Kr. 70 Erstes Blatt 166. Jahrgang attffet tLgiich, Soasttrg«. — Beilagen: viermal wöchentlich SktzeverZamMenblatter; zweimal wöch«itl.«,eir- vlatt für-en Kreis Sietzen (Dienstag und Freitags zweimal rnonakl. Land- «irtfchLMcheZettftk-e» Fernjpr«h - Achchlüste: fürbie SchrütlettrmgllS Vertag, Beschäl tsftelleSI Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gl ehe». Lmut^we »eil Anzeige» für bte Tagesnummer bis zum Abend vorher. Ziehe« Anzeiger General-Anzeiger sör Oherheffen Donnerstag. 23. Marz M6 Beck, sämtlich :n Gießen. vermehrte Angriffe der Austen und schwere russische Verluste. Trohes Hauptquartier. 22. März. (NNMuy.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei der den Angriff aui 20. März nardöstlich von Avocourt folgenden Aufräumung des Kampffeldcs und der Wegnahme weiterer feindlicher Gräben nutzet!,alb des Waldgeländes ist die Zahl der dort eingebrachten unverwundeten Gefangenen auf ach tund fün fzig Offiziere zwcitausendneunhundertvierzchn Mann gestiegen. Artilleriekämpfc beiderseits der Maas dauerten bei nur vorübergehender Abschwächung mit Heftigkeit fort. Bei Ob erscpt haben die Franzosen nochmals versucht, die Schlappe vom 13. Februar wieder auszugleichen. Mit beträchtlichen blutigen Verlusten wurde der Angreifer zurückgeschickt. * Dreifeindliche Flugzeuge wurden nördlich von Verdun im Lustkampf nutzer Gefecht gesetzt. Zwei von ihnen kamen nordöstlich von Sarnogneux hinter unserer Front, das dritte brennend jenseits der feindlichen Linie zum Absturz. Leutnant Boelke hat damit sein dreizehntes. Leutnant Pa sch au sein viertes feindliches Flugzeug ab- geschossen. OestlicherKriegsschauplah. Die großen Angriffsunternehmungen der Russen haben an Ausdehnung noch zugenommen, die Angriffspunkte sind zahlreicher geworden, die Vorstöße selbst folgten sich an verschiedenen Stellen ununterbrochen Tag und Nacht. Der stärkste Ansturm galt wieder der Front nordwestlich von Postawy. Hier erreichten die feindlichen Verluste eine selbst für russischen Masseneinsatz ganz außerordentliche Höhe. Bei einem erfolgreichen Gegenstoß in einer kleinen Einbruchstelle wurden elf russische Offiziere und fünfhundertdreiundsiebzig Mann gefangen genommen. Aber auch bei den vielen anderen Kämpfen — südlich und südöstlich voll Riga, bei Friedrichstadt und siidwestlich von Jakobstadt, südlich von Dünaburg, nördlich von Widfy. Mischen Narocz- und Wiszniew-See —- wiesen unsere tapferen Truppen den Feind unter den größten V e r l u st e n für ihn g l a t t'z u - rück und nahmen ihm bei Gegenangriffen noch über sechshundert Gefangene ab. An keiner Stelle gelang es den Russen, irgend welchen Erfolg zu erringen. Die eigenen Verluste sind durchweg gering. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. * * * Im neuesten Heeresbericht kommt Hindenburg ausführlich zum Wort. Seine Mitteilungen klingen, trotz der vermehrten ,.großen Angriffsunteruehmungen der Russen", überaus ruhig und selbstbewußt. Ist es nicht ein glänzendes Merkmal der allgemeinen militärischen Lage, in der wir uns befinden, daß aus dem Osten uns keine ernste Gefahr mehr droht. Und daß unsere Heere im Westen die überlegenen Ringer sind, wenn der Kampf auch noch nicht bis zu Ende durchgefochten ist? Wie war's am Anfang, als der Krieg ausbrach? Man durfte kaum hoffen, daß unser deutsches Land auf die Dauer von den feindlichen Fluten llicht in irgend einem Teile überschwemmt würde. Statt dessen sind wir nach beiden Richtungen tief in Feindesland eingedrungen. und einer der völlig geschlagenen Hauptfeinde, nämlich die Russen, zeigen jetzt der Welt, daß sie sich von Hindenburgs Schlägen nicht wieder haben aufraffen können. Und in Frankreich stellen neben amtlichen Beschönigungen der Lage die Fachkritiker noch immer trübe Betrachtungen über die Aussichten an. So schreibt General Bcrthaut im „Petit Journal" über die Schlacht bei Verdun: „Wir dürfen heute nicht schließen, daß die Deutschen verzichten werden. Die vielen triftigen Gründe, aus denen sich die Deutschen in dieses Abenteuer gestürzt haben, bestehen noch." Von einer Zusammenhanglosigkeit der deutschen Kampfhandlungen will Berthaut nichts wissen: höchstens könne man angesichts der jüngsten Artillerietätigkeit ohne Jnfanterieangriffe und verschiedener Angriffe überall ohne Verbindung untereinander davon sprechen. Aber bisher sei, meine er, alles von den Deutschen Unternommene aus einer folgerichtigen Ueber- legung hervorgegangen. „Die Angriffe auf dem linken Maasufer haben uns gezwungen, zurückzugehen und ihrer Artillerie Stellen für die Längsbestreichung unserer Positionen des rechten Maasufers zu verschaffen. Die Angriffe bei Douaumont waren ebenso logisch in der Entwicklung wie die gegen Vaux, welche mögliche Gegenangriffe gegen den Rücken von Douaumont verhüteten. Ueberall eine natürliche Ent» Wicklung, irmner aus demselben Gedankengange." Der „Frankfurter Zeitung" wird aus dem Großen Hauptquartier berichtet, daß die Gesamtzahl der bisher bei Verdun gemachten Gefangenen 30 000 überschritten stabe! Die strategischen Erfolge kann auch der Laie ans der Karte sehr leicht verfolgen. Und das dürfen wir mit größter Sicherheit Voraussagen: Das Frühjahr wird uns im Westen noch große Ereignisse bringen, Fortschritte, größer wohl noch als die bisherigen. Wir stehen vor der spannenden Entscheidung, wie groß wohl der Erfolg der vierten Kriegsanleihe geworden sein mag! Die Zählung ist noch nicht beendet, aber die Ergebnisse aus einigen Städten lassen schließen, daß, w^nn auch nicht wieder 12 Milliarden, so doch die notwendigen Riesensunrmen aufgebracht worden sind, die für mehrere Monate unsere Kriegsausgaben (zwer Milliarden monatlich) decken werden. In Gießen scheint sich das Ergebnis noch etwas höher stellen zu wollen als bei der dritten Anleihe! ^Nächten solche Lebenszeichen aus dem Volke, die jetzt auch der Reichstag zu würdigen in der Lage ist, unserer Regierung Mut und Kraft verleihen, in ungeschwächter Weise den Kamipf Mit lallen zur flZ-erfügung stehenden Mitteln gegen jeden Feind, besonders England, weiterzuführen! Ueber die gestrige Sitzung des R e i ch s t a g s wird uns aus Berlin geschrieben:, . Besucher der bis auf den letzten Platz gefüllten