesandten Skuludis gegenüber angekündigt worderr sein soll. Es wird behauptet, die EuLentegesandten hätten vorgestern Skuludis mitgeteilt, die lÄrtente würde vor deni Hasen von Arg-ostoli nur Drahtnetze anlegen, ohne die Ueberseeverbindung der Stadt zu verhindern Bern, 14. April. (WTB.) Eine Meldung des „Corriere della Sera" aus Athen besagt: Die Gesandten des Vierverbandes haben die griechische Regiernng um die Erlaubnis gebeten, die auf Kor fu befindlichen serbischen Truppen auf der Eisenbahn Palras—Athen—Larissa nach Saloniki zu bringen. Der^Mrnisterpinssident Skuludis behielt sich seine Antwort vor. Das den Ministerkreisen nahestehende Blatt „Embros" sagt in einer Besprechung dazu: Es sei trotzdem möglich, daß die Alliierten die Eisenbahnen ulrd Tele- graphenMnter besetzen, um Heroen der Lage zu werden unü das Ministerium zur Demission zu zwingen Von einem Privatkorrespondenten des Wolffschen Bureaus wird dagegen aus Athen gemeldet: Die griechische Regierung hat sich auf das Bestimmteste ge w e i g e r t, auf das Verlangen der Entente einzugehen, ihr die Eisen- bahnlinien Patras—Athen—Larissa zur Verfügung zu stellen, um von Patras serbische Truppen aus Korfu nach Saloniki zu transportieren. Es verlautet, daß hiesige führende Krerse mit allen Mitteln die Ausführung des Ententeplanes, der ein-er vollständigen militärischen Besetzung Griechenlands gleichkäme, vereiteln wallen. London, 14. April. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Athen vom 12. April: Die diplomatische Lage ist wieder weniger günstig geworden, durch die unnachgiebige Haltung der griechischen Re- Sierung wegen der zeitweiligen Besetzungen, die die Alliierten für durchaus notwendig halten und wegen'der Weigerung, Erleichterungen auf den Eisenbahnen zuzugestehen .Das Blatt „Hestia" schreibt: Man erwartet, daß die Veränderung der Lage binnen einigen Tagen zu einer Veränderung im Kabinett führt. Die „Times" meldet aus Athen: Zaimis wird als vermutlicher Nachfolger von Skuludis genannt, falls dieser zurricktreten sollte. Andere glauben, daß Rhallis große Aussichten habe. Die griechische Regierung hat den Untertanen nenttaler und kriegführender Länder verboten, durch Griechenland zu reisen Berlin, 15. April. Aus Athen wird dem „Berliner Lokal- Mrzer^er" unter dem 13. ds. Mts. berichtet: Tie politische Lage ist' unverändert. Die Enteiite hat, da Skuludis erklärte, nicht ein- inal im Prinzip über eine etwaige Besetzung der Eisenbahncii Patras—Athen und Achen—Larissa durch die Entente in eine Tis- wssron eintreten zu wollen, von neuen Schritten abgesehen Die ^ntmrtekveisen nahestehende Venizelvpresse läßt verlautbaren daß die Entente von ihrem Vorhaben angesichts der starken griechischen Oppchitwn absehen n^vde Die Preise betont fast einstimmig, daß Grrechtmbrnd falls cs werter als freie Nation gelten wolle, mit ledem Mittel, wenn nötig mit Gewalt, jeden Versuch einer militärischen Besetzung im Innern Griechenlands abweisen müsse. Köln, 14. April. 1WTB. Nichtamtlich.) Die Kölnische Iertung mewet mis Men vom 13. April: Das Foreign Offne teilte dem griechi,chm Gesandten in London mit, daß die enaliscke Regierung angesi^s der Unmöglichkeit, alleii drin^nden Wünschen nach K oylen nachzukommen, sich genötigt sehe, dreiemgen Dampfer zu ^Vorzügen, welche für Englarid und ferne Verbündeten votterlhaste Fahrten ausführten. Trotzdem Eng- lcnw deri Wunsch habe, der griechischen Handelsflotte jede Er- leich^nrng M gewähren, be-dmiere es doch. Kohlenlieferungen an Schaffe, du nicht Mit Rückfracht nach England zurückkehren allgemein ernstellen zu müssen. — Nach Salonikier Meldungen entfernten^die Alliierten zwangswecke alle griechischm Gendarmen aus den lottern an der Grenze. Sie entwaffneten sie unter den Augen der Bevölkerung und schieben sie unter Bedeckung nach ÄemInnern Mazedoniens ab. Tie Regierung hat die Rückkehr der Gendarmen von der Grenze nach Saloniki