Nr. 56 Zweites Blatt *66. Zahrgang Erschein tLgUch mit Ausnahme deS Somttags. D,e „Tietzener FsmilienblStter" werden dem .Anrelger* viermal wöchentlich beigelegt, das „LreiÄiatt str den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die ..LandWirrfchaftlichen Stil- ir«-err" erscheinen monartich zweimal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Dienstag. 7. März *9*6 Rotationsdruck nnd Verlag der Brühl'jchea Universitäts - Buch- und Steindrrlckerei, R. Lange, Dießem Schkiktleitung,Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul» sttaße?. Geschäftsstelle u.Verlaq:L-^51,Schriftleitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Das Guittungsftempelgejetz. Berlin, 6. März. (WTB.) Der dem Bnndesrat vor--' gelegte Entwurf eines Q ui tt un g s st-emp e l g e setzes wird heute in der „Nordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht werden. Ueber ben Inhalt des Gesetzentwurfs erfahren wir nachstehendes: Dem Qn.ittungsstempel sind grundsätzlich unterworfen alle Wertumsätze, die sich in einer Zählung Ausdrücken, mit-^ hin der gesamte Zahlungsverkehr, einerlei in welchen Formen er sich ^bwickelt. Es ist jedoch darauf Be^ dacht genommen, daß der sogenannte „bargeldlose Zahlungsverkehr", an dessen Förderung ein gesamt-- wirtschaftliches Interesse besteht, auch dann durch den Quittungsstempel nicht stärker als der Bargeldverkehr getroffen wird, wenn sich ein nnd derselbe Wertumsatz in der Mehrzahl in bankmäßigen Uebertragungen vollzieht. Gegenstand der Besteuerung ist beim Barverlehr die Quit-- tung über eine Geldzahlung oder die Tilgung einer Geldschuld; beim bargeldlosen Verkehr im wesentlichen die Bescheinigung über die erfolgte Gutschrift des überwiesenen Betrages an den endgültigen Zahlungsempfänger. Der Sche ckstemp el, der bisher eine Sonderbelastung des bargeldersparenden Zahlungsverkehrs ausmachte, kommt mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Quittungsstempels in Wegfall. Frei vom Quittungsstempel sind Zahlungen von 10 Mark und darunter. Der Quittnngsstempel ist als Feststempel gedacht. Gr beträgt 10 Pfennig bei einem Betrage von mehr als 10 und nicht mehr als 100 Mark, 20 Pfennig bei Beträgen von mehr als 10Ü Mark. Abgesehen von Zahlungen bis zu 10 Mark sind eine Reihe von Zahlungen vom Quittnngsstempel freigestellt, teils zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung, teils in Rücksicht auf eine glatte Abwickelung des Zahlungsverkehrs, teils anssErwagungen sozialer Natur. In letzterer Beziehung kommen vor allem folgende Steuerbefreiungen in Betracht: Arbeits- und Dienstlohn., Gehalt und sonstige Dienstbezüge, Ruhegehalt, Witwen-, Waisen- und Elterngeld; Zahlungen auf Grund der Reichsversicherung, Zahlungen auf Grund einer gesetzlichen Unterhaltungspflicht, Unterstützungen, Krankengelder und ähnliche Zahlungen ans öffentlichen und privaten, nicht auf Gewinn der Unternehmer berechneten Kassen und Anstalten; Zahlungen für Wohnungsmieten, sofern der Mietzins, auf ein Jalxr berechnet, 360 Mark nicht übersteigt. Die Durchführung des Grundsatzes, daß — von den vorbezeichneten Maßnahmen abgesehen — der gesamte Zahlungsverkehr dem Quittnngsstempel unterliegen soll, ist erforderlich zur Erzielung des Betragesvon80bis 100 Millionen Mark, der aus dieser Abgabe erwartet wird; sie ist möglich nur im Wege des Quittungszwanges, der seinerseits die Wirkung hat, der von dem Quittungsstempel ohne Quittungszwang zu befürchtenden Rechts- unsicherheit vorzubeugen. Der Quittungszwang greift nicht Platz für diejenigen Zahlungen, die von dem Quittungsstempel befreit sind; außerdem ist der Quittungszwang nicht Fünfprozentige Deutsche Reichsanleihe z> 88.58 oder Viereinhalbprozentige auslosbare Deutsche Reichsschatzanweisungen zu 85 Die Kriegsanleihe ist das Wettpapier des Deutschen Volkes die beste Anlage für jeden Sparer, sie ist zugleich die Waste der vaheimgediiebenen gegen alle unsere Feinde, die jeder zu Hause führen kann und muß, ob Mann, ob Frau, ob Kind. Der Mindestbetrag von Hundert Mark, bis zum 20. Juli 1916 zahlbar, ermöglicht Jedem die Beteiligung. Man zeichnet bei der Reichsbank, den Banken und Bankiers, den Sparkassen, den Lebensoersicherungsgesell- schäften, den Kreditgenossenschaften oder bei der Post in Stadt und Land Letzter Ieichnungstag ist der 22. März Man schiebe aber die Zeichnung nicht bis zum letzten Tage auf! Alles Nähere ergeben die öffentlich bekanntgemachten und auf jedem Jeichnungsschein abgedruckten Bedingungen. vorgesehen für