Ht. 62 Der _____ _ erscheint 'tS^üch, _ F .. SsnntagS. - Beilagen: viermal wöchenlllch «ietze,erF«»ai«chUtter; zwennal wöchentiNretr» dlÄttfSrSevNreir Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. La«»' wirtschafMche Leitfraae« Fernsprech-Anschlüsse: sürdie SchriitieitunaH2 Dertag,Geschäi taste Ueöl Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme »»« Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes vlatt 166. Jahrgang Dienstag. März 1916 Bez« q», ret > monatl. 85 viertel« jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- il Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch die Post Mt. 2.30 viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf.. ausw. 20 Pf. — Hauptschriftleiter: Auq. Boetz. Verantwortlich für den politstchen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Sladl und Land, Vermischtes und Ge- ^ l I f I richtSsaal: Fr.R. Zenz; «orauenr-ruck «,» Verlag der vrühl'schtn Unio.-Vuch. und SteindruSerei R. Lange. Schriftleitung. Seschäftrftelle und Vrncktrel- §chulftr.7. nzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Sauptyuartier, 13. März. (DTB) Trotzes (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. war die Artillerien auf einem großen unö öicft sich beiderseits dgr Maas mib bis Mr Mosel hrn auf gröberer Heftigkeit. an der Somme und dem .^Eues kleinen französischen Angriffes im Priest e r w a l d e sind keine Erelgnisse zu berichten. * Aufllärungstätigkeit orlffm unsere ^IteaeT feindliche Bahnanlagen und Untcrkunftsortc beson- ders an der Eisenbahn Clermont-Verdun erfolgreich drei feindliche Flugzeuge vernicht t e t. zwei in der Ehamhagne und eines im Maasgebiel. Oeftlicher und Balkan-Kriegsschauplatz. Dtr Lage ist im allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung. » ^ « ^ or 3 en . E>er Reichs dag wieder zusammentreten. Es warten ferner keine befmrderen Erörterungen über die Krregsurge, mit der das deutsche Volk zufrieden ist, ganz rmGegensatz zu dem englischen, wo in Presse und Parlament rrttische Kämpfe ausgesuchten werden, und im Gegen- -Tn ^ en chlderen feindlichen Ländern, die ihre Krisen in den Regierungen haben; wir erinnern nur an die Müdigkeit des französischen Kriegsministcrs Gallieni und Ml das allmählich absterbende Kabinett Salandra. Ob E^EchsiMrzler dem deutschen Volke neue Worte der Aufklarirng über die Lage schenken will, steht noch dahin. Wrr wurden es begrüßen, wenn er den deutschen Standchrnkt rn der Frage der ergiebigen Verwendung unserer U-Boote vor fernem Volke selbst noch einmal mit Festigkeit und Entschlossenheit darlegen würde. Die heutige MeLung, daß Staatssekretär v. Tirpitz erkrankt sei, wird allentAlben Bedauern und womöglich auch ein toeuig Besorgnis auslosen, denn inan weiß es, daß dieser ein entschlossener Vertreter deutschen Rechtes ist und unserer tapferen Marine rn diesem Llriege einen so hohen Anteil Ermessen null, als ihr zukommt. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn aus den vertraulichen Erklärungen des Reichskanzlers, die daß wir im Kriege leben, daß vollkommene Lösungen zunächst nicht gefunden werden können, lind dann harren des Aeichstags ja auch noch eine Reihe anderer Vorlagen Nwu spricht von einem Gesetz wegen Herabsetzung 'der Altersgrenze für die Alters- und Jrwaliditätsversicherung auf 65 Jahre; einem Gesetz über Abänderung des Bereins- gesetzes zugunsten der Gewerkschaften; einem Gesetz wegen der Kapitalisierung von Kriegs reuten behufs Ansiedlung; einem Gesetz über die Grundsätze bei dem Ersatz von Kriegs- beschädigungen durch das Reich; und einem Gesetz wegen Mänderung des Kaligesetzes. Dazu werden wohl noch Anträge aus dem Hause kommen. Die Lösung all dieser Fragen darf die Kriegstätigkeit im Innern wie draußen nicht stören oder hemmen. Gerade jetzt hat Deutschland zu einer neuen großen „inneren Offensive" sich anfge schwangen, zur vierten Kriegsanleihe. Mit schwungvollen Worten hat der Abgeordnete Schiffer diese Tätigkeit in der „National- zeitung" dar gelegt: In -mächtigen Zügen saugt das Pumpwerk unserer R-eichs- fmanzperwaltiMg die Millionen und Milliarden ans den: Lande auf, uni sie bald wieder befruchtend über das Land zu .ergießwl und, wenn es notlut, damit die Grundlage für eure fünfte Kriegs- mrleihe zu schaffen. Der Mechanismus arbeitet mit einer Ruhe, Sicherheit Und Präzision, die nicht bloß durch die Ungeheuerlichkeit der (Summen die dabei' im Spiele sind, grandios wirkt. Tie deutlich ächtbare W«hselbeziehimg zwischen Volks- und Finanzwirtschaft erreicht lüer eenen Umfang, wie er in der §Seltgeschichte bisher weder mwham«r gewesen, noch auch nur gedacht worden ist. Sie hat zur Folge, daß wir sowohl in: Kriege finanziell völlig unabhängig von allen ftemden Kräften sind, als auch in den Frieden frei v-on neuen Schulden emtreten werden Nach beiden Richtungen besitzen wir dadurch eine unermeßliche Ueberl egen heit gegenüber unseren Feinden, .die uns nicht nur die .Erkämpfung, sondern mich die Lebhafte Artillerietätigkeit im Westen. Ausnutzung unseres Sieges sehr erleichtern wird. Schuldenfrei !