m. u Der «etz<«r ÄAzeitze, erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerKsMÜirnblLiler; zweimal wöchentl.Xreis- dlatt skrden Ureis Kietzen (Dienstag und Freitag); zweitnal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernjprech - Anschlüsse: sürdie Scl>riitleitung1I3 Verlag,GeschäftsstelleSI Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes MM ♦ (66. Jahrgang Samstag, 25. März (9(6 BezuqSvreiZ: monatl. 85 Pf., viertel« jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch diePosLMk.2.30 viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausrv. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aüg. Goetz. Verantwortlich für d^n politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeß; iür Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; Rotationsönrck und Verlag der Vrühl'schen llniv.-vuch- und Stefnöru^eref R. Lange. Schrifttertung, Geschäftsstelle und Druckerei: §chu!str.7. BeckZämww m^Zießen^ emr Anzeiger Ge«eral-A«zeiger für Oberhchm Line Spaltung in der Sozialdemokratie. Lm Gefecht in der Nordsee. aber >es handele sich um eine heikle Frage, die auch die Kolonie:^ angehe und er halte es nicht für wünschenswett, sich in der Oeffentlichkeit darüber zu äußern. Eine Aussprache im englischen Unterhaus über die Lage in Mesopotamien. London, 24. März. (WTB.) Jni Unterhaus sagte der Minister für Indien, Chamberlain, auf ttue Anfrage über die Lage in Mesopotamien: Der Felvzug habe mff ziemlich kleinen Operattonen begonneu, die dm Hilfsguellm der Regierung Jndims mtsproäwn hätten: aber er habe sich ausgedehnt, bis jene Hilfsquellm nicht mehr ausreichten. Ter Redner sprach seine Frmde aus, daß schließlich der Regierung Jndims die Verantwortung abgmommm worden sei. Er könne auf die Frage nicht eingehm, ob die Trupßmnachschübe in Mesopotamien und die Truppm, mit dmm der Vormarsch auf Ktesiphon nnternommm wurde,'ausreichend gewesen seien. Tie militäcischm Behörden seien mit dem Zug gegen Bagdad ttnvcrstandcn gewesen. Cham- bcrlam gab zu, daß die Lazaretteinrichtungen in beklag euswerterWcise zu sammcngebro che n seim. In Basrah stt eine genügende Mmge aller Lazarettbedürfnisse vorhanden gewesen, aber lveiter oberhalb fehlte es daran, vor allem wttl reine geeigneten Flußfahrzeugc erhältlich gewesen seien. Einige gingen auf dem Tigtts und vorher auf dem Meere verloren. Mer der Bootsmangel stt nicht der ttnzige Grund dafür, was ge- schehm stt. Weder die englische iwch die indische ^iegierung seien mit den Zustündm, die sich daraus ergeben, zufrieden. Ein General und ein Zivilbeamter seien hingeschickt worden, nur die ärztlick>en Vorkehrungen zu untersuchen. Tie Untersuchung ist noch nicht ab- geschlossm. Chancherlain fuhr fort: Er hoffe, das; die Besorgnisse über die militättsche Austtistung unbegttindet seien; jedenfalls sttm Verbesserungen gemacht worden und wtttere würden folgen. Hobhouse sagte: Er bedguere, daß die militärischen Behörden Englands die Unternehmung Indiens in Dtesopotamim gebilligt hätten. Er habe gehofft, daß der Befehlshaber an Ott und Stelle seine Befugnisse überschritten habe, als er weit überlegme feindliche Stteitkräste angrisf, und daß er für diese vielleicht nicht gerade unheilvolle, aber jedenfalls durchaus nicht erfolgreiche Unternehmung verantwottlich wäre. Er sei erstaunt, daß die militättsclien Behörden den Vormarsch igebilligt hättm: denn) der Traum, daß man Bagdad mit 20 000 Mann nehmen könne> scheine ihm militÜrischer Wahnsinn zu sttn. Der Redner bedauerte, daß Chamberlain genötigt gewesen sei, zuzugcbm, daß die ärztlichm Vorkehrungen gänzlich zusammengebrochen seien. Wmn Soldatm aus Mangel an Vorsorge an ihren Wunden gestorben sind, so verdienen die dafür verantwortlichen Pcr>onen die schärfste Strafe. Der Redner wandte sich gegen di? 1' mcrkung Chamberlains, daß die Berichte der Gegner romanhaft seien.- Ter letzte ttittische Bericht sei viel weniger wmmchaft, als der lMte englische. Tic Zahl der brüischcn Verwundeten stt im tüttisrben Dettckt viel genarier angegeben, als im britischen. Eh-amber- lain erwiderte, der Feind erfahre die englischen Verluste erst «»S den britischen Berichten. H-obho use sagte, der Feind habe dänfig«: als das Kriegsamt es zugebe, erstaunlich richtige Angaben gemacht. * * * Der türkische Bericht. Konstantinopel, 24. Marz. (WTB.) Bericht das Haupt yuartiers: An der Irak front bei Felahie versuchte eine feindliche Abteilung von ungefähr zwei Bataillonen unsere Vorposten auf dem rechten Tigrisufer anzugreifen, wurde aber nach einstündigem Kampfe zurückgeschlagen. — In der Nackü vom 21. März warfen unsere Flieger wirksam Bomben auf die Feinde in Kut-el- Arnara. In derselben Nacht griff eines unserer Wasserflugzeuge feindliche in der ^phalosbucht aus der Insel I m b r o S ankernde Schiffe mit Bomben an. Wir beobachteten, daß alle Bomben wirksam ihr Ziel erreichten. Ein feindliches Torpedoboot füllte vier Segelschiffe mit über 200 als Räuber verkleideten Soldaten und landete sie unter seinem Schutze in der Ortschaft Keumir Dili auf dem Südostuser des Golfs von Clazomene. Aber auf den Angriff unserer zahlenmäßig schwachen Küstenabtcilungeu konnten sich die Räuber trotz des Schutzes _ des Torpedobootes am Ufer nicht halten und flüchteten eckig auf die Barken, wobei sie jedoch zehn der Bevölkerung gehörende Hammel Mitnahmen; darauf zogen: sie sich zurück. Sonst ist nichts zu melden. Mackensen in KonftanLinopel. Konstantin op el, 24. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Telegraphenagentur Milli. Generalseldmar- schall v. Mackensen, der den Auftrag hat, dem Sultan den ihm vom Kaiser Wilhelm verliehenen Marschallstab zu überreichen, ist auf dem Wege nach Kvnstantinopel gestern mit Gefolge in A dr i a n o p e l eingetroffen, wo ihm ein glänzender Empfang bereitet wurde. Mackensen besuchte in Adrianopel die Selim-Moschee und nahm an einem von der Stadtbehörde gegebenen Festmahl teil, bei welchem Aussprachen gehalten wurden. Die Bevölkerung bereitete dem Feldmarschall eine sehr sympathische Aufnahme. Mackensen trifft heute in Konstantinopel ein und wird vom Sultan in einer Sonderaudienz in Gegenwart von Enver Pascha empfangen. Llbends findet im Palais zu Ehren des Feldmarschalls eine kaiserliche Tafel statt. Konstantinopel, 24. März. (WTB. Nichtamtlich.) Generalfeldmarschall v. Mackensen ist heute vormittag hier eingetroffen, um dem Sultan den ihm vom Deutschen Kaiser verliehenen Marschallstab zu iibcrreichen. Auf dem -Bahnhof fand großer militärischer Empfang statt. Unter Ederen waren Marschall Liman von Sanders, Vizeadmiral -Souchen und Vertreter der deutschen Botschaft, sowie des Sultans und der türkischen Regierung anwesend. Das Publikum begrüßte den Gast herzlich. Auch die türkische Presse -feiert die Ankunft des deutschen Heersi'chrers in Leitartikeln Reichstagsfraktion, die sich aus 18 sozialdemokratischen Abgeordneten zusammensetzt. Berlin, 25. März. Zur Spaltung der sozialdemv- krattschen Reichstagsfraktion stellt der „Vorwärts" fest, daß die zu Haase stehend? Minderheit von den Rechten der Fraktion ausgeschlossen worden ist, und daß. sich die 18 Köpfe starke Minderheit als besondere „Sozialdernokratische Arbeitsgemeinschaft" konstituierte. Es sei damit däs eingetreten,. was nach der Tiefe der Memungsgegensätze und vollends nach den Szenen: des gestrigen Tages unvermeidlich war. Mehrheit imb Minderheit würden nunmehr, ungehemmt durch die bisheriges Reibungen, ihre besonderen Auffassungen vertreten können. Die Parteitage der Zukunft würden zu entscheiden haben, mtlcfye Gruppe die Gebote der Zeit erkannt habe. Aus einer Erklärung der neuen Fraktion im „Vorwärts" geht hervor, daß. der Frak tionsbeschluß mit 58 gegen 33 Stimmen bei 4 Stiminenthat tungen gefaßt wurde. Berlin, 24. März. (WTB.) Aus der sozialdemokr scheu Fraktion des Reichstages sind mit dem heutigen Tage 18 Mitglieder ausgeschieden und hüben unter der Bezeichnung „F r a t t i o u b er s o z ial d emo k ratis ch e n Ar- b e i t s g e m e i n s ch a f t" eine neue F r a k t i o n gebildet. Die Ausgeschiedenen sind die Abgeordneten Bernstein, Bock, Büchner, Dr. Oskar Cohn, Dittmann, Geyer, Haase, Henke, Tr. Herzfeld, Horn (Sachsen), Kuhnert, Ledebonr, Schwartz, Stadthagen, Stolle, Vogtherr, Wurm und Zubeil. Vor sitzende der neuen Fraktion sind Haase und Ledebour. * Berlin, 24. März. (WTB.) Der Oberbefehlshaber in den Marken verfügte anläßlich des glanzenden Erfolges der vierten Kriegsanleihe, an der die M i t w i r k u n g der Schulen wiederum hervorragenden Anteil hat, daß morgen in Berlin und in der Provinz Brandenburg die Schule a u s f ä l l t. Wer Brotgetreide verfüttert, versündigt sich am Vaterlaude! Gräuel in Armenien. Konstantiuopel, 24. März. (WTB.) Meldung der „Agentur Milli": Amtlichen Meldungen zufolge nehmen die /armenischen Banden, größtenteils aus Armeniern ! bestehend, die aus der Türkei gebürtig sind und welche mit der russischen Armee zusammen operieren, ohne Rücksicht au lGeschlecht und Alter Muselmanen fest, die in den von der türkischen Armee aus militärischen Gründen geräumten -Gegenden zurückgeblieben sind. Sie sperren die unglücklichen Muselmane^i in die Moscheen der Dörfer ein und werbrennen sre darin lebendig. Gleichfalls wird Ertlich festgestellt, daß diese armenischen Banden im Einverständnis mit Kosaken auf den: Paß von Bitlis ungefähr 20000 Muselmanen ohne Rücksicht aus Alter und Geschlecht LMgebrachr haben. * p * England und Italien. ^ Bern, 24. März. (WTB.) Der „Marina Meroantile ^ztalra" veröffentlicht eine Mitteilung seines Londoner Korrespondenten, wonach die englische Regierung beschloß, 7 0 Frachtdampfer der italienischen Regierung zur Verfügung zu stellen. Die Schiffe sollen nach italienischen Häfen sofort 350 000 Tonnen Getreide transportieren. Die italienische Regierung werde für die Schiffe die gleichen Frachtsätze bezahlen wie England für die remittierten Schiffe. Die englische Regierung verpflichtet sch, mit eigenen Schiffen Italien monatlich 50000 Tonnen Cardiff kohlen während der ganzen Kriegsdauer zu liefern. Die Kohlen find Wr die Staatseisenbahnen bestimmt Der 5eekrieg. Die Torpedierung des österreichisch-ungarischen Spitalschiffes „Elektra". Paris, 24. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter bringen auszugsweise ein Schreiben des Marineminifters an den Minister des Aeußern, in dem an der Hand des Berichtes eines Tauchbootkommandanten die Torpedierung des österreichisch-ungarischen Spitalschiffes „Elektra" zugegeben wird. Der Minister teilt jedoch mit, daß nach dem Be- richt die „Elektra" nicht die vorgeschriebenen Zeichen geführt habe. Eine Untersuchung sei im Gange. Wenn sich die Richtigkeit der österreichischen Mitteilung ergeben würde, würden die notwendigen Verfügungen getroffen werden. * ( x (WTB.) Einer Havasmeldung zu- folge ist das englische Schiff „Zelv o n g b a n-k" im Kanal rn der Nacht zum 23. März torpediert worden. Die Be satzung wurde bis auf den ersten Offizier gerettet „ ^"bon, 24 März. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter fche Bureau meldet: Der britische Dampfer „Fulmatt wurde versenkt. 18 Mann von der Besatzung wurden Ans Stadt Mttfi» Land. Gießen, 25. März 1916. Aus dem Reiche. . Das Ergebnis der «ricgsanleihe. V e r l i n 24 März. (WTB, Amtlich.) Die Zeichnungen auf.die vierte Kriegsanleihe belaufen sich nach ven bisher vorliegeiiden Meldungen auf rd. 10 6 0 0 0 0 0 0 0 0 Mark. Teilanzeigen, die das Ergebnis noch etwas erhöhen werben, stehen noch aus Auch die ffcidzeichnungen und die Zeichnungen aus dem überseeischen Ausland sind darin noch nicht enthalten. Das deutsche Bolk brachte daniit für nrieaa zwecke m 26 Monaten gegen 36'/» Milliarden sVorf an langfristiger Anleihe auf. * Eme Spaltung der sozialdemokratischen ReichSta^fraktion. F r a n k f u r t a. M., 24. März. (Priv.-Tel.) Die „Frankfurter Zeitung" meldet aus Berlin vom 24. März: Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion schloß nach der heuti gen Plenarsitzung den Abgeordneten Haase aus. Darauf bildete sich hinter dem Vorsitz von Haase eine neigte Sonntagsgedanken. „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben". Mit diesen alten Worten schließt Friedrich Schleiermacher 1806 eine geharnischte Anrede an Napoleon. Das war ganz die Stimmung der großen Patrioten jener Tage. „Deutschland ist immer noch da, seine unsichtbare Kraft ist ungeschlacht." Sie sahen die Rettung nicht, sie wußteu auch den ungebahw ten Weg nicht zu bezeichnen, der zu ihr führte. Auf uw- sichtbare Kraft vertrauten sie. In Gemüt, Geist, Wille lag diese verankert. Aus diesen Tiefen heraus tvird sie sich auch das sichtbare Eisen holen, an dem der „Mächtigste der Erde' zuschanden werden wird. Es war ein wundervolles Schicksal, das die Erinne rungsfeiern an 1813—14 dem Weltkrieg unmittelbar voraus- gehen ließ. Mer wer in den herrlichen Augusttagen 1914 die Helden jener Bergangenheii auftief, der konnte leisem Zweifel wohl begegnen. Aus tiefster Not waren vor hundert Zähren die Flammen der Begeisterung ausgebrochen, die Lohe hatte sich entzündet an grimmigem Feuer der Trübsal. Nichts davon war 1914 zu spüren. Aus tiefem Frieden, e ??,'W er frohem häuslichem.Behagen wurden ivir plötzlich aufs Schlachtfeld geworfen. Und die Rüstung, die wrr damals fast aus dem Nichts erst schaffen mußten, stand diesmal im voraus bereit. Lüttich, die Lothringer Sck)lacht, Antwerpen, Tannenberg uiid Masuren sagten es uns allen, wie herrlich dies Volksheer, Scharnhorsts mündig gewordenes Kmd, sich in Feuer und Blut bewährte. Wie anders das alles als damals ! Bedurfte es da wirklich auch für uns noch heute des Glaubens an unsichtbare Kraft? Bot nicht das Verttauen auf die sichtbare Bürgschaft genug? Aber die Tage sind dahingegangen, die Wochen, die Monate ;^das Ende sehen wir nicht, dttrr eins tvird uns immer gewisser, es gräbt sich immer grausiger und immer stolzer uns in die innerste Seele: um Leben oder Tod, uni Sein oder Nichtsein ringen wir. Noch ist die Welt der Feinde nicht kleiner geworden und noch ist trotz allen Schlägen ihre haßerfüllte Leidenschaft nicht zur Besinnung gekommen. Schon reden sie, die hellsehenden Herren der Zukunft, vom Kriege nach den: Kriege, in dem Deutschlands friedlicher Arbeit für immer der Lohn soll genommen werden, der ihr vor Gott und Menschen gebührt. Ja wirklich, das Ende sehen wir nicht. ' ’ Wohlan, wir glauben wie damals an unsichtbare Kraft Und wie herrlich doch steht es um dies alte Erbgut deutscher Geschichte — herrlich, weil es Gemeingut aller ist, sein soll und sein kann. Die sichtbaren Mittel und Wege, die zum Ziele führen, kenneir wir nicht; die Zukunft erst wird sie enthüllen. Aber die unsichtbare Kraft des Willens zum Fiel ist unser eigenstes Eigentuni. Kein Kleinmut, kein Verzagen: das Herz fest in der Hand! Alles aufsteigende Zweifeln und Bangen zerdrückt in der Stzele! Ms zu Worten darf es sich gar nicht verdichten, und wo es sich von andern uns frevelhaft aufdrängen will, da Ohr und Seele verschlossen' Wir Horen nicht, well wir nicht hören wollen. „Deutschland ist unmer noch da seine unsichtbare Kraft ist ungeschwächt. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Eck Zur herrschenden SeifenknappheiL. Vom Kriegsausschuß für Oele uni Fette wird uns geschrieben- Seitdem eine gewisse Knappheit an Seifen emgetveten ist wird cen .HMisfrauen vielfach empfohlen, aus häuslichen Fettresteu vvfV ' K ^ 1t % ^ herzustellen. Dieser tvohl meinende 4 Unkenntnis der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen bte Sundesratsverordnuiig vom 6. Januar 191b r,t nam rch die Verwendung von Fetten und Oe eu zur S iferr- hcrstellung verboten und darf nnr im Wege der Ausnahme erfolgen, wenn eine besondere Genehnn.gu.ug seitens des Reichskanzlers erteilt wird. Tie Hausfrauen werden daher mit daran tun, itire Fett- und Oelreste zu sammeln und diese einer Leisen fabrik, ivelche sich diese Genehmigung verschafft hat übet zu verschaffen in der Lage ist, zu verkaufen. Tie Sclbst- bereitung von Seifen im Hause ist schon aus dem Grunde unzu- laßig, weil hierbei das wertvolle Glycerin, welches in dm »ecken mthalten ist, nicht geivonnen werden kann und verloren Aa das Glycerin einer unserer wichtigsten Krügstohstvfst ist, bedeutet iede Vergeiwung dieses wertvollen Materials eine Beeinträchtigung der Landesverteidiming. Mit den geringen Vorräten an vorhandenen Seifen sollte m ocm Haushaltiingen heute auf das sparsamste gewirt- schaf te t »verden. Noch immer wird bei der Wäsche in u n- verantwortlicher Weise Seife vergeudet, in vielen wird lwchwertige Kernseife oder ,n d«nen der angesttebte Zweck ebensogut durch Verwendung eines villig-en Waschpulvers erreicht werden kann. Vor allem aber sollte gegenivartig ganz davon abgesehen iverden, Seifen oder Seifenpulver zum Reinigen von Geschirr und züu Scheuerzwecken zu verweiiden. Für diese Zwecke sollte ausschließlich warnie Sodalösung benützt werden, die hierfür dieselben Dienste leistet, wie die wertvolle Seife. * ** Auszeichnung. Der seit Kriegsbeginn im Felde stehende Vizefcldwebel Heinrich Bel lost im Jttianterie-Regiment Nr. 117 wurde am 15. März zum Offizier-Stellvertreter ernannt. Ihn wurde schon im Sepleinber 1914 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Am 4. März 1916 erhielt er die Hessische Tapferkeitsmedaille. Aintliche Personalnachrichten. Die Groß- Herzogin hat am 18. März lid. Js. dem Pfarrer Heinrich Z i l l e s zu Niluhorn die evangelische Piärrstelle zu Seligenstadt cmd dem Pfarrer Ludwig Wörißhoffer zu Maulbach die evangelische Pfarrstelle zu Wonsheim übertragen. — Die Groß- h erzog in hat ani 18. März den Kreisamtsgehilseu bei deui Kreisamt Dieburg Jakob Gauß zum Bureauvorsteher eines Kreis- ansts und deii Anwärter für das mittlere Verwaltungssack Friedrich Wagner aus Altenstadt zum Kreisamtsgehilseu eriiannt — Die Groß Herzog in hat am 11. l'd. Mts. dem Vorstand der Reichsbankslelle Darinstadt, dem Kaiserlichen Bankdirektor Wil- helin O s f e it berg zu Darmstadt, das Ehreiikreuz des Nerdiellst- ordens Philivps des Großmütigeir verliehen. — Der Groß- Herzog hat den: Postagenteu a. D. Peter A l b r e ch t in Groß- Äinternheiin das Allgeiueine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Fiir treue Dieuste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen vcrlieheii. ** Stadt th e ater. Aus dem Stadttheaterbureau wird initgeteilt: Tie beiden Aufführungen des morgiigeu Sonntags — nachmittcijAs die „Ehrie"' bei VoMpreisen, abends „Das G lücks mäd ebei kleinen Preisen — sind die letzten Aufführnngen dieser Stücke. — Am Mittwoch, den 29. März, findet ein eimnaliges Gastspiiel des „Ober- bayrischen Bauerntheaters" nnt dem neuesten Bauernschlvank von Real u. Ferner „Die geheimnisvolle B a b e t t e" statt, in dem Frau Anna Dengg die Hauptrolle chbt. Wir kommen auf das lustige Stück, das laut vorliegenden Besprechungen überall einen dürchschlaFsnden Erfolg erzielt hat, noch! zurück. Vorbestellungen werden an der Theaterkasse in den Geschäftsstnnden angenommen. — Wegen Erkrankung von Frl. Feldermann spielt Frl. Erna F r i e ^ e vom Neuen Theater, Frankfurt a. M., in der morgigen Vorstellung die Titelrolle in „Glücksmädel". ’ ** Im Oberhess is chen Kunstverein gelangten in der Ausstellung der deutsch-öfteareichischen Künstler 32 Bilder neu zur Ausstellung. Unter diesen befindet sich eine Sammlung Aquarelle des bekannten Aquarellmalers E. Z etsche-Wien. Sämtliche Mlder bleiben nur noch 14 Tage ansgestellt. Die Ausstellung der deutsch-österreichischen Künstler wandert sodann nach Kiel, die Saurmluirg Zetsche nach Frankfurt. ** Arbeiten von Verwundeten. Seit einigen Tagen ist im Schaufenster des Llusstattungsgeschäfts von Fritz Nowack eine Ausstellung von Arbeiten Benvundeter zu sehen. Neben den: bunten, küustlerischeii Mld, das das Auge erfreut, ist es Bewunderung Und Rührung, die diese Ausstellung besonders anziehend machen, denn alles dies' ist von beu Männerhänden unserer .Kriegsverletzten verfertigt, ja ost wurden diese bunten Mnge gar nicht mit Händen, sondern nur mit einer Hand gearbeitet. Der Zweck und Sinn der Ausstellung aber ist der, daß gezeigt werden 'oll, wie mit einer einfachen und leicht zu eÄernenoen HanÄ- 'ertigkeit, die bis jetzt nur sehr einförknig geübt wurde, vielerlei hergestellt werden kann. Zugleich soll sie eine An- regung zu weiterem Schaffen in den' Lazaretten geben, für die diese Arbeit wie keine zroeite geeignet ist, infolge ihrer Leichtigkeit, sröhlichen Bunchett und vor allem Lärmloftg- !'eit und der Möglichkeit des Arbeitens mit einer Hanii. Die ausgestellten Gegenstände, die sämtlich im Lazarett Siechenanstalt, Station Dr. Klein, U7tter Leitung von Hilfsschwester Freifrau v. Fritsch hergestellt jovrden ind, werden gerne aus Bestellung angeferttgt. Der Preis, der infolge von Aendernngeu des Materials und feiner Kosten nicht für ständig feststeheir kann, wird auf Anfrage: zuvor genau ausgerechnet. ** N ochnrals eine Z iehharmonika- Au§ dem Osten geht uns solgeirde Bitte zu: ,^Jm Namen mehrerer! Oberhessen (auch