Zahlungen zur Gewährung von üblichen Gelegenheitsgeschenken, Almosen, Beiträgen zu Sammlungen für mildtätige, gemeinnützige und kirchliche Zwecke, ebenso nicht für Geldzahlungen zwischen Familienangehörigen. Im bargeldlosen Zahlungsverkehr paßt sich der Quittnngsstempel den Formen an, in denen dieser Verkehr sich vollzieht. Es ist hier zu unterscheiden zwischen Wechsel- und Scheckverkehr nnd dem Kassenführungsverfehr der Banken, der den Zahlungsüberweisungsverkehr in sich schließt. Der Wechselstempel, der von dem Wechsel als Kreditinstrument erhoben wird, bleibt von^ dem Quittnngsstempel unberührt. Dagegen soll der Scheckstempel, wie erwähnt, nunmehr aufgehoben^ werden. Wenn Wechsel und Schecks oder diesen gleichgestellte Papiere in Zahlung gegeben werden, ist hierüber eine v e r st e u e r t e Quittung in gleicher Weise wie bei Barzahlung auszustellen. Dagegen soll die Einlösung des Wechsel-Quittungsstempels frei sein; desgleichen die Einlösung des Schecks, soweit sie. durch Gutschrift, also unter Vermeidung von Barauszahlung, erfolgt. Im Kassenführnngsverkehr, also in einem Verkehr, in dem der Zahlungsausgleich durch Gutschrift oder Lastschrift auf Konto des Guthabeninhäbers erfolgt, sind zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung desselben Zahlungsvorganges nur Gutschriften für steuerpflichtig erklärt, Lastschriften aber frei. In der gleichen Absicht ist auch Fürsorge getragen, daß, wenn ein Geldbetrag von dem Konto eines Privatruuden der Bank auf das Konto eines Privatsunden einer anderen Bank überwiesen wird, der Zahlungsausgleich zwischen den Banken sich steuerfrei vollzieht. An die Stelle der Besteuerung von Bescheinigungen über Gutschriften kann der Bundesrat auch eine andere Form der Entrichtung gestatten, insbesondere die Abrechnung auf Grund von Abschreibung ans die Konten. Gänzlich unberührt von dem Quittungs- stempelgesetz bleiben Zahlungen im Zahlungsvermittlungs- verkehr der Post, also im Postanweisimgs-, Postnachnahme- unb Postanftragsvertehr, die Einziehung des Zeitnngs- bezngsgeldes, sowie Zahlungen, Gutschriften und Lastschriften im Postscheckverkehr, endlich Zahlungen von Gebühren im Post-, Postscheck-, Telegraphen- und Fernsprechverkehr. Die Heranziehung zu der steuerlichen Belastung soll hier durch eine gleichzeitig vorgeschlagene außerordentliche R e i ch s a b g a b e erfolgen, die gleichzeitig mit den Post- und Telegraphengebühren nach den für diese geltenden Vorschriften erhoben werden soll. Uriegsbrrefe aus dem Westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.'» Das erbitterte Ringen um das Dorf Douanmont. Großes Hauptquartier, am 4. März 1916. Der Verlust des Dorfes Douauuwut traf die Franzosen, die mit der Verwechselung der gleichnamigen Panzerfeste und des befestigten Dorfes ein volksbetrügerisches Dovpelsviel trieben, gerade in dem Augenblicke, wo Präsident Poincars im Auto hinter der Front erschienen war, um die Truppen durch Ansprachen zur Tapferkeit anzuseuern. Die französischen Berichte heben selbst hervor, daß im Dorf Douanmont erbittert im Nahkampf gerungen worden ist. . . . Das nun durch die deutsche Artillerievorbereitung völlig in Trümmer gelegte Dorf war eine kleine Gemeinde von etwa 260 Einwohnern, deren Hauptstraße, die sich im Süden des Dorfes von West nach Ost hinzieht, etwa 300 Meter lang ist, während der größere Komplex der Gehöfte sich um die nördlich zur Kirche führende einzige Nebenstraße gruppiert. Am Ost- cingange der Hauptstraße münden die beiden Bergstraßen, die steil von der Panzerscste des Douaumont und der westlich anschließenden Batterien des Ouvrage de Thiaumvnt heruntersühren. Mehrfach ist es den immer neue Truppen in das Handgemenge werfenden Franzosen gelungen, wieder an den Rand des Dorfes vorzukommen, bis wir in starkem Vorstoße nach Süden und Westen vorwärts kamen. Die Dresdner Uraufführung der „Toten Augen" von -Albert. Aus Dresden wird uns geschrieben: Auch die neue Oper Eugen d'Alberts „Dic toten, Aügen". die ,ant 5. März in der Königlichen H o s o perl ihre Uraufführung erlebst, wird ihren Bühnenerfolg finden, wie ihn „Tiefland" in so ungewöhnlichem Mäße fand. Tenn auch in diesem neuen Werke ist d'Albert der glänzende, alle Mittel virtuos beherrschende, aller Wirkungen sichere Theatraliker. Er bleibt es, obwohl die Textdichtung, die Hanns Heinz Ewers nach einer Idee von Marc Henry geschrieben hat, tiefere und edlere Werte zu gestalten gäbe. Sie rührt in mehr als einem Gedanken an Ties- menschliches, rwmt