Ar. 79 Der «etzener A«zriger erscheint taqttch, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerLmnikienblStter; zivetmal wöchenll.Areis- dkall für den UreK Ziehen (Diei^tag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftlich« reitfraqen svernjprech - Anschlüße: sürdieSchriitleitunallL Nerlag,Geschätt4stel!eb1 Adresie iür Drabtnach- richten: Anzeiger -rieften. Annahme van Anzeige« lür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erft« Blatt *66. Jahrgang Montag, 5. April *9*6 B e; ugs pre: Z: monatl. 85 Pf., viertel« jährl. Alk. 2.59-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch diePost Alt. 2.30 otcrtex- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenvreis: lokal 15 Vf-, ausw. 2O Pi. — Haupt- schri'tleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Auq. Goetz; brr Sladl und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr. R. Zeitz; Rotütionrbruck und Verlag der vrühl'schen llnis.-S»ch- »nü SteinSruSerei L Lange. Schriftleitnng, SeschSstrftelle und Druckerei: Schulpr.7. B-ckImiuchmM-b-»: eneral-Anzeiger für Oberhessen T—wrn 233 Neue Luftangriffe aus England, zsrtschriite bei vaux. MTD.) Großes Sauptouartier, 1. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei St. Eloi wurden englische Handgranatenangriffc abgewiesen. Lebhafte Mineukampfe spielten sich zwischen dem Kanal vv» S a B a s s e e und Neuville ab. NmÄwestlich von N o y e entwickelte die französische Artillerie sehr rege Tätigkeit. Wir nahmen öie feindlichen Stellingen an der Aisne-Front unter wirksames Feuer. In den A r g o n n e n und im M a a s g e b i e t fanden heftige Artilleriekämpfe statt. . * Unsere Kampfflieger schossen vier französische Flugzeuge ab, je eins bei Laon und bei Mogcvitte (in der Woevve) in imseren Linien, je eins bei Ville-aur- Bois und südlich von Haneourt dicht hinter der feindlichen Front. Der französische Flugplatz Rosnan (westlich von NeimS) wurde ausgiebig mit Bomben belegt. Oe st licher Kriegsschauplatz. * Keine besonderen Ereignisse. * Hiernach scheint es. als ob sich der russische Ansturm zunächst erschöpft hat. der mit dreißig Divisionen. gleich über fünfhunderttauserH Mann, und einem für östliche Verhältnisse erstaunlichen Aufwand an Munition in der Zeit vom 1$. bis 28. März gegen ausgedehnte Abschnitte der Heeresgruppe des Gencralfeldmarfchails von Hinöenbmg vorgjetrieben worden ist. Er hat dank der Tapferkeit und zähen Ausdauer umerer Truppen keinerlei Erfolg erzielt. Welcher große Zweck mit den Angriffen angestrebt werden sollte, ergibt folgender Befehl des russischen Höckstkom- mandierenden der Armeen an der Westfront vom 4. (17.) März Nr. 537: „Russen der Westfront!" Ihr hobt vor einem halben Jahre, stark geschwächt, mit -einer geringen Anzcn Urlaubs nicht 'mit irgeird einer zwifckwn den Niederlanden und einer der kriegführende»» Parteien bestehenden diplo- »niatischen Ver»vicklung znsammenhänge. Wien, 2. April. (WTB. NichtamtlichI Das „Fremdenblatt" erfahrt, daß sämtliche Nachrichten, die der gestrige Tag aus dem Haag und aus Ainsterdam brachte, den festen und unerschütterlichen Entschluß der holländischen Regierung zeigen, jeden Eingriff in die Neutralität der Niederlande zurückzuweisen und nicht zu dulden, daß Holland seines freien Bestimmungsrechtes beraubt werde. Das Blatt hebt hervor, daß die Mittelmächte nienials daran gedacht haben, das Selbst- bcftimmungsrecht .Hollands anzutasten. Die Mittelmächte hätten sich während des ganzen Krieges von den» Bestreben leiten lassen, die Neutralität Hollands in vollsteur Maße zu achten. Oestcrreich-ttngarn und Deutschland können daher die militärischen Vorkehrungen Hollands in vollster Ruhe betrachten. Berlin, 3. April. Au den Gründen, welche die energische Haltung sder holländische»» Regierung herb ei ge führt haben, erfährt ein Mit-arberttr des „Berliner Tageblatts" im H-aag: Die Ereignisse, die sich in deir letzten Wochen durch noch rrn.au fgeklärte Umstände ait-f der Nordsee ab- geschelt haben, fiihrter» in London nnd in Paris eine falsche Anffashmg über ,die Gtttnnnnrg in Holland herbei. Die Alliierte »»-Konferenz in Paris vergrub sich noch tiefer in diesen Irrtums nnd über Paris kam es dann zu einem, er, die übttgen ftolm» in der Richtung nach IUrbros. Ein feindliches Torpedoboot nn Golf von Saros wurde dnrxin unsere Batterien in (Rickckrmg auf die Insel- Sanvothrake verjagt. Die Wehrpflicht in der Türkei. Konst an tinopel, 30. März. (WTB.) Das Amtsblatt veröffentlicht die »mtängst vom Parlament beschlossene»» W e h r g c s e tz n o v e l l e u, welche bestimmen, 1. die Wehrpflicht wird bis znm 14. Oktober »mch Dolletidung des fünfzigste»^ Lebensjahres ausgedehnt. Die La»»dsturu»Pflichtiaen von 46 Jahre»» »n»d Idariiber sollen gegen Entrichtung der für die gegenwärttge, am ^ttregsanftritg mtigeordnete Mobilisierung bestimmten Militärbesreinirgstaxe von 22Psuud tw»» der atttven Di-eustleisttlna enthoben »verden; 2. die z»»m Altersjahrgaug 1914 (1898) gehörigen Osma»»eu werden zur W»-!)»ps lickst he ran ge zogen; ihre Mustermtg ist bis Kinn 13. September d»»rck»zn führe»»; >3. die für E»»thebung von der aktive»» Dienstleistung seit dem ersten Tage der gegenwärtigen Mobilisierung von den reservierten' Landsturmpflichtigen e»»ttichtete Militärbefreinngstaxe hat nur fitt 18 Mo»»ate, und'Die von rrur» an zu entrichtende Taxe »n»r für l2 Monate ziu gelten. Für eine etlvaige zweite Zahlung wird die Taxe mit 30 (statt 44) Pfu»»L festgesetzt. * * * Trinksprüche in Rom. Rom, 1. April. (WTB.) Meldung der Agenzia Stefan». Bei dem gestrigen Fesdnahl in der Cons-ulta hielt der Minister des Acuseren, Sonninv, solgeirdei» Trinksptmch an Asln»ith: Mit der lcbbrftesten Genugtuung heiße ich Eure Exzellenz namens der Königliclieu Regierrmg be» uns »»allkomme»». Ich spreche dabei als getreue» Dolmetsch der Nx»r»iren Gefühle, »nit denen die Nation in de» italienischen Hauptstadt die Anwesenheit des britisckieu Premier»,rinisters begrüßt- Ihre An»vesenl>eit lvfestigt in uns das Beuniütscin der ü be r ko »n mene»» F r eu n d s cha f t, welche unsere Regierungen »ind Völker durch die Wechsel»alle der Cöeschichtc hmtolrch torbunden lmt. Die Fre»rndsch«ft z»mschen E»»gla»»d »titb Italien rul>t »mersäi^tterlich aus dein tt»üen allgenreinn» (s>efichl des Ve»t»a»»eils i»nd der Slimpathre ebenso»»whl n-ie au» der tat- saMichen Uebereinstinnnung der politisäirn nnd »mrtfrf)aftfidx'n Inlerei e' Die übe. l' nnnienen Bande »»vrden hmte durch Waffen bttk^er.'