Rr. 53 Der Slehemr Anzeiger erscheint täglich, nutzer LonntaqS. - Beilagen: viermal wöchentlich Siebener.^rmittenblötter; rweunal wöchenkl.Arrir- dlsttsüröe« Arelr Gietzen (Dienstag und Freitag); zweimal mouatl. Landwirtschaftliche seitfragen Ferujprech - Anschlüsse: lürdie Schratt eitunqllS Verlag,BeschLttsstelleLI Adresse lur Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Annahme von Anzeigen lür die Tagesnmnmer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt M. Jahrgang Zrettag. 3. März MS eneral-Anzerger für Oberhesjen Notaiianr-ruck und verlsg der Srühl'schen Univ.-Such- und Steindrmkerei R. Lang«. Schrlftiettung, Sefchästrstelle und Druckerei: Lchulstr. 7. DezugSvre: monatl. 85 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Ps.; durch diePost Dik.2.30viertei- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal l5Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; iür Stadt und Land, Vennischtes und Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänlttich m Gießen. er Gegenangrisfsversuch bei Douaumon gescheitert. - Die Krfegsfi (WTB.) Großes Hauptquartier, 2. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Lage hat im wesentlichen leine Aenderung erfahren. Im Ysergebiet war der Feind mit Artillerie besonders tätig. Auf dem östlichen Maas Ufer opferten die Franzosen an der Feste Douaumont abermals ihre Leute einem nutzlosen GegenangriffSversuch. Oestlicher Kriegsschauplatz. Ans dem nördlichen Teile der Front erreichten die Ar- tilleriekämpfe teilweise größere Lebhaftigkeit. Kleinere Unter-- nehmungen unserer Vorposten gegen feindliche Sichcrungs- Mteilungen hatten Erfolg. Nordwestlich von Mi tau unterlag im Luftkampf ein russisches Flugzeug und fiel mit seinen Insassen in unsere Hand. Unsere Flieger griffen mit Erfolg die Bahnanlagen von Molodeczno an. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. * * * Wir ntüfjcrt uns mit den neuen Kriegssteuergesehent- wnrfen _ vertraut inachen, von denen der auf die Kriegsgewinn steuer bezügliche Entwurf bereits vor einiger Zeit veröffentlicht worderi ist. Dazu, ist jetzt zunächst noch eine Vorlage Wer weitere Belastung von Tabak veröffentlicht worden (Siehe 2. Blatt). Die'Krie a sgewi n n st e u e r begegnet in keinem Lager irgendwelchen Bedenken. Es ist so gerecht und einleuch^tend, daß diejenigen, die aus dem Kriege finanziell mü> wirtschaftlich Nutzen gezogen haben, davon einen Teil für die Allgemeinheit abgeben müssen. Jedermann hatte in diesen ernsten Zeiten Opfer darzubringen, und die Glücklichen, die nur zu solchen „Opfern" heran- gezogen werden, wie sie die Kriegs gewinn steuer fordert, werden sich alle gern zufrieden geben. - m, i die Freilassung des Bermogenszuwacl)ses bis zu 3000 Mart und der Ver- nrogen bis zu 6000 Mark ist eine hinreichende Schonungs- gvenze nach unten gezogen, ebenso wie durch Freilassung des Zuwachses aus Erbanfällen, aus Verfügungen von Todes wegen, aus Schenkungen und aus Versicherungszahlungen hinreichende Abmilderungen der grundsätzlichen Vermögens- zuwachsbestefterung vorgesehen sind. Vom steuertechnischen Standpunkt aus durchaus begrüßenswert ist auch die Kombination von Vermögen und Einkommen bei der Zuwachsbesteuerung. Dadurch, daß derjenige, der ohne Mehreinnahmen gegemiber ben Friedensjähren sein Bernrögen vergrößern konnte, nur die Grundgebühr zu zahlen hat, die mit 5 Proz. des Zuwachses beginnt und bis auf 25 Proz. steigt, während die Kapit-lvermehrung durch erhöhte Einnahmen noch dem Zuschlag unterliegt^ durch den sich die Steuerabgabe für den Teil des Vermögenszuwachses, der dem Einkommenzuwachs entspricht, verdoppelt, wird die stärkere Heranziehung der wirklichen Kriegsgewinne in sinngemäßer Weise erreicht. Was weiter die Heranziehung der Gesellschaften betrifft, bei denen der Höchstsatz der Besteuerung des Mehrgewinns unter Berücksichtigung der Beziehung zwischen Kapital und Gewinn 45 Proz. des Mehrgewinns beträgt, so kann gesagt werden, daß dieser Besteuerungsmodus maßvoll genug eingerichtet worden ist, um die Leistungsfähigkeit unserer Kriegswirtschaft in keiner Weise einzuschränken. Es ist sogar anzunehmen, daß im Reichstage der Versuch gemacht werden wird, die Steuerschraube noch etwas stärker anzu- ziehen. Aber die neue sTahaksheuer? In friedlichen Jahren würde dagegen ein stürmischer Widerspruch erhoben worden sein. Allein das Reich braucht zu große Summen, um die Zinsen neuer Schulden zu decken, als daß wir allzu empfindlich sein dürften. Die beteiligte Industrie soll gehört worden sein und ihr Einverständnis gegeben haben. Die weiter aii gekündigten Steuern, Quittuirgsstenipet, Post- gebührenzuschlag