Nr. 73 Der Gietzeirer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöcbentlich SietzenerZamilienlüätter; zweimal wöchentt.Ureis- blattsürdenRrelsGiehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: sürdie Schriitleitung112 Verlag,Geschäitsstellebl Adresse Mr Dratztnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erster ölatt (66. Zahrgang Montag. 27. März (9(6 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Rotationsdruck und Verlag der vrnhl'schen Umo.-Buch- und Lteindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: §chulftr.7. Vernqsyrei * monatl. 85 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pi.: durch diePost Mk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. nms Erfolgreiche Kampfe im Westen und Osten. Englische wafferflugzeuge an der Küste Nord-schlerwigZ. (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Lage hat gestern keine wesentliche Ver- stinderung erfahren. Im Maasgebiet fanden besonders lebhafte Artilleriekämpfe statt, in deren Verlauf V e r d u.n in Brand geschossen wurde. OestlicherKriegsfchauplatz. Westlich von Jgkobstadt gingen die Russen nach Einsatz frischer Truppen und nach starrer Feucrvorbereitung erneut zum Angriff über. Er brach v e r l u st r e i ch für fite zusammen. Kleine Vorstöße wurden südwestlich von I a k o b st a d t und südwestlich von D ü n a b u r g mühelos abgewiesen. Ebenso blieben alle, auch nachts wiederholten Anstrengungen des Feindes gegen die Front nördlich von Widsy völlig ergebnislos. Weiter südlich in Gegend des Narocz-Sees beschränkte sich der Feind gestern auf Ar- tillerieseuer. B a l t a n - K r i e g s s ch a u p l a tz. Bei einem erneuten Fliegerangriff wurde ein feindliches Flugzeug im Luftkamps zum Absturz zwischen die beiderseitigen Limen gebracht und dort durch Artilleriefeuer zerstört. O b c r st e Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 26. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Gestern konnte der gute Erfolg einer in der vorherl- gcherckren Nacht ausgcführten Sprengung nordöstlich von Bermelles festgestellt werden. In dem Sprengtrichter liegt ein feindlicher Panzerbeobachtungsstand. Mehrere eng- listhe Unterstände sind zerstört. Nordöstlich von Neuville unternahm eine kleine deutsche Abteilung nach geglückter Sprengung einen Erkundungsvorstoß in die feindliche Stellung und kehrte planmäßig mit einer Anzahl Gefangener zurück. Der französische Versuch eines Gasangriffs in der Gegend des Forts de la Pompelle (südöstlich von Reims) blieb ergebnislos. In den Argounen und im Maasgebiet erreichte der Artilleriekampf stellenweise wieder große .Heftigkeit. Nachtgefechte mit Nahkampfmitteln im Cailette-Wald (südöstlich der Feste Douaumont) nahmen ftir unsere Truppen einen günstigen Verlaus. Durch eine umfangreiche Sprengung nordöstlich von Eelles in den Vogesen fügte sich der Gegner selbst erheblichen Schaden zu. Unsere Stellung blieb unversehrt. * > Bei S t. O. u e n t i n fiel ein englischer Doppeldecker unbeschädigt in unsere Hand. Ein französisches Flugzeug stürzte nach Luftkampf im Cailette-Wald ab und zerschellte. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Russen haben ihre Angriffe im Brückenkopf von Jakobstadt und nördlich von Widsy gestern nicht wiederholt. Mehrere im Laufe des Tages unternommene Vorstöße südwestlich und südlich von Dünaburg blieben schon auf größere Entfernung vor unseren Hindernissen im Feuer liegen. Gegen unsere Front nordwestlich von Postawy und zwischen N a r o c z - und Wiszniew-See nahm der Feind nachts mit starken Kräften, aper ergebnislos und unter großen Opfern den Kampf wieder auf. Nordwestlich von Postawy nahmen wir einen Offizier, einhundertfünfund- snnfzig Mann gefangen. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. * i Ein verlustreicher englischer Flugzeugangriff. Bon zwei durch ein Kreuzergeschwader und eine Zerstörer-Flotte begleiteten Mutterschiffen sind gestern früh fünf en g lisch e Wafferflugzeug e zum Angriff auf unsere Luft,chfffanlagen in N o r d s ch l e s w i g aufgestiegen. Nicht weniger als drei von ihnen, darunter ein Kampfflugzeug, wurden durch den frühzeitig benachrichtigten Abwehrdienst auf und östlich der Insel Sylt zum Niedergehen gezwungen. Die Insassen, vier englische Offi- ziere und ein Unteroffizier, sind gefangen genommen. Bomben wurden nur in der Gegend von Houyer Schleuse abgeworfen. Schaden ist nicht angerichtet. Oberste Heeresleitung. Heute, am 27. März, setzen sich Asquith, Sir Edward > Grey und Lord Kitchener an den Konferenztisch i-rr Paris, wo zwar Herr Briand den Vorsitz übernehmen, den Engländern aber den Vorrang lassen wird. Es kommen auch Salandra und Sonnino, ferner die unscheinbaren Vertreter Belgiens und Serbiens; wer das Zarenreich vertreten wird, ob seine Abgesandten heute noch rechtzeitig in der französischen Hauptstadt eintreffen, ist uns nicht berichtet worden. In einer Notiz aus London heißt es, daß die englischen Minister bereits am Donnerstag wieder in London erwartet werden. In zwei Tagen sollen die großen militärischen Fragen erledigt werden, die monatelang erwogen worden, aber nicht zum Abschluß gekommen srnd? Herr Briand ist bekanntlich vor einiger Zeit \yn Rom gewesen, intfl sicher hat er dort über dieselben Wünsche,verhandelt, die auch jetzt: wieder Gegenstand der Erörterungen mit Salandra und Sonnino werden sollen. Bringen diese beiden Herren jetzt die Einwilligung Italiens mit, auch auf anderen Kriegsschauplätzen als denjenigen des eignen „nationalen" Kampfes mif^ zuwirken? Herr Cadorna hat bereits das französische Hauptquartier besucht. Das könnte ein Vorzeichen dafür sein, daß die italienischen Truppen demnächst an der großen Ausgabe Mitwirken sollen, die Deutschen aus den von ihnen besetzten Landstücken wieder zu vertreiben. Es könnte aber auch ein Vorzeichen lediglich dafür sein, daß wohlwollende.Erörterungen von Rom angenommen worden sind, von denen bis zu wirklichen Entschlüssen noch ein weiter Weg ist. Der bekannte Senator Humbert veröffentlicht in einem Pariser Blatte einen Erguß, den man als einen Hilfeschrei Frankreichs bezeichnen könnte. Wir geben diese interessante Ver- öffentlichung nachstehend wieder; sie steht mit der neuen Pariser Konferenz sicherlich im Zusammenhang. Bestimmte Beschlüsse scheinen doch noch nicht vorznliegen, sonst würde Humbert sich nicht so ereifern, unter .Hinweis auf Frankreichs zur Neige gehende Volkskraft die Unterstützung durch die Bundesgenossen herauszufordern. Was