Nr. 71 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Gietzencr.yamiiienblätter" werden dem »Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das ..UreiLblatt für den Urelr Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zelt- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 166. Jahrgang General-Anzeiger für Gderhejsen Jreitag, 24 , März 1616 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. L a n ge, G ießen. SchrMeitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul- straße 7. Geschäftsstelle u.Verlag:r^^51,Schrift- leitung: ^^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Mb. Deutscher Reichstag. 88. Sitzung, Dann erS tag, 23. März. » ■ Vu^deScatsttsche: ReichSschatzsekretär Dr. Helfferich. Rmchspoftsekretär K r a e t k e. ^ ^ 16 Minuten"* ÄttCW * f €tö ^ €t die Sitzung um 11 Uhr Sie Kriegsstenern nnd der Etak. (Zweiter Tag.) Abg. Stresemanu (Natft): Der ReichSschatzsekretär hat seine Etatsrede dahin ausklingen lassen, daß dre Neugestaltung der Reichsfinanzen vor sich geht, m lI I I J e ?x Äononen vor Verdun donnern. Das ganze deutsche Volk schließt sich diesem Gedanken aus innerstem Herzen dankbar au. Vor einem Jahre waren wir und Oesterreich. Ungarn ,n Verteidigungsstellung gegen Rußland, heute sind Polen, Serbien und Montenegro erobert und die Dardanellen befreit. Dazu die Kämpfe bei Verdun und im Osten, u. -j- 61 * zuletzt zusammen waren, ist ein Wechsel im tarnt eingetrete-n. An der Spitze seiner Ge- m ^ "ichi uiehn ^ Staatssekretär v. Tirpitz. Die Nachricht von seinem Rücktritt hat im ganzen deutschen Volk «ne tiefe Bewegung ausgelöst. Unser Volk ist in seinem Innersten monarchisch gesinnt, auch in dem Sinne, daß es gern ferne Gedanken in einer Person verkörpert sieht, und so sah es m Tirpitz den Mann, der uns die Entwicklung der deutschen Flotte personifizierte und der uns den Willen des deutschen Volkes zur Sex verkörperte. (Beifall.) Er hat den ) 5 lottengedanken tief_ in unsere Herzen gepflanzt. Alle weitschauenden weltpolitischen Pläne haben von ihm stets verständnisvolle Förderung erfahren. Ich erinnere an die Denkschrift des Reichsmarineamtes über die Seegeltuug, die zuerst weite Kreise die^ große Bedeutung der deutschen Weltwirtschaft bat erkennen lassen, an die glänzende Verwaltung unserer Kolonie Kiautschou, wie auch an den Geist unserer Flotte. (Beifall.) Ihm folgen unsere heißesten persönlichen Wünsche. Unauslöschlich wird sein Name mit t^r Geschichte des deutschen Vaterlandes und der deutschen Flotte verbunden sein. (Lebhafter Beifall.) Unsere Feinde haben sich das Ziel gesetzt, uns wirtschaftlich niederzuringen. Leugnen zu wollen, daß der Wirtschaftskrieg seine Wirkungen ausübt, wäre falsch. Die Denkschriften über die wirtschaftlichen Maßncchmen während des Krieges zeigen, daß wir in manchem schwer zu ringen haben imd daß wir uns gegenüber den Versuchen unserer Gegner, uns wirtschaftlich zu ersticken, in Abwehrstellung befinden. Trotzdem können wi^ das eine festftellen: der Krieg, der gewaltige Zerstörer, hat uns trotz all seiner Einwirkungen politischer und wirtschaftlicher Natur heute, nach 1 *A Jahren, weit stärker gefunden, als irgend jemand boraussehen konnte. Wir haben die Kraft gesunden, das Wirtschaftsleben aufrecht zu erhalten und dem Reich b'e Mittel zu gewähren, um feine Finanzen im Gleichgewicht zu erhalten. Für die Struktur des deutschen Wirtschaftslebens war dieStärkung der deutschen Landwirtschaft sehr wichtig, deren Leistungen man nicht hoch genug einschätzen kann. Kern anderes Land hat so viel an Kriegsanleihe gezeichnet wie wir. DaS Anleihe zeichnen ist noch keine patriotische Tat, denn die Anleihe ist eine gute, 'garantierte Anlage, aber in dem ziffernmäßigen Ergebnis kommt nicht nur die Wirtschaftskraft des Landes, sondern auch da» unbedingte Vertrauen des deutschen Volkes in den Endsieg der deut. scheu Waffen und in unsere Zukunft zum Andruck. Ich teile die Auffaffung des Reichsschatzsekretärs, daß wir die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes hätten mifstn lasten, wenn wir bei einem Kriege, dessen Ende noch nicht abzusehen ist, die gewaltigen Ausgaben weiter und weiter lediglich durch Anleihen decken wollten. Wir müssen allmählich das Gleichgewicht Herstellen. Ich möchte davor warnen, auch jetzt noch die Lage als zu rosig anzusehen, und etwa zu glauben, daß man leicht ans diese oder jene Steuer verzichten könne. Von einer Balancierung des Etats.ist zunächst keine Rede, weil die Ausgaben für Heer und Flotte durch die KriegSausgaben laufen. Im Verhältnis zu ftüher werden geradezu ungeheuerliche Anforderungen an uns gestellt werden, sobald der Krieg zu Ende ist. Da dürfen wir keine Vogelstraußpolitik machen; schauen wir den Dingen inS Gesicht! Auch Sparsamkeit allein tut eS nicht. Wir müssen dem Sryahsekretär sagen: .Wir brauchen Geld. — so schaff' es!" Der Deutsche H a n d e l s t a g, die vornehmste Vereinigung aller deutschen .Handelskammern, hat ausgesprochen, daß Handel und Industrie bereit sind, sich den Steuerbedürfnisten des Reiches nicht zu versagen. (Beifall.) Die Vertretung der Industrie und der Hansabund haben gegen die Steuerborlagen keinen Einspruch erhoben. Das bedeutet noch nicht die Zustimmung zu den einzelnen Steuern. Aber es bedeutet, daß Handel, Industrie und Gewerbe in ihrer Gesamtheit damit einverstanden sind, daß man an ihnen nicht vorbei kann, wenn neue Mittel für das Reich gebraucht werden. Die Stürme, die einst hier über die Steuervorlagen entfesselt wurden, erscheinen uns, rn den Erfahrungen des Weltkrieges gemessen, heute kleinlich und recht wenig würdig der großen Aufgaben, die das Reich auch damals schon zu lösen hatte. (Sehr richtig? und Beifall.) Man muß doch schließlich aus den Ergebnissen des Krieges lernen. Wenn irgend etwas einen kläglichen Eindruck macht, so ist es die Steuergeschichte des Deutschen Reiches. (Lebhaftes Sehr richtig! bei den Natioualliberalen. wiederholte Rufe bei den Soz.: Scheu vor direkten Steuern! Erbschaftssteuer!) Keine Partei kann sich von Schuld freisprechen. Es