und Fr«ch>turkundenstenrpel, also reine Ver- rehrsfteuern, sind bedenklich, aber wohl, eben wegen des großen Geldbedarfs des Reiches, der beizeiten wenigstens zu einem Dell gedeckt werden soll, unentbehrlich. Daß alle Ausgaben nur einfach auf die .Kriegskosten geschlagen werden sollten, für die man den Spruch „Kommt Zeit, kommt Rat" anzuwenden hätte, darf wohl picht empfehlenswert erscheinen. In der Presse findet man sich mit den Vorlagen im allgemeinen ruhig ab. Wir geben nachstehend einige Proben, die das Wolfs-Bureau weiterverbreitet hat. Aber ganz ohne Mißdeutungen und Mißklange scheint es doch nicht abgehen zu sollen, und wir müssen heute aus der polemisch sehr eifrigen „Köln. Volksztg." leider die Vermutung entnehmen, daß das Zentrum als ausschlaggebende Partei Schwierigkeiten machen werde, und die parteipolitischen Betrachtungen, die das rheinische Blatt aus Anlaß der neuen Stenern veröffentlicht, klingen nicht gerade sehr erfreulich. Der nationalliberale Abgeordnete Dr. Boettger hatte im „Tag" der Meinung Ausdruck gegeben, das unbequeme Steuererfinden dürfe nicht in den Frieden verschoben werden.' „Will die Sozialdemokratie sich an der positiven Arbeit diesmal nicht beteiligen, was, wie gesagt, noch nicht entschieden zu sein scheint, so kann doch eine große bürgerliche Partei nicht auch in solche Negation verfallen, vhne sich bewußt zu sein, daß damit eine schwere Krisis für das Staats- und Parteileben herauf^ beschworen wird, die wir jetzt nicht brauchen können." Nun staune man darüber, was darauf die „Kölnische Volksztg." schreibt: Wir greifen per Stellrmgnahme des Zentrums zu den SteuergesetzeMwürsen, die ja bis auf die Gewinnsteuer erst in den Ueberschristen bekannt sind, nicht vor, wenn wir Herrn Dr. Bött- ger antworten: Wir glauben nicht, daß gerade diese Geisterbeschwörung beim Zentrum großen Eindruck machen könnte. Als bei _ der letzten großen Neichsfinanzresorm. das Reich in der größten Klemme saß, machten solche allgemeinen Beschwörungen auf die Nationalliberalen auch keinen Eindruck. Und doch rubten auf dieser Finanzreform die späteren großen Wehrvorlagen und, wenn man so will auch unier finanzielles Turchhalten in diesem Kriege. So stnd keine Steuern zu machen, daß man einfach erklärt: Wenn die Sozialdemokratie nicht will, dann muß das ZentrumI es machen. Nein! Der Liberalismus hat sich während des Krieges sehr viel aus seine Erziefl)ungs tätigkeit bei der Sozialdemokratie zugute getan. Selbst an sehr hohen Stellen hat man ungemein großes Vertrauen und Berge von Hoffnungen aus die Erziehung der Sozialdemokratie zur „Neglerungspartei" gesetzt. Den Traum von der großen Linken und der alles beherrschenden Politik der großen, Linken nach dein Kriege hat man in der langen Kriegszcit seit der Zustimmung ver sozialdemokratischen Mehrheit zu den Kriegskred-iten nickst bloß in liberalen Parteistuben geträumt. Wenn also jetzt die Sozialdemokratie die angeblichen Kriegsstenern ablehnen sollte, dann wäre das allerdings ein Zeichen, daß die liberale Erziehung der Sozialdemokratie noch nicht ganz die gewünschten Erfolge gezeitigt hat. Aber daraus erwächst dem Zentrum nicht die Verpflichtung, nun irr die Lücke zu springen, die dadurch entstehen würde, daß die Sozialdemokratie wider Erwarten aus der Reihe tanzt. Diese höhnenden nnd auch ganz unzutvesfenDen Worte von der Erziehung der Sozialdemokratie, die der Liberalismus auch während des Krieges beabsichtige, wären doch besser sortgeblieben, auch wenn man den Regungen der Zentrumsseele und ihren Zuknnftsbesorgnissen ein gewisses Verständnis entgegenbringen kann. Preffeäußerungen zur Tabaksteuer. Berlin, 3. März. Zur Tabaksteuervorlage sagt die „Freisinnige Zeitung": Es ist letzt Sache der Tabak- industrie, sich zu dem Steuerpcojekt zu äußern. Man wird bei dieser Gelegenheit erfahren, ob die Behauptung zntrifst, daß sich auch das Tabakgewerbe der Notwendigkeit einer Erhöhung der Tabakabgabe im gegenwärtigen Zeitpunkt nickst verschlösse:: habe. Die „Germania" meint, der Reichstag werde ernstlich zu prüfen haben, ob tue optimistische Auffassung, die die Reichsregierung über die Wirkung der neuen Auflage aus die ganze Tabasindustrie in der Begründung zum Gesetze bekundete, berechtigt ist, oder ob nicht ein so starker Eingriff, ^er freilich den heimischen Tabaks bau gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu begünstigen bestrebt ist, das Gewerbe am Lebensnerv trefsen werde. Die „V o s s i s ch e Zeitung" kommt zu dem Schlüsse: Die Absicht lmferer Feinde, Deutschland anszuhungeru, sei gescheitert. Aber es sei wenigstens eine Steigerrmg