Gießener) erlaube ich mir die höfliche Anrage, ob es Ihnen möglich ist, uns durch eine kleine Notiz eine Ziehharmonika zu verschasfen. Vielleicht gibt es in unserem lieben Oberhessen einen gütigen Spender. Das Jn- trninent soll uns unsere freien Sttinden im Schützengraben verschönern helfen. Sage Ihnen iin voraus herzlichsten Dank." Wir sind gerne bereit, eirkem wohlmeinenden Spender die Adresse der mnsikliebenden Laudsturnnnänner cm- zugeben. ** Kriegskinderspende des Ali ce-Frauen- Vereins Gießen. Die Anszalilung der Spenden erfolgt: für die Namen A—M Montag, dm 27. März, nacl^ii. von 4—6 Uhr, iir die Namen M—Z Mittwoch, den 29. Mürz, vorm, von IOV 2 bis 12V 2 Uhr, im Geschäftszimmer in der Alten Klinik. ** Ein Vo rtrag über Fragen der Frühjahrs- b e st e l lang findet am Sanistag, deii 1. April 1916, nachmittags 2 V 2 Uhr, im Saale des Hotels Gwßl-erzog von Hessen statt. Prozessor Dr. 5tteberger wird, diese jetzt überaus wichtigen Fragen erörtern. Näheres im Anzeigenteil. ** Rhein-Mai nis cher Verein für Bevölke- rungs Politik. Am Donnerstag, den 30. .Mürz halt Pros. Tr. E. Opitz eiiren Vortrag über Krieg Geburtenrückgang, eine Mahnung tzir Deutschlands^ Zukunst. , ** Der Verein der Hausbesitzer hielt am 22. d. M. im Hotel Schütz seine ordentliche Jahresversarnmluug unter dem Vorsitz von Herrii Fabttkant Inderthal ab. Aus den: von dem Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht ist zu entnehmen, daß trotz des .Krieges der Verein eine gedeihliche Weiterentwicklung erfahren hat. Außer der Förderung der ürtlick-eri Angelegenheiten) betrieb der Verein in Verbiridung nrit dein Landesverband eine rege Tätigkeit im Interesse des gesaniten hessischen Haus- und Grimdbesitzes durch Eingaben uiid Verhandlungen mit Mini- sterium und Behörde, die u. a. die Herabsetzung der Steuern bei Mietsausfällen, die Besteuerung nach dcnn Ertrag, Ermäßigung des Umsatz- und Hypothekenstempels bezweckten: auch die Bc- tttebung eine Hausbesitzerkammer für das Großherzog- tmn zu errichten, Ixit der Verein unterstülü. Am Schlüsse des Jahres zählte der Verein 510 Mitglieder. Tie Kasscnabrechnnng, du einen Vermügensbestand von 3758.99 Mk. am 1. Januar 1916 auftoeist, wurde richtig befunden uiid von der Versammlung genehmigt. Bei der darmif folgenderi Wahl für 1915/16 rvurdcn die Herren Hamann, Inderthal, Kann, Launspach Raab, Schneider und Sil bereisen tvieder und Herr von M ü n ch 0 !v neu in den Vorstand geivählt. Eiw Ansraga aus der Versammlung betreffs Instandhaltung der Wohnimqen wurde dahin beantioortet, daß sich mit Rücksicht auf die ungünstigen Zeitverhältnisse, mangels geschulteir Personals mid geeigneter Rohstoffe auf die notwendigsteii Ausbesserungen beschränkt werden müsse, dabei dürste auf die Einsicht der Mieter zu rechnen sein. Der übrige Teil der Verhaudlungeii befaßte sich im wesent^ licheu mit der geplanten Ostündung einer Trenlimidgeuoffenschast, toelcher die Aufgabe zufalleii soll, die Bmvccktnng des notleidenden Haus- und C^nnidbesitzes, die Bermittlinig von Hyvotheten und deren Bürgschaft, die Einigung von Gläubiger und Schuldnec- bei Kündigniig von Hypotheken u. a. zu besorgen uird dainit Verbauen und Beruhigung in das Hypothekengefchäft zu bringen, nutz hofft man dabei, von den Behördeii und Geldinstituten unterstützt zu werden. Ein vorbereitender Ausschuß wUl zu diesein Zweck in mm—4, AS fr&MmMMbm. Mit dem Wunsche eines baldigen F-rvckens wurde darauf von dem Vorsitzenden die Versammlung geschlossen. ** Die hiesigen Bäckermeister bitten uns um die Feststellung, daß für die ltnreyelnräßigkeiben, durch die ihnen die Brotliesarung für das Gefangenlager entzogen wurde, nur ein (Änziger, der bisherige Obermeister, verantwortlich ist. Der Betreffende wurde deshalb vor 14 Tagen seines Amtes enthoben und in der (Äenevakversammlung vom 23. d. Mts. Bäckermeister Wilhelm Löber £"')'hp , rrm>iOirr /wtvJVtyi- clui. t zum Obermeister gewählt. ** Das erste Gewitter hatte sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr über unserer Stadt zusammengebraut. Cs kam zu einigen heftigen Entladungen, worauf die Kraft des Gewitters durch starke Regengüsse schnell abgeschwächt wurde. Hiernach war ein wunderbar deutlicher, weitgespannter Regenbogen zu beobachten. Landkreis Gießen. tefr Großen-Buseck, 24. März. Der in hiesiger Volksschule zur Kriegsanleihe gesammelte Betrag erreichte die Höhe von 2476 Mk. -r- Lich, 25. März. Zur 4. Kriegsanleihe wurden bei den verschiedenen Zeichnungsftellen unserer Stadt insgesamt 473600 Mk. gezeichnet. (3. 422 800 Mk., 2. 248100 Mk.) — Die Schüler der hiesigen Volksschule zeichneten 3076 Mk. 6 Birklar, 24. März. Den Heldentod fürs Vaterland starb rstu.ng Fr-ml- surts mit Milch wird nunmehr durch die Einführung der Milch' karte geregelt Jedes Krnd bis zum vollendeten zweiten Lebcns- «Mt täglich ein Liter Milc-r Aeltere Kinder bekommen hoch- üms "iber wenn sie kraut sind bis zu einen Liter Mttcp Ausgabe 'der Karten erfolgt bereits am 25 März. Kranke er- Uiact'fene Personeii erhalten eine größere Milchmenge nur aus oS em^LztlickMi'Zeugnisses - Ter Magistrat erlaht ^n Schlachtverbot für noch ler st u n as s a hi g e Milch i ü he jrden Mters, von Ochsen. Bullen «Ä nnwr sowie von Kälbern unter 100 Pfund Lebendgcwuht der Westerwälder und Vogelberger Rasse wirb die Gewichts grenze auf 85 Pfund festgesetzt. ^ Der Letzte seines Hauses. = Bad Homlbiurg o .w. H.. 24. März. Heute , vor 50 Jahren - am 24. März 1866 — schloß der letzte Fürst des Hauses Hessen-Homburg, Lmrdgraf Ferdinand, im Alter von fast 83 Jahren die Augen. 