ist von allen Parteien gesündigt worden, ich nehme uns selber gar nicht aus. Denken Sie daran, wie die Franckensteinfche Klausel das Reich cingesckmürt hat, daß es niemals dazu kam, unabhängig zu sein. Es mußte große Beträge an die Einzelstaaten abführen und selber Anleihen machen, um seinen Bedarf zu decken. Man braucht nicht aus jeden Schrei eines Interessenten zu hören. Nun zu den einzelnen Steuern! Zunächst die Tabaksteuer. Der Tabak ist bisher in Deutschland steuerlich kläglich behandelt worden. Im Tabakgewerbe haben wir in Deutschland noch keine Zentralisation und man hat sich daher gehütet, hier zu viel einzugreifen. Bei der allgemeinen Preissteigerung in der Tabakindustrie jetzt im Kriege macht die Steuer nur einen geringen Teil aus und die Interessenten haben selbst erklärt, jetzt im Kriege eine solche neue Betastung leichter tragen zu können als nachher, wenn sie nur nachher Ruhe hätten. Dian kann nicht die Zigarette vor der Zigarre hsrannehmen. Beide sind siamesische Zwillinge. Die Zigarre geht gegenüber der Zrgarette immer mehr zurück. Der Uebergang von der Pfeife zur Zigarre ünd von der Zigarre zur Zigarette ist bezeichnend fiir den Uebergang des deutschen Volkes von der Beschaulichkeit zur rastlosen Tätigkeit und Unruhe. Verhältnismäßig für unbedenklich halte ich die B e st e u c - rung der Arachturkunden. Vielleicht wären hier noch größere Beträge eingesetzt, wenn man vorher die Interessenten gefragt hätte. An den Quittungsstempel wird man sich in der Stadt schneller gewöhnen als auf dem platten Lande; das ist bedenklich namentlich mit Rücksicht auf die vorgesehenen hohen Strafen. Die Spareinlagen müssen vom Quittungsstempel freibleiben. Gegen die Erhöhung der Postgebühren haben wir die größten Bedenken. Deutschland ist durch die Gründung des Weltpostvereins bahnbrechend im Verkehr gewesen. Wir sollten sorgsam prüfen, ob nicht hier ein zu weitgehender Eingriff gerade in der Kriegszeit zu Erscheinungen führen kann, die das finanzielle Ergebnis in Frage stellen. Das gilt namentlich von der Erhöhung der Telephon gebühren. Viele Anschlüsse sind nur deshalb beibehalten worden, weil nran hoffte, daß der Krieg bald zu Ende wäre; werden die Gebühren erhöh!, werden zweifellos viele Anschlüsse gekündigt. Daher wird man vielleicht von der Erhöhung der Telephongebühren absehen müssen. Warum wird nicht eine Kriegsbriefmarke eingeführt, wie sie Oesterreich und auch schon andere Länder haben? Die K r i e g s g e w i n n st e u e r ist ein soziales Aeguivalent gegenüber den anderen Verkehrs- und Verbrauchssteuern. Vielfach ist eine ganz falsche Auffassung über die Kriegsgewinnfteuer verbreitet, weil sie einen ganz falschen Namen trägt. Wir weiden uns in der Kommission zunächst mit dem Namen der, Steuer zu befassen haben; in Wirklichkeit ist es eine außerordentliche Kriegs - Vermögens zu wachssteuer. Weiter haben wir in der Kommission die Höhe der Sätze zu prüfen. Ich möchte aber jetzt schon davor warnen, zu hohe Sätze einzuführen. Nur in einem Falle wäre ich für eine Besteuerung von hundert Prozent zu haben: bei den Kriegsgewinnen feindlicher Ausländer. Ein Vertreter einer englischen Firma teilt mir mit, daß er für seine Firma 400 000 Mark mehr herausgewirffchastet hätte als- in Friedenszeiten, und die liegen jetzt auf der Neichsbank. Der Gedanke der Rei ch se i senba h n ei n h e i t, der jetzt von Exzellenz Kirchhofs wieder mit soviel Wärme und gutem sachlichen Material vertreten ist. ist heute unendlich viel schwerer durchzuführen als svüher. Es ist aber gewiß des Deutschen Reiches unwürdig, wenn die einzelnen Eisenbahnbetriebe einen Kampf gegeneinander führen. (Sehr richtigI) Das muß einmal auch von norddeuffcher Seite gesagt werden. Der politischen Einigung Deutschlands müßte auch eine wirtschaftliche Einigung folgen. Wir werden uns der Prüfung des Gedankens, ob der Wehrbeitrag noch »in mal zu erheben ist, nicht versagen, obwohl wir schwere Bedenken haben, die sich namentlich auch auf die Verhältnisse nach dem Kriege beziehen. Ebenso sind wir gegen eine Ausdehnuiig der Erbschaftssteuer etwa nach englischem Muster. Wir wollen uns aber diese Quelle jetzt, wo es sich um Aufbringung einer halben Milliarde hcmdelt, nicht ffir die Zeit nach dem Kriege verschließen, wo wir vielleicht drei bis vier Milliarden neuer Steuern bewilligen müssen. Die Fürsorge für die Hinterbliebenen der vielen Hunderttausenden von Toten und für die Krüppel und Invaliden darf sich nicht in so engen Kreisen halten wie einstmals nach dem letzten großen Kriege. (Sehr richtig! und Beifall.) Vor einer Milliarde dürfen wir nicht zurückstecken. Wir kämpfen für das Reich, daS Reich muß ftch selbständig entwickeln. Bismarck schwebte eine unerschütterliche finanzielle Grundlage deS Reiches als Ziel vor, die chm eine dominierende Stellung verleihen sollte. Vielleich hat er da an die Reichs- eisenbahnen gedacht. Eine solche organische Verbindung mit allen öffentlichen Interessen in Staat und Gemeinden wäre auf dem Gebiete großer Monopole noch möglich, wo wir neue große Staatswirtschaftsgebiete schaffen können, ehe auch diese Zeit so vorbeigeht, wie sie her. den Reichseisenbahnen vorbeigegangen ist. (Zustimmung.) Gegen die unberechtigte Steuer scheu müssen wir Vorgehen. ES ist eine Ehrenpflicht jetzt mit seinem Besitz für daS Reick» einzutreten. Freuen wir uns, daß unsere Wirtschaft so ungebrochen ist, daß wir solche Steuern ertragen können. Die Leipziger Messe 1916 hat trotz aller Nachahmungsversuche in London und Lyon und der Erschwerung der Ausfuhr einen glänzenden Erfolg gehabt. (Beifall.) Wo eine Ausfuhr möglich ist, soll man sie nicht durch bureaukratische Engherzigkeit erschweren. (Sehr richtig!) Die Leute werden von Pontius zu PilctuS geschickt. Durch die lange Verzögerung der Bescheide gehen si.hr oft Aufträge an England. (Hört, hört!) Der Baum des deutschen Wirtschaftslebens läßt sich nicht entwurzeln, wenn auch manche Blätter hinweg- gesegt werden. Wir werden das Land der Arbeit bleiben müssen. Nur der erwirbt sich Freiheit wie das