Nr. 69 Der (HtftcRtr Anzei-tt erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich EiehenerKamMendlatler; zweimal wöchentl.Nreir- blatl für den Nreis Gießen (Dienstag und Freilagß zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitfragen Fertlsprech - YLnschlüsse: sürdie Sch)ristleitm,g113 Verlag, GeschästssteÜeöl Adresse k'ir Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen lßx die Tagesmrmn,er bis zum Abend vorher. Erstes Blatt M. Zahrgang Mittwoch, 22. März M6 . . General-Anzeiger für Oderhesten RotaNonsöruck und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch- untz §tel«dr«etteffend eventuelle Aufhebung der Kapitulationen in Aegypten, sowie die Lage der italienischen Kolonialnntertanen geregelt worden. Die englische Regierung erklärte, daß sic die Wichtigkeit der- italienischen Interessen in Aegyptm immer anerkannt habe, und sprach sich ftrmell für detr Grundsatz der Gleickbehandlioig der italieniscl)en Jnter- essetr ttnd Statsaaugehörigeti in Aegyptetr auch bezüglich der Kolonialurrtertaen mit den.Bürgern, Kolonialuntertanen und Interessen jeder anderen Macht aus. Die italienische Regierung gab imter dieser Bedingung ihre Znstimnrrmg zur everituellen Aushebung der Kapitulattonen rmd zur Umgestaltting der gemischten Gerichtshöfe, wenn die anderen Großmächte ebenfalls zustimmen. Die Rekrutierungsfrage in England. Haag, 21. März. (WTB. MchtamtlichZ Der Nieuwe Eourant" meldet atls London: Die „Times" berichtet: Gestern wurde im Kriegsamt eine wichtige Kon- f e r e tl z über die R e k r n t i e r u^t g s fr a ge ab gehalten. Kitchener, Selbvurne, Runciman, Samuel und Lang waren anwesetid. Es wurde besonders über den Bedarf an Arbeitskräften der Krftastnaterialfabrik>etl, über den Menschenmangel auf dem Lande und die Bergarbeiterfrage beraten. Die Einberufung der zweiten Gruppe der Verheirateten wurde aufgeschoben. Der Zeekrieg. Der englische Bericht über das Gefecht an der flandrischen Küste. Londo n , 20. März. (WTB dttcktamtlich.) Die Mmiralüäk teilt mit: Geltern nrorgen sichteten vier britische Zerstörer in der Nähe der belgiscktcn Kiffte drei deutsche Zerstörer. Ter Feind fuhr sofort nach Zeebrügge, verfolgt von unseren Zerstörern. Währetid der Fuhrt timrben Schüsse gewechselt. Wie beobachtet, wurden zwei Schiffe des Fttudes getrosten. Wir hattet: vter Bertvntideie. (Wir verweisen auf die amtliche Meldung des Chefs des Admiralstabes.) Zur Heimkehr der „Mövc". Berlin, 22. März. Korvettenkapitän Graf D o h n a syracft sich über den Beutezug der „M ö ve" eineni Redaklionsmitgliede des „Lokal-Anzeigers" gegetrüber ausführlich cuis utrd bezeichncte es als einen besonders schöncn Räonient, als die deutschen Kriegsgefangenen, die sich an Bord der „Appam" bc- fattden, befrei t wurden. „Die arrnen Kerle ttanten ihren Augen kaum, als ihre Kabitle plötzlich geöffuet tmd sie hinauf an Deck geführt wurdeit. Wortlos, gerührt, standen sie da. Ich ließ sie," kcrzählte Tjohna, „an Byrd der „Möve" schaffen und bracktte das Kaiserhoch aus. Selten ist so jatichzetrd, so glücklich itt diesen Ruf eingcstimmt worden. Wie und lvo wir heimkameti, bleibt vorläung noch Geheimnis der „Möve". Jedenfalls wurde der schlageiwc Bc- lveis erbracht, daß die Blockade der deittsckwu Häsen mir in den Köpfen der Engländer existiert. Der letzte Teil der Reise tvurde iititer dein Schutze der d e tt t i d) e tt Flotte zurückgelegt. Keinem von uns wird jener Anblick ans dem Gedächtnis schwinden, toie an der „Möve" Sckftff nackt Schiff mit drei "HnrraSi vvrbeidampfte. Keftrer vmr uns tvnd je den Jubel ttnd die Begeisterung vergessen, mit denen wir mts dem ganzen Reiche ül'er- schüttct tvnrdetr." Britische tt-Boote in norwegischen Gewässern. Kristiania, 21. März. (WTB. Nichtmntlich.) Am 10. Februar hat ein britisches U-Boot nahe Flekkerö cuif norwegischem Seeterritorium mehrere schiffe ange- rufen. Ans Beschwerde der norivegischeii Regierung hat das britische Auswärtige Amt sein Bedane.rti über diese Vorfälle ausgesprochen und mitgeteilt, daß die U-Boote Besohl erhalten hätten, bei der Durchfahrt durch norwegische Gewässer tiur an der Oberfläche nut gehißter Nationalslagge zu fahren. Holland und der Untergang der „Tubantia". Haag, 21. März. (WTB. Nichtamtlich.) Anläßlich der unrichtigen Meldimgen in der niederländischen Presse über Schritte, die bei der deutschen Regierung wegen des Unterganges der „Tubantia" unternommen worden seien, teilt der Vttmster des Aeupern mit. daß die Ausführung der dem holländischen Gesandten in Berlin am Abend des 19. dieses Monats zn- getommenen Instruktionen, denen zufolge er aus Grund der Erklärungen der Personen an Bord des Dampfers die deutsche Regierung mn Einleitung einer Untersuchung ersucl-cn sollte, infolge der inzwischen vom hiesigen deutschen Gesandte:! namens seiner Regierung abgegebenen Erklärung unterblieben ist. Amsterdam, 21. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie aus Rotterdam berichtet wird, haben die dortigen Seeleute beschlossen, sich nicht a n m ust ern zu lassen, so lange die Regierung nicht entsprechende Maßregeln zum Schutze der Schisse ergriffen habe. Als solche Schutzmaßregeln werden gefordert Begleitung durch Kriegsschiffe, ferner das vor jedem ein- nnd ausfahrenden Schiss ein Minensucher fahre und daß der Kurs irm Schottland genominen werde. — Heute wird die Leitung 'der Seemannsvereinigung Volharding eine Audienz beim Minister des Innern haben. — Der Batavier Dampfer 1, der gestern abend hätte nach London abgehcn sollen, ist nicht ansgefähren; die Besatzung wollte nur daun fahren, lvcnn der Dampfer eskortiert werden würde. Krfcgsbrfefe aus dem Osten. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Fortdauer der russischen Offensive. Oberbefehlshaber Ost, den 20. März. Nach den Stürmen des 18. März verlief die Nacht vom 18. zum 19. Vtärz ruhig. Bei Widsy wurden kleinere russische 'Abteilungen, die sich vor unserem Hindernis eingegraben hatten, im raschen Vorstoß erledigt, vier gefangen genommen. Eine etwa 50 Mann starke deutsche Abteilung, die im Waldgebiet nördlich von Postawy vor drei Tagen bei größerer Patrouillenunternehmung von russischer Ueber- macht gefangen wurde, schlug sich durch und kam im Morgengrauen mit 170 Gefangenen in unsere Linien zurück. Bei aufkormnendem Licht setzte auf dem ganzen Abschnitt des Seengebiets die russische Artillerie wieder ein. Bei Postawy steigerte sich die Artillerietätigkeit zum Trommelfeuer, und neue Kräfte sibirischer Truppen wurden gegen unsere Linien geworfen. Ihr kräftiger Angriff brach vor dem Hindernis zusammen, worauf neues Trommelfeuer ein- setzte, das bis zum sinkenden Licht anhielt. Südlich von Postawy und zwischen Marosz- und Wiszniewsee war die Artillerierätigkeit gesteigert, ohne besondere Heftigkeit anzunehmen. Südlich des Wiszniewsees war mix stellenweise unerhebliches Artilteriesener. Wie däs heftige Trommelfeuer bei Postawy zeigt, sind noch Steigerungen der russischen Angriffe zu erwarten. Das Einsetzen neuer Kräfte scheint bevorzustehen, so daß eine weitere bedeutende Entwicklung der Offensive mit großen Einsätzen zu erwarten ist, trotzdem das Gelände durch das Tauwetter jeden Tag schwerer passierbar wird.- Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. 3ks dem Reiche. Zmn WiÄerbeginn der Reichstagsverharidlungen. Berlin, 22. NLärz. Zum heutigen Wiederbeginn der Reichs- tagsverhandlungcn sprickst^die ,,G e r m a n i a" die Erwartung aus, daß unsere Feinde, die mit Argusaugen unsere Aussprache untereinander verfolgen, nicht den Keim beginnender Spaltungen, die sie erhoffen, sondern die blühende Tugend der Selbstzucht finden werden, die uns groß gemacht hat und allein groß erhalten/ kann. Im Roten „Tag" schreibt Julius Bachem: Man darf nicht einen gefeierten Mann gewissermaßen als Parole aus geben und ausrufen für diejenigen, die aus diesem oder jenem Grund an der Leitung der Geschäfte etwas auszusetzen haben. Wie sich die verantwortlichen Stellen angesichts der internationalen Lage ein großes Maß von Zurückhaltung auferlegen, so sollten auch die Nichtverantwortlichen etwas' von dieser Zurückhaltung bewahren, und vom^ Parlament sollte man ohne weiteres annehmen dürfen, daß es seiner großen uroralischen Verantwortlichkeit in diesem Augenblicke sich bewußt sein werde. Die „Tägliche Rundschau", die „Post", die Neuesten Nachrichten", die „Deutsche Tageszeitung" und die ^,Kreuzzeitung" bringen an leitender Stelle gleichlautende Ausrufe dahingehend, daß nach ihrer Ueberzeu- gung es ein dringendes Gebot der Stunde sei, der Sorge den Boden völlig zu entziehen, daß der Rücktritt von TirPitz' mit seiner Haltung in der U-Boot-Frage und mit seiner Entschlossenheit in Zusammenhang stehe, dem englischen Vernichtungswillen gegen den friedlichen deutschen Wettbewerb mit rücksichtsloser Anwendung aller uns zur Verfügung stehenden Mittel zu begegnen. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion beschloß, laut „Vorwärts", folgenden Antrag zur U-Boot- Frage einzubringen: Der Reichstag wolle beschließen, dem Herrn Reichskanzler folgende Erklärung zu überinitteln: Der Reichstag spricht die Erwartung aus, daß bei den Verhandlungen über die Anwendung der U-Boot-Waffe alles vermieden wird, was die berechtigten Interessen neutraler Staaten schädigen und eine unnötige Verschärfung und Erweiterung' des Krieges bewirken könnte. Der Reichstag erwartet vielmehr, daß die Regierung alles tun werde, um einen baldigen Frieden herbeizuführen, der di« Unverletzlichkeit des Reiches, seine politische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Entwicklungsfreiheit sicherstellt. Berlin, 21. März. (MTB. Nichtamtlich.) Die „Freisinnige Zeitung" meldet: Die Fraktion der Fortschrittlicken Volkspartei im Reichstag h-at heute beschlossen, in oer U-Boot-Frage keine Anträge einzubringen. Eine Anfrage Bassermanns über die Kämpfe in Kamerun. Berlin, 21. März. (WTB. Nichtamtlich.) Abgeordneter Bafsermann Hut beim Reichstage nachstehende Anftage eingeveicht: Ist der Herr Reichskanzler in der Lage Und bereit, Mitteilung zu machen über die letzten Kämpfe in Kamerun und den Uebertritt der Schutztruppe auf neutrales Gebiet, sowie über den Stand der kriegerischen Ereignisse in Deutschostafrika? Vom Kriegsausschuß für Fette und Oele. Berlin, 21. März. (WTB.) Vom Kriegsausschuß für Oele und Fette wird uns geschrieben: Seitdem eine gewisse Knappheit an Seifen ein getreten ist, wird den Hausfrauen vielfach empfohlen, aus häuslichen Fettresten und dergleichen selbst Seife herzustellen Dieser wohlmeinende Rat dürfte in Unkenntnis der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen erteilt werden. Durch Bun- desratsverordmmg vom 6. Januar ist nämlich die Verwendung von Fetten und Oelen zur Seifenherstellung verboten, sie darf nur im Wege der Ausnahme erfolgen, wenn eine besondere Genehmigung von selten des Reichskanzlers erteilt wird. Die Hausfrauen werden daher gut tun, ihre Fett- und Oelreste zu sammeln und diese einer Seifenfabrik, welche sich die Genehmigung verschafft hat, «oder sie sich zu verschaffen in der Lage ist, &u vev-« kamen. Die Selbstbereirung von Seifen im Hause ist schon aus dem Grunde unzulässig, weil hierher das wertvolle Glyzerin, welches Y? Fette enthalten, nicht gewonnen werden kann, sondern ver- En geht. Da das Glyzerin einer unserer wichtigsten Kriegsroh- rede Vergeudung des roertvollen Materials eine ' -oemnrrücht^uug der Landesverteidigung. Mit den geringen Bor- intcn der vorhandenen Seifen sollte in den Haushaltungen aus das sparsamste gewirtschaftet werden. Noch immer wird bei der Wäsche in unverantwortlicher Wsise Seife^ vergeudet. In vielen Fällen wird^ hochwertige Kernseife oder Schmierseife verwendet, wo der an ge strebte Z'.oeck ebenso gut durch Verwendung billigen