angeordnet. Dorr der rumänischen Kammer. Bukarest, 14. April. (WTB.) Die Kammer hat ein Gesetz angenommen, das die Bestimmungen der Verfassung über die Unveräußerlichkeit der Bauerngüter bis auf weiteres verlängert. Die Tagung des Parlaments ist bis zum 17. April crusge- dehnt worden. ' Dias Aäoratorium wurde aus iveiteoe vier Monate verlängett. Das Deutsch-rumänische Abkommen. B u k a r e st, 14. April. (WTB. Nichtamtlich.) Das Blatt „Steagul" begrüßt das zwischen Rumänien und Deutschland in wirtschaftlichen Fragen zustande gekommene Abkommen und teilt darüber folgende Einzelheiten mit: Dem Abkommen entsprechend lverden ständige Bureaus in Berlin un d B ukarest _ für den Warenaustausch arbeiten. Die Zufuhr aus Deutschland erfolgt in Sonderzügen, die den Namen „Carmen" führen. Für ihre Regelmäßigkeit bürgt die Tatsache, daß 50000 Bahnwagen Weizen in einigen Monaten aus dem Lande gekommen sind. Mit den damals oeretts gekauften Vorräten bedeute dies eine Ausfuhr von 100 000 Wagen, was nur dank der bewunderungswürdigen Organisation der Deutschen, Oesterreicher und Ungarn mög- u.u). gewesen sei. Der Fall zeige aber auch die Entwicklungsfähigkeit der rumänischen Transportmittel, wenn sie richtig, , eiIfin ojgamftert würden. Rumänien kehre damit zu einer gesunden s, e i\ Politik zurück. Dies sei der beste Schritt gewesen, den die rumänische Negierung hätte machen können. Die Rekrutierungspolitik Englands. Rotterdam, 14. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Rot- terdamsche Courant" meldet ans London: Lord Miln er hat im Oberhause denselben Antrag ans Einführung der allgemeinen ^ienstpslrcht erngebracht wie Carson im Unterhaus«. Es soll Diens- wg darüber beraten werben. Heute wird das Kabinett über die Relrntterungspolittk Beschluß fassen. rbpser aus Golgatha gibt wundervolle Antwort. Es redet denen, die hören wollen, von zweckvollem Sterben, das unendliche Frucht zu schassen berufen ist. Es läßt den Tod nicht als blindes Schicksal walten, sondern stellt ihn kraftvoll in den Dienst einer ewig großen Sache. Denn ^hrt vertrauen, daß der Herr der Geschichte, der' Gott alles Lebens, auch dies Dunkel zum Heile lenken, zur uw begreiflichen Saat kvinmender Zeiten kann werden lassen. Wir trauern an den Gräbern unserer Helden, wir glauben und hoffen in stiller Ehrfurcht, daß ihr Sterben unmeßbarr Lebenskräfte wecken und wirken wird in deutscher Zukunft. Eck. ** Jahresberichte Der Seekrieg. Barcelona, 14. April. (WTB.) Meldung der Agcnce Davas: Aus Palmas de Mallorca wird berichtet: Das Schiff ,,^anue 2" fand und nahm ein Rettungsboot mit Schiffbrüchigen der Besatzung des f r a n z ö s i s ch e n T a m p f e r s „V e g a" (2957 Bruttoregistertonnen), der von Bahia unterwegs war, auf. Tie ,,->oega" war einem Unterseeboot begegnet, das einen englisch c n Z e h n t a il s e n d t o n n e n d a m p f e r und ein russisch^ Segelschiff versenkte. Ter Kommandant gab der Be?atzung emige Minuten Zeit zur Rettung. Danach wurden ein Torpedo und zwei Kanonenschüsse abgcfcucrt, die die „Bega" ich'nll v e r s e n k t c n. Tie „Bega" war ein Schiss, das 143 F-ahr- ga,rc des spanischen Dampfers „Principe de Asturias" gerettet hatte xte Bemannung der „Bega" bestand ans 33 Personen. Barcelona, 14. April. (WTBE Meldung der „Ägenc^. Davas". Die Mannschaft des englischen Dampfers „ O r l 0 k De ad" erzählt, daß der Dampfer, von einem Kanonenschuß getroffen, stoppte, ^ und daß das Unterseeboot der Mannschaft zehn Minuten Zeit gab, um_ von Bord zu gehen. Tann legten! deutscke Offiziere und Matrosen an Bord- Sprengbomben, welche neb,t dem Geschützfeuer aas Schiff sprengten. Die Ueber-lebendm des englischen Dampfers „Argus" berichten, ihr Schiff sei von zwei deutschen Unterseebooten auf dieselbe Art versenkt worden. Mailand, 14. April. (WTB.) Nach, einer Meldung des „Seeolo" aus Florenz benackrichtigte das Marin-eministerrmn vm Eigentümer des Segelschiffes „Giuseppe Padre", daß ras Schliff beim Kap Bon torpediert sei. cm ^ 0 nd 0 u , 14. April. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung aus Palmas nahm der spanische Dampfer „Mallorca" 28 Schiffbrüchige des englischen Dampfers „O w l" auf, der von einem deutschen U-Bvot versenkt worden war. London, 14. Apttl. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der Dampfer „Ohio" ist von einem Unterseeboot versenkt worden. Ein Teil der Besatzung ist gelandet. ~ - 7,- .höherer Schulen. Das Gvvßh. Landg r af-L u d io igs- Gymnasium wurde von 373 Schü^- lern, darunter 9 Schülerinnen, besucht, davon waren 308 evangelischen, 26 katholischen, 25 israelittschen und 4 sonstigen Glanb«is- bekcnntnisses. 290 waren ans Gießen, 45 aus anderen hessischen Orten, 27 aus nicht-hessischen Orten, 1 arcs nichtderrtscheu Staaten. Krregsreiseprüfung bestanden am 29. Juni 1915 6 Schüler, 13. Oktober 15. Tie Reifeprüfung am 6. März 1916 4, am 13. März 6 Schüler. Ter Kriegsabitnrient Schirmer ist an einer Venvundung geftorbeii. Ein Schüler erwarb das Eiserne Kreuz 1. Klaffe, 4 das Eiserne Kreuz 2. Klasse, 1 die Lressische Ta^er- j leUsmedaille. Ten Unterricht erteilten Direktor Dr. Wilh. H e n- Geh. Schulrat, und 25 Lehrkräfte. An Gold wnttxu ge- fammelt 90 193 Mark, davon seit dem 1. Januar 1916 14 971 Mk. Aus ihren Spargeldern zeichneten die Schüler 34 848 Mk. be, der 3., 27 691 Mark, davon in bar in der Schicke 8191 Mark bei der 4. Kriegsanleihe. — Das Grvßh. Realgym nä sinm wurde von 265 Schälerri besucht. Hiervon waren 227 evangelisch. Io katholifch, 15 israelitisch und 1 Dissident. 169 Schüler waren aus Gießen, 53 aus anderen hessischen Otten, 36 waren Nicht- hesfen, 1 Ausländer. Ter Unterricht lmrrde von Direktor Baur 21 Lehrkräften erteilt. Die .'itzriegsreifeprüfung am 28. Juni 1915 bestanden 10 Schüler, am 28. Oktober 1915 einer, die Reifeprüfung am 8. März 1916 2, am 25. März 9. Von früheren Schulerir sind 5 seit Ostern 1915 gefallen. An GoldgÄd sind bis zum 25. März 60 315 Mk. abgeliefert ivvrden.. Bei der 3. Kriegsanleihe waren 14 300 Mk. gezeichntt. Bei der 4. 5driegsanleilre zeichneten die Schüler Beträge über 100 Mt. selöstärchig, kleinere Betrage wurden 3242 Mk. angelegt. '"' Die Bezirks-Sparkasse Gießen macht im An- zcigenteil vorliegender Numiner besonders bekannt, daß ihre Ge- fchaitsraume am Oster-Sainstag, 22. April, geschlossen bleiben. ** S t a d t t he a t e r. Aus dem Stadttheaterbure-au Witt) mib geteilt: Zu den Mitgliedern, die sick> in der rnorgigeir Vorstttlnns von „Traumulus" von Gießen verabschieden, gehört mißer der bereits gestern genannten noch Frl. Hertha Zondervan Sicherlich wird iücht nur die einmalige Aufführung d«s irtter- e'hauten Werkes, sondern mich das letzte Lluftteten verschiedenai crfter Kräfte dieser Schlußvorstellung der diesjährigen Spielzeit ernerr besoiideren Charakter verleihen. ** Ter G ab elsb ergersche Stenographen-Ber-. ein von 1661 imd der Dmnen-Verein Gabelsoerger- Gießen eröffnen an: 26. April im Postkeller einen Anfänger-Lehrgang in Gabelsberg-Stenographie. (Siche Anzeige.) In Anbetracht der Uuentbchrlichikeit der Kurzschrift kann die Beteiligung mr diesem Kursus nur empfohlen werden. ** nachmittags 1 Uhr. Näheres im Anzeigenteil. ** Einkaufsgesellschast für das Großherzog- tum Hesse n. Wir machen au? eine Bekanntmachung im amt- lrchen Teil unseres heutigen Blattes aufmerksam, die die Abgabe von Waren an Kleinhandelsgeschäste betrifft. Ueber die Gründung der Einkaussgesetlschaft baden wir seinerzeit ausführlich berichtet. ** Der Oberhessis che B i e hh a n d els ver b a n b macht int Anzeigenteile unseres heutigen. Mattes bekannt, daß .vierten Alex Baum - Gießen und Hermann K a tz - Wieseck zu Ber^ trauensleuten des Kreises Gießen ernannt worden sind. Landkreis Giehen. sg. Reiskirchcn, 16. April. Die hiesigen SchuMnde« veranstalteten auf Anregung ihrer Lchver eine Eiersammlnng für die Verwundeten in den Lazaretten zu Osterri. Es wurden rns-^ gesamt 453 Eier emgebracht. Tie Mnder, welche keine Eier ab- gebeir konnten, gaben Geld. Die Sammlung soll nach Gießen gebracht 'werden. Kreis Büdingen. Himbach, 15. April. Das «Eiserne Kreuz erhielt der Gc> frette Knickel. Kreis Alsfeld. # Maulbach, 15. April. Znm Leutnant der Reserve be- fordert wurde Lehrer D ö h n. Kreis Schotten. 