vieler Lebensmittel erreicht worden, die neben manchen! Unerfreulichen auch die ganz nützliche Wirkiing habe, die Erhöhung der Tabakabgabe annehmbarer zu machen. Wenn die unentbehrliche Nahrung höher bezahlt werden müsse, wer werde es dann unbillig finden, daß die Zigarre, die Zigarette im Preise steigen? Hoffen wir aus solche wirtschaftliche Verhältnisse, daß alle Schichten des Volkes diese Preissteigerung leicht verschmerzen. In der „T ä g l i ch e n Rundschau" liest man: Tie zweite Blute aus dem Kriegssteuerstrauße wird uns dargereicht. Es gehört ennger Mut zu dem Bekenntnis, daß sie nächst dem Kriegsgewinn- steuergesetz und von den geplanten und vorgeschlagenen Steuern grundsätzlich die sympathischste ist. Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt ans den flüchtigsten Blick, wieviel stärker alle anderen Staaten diese Steuerquelle bereits in verflossenen Zeiten m Anspruch genommen haben. Die erwartete Gesamtmehreinnahme von 159 Millionen Mark ist ein hübscher Betrag zur Bestreitung unserer durch den Krieg vermehrten Staats- bedürfmfle. * . Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. März 1916. Nirgends besondere Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant Der französische Bericht. Paris, 2. März. Die amtlichen Mitteilungen vom 1. März lauten: 3 Uhr imchmittags: In der Gegend nördlich von Verdun, edenfo nnc m der Woevre ist im Lause der Nacht kein bedeutende s Ereignis zu nreldcn. Das Bombardement erfuhr zun>erlen Unterbrechungen aus verschiedenen Punkten unserer Front. Zwischen Regnieville ltnb Remenauville, westlich von Pvnt-u-Mous- son beschossen wir die zweiten nnd dritten gegnerisckien Linien, wo der Feind eine Alarmüb img vorzunchmen schien. Im Elsaß Tätigkeit unserer Batterüm ans die Verbindungswege des Feindes rn der Gegend von Seirheim Flugwesen: Eine unserer dNarmflhaften schoß aus einen! Flugzeug nrrt Doppel motvr cm feindlick-eS Flugzeug ab, das bei La Bassee ui die deutschem Linien nieder stürzte nnd beim Ausstößen aus den Boden Feuer sing. Abends 11 Uhr: In Belgien führte unsere Artillerie zusammen nnt der englischen Artillerie wirksames Jener auf die feindlichen Gräben südöstlich von Boesinghe aus. Oestlich von Reims flüchtete sich eine aus zwei Kompagnien geschätzte Abteilung, .die versuchte, sich unseren Linien zu nähern, unter unserem Feuer, wobei sie Tote aus dein Terrain znrückließ. In der Gegend von Verdun keine Jnsanterieaktion im Verlaufe des Tages. Das feindliche Bombardement dauerte westlich der Maas in der Zone zwischen Malancourt und Forges, östlich der Maas an. insbesondere in der Gegend von Vaux nnd Tamloup und in der Woevre auf unsere Gräben von Fresnes. Unsere Artillerie zeigte sich sehr tätig auf der ganzen Front. Oestlich von Pout- ß-Mousson zerstörten unsere Schützengrabengeschütze die feindlichen Werke im Priesterwalde. Unsere schwere Artillerie beschoß feindliche Einrichtungen in der Gegend von Thiancourt; im Elsaß zeitweise lebhafte Tättgkeit unserer Batterien im Fecht- und Tonnertale. » Der russische Bericht. Petersburg, 2. März. (W. V.) Amtlicher Kriegsbericht vom 1. März. _ Westfront: Deutsche Flugzeuge warfen Bomben nordwestlich Friedrich st adt nnd auf Dünaburg und schoflen mit Maschinengewehren. In der Gegend des Swentcn-Sees vernichteten wir einen Teil der Teutscherl, die unter nnserenp Artllleriefeuer aus ihren Gräben flohen. Kaukasus: Tie Verfolgung der Türken dauert an. Persien: In der Gegend von K e r in a n s ch a h wird der r^eind weiter verfolgt; wir erbeuteten noch zrvei Geschütze. * * * Der türkische Bericht. Konstantinopel, 2. März. (WB.) Das mupiqiutf* tiet teilt mit: Bon den verschiedenen Fronteil sind keine wichtigen Veränderungen zu melden. Die Wirtschaftslage in Spanien. Bern, 2. März. (WTB. Mchtamtlich.) lieber die Wirtschaft s k r i s e i n Spanien meldet ein Sondertelegramm des „Temps" u. a.: Die Lage in Valencia ist ernst. Der Bür- gerineister hat sein Amt niedergelegt. In den Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Streikenden gab es Tote und mehrere Verletzte. Die Handelshäuser und Fabriken sind geschlossen. Die Stadt liegt infolge Strommangets im Dunkeln. Die Zeitungen erscheinen nicht. In Coruna, Soria, Barcelona, Sevilla, Cadiz und anderen Städten haben Kundgebungen gegen die Teuerung stattgefunden. Die neue russische "Anleihe. Kopenhagens. März. (MTB. Nichtamtlich ^ ,.Bei> llngske Tidende" meldet aus Petersburg: Vertreter von russischen Banken hielten eine Konferenz zur Erörterung der finanziellen Lage ab, die sich mit der Aufnahme der neuen Milliarden -An leihe befaßte. Da man allseitig darüber