Waschpulvers erreicht werden kann. Vor allem aber sollte gegenwärtig ganz davon abgesehen werden. Seifen oder Seisenpulver zum Reinigen von Geschirr oder zn Scheuerzwecken zu verwenden. Für diese Zwecke sollte ausschließlich eine warme Sodalösung benützt werden, die dieselben Dienste leistet wie die wertvolle Seife. Aus Hessen. Fürsorge für die Kriegsbeschädigten im Großh. Hessen. Der aus Vertretern der religiösen Bekenntnisse, des Roten Kreuzes, der öffentlichen Arbeitsnachweise, der Berufsgenossenschaften, der Krankenkassen, der Aerzte, der Handwerks- und der Handelskännnern, der Landwirtschaft, der Arbeiterorganisationen, der Post- und Eisenbahnverwaltung, der örtlichen Organe der KriegiZbesckädigtenfür- sorge, der Provinzen und der Städte bestehend« Beirat des Land es aus schusscs für die Kr i e g s b e schädig te n -Für s o r>ge im Großh. Hessen hielt am 1.3. ds. Mts. in den Technischen Lehranstalten in Offenbach a. M. unter dem Vorsitze des Geheimerats Dr. Dietz- Darmstadt seine erste Sitzung ab. Die Großh. Staatsregierung ließ durch Staatsrat Hölzinger die besten Wünsche zu der im Interesse der Kriegsinvaliden stattfindenden Tagung übermitteln. Nach Begrüßung der Erschienenen gab der Vorsitzende zunächst einen Ueberblick über die Entwickelung der Kriegsbeschädigitenfürsorge im Großh. Hessen von den ersten Anfängen im Mvemlöer 1914 an bis zum Erlaße einer Satzung durch. GrvM. Ministerium des Innern am 0. August 1915, die der Kriegsbeschädibtenfürsorge im Großh. Hessen festere Formen gab. Der Vorsitzende erstattete alsdann Bericht i'iber den Ausbau der Organisation, über die allgemeinen Gesichitspunkte der der Durchführung der Fürsorge und über die Geschäfts- und Rechnungsergebnisse im Jahre 1915. Besonderes Interesse fand die Mitteilung, daß etwa 2/3 der in 1915 zur Fürsorge gemeldeten rurck 1500 Kriegsbeschädigten bereits wieder in Arbeit stehen. Beachtenswert war ferner die Warnung vor dem Andrang nach dem Unterbeamtendienst, den Schreiberposten und den sogenannten Berlegenheitsberufen (Portier, Bote), weil wegen der geringen Anzahl dieser Stellen die meisten Bewerber nicht berücksichtigt werden könnten. Hierauf sprach Amtmann B e ch t e l - Darmstadt über die geschäftsmäßige Behandlung der Einzelsälle und über die besonderen Erfahrungen, die der Landes aus schuß bei der Durchführung der Fürsorge durch die örtlichen Ausschüsse bis jetzt gesammelt hat. Eingehend behandelte er die wichtigsten Punkte der Fürsorge, die Berufsberatung und die Arbeitsvermittelung. Bei der Arbeitsvermittelung hielt er ein .Handinhandarbeiten mit den öffentlichen Ärbeits Nachweis stellen für unbedingt nötig. Alsdann machte Geh. Postrat Sche r p e - Darmstadt nähere Mitteilmrgen darüber, was von der Ober- Postdirektion Darmstadt Kreits in der Einstellung Kriegsbeschädigter geschehen ist, und was noch geschehen kann. An diese Angaben schlossen sich bängere Ausführungen des Oberstabsarztes Medizinalrats Dr. R e b e n t i s ch - Offenbach a. M. über die berufliche Beschäftigung der noch in Lazarettbehandlung befindlichen Kriegsbeschädigten, besonders über die Erfahrungen, die hierbei in den Technischen Lehranstalten in Ofsendach a. M. gemacht worden sind. Dem Vortrage folgte eine Besichtigung der im Betriebe befindlichen Lehrwerkstätten, die fite die berufliche Einschulung and Weiterbildung der Kriegsbeschädigten in den meisten Bernss- arten nutzbar gemacht sind. Neben der Schlosserwerkstätte sah man eine Schreiner-, Holzschnitzer-, orthopäd. Schuhmacher-, Kartonnage-, elektrische Werkstatt« ufw, außerdem Unferrichtssäle für Zeichnen, Maschinenschreiben imb allgemein bildende Fächer. Die musterhaften Einrichtungen fanden allseitige Anerkennung. Besonders interessierte die Arbeit der Armamputierten unter Benutzung des künstlichen Arbeitsarmes. Wer solche Leute bei der Arbeit beobachtet hat, wird überzeugt sein, daß auch ein Armampntierter in gewerblichen Betrieben durchaus zu verwenden ist. Aus der nun anschließenden freien Aussprache ist die Mitteilung des Regierungsrats Schmidt- Mainz über den Umfang der Beschäftigung Kriegsbeschädigter in dem Eisen- bahndienst hervorzuheben. Es ging daraus hervor, daß ebenso wie die Postverwaltung auch die Eifenbahnverwal- tung ihr Möglichstes in der Einstellung Kriegsbeschädigter bisher schon getan hat und auch weiterhin tun wird. Die Teilnehmer der Tagung werden die Ueberzeuguug mit nach Hause genommen haben, daß man auch im Großherzogtum Hessen nach Kräften bemüht ist, für die Kriegsbeschädigten eine Fürsorge zu schaffen, die der tapferen Verteidiger der Heimat würdig ist Lieferung von Futterschrot und sonstigen Futtermitteln zum Abschluß von Schweinemastverttägcn. Ter Zweiten Kanrmer ist eine Regierungsvorlage zugegangen, M der beanttagt wird, sie dazu zu ermächtigen, den notwendigen Bettag von höchstens 186 000 Mk. für den Bezug der von der Reichs getteidestellc angebotenen Futtermittel zum Abschluß von Schweinemastverttägen und zur Gewährung von Zuschüssen zu Prämien für die Schweinezucht zu Lasten von Verwallungseinnah- men des Jahres 1916 und äußerstenfalls aus Zuschüssen des Reservefonds zu verausgaben. Erteilung des Reifezeugnisses an Kriegsfreiwillige. Abg. Münch und Genossen beanttagen in der Zweiten Kam- mer, daß den Schülern der neunklassigen höheren Schulen, die beim Kttegsausbruch durch eine Notprirfung die Reife für Oberprima «rivorben haben und seitdem ununterbrochen im Heere stehen, das Reifezeugnis zum Besuch der Hochschulen ohne weitere Prüfung ausgestellt wird, falls der Lehrerrat sich dahin auöspricht. daß sie beim Fottsetzen des Schulbesuchs dieses Ziel erreicht hätten, und die Militärbehörde ihnen tadellose Führung bescheinig. Wer über das gesetzlich zulässige Mutz hmaus Hafer, Mengkoru, Mischsrucht, worin sich Hafer befindet, oder Gerste verfüttert, versündigt sich am Baterlande! Aus Stadt und Land. Gießen, 