England an Hilfskräften nach der deutschen Westfront noch zu senden vermag? Es mögen im stillen Kämmerlein — und wenn es auch ein prunkvoller Konferenzsaal sein sollte — dabei bittere Worte fallen und nur wenige Beglückwünschungen, denn die Engländer hüben in Frankreichs schweren Stunden bis jetzt sich auffällig still und tatlos verhalten. Wird das künftige Verhältnis zwischen beiden Ländern fester geknüpft? Dann gibt es englische Versprechungen und vielleicht wieder französische Unterschriften unter Vertrüge, die in erster Linie Englands Interessen und Zielen dienen. Rußland hat durch seine neueste Offensive allen etwaigen Vorwürfen vorgebeugt, denn England wird sich über den neuesten russischen Vorstoß in Persien nicht wohl offen beklagen dürfen. Der Schrei nach Japans Hilfe ist endgültig verstummt, trotzdem man in Paris nur neue Mißerfolge des russischen Heeres bei seiner Ablenkungsoffensive feststellen wird. An den Pariser Konferenzen hätten eigentlich auch die Herren Liebknecht, Haase imd Genossen teilnehmen können, deren Arbeitsgemeinschaft mit den Entente-Mächten aus den Reichstagserörterungen klar hervorgegangen ist. Eduard Bernstein, bekanntlich auch eines der Mitglieder der neuen sozialdemokratischen Fraktion, schrieb in der Sonntags- «mnmer des „Vorwärts" einen Leitartikel, der die Ueber- schrist „Für das Ausland" trügt. Er verteidigt Hauses und seine eigne Haltung nur halb gegen den ihm von eignen Parteigenossen entgegengeworfenen Vorwurf, die Geschäfte des deutschfeindlichen Auslandes zu besorgen. Denn, sagt er, „Ausland und Ausland sind zweierlei." Wir geben von den verdrehten Hirngespinsten dieses sozialdemokratischen Theoretikers die folgenden sehr bezeichnenden Stellen wieder: Ausland iui '0 Ausland sind zweierlei. Es gibt ein kapitalistisch- imperialistisches und ein proletarisch-demokratisches Auslaiw. Wer da glaubt, daß in den fciirdlichen Ländern das ecstere große Freude über Haasts Rede empfinden '.oird, ist sehr im J-rrttnn. Dw Hauptorgane des kapitalistischen Frankreich zum Beispiel, „Temps" „Matin" usw., haben bisher nur Hohn und absprecheirdc Urteile über die Minderheit, wie über die Mehrheit dar deutschen Sozial- detnokratie gehabt. Aehnlich die Northcliss-e^Presst in En.stand, „Times", Daily Mail" und Genossen. Wenn diese letzteren, entsprechend den journalistischen Süten ihres Landes, vielleicht weniger bissig schreiben als ihre französischen Verbündeten jenseits des Kanals so üben sie dagegen mit uni so größerer Beflissenheit die Kunst totzuschweigen, was ihnen nicht m tat Kram paßl. Und Haasts Rede paßt ihnen nicht in die Rechnung, weil sie in hohem Grade geeignet ist, diejenigen Elemente zu stärken, die tat hinter jenen I Blatt elm stehenden Parteien daheim die stärkste Opposition machen; lveil das im eigenen Lande für einen baldigen, gerechten und dauerirden Frieden kämpfende, wahrhaft demokratisch gesinnte Element nur aus ihr Kraft ziehen kann und wird. Nur dies letztere Element, nur das sozialistische und demokratische Ausland wird Haases Rede mit rückhalitlosem Beifall begrüßen, nur es kann dies aus voller Ueberzeugung tun. Die Snowden imd die Trevelyan tn England, die Tscheidse und Ge-, nossen in Rußland, die Turati. die Prampolini und ihre Kampfes- brüder in Italien — sie, denen die Kriegsarrwalte des eigenen Landes wiederholt den gleichen Vorwurf eutgegengerustn haben, den Haase höreit mußte, sie allerdings haben Ursache, sich dieser Rede zu freuen. Man sieht, die ganze Entschuldigung Bernsteins besteht darin, daß er ja auch im feindlichen Auslande noch Gesinnungsgenossen habe, die den gleichen Vorwurf entgegen- nehmen müßten, nämlich die Interessen des feindlichen Auslandes zu fördern. Grenzenlose Verbohrtheit aber — oder UnwahrHastigkeit — spricht aus Bernsteins Hinweis, daß die Ausländer, die den Vernichtungskrieg gegen Deutschland predigen, von der Haltung Haases und der neuen Fraktion nicht erbaut, sondern sogar in gewisser Weise beängstigt seien! Bernstein bringt es am Ende no chsertig, zu beweisen, daß Granaten uns Wasser schwimmen können. Wir aber brauchen diesen Unsinn nicht ernst nehmen und zu widerlegen. Die Brüder in den Schützengräben, die sich zur Sozialdenrokratie bekennen, werden der Zukunft ihrer Partei wohl eine andere Richtung geben, als Herr Haase es gewollt hat. Von den bisherigen 107 Fraktionsmitgliedern haben übrigens nur 58 ftir den Hinauswurs der Haase und Genossen gestimmt, während 33 dagegen waren, 4 sich enthielten und 12 fehlten. * * * Dle österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 25. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. März 1916. Nu s s i s ch e r Kriegsschauplatz. Nordöstlich von B u r k a n o w an der Strypa drangen Honved-Abteilungen nach Abwehr eines starken russischen Angriffes in die Gräben des Feindes ein und zerstörten die Verteidigungsanlagm. Sonst keine besonderen Ereignisse. Italienischer und s ü d ö st t i ch e r Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Hofer, Feldmarfchallentnant Wien, 26. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amllich wird verlantbart: 26. März 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Die in den russischen Berichten geschilderten Kämpfe bei Latacz am Dnjestr stellen selbstredend nur Vorpoften- geplänkel dar. Es handelt sich unsererseits um Aufklürmigs- truppeu. die beim Anrücken stärkerer Abteilungen uarur- gemäß in die Hauptstellungeu zurückzugehen haben. Einen Angriff gegen die Hauptstellung der Armee Pflanzer-Baltin haben 2ie Russen in den letzten Wochen überhaupt nicht versucht. I t a l i e n r s ch e r K r i e g s sch a u p l a tz. Die feindliche Artillerie hielt die Hochfläche von Do» berdo, den Fctla-Adschnitt und einzelne Stellungen au der Tiroler Front unter Feuer. Oestlich des P l ü ck e n - P a s s e s drangen unsere Truw pen in eine italienische Stellung ein. Bei Marter im Sn gana-Tal uuu&e ein feiudlichrr Angriff alMwiestn. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant * * * Ein Hilferuf aus Frankreich. Bern, 26. März. (WTB. Nicht amtlich.) In einem dringen- dm Hrlferuf an die Alliierten schreibt Senator Humbert im „Journal": Nicht ohne gewisse Bewegung hat die öffentliche Meinung die Nachricht von dm -Einberufung der Jahresklasse 1888 lnngenonnnen. Trotz der scheinbaren Mäßigimg der in Anwendung getwf^enen Maßnahmen, trotz der Umschreibung, die man braucht, um sre anznkündigen, werden wir fortdauernd ärmer aTt c ^?