ünd zugleich auf den kaum angegriffenen Geldvorrat unserer Reichs bank gestützt, werden wir mit inachtvoller Entschlossenheit den friedlichen Wettbewerb der Völker neu beginnen und im Bunde mit imsever technischen Leistungsfähigkeit werden wir auch in ihm sehr bald wieder die führende Stellung erringen und noch Verstärken, die wir vor dem Kriege besessen hattest. . . * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 13. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13. März 1916. N u s s i s ch e r K r i e g § s ch a u p l a tz. Anderbessarabischen Front und am Dnjeftr wurden russische Vorstöße abgewiesen. Italienischer Kriegsschauplatz. Die erhöhte Tätigkeit der italienischen Artillerie dehnte sich auf die ganze Jsonzofro nt aus. Nachmittags wurde ein feindlicher Angriff auf Selz abgeschlagen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant Der franzöfische Bericht. .. P ar is, J2. MiäcA. (jf.) Amtliche Mitteilungen vom 12. März: Nördlich der Aisnc war der Artilleriekamvf sehr lebhaft in der Gegend des Bois des Buttes, südlich'von Bille aux Boix Auf dem linken Maasufet ziemlicl) intensives Bombardement in der Gegend von Bsthincourt. Auf dem' rechten Maasufer wurde ein kleiner deutscher Angriff mit Handgranaten im Bois Earriere (am Südhang des Pfefferrückens) leicht abgewiesen. Das Bombardement blieb lebhaft östlich des Forts Touaumont und in der Gegend des Forts B a u x, wo der Feiird seit vorgestern keinerlei Versuch unternahm, das vom Fort überragte Plateau zu erreichen. In der Wvevre nahmen die Deutschen gegen Ende des Tages nach Artillerievorbereitung im Verlaufe des Angriffs einen kleinen an die Straße nördlich von Eix anarenz i Grabml. In Lothringen einige Zusammenstöße von Patrouillen westlich von Arracourt. Auf dem Reste der Front kein bedeutendes Ereignis zu melden. Abends 11 Uhr: Südlich der Sonnne führten wir ZerstörungA- fener aus auf feindliche Werke gegenüber Mancourts und zrvischen Oife und Aisne auf feindliche Berteidigungswerke in der Gegend von diouvron. In den Argonnen hat ein kenzenlnisches Fenep auf das Wäldchen von Cheppp mehrere feindliche Beobachtungs- Posten zerstört. In der Gegend nördlich von Verdun kam es zu keiner Jnfanterieaktion im Verlaufe des Tages. Beiderseits heftiges Bombardement auf beiden Ufern der Maas. Unsere schwere Artillerie nahm feindliche Ansammlungen in einem Hohlwege nördlich der Cote du Poivre und deutsche Batterien in der Gegend östlich von Louvemont unter Feuer. In Ban de Sapt ver-j schütteten lvir feindliche Gräben in der Gegend von Senones. ^ Sonntag früh kämpfte Unter-Leutnant Guyemer ein deutsches Flugzeug nieder, das in der Nähe von Thiescourt brennend ist unseren Linien abstürzte. Es ist dies das achte von diesem Flieger niedergeschossene Flugzeug; sechs stürzten in unseren Linien nieder, zwei in den feindlichen. Ein anderer unserer Flieger hat ebest- faNs ein deutsches Flugzeug bei Dombasle in den Argonnen ab- geschosfeil. Tie Besatzung der beiden zerstörten Apparate war tot. Am gleichen Tage haben Gruppen von Kampfflugzeugen 18 Luft- kämpse in der Gegend von Etain geliefert, in deren Verlaufe der Gegner in die Flucht geschlagen wurde. HervF über die Lage bei Verdun. Hervs bespricht in seiner „Victoire" vom 10. März die Lage um Verdun wie folgt: „Ich habe zur Gemlge meine Beunruhigung .mü) meine Angst wegen Verdun während der letzten 14 Tage durchblicken lassen, eine Beunruhigung, die auch jetzt noch mcht geschwunden ist. Me Zeitungen sind gefüllt mit Be- schreibmigen über die Zerstörung unserer Schützengräben durch Geschosse großen Kalibers. Ich sehe auch viele Leute, die beängstigt Und durch die Mittelmäßigkeit unseres Eisenbahnnetzes in der Gegend lvon Verdun. Tie Kammer hat sich dariäber aufgeregt. Man hat in dieser Beziehung Nachlässigkeiten und Fehler begangen, wahrend „uns gegenüber" der deiitsck-e Generalstab ein strategisches Netz gebaut hat, das. ihm gestattet, seine schwere Artillerie mit genügend Munition zu versehen." Um seinen Lesern diese bittere PUle etwas zu versüßen, schlicht