sie es auch stark veräußerlicht gibt. Tie Handlung, die in eineni Akt zuscrmme«gedrängt ist, ist diese: Tie blonde Myrtocle sehnt sich danach, den geliebten Gatten, dar sie sich schön wie einen Gott vorstellt, sit sehen. Der Gatte Aroesius aber ist häßlich. Er tragt cs auch nicht, der Geliebten der: Traum von ferner Schönheit zu zerstörest, dabei um sein eigenes Glück mehr bangend als intt das ihre. : Durch ein Münder wird Myrto-cle sehend; der in Jerusalem einziehende Jesus heilt die Blinde. Myrtocle und Arcesius werden durch dieses Wunder an den Abgrund ihres Schicksals geführt. Myrtocle sieht Tod und Entsetzen: In dem jungen schönen Freunde ihres Gatten, dem Hauvtmann Galba, der sie heimlich liebt, meint sie, ihren Galten zu erblicken. Ist leidenschaftlichem Begehren stürzt sie ihm tkmgegen und Galba, der sich erst wehrt, kann nicht widerstehen und schließt die Geliebte in die Arme. Bei diesem Anblick bricht Arcesius, den die Kunde von dem Wunder an der Gattin der Verzweiflung nahegebracht, wie eiu Tier aus seinem Beckstle'ck, in das er sich vor der sehenden Myrtocle verkrochen hat, und erwürgt den Freund. Myrtocle erfährt durch ihre Sklavin die Mahrheü über Arcesius und Galba. Aus ihrer entsetzlichen Seelennot findet sie in ihrer Liebe die Kraft zu dem Opfer: um den Gatten weiter lieben zu können, um ihm sein 'Glück und sich das ihre zu erretten, läßt sie sich von den Sonnenstrahlen blenden, und wieder blind, glaubt sie wieder an ihr Glück. Schon die flüchtige Skizzierung des Inhalts zeigt die Schwäche dieses Vorwurfes. Die Tragik der Häßlichlkett steht auf der einen Sette, die Opfer kraft der Liebe ans der anderen. Aber die Verfasser lassen es bei der Gegenüberstellung, eine tiefere Ausdeutung haben sie nicht versucht. Ebenso ohne inneren Wesens Zusammenhang mit diesen Schicksalen steht die Wimtderhettmrg, steht die Lehre Jesu, die Maria von Magdala verkündet. Das durchs Opfer neu errungene Glück der beiden Gatten hat nichts innerlich lieber- zeugendes gewonnen. Bedrückt entläßt uns die Handlung. Und auch der gute Hirte, der, sein gerettetes Schäslein auf der Schulter, gleichnishast über die Bühne ^wandelt. bleibt ohne jede innere Beziehung zu dem Geschehen. So bleibt von der ganzen Textdichtung eine geschickte, in ihrer Wirkung sichere Theatralik, die ein äußerliches Spiel mit tiefen Gleichnissen treibt. Ter Komponist hat die tieferen Werte in diesem Vorwurf nur an einzelnen Stellen aufklingen machen. Am innerlichsten ist er dort, wo er die Seelennoit des um sein Glück zitternden Arcesius darzustellen hat. Das Dramatische des Vorganges ist voll packender Steigerung gegeben. Für Myrtocle hat der Komponist mehrere wohlklingend instrumentierte, süßmelodische Lieder erfunden. Eindringlich gestaltet er ein glühendes Zwiegespräch der Gatten. Et illustriert wirkungsvoll die Vorgänge, die Erregung der Menge beim Einzug Jesu, die magische Stille vor dem Wunder, die Wunderhandlung durch einen sirrend wiederholten Hellen, anschwellenden Geigentost. Er charakterisiert in grotesken Figuren einen ägypttschen Wnndevarzt, er untermalt dumpf den Vorgang des Erwürgens, nnd den J'ubel der Sehenden läßt er in mächtigen Orchesterschlägeu losbrechen. Aber die motivischen Einfälle sind nicht bedeutend. Das Orchester frettich ist bei allein Aufgebot an Klangmitteln mit der Vornehmheit des überlegenen Könnens behandelt. Tie sinnliche Kraft nnd Pracht der „Salvme"-Partitur. auf die d'Albert schon durch die stofflichen Anklänge hingewiesen wurde, ohne sich aber abhängig zu machen, erreicht er dabei nicht, es bleibt eine Sprödigkeit, die an mehr als einer Stelle völlig kühl läßt. Dabei hat Reiner, der die musikalische Leitung hatte, bei der Uraufführung alles hevausgeholt, was aus der Partitur zu holen war. Tie Darstellung war hinreißend, das szenische Bild von starker Wirkung. Helena Forti spielt die Myrtocle mit der ganzen Meisterschaft ihrer Tarsteilungsknnst, die sie als Sängerin freilich nicht erreicht. Plaschke gab den buckligen und lahmen Arcesius, erschüttenrd in seinen Ausbrüchen. Lieblich war die Arsinoe der Grete Merrem-Nikisch, und eine settrcr charak ; tcristischsten Figuren stellte Hans Rüdiger üt dem ägyptisclien Eharlatan aus die Bühne. Tollers Spielleitung, die auch die Massen geschickt, wenn auch etwas pedantisch bewegte, verdient volle Anerkennung. Es ist kein Zweifel, daß bei einer so eindrucksvollen Aufführung das neue Werk des erfolgreichen d'Mbert überall seine starke, äußere Wirkung ausüben