> Tl J c ^' enrß ^ erl,en - Aufzählung der bisherigen großen Leistungen Frankreichs ruft Humbert ans: „Wo ist das ^ano, das wie das unserige bis an das Ende seiner Mittel anl • gesunden Männern gegangen ist, indem es die Zurückgestellten und dre zum Hilfedienste Untauglichen I'wiederholten Nachuntersuchungen unterwarf? Wer rief die Jahresklassen 1888 und 1917 imter ibte Fahnen, fast schon Greise Und beinahe noch Kinder? Wer schöpfte im weitesten Maße aus der schon so wenig zahlreichen Bevölkerung?" Nach Wiederholung seiner bekannten Forderung, mit dem Menschenmaterial schonen umzuaehen, da die Industrie, der Handel und der Ackerbau sonst aus Mangel an Menschen zu- gründe gehen würden, schließt Humbert: „Das müssen heute auch unsere Miertien und nicht nur wir allem bedenken. Hoffentlich! wmd dieses Problem ans der Pariser Konferenz nicht ver- geflen. Frankreich arbeitete für alle, heute mögen alle für Frankreich arbeiten." Die Finanzen Frankreichs. 03 .20 März. (WTB.) Ein vom Präsidenten der .üepublir uiid dem Finanzminister Unterzeichneter Erlaß erhöht .die Hochstzrffer der Banknotenausgabe, die durch Erlaß VE 11- Mai 1915 einstweilen auf 15 Milliarden festgesetzt war ausT8 Milliarden. Die italienischen Kriegskosten. . p D/ru 26. März. (WTB. Nichtamtlich.) Laut Aufstellungen ^s , italienischen Schatzamtes betragen die italienischen Kriegskosten für die Monate Januar und Februar 1505,8 Millionen Live. • * * Mackensen in Konstantrnopel. Konstantinovel,>25. März. (WTB.) Am Freitag wurde zu Ehren des Generalseldmarschalls v. Mackensen im deutschen Vereinshaus Teutonia ein Tee gegeben. Unter den Anwesenden waren Botschafter Gras 28 o l f f°,M et t ern i ch, alle Herren der Botschaft nnd des Konstllats, die Spitzen der Kolonie und Vertreter der-deutschen Militär- und Flottenkreise niit dem Admiral Sowchon cm der Spitze. Aus eine Ansprache des Präsidenten der Tmtoma, Oberst Bischofs, erwiderte Mackensen: „Der neue Gott war mit mir, und das Uebrige taten meine Soldaten. >nn Vergleich zu der Hingabe, die meine Soldaten gezeigt haben, ist Irrem eigener Anteil an dem Errungenen verschwindend klein, ^as GW war mir bisher treu, und ich hoffe, daß es mir auch m ZuLmft treu bleiben 'wird. Der größte Tank aber gebührt un- s^Ui für snne Leitung." Für seine Begrüßung dankend, fugte Mackensen hmzu: „Ms ich den Jubel gestern in Adrianopel und heute m Konstantinvpel hörte, fragte ich mich, warum sich gerade aus meme Person konzentriert. Ich glaube, weil ich als Vertreter des Teutstchtums komme. Dies ist dasselbe, tvas wir Mit berechtigtem Stolz am ganzen Balkan erleben, und es fmdet fernen Ursprung darin, daß die Balkanvölker vollstes Ve rtrauen zur Treue und Hingabe der Deutschen Hatz alle Tentscherr aus dem Balkan und in der Türkei diesen Glauben an die deutsche Treue für alle Zukunft aus recht erhalten." 25 - mcri - lWTB.l ®cnfralfefinmjt< iw ?. Mackensen wohnte dem Selamlik bei. Um IV» Uhr er vom Sultan empfangen, dem er den von Kaiser Wilhelm ujberpmdten Marschallstab überreichte. Ad- n^al Usedom Pascha und der Kriegsminister Vizegenera- Mwms Enver Pascha wohnten der Audienz bei. Der Sultan rMmhiett sich etwa eme halbe Stunde init dem Generalfeldmav- Sultan verlieh Mackensen den Stern des Osmonie- Ordens m Brillanten. Nachmittags stattete Mackensen dem öster- reichischEigari,chen Botschaster einen Besuch ab. Tie hier wcilm- den ost^tichMEigarischen Offiziere wurden nachmittags von dem GeneralseldmarschaU empfangen. £• *«“*!• lWDB.) ®nter«lfetb» fj?“ w Mackens trt besucht- selten vormittags die tür- Mlnister und ftiihMickte hierauf auf Einladum, des VVeadnnrals SourkMi, an Bord des Sultan Yawus Selim" ^scha^ in Theravia. wo ihn der W-lffsMcttcrnich mit den hohe,: Beamten der Botschaft nnd deren Damen «wartete. Feldmarschall v. Macken- früheren Botschafters Frei- Herrn v. Wangenheim und des Obersten v. Leipzig nieder Auch ^' ä6ei ' mit Kränzen. Abends mtefte fort™ ^ » Ich habe mit großer Freude den Marschallstab emv- bur-d Vermittlung Ihres großen FeDninr, challs von Mackensen zu senden geruhten Ich beeile ^^a mehten ^ ant Miszusprechen. angenehm, dieses Zeichen ttefer Freundschaft au$ ben Jpanben des Generalseldmarschalls zu empfangen MwÄt Ä ^2^^^?bkanntschaft zu machen. Wollen Eure Majeftdt benAu^ruck der herzlichsten Gefühle entgegennehmen von Ihrem treu ergebenen Freund Mo Harne dV Der türkische Bericht. r .. '^nfitnUnopel 26. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Berrc^. An der ^zrak-Front keine Beränderrmg. An der ? VLl a \l * *3 r °c n E 25. März ein Erkundungs- Awacher feindlicher Infanterie- und .Kavallerie-.Kräfte jurürftädilafim. .Keine wichtige Unternehmung an den übrigen Abschnitten dieser Front — Unsere .^istenbatterien veriaglen durch ihr Feuer emige feindliche Tor- pedobovt-Z^störer, die an den Dardanellen kreuzten Drei kindliche Flieger, die die Halbinsel Gallipoli überflogen^ entflohen sofort gegen Jmbuos, als unsere Kriegsflugzeugeerschümm. ^ Die Lage in Mesopotamien. London, 25. McrrH. (WTB.) Das .KrregAcrntt teilt mit- Unsere Strertkräste, die am rechten Ufer des Tiaris vergingen, nahmen den kleinen türkische!: Posten in Felabiver am 15. Marz dnrch einen überraschenden Nachtangriff Unsere Bertuste bertugen nur vier Mann. Am 23. März General Townshend, daß sein Lager bei Kut el Amara vom 21. bis zum 23. März von feindlichen Flua- zeugen und Kanonen beschossen wurde. Die Verluste waren gering. Die allgemeine Lage ist unverändert. Aus Aegypten. ‘l 4 MLrz (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wrro gemeldet: In Anbetracht der bcfci^rgenden Lage in Ägypten, dre eine Folge des türkischen Mißerfolges air der Westgren-ze ist, ist eine Neorganisaüron der Truppen in Aegypten vorgenommen worden. General A. Murray hat in Aegypten übernormnen: General Mar well begab sich nach Errgland. Die Kämpfe in Ostafrika. London, 24. März. (WTB.) Amtlicher Bericht über die Operationen rn Ostafrrka: Nach ihrerr Niederlagen am Lumi-Fluß und an den Kitovo-Bergen zogen sich die Deutschen auf ihre Ver- ^bigungsstcllnngen zurück, die an dem Waldgürtel entlang des .Ituwu v-Flu sses angelegt waren. Starke R>egenfälle verzögerten dre Verfolgung, doch kamen unsere Truppen am 18. März erige Fühlung. Am 19. März kam es zu Waldgefechlen m der Umgebrmg von K a h e, wobei der Feind hartnäckigen Widerstand leistete. Am 20. März versuchte der Feind J:- t en : 'er wurde unter schweren Verlusten zu- ruagetrreben. ^ inzwischen gelang es berittenen südafrikanischen Gruppen, durch emen von