äxtst »md tnne»» BündniSocrttag verstärkt, der uns »nit den a-m^eren edlen Völkern vergingt hat, mit denen wir den l>ei- spieNosen >tt»mv» f»rr die Gerecräne und Ober bnup. . ue> alliierte»» Staaten, so»v»e auf d»e G^'lnndl-eü Eu.rer ^ 1 der Sie die Rcg»er»»ng der uns besreundetcn m»d verbündeten Nation so »nürdig letten. A s quith arrtwottete: Herr Minister! Ich komme in diese historische Stadt, »oelck-er nienurnd ohne tiefe Beniogurrg nahen kann, »un Italien urrd seürem König, der tapferen Arinee »rnd Mari»»e den AuÄnmck unserer Solidarität und unseres volle»» Vertrauens aut ,den Triunrph der Sache, die uns vereint, zu überbringen. Mir liegt daran. Ihnen ineine aufrichtige Freude über den mir gcuwrdenen so herzlichen u»rd begeisterte»» Empfang auszusprechen. Unsere beiden Völker begreifen lrotz der Entfernung, die sie trennt, und trotz ihres verschiedenen Teinperaments heute n»ehr als je die Stärke der Bairdc, »velche sie seil nrehr als e»ncn» halben Jahrhundert durck) die Gleichheit der leitenden Ge- srchtspirnkte und durch das Z»rsainmenstiinmen politischer urrd Wirt- schaftlicher Interessen verbmden. Das englisch' Volk verfolgt mit ernnlütiger Sympathie, an der alle großen Geister, Dichter »rnd Staatsnränner teilnehmen, den heldenhaften Kainpt des italienische BolktS für seine Besreirmg' uird Einheit. Das Geschick hat es 'gervollt, daß sich die beiden Völker in der Sck-icksalsstunde, wo d»e gemeinsamen Ansprückie und Grundsätze bedroht i»x»ren, d»»rch cin V r u d c r b ü n d n i s verburrden sairden, um die Sach dcw Freih.'it zu torteidigen und de»» Rechten aller Völker, wcrriger mächtiger, »oie mächtigster Achtung zu verschaffen. Stark durch die Vcrcinigmrg aller unserer Alliierten, »verden wir m»tcrnander auch durch die härtesten Prüsunge»» gehen mit dem »merschütterlichn Vertrauen eines endlichen Triumphes. Voll Tankes an die Königlich Regierung für den so h^rzliclien Einpfarrg, und an Errre Exzellenz für die Gefühle, d»e S»e soeben ansdrückten erhebe ich mein Glas zu Ehren Ihrer Maicstäten, des Königs und der Königin von Italien, der Königin- Mutter und der Mitglieder der Königlichen Fainilie. Indern Kfy nrernen Gr»»ß dein ersten Soldaten Italiens entbiete, bitte ich E»rre Exzellenz, darin den Gruß der britisckien Nation an die ruhmreich Nation zu sehen, welch das Beispiel Seiner Majestät zu neuen Siegen begeistett u»»d crnrutigt. ver Seekrieg. Sin englischer Panzerkreuzer gesunken. Köln, 2. April. (WTB.) Die „Kölnisch Zeitung" meldet von der hollänbischn Grenze: Glaubwürdigen Nachrrchei» zufolge ist Mitte Feb»m-ar »oeftlich der Orkney-Inseln ein englischer Panzerkreuzer der County-Klasse aus eine M»nc gelaufen und gesunken. Dem Vernehmen nach soll eS sich um den Panzerkreuzer „Donegal" handeln. (Der eng- lrsche Panzerkreuzer „Donegal" ist 1902 vom Stapel gelaufen »md verdrängte einen Ramngehalt »wn 9 950 Ton»»e»». Seine Schirelligkeit betrug 34,3 Socrneilen in der Stturde, die Besatzung zählte 530 Köpfe. Der Kreuzer toar 134 Meter lang, 20,1 Meter breit und hatte einen Tiefgang von 7,5 M'eter). Ein russischer Borwurf. Petersburg, 2. Aprü. (Aus dem anttlichn Kriegsberickck vom 1. April.) Schwarzes Meer: Am 30. März 8 Uhr vormittags »vurde der Dampfer „P o r t u g a l", einfra»»zösisch-russisches Ho» p»t a lschi f f, der bei Ofi im östlichen Teile Anatoliens lag und dortlst»» geschickt chrder» »vvr. Um Dernmndete aufzunehmen von einen» deutschn U-Boot airgegriffen »md in die L»»ft gesprengt. Nach dem zroeiten Torpedosckmß, der die Maschinen traf, sank das Schf, »n we»»rger als einer Mimtte. Elf von den 26 Schvestern »vurden rn Booten und Kuttern, die die „Portugal" beglerttten, ^rettet. Vernrißt »»»erden Gras Tatischff, Delegierter des dvoten Kreuzes, Dr. Parrkrischsf-Tikhurenoivo, die Oberschoester Baronin Mependorff und 14 Sch»oestern, 50 russ. Besatzungs-Sanitätsleute, 29 Man»» von den franz. Besatzungs-Scmitätsleutei» »md 29 Mann von der französischen Besatzung. Es befanden sich 273 Personen an Bord, von denen 158 ger'ettet Nwrden sind. Die türkische Heeres lerttmg hatte die „Porttlgal" als Hospitalschff anerkannt. Das Schff »oar »niit den für ein Hospitalschiff üblichen Farben benmlt. Der Angriff nnrrde am hellen Tage ansgeführt. Das U-Boot fuhr um den Dampfer herum »md lancierte aus allernäckchter Nähe. D»ese deutsche Handl»mgsrveise, ohne jeden militärischen Nutzen, Üt enrpörenb und zeigt v'on nejuchnj, daßl äm Frieden »Nit dein Fernde, der in unsinniger Weise göttlick>e und menschliche Gesetze verletzt, unmöglich isti es sä» denn, er läge vernichtet am Boden. (Anmerkung: Nach den Erfahrungen, »mlche »vir mit derartigen Nacknickcker» genmckut haben, ist die Meldung natürlich »mt Vor bcchalt aufzunehmen. Eine Aerrßerimg von deutscher Seite ist abzn loarten.) / London, 2. Aprck. (WTB. NichtmnAich.) Lloyds meldet aus Penzance (rn der M«unts-Bei, Grafsck»aft Corn»vall) vom 1. April: Der Drrnrp^er „Goldmoulh" (7446 Tonnen) ans London »st versenkt rvordei». Die Ma»msck»aft tourde gelarrdet. Der Funkentelogvaplnst »md ein Mattose ftrtb venoundet nwrden. London, 1. LLpi'il. (WTV.) ?Neldung des Re»»tersck»en Bn- voans. Ter norwegische Dampfer „Nvrne" wurde ver senkt. Die Besatzung ist gerettet. London, 2. Ap»ttl. (WTB. Nichdrnttlich.) LlotM Agen- ttir meldet: Der schwed-rs che D a»n pfer „Holl a ndia" ist gesunken, die gontze Besatzu»»^ ist gerettet worden. — Der norwegische Dampfer „Hans Gude" soll von ei»»em Unterseeboot unweit Quessant versenkt worden sein; jdte Besatzung ist gerettet. Aus dem Reiche. Der Heeresvoranschlag im HauvtauSschuß des Reichstags. Berlin, 1. Llpril. (WTB. Amtlich.) Bei der Hute fortgesetzten Beratung des Heeresetats im Hauptaus- schuß des Reichstages kam ein konservativer Redner a»»f die Frage zurück, ob es »nöglich sei, die Boot- »md Fleischrationen zu erhöhen. Tie land- »»nd viehivirtschaftlick^c Ausmitzung des besetzten Gebietes müsschin höherem Maße als bisher gefördert »verden. Eine größere Wirtschaftlichkeit bei der ProduklionS u»»d Konsu»nregelu»»g wäre »mter der Mttt»mrk!m»g von la»»d»vir'tschaft- liche»» Sackwerständigeu u»»d der Truppe»l»virtscjiastsaussck>üsse sicher zu erzielen. Bei Urlaub sollte den Offiziere»» in allen Fällen Freisoint ge»vährt »verden. Der Stellvertretende Kriegsmrnister von Wandel dankte den» Vorredner für die »varncherzige An- erkennung der Leistungen uird Arbeiten des Kriegs»ui,iisterhcms. Die zuständigen Stellen hätten ton» Anfang an darauf Bedacht getrommen, zn» den Wirtschaftsausschüssen für die besetzte»» Gebiete landwirtschaftlick»e Sackwerständige zuzuziehen, lieber die Lage in der Heimat versuch »nmt alle Stellen im Felde aufzullären, um auch draußen die Sparsamkeit zu fördern und einen unnötigen Verbrauch bei der Tr»»p»>e hinta»» 5 »»l>atten. Bei einer Armee in» Westen sei ein höherer land»v»rtsch»ftlicher Ertrag a»»s dem Boden herausgewirtschaftet worden, als seinerzeit durch die französischen Besitzer. Die Wünsche der Landwirtschaft und Industrie sollten nach Mi»glichkeit berücksichtigt »verden. Die Freifahrt »verde den Offizieren bairit- bewilligt, »r»enn eine Notivendigkeit für Reisen in» Interesse der Gesundheit und Erholung uorliege. Wie im Jahre 1870, »verde auch, diesmal für die zurückkehreudcn Truppen gesorgt, damit niemand brotll)sZ>asteh.'