Hervs folgendermaßen: „Somtt betone ich, dar; falls wir uns der schmerzlichen Nottvendigkeitz fugen umst-en, Verdun zu räumen, man nicht den Kopf verlieren sollte- Tie.Deutschen rechnen in diesem Falle anf eine Perwirrumr ur Paris, ja selbst auf Aufruhr. Verwrrrungl Aufruhr! in den Sttaßen? Es gäbe nicht einmal eine ?Ninisterkrtsis. Wie die Franzosen ihre Landsleute hinter der deutschen Front „austlären". Von einem Afngehörigeir des Landwehr-Jnfanterie- Reglments. . . erhielt die Gießener Universttätsbibliothek einige Aufklärungs-Zeitungen zugesandt, die jüngst französi- fche Flieger über den von den deutschen Truppen besetzten Gebieten m der Champagne abwarfen. Es sind dies ein paar Stucke der „Borx du Paps", deren wesentlicher Inhalt Meldungen über die glänzendeii Erfolge der Politik und der Heer- fuhrung des Vierverbandes bilden. Eine Kritik dieser Meldungen verlohnt sich iiicht; die Zuverlässigkeit französischer Zeitungsnachrichten kennt man jq zur Genüge. Für die Organisatwnsgabe der Franzosen ist es aber doch höchst bezeichnend, daß die am 3. Februar 1916 abgeworfenen zwei Nummern der „Boix du pays" vom 26. Oktober und 30. November 1915, die am 2. März 1916 abgeworfenen Stücke gar vom September 1915 stammen. Solche alten Ladenhüter halten also die französischen Heerführer fstr gerade gut genug, um ihre Landsleute über den neuesten Staiid der Dinge zu unterrichten. Bekanntlich wird auch zur Auskläruiig der dent- schen Truppen von den Franzosen eine eigene Zeituiig, die ,,Feldpost" herausgegeben, die an ihrem Kopfe den deutschen Reichsadler trägt und in tadellosem Deutsch geschrieben ist. Auch von diesem Machwerke, das Erstaunliches von den deutschen Wirtschaftsnöten und von der ins Riesige gestiegenen Fahnenflucht in der deutschen Lhrmee zu erzählen weiß, scheinen aber die Vorräte recht knapp zu sein. Sonst wären wohl kaum am 3. Februar d. I. Nummern vom ”23. 9Lo- vember 1915 abgeworfen worden, die natürlich unsere Soldaten so erst recht Gelegenheit geben, den schwindelhaften Charakter dieser Blättchen festzustellen. * * * . Der türkische Bericht. Konstantinopel, 13. März. (WTB. NichtamkliM DaS Hauptquartier teilt mit: Von der Irak- und Kaukasusfront liegt keine wichtige Meümnal vor. Im Abschnitte von Felchis wurde ein englisches Flugzeug durch unser Feuer heruutergeschossen. Die Insassen wurden durch die Explosion der an Bord besü^>lichen Bomben ^ getütet. Zwei Torpedozerstörer und ein Monitor warfen einige Granaten auf die Urngebung von Nani Kale, an der Küste bei Smyrna und Tescherchnc gelegen, und zogen sich sodann zurück. Aus der türkischen Kammer. Konstantinppel, 13. März. (WTB.) Nachdem ber &etiat gestern den -allgemeinen Zolltarif debattelös angenommen hat, wird heute öas Parlament, dessen Mandat erlischt, durch Erlnß des Sultans geschlossen werden. Die Drückeberger in Italien. Bern, 13. März. (WTB.) Mailänder Blätter veröffentlichen einen Erlaß, in dem die Befreiungen vom Militärdienst geregelt werden. Der Erlaß soll verhind«m, daß Militärtaugliche in mobilisierten Betrieben bleiben, wenn ihre Arbeit nicht zur Ausrechterhaltnng des Betriebes unbedingt nottoendig ist. Für die Untauglichen bestimmt der Erlaß eine strenge Ueberwachnng und eine ärztliche Untersuchung in jedem Vierteljahr, um Mißbräuche zu verhindern. Der Erlaß wird von der Presse einstimmig gelobt. Proteftversammlungen von Wehrpflichtigen in England. Rotterdam, 13. März. (WTB. Nichtamtlich.) Ter „Nwuw-e Rotterdamsckxe Courant" meldet aus London: Gestern fanden wreder mehrere große Protestversammlungen von Tausenden Unter dem Terbyschen System rekrutierten ver- herrate ten Männern statt. In allen Versanimlungen wurde gefordert, daf; die Unverheirateten aus den militärfreien Berufen genommen werden und auf die jungen verheirateten Vkänner die Wehrpflicht ausgedehnt werden solle. Tie „Times" schreibt, daß die Kommission des Kabinetts, welckxe zur Erledigung dieser Fragen ernannt wurde, beschlossen hat, große Gruppen von Industrien, die früher für imantastbar galten, von der Liste der mllitärfreien Berufe zu streichen und die Verheirateten auch aus anderen Betrieben auszuheben. Tiefe Mgß- regeln werden auf den Einfluß, von Lord Derby zurückgeführt. Friedensbeweglmgen an den Universitäten Oxford und Cambridge. Berlin, iß. März. (Priv.