Mvschi durch einen dichten Busch unter- irommeuen Nachtmarsch den Bahnhof am Pangani (Station Kähe) Mit zahlreichen Vorräten zu nehmen und die Rückzugslinie des Fernc.es zu bedroherr. Der Feind erhielt Verstärkungen mit der Eisenbahn und hielt hartnäckig seine Stellungen, um den Rückzug zu deckm. Wir waren daher imstande, ihm schwere Verluste zuzufugen, was nickst möglich gcweseii iväre, wenil der Feind in der Lage gewesen Ware ferne Sttllimgen früher zu verlassen. In der Nacht vom 22. auf den 23. März räumte der Feind die ganze Rnwuv- ttnie und zog sich entlang der Tangabahn südwärts zurück. Er Uetz lein Gefckmtz von dem Kreuzer „Königsberg" in unseren Hän- den. Dre Operationen werden fortgesetzt. — Kitchener beglück wunMe General Smuts zu deni glänzenden Erfolge telegraphisch r- Anmerku n g: Die englische Meldung zeigt, daß den Engländern das Vordringen in Dcutsch-Ostafrika ttotz der großen U.ebermacht an Truppen und der überlegnen Bewaffnung infolge des tapferen Widerstandes unserer Schutztruppe nicht leicht gemacht wird. Dre Schwierigkeiteir für den Gegner wachsen bei emem weiteren Vordringen in dem Berglande von Usambara noch, wo sowohl das Gelände als auch bei Fortdauer der Regenzeit die immer mehr zunehmenden (üeländehmderilisse sich der Schutz truppe als natürliche Bundesgenossen zngesellen. Die Vermehrung der nordamerikanischen Armee. ^ 25 - (tf-) Hävers meldet aus Washington: Das Repräsentantenhaus des Kongresses aenehmiate die Vorlage, durch die der A r m e e b e st a n d auf 140 000 ^ann erhöht werden soll. Die Kalenderreform in Bulgarien. Sofia, 24. März. (WTB. Mchtarntlich.) Die So vranfe hat gestern mit «großer Mehrheit einen Gesetzentwurf betreffend die Kalenderre form angenommen. Der §eekrieg. Der englische Fliegerangriff auf die uordfriesische Küste. 26. Mürz. (WTB. Amtlich.) Am 25.März morgens haben engll-che ^eestrertträfte einen Fliegerangriff auf den nördlichen Teil der nordfriesischen Küste herangetragen Der Fliegerangriff m i ß l a n g v ö l l i g. lvic auf r°5pl 6 - mx * bereits gemeldet hat. Zwei auf Vorposten benndliche armierte Fischdampfer sind Opfer gefallen. Unsere Marine- b'e englischen Seestreitkräfte an und er- ttlurhJ 1 u l ^ re ff er - Ein Torpedobootszerstörcr wurde schwer beschädigt. nnr fo J or J ausgesandten Seestreitkräften stießen 9 p r ml l ^ e !} e ^ 0v ^. e ^ boote in der Nacht vom 25. zum 26. März auf den abziehenden Feind. EinsdieserTor- pedoboote ist bisher nicht zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Das Gefecht in der Nordsee. London, 25. März. (WTB.) Meldung des Nenterschen Bureaus: Die Admiralität teilt mit, daß am 29. Februar rH eut Kampf zwischen dem bewaffneten dent- ^reif", der als norwegisches Handelsschiff maskiert war, nnd dem britischen Hilfs^enzer k!?^°ntar.a" stattgefnnden hat. Das Gefecht führte zu ^/Verluste beider Schiffe Der deutsä-e Hilfskreuzer wurde durch Kanoiienfener, die „Alcantara" (15 850 Tmrn-en) offen fl? ^rpedo zum Sinken gebracht. Fünf Ofsi ziere nnd 115 Mann von der Gesamtbesatzung wurden auf genommen nnd zu Gesangerren gemacht. Die britischen Ber lnste betrugen 5 Offiziere nnd 69 Mann. Festgestellt ver- zu werden, daß der Feind wähnend des ganzen Kampfes«, über dre norwegischen Farben, die auf die Sck>ifA- wande gemalt waren, hmwegfenerte. Diese Nachrstcht wird letzt veröffentlicht, da ans der drahtlosen dentschmr Meldung hervorgeht, daß der Feind erfahren hat, daß der Dampfer „Greif", der das L§eispiel der „Möwe" nachahmen sollte zerstört wurde, ehe es ihm gelang, Nnsew Pa- trouillenlinie zu pastieren. (Selbstverständlich hat S .M. S. „Greif , wenner sich auch vorher einer erlaubten Kriegslist gesetzt )^ E Begrün des Kampfes die deutsck)e Kriegs flog ge Lond-o n 25. März. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureuirs: Ans den Einzecheiten über das Gefecht in der ?£ r rl£ e am Ä-bru-r geht hvrvwi, büß der Kan^s f einbItI ^ Schiff war viel stärker be- “ß ite „SUcontotü". Djas englische Schiss mnrde schwer beschädigt; aber es hatte doch d-en Anschein daß es siegreich uns dem Kampf 'hervorgehen würde, bis es offen Torpeo.o getroffen wurde. Me beiden Damp- fer schossen einander in Stücke. Dier „Greif" sank merW ^uch Ersaule hüllte mich ber rhrem Nrodersallen auf das Schiff ein. G,and mich unter Trümmern aller Art. Einige Leute schiss aus eine Mine geraten sei. Aber die über die Schutzwande gebeugten Reisenden und die Matrosen sahen yÄ ^ldetm eme von emem Torpedo lMvvrgerufene Wafserboe. Uw ich an Deck sttlrzte, hatten lich alle Reisende der Retttrngsgürtel . Besehl des Kapitäns wurden die Rettuirgsboote herabgelasim Dre bewen ersten zu Wasser gelassenen Boote ken- Schlecht und reck)t gelang es, so ziemlich alle Leute ein- Reisende, vor allem Frauen, wieder aufzn- r nn W«* Boote lavierten rmrd um das Wrack, das nicht unter- 6 Nach zwei Stunden schwamm der „Sussex" immer roch die Schotten hatten gut funktioniert. Der Kapitän ließ llf an Wertta- e ber der Bergung des Gepäcks und der Wertsachen behifflicy iem konnten. Me Funkenavparate roaren zerbrochm Durch einen Glücksfall war es möglich, Boulogne zu benachrichtigen, obwohl, die Antennen zu klein waren, um den Ort mizugeben, an dem wir wis befanden. Um 11 Uyr abends nachdem wir uns 8 Stundenlauf bftn Wasser befunden hatten' Marie Therese" ein. Es nahm „ Ko Pe-n h« g e n, 26. März. (WTB. Nichtamtlich ) Ber- lrnHSte Tidende" berichtet mls Egsbjevg über ein See- G JL[ e $ t ^ d)e L ehlxl 20 enHlifchon Kwidschiffen dar- Unter o grobem, Kveuzern und st5 -f-A- fi ^ Ü" n, di« anscheinend in« Fahrwasser sndlrch Fand stschteii Dre Fisclchanchfer zvgen sich, nachdem wie nmir zu beobaAKen meinte, zwei tarn ihn«, in Brand icschoßsen waveu, }»trH. Emige deutsche Kriegsschiffe unL «n Zeppelm rmnen zn Hilfe. Es entstand eine^^lch« i!Mwnadc ine 10 bw 15 Minnten danerte. Die Begeßen- h^en schelten sich « wert voni Lande ab, daß es selbst ,wt den besten Krnalasern unmöNlieh war, die Einzelheiten M Tl°i laen -uVS pickte sich, (Fand ist eine dünisüw de* Nordsee hart au dxr Küste Jchtlands, etwa . »lometer nördlich der Insel ©IjU. Egsbierg, von wo die .WAKLiSA' —- - ««» ttas das Boulogner Schiff a st '^l le Reisenden auf. Die übrigen Personen wmdcn pater an Bord eines eiiglisckien Schiffes ausgenommen. Ein drittes Schiss nahm die „Sussex" ins Schlepptau, um sie nach Boulogne tm r C s lIT9e ©‘ Aoierkenswert ist, daß die Maschinen der „Sussex" Lickt nrcht aufhörtm zu arbeiten und das elektische den Vu bcnlhigm