Leben, der sie sich täglich erobert. Haben wir bisher einige Wochen oder Monate für den Staat gearbeitet, so werden wir, wenn es sein muß, auch ein halbes Jahr für den Staat arbeiten, wer! es ffir uns das höchste ist, unsere Freiheit in der Zukunft. (Beifall.) Abg. Graf Westarp (Kons.): Wenn wir auch während >es WeltkriegSjahres unsere Finanzen aus eine neue Grundlage stellen, so müssen wir zu- , vorderst derer gedenken, denen wir es verdanken, daß wir unsere ! Finanzen noch fest in der Hand Halen und sie nicht der l i e b e - ; vollen Behandlung von Kosakenhäuptlingen ausgesetzt sehen. Der finanzielle Abschluß des Etatsjahres mag ' i-n seinen Ergebnissen zweifelhaft sein, der militärisch- , politische Abschluß des letzter Jahres ist von weltgeschichtlicher Größe. (Gsbr richtig.) Der russische Riese ist weit in sein Land hinein Zurückgedrängt, der Weg nach dem Balkan geöffnet ! und gesichert, die Mauer im Westen gegen immer wiederholte Angriffe gewalttger Uebermacht fest und unerschütterlich da- ' stehend, die neuen Kämpfe vm Osten und Westen, auf die die - ganze Welt mit gespannter Aufmerh'amkeit, auf die wir mit warmem Herzen, mit heißem Sehnen und mit zuversichtlicher Hoffnung blicken, all diese Leistungen unserer Armee sind Heldentaten, die von keiner Tat ikbersttahlt werden, von der die Geschichte berichtet und die Dichter srrgen und sagen. Dem gesellt J sich würdig hinzu, was unsere Flotte leistet. (Beifall.) ( Mag sie in schwer ertragener, scheinbarer Untättakett auf treuer Wacht stehen, mögen unsere Kreuzer kühne Helden stchrten verrichten, wie sie die Phantasie eines Dichters nicht kühner, nicht sympathischer a»Sgestakten kann, mögen die Führer und Manu- ? schäften unserer Unterseeboote trotz der gefahrvollen g La^e, in der sie sich befinden, überall neue Ersölge gegen den £ Fernd erringen — stets steht die, Flotte ebenbürth dem Heere zur Seite. (Deff-Ü.) Kein Wart des Dankes 8 - und der Anerkennung ist groß genug, um das zu kennzeichnen. (Beifall.) Zu dem Dank und der Anerkennung gesellt sich das - un beirrte und unerschütterliche Vertrauen zu h unserer ober st en Heeresleitung, die stolze Zuver- i sicht auf die militärische Führung, unsere Streitmacht zu Lande h und zu Wasser. (Lebhafter Beifall.) § In unseren Dank und unsere Anerkennung begreifen wir mit i ein den Mann, dessen Scheiden aus zwanzigjähriger Zu- - sammenarbeit gestern vom Präsidententische aus uns neu m:tge- r teilt worden ist. Das Lebenswerk des Großadmirals von Z Tirpitz, von ihm in treuem Wirken geschaffen, unter der lei- i tenden und anregenden Führung seines kaiserlichen Herrn, ist e diese Flotte, auf die wir heute mit so berechtigtem Stolz und e mit großer Zuversicht blicken. Meine politischen Freunde — ich c scheue mich nicht, das heute auszusprechen — haben im Anfang ^ seiner Laufbahn nicht immer von vornherein seinen Wegen folßdi zu können geglaubt, getragen von der Ueberlieferung des Wertes : der Landmacht und einer starken Heimatpolitik. Um so gesicherter, ' lim so fester steht unsere Zustimmung da; zu der wir uns zeitig ^ genug durchgerungen haben. Auch wir haben erkannt, daß der Großadmiral von Tirpitz unserem Volke neue Bahnen gewiesen hal, uns ein neues Verständnis für die Bedeutung der Betätigung über See eröffnet hat und daß er uns die Kenntnis der * Grundlagen verschafft hat, auf denen allein die Seegeltung gegen * den mißgünstigen Tyrannen der Meere behauptet werden lann. c Was Tirpitz unserem Volke gewesen ist, was er ge- 1 schaffen, was er uns gewährt hat, steht unauslöschlich in den c, Muhmesblättern der deutschen Geschichte. (Lebhafter Beifall.) - Nach der gestern vom Präsidenten angekündigten Vereinbarung . findet eine Besprechung allgemeiner politischer i Fragen jetzt nicht statt. Wir haben, dem Wunsch großer Par- ' teien des Hauses folgend, dieser Vereinbarung nicht widersprochen, - auch soweit es sich um die eine Frage des lll-Boot-- - K r i e g e s h a n d e l t. die mit Recht unser Volk heute so lebhaft - beschäftigt. Die Vereinbarung haben wir durch unser Verhalten l in der Voraussetzung gebilligt, daß eine um so eingehendere, deut- - kichere und erschöpfendere Aussprache in der Kommissions- s i tz u n g stattfinden wird, die von dem Präsidenten für den An- : fang der nächsten Woche in Aussicht gestellt worden ist, und in der i weiteren Voraussetzung, daß unser Verhalten auch durchaus : keinen Verzicht, sondcrn lediglich einen Auf. c schub eiiier Erörterung der Frage auck im Ple- t num bedeutet. (Lebhaftes Hört, hört! links. Sehr richtig! l rechts, Unruhe.) Mit voller Offenheit und Ehrlichkeit hat uns i der Reichsschatzsekretär die Verhältnisse dargestellt. Wir ver- : schließen auch in schwieriger Lage nicht die Augen. Die prin- . zipiclle Zustimmung aller Parteien zu der Auf. ° bringung des Bedarfs der Steu-rzulageu liegt in den Verhältnissen . begründet. Auch wir meinen, daß der Besitz die Opfer bringen muß. - die für das Vaterland notwendig sind. Die Steueröflicht » ist aber allgemein und gilt auch für weniger Wohlhabende. : Die Sozialdemokraten wollen allerdings das Reich proleta- - risieren und demokratisieren. Wir anderen erblicken : aber in der Selbständigkeit der Einzelstaatcn ein hohes Gut. Ich ' kann mich der Warnung des Abgeordneten Stresemann nur durchaus anschließen, mik den Sätzen nicht über die Vorlage hinauszugehen. Wir sind aber nicht bereit, hierüber hinaus dem Reiche > neue Steuern auf den Besitz zu gewähren. Vor allem ist es jetzt nicht cm der Zeit, das Problem der Erbschafts st euer anzurühren. Die Erbschaften unterliegen jetzt einer dreifachen I Besteuerung: der Erbschaftssteuer, die in der Seitenlinie bis zu ! 