Nr. 55 Der Gffficiitr Anze-oer erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GichenerFamittenblötter; zweimal wKchentl.Urelr- dlatt für den Ureis Hießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- «irlschaftUche Seitfragen Feruiprech - Einschlüsse: siirdieSchriltleitungllS Verlag,GeschältsstetleSL. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe». Annahme von Anzeigen für dle TageSnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt (66. Jahrgang Montag, 6. März (9(6 eneral -Anzeiger für Goerheffen Rotaiionrdrnck und Verlag der Sriihl'schen Unw.-Snch- und Lteindruckerei N. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulftr. BczuqSprel» monatl. 85 Vs., viertel- jährl. Mk. 2.50; durch Abhokk- u. Zweigstecken monatl. 75 Pf.; burcf) die Post D!k.2.30vicrt0t- jährl. anSschl. Bestella. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ ausw. 20 Pf. — Hanpt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; lnr Stadt mtö Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr.R.Zenz; für bcn Anzeigenteil: p. Beck, sämtlich in Gießen. DJ Die glückliche Heimkehr der „Möve". (DTB.) Großes Hauptgnartier, 4. Mürz. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Kämpfe südöstlich von ?) p e * n sind vorläufig zum Stillstand gekommen. Die von uns vor dem 14. Februar gehaltene Stellung ist fest in unserer Hand, das „Bastion" dem Feinde verblieben. Die lebhaften Feuerkampfe in der Champagne dauerten auch gestern an. In den Ar gönnen scheiterte ein schwächerer feindlicher Angriff. Beiderseits der Maas verstärkten die Franzosen ihre Artillerietätigkeit pnd griffen nach bedeutender Steigerung ihres Feuers das Dorf D o u a u m o n t und unsere anschließenden Linien an. Sie wurden, teilweise im Nahkampf, unter großen Verlusten zurückgcschlagen und verloren außerdem wiülcr über eintausend unvcrwundete Gefangene. Nach den bei den Aufräumungsarbeiten der .Kampffelder bisher gemachten Feststellungen erhöht sich die Beute aus den Gefechten seit dem 22.Februar um siebemrrüchreißig Geschütze, fünfundsicbzig Maschinengewehre auf e i n h u n d c r t f ü n f z c h n Geschütze, einhun- derteinundscchzig Maschinengewehre. Bei Obersept (nordwestlich von Pfirt) versuchte der Feind vergebens die ihm am 13. Februar genommenen Stellungen zurückzuerobern. Sein erster Stotz gelangte mit Teilen bis in unsere Gräben, die durch Gegenangriff sofort wieder gesäubert wuiDen. Unser Sperrfeuer lietz eine Wiederholung des Angriffs nur teilweise zur Entwicklung kommen. Unter Einbuße von vielen Toten urrd Verwundeten sowie von über achtzig Gefangenen mutzte sich der Gegner auf seine Stellung znrückziehen. Oestlicher Kriegsschauplatz. In einem kleineren Gefecht wurden die Russen aus ihren Stellungen bei Alssewitschi (nordöstlich von Baranowitschi) geworfen. Balkan-Kriegsschauplatz. Unverändert. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Gegen Abend setzte lebhaftes feindliches Feuer an verschiedenen Stellen der Front ein. Zwischen Maas und Mosel war die feindliche Artillerie dauernd sehr tätig und beschoß zeitweise die Gegend von D o u a u m o n t mit besonderer Heftigkeit. Jnfanterickümpfe fanden nicht statt. Um unnötige Verluste zu vermeiden, räumten wir gestern den bei der Försterei T h i a v i l l e (nordöstlich von Badonviller) den Franzosen am 28. Februar entrissenen Graben vor umfassend dagegen eingesetztem feindlichen Massenfeuer. OestlicherKriegsschauplatz. In der Gegend von Illuxt konnte ein von den Russen im Anschluß an Sprengungen beabsichtigter Angriff in unserem Feuer nicht zur Durchführung kommen. Vorstöße feindlicher Erkundungsabteilungen auch an anderen Stellen wurden abgewiesen. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. • * * Berlin. 4.März. (WTB. Amtlich.) S. M. Schiff „Mö v e", Kommandant .Korvettenkapitän Burggraf uno Graf zu Dohna-Schlodien ist heute nach mehrmonatiger erfolgreicher Kreuzfahrt mit vier englischen Offizieren, 29 englischen Seesoldaten und Matrosen, 166 Köpfen feindlicher Dampferbesatzungen — darunter 103 Indern — als Gefangenen, sowie einer Million Mark an Goldbarren in seinem heimischen Hafen eingelaufen. Das Schiff hat folgende feindliche Dampfer aufgebracht und zum größten Teil versenkt, zum kleineren als Prisen nach neutralen Häfen gesandt. „Corbridge", 3687 Bruttoregistertonnen (englisch), „Author", 3496 Bruttoregistertonnen (englisch), „Trader", 3669 Brnttoregistertonnm (englisch), „Ariadne", 3566 Bruttoregistertonnen (englisch), „Dromonby", 3627 Bruttoregistertonnen (englisch), „Farring ford", 3146 Bruttoregistertonnen (englisch), „Clan Mactavish", 5816 Bruttoregistertonnen (engl.), „Appmn", 7781 Bruttoregistertonnen (englisch), „Weftburn", 3366 Bruttoregistertonnen (englisch). „Horace", 3335 Bruttoregistertonnen (englisch), „Flamengo", 4629 Bruttoregistertonnen (englisch). „Edinburgh". (473 Bruttoregistertonnen (englisch), Segelschiff, „Saron Prince", 3471 Bruttoregistkrtonnett (englisch), „Maroni", 3169 Bruttoregistertonnen (französisch), .Luxemburg", 4322 Bruttoregistertonnen (belgisch). S. M. Schiff „Möve" hat ferner an mehreren Stellen der feindlichen Küste Minen gelegt, denen n. a. das eng lischt Schlachtschiff „Edward VII." zum Opfer gefallen ist. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Hinter der schlichten Mitteilung unserer Macinclettung Wer die Rückkehr der „Möve" verbirgt sich ein wundersames Heldenlied, so stolz und kraftvoll, so alle Sinne unwiderstehlich fesselnd, daß wir einen Allgenblick dos schauervolle Werk der Kanonen und Granaten int Westen vergessen und uns auf das blaue Meer hinaus träumen. Wir haben, besonders in Jn.gendjah'ren, vor .Kapitän Marrpats „rotem Freibeuter" immer ein ansehnliches Stück Achtung gehabt (um mrs vor etwas Ungesetzticheln einer sehllosen idealistischen AuSbrncksweise zu enthalten), denn dieser Freibeuter beherrschte die Meere, lebte in seinem.sonst verarmten Dasein der Freude in Not und Gefahr, liest, wo er konnte, Edelmut lvalten und blieb da draußen im Wetter ein Aristokrat. Wir rechneten ihm seine Abenteurerfahcten hoch an. Aber was ist dieser Held Marryats gegen u'.iseren Burggrafen zu Dohna-Schlodien, der auf tanzender Welle sein .^lustig. schwimmendes Schloß" siegreich, gegen die größte >secpolizei führte, die jemals ein braves Kaperschiff belästigte. Er hat 15 feindliche Schiffe, versenkt nnd an der feindlichen Küste noch Minen gelegt, air denen ein englisches Schlachtschiff zugrunde gegangen ist! Der nüchternen englischen Scheinwerferwelt gegenüber hat er sein eigenes kleines Zanberreich hindurchgerettet. Es ist von unendlichem Reiz, einen englischen Offizier von der v'ersenkteu „Clan Mactavish" selbst berichten zu hören, wie die Deutschen nach der Versenkung der „Eorbridge" ihr Schiff wieder der- mummten, ihm „eine dunkle, gelbe Farbe anfpinselten" und „noch andere Maskierungen vornah inen". Und im Kampfe haben sich diese deutschen Seeleute, die für nichts eigenes, nur für ihr Vaterland kaperten, so tapfer, umsichtig und ritterlich gezeigt. Wie durch einen Schleier erkennt man es in der Erzählung jenes cnglisck)en Offiziers, der über den Kampf seines Schiffes mit der „Möve" vom 16. Januar u. a. folgendes berichtet: Es toar ein schöner Tag «md die „Clan Mactavish" fuhr rmgffähr hundert Meilen ^südlich von Madeira, als sie zwei Schiffe sichtete. Das eine Schiff, das uns entgegenkam, hatte ein Licht ain Vordernvast. Wir überholten es rasch. Um 5.55 Uhr gab das Schiff ein Morse^Sianal ab und ick antwortete. Das Schiff fragte: „Was für ein Schiff?" Ich berichtete dies unscrm .