. Wenn i»n Heimatsgebiete lwl^ere Offiziere auf niederen Stellen verwendet würden, so bekämen sie lediglich die Gebübrnisse dieser Stelle, »»ich den Gehalt ihrer Charge. Der Staatssekretär des Reichsschatzamtes Dr. Hel fs er ich besprach die Frage der Mannschaftsbesoldnng unter Berücksichtigung der Verhältirisse in der Heimat und twr dem Kriege. Die Familieinmterstnlmng für die Daheimgebliebenen sei erhöht und erweitert »ooroen, so daß jetzt »no»»atlich rund 130 A!illionen Mark aus ReichsmitteU» aufg»'wandet lvürden. Seit Beginn des Krieges seien für Leii'tungen an Truppen (höhere Ber- pslcgimgssätze, BeköstigungsgeDer, Erhöhung der Krankenlöh»»e, Tabakzulagen, Gewähr»»»»g von Freifahrt be» Urlaub) Nkehrkosten in» Betrage von »noiratlich 107 Millionen Mark erwachsen. Ergänzend kann aus de»» gestrigen vertriullübc»» Mitteilungen des Stellvertti'tenden K'riegsministers über unsere Wehrlraft »uxb folgendes mitgettilt »oerden: Der Minister fiilyrtc unter anderen» aus, daß »vir mit unseren» Menschieiuilaterial für den Heercsersatz nvcl). lange ausreichten und cino Verlängerung der Wehrpflicht über das 45. Lebensjahr deslxüb, »vie sie bereits mehrfach veröffentlicht »vvrden sei, nicht »n Aussicht genommen ist. Rcan sei sogar in der glücklichen Lage, Mannschaften, die in» Laufe des Krieges das 45. Lebensjahr übersck>ritten haben, aus der Front zurückzuziehen. Ein wesentlicher Teil an dem g»"m- stigen Zustand sei der vortrefflichen Verwundeten-« für sorge zuzuschrciben, der es gelinge, einen außerordentlich h«hen Prozentsatz der Verwundeten den» Heere als dienstbrauchüar wieder zuzuführen. Tie vom Minister bekanntgegebenen Berlust- ziffern kön»»cn im Vergleich zu den bekannten Verlusten unserer Gegner keines»vegs als hoch bezeickmet werden. Wie »mt den Ri-ensch^n, so stehe es nrit den Stoffen. Unsere Rohstoffversorgung sei für lange gesichert. Genuß müsse mit dem einen oder anderen Rohstoff hausgehalten »rw»-den »md Eing»:iffe in das Wirtschaftsleben seien nicht zu »»»ngehen. Aber besorgt brauchten »o»r nicht zu sein — amh bei noch so la»»ger Kttegs- aauer nicht. Ein glänze»»des Zeugnis stellte der Minister unserer Indnsttie einschiließtich der teckp»isck)en Institute des Heeres aus. Gerade dir letzten Erfolge vor Verdun zeigten, daß sie jt&cr beliebigen Ansordenkng geraelft zu werden imstande - seien. Tiefe von stolzer Zuversicht getragenen ?ll»sführu»»gen des Mi- »i,ers »vurden von den im Auspclmß An»oese»»den »nit außerorde»»t- licher Befriedigmrg ent gegen genommen. Die nächste Sitzrmg des Reichstages findet am Mittwoch, den 5 April, nachmiltags 3 Uhr statt. Auf der Tagesord»»u»»g steh-e»» der Etat des Reichsko»»zlers und des Auswärtige»» Amtes. Die Stellungnahme des Tabakvcreins zur Sttuerfrage. In B e r l i n hat z»»?ecks Stell»»ng»»ahnre zum iGesetzcnlurun über die Eih chnng der Tabakabgaben unter de»n Äoichitze des Geheimen Kommerzienrats Edmund Schmidt in Wtenbrrrg eine außerordentliche Haupt»>ersammlung des Tcmtsckwn Tabakvereins stattg<-funden, dst von mehr als 500 Firmen ans allen Teilen Deutschlands besticht »var. Der Geschäftsführer, Sy»»dikus Schloß mache r, Frankfurt a. M., erstatwte einen einleibenden Bericht über dir Borbereittmg der VorMäge, die der Vei^in am 11. Norvmber 1915 dem Reickisschatzamt gemacht Hot, und denen die dem Reichstag unterbreitete NegieiTungsvorlage im großen urrd ganzen ent- spiicht. Es »vrrrde einstimmig folgende Erklärung zum Beschluß erhoben: „Ter Deutsck-e Tabakvcren» erklätt, daß die vorgesehene Nru- belastung zweifellos eine mißevordenllickr einschneidende ist »rnd eine um so ernstere Last für die gesamten deutschen Tabak»nte»>, ^ssenten bedeutet, als die Herstelllmgskosten in dex Zigarren-, Rauch-, Kau- und Sck-nupftabakiudusttie ohnehin durch die als Folge des Krieges eingetretene gewaltige Preiserhoh»mg firr Iivh- tabak, durch »rotwe»rdig gervordene Lohnsteigeimngen »rnd die Erhöhung des Guldenkurses sehr stark gervachsen siird. Twtzdem erklärt der Deutsche Tabakverein, in Rücksicht arrf die Finanzbedürfnisse des Reickies der Vorlage nicht widersprechen z»» »vollen und betv»»t, daß er die geivählte Form der Mehrbelastung der Zigarren-, Rauch-, Kau- »rnd Schnupftabakindustrie für das Rich>tige n»rd die vor geschlagenen Sätze als die äußersten rn ihrer Höhe betrachten muß. lieber der» Zeitpunkt des Jnttaftttetens der Vorlage gehen die Ansichten in der Versammllmg auseinander. Ein Teil der Lür- wesenden glaubt, daß der gegemvärtige Zeitpunkt für den Eintritt der Mehrbelastung um deswillen der geeignetste ist, weck d»rrch den gewaltigen Bedarf von Heer und Marine an Tabakfabrikaterv trotz der notwendigen sehr starken Preiserhöhungen eine Vvll- besckjästigrmg der Tabakindustrie für die Dauer des Krieges nrit Sich.ttheit anz»mehmen ist, »rnd a»rckii nach Beendigacng des Krieges trotz des als Folge der eingetretenen Betteuerung anzimehmenden erheblichen Verbrauck^srückganges der flotte Beschäfttgungsgrad »n der Tabakindustrie noch stir längere Zeit anhalten wird, zurnal die notwendige Wiederausftillimg der stark zusamrnengeschmolzenen Fabrikanten- »rnd Händlerläger alsdanu ihren Einstuß aus die Anfertigung ausüben wird. Ter andere Teil hält es ft'ir dringend erforderlich, daß das Inttafttreten der Erhöchmg des Wettzolkznsckckages so länge brnaus- geschoben wird, bis eine wesentliche Ermäßigung der Rohtabak- to'eise »rrrd der hrllmkdischen Valuta eingetreten ist. Tiefer Test nn'k»rsck?t deshalb, daß der Vorlage zwar z»rgestinrntt, der Zeitpunkt des Inkrafttretens der Erhöhimg des Wettzvllzuschlages aber den» BundeSrat im Benehmen mit der Tabakindustrie überlassen wird." Sichermlg des Kartofftlbedarfs. Berlin, 1. Llpril. (Amtlich.) Nach den geltenden Be- stitnmnngen find die Landwirte verpflichtet, alle entbehrlichen Vorräte auf Erfordern abzngeben. Durch ei»»e neue Bekamitmachnmg hat der Reichskanzler diese Pflicht der Kar- toffelerzeuger zur Ablieferirrrg ihrer Vorräte im einzelnen erläuttrt. Zu belassen sind dem Produzenten, sofern der Bedarf nicht geringer ist, lediglich: 1. hv-chstens 16 dz Saat- gilt pro .Hektar, 2. für jeden Wirtfckkaftsangehörigen IV» Pfd. Kirrtoffeln pro Kopf »rnd Tag bis zum 31. Juli 1916, 3. für Vieh, das schon bisher »nit Kartoffeln gefüttert wurde, .Höchsttattonen von 10 Pfund täglich ftir Pferde, 7 Pfirnd fitt Zugochsen, 5 Pfund für Zttgkiche, 2 Pfirnd für Schweine, solv'eit die Heeresverwaltung die Spiritt»serzengr»ng in Anspr-uch nhrant, die Karttoffcln fitt der» zugewiesenen D»»rch- sch»»ittsbra»rd, 5. Kartoffelmenaen, die a»» die Trockerrkar- toffelverwertttngsgiefellschast abzuliefern sind. Die Fittbe- »Tungsn»enger» sind fitt oie Zeit bis zum 15. Mai zu belassen. Unsere Kartoffelvorräte sind völlig ausreichetrd urrd die Deckung des gesatnte»» Bedarfs bis zur nächster» Ernte ist in keiner Weise gefährdet. Wenn der Reichskanzler die vor- telye»»den Bestinirmrugen erlassen hat, so ist das nur geschehen, »r»n — vornehmlich im Interesse der städttscben Verbraucher — allen auch mrr zeitweisen Stocttrnge»» der Versorgung gegetrüber die stärkste überhaupt »»rögliche Sicherung zr» schasse»». Der la»»dwirtfchaftlichen Bevölkerurrg »verden damit allerdings gewisse Opfer zrtgermrtet, die sie aber ziveifellos im Interesse und zun» Wohle der Gesatntheit gern ttagen »mrd. An einige»» Wochen, »venu die Weide--und !Grüw- fttterzeit beginnt, »vird übrigens die Beschränkurtg der Kirrtofielverfütterung »tickst »nehr sonderlich sckMer' emp- lttlbcii »verden. Der Verbnnd Mitteldeutscher Industrieller hielt am 30. Mürz in Frankfurt a. M. eine sel/r zahlreich be- 'uchtc Mitgliederversammlung ab. — Nach einigen embntenden Worten des Dorsitzerioen. Konsul Zeiß-Beirder, über das n^eit- chickckigc mtb wickitige Th'nvr der .