baiU bntm5 ' ke Kilfe wartenden Reisen- London, '25. März. (» Nichtamtlich.) Meldung Reuterschen Bureaus. Wie berichtet wird, sind alle assagiere des „Sussex" gerettet worden. Das a)isf, das um 1 Uhr 25 Minuten nachmittags aus Folke- reibt n^ e Cä)Xm ^ aT ' touribe Dieppe torpediert; es 25 ' y ^ (WTB. Nichtamtlich.) Der Post- ^er Englchhman" der Mississippi and Domi- Oteamshrp Eo r,t u n 1 e r g e a a n g e n. Nach der letzten Melonng sind 6 8 Ueberlebende geborgen London, W.März. (WTB.) Meldungües Reuter- chen Bureaus Die White Star Line teilt mit. dä drei Offiziere und 33 Mann des Dampfers „Englishman" oe- w°ü>"n17m m%eXbm Wkn 6° P-rlonen gßettet London, 25. März. (WTB. Mchtarntlich.) Der britische Dämmer „Salyb ia" (3352 Tonnen) ist versenkt worden. Dre Passagiere und [bte Besatzung wurden gerettet, wor^n^ ^ nach Boulogne gedvacht London 26 März. (WTB.) Der britische Dampfer g^ttte? ^ h r 1 b ^ 6 versenkt worden. Die Bcßrtzung wurde MLrz. (WTB. Nichtamtlich.) Einem zufolge meldet die „Times" aus Melbourne: Das Schiff „Anrvra" der Shackleton-Expedition ist am f: xe l .bf.u stbeschädigt worden. Die „Aurora" be- stndet sich mit Notstener -und ankerbos auf dem Wege nackt ^ort ^halmero in Neuseeland; sie dürste Anfang April dort .Baris, 26. März. /WTB.) Dem „Mattn" zrffolge berichtet der gestern aus Marseille eingetrofferie Postdampser Lei- ^^^hire" daß er am Mttwoch cineri Funkspruch daß der englische Dampfer „M i n r7e a p o l i s^chach ^Negistm 13543 sonnen) von einem feindlichen Tauch- boot torpediert worden fei und sinke. „Leioestershire" eilte ^ ( 5 er Dampfer „Mnneapolis" ging unter, das Schicksal der Besatzung ist unbekannt. ^ Aus dem Kelche. Das Kaiserpaar zur Kriegsanleihe. . -chrlin, 25 Mürz. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kai- &££ SagT“ Ä -Ete». „Hocherfreut imrch die Meldung von dem glünKen- den Ausfall der Vrerten Krie gsanleihe, spreche ^ch HchE'allen, d,e sich an dieseni großartigen Erfolge beterlcht haben, meinen wärmsten Dank nnd Glückwunsch aus. Der neue Beweis des einmütigen Siegeswille^ und ungebrochener Kraft recht sich den bewundernswerten Assen von Heldenmut und Vaterlandsliebe, die uns-re Kampfer an der Front täglich >ablegen, >Mrdig.cm. Ein Volk das rn ernem so!ck)en Geiste nne ein Mann Msmnmensteht gegen den Ansturm ferner Feinde, darf im Vertrauen ans Gott .den Sreg seiner !gerechten Sacl^ mit Zuversicht er- wnrten. Mkhelm I. R.“ Von der K-aiserin ist dem Staicttssekretär folgendes Telegramm ^gegangen: „Ich kaum nicht nnterlassen. Ihnen gegenüber merr;er ihen über das glänKende Freude Ausguck zu verleihen ^ Resultat der vrerten Kriegsanleihe. Gott segne unser Volk • AUguste Viktoriu." Zlnn Rücktritt des Großadmirals v.Tirpitz. r i ® er J in ' 25. Mrz. (WTB.) Großadmiral v. Köster zÜl ^ ail } en D eu tscheu Flo t ten Verein s an Großadmiral v. Tirpitz folgende Kundgebung gerichtet: Der Rücktritt Euerer Exzellenz von dem seit^19^^en versehenen Amtt als Staatssekrettrr des ^ichsmaruieanrtes gibt dem oenffckieii Flottenverein Veranlassung, der hohen' Verdienste zu ch-' denken, die sich Euere Exzellenz um die Schaffung unserer Flotte und damit um die Sicherheit des deutschen Volkes erworben haben. Auf allen Gebieten des deutsche» See- Ei.ere Exzellenz schöpferisch und bahnbrecknud gewirkt. --Lenn im g^enwartigen jkampse gsgen eine Welt von Feindest itnser Vwk nicht nur standznl,alten verniag. sondern begründete Hoffnung auf den^idgültiaenSieo feiner Mafien Huche Hegen darf, st» Wb dies neben dein ftarten beiut* scheu Heer her scharfen Weh^-nr G^e M verdanken, die zu schmieden das Lebenswerk Eilerer Exzellenz gewesen ist. Mit Trauer sieht der deutsche Flottenverein den Organisator unserer Flotte in dieser stürmischen Zeit aus dem Amte scheiden, in denr noch so manche Aufgaben seiner harrten. Dankbar wird er stets der Zeit gedenken, in der die Mehrung der Seegeltung des deutschen Volkes Eilerer Exzellenz und sein gemeinsames Ziel war, der eine so vielfältige Förderung ferner Arbeit durch .Euere Exzellenz erfahreil durste. (gez.) v. Köster, Großadmiral. Die Gemüschöchstpreise. Berlin, 25. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie wir erfahren, besteht kein Zweifel, daß die Gemüsehöchst preise nur die Ernte des Jahres 1915 betreffen. Für die kommende Gemüseernte des lausenden Jahres, insbesondere für Frühgenrüse, sind keine Höchstpreise festgesetzt worden. Dresden, 25. März. (WTB. Nichtäintl.) Der König hat dem Kaiser am 24. März auf dem westlichen Kriegsschauplatz einen Besuch ab gestattet. Die Monarchen begrüß ten sich außerordentlich herzlich und verbrachten zwei Stunden in angeregter Unterhaltung. Der König trat alsdann die Heirnreife nach Dresden an, wo er heute vormittag einaetroffen ist. --- Frankfurt a. M., 26. März. Fast 5000 Personen aus Frankfurt und seiner näheren und weiteren Umgebung füllten heute mittag das Albert Schumann-Theater, um Friedrich Naumanns Vortrag über den „Weg durch Mitteleuropa' zu lauschen. Der Redner entwickelte die Gedanken seines bekannten Buches. Aus Stadt und Land. Gießen. 37. März 1916. Handwerkerversammlung für die Kreise Gießen, Alsfeld und Friedberg. Eirrer Einladung des Vorstandes der Handwerkskammer zu Därnrsüadt folgend hatten sich gestern im Saale des Hotels „Grvßherzog von Hessen" eine große Anzahl von Handwerkern aus allen Teilen Oberhessens eingesunden. Ter Vorsitzende, Gewerberat Falk- Mainz, begrüßte die Anwesenden, insbesondere Regierungsral Welcker als Vertreter der Regierung, Ober dürgermeister Keller als Vertreter der Stadt Gießen, und Ge werberat L. Petri II. als Vertreter des Handwerks, die ihrer seits für die Einladung dankten und der Versammlung guten Er folg wünschten. , ^ Syndikus Schüttler sprach sodann über dre Organ x sation des Handwerks und die Fürsorgemaßnahmen für die aus dem Felde Zurückkehrenden. Er führte aus: Das Ergebnis der vierten Kriegsanleihe erfüllt uns mit freudigem Stolz. Auch der Handwerkerstand war sich seiner Pflicht bewußt. In den Reihen des Handwerks hat das gewaltige Völkerringen tief eingegriffen. Ta ist denn die Tatsache von großem Wert, daß es den Bemühungen der Handwerkskammer zu Darmstadt gelungen ist, eine weitgehende Beteüigung des Handwerks an den Heereslieferungen möglich zu machen. Die Schwierigkeit dieses Unter nechmens war in erster Linie darin begründet, daß fast durchgehends die festgefügte fachliche Organisation gefehlt hat und man doch mit den einzelnen kleinen Meistern nicht in Beziehung treten