30 Prozent geht, der Besitzsteuer, die bis zu 2^ Prozent geht, und : der Kriegsgewinnsteuer, die bis zu 50 Prozent geht. Das Kinde s e r b e wird durch die Besitzsteuer und die IdriegSgcpiinn- steuer getroffen. Man hat so viel von der Stimmung im Lande gesprochen. Wie mutz es aber auf die Stimmung da draußen im Felde wirken, wenn es heißt, die Erbschaften der Gefal. lenen sollen stärker herangezogen werden. Gegen eine nochmalige Erhebung des Wehrbeitragcs müssen w^r uns mitallcr Entschiedenheit aussprechen. Würde ein solcher Antrag angenVmmen, so würde das unsere Stellung auch zu den anderen neuen Steuern beeinflussen können. Für die Tabaksteuer haben sich die Interessenten ausgesprochen, falls sie möglichst bald eingesührt wirb. Der Tabakbau muß geschützt werden. Bedenken bestehen gegen den Quittungsstempel. Wir verschließen uns ihnen nicht. Der Frachturkunden- stempel kann den Transport landwirtschaftlicher Massengüter beeinträchtigen. Die Reichspost kann größere Erträge liefern. Die Verbreitung des Telephons auf dem flachen Lande darf aber nicht gehenimt lverden. Unser Wirtschaftsleben ist gesund und stark und wird auch die Belastungsprobe der neuen Steuern ertragen. Die Meinungsverschiedenheiten müssen in dem Entschluß ausgetragen werden, daß alles für das Vaterlanb geschieht. Die Erledigung der Steuervorlagen ist ein neues Zeichen unserer Ivirtschaftlichen Unüberwindlichkeit (Beifall). Abg. Mertin (Deutsche Fraktion): Unfern herrlichen Truppen gebichrt unser lebhafter Dank für ihre Großtaten. Die «Bayerische Staaiszeitung" hat unseren Antrag in der I7-Boot-Frage als Eingriff in die Kommandoaewalt und der Kriegführung bezeichnet. Wir als die traditionellen Hüter der Kommandogewalt auch in schwierigen Augenblick:,: weiten diesen Vorwurf auf das schärfste zurück. Der Anttag betrifft eine Maßregel, die in monatclangen diplomatischen Verhandlungen erörtert worden ist. (Unruhe, Rufe: Gegen die Mrcde!) Ich will nur einen öffentlichen Angriff als unberechtigt abweln-en. (Zustimmung b. d. D. Fr.) Der Name des Großadmirals v. Tirpitz wird unvergänglich sein, so lange die deutsche Flotte besteht. Der englische Aushungernngsplan^ wird scheitern. Wir woücii den Besitz nichi schonen, aber wir brauchen eine reinliche Scheiduno zwischen den Steuerobjekten im Reich und Staat. Der Tabak ver trägt eine ausgiebigere Besteuerung. Ilnser Deamtenapparal könnte vereinfacht weroen. Abg. Hoch (Soz.): Der Geist des 4. August 1614 ist in den Ausführungen der andern Redner nicht zu verspüren. Mit kleinlichen, engherzigen Gründen verteidigt man die Vorlagen, zugunsten der Besitzenden. Reichsschatzsekretär Dr. Helsserich: Meine Herren! Sachlich hätten mir die Ausftihrungen deS Abgeordneten Hoch keine Derairlassung zu einer Erklärung gegeben, denn er hat nichts gesagt, was nicht sein Fraktionsgenosse. Keil in besserer und sachlicherer Weise als er selbst ausgedrückt hätte. Dagegen muß ich doch auf das c n t s ch i c d e n st e Verwahrung einlegen. wenn er die ernste i?lngele^n» HeA. y&$ be^haA^k, In Mefcr Welse auf ba8 tefn a#t« 1 ri s ch« Gei h-rrrÄberzu. ziehen sucht. (Lebhafte Zll^i»««^dC'N 2 Äung bei den Ssz.) Si^ können über die neuen Qmtxu uHt«r, «üe Sie wallen, ich gbncke, die grotze Mehrherr des Ha«ßcs 2 üä ich Eümiie die arotze V-eh-cheil im deutschen Volk ist rvA v*3 der Meinung, ba.% die neuen Steuern, auch soweit die VerkepeMrueru m Betracht kämmen, nicht in erster Linie eine Aebrstionq der breiten Masse des arbeitenden Volles darstellen, sondern sich in einer Weise berte-ilen, daß sie sehr wohl zu recht, fettigen sind, namenMch im Zusammenhang mit den andern direUen Steuern im Reiche und in den Bundesstaaten. Ich muß Einspruch erheben, daß die Dinge so dargestellt werden, slS ob diese neuen Steuern lediglich auf das arbeitende Voll kommen und daß die Neichen geschont werden sollen. (Zuruf bei den Soz.: Die werden auch geschont! — Unruhe.) Aber jeden, falls: Das verbitte ich mir (grotze Unruhe bei den Soz.), daß der Abg. Hoch sagt, die Steuern seien berechnet auf den Nutzen der Reichen und den Schaden der arbeitenden Klassen. (Unruhe.) Darauf berechnet find die Steuern nicht. Niemand, der an diesen Steuern miigewirkt hat, hat eine solche Berechnung auch nur im allerentserntchten im S'nne gehabt.. (Zuruf bei den Soz.: Sie wirken aber so! — Unruhe.) Aber Sie dürfen uns nicht zu schieben, daß wir die Steuern darauf berechnet hätten, so zu wirken. (Lebhafte Zustimmung.) In der Sache selbst will ich auf die einzelnen Steuern nicht eingehen, aber ich möchte auch den Herren Sozialdemokraten den Wunsch aussprechen, daß die Aussprache in sachlicherer Weise geschehen möchte, als es der Fall ist. Denn sonst — mir kommt eS nicht darauf an, -ob wir in acht Tagen oder vier Wochen fertig werden — sonst würde ich von einer Fortsetzung der Debatte in diesem Stile eine ernstliche Gefährdung der vaterländischen Interessen befürchten.'(Lebhafte Zustimmung. Unruhe b. d. Soz.) Ich glaube. Sie irren sich, wenn Sie annehmen. Sie hätten dabei das Volk hinter fich. Wir haben zu dem Volke das Vertrauen, daß cs die Dinge ruhiaer und vernünftiger ansieht, als es vom Abg. Hoch geschehen ist. (Lebh. Sehr richtig!) Dafür liegen mir auch gewisse Anhaltspunkte vor. Wir haben der Diskussion der Steuervorlagen so weit freie Hand gelas. sen, wie es mit den KriegSverhaltnrsseu irgendwie verträglich schien. Ich glaube, die Zusage, daß einer sachlichen Aussprache freie Hand gegeben werden sollte, ist erfüllt worden. (Unruhe bei den Soz.) Die SoKiaLemHkraten haben erst vorgestern 13 Versammlungen in Berlin abgehaDen. (Zuruf bei den Sitz.: Unter Polizeiaufsicht. Unruhe.) Die Polizei hat nicht in einem einzigen Falle einem Redner das Wort entzogen. (Zuruf des Abg. Stadthagen (Soz.): Das wäre ja noch bester? Große Heiterkeit.) Herr Abgeordneter Hoch, waren Sie über den Besuch besonders erfreut?! Ich habe hier den „Vorwärts", da lese ich: „In 13 fast durchweg Alt besuchten Vs^'Mnmkungen nahmen gestern abend die Berliner Genosten zu den Steuervorlagen Stellung." An einer anderen Stelle heißt es: „Die Versammlung im zweiten Kreis in der Lützow. straße, entsprach nicht dem, was man hätte erwarten können." Wenn der „Vorwärts", der doch gewiß nicht an Lungenkrankheit leidet CHeitevkeit), so sachlich spricht — ich glaube. Ihre Volksver. famirtfmtfen gegen die Steuern waren kein Erfolg. (Lebhafte Zu- ftimmung.) Meine Herren, ziehen Sie daraus eine Lehre! Sehen