-Tel.) Das „Berliner Tageblatt" meldet ans dem Haag: Gegen die beiden Universitäten Oxford und Cambridge macht die „Mornina Post" wegen der dort bestehenden pazifistischen Bestrebungen einen scharfen Ausfall. Insbesondere Cambridge sei von den Univerfitätsbehördtzn wegen der dort lebhaft betriebenen Propaganda fiir den Frieden anqeqsriffen worden. Arbeiterbewegungen in England. London, 13. März. (WTB.) Die Bergarbeiter von Nordwales und Mittelena land haben eine filnfprozenttge LohnerHöhung gefordert. .Das Einst. grmgÄamt vertagte die Entscheidung. London, 13. März. (WTB.) Die Regierung hat die geforderte Lohnerhöhung der gelernten Arbeiter im Clhde-Gebiet abgelehnt. Der ausMrende Ausschuß der Arbeiter hat beschlossen, die Frage einer soforttgen Beratung zu unterziehen, da er die Ablehnung angesichts der Preissteigerung der Lebensmittel, die 40 Prozent beträgt, für ungerechtfertigt hält. Churchill. Berlin, 14. März. Churchill ist, wie der „L-okal-An^ zeiger" meldet, am 12. März nach der. F r on t zu r ü ck g e k e hr t. * * * Amerika und der U-Bootkrieg. New York, 13. März. (WTB. Nichtamtlich.) In der letzten Senatssitzung zog Senator Mac Umber seine Entschlreßung zurück, nach lvelcher Amerikaner vor Benutzung bewaffneter Handelsschiffe gewarnt werden sollen, mit der Begründung, daß die Amerikaner genügend gewarnt seien und daß das Vorhandensein seiner Entschließung den diplomatischen Verhandlungen hinderlich sein könne. Wenn die Umstünde es erforderten, würde er seine Entschließung wieder einbringen, doch hoffe er, daß die Mernungsverschi^. denheiten in freundschaftlicher Weise beigelegt würden. Portugals Kriegspolitik. A ni st e r d a m, 13. März. (WTB.) Einer M>eldung eines hiesigen Blattes aus London zufolge erklärte der 'portugiesische Ministerpräsident im Kongreß, daß hie Regierung davon überzeugt sei, in Uebereinstinimung mit den Wünschen der Nation zu handeln und daß sie imr die nationale Polttik fort setze, indem sie Portugals Kraft wahre, ohne herausfordernd aufzutretcn. Berlin, 14. März. Mehrere Blätter lassen sich melden, als Judaslohn für den Lissaboner Schiffsraub erhalte Portugal von England eine Anleihe von 300 SRiritoncTi Franks mrd eine ansehnliche Miele für die Benutzung der geraubten Dampfer, von denen übrigens 22 unter 37 durch absichtliche Beschädigung des Maschinenraums drei Monate lang unbrauchbar sein würden. s Die Haltung Griechenlands. Berlin, 14. MLir. Die gri-echische Antwort auf drenesten Bierverbands forderungen soll, wie si verschriene Blätter aus Athen rnelden Lassen, dahin laut-n Erstens die griechische Regierung gesteht in keinem Falle zu daß die nuxzedonische Bahn ans schließlich den Zwecken der vier- verbändlerischeir Hsevesltttting dienen soll: zweitens, daß die grioäiische Heeresleitung es rächt zweckmäßig findet, jene griechi scheu Truppen, die bei FLorine und Kawalla stehen, durch andere Truppe?l zu ersetzen, und drittens ein eventueller Versuch, die beiden Ausgänge des Kanals von Korinth durch Dierver bandstruppen M besetzen, würde die griechische Regierung zu sol cheu Gegenmaßnahmen zwingen, die das Verhältnis Griechen lands znm Vierverband bedeutend stören würden; andererseits würde die griocl;ische Regierung gezwungen sein, Maßnahmen auch, dann M ergreifen, wenn die Merverbands-Heeresleitung an den Nvei Ausy-ängen des Kanals von Korinth sunkentelegraphischic Staticmen errichten sollte. Ein Kabinettswechsel in Perfien. Konstantinopel, 13. März. Rach hier angelangten sicheren Nachrichten sei das russenfreundliche persische Kabinett Ferman Ferma durch ein neues Ministerium unter dem Vorsitz des Kriegsministers Sepah dar Azam ersetzt worden, in welchem Anhänger der Zentralmächte und der Entente vertreten seien und das entschlossen ist, eine Politik der Neutralität zu befolgen. Minister des Aeußern wird danach SHolzhansen, Idstein, Lindheim, Niederbrechen, Oberbrechen, Saalburg, Wörsdo-rs usw. 3, 5, 8, 12 Mk. Im Lvhnverhältnis bttchäftigte Frauen, denen Männer Eisenbahnarbeiter sind und als solche bereits Teuerungszulagen erhalten, sind von der Gewährung der Zulagen ausgeschlossen. ^ Frankfurt a. M., 14. März. In einein Kleingatten an der Gutleutstraße fiel am Sonntag das zweijähttge Söhnchen des Arbeiters Auerhammer in ein Wassettaß und ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. — Zur Steuerung des Einhamstcrns von Lebensmitteln aller Art hat heute die Preispn'ifimgsstelle eine besondere Verordnung erlassen, mich der im Kleinverkaus einzelne Waren nur noch in ganz bestimmten Mengen abgegeben werden dürfen. ol Limburg, 14. März. Der naffauifche Landesverband deutsck>-evangelifcher Jugendvereine hielt gestern nachmittag im evangelischen Geweindehause eine öffentliche Versammlung ab, zu der eine Anzahl Pwrrer, Lehrer und sonstige Jugenderzieher auZ dem