konnte. Nur einzelne Gewerbe, so z. B. das Schneidergewerde, lmtten sich einige Jahve vorher zusammengeschlossen. Tie guten Folgen zeigten sich denn auch sofort, da ihnen reichliche Aufträge zugäeilt werden konnten. Der große Lehrmeister „Krieg" hat gezeigt, daß nur durch fachgemäßen Zusarmnenschluß das Handwerk die während und nach denc Krieg auftanchenden schweren Aufgaben zu lösen sind, wie dies ja auch schon längst andere Berufszweigq eingesehen und in die Tat umgesetzt haben. Das ist man auch den aus dem Aekde Zurückkehrenden schuldig. An Körperschaften und Behörden werden ohne Zweifel noch dem Kriege große An forderungen herantreten, durch Bewilligung von Barmrtteln und unverzinslichen Darlehn Existenzmöglichkeiten zu schaffeir. Llber die Regierung kann nicht allein helfen, es muß der Weg der Selbsthilfe beschüHen werden, deren Erfolg nur durch Zu sammenschluß möglich ist. Redner führte dann genauer aus, wie die Organisation des Handwerks im Anschluß an das schon Bestehende geschehen muß und sprach die Hoffnung aus, daß es diesen Bemühungen gelingen möge, einen Wiederaufbau des Handwerks nach dem Kriege zu ermöglichen und so die Wunden schließen zu helfen, die er geschlagen hat. Ter zweite Redner, Direktor P a e ch - Darmstadt, gibt ein Bild von der Arbeit und den Leistungen der Handelskammer zu Darmstadl und der ihr an geschlossenen Handwerkszentral- gerwssenschast. Er schilderte, wie durch den Krieg eine vollständige Umwälzung aus den Gebieten des Gewerbes und der Industrie stattgesunden hat. Daß nun nicht allein die Großindustrie, sondern auch das Handwerk bei der Ausführung der Kriegsbedürfnisse berücksichtigt imrtbe, das ist das Verdienst der Hessischen Handwerkskammer, die mit großer Energie die Vermittlung zwischen Heeres leitmrg und Handwerk übernahm. Daß nicht noch mehr erreicht wurde, daran ist die Tatsache schuld, daß es an der nötigen O r ganisation fehlte. Trotzdem steht Hessen unter den deutschen Handwerkskammern, was deren Leistungen anbetrifft, an 8. Stelle während es seiner Mitgliederzahl nach die 35. Stelle einnimmt. Den beiden mit Beifall ausgenommenen Vorttägen schloß sich eine sehr rege Aussprache au, nach deren Ver.lauf der Vor sitzende feststellen konnte: Es ist unbedingt notwendig und im Hin »blick auf die nach dem Kriege an das Handwerk heranttetenden Anforderungen die höchste Zeit, daß die Handwerker sich zu örttichen und fachliichen Vereinigungen zusammenschließen im An schluß an die Handwerkskammer und die Zentral gen offen schüft zu Tarmftadt. Diese Vereinigungen sollen mit den Gewerbevereinen Hand in Hand gehen und ihre Gründungen sollen sofort vorgenommen werden. * ** Amtliche Personalnachrichten. In den Ruhestand versetzt wurde am 16. Februar der Lehrer Philipp Mohr zu Offenbach auf sein Nachfuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. März 1916 an. — Die Groß Herzogin hat am 16. Februar dem Lehrer Philipp Mohr zu Offenbach anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand ba4 SHttnfreus 2. Waffe des B-rtn«Üi°rdtn» MliPv« «r«b- mütigtn verliehen. - Das Ehrenzeichen für M-rtglreder ftetiEiger Feuerwehren wurde verliehen Jakob B a u nr g a r t n e r von Dfiet» Ingelheim. - Die GrohherzoglN hat am 22. Marz den Präsidenten des Ministeriums der Frnamen Dr. ^ohann^ Be ck er von den Tienstverrichtungen eines Mitgliedes der Prüfung^ kvmmission für das Justiz- und V-rivaltungssM enthoben und an dessen Stelle den Ministerialrat in den Ministerien des Innern und der Justiz Staatsrat Daniel Lorbacher zum Wrtglred der genannten Kommission ernannt. _ ... _ .. ** Schulen und Kriegsanleihe. Wie uns nnt- geteilt wird, haben die Samm elze ichn ungen tu ben Schulen des Bezirkes auf sogen. „Krleassparbucher' insgesamt 78653.70 Mk. und zwar rn den Schulen der Stadt Gießen 35 579.25 Mk., in den Schulen des Landbezrrkes 43 074.45 Mk. betragen. Landkreis Gießen. e. Steinbach, 27. März. Die Schülers« m m l u n g zur 4. Kriegsanleihe ergab in Steinbach 801 Mk. — Die Schuler- sammlung in der Schule zu A l b a ch ergab 1280 Mk. A Al ten-Bus eck, 26. März. Auf Anregung chrer Lehrer beteiligten sich an der 4. Kriegsanleihe die hiesigen Schulkmder mit 2350 Mk., die in Trohe mit 379 Mk. O Dorf-Gill, 27 März. Bei den Kämpfen um Verdun fiel der älteste Sohn 'des hiesigen Landwirtes Andreas Wilhelm Schmidt, Ernst, in einem Alter von 20 Jahren. Er war erst vor'3 Wochen ins Feld gerückt. — Bei der 4. Krugsanleche wurden von den Schülern der hiesigen cinklasiigen Volksschule »000 Mark gezeichnet. Bei der zweiten hatten sie sich mit 200 und der der dritten mit 700 Mark beteiligt. — Der Stand dev Winter- getreiöes ist in acr hiesigen Gemarkung m diesem Frnhjahr so vorzüglich!, wie man ihn seit Jahren rmr drese Zett nicht wahrgeuommen hat. Er läßt auf eme gute Ernte schließen. Rüddingshausen, 26.Marz. Wie uns ergänzend mit- geteilt wird, betrug die Zeichnung der S ch u l k i n d e r zur vierten Kriegsanleihe am ersten Tage 1100 Mk. und am zweiten —age 900 Mk., also zusainmen 2000 Mk. Kreis Büdingen. Kohden. 27. März. Seit Oktober 1914 galt der Maurer Heinrich Kühn von hier als vermißt. Dieser Tage erhielt die Eheirau des Vermißten durch den Zweigverein vom Roten Kreuz tn Friedberq die Nachricht, daß ihr Mann am 26. September 1914 bei La Capelle in Frankreich dilrch Kopffchnß gefallen Jet. Ern Kamerad des Vermißten, der in Dillepusten in Gefangenschaft Pt, hat die Aussage geniacht, er habe Kuhn sterben sehen. Nim gelten noch zwei Krieger von hier schon lange als vermißt. 6 Hirzenhain, 26. März. Die hiesrgen Schulkinder brachten zur 4. Kriegsanleihe über 900 Mk. zusammen. Kreis Friedberg. LI F r i e d b e r g, 26. März. Dem Kriegsfreiwilligen Wüh Nikolaus von hier, bei der Maschinengewehr-Abteilung des Infanterie-Regiments 116, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Ä ... . - te Vilbel, 27. März. Dem Unteroffizier Erlcnbeck von hier, über dessen Heldentaten wir dieser Tage berichteten, wurde am 22. März, an seinem 19. Geburtstage, das Eiferne Kreuz erster Klasse überreicht - Gefreiter And r. Kra P v - m a n n von hier, Meldereiter beim Feldartillerre-Regiment Nr., 20o wurde «mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse und der hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. — Die hiesigen S chulf t nder zeichneten 2572 Mark zur vierten Kriegsanleihe. — Aus das Ge such der Bürgervieisterei um Verlegung des hier seit 11. 