'Rach> semenr Tode sielen infolge der bestellenden Erbfolgeordnungen und Verträge sämtlich ^ande Besitzungen und Rechte des landgräslichen Hanfes an das Großherzogtum Hesse u-Darmstadl, später ledoch - nach den: preußisch-österreichischen Kriege . an den preußischen Staat. Ferdinand regierte seit 1848. Als er 1863 seinen 80. Geburtstag feierte, da sprach er, als er alle die Zeichen treuer Anhänglichkeit seiner Homburger sah, gerührt: „Ich bin zwar der letzte meines Hauses, aber ich brn doch nicht allein!" — In der düsteren Fürstengrust der Schloßkirche liegt er als 77r. in der langen Reihe der Hamburger Fürsten seit Stiftung des Hauses Hesse,:- Homburg durch Friedrich I. im Jahre 1622. Tie Fürstengrust ist heute aus Anlaß des Gedenktages geöffnet. Am Sarge Ferdinands wurde in den Mittagsstunden ein Kranz niedergelegl. [] Mar bürg, 24. März. Bei der gestrigen Magistrats- w a h l wurden die ausscheidenden Herren Geh. Rat Prof. Reis- s e r t, Färbermeister Estor und Zinrmermeister V o l l a n d wiedergewäUt. Für die seüherigen Magistratsmitglieder Kaus- mami Spörhasc und Rentner Zeiß wurden gewählt Kaufmann Tromm und Parteisekretär Po er sch. — Bei der hiesigen Reichsbank wurden aus Marburg und Umgegend insgesamt 17 Millionen Mark zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet. Bei der dritten wvrens cs 13,3, bei der zweiten 9 und bei der ersten 31/2 Millionen Mark. „ . [] Marburg, 25. Mürz. In sämtlichen Stadt- und Landschulen wurden teils recht erhebliche Summen für die Kriegsanleihe gezeichnet. Die Schüler des Gymnasiums Philippinum brachten außerdem aus dem Lande 373 200 Mk., und die der Oberrealschule 153 500 Mk. durch Werbung zusammen. Wm. Kirchhain, 24. März. Bei der hiesigen Sparkasse wurden auf die 4. Kriegsanleihe von 890 Zeichnen: 661 500 Mk. gezeichnet. Bei der 1. Kriegsanleihe lvaren es 52 Zeichner, dre 165 400 Mk. zeichneten, bei der 2. Anleihe 336 Zeichner mit 550 000 Mk., bei der 3. Anleihe 459 Zeichner mit 725 500 Mk. * Frankfurt a. M., 24. März. Waldemar von Baußnern, Direktor der Großh. Musikschule zu Weimar, ist an Stelle des verstorbenen Professors Iwan Knorr als Direktor von D r. Hochs Konservatorium berufen worden. Herr von Baußnern wird voraussichtlich bereits am 1. Mai ,eine Stellung antreten. Waldemar von Baußnern ist seit 1908 der bekannte Leiter der Großh. Musikschule in Weimar, an der er auch eine ausgiebige fruchtbare Tätigkeit entfaltete; in früheren Jahren Dirigent des Mannheimer Musikvereins und Lehrergesangv ercrns, dann der Dresdner Liedertafel und des Dresdner Bachvereins, von 1903 bis 1908 Lehrer für theoretische Fächer am Kölner Konservatorium, wo der frühere Lehrer noch jetzt in gvoizem Ansehen steht, von Baußnern hat eine Anzahl Opern geschrieben, 01 t über eine Reihe von Bühnen gingen; so „Der Bundschuh' in Frankfurt a. M. vor 12 Jahren, „Herbert und Hildes früher idoit m I Mannheim und vorige Woche in Leipzig unter semer ergmren Ler- 1 tung sehr beifällig aufgeführt. Von seinen zahlreichen Kanrmer- mnsikwerken ist besonders beliebt ein Ouintett für Klavier, Vwlrne, Klarinette, Horn und Cello. Er schrieb ferner Sinfonien, Chorwerke und Lieder. _ «- * = Frankfurt m Ende io-/! Uhr. Mittwoch, den 29. Mar^ abends 8 Uhr, b-i^^ Ivöhnlichen Prei en (ermäßigt): Gastsv'el des Oberbay i 1 „ b (( » Theaters, Direktion A. Dengg: »Die g-h°'um'Sv°lIe Babel,e. Schwank in 3 Akten von Mar Real und M« Femer.^ Ende nach 10 Uhr. Freilag, den 31. März, abends 8 Uhr,^ b°> a-wohnUch-n Preisen (ermäßigt), Gutscheine haben Gültigkeit. » Drvaeln Fräuleins." (Neuheit!) Lustspiel in 3 Akten von Gabrie Dr^gety Ende 10'/, Uhr. Sonntag, den 2. April, nachmittags 3/, Uhr, Nolkspreijen: .Der Juxbaron." Ende 8 Uhr Ab°>,ds 7 / Uhr. bei kleinen Preisen: „Logierbesuch." (Neuheit!) Schwank Akte,: von Fritz Friedmann-Fredrich. Ende nach 1t' viyr. _ Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 26. Marz 1 Wechselnd bewölkt, metft trocken, Temperatur wenig geanoeri. ^ Handel. Wetzlar, 23. März. In der heutigen Anfsichtsrats- Sitznng der Bnderusschen Eisenwerke wurde der Rcch- irnnasabschluß für' das Jahr 1915 vorgelegt^ Ter Rohgewrnn stellt sich Ä 4 270 933.69 tzRk. (im Bor.ahr- 2 138 374 22 MIß Nach Abschreibungen ans Anlagen rn Hohe von 2 353 712.56 Mk. (i. V 2138 984 45 Mk.) verbleibt ein Rerngewmn von 1917 221*13 Mk. (i. V. 0), zu welchem der Vottrag aus dem Vorjahre mst 250 897.83 Mk. hinzutrttt. Ter am 20. April stattfitidenden Hauptversammlung soll folgende Gewinnverteilung vorgeschlagen werden: Zuweismig zur gesetzlichen Rücklage 95 861.06 Mk. (i. V. 0), Zuweisung , zu erner besonderen Rücklage 500 000 Mk. (i. V. 0), 5 v. H. Trvidende am 22 000 000 Mk. Aktienkapital 1100 000 Mk. (i. B. 0); vertragliche mid satzungs- qemäße Vergütung an Aufsickstsrat, Vorstand und Beamte i 170 883 03 Mk. (i. V. 0). Für gemeinnützige Zwecke werden 50 000 Mk. vorgesehen (i. V. 0). Es verbleibt dann em Vortrag ^ von 251374.87 Mk. (i. V. 250 897.83 MkJ__ Letzte Nachrichte«. ® c n i Lage folgenden Bericht: Es gelang den Den.