(bapitän (Kapitän Oliver) und dieser befahl nuir, keine A n t - wort zu geben. Dann rief uns das Schiff wieder an und zinar mit derselben Frage. Wir signalisierten zurück und fragten, mit was für einem Schiff wir es zu tun hätten, und erhielten die Antwott: „Author" von Liverpool. Daraufhin teilten auch wir unseren Rauten mit. Plötzlich erhielten wir das Signal: „Sofort st o p p e n. ich bin ein deutscher Kreuzer!" Der Kapitän gab allen Maschinisten Befehl, die größte Geschwindigkeit zu entfalten. Ich signalisierte zurück, daß wir stoppen würden. Es war dies also ein Bluff. Als das deutsche Schiff das Signal erhielt, stoppte cs seinerseits, die Folge war, daß es zurück blieb. Sobald das deutsche Schiff merkte, daß ioir nicht hielten, er öffnete es das Feuer. Unsere Käiwniere erhielten Befehl, das Feuer zu erwidern und nun begann der K a m p f Einige EKanaben pfiffen uns lcher die Köpfe hrniveg, eine jedoch traf den Oberteil des Mäschinenranmes und rötete 17 Laskarcu und verioundete fünf. Dann ttaf eine Granate das Schiff un t er der Wasserlinie. I-etzt gab der Kapitän Befehl, mtt dem Feiler Einhalt m tim und das Schiff zu stoppen. Mit mehreren Begleitmannschaften kam ein deutscher Offizier an Bord. Der Offizier fragte: „Wo ist der Kapitän?" Kapitän Oliver ersMen und der Tentsckie fragte, warum der Kapitän auf der: deutschen Kreuzer gefew-rt hätte. Der Kapitän erwiderte: „Ich feuerte, um mein Schiff zu schützen. Wenn meine Regierung mir eine Kanone an Bord meines Schiffes stellt, so benutze ich sie auch, denn eine Kaiwne ist nicht Nur zur Verzierung da." Wir sehen aus dieser Darstellung, wie tadellos das Vorgehen der Deutschen gewesen ist, lvie falsch und rechtswidrig die Engländer sich Genommen haben. Präsident Wilson sollte sich lauch in diesen Beweissall Verliesen und seine „Gottähn - acf)Ml" in der Auffassung der .Kriegs- und Völkerrechte einmal gründlich revidieren. Doch wir versprechen uns nicht viel davon und hoffeit, bafr das amerikanische Volk ihn mit sanfter Gelvalt ans der: richttgen Weg bringen wird. rt r ' f: ~ ' * Es klingt, sy schreibt mrs ein Berliner Mitarbeiter, wie eine alte Rittersage: Der deutsche Burggraf, der ausziebt gegen eine Welt von Fein den. Listenreich schlüpft er über Burgpässe und Grenzschranken Tapfer- besteht er den Kampf init starken und tückischen Widersachern. Hochbeladen kehrt er von seinem Beutezug heim, hinter sich entern langen Troß von Gefangenen mrd die Wagen voll Gold. Urrd nun ist es ein Burggraf zur See. Das Heldenstück lieferte er dem angeblich so meeresgewaltigen Albion. Tie Kameraden im Heimhasen begrüßen ihn als den Erlöser ihrer schier unerttäg licken seelischen Spamnmg. Es wurde so manches gesagt und geschrieben von dem in Fesseln geschlagenen tlnternchmungs geist unserer Marine, von der ncrvenzermürbenden Untätigkeit, von denr Warten auf den Feind, der nicht kommen will. Hier ist einer, der den Gegner mitten in dessen Riescmbereich aufsuchte, ihm furchtbare Wunden schlug mid imbeschädigt als Sieger und Held nach .Hause kam. Uird er ist nickst einmal der erste und ein zige. Was er tat, bildet mrr eine neue Strophe des Epos, das vielleicht ,wch ein Dichter von der Kraft mid Sprache eines Schüler in Verse gießen wird. Mit dem genialen Stteich der „Goeben" und der „Breslau", die aus Messina durch die Kette der feindlichen Schiffe entkamen, müßte jener Balladcnsängert begiimen. Tann kämen die Auslandskreuzer zu Bilde, die dem Tode Geweihten, die unvergleichlich zst kämpf,m und zu sterben wußten. Die Taten der ..Karlsruhe" im Atlantik und vor allem die Ruhinesfahrt der ,-Emden" im Indisckien Ozean. Wie die „Emden" kühn ins feindliche Gebiet eindringt, Madras beschießt, in kecker Verkleidung bei der Insel Vulo Piang den russischen i>brenzer „Tschemsckwg" und den französisck>en Torpedo- jägcr „Mousguet" vernichtet und nur dieser „Schrecken des bengalischen Meeres" seine alle Welt in atemloser Spannung haltende Tätigkeit weiter treibt, bis ihn beim' Zerstören der britischen Funksprnchstation auf den Kokosinscln sein Sclncksal ereilt. Aus der Asche der Phönix! Kapiläuleutnant v. Mücke und sein Lan- dungskvrps entgeh.'N der Gefangennahme, rüsten den Dreiinasterschoner „Ahefha" aus, dnrchMessen die 7000 Klm. lanhe Strecke des Indischen Ozeans zwischen spähenden feindlicknen Schiffen, passieren die enge, scharf betoachle Straße von Perim und kariden ivohlbehalten im Angcsicht eines franzih'isck-en Panzerkreuzers unter dem Jubel der türkischen Tnippen in Hodeida an der Südlvestküste Arabiens... So wird nun anck die Heldenfahrt der „Mwe" in allen Einzelheiten bekannt iverden. Der Schleier, der noch seit dem Auftreten der „Appanr" über den Zusammenhängen lag, ist gelüftet. Man wird erfahren, lvann die „Möwe" auszog, wie sic den Späher» und Häschern entging, und toem und unter ivelchcn Umständen sie die vielen Gefangenen und das viele Gold abnahm. In der Schiffsliste, die der deutsche Admiralstab jetzt veröffentlicht hat, ist manches uen. So werden der englische „Saxmt Prinee" und der französische Dauipser „Maroni" znm ersten Male erwähnt. Der Untergang des 16 610 Tonnen messlnrden Linienschiffes „King Edwärd VIl." war schon am H). Januar gemeldet iwtbcit. Damit hatten sich die Engländer also schon abgeffuiden. Aber der Verlust von einer Million Mark in blankem Golde, das mm zum Schatz der deutsche Reichs bank fließen wirb, mag inj London nur schnür zu verschmerzen sein. Ebenso ist die (Zähl von GÜODO Registertonnen, die der „Möwe", dem tapfersten aUcr tapferen Schiffe, zunl Opfer fielen, ein so starkes Minus für die englische Buchung, wie mau e# trotz aller bisherigen Befürchtungen in England nicht erwartet hatte. Seit bam 1. Februar, dem Tag des ersten ?lnstanckens der „Appam", verschwand der Name d?r geheimnisvollen „Möwe" nich! melw aus den Spalten der eng- liscben Blätter. Man suchte sie in allen (Lcken und Enden des Weltmeeres, man hetzte die ganze verfügbare Verfolgirngsflotto ans das rätselbafte Schiffchen, das überall mid nirgends zu sein schien. Noch am -1. März mürbe von französisch Seite gemeldet, 'oa\\ eine „zweite Möwe" im Kanal ansgetaucht sei, die man unbedingt zur Strecke bringen müsse. Wer es war die Möwe, diejenige, die alles so wunderbar vollbracht und die nun gespenfterliaft wie der sliegende Holländer an. den englischen Und irMizösischen Kreuzern vorbeiflitzte, mit englischem Gold Und en.ffisckieil Gefangenen der den Ischen Hemmt zu. M>ehr noch als der rechnerische Verlust an Schliffen, Geld und Leuten müß für England die Tatsacl)e nieder- schinetternd wirken, daß es der britisck>en Marine und ihrcin M- wachnngsdienste nicht gelang, wenigstens die Rückkehr des deutschen Rmchvogels in sein Nest zu verhindern. Mer glaubt jetzt noch an die lückenlose Absperrung, an die Beherrschung der Meere durch Albion? Kein britischer Reeder darf sich vor den dcnffchen Jagd' fallen sicher fühlen. Die Kriegsversicherung hilft ihnen nickstS mehr. Die Raten steigen ins Unerträgliche, die Verluste uxvckisen ins Riesenhaste. Die Versicherungsgesellschaften können nicht mehr zahlungsfähig bleiben. Der Zeitpunkt ist nahe, wo alle englisck>en Schiffskapitäne den telegraphisckien Befehl erhalten, in eilten heiniisckftm oder neutralen Hafen zu sllichten und dort das Ende des K^rieges ab-znwarten. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 4. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirk verlautbart: 4. März (9(6. R ll f s i f ch e r K r i e g s s ch a ll p l a tz. Im Gcbiet von Dubno versuchten die Russen gesten früh das linke Ikwa-Ufer zu gewinnen. Sie wurden ab. geschlagen. Die in der feindlichen Presse immer wiederkehrendt Nachricht von einer großen und glücklich fortschreitender russischen Offensive am D n j e st r und bei C z e r n o w i tz ist selbstverständlich völlig unwahr. Unsere Front hat dort seil einem halben Jahre keinerlei Aendernng erfahren. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz. Keine besonderen Ereignisse. S ü d ü st l i ch e r Kriegsschauplatz. Unverändert ruhig. Wie nunnlehr feststeht, wurden bei D n r a z z o 3 4 italienische G e s ch n tz e und 11466 Gewehre erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant Wien, 5. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirtz verlantbart: 5. März 1916. Die Lage ist überall unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschallentnant Die „Wacht am Rhein". Berlin, 4. März. (Priv. Tel.) Der „Berk. . Lok. Änz." meldet aus Genf: Einem Feldpostbrief eines mis der Festung Do na n mon t - entronnenen Soldaten entnimmt der „Figaro": .Hauptangriff um 0 Uhr morgens. Trotz der betäubenden Kanonade )var deutlich der Refrain der „Wacht am Rhein" der Anftürmenden vernehmbar. Der Verteidiger von Verdun. Das „Petit Journ." bestätigt in der amtlichen srml- zösischcn Note, daß das Oberkommando über dce Ver- teidignngStruppen von Verdun in den Händen des Generals Petain liegt. Petain, 1856 geboren, ivar vor denr Kriege seit langen Jahren Oberst und stand bei Ansbruch kurz vor d?r Verabschiedung. der Verre/Jjger Verduns Der russische Bericht. Petersburg, 4. März. (MTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 3. März. - Westfront: In der Gegend rwrdlich Czartorysk versuchte der Gegner anzugreifen, wurde aber durch unser Artilleriefeuer zerstreut. Kaukasus: Unsere Truppen drängten den Feind weiter zurück. In der Richtung von Bitlis versuchten die Türken bei Nasra (23 Werft südwestlich Bitlis) anzugreisen, wurden aber zim'tckgeschlagen. In dieser ^segend wird der Kampf unter be-r sonders schivierigen Verbältnissen fortgesetzt; die Wegeverhältnisse sind ungemein schlecht, es herrscht strenge Kälte und tiefer Schnee. Soeben kommen Nachrichten, daß unsere Truppen in dieser Nacht die Stadt Bitlis im Sturm genommen haben; cs wurden sechs Kanonen erbeutet. Unter den türkisch«: Gefangenen befinden sich 17 Offiziere, darimter ein Regimentskommandeur. Petersburg, 5. März. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 4. M arz: M e st f ro n t: An der Dün a zwischen Dünaburg und Jakobstadt und in der Mhe von Jlluxt erfolgreiche Tätigkeit unserer Aufklärer. Weiter südlich auf der galizischen Front das ^übliche beiderseitige Feuer. Wir besetzten in Persien Nach Kampf Bidjar (130 Kilometer nordwestlich Hamadan). Petersburg, 5. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtliche dNeldung der Petersburger Delegraphenageutur. Ergänzenden Mel- durrgen zufolge griffen die russischen Truppen iu dem Klampfe bei Bitlis die feindliche Stellung nachts während eines Schnee- sturmes an, ohne einen Schuß, abzufeuern. Gegen drei Uhr nachts wurde ein Bajonettsturm unternommen, und die Türken wurden: nach erbittertem Widerstand geworfen. Die türkische Artilleriestellung wurde nach einem Nahkampf genommen, in welchem die mit einem verzweifelten Adute kämpfe:wen Verteidiger der Stellung bis auf den letzten Mann getötet wurden. In der Stellung und lxn der Verfolgung nahmen wir 20 durchwegs verwendbare KrUppgeschütze neuen Systems. Außerdem ernteten wir in der Stellung viele Patronen und Kartuschen., sowie in Bitlis selbst ein großes Artilleriemunitionsdepot. Im Laufe der Verfolgung wurden viele Türken niedergemacht. Die Zahl der Gefangenen stieg; die der gefangenen Offiziere allein beträgt 40. Die rufischen Verluste. Stockholm, 5. März. (WTB. Nichtamtlich.) „Dagens Nyheter" veröffentlicht einige Angaben über die russischen Verluste im Kriege bis Ende 1915. Das Blatt hat Zahlen, die offiziell sind, aber nicht veröffentlicht werden, von einem durchreisenden Ausländer erkalten. Die Gesamtsumme der Gefallenen vom 1. Januar bis 31. Dezember 1915 betrug 1 942 610. Von Offizieren sind fett Kriegsbeginn 125 436 tot, darunter 277 Generale. Enver Pascha in Jerusalem. Konstantinopel, 3. März. (WTB.) Der Berichterstatter der Telegraphen-Ageutur Milli in Palästina meldet: Ter Vize- Generalissimus Enver Pascha kam in Begleitung des Kommandanten der vierten Armee, Ds chemal - Pascha, nach I e - rusalem und besuchte die Omar-Moschee und die übrigen heiligen Stätten. Während des Besuchs erschienen alle Ulemas von Palästina, die Scheichs der verschiÄ>enen Sekten und die Notabeln, um Enver-Pascha zu begrüße:: und verrichteten Gebete für den Sieg und das Gedeihen des Islams. Hierauf besuchte Enver Pascha den griechischen Patriarchen, die Patriarchen der anderen Riten und die heiligen Stätten der Christen, wo er von den Oberhäuptern der religiösen Gemeinschaften empfangen wurde. Anläßlich des Besuches wurden religiöse Feim: veranstaltet. Die große Kirche von Alkamame war reich geschmückt. Tie nur bei außerordentlichen Feierlichkeiten gebrauchte große Glocke wurde geläutet, um das Ereignis zu feiern. Die religiösen Oberhcücpter sprachen Gebete, daß das türkische Reich, das seit Jahrhunderten den Geistlichen der verschiedenen Bekenntnisse die größten Vorrechte unh Freiheiten gewährt habe, aus diesem für den Triumph des Rechts unterTwmnrenen Kriege siegreich hervorgehen möge. In den anläßlich der Feier gehaltenen Reden wurde hervorgehoben, daß die christliche Bevölkerung seit dem große:: Khalifen Omar, der ebenfalls die Stätte von Alkamame besuchte, unter dem Schutze der Muselmanen in Glück und Wohlergehen gelebt habe, und daß die in Frage stehende Bevölkerung seit der Mobilisierung aller Wohltaten und Fürsorge der Regierung teilhaftig geworden ist. Beim Scheiden wurden Enver Pascha und Tschemal Pascha von den Anwesenden herzliche K:mdgcbungen bereitet. Tie ganze Stadt war geflaggt und jede Gemeinde ließ in ihrem Stadtviertel große Triumphbogen errichten. Der von der Bevölkerung Palästinas Enver Pascha anläßlich der Truppeninspizierung in Palästina und Syrien bereitete Empfang und die Zeichen der Anhänglichkeit der Bevölkermrg an die Kaiserliche Regierung' stellen ein hervorstehendes geschichtliches Ereignis von großer Tragweite dar. Ein Eisenbahnunglück in Italien. Bern, 5. Marz. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agenzia Ste- fani meldet aus Ancona: Auf dein Bahnhof Pedaso stieß in der letzten Nacht ein von Ancona nach Castellamäre fahrender Personenzug mit einem Miltitärzug zusarrrmen. 10 Personen wurden getötet, 40 verletzt. Aus Japan. Berlin. 6. März. In verschiedenen Mvrgenblättern findet sich die Meldung aus Tokio, der Kaiser habe den Fürsten Maschall O y a m a , den Großsiegelbewcchrer Pamagata, den Präsidenten des Geheimen Rates, den Premiernrinister Grafe,: Okuma und. endlich Jshii, der: Minister des Auswärtigen, in einer längeren Auhienz empfangen, derei: Gegenstand geheim blieb. Aus mehreren Anzeichen schließe man aber, die Konferenz bezwecke ein engeres Bündnis mit Rußland. Der Seekrieg. Die Heimkehr der „Möve". Leipzig, 5. März. (WTB. Nichtamtlich.) Anläßlich der glücklichen Heimkehr der „Möve" hat der Flvt- tenpunddeutscherFrauen an den Deutschen Kaiser wlgendesTelegramm gerichtet; SeinerMajestät dem Deutschen ' Kaiser, Großes Hauptquartier. Eure Kcnserttche Majestät wollen allergnädigst aeruhen, die ehrerbietigsten Glückwünsche des Flottenbundes deutscher Frauen zu der glücklichen Heimkehr Ew. Majestät Schiff „Möve" von seiner so außerordentlich erfolgreichen, mit kühnem Wagemut unternommenen Kreuzfahrt in den feindlichen Gewässern entgegenzuneh- men. Mit hoher Freude und Bewunderung begrüben wir den umsichtigen Führer und die tapfere Besatzung des Schiffes in der Heimat. Frau Marie Peters, 1. Vorsitzende des Flottenbundes deutscher Frauen. Berlin, 6. März.. Zur Heimkehr der „M ö v e" heißt es in der „B o s s i s ch £ n Zeitun g": Sie hat den Völkern der Welt verkündet, wie wenig von der Prahlerei der Engländer, die Ozeane zu beherrschen, zu halten ist. Nach wie vor können deutsche Kreuzer die Schiffahrt der Feinde Deutsch^- lands auf den: Weltmeere schädigen. Die Heimkunft der „Möve" nach so vielen Monaten hat auch für uns Deutsche eine symbolische Bedeutung. Sie mahnt uns, nicht die Geduld zu