einig war, daß der Zeitpunkt günstig sei, übernahmen die Banken die Verpflichtung, 1200 Millionen Rubel von der Gesamtsumme von 2 Milliarden zu placieren. England gegen den Handel mit Deutschland nach dem 51rieg. London, 2. März. (W. B.) Meldung des Reutersch« Bureaus. Die „Daily News" schreibt: Ein engerer Kreis von Rntgliedern des Kabinetts berät, ob angesichts des nächsten Budgets eine wichtige A e n d e r u n g der Handels- und Finanzpolitik vorgenommen rverden soll. Wie verlautet, besteht die Absicht, die Einfuhr deutscher Güter nach dem Kriege zu verbieten. Es wird gewünscht, daß dieser Lchritt von anderen jetzt zu ergreifenden Maßregeln begleitet werde, um die Einfuhr aus den Kolonien der alliierten Länder nach Groß-Britannien zu fördern. Man hofft auf diese Weise, eine Mauer gegen die enornre Anstrengung im Handel auf- zurichten, die Deutschland nach' dem Kriege beabsichtigt. Die Förderung der Einflihr aus den Dominions und den alllierteii Ländern wird, wenn die Absichten gennsser Mitglieder des .Kabinetts durchdringen, Vorzugstarife zur FoNp- haben. Es soll schon im nächsten Budget mit der neuen Politik begonnen werden. Alle diese Angelegenheiten werden bei der- genreinsanien Konferenz der Ver-bündeten in Paris, die lwld stattfinden soll, zur Sprach« gelangen. In der Antwort aus den vom Hairdelsanit ausgehenden Plan> den Handel anz-uzeigen, der fri'cher in den Händen Deutschlands und Oesterreich-Unga-rns war, snrd während der letzten V'"che ' zahlreiche Anfragen von Firnien aus allen Teilen Groß-Briiair- inens enmelausen, um die Namen von Fabrikanten zu erfahren- die gennsse Waren liefern könnten. — Ter Stadtrat von "lchn- chester hat beschlossen, keinen Kontrakt mit irgend einer Person, deutscher oder österreichischer Nationalität Paris. 1864 hielt Prinz Karl von Hohenzo llern, der 1866 einstimmig zum Fürsten von Rumänien gewählt wurde und der sie am Berliner Hof kennen gelernt hatte, um ihre Hand an. Nach kurzem Besinnen gab sie ihr Jawort. Am 15. Noventber 1869 fand die Vermählung statt und wenige Tage später folgte Prinzessin Elisabeth ihrem Gatten in die neue Heimat. Am 7. September 1870 schenkte sie einem Töchterchen das Leben; sie fühlte sich auf dem Höhepunkt ihres Mucks. Ihre Mutterfreude sollte ein jähes Ende finden. Im April 1874 starb die kleine Prinzessin, deren Dvd ihr „die Nacht auf Erden" schuf. Ms Dichterin hat sie eine fast unübersehbare Zahl von Werken geschrieben. Ohne daß sie zu einer ltterarischen Größe wurde, finden sich in der Vers- und Prosadichtupg der Königin doch recht beachtenswerte Schriften. Am weitaus stärksten zeigte sie sich auf dem lyrischen Gebiet. Von den vielen Gedichtsammlungen seien erwähnt: „Leidens Erden- gang", „Aus Carmen Sylvias Königreich", „Lieder aus dem Drmbowitzcv-Dale". Dramatische Versuche sind „Frauenmut", „Meister Manole". An ihren zahlreichen Romanen war ihre Freundin, Frau Mite Kremnitz, die Gattin eines in Bukarest ansässigen Oberstabsarztes und Tochter des berühmten Berliner Chirurgen Bardeleben, ihre treue Mitarbeiterin. Die Romane und Novellen erschienen unter dem Pseudonym von „Dito und Indern". Die Königin erkrankte vor einer Woche an einer Erkaltung, die sie zwang, das Bett zu hüten, und die sich rasch zu einer Lungenentzündung entwickelte. Aus dem Reiche. Berlin, 2. März. Die Landwirtschaftliche Zentral-Darlehnskasse für Deutschland zu Berlin, die Zentral-Geldausgleichstelle der Raiffeisen scheu Genossenschaftsorganisation, hat auf die vierte Kriegsanleihe für sich und die ihr angeschlossenenKreditgenosien- schaften vorläufig 30 Millionen Mark gezeichnet. An den bisherigen .Kriegsanleihen ist sie für sich und ihre Genossenschaften mit 140 Millionen Mark beteiligt. Berlin, 2. März. (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tagebl." meldet aus Danzig: Der K a i s e r ließ der Witwe !Wilhelmine Schmalz, geb. Rasch, in Danzig-Brösen anläßlich ihres 100. Geburtstages ein Gnadengeschenk von 300 Mark zugleich mit einem Handschreiben überreichen. Berlin, 2. März. (WTB. Amtlich.) In Ergänzung der bisherigen scharfen Bestimmungen gegen jene Kartoffek- erzeuger, die es auf eine Enteignung ankommen lassen, hat der Bundesrat beschlossen, daß bei der Enteignung von Kartoffeln der nach der: bestehenden Gesetzesvorschriften festzusetzende Uebernahmepreis um 30 Mark für die Tonne zu kürzen sei. Stuttgart, 2. Mär. (Priv.