^/,. PL Stelle Fuß zu fassen, und zwar eiuen Kilometer südwestlich Malatt court auf den! Hügel Haucourt. Dieser aut deinwährend säst 36 Sttrnden ein Feuer von unerhörter Hefttglett lag„ war >chw^ zu verteidigen. Am südlichen Abhänge des Haucourt-ÄuMs oe- findet sich etwa zwei Kilometer von dem ersten Abhangeenttcrnt die Höhe 304, die von uns stark deiestigt ist. Die Deiittchen: halten fest dem 20. März den gesamten Malancourt-Waw Sie stehen also auf drei Seiten im Lfien. Norden und Weiten unserer Stellung. Die Stellung selbst, wo ^nr flohen, wird wi drei Tagen von ihren großkalibrigen Geschossen über,chuttet, ebenso das zwei Kilometer rückwärts gelegene Gebiet Wir können de n Verlauf dieses Kampfes nur verfolgen, ohne Wicklung vorauszusehen. Selbst wenn es den ^entichm gelingt, diesen Vorsprung in ihre Hand zu bringen und wi* aut die rnme Avocourt—Esnes—Chattancourt zurückzudrängen, werden wme Schwierigkeiten nach Zurücklegung dieser Etappe ,:e erwarten. Rücktritt des griechischen Kaüinetts? Genf, 25. März. Der Lyoner „NouveMte meldet aus Athen, daß das Kabinett S k >u l n d i s demrsstonierenmrd daß Zaimis ein neues Kabinett bilden werde, das d« E rtttaaru nio Benizelos zum Ministerpräsidenten vorbereitet. Dre gnechpche Kammer werde von neuem aufgelöst werden. Die Haltung Rumäniens. i Köln, 25. März. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Kopenhagen: Ten Vertrag zwischen Rimränien Z«llral- möchten 'bezeichnet „Extrabladet" als das handüspolttrsch bckeu- ttmgsvollste Ereignis seit Beginn des Dre ganze unklare Balkansittmtion hat sich auf einmal vollsta^ig verändert. Daß die rumänische Regierung die Erfüllung des Vertrages garannert, beweist ihren Willeir znr Neutralität. Ein dänisches Schiff gesunken. i Köln, 25. Marz. Tie „Köln. Ztg." meldet ails K-opew.. baaeii: Das Ministerium des Aeußern erhielt dre Mrttcckung, daß das Dampfschiff „Christiansland", aus der Reffe von Liverpool nach Kopenhagen im Kanal aus eme Mrne lies und gesunkeii ist. Tie Besatzung wurde gerettet. Börsen-Wochenbcricht. — Frankfurt a. M., 25. Marz. Im freien Verkehr der Börse herrschte in dieser Woche recht zuversichtliche Stimmung; auf fast allen Märtten ttat starke Kauflust hervor. Anregend wrrtten zunächst die großen Erfolge aus den verschiedenen Kriegsschauplätzen, namentlich du guten Fortschritte der Kämpfe vor Verdun; dann gab aber auch m den letzten Tagen das mit zunehmender Gewißheit erwartete gunsttge Zeichnungsresultat aus dre vierte Kriegsanleihe der Börse eine kräftige Anregimg. In der. Tat hat das glanzende Ergebnis der Zeichnungen vo'u über lOi/^ Millrard alle ^Erwartun- qen Übertroffen: bedeutet doch auch die n«re Enrissron wieder erneu großen finanziellen Sieg, in dem erneut Teutschlaud^ Kapital- und Wirtschaftskraft zu beredtem Ausdruck gelangt. (Zu die, en anregendeii Momenten militärischer, wirtsckMstlicher und ^anzieller Natur kommen noch andere günstige^Einwirkungen, so der gemeld^e Getreidelieferungsvertrag mrt Ruwamen, aus dessen ^Uttelhnten die Börse auf eine Annäherung Rumanreirs an die Mittelmächte scbliesten wollte Viel beack-tet wurde auch die Ablehnung des amen* kV RüstungLr°gr°mms durch das Rgvräsent°n« und die wachsenden Schwlengkeiden Amenkas iN Mexiko. Tie aus der heimischen Industrie vorgelegenen Meldungm, weübe die günstige wirtschaftliche Lage b^tcrttgen trugen das übrige dazu 'bei, neuerdnrgs erhöhte .sur ^zvdustriepawere bervorzurusen Großes Interesse zeigte sich für Montan- v a^i e r?! ^die fast duvck)weg stärker anzrehen konnten unter snuderenr Hinweis aus die weiter in Aussicht sibhendni Preis- > rbVen "u den Akticu d-w rtz-iuisck>-wastfä!rschcu Wcrkc warm uammtlich oba-schlesischeE W-rt- hoher R-ge Nackiraae trat Mich wieder für Gelsenkirckener Gußstahlwerke te imirtjen Deutsche Erdöl-Aktien und Steauna Romana Ä stark gesteigert. Rüstungswerte und ^ederfabrikaktien lagen ruhiger und waren wenig verämertt Rim. chemischen.^ Westen ivareii nur Griesheimer etwas ,ester. auch Blei-und Silberlstilte Br aubach ^en gefragt, ^itowerte schwach- meist etwas ab Elektro,verte konnten such leicht befestigen, nm Berlin. Bon deii übrigen Gebieten Sti.SÄS SÄStfÄ sich imlSTgtf X s marrn leicht befestigt, aridere fremde Fonds wemg ^iSct m* Iridk Priv°idisk°nt 4V. Prvz-nt. Märkte. 95 März. Al a r k t b e r i ch t. Auf dem heutigen matte 3 Pfennig das Stuck Salem Meiküm Salem Solö ^rgareiisn. V/iUtt-Omirisnste biedesgLbe! 4 5 6 8 1 0 „ , Käse ' 8—10 Pfennig, Käse- Welsche 0.00—0,00 Mk.^ Hammelfleisch ^ 30—35 Mg.; Milch da^ Liter ^,00 ÄmoS Psq.: Spinat 30-35 Psg. das Pstmd^elb°n.b°° ld-15Pig. daS Psd, R°s-i,k°hl 25-30 Psg. das - —— — - — igsv. Sachsen. Xrusffrei! M Bettcnfrage für Gesunde und Kr a nke^ Ist am D^N J C 'k Nr"" 4^0685" d c ?' TO fb i.nd Betten- iabrikTH Brück Gi-be n. Ecke Schl o ß g a s s c—K an z. ? » -ÄÄ & a : i£Ä stserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager böre^ auf. Es ist bestimmt in Gottes Rat, dass man vom Liebsten, was man hat, muss scheiden. Fern von der Heimat, fern von Deinen Lieben, ruhst Du nun aus in fremdem Land, bei den Helden, die auch noch fielen für das teure Vaterland. Können wir Dein Grab nicht schmücken, trauernd an der Gruft nicht steli’n: Auf gen Himmel woll’n wir blicken, denn dort gibt’s ein Wiederseh’n. Ruhe sanft, du treues Herz, du hast nun Frieden und wir den Schmerz. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass am 11. März d. J. mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, mein unvergesslicher Bruder, unser guter Schwager und Onkel Heinrich Pfeiff 2. Landsturmmann im Inf.-Regt. Nr. 116, 11. Komp., im Alter von 39 Jahren nach treuer Pflichterfüllung auf dem Felde der Ehre gefallen ist. In tiefem Schmerz: Marie Pfeiff, geb. Scheid, und Kinder Johannes Seipp und Frau, geb. Pfeiff Wilhelm Scheid Familie Kutscher Familie Kaiser. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass am 27. Februar nach 19-monatlicher, treuer Pflichterfüllung, unser einziger, innigstgeliebter unvergesslicher guter Sohn, Enkel und Neffe Karl Horn Reservist im Infanterie-Regiment Nr. 116, 10. Kompagnie, Inhaber des Eisernen Kreuzes im Alter von 25 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz . i Die Eltern: Johann Karl Horn und Frau. Steinbach, den 25. März 1916. 2488 m Odenhausen, Keinhardshain und Göbelnrod. 2410 D Todes-Änzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwieger- mutter und Grossmutter Frau Sophie Geißler, geb. Hermann beute nacht 12 Uhr nach langem schwerem Leiden im Alter von 50 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Grossen-Linden, 23. März 1916. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag um 4 Uhr vom Sterbehause, Alte Heerstr. 31, aus statt. Es ist bestimmt in Gottes Rat, dass man vom Liebsten, was man hat, muss scheiden. Nach mehreren Tagen der Ungewissheit erhielten wir am 21. ds. Mts. die traurige Nachricht, dass am 25. Februar 1916 unser unvergesslicher, einziger, herzensguter Sohn, Bruder, Enkel, Schwager, Neffe und Pate Gustav Hach Musketier der 8. Komp. Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 im jugendlichen Alter von 23 Jahren nach 16 monatlicher treuer Pflichterfüllung infolge eines Kopfschusses den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. In grossem Schmerze: Familie Adam Mach Wilhelm Ferch, z. Zt. im Felde, u. Familie nebst allen Verwandten. Weitershain, Giessen, den 24. März 1916. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. (mz % 08363 Für die überaus zahlreichen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste sagen innigen Dank Familie Chr. Bieker Familie Dr. Mächens Familie Rechtsanwalt Geissner. Giessen, Braunschweig, Darmstadt, den 23. März 1916- Es Öftt Gott dem Allmächtigen gefallen, meinen lieben Mann, den treusorgenden Vater seiner 3 Kinder, unseren lieben Sohn, Schwieger- lohn, Bruder und Schwager Ludwig Ranft Kanonier im 27. Artill. Regt., 3. Batterie nach schwerer Verwundung zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Maria Ranft geb. Becker Ludw. Ranft und Frau Familie Becker Bersrod, Job. Ranft, z. Zt. im tt-elde 2o. Marz 1916. Hch. Ranft, im Lazarett Kriegssreiwill. Willi. Ranft Katb. Ranft: Sophie Hepp. Die Beerdigung findet in Bersrod am Sonntag nachmittag 3Ubr statt. 08539 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren innigstgeliebten Sohn. Bruder, Enkel und Neffen Richard im Alter von 8 Jahren nach längerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Karl Luh, Schaffner. Allendorf a. d. Lahn, 24. März 1916. [2398 Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. März, nachmittags 27 2 Uhr, statt. 39« D Danksagung. .j* Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme bei der Beisetzung der Leiche unseres Sohnes und Bruders, sowie für die schonen, trostreichen Worte des Pfarrers Büchner am Grabe für die vielen Kranzspenden und dem Kommando des Ersatz-Bataillons Dank. 6 Ehrenbezcusuns sasen wir auf Lesern Wege allen innigsten Heinrich Klein II. und Frau Philipp Klein, Bautechniker, z. Zt. Militär-Neubauamt Darmstadt. Trei3 an der Lumda, den 25. März 1916. 08522 Ihre am 25. März 1916 in Dresden stattgefundene Vermählung beehren sich anzuzeigen 2397 D Dr. med. Wilhelm Gundermann und Frau Gertrud, geb. Rumbel. ♦ Klirre* Purqal-Tee wird seit vielen Jahren als bestes Abführmittel von vielen Frauen bevorzugt. Nur in Paketen, Central - Drogerie Schulstraße. [2022 Nachruf. . . Auf dem Felde der Ehre starben den Helden- tod fürs Vaterland unsere lieben DtitgliKer Unteroffizier Ludwig Otto Infanterist Philipp Otto Musketier Ludwig Schön Musketier Wilhelm Bellost Gefreiter der Ref. Heinrich Uumpf Musketier Uarl Fuhr. Den Helden ein ehrendes Andenken. °«->ss Gesangverein „Liederiranz" Beuern. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilna me bei dem Verluste unseres teuren Entschlafenen sagt auf diesem Wege innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Wilhelm Benner. {2436 Gießen, 25. März 1916. Kriegskinderspende! Alice -Frauen- Verein Gießen. Die Auszahlung der Spenden erfolgt: für die Namen A M, Montag, den 27. März nachm, von 4—6 Uhr für die Namen M—3, Mittwoch, den 29. Mär, vorm, von HM/,,— 12V, Uhr UN Geschäftszimmer in der Alten Klinik. 24220 Die Vorsitzende des Alice-Frauen Bercins. Halte stets ein größeres Lager von 137 ™ kärgere ™ in allen Preislagen Emil B. Müller, 8 Ghi!lerstpaDe 26 . Wegen Aufgabe beb 8eMs äsSRKss ag ese ^ ® lo