verlieren. Namentlich führt sie uns wieder einmal deutlich die Tatsache vor Augen, daß in diesem Kriege Fristen von Wochen, ja von Monaten gar nichts bedeuten, die militärischen und maritimen Ereignisse von langer Hand vorbereitet werden müssen und eine verhältnismäßig lange Zeit zur Vollendung bedürfen. Die uns auferlegten Wartezeiten werden daher lcn:ge. — Unter der Ueberschri.fi: „Hurra Möve!" schreibt Kapitän zur See a. D. v>on Kühlwetter im „Lokal-Anzeiger": Nur der Geist der Kreuzer und der Flottengeist konnten das vollbringen lassen, was der „Möve" gelang. Es ist deutscher Geist, deutsche Art! Dieser Krieg hat uns noch kein Verspiel gezeigt, daß sie auch anderwärts wohnen. Hoffentlich wird uns der „Möve"- Zug ins Gedächtnis schreiben, was es bedeuten würde, Stützpunkte im Ozean zu haben, von denen der „Möve"- Flug vielhundertmale seinen Ausgang nehmen könnte. Mit der „Möve" hat sich einer der edelsten preußischen Namen, der der Dohnas, iu der Geschichte unserer jungen Flotte eingeschrieben. Ja, Herr Asquith, so wie die Leute von der „Möve" sehen auch die anderen von der Flotte aus, die auf Britanniens Flotte sehnlich warten. Die „Möve" kehrte heim und spottete erneut der lauernden Feinde. Zum Untergang der „Provence II". Paris, 4. März. (WTB. Nichtamtlich.) ,Lournal" meldet, daß die letzten über den Untergang der „Provence" «ngegangenen Nachrichten cmgeben, daß sie mit der Besatzung zusammen 1800 Mann an Bord hatte und daß 870 gerettet sein sollen; 930 sollen unter gegangen sein. Man hofft, daß sich diese Zahl noch verkleinern wird, da eine gewisse .Zahl von Ueberlcbenden von anderen Schiffen ausgenommen worden ist. * Amsterdam, 4. März. (WTB.) Lloyds meldet: Der englische Dampfer „Teutonia n" ist v e r s e st k t worden. Die Besatzung wurde gerettet. Ariegsbriefe aus dem westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstalters. Die Bedeutung der Erstürmung des Dorfes Douaumont. G r. H a u p t q u a r t i e r, am 3. März. Mit der soeben gemeldeten Erstürimmg des Dorfes Douaumont ist den Franzosen, 'wenn man ihrer eigenen offiziösen Berichterstattung der letzten Tage glauben darf, ein viel härterer Schlag versetzt morde::, als durch den Verlust des Forts Douarr- mont. Das Dorf Douaumont gehörte — immer nach den französischen Darstellung«: — zu dem während des Krieges gemachten inneren Verteidigungsgürtel der Feldbesesttgungen vor Verdun, an deren Ausbau man alle Kraft gesetzt hatte, nachdem die Er- fahrungen gelehrt hatte::, wie wen:g die modernsten Forts den großen deutschen Kalibern gewachsen sind. Ein Feldfort dieser Zone, ähnlich wie da's weit vorgelagerte Brabant, aber unvergleichlich stärker, war das Torf Douaumont geworden. Man hatte hier aus der: benachbarten Forts gezogene, schwere Geschütze in Stellung gebracht. Betonierte Unterstände sollten größeren Trup- penmassen Schutz gegen jedes Twmrnelfeuier gewähren. Ein Kranz von breit ausgesponnenen, mit elektrischer Hochspannung beschickten Trahtgewrrren war seinerseits noch dadurch vor jeder Annäherung geschützt, daß das Gelärrde vor ihm mit Flatterminen gespickt war. Hier stieß«: unsere Sturmtrupp«: mit d«l starken französiichen Kräften zusamrn«:, die zur Rettung des Forts zu spät kamen. Tage hat das heiße Ring«: .Mann geg«: Mann gewährt, ohne daß das in unserer Hand befindliche Fort enM scheidend Eingreifen konnte, da das am Fuße des steil aufsüigenden Kegels liegende Dorf sich im toten Winkel der Geschoßwirkung des Forts befindet. Noch gestern hat der ftanzösische Nachrichteiü- dienst in die Welt gefunkt, daß die deutsche Besatzung des Forts Douaumont belagert iverde. Heute hat er die Antwort, nach deutscher Art, durch die Tal! _W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Aus dem Reiche. Bundesratsbeschlüsse. Berlin, 4. März. (WTB.) Der Bundesrat beschloß in seiner^Sitzung, daß pflanzliche und tierische Oele und Fette jeder Art, ausgenommen Butter, Margarine, Schmalz sowie Seiseu, die aus dem Ausland eingeführt werden, an den Kri e g s au s schu ß für pflanzliche und tierische Oele und Fette G. m. b. H. Berlin zu liefern sind, ferner, daß das aus dem Ausband eingeführte Schmal) und Schweineschmalz nur durch die Zentraleinkaufsgesellschuft m. b. 5). Berlin in Verkehr gebracht werden darf. Der Bundesrat hat außerdem beschlossen, daß 8 1 Ab- satz 1 der Bekanntmachung betreffend die Einfuhr von Getreide, Hülse nfrüchten, Mehl und Futtermitteln vom 11. September 1915 (Reichsgesetzblatt Seite 569) folgenden Wortlaut erhält: Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Mais, Hülsenfrüchte und Buchweizen, wie alte Produkte und Abfälle der vorgenannten Erzeugnisse, welche durch Vermahlen, Schälen oder Schroten gewönne:: werden, allein oder in Mischungen auch mit änderest Erzeugnissen, sowie Malz, sind, soweit sie ans dem Ausland ein geführt werde::, an die Zentraleinkaufsgesellschast m. b. H. Berlin zu liefern. An» Stadt und Land. Gießen, 6. März 1916. Zeichnungen bei der Post. Tie Post ist als Vermittlungsstelle für bte Zeichnungen auf die vierte Kriegsauleihe wiederum tättg. W)er sich also dieses bequemen Weges bedienen will, den: steht jeder Postschalter zur Verfügung. Wie bei der dritt«: Anleihe ist auch diesmal |bea gesamte Verkehrsapparat der Post (also nicht nur ar: solchen Orten, die keine öffentliche Sparkasse haben) in den Dienst der Kriegsanleihe gestellt. Nirr zwei Umstände sind zu beachten: 1. daß die Post nur Zeichnungen aus die 5o/o Neichsänleihe (nicht auch solche auf die 41 / 20/0 Reichsschatzauweisungeu) entgegennimmt, 2. daß die g^eichnet«: Beträge spätestens am 18. April voll bezahlt sein müssen. Sie können schon am 31. März bezahlt werden. Andere Einschränkungen bestehen nicht. Wer bei der Post zeichnen will, kann sich an jedem beliebiger: Schalter einen Postzeichnungsschein geben lassen. In den Landvestellbezirken und in Orten bis zu 20 000 Einwohnern wird allen Perlonen, die als Zeichner in Frage kommen, der Zeichnun g s sch ein ins Haus gebracht. Ueber .die Znchnungsbedingungen geben die in den Zeitungen veröffentlichten Prospekte und ein besonderes Merkblatt, das an jedem Schalter zu haben ist und in kleineren Orten auch ins Hans gebracht wird, Ausschluß. Es ist gar nicht möglich, daß über irgend eine Frage Unklarheit besteh«: kann; denn die Presse sorgt sortlauferw für Besprechung aller wichtigen Einzelheiten, und wer ernsthaft daran denkt, sich an der Zeichnung zu betcittgen, der nimmt sich «wohl die kleine Mühe, sich über alle Voraussetzungen zu unterrichten. Schwierigkeiten irgendwelcher Art gibt es nicht. Die Postzeichmmgsscheine, die einen Vordruck enthalten, werden ausgefüllt: Betrag der Zeichnung, Name, Stand, Wohnort und Wohnung des Zeichners. Dann werden sie entweder am Schalter abgegeben oder in einem unfrankierten Umschlag mit der .Aufschrift „An die Post" in den Br:efkasteu gesteckt. Durch die Post erhält dann der Zeichner eine Zahlungsaufforderung mit einer .Zählkarte zugestellt, die der Ze:chner selbst auszufüllen hat. Mit dieser Karte begibt er sich zu der Postanstalt, bei der die Zeichnung erfolgt ist, und zahlt dort den zu leistenden Betrag ein. Auf dem Lande kann die Einzahlung durch Vermittlung des Briefträgers erfolgen, bei dem die gewünschte Auskunft über das einzuschlagende Verfahr«: einzuhvleni i>t. Die Einzahlungen haben, wie schon gesagt, bis spätestens! zum 18. April zu erfolgen. Die Berechnung der zu zahlenden Summen ist «ne ganz einfache: Der Preis der 5 0/0 Reichsanleihe Mark für je 100 Mark Nennwert. Wenn nun am ol. März Dollzahlrrng geleistet wird, müssen dem Zeichner Zinsen für 90 Tage vergütet werden, iveil der Zinsen.laus der .Anleihe erst am 1. Juli beginnt. 