Tribünen des Reichstages kamen am Mittwoch nicht auf ihre Kosten, wenn m. don der Fvrtsetzrmg der ersten Beratung des Etats und der Kriegssteuervorlagen besondere Sensationen erwartet hatten. Sie mußten {ruf den Beginn der Sitzung mehr als eine halbe Stunde über du eingesetzte Zeit hinaus warten; dann verkündete Präsident Kaempf als Ergebnis der mittlerweile erzielten Verständigung Mnjchen den Vertrauensmännern der Fraktionen, daß die U-Bovt- ,grage in der ersten Lesung des Etats bis aus weiteres aus der Besprechung ansscheide. Tie Beratung wird eingehend erfolgen in den Sitzungen des Hauptausschusses, der in den ersten Tagen der nächsten Woche zusammentrttt und gerade diese Frage zunächst in ängriss nehmen wird. Gegen dies auch von den Sozialdemokraten gebilligte Vorgehen hatte selbstverständlich Herr Liebknecht „entschiedenen Widerspruch" zu erheben: dann trat man in die Be- vatmig ein, die, wie man hört, nach der Vereinbarung zwischen den Kaktwnm in den nächsten Tagen unter Ausscheidung der pvliti- lwen Gesichtspunkte vornehmlich die Steuersragen behandeln wird. - „ , J e ^ E kräftigem Zugriff tat das zunächst in mehr als zweistündiger Rede der Sozialdemokrat Keil, der, nach einer Aeußerung des Zankes für unsere ttrpferen Truppen, unsere Streitkräfte zur &e ‘ e Md „die Kämpfe zu Hause gegen Entbehrungen und Kummer", von den Miß ständen sprach, die keine unabwendbare Begleiterscheinungen ^des Krieges sind. Das Allheilmittel sind ihm ein einmaliges großes Vermögensvp-fer und eine wesentliche Verschärfung der Kriegsgewinnsteuer, dagegen vermißt er in den Kriegsnotsteuern des Reichs,chatzsekretärs alle gesunden Grundsätze und bekämpft mit be- sonderer Entschiedenheit aus bekannten Gründen die Erhöhung der Tabaksteuer. Statt der kleinen Gewerbetreibenden, denen sie wie- der auferlegt werden, soll nach den sozialdemokratischen Wünschen der Besitz auch diese Lasten tragen; er kann mit Leichtigkeit eine Milliarde im Jahre inehr ausbringen, und die Erbschaftssteuer muß bei entsernten Verwandrschaftsgraeeu mit konsiskatorischen Sätzen ?,ugreisen. Der Zentrumsfühler Dr. Spahn, der nach Keil sprach, lieht in diesen Sondertvünscheu einer Partei nicht das Heit. Das Reich wird künftig eine volle Hälfte der Steuerlasten beanspruchen, soährend es bisher nur ein Drittel war; bei dieser Mehrbelastung ist cs Pflicht der Parteien, sich über die Beschaffung der Mittel zu einigen: die neuen Stenern dürfen nur mit überwiegender Mehrheit bewilligt werden. Ter Redner des Zentrums, der lei# per aus der Tribüne kaum verständlich ist, verbreitet sich dann üher die Höhe der Belastung und die Steuern im einzelnen; nach ihni utemte der letzte Redner, der Volksparteiler v. Payer, ohne wesentliche Verändermigen würden die Steueventwürfe das Hans nicht verlasseii. Wich nach ihm ist der Besitz als Steuerträger nicht zu umgehen. In beiden Reden berührten die einleitenden Worte besonders sympathisch, die rnit Wörme der Verdienste des ausgeschiedenen Staatssekretärs und Großadmirals von Tirpitz um Flotte und Reich gedachten. Seine Gestalt steht hinter all den ernsten Erörterungen, die in diesen Tagen in banger Sorge um die Zukunft unseres Landes und um die Wege gepflogen wer-: den, die uns znm Siege führen sollen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 22. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: 22. März 1916. Russisch ^Kriegsschauplatz. Die Tätigkeit des Gegners ist gestern fast an der ganzen Nordostfront lebhafter geworden. Unsere Stellungen standen unter dem Feuer der feindlichen Geschütze. An der S t r y p a und im Ko rm in-Gebiet stießen russische Jnfanterie- abteilungen vor; sie wurden überall geworfen. In Ost- galizien verlor bei einem solchen Vorstoß eine russische Gefechtsgruppe vmr Bataillonsstärkc an Toten 3 Offiziere und über 159 Mann, an Gefangenen 109 Mann; bei uns nur einige Leute verwundet. Italienischer Kriegsschauplatz. Der gestrigp Tag ist ruhig verlaufen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Gcncralstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der französische Bericht. Paris, 22. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Dienstag nachnrittag: In Belgien wurde eine feindliche Erkundungsabteilung, die in unsere Linien nördlich der Brücke von Boesinghe eingedrungen war, durch Gegenangriff sogleich wieder vertrieben. In den Argon neu war die Artillerie an den Süd- rändern des Waldes von Cheppy in Tätigkeit. Westlich der M aas erneuerten die Deutschen im Lause der Nacht verschiedene Male ihre Angriffsversuche gegen die Front A v o c o u r t- M a lanconrt, wo die Beschießung nrit Geschossen schweren Kalibers ununterbrochen andauert. Die Angriffe wurden unterstützt durch das Schleudern brennender Flüssigkeiten, die von Soldatenabteilungen, welche Spezialapparate trugen, geworfen wurden. Trotz der durch unser Feuer erlittenen schweren Verluste, konnte der Feind nach ein ein Kampfe Mann gegen Mann sich des füdö ftli chen T e i l e s d e s b o n n n s besetzten Wal- d e s v o n M a l a n c o nr t b e m ä ch t i ge n, der den Nomen Wald von Avocourt trägt. Alle Anstrengungen dsc Feindes, aus dem Walde hervorzubrochen, nrißglückten. An den oniMcu Llbschnitten des Kampfgebietes von Verdun verlief die Nacht ruhig. Abends. In den A raonimt Handgranatenkampf bei Haute Chevancköe. Unsere Artillerie richtete ein vernichtendes Feuer auf deutsche Werke au der Straße von Vienne-le-Chateau nach Bmarville. Auf dem linken Maasufer ging in der Gegend von Malanoonrt die Beschießung des Dorfes E s n e s und der Höhe 304 weiter; Unsere Artillerie antwortete mit der größter^ Energie. Der Feind unternahm im' Laufe des Tages keinen wer- irren Versuch. Zeitweise unterbrochenes Bombardement an einigen Stellen der Front östlich der Maas amb in der Woevre. In Lothringen feuerte unsere Artillerie aus deutsche Werke nördlich und östlich von Embermenil. Im Oberelsaß nahm unsere Artillerie feindliche Truppen unter Feuer, die aus Nieder- larg südöstlich von Sept hervorbrachen. Am Tage schoß einer unserer Flieger ein deutsches Flugzeug ab, das brennend in der Gegend von Douaumont abstürzte. In der Nacht zum 21. März beschossen unsere Flieger die Bahnhöfe von Tun an der Maas und von Audun--le-Roman, sowie die Biwacks in der Gegend von Bigneulles. Der Zar an Joffre. Paris, 22. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der Generalissimus Alexius hat nanrens des Zaren an Joffre ein Telegramm gerichtet, in dem der Zar seine Bewunderung für die Haltung des 20. französischen Armeekorps in der Schlacht bei Verdun ausdrückt. Der Zar sei, heißt es in dem Telegramm, überzeugt, daß die französische Armee die Feinde aufs Haupt schlagen würde. Die russische Armee beglückwünsche die französische und warte nur auf den Befehl zum Angriff gegen den gemeinsamen Feind. Der Fliegerkamps bei Mülhausen. Mülhausen (Elf.), 22. März, (As.) Die hiesigen Bläb- ter bringen anschauliche Schilderungen über den Luftkamps unweit Mülhausen ane ebenso gute Beschästigung wie zuvor. Die Emsichrung von FteljUMrttu iu ÜüMru. München, 22. März. (WTB.) Bei der Beratung des Etats der Landwirtschaft in der Kammer d er Reichsräte erklärte der Minister des Innern Freiherr von Sode n bezüglich der Einführung von Fleischkarten in Bayern: Da bezüglich der Ansdehnung der fleischlosen Tage auch in den Privathaushaltungen gewisse Bedenken bestehen, so verdiene die Rationierung des Fleischverbrauches, die zugleich auch die sozialen Gegensätze am besten aus- gleiche, den Vorzug. Es sei be-absichttigt, Landesfleischkarten ans die Dauer von vier bis 'acht Wochen auszustellen auf den Namen des Haushaltungsvorstand!Ls und zwar aus den Kops der Bevölkerung je eine Karte, so daß sie ans Reisen und in den Gastwirtschaften benutzt werden kann. Die Fleischkarte wird sich nach den vorhandenen Fleischvorräten richten. Die Einzelheiten werde eine demnächst erscheinende Ministerialbekanntmachung regelt:. Es wäre wünschenswert, wenn in dieser Frage eine möglichst einheitliche Durchführung im ganzen Reiche Platz griffe. * Berlin, 22. März. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung betreffend die Festsetzung von Einheitspreisen sür zuckerhaltigeFuttermittel und Zuschläge dazu vom 21. März 1916. Arischesten. Die Versorgung der Hinterbliebenen von Kriegsteilnehmern. Abg. Henrich und Genossen beantragen in der Zweiten Kammer: die Gr. Regiernng zu ersuchen, bei dem Bundcsrat d. hin zu wirken, daß die Versorgung von Angehöriger: und Hinterbliebenen der Kriegsteilnehmer des Unteroffiziers- und Gemeinen- standes in folgender Weise geäiwert werde: 1. Für die nach §§ 20 urrd 27 des Militärhiinterbliebenen- gesetzes vou 1907 zu gewährenden Hinterbliebenenbezüge sollten neben den bestehenden Normalsätzen folgende Mindestsätze bestimmt werden: . a) für die Witwe allein nicht unter Vs des vor dem Kriege verstenerterr Einkommens des verstorbenen Ehemannes, jedoch nicht mehr als 1000 Mk. b) für jede Halbrvaise nicht unter Vß des Witwengeldes, c) für jede Vollwaise nicht unter V.i des Witwengeldes, zusammen jedoch nicht über den Betrag des Witwengeldes hinaus. Witwen- und Waisengeld zusammen können, soweit sie über die Normalsätze hinausgehen, nicht mehr als Vs des vor dem Kriege versteuerten Einkommens des Kriegsteilnehmers und nicht mehr als 2000 Mk. betragen. Die Zusatzrenten hätten hiernach in Wegfall zu kommen. 2. Die Bezüge der Hinterbliebenen von Kriegsteilnehmern des Unteroffiziers- und Gemeinenstandes gemäß § 20a des Gesetzes, denen eine anderwette Versorgung rechtmäßig zusteht, wären in dem Sinne zu regeln, daß die Bezüge aus der Kriegsversorgirng und der sonstigen Versorgung zusammen nicht hinter den Beträgen zurüäbleiben, die sich nach dem Antrag unter 1 ergeben. 3. Das Kriegselterngeld sollte allgemein auf 500 Mk. und 360 Mk. erhöht oder aber in solchen Fällen, in denen die Eltern oder der einzelne Elternteil erwerbsunfähig sind und von dem verstorbenen Sohne ganz oder fast ausschließlich unterhalten worden sind, bis zu demjenigen Betrag erhöht »verden können, der dem Waisengeld -einer Vollwaise nach dein Antrag zu lc obeu entspricht. 4. Tie Kvmnmnalverbände möchten ermächtigt werden, die Kriegsunterstützung an erwerbsunfähige Eltern in der Höhe zu bewilligen, wie sie für die Ehefrauen vorgesehen sind. . 5. Wird nach dem Tode eines Kriegsteilnehmers an Stelle einer Hinterbliebenenversorgung nur eine einmalige Unterstützung bewilligt, so wird die bisher bewilligte Kriegsunterstützung bis zu erfolgter Temobilisatton weitergezahlt. Wer Brotgetreide verfüttert, versündigt sich am Vaterlande! seivUglgertigtrn, zumem vetl;u onmiliD-cu Peirscyc rrewen i>te Kinder einen Kreisel an. Die asphaltierten und VerkehrsärmWenj Straßen der großen Städte sind für dieses Spiel wie geschaffen. In Berlin gebraucht man für Kreisel den Ausdruck „Triefettst. und man kennt dort auch ein besonderes Tätigkeitswort „trieseln". Das Kreiselspiel wird balo durch das jedem' bekannte Himmel - und Hölle spiel abgelöst, in oem wir eins der aller ältesten Kinderspiele zu erblicken haben, da man seine Spuren bis zu den alten Griechen und Römern zurück verfolgen kaun . Auf dem Lande ritzen die Kinder in althergebrachter Weise die Figuren des Spiels mit einem Stäbchen oder einer Scherbe in das Erk-reich ein; in den Großstädten bedienen sie sich der Kreide, mit der sie auf dem Straßenasphalt oder aus den Platten des Bürgersteiges die bekannten magischen Quadrate, Dreiecke und Bogen Dlszeichnen. Erst wenn die Zeit der Murmel, des Kreisels rmd des Himmel-Hölle-Spieles vorbei ist, beginnt die Saison — oder Gezeit, wie man hatte sagen muß — der Pallspielg und andrer Kinderspiele. Es liegt, wie man sieht, viel Konser^ vatives im Straßenspiel der Kinder. * ** Die heutige Nummer des Familien» blüttes mußte aus besonderer: Verhältnissen Ausfallen. * ** Kriegs ausstellung Darmstadt. Im Schloß zu Darmstadt findet eben (s. die Anzeige) eine bis E»tt>e April dauernde, täglich von 9—6 Uhr geöffnete Kriegsausstellung statt. Sie wird allgemein als Quelle der Belehrung und der Erstarkung im vaterländischen Gefühl sehr gerühmt. Gegen geringes Eintrittsgeld veranschaulicht sie den Weltkrieg durch eine reiche Sammlung von Waffen, Gerät, Uniformen von Freund und Feind, Bildern, Druckwerken, Orden, Postwertzeichen und vielem anderem. Der Besuch dieser interessanten Schaustellung kann, zumal da der Erlös dem Roten