^kriegsgenünnstenet" erstattete Hcmdebskaimnersyndikus Dr'. Eratz -Osfenbach a. M. auf Grimd des lmdgültigen Entlourfs eines Gesetzes zur Besteuerung der Kriegsgewinne, wie er dem Reickistcv» vorgelegt und dem Reichs-- hausbaltsausschuß zur »veiteren Beratung überwiesen wurde, eine»» Nmsassenden Bettckft ül>er dieses Steuergesetz. Dr. Eratz, der den Verband Mitteldeutsckner Iirdusttteller in der vom „Kttegsans- 'chuß der deutschen Industrie" eingesetzten „Kommission zur Beratung des KriegSge»ton»»ste»rergesetzes" verttitt, I»atte sich zur Ausgabe cTeftellt, die Haup1gr»mdsätze des Gesetzes, sttne Begriffe »md Bestin»mrnrgen kkarzrileg«» und sich zn tonrbmta» Ä'er einzelne Spezialfragen d»>s Entlvurfes, »velck^e die OefsenttiMeit viel be- stiastigt und die Presse be»mr»»higt lnrben (die Frage der steuerlichen Behandlung der realisierten sttllen Reserven wälwend des K'tteges, der Neun»»» cbafsungen zu l>vl>en .üäicgspreisen, der Besterrerimg der Rücklagen dirrch die Bundesstaaten u. bergt. mel>r). An den nrit lelchaftem Beifall ansge»»on»menen Vorttag schloß fid> eine sehr ge. Aussprarl?e, an der sich unter atrderem Iusftzrat Grünewald- Gießen beteiligte. Die nachstehe»rde, vom Bettchterstatter vorgc- ck)lagene Entschließirng nmrde einstinvnig a»»ge»»onrmen: Der Verband Rtttt»kde»ttsck^r Industtiellec bekennt »ick» rück- lialtlos zu dem Grundgedanken des Entwurfs eines Kriegsge- »»nnnsteuergesedes »mbesckiadet der zu beanstandenden Mängel im Einzelnen, welck:e die zur Dnrchsülwung der leitenden Abftchten des G»fetzgeb»ns v orge sch lagen cn Bestimmungen ausiveisen. Es ist gerechtchrtigt, »-ah de» der steuert»chn» Deckung der iusolge des Krieges auß»wL>rde»ftnch gestiegene»» urrd noch steigerten ^lusgabcn ül'CUl/it» LH-CItULlgCil Ul vu>u yw fc a.iyi:^l/J^tl itA-iuCu, Ivcv- chen im Cfeßenfafe m der Mehrheit des Deutschen Volkes der Krieg noch Gewinne oder euren Vermögensznsatz gebracht hat. Jede Erhöhung der Steuersätze des Enttvnrfs jedock: »vürde die Gefahr der Einschränkung der wirtschaftlichen Tätigkeit sowie einer Hemmung der Kapitalbildung vermehren und begegnet datier, vom Standpunkte unseres gesamten Wirtschafts- und Staatsorganismus aus betrachtet, den allerschwersten Bedenken. Sodann müsse nicht nur bei den juristischen, sondern auch für die Einzelpersonen gesetzliche Sicherheiten geschaffen werden, wonach unter allen Umständen spätere Verluste und frühere Ge- winne incinmrder verrechnet werden können, damit schließlich nur das Ergebnis der ganzen Kriegszeit den Maßstab für die Be- steu-erung bildet. Aus guten Gründen sieht der Entwurf eine Milderung der Doppelbesteuerung bei den Gesellschaftern einer. G. m. b. H. vor. Sowohl in den Motiven des vorliegende:: Entwurfs als auch dirrch den Staatssekretär des Reichs schätz« nrtes bei den Kommissions berattmgen des Sicberungs-Gesetz-Entwurfs ist anerkannt worden, daß die Gesellschaften mit besckwänkter Haftung mehr PersönlickMtsnnternehmnngen sind wie die Aktien-Gescll cbatten, bei welchen das Kapital und nicht so sel)r die Persönlichkeit der Gesellsclmfter im Vordergrund steht. Daran können Ausnahlnen von dieser Regel, wie sie sowohl bei der G. m. b. H. als auch bei Aktiengesellschaften verkommen, nichts ändern. Ter Gesetzgeber hat die Allgemeinheit der Fälle im Auge zu behalten. Die Höbe des Kapitals und die Anzahl der Gesellschafter bieten keine sachlichen Unterscheidungsmerkmale. Deshalb ist der Absatz 2 des 8 17 folgerickftig zu streichen. Für die im Sinne des Gewinnsteuergesetzes durchzuführende Bereckmung, des Mehreinkommens, welches in Verbindung mit dem Vermögenszufatz den Gegenstand der Besteuerung der Einzelpersonen biLet, ist — abgesehen von den Vorschriften des 8 16 und 17 — die landesrechtliche Ern kommensteuer Veranlagung maßgebend. Ta die einschlägigen bundesstaatlichen Steuergesetzgebungen wesentlich voneinander abweichen, wird die Wirkung des Kriegsgewinnsteuergesetzes bei gleichen wirtsä)«glichen Verhältnissen in den einzelnen Bundesstaaten eine verschiedene sein. Darin erblickt der Verband Mitteldeutscher Industrieller eine besondere Schwache des vorliegenden Entwurfs. Es zeigt sich muh hier wieder. wie notwendig es ist, daß endlich einmal für die bnndesstaatlrckie Besteuerung einheitliche Normen von Reichs- wegen geschaffen werden, Berlin, 3. Hpril. Zum goldenen Militärjubiläum des Generalober st en von Eichhorn überbrachte laut „Berliner Lokalanzeiger" General Litzmann die Wünsche der Armee des Generalfeldmarschalls von Hinden- burg und pries den Generalobersten als einen guten Kameraden. Weiterhin wurde seiner militärischen Erfolge gedacht als entscheidender Flügel in der Winterschlacht, als Sturmbock vor Kowno und als Prellbock in den letzten Wochen, als es daran ging, die russische Entlastungsoffensive ab- zuwehreu. Freiburg, 1. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichstagsabgeordnete für den britten badischen Wahlkreis, Landgerichtsdirektor Birkenmayer-Waldshut (Zentrum), ist gestern gestorben. Aus Stadt und Land. Gießen, 3. April 1916. ** Ans zeichn ungen: Leutnant d. R. Oberlehrer Wilhelm Schmidt aus Gießen, Direktor der deutschen Schule in Madrid, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse, nachdem er die Hessische Tapferkeits-Medaüle und das Eiserne Kreuz 2. Klasse bereits zu Anfang des Krieges erhalten hatte. — Gefreiter Adolf Rühl aius Gießen bei der Feld-Flieger-Ahdeilnng 32 rm Westen, wurde zum Unteroffizier befördert. ** Amtliche Personalnachrichten. Die Groß- Herzogin hat zum 1. April den Oberlehrern: Dr. Willy B o e ck an der Oberrealschule zu Gießen, Dr. Otto E m m e l an dem Realgymnasium zu Gießen, Jakob Fuldner an der Ernst-' Ludwigs-Schule (Realschule) zu Bad-Nauheim, Lic. theol. Wilhelm Gaulan dem Ernst-Ludwigs-Senrinar zu Bensheim, Dr. Heinrich G r ä f an der Oberrealschule am Friedrichsplatz zu Ofsenbach, Otto Hotz an dem Gymnasium zu Ofsenbach, Jakob Kabel an dem Realgymnasium zu Darmstadt, WilhÄm K l e ck an der Oberreal- schule zu Mainz, Heinrich Klump an derselben Schule, Johann K r o n an der Oberrealschule am Stadthaus zu Ofsenbach, Dr. Ludwig Lambinet an denk Realgymnasium zu Mainz, Friedrich Lamby an der Oberrealschule zu Gießen, Dr. Hermann Lotz an der Ludwigs-Oberrealschnle zu Darmstadt, Georg Luft an der Oberrealschnle zu Mainz, Franz Petersohn an der höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnenseminar zu Mainz, Julius R e p p an der Realschule zu Oppenheim, Dr. Philipp Seitz an dem Realgymnasium zu Mainz, Fritz T e x t o r an der Viktoriaschule und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt, — den Charakter als Professor erteilt. — Nebertragen wurde: am 29. März dem Lehrer Friedrich Weinheimerzu Weiterstadt, Kreis Darmstadt, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu .Hechtsheim, Kreis Mainz. — Der Groß Herzog hat 5em Mitglied des Hauptvorstandes des Alice-Frauenvereins (Hessischen Lcrndes-Franenvereins vom Roten Kreuz) Fräulein Marie Winter zu Darmstadt, Vorsteherin des Alice-Hospitals und der Schwesternschaft des Alice- Frauenvereins, den Damenord en 1. Klasse des Sterns von Brabant zum 1. April ds.Js. verliehen. — Die Groß- Herzogin hat am 1. April den Präsidenten des Ministeriums der Finanzen, Dr. Johannes Becker, zum Minister der Finanzen ernannt. — Die Großhergin hat am 1. April den in den Ruhestand versetzten Minister der Finanzen Dr. Dr.-Jng. Ernst Brau zum Präsidenten der Oberrechnungskammer uwer Belastung seines dermaligerr Ranges und Titels als Minister der Finanzen außer Dienst ernannt. **Oeffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Ob erhoffen am Samstag, '»en 8. April, vorin. 9 Uhr, im Sitzungssaal des Regie- rungsaebäudes zu Gießen. Tagesordnung: 1. Gesuch der Elise .Klein zu Gießen um Erteilung eines Wandergewerbescheins für 1916. 2. Klage des Ortsarmenverbandes Paderborn gegen den Orts armenv erb and Schlitz wegen Erstattung von Armepflegekosten für den Former Paul Hantle aus Königsberg. 3. Klage des Gemeinderechners Weck zu Hungen gegen die Gemeinde Hungen. ** W er spendet e'i ne Gei ge? Ein Schühengraben- Künstler-Quartett im Westen wendet sich mit der Bitte an die Leser des Gießener Anzeigers um Zuwendung einer Geige. Es braucht kein Meister-Instrument zu sein, muß aber den Umständen nach einen „Puff" vertragen kö:rnen. Die Schriftleitung des „G.- A" ist zur Auskunfterteilung gern bereit. ** Speisekartoffeln. Die bestellten aber noch nicht abgeholten Speisekartoffeln können noch! am Dienstag, den 4. os. Mts., vornmttags von 7 bis 12 und :mchmittags von 2 bis 51/2 Uhr im Keller des Realgymnasiums in Empfang genommen werden. ** Schul nachm uch s. Für den Schulanfang sind in unserer Stadt in: ganzen 541 Anfänger (gegen 553 im Vorjahr) angemeldet. Die neuen ABC-Schützen setzen sich aus 253 Mädchen (274 i. V.) und 288 Knaben (279 i. V.) zusammen. Auf die einzelnen Schulen verteilt, werden erngesch-ult: Gymnasium 31 (28), Realschule 51 (43), Höhere Töchterschule 37 (42), Erlveiterte Töchterschule 41 (47) Anfänger. Im ganzen entfallen auf die höheren Schulen IM (157) neue Schüler darunter 78 (86) Mädchen und 81 (71) Knaben, auf die Volksschulen 381 (396) Ansänger und zwar 175 (188) weibliche und 206 (208) männliche Kinder. Interessant dürfte sein, daß in der Vorschule der Realschulen außer den Anfängern weitere 22 (20) Knaben aufgenvMmen sind, welche bisher die Volksschule besucht haben. Man hat in xtycei rc-etjcu vl.ci,au- tuiutuomuicn, o 6 Jahre, uuo LaoeriMUnei ^ e 11 - Dutzvach ans 3 Jahre. Zu Erastzmitgliederu wurden wiedergewählt die Herren Ferd. Damm-Friedberg und neugewählt Hartmann S toll -Bad- Nanheini. . . Bl. Friedberg, 2. April. Gestern feierte Baumwatt H. Billasch sein 25 jähriges Tienstjubilänm in städtischen Diensten. Neben seiner Tätigkeit als Baumwart war der Jubilar während der verrlossenerr 25 Jahre auch als Hilfslehrer bei den Baum- wärtcrkursen an der Grosth. Obstbauschule hier tätig, so daß er aucki hier aus eine 25 jährige erfolgreickie Tätigkeit zurückblicken kann. # B utzbach , 1. April. Zum Leutnailt befördert wurde der Reallehrer Fel sing; ebenso erhielt er die Hessische Tapferkeit s m e d a i l l e und das Eiserne Kreuz. — Vilbel, 2. April. Das Generalkommando hat das Gesuch um fernere Belassung des hier einquartierten Bataillons abgelehnt und die Verlegung der Truppen in die fertiggestellteir Kasernen am Bahnhof Boncrmes verfügt. Tie Gemeindevettretnng beschloß, falls die Einquartierung belassm wird, zur Entlastung der Gemeindekasse vom 1. April an als Vergütung an die Qnattier- geber nur den tarifmäßigen Verpflegungssatz, der der Gemeinde ersetzt wird, zu zahleir. Bl. Tornassenheim, 2. April. Der Wehrmann Will). Rack von hier, Sohu des Beigeordneten Wilh. Rack III., der auf den Schlachtfelderrr Belgiens, Frankreichs und Rußlands gekämpft hat und verwundet wllrde, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Bl. Holz Hausen v. d. H., 2. April. Am 1. April waren es 25 Jahre, daß der Taglöhner Aug. Weber auf der Schlappermühle als Kmeckft beschäftigt ist. Hessen-Nassau. tt^M a r b » r q , 2 April. Gestern waren es 40 Jahre, daß Herr Stadlsekretär K e r st e n sein Amt versieht. Aus diesem Anlässe wurde dem verdienten Beamten vom Magistrat eine goldene Uhr mir < ekte, sowie ein Blumenaebirrde überreicht. al. Weilburg. 1. Arril. Die Stadtverordneten stellten die 2 t a d t r e ch n u n g in 910 6'» 1,80 Mk. Einnahme und 903684,34 Mk. ^lusgabe fest. Der Zuschuß der Stadt gut landwirtschaftlichen Wmterschnle beträgt 9300 Atark. — Griesheim, 2 Avril. Auf dein hiesigen Bahnhofe stieß eine Maschiiie auf mehrere Säure wagen; diese entgleisten und liefen teilweise aus. Das Zugpersonal konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. — B 0 rnh 0 sen , 2. April. Zwischen hier und Kestert platzte in der Alaschine des nach Frankfurt fahrenden Güter- zilgeS 6734 ein Siederohr. Durch den ausströmenden Dampf wurde das Lokomotivperfonal schwer verbrüht. Der Heizer Rindsfüßer aiis Oberlahiisteiu starb nach wenigen Augeii- blicken. Der Lokoncotioführer F ärger kam in fast hoffnungslosem Zilstande in das Oberlahiisteiner Krankenhaus. — Gelnhausen, 2. April. Landrat Graf vonWartens- leben wurde zur Uebernahme der Geschäftsführuog einer amt- licheii Reichs-Lebensmittelstelle nach Berlin berufen. Frankfurt a. M., 2. Apttl. Wegen Vergehens gegm die Kttegsgesetzte venirteilte das hiesige Amtsgericht und das Schöffengericht abernrals zahlreiche Personen zu empfindlichen Geldsttafen. Tie Bergehei: bestanden in der Uebcrschreitnng der Höchstpreise für Butter,^ Gemüse und Kartoffeln, in der verweigetten Abgabe von Kartoffeln, in der Ueberschreitnng des Backwarenverbvtes, in der Bewucherung beim Viehsalzverkauf und in der Nichtanmeldnng von Küpfergeraten. — Bei der Entleerung einer Grube aut dem Grundstück Hanauer Landstraße 197 erstickte ein sünftmdfünszig- jahriger Arbeiter durch Einatmen von giftigen Gasen. vermischte». * Merseburg, 1. April. Gestern tötete in einem hiesigen Gasthause der emeritierte Pastor Nitschmann aus Halle, anscheinend in einen: Wahnsinnsanfall, seit: dreijähriges Töchterchen, verwundete seinen sechsjährigen Sohn schwer und erschoß sich. Der Knabe wurde in die Hallesche Klinik übergeführt; es besteht AuS- sicht^ku^mn^eben^i^erbaltem^^ Universitäts-Nachrichten. [1 Marburg, 2. April. Im Alter von 39 Jahren starb an den Folgen einer Infektion, die er sich im Kriege zuqezogen hatte, der langjährige Diitarbeiter des Wirkt. Geh. Medizinalrats Pros. Dr. v. Behring, Professor vr. meä. Paul Römer, ordentlicher Professor der Hygiene an der Universität Halle. Der Verblichene, der aus dem nahen Kirchhain stanunt, war früher Abteilungsvorsteher am hiesigen hygienischen Institut. Vor zwei Jahren folgte er einem Rufe nach Greifswald und kam von da als Direktor des Hygienischen Instituts nach Halle. 2lls der Krieg auSbrach, zog er als Stabsarzt der Reserve nnt nach Rußland, wo ihm der Posten eines Korpshygienikers anverttaut wurde. Er erwarb sich dott auch das Eiserne Kreuz 1. ui:d 2.Klaffe. Prof. Römer war als ein t üchtiger Gelehrter seines Faches schon weit bekannt. _ Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. April 1916 u 5o.2i Z * w -H ü <3 3 E 0 £.0 & O QJ "H CE Q ~ S-'ö 5? 5 £3 . 0*05 ZA £2 if 0 * •ö !o i -"tz «Hl Ü-E’S' ■° ts. Wetter 2. 2» 17,2 65 44 _ _ 0 2. 9» — 11,6 6,6 65 — _ 0 3. 7" 5,6 5,6 82 0 Höchste Temperatur am 1. bis 2. April 1916: -f- 18,5* C. Niedrigste „ „ 1. „ 2. . 1916: — 4,6'0. Niederschlag 0,0 mm. Wetteraussich-ten in Hessen am Dienstag, den 4. April 1913 Ziemlich rvolkig, noch trockeit, warm. • _ Letzte Nachrichten. ( Die Rettung der Besatzung des „L 15". London, 2. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung deS Renterschen Bureaus. Das Verdienst für die Rettung der Ueberlebenden des Zeppelins „L 15" gebührt dem Fischdampfer „Olivine" unter dem Befehl des Leutnants Mar- kintsch von der königlichen Mattnereserve, das Verdienst des Her- nnterholens des Luftschiffes einer Landbatterie der östlichen Grafschaften. Es war ein Glück für den Zeppelin, daß er in der breiten Themsemündung hernnterkam, denn von dem Kanonenfener war die Hülle zettissen, die Gondeln waren von Schrapnellkugeb: durchsiebt. Einige der Besatzimg ivaren schwer verwundet. 'Der deutsche Befehlshaber hatte genügend Vertrauen zu der Mcnsch- lichkeit der britischen Seeleute, um drahtlose Notsignale anszusmden. Ein Mattose, der Augenzeuge des Niedergehens des Luftschiffes war, sagt, daß das Luftschiff wie ein ttanker Vogel heruntergekommen sei, beide Enden gleich Flügeln herabhängend. Die See war glatt, die Nach-t llar, wenn auch dunkel, so daß der Fischdampfer sowohl die Verwundeten wie die Unvcttvundeten an Bord nehmen konnte. Die „Olivine" befestigte dann ein Tan an den: Luftschiff und versuchte nun, die Prise in den Hafen zu schleppen. Das war aber schwierig, weil daS Luftschiff tatsächlich entzweigebrock)en war; beide Enden ragten in die Luft, während die Mitte in das Wasser niedersank. Nach, zwei Meilen Schleppens sank der Zeppelin. Die „Olivine" brachte dann die Gefangenen ans einen Zerstörer, der sie nach Chatham fühtte, wo die Verwundete:: in ein Krankenhaus gebracht ivurden. Asguith auf dem Kapitol. Lugano, 3. Aprll. Die politische Welt iu Rom ereifert sich«, vor Asguith zu dienern uiü> ihm die Unterwürfigkeit Italiens recht deutlich vor Auge:: zu führen. Im Kapitol, wo dein englische:: Premier ein großes Mahl gegeben wurde, pttcs der Bürgermeister Fürst Colonna^in dithyrambischen Sätzen die edle englische Natton, welch:' die Sacbe der italienische:: Freiheit stets mit so lvarmer Sympathie verfocksten l>abc. Er:gland sei nun an Italiens Seite in den „glvrreick-en Kanijps für die Freiheit deK; Volkes" gezogen. Be5aimtmachmm Ottr. 3$. I 2354/1. 16. K. R. N. II. An^bc), betreffend Höchstpreise für Altgummi und Gummiubfälle. Vvttr 1. Llpril 1916. -Die nachstehende Bekanntmachung mirb auf Grund des Gc- levcs über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851, in Bayern auf Grund des Bayerischen (öesetzeS über den Kriegs',unand vom 5. November 1912 in Verbindung mit der Allerl-öchsten Verordnung vom 31. Juli 1914, des Gesetzes, bctreffciib Höchstpreise, Dom 4. August 1914 (Reichs-Gesetzblatt S. 339) in der Fassung vom 17. Dezember 1914 (Reichs-Gesetzblatt S. 516), der Bekanntmachungen über die Aenderung dieses Gesetzes vorn 21. Januar 1915 (Reichs-Gesetzblatt S. 25) und vom 23. September 1915 Reichs-Gesetzblatt S. 603) zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Bemerken, daß Zuwiderhandlungen gemäß den in der Uinnerkung*) abgedruckten Bestimmungen bestraft werden, sofern tiichl rrach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen ange- droyt sind. *) Mit Gefängnis bis zu entern Jahr oder mit Geldstrafe brs zu zehAwusend Mark wird bestraft: 1. wer die festgesetzten Höchstpreise überschreitet; 2. wer einen anderen zum Abschluß eines Vertrages auffordert, durch den die Höchstpreise überschritten lvcrden, oder sich zu einen: solchen Vertrage erbietet; 3. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderltng (§ 2, 3 be3 Gesetzes betreffend Höchstpreise) betroffen ist, beiseite- schnfft, beschädigt oder zerstört; 4. wer^ der Aufforderung der zuständigen Behörde 'zum Verkauf von ^Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt siird, tncht nachkomntt; 5. wer Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, den zuständigen Beamten gegenüber verheun- lrcht; 6. wer den nach § 5 des Gesetzes, betteffend Höchstpreise, er- laftenen Ausführungsbestimnumgen zuwiderhandelt. den Fällen der Nummer,1 und 2 kamt neben der Sttafe Lngeordrmt werdet^, daß die Verurteilung auf Kosten des Schuldigen öffentlich bekanntzmmichen ist; auch kann neben 6)efängnis- jtraje^u^Verluy^w^^ürgerl^c^ werden Bekanntmachung. Die am 3. und 4. v. Mts. bestellten, aber noch nicht abgeholten Spetsekartoffeln können noch am Dienstag, den 4. d. Mts. vormittags von 7—12 und nachmittags von 2—5^ Nhr im Keller des Realgymnasiums in Empfang'genommen werden. Gieße«, den 1. Avril 1916. Städtisches Tiesbauamt: _ Bra ubach. _ Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Oppenrod soll folgendes Holz auf dem Submissionsweg vergeben werden. Los 1. 1 Kiefernstamm 4. Kl. 3 Kiesernstämme 5. Kl. Los 2. 1 Fichtenstamm 3. Kl. 6 Fichtenstämme 4. Kl. 74 Fichtenstämme 5. Kl. Der Kaufpreis ist pro Festmeter anzugeben. Dre Gebote sind nach Sortimenten und Klassen, sowie nach Losen getrennt zu halten, da keine Zusammcn- rcchnung stattfindet. Die Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift zu versehen, bis zum Donnerstag, den den S. April, nachmittags 1 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Oppenrod einzureichen, wo alsdann der Eröffnung stattfindet. Kleine Abweichungen werden aicht berücksichtigt. Oppenrod, den 31. März 1916. 