lnird. A. G. — Die „Babinische Republik". In früheren Jahrhunderten bestanden recht häufig an den Höfen Narren- und G e ck e n - O r d e n, Vereinigungen von Hofbediensteten, Edelleuten und hohen Beamten, die sich zur Ausgabe gemacht hatten, die Narrheiten der Jett und verschrobene Ansichten zu geißeln. Die Verhandlungen dieser Narren-Orden und deren Veröffentlichungen vertreten gewissermaßen unsre Witzblätter. Einer der berühmtesten dieser Orten war die „Babinische Republik", eine Narrenvereinigung von polnischen Großen und Adligen, die im Jahre 1564, also vor etwa 350 Jahren, gegründet wyrde und sehr lange bestand. Den Namen erhielt die Vereinigung von einem Gutsbesitzer, der ein Landgut mit Nam-en Babin hätte; da aber int Polnischen Baba ein altes Weib heißt, so hatte der Name der Vereinigung auch noch eine Nebenbedeutung. Die „Ba- binischc Republik" richtete sich ein Statut ein, das ganz 'den Zuschnitt einer Monarchie hatte. Es gab da einen König, einen Reichskanzler, Erzbischöfe, Bischöfe, Fürsten, Reichsräte usw. Nach und nach gewann dieser polnische Narren Orden immer mehr Anhänger. Jedermann unter den polnischen Großen bemühte sich, Aufnahme zu finden. Da aber die Statuten vorfch rieben, daß mir solche Personen ausgenommen iverden könnten, die schon irgend eine große Narrheit begangen haben, so sott es öfter vorgekommen kein, daß Adlige und hohe Beamte nur irgend einen losen Streich begingen, um die Ausnahme zu erzwingen. Schließlich wurde die „Babinische Republik" so mächtig, daß sich ihre Mitglieder rühmen konnten, ihre „Republik" sei mächtiger als alle Monarchien. Sie wurde beinahe zu einem Staat im Staate, und ihre satirischen Veröffentlichungen erzeugten mehr Furcht als staatliche Dekrete. Alles, was nur irgend das staatlickic und öffentliche Interesse anging, einzelne Handlungen von Privaten und die gesamte Lebensweise von Personen, die in der Oeffentlichkeit wirkten, kam vor das Forum dieses polnischen Narren-Ordens, wurde liier besprochen und ging dann in beißenden Satiren von Mund zu Mund. Auch die Mitglieder des Narren-Ordens selbst batten keine Schonung zu erwarten, wenn sie irgend eine Dummheit begangen hatten . oder wenn ihr öffentliches Auftreten nicht den Wünschen der übrigen Mitglieder entsprach. Durch diese Bereinigung soll viel Gutes erreicht worden sein: denn die »mitverzweigte Gesellschaft dev „Babinischen Republik" erfuhr alles und scheute sich nicht, ^Narrheiten und Uebcvgrisse durch Witze nnd Satiren zu geißeln. Die „Babinische Republik" scheint ziemlich lange existiert zu lmben. Das Jahr ihrer Auflösung kann jedoch heute nicht mehr sestgestellt werden. * Die MruriLürnsverjchürenLmlg der Franzosen bei Douaumonl. Großes Hauptquartier, am 5. März 1916. Durch den Raumgewinn der bisherigen Schlachttage hüben wir es erreicht, daß die Kanrpffront nördlich von Verdun verkürzt worden ist. Naturgemäß ergibt sich die Notwendigkeit, die neu errungene Front, die in unmittelbarer Fühlung mit dem Fortsgürtel steht, durch Umfassende Arbeiten auszubauen und gegen jeden Angriff haltbar zu machen. Der umfassend angesetzte französische Gegenangriff hat nirgends an Boden gewinnen können, und die Franzosen begnügen sich damit, möglichst lebhaftes Artillerief euer unter gewaltiger Munitionsverschwendung zu unterhalten. So haben sie namentlich in den frühen Morgenstunden des heutigeir Tages versucht, durch das auf den Douaumont vereinigte Feuer die von ihnen selbst mit so großem Auf- wande hergestellten Befestigungen zu zerstören. Der nach dieser Vorbereitung zu erwartende Jnfanterieangrisf blieb aber aus. W. S ch e u e r m a n n, Kriegsberichterstatter. Aus L)esseu. Förderung des Handwerks. Am Mittwoch fand auf Einladung der Handwerkskammer eine Besichtigung der infolge der Vermittlung von Heeresliefernngen getroffenen Einrichtungen der Ver- dingnngsstelle der Handwerkskammer, Handwerker-Zentralgenossenschaft, statt. Atrwesend waren n. a.: Minister des Innern, von H o m b e r g k, Ministerialrat S ch l i e p h a k e, Kreisamtmann Dr. von Köbke, Oberbürgermeister Glässin g, der Amtsvorstand und die technischen Leiter des R e s e r v e -- Be k l e i d u n g s a m -- tes 18. Armeekorps M ainz-Kasiel, der Amtsvorstand des Traindepots zu Darmstadt, der Vorstand Großh. Zentralstelle für die Gewerbe und der Handwerkskammer zu Darmstadt, sowie der Anfsichtscat der Handwerker-Zentralgenossenschast. Der Vorsitzende, Gewerberat Falk, begrüßte dü Erschienenen imd gab einen lleberblich Mer die