Sie, wie das Volk di« Tinge nimmt! Sehen Sie, wie in dem Volk daS Bewußtsein groß ist, daß wir in dieser Zeit zusammenstehen sollen! S u en Kreisämtewi seien die Wünsche der Betreffenden zur Kenntris gebracht worden, die auch von ihnen zumeist befolgt wurden. Nur in Alzey und Gießen sei dies aus bestimmten Gründen nicht möglich gewesen. Ter Antrag Uebel-Melung 'wurde nach dieser Erklärung zurückgezogen und das Kapital nach dem neiren Äusschußantrag bttolltigt. Das Haus tritt ram in tzie Beratung des Etats des Finanz m i n i st e r i u m s ein und genehmigt ohne Aussprache die Kapitel 98—103: Minffterüm, Hausverwaltung, Hauptstaatskasse. Forst Verwaltung im altgemeinen, Kataster und Bauwesen, nach den Ausschußanträffen, sodastn meto den Rest des Finanzetats bis Kapitel 113, ebenso die Kapitel 114, Ausleihungen und Staatssthuld, und Kapitel 115, Ruhegehalte, Einnahmen 1 389 746 Mark, Ausgabe 5 828 570 Merk. Bei Kapitel 116, Verhältnis zum Reich, wird der Antrag Tr. Osann mitbercuen: „Die Kammer isolle beschließen, an die Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, daß nach dem Kriege bei dem Großh. Hofe Gesandte auswärtiger Mächte nicht mehr zu- gelassen iverden." Ter Finanzausschuß bearttagt, diesen Antrag anznuehmen. Präsident Köhler nimnirt von seinem Platz als Abgeordneter (den Vorsitz hat Vizepresident Dr. Schmitt) das Wort und fuhrt stwa aus: Es 'h-ndelt sich hier um die Gesandten der Mächte, mit denen nrä jetzt im Kcieee stehen. Ich vertrete den Standpunkt, dass 'für die spatere Zülasfung der Verttete" dieser Mächte für uns kein Grund vorliegt. Bezüglich der englM?,! Gesandtschaft lag schon bisher absolut keür Grund vor. Hinsichtlich des russischen Vertreters siyurde vom Herrn Staatsminister gesagt, dass dieser mit Rücksicht auf die hier studierenden Russen zuge- lasffu wurde. Ich Möchte, dcß dies von seiten des Senats der Hochschule und durch die ^ttzei geschehe. Das' wird aber sii Zukunft gar Nicht mehr notwendig sein, »veil wir nach hem Krieg wohl keine vuffischeu Studenten mehr hier haben werden (Zustimmung), die nur hier erscheinen, um später unsere. Industrie zu erschweren. Somit brauchen wir auch in Zukunft keine Ge^ sandtschaft mehr, um diese Russen im Zaum zu hatten. Wa4 ttieben denn diese Gesandten hier überhaupt? Es wird erzählt, daß sie eigentlich nur zwei Schreiben anzuferttaen hatten, das Zw, lasiungs- und Abberufungsschreiben (Heiterkeit). Tie englische Gesandtschaft war eigentlich nur für die Englärü>er selber sehr wichtig, und das war ein Unglück. Der Redner gibt zu, daß die Zulassung auswärttger Gesandten Mi den Burrdesstaaten unbeschränkt fei: die Frage sei aber lediglich vom Gesichtspunkt der Landesrutsresssni aus zu beurteilen. J-sb.snfalls sei die grosse Mehrheit dieses Hauses der Ansicht, daß die Vertreter der feindlichen Mächte in nicht mehr zugelassen werden dürften. Wenn gesagt wird, sie hätten keine Gefahr für uns bedeutet, so heißt das doch die! ^ugen allzu sehr verschließen. Es ist bekannt, daß sie sich unter dem Vorgeben, Wohlfahrtseinrichtungen zu studieren, sich über eine ganze Reihe von inneren Organisationen und Verhältnissen Kenntnis verschafft IjaEten, die ihnen besser vorenthalten wordnc waren, Kenntnisse, die ftn Kriegsfälle von allergrößter Bedeutung sein können (Zustünmung). Es kann doch gar kein Zweifel darüber bestehen, daß es eine Hmrptaufgabe dieser Herren war, nicht etwa Akten zu itudieren, sondern unsere iutnuersn Verhältnisse aus zu- spionieren (lebh. Zustimmung). Das kann man nur vermeiden, wenn man diese Herren nicht mehr zulasst. Wenn wir in Hessen etwas mit Rußland zu verhandeln haben, so kann dies auch mit Hilfe der Reichsbehörden geschehen. Hier halten wir ^ die Herren für überflüssig und für schädlich. Der Herr Staatsministsr hat seine frühere Erklärung eingeleitet mit einem Zitat aus Reuters „Onkel Bräsig", was ich bedauere. So humorvoll jene Erzählung von der Fipigkeit ist, so weiß ich doch nicht, ob es richtig war. sie mit unserer sehr ernst gemeinten, dring- lichen Anfrage in Verbindung zu bringen. Wir wollten damit bezwecken, daß eine schleunige Maßnahme gegen den Älbtransport der Möbel des Lord Aeton getroffen würde. Man hat uns darauf hingewiefen, daß die Freigabe auf einem Mkommen mtt England beruhe, ^.ies konnte aber doch irur^ für die ersten Mmachungen gelten doch nach alledem, was wir inzwischen mit England erlebten, nicht auch noch für Lord Aeton in Darrnstadt (Zustimmung). In unserer Anfrage ist deutlich zum Ausdruck gekommen, daß wir nicht den Wegttansport der Möbel an sich verhinderm wollten, sondern daß der Zeitpunkt dafür der denkbar schlechteste war. Was wir mit England, das sich immer noch als den Beschützer der kleinen, Nationen auffpielt, für trübe Erfahrungen machen mußten, braucht hier nicht näher angeführt zu werden. Mg. Dr. Osann hat früher schon mit Recht auf die unendliche Schandtat im Baralongfall und bei der Zeppelinmannschaft hingewiefen. Und gerade während dies'er Zeit kommt der ehrenwerte Lord Aeton rard verlangt die HerauZgaba seiner Möbel! Möge sich der Herr Staatsmrnifter über den Umfang der Erregung im Volke nicht täuschen, sie ist sehr stark im ganzen Lande und mit der Raschheit, mit der man die Möbel hlergab, hätte man eine genaue Antwort erteilen sollen. Der Redner geht nun noch näher aus die ganze Angelegenheit ein und bemerkt, er könne nicht verstehen, warum man sich so sehr bemüht zeige, dem Lord so schnell wie möglich seine Möbel zur Verfügung zu stellen. Er bedaure, daß die Anfrage an die Regierung nicht dazu geführt habe, die Freigabe in Berlin zu verhindern, und den Gefühlen, die wir gegen das feindliche England hegen,^ Rechnung zu tragen. Das fortgesetzte Entgegenkommen und Freundlichtun mit unseren Gegnern hat noch nie einen Erfolg gehabt. (Lebhafter Beifall im ganzen Hause.) Staatsminister Dr. v. Ewald führt aus, ex habe eine un- dankbareE Aufgabe, er müsse erklären, dass er dem Mittag des Ausschusses nicht zustimmen könne, obgleich er wisse, dass er damit dem allgemeinen Empfinden im Hause