Kreuz zufließt, jedermann, ganz besonders auch Schulen und Vereinen, ans das Wärmste empfohlen werde»:. ** Stadttheater. Llus dem Stadttheaterburecru »vird uns geschrieben: In den Einaktern der Freitag-Abonnementsvor- stellung si»id in Hauptrollen beschäftigt die Herren Stein Hofer, Goll, Tworkvwski. Hellmuth und Stettner, sowie die Damen Schild und Frenzel; zwischen jeden: der Stücke findet eine etwas größere Pause statt. ** Die Gießener Freilichtbühne veranstaltete gestern abend vor kleinem Kreise einen LienHardabend. Frau Mendelssohn-Bartholdh, Godesberg, schuf aus Dichtungen dieses kerndeutschen Elsässers Kunstwerke sprachlicher Plasttk. ** Der Kommunalverband Gießen bringt in den Verkaufsstellen der Firma Gebr. Grieb Schweineschmalz,das Pfund zu 2,50 Mark, zum Verkauf. Näheres siehe Anzeige. ** Ausstellung der Seminare für Lehrerinnen der weiblichen Handarbeiten, und der Hauswirtschaft. Am Samstag, den 25. d. M., von 9—6 Uhr, findet Steinstraße 10 die öffentliche Ausstellung der Jahresarbeiten des Handarbeitslehrerinnen-Seminars sowie auch der Arbeiten des Hauswirtschaffslehrerirmen-Seminars in Handarbeiten und Zeichnen statt. Tie Ausstellung soll in der Zusammenstellung der Arbeiter: jeder einzelnen Schülerin des Handarbeits- Seminars, wie der im Examen angeserttgten Gegenstände eine Uebersicht über den Ausbildungsgang der heutigen Handarbeitslehrerin und die Prüffingsforderungen in praktischen Arbeiten geben. Da wir in der Jetztzeit Stoffe nicht nutzlos liegen lassen dürfen, so werden die zu Unterrichtszwecken angeserttgten Wäsche- und Kleidungsstücke für Kinder, »oie auch die anderen Gegenstände, für welche die Ansertigerinnen augenblicklich keine Verwendung haben, zu angemessene»: Preisen dem Publikum zur Verfügung gestellt. Auskunft erteilen die aufsichtsührenden jungen Damen. t _ r ** Die Brotlieferung an d«. s Gefangenen- lag er ist den hiesigen Bäckern entzogen »norden, weil bei der Lieferung UnregelmäßigPeitten vorgefallen sind'. Wie »vir Höven, ist die Lieferung nunmehr dem Proväanttrmt .Hanau übertrage:: worden. ** Eine Handwerkerve rsam ml nng für die Kreise Gießen, Alsfeld und Friedberg ffndet am Sonntag, den 26. März 1916, nachmittags 2 Uhr, im Saale.des Hotels „Großherzog von Hessen" statt. Näheres ist ans dem Anzeigenteile zu ersehen. Aus Stadt und Land. Gießen, 23. März 1916. Die vierte Kriegsanleihe. Wie kaum airders zu erwarten war, wird auch die vierte Kriegsanleihe ein für Gießen glänzendes Ergebnis zeitigen. Wie sich aus den Einzelergebnissen der verschiedenen Banken ergibt, ist es wahrscheinlich, daß sich das Gesamtergebnis für Gießen eine Million höher als bei der dritten Kriegsanleihe, also auf 2 6 Millionen stellen wird. Sobald bei der Reichsbank die nötigen Unterlagen eingelausen sind, werden wir das Ergebnis durch Aushang zur Kenntnis bringen. * Frühlingsspiele der Kinder. Die milde Borsrühlingslust, die die rauhe Witterung der letzten Wochen ganz plötzlich verdrängt hat, lockt die Kinder wieder von ne»:em zu ihren Spielen ins Freie. Auf Straßen und Plätzen finden sie sich zusamme,:. Natürlich steht auch in diesem Frühjahr »nieder das Kriegsspiel im Vordergrund aller Kinderspiele, so schwer es auch immer fällt, solche Teilnehmer an dem kriegerischen Spiel zu finden, die sich ohne weiteres und gutwillig zur Darstellung der Russen, Franzosen, Engländer oder Italiener hergeben. Trotzden: aber geraten aitth- die eigentlichen Frühjahrsspiele der Kinder nicht in Vergesse»:heit. Unter diese»: spielt das Murmelspiel eine sehr bedeute»tt>e Rolle. Aus freien Plätzen, in stillen Straßen, überall dort, wo der weiche Erdboden die Anlegung einer „Murm-elkute" oder eines Topsloches oder „Dopp- loch-s" — so heißen die Fachausdrücke in Niederde::sich!and — gestattet, sieht man jetzt die von mehr oder weniger sicherer Hand in Bewegung gesetzten Murmeln dahmrollen. Man hat schon längst der merkwürdigen Taffache seine Au,f»nerksam!keit zugewandt, daß gewisse Ki»:derspicle an bestttnmte Zeiten des Jahres geknüpft sind. Diese Beobachtung hat schon ein Zeitgenosse Goethes, der elsässische Dichter Arnold, der Verfasser des von G-oethe sehr günstig u»:d »vohlwolle»tt> besprochenen Lustspiels „Per Pfingst- inontag" gemacht. Obwohl auch int eigentlichen Frühling sowie im Sommer und im Herbst alle Borbedingunge»: für das Murmel- -spiel gegeben sind, erreich>t dieses mit einet Regelmäßigkeit, die ihres Gleichen sucht, gewöhnlich schon in d-en ersten Wochen des Monats ^lpril sein Ende. Tie Murmeln »verdei: auch- Mür»neln, Marmel oder Mermel sowie Marks, Mirks, Murks, bunte Hunde usw. genannt. Daneben hat die Kindersprach-e eine große Zahl von Fach-ansdrücken, die nur auf dieses Spiel Bezug haben, »oie Nutte, Bamsche, Bucker, Dud.del, Kietschen. Kliepschen, Teckeln usw., um nur einige in Norddeutschland verbreitete Bezeichnungen anzuführen. Hat ei»: R^urmelspieler alles verloren, so ist er caal, bamm, flamm, oder er I>at alles verbacktvom Gewinner aber sagt man, er l-abe gesackt. Es ist auch- den: gel-ehrtesten Spracki- forscher nicht »nöglich, den Ursprung der meisten dieser „Fachausdrücke" festzusteller». Das Merkwürdigste aber dabei ist, so schreibt u»:s eii: Mitarbeiter, daß einige dieser Bezeichnungen» auch in die Spr ache der Er»vachsenen Ein gm:g gesunde»: l>aben. A»ich beim Skatsviel sowie bei anderen Spiele»: braucht mm: vielfach den Ausdruck „sacken", de»: »nan »v-oliil vom Kinderspiel aus das Spiel der Erwachseneübertragen hat. Gleichzeitig mit dem Mur»nelspiel, ntttunter sogar etlvas früher, erscheiitt das Kreisel spiel aus dem Plan. Mit einer Landkreis Gießen. e. Rödgen, 23. März. Geireiter August B als er, Sohn der Witwe Heinrich Baiser IV. von Rödgem beim Reserve-Jn- fanterie-Regirnent Nr. 224 wird seit Anfang März vermißt.^ e. G a r b e n t e i ch , 22. März. Die hiestgen S ch u l k: n d e, zeichneten znr 4. Kriegsanleihe den für unseren kleinen Ort immerhin stattlichen Betrag von 2744 Mk. Bei der hiestgen Spar- und Darlehnskasse wurden 52 000 Mk. gezeichnet. 