seinerzeitige Gründung der Genossenschaft imd die jetzige Wermittlungstätigkeit der Handwerkskammer, sowie die Tarrchführung her Heereslieferungen durch die Verdingungsstelle der Handwerkskammer. In diesem Institut, das bereits im zweiten Jahre des Bestehens der Handwerkskammer ins Leben gerufen wurde und jetzt zur Verdingungsstelle aus- gebaut ist, besitzt die Handwerkskammer seit längeren: eine handwerksfördernde Einrichtung auf genossenschaftlicher Grundlage, wie sie infolge der Kriegsverhältnisse im gesamten deutschen Handwerk jetzt angestrebt wird. Tie Genossenschaft verfügt über die nötigen Geldmittel, über reiche Erfahrung sowie über ein kaufmännisch geschieltes Personal, wird also allen .Änforderirngen gerecht. Es war damals, bei der Neuheit der 'Sache, nicht 'so «ganz einfach, dieses Gebiet zu betteten,^ auch waren größere Geldmittel aus Handwerkskreisen zu beschaffen, aber es sollte irnd mußte auch auf materiellem Gebiet etwas Durchgreifendes geschehen, sollte dem Handwerk prakttsch geholfen werden. Der Vorsitzende dankte hierauf allen Stellen, mit denen die , Handwerkskainmer bei Bermtttlung der Heeresanfttäge in Verbindung stand, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Kammer und ihrer Verdinguugsstelle auch weiterhin das Vertrauen der Behörden erhalten bleche, um so mehr, als sie berufen seien, auch nach Friedensschlnß durch Fürsorgemaßnahmen für die aus dem Kriege Zurückkehrenden sich zu betätige::. Auch den staatlichen und kommunalen Verwalttmgen, die während des Krieges Arbeit zur Verfügung stellten, galt sein Dank. Syndikus Schüttler erstattete eingehenden Bericht über die bis jetzt übernommenen Heeresliefernngen, sowie über den er. Staich der noch Wetter mit verschiedenen militärischen Stellen ein- geleiteten BerhMÜtungen. Ten: Handwerk jetzt und, auch nach Friedensschluß Arbeit und Berdiensttnöglichkeit zu beschaffen, sei von allen Fürsorgemaßnahmen die wichtigste, nicht nur in materieller, sondern auch in ideeller Hinsicht. Auch er dankt für das Entgegenkommen der einzelnen Stellen und bittet, der Kammer das Vertrauen erhalten zu wollen. Direktor P a e ch gibt einen ausgedehnten und belehrenden Ueberblick über die Einrichtung der .H'andwerker-Zentralgenossen- schaft und deren bisheriges und jetziges Arbeitsgebiet, sowie längere Darlegungen über die geschäftliche Durchführung der Heereslieferungen, die besonders für das Schneiderhandwerk, das Wagner-, Schmiede- und Sattler-, sowie auch das Schuhmacher- Handwerk beschafft werden konnten. , Auch er betont, daß diese Aufträge nur durch das Entgegenkommen der Behörden zu erlanren waren, daß aber durch die getroffene Organisation weiten Kreisen des hessischen Handwerks während des Krieges Arbeits- und Verdienstgelegenheit zugeführt werden konnte. Exzellenz v. Hom bergt gbt sicher Freude über de e solg- reiche Tätigkeit der Handwerkskammer und ihrer Verdingungs- stelle Ausdruck, die eine richtige 'handwerksfördernde Tätigkeit entwickelt 'haben. Das hessische Handwerk müs'e den Mil: är- verwaltungen dankbar sein für die reiche Zufuhr von Arbeitsgelegenheit, und auch er könne die Versicherung geben, daß die hessische Regierung in jeder Weise die Bereitstellung von Arbeit für die kommende Friedenszeit fördern werde, und daß besonders alle Organisationsbestrebungen im Handwerk den wärmsten Beifall der Regierung fänden. Der Amtsvorstand des Reserve-Bekleidungsamts 18. Armeekorps. Oberstleutnant Allardt, bemerkt, daß er es als Pflickst der Militärverwaltung bettachte, dem Handwerk Arbeit und Verdienstgelegenheit zu bieten und es sei ihm eine Freude, aus den Darlegungen entnehmen zu können, in welch großem Umfange dies gelungen sei. In seiner Tätigkeit habe er die Mitarbeit der Handwerkskammer schätzen gelernt und er danke für die der Militärbehörde wertvolle Unterstützung. Auch die wachsende Tätigkeit der handwerklichen Organisationen begrüße er :md hoffe, daß das gute Einvernehmen zwischen Militär- und Zivilbehürden auch weiterhin bestehen bleibe. Was in seiner Macht liege, werde er, soweit es möglich sei, dem Handwerk auch nach Friedensschluß Arbeit zu- weisen. Hieran schloß sich die Besichtigung der in der Neckarstraße 3 befindlichen enveiterten Betriebsräume der Handwerker-Zentralgenossenschaft, derer: Verlauf allgemein befriedigte, was in den verschiedenen Ausführungen sich kundgab. Besonders wurde lobend anerkannt, daß es sich hier nicht lediglich nm Anregungen und Vorschläge drehe, sondern daß die Sache prattisch angesaßt