entgegentrete. Es komme doch auch einmal lvieder der Friede und dann würden auch die Völker vermEch wieder in ein gegenseittges Verhältnis zu einander tteten und sich verttagen müssen. Da sei es nöttg, daß sich die Regierung für die Zukunft die Hand ftei hält. Er habe geglaubt, so gerecht seiu und anerkennen Ku müssen, dass die Anwesenheit des russischen Vertreters auch uns gewisse Vorteile gebracht habe. Man habe ja früher gerade ein event. Einschreiten der Polizei bei eintretenden Konflikten mit Russen vermeiden, wollen und als vor mehreren Jahren hier ein trauriger Vorfall sich ereignete (ein russischer Student hatte andere herausgefordert und war im Stteit durch einen Sttch tödlich verletzt worden» habe man dankbar anerkannt, daß die Gesandtschaft einttat und den aufgeregten Leuten Zurückhaltung empfahl. Es hätten sonst recht unerwünschte Verwickelungen entstehen können. Der Staatsminister führte weiter aus, daß es sich> hier weniger um eine diplomattsche, als um eine konjutarrsche Vertretung l>andelte. Vor allem sei aber jetzt noch> nicht der Zeitpuntt zur Entscheidung in dieser ganzen Frage gekommen. Er könne es nicht als richtig anerkennen, zu entscheiden, ob man jemand zulaffen wolle, während man noch gar nicht weiß, ob jemand überhaupt zugelassen werden will. Welche Veranlassung Lord Acton hatte, gerade zu jenem' Zeitpunkt seine Möbel zu holen, wisse er nicht, aber ein Zugriff darauf wäre ein Wortbruch der deutschen Regierung gewesen, denn das Mkommen mit England bestand nicht nur zu Anfang des Krieges, sondern es gelte heute noch, und das auswärtige Ami, das Redner auf den Mttansport aufmerksam machte, habe ihm erwidert, daß kein Anlaß zur Festhaltung der Möbel vorliege. Ter Vttnister bemerkt zum Schluß: M. H., Ihrer Entschließung will ich nicht vorgreifen, aber erwarten Sie nicht, daß die Regierung jetzt eine Entscheidung darüber treffen wird, wie diese Frage gelöst werden soll. Damit schließt die Aussprache, das Haus genehmigt die Einnahme des Kapitals mit 4 552113 Mk. und die Ausgabe mit 5 892 238 Mk. und stimmt einmütig dem vom Ausschuß zur Annahme empfohlenen Ersuchen an die Regierung zu. Die Nestkapitel des Verwal tun ^ seta ts werden darnach ohne Debatte genehmigt und ebenso stimmt das Haus den Beschlüssen des Finanzausschusses über Tue einzelnen Kapitel des Vermögensetats zu. Damit ist der S taats v 0 rans chla g von der Zweiten Kammer erledigt bis auf das Kapitel „Direkte Steuern" und das Finanzgesetz, sowie die Abstimmung über den Staatskommissar für die landw. Zenttalkasse, die morgen mit mehreren Regierungsvorlagen zur Erledigung kommen werden. Schluß der Sitzung gegen 2 Uhr. Nächste Sitzung: Freitag früh 9 Uhr. Deutschlands Zoll- und yandelspolitii nach dem Uriege. Gießen, den 24. März. Aus Veranlassung des Kaufmännischen Vereins und Orts- Gewerbevereins sprach gestern abend im Saale des Hotels Großherzog von Hessen Haudetskammersyndikus Dr. Zeidler, hier über die Zoll- und Handelspolittk nach dem Kriege. Aus den klaren und mit großem Interesse verfolgten Llusführungen des Redners geben wir nachstehendes wieder: Bei einein Mick aus die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Reiches steht das handelspolitische Problem mft an erster Stelle. Cs kann keinem Zweifel unterliegen, daß nach dem Kriegs eine ernste Zeit für den deutschen Außenhandel, besonders aber für die Msfuhr, cmbrechen wird. Uebev diese Zeit hinweg- zuhclfen, den deutschen Außenhandel aus dem Kriegszustand in den Friedenszustaub ohne schwere Opfer hinuberzuleiten, ist vor allem Aufgabe der Handelspolitik. Für die Beurteilung der wirtschaftlichen Mssichten nach dem Kriege ist ein kurzer Uebevbffck Wer die Entwickelung des deutschen Außenhandels in den letzten Jahren und seinen Beziehungen zu den Ländern der Wett von WichtigAcit. Betrachtet man ferner den deutschen Außenhandel mit Europa nach den im Weltkrieg sich ergebenden Gruppen der gegen Deutschland feindlichen mit Deutschland verbündeten und Deutschland gegerrüber neutralen Staaten, so ^ergibt sich, dass nach dem uns feindlich gesinnten Ausland der grösste Teil der deutschen europäischen Ausfuhr güu; (-ein Drittel), hingsgen betrug die Ausfuhr nach den mit uns verbimdebsn cÄaaten etwa 14 Pwzent der gesamten Ausfuhr, ivähveud sie sich nach dem neuttaleu Europa auf etiva 26 Prozent der gesamten Msfuhr stellte. HinsickMch der Einfuhr lagen ibtc Verhältnisse ähnlich Unterzieht man schliesslich die Warengattupgen bei der Ausfuhr einer aufm^ksamen Beobachtung, so wird mau sinden, dass bei nahezu allen Ländern, mit bcntit Deutschland in HandÄsverbindung steht, düs Fabrikat überwieyt, während die deutsche Einfuhr auZ Europa ans Rohstoffen, Nahrungsmitteln, halbferttgen und fertigen Fabrikaten O ungefähr zu gleichen Teilen sich zusammenfttzt, die Einfuhr aus Uebersee hauptsächlich aus Rohstoffen und Nahrungsmitteln besteht. Diese statistischen Tatsachen lehren uns einmal, daß die deutsche Industrie, welche hauptsächlich Qualitätsware herstellt, die mrsnahmesLhigeven Märkte der in der europäischen Kultur vorgeschrittenen Welt aussuchen must. Tie eigenartige territoriale Diffevenzierung des deutschen Alchenhandels lehrt uns noch ein zweites: Bis zum Ausbruch des Krieges ist Deutschland, wie bereits gesagt, mit mehr als drei Viertel seiner Ausfuhr aus europäische Länder angewiesen, und seine Einfuhr aus überseeischen Gebieten ist seit 1889 von 21 auf 46 Prozent der gesamten deutschen Einfuhr gestiegen, während der Anteil unserer Ausfuhr, der aus nichtenrvpöische Länder entfällt, sich seit 1889 fast nicht verändert hat. Es erwächst daher für uns die schwierige Auf- ^be, mrs-ere Ausfuhr in überseeische Gebiete entsprechend unserem von dort gestiegenen Bezüge zn vernrehren, um so einen Ausgleich zu schassen, was uns nach menschlichem Ermessen in etlichen der wichtigsten europäischen Länder zunächst verloren gehen könnte. Denn während des Krieges sind zahlreiche Bestrebungen unsevsy Gogner bekannt geworden, welche ausnahmslos darauf Hinzielen, den deutschen Außenhandel dauernd nicht nur von den Märkten der jetzt mit uns im Kriege stehenden Länder, sondern vom Weltmärkte . selbst auszuschalten. Redner gab hierauf eine,: kurzen Heb erblick über all die Mittel icrib Methoden, welche England und seine Bundesgenossen während des Weltkrieges angewandt haben, um die deutsche Konkurrenz fn beseitigen, womit er ein wertvolles und für die Wirtschaftsgeschichte unsever Zeit außerordentlich wertvolles Material lieferte. Wie weit und wie lange nun der auch nach dem Kriege fortbestehende Daß der Völker auf wirtschaftliche Verhäftniffe einwirken wird, läßt sich heute noch rächt übersahen. Es würde aber ein schwerer Irrtum sein, werm man sich dem Gedanken hingeben ivollte, daß bald nach dem Kriege die früheren Handelsbeziehungen unter den Völkern Platz greisen würden. Man muh im Gegenteil allen Ernstes der drohenden Gefahr ins Auge sehen und schon jetzt Mittel und Wege ausfindig machen, wie den Schwierigkeiten auf den Markten des feindlichen Auslandes wirksam begegnet werden kann. Warnende Stimmen, die däe Unmöglichkeit eines Boykotts deutscher Waren darlogen, erheben sich schon sowohl in England wie in Frankreich mtb Rußland. So kann es wohl nach den Aeuherungen von feindlicher Seite ohne Bedenken ausgesprock?en werden, daß. allen Boykottbeftrebrmgen gegenüber das Gesetz immer seine Wirksamkeit betzatte:: wird, daß der WÄthandel ein Austausch von Waren im Gegenseitig Seitsverkehr ist und dah infolgedessen auch England für seinen deutschen dlbsatz, Ruhlnnd für ferne lan^ wirtschaftlichen Erzeugnisse und Frankreich für seine Ansfuhr nach Deutschland nicht so leicht einen Ersatz finden werden. Der mter- nationale Warenaustausch kann eben nur bis zu «mij gewissen Grade von Sftmmrmgsn und VolMeidenschastMi b»e»l stützt werden, da abseits von dieser kimfLichen BeeftMmung des kaufenden Pubtt- kums bestimmte Gesetze den internationalen Handelsverkehr regeln, roelche auch durch eine noch so wcttgehende Organisation des Wirtschaftskrieges grundsätzlich nicht unrgestotzen werden können. Es wäre aber doch nun von Grund aus verkehrt, wollte man sich über die angekündigtsn MotznahNren des feindkchen Ms- landes' einfach mit den: Tröste hinwvgsetzen. dah sich alles nach dem Kriege schon wieder einrenken werde. Man mutz aber dabe: den Handel in bestimmt- Bahnen lenken, d. h. wE muh von Staats wegen in eure systematische Förderung dos Außenhandels eintveten Und da erwächst zunächst als vornchmste A-mgabe sur eine kluge und weitcrusschauende Politik der Abschluß langfrrfttger Handelsverträge. Der ungeheuere Wert von Handslsvevtragen liegt weniger in der Vereinbarung niedriger Zollsätze, als vornehnllich in der Schaffung stabiler Berhältnffse, welche bem Kaufmann, besonders dem Exporteur, eme srchere Kalklllatton für eine Reihe von Jahren ermöglicht Ihr Abschluß wrrd also dre Grundlage für eine neue Betätigung rm Anslande, auch nn seurd- lick.en, chldsn müssen. Den größer: Wert muß dre deutsche Äand«ls- polittk aus einen gut«: Handelsvertrag mit Rußland legen. Denn RuUand äks ein gesichertes Betätigun-gsfeld ftrr die deutsche Wrrt- sckMstskraft übertrifst alle denkbaren Kolonialreiche der Welt. Drcses HarrdclsverlvagsverhÄtnis braucht durchaus nicht ungünstig für Rußland zu sein, derm Hmndelsverttäge sind ja immer gegenscrttg. Bei der Neuregelung der Handelsb^iehungen mit F r a n k r e i ch wird vor allem zu erwägen sein, ob nicht an die Stelle des bisherigen MeistbegünstigungsVertrages ein Tarifvertrag zu setzen ist, in welchem auch Vorsorge zu tteffen ist, daß sich die Zoll- schikanen nicht wiederholen, unter welchen die deutsche Ausfuhr- industrie in den letzten Jahren besonders schwer zu leiden gehabt bat. Und die Regelung des zukünftigen Verhältnisses mit England \xmb ganz von der Frage abhängen, ob England auch zur Schutzzollpolttik übergehen wird, ivovan allerdings kaum noch zu zweifeln ist Für Amerika bleibt nach den Worten eines amerikanischen Gelehrten bei dem heuttgen Stande der Sachlage kein anderer Weg übrig, als möglichst bald die alten Handelsbeziehungen mit Deutschland wieder auszunchnven und nach Möglichkeit zu erweitern. Dadurch allein wird es Amerika möglich werden, am Kriegsende nicht isoliert da-Mstehen, denn es würde sich dann wohl erreichen lassen, daß Deutschland größere Mengen Rohstoffe und Waren von Amerika bezöge und mit dem Geld« einer Kriegsentschädigung' bezahle. Im übrigen wird sich die Zoll- und Handelspolitik Deutschlands nach den Erfahrungen dreses Krieges mehr nach Gesichtspunkten der Freundschaft und guter nachbarlicher Beziehungen orientieren müssen. Wir werden engere Fühlung mit unseres Verbündeten suchen müssen, besonders mit unserem nächsten Nachbar Oesterreich-Ungarn. Bei einen: Wirtschaftsbünd-nis mit Oesterreich-Ungarn handett es sich um ein schwierigeres Problem, als jene, die seinerzeit bei dem Zollverein in Preußen und Deutschland entgegenstandem Die Durchführung des Gedankens kann s:ch aber nur Schritt für Schritt volhsiehen und wird aus beiden Seiten Opfer erfordern. Bei der Abwehr der organisatorischen Boykottbewegung s-Be streb ungen unserer Gegner wird man ferner dem breiten Landstreifen, welcher sich von Berlin über Wien und Sofia nach Konstarrtmopel und von da nach Mesopotamien erstreckt, in wirtschaftlicher Hinsicht eine ganz besondere Pflege angedeihen lassen müssen. Nur darf man fteilrch sich in dieser Beziehung noch nichü allzugrvßen Erwartungen hingeben. Gewiß wird cs bei siegreichem Ausgange des Krieges eine wichtige Mfgabe für uns sein, auch die militärische Bundesgenossenschaft mit Bulgarien und der Türkei wirtschaftlich auszubauen, ganz besonders in Kleinasien und Mesopotamien die Erzeugung für uns so wichtiger Güter wie Getreide, Baumwolle und Wolle, sowie Petroleum möglichst zu fördern. Aber die Erfahrung, daß der alte Satz „Gut Ding will Welle haben", im Morgenlande doppelt und dreifach gllt, wird auch durch den Krieg nicht umgesdoßen werden. Ter Weg Antwerpen- Bagdad darf also nicht der einzige bleiben; Deutschland muß sich den-Wog über die Nordsee neu