-Tel.) Nach! einer Verfügung des Ministeriums des Innern werden mit Wirkung vom 9. März 1916 ab zur Regelung des Verbrauchs von Butter Buttermarken ein geführt. Bezugsberechtigt sind diejenigen Personen, die zum Bezug von Mehl- und Brot- huVsA ^-chtigt sind. Jeder hat 'Anspruch aus monatlich bk 5Um von je 125 Gramm Butter Ans Hessen. rb. D a r nt stadt, 2. März. Die Finanzausschüsse beider Ständekammern traten heute vormittag zunächst leder für sich zu Beratungen über den Staatsvoranschlag zusammen und hielten dann am Nachmittag eine gemeinsame Sitzung ab, die um Y24 Uhr begann und sich bis abetrds l / 2 9 Uhr ausdehnte. Jur Finanzausschuß der Ersten Kammer wurden unter Borsitz des Grafen Erbach-Fürstenau der Voranschlag im allgemeinen und die bei der Etatsberatung des Ausschusses Zweiter Kammer gefaßten Abänderimgsbeschlüsse im besonderen erörtert. Im Finanzausschuß der Zweiten Kammer wurde die Sitzung hauptsächlich mit der Verlesung der von den verschiedenen Aus- ichußbcwichterstattern abgefaßten Berichte ausgefüllt. Tie gemeinschaftliche Sitzung der beiden Finanzausschüsse am Nachmittag wurde in Gegenwart der Regierungsvertreter abge- halten, für welche die drei Minister, Staatsrat Süffert und eine grötzere Anzahl weiterer Rcgierungsbeamten erschienen waren. L.:e Vertreter^ der Ersten Kammer erklärten sich zunächst mit den vom Ausschuß der Zweiten Kammer beschlossenen Abstrichen im Gesamtbettag von etwa 700 000 Mark einverstanden und auch die Regierung erhob keinen Widerspruch dagegen. Ferner wurden von den Vertretern . der Erpen _ Kammer noch _ verschiedene weitere Borschläge zu Ersparnissen und Verbesserungen des Staatsvvranschlags gemacht, wie z. B. zur Erzielung größerer Einnahmen für Nutz- und Brennholz aus beit staatlichen Forsten, lieber diese Vorschläge entspannen sich lange Erötterungen, die zu keinem endgültigen Ergebnis führten. Dagegen war man in beiden Ausschüssen darin emig, dcy; die .drei untersten Steuerstufen von jeder steuerlichen Mehrbelastung fteigelassen werden müßten. Ter Satz von 15 Prozent als Erhöhung für die Staatseinkonrmensteuer wurde besonders von mehreren Mitgliedern der Ersten Kammer als zu hoch bezeichnet und die Notwendigkeit eitter weiteren Herabsetzung, wenigstens auf 12 Prozent, verlangt. Endgültige Beschlüsse wurdet: jedoch noch nicht gefaßt. — Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer wird am nächsten Dienstag wieder zusammentretckn und sich mit den verschiedenen neuen Vorschlägen näher beschäftigen. Aus Stadt und Land. Gießen, 3. März 1916. * v Amtliche Personal Nachrichten. Am 11. Febr. d. I. wurde der Lokomotivführer in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Heinrich Müller zu Bischofsheim aus sein Nachsuchen vom 1. März 1916 an in den Ruhestand versetzt. ** Personalnachrichten der Ober-Poftdirek- tion in Darmstadt. Verliehen wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse dem Etapven-Telegravhensekretär G ö tz in Darmstadt und dem Feldwebelleutnant Telegraphenassistent Schuld 1 in Gießen; die hessische Tapserkeitsmedaille dem Feldwebelleutnant Postassistent K a d e l und dem Gefreiten d. R. Postassiftent B u n g in Mainz; das hessische Allgemeine Ehrenzeichen für Krrtgsverdienst am Kriegsbande dem Feld - Oberpostsekretär Schmidt in Bensheinr rmd den Feldpostsekretüren L a n t e l m e in Mainz und Sauer in Oppenheim. Angenommen wurden als Postanwärter Vizefeldwebel Wolf in Mainz; als Telegraphengehilfin Kath. Kel ler in Darmstadt. Etatsmäßig angestellt wurde Telegraphengehilfin Lynker in Friedberg (Hessen). Freiwillig ausgeschieden ist Telegraphengehilfin Berwig in Darmstadt. Gestorben sind Ober-Telegraphen.sekretär Ackermann in Worms, Postsekretär Beck und Ober-Postassistent Krell in Darmstadt. ** Zei chn u n gen auf die vierte deutsche Kriegs- an le i he werden vom 4. bis 22. März auch bei allen Post- an st alten entgegen genommen. Tie Zeichnungsbedingungen mit dem Zeichnungsschein, in den nur der gewünschte Betrag und die Unterschrift einzurücken sind, sind : n s und Herrn Max Men sing ein heiterer Rokoko-Opernabend statt, der Mozarts „Bastien und Baslienne" und Perqoleses „Die Magd als Herrin" bringt. ** Xer bunte Abend, den das Lichtspielhaus gestern veranstaltete, erfteute sich eines außerordentlichen Zuspruches. Ueber den Rahmen des Lichtspieles hinaus rvaren Instrumental- und Vokaldarbietungen angesagt und das ausverkaufte Haus bewies, das; man mit einem solchen Programm das Richtige getrofsen hatte. Aus einen: eigens dazu her gerichteten Vortragspodium erschienen die ausübenden Künstler und wußten, wie der außerordentlich lebhafte Beifall zur Genüge dattat, sofort die Gunst der Llnwesenden zu erringen. Ter Humorist Josef Nagel und Robert Matter. der Veranstalter des Abends, fanden mit ihren zeitgemäßen Liedern und Vorttägen bei ihrer Zuhörerschaft lebhaften