worden sei und überall Anpassungsfähigkeit und ein gesunder, frischer Wagemut sich zeige, ohne den es eben keinen praktischen Erfolg gebe. Märkte. Gießen, 7. März. Marktbericht. Auf dem heutiger: Wochemnarkte kostete: Butter das Psd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 17-00 Pfg., Käse das Strick 8—10 Psq., Kasematte 1 Strick 3-0 Pfg., Kartoffeln der Zentner 3,75 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 28 Pig., Spinat 25-30 Pig. das Pfurrd, Wlrsing 15 bis 20 Pfg. das Stück, Gelberüben 00-00 Psenrrig das Pstrrrd, Rotkraut 00-00 Psenrrig das Stuck, Rosenkohl 25—30 Pfg. das Pfund, Welßkrarrt 20—25 Pfg. das Stück, rote Rüben 0—0 Pfg., Zwiebeln das Pfund 20—25 Pfg., Nüsse 100 Stück 00-00 Pfg., Blumenkohl 00-00 Pserrnig, Sellerie 0-00 Pfennig das Stück, Grünkohl 20—25 Pfg., Feldsalat 10—12 Pfg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. ke. Frankfurt a. M. Viehb off Marktbericht vom 6. März. Auftrieb: 711 Rinder (darunter Ochsen 102, Bullen 28, Färsen urrd Kühe 581), Kälber 123. Schafe 1, Schweine 4. Preisnotierung fand kei'..e statt. je. Frankfurt a. M, 6. März. Frucht- und Futter- m t t t e t irr a r k t. Die Situativ' ist gegerr die Vorwoche unverändert. Rach guten Futtermitteln herrscht lebhafte Nachfrage, dre nicht befriedigt werden kann, da rast nur Erfagrurtermiltel an den "Markt konrmen. Man hört folgende Preise: Haiererfatz 62 Akk., Rerskleie 35 Alk., Spelzsprernnehl 25-27 Pik., Malsgrteß 104 brs 106 Mk, Biertreber 73-75 Mk. Alles per 100 Kilo. ke. Frankfurt a. M., 6. März. Kartoffelmarkt. Kartoffeln ab Versandstation m loser Ladung per 100 Kilogramm 6,10 Mk. _ Bekanntmachung. Betr.: Erweiterung des in Offenbach bestehenden Schweine- und Kleinviehmarktes durch einen Grostviehmarkt. Wir machen Interessenten darauf aufmerksam, daß aus dem Schlachthol Ofsenbach der seither bestehende Schweine- und Kleinviehmarkt auch auf Großvieh ausgedehnt ist. Gießen, den 6. März 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e. Das schöne, strahlendweiße Licht und die große Stromersparnis gegenüber gewöhnlichen Metalldrahtlampen sind die Lauptvorzüge der neuen Wotan-Lampen Type „G ü * Für jede elektrische Lichtanlage mit Vorteil verwendbar. Man verlange Informationsmaterial bei den Installateuren und in den einschlägigen Geschäften. Beim Einkauf beachte man die gesetzlich geschützte braune Marke auf der grünen Verpackung und die Marke auf der Lampe. In Gießen erhältlich beimElektrizitätswerk nndin allen besscrenJuitallationsgeschäflen._is«s§ Rheumatische Schmerzen, HexenschuB ;i Reißen, In Apothaken Fl. M 1,40; Doppelfl. M MKWW Alicestraße 11 i Wohnung zu verm. (76 Näheres daselbst 1. Stock. 6 Zimmer Ost-Anlage 39 J s r c d h . t . n enzeitL einger.sonnige 8-2. j Ws&auj. m. Zubeh., Badez. u. )Gartenant.f. 1. April z. verm. !Näh. Seltersweg 52 U. 979 ö Zimmer f3fc 5] c»- bis «Zim.-Wobna. ,imt all.Zubehör. elektr.Licht- und Gas-Einricht., Balkon re. sofort oder später zu ver- l mieten. 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März 1916. Der Schulvorstand: Keller. Eichener hauzfrauemmem 3ln§fteflnnpon®clfltincfpcifen lnngefähr 100 verschiedene Gerichte) in den Räumen des „M ctrouol“, Plockstratze 5 . Geöffnet: Mittwoch, 8. März, von 3—6 Uhr nachm. Donnerstag. 9.März. v. L l — 1 Ubr vorm. 'Donnerstag, 9. März, v. 3—6 Ubr nachm. Kochbücher für Gelatinesoeisen lverden zum Preise von 10 Psg. abgegeben. Jedem einzelnen Gerichte und die verstelliing^kosteii belgegeben. Jede Speise ist verkäuflich, ßtflfriff* ffi* Mitglieder bei Vorzeigen der vl tUlll. Mitgliedskarten frei, für Nicht- mitglieder 20 Pf«. 1770O Es werden Kostproben verabreicht, darum empfiehlt es sich, Lellerchen und Löffel mit- zubrmgen. Der Vorstand. Bekanntmachung. In der lebten Zeit werderr* wiederholt Prospekte von verschiedenen Firmen ansgegeben, in welchen die Repa- ratur ausgebrannter Sicherungsstöpsel und Patronen für elektrische Anlagen empfohlen wird und an Besitzer elektrischer Anlagen eine groge Ersparnis in den Betriebskosten durch die Wiederverwendung und Reparatur der Stöpsel in Aussicht gestellt wird. Durch angestellte Versuche an sogenannten reparierten Stöpseln usw. ist seitgestellt, datz die Reparaturen in den meisten Fällen in so mangelhafter und nnsachgemäffer Weise ansgesührt werden, dai; die grötzte Gefahr durch Verwendung solcher Avva ate entsteht und schon bei normaler Spannung Brandschäden verursacht werden können. Es wird daher dringend vor derartigen Anpreisungen gewarnt und betont, datz die Verwendung solcher reparierter Stöpsel und Sicherheits- vatronen in Anlagen, welche an die städt. Elektrizitätswerke angeschlossen sind, verboten sind. Gretzen, den 6 . März 1916. Die Direktion der städtischen Elektrizitätswerke. . _ Stolte. _1799 D Bekanntmachung. Der vom Gemeinverat durch beratene Voran schlag der Gemeinde Villingen für 1916 Rj. liegt vom 9. Mürz l. I. ab eine Woche zur Ginsicht der Beteiligten bei der Unterzeichneten Stelle offen, und können Einwendungen während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Zu den Umlagen haben die Ausmärker auch beizutragen. 