44 Schotten, 15. April. Von 4600 Schulkindern des KreiseS wurden 49 870 Mk. zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet. Im Durchschnitt kommen 11 Mk. auf ein Kind. — Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Ludwig. e. Gedern, 15. Avril. Dem Sergeanten H e r m. D i e h! i,t das Eiserne Kreuz 2.Klasse, seinem Bruder, Unteroffizier H e tn r. Diehl, die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen worden. * 15 ‘ April. Bei der HolzversteigeruNg der fiskalischen Waldungen wurden, wie bei allen anderen der Um- aebuna. auck wied^n- 1^.4f»r+ Hebung, auch wieder hohe Preise erzielt. Es wurden im Durchschnitt für den Rm. Buchenscheit 11—12 Mark, für den Rm Buchenknüppel 6—9 Mark bezatstt. - 8 Sichenhausen, 15. April. Ein sehr beklagenswerter Unfall, der den Land mann nickt genug zur Vorsicht mahnen kann ereigntte sich hier. Landwirt Ludwig Adolph hatte sich beim düngen mit Jauche^ eine ll-eiue Verletzung am Finger zugezogen, welche eine schnell umsichgreifmde Blutvergiftung folgen ließ Gestern wurde er zur Klinik nach Mesien überfühtt, >00 er kurz darauf starb. Adolph war Mitgl^d des Gemeinderats und stand in dem noch rüstigen Alter von 52 Jahren. # Eichelsdorf, 15. April. Auf dent Felde der Ehre fiel der Unteroffizier Adam im Infanterie-Regiment 117. # Ulfa, 15. Aprck. Den .Heldentod fürs Vaterland starbev die beiden Söhire des Laiidwirtes Konrad Jäger II Kreis Lauterbach. ^ cv? ^ cr / 15. April. Tie Anregung des Kreis- amtes, Mohn- und S 0n n en b l u m e u p f l a n z c n zur Oel- getvmnung anzubaueti, hat hier entsprechende Beachtung gesunden ^er Bürgermeister stellte nämlich den Schülern aus seinem Pttvat- besrtze unentgeltlich 1 / 2 Morgen Ackerland zur Verfügung. Dieses !verden die Schulkinder unter Leitung ihres Lehrers gemeinsam mit den so wichtigen Oelpslanzm bebauen. Es wäre dringend zu daß dieses Beispiel recht zahlreiche Nehmer fände, to-em Mangel an Oelen und Fetten muß mit allen Mitteln zu Leibe gegangen werden. Ueberall findet sich wohl ein Fleckchen Land, das man den Schülern zu diesem Zweck überweisen laun. Den nötigen Simen oder die Bezugsquelle wird das Kreisamt auf Verlangen gerne zur Verftigung stellen. — Bei der lster durch die Schüler vorgenonunenen Enisammluug von Alt-Gummi kamen rund 27 Pfund zusanrmcn, davon 18 Pfund gegen spätere Bezah- lung In der Hauptsache wurden verbrauchte Fahrradmüntcl uird Luftschläuche aogeliesert. Avril. Die Hess. Tapfer- Offizier-Stelloertreter Lehrer Sk* »rlrMet*. ®t 15 . dlpnl Einen fftsaIvfyen Anblick w«et ge^iüwjitijg der DftaMimuj des Taunus. Soweit das Mrqe rorch-t, M lLrr^K des Gebirges vor: der Höhe der Bad- Ho-ruourger Straße bis gegen Bad-NcruHeim an den Fo- Yanm_bwg sich ablehnend, ein Blü.te^n.meer von Min- men. Der Ober-Rosbacher i mb Ockstüdttr Kirschenberg steht rn doller Bklüte; wer die Ansdehnicng nnd die Schönheit E'Er berZ>e7l riesrgen Kirschen-Anlagen kennt, der kann es Ermessen, welche Krende den straLursremrd bei dem Anblick dieser Anlagen ersaht. ^^Friedbers, 16. Apttl. Otto Bechsteiu, Geftetter ä£^ Cn&SeffDmtt ^ 257 ^hielt die Hessische Tapser- Q. Bad-Narrheim, 16. April. Die Großh. Ernst- (Realschule) war im abgelaufenen Schuljahr von 114 Knaben und 75 Mädchen besucht. Zwartzig Srchuler wurden mit der Berechtigung zum einjährig-frei^ wttlrgen Dreirst bezw. llebergaug zur Oberrealschule entlaßen. — Morgen beginnen die Konzerte der Sommer kur zeit ^.rt versbirktem Orchester (25 Ntann). Ab 1. Mai zählt die Kurckapelle 40 Mann. Bei Aufführung gro-ßer