22. März 1916. Kriegsgewinnsieuer und Kriegsanleihe. Die kommende Kriegsgewinnsteuer braucht niemand abzuhalten, ans die Kriegsanleihe zu zeichnen. Das ist wiederholt öffentlich erklärt worden. Trotzdem hört man imncer wieder zweifelnde Fragen, ob dies auch für die jetzt zur Zeichnung aufliegende vierte Kriegsanleihe zn- treffe. Der Entwurf eines Kriegsgewinnsteuergesetzes enthält die Vorschrift^ w o nach bei Enttichtung der Abgabe die fünfprozentigen Schuldverschreibungen, Schuldbuchforde- rungen und Dchatzanweisungen die Kriegsanleihen des Deutschen Reiches zum Nennbeträge der viereinhalbprozentigen Schatzanweisungen dieser Kriegsanleihen zu einem von dem Reichskanzler festzusetzenden bekannt zu machenden Kurse an Zahlungs Statt angenommen werden. Die Vorschrift bezieht sich auf alle bis zur Entrichtung der Kriegs- ewinnsteuer heransgekommenen Kriegsanleihen, also ins- esondere auch auf die gegenwärtige vierte, die erstmalig neben fünfprozenttgen Schuldverschreibungen auch viereinhalbprozentige Schatzanweisungen bringt. Selbstverständlich kann die neue Kriegsanleihe auch zur Anlage der vorgeschriebenen Krieg sg ewinn steuerreserve der Gesellschaften verwendet werden. Die Kriegs gewinnst euer von Einzelpersonen ist eine Abgabe vom Vermögenszuwachs. Die Erinittelung des abgabepflichtigen Vermögenszuwachses hat von dem nach den Vorschriften des Besitz stenergesetz es festgestellten Vermögenszuwachs auszugehen. Wer die Kriegsanleihe zeichnet, legt^'ein Vermögen nur anderweitig an. Durch die Zeichnung auf die Kriegsanleihe kann also die Kriegsgewinnsteuerpflicht selbst nicht begründet werden. Auch sonst hat, wer die Kriegsanleihe zeichnet, keinerlei steuerliche Nachteile gewärtigen. Wohl aber hat er bei der Entrichtung der Krieg sgewinnsteuer den Vorteil, daß er die Schuldverschreibungen der Kriegsanleihen zum Nennwert in Zahlung geben kann. * * Auszeichnung. Kriegsfreiwilliger Gett. Karl Nagel, Leibkomp. Jns.-Regt. (K. W.) Nr. 116, der als 16jähriger ins Feld zog und nahezu 17 Monake im Felde steht, wurde in den letzten Kämpfen mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. ** Professor Dr. Friedrich Kraft in Quedlinburg/ ein geborener Gießener (Sohn des verstorbenen Justizrats Kraft), ist unter 165 Bewerbern zum Direktor des Realgymnasiums in Berlin-Schmargendorf gewählt worden. Professor Kraft war bis Ostern 1911 Oberlel-rer am Realgymnasium in Gießen. Alsdann bekleidete er die Stelle eines Direktors des städttschen Lyceums in Quedlinburg. Man sieht Professor Kraft in Quedlinburg ungern scheiden. ** Fahrplanänderungen. Wie die Eisenbahu- direktion Frankfurt a. M. bekannt gibt, wird am 1. April d. Js. die Strecke Greb enau — Alsfeld in Betrieb genommen. Mit diesem Tage 'tritt ans den Strecken Hers- feld — Niedevaula — Alsfeld (Treysa) und Bad Salzschlirf— Niederaula ein regelmäßiger Fahrplan in Kraft. Vom gleichen Tage treten auf 'der Sttecke Gießen—Fulda noch folgende Zugänderungen ein: Pz. -519 Alsfeld ab 4.47 früh, Fulda an 6 Uhr. — 'Pz. 521 Gießen ab 5.37 früh, Fulda an 8.21 Uhr. —Pz. 542 Mücke ab 5.39 früh, Gießen an 6-32 Uhr. — Pz. 530 Fulda ab 7.08 abends, Alsfeld an 8.33 Uhr. ** S t a d t t h e a 1« r. Aus dem Stadttheaterbureau wird mitgeteilt: Am Freitag wird als 15. und letzte Freitags-Aboune- ments-Vorstellung ein Einakter-Zyklus gegeben, der allgemeines Interesse beanspruchen darf. Den Abend eröffnet Fritz Lien Hardts Schelmenstück „Der Fremd e", wohl die abgerundetste und meist gegebene dramatische Schöpfung des el- sässischen Dichters. Es folgt Sudermanns Drama „Fritzchen", das mit dieser Aufführung zum ersteninal über die Bretter des neuen Hauses geht. Den Schluß macht die sattrische Komödie „Hockenjos" von Jakob Wassermann, die s. Z. im Kleinen Theater in Berlin starkes Auffehen erregt hat. Da für alle drei Stücke sich eine sehr gute Besetzung ermöglichen ließ, kann ein anregender Abend in Aussicht gestellt werden. ** Der städtische Seefischmarkt beginnt Donnerstag, den 23. März 1916, nachnttttayS 3 Uhr, in ben Marttlanben. ** Die Freigabe für den Kleinvcrkauf von W e b stoffen. (Amtliche Erklärung.) Beim Webstoffmeldeamt laufen ununterbrochen Anfragen ein, aus denen hervorgeht, daß die §§ 6 der Belanntmvchungen W. M. 1000/11.15. K. R. A. und W. M. 1300/12.15. K. R. A. in weiten Kreisen des Publikums nicht richtig verstanden werden. Darauf dürfte auch zurückzuführen sein, daß bisher eine im Verhältnis M den vorhandenen Vorräten geringe Zahl von Meldungen beim Webstoffmeldeamt eingegangen ist; das spätere Eintreffen der Meldungen wird u. a., was jedenfalls nicht beabsichttgt ist, für die beteiligten Handels- kreffe den Nachteil haben, daß. die gestellten und zn erwartenden Freigabeanträge erst später bearbeitet und entschieden werden können. Um eine Beschleunigung im Interesse der beteiligten. Personen herbeizuführen, sollen daher die angeführten Paragraphen zusammen fassend noch einmal erläutert werdm. Unbedingte Voraussetzung für den Verkauf freigegebener Vorräte ist: daß die fteigegebenen Vorräte unmittelbar an Verbraucher, und nur in Mengen von nicht mehr als einem halben Sttick bezw. einein halben Dutzend veräußert werden, und daß der Verkaufspreis den zuletzt vor dem Jnkrafttteten dieser Bekanutmachung tatsächlich erzielten Preis nicht übersteigt. Freigabe zum Kleinverkauf soll auch für Fabrikanten und Großhändler Platz greifen, welche aber die fteigegebenen Vorräte ebenfalls nur in Mengen bis M einem halben Stück bezw. bis zu einem halben Dutzend veräußern dürfen; „unter" ist hier gleichbedeutend mit „nicht mehr als". Im Sinne der beiden eingangs bezeichnten Verordnungen ist als „Verbraucher" nickst nur das kaufende Publikum und die Konfektionsbetriebe, sondern auch der legittme Großhändler bezw. Kleinhändler anzusehen. Im übrigen ist zwischen deir beiden Bekanntinachungen zu unterscheiden. Tie Höhe der Min de st Vorräte der durch die Bekanntmachung W. M. 1000/11.15. K. R. A. beschlagnahmten Gegenstände ergibt sich aus der Uebersichtstafel Spalte 6. Diese Mindestvorräte sind nicht nur für die einzelnen Gruppen verschieden, sondern weichen auch teilweise für die in den einzelnen Gruppen zusammengefaßten Gegenstände in der Höhe voneinander ab. Will jemand wissen, ob mid was er verkaufen darf, so muß er zunächst genau feststellen, welche Vorräte vorhanden sind, und diese verzeickmeic. Zeigt sich dabey daß diese Mindestvorräte, wie sie in der Uebersichtstafel angegeben sind, nickst erreicht lverden, so darf er die Gegenstände verkaufen. Bei Berechnung der „Mindestvorräte" sind die Wotte „Vorräte ein und derselben Person" dahin aufznfassen, daß jede eine selbständige Buchführung mit besonderem Geschäftsabschluß besitzende BetriebsstÄle einer Firma als besondere Person gilt. Der Begriff „ein und dieselbe Qualität" ist iimerhalb der einzelnen Gruppen verschieden. Verschiedene Farbe macht nur bei Oberbekleidungs stoffen verschiedene Qualitäten. Es ist hier nach Sprach- und Handelgebrauch zu «uffcheiden. Wenn aus denselben Rohgeweben durch Veredelung und Ausrüstung verschiedene Ferttgrvaren hergestellt sind — einmal Schirttngs, ein anderes Mal Dowlas —, so sind diese als verschiedene Qualitäten anzusehen. Ergibt sich bei der Bestandsaufnahme, daß der Mindestvorrat überschritten ist, so stellt folgendes Rechenversahreu fest, was hiervon verkauft werden darf: Man ziehe von dem festgestellten Vorrat denjenigen Bettag ab, welcher in der Uebersichtstafel als Mindestvorrat airg'Lgeben ist. Der ermittette Restbetrag ist alsdann für den Verkauf frei. Es darf jedoch auf keinew Fall mehr verkauft werden, als in der Uebersichtstafel als Minde ft Vorrat angegeben ist. Ist der ermittelte Restbetrag daher größer, so ist davon nur der sogenannte Mindestvorrat von der Beschlagnahme befteit. Dieser darf nur einmal verkauft und kann nicht etwa neu aufgefüllt werden. Dieses auf den ersten Blick umständlich erscheinende Verfahren war nicht zu umgehen. Die Militärverwaltung ist als Großver- braucher kaum in der Lage, solche kleinen Mengen und Abschnitte zu I verbrauchen, wie sie Handel und Verkehr mit Leichtigkeit aufnehmen können. Es mußten daher bestimmte Mindeftgreirzen festgesetzt werden, die für die Militärverwaltung bei zweckmäßiger Wirtschaft in Betracht kommen. Hätte die Militärverloaltung z. B. bei einem Vorval von 920 Meter ScmdsackstofM, von denen 900 Meter als Mmdestvvrrat gelten, -0 Meter einer bejtimmt^n „Herzog eorte übernehmen müssen, so märe btoe kleine Menge für die Zioecke der Hi>eresveiwaltung vollkommen unbrauchbar gewesen Bei dem eni schlafenden Verfahren erhält die Militärverwaltung dagegen — flciun Entschädigung des Eigentümers — 900 Meter die sie zweckmäßig verlvenden kann, während der Eigentümer beschlagnahmten Gegenständen sind stets bestimmte Mengen wle u« im § ü im einzelnen angegeben sind, für den Kleinverkauf Kel. Es lonimt dabei nrcht darauf an, ob der Gesamtbestand der Borrate die dort angegebene Zahl erreicht oder nicht. Es wird zu berden Bekanntmachungen noch darauf hingewiesen, ,daß die vorstehenden Erläuterungen nur darlcgen sollen, was von den ln-schlagnahinten Gegenständen für den Verkauf freigegebeu ist Tageg«' bestehen für die Verpflichtung zur Anmeldung der Gegenstände besondere Vorschriften, die aus den Bekanntmachungen ersichtlich sind. Landkreis Gießen. z. Haufen, 22. März, In der Oberklasse der hiesigen Schule wurden 1904 Mk., in der Untertlasse 505 Dil. Spareinlage für die 4. Kriegsanleihe gezeichnet. e. Großen-Buseck, 22. März. Unteroffizier Otto Weiß von hier, der fett Kriegsbeginn im Westen steht, wurde mit der Hess. Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und zum Vize Wachtmeister befördert. 8o. Burkhardsfelden, 22. März. Die von der hiesigen Schule veranstaltete Sammlung für die vierte Kriegsanleihe er reichte eine Höhe von 1160 Alk. e. Ruttershausen, 22. März. Unsere einklassige Schule hat den stattlichen Betrag von 1518 Mk. Kriegsanleihe gezeichnet < - Göbelnrod 21. März. Durch bte vtqt Werbetätigkeit des Lehrer^ sind in hiesiger Schule im ganzen 1475 Mart für die 4. Kriegsanleihe gezeichnet und der Bezirkssparkasse Grünberg überwiesen worden. Ebenso war auch die Beteiligung unter den Erwachsenen für die Anleihe sehr umfangreich. Bellersheim, 22. März. Samiiel W e t 1 e r h a h n und Frau feierten gestern in voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Vom Großherzog erhielten sie eiu Glück wunschschreiben und sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift. Beuern. 22. März. Fahnenschmied Wilhelm Otto tm Feld-Artillcrie-Regiment Nr. 1t 1 hat die Hessische Tapserkeils medaille erhalten. Will). Otto ist seil Anbeginn des Krieges im Felde. — Tie hiesige Schuljugend hat für die Kriegsanleihe den ansehnlichen Betrag von 2506,50 Mk. aufgebracht. Davon entfallen mtf die 1. Klasse 1500 Mk. und auf die 2. Klasse 1006,50 Mk., ein recht erfreuliches Ergebnis. e. Elimbach, 21. März. Dem seit 18 Monaten im Felde stehenden Gardisten Jean E o n r a d, Sohn des Beigeordneten und Landwirts Heinrich Conrad, wurde in den letzten Tagen das Eiserne Kreuz verliehen. Seinem Bruder, Wachtmeister Conrad beim Dragouer-Regiment 22, welcher seit Kriegsbeginn tm Felde steht, wurden vor einiger Zeit die Badische Verdienstmedaille und das Eiserne Kreuz verliehen. -b-. Climbach, 22. März. Infolge eifriger Werbetätigkeit ,von Lehrer und, Schüler konnten in unserem bloß 250 Einwohner zählenden Orte, der dazu durchaus nickst zu den wohlhabendsten Orten des Kreises Gießen gehört, 6 00 M k. für die vierte Kriegsanleihe allein von der Schule gezeichnet werden. " U t v h e, 22. März. Von den hiesigen Schulkindern wurden durch Saminelzeichuung 1100 Alk., durch Zeichnungsscheine 1700 Mk. zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet, zusammen also 2800 Mk. b. N i e d e r - B e s s i n g e n, 22. März. Die Schüler der hiesigen emklassigen Schule zeichneten nahezu 1600 Mk. Kriegsanleihe. Kreis Büdingen. G M i ch e l a u , 20. März. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier Lampmann. Kreis Lautcrbach. rr. Schlitz, 22. März. An Stelle des wegen Krankheit beurlaubten Lehrers Altstadt und des zur Fahne einberusenen Lehrers Schäfer sind Schulverwalter K r o n e n b e r g aus Bubenheim und Lehrerin Hammel ans Darmstadt hierher versetzt worden. — Der Saaten st and im Schlitzerlagd ist ganz vorzüglich. Während vor einem Jahre beträchtliche Teile der Korn- und Weizenfelder „ausgewintert" waren, ist diesmal in der jungen Saat .nirgends eine kahle Stelle zu sehen. Auch der alte Klee hat sehr gut überwintert und entwickelt sich infolge der warmen Witterung ausgezeichnet. Mit der Haferaussaat hat man bereits begonnen. e. Ober - Moos, 22. März. In unserem 260 Einwohner zählenden Orte zeichneten die Schüler auf Anregtmg ihres Lehrers Müller 1883 Mk. zur 4. Kriegsanleihe. - Im benachbarten G u n z e n a u, 300 Einwohner, kamen durch den gleichen Lehrer 1873 Mk. zusammen. Die privaten Zeichnungen wurden durch diese Schulzeichnungen kaum berührt. So wurden im Kirchspiel Nieder-Moos, 10 Dörfer, etwa rund 50 000 Mk. gezeichnet ; ein schönes Zeugnis für die Opferwilligkeit der Vogels- berger Bevölkerung. Kreis Schotten. # Schotten, 20. März. Das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge erhielt der Landsturmmanii Spanier. E. Stockhäuser Hof, 21. März. Auf dem Felde der Ehre fiel vorige Woche Karl Jochim, Sohn des Landwirts Karl Jochim dahier. □ Friedrichshütte bet Laubach, 21. März. Von der hiesigen Gefangenen-Abteilung ist gestern morgen ein französischer Gefangener entsprungen. Es ist der Laubacher Gendarmerie gelungen, ihn in der Nähe des Obernseener Hofes wieder ein- zusangen. Er wurde ins Lager nach Gießen zurückgebracht. — Ober-Seibertenrod, 22. Marz. Hier starb im Alter von 78 Jahren der Altbürgermeister Johs. Schmiermund, der genau die Hälfte seines Lebens das hiesige Bürgermeisteramt verwaltete. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 22. März. Di-e gestrige Stadtverordnetenversammlung beschloß, daß die Stadt 2 5 0 0 0 Mk. Kriegsanleihe zeichnet und daß den städtischen Beamten, die sich an der Anleihe beteiligen wollen, Erleichterungen gewährt werden. — Zur Erinnerung an die Schlacht am Johannisberg 1762 wird eine auf dem Berge liegeirde Anlage ^ F c r d i u a u d cho n Brauuschiwerg) -umt R oten Kreuz wird für private Wohltätigkeit Eck" benannt. — mM^ßlich September d.' I. ein m oiEr^r^ Zuschuß von 800 Mk. bewilligt. — Der Bu tzba dy -L ich e r Eisen b a hn - gelellschaft wird aus die im Besitz der Stadt befindlichen Obligationen cm Zinsnachlaß von % Proz. bewilligt und genehmigt, daß die Amortisation der Eisenbahnschuld bis 1921 ^ ' ~~a? n k' er heutigen Wahl zum Kreistag wurde der bis her^e Vertreter, Bürgermeister Dr. Kahser, einstimmig wiedergewahlt. 413 Kinder der Stadtschule zeichneten zur vierten KriegsanleilB 6405 Mk. . 0-? Vilbel, 22. März. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde dem Artulorre-Reserveleutnant August Seikold von hier v,> or*? 1 ' 7~. T°er Pwnieraefreite Erlenbeck von hier, der i Ausbruch des Krieges als Kriegsfreiwilliger eintrat, wurde zum Unteroffizier befördert. Gleichzeitig wurde er, da er schon die. ^cilftase Tapferkeitsmedaille und das Eiserne Kreuz 2. Klasse, bc slßt, zum Eisernen Kreuz 1. Klasse eingeveicht. Erlenbeck hat in den letzten Tagen als Führer von 8 Pionieren und 10 In sapteristen einen Sprengtrichter besetzt und ihn vier Stunden lang im schwersten Feuer gehalten und ausgebaut, wobei 10 Mann seiner Abteilung verwundet wurden. In der Nacht haben dann die Franzosen den Sprengtrichter besetzt. Zivei Tage darauf.hat ihn Erlenbeck wieder gestürmt. Hierbei ist er zwei Stunden lang un rasendsten Maschinengewehrfeuer über die Deckungen gelaufen und 1)at sich immer wieder Handgranaten herbeigeholt. Ties hat tr so oft wiederholt, bis er den Sprengtrichter gesäubert hatte. Daß er hierbei init dem Leben davonkam, ist allerdings! ein Wunder ]Wer Städtchen kann stolz sein, einen solchen tollbühnen Helden, dessen Vater vor 14 Tagen als Landsturmrckrut ins Feld gerückt ist, dem Vaterland gestellt zu haben. Bl. Rockenberg, 22. März. Für die 4. Kriegsanleihe wurden m der hiesigen Volksschule 1492 Mk. gezeichnet. Bl. Staden, 22. März. Von den hiesigen Schulkindern wurden rund 1300 Mk. kür die 4. Kriegsauleihe gezeichnet. Bl. Bruche n b r ü ck e n , 22. März. Die hiesige Schul, zeichnete den ansehnlichen Betrag von 1804 Mk. zur 4. Kriegsanleihe Bl. P e t t e r w e i l, 22. März. Von den Schülern der hiesigen zweiklassigen Schule wurden 2400 Mk. zur 4. Kriegsanleihe gezeichnet. Bl. W ö l f e r s h e i m , 22. März. Von der hiesigen Schule wurden für die 4. Kriegsanleihe 3300 Mk. gezeichnet. Bl. O b e r - W ö l t st a d t, 21. März. Gefreiter PH. Feuerbach von hier, zurzeit in Frankreich, erhielt die Hessische Tapser- keitsmedaille. Er steht bereits seit Anfang des Krieges im Felde. Starkenburg und Nheinhessen. c - nt ft abt, 22. März. In den auch während des Krieges geöffneten Kinder heil st atio neu des St. Bonisatius-Kran-, kenhauses in Hirschhorn (für Knaben) und des evangelisck>en Kran kmhausA in Lampertheim (für Mädchen) finden fortgesetzt tuber- kuwse Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren zu einem mäßigen Pflegesatz Aufnahme. Die Behandlungsart und Kurerfolge in den beiden Stationen sind dieselben wie in den großen modernen Heil- tätten. Hessen-Nassau. Deutsche Schulmännerkonfcrenz. Frankfurt a. M., 22. März. In den Räumen der Uni versität fand gestern eine Konferenz von Schulmännern aus allen deutschen Bundesstaaten statt, deren Zweck war, einen Weg zu finden für die weitere Schulbildung der aus dem Felde heim kehrenden Schüler höherer Lehranstalten. Die Beratungen über diesen Abschluß des höheren Schulunterrichts haben ergäben, daß man in fast allen Bundesstaaten für die aus dem Krieg in die Prima zurückkehrenden Schüler besondere Borbereitungs- und Fort bildungs-Lehrgäng« einrichten will. der Bilanz aus 61 752 000.77 Mk. gegenüber 49100178 60 Mk. im Boriahr. Märkte. fo. Frankfurt a. M., 22. März. S ch w e i n e m a r k t. Zu- getrieben waren 19 Schweine, die zu den festgesetzten Höchstpreisen st Marburg, 22. März. In der heute nachmittag ab- gehaltenen Stadtverordnetensitzung wurde der städtische Voranschlag für 1916 in Einnahme und Ausgabe mit 1433 400 Mk. nach einstündiger Beratung genehmigt. An Steuer wurden erhoben wie im Vorjahre 182 Proz. zur Grund-, Gebäude-, Ge iverbe- und Betriebssteuer. Die Einkommensteuer wurde von 160 auf 180 Proz. erhöht. — Neben vielen sonstigen Auszeichnungen wurde dem Kousistorialsekretär Rechnungsrat Trobing, der gestern ein bvjähriges Dienstjubiläum beging, der Kgl. Kronenorden 3. Klasse mit der Zahl 50 verliehen. [] Frankenberg, 22.März. Vergangene Woche wurde an der Edder ein Reisekoffer mit zwei Schirmen gefunden. Gestern nachmittag fand man etwa einige 200 Meter unterhalb dieser Stelle zwei mit Riemen zusammengehaltene Leichen, einer unbekannten männlichen und einer weiblichen Person. In den Kleidern des Mannes fand sich ein Revolver und eine Taschenuhr mit dem Namen Joh. Truß, Berg. Neukirchen bet Opladen. Die Staats anwaltschaft in Marburg wurde von dem grausigen Funde in Kennt nis gesetzt. Wm. Kirchhain, 22. März. Für den Kreis Kirchlham ind für Schweinefleisch und Wurftwaren bis auf weiteres folgende Speck 2,30 Mk., magerer Speck 2,20 Mk., Lieber- und Blutwurst, >, 1,50 Mk., geräuchert 1,70 Mk., Bratwurst 1L80 Mk., Fleisch- Wurst 1,80 Mk., Zervelatwurst, geräuchert, 2,0 Mk., geräucherter Schinkeu ohne Knochen 2,70 Mk., mit Knochen 2,50 Mk., sämtlich für das Pfund. -- Von der Lahn, 21. März. Bei dem Orte Nievern setzte sich ein größerer Berghang in Bewegung und überschüttete die Landstraße mehrere Meter hvch mit Schuttniassen und Steingeröll, so daß der Verkehr gesperrt werden mußte. Nach fachmännischen Ansichten ist der Bergrutsch auf unterirdische Wassereinbrüche zurüchuführen. Handel. — Bank für Handel und Industrie (Darmstädtcr Bank). Ter Aufsichtsrat beschloß in seiner heutigen Sitzung, der Generalversammlung für das Jahr 1915 oie Verteilung einer Dividende von 5 Prozent vorzuschlagen. Der Bruttonutzen beträgt pro 1915 inkl. 480 141.31 Mk. Vortrag aus 1914 25 051563.71 Mk. Hiervon verbleibt ein verteilbarer Reingewinn von 8 719 199.72 Mk. Die Avale beliefen sich auf beiden Seiten ’ und Futter- cm. Futtermittel zu erzielen. Die groß und kann schnell abaesetzt wurden. le. Frankfurt a. M., 22. März. Frucht in i 11 e l m a r k l. Die ruhige Stimmung hält lest. Am Getreidemarkt waren einige Umsätze Nachträge nach guleu Futteriuiilelu ist noch bei dem geringen Angebot nicht betriedigt werden. Bezahlte Preise sind nur schwer seslzustetteu. Man hört folgendes: Vcnerersatz 62 64 Mk., Spelzsurenmehl 29-31 Alk., Reisklcie 34 bis 36 Atk., Atischsntter ö8-60,00 Nik., AtoiSgrieß 104-100 Alk., Biertreber 74—77 Mk. 2llles ver 100 ohne Sack ab Station. fc. Frankfurt a. M., 22. März. K a r t o f s e l m a r k t. stnrtosfelil ab Versandstation in loser Ladung per 100 Kilograinm 0,10 'JJ If, Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 23. März 1916: Abnehmende Beiuöltnnq, meist trocken, keine Temperatnrändernng. Letzte Nachrichten. Kardinal Mercier in eine Spionage-Affäre verwickelt. Brüssel, 22. März. Bei einer verhafteten Svionage- S^be wurden Beweise gefunden, daß einzelne Mitglieder mit Kar- Skr' biiial M e r c i e r in Verbindung gestanden haben. Die Spione haben den Brieftchmuggel an die holländische Grenze betrieben und offenbar im Dienste der Regierung von Le Havre gestanden. Unter den bei ihnen bcschlagnahinten Briefen befand sich ein Handschreiben des Kardinalstaatssekretärs Gasparri, das sich aber mit rein kirchlichen Dingen befaßte. ' Kardinal Mercier hat sich der •Pi one dw^nit, denn sie übermittellen ihm Briefe von der belgischen Regierung und er hat sich persönlich mit einem Mitgliedc der Bande unterhalten, um sich den Mechanismus des Briefschmuggels erllaren zu lassen. Der Kärdinal hatte natürlich Gelegenheit,- mit dem Heftigen Stuhle auf ordnungsmäßigem Weg« zu verkehren, und er brauchte sich dazu keiner dunklen Ehrenmänner zu ^ „ er das getan hat, läßt tief blicken und dadurch a ^' daß beispielsweise der Brief des belgischen Episrohat an die deutschen Bischöfe in der Auslandspresse ver- S »Sn - werden konnte, ehe er in Deutschland angekommen war. Das Weftere wird wohl die demnächst stattfindendeGerichtsverhand- lung aufklaren. . Die russische Offensive. m F dNär^. Der Sonderberichterstatter der „Köln. Volksztg. im Osten drahtet, daß noch Steigerungen der russischen Angriffe zu erwarten sind. Das Einsetzen aller Kräfte scheint bevorzustehen, so daß eine weitere bedeutende EntwiÄimg der Ossenfwe in größerem Ansatz zu erwarten steht. . Die Flüchtlinge von Verdun. . 22. März. Aus Neuenburg wird gemeldet, daß die ftanzosische RMerung 22000 der aus der Gegend von Verdun der Schiveizer Grenze gesandt Hab«. fortgeschickten Einwohner nach Tie Leute sind meist sehr arm und notleidend. Zu ihrer Unterstützung hat sich in Zürich ein Schweizer, Hilfskomitee gebildet. Die italienischen Mißerfolge am Jsonzo. Lugano, 22. März. Ter Mißerfolg am Jsonzo wird von der italienischen Presse abzuschwächen versucht. Der Secolo" versichert, der kleine Rückzug habe durchaus nichts Beunruhigendes. Er sei vielmehr eine weise Maßregel der Heeresleftung, unnütze Verluste zu vermeiden. Der „Corriere della Sera" um äußert sich in gleichem Sinne und fügt hinzu, es handele sich um ein freiwilliges Zurückgehen. Die Italiener seien auf den Hügeln bon Tolmein geblieben, so lange es ihnen beliebte. Aber der Feind habe seine Batterien nördlich von Tolmein vermehrt, woraus die iMienische Heeresleitung jene vorgeschobenen Stellungen um 600 Meter zurücknahm. Aus Italien. i. Köln, 22. März. Laut der „Köln. Volksztg." fand gestern m Bergamo eine stürmisch« Auseinandersetzung der katholischen Deputierten statt, die eine endgültige Spaltung in zwei Gruppen bewirkte, wobei die eine gegen die Kriegshetzer scharf Stellung nimmt. 