1793 Villingen, 6. März 1916. Graßh. Bürgermeisterei Villingen. __ Rühl. __ Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag' der Gemeinde Obbornhofen für 1916 Rj. liegt vom 9. d. Mts. ab eine Woche lang ans dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Beteiligten und Vorbringen von mmrdlichen oder schriftlichen Einwendungen offen. Es werden Umlagen erhoben, zu denen die Ausmärker beizutragen haben. 1794 Obbornhofen, 6. März 1916. Großh. Bürgermeisterei Obbornhofen. , _ Le sch ho rn. Bekanntmachung Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Rödgen liegt vom 9. d. Mts. einschk. ab eine Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Während dieser Osfenlagefrist können Einwendungen bei uns schriftlich und mündlich vorg-ebracht werden. Zu den zur Erhebung vorgesehenen Umlagen werden auch die Ausmärker her an g ezog en. 1790 Rödgen, den 6. März 1916. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. _ Kraushaar. Fagd - Verpachtung. ... Mittwoch, den 22. März 1916, vormittags U'/ 2 Ubr. kommt uv Saale des Sprudelhotels zu Bad-Nauheim die Bad-Nauheimer Jagd in Verbindung mit dem fiskalischen Frauenwald wiederholt zur Verpachtung. e. -- 1031 ha. Die Jagd gelangt zuerst als Ganzes und dann, rn vier Bezirke eingekeilt, zum Ausgebot. Pachtliebhaber, deren Qualifikation nicht bekannt ist, haben sich bei der unterfertigten Stelle binnen 14 Tagen genügend nuZzuweisen. Nachgcbote werden nicht angenommen. Friedberg, den 6 . März 1916. Grotzherzogliche Obersörsterei Ober-Rosbach. O h l. 1797V Em Oetker-Pudding aus Dr. Oetker’s Puddingpulvern ist eine ganz vorzügliche Speise, die für wenig Geld und mit wenig Mühe täglich auf den Tisch gebracht werden kann. 530D Nahrhaft ' Billig wohlschmeckend. leicht herzusiellen. Dr. A. Oetker, Nährmitteifabr k, Bielefeld LICHTSPIELHAUS liahnhofstraßc 34 H uteu.folgendeTage ersten Ranges Jed.Film eine Sehenswürdigkeit Der Zeichnungspreis beträgt: für die 4V, % Neichsscha^auweisungen 95%, für die 5% Rcichsan- (cifje, wenn Stücke verlangt werden, 98,59%, wenn Eintragung in da? Reichsschuldbuch mit Sperre bis Id. April 1917 beantragt wird 98,39% Anmeldungen nehme ich bis Mittwoch, 22. März ds. Js., mittags 1 Uhr, 1699D Die Heldin der Karpathen Eine spannende Episode aus dem gegenwärlig. dstcrreich.-russischen Kncp- u den Hauptrollen: Avd Zgeflo Nissen n. Ahzmdar v.Äntalüi saiKsiui.uüjfl! Prachtvolles Naturbiid Schwarz und Weiss Eine heitere Zudllingskomödie in 1 Akt ♦ 4- ♦ 4 Zur Konfirmation I YEB0Y (P aal Ileldcmann) Berlins beriil ,m tester Komiker in der lustig. Früh ingsanekdote in 2 Akten Teddys Frühlingsfahrt GROSSE AUSWAHL Der Dom von Halberstadt Interessante Original auf nähme Militär vom Fcliwebel abwärts werktags die Eäüte. zahlt [1783a ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ 4 - •f ♦ r u. Mädchen-Stiefel Boxcalf u. Chevreau mit u. ohne Lackkappen Halbschuhe in den modernsten Formen. ScilüSlll8ü$SÜSS Marktstr. 9 = Alleinverkauf der berühmten „Herz“-Schuhwaren =: mu k btl§ Schuhfett enthalten, sonst ^--2, T Tk AU verhindert es nicht das Eindringen “ des Wassers in das Schuhzeug. Schuhfett Tranolin und Universal-Tran-Lederfett stets prompt lieferbar. — Ebenso Oel-WachS- Schubvutz l732hv Nigrin.