Orchefterwerke wrrd Verstärkung aus benachbarten Kapellen herarrgezoaen. e. Bad-Nauheim, 15. April. Bis'zum 13. April 1916 klaren 3 7 72 Kurgäste angekomme«. Bader wurden bis bahm 60 0l3 abgegLben« G Nieder - Nosbach, 15. keitsmedarlle erhielt der Philipp M o h r. o<\ C 1 i ^ur 4. Kriegsanleihe zeichneten ^0^” in" ®olb 364 ^ Cbeil ^° lammelten sie noch nachträglich 0-0 Vilbel, 16. April. Der FeVmnterarzt Fritz Kull- MLUn van hirer würbe ruttt deur Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. — Der im Infanterie-Regiment 115 dienende Mus- ketter August Di etz von Uer erhielt das Eiserne .Kreuz 2. Klasse und die Hessische Tapferkeilsmedaille. — Musketier Heinrich Kl i n - kel von hrer erhielt das Eiferm Kreuz 2. Klasse. Bl. B üdes h e im, 16. April. Dem Gefreiten Otbv H e r - get hier, rm Lmürwehr-Jnscmterie-Regiment Nr. 116, wurde vom Grvscherzog die Hessische Tapserveitsmedaille verliehen. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 14. April. In der Hauptversammlung des urcmnusrlub erfolgte die Schlußrechnung der Kosten über den Umbau der Brühlsbacher Warte. Der äußerst rührige Verein hat für dieses Wahrzeichen unserer Gegend den Gesamtbetrag von 3179.36 Mk. ausgebracht. Der erste Früh- llngsausflug rft auf Sonntag, den 7. Mai, in das schöne Dilltal vorgesehen. Hessen-Nassau. 0 Aus dem Kreise Marburg. 15. April. Aus eigenartige Weise kam im Nickel scheu Bchaltsteinbruch in Dreihausen der 43 Jahre alte Arbeiter Cloos ums Leben. Bei der Arbeit rutschte äM das Brecheisen aus und schuell-te chm so ins Gesicht, daß er lurtterrücks zu Boden stürzte. Er schlug dabei mit dem .Hmterköpfe auf eine Schiene und gab unter den Händen seiner hin- zueckeiiden Kamevädelr seinen Geist aus. Ter Mann hinterläßt eine Frau nrit drei .Kindern. 0 Marburg, 15. April. Das Landgericht verurteilte heute eenen Vv'aufmann und seinen Lehrling, die in einigen Orten des .^kreises Üirüchain ohne Gewerbeschein Butter ausqekauft hatten zu se 24 Vcark Geldstrafe Das ist der doppelte Bettag der Steuer g. Eschwe ge a. d. Werra, 14. April. Durch Großfeuer wurde gestern das benachbarte Rittergut Born Hagen vollständig eingeäschert. Ferner wurde die Flachsbleich- und Brech- sabrik in Geisa (Rhön) ein Rapb der Flammen. Der Schaden beträgt 50 000 Mark. = Fulda, 15. April. Die Stadtvmordrietenversammkung beschloß für das Rechnungsjahr 1916 eine Erhöhung der Einkom- ,mensteuer vor: 162 auf 180 und der Realsteuern von 178 auf 180 Prozent. Der Haushaltsplan für 1916 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 3 469 351 Mk. gegen 3 472 323 Mk. im Vorjahre. — Frankfurt a. M., 14. April. Wegen unberechtigten Tragens einer Vizefeldwebel-Uniform nnd der Hessischen Tapferkeits- medaille wurde der Elektromonteur Karl Julius G a h r zu drei Tagen Gefängnis und den Kosten des Verfahrens verurteilt. Bl. Oberliederbach, 16. April. Ter Kriegsfreiwillige Georg Engel von hier erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Wiesbaden, 14. April. Mil sosorliger Wirkung verbot der Regierungspräsident für beit Umfang des Regierungsbezirks -Wiesbaden die Schlachtung von Rindvieh. Scyqten und Schweinen für den eigenen Wirtschaftsbedarf des Viehhalters (sog. Haus- schlachtunqen) bis zum 1. Juli 1916. In dringenden Fällen ist der Landrat, in Frankfurt und Wiesbaden der Polizeipräsident berechtigt, Ausnahmen zu gestatten. ob. Aus der R h e i n p f a l z, 14. April. Auf dem F r e i n s- Reimer Spargelmarkt wurde das Pfund Spargel erster Sorte mit 1,00-1,20 Mk. bezahlt. Die Nachfrage war stark, das Angebot noch gering. bekleidet wurden. Tos Stubenmädchen von einst ist heute ÄeHrcerbt in einem Gasthaus der City. Die Zkindermädchen haben ein« Uniform angezogen und fahren aus den Motorv-mnibussen als Schaffnerimren. Und selbst jene weiblichen LlngeftMteu, die bisher noch nicht von der Regierung zur Kriegs arbeft aufgesordert wurden, geben freiwillig ihre frühere Tätigkeit auf, da sie von den in den Kriegswerkstätten zu gewinnenden größeren Einnahmen angelockt fverden. Darum wurde man durch die Not dazu getrieben, an Stelle der jungen Mädchen und Frauen alte Männer mit weiblichen Arbeiten zu beschäftigen. Selbst in den Hotels ist die Bedienung dieser Art verändert worden, nnd an Stelle der Stubenmädchen, die friiher die Zimmer aufräumten, erblickt man jetzt alte Männer bei dieser Arbeit. Märkte. ko. Frankfurt a. M., 14. April. Heu- und Stroh markt. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts angeiahren. F. C. Wiesbaden. 14. April. V i e h m ark t. Zum Verkaufe standen: 37 Rinder, darunter 3 Ochsen, 3 Bullen, 31 Kühe, 204 Kälber, 11 Schale und 47 Schweine. Lebhafter Handel. Meteorologische veobachtMgen der Station Gietzen. April 1916 |o.| 1 C ^ t-» n qj &) 7= o ~ ^ o ^ ÖZ 2^ l| SS 5 tfo « S 3 O 5 if y=> i S S 9 1 1 Wetter 14. 2» _ 6,1 6.4 90 9 Regen 14. 9 as — 4,7 5,7 90 — — 9 Bew. Himrnel 15. 3,8 5,4 90 5 Sonnenschein Höchste Temperatur am 13. bis 14. April 1916: -f- 8,1*6. Niedrigste . . 13. „ 14. . 1916: + 4,2' 0. Niederschlag 4,1 mm. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 16. April 1916 Wechselnd bewölkt, meist troclen, tagsüber ivarm. vermischtes. * Berlin, 14. April. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus W i e n: Die Stadt Wien beabsichtigt zur Stärkung ihrer sehr in Anspruch genommenen Finanzen eine durchgreifende Reform der Abgaben für T y e a t e r und Kinos, sowie der Einlrittsgebühren zu Musikaufführungen, Tanz- und sportlichen Veranstaltungen. Die Steuer soll nunmehr einheitlich mit 10 Prozent des Betrags der Eintrittskarte festgesetzt werden und wird auf jährlich 1V^ Millionen Kronen berechnet. * Grotesken des englischen Tienstbotenman- gels. Das ununterbvochekie Klagelied der „Daily Mail" über den sich immer bedrohlicher gestaltenden Dienstbotemnangel in England enthüllt nachgerade groteske Zustände. Die Hotels nnd die in London so zahlreichen Bordrnghäuser können kaum noch die Schar der Gäste fassen, die durch den Dieustbotenmangel aus ihren Wohnungen getrieben wurden. Doch auch dieser Auslveg erwies sich "acht als der richtige, vielmehr hat es den Anschein, daß man damit nur vom Regen in die Traufe kam. Tie neuerliche umfangräche Heranziehung der Fragen zur Arbeit in den Ktt-egswerk- stätten hat die Zustände ans die Spitze getrieben. Ueberall nehmen Mädchen und Frauen die Stellungen ein, die ftüher von Männern Letzte Nachrichten. Aus der nationalliberalen Partei. Köln, 15. April. In der Sitzung des Provinzialvorstandes der nationalliberalen Partei für die Rheinprovinz betonte der Vorsichende Prösessor Molden Hauer, daß die Rheiu- provinz fest hinter Bassermann stehe. Sie werde Sonde Aktionen und eine die Freiheit und Unabhängigkeit der Pattei gefährdende Politik unter allen Umständen bekämpfen. Die auswärtige Politik in der italienischen Kammer. i. Köln, 15. April. Laut der „Köln. Ztg." schreibt die „Jdea rmtionale" zu der bevorstehenden Besprecl/ung der auswärtigen Politik in der italienischen Kammer. Man habe die Aussprache über das Budget des Ackerbauministettums in ganz mrvor- hergesehener Weise in die Länge gezogen, so daß die Kammer nun gezwungen wird, die auswärtigen Angelegenheiten nur in den wenigen Sitzungen zu behandeln, die vor den Osterferien der Kammer no-ck) übrig bleiben. Diese Tatsache habe in den Wandelgängen des Parlaments zu abfälligen Kommentaren Anlaß gegeben. Viele Abgeordntte seien zu der Ueberzeugung gelangt, die Regierung wolle ^absichtlich verhindern, daß die Aussprache denjenigen Umfang annehme, den ihre Tragiveite erfordere. Diese werde allgemein als großler Uebelstand erklärt, denn in Italien sei es noch mehr als anderswo nötig, über die politische Lage Klarheit zu schassen, wie man es in allen Bolksvettretungen der Alliierten getan habe. Die „Jdea nationale" hofft, die Regierung werde am Schluß der Verhandlungen