Naffauer Land herbeigeeilt waren. Das Kgl. Konsistottum war durch Geheimrat E i b a ch - Wiesbaden vertreten Der Hamburger Jugenderzieher Walter El aßen hielt einen Bortrag über „Jugenderziehnngsausgaben in Gegenwart und Zukunft^. Vermischtes. Wie die japanische Presse über den Krieg denkt. Ein kurzes, aber bezeichnendes Bild der Stimmung, die dem bisherigen Kriegsverlauf in der japanischen Presse entqeg-n- gebracht wird, bietet der japanische Journalist GonnoSke Komai durch Veröffentlichung der neuesten japanischen Preffeäußeruuaen in der „Daily Mail". Wenn man bedenkt, daß der japanische Autor dem englischen Blatte naturgemäß durch eine möglichst englandsrcundliche Auswahl entgegenzukommen bemüht war, erhalten die folgenden Aeußerungen noch ein erhöhtes Gewicht. 'Die schwierigste Ausgabe Englands, sagt die japanische Zeitung .Osaka Mainichi", besteht in der Durchhallung der Finanzpolitik. Zu den ungeheuren eigenen Ausgaben'Englands, die in ihrer Höhe ohne Beispiel in der Weltgeschichte sind, kommen noch die so dringend notwendigen Unterstützungen für seine Verbündeten, ganz besonders für Rußland. Je länger der Krieg dauern wird, desto schwieriger wird es für England sein, die weiteren erforderlichen Anleihen aufzubringen. Wenn England wirklich einmal in die Lage kommen sollte, auch am Suezkanal feindlichen Kräften gegenübertreten zu müssen, würden die Schwierigkeiten seiner schon jetzt äußettt verwickelten finanziellen Lage mindestens verdreifacht werden. Noch schärfer geht das in Osaka erscheinende Blatt „Asahi" ins Zeug: „Wie unaussprechlich lähmend und langsam ist doch die Bewegung der Alliierten auf dem von ihnen so heiß gewünschten. Weg zum Sieg! Hier in Japan ist man allgemein der Ansicht, daß Frankreich und England auf dem Balkan in diplomatischer wie in militärischer Beziehung Riesenfehler begangen haben. Der griechische Exminister Venizelos hat alle Ursache, sich über die schlechte Diplomatie der Alliierten zu beklagen/ Das Blatt „Mainichi" geht so weit, sich offensichtlich über die italienische Kriegsführung lustig zu machen: „llloch immer erhalten wir die gleichen Berichte über die hervorragende Tätigkeit der italienischen Truppen an der Jsonzosront. Wie oft ist dieser Bericht nicht schon wiederholt ivorden? Monate und Monate hindurch war es immer dasselbe. Ist es nicht begreiflich, daß wir nachgerade glauben, daß die Kabelgesellschasten der Alliierten an diesen Erfolgen ebenso viel Anteil haben wie die italienische Armee? Während die Italiener Wundertaten melden, erringen die Oesterreicher einen Erfolg nach dem andern. .Wenn wir uns der Objektivität eines Neutralen befleißigten, müßten wir es aussprechen, daß Italien durchaus nicht an dem Kriege teilnimmt, wie es seine Pflicht wäre". Daß man in Japan aber nicht nur kühl bitz ans Herz hinan, sondern allmählich auch sehr ungeduldig wurde, erhellt aus der neuesten yttunmer des „Asahi": „Wir wollen nicht beLweifeln" ruft das Blatt aus, „daß es für die Alliierten möglich wäre, bet Vermeidung von Separatfrieden den gewünschten gemeinsamen sftiedensschluß zu erreichen. Aber wann soll dieser Friede kommen? Das zu sagen, ist wieder eine andere, keineswegs leichte Sache. Aber gerade das wünschen wir nachgerade dringend zu wiffen!" *19 15 — das Jahr der Brücken. Das KttegSjahr 1915 - ausgezeichnet in der Geschichte der Menschheit durch eine ungeheure Anhäufung von Vernichtung und Fottschritt, von Erfindungen und Taten hervorragendster Art, die einerseits der modernsten Vernichtung, andererseits der modernsten Rettung von Menschenleben und Aienschenkrait dienen, war auch ein Ausnahmejahr in der Geschichte der Technik. Und nicht nur aus Kampfmittel beschränken sich die außerordentlichen technischen Leistungen der bisherigen Kriegszeit — auch die Zerstörung und die Konstruktion der dem friedlichen Verkehr dienenden Anlagen hat in der allerjüngsten Vergangenheit alle bisherigen Rekorde übertroffen. So war in dieser Zeit auch die Geschichte des Brückenbaues die bewegteste und bedeutsamste, seit es überhaupt Brücken moderner Konstruktion gibt. In West und Ost, in Polen, Flandern und Frankreich fielen die hervorragendsten Brückenbauten der bitteren Notwendigkeit des Krieges zum Opfer. Die berühmten Marnebrücken wurden von den Franzosen aus taktischen Gründen zerstört, und auch aus dem Balkan ivütete das Dynamit, dem eine der größten Eisenbahnbrückeii auf dem Kontinent, die Belgrader Bahnbrücke über die Save, zuin Opfer siel. Doch während aus der alten Erde die Brücken vernichtet wilrden, war die Technik in Amerika