Änklang Ebenso entfesselten die Solisten Jac. van De ne ka mp (Violine), C. M. Grvenendjyk (Klavier) und Ludwig Reich, langjähriger Kapellmeister am Zoologischen Gatten in Frankfurt (Violine) mit chren technisch schwtettgen Darbietungen langanhaltenden Beifall T:e Freude des Publikums an dem Gebotenen zeigte sich auch daran, daß alle Künstler sich zu Zugabe:: verstehen mußten. Auch das Orchester des Lichtspiel-Theaters zu Frankfurt trug zum guten Gelingen des bunten Abends mit bei. Eine Filmaufnahme unserer Marineflugzeuge und ein Henny-P o r t e n-Füm, „Der Sieg des Herzens", vervollstätrdigten das Programm und ein Film- icherz, „Gute Nacht, auf Wiedersehen", gab dem Abende seinen heiteren Abschluß. „ ** Gesellschaft der Lahntal freu ndc. In der Retchshauptstxidt smd^ Besttebungen im Gange, eine „Gesellschaft der Lahutalfreundck' ins Leben zu rufen. Der vorbereitende Ausschutz dteker Gesellschaft teilt uns in Verfolg mit, daß bereits für d:e dtesiahrige Pstngstwoche die etsite größere Gesellschaftsreff« vorbereitet wird. Zu diesem Zweck ist ein Rundschreiben an die öttlickxen Berkehrsvereine ergangen, zur Unterbringung größerer Reriegeiellschaften, die in Cassel bezw. Marburg oder Mainz ihren Ausgangspunkt nehmen und mit Frankfntt a. M. bez. Darmstaot tlTreit Abschluß finden sollen. Die Gesellschaft ist kein gewerb- ttches Unternehmen, sondern beruht auf strenger gemeinnütziger Grundlage und trüt lediglich in Verbindung mit den örtlichen Ber- kehrsveretnen und amtlichen Verkehrsstellen des Reisegebiets aus Auskünste erteilt die Geschäftsstelle der „Gesellschaft der Lahntal- tteunde" (W. Mannes) Berlin-Wilmersdorf I. ?* : ?3erle&n:ffetit Kamerun. Auf Veranlassung öer bststgen Ortsgruppe des Frauenbundes der Deutschen Kolo- rnalgeielfichast sprach gestern abend in der Neuen Aula Herr Dr. G. Lohringer über seine Erlebnisse wäl-rend des Krieges :n Kamerun und in der englischen Gefangenschaft. Der Redner schlldette zuerst die Angrifst der Engländer und Franwsen auf d:e Kolo me Kamerun Er betonte dabei, mit welcher Tapferkeit und m:t welchem Erfolg unsere schwarzen Truppen überall auf dem ^aude gegen d:e Feinde gefochten haben. Auch große Ueber- v ^ 9binde wurden von unseren wenigen Truppen ver- mchtend geschlagen. Von ganz besonderer Bedeutung für die kunstrge Entwicklung unserer afttkanischen Kolonien sind diese Kampfe deswegen, weil sie zeigten, daß sämtliche eingeborenen Stamme der deutschen Herrschaft die Treue hiel- ten, w sogar freiwillig.Hilfsttuppen anboten und stellten. Einzig dre Duala haben uns verraten. Der Erfolg für die Englands und Franzosei: war lediglich der, daß ihr eigenes Atychen m Zentral-Afrika einen schweren Stoß erlitten hat. Wahrend uns dre Kämpfe im Inland von Kamerun nur Ruhm und Festigung des deutschen Ansehens gebracht haben, mußten o^ Flnndlrchen Aktroner: gegen das Küstengebiet für uns verhäng- nwvoll werden, weil hier so gut wie gar keine Vetteidigungs- mrttel vorhaiwen waren. Die Engländer und Franzosen versammelten erne Strestmacht'von 12 000 bis 14 000 Mann schwarzer Truppen, 2 große Kreuzer, einen kleinen Kreuzer, einen Fluß- tteuzer, em Kanonenboot und eine größere Zahl von gedeckten Barkassen m:t Kanonen und Maschinengewehren gegen unsere Streitmacht von ca. 70 Europäern, einigen hundett Schwarzen und 4 Salutkanonen. Darauf legten sie sich, nachdem fie sich zuvor an dem unbefestigten Viktoria im Schießen geübt hatten, :n ficherer Entfernnng vor Duala und beschossen die Stadt. Nach erntagrger Beschreßung wurde Duala übergeben. Damft be- gann für bte Bevölkerung des Küstengebiets von Kamerun eine Seit körperlicher und seelischer Lnden, eine Zeit, in der stch dre Engländer in Afrika für immer mit Schmach be- ceattn Die Hauptmaste der Europäer wurde in hinterlistiger Weife dadurch gefangen genommen:, daß Man sie auffordette, zum Registtieren auf das Bezirksamt zu kommen. ©§ wurde erklärt, matt brauche gar nichts inüznnehmen. man werde sosott wieder eutlayen rverden. 