Gelegenheit finden, nicht nur einen positiven Blick ins Gebiet der unfehlbaren Sieges zu tun, sondern Italien die Gelegeicheit geben, zu sehen, daß die gegenwärtigen und zukünftigen Interessen der Nation bei der Negierung in guter Hand sind. Eine französische Fälschung. Athen, 15. April. Tie ftanzösische Gesandtschaft veröffentlicht heute durch die Venizeloszeitung „Pattas" eine Faksimile-, depeslche, die der hiesige bulgattsche Gesandte Passarow angeblich an den bulgarischen Konsul in Saloniki richtete. Aus ihr soll hervorgehen, daß Gunaris sich dafür eingesetzt habe, daß in Salomki für Rußland lag-ernde Säcke den Bulgaren überlassen werden. Wie bekannt, dementierte Passarow sofort das Vorhandensein eines solchen Dokuments; er habe niemals eine d-uartige Depesche weder an seine Regierimg, noch an den bulgarischen Konsul in Saloniki gerichtet. Tie Veröffentlichung des Faksimiles bestätigt die Beschuldigung Passarows, daß das genannte Dokument eine Fälschung seitens französischer militättscher oder diplo- inatischwer Behörden darstellt, dem: es ist in völlig fehlerhaftem Bulgarisch gehalten. Außerdem enthält es keine Chiffre, obgleich die ftanzösische Regierung behauptet, daß es sich um ein Chifftetelegramm handelte. Diese französische Fälschung macht hier, nachdem sie klar widerlegt worden ist, den peinlichsten Eindruck, da man sich klar beumßt ist, daß die französische Diplomatie zu einer schmutzigm Sache griff, nur die zurzeit populärste politische Persönlichkeit, den Minister Gunatts, dessen politischer Einfluß täglich stätter wird, zu stürzen. Englische Offiziere zum U-Bootkrieg. Kopenhagen, 15.'April. Unter den englischen Seeoffizieren hat eine scharfe Bewegung gegen die von der Regierung g etroffenen Besti mmungen eingesetzt, die den Kapitänen bestimmte Verhaltungsmaßregeln gegenüber U- Booten geben, Nach diesen Bestimmungen snrd die KUpitäne angewiesen, einem Beseht von U-Booten zum Stoppen nicht Folge zu leisten. In dieser Anweisung der 'Lldmftalität erblicken die Seeleute eine schwere Gefahr für ihr Leben. Sie weisen daraus hin, daß U-Boote bei Angriffen aus hoher See sich nicht um das Schicksal der Besatzungen kümmern können und fordern deshalb, daß die Fahrzeuge bei dem ersten Anruf stoppen und dem angreifenden U-Boot die Verantwortung für die .Besatzung überlassen. Des weiterer lvird die Forderung erhoben, daß englische Handelsdampser keine Nationalitätenabzeichen führen sollen, weit es wiederholt vorgekommen sein soll, daß neutrale Dampfer deut- schen U-Booten englische Dampfer signalisiert haken. Alle Er- keummgszeichen englischer Dampfer solle» während der Reise unkenntlich gemacht werden. Der „kritische" 15. April. Berlin, 15. April. Der Berichterstatter des „BerlinerTageblattes" meldet unttrm 14. April: Gerüchte von einer stärkeren Offensive Mit der Richtung gegen den Koloß Metz waren bereits rm Januar unter der Lothringer Landbevölkerung verbreitet. Französische Flieger sollen Mitteilungen abgeworftu haben, in denen an die «Einwohner des „von Preußen geknechteten, alten ftan- zösischen Landes" Aufrufe gerichtet wurden. «Es hieß auch, daß die Leute sich vorbereiten sollten, ihre Wohnorte zu verlassen, weil Metz bald von französischen Fliegern völlig zerstört werden würde. Von Zeit zu Zeit wurde dann aus der Richtung Pont ä Mousson mit großkalibrigen Geschossen das Feuer gegen die Metzer Fotts Wagner, Novo Ant, Corny nnd auch gegen den französischen Ort Pagny gerichttt. Der Feind hat dabei nichts erreicht, als daß ein Paar Familien ihre Wohnstätten verließen und daß aus unseren weittragenden Geschützen die Quittung auf Pont h Mousson und Nancy geschleudert wurde. Weder im Pttefterwalde noch an der Lothringer Front schwang sich die ftanzösische Jnfantette zu Handlungen aus, wie sie der artilleristischen Arbeit hätte folgen müsssn. Aber doch blieb das Gerücht von einer bevorstehenden französischen Offimsive bestehen. Ich glaube heute selbst an den Plan des Feindes, da ich nun durch einen französischen Gefangenen erhärtet sehe, der Durchbruch nach Metz sei bewaten worden, und anfangs Februar sollte das Unternchimen seine theoretische Einleitung finden. Bei den Truppen tvestlich der Maas sprach es sich herum, daß sie gegen Metz eingesetzt werden sollten und zwar nannte man den 15. Apttl als den Tag des.Anfangs der Offensive. Australiens Kncgskoften. Amsterdam, 15. April. In Londoner. Zeitungen werden die K r i e g s k o st e n A u st r a l i e n s, die das Land zur Lölfnung der Mannsch,asten benötigt, aus 33 Millionen Pfund jährlich geschätzt. Der Berechnung ist die Kopfzahl von 275 000 Wann zugrunde gelegt. Der Rhein—Donau-Kanal. W ien, 15. Apttl. Im Gemeinderät wurde dir Erötterung des Anttages über die Schaffung ttnes Rhein — Donau- Wasserweges fortgesetzt. > Bürgermeister/ Weiskirchner betonte, daß der Krieg die Wichtigkeit der Donau für die Zenttalmächte gelehrt habe. Er wies unter anderem aus die rmnänische Getreide- zufuhr auf der Donau hin. Ern Antrag, eine Tagung der Donaustädte D-eutschlands und Oesterrttch-Ilngarns zur Beratung über den Rhein—DoNlOukanal nach Wien zu berufen, wurde mit dem Hauptantrag Schmid angenommen. In einer vertraulichen Sitzung des Gemttrü>erates wurde ein Antrag, Bürgermeister Weiskirchner wegen seiner Verdienste mm Es-renbürger von Wien zu ernennen, der geschäftsvrdmmgsmäßigen Behandlung überwiesen. Dmkt an uns! Sssw (Goldmundsl ücte) HigasvMm. Willkommenste Liebesgabe! I*ds:2n 3X4568 10 b 3*5 5 6 6 lÖ PCdSKck. . W Sjyck.fddposM^ veypadioortofrei! 50 oiuck-felGpostmäßi^ verpackt. IdPfPcrfo! -TateituXSöarefier^biafenMz^Dresdea Tmstfrei! Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klaueirseuche in Gießen. In Abänderung unserer Bekanntmachung vom 3. März d. Js^ (Gießener Anzeiger Nr. 54, 4. Blatt) ordnen tmr an, daß da s Ge-« biet der Stadt Gießen ein gefährdetes Gebiet bildet. Der Sperrbezirk (Unionbrauerei an der Hardt und drr Hardthof) bleibt bis auf weiteres bestehen. Ebenso das gefährdete Gebiet der Geinarkung Heuchelheim. Gießen, den 15. Aprll 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: H em m er de. Gaslampen u. Gasherde in großer Auswahl empfiehlt billigst (tzcora Dahmcr, Inst.-Geschäft. ^ N c li v ii 40. 309 6 Zöpfe Oaarunterlag. Locken. Dreher sow. alle sonst. Haararbetlen werden schön nnd dauerhaft o::gefertigt in dem l^jyez. - Dunicn -Frisier- «nid Haar-Keschält Hcrmamr Plant Ww. Setterswea 8. &107 S lm |;!106 Siampoonieren (Kopfwäschen) mit dem neuesten elektrischen Warmluft« Trockenavvarat empfiehlt fich Hermann Flank Wwe. Spezial - Damen - Frisier- und Haar-Geschast Seliersiveg 8. fter- Atrappen keizentle Neuheiten io 3093 c ^XjnhptfpIofyJO Visit karten billigst Briihrsche ^Druckerei. Saatwicken in guter .Qualität offeriert Heinr. 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Die Wiederaufnahme der Näharbeit erfolgt Montag, den I. Mai. ad-Nayiiaim am Taunus mit seinen herrlichen Park- u. Waldanlagen, die jetzt in üppigem Grün u. Blüten- schmuck stehen, und mit seinen täglichen Kurkonzerten eignet sich vorzüglich als Erholungsort während der Osterfeiertage und als Frühlingsaufenthalt Beim Aufenthalt über Ostern (7 Tage) keine Kurabgabe. Für 14 Tage nur halbe Kurabgabe. — Auskünfte durch „Geschäftszimmer Kurhaus Bad-Nauheim“. [3085D Zur Konfirmation muss ihr Kind auch neue tadellose Fussbekleidung haben. Kaufen Sie aber nicht, ehe Sie unsere Schuhs u. Stiefel für Jünglinge und Backfische gesehenhaben Wir führen die neuesten Formen in guter haltbarer Ware. Niederlage der berühmten Helfferich - Sohlenschoner N. REISS Mäusburg 12 Giessen Telephon 2010 2574a Gafe Ernst Ludwig Samstag und Sonntag 241 KÜNSTLER KONZERT 1471] Bringe meine vorzügl. Rhein-, Mosel- und Rotweine in empfehlende Erinnerung. Vemslnde Leidet. Danksagung. 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