erobern, cs darf nicht daran denken, den Kamps un: den Weltmarkt irgendwie aufzugeben. Dentscst land «muß den Kamps init den: ersten Tage wieder ausnehmen, au welchem der erste deittsche Handeksdampfer den heimische:: Hasen verläßt. Im Hinblick aus dieses Ziel mutz eine kluge und wert auss (bauende Jost- und Handelspolitik nach wie vor die denkbar beste Pflege den überseeischen Beziehungen angedechen lassen, deven Nvtnnckigksit in der überzeugendsten W^je bereits in erner Denkschrift des ReickMrarineamtS ans dem Jahre 1914 trenend Ausdruck gegeben wird. In dieser Beziehung kann uns England vorbildlich fern. Nicht die starke Flotte allein hat England groß gemacht, sondern eine we-itschauende großZügrge Wirtschaftspottttk, eine praktische ylnwendung und Erprobung des alten Erfahrungs- schtzes „der Handel folgt dem Kapitale" im größten Stile. L^irch Investierung großer KkprtaKsn in überseeischen L«chern hat England es stets verstanden, sich den maßgebenden Einfluß aus dre Absatzgebiete z-u verschaffen. Es könnte daher auch für den deutsä-en Handel nichts gefährlicher und verderblicher sein, als unser Kapftal aus überseeischen Unternehmungen zurückzuz-iehen. Ern beständiges und inniges Zusammenarbeiten des deutsche n G ro ß- kapitals mit dem Exporthandel muß bre Forderung des Tages bilden. Eures der vielversprechendsten MerseeMen Absatzgebiete, auf dem sich deutsches Kapftal ersvlgrerch bettürgen kann, ist das chinesische Reich. Tie Wiedergeburt des alten chinesischen Reiches im Geiste unserer Zeit wird die Handelsverhaltmsie der gnzen Welt beeians lassen, und an uns wird es sein, zu ent- sckvchei:, wie weit wir daraus Vorteil ziehen wollen, mid) über Stambul und Bagdad tzchrt der Weg nach Peking. ,Em neues und zukunftsreiches Feld wirtschaftlicher Betätigung bretet ferner Persien. Es hat sich ja im Laufe der Zert gezeigt, datz Persreü aus eigener Kraft nicht in der Lage ist. die vorhandenen Ertragsquellen zur Entfaltung m bringen. So liegt nach denr Gesagten zu erner triiben Beurterlunsi d^ kürrftigeu Eirtwickelung unsere* WclthcurdclsinteMkerr kern lvrmro vor. Nur das eine muß als Bedingung gefordert lverven, daß das Deutsche Reich sich kraftvoller als s.ert^ her hinter den deutschen Kaufmann ber ferner Betätigung auf dem Weltmarkt stellt. Iftrsere drplo^ matische und konsularisch)« Vertretung im Auslände muß mehr vom kaufmännischen Geiste drrrchdrungen sein. Es rst werter unvedurgr erforderlich:, den anderen Völkern Aufklärung über uns zu verschaffen, ihnen ein richtiges Blld unserer Bestrebungen zu geben, sie das deutsche Wesen verstehen und deutsche Kultur schätzen zu lehren. Zu diesem Zwecke muß nach dem Frieden erne ßtofr* zügige Bearbeitung des internationalen dtachrrchterrdrenstes und Beeinflussung der Presse des Auslandes, die unsere Ferndc uns zum Schaden schon seit Jahrzehnten betriebe:: haben, euu- setzen. Und der deutschen Handelsschiffahrt muß smlretz- lich diejenige Sicherheit gegeben werden, deren fte beda^ wenn sie auch nach dem Kriege in der Enttoickelung fortschretteü soll, welche sie während der letzten Jahrzehnte so glänzend vollführte. Und diese Sicherung, ohne welche sich das Kaprtal von der Schiffahrt abrvenden ivürde, ist e i n e st a r k e Kr i e g s f l v t t e. Mit der Förderung unseres Außenhandels mutz aber erne Erstarkung unseres inneren Marktes gehen. Und da muß die. erste Forderung lauten, daß der rnUmdrfche Martt dem freien Wettbewerb des Auslandes nia# sofort nach dem Frieden frei gegeben wird, solange lverbe noch nicht in der Lage ist, ihn selbst zu decken. Da Deutschiano bei Kriegselll>e ein rohstoffarmes La:ch sein wrw, so wüsten Sck-utzmaßregeln so lange getroffen werden, bis dre deutfche vsnou- strie im Besitze derjenigen Rohstoffe ist welche cs rhr ermöglichen, zunächst die Bedürfnisse des inländischen Marktes zn befrrttngen und auch den Wettbeiverb mit dem Ausland wieder aufzuneynren. Eine dauernde Stärkung des inneren Marktes wird aber erst gewährleistet durch eine weitaus schauende Verkehrspvlitik. Dre Erfahr mrgen des Krieges dränge:: mit geradezu gebieterrsaiier Notwendigkeit zu einer grundlegenden Aenderung nicht :rur unserer Eisenbahn- sond>ern auchunserer Wasserstraßen- Politik. Tie Zusammenfassung aller Verkehrsftagen unter einem einheitlichen Wille::, Schaffung eines R e i ch s v e r k e h r s m r n r- steriums, dem die Eisenbahnen und Wasserstratzen unterstehen, muß die Forderung sein, lvelche loir als Lehre aus diesem Kriege mit tu den Frieden hin übernehmen muffen. Und nun noch ern Letztes: Soll unsere Handelspolitik und Verkehrspolrttk vvn vollem Erfolge gekrönt sein, dann müsse:: wir es lernen, noch d e u t f che r zu denken und zu handeln als seither, denn daran haben nur es in der Vergangenheit oft genug fehlen laffen. In lausten Friedensjahren haben wir uns, so schloß der Rwrier, weil wir allezeft den Frieden wolltm, ruhig, doch bel>arrlrch gerüstet zum Kriege. So wollen wir uns jetzt mit gleichem Erfer und derselben Zuversicht rüsten für den ehrenvollen Frreden. In ihm auch für des Vaterlandes Wirtschaft festzuhalterr, was gut und groß war aus vergangenen Tagen und damit fest und dauernd zu veveinen, was immer au erhebenden inneren Werten uns neu beschiedeir ward im Sturm und Wetter der gewaltigen Zeit, das dünkt uns echte und rechte „Deutsche Arb erst. Am Schlüsse dankte Professor Krausmüller im Namen er beiden Vereine dem Redner für seine klaren 'und feffelnden Lusftchrungen. Märkte. fc. Frankfurt a. M. Viehhofm arktbericht vom 23. März, llustrieb: Rinder 135 (darunter Ochsen 32, Bullen 3, Kühe und Färsen 100), Kälber 213. Schafe 54, Schweine 0. Marktverlaus: Kälber und Schale werden ber lebhaften: Handel schnell abgesetzt. Kälber. feinste Mastkälber ...... . Mittlere Mast- und beste Saugkälber Geringere Mast- und gute Saugkälber Äeringe Saugkälber. Schafe. Weidemaslschafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel Preise für 100 Psd Lebend- Schlacht gewicht. Mk. 135—138 130—135 120-125 113-118 Mk. 225 -230 217—225 204-212 192-200 192-00 200-00