Kr. 54 ^o-^tes lliatt Erfchernl kTgllch mit AnSnahme des Sonntags. Die „Sltheuer FcEevkEer" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „kreisdiott für den Kreis Eiehen" zwenna! wöchentlich. Die .Fandwittschaftlichen Zeitsragen" erscheinen monatlich zweimal. M. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhejje» Zamstag, 4. Marz tel6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäts - Buch- und Steiiteruckerei, R. Lange, Gießen. Schri'tleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul» straße 7. Geschäftsstelle u.Berlag:^«51,Schriftleitung: 112. Adresse für Drahtnachrtchtenr Anzeiger Gießen. Nriegsbriefe aus dem Osten. Bon unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Die Front in den Rotitno-^Sümpfen. III. AmOginski-Kanal. . Pinsk, den 21. Februar. Ter leichte Fro,t, der seit zehn Tagen in: Sumpfgebict herrscht, verändert in manchem die Bedingungen, unter denen man sich gegenüberlag: unpassierbare Wege werden selbst für Autokolonnen fahrbar, Sumpfstrecken, die sich „so selbst verteidigten", erfordern Aufmerksamkeit, der Pionier, der vorher das Problem der Sumpf- drücken täglich neu 'lösen tonnte, erprobt die verschiedenen Methoden der Eissprengung, nächtliche Unternehmungen werden häufiger. Ter Waldweg, cher von Porjetsche über Ozawicze den Oginski- Känal schneidet und schließlich im scharfen Bogen nach Logiszyte (in russischen Händen) .führt, ist ftir Automobile fahrbar. Tie schönen Kirchen, die Erlcnschläge und Birken sind beschneit, Sumpf- und Waldboden bilden eine weiß leuchtende Fläche. Kolonnen fahren' häufig den hartgefrorenen Weg, es gilt, die Zeit zu nutzen. Am ^Waldrand sieht man links am Horizont fast über den: Sninpf die schwarten Umrisse hoher Bäume. Ta sind die Russen. „Zwar ist Iwan friedlich hier," sagt der Hanptmann, „aber Auto bleibt Auto, Reizmittel für ihre Artillerie." Wir steigen aus. Eine flache Landstraße, die geradenwegs in die weiße Unendlichkeit des ,winterlichen Rußland M führen scheint. An einer Stelle ist ein Graben zur Rechten. Man springt hinein und ist nach ein paar hundert Metern Laufgrabe:: in den Stellungen am Oginski-Kaual. Mit einer monatelangen Mache, mit unendlicher Arbeit ist hier längs der Kanalböschung die fortlaufende Linie geschaffen worden. Auf kleinen Tragbahren hat man Stück für Stück die Sumpferde her antragen müssen, um die rückwärtigen Brüstungen aufzubauen. Jedes Fleckchen des Grabenbodeus hat man mit schmalen Knüppel- 'dämmen belegen müssen. Jedes Steigen des Wassers macht neue Arbeit nötig. „Eben noch Unterstand, morgen schon Badebude." Jetzt ist es leichter zu schaffen, der Sumpf hinter der Linie trägt, und man kann mit kleinen Schlitten Holz, Nägel, Draht bis zur Stellung schleifen. Es ist vorzustellen, wie man die gute Zeit ausnützt. Zuweilen streicht ein einzelner Lchuß durch die Luft, aber niemand läßt sich in der Arbeit stören. Der Posten schießt eben wieder, fertig. Ein Stückchen loeiter hinauf hat man den Kanal nach der russischen Seite durchstochen, so daß die Wassermassen in die russischen Stellungen hinübersacken. Warum soll man ihnen das Wasser nicht gönnen? Im Frühling werden sie noch mehr schwimmen, der Tamm des Oginski-Kanals wird für uns einigermaßen fest bleiben. Die schwere Kunst, bei dem Uebergang aus dem Bewegungskrieg zum Stellungskamps eben die günstigste Linie zu finden, ist hier am Oginski-Kanal gut geübt worden. Kleine Brückenköpfe, sauber und sestgebaute kleine Forts halten alle Möglichkeiten offen und gestatteu es, den Kanal in seiner ganzen schnurgraden Linie mit Maschinenge:oehren zu bestreuckwn. Aus dem Brückensteg zu einer solchen Brückenkopsstellung kann man das braune Kanalbett entlängblicken: saubere Böschungen, die durch Weidengeflecht geschützt find, Erlen, die kahle Aeste in dem langsam fließenden Wasser spiegeln, Stacheldraht. Der Steg schwankt leicht von den kleinen Eisschollen, die gegen die Stützen treiben. Eine Viertelstunde weiter hinauf an der Schleuse strömt das Wasser stärker. Tie Erlen wechseln mit Eichen, dre im Sandboden starken Stainm erreicht haben. Im Frühling muß hier viel Schönheit unter den alten Bäumen am stillen Kanal sein. Ob man sie sehen wird? „Sicher," sagt der Hauptmann, „im Frühling wird hier noch mehr Ruhe herrschen . . Und er zeigt ans den weilen Sumpf. „Krebsen wer'n wer!" meint der Mann am Ausguck- Ter Krieg hat hier absonderliche Formen angenommen, man achtet fast mehr auf Barometer und Wasser, als aus den Russen. Trotzdem, Man darf der Stille nicht trauen. Patrouillen fühlen vor. Jedes Stückchen Stellung wird täglich besehen und verbessert. Arbeit, Dienst, Arbeit,. Wachsamkeit, Warten. Aus den Frühling, aus die -Zeit, da einmal die schnurgerade Kanallinie, die sich dem Auge wie ein unverlöschliches Bild eingeprägt hat, merkwürdige und ferne