2666 Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. B a l s e r. § 1 '. Von der Bekanntmachung bctrofftne Gegenstände. Von dieser Bekanntmachung iverden betroffen: * Altgummi und Gumnitabfälle jeder Art: 8 2 Höchstpreise. Bei dem Verkauf von Altgummi und Gummiabfällen, der nur au die'Beauftragten der Kautschuk-Abrechnungsstelle, Berlin W 8, Maucrstraße 25, zulässig ist, dürfen die folgenden Verkaufspreise nicht überschritten werden: für je 100 Klgr. der Klasse 9a Autoreifen mit Nieten „ 9d Autoreifen und Gummiprotektore (stofsrci) ohne Niete „ 9e Kraftfahrraddecken „ 9d Aeroplcrndecken „ 9e Autowulste „ 9f Auto-Guurmiprotektore, breit (10 ein und mehr) mit Nietetr „ 9§ Auto-Gummtprotektore, sckmral (unter 10 cm) mit Nieten „ 9H Vulkanisiertes Autoleinen „ 9i Ballonstoffe, Maskenstoffe, Aero- planstoffe „ 10 Vollreifen mit Stahlband „ 11a Vollreifen, frei von Gisen und Hartgummi „ 11b Kutschwageitreifen „ 12a Fahrradluftschläuche schwimmend (weich) „ 12b Fahrradlustschläuche (hart) der Klasse 13a Autoluftschläuche (weich) 13b Autoluftschläuche (hart) 14a Fahrradluftschläuche, nicht schwim- , tu end 14b Leichte Weichgummi-Abfälle ohne Ginlage, bis 1,2 spez. 15a Fahrraddecken (weich) 15b Fahrradwulste 16a Gummiabfälle, schwimmerck (weich) 16b Gummiabfälle, schwimmend (krustig) 16e Gumnnfädenabfälle (weich) 16ck Gunnnifädenabfälle, bespvnnen (iveich) 85.00 Mark 100,00 „ 100 00 „ 100,00 „ 25.00 „ 85.00 „ 25.00 25.00 „ 200,00 „ 45.00 „ 85.00 „ 85,00 „ 35000 „ 100 00 „ 350.00 „ 100.00 „ 225.00 „ 150.00 .. 30.00 „ 8.00 „ 350.00 „ 100.00 „ 700,00 „ 350,00 „ 17 Patent gtnnmiLbfsSe, vvALnisiert ’J7b,0U „ „ 18a Gummischuhe .70,00 ,, „ 18b Turn- und Termins chuhe mit Gtmmrisohleu 25,00 „ „ 18e Schläuche mit Stofferillegen (ohne Eisen) 15,00 „ „ 18ck Andere Weichgummi-Abfälle mit Stosfeinlagen 10,00 „ „ 18e Gummierte Regenmäntel-Stoff- abfälle 30,00 „ „ 18k Kratzettstoffe, Unterlagen und sonstige gummierte Stoffe 10,00 „ „ 19a Andere Weichgummi-Abfälle ohne Einlage, über 1,2 spez. 70,00 .. „ 19b Kftcherwagenreifen, Schuhabsätze, Matten ohne Stoff 20,00 „ „ 20a Wcichgummi-Abfälle, unsorttert, ohne Stoff (weich) 50,00 „ „ 20b Weichgummi-Abfälle, unsortiert, i mit Stoff (weich) 10,00 „ Zahlungsbedingungen. 1. Die Höchstpreise gelten für die bahn- oder postfertig verpackten Gegenställlie ab Postamt, Bahnstation oder Schifsslade- stelle. Die Verpackurtg kann vom Verkäufer ohue Entgelt zurückverlangt werdet:; die Rücksendung geschieht jedoch auf seine Rechnung. 2. Neben det: Höchstpreisen dürfen angerechnet werden: a) Tie Kosten für Fracht oder Porto. • b) Bei Stundung des Kaufpreises: bis zu 2 v. H. über Neichsbankdiskont als Jahreszinsen. 8 4. ZurückhalLen von Vorräten. Beim Zurückhaltet: von Vorräten ist soforttge Enteignung zu gewärttgen. 8 5. Inkrafttreten. Diese Bekanntmachung tritt mit Beginn des 1. April 1916 in Kraft. Frankfurt (Main), den 1. April 1916. Stellv. Generalkommando dc^ 18. Armeekorps. (fitster ffirRsndierundWIrtekuQdsclial die gut eingeführt sind sitchl gegen Hobe Provision ZijareileDiabrik Ball«!, . iiiia 0,49 Fstm. 1,11 Fstm. 1,06 Fstm. 4,08 Fstm. 18,87 Fstm. 0 Zimmer iujüinkoiütr. *»o II wegzugsh. fefa. 6 Zim.-Wohn., Bleichvl. u. Garkenant.v. I.Juliev.fr.z.v. Näh.wvt.ä.«7s8NmU1S. 08729 26841 Süd-Anlage 2t» II 6 Zimmer Wob nuvg per l. Juli zu vermieten. Näheres im Hause 1. Stock. & Zimmer I Veraohied ene 2696J 5= n. 6-Zimmer-BZob nung mit allem Zubehör per 1. Juli zu vermieten. Näheres Ludwigstraße 28. _ W. Scipp III üiiiöüMli für sofort gesucht. [2568 H. Schaffstaedt,G.ßl.b.H. Schlosser auf Geldfchrankbau geübt, sowie Ällonteure erhalten dauernde Beschäftigung bei gutem Verdienst in der Geldschranksabrikund Tresorbauanst. von l^sss Fra^z Garny, Frank fort am Main. U»£ags?iost.werd. vergüt. Maurer u. Wegen PL*) .M v. 1. Juli Wegzugevtl. früh, zujverm. Kaiser All.22.W9 Die von mir inncgehabte Wohnung Gartcnstr. 181., .5 Zimmer ds. Js. od. früh, zu vermiet. 2512! ?k«rrsr Neu rath Ww. ÄühilWr.18,1. Stotf, ist eine 5-Zimmer-Wob nung nebst 2 Mansarden- zimmer dazu gehörend, per sofort od. 1. Juli zu verm. P 687 Näheres B abudo fktr. 50 I. Noonstraße 18, 20 n. 22 je 5-Zimmer Wohnung mit .jubehör, Bad :c. sofort od. später zu vermieten. Näh. Groß. Steinwcg 2VI. 2686 I -ck Zimmer | Alieeftratze Ä8 1. Stock 4 Zimmer u. Zubehör per 1. Juli zu verm. Näh. Alicestr.28 ti.31. \ U n 3 Zimmer | Sch. neu herger. 3 Zimmer- Wohn. m. Gas u. all. Zub. z . verm. Wo lfstr. 21. s08676 3 Zim. 2Vobn. m. Gas und . ;nb.a.kl.rnh.Fam. p.l.Jult zu ve rm. Kaiicr-Allee3:r p. I ^ 2 Zimmer Eine kleines-Zimnicrwovn. an eine ältere Dame zu ver^ miete n. Seltcrsweg3 1. [- lw Bgbnbofstr.3>s GNans.) sch., ger. m. l'öas z. v. Vläh hinter der We,1-Anl. 15. [„tut o -Zim. Wohn. mit Zubeh. u. Garrenanteil z. verm. evtl. fof. zu beziehen. Desgl. Lagerräume sofort beziehb. Näh. V/sMorsrr. 7ö p. _ (2667) _ Sch. 4—6 Zimmer-Wohn., neu hergerichtet, preisw. zu ^perm. l26871 Marktpl. 17. \^Möbl. Zimm er j Pension Brandi (Believne). Schön möbl. Zim. f. j. Zeitdauer, f. Fam. best, empfohi. Gute Küche, Bad, Zentralheiz. Tel. 1085 108684 Fein möbl. abgefchl. modern, großes Lllufik- oder Herrenzimmer mit Flügel, 2 Schlafzimmer, Bad, freie zentrale Lage, eiektr. Licht, mit Bed. u. Verpflegung zu vermieten. Schrift!. Angcb. unt. 2617 an den Gieß. Anz . 087861 Schön möbl. Zimmer mit Gas zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 08659. Sch. m. Z.Eckl., Balk., M.1-2B . Seha eze a s Ir .I6II.r. 08681] Frdl. möbl. Zim. zu verm. Wild, Schottftr. 17. Möbl. Zim. m. elekt. Licht zu verm. Lö Meng affe ü I. ^ Wlefjesactc. Emr- ält. Dame sucht schöne 4-Z.-LL. mit Zubeh. in der Näbe d. Elektr., »er 1. Juli. Schrittl. An«, mit Vreisang. u. 08770 a. d. Gieß. Anz. erb. Baulftlssimreiber. erbe 51rasi,zum soforttgenEintritt gejucht. Ten BelvctbungS- schreiben sind Zeugnisabschriften und ein selbstgeschriebener Lebenslauf bei- zniügen. 26170 ffliliUlr-Nealiauaint Cie0en. nach Herfchcid in Westfalen gesucht bei hohem Lohn und dauernder Beschäftigung. Zu melden in Hericheid, Gaftbof zum Adler. 108774 Tüchtige sÄtltt-Gehilse« sofort gesucht, auch wird auswärtigen Meistern Heimarbeit gegeben. [2585 Atta. MM, Sel'erswsg 11 Eisige krallige Arbeiter für die Herstellung von Zementröhren gegen guten Lohn gesucht.' (2664 Zu melden: in der Fabrik FrattkftlrterStratze 114 lean Dem & Cie. ArbeiterM IrkifcrinHci! gesucht. Hermann Heß, Schützenstraße 62. | S662 welche Ostern die Schule verlassen, können das Wickel- wachen erlernen bei ßii. Heim. Sdiirnier. DinHmädchen Weit-Anlage 42 U. Brav, flesttiges Mädchen z. 15. April gesucht. 