damit beschäftigt, die neue Welt mit neuen Wunderwerken des Brückenbaues zu versehen. So war das Jahr 1915, wie im Eugiiieerliig Record in eiiiem übersichtlichen Artikel ausgesührt wird, ein Rekordjahr für den amerikamschen Brückenbau. Mehrere die bishettgen Leistungen weit übertreffende Brückenbauten wurden in Amerika während des Krieges teils begonnen, teils bereits zu Ende gestihrt. Die neue Brücke in Quebeck, die der Vollendung entgegengeht, hat die größte Spannweite aller Btticken der Welt, nänilich eine Bogenspanmmg von 1800 Fuß. Bisher wurden zum Bau dieser Brücke 63 090 Tonnen Stahl verbraucht. Eine anoere hervorragende Neukonstruktion ist die bereits fertiggestellte Clevelandbrücke, deren Spannweite von 591 Fuß die drittgrößte aller bestehenden Brücken ist. Beim Bau dieser Brücken wurden auch neue Sicherheitsvorrichtungen zum Schutze der Arbeiter erprobt, die sich als so gut erwiesen, daß bei beiden Bauten kein einziger Unglückssall mit tödlichem Ausgang sich ereignete. So bedeutete das Kriegsjahr 1915, das aus der einen Seite so viel Zerstörung von Kunstbauten sah, aus der anderen Seite einen Aufschwung im Brückenbauwesen, der eine neue Aera dieser Technik anzeigt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubttk stehenden Arttket übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) In Nr. 36 der Familienblätter des Gießener Anzeigers schrieb ein Mitglied des Gießener Frauenvereins über Anzucht von Frühkartoffeln, wobei bemerkt wurde, daß man diese aus Kartoffelschalen leicht heranziehen kann. Es ist daS wohl ganz gut gemeint, in Wirklichkeit möchte ich aber die Gartenbesitzer davor warnen, ihr Land aus diese Weise unnütz zu bestellen. Gewiß werden die Augen von dick geschälten Kartoffeln auch weiter treiben, doch müßte dazu derBoden schon sehr leicht sein, denn die geringsten Schollen würden den Trieb, der selbstverständlich keine große Krast haben kann, nicht durch- laffen. Es dürfte nur die geringste ungünstige Witteninq eintreten, so würden die Kartoffelschalen im Boden schnell an der nötigen .Kraft verlieren, und an eine weitere Entwicklung wäre wohl nicht mehr zu denken. Ich möchte nochmals darauf aufmerksam machen, mit diesen! Sparsystem vorsichtig zu sein, damit unnütze Arbeiten erspart bleiben. Man Halle sich an das Sprichwort: 'Wie die Saat, so die Ernte. Victor Pechtold, Obergärtner. -MEdM«nrfc tit deSDeutschenWerkbundeS. Don De. Matter Riezler, Direktor cnn Städtischen Museum in SteEu. (Heft 7 der Deutschen uttb Oesterreichischen Schristenfolge .Weitkultur und WettpolitrkE.) München 1916. F. Bruckmann A.-G. 50 Pfennig. — 0-BoolffKrie gZ'u nd Völkerrecht. Eine deutsch» norwegisch-englische Erörterung. Dr. Richard Otto Frankfurter, Rechtsanwalt in Berlin. („Zeitfpiegel* - Sammlung zwangloser Abhandlungen zum Verständnis der Gegenwart, herausgegeben von Hermann Mühlbrecht. Heft 9.) 1916. 8°. 1,50 Mark.' Putt- kammer & Mühlbrecht. _ Märkte. fc. Frankfurt a. M. Vieh Kos Marktbericht vom 13. März. Austrieb: 887 Rinder (darunter 158 Ochsen, 40 Bullen 689 Lühe und Färsen), 178 Kälber. 29 Schafe, 26 Schweine. Bel lebhaftein Hanoel wird schnell geräumt. fa. frcautfaxi a. M., 13. Marz. Frucht» und Futter- in i t t e l in a r k t. Bei fortgesetzter fester Stlmmimg für Futter» mittel ist das Angebot in guter Ware sehr gering und die Nachfrage kann in keiner Weise befriedigt werden. Folgende Preise wurden bekannt: Biertreber 75 Mk., Reiskleie 38.00 Mk., Spelzspreumehl 27—26 Mk., Trockenschnitzel 67-68 Mk. Lilles per 100 Kilo ohne Sack, ab Station. F. C. Wiesbaden, 13. März. Viehmarkt. Am heutigen Markte standen zum Verkauf: 135 Rinder (darunter 63 Ochsen, 14 Bullen und 58 Luhe), 48 Kälber, 0 Schale, 60 Schweine. Einschließlich 55 dänische Rinder und ca. 50 geschlachtete Schweine. Bei äußerst lebhaftem Handel nnd hohen Preisen ivurde der Alls- trteb schnell abgesetzt. Vöchentl. Aeberstcht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen. 7. Woche. Vom 13. bis 19. Februar 1916. Einwohner-ahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffer^ 28,26%,. Nach Abzug von 11 Ortsfremden: 10,99%,. Tü st«-« an Angeborener Lebensschwäche Scharlach Diphtherie Tuberkulose Lungenentzündung Lrankheit« der AtinungS- organe Krankheiten der Kreislausorga»« Gehirnschlag anderen Krankheiten des Nervensystems anderen Neubildungen Zus. Er» Kinder wachsen« Im 1 . Leben-- iahr Vom 2 Ml W. Jahr 10) — 1(1) — l(D — 1 (1) 3(2) — 1 2(2) MD MD — 5(3) 3(2) 1 KD 2 2 - — HD KD __ 1 1 — — 2(2) 2(2) 1 1 — — 11 ( 6 > 3(1) 4(4) Summa: 18 (11) _ Anm.: Die in Klammern gesellen Ziffern geben cm, wie viel der ToöesffÄle in der betreffenden Krankheit cnrf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. März 1916 1 u OJ ■++ |o.^ £ s e 3 a s bi 3 55 S tz> 2 ^ Z eo 4ff if u *u -Q jO i i"i «sil COwt» Wetter 13. d 9,4 6,5 74 7 Sonnenschein 13. — bfi 6,3 92 — — 1 14. 7» 4f2 6,0 97 10 Nebel Höchste Temperatur am 12. bis 13. März 1946: -f 10,2° C. Niedrigste „ 12. „ 13. , 1916: — 2,6' 6. an Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienste Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 15. März 1916: Wechselnd bewölkt, meist trocken, keine wesentliche Temperaturänderung. Letzte Nachrichten. Die Auseinandersetzung mit Amerika. London, 14. Marz. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Mor- ning Post" meldet aus Washington vom 9. März: Das Memorandum, welches Graf Bcrttftorff gestern Lansing übergab, ist ein äußerst geschickter Schachzug und kann England beträchtlichen Schaden zufügen. Es ist eine neu« Form von Protokoll, und vielleicht das erstemal in der Geschichte der Diplomatie, daß eine Ration einen offenen Appell all das Volk eines anderen Staates richtet. Das deutsche Memorandum ist tatsächlich an das amerikanische Volk gerichtet. — „Newyork World" schreibt: Tie deutsche Erklärung, daß die englische Regierung Handelsschiffe gu Offensiv zwecken bewaffnet habe, nmß von der amerikanischen Regierung in ernste Erwägung gezogen werden. Wenn Deutschland den Beiveis dafür erbracht hat, ist es die Pflicht der Bereinigten Staaten, nicht zu zaudern. Die Lage von Kut el Amara. Kon ftantinvpel, 14. März. „Tasvrr-i-Efkiar" hebt hervor, der letzte Sieg der türkischen Truppen über die Engländer bei Felahie an der Irakfront nxnche die Lage der eng-> lischen Garnison von Kut el Amara unter General Townshend noch schwieriger gestalten. Die Kritik Churchills. London, 14. März-. (MTB. Nichtamtlich.) Die „Morning Post" meldet aus Washington vom 9. März: Churchills Angriff «vff die Admiralität hat hier einen äußerst ungünstigenl Eindruck gemacht. Nichts hat die öffentliche Meinung so sehr ungünstig beeinflußt. Irland und die Munitionserzeugung. London, 13. März. (WTB.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. Eine irischeAbordnung,die große Geschäftsinteressen vertritt, erschien unter Mhrung von John. Redmond bei Lloyd George im Munittonsministerium, um für Irland einen größeren Anteil bei der Munitions- erzeugung zu fordern. Lloyd George sagte, er sei bestrebt, die Reserven Irlands bis zum äußersten auszunutzen. Irland habe bereits mehr als den ihm zukommenden Anteil an Maschinen erhalten. Er hoffe, daß es in drei Monaten möglich sein werde, weitere Maschinen zu liefern. Er wollte, er hätte die Sicherheit, daß der Krieg im Juni oder! Juli vorüber wäre, er sei aber nicht optimistisch genug, um das ztu hassen, und wünsche die Gelegenheit, welche die Munitionserzeugung gebe, auszunutzen, um Irland industriell zu entwickeln. Gallienis politische Krankheit. Lugano, 14. März. Ter Vettreter des „Secolo" berichtet aus Paris, der französische Kriegsmrnifter G-allrach sei au einem Blasenleiden erkrankt. Geneval Lyanthrt), der Gouverneur von Marokko, der seit einigen Tagen in ParA weilt, wurde, nüe bereits gemeldet, ersucht, seine .Rückreise zu; verschieben. Es wird angenommen, daß er zum Mrchsvlger Gallienis bestimmt «ist. Der englische Alkoholverbrauch. Rotterdam, 14. März. Aus einer englischen Stattftik über den Verbrauch von alkoholischen Getränken im Jahre 1915 geht hervor, daß der Konsum gegen 1914 um 8 Prozent und gegen 1913 um 10 Prozent abgen-ommen habe. Die Ausgaben für Eohokffche Getränke haben gegen 1914 um IO1/2 Prozent und gegen 1913 um 9 Prozent zugenommen Man muß ferner in Betracht ziehen, daß die Armee sich im Auslände befindet. Im ganzen wurden im Jahre 1915 für alkoholische Getränke 180 Millionen Pfund''Sterling ansgegeben. Eine spanische Flotterfftation auf Menorca. Genf, 14. März. Dem „Viatin" wird ans Madrid gemeldet, daß Spanien demnächst eine Flotten st atro n für den Aufenthalt eines Kreuzers, von sechs Torpedobooten, drei Torpedos agern und sechs Unterseebooten auf der Balearen-Jnsel Menorca errichten wettn. Falsches Papiergeld in Italien. i. Köln, 14. März. Laut der „Köln. Ztg." wurden bei der Zeichnung aus die italienische Kriegs a-n lei he massenhaft falsche 500-Lireschcine in Umlauf gesetzt. Am Samstag hat die Polizei in der Sache einige Verhaftungen vorgenommen. Unter anderen hat sie einen Großinktzger in Mailand verhaftet, der seine Verkaufsstellen zu Vermittlungsstellen für