( Keine abfärbende Wassercreme) CarlGentner,chem.Fabrik,GövVingenlWürttbg.) Holzversteigernng int Fürstlichen Forstrevier Hungen am Donnerstag, d. 9. März ds. Jabres. Zusammenkunft um 19 Ubr Vormittaas amDictrichsbera. Zum Berkatis kommen aus den Drstrikten Tiergarten b. Hungen und Dletrichsberg b. Villingen: 12 St. Elchestämme, 1,59 Fstm. Buch eff ä mme <31 b. 43 Durchmesser- 4,13Fstm. 5 „ . M „ Fichte stamme 5. Klasse, 229 „ Flchtederbstangen 1. Klasse 71 „ Fichteretsstangen 159 Rm. Buchenscheiter 215 „ Buchenknüppel 80 „ Eicheknllppel 9 „ Kieserknüvvel 486 „ Buchenreisig 135 „ Eichenreisig 38 „ Buchenstockholz. Braunsels, den 6 . März 1916. Fürstliche Rentkammer 10,70 25,15 1,46 1801V CARLA. HARTMANN —- ■ ■ ■ Spezial-Aussteuergeschäft und Wäschefabrik - FürKonfirmanden und Kommunikanten empfehle ich selbstgefertigte Wäsche zu vorteilhaften Preisen Vorhemden “ ,8a Oberhemden Sansoh.uen Kragen • Manschetten Krawatten • Hosenträger Taschentücher in grosser Auswahl Holzversteigerung. Weisse Stickerei-Röcke Taghemden Beinkleider Holzversteigernng. Mittwoch, den 8. März, nachmittags 2 Uhr, findet die Versteigerung des Holzes im hiesigen Gemeindewald Hopfenstein statt. Zur Versteigerung kommen: Stämme: Fichte zirka 30 Festmeter, Knüppel: Kiefer und Fichte 50 Rm., Stockholz: Kiefer und Fichte 27 Rm., Wellen: 1340 Stück. Zusammenkunft bei der Untersorgermühle. Allendorf a. d. Lahn, 6. März 1916. Grofth. Bürgermeisterei Allendorf a.d.Lahn. Volt. 1796! Donnerstag, den 9. 1. Mts., vormittags von 9 Uhr an soll im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Oberstruth, nachoerzeichnetcS Holz versteigert werden: 41 Rm. Buche-, 6 Rm. Eiche-, 6 Rm. Kiefer-Scheiter 233 „ „10 „ „ 38 „ „ Knüppel 24 „ ., 6 „17 „ „ Stock 7690 Wellen Buche (Dnrchforstungsreiser) 420 Wellen Eiche-, 300 Wellen Kiefer-, 450 Wellen Fichten-Reiser. 10 Eiche-Derbstangen mit 0,48 Fstm. Der Anfang ist am Landbergsweg oberhalb des Bahnhofs. Großen-Bnscck, am 3. März 1916. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwär b 1736 Wilüliills. MimalMiser 1 Waggo'i frischester Füllung eingetroffcn und wird zum selben Preise wie vom Brunnen an Wiederverkäufer, Aerzte, Krankenhäuser, und Private abgegeben. Jean Weisel, Sonnenstr. 6 . ( I344 ) Tel. 88 Mineral wasser EfflserEräachen ein Waggon frischest.Füllung eingetroffen, soivie alle anderen medizinisch, u. Tafel- Wasser stets ans Lager. .1. Weisel, MineralmasserHandlung, Tel. 88 . (1037) Sonnenstr. 6 . ...Hsn'opnlver Apis“ dient zur Herstellung v. 4 Pfand Kunst* faonli. Beutel ä 32 Pfo. bei Otto Schaaf, Seltersw. 39. ( 9n Holzversteigerung Es kommen Donnerstag, den 9. MärZ d.J., vormittags 9 Uhr beginwnd, im Distrikt Heegwald zur Versteigerung: Scheiter: 188 Rm. Buche, 2 Rm. Uchte. Knüppel: 66 Rm. Buche, 2 Rm. Eiche, 13 Rm. Kiefern, 69 Rm. Fichte. Reiser: 250 Rm. Buche. Stock: 63 Rm. Buche, 88 Rm Uchte. Zusammenkimft auf ber Kreisstraße Beuern—i Geilshausen. Beuern, ben 6. März 1916. Großh. Bürgermeisterei Beuern. _ I. V.: Otto. _ 1806 Verkauf eines fetten Bullen. Die Gemeinde Lich beabsichtigt, einen fetten Bullen des Simmentaler Schlags zum Schlachten auf dem Wege schriftlichen Angebots zu verkaufen. Offerten, nicht aus Gewicht ausgedrückt, sind bis zum Donnerstag, den 9. d. Mts., nachmittags 3>/i Ubr, bei Grotzh. Bürgermeisterei Lich einzureicken. Die Oeffnung der Gebote findet um diese Zeit iin Rathaus statt. Für Mängel jeglicher Art wird keine Gewährleistung übernommen. Lich, den 29. Februar 1916. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Lich. _ Dörmer. _16538 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. Iit lilndwirAiiitlir-e Bcbamiiig non AnnMeil Es mutz aus volkswirtschaftlichen Gründen der grötzte Wert darauf gelegt werden, datz alleö Gelände, das landwirtschaftlich benutzbar ist, auch angcbaut wird. Ich richte daher schon jetzt an alle Eigentümer und Pächter von Grundstücken die dringende 2lnffordcrung, dafür Sorge zu traget!, datz keines der in ihrem Besitz stehenden Grundstücke unbebaut bleibt, auch wenn das Grundstück nur von geringer Ausdehnung ist oder bisher anderen Zwecken gedient hat. Sollte ein Grundstücksbesitzer aus zwingenden Gründen nicht in der Lage sein, seine Grundstücke selbst zu be- wirtschgften, so hat er hiervon auf dem Stadthaus — Zimiiler Nr. 15 — Anzeige zu erstatten, damit ich in der age bin, auf Grund der Verordnung des Bundesrats vom 31. März 1915 (Kreisblatt von 1916 Nr. 171 die Ausstellung dieses Grundstücks in der dort vorgeschriebenen W eise s i cherzustellen. _ 1792 b Abgabe von Friihsaatkartoffelnl Die Stadt Gietzen hat eine beschränkte Menge von Frühsaatkartoffeln beschafft, die in kleineren Mengen an hiesige Gartenbesitzer und Pächter von Ländereien zur Förderung der Frühkartoffelzucht zum Preis von 12 Psg. das Pfund abgegeben werden sollen. Anmeldungen zum Bezug werden aus dein städtische» Tiesbanamt. Astcrweg Nr. 9 bis zum 16 . d. Mts. entgegengenomnien. 1787B Gietzen, den 3. März 1916 Der Oberbürgerineister. ___ Keller. _ Die Landgcstütsbcschäler für die Landgestütsftätionen Berstadt, Butzbach und Grünberg sind an die Stationen abgegangen U79!$