08782 Walltsrftraße 73 i. Aelter. Mädchen oDcr tikurbhMWe gnta für einige Zeit zur Fülirung des HansbattcS von zwei älteren Damen gesucht, t 2373 Näheres Wefeesrraße 2, besucht f. sofort bess. znoerl. Mädchen mit guten Zeug- nlssen, das HanS- arb. versteht u. kinderlieb ist. Fraa BacptmacB Fimcnica 08779 SetterSweg 81V»«. i Vorißsungs-yerzBiGiisis liäf liiiiisrsiläl üoslosk kür das Soramcr-Seinc- ater 1916 ist erschienen nrid wird kostenfrei versandt durch das Sekretariat d.Universität. "" 16-S2 id &sWels-Leiirin8liint Wß8t-ADl.513aftnfto!str.45Lu.49II. V ollst ändige Ausbildung für den kaufmännischen Beruf u. zur Fortbidung- in demselben. Besinn neuer Viertel-, EalV und Jahrsskurst: gesucht. 2685B Medizinische Klinik. Äs"'* Mädchen für tagsüber oder ganz gesucht. Stephanstr. 42. ^ Ein tüchtiges ehrliches Mädchen sofort gesucht. 08785] Näh. Walllorstr. 14. SanfmüDfftra zrsüA. 08781] Seltersweg 35. Sumer lann Zeugnisse« sucht Vertrauensposten. Schrift!. Augeb. unt. 08767 an d. Gieß. Anz. erb. Junger Schneider welch, feine Prüfung bestand, hat, sucht in Gießen Stellung bei einem Herren- u Damen- fchnetder. Eintr. itach Ostern. Zu erfragen in der GefchädS- ft elle d. Gieß. A nz. 087W) Mett. «ntnütaWs später Stellg. Gme Zeugn. z. Verfüg. Schriitt. Angeb. unt. 08783 a. d. Gieß. Anz. erb. Fränlei« »AK if. wandert, sucht Stelle als Stütze zum 1. Mai. Schriftl. Angebow unt. 08775 an ten Gieß. Anzeiger erb. alt, sucht Stelle als Ämder- mädchen für nachmittags in besserem Hause. Schrlstl. Angebote unter 2650 ati den Gießener Anzeigereerbeten. Hausbursche gesucht. 2676 Heinrich Driesch SetterSweg 70. Ein braver Ottttoc, der Lust hat, die Kunst- n. Han delsgärtnerei zu erlernen, kann eintreten. Friedrich t^eorg, Kunst- und Handels- gä:ti ter, Selte rsl v. 41. 2692 (Schüler)- gesucht. 2677]_ SetterSweg 6. Saubere Lanssrau oder Mädchen gestutzt. 0^777 Löber'traße 1 3 U. Ä-°-/ ZieußKü^teü nicht unter 18 Jahren, zmn oiortigen Eintritt evottt. zur Aushilfe gesucht von F?an Finaazrat Poilmaan 2670 Liebigstraße 8 Anmeldungen tilglich Prospekte frei. [08689 Verfteigeruyg. DieuStag. 4. Avril 1916, nachmittags 2 Ubr, ver- stetgere ich ans freiwilligen Antrag im GaffbauS zum Pfau, dahier folg. Gegenstände: 1 Sofa, 1 Kommode, 1 Waschtisch, 1 eisernes Bett lvollst.), 2Holzbettstellenm.Matratzen, 1 Wanne, 1 Waschtopf, eine Partte Küchengeräte, 1 e mit Brennholz. 1 Hackklotz mit Beil, Kohlenkasten. Kü- chensttihle, , Küchenschrank, Llleiderschrank, Nachttisch, zwei Tische, Bilder, Hängelampe, Gasherd m. Tischchen, 1 Waschmasch. m.Feuerungs- vorrichtung, 1 Federhandwagen u. s. w. meistbietend gegen soforttge Barzahlung. Müller, Gerichtsvollzieher Gießen. [2651 Meiner werten.Kundschaft empfehle ich mich für in und außer dent Haufe. [08287 Karl Hndner, Schneider, Mühlstraße 3 [II. Zwei Pferde Müssen) 4 u. 8 jährig 1,50 u. 1,40 m groß, hat zu verkaufen 3. Kreuz er, SihoSsha^Beu lDittkreis.) [2683 Webr.Zel-fjs- oder ßu^ch- CJlaa, 6—8fache Vergrößerung, zu kaufen gesucht. Schriftl. 2lngeb. nnt. 08776 an den Gießen . ^Anzeiger erb . Lilck,8krrtöl,z«iiis,hsH, uh) feint faart z« hoho« Preisen. Schriftl,che Slngebote an Fklix VrsWlch C a ffel ,HotACasfe l erHof. I*» 81 i Aifee Zinn ood ülei kaust Jehaan:s2aI?.l!,WclkeuBKaa « ßfä^flrttnsrtl jetzt Rasenplatz von etwa 160 lim, kann ganz oder in zwei Teilen auf 3—4 Jahre fof. verpachtet werden. Auskunft erteilt Kriegsbeschädig- ten-Fürsorge, Gewerbehaus, Kl i rch^ra ße 16. _ [2550D 087781 Grabland nächst der Rodheimer Straße in beliebiger Größe abzugeben. Nül-ereS bei Frau Haploel, Mühlstraße 18. _ ^npezicrarücitcn zu vcr ^ geben. Schriftl. Angeb. nt. Preisang. unt. 2689 an den G i eß. An z eige r wird er fite !) t. alleinstehender -uMl llUjl Dame30M.geg. monatl. 9tnckzahlg. Schriftl. Ang. u. 08766 a. d. Gieß. 2lnz. Hausputz empfehle: Wascbpräparate Wie; Fersil f*»eirenpnl©r ßleirhNoda l'ettlangenmohl ßorax 8a!miakscisi Terpen tinölfreinfranz.) Bleichwasser Pan am:»-Späne «ßHfeeife Cremefarben Putz-t!.Scheuermitte! Reifensand MeNserpntzschmir&'el Mer HerpatEnteine Scimir^elieinen Silberseife flüssige Putzmittel wie: »Idol Geolia Oaje*. Kaol Putz^ooMMlen Patswatte Stanbpinsel Grosse Auswahl in; SehB'ftm«« FenisierWdLer Parktt- und Linoleum-Wichse Gut riechende, vorzügliche Qualität ftiahlsp&ne Farben Lacke Pinne! Phofogr. Apparate Größte Auswahl aocli fürs Feld = Platten:^ Pack- und Rollfilms, lieht - empfindliche Papiere u. sämtliche Bedarfsartikel 2200] empfiehlt Alle photogr. Arbeit, werrl. sch noll u. fach -r e;n. ausgef. Fluß- u. Seefische I. M. Schulhof Telephon 119. — Promoter Neri and nach auswärts, l* 9 empfiehlt 08702 Cdr. Noll. West-Anlage 9. Mbrlchl» reine Norddeutsche, gesunde Saattvstre —— Kaiserkronen — — Panlsens Julie — S'N L ©te. . empfiehlt Weisel, Sonnenstraße 6. Teleph. 88. Kreuzplatz“ Kreuzplatz 9. Äüg. Bsufssh. FraG 2 HV 0 reln Ortsgruppe Gießen. Auskunftffelle für zrauendrrufe. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und ZluSkunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14, DienStag abends von 7 bis 8 Uhr. Beamter sucht leihweise 20 * Mark gegen vierteljährliche pünktliche Rückzahlnog mit Zinsen. Schriftliche Angebote unter 08 771 an den Gie ß. Anzeig. Verloren fette, auf Stein P. B. eingraviert. Gegen Belohn, ab- zitgeben ^si«Lr-Ltt 2 s 1Ä 2694 eingetroffen bei A. risch Uschsslger, Echnlstraße Itt. RechtrschutzsteAe. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Austuust in Nechtvan^elegenheitcn! im alten Rathaus Marktplatz 14 Rtttttvoch abends von 7—9 Uhr. 1o D & FelW-Mnp empfiehlt billigst Bersanddosen und Pappschachtel« Kbl-I-WZAS E i ieellra n dln ng. l»a Borzüslichen Mee-, Gras-, Semäs«-. RunkelrSden- lmd Slumen-Samen friich eingetroffen undprciS- wttrdig bei ., 053 August Wallenfels, Marktplatz 17. Telephon 262. Vorzüglicher, reiüscluB. roher und gebrannter Kaffee durch günstigen Eiukaui vorteilhaft bei: 12503 ÄMsl Ackensels Colonialwaren, Delikatessen und Weinhandlung rslekon 262. IZarkltftf* 17 Ssoestelil-Ersälz Mk. GO.— pro 10000 Kilo liefert täglich fünf Bahnwaggons 12663s s H. M. Tregte, Anwdarl i. Sa, Äaös-Theater Montag, d. 3. Avril 1916 adendS 8 Uhr: Gewöhnliche Preise! KertamtyLIisp'.si voilLLLituts ttavs Lvnlgllcö Litchrrtschsr LukSLhsnsiiiolerm. LnseurdlZ. Isse^hstt! Ksnhstir! ßriederr im Krieg Heiteres aus ernster Zeit, 3 Akte von Sllwin und Roll Römer. „Rosen" Eitre Komödie. „Der TenselSkast'n" Eine Szene aus den Bergen. Exzellenz im Schlafrock- Ein Kriegsch wank. Ende 10 l / 2 Nhr. Dienötag, 4. April 1916, abends 8 Uhr: Llsi»«?r«uel Dsillokroiasl etrtscjmc haben 6üllig1telt. Kcufesill Nenheill Ztt Wir k'j grÜHififlö Lustspiel in 3 Akten von Gabriel Drögelp. Ende 10'/. Nhr. 1269()a Soldaten vom Feldwebel abwardS zahlen bei allen Bornelltmgetl iaußer bet Bolcsvor,telluugen>auf2. und 3. Sperrsitz nur halbe Preise.