6. A l l e u b o r f a. d. Lahn, 23. März. Die hisstaen Schub k i n d e r zeichneten für die 4. Kriegsanleihe 1434 Mark. - Als O st er Hasenspende fürs Rote Kre»:z wurden 384 Eier ab- öclie v rt © tau f en berfl, 2.3. März. Die Schüler der hiesigen Schicke zeichneten über 1100 Mk. Kriegsanleihe. (R) Lumda, 23. Marz. Bon 44 Schülern der hiesigen Schule »mirden zur 4. Kriegsanleihe 1135 Mk. gezeichnet. — Der Gardist Georg H ör es, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl. und der hessischen TapserkeitsmttmMe, kehrte von einem nächll:che»: Patrouillengang nicht mehr zurück und gilt seit Noveinber vorigen Jahres als vermißt. In den letzten Tagen »mürbe seinem Vater durch den Kompagnie-Feldwebel mitgeteitt, daß sich fern Sohn in russischer Gesangeirschaft befrnde. 6 Grünberg, 23. März. Zur Kriegsanleihe wurden von 73 Schillern der hiesigen Realschule genau 4000 Mark aufgebracht. Eine Masse sammelte durch freiwillige Spenden 12 Mark für die Kriegsanleihe. Nach der Lttlszahlung wird Kapital und Zinsen aus Beschluß der betteffenden, Klasse für die Kriegsblinden überwiesen. — Be: der Bezrrksspar- kasse Grünberg nmrden gezeichnet 635 500 Mark, davon 43 000 Mark von den Schülern des Bezirks. v. Ober-Hörgern. 23. März. Von hwsigen Schulkindern wurde auf die 4. Kriegsanleihe die namhafte Summe von 5200 Mk. gezeichnet. e. Londorf i. d Rabenau, 22. März. Dre am Samstag abend in Rüddingshausen e,» 1 svrungenen beiden Russen sind heilte von dem Gendarmerie-Wachtmeister von Lollar in Stauien- berq sestgenommen und zum Kommando in Wetzlar gebracht worden. _ _ r „ r . r us. Bellersheim. 22 Marz. Dre Schüler der mengen beiden Schulklassen zeichneten für die vierte Kriegsanleihe 2700 Mk. — c>n geistiaer und körperlicher Frische und Rüstigkeit feierten der Handelsmann Wetter Hahn und Frau das Fest der Goldene,: Hoch^tpho, 23. März!. Ein hiesiger Lcmdwitt mußte einen Teil seiner Kartoffelernte, die er im Herbst nicht mrterbrmgen konnte, erngraben. Als er dieser Tage den Hausen anbrach, merkte er erst, daß er Abnehmer gehabt, von denen i-ebe ^Pirr fehlt. e Rodheim, 23. Män. Dem Gefreiten Heinrich Klip-4 pert vor: hier im Res.-Jns.-Regt. 116 mürbe das Eiserne Kreuz verliehen. Kreis Büdingen. e. Echzell, 22. März. Die Schüler der hiesigen Schule zeichneten durch die Beinühungen der drei Lehrer Mk. 8100, Kriegsanleihe. . e Bisses, 22. März. Durch Lehrer Frey mann wurden au hiesiger Schule Mk. 800,- Kriegsanleihe gezeichnet. G Orleshausen. 23. März. Der hiesige. Pol»ze,d,ener Klee, der die Feldzüge von 1866 und 1870/71 mitmachte, hat jetzt sechs Söhne im Felde stehen. , .. . ch: Leid h ecke ll, 23. Marz. In einen: Feldlazarett :m Westen starb der Landsturn»ma»»n Bausch. ±i N i e d e r - M o ck st a d t, 23. März. In den beiden Schulklassen zeichneten 8 4 Kinder 1546 Mk. für die 4. Kriegsanlethe. 4r O i o d l) C Uu r i-o. -ukwtj, o*.ti l)U|i^vtl O uj u l - fl affe ii wurden 800 Mk. zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet. G Dudenrod, 23. Atärz. In unserer Schule, der kleinsten des Kreises Büdingen, wurden von 18 Kindern 400 Mk. zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet. Bl. Berstadt, 23. März. Kanonier Stork von Hier, heim Artillerie-Regiment Nr. 61, der seit Beginn des Krieges im Felde steht, erhielt die hessische Tapferkcitsmedaille. Kreis Alsfeld. v. L e h n h e i m, 23. März. In unserer kleinen, nur etwa 840 Einwohner zählenden Gemeinde wurden von der Schule 2452 Mk. Kriegsanleihe gezeichnet. Auch von den Erwachsenen wurde der Kriegsanleihe das regste Interesse entgegengebracht und kisrig gezeichnet. ^ _ np Ruppertenrod, 23. März. Unsere Volksschule zeichnete zur 4. Kriegsanleihe bei einer Einwohnerzahl von rund 600 die Summe von 6169 Mark. Damit dürfte sie eine Höchstleistung vollbracht und einen schönen Beweis glühender Vaterlandsliebe gegeben haben. up Ober-Ohmen, 23. Marz. Die Schüler unserer Volksschule zeichneten einen Betrag von 2400 Mark zur vierten Mriegsanleihe. e. Atzenhain, 23. März. Die 88 Schüler starke hiesige Volksschule beteiligte sich an der vierten Kriegsanleihe mtt 4077 Mark. up. Aus dem Ohmtal, 22; März. Vier Wochen früher als im Vorjahre konnte diesmal der Angriff der Frühjahrsbestellung begonnen werden. Die erste Arbeit gehört der Hafersaat; sie hat begonnen. Vier Wochen früher wie voriges Fahr stehen aber auch Saat und Wiesen. Der Stand von Roggen und Weiz-en, Raps und Klee ist vortrefflich, er übertrifft den vorjährigen bei wertem. Die Wiesen beginnen zu grünen. Märzveilchen gibt es schon seit Mitte März. Die Knospen der Pflaumen schwellen Wenn es keine verderblichen Rückschläge in der Temperatur gibt, berechtigen die Aussichten zu den besten Hosfnnngen. Kreis Lauterbach. M. ÜBaUentob, 23. März. In den beiden hiesigen Schulklassen wurden 6400 Mk. von den Schulkindern aus die Kriegsanleihe gezeichnet. Auch die Beteiligung der übrigen Bewohner war sehr gut; es mögen im ganzen etwa 70 000 Mk. gezeichnet worden sein. Für unseren Ort ist dies eine beträchtliche Summe. Kreis Schotten. § Herchenhain, 22. März. Die Familie Karl Appel hier hat in diesem Kriege schon zwei Söhne verloren. Der älteste starb am 14. Sept. 1914, der zweite am 20. Febr. 1915, und nun ist auch der dritte noch durch Granatschuß schwer verwundet — die beiden Beine waren ihm zerschmettert — am 13. März verstorben. Jedermann teilt den Schmerz der schwer betroffenen Familie. Aus unserer Gemeinde sind nun schon 11 Mann gefallen. — Auf Anregung des Ortsgeisllichen brachten die Schüler die schöne Summe von 1013 Mk. zur Zeichnung der vierten Kriegsanleihe zusammen. § Hartmannshain, 23. März. Mit den Geschäften der hiesigen Bürgermeisterei, lvelche der Mtbürgernresiter Schmal- bach aus Gesundheitsrücksichten nieoerlegen muffte, wurde desien Sohn, Heinrich! SckMialbach, betraut und zu diesem Amte verpflichtet. Der Beigeordnete Strauch steht im Felde. 8 Sichenhausen, 23. März. Bürgermeister, Fischer wurde auf sein Ersuchen mit Wirkung vom 1. Aprck seines Amtes befreit. Kreis Friedberg. Bl. Fried berg, 23. März. Ten Heldentod fürs Vater- krnd starb am 16. März der Kanonier Ferdinand Klein rm Artillerie-Regiment Nr. 61. Er stand 18 Monate ununterbrochen im Fel d<" I Bl. Friedberg, 23. März. Bei der Wahl zmn Kreistag für den Bezirk Nieder-Wöllstadt wurde der Larchwirt Peter Veit von Ilbenstadt neu, bei der Wahl für den Bezirk O ck st a d t wurde Bürgermeister M ö r l e r wiedergewahlt. . —Butzbach, 23. März. Das , Ergebnis der Zeichnungen auf die vierte Kriegsanleihe gestaltete sich in hiesiger Stadt günstiger als bei der dritten Anleihe. Gezeichnet wurden bei den hiesigen Kassen und Banken: 1. Bezirksspartasse iMalhckdenstift) 618 300 Mk. (610100 Mk.), 2. Darmstädter Bank 950 000 Mk. (850 000 Mk.), 3. Mitteldentsck>e Krttutbank 1530 000 Mk. (1325 000 Mk.), 4. Vorschuffverein 300 000 Mk. (325 000 Mk.), ferner bei Kaufmann W. Nern 153 000 Mk. (126 000 Mk.). — Laut Vermächtnis von Fräulein Auguste Küchel, Tarmstadt, sollen aus ilirem Nachlaff der Stadt Butz bach, bezw. dem Armenfvnds, 10 000 Mk. überwiesen werden Der Gemeinderat hat die Schenkung dankend angenommen und tn Höhe dieses Betrages bei dem Vorschuffverein dahier als Kriegsanleihe zeichnen lassen. — In der heutigen Gemeind e- ratssitzung hat der Gemeinderat einstimmig dem Beschlüsse der Vertreterversammlung der an dem B u tz ba ch-Li ch er Eise ckb ahnunternehmen beteiligten Gemeinden in Via* vom 16. Februar 1916 zugestimmh , . . . Dl. Dorn-Assenheim, 23. März. 62 Schulkinder haben hier 1283 Mark für die Kriegsanleihe gezeichnet. Starkenburg und Rheinhessen. WL. O s s e n b a ch , 23. März. Gewerberat Otto Diefenbach Darmstadt ist zum Gewerbeinspektor bei der Gewerbeinspektwn Offesbach ernannt worden. Hessen-Nassau. s. Rodheim a. d. Bieber, 23. März. Die hiesige Bezirks sparkasie hat auf die 4. Kriegsanleihe K Million gezeichnet, etwa das Vierfache ihrer Zeichnung auf die 3. Kriegsanleihe. Wm Neustadt, 23. März. Im ganzen Kreise Kirchham beteiligten sich die Schulen an der Zeichnung für die werte Kriegsanleihe in geradezu begeisterter Weise. In den städtischen Schulen von Gudensber g waren in kaum zwei Stimden 2400 Mk gezeichnet. Tie Sammlung der hiesigen katholischen und israelitischen Kinder ergab die ebenfalls stattliche Summe von 9700 Mk. Tie Schüler im nahen Momberg zeichneten 4500 Mk. In jeder Schule ist der Name und der Betrag des zeichnenden Schülers in die Schulchronik eingetragen worden = Frankfurt a. M., 23. März. Die städtische Kriegsko in Mission beschloß in ihrer heutigen Sitz'nng die den städtischen Beamten und Arbeitern bisher gewährte Teuerungszulage weiterbestehen und den Kreis der Be zugsberechtigten bis zur Jahresgehaltsgrenze von 3500 Mk. » zu erweitern. _ ^ , --- Aus der Rhön, 23. März. Im Basaltwerk zu Y, Bischofsheim wurde der 57jährige Arbeiter Adam Bare -T von einem ab stürzenden Felsblock erschlagen. ttl Limburg, 23. März. Die 4. K ri e g s a n l e t h e hat in Stadt und Kreis Limburg das Ergebnis der 3. Kriegsanleihe um ein bedeutendes übertroffen. Bei der Reichsbauknebeustel e "wurden angeineldet 4,25 Millionen; darunter befinden sich 1,5 MM 1 von der Kreissparkasse. 1.33 Mill. von der Nassaruschen Landes ^ bauf Zweigstelle Lkwburg; ferner wilrden beim Vorschilßverein I Li.nburq 800 000 Mk. gezeichnet. Es wurden demnach bei Lun burqer Zeichnungsstellen insgesamt 5.0öMillionen gegen 4,6 Millionen bei der vorhergehenden Kriegsanleihe aufgebracht, das ist ein Mehr von 450 000 Mark. uei|uu)eu zum iuc UuulpUechmt emschageil »nutz uuo ,vie sehr der ultsichtbare „deutsche Feind" gefürchtet wird, lägt sich mit aller Deutlichkeit aus einen: französischen Feldpostbrief ent- nehnien, der sich in dein deinnächst im Georg Atüller-Verlag in München erscheinenden fünften Band des von I. Delbrück hernus- gegebeneu Sammelwerkes „Der deutsche Krieg in Feldpostbriefen" findet. „Seit vierzehli Tagen," schreibt ein französischer Offizier, „sah ich nichts mehr voii den Deutschen. Alan veriiahrn sie, ge- wiff, ja, begrüffte ihre Granaten, erhielt ihre Schrapnells, ivuffte, daff sie da waren, ganz nahe, aber sie sehen — ja Kuchen! So- ebeit plauderte in einem Graben ein verwimdeter Soldat, der aus die Krankeiiträger ivartete. Mit seiner eigenen Will machte er der aller unserer Jiifanieristeu Luit; sie sind wüleiid darüber, sorl- gesetzt die deiilsche Jniaiiterie vor sich verschwinden zu sehen, wenn sie glaiibten, sie erreicht zu haben. Mai: muß erkennen, das; die deutschen Heerführer die Kunst, ein Heer zu verbergen, virtuos handhabeii. Diese Taktik ist keineswegs zu unterschätzen. Sie wird mit jener peinlich genauen Methode geübt, die den: Haiidelii unserer Feiiide eigeii ist. „Seheii und nicht geieheii werdeit," das ist das Prinzip, das sie m erster Linie beherrscht. Ihre Geschütze besann unaufhörlich von: frühen Morgen bis zum Abend und noch lies tn die Nacht hineitt die Dorier, die sie von uns besetzt, die Wälder, in deneii sie uns versteckt glaiiben, und die Straffen, die wir ihrer Ansicht nach passieren müssen. Maii erfennt von iveitem das Ge- räusch dieser Granaten, Venn sie reden eine ausdringliche Sprache. Die Infanterie ist da, einige tausend oder hundert Meter entfernt, und schießt ganz vorzüglich, unterstützt von hervorragenden Maschinengcivehren. Aber man sieht sie nicht. Sie vergräbt lieh in tiefe, meist krumme Gräben, in deren Tieie sie sich bewegen kailv, ohne gesehen zu iverden. Hecken, abgerissene Baumzweige, alles dient ihr dazil, um sich unsichtbar zii ninchen, ja. alles, und zii allererst ihre Unisormen. Die deutsche Uniform vermischt sich niit der Farbe des Feldes, und zwar so restlos, dast sich das lemdliche Ausl-nde nicht N,enl§er wr- rruuu : m bei? Erde zu verlieren scheint. Man iühlt es um sich, aber angesa'nmette Reichtum könne aber nur innerhalb schr be LL KW««» "«Piss iiamenlose, wahre unb unfaßbare Gefahr. Haben unsere Soldaten eiidlich einen Schützengraben entdeckt, so seheii sie Leute, die sich scheinbar gur Flucht erheben. Eine neue Täiischung. Denn m dieseni ersten Graben waren nur wenige Soldateii untergebracht, um Misere Leute zu ködern, sie in das Feiier der deutschen Maschinengewehre, der deutschen Jiiianterie zu locken, die dahiiiter, weiter, immer weiter verborgen sind. So gleicht unser Kampf einer Verfolgung von Trugbildern." * Die Schiiltasel im Dien sie der Kriegsspar- a m k e i t. Wie sehr die einst aus ihren Reichtum so stolzen Briten sieb genötigt sehen, jetzt an allen Enden und Ecken zu sparen, beweist ein Bild in der .Daily Mail*, das englische Kinder tn der Schule zeigt, die unter Aussicht der Lehrerin die neuesten Spargebote für'die Jugend auf die Taiel schreiben: „Ich soll m Zukunft keine Süßigkeiten mehr essen \* besagt das erste Gebot, das zweite lautet: „Ich soll meinen Tee fortan ohne Zucker trinken! Und das dritte heißt: „Ich soll meine Schuhe nicht kaput machen Wie dieser Schultafel zu entnehmen ist, scheint man jenseits des Kanals auch nicht gerade im Ueberfluß zu schwimmen. . ._ muffleu als ausitcytSlos ausgogeveu loecoen. D>as Wrack liegt zu tief. Die Luftangriffe auf Dover. Haag, 23. März. Die „Times" schreiben über die letzten Luftangriffe auf Dover: Die Südostküste gewöhnt sich so au die sonntäglichen Haßvorführungen der Deutschen, das; man gar nicht mehr darüber spricht, wenn drs Aufregung des Beobachtens vorüber ist. Die einzige Unterhaltung, die unser Korrespondent heute darüber hörte, wur ein lebhaftes Gespräch zwischen Offizieren über die Gründe, warum man nicht alle Flugzeuge zu Boden gebracht habe. Aber die allgemeine Ansicht ist doch, daß der jüngste Angriff der schwerste war, den Dover erlebt hat. Es war viel schlimmer, als die früheren Angriffe, sagt ein Augenzeuge. Die Angreifer haben eine sehr große Zahl Bomben geworfen, aber glücklicherweise ohne germu zu zielen. Der allgemeine Eindruck ist heute, daß die Geschichte viel schlimmer hätte werden können. Die Frage, ob vorher gewarnt werden solle oder nicht, wird wieder lebhaft erörtert. Die Kriegsfinanzen Englands. London, 23. März. Der bekannte Finanzmann und finanzielle Berater des Schatzamtes, Sir George Par sh, sprach am Dienstag abend, wie jetzt berichtet wird, in der Königlichen Statistischen Gesellschaft über die Finanzen Englands im Kriege. Er sagte, das gesamte National-Einkommen Englands, das vor den: Kriege 2400 Pfund Sterling jährlich nicht überschritt, sei seit Ausbruch des Krieges auf ungefähr 3000 Pfund jährlich gestiegen. Das Vermögen des Landes betrage ohne die Anlagen rm Auslande nicht weniger wie 17 000 Millionen. Dieser zu Hause ' ■ ~ "■ ' rr ^ ^schränktet: Handel. Frankfurt a. M., 22. März. In der heutigen ordent- ichen Generalversammlung der Mitteldeutschen Kreditbank wurden sämtliche Anträge der Venval tung genehmigt und die Verteilung einer Dividende von 5 /z Prozent beschlossen. Tie ausscheidenden Mitglieder des Ausicchtsrates wurden wiedergewahlt. In den. Aufiichtsrat wurde neu gm^ahlt Seme Exzellenz Herr Wirklickier Gehecmerat Dr. Paul Meh- Nert in Dresden und Herr Alfied Seeligmann, Bankier m Karlsruhe. Gleichzeittg wurde mitgetellt, daß Herr Direktor Emu Hirsch nach 43jähriger Tättgkeit im Dienste der Bank sich m das Privatleben zurückzieht. ___ Vernrvschtes. Berlin, 22. März. (Priv-Tel.) Die „B, 'Z. a. M." meldet . aus N c w Y o r k: Nach einer Meldung der ,Mft Yorker Staatszeitung" erfolgte ein Z n s a m m e n st o ff z w e t c r Je r so ne n z üg e der New York-Newhaven and Hertsordbahn bei Mckjord "Connecticut), wobei acht Personen getötet, fünfzig terlwetse schver verletzt wurdm. Die Ursache der Mtasttophe soll auf die Ueber- . lastung der Bahn durch Mnnittonstranspvrte zumckz^ufuliren sem * D i e unsichtbare deutsche I n s a n t e r t e. Ltner der von den Franzosen am unangenehmsten empmndenen Vorzüge der delltschen Taktik im Felde besieht in der Meckter,cbast, nnt der die » deutsche!' Truppen, ivo immer die GelegenheU cs gestaltet, selbjt während de^ Feuers de,n Auge des Gegners verborgen bleiben Die hoch man tn sranzösischen Kreisen allen Verkleinerungs- Märkte. ko. Wiesbaden, 22. März. Di eh markt. Austrieb 30 Rinder, darunter 2 Ochsen, 2 Bullen, 16 Kühe, 151 Kälber, 0 Schate, 5 Schweine. Bei sehr lebhastem Handel wurde die heimische Waren zu den Höchstpreisen schnell abgesetzt._ wSchentl. Ueberficht derTo-rrsiMe l d. Stadt Sichen. 9. Woche. Vom 27. Februar bis 4. März 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1609 Manu Militär). SterbltchkeitSziffer 32,97 °/„. Nach Abzug von 12 Ortsfremden: 14,13°/^. ~ . (Sr- Kinder Ss starbm an Zus. wachsene tml. Leben-- vomL btl Angeborener Lebensschwäche 1 11) Altersschwäche 4 (2) Diphtherie 1 (1) anderen Wundkrankheiten 1 (1) Tuberkulose der Lungen 4 (1) Tuberkulose anderer Organe 2 (2) Lungenentzündung 1 (1) Influenza 1 (1) Krankheiten der Atmungsorgane 4 (tt Krankheiten der Kreislauf- organe 1 Krankheiten der Verdauung»- organe 1 (*) Krankheiten der Harnorgane 1 Krebs 2 jahr 1 ( 1 ) 4(2) KD 3(1) Kl) 1 ( 1 ) MD 16 . yahr 1 ( 1 ) 1 1 ( 1 ) Millionen in überseeischen Ländern angelegt. Seit Begtim des Krieges habe Großbritannien ungefähr 400 Millionen ins Land zurückgeholt, aber auch nicht weniger als wie 4500 Millionen an Verbündete, Kolonien und Neutrale geliehen. Es sei dem Lande gelungen, die Kriegskosten ans dem Einkommen zu befahlen, ohne daß das an gesammelte Kapital nennenswert angesprochen wurde, denn das aus Amerika zurückgez-ogene Geld sei anderweitig in neuen Anleihen an die Verbündeten, die Kolonien und die Neutralen angelegt worden, während zu gleicher Zeit die britische Einfuhr damit bezahlt wurde. Es sei gelungen, das Produktionsvermögen des Landes, trotzdem fast vier Millionen Menschen aus der Industrie gezogen wurden, beinahe auf der alten Höhe zu erhalten. Im letzten Jahre seien britische Waren im Werte von nicht weniger als 384 Millionen ausgeführt worden, und dazu müsse man sich beglückwünschen nicht nur wegen der Arbeitskraft, welche das britische Volk durch diesen Export bewiesen habe, sondern deshalb, weck diese Ausfuhr den verbündeten Nationen ermöglicht hat, in der ganzen Welt Waren, die für die Fortsetzung des Krieges nötig seien, zu kaufen. Die Pariser Konferenz. Haag, 23. März. Handelsminister R u n c i m a n wird Führer der Vertretung Großbritanniens auf der Pariser Kon- erenz sein, wie Lloyd George auf eine Jnterpellatton im Unterhause gestern erllärte. Genf, 23. März. Dem Pariser ,^Journal" zufolge wird von englischer Seite an der Pariser Konferenz bestimmt Sir Edward G r e y und Lloyd George teilnehmen. Die Beteckigung Asauittzs sei wegen seines Gesundheitszustandes noch ungewiß Wird Cadorna nach London gehen? Lugano, 23. Mcttz. „Secvlo" meldet aus London unter dem 21. März nachts: General Cadorna wird hier morgen, den 22. März, nachmittags 2 3 A Uhr, ein treffen. Am Bahnhofe werden ihn Ärd Kitchener, Marschall .French, der italienische Botschafter Marchese Jmperiali und die Vertreter der ckalienischen Kolonie empfangen. Dagegen meldet der „Corriere della Sera" aus Paris unter dem 21. März abends, daß die Reise Cadornas nach London aufgeschoben worden sei. Er werde statt dessen mit Joffre die ftanzö fische Front besuchen. Eine norwegische Vorsichtsmaßregel. i. Köln, 23. Mär^. Laut der „Köln. Ztg." meldet „Ber- lingskc Tidente", daß die schwedischen Hafenbehörden vom norwegischen Ministerium des Aeußern ersucht worden sind, den samt- lichen norwegischen Seeleuten im Mter von 20—45 Jahren, die wehrpflichtig sind, zu verbieten, nach anderen WÄttecken ohne ausdrückliche behördliche Erlaubnis, sich einzuschiffen. Ablehnung des amerikanischen Rüsttrngsprogramms. Paris, 23. März. „Matin" erfahrt aus New York: Das amerikanische Repräsentantenhaus hat nach bewegter Erörterung das Gcksetz, durch das die Effekttvbestände des amerikanischen Heeres auf eine halbe Million erhöht werden sollte, abgelehnt. 1(1) - l(l) 1 2 16 (8) 2 ( 2 ) 3(2) Summa: 21(12) An in.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von auswätts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen März 1916 ä t; j-» z: jo C c x u Ö *3 U Q p o w 5? S> do 2*S> ZL " & •sl l| s «lli 8 cs- Wetter 22. 2« _ 10,9 6.9 71 10 Bed. Himmel 22 9“ 5,2 5,6 84 -- — 10 ff ff 23. 7*5 " 3,9 5/7 94 10 Regen Niedrigste » Niederschlag 4,2 mm. Amtlicher Wetterbericht. Öffentlicher Wetterdienst, Gießen Wetteraussichtcn in Hessen am Freitag, den 24. M- Wechselnd bewölkt, zeitweise Niederschlage, Temperatur ätldert, in höheren Lagen Nachlirosigesahr. den 24. Alärz 1916 wenig ge 3Iieumsti8mu8-, l3chia8- und Gichtleidende nehmen die glänzend bewährten Petrin - Tabletten Zu haben in allen Apotheken« 14141 _ Abgabe von Frühsaatkartoffeln. Die Stadt Gießen bat eine Menge guter Frühsaat- kartoffeln beschafft, die, soweit der Vorrat reicht, auch tn größeren Mengen an hiesige Gartenbesttzer und Pachter von Ländereien zum Preise von 12 Pfennig für das Pfund abgegeben werden sollen. Anmeldungen werden bei dem städtischen Ttefbauamtz Asterweg 9, entgegengenommen. _ 23528 Regenschirme !d der soliden Ausführung. ßroßo Aaswahl, i KMe H Go., NA SelteifJwe.T 52, Gießen. 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L6. rvch-fMZ Giessen s Freitag, ben 24.JSJiSra, adcndS 8 1 /i Ubr, iut „.Kaiserhoft (1. Stock) FaiiiiliciiziisMiitkiif«>ist (Gründungstag'. Rege Beteiligung erwünscht. Freitag, den 31. Marz, abends 9 Ubr Hlnipgiersammlung im -Kaiserhos". Tagesordinlug: Jahres und Kasseberlcht, Borstandswabl, Verschiedenes. 1 Statt besonderer Anzeige. Heute vormittag 8 7* Uhr entschlief sanft unsere innigstgeliebte, gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Tante Frau Steuerrat Julie Völcker geb. Völcker. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, 22. März 1916. Di© Beerdigung findet Freitag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Elisabeth Michel geh. Mülier heute mittag nach kurzem Leiden im Alter von 73 Jahren zu sich zu rufen. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Friedr. Michel Bremser i. P. Friedr. Michel und Familie. Wiesech, 22. März 1916. Die Beerdigung findet Freitag, 24. März, nachmittags 3 Uhr vom bterbehause Gießeuer Straße 128 aus statt. 2340 2323 wämi M. Es Ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Fern von der Heimat, fern von deinen Lieben, ruhst du nun aus in fremdem Land, Bei den Helden, die auch noch fielen für das teure Vaterland. Können wir dein Grab nicht schmücken, trauernd an der Gruft nicht stehn Auf gen Himmel woll n wir blicken, denn dort gibts ein Wiedersehn. Kühe sanft, du treues Herz, du hast nun Frieden und wir den Schmerz. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass am 13. März 1916 unser innigstgeliebter, unvergesslicher, einziger Sohn, Brnder Neffe und Pate Wilhelm Theiss Gefreiter im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116, 11. Kompagnie, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach 19monatlicher treuer Pflichterfüllung im Alter von 24 Jahren anf dem Felde der Ehre gefallen ist. In tiefem Schmerze: Familie Johann Christoph Theiss Familie Karl Fanlstich Familien Hedrich and Weihl. Weitershain, den 23. März 1916. 284 « Wir danken herzlich für die uns erwiesene Teilnahme an dem Hinscheiden unserer lieben Tante Marie Kurz. SSW Im Namen der Hinterbliebenen Wilhelm Kurz- v W/M iraKsP Danksagung. Mr die aufrichtige Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter sowie für die vielen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank- Familie Knortz. Kinzenbach, den 22. März 1916. Gröberes kaufmännisches Bureau sucht gutempfohlenen LohnbuchhalLer f«.* jungen Mann eventl. Kriegbeschädigte, per bald oder später. Bedingung vollständig milttarsrel, Stenographie und Schreibmaschinen- tennlntsse. L-chriftl. Angeb. mit Lebenslauf und Gehalts' anspruchen unter 2337 an den Gietzener Anzeiger erbeten. 5 2Ziznmer .schöne, neu hergerichtete 5-Zimmerwobnung, Part., ver 1. Mai, evtl. 1. April zu vermieten. 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Indem wir Sie zu dieser Versammlung besonders einladen, bitten wir, mit Rücksicht auf die zur Behandlung stehenden wichtigen Handwerkerfragen, für einen zahlreichen Besuch in den Kreisen der korporierten und besonders der nichtkorporierten Handwerker zu werben. Für den Vorstand der Handwerkskammer zu Darmstadt: 23550 _ L. Petri II., Gewerberat. Perl. RoGk-B.TaffloH-Ärbeiterio nach Bad-Nauheim gesucht. Schristl. Angeb. unter 08507 an den Gietzener Anz. erb. 08513] Zwei geübte gesucht. IStephanstr. 4311. Mädchen nÄ sucht. Cafe Müller, 085031 Bahnhofstraffe 52a. . Hz gesucht. Fran Prof. Weber. 2320]_Moltkestratze 1. 2348) Sauberes, ehrliches Putzmädclieii sucht Mcdiz.-Droqerie ,Zum Kreuzplalz'Kreuzpl.9. Gin kräftiger Hausbursche gesucht. Von wem, sagt die Geschäftsst. d. Gietz. Anz. [»« zum baldigen Eintritt gesucht. 450 Mk. tm Jahr bei freier Station imd Dienstkleidung. Lohn jährlich steigend bis 600Mk., nach 6JahrenDlenn-> ° Prämie von 1000 Mark. 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