1915 einquartierten Bataillons, hat das stellvertretende Generalkom mando verfügt, unsere Stadt voraussichtlich ab 1. Mai von der Einquartierung zu entlasten. te* Burg-Gräfenrode, 27. Marz. Unser Bürgermeister Hahn ist wiederholt zum Heeresdienst erngezogen worden Da einer nochmaligen Beurlaubung nicht stattgegeben werden konnte und ^geordneter M o scher o sch infolg^^ seines vorgerückten Alters die Führung der Bürgermeistereigeschafte abgelehnt hat, wurde das Gemeinderatsmitglied Rahn zur vorübergehenden Versetzung des Bürgermeisteramtes eidlich verpflichtet. LI. K l o p p e n h e i m, 26. März. Die. hiesigen Schüler zeichneten zur 4. Kriegsanleihe 5444 Mk. Gewiß eine schöne Leistung bei einer Einwohnerzahl von 381 Einwobnern. LI. Massenheim, 26. März. Die hiesigen Schulen zeichneten 1000 Mk. für die 4. Kriegsanleihe, die Gemeinde hat 16 000 Mk. gezeichnet. Ä r LI. Nieder-Erle nbach, 26. März. Die hiesigen Schul kinder zeichneten zur 4. Kriegsanleihe die Summe von 2800 Mk. 81. K i r ch - G ö n s , 26. März. Die hiesigen Schulkinde zeichneten auf Anregung ihres Lehrers die Summe von 6296 Mk zur 4. Kriegsanleihe. Ä ^ LI- O ck st a d t. 36. März. Dem Landwirt Johs. D o n g e von hier, welcher zurzeit in einem Jäger-Regiment zu Pferd dient wurde die Hessifche Tapferkeitsmedaille verliehen. 81. Bodenrod. 26. März. Die Schüler der hiesigen Schule haben 1000 Mk. zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet. 81 G a m b a ch, 26. März. Die hiesigen Schüler zeichneten zur 4. Kriegsanleihe die beträchtliche Summe von 7400 Mk. LI. Hausen, 26. März. Zur 4. Kriegsanleihe zeichneten die Schulkinder in unserer kleinen Gemeinde den stattlichen Betrag von 2600 Mk. Starkcnburg und Rheinhessen. ch Bingen, 26. Marz. In der hiesigen Volks schul beider Konfessionen wurden 4000 M. zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet. Die Zeichnungen aus die 3. Anleihe stellten sich au 1700 fc. Bo n der Bergstraße, 27. März. Die Befürchtung daß die Mandelbäume durch die Kälte zur Blütezeit gelitten hatten hat sich nicht bewahrheitet; die Fruchtansätze haben sich bis jetzt gut entwickelt. Kreis Wetzlar. r». Don der 2 e m p, 27. März. Die Belegschaft der Grube „Schöner Anfang" bei Breitenbach zeichnete zur 4. Kriegs anleihe 7000 Mark. Hessen-Nassau. ra. Gladenbach, 26. März. Bei der hiesigen Spar- und Darlehnskasse wurden von den Sparern 820 000 Mk., von der Sparkasse aber selber 180 000 SW., mithin 1 Million, Kriegsanleihe gezeichnet. Mrovinzial-A«sschutz der Provinz Dberhefferr. Kz. Gießen, 25 .März 1916, Klage des Müllers Jüngst von der Harbmuhle bei Ober-Rosbach gegen den Verein für Bau und Unterhaltung der Gruppenwasserversorgung im Kreise Friedberg wegen Entschädigung für Wasserentzug. Nachdem der Provrnzial- ausschuß nach der mündlichen Verhandlung der Sache rn seiner Sitzung vom 4. l. Mts. Beschluß gefaßt hatte, dae Urteil später zu verkünden, wurde dies heute wie folg! getan: Unter Zurückweisung der Berufung des Vereins für Bau und Unterhaltung der Gruppenwasserversoranng für ms untere Niddatal c. V. gegen das Urteil des Kreis ans chusses des Kreises Friedberg vom 19. Juni 1913 wird der Anspruch des Müllers Jüngst als berechtigt anerkannt und ihm eine Entschädigung von 3500 Mk. nebst 4 Proz. Zinsen eit 15. Mai 1912 zugebilligt. Die seit der Entscheidung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen vom 25. Me.i 1914 entstandenen Kosten des Verfahrens, einschließlich oer- jenigen der Revisionsinstanz, fallen dem Verein zur Last. Die für heute weiter angefetzt gewesenen Verhandlungen erledigten sich teils durch Zurücknahme der Klage, teils mußten sie ans Gründen der Geschäftsordnung vorerst von der Tagesordnung abgesetzt werden. _ _ Vermachtes. » Der bartlofe „Bärtige". Voll Unmut hat wohl fs manche Pariserin die Stirn gekraust, als sie vor einigen Tagen im Journal" las, daß nach der strengen Weisung des General-Ober- kommandos der Bart des französischen Soldaten zu fallen habe. Man denke, wie entsetzlich! Da hat sich die Pariserin in langen Monaten daran gewöhnt, mit zärtlicher Stimme von ihrem „Porlu ' Alt sprechen, und nun soll es vorbei fein mit dieser männlich schonen Bartzierde! Und wer ist schuld? Natürlich wieder die barbarischen Boches', die — beiläufig nach französischem Verbilde — die üble Angewohnheit haben, ihren Sturmangriffen giftige GaSwolken voranzuschicken. Da ist es dringend geboten, daß die neuen Gasmasken sich ganz unmittelbar auf die Gesichtshaut pressen, kein Barthaar soll hinfort trentiend wirken. So versucht nun die Pariserin voll Trauer sich das bärtige Gesicht ihres „Urlaubers aalglatt rasiert vorzustellen. Sie seufzt; und mit ihr trauern jene unangenehmen, aber ebenso häufig vorkommenden kleinen Tierchen die in dem wolligen Haarwald der „Poilus" so angenehme Schlupfwinkel fanden. Meteorologische yeobachtungen der Station Gießen. März 1916 § Q sl” S * » Bit ft ^ £ X o • Q W ä 2 cF» 2 eo ll -ZH 85 S . S 5 jo» £ if JO ß i o> Kl t=. § ^ J2 alll COji •° ES. Wetter 1 1 26. 2“! - 10,0 4,0 44 9 Bew. Himmel 26. i9 a6 i 4.1 5,5 90 — 10 Regen 27. 7” 3,3 4,7 81 ~ - 8 Bew. Himmel 1 Höchste T i smperatur an i 25. b i i is 26. März 1916: -ft 10,2« C. Niedrigste 25. 26. • 1916: + 0,4* C. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 28. März 1916: Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temperatttr wenig geändert, in höheren Lagen Nachtfrostgefahr. _ letzte Nachrichten. Zum Untergang des „Gussex". London. 27. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterbureaus: Zwei von den verwundeten Passagieren des Dampfers „Gusser" sind im Hospital von Dover gestorben. Zwölf andere Passagiere sind schwer verwundet. Paris, 27. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas: Die erste Liste der nach Bonlogne znrückgebrachtcn Passagiere des „Sussex" enthält 174 Mann. Darunter sind 31 Franzosen, 44 Engländer, 53 Italiener, 24 Belgier, 2 Russen. 13 Amerikaner, 6 Skandinavier imd 1 Chilene. Ein französisches Transportschiff gesunken. Sofia, 27. März. Ein Telegramm des „Utro" aus Athen lautet: Ein französisches Transportschiff, das mit Militär aus Saloniki abfuhr, lief auf eine Mi ne und sank. Von der Besatzung sind 73 Mann gerettet. Ein Minensucher wurde ausgesandt, die schwinunenden Minen au fzn fischen. Ein weiterer englischer Dampfer versenkt. i. Köln, 27. März. (WTB. Nichtamtlich.) ,Lloyds meldet ans Dover: Ter englisck^ Dampfer „Sarnt Cecilia" ist versenkt worden. Tie Besatzung ist gerettet. _ v* Holzverstergerung Donnerstag, den 30. ANirz, von vormittags 10 Uhr ab, soll aus dem Gemeindewalo zu Bersrod, Distrikt Mittelschlag, Streiteck, Lehmgrube, Höllenberg und Wamberg versteigert werden: 3 Buchenstämme mit 2,42 Fstm. 4 Eichenstämme mit 1,79 Fstm. 345 Nm. Buchen-Scheit 270 Nm. Buchen-Knüppel 14 Rm. Eichen-Knüppel 190 Rm. Buchen-Neis 6 Rm. Eichen-Neis 157 Rm. Buchen-Stock 22 Rm. Fichten-Knüppel 19 Rm. KieserN'Knüppel 7 Rm. Kiefern-Stock. Zusammenkunft im Ort. Bersrod, den 23. März 1916. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. N e u s ch l i n g. 2409 Photögr. Apparate Größte Auswahl auch fürs Feld Platten. Pack- und Rollfilms, lichtempfindliche Paniere u. sämtliche Bedarfsartikel 2200 ] empfiehlt i: | i Fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! { Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50% billiger als fede im Haus gereinigte Wäsche ü Ohne Anwendung scharfer S | Mittel zu jeder Jahreszeit blendend weiss II www. Lieferzeit zirka 2 Tage 1; GROSSWÄSCHEREI EDELWEISS ] II SohüUinslrasje 12 GIESSEN Fsrnspreohr 487 Alle photosrr. Arbeit werd. schnell u. rachfifem. auiffef. T£iv*ke ««••« Kurachantcrricbk Dckriftl. Angebote unt.QRQW ntt den Giebener Anzeiger. stets vorrätig Karl haar jr., Hranffurter §tr.59. lose und tn P»ck«nfe« in grosser Auswahl ^J^Kolodentms *■v‘. v 'jtfr £.V' ■£:*>/\*y. -y*r.* .Ä., ., Am 25. März 1916 verschied nach schwerem Leiden unser lieber Bruder, Schwager und Onkel im 69. Lebensjahre. Giessen, den 27. März 1916. Wilhelm Jett Die trauernden Hinterbliebenen: Valentin Fiesser und Frau, geb. Jett Hans Carl Fiesser und Frau, geh. Baibach, Die Beerdigung fand in aller Stille statt. — Beileidsbesuche dankend abgelehnt. 2445 D Todes-Anzeige. Treuer Kämpfer, o wie haben Sie so ferne dich begraben, Unerrreichbar Deinen Lieben, Welche trauernd hier geblieben. Ruhe sanft nun und wir wollen Treu erfüllen, was wir sollen: „Dein Gedächtnis ewig ehren“ Will uns auch das Leid verzehren. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass am 4. März 1916 unser innigstgeliebter, unvergesslicher Gatte, Sohn und Bruder Heinrich ErbV. Landsturmmann im Füsilier-Regiment von Gersdorff Nr. 80 7. Kompagnie in treuester Pflichterfüllung im Alter von 32 Jahren durch einen Granatsplitter den Heldentod gefunden hat. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharina Erb geb. Weber Lehnheim, Göbelnrod, Heinrich Erb III. den 24. März 1916. Karoline Veite geb. Erb Karl Veite, znrzeit im Felde Nikolaus Weber Ww. 2444V Georg Weber und Frau. Todes-Anzeige. Heute vormittag verschied sanft infolge Gehirnschlagflusses unsere liebe, treue Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau KarJSchröderWw. Karoline, geb. Kippbar dt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christine Uipphardt, geb. Schröder Berta Fischer, geb. Schröder Otto Schröder Friedrich Fischer Hans Lipphardt. Giessen u. Offenbacb, den 25. März 1916. Die Beerdigung findet in der Stille statt. -«» Beileidskundgebungen und Blumenspenden dankend verbeten. J '•‘S+g'Y ’ "+"h ^ --. ' • • v* *> ; „ ' Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, gute Frau unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Tante Frau Margarethe Ssntmerlad gel>. Schinenner Samstag vormittag nach langem, schwerem Leiden zu sich zu rufen. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Familie Heinrich Sommtrlad Gießen, den 27. März 1916. 08600 Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. r •>; ' \ w w/r *'>>> v-|. . ' . ' . i .j iM/., ' - •.». * iy» • Es ist bestimmt in Gottes Rar, Dah man vom Liebsten, was man hat, Mutz scheiden. Fern von der Heimat, fern von deinen Lieben, Ruhst du nun aus in fremdem Land, Ber den Helden, die auch noch sielen Q'ür das teure Vaterland. Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht stehn, Auf gen Himmel woll'n wir blicken, Denn dort gibts ein Wiedersehn. Ruhe sanft, du treues Herz, Du hast nun Frieden und wir den Schmerz. Nach 16 mm, atlichertreuer Pflichterfüllung starb den Heldentod für sein Vaterland am 25. Februar 1916 unser treuer Freund und Kamerad Wilhelm herbei Schütze in der Masch. - Gewehr-Komp. Infanterie-Regiment 116 im Alter von 23 Jahren. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund und Kameraden. Wir werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. t Seine Kameraden: muteim Eckhardt, z. Zt. im Felde Wilhelm Luh. z. Zt. im Felde August Weber, z. Zt. im Felde Willi Weber, z. Zt. im Felde Otto Zörb, z. Zt. im Felde Otto Brücke l, z. Zt. im Felde Friedrich Hardt, z. Zt. im Felde Otto Puhl, z. Zt. im Felde Karl Belten, z. Zt. im Felde Karl Brücket, z. Zt. im Felde Karl Halbrot, z. Zt. im Felde Karl Artus, z. Zt. im Felde Wilhelm Deutsch. Lang-Göns, den 24. März 1916. Papier-Bindfaden in allen Stärken, erstklassiges süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen Xässe präpariert« empfiehlt zum billigsten Tagespreis I Asle 6 r 3 w,B Lndwig Lazarns r,n ss tA 08596 Allen denen, die uns bei unserem herben Verluste ihre Teilnahme bezeugten, sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. 2438 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Friede. Michel. Wieseck, 25. März 1916. empfiehlt billigst Versanddosen und Pappschachteln Edgar Borrmann Eisenbandlung. isa Fluh- u. Seefische M. Schulhof Für Verwundete sowie schwache und blutarme Personen ist naturreiner Traubensaft b. gediegenste Stärkungsmitt, 1 Fl. Mk. 1.30 - 2.50. [. >44) Reformhaus Donnerstag;, den 30. März, abends 8’/ 2 Uhr, der Neuen Aula der Universität m Vortrag: Krieg und Geburtenrückgang jeine Mahnung für Deutschlands Zukunft von Prof. Dr. E. Opitz. Eintrittskarten zum Preise von 1 Mk. für vorhehult^« 10 r>, ,• ,, ... . puitze im v °™ rkaut voll o unr an am Saaleingange. ‘MlSD "" r hr ' ia,t für llcl1 Verein für Bevölkeruugspolitik besümmk Dir« Hermann Stelngoettef. Dienstag, 28. März 1916, abends 8 Ubr: lö.Dienstag-Abonn.-Borstell. Gewöhnt. Preise (ermäßigt) Der Fremde. (Lin Schelmensoiel in einem Aufzug von Fritz Lienhardt. Hierauf: Fritzchen. Drama in einem Akt von Hermann Sudermann. Zum Schluß: Hockeinos. Eine Liigenkomödte in einem Akt von Jakob Wassermann. Ende 10'/« Ubr. [2454c Mittwoch. 29. März 1916, abends 8 Ubr. Gewöhn!. Preise (ermählgt) Gastspiel desOber-Bayrischen Banern-Tbeaters. 'Dir.: A. Dengg.j Die geheimnisvolle Wie! Schwank in 3 Akten von Mar Real und Mar Ferner. Ende nach 10'/« Uhr. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Bor Stellungen «auner bet Boiksvornellunaemauf^. und 3. Sperrsitz nur halbe Preise.