5 Prozent Zinsen aus 90 Tage für 100 Mark machen 1,25 Mark aus. Es sind also statt 98,o0 nur 97,25 Mark für je 100 Mark .zu entrichten (die gezeichnetem Beträge müssen in vollen Hunderten aufgehen, da das kleinste Anle:hestück über 100 Mark la:ttet. Es können also nicht 150, 250, 350 usw. Mark gezeichnet werden, sondern nur 100. 200, 300 usw.). Bei Vollzahlungen, die nach dem 31. März bis zum 18. April erfolgen, werden Zinsen für 72 Tage berechnet. DaD heißt von 98,50 Mark wird 1 Mark abgezogen. Der Preis stellt sich also aus 97,50 Mark. Wirr 200 Mark zeichnet und nach dem 31. März zahlt, hat also zweimal 97,50 gleich 195,— Mark zu entrichten. Bei 1000 Markfüw es zehnmal 97,50 gleich 975,— Mk. Tic Post nimmt auch Anmeldungen auf Schul dbucheintra- guugen entgegen. Mles Notwendige erfährt der Zeichner am Schalter. Tie Wahl des Reichsschuldbuches verursacht keine bs-, sondere Mühe, bietet aber außerordentlich große Vorteile: Kostenlose, sichere Unterbringung des Anleihebesitzes, Be- fteiung von aller Sorge um Verwahrung und Verwalttmg, regelmäßige Zusendrmg der Zinsen durch die Post oder fortlaufende kostenlose Ueberweisuug derselben an die .Bank, Sparkasse oder Genossenschaft des Gläubigers. ** Kriegsanleihe. Die Provinz Ob erhoffen wird sich an der vierten Kriegsanleihe mit V 2 Million Mark beteiligen. (Vorherige Zeichnungen insgesamt 1950000 Mk.) ** Hessische Lazarett-Zeitung. Die neu ersckste- nene Nr. 15 bringt ein Preisausschreiben für Kriegsbeschädigte: „Ist der Verivundet«u-Unterricht den Kriegsbeschädigtei: von Nutzen?" Ter Ausschuß für Kriegsbeschädigteu-Fürsorge hat drei Preise ausgesetzt in der Höhe von 50 Mk., 30 Mk. und 20 Mk., sowie eine Anzahl Trostpreise. Ferner bringt das Blatt folgends größere Artikel: „Hüwenburg" von Sven Hedin. „Die Knegs- beschädigten in den Werkstätten der städt. Gerverbeschule zu Frankfurt g. M.", „Die Zeitungen, eine moderne Geschichtsquelle" von Tu Götz, sowie d«: Arbeitsmarkt, Fürsorge für Kriegsteilnehmer, Lazarettbevatung :md die Rätselecke. Die Gießener Beilage bringt ein Abendlied von Gottfiied Keller, die Auftätze „Eine rvichttge Erfindimg für einarmige, arm- und liandverletzte Kriegs- invalio«:" von Oberlehrer Poetschc, „Der Weltkrieg eine Ncrveu- frage", von Dr. F., und „Sparsamkeit im Tabaks verbrauch ein« vaterländische Pflicht", außerdem, wie üblich, die Ankündigimgen, von Verwuudeten-Uuterricht, musikalischen Unterhaltrmgen und Stellenvermittlung. ** St adttheater. Aus dem Sdlwttheater-Burvau; :vrrd uns geschrieben: Nochmals sei auf den morgigen „Hei- t e r e r: R 0 k 0 k 0 - O p e r n - Ll b e n d" hürgewiefen, der einen ganz eigenartigen und cinzigarttgen (Äenuß in Aussicht stellt. Dieselbe Veranstaltung hat gesteri: im Kurtheater iu Bad-Nauheim einen dort nicht oft erlebt«:, stürmischen Erfolg errungen, an dem die drei Mtwirkendeu, Frau Heymann-Engel, Herr Arttvni Sistermans und Herr Leo Gollanin, der für den :rn- vermutet eiuberufenen Tenor Men sing als vorzüglicher Ersatz cingetreten war, in gleicher Wj«se teil hatten. Svrvohl die beiden Opern, wie nanientlich der ZwischenteU „Humor aus verschollenen Opern" geftel«: ausnehm«:d. Es wäre dring«:d zu wünschen, daß für den Abend sich noch stärkere Teilnahnn: kurügäbe, und es sei deshalb :wch eine ausivärtige Besprechung d«: bevorstehenden hochinteressanten Aufführung an dieser Stelle angeführt. Es heißt da: ,^>n verstaubt«: Bibliothetwiukeln und vergilbt«: .Handschriften schlrunmern durch >die Zeiten hindurch vergessene Goldschätze . . . Ta ist es ein des wärmsten Lobes tvürdiges, verdienstliches Werk, nicht Staub u:ü> Mühe zu fürchten und emsig in den Bibliothek- geheim nissen nachzugraben nach verloren gegangen«: kunstvoll geharrten, von Wohllaut glitzernden schönen Torckläugen. Dieser imrsikalischen Schatzgräberei hat sich Frau Sophie Heymann- Eugcl mit niumrermüdem Eifer viele Jahre hm gegeben und eine glänzende Perlenreihe selten schöner musikalischer Schöpfung«^ Bruchstücke, oder ganze Werke, aus der Nacht wieder ans Licht gefördert irnd zrr n«:em .Mang und Leben geiveckt. Mit eineml eigenen kleinen Mnstl-ertrio besucht sie die Konzert- und Theaterbühnen in L>aupt- und Provinzstädben und bringt aus den wieder entdeckt«: Schätzen Herzerfreuendes' nach beliebiger Wahl zur Auf- ftihruug . . . Das äußere G«vand der AuMhrimgen, die farben- ftöhliche, heitere Zierlichkeit des Rokoko erhöht den arrrrruttgen Reiz dieser glitzernden Tonbilder aus llrurgroßmutters Jugendzeit ; wie arrch besonders Frau Heymann-Engel mit ihrer zierlichen Figur, den schönen, sttlgerechten Kostüm«: und der Puderperücke wie eh: Rowko-Porzellanfigürchen anmutele." ** Der Gießener Hausfrauen-Verein beabsich- ttgt, am Mittwoch rmd Donnerstag dieser Woche eine Ausstellung von Gelatine- Speisen zu veranstalt«:. lieber Gelattne als Nährrnittcl sägt Dr. med. E. Hornberger in seiner Schrift: „Gelattne als Nähr- und Heilmittel": Kein and«es Nährpräparat eignet sich so sehr zur Volks«näh- rung wie die Gelatine, sie ist ein ärlßerst billiges und natürlick>es Nahrungsmittel. Zur Erhaltung des Lebens sind Eiweiß, Fett und Kohlehydrate not:v«ü)ig. Nach Versuch«: von Prof. Munk ist es erwiesen, daß 5 /e des nvtrvendigen Ehveißes durch Gelattne ersetzt werd«: können: dabei tvird zugleich «ne Ersparnis an Fett und KoHlebydratm erzielt. Frau Maria Back, Frankfurt a. M., die eine Anzahl von Kochvorschriften über Verw«:dung von Speise-Gelattne herausgegeben hat, bemerkt in ihrem Vorwort zu diesen Kochvorschttf- ten: Sowohl als nährender Zusatz zu den v«schiedenst«: Speisen, wie als selbstäiwiges Gericht ist die Gelattne vorteilhaft zu ver- wend«:. Das bisher meistgekannte Verfahren war aber zu um- stär:dlich und zu kostspielig, um im sparsam geführten Haushalte eine große Rolle spiel«: zu körmen. Zurzeit dürfte cs von besonderer Wichtigkeit sein, einfache und billige, dabei doch vielseittge Kochvorschriften zur Gelattneverwertnug kennen zu lernen, weil dadurch b« Herstellung von sehr nahrhaft«: Speisen me hl Haiti ge Nahrungsmittel gespart werd«:. — Tie Gelatine-Ausstellung des Hausfrauen-Vereins soll zeig«:, wie viele billige und schmackhafte Gerichte sich mit Gelatine Herstellen lassen und rme sehr (Gelattne als gesrmdes Volksnahrungsmittel zu dienen geeignet ist. Die Ausstellung findet in den Räumen des „Metropol", Plocks'ttaße 5, statt, die der Eigentümer dieses Anwesens, Bauunternehmer H. W. Rin 1 :, Gießen, in überaus entgeg«:- kommender Weise dem Verein zu diesem Zwecke kostenlos zur Bcr- fügm:g gestellt hat. , Mitglieder des Vereins haben gegen Vorzeigung der Mit« a gliederte zur Ausstellung freiem Zutritt. Nicht Mitglieder zahlen 20 Pfg., die iljncn im Falle des Beitritts zum Verein auf den Mitgliedsbeitrag angerechnet werden. (Siehe Anzeige!) — Auf die Ko chvorführungen, Neustadt 60, sei nochmals aufmerk,am gemacht. Tie hierzu ausgegebenen Karten gelten ,vie folgt: Nr. 51—100 Montag. 6. März. 87 4 Uhr, 101—150 Mittwoch. 8. März. 8V4 Uhr. 151—200 Donnerstag, 9. März 4V- Uhr, 251-300 Montaq. 13. März. S 1 /^ Uhr. "* Eine öffentliche S i tz u n g d e s P r 0 v i n z i a l - a u s f ch u s s e s der Provinz Oberhessen findet am Samstag, den 11. März 1916, vormittags 9 Uhr. nn Sihnngssaa'e des RegierungS- oebäudes hier statt. Ans der Tagesordni>ng fleht: I. Ablösung der Steuerfreiheit der Freiherrlich Riedesel'fchen Grundstücke in den Gemarkungen: Landenhansen. Rixfeld, Reichlos, Schadges. 2. Klage der Emma Paulzen zu Gießen gegen Grosch. Kreisamt Gießen wegen Versagung des Wandergewerbefchelns für 1916. ** Keine Beschlagnahme der Viehbestände. Von unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt: Dem Vernehmen nach ist in Kreisen der Landwirte die Ansicht verbreitet, daß ihre Viehbestände demnächst beschlagnahmt würden. Wie man uns von zuständiger Stelle mitteilt, ist diese Auffassung unzutreffend. Ebensowenig ist ein allgemeines Verbot des Haus schlachte ns in Aussicht genommen. Im Großherzogtum Hessen wurden lediglich einschränkende Bestimmungen hierfür erlassen. Sie waren notwendig, weil in letzter Zeit viele Personeit, die früher niemals daran gedacht hatten, selbst zu schlachten, glaubten, sich setzt reichlich mit Fleisch versehen zu müssen. Hierdurch wurde die Allgemeinheit empfindlich geschädigt, ganz abgesehen davon, . daß das eingehamsterte Fleisch in vielen Fällen nicht sachgemäß behandelt und anfbewahrt und damit dem Verderben ansgesetzt wird und auch vielfach noch ganz unreife Tiere zur Schlachtbank kommen. Hausschlachtungen sollen, von besonderen Ausnahme- fällen abgesehen, nur von solchen Personen voraenommen werden, die die Tieve selbst an.fgerogen und gemästet haben. ** Fün f Pfund Fett sind in der jetzigen Zeit ein begehrenswerter Gegenstand und werden um so begehrenswerter, wenn man sehen muß, daß jemand sie höflich vom Lieferanten versprochen bekommt, wenn eben dieser Lieferant gleich darauf einem selber ein halbes Pfund verweigert mit per Begründung, er Hube selber keins. So ging es dieser Tage einem Landstürmer in einem hiesigen Geschäft: Eine Dame bestellte unter Angabe ihrer Wohnung fünf Pfund des begehrten Artikels, den sie abholen lassen toerde, der Landstürmer aber mußte bedrückt und fettlos wieder Abziehen. Jur festgesetzten Stunde erschien denn auch die girädige Frau, ihren Vorrat in Empfang zu nehmen; sie mußte aber zu ihrem Erstaunen hören, daß derselbe gerade vor einer halben Stunde „in ihrem Auftrag" abgeholt worden sei. Des Rätsels Lösung war nicht schwer; da mußte der Landstürmer seine Hand im Spiele gehabt haben. Die Moral dürfte sein: (Ärtweder seine Fettbestellnng dem Meister ins Ojhjr zu flüstern oder aber — urid das ist besser — imr so viel KU verlangen, daß guch bescheideneren Mitmenschen etwas verbleibt. ** Der Postscheckverkehr hat den Zweck, den bargeldlosen Zahlungsausgleich möglichst zu fördern und den.Zahlungsverkehr zu vereinfachen, zu verbilligen und zu beschleunigen. Die Vorteile des Posts checkverkehrs bestehen für den Einzelnen darin, daß der Inhaber einer Postscheckrechnung bei Zahlungsleistungen weder ans die Post zu gehen braucht, um Postanweisungen anfzuliefern, noch andere Gänge zu diesem Zweck ausznsühren hat. Er hat es auch nicht nötig, deshalb bares Geld bei sich in der Wohnung oder auf dem Geschäftszimmer bereit zu halten und aufzubewohren. Seine Postscheckgelder sind vielmehr vor Verlusten durch Diebstahl oder Feuer gesichert. Er weist seine Zahlungen einfach vom Schreibtisch aus an und läßt diese Aufträge den: Postscheckamte, das eine Scheckrechnung führt, in einem gewöhnlichen Briefe zugehen, den er in den nächsten Briefkasten steckt. Wie die Erfahrung lehrt, kann der Inhaber einer Postscheckrechnung servier damit rechnen, daß bei dm Vorteilen, die seinen Schuldnern durch die bekannte blaue Zählkarte geboten werden, die Rechnungen schneller als bisher bezahlt werden. Da auch die Gebühren im Postscheckoerkehr niedrig sind, empfiehlt es sich für jeden, der einen irgendwie nennenswerten Zahlungsverkehr hat, sich eine Postscheckrechnung eröffnen zu lassen. Hier in Gießen beftnden sich bis jetzt 187 Postscheckkunden. Landkreis Gießen. tt. Treis a. d. Lda., 4. März. Gestern nachmittag ging ein ckwa IX Meter hoher Luftballon aus rotem Seidenpapter nit der Nummer 4, der mit einer in Zeitungsvapier eingebundenen leinen Menge Erde beschwert war, m unserer Gemarkung nieder md wurde von einem im Felde beschäftigten Schulknaben unversehrt geborgen. — Den Heldentod sürs Vaterland starb am 10. Februar ds. Js. der Wehrmann Adam Hosmann von hier im Lazarett zu Ehavignou. Am 26. v. Mts. siel vor Verdun der Reservist Heinrich Nuhn, nachdem er an Kaisers Geburtstag mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war. Beide standen von Anfang des Krieges an im Felde. Mit ihnen hat unsere Gemeinde jetzt 21 Gefallene. Kreis Schotten. lH Laubach, 6. März. Zwei Oberprimaner des hiesigen Gymnasiums haben sich am 3. März mit Erfolg der mündlichen Maturitätsprüfung unterzogen, sie haben die Einberufung zum Heeresdienst bereits erhalten. — Vom westlichen Kriegsschauplatz sind in den letzten Tagen wieder Verwundete hierher gekommen, so daß im hiesigen Lazarette nun 45 Beiten belegt sind. Tie Landwehrleute Hermann G ö b e l, Wilhelm Frank, Friedrich Jäger, Karl Henning und Friedrich Krauß fitib bei den Kämpfen vor Verdun teils schwer, teils leichter verwundet worden. □ Gonterskirchen, 6.März. Bei den heftigen Kämpfen tm Westen bat der Unterossizier M e u r e r den Heldentod für das Vaterland erlitten. Kreis Friedberg. ** Bad-Nauheim, 6. März. Bis zum 2. März 1916 waren hier 1991 Kurgäste angekommen. An Bädern wurden blS dahin 28 428 abgeaeben. 0 0. V i l b e l, 6. März. Gestern nacht drangen zwei große Hunde in die auf dein Felde eiiigepserchte Schafherde des hiesigen Cchäfereibesitzers H a r t m ei it u und zerrissen 9 Stück Schake. Diele Schafe sprangen über die Psercheinfriedigung und irrten bis zu ihreni Eiiifangen in der Geiiiarkimq umher. Infolge der zurzeit herrschenden hohen Fleischpreise ist der Schaden bedeutend, zumal das Fleisch der zerrisieuen Schafe sich als ungenießbar erwiesen hat. Die Eigentümer der betreu Hunde konnten bis je§t nicht ermittelt werden. Starkenburg und Rheinhessen. 0. Mainz, f>. März. In der letzten Sitzling der Stadtverordneten -wurden die Unterstützungssätze für Kriegsteil, »ehmer-Angehörige um 10 Prozent erhöht und zwar mit Wirkung vom I. Februar ab. Die Stadt hat damit int Jahre 400 003 Mk. mehr für Unterstützungen auszubringen. - Für die Eriveiterung des Elektrizitätswerkes wurden 1500 000 Mk. beivilligt. — Den Erlaß einer Orlssatzuna über die Einführung des Bedürfnis- nachwe tf es für Wirtschaft eil wurde zugestintmt. Die Sozialdemokraten lind Stadtverordneter Schä'er sprachen sich gegen die Einführung aus. — An der Gründuna einer T r e u h a n b- gesellschait und Hckfskajse durch den Mainzer Schutzverband für Hauseigenti'uner beteiligt sich die Stadt mit 5000 Mk. — Für die Anlage eines E h r e n f r i e d h 0 fs für verstorbene Krieger wurden 2200 Alk. beivilligt. = Mörfelden, 6. März. Beim Bau von „Unterständen* in einer ©cuibqrube stürzte plötzlich ein Teil der Grube ein und begrub zwei Schulknaben. Während der eine nori) gerettet werden könnt", wllrde der zlvölijährige Schüler Christian Weg als Leiche aus den Sandmassen heroorgeholt. ffrdS Wetzlar. ra. Wetzlar, 5. März. Die Jahresrechnung der Stadt- kasse für 19>4 mit 3724 Belegen gegenüber 3806 mt Vorjahre schließt ab tu Einnahme mit 1 368 708,23 Mk., in Ausgaben mü 1 344 3 i6,37 Mk, mithin einelii Bestandsüberschuß von 24 371,86 Bit - Für Kriegszwecke »vlirdeu bisher insgesamt 966 008,22 Mk verausgabt und 946 147 Mk. zurücker'laltet. ra. Krofdorf, b. März. Lehrer Jäger von der hiesigen Schule ist auf Anordnung der Schulbehörde für die Kriegsdauer au die Schule zu Salzböden versetzt. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 5, März. Im laufenden Steuer- i a b r stellen die 18 Millionen Mark Gemeindeeinkommensteuer für Frankfurt einen Kopssatz von 39,73 Mk. dar. Die Stadt steht damit in Bezug auf die Gesamtsteuersumme an zweiter Stelle im Reich. Nur Wilmersdorf erhebt 45,94 Mk. Die gesamten Gemeindesteuern bringen in Frankfurt 27 208 600 Mk. oder 60,06 Mk. auf den Kopf. Hier steht Frankfurt neben Wilmersdorf und Charlottenburg an dritter Stelle. An 90. Stelle unter den 110 kreisfreien preußischen Städten steht Frankfurt mit feinet: 150 Prozent Einkommensteuerzuschlag. — Frankfurt a. M., 5. März. Professor Tr. Friedrich Ko epp, bisheriger Ordinarius der klassischen Archäologie in Münster, und vom 1. April ds. Js. ab Direktor der Römisch-Germanischen Kommission des Kaiserlich Archäologischen Instituts in Frankfurt a. M., wurde zum ordentlichen Honorarprofessor an der hiesigen Universität ernannt. Prof. Dr. Koepp, der im 56. Lebensjahr steht, wurde zu Biebrich a. Rh. geboren und unternahm zur Vorbereitung auf sein Lehramt große Studienreisen nach Italien, Griechenland, Kleinasien und der Türkei. Von 1992 bis 1896 wirkte Koepp an der Universität Berlin als Privatdozent, seit 1896 gehört er deni Lehrkörper der Universität Münster an. Unter seinen fachwissenschaftlichen Werken sind „Alexander der Große", „Die Römer in Deutschland" und die dreibändige „Archäologie" besonders zu nennen. sc. Wiesbaden, 5. März. Prinzessin Elisabeth zu Schaumburg-Lippe begeht heute in ihrer Villa an der Nerobergstraße ihren 75. Geburtstag. Die Prinzessin hat sich, seitdem sie hier Aufenthalt genommen, seit 1868, überaus in der werktätigen Nächstenliebe und auf dem weiten Gebiet der vaterländischen Wohlfahrtsbestrebungen hervorgetan. Seit 1883 steht sie an der Spitze des Verbandes der Vaterländischen Frauen- veveine im Regierungsbezirk Wiesbaden und des Zweigvereins der Stadt Wiesbaden. Prinzessin Elisabeth ist die Tochter des verstorbenen Fürsten Georg zu Schaumburg-Lippe, des Großvaters des jetzt regierenden Fürsten Adolf. Sie vermählte sich am 13. Januar 1866 mit dem nunmehr verstorbenen Prinzen Wilhelm, späteren Fürsten von Hanau, eines Sohnes des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen. Die Hochzeitsfeierlichkeiten wurden in dem Schicksalsjahre des Kurfürstentums in Frankfurt a. M. im Englischer: Hose mit großem Gepränge begangen, König Wilhelm von Preußen hallte auch einen Vertreter gesandt, die kirchliche Trauung vollzog der bekannte Frankfurter Geistliche Oberkonsistorialrat Ehlers. Die Ehe wurde jedoch bereits 1868 geschieden, worauf die Prinzessin ihren Wohnsitz in Wiesbaden nahm. ul. Limburg, 5. März. Morgen tritt die neue Verordnung des Magistrats betr. Einführung der Butterkarte in Kraft. Don da an sollen wöchentlich ein Viertelpfund Butter auf den Kopf der Bevölkerung verabreicht iverden. Gietzener Strafkammer. th. G re ßen, 5. März. Am Freitag verhandelte die Strafkammer unter Vorsitz von Landgerichtsrat Wiener einen juristisch recht verwickelten, der Sachlage nach allerdings sehr einfachen Fall. Cs handelte sich um falsche Beurkundung und Viehseuchenvergehen. Ter Schwernehändler W. K. von Friedberg hatte im Mai v. Js. aus Hannover einen Transport von etwa 50 Ferkeln bezogen, die er unmittelbar nach Ankunft auf hessischem Gebiet ans einem oberhessischen Viehmarkt zum Verkauf brachte. Der Handelsmann hat damit gegen die durch das Kreisamt erlassenen Vorschriften zur Bekämpfung der Seuchengesa.hr verstoßen, indem er die aus dem preußischen Ausland eingeführten Tiere nicht 12 Tage in Quarantäne gehalten hat, ehe er dieselben in den Verkehr brachte: er hat weiter gegen die Vorschrift verstoßen, die eingesührte:: Ferkel nach Ankunft durch einen beamteten Tierarzt untersuchen zu lassen. Ferner hat er es unterlassen, der Vorschrift zu genügen, wonach er als Viehhändler verpflichtet war, das betreffende Vieh in ein dazu bestimmtes Kontrollbuch einzutragen. Weiter verfehlte sich der Angeklagte, indem er den Beigeordneten R. von Bermutshain anstiftete, ihm Ursprungszeugnisse ausnistellen. wonach ein Teil der hannoverischen Ferkel aus den St llen mehre ec namhaft gemachten Bermutshainer Züchter herrühren sollten. K. machte dann von dieser erlangten Urkunde, wissend, daß die darin angegebenen Tatsachen falsch waren, dem auf den: Viehmarkt kontrollierenden Gendarmen geger:über zum Zwecke der Täuschung Gebrauch. Da die in Bermutshain erlangten Ursprungszeugnisse nicht für den ganzen. Vorrat hinreichten, den K. auf den Markt bringen wollte, veranlaßt« er die Ehefrau des Scksweinehündlers Ang. Will). Kl. in Bellersheim, ihm weitere Urkundszeugnisse ausstellen zu lassen, wonach ein Teil der Ferkel, die er aus Hannover eingeführt hatte, Bellersheimer Zuchten entstammen sollten. Erst mit den falschen Ursprungszeugnissen war es möglich, die eingesührte Ware ohne weitere Umstände und Kosten im Großherzogtum bezw. in Oberhessen -an den Mann zu bringen. Der Friedberger Handelsmann war im großen und ganzen geständig. Auch die Ehefrau Kl. gab zu, dem Kollegen ihres im Felde stehenden Mannes behilflich gewesen zu sein, nachdem dieser ihr wacker zuaeredet hat. Die Frau erklärt, daß sie nicht daran gedacht hat, daß sie mit dieser Gefälligkeit etwas Strafbares begehen könnte. Der angeklagte Beigeordnete erklärte, daß man es bei Ausstellung von Ursprungszeugnissen im allgenreinen so handhabt, daß man auf die Angabe der Handelsleute diese Scheine ausstellt im Vertrauen darauf, daß die Angaben stimmen. So sei auch der vorliegende Fall behandelt worden. Er bestritt, gewußt zu haben, daß die in den Ursprungszeugnissen enthaltenen Angaben falsch waren. In der Beweisaufnahme wurde aber festgestellt, daß die Vermut hS ha iner Züchter, aus deren Ställen die Kerkel stammen sollte::, zur Zeit der Ausstellung der Ursprungsscheinc keine Ferkel besessen haben, und daß zweifellos der Beigeordnete des Dorfes, der selber Schweinehandel betreibt, dies auch gewußt haben muß. Die Strafkammer verurteilte den Handelsmann K. wegen Viehseuchenvergehens, wegen Ucbcrtretnng der KvntrollVorschriften, tvegen Anstiftung zu einer fälschen Beurkundung und in zwei Fällen wegen Gebrauchs von Urkunden, voi: welchen er wußte, daß dieselben falsch waren, zu 3 Monaten und 2 Wochen Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 25 Mk., hilfsweise 5 Tage:: Gefängnis, den Beigeordneten R., der als Beamter vorsätzlich eine rechtlich erhebliche Tatsache falsch beurkundet hat, zu sechs Wochen Gefängnis, und die Ehefrau K. wegen wissentlicher Beihilfe zur Erlangung einer falschen Urkunde zu einer Geldstrafe von 50 Mk., hilfsweise 10 Tagen Gefängnis. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde der Ziegeleiarbeiter Fr. S. voi: Wieseck wegen Blutschande zu einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus verurteilt . Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. IU ^ März fol 1916 plf w a 'S ä» fjj « Sä £ = 2 ZS SS 0 Co n S 2 isr j- : c so § b je-o ~ öS u S OR-S u- S E ■- *5g Wetter 5. 055 _ 3,7 4.2 70 10 Bed. Himmel 5. 9» — 2,2 4,0 74 — — 10 „ 6. ’1 ” 0,0 3,6 79 9 Beiv. Himmel Höchste Temperatur a>n 4. bis 5. März 1916: -ft 4,7° 6. Niedrigste * 4. „ 5. . 1916;—1,9*0. Amtlicher Wetterbericht. O öffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 7. März 1916: Bedeckt, zeltiveije leichte Niederschläge, keine Temperatnränderung. Letzte Nachrichten. Zu den Kämpfen im Westen. Kristiania, 6. März. Aus Paris wird unterm 4. März gemeldet: Der Kampf um Verdun tobt unaufhörlich mit unverminderter Heftigkeit fort. Hauptsächlich wird um das Dorf Douanmont gekämpft, das jetzt nur nody ein Ruinenhauseni ist. Tie Franzosen hielten das wichtige Dorf bis Donnerstag nacht. Unter den: fürchterlichen Ansturm der Brandenburger mußten sie aber den Ort räumen. Paris Mischen Furcht und Hoffnung. Lugano, 6. März. T-er Pariser Vertreter des „Secolo* schildert außerordentlich lebendig den Seelenzustand der Pariser während der ersten Woche der Berdunkämpse. Zuerst wollte nie- n:and die Nachricht vom Angriff der Deutschen glauben. Es hieß, es handle sich nur um eine Kriegslist. Andere sahen in dem Vorgehen des Feindes die Absicht, nach Paris vorzudringen, und blickten bekümmert zum Himmel, als suchten ihre Äuget: die jüngst erscbiennen Z pp.lme. Am nächsten Tage, den 22. Februar, langten Schlachtender ichtc an. Tie Optimisten drückten ihr Vertrauet: in die Generale Humbert, Herr und Langtet laus. Tie Pessimisten stimmten nicht in die Lobesäußerungen ein, sondern wiesen auf die ungeheuren Verluste ut:d det: Rückzug der Frat:zosen hin. Des Zaren letzte Soldaten. Zürich, 6. März. Nach Schweizer Blättern ruft ein Erlaß des Zaren in ganz Rüßland, ausgenommen das Kaukasus- nnd das Anrurgebiet, die Jahrgänge 1916 bis 1908 'der Reichs« wehr zweiten Aufgebots ejn. Salandra schweigt. Lugano, 6. März. „Secvlo" berichtet zur Abstimmung in der italienischen Kammer: Tie Lage ist verwirrter als je. Tie Führer der Parteien der Linken begaben sich heute zu Salandra, um ihn zu ftagen, wann er eine Regierungs erklär rimg über Italiens äußere Polftik geben wolle. Salandra versprach, die nötigen Erklärungen Anfang April (also in einem Monat) zu geben. Unterdessen wurden 150 Anfragen gegen die Regierung beim Bureau der Kammer angemeldet. Sven Hedin in der Türkei. Konstantin opel, 6. März. Sven Hedin ist am SamL« tag abend hier eingetroffen. ' Reiner «nvrrsälschter ... Naturprodukt seit 3V Jahren sind Fay’s ächte Softener Mineral- Pastillen, hergestellt aus achtem Softener chuell- salz in Verbindung mit feinster Zuckerraffinafte. Preis nach wie vor nur 85 pfg. die Schachtel. {lech Rhelnlsohas echnikum Bingen ^as^llnenEauTEfeRpöfeohnlb? Automobilbau, Brüokenbau. Direktion: Professor Hoepks. Ghauffeurkurse. 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Februar mein inniggeliebter, treuer Bräutigam Hans Feik Vizefeldwebel im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116, 5. Komp. Inhaber des Eisernen Kreuzes nach 19 monatlicher treuer Pflichterfüllung den Tod fürs Vaterland erlitten hat. In tiefstem Schmerze die trauernden Hinterbliebenen: Anna Graulich nebst Eltern und Geschwister Familie Feik. Giessen, Mengshausen, den 5. März 1916. -• Mn 1755 Im Kampf fürs Vaterland fiel am 25. Februar beim feturm auf eine Höhe unser lieber treuer Sohn, unser guter Bruder und Schwager Wilhelm Theobald Leutnant im Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116. Inhaber des Eisernen Kreuzes und der hessischen Tapferkeitsmedaille. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Landgerichtspräsident Theobald. Darmstadt, den 4. März 1916. 1752V Fern von der Heimat, fern von deinen Lieben Hübst du nun aus in fremdem Land Bei den Helden, die auch noch fielen Für das teure Vaterland. Ach, viel zu früh verließest du hier die Deinen Die in der fernen Heimat um dich weinen. Können wir dein Grab nicht schmücken. Trauernd an der Gruft nicht stehn, Auf zum Himmel wollen wir blicken. Wo wir uns einst Wiedersehn. In treuer Pflichterfüllung seit Anfang des Krieges starb am 25. Februar den Heldentod fürs Vaterland bei einem Sturmangriff unser einziger innigstgeliebter, braver, fleissiger und unvergesslicher Sohn und Bruder Richard Schmidt Musketier im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116, i. Kompagnie rm Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmerz: Ferdinand Schmidt Birklar, den 4. März 1916. Veronika Schmidt, geb. Reif Hedwig Schmidt Melinehen Schmidt. 1756 tt i/ m j* star b infolge schwerer Verwundung den Heldentod im Lazarett unser lieber, guter Lohn, Bruder, Enkel, Schwager, Neffe und Onkel Willi Otto Unteroffizier im Infanterie-Regiment Nr. 116. Inhaber des Eisernen Kreuzes sowie der Hessischen Tapferkeitsmedaille. 08118 In tiefer Trauer: Familie Fr. Otto. Giessen, Leipzig, Friedberg, Beerfelden, Darmstadt, Offenbach, Berlin, Butzbach^ Halle, am 6. März 1916. Innigen Dank Verwandten, hiermit die traurige geliebtes freunden und Bekannten cachricht, datz unser innigst- Mariechen "»“* fr*** f<6B,crem Familie Friedrich Weller. Familie Philipp Bernhardt. Familie Wilhelm Bernhardt. Familie Ludwig Weller Ww. ZUein-Linden, Friedberg, 4. März 1916. „ o DZ* Beerdigung findet Dienstag nachmittag Vr3 Uhr vom Sterbehanse, Frankfurter Str. 4, aus statt. 08129 Keine Butternot mehr! Brotaatslrich! vollständiger Brsartx für Bntler, Margarine nnfl Fett, aneh ftr Sancen za verwenden. Au Güte u. Billigkeit unübertroffen. Probesendung 1.25 Mk. franko bei Voreinsendung d. Betrags. Nachn. 20 Pfg. mehr. ^Viedsr- verkanfer Rabatt. Menchan, Düsseldorf, Corneliusstr. 30. 1761 ss mmmt Mittwoch früh und Donnerstag eintreffend: Keillße hliti. Stajt l«Si|f I jiffc 1—4 pfündig. Prima Holland. Cabliau Sy m Fischen von 3V„ bis 6 Pfd. sowie im Ausschnitt, S tatt Karten Ihre gestern vollzogene Verlobung beehren sich ansuzeigen. F*auline Gerhard Albert Schlaufe sagen wir allen, die uns bei dem Heimgänge unserer lieben Mutter ihre Freundschaft und Teilnahme in so herzlicherWeise bekundet haben. 08116 Karl und Ludwig Lampus. Steinbach Siedenburg Statt besonderer Anaqjge. Die glückliche Gebart eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an 1775 Hauptmann Waldschmidt und Frau Klfr. geh. Fuhrmelster. Wiesbaden (Leberberg), 4. März 1916. Die Geburt eines gesunden JungCNS zeigen hocherfreut an Gustavjördens und Frau geb. Neun. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste meiner lieben Frau, unserer treusorgenden Mutter Frau Maria Fab er sowie für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrers Schulte und für die vielen Kranzspenden und Beileidsbezeugungen sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Faber I., Schuhmachermeister. Grossen-Linden, den 6. März 1916. (08121 108119 Fßt.hM.BnAeMe f ° roie ,ungewäss.' empfehlen 107858 Gebrüder Berdux, Bahnhofstrane 27. Fernsprecher 231. Holzversteigerung Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. M°ffch°°!d°l!nd Eu,»sS' 10 U6r ' 10 ?! Nutzholz: 7 Fichtenstämme, 13-14 Ztm. Durchm 12—14 Dctr. lang, 1.48 Fttm. 47 Fichtenstangen I.—III. Kl * u Sperren und Le iterbanmen, 4200 Fichtenreisstangen zumelst sehr gute Bohnenstangen. u (s: ^.^^u^enknüvvel, 13 Rm. Eichen- k"lwve!I, 11 Rm. Erlenschettholz, 7 Rm. Erlenknüppel. 16 9ini. Nadelh0l^knüpveb 500 Buchenwellen, 4600 Eichen- stamm- und Astivellen, IM Erlen wellen, 200Radelholzwellen am Ausgang beg Dtstrikt Jsselscheid nach Felltngshausen zu. 17576. Urteilc aus der ärztlichen Praxis über Neura-Lecithin-Perlen KdelnahrNtofr für Nerven aml Blni. Die Versuche, die ich mit Neura-Lecithin gemacht habe, zeigten alle die hervorragend günstige Beeinflussung des Appetits sowie Kräftezunahme, vor allem aber eine Abnahme der nervösen Unruhe. Dr.ined.Poj»p&r, Hamburg, Spezialarzt für Chirurgie. Ich bin überrascht wegen des angenehmen Geschmacks Ihrer Neura-Lecithinpräparate, ich habe alle möglichen Mittel selbst probiert, doch keins so gut befunden. Dr. med. Grote, Frauenarzt, Hamburg. Man beachte Wortzeichen „Neara" und den hohen GchaJt an Heinlecithin (zirka GrAmm p,,- lecithin pro Perle). Hergestellt unter.Kontrolle einer staatlidlelÄ Apotheken 111 Schachteln zu Jl 2.50, 4.80, 7.—, 12.—. r«J u I312ss Gießener haursrauenverein 3[iigftefinnpon©datincfpcifcn (ungefähr 100 verschiedene Gerichte) in den Raumen des „M etr 0 p 0 l", Plockstrafie 5 , Geöffnet: Mittwoch, 8. März, von 3-6 Uhr nachm. Donnerstag, 9. März, v. 11—1 Uhr vorm Donnerstag, 9. März, v. 3—6 Uhr nachm.' Kochbücher für Gelatinespeisen werden zum Preise von 10 Psg. abgegeben. Fedem einzelnen Gerichte und die Herstellungskosten beigegeben. Jede Speise ist verkäuflich K Utk tt- ^ Mitglieder bei Vorzeigen d?r M'tgUedskarten frei, für Richt- mttglieder 26 V»g. l!770D Kostproben verabreicht, darum empfiehlt es sich, Tellerchen und Löffel mitzubringen. Der Vorstand. Mieeschule. sSSi «SÄ« arbeiten und Bügeln, sowie für die Haushalningsschule de» "1 t. Wäll von im Schul haus ^teinstratze 10 erbeten. Anzahlung ans das Schulgeld 5 Mk. 17™ Prospekte in der Schule erhältlich. Ortsgruppe Gieffen. Auskunststelle für grauenberuse. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14, Dienstag abends von 7 bis 8 Uhr. und Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Recktsqngelegenheiten im alten Rathaus Markst platz 14 Mittwoch abends von 7—9 Uhr. "D Mügs-Bttstcigttiliiji. Dienstag, den 7l d. Mts. nocOin. 3 Uhr sollen im Pfand- lokal ^Seltersmeg 11 versch. Rivbilieneweg. rückst. Steuer 5. Zl. zwangsweise geg. bar versteigert werden. ll635 Giehen, den 1. März 1916. Krämer, Gr. Pfandmetster.