Erinnerung ist. IV. Tie Stadt in der Front. Pinsk, den 23. Febr. Heber viele polnische Städtchen und Städte ist die eiserne Welle gegangen, einmal für Stunden, für Tage waren sie fast alle inmitten der Linie, die lirld schneller, bald zögernder über sie hinwegging. Für zwei Tage war ja auch Warschau eine Stadt in der Fvont; unvergeßlich bleibt der Eindruck, wie in das helle, aufgepeitfchte Leben der Weltstadt das ununterbrochene Gewehrknattern von Praga her hinüberklang, wie die Straßen nach den: Fluß das russische Jnfanteriefeuer fingen und das Lächeln und Wiegen und Trippeln der Frauen in den Hauptstraßen davon kaum berührt schien, wie.die Zeitungsjungen am Einzugsabend mit ihren grellen KinderstimMen die neuesten polnischen Zeitungen ausschrien, während Schrapncllwölkchen am Himmel zerslatterten. Tas waren zwei Tage. Die )^§cheint eben ziemlich unwiderstehlich zu sein. So ein Soldatenabend in einer jüdischen Wirtschaft verläuft durchaus harmonisch. Die Leute sitzen um den große:: Tisch. Am Klavier hämmert ein Pionier Märsche. Das Kerzenlicht flackert über die bärtigen, festgezeichneten Gesichter. An die kleine Tele im Vorraum treten ein paar Funker. „Sieg bei Verdun! 3000 Gefangene!" „Jscht's auch wahr?" „Auf zehn Kilometer Breite, drei Kilometer ttes hinein!" Der Mann am Klavier spielt die „Wacht am Rhein". Leine braunen Augen funkeln durch den Zwicker. Die ganze niedrige Stube ist voll von brausc:teem Gesang. „Deutschland, Deutschland." An der Wand nahe dem Ofen lehnen die drei Schwägerinnen der Wirtin und sehen mit großen, stillen Augen in das Aufbrausen. Die Wirtin weint: „Ob ich nun wohl bald wreder nach Frankfurt a. M. komme, gelle?" Auf der Hochzeitsreise hat der Kriegswind die junge Frau nach Pinsk, der Vaterstadt ihres Mannes, verschlagen. Sie waren unten an der Wolga, als die Sturmzeichen kämen. Von Moskau an waren die Züge gewerrt. Sie fanden sich in die Zeit, schlüpften den raubenden Kosaken^ am letzten Tage der Russenherrschaft durch die F:nger. Nun ist dies Gasthaus Gewerbe für die ganze Familie. Der Mann an: Klavier ruft einem Landstürmer etwas zu. Der stellt sich ans .Klavier und singt nun in die Sttlle, die sofort ein- setzt, die Löwesche Ballade: „Die Uhr". Die genug abgehetzte schöne Ballade wird wie neu in dem rauchigen Raum unter den vielen brennenden Soldateckaugen. ... „Sie schlägt, will's Gott, noch oft. Wenn bessere Tage kommen. Wie meine Scele es hofft..." singt die weiche, beherrschte Stimme. Köpfe stützen sich in bk Vand. Wie viele Frauen- und Kindergesichter geistern jetzt durch den Raum. An unserem kleinen Tisch werden plötzlich Bilder von zu Hause herumgezeigt. Der Münchener Feldwebelleutnant spricht von seinem Landhaus an einem blauen See, unten iw Sül^n. Wie meine Seele es hofft.. . Die (Stimmung verfliegt. „Hinter Metz, in Paris, bei Chb- lons.. sing? jetzt das zngveifende alte Soldatenlied. Der Münchener ist Rondeoffizier, schnallt den Gurt fest. Wir treten in die Nacht. Im Nordosten zuckt Heller Schein auf Vorgestern nacht haben die Russen eine Feldwache dicht bei der zerstörten Eisenbahnbrücke über die Jasiolda aufheben wollen. Kamen von allen Seiten schon an den Igel, zerschnitten das Telephon. D:e herankommende Verstärkung fand sechs tote Russen, die Feldwache wohlauf. Immerhin, es heißt scharf sein in der dunklen Wrnternacht... Am Tage nutzt man den Frost auch für sich. Auf dem spiemck- glatten schmalen Seitenkanal, der nach Südosten führt, ist ein Münchener Maler als Schlittschuhpatrouille vorgesaust und ha? den Russen die beste:: Beobachlungsbäume durchgesagt. Als die ersten fiele::, die andern mit ttefer Kerbe nicht meh? tragfähig waren, ging's zurück. Die Russen verfolgten auch ans Schlittschuhen. „Aber ihre Bäume waren fort, und wir auch." Ebenso vor der Nase des Feindes werden die aroßen Heuhaufen eingebracht, die vom Herbst her noch mitten im Sumpfgebiet stehen. Reben dem Hercnnbringen spielt das Anstecken der zu nahe bei den Ruffen liegenden Haufen eine besondere Rolle. Es gibt einen bayer:schen Gebirgler, der es als besondere Belohnung betrachtet, wenn er „zünden geh^n darf". Er nimmt auf die SchlerchpatrouiNe nur :em Seitengewehr und eine Schachtel Streichhölzer mit und kommt nicht eher wieder, als bis er das letzte Hölzchen nutzbringend angebracht hat. „ An einer anderen Stelle, im Nordosten, hat ein Kavallerie- ^agdkommando vor ein paar Wochen eine starke russische Feldwache^ von 50 Mann erledigt. ., In bet Riche des (Stellungskrieges kommt so die kleine sthneteige Einzelunternehmung zu Recht und Ehren, und über tu:: geglücktes Stückchen freut sich — wie sonst über gewonnenes Gefecht — dre ganze Soldatenstadt Pinsk, die Stadt in der Front, m:t dem bunten und seltsamen, engen und heißen Leben, das kaum an rrgendemer Stelle des Krieges so wiederkehrt. ^_R olf Brandt, Kriegsberichterstatter. Aus der )ügd nach einem Zeppelin über London. Tie folgende anschauliche Schilderung einer nächtlichen Jagd aus eine:: Zeppelin, die in ihrem ergebnislosen Verlauf für die Machtlosigkeit der englischen Flugzeuge gegen unsere Luftschiffe charakteristtsch ist, gibt ein Flieger in der „Daily Mail": Eine Meldung vom Telephon bringt die Nachricht: Ein Zeppelin ist bei . . . gesichtet worden und fährt in nördlicher Richtung heran. Tas heißt: er kann jeden Augenblick über unseren Köpfen sein. — Ein paar scharfe Befehle, und die vorher so ruhige Station beginnt von Leben zu zittern. Mechaniker rennen hin und her, einige zu den Schuppen, um die Flugzeuge hercmszuziehen, andere, um die Bomben und eine Very-Pistole aus der Waffenkammer zu holen; noch andere bringen die Scheinwerfer auf der andern Seite des Aerodrvms in Ordnung, damit wir bei unserer Riickkehr die richtige Landungsstelle heraussinden können. Kompasse, elektrische Lampen und Karten werden in aller Eite von ihren verborgenen Plätzen in den Schränken gerissen. Tann stürzen wir heraus auf den Platz, wo ein Scheinwerfer schon zu arbeiten begonnen hat, lange zitternde Lichtbündel in den dunklen Nachthimmel hin ein sendend, sich hierhin und dorthin wendend, das Firmament jäh nrit Licht übergießend. Aber nirgends kann er bei: wahren Gegenstand seines Suchens auffinden. Ta plötzlich — ein Ausruf von einem der Männer bei dem Scheinwerfer! Er hat die Umrisse eines Zeppelins entdeckt. Ja, da ist er! Ein langer, grauer, zigarrensörmiger Gegenstand hoch oben in den Wolken. Wir springen auf das Flugzeug hinauf, und während ich nachsehe, ob die Bomben in dem Bombenkaste:: sind und vb das Maschinengewehr in Ordnung ist. Untersucht der Fahrer die Maschine. Noch keine fünf Minuten sind seit dem ersten Mann vergangen, als wir uns vom Boden erheben. Wer kann wohl getreulich die ersten Eindrücke eines Nachtfluges schildern? Plötzlich ist n:an vom Erdboden in einen mr- lwgrenzten Raum. voller Dunkelheit empor gestoßen. Es ist, als spränge man in einer stockfinsteren Nacht von einem hohen Felsen n::d stürzte immer weiter und weiter, man weiß nicht wohin. Es Nt unmöglrch, auch nur die Hand vor den Augen zu erkennen^ und das Emzige, was noch wirklich und natürlich erscheint ini wesem. gähnenden Nichts, .ist das unaufhörliche laute Surren der Maschme. Es rst wahrlich leine cnrgenehme Sache, solch ein Nachtflug! 1 Kaum sind lvir vom Boden aufgesttegen, so fahren wir auch Mvn haarscharf an einem Dachgiebel vorbei und schrauben uns eilig auswärts, um unangenehme Zusammenstöße zu vermeiden. Tie Nacht ist schwarz, pechrabenschtoarz. Wir sehen nichts; wir wisse:: nicht, wo wir sind. Endlich bricht durch die weiten dunklen Schatten unter uns ein langes, eng sich windendes Band von! schimmerndem Grau. Der Neumorid lugt hinter den Wolken hervor, und der Reflex seines schloachen Lichts auf dem Wasser zeitzt uns die Lage des Flusses an. Zu beiden Seiten schwimmen kleine Stecknadelköpfe farbigen Lichts. Ich drehe das elektrische Licht über dem Beobachtersitz an, blicke auf den Höhenmesser und stelle fest, daß 'wir schon 500 Meter hoch sind. Ter grelle Glanz dieses Lichtes, so schwach es auch ist im Vergleich zu dem tiefen Dunkel der Atmosphäre rings herum, hat mir die Augen geblendet, und für einen Augenblick kann> :ch absolut nichts rmterscheiden. Tann werden mir die Lichter unter mir klarer. Tie Straßenlampen kann man leicht heraus^ kennen. Ta das Licht von oben äbgeblendet ist, konzentriert es sich in einen: Kreis nach unten aus den: Pflaster und :mrd von dort nach oben reflektiert. Die Hauptstraßen sind de:ttlich festzustellen durch die zwei parallele:: Reihen farbiger Lichter. Tie Lichter in den Ladenfenster:: schalen in roten und grünen Farbentönen. Ein neuer Blick auf den Höhenmesser. Erst tausend Fuß. Aber wir klettern beständig höher. In einen dimklen Teeren Land tief unter uns stößt plötzlich ein flirrender glänzender L:chtschimmer, von einer Kette kleinerer Lichter gefolgt. Was mag das bloß für eine .seltsame Erscheinung sein? Es ein Eisenbahnzug! Wie wir rwch höher hinaittkommen, beginnen wir allmählich alle Einzelheiten der Erde aus der: ^Cngen zu verlieren. Was da nutet uns liegt, ist ein viel schönerer, von dem rvmanttschest Geheimnis der Dunkelheit umhüllter Erdball, als die prosaische Oberfläche, auf der wir uns alltäglich bewegen. Es ist schwer, sich vorzustellen, daß diese nächtige Insel, aus der nur iwch Myriaden vielfarbiger Lichtpuntte anstauchen, die Wohnstätte ist von^ 7 Millionen Seelen. Ta fern unter uns* lregt in einem schläfrigen Blinzeln die größte <Äadt der Welt. ^ f - ein Zeichen von dem feindlichen Lnstschiff! Ich lade das Maschinengewehr inte mache es zum Mseuern bereit. Der Höhenmesser registriert 5000 Fuß. Nun sind wir der Zeppelinhohe näher und näher, und noch kein Zeichen von ihm! Die angstvolle Unruhe des Wartens wird unerträglich. Nichts als das unaufhörliche Zittern der Maschine. Mer da! — Aus dem Dunkel stößt etwas hervor mit der Geschwindigkeit eines Expreß- znges, ein dunkler, unheimlicher Gegenstand. Ich hatte vor Entsetzen, den Atem an; jetzt ist er ganz nahe, und ich entdecke, dc es e:n anderes Flugzeug ist, das augenschemlich ebenfalls au: den Zeppelm Jagd macht und das um ein Haar mit uns zusammengestoßen wäre. Es ist kein angenehmer Gedanke, wem: man ,:te innen solchen Zusammenstoß zweier Flugzeuge hoch oben ::: der Lust in tiefster Dunkelheit vorstellt. Der sichere Tod wäre d:e Folge. Plötzlich setzt das wildeste .Artilleriefeuer ein. Ein sicheres Zeichen, daß die Luftabwehrkanonen ihr Ziel gefunden haben LcherNwerfer bohren von allen Seiten her ihr Licht in den Himmel, und schön haben sie uns in ein blendendes Meer von Helligkeit getaucht. Ter Steuermann ist von diesem jähen Glanz so geblendet, daß er beinahe die .Herrschaft über seine MasKne verliert, und wir wünschen alle Scheinwerfer und Luftabwehr- faitonen dahin, wo der Pfeffer wächst mte wo sie uns nichts schaden können. In dem dlugenblick, :vv sie ans den Zeppelin zu feuern beginnen, beginnt auch für uns die Otefahr Wie leicht können sie :ms treffen, während das feindliche Luftschiss ruhig! weiter fahrt. Wir kommen mit dem bloßen Schjrecken davon, d:e Schernwerfer beruhigen sich wieder und lassen von uns ab Alkes wird ruhig und dunkel, wir kreuzen etwa 10 Minute:: noch rund umher; dann .steige:: wir vorsichtig und langsam herab. Das eine Auge ans den Hölwnmesset gerichtet, um die .Höhe fest- zustellen, :n der wir Intel befinden, luge ich mit dem andern herunter, um das erste Lichtzeicb-m. das erste Landungszeichen zu er- kennen. 8000 Fuß, , 7000 Fuß! Es ist schrecklich kalt. 6000, 5000. , ES dauert eine Ewigkeit, bis :vir ttefer kommen. Nun sind nur 1000 Fuß tief. Jetzt heißt es' Vorsicht, oder wir brechen uns das Gemck. Nirgends ein Licht oder ein Zeichen. Man kam: in her Dunkelheit nicht das Geringste erkennen, alle Feuer sind gelöscht: kein Scheinwerfer! Mir ist gar nicht gut zu Mute. Ich schieße eine rote Leuchtkugel herab. Zischend zieht sie ihre Feuerbalw zur Erde. Wir warten ängstlich auf den Erfolg, noch immer kein Licht! Ter Höhenmesser zeistt 500 Fuß. Jetzt :vird die Sache höchst bedeullich, und wenn wir den Landimgsplatz nicht finden, können wir bald zerschmettert an: Boden liegen. Ich versuche es mit einer grünen Leuchtkugel. Nun habe): wir mehr Glück. In; der Tiefe entdecke ich eine lange, unregelmäßige Linie von Lim- tern. Ich zeige sie dem Steuermann, der sie auch schon gesehen hat. Mit knapper Not landen wir schließlich glücklich mte sind froh, wieder die Mutter Erde mit den Füßen zu ber,ihren. Jur Vermeidung von Verwechselungen b«i AdbctteUunk, von Derrnielungs- Anzeiae« obrr bgL wirb brtngeHb um änflow berHnz*lf>«nmimmtr gebet Verlag desGieß.Anzeigers Älicestrotze II »"Kn- Dclmung zu verm. <76 Ti rihcrcS dase lbst 1. Stock. 1647| S«Kcr«w cc 52 ein Melius z. Akttihkiv. mit Air sicht a. d. Strafte ab 1. April Lu vermieten. 4.'. v. ülünchbw 7 Hämmer * 9icnei i < uc Tt) qegcuuber d. Tttcatcr bcrrsch. P.-Ps., 7Z.u. And., ttmft.b.iof.od. sp. r. v. Näh. 1 . St. !274 143] Elegante 7-Zimmcr Wobnung rnik all. Zubehör per 1- April billig zu vermieten. Bleichftraftc 26. Bs chftrnfte 26 7-Zim.- Lr. l-o«. mit Badez., Veranda u Zn.bckör «auf Wunsch noch \—i Ziu'.m.) sogleich od. spät, an rnü. Zamilie zu verm. Im 6 ~J S5&gn mer } St<»phan»tr»lie io H schöne 6-Zimmerwobuung mit Zubehör, groft. Veranda und Garenanteil zu verm. 27O! Näheres im 3. Stork. RSvaarckstr. 38, II. St. 6-Zimmce-Wobuuug mit Bad ver sofort oder bis zum l.Juli zu vermieten. [1028 Näheres Löberftraftc 10. 1675] I. 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Ter unvergleichliche Helden- und Opfermut unserer Väter und Brüder hat die Flut der Feinde, die in unser Vaterland einbrachen und es zu zertreten drohten, längst gestaut und in erstaunlichem Siegeszuge in West und Ost und Süd weit in Feindesland zurückgedämmt, und ein Deich, eisenfest, ein Wall von Leibern, unbesiegbar und unbezwingbar, schützt uns Gut und Leben. Zerronnen ist der Feinde Zastlenivahn, ihr Bauen auf ihre zermalmenden Massen, ihre so heimlich, so fein gesponnenen Anschläge, alles elend zerronnen. Um ihres eigenen Besitzes Sicherheit drückt sie nun schon die Sorge. Zunichte auch der tückische, teuflische Plan, uns mit Weib und Kind jämmerlich anszuhungern, gescheitert an Gottes gnädiger Erntehilfe und an des deutschen Volkes einträchtigem, festem, entsagnngsfrohem Sieqes- willen. Längst ist der Hungerring durchbrochen. Und doch noch immer nicht geben die Feinde ihre verlorene Sache verloren. Auf das schließ- ltche Versagen unserer Geldkraft, aus unseren Bankerott rechnen sie; daß unser Geldbeutel doch wird endlich den leeren Boden zeigen müssen, das ist der Gedanke, an den sie sich in ihren Mißerfolgen und Niederlagen auf allen Fronten noch immer klammern, dabei noch immer in tönender Phrase mit ihrer Siegeszuversicht die Welt belügend. Sie freilich haben für Kriegsrüstung Milliarden ins Ausland werfen uiüssen, haben dazu mit Unsummen Genossen ihres Verbrechens ködern müssen. Wir haben durch unserer Waffen Sieg uns Bundesgenossen zugesellt und haben unser Geld im Lande behalten. Unerschüttert, noch mit Vollkraft arbeitet unsere Wirtschaftsmaschine. Was unser Volk dem Staate bisher geliehen, fließt in gleichem Rundstrom immer wieder in die Taschen aller Bevölkernngskreise zurück. Nicht ärmer sind wir während des Krieges geworden. Nun ist die 4. Kriegsanleihe zu zeichnen. soll d;e 4. RriegsMt!vlhe? Sie soll unsere Lieben da draußen mit allem Erforderlichen versehen, soll ihnen Herz und Sinn und Kraft stählen, sott unserer Heeresverwaltung reichlrch die notwendigen Kriegsmittel gewähren, damit nichts fehle, was zum Siege dient. af ß&CE ttod) ftlicl tlicl Soll etwa ein minderes oder auch nur mäßiges Ergebnis dem Feinde seine Hoffnung neubeleben, ihm den Rücken stärken, — unseren Feld- grauer: aber den Sieg erschweren, ihre Anstrengungen, Gefahren und Opser vermehren und ver- langern? Nein! Schlagen sM sie den ^ydtib, bic letzte Säule seiner Hoffnung soll sie ihm arnriiitimg-n, zeigen soll sie ihm, daß wir, je länger der Kricq dauert, je mehr MiNiarden aus der Erde Ünmvsen, soll ihm und aller Welt mir »n qeheuren Z^h^en^b eweisen, daß die aus deutsche» auf deutsche Ordnung und auf deutsche Opser- freudigkeit gegründete deutsche Geldkraft nie versaqen u nd niemals versiegen kann. Eine Riesengctdschlacht nilt ks fiir u»sDa«,eim7ebIiebc„ez„ schlagen u.eincnRicscnsiegzuaewinnenI ber wie wxchtigcr K«-,,,«n?ch!aa dem Fciuvc auch den letzte » Halt zerschmettert, itm aus icinc» r»ü»e» reifit und ihn die hartcWatzrdcit endlich beftrSfUiinv l'ckcnncn rätzt:Unbc ?,wi,>abar ist Teutkcklaud: ^Wieviel Geld wird noch heute vertan! Wollen wir Wohlleben, können wir denn überhaupt genietzen, wahrend Tausende und Abertausende da draußen darben, kämpfen, sterben — für uns? Heraus mit den silbernen Kugeln, heraus mit all dem Geld, das nur dem Gennffe, nicht dem Leben dient! Dem Vaterland gehört es in dieser entscheidnngsvotten Stunde. Und nicht einmal opfern sollen wir es, nein, nur jetzt für den Augenblick es uns entziehen und dem Vaterlande leihen zu unserem Besten und dazu zu eigenem, nicht unbeträchtlichem Gewinn. Jeder mutz zahlen, auch der Kleinfte, jeder kann zahlen! Auf hundert Mark lautet das kleinste Stück der Anleihe. Aber auch für den der keine hundert Mark aufbringcn kann, ist an vielen Orten Gelegenheit geschaffen, sich zu beteiligen. ' Wo es noch nicht geschehen ist, möge man diesem Beispiel folgen! Schulen, besonders eingerichtete Zahlstellen Ber- trauenSmänner, Genoffenschaften jeder Art, auch Sparkassen können solche kleinen Einzahlnuaen entgegen nehmen, sie auffammeln und die Summe in Kriegsanleihe anlegen, deren hoher Zinsfuß aus diese Weise den einzelnen Zahlern direkt zugute kommen soll. Ganz in gleicher Weise können Sparvereine wie sie jetzt schon vielfach bestehen, verfahren, Vereine jeder Art können aus ihren Mitgliedern kleine Spar- genoffenschaften bilden; Spielklubs und Kränzchen, die an jedem Ort in großer Zahl vorhanden sind und von denen viele für irgendeinen gemeinsamen Zweck, einen Ausflug, eine Reise oder dergleichen' aus kleinen Beträgen, Spielgewinnen u. dgl. ein paar hundert Mark sammeln, können jetzt statt dessen Rcichs- anleihe erw«rben. Ucberall wird sich ein allen zusagender Weg finden laffen, soweit es sich darum handllt, ,«dem Bete,!,gten zu einem angemessenen Zeitpunkt seinen Zins- und Kapitalanteil wieder zukommen zu laffen. Man wende nicht ein, es handle sich da überall nur um Kleinigkeiten. Bei der dritten KrieaS- anlethe haben im ganzen Reich 246000 Schüler höherer Schulen über 3l Millionen Mark aufgebracht. Zn einzelnen Kreisen, wo die Arbeit besonders rührici war, sind überraschende Ersolae erzielt worden. In einem kleinen schlesischen Kreise wurden bei der zweiten Kriegsanleihe über 140000 Mark, bei der dritten fast 179 000 Mark allein durch die Schulen gezeichnet. Ein ähnlich gutes Verhältnis für ganz Deutschland würde zu ganz unerwartet hohen Ziffern führen. ' J 5 . Biele Wenig haben noch immer und überall ein Viel gegeben. Und jetzt werden sie ein riesiges Viel geben, wenn jeder voll nnd ganz sein- Pflicht tut. Jeder sei sich seiner Mitverantwortung bewußt, keiner zahle, bloß um gezahlt zu haben. Jeder lege sich freiwillig und freudigen Herzens Etnschrankungen auf. Die Einschränkungen, die wir tragen, sind ja ga«, winzig gegenüber dem, was unsere Braven im Felde täglich und stündlich für uns opfern gegeuüber dem Elend aber, vor dem unserer Führer Scharfsinn und Tatkraft und unserer Bruder Mut und Blut uns bewahrt hat, sind sie nichts, rein gar nichts! Nicht Almosen leidet die Größe des Siegespreifes, nicht lässiges Spiel, nicht Wohltätigkeitssport, sondern bewußten, kräftigen Verzicht erheischt sie und volles Anspannen der äutzersten Kraft im Geben. Groß gehungert und groß gedarbt hat sich ja das deutsch- Volk. Es wird auch jetzt sich abkaraen können, was Sieg und Grütze des Vaterlandes fordert. ^ b Zum Zeugen und Mitvollzieher einer großen Zeit ist jetzt jeder Deutsche geweiht. Was wir heute erdulden und erstreiten, wird Segen für Hunderte von Generationen, Unfeaen aber, was w»r heute versäumen. Hnndertsache Verantwortung trägt jeder! - Ueberaü im deutschen Land, von den Alpen bis zum Meer, in Stadt und Land, rüstet sich schon das ganze deutsche Volk ,n allen Schichten und allen Lebensaltern zu dieser Riesenschlacht, sammelt im stillen alle Kräfte und holt aus zum ungeheuren Schlage. Dast er mit deutfchcr Sicherheit und deutscher Wucht, w ie Wetterschlag, zerschmetternd, vernichtend, entscheidend treffe, dazu stehe jetzt jeder g a n z seinen Mann. Dann kann die 4. Kriegsanleihe unsere Siegesanleihe werden. Wer zahlt, was er kann, hilft mit zu Sieg und Frieden! Wer nicht zahlt, was er entbehren kann, verlängert den Krieg! 97861s 3 Zimmer-WwvK. z» vermieten. Ederftrafte6I. __Näheres Afterweg 45. SchifTenberereplVeif 65 3-Zimmer-Wobvvug zu vermieten. 237 Näheres Löberftrafte 3. Lnlinftra^e 3-Zimmerwohn, in neuem Hause v. l. 4.16 z. v. Näh. Wilbclmft r. 51 p. [** V« alHorstrAtie 71 Schöne lSaasardenwahaani, bestehend aus 3 Zimmern, 2 Kammern mit Zubeh. zu verm. 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Wir können zur Wiedererlano- ung derartiger Papiere, sowie auch von Bildern nur ausnahms- weise behilflich sein, weil uns die Auftraggeber von Offer-tanzeigen in den meisten^ällen nicht bekannt sind Don werlvollen Dapieren dürfen den Angeboten stets nur Abschriften beigegeben werden. Verlag des Giehener Anzeigers Ein größeres Werk in der Nähe Gießens sucht für ihr Lohnbureau ein Matern als Kontoristin. Sicheres Rechnen ist erforderlich, der Eintritt kann sofort erfolgen. — Gute Eisenbahnverbindung vorhanden. Schriftliche Angebote mit Gehaltsansprüchen nebst Zeugnisabschriften sind unter 1720D an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers zu richten Heizer sofort gesucht. (1681 Direktion der Heil- nnd Pflegcaustalt Gicfteu zum baldigen Eintritt gesucht. 450 Mk. im Jahr bei freier Station und Dienstkleidung, ^ohn jährlich steigend bis 600Mk.. nach6Jahren Dienft- prämie von 1000 Mark. Ver- sorgungöberechtigte Kriegs- tellneiimer bevorzugt 115630 6ir. Direktion der Landcs- Hcil u. 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Zlminftrstr ^ Volksschule zu Gießen. Die Anmeldung der Kinder zur Volksschule, die bis Ostern ds. Js. das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben. Bnbef statt: 1. In derStadtknabenschulc — West-Anlage 43 — Don- nerstag, den 1), März, vormittags von 10 bis 12 Uhr. 2. In der Sladtmädchenschule — Schillerstrabe 8 — Freitag, den 10. Marz, vormittags von 10 bis 12 Uhr. Auch können an obengenannten Tagen, soweit es die gegenwärtigen Verhältnisse gestatten, vormittags von 0 bis 10 Uhr m f Wunsch der Eltern oder Stellvertreter solche geistig und leiblich nicht unreife Kinder zur Schule angemeldet werden, die bis zum 30. September ds. Js. das 6. Lebensjahr vollenden. < 1G87B Bei der Anmeldung ist der Imvfschein und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein vor zulegen. Gießen, den 4. Mürz 1916. Der Schulvorstand: Keller. (Pfalz). üöher© ff aadelsschale ^ endan 3 n || iii für Schüler v.H-20Jahren. I. BandelspealseliülB , ' >h,, y 9 II. HalbjäiiP.Hanäelsknrse sä’ 7011 Im Schülertielm gute Verpflegung u. Beaufsichtigung. AuBführUahresberichtevoraeEd. Direktor A. Harf. Neuaufnahme) 1. Mal 1916. Das Darmstädter Pädagogium (M. Elias) ist die erfolgreichste süddeutsche Vor bereitnngsanstalt für die Einjährigen-, Primaner-, Fähnrichs- und Abitnrientenprüfnng (auch lür Damen). (Seit Kriegsausbruch bestanden 56 Schüler). [1613ss Die gesetzliche Gesellen - Prüfung der Schmiede- Innung für den Kreis Gießen findet im April d. I. statt. Die Anmeldung hat spätestens bis 5. März d. I. bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. Es sind 5 Mk. Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 17. Februar 1916. Der Vorsitzende des Gesellenprüfungs-Ausschusses: _ H e ß. 1201V Staatlich geprüfte Lehrerin beabsichtigt,eine größereAnzahl,fg. Bildchen, schulpflichtige wie solche höh. Alters, in allen Fächern selbst bezw. mit geeign. Lehrkräften in Unterricht zu nehmen, falls genügende Beteiligung eintritt. (08033 Auskunft an Eltern erteilt Frau Nellie Pascoe, Liebigstr. 21. Giessener Paedagogium Individueller Unterricht in kleinen Klassen Sexta-Oberprima. Arbeitsstunden unter strenger Aufsicht. Vorbereitung auf Einjährigen-, Primareife- u. Abiturientenexamen Kinder unt ll.Tahr. sind durch d. Besuch des Paedagogiu-' s von der öffentlichen Schulpflicht 1t. minister. Verfüg, befreit. Schülerheim in groß. Park. — Kur geprüfte akadem. gebild. Lehrkräfte. Drucksachen Nr. 55 durch Direktor Bracbemaun, Giessen, Ludwigstr. 70, in d. Nähe d. Universität. Fernruf 633. Im vergangenen Jahre bestanden von den nur im Paedagocium unterrichteten Schülern 1 die Rcifeprfifnng, 3 die Primareifeprüfnng, 6 die Einjährigen prüfiing and 5 die Aufnahmeprüfung In eine öffentliche Schule, das heisst sämtliche Prüflinge. [1633 Pflug «n» Schwert haben Land in Land gearbeitet, um die Pläne unserer Feinde zuschanden zu machen. Aber noch find diese nicht endgiltig besiegt, und es gilt auch weiter vorzusorgen. Die zur Erzielung von Löchsternten so nötige Kali-Düngung darf nicht vernachlässigt werden. Wo diese im Herbst unterblieben ist, kann der Schaden durch eine Kopfdüngung mu Kalisalzen (am geeignetsten 40°/»iges Kalidüngesalz) wieder gut gemacht werden. — Jede weitere Auskunft erteilt jederzeit kostenlos: Kattsyndikat G. m. b. H , Agrikultur - Abteilung Berlin i 1 . £>ri*ener 28/29 IMkslhekD-A.ßliliülirbeilsMlcrrilh findet vor- und nachmittags statt. Auskunft und Anmeldungen jederzeit. W. BrättUing, Kaiser-Allee 8. 15951 Nationaler Iraucndienst Allgeur. Deutscher Frauenverei» Ortsgruppe Gießen. Das Verpacken, Schreiben und Adressieren von Feldpost sendungen besorgt bereitwilligst und unentgeltlich: Mon tag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vorm.: Süd-Anlage 4», Frau Professor Kalbfleisch. Außerdem erteilt Auskunft über Adresse und Rat stir Feldpostbriefe gern u. unentgeltlich in ihrer Sprechstunde die Fraueirrechtsfchutzstelle Gießen. Mittwoch Nachnu 6'/,-8 Uhr im alten Rathaus. 217V Bekanntmachung. f# In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Gewerkschaft Selters-Hessen zu Gießen eingetragen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 29. Februar 1916. 1695B _Gvoßherztoglrches Amtsgericht. Bekanntmachung In unser Genossenschaftsregistcr wurde heute be zyglich des Eisenbahn-Konsum-Vereins Gießen, eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Gießen eingetragen: Oberbahnassistent Franz zu Gießen ist aus dem Vorstande ausgeschieden, als neues Vorstandsmitglied ist Oberbahnassistent Karl Mulch in Gießen gewählt. Gießen, den 29. Februar 1916. 1696B _ Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Das Umlage kabaster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgerwssenschaft für das Großher- wgtnm Hessen für das Jahr 1915 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 6. März bis zum 20. März dieses Jahres, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersp-rüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster anf- genonrmen oder nicht aufgenonvnen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Abbaus der Offenlegnngsfrist bei dem Vorstande der land- uird forstwirtschaftlichen Berufs- genossenschast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Inheiden, den 3. März 1916. Großh. Bürgermeisterei. Neitz. Der Zeichnungspreis beträgt: für die 4 1 /., % Rcichsschatzanweisungen 95%, für leihe, wenn Stücke verlangt werden, 98,59 %, wenn Reichsschuldbuch mit Sperre bis 15. April 1917 beantragt wird. 98,39 %. Anmeldungen nehme ich bis Mittwoch, 22. März ds. Js., mittags 1 Uhr, entgegen. 1699D die 5% Reichsan- Eintragung in das Holzversteigerung in der sürstlickie» Obcrsörsterci Lich. Montag, den 12. März, vormittagslOUhr, im Distrikt Langeberg: Knüppel, Rm.: 3 Buchen, 21 Eichen, 13 Fichten: Stöcke, Rm.: 84 Eichen, 22 Fichten: Reisbolz-Wellen: 2050 Erchen. H50 Fichten,- 8 Eichengartenpfosten. 2,2 m lang. Die Zusammenkunft ist aus der Kreisstrasse von Niederbessingen nach Langsdorf beim Eingang in den Wald. Dienstag, den 14. März, vormittags 9‘/ 2 Uhr, im Distrikt Hard: Scheiter, Rm.: 500 Buchen, 6 Eichen,- Knüppel. Rm.: 150 Buchen, 40 Eichen,- Stöcke, Rm.: 240 Buchen, 65 Eichen: ReiSbolz-Wellen: 5600 Buchen, 1500 Eichen. Die Zusammenkunft ist auf der Waldstrabe von Koln- hausen in die Hard beim Eingang in den Wald. 1683B Holzverfteigerung Montag, den 6. März 1910 nach Zusammenkunft vormittags 1V Uhr auf der Pflanzgartenschneise am Pslanz- garten in der Schweinstallshege, in den Distrikten Schweinstallshege, Mauerkasperskops und Rehtränksberg. Scheiter Rm: Buchen 250, Eichen lrd.» 32. Fichten 2. Knüppel Rm: Buchen 100, Eichen39. Reifig-WcllemBuchen 240Ü Eidien 1000, Fichten lgebund.) 500. Stöcke Rm: Buchen 130, Eichen 50, Fichten 18. Linden Stämme: 2 Stück mit 1,48 Fm. [1466B Lich, den 24 Februar 1916. Grohherzogliche Bürgermeisterei Lich: Dörmer. Verkauf eines fetten Bullen. Die Gemeinde Lich beabsichtigt, einen fetten Bullen des Simmentaler Schlags zum Schlachten auf dem Wege schriftlichen Angebots zu verkaufen. Offerten, nicht auf Gewicht ausgedrückt, sind bis zum Donnerstag, den 9. d. Mts., nachmittags 3‘/< Uhr, beu Grohh. Bürgermeisterei Lich einzureichen. Die Oeffnung der Gebote Inder um diese Zeit im Rathaus statt. Für Mängel jeglicher Art wird keine Gewährleistung übernommen. Lich, den 29. Februar 1916. e Bürgermeisterei Lich. ö r m e r. 1653 B 1T18 Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt, einen fetten Bullen zu verkaufen. Schriftliche Angebote sind pro Ztr. Lebendgewicht bis zum 7. März, nachmittag» Uhr, bei Unterzeichneter Bürgermeisterei eiuzu- reichen, woselbst die Bedingungen offen liegen. Steinbach, am 28. Februar 1916. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. I. V.: Haas. 15S2 Empfehle zum [556a Frühjahr Sämaschinen, Pflüge aller Art Eggen, Kultivatoren Ringel- u. Cambridgewalzen Düngerstreumaschinen Hackmaschinen, Wiesenhobeln Deutsche „WERT“ Mäh- und Erntemaschinen m. Patentschneideapparat „Wiesensieger“ Reparaturen an Maschinen u. Geräten bitte ich jetzt schon während des Krieges vornehmen lassen zu wollen und mir dieselben einzusenden. Sind Deine Schuhe r noch so’sehmoJzig Mil .Immahn'' sie. qlänzend putz Chem. Fabrik Eisendrath G.m.b.H. Fabriklager: Frankfurt am Main, Gutleutstraßevk (17131) Holzvttstrigcrniig der Stadt Gießen. Montag, den 6. März 1916, vormittags 9'/. 1!br bcg'.nucnd, werden in den Waldungen der Stadt Giessen in den Bezirken der Foritwartc Gciicl-Giefrcu und Förster^ Brück-Rödgen versteigert: 37 Stück —l,28 Feitmeter Fichten-Derbstangen 8 Raummeter Birken-Scheitholz 21,1 „ Kiesern-Scheitholz 2 „ Birken-Knüvvelholz 102,2 „ Nieiern-Knüvpelbolz L6 „ Flchtcn-Knüppclyolz 2520 Wellen Kiefern-Reisig 160 „ Fichtcn-Reisig 290 „ Eichen-Reisig 50 „ Birken-Reisig 112,6 Raummeter Kiesern-Stockholz 4,8 „ Eichen-Stockholz. Die Zusammenkunft, ist auf der Licher Strasse an der 6. Schneise. |17]7 Giessen, den 28. Februar 1916. Der Oberbürgermeister. _ I. V. Grttnewald. WeiK-versteigenmg Von Hauptmann a. D. und Zlommcrzienrat R. ÄfEIÄEIUS Weingulsbesitzer in Gau-Algesheim. Ingelheim und Ockenheim (Rlieinhessen) Mittwoch, den 29. März 1916, vormittags 11'/,. Uhr, un Saale des „Mainzer Hofes" tSchmittstrasse 48) zu Bingen a. Rhein. Zum Allsgebot koinmen: 3/1, 7/2 Stück 1912er, 16/1, 9/2 Stück 1913e, 6/1 und 4/2 Stück 19l 4er Weissweine, 15/2, 2/4 Stück 1915er, 9/2, 3/4 Stück 1911er lnaturr. 1 , 18/2 und 3/4 Stück 1914er Rotweine. Allgenleiue Probetage: In der Kellerei des Bersten gererS, gegenüber der Station Gau-Algesheim am 22., 23., 24., 25. und 27. März. In Bingen im Bersteigerungslokal am 29. März von morgens 9 Uhr ab. 1688nz Versteigerung. Eine gebrauchte Mähmaschine, eine noch neue Häckselmaichine, ein Jauchesass, zwei Eggen, davon eure eiserne, drei Wagen, darunter einer für Bauholz- subreu geeignet, mit allem Zubehör, sowie noch allerhand landwirtschaftliche Geräte, kommen Freitag, den 10. Mär/, d. «I., mittags IV* Uhr, bei Frau Gustav Kinzcbach Ww., iOvvenrod, Kreis Gieftcu, zur Versteigerung. 1684 Drillsaat spart Saatgut! Sack’sche Sämaschinen neuest. Ausführung sind die besten für Berg n. Ebene und unerreicht in gleichmassiger Aussaat Sack’schs Universal-Pflüge und neueste Wende-Pflüge --- Feder-Kultivatoren, Acker- u. Wieseneggen Glatt-, Ringel- und Cambridge-Walzen Düngerstreuer, Hackmaschinen Hack- und Häufelpflüge I {aL Masckiaea-Fabrik Lll/ll Telephon Nr. 17 mit neuesten Tiefschnittbalken Pferderechen, Heuwender, Deichselträger sowie alle Geräte für die Landwirtschaft in neuesten Ausführungen auf Lager = Permanente Ausstellung = Kataloge kostenlos Vertreter gesucht M» Üossüfhsi Liebigstrasse 13 Fernsprecher 77 9 §i Bruchleidende s§i tragen oft kein Bruchband, weil ihnen der Druck ihres Federbandes zu lästig ist, verschlimmern ihr Leiden aber dadurch. Mein Bruchband „Ideal 44 ohne Feder, eigenes System, auch bei Nacht tragbar, bietet die grö te Erleichterung und hält sicher jeden Bruch zurück. Leib- and Vorfalibinrien, Geradehalter. Langjährige Erfahrung. Reelle Bedienung. — Bin wieder selbst mit Mustern anwesend in Gießen Donnerstag, 9. März, von 9 bis 12 Uhr im Hotel Kobel. 1685ss Bandag.-Spezialist Engen Frei, Stuttgart, Kronenstrasse 46. WiliMg. Miilttalmfftt 1 Waggon frischester Füllung eingetroffen und wird zum selben Preise wie vom Brunnen an Wiederverkäufe^. Aerzte, Krankenhäuser, und Private abgegeben. Fean Weisel. Sonnenstr. 6. < Tel. 88 Verlangen Sie bitte Prospekt ii. I.