22 Stunden nachher waren die auf diese Weise Gefangenen auf dem Weg nach Tahomey, wo sie, wie auch ein Teil der ttt Togo gefangen genommenen Deutschen in lleineren Trupps aufgeterlt^ und den Lokalämtern zur Arbeit überwiesen wurden. Tort mutzten sie wie Sklaven unter schwarzer Aufficht in Planta- gen und an Wegen arbeiten, zum Teil nur mit Lendentuch und Sandalen bekleidet. Besonders charaftettstisch ist, daß Schwarze, rrl ol P e Gefangene grüßten mit empfindlichen Geld- und Prü- gellttafen bedacl-t wurden. Nachdem die Hauptmasse der T>ent- fchet: entfernt war, wurde der Rest ^^änner und Frauen, darunter auch der Redner, durch schwarze Soldaten ohne weiße Aufficht in das Reg:erungs-Hosp:tal zusammengetrieben. Auf engen Raum :n wenden Zimmern wurden so ca. 150 Männer und Frauen zrisammengepfercht, — eine wahre dNatter für dieselben, da ein Verlaffen dieser Räume unter keinen Umständen gestattet wurde Von hier wurden die Gefangenen auf den Dampfer Bathurst gebracht, wo die Frauen Kabinen erhielten, während die Männtt Mts dem nackten Deck dem Regen preisgegeben kampieren mußten Es nmrden weder Decken noch Eßgeschirr noch Eßbesteck geliefett, obwohl die Allerwenigsten außer dem, was sie auf dem Leibe tru- gen, hatten etwas mitnehmen dürfen. In der ersten Nacht zwischen 11 u. 12 Uhr wurden alle Gefangenen geweckt, aufs peinlichste unter - sucht und ihiwn alles Geld über 100 Matt abgenommeu, ohne datz,d:e verlangte Quittung gegeben wurde. Bon Duala ging die R^fe zunächst :n langsamer Fahtt nach Lagos. Abgesehen davon, last nrchtis zu essen gab — im Dag manchmal nur em ^mmmzhad — und der Regen häufig den Aufenthalt fast un- erttaglich machte, war auf dieser Fahtt nicht viel zu klagen. Tie alten englischen Söldner benahmen sich, das sei zu ihrer Ehre ge- fagt. :m Gegensatz zu dem früher beobachteten Verhalten der Off^iere, musterhaft. In Lagos gab es 14 Tage Aufenthalt bei ausreichender Verpflegung, aber ziemlicher Wassernot. Dotthin wurden^anch die später gefangenen Deutschen — selbstverständlich lauter Zivilisten — gebracht. Diese späteren Transport wurden wegen der mzwtschen erlittenen Schlappen bei Jabassi und an der Mittellandbahn besonders schlecht behandelt. Bei Tage war z. B. ein Transpott in einem so engen Ramn zusammengepfercht, daß die Herreii weder sitzen noch liegen konnten. Bei Nacht lagen sie ohne Decken auf den nackten Eisenplatten. Ihnen war /nicht olotz das Geld, sondern sogar die letzte Zigarre abgenommen wor- . ' .»^alrsche Mißhandlimgen kamen häufig vor. Nur Afrikaner, kann ermessen, was es bedeuttt, wenn britiiche Offiziere mit Schwarzen von Weißen als t*>n deutschen S chweinen reden, oder wenn sich ein Deutscher gar von Schwarzen als deutsches Schwein tttulieren lasten muß, und das kam häufig genug vor. Von Lagos kamen die Missionare mit ihren Frauen auf die Goldküste. Wie sie dort behandelt wurden, zeigt folgendes Beispiel. Die Frau eines Missionars war infolge von Entkräftung totkrank geworden. Ihre dnngende Bitte, noch einmal mit ihrem Manne spreck-en zu dürfen, wurde nicht erfüllt. Erst als sie so schwach war, daß sie nicht mekn sprechen konnte, durfte ihr Mann auf kurze Zeit zu ihr kommen, aber er durfte nicht bis zu ihrem Ende bei ihr bleiben. Als sie dann in den letzten Zugen lag, wurde ihr Mann wieder gerufen. Die Gefangenen wurden in Lagos auf den Fracküdampfer Oboasi gebracht u:ä auf demselben nach England transpottiett, natürlich unter schwarzer Bewachung. Die Frauen erhielten eine, wenn auch enge, so doch an- stäntnge Unterkunft in einigen vorhandenen Kabinen, aber nie genug zu eisen. Die Männer, sieben- bis neunhundett, wurden im Laderaum zusammengepfercht, wo neben den Kojen nicht mehr genug Raum zum Stellen vorhanden war. Das Essen war nur in den ersten Tagen auskömmlich, verdarb rasch und wurde fast ungenießbar, io daß fast alle davon krank wurden. Trinkwasser wurde fast keines abgegeben. Medikanrente und Verbandstoff schienen nicht an Bord zu sein. Trotzdem war die Stimmung unter den Geangenen durchweg zuversichtlich. Das Verttauen auf das deutsche Vaterland war zu ftark, als daß man den sortwaknenden Lügenberichtender Englchrder irgendwie Glauben geschenft hätte. Auch sagten sich die Gefangenen, daß sie den Engländern die Freude nicht machen wollten, sich moralisch brechen zu lassen — der einzige Dienst, den sie in ihrer Lage der deutschen Sache noch tun konnten. — In England wurden die Frauen nach Hause ge- ichickt, die Männer in das Konzentrationslager von Handforth gebracht, wo sie Gelegenheit hatten, zu sehen, daß auch die in England gefangen genommenen Deutschen ihre Leidenszeit hinter sich hatten. Am 30. Dezember wurde der Redner sreigelassen und kam in London gerade recht, um den letzten Transpott von Kameruner Frauen und Kindern nach Dleutschlcmd zu geleiten. ** Geschützdonner aus dem Westen. In unserer letzten Notiz hatten wir einer Zuschrift Raum gegeben, die den Geschützdonner als von den Hanauer Pulverfabriken herrührend kennzeichnete. Zu dieser Auffassung gingen eine Reihe von Zuschriften ein, aus denen wir folgendes hervorheben: „Daß es sich wirklich um Kanonendonner handelte, ist nicht nur von Laien, sondern auch von Offizieren und Soldaten bestätigt worden, die wirklich doch genug Kanonendonner