26 er Ddol reget- mäßig jeden Tag aurverrdet, übt naG unseren heutigen -Kenntnissen dir denkbar beste Lahu- und ÄNundpsirge aus. Preis V, Fl. M. 1.50. Fl. 65 Pf. , W 8 Betr.: Tie Sicherung der Ernte zur Oelgewinrmng. An die Großh. 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Z. im Feld und Familie Fritz Schmidt Gießen, den 21. März 1916. 12282 Im Kampfe fürs Vaterland fiel am 15. März nach treuer Pflichterfüllung seit Beginn des Krieges im Alter von 25 Jahren unser lieber, guter Sohn, Bruder und Schwager Otto Möller Leutnant und Adjutant im Garde-Fussartillerie-Regt. Nr. 2 (vorher im Fussarti!lerie-Regt. 3) Ritter des Eisernen Kreuzes und Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille. In tiefer Trauer: Prof. Heinrich Müller, Oberlehrer i. R. Lina Müller, geb. Liehr Emsny Hechler, geb. Müller Hedwig Müller Georg Hechler, Oberlehrer. Giessen (Liebigstrasse 62), Neubrandenburg, den 20. März 1916. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 23. Marz, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. m Am 15. März 1016 starb den Heldentod der Leutnant Adjutant des II. Bataillons 2. Gartie-FussarttilienQ »Begiments Herr Otto Müller Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferfeeitsmedaille. Offiziere und Mannschatten betrauern tief den Verlust diesQs tapferen, pflichttreuen Offiziers und allbeliebten Kameraden. Sein Andenken wird im Bataillon stets hoch in Ehren gehalten werden. Matsehke, Hauptmaon und Bataillons-Kommandeur im 2. Garde-Fussartillerie-Regiment. 0&479 Nach 19 monatlicher treuer Pflichterfüllung starb am 1. März im Feldlazarett infolge seiner schweren Verwundung unser innigstgeliebter, treuer Sohn und Bruder Fritz Preiß Gefreiter der Res. im Res.-Inf.-Regt. Br. 53, 5. Korap. Ritter des Eisernen Kreuzes den Heldentod für sein Vaterland. In stillem Schmerz: Familie Friedr. Preiß, Zugführer. Gießen (Biegdpfad 24), den 22. März 1916. * 238fi Die Liebe, die hört niemals auf, Die reicht auch über das Grab hinaus, Wenn alles Irdische vergeht, Die Liebe, die allein besteht, So schlaf denn wohl, geliebtes Kind, In Liebe wir vereinet sind. Auf Feindesboden 19 Monat, schwer und müde, Sank hin dein Haupt zur letzten Ruh, Fürs Vaterland gabst du dein Leben, Schlaf wohl mein lieber treuer Bräutigam du. Warst noch so jung, starbst viel zu früh, Wer dich gekannt, vergißt dich nie. Wenn Liebe könnte Wunder tun und Tränen Tote, wecken, So würde dich Geliebter mein nicht fremde Erde decken, Doch liegt es in des Höchsten Pjlan, .Was Gott tut, das ist wohlgetan!“ In tiefberührtem Schmerz erhielten wir die traurige Nachricht, daß am 6. März unser herzensgute^ lieber Sohn, mein heißgeliebter, unvergeßlicher Bräutigam, lieber Bruder, Schwager und Neffe Heinrich Krämer Jäger im Renerve-.Täger-Batalllon Nr. 11, 2. Kompagnie im Alter von 29 Jahren, infolge eines Kopfschusses beim Sturmangriff, den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. In tiefer Trauer: Familie Krämer Hari© RUhl als Braut Familie üeHNersdimhU Familie Kühl Familie Neeb Familie Alhach nebst allen Angehörigen. Hattenrod, Münzenberg, den 21. März 1916. Wiedersehn war seine Hoffnung! [2303D Tieferschüttert erhielt ich die schmerzliche Nachricht, dass mein innigstgeliebter, herzensguter Bräutigam, unser braver Schwiegersohn und Schwager Lehramtsreferendar Hugo Lehmann Unteroffizier im Füsilier-Regiment Nr. 80, Feld-Wlaschinengewehr-Zug 93 am 9. März im Kampfe fürs Vaterland gefallen ist. Giessen (Ludwigstrasse 26), 21. März 1916. In tiefem Schmerz: Emray Kempf Frau larg. Eempt Ww, Marie Kempf Beinr. Kemp! Familie Alb. Merlan. Beileidsbesuche dankend abgefeimt. 2285 Todes-Anzeige. Nach kurzem, schwerem Leiden, infolge eines Sturzes vom Pferde, starb am Sonntag abend 8 / 4 7 Uhr sanft und gottergeben mein innigstgeliebter Sohn, unser lieber, guter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, dar Kanonier im Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25 August Bäeker staatl. gepr. Apotheker im Alter von 28 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Chr. Kieker Familie Dr. Mächens Familie Rechtsanwalt Geissner. Giessen, Braunschweig, Darmstadt, den 22. März 1916. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt, das Seelen amt Donnerstag, vormittags 7 Uhr, in der Pfarrkirche zu Giessen. 2m N W g M N ml r-Ä lieferschüttert erhielt ich die traurige Nachricht, dass am 2). Februar 1916 mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner drei Kinder, mein lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Peter Schneider Wehrioann im Infanterie-Regiment 116, 6. Kompagnie im beinahe vollendeten 31. Lebensjahre den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Frau Elise Schneider, geb. Appel Liebst Kinder Jos. Schneider, z. Zt. im Felde, und Familie. Giessen (Brandgasse 4), Marburg, den 22. März 1916. 08484 AM-Theater Freitag, 24. März 1916, abends 8 Ubr. 15. Freitag-Abonn.-Vorstellg. Gewöhn!. Preise lermätzigt) : Der Fremde Ein Schelmensviel in einem Auszug von Fritz Lienhardt. ^ Hierauf: Fritzcherr. Drama in einem Akt von, Hermann Sudermann. Zum Schluß: Hodenlos. Eine Lügonkomüdie in einem Akt von Jakob Wassermann. Ende 10'/. Ubr. [2284c Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bet allen Boräellungen langer bei ] ^olfdüoritcUimacitiaufLuaö I ö. Sperrsitz nur halbe Preise.