falsche Bank- noten eingerichtet hatte. Mangangcwinnung in der Türkei. i. Köln, 14. März. Die „Köln. Ztg." meldet aus Sofia: Aus K 0 n ft a n t i n 0 p e l wird mitgeteilt, daß die türkischer M a n g a n e r d m i n e n jetzt aus Grund einer Vereinbarung durch ein deutsches Syndikat ausgebeutet werden. Die Regierung veröffentlichte vor 8 Tagen entsprechende .Weisungen an die bisherigen Konzessivnsinhaber. Das schöne, strahlendweiße Licht und die große Stromersparms gegenüber ge» wohnlichen Metalldrahtlainpen sind die Lauptvorzüge der neuen Wotan-Lampen Type *0*. Für jede elektrische Lichtanlage mit Vorteil verwendbar. Man verlange ZnformationSmatertal bet dev Zn- fiallateuren und tn den einschlägigen Geschäften. 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Kompagnie Pionier-Bataillon 21 bei einem Sturmangriff am 22. Februar im 22. Lebensjahre nach 16 monatiger treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Minna Appel Ww.j geb. Bruchhäuser Elise Fröhlich. Nachruf. Am 26. Februar starb auf dem Felde der Ehre den Heldentod fürs Vaterland unser lieber Sangesbruder Wilhelm Jung, Großen-Linden Musk. im Inf.-Regt. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, Leibkomp. Wir werden dem allzufrüh aus unserer Mitte geschiedenen treuen Mitglieds stets ein ehrendes Andenken bewahren, 08294 Gesangverein „Arion“ Klein-Linden. Todes-Anzeige. Heute früh 8 1 /* Uhr entschlief sanft, nach langem, schwerem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Elisabethe Schiermann Ww. geb. BUtz im 83. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Kreistierarzt Gerhard Ww., geb. Schiermann Ober-Postsekretär Hans Schiermann Postsekretär Theo Schiermann. Giessen, Hanau, Weisenau bei Mainz, den 13. März 1916. Beerdigung findet in aller Stille statt. 1991 Heute nachmittag 1 Uhr entschlief sanft unsere liebe, unvergessliche Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Frau Katharine Frey geb. Jung im Alter von 76 Jahren. , In tiefer Trauer: Familie Jobs. Kd. Spies Familie Wilh. Lauber Familie Konrad Frey Familie Wilh. Köll. 2002 Lang-Göns, Weiperfelden, Brooklin, 13. März 1916. Beerdigung findet Mittwoch, den 15. März, nachmittags 3V< Uhr statt. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Anteilnahme sowie für die zahlreichen Blumenependen bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unsern „ innigsten Dank. Marie Michel, geb. Weigand Ottilie Michel % Knrt Michel Otto Michel Giessen, den 13. März 1916. 1995 Giessen (Babnhofstrasse 66 III), den 14. März 1916. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. r ' 'v* 1993 Du wirst uns unvergehlich sein, Dein Herz war liebreich treu und rein, Bon List und Falschheit unbekannt, Nun ruh' in Feindes Erde sanft. Tief erschüttert erhielten wir die traurige Stachricht, das; am 24. Februar unser inntgst- geliebter Sohn, Bruder, Bräutig.u. Schwager Peter Hlllgärtner Musketier im Inf.-Regt. 116, 9. Komp. im Alter von 25 Jahren den Heldentod gestorben ist. In tiefer Trauer: % Familie Johannes Hillgärtner I. Familie Valentin Hillgärtner Familie Wilhelm Hillgärtner Familie Heinrich Kehr Fämilie Heinrich Becker Kathcrine Becker Helene Dien Witwe- und alle Berwaudten. 12001 Nesselbach, Beuern, Hausen, 12. März 1916. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. Für die vielen Beweise herzlicher TeiL nähme bei dem unS betroffenen Verluste sagen wir herzlichen Dank. vie trauernd Hinterbliebenen. I. d. N. Heinrich Kehler. 08306 Annerod, Obbornhofen, den 13. März 1916. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem schweren Verluste unseres lieben Sohnes sagen wir allen innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Zamilie Ferdinand Schmidt. Birklar, den 11. März 1916. 198t MAMk Mittwoch früh und Donnerstag ewtrefiead: geinfte MW. Augel-EljeWe 1—4 pfündig. Prima Holland. Cablia« W« in Fischen von BV> bis 6 Pfd. sowie tm Ausschnitt, Fstt.hl>ll.BrstsihelIs!scht,m,g-wsffLlWMt empfehlen 107858 Gebrüder Berdux, Bahnhofstraste 27. Fernsprecher 231. Prima feinste Holländische Schellfische u.Kabliau in tadellos frischester Ware soeben cingetroffen u. billigst bei Augiasf WaBlenfels Kolonialwaren, Delikatesten und WetnHandlung 11219 Telephon 262 Giekeu Marktplatz 17. Bestellungen erbitte nur frühzeitig. Lichtspielhaus Rahnhofstraße 34 Schntsmark* wassercreme? Nein! Nur Gel-wachs- Lederputz Nigrin gibt tiefschwarzen, nichtabfär- benden Hochglanz und macht das Leder wasserdicht. 1818hv Sofortige Lieferung, auch Tran- lederfett u. 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