gehört haben. Aus der Pulverfabrik Hanau kann der Kanonendonner aber nicht herrühren, denn niemals werden bei einem Uebungsschreßen solche Lagen verschossen und niemals wird dabe: der Donner so lang andauernd sein. Sogar d:e einzelnen Detonationen schwerer ^Geschütze ließen sich sehr t von dem andauernden dumpfen Rollen der kleineren aliber unterscheiden. Außerdem wird aus einem Schießplatz selten nach Eintreten der Dunkelheit geschossen, der Geschützdonner wurde aber einwandfrei auch zur Nachtzeit festestem." Eine andere Zuschrift aus Nidda besagt: „Der im 'ogelsberg gehörte Geschützdonner muß aus der Schlacht bei Verdun gekommen sein, denn wenn er aus der Hanauer Pulvcrsabrik herrührte, dann müßte man ihn von dorther bei jedem Versuchsschießen hören, was aber im Vogelsberg nicht der Fall ist. Ich ging am letzten Samstag, den 26. Febr., nach Ulrichstein. Schon oberhalb Schotten hörte man vereinzelten Geschützdonner, je weiter ich aufwärts stieg, desto deutlicher war das> Schießen zu hören. Auf der Höhe vor dem Ulrichsteiner Schloßb-erg tonnte inan hei der vollständigen Ruhe in der Natur aus dem Tvonrmelfeuler, das auch aehört wurde, kräftigere und weniger kräftigere einzelne Schüsse in rascher Folge hören. Der Schloßdera warf den Schall zurück Hinter dem Schloßberg, in Ulrichstein, war das Schießen weniger gut z-u hören. Den Höhepunkt erreichte das Schießen gegcu 1/24 Uhr nachmittags." Interessant ist noch die Beobachtung, daß dort, wo Schnee lag, der Geschützdonner Mn deutlichsten zu vernehmen war. ** 0 b et ft a. T. Heinrich Spohr ist am 1. März im 74. Lebensjahre infolge einer Herzlähmung verschieden. Der Verstorbene hat die Feldzüge 1866 und 1870/71 mitgemacht und war lange Jahre, etwa von 1871—1881 Angehöriger des hiesigen Regimentes. ** Das Verschieben von Briefen und Postkarten in Drucksachensendungen bildet fortgesetzt die Ursache unliebsamer Briefverschleppungen und Brief Verluste. Ungeachtet wiederholter Anmahnungen durch die Presse und trotz unmittelbarer Einwirkung der Postanstalten auf die Absender werden viele Drucksachensendungen leider immer noch in so mangelhafter Verpackung zur Post eingeliefert, daß sie leicht zu Fallen für kleine Sendungen iverden. Als besonders gefährlich in dieser Beziehung ertveisen sich, wie neue Feststellungen bestätigen, die häufig zur Versendung von Drucksachen bcmutzten offenen Briefumschläge, bei Herren die Absender die am oberen Rand oder an der Seite vorhandene Klappe nach innen ern- schlagen. In den dadurch entstehenden Spalt verschieben sich unbemerkt Briefe, Postkarten usw., die dann in der Drucksache Vst weitere Irrfahrten machen. Im eigensten Interesse des Publikums muß eindringlich davor gewarnt werden, die Klappe solcher Umschläge nach innen einzuschlagen: viel besser ist es, die Klappe über die Rückseite lose überhängenzu lassen. Als recht zweckmäßig haben sich Umschläge bewährt, die an der Verschlußklappe einen zungenartigen Ansatz^haben, der in einen äußeren Schlitz des Umschlags gesteckt wird. Sie sichern den Inhalt vor dem Heraussallen urrd verhindern das Einschieben anderer Serrdungen; ihre möglichst ausgedehnte Verwendung ist im allgemeinen Interesse zu wünschen. Verhältnismäßig häufig verschieben sich auch Briese usw. in Zeitungen, die unter Streifband verschickt werden. Es ist dringend zu raten, die Streifbänder so fest wie möglich um die Zeitungen zu legen, nachdem diese umschnürt worden sind. ** Pferdever st eigerungen. Dienstag, den 7. und voraussichtlich Mittwoch, den 8. Mä^ jeweils von vormittags “.. Schlacht Hofe zu Dar -schl etwa 30 Stück kriegsunbrauchbare Militärpferde zur Versteige- 10 Uhr ab kommen auf dem städtischen Schlachthofe zu Darm Typsl), ' 50 requirierte Fohlen (belgischen sowie daran ans mrags mstadt ießend rung. An den Werstei gerungen können nur hessische Landwirte teilnehmen. Die Versteigerungen erfolgen gegen Barzahlung. ** Preußische Klasse n-Lotterie. Die Erneuerung der Lose zur 3. Klasse der 7. (233J Lotterie muß unter Vorlegung des Vorklassenloses bis zum 6. März, abends 6 Uhr, geschehen. Bis zu dem vorgenannten Termin müssen auch die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose eingelöst werden. Landkreis Gießen. e. Lich, 3. Mary. Zu der Nachricht über die im hiesigen Schloß morgen und Sonntag unter Leitung und Mitwirkung des Konzertmeisters und Violinkünstlers Ferd. Kaufmann aus Frankfurt a. M. stattfindenden Wohltätigkeitsveranstaltungen dürfte eine Notiz über Kaufmanns Spiel interessieren, die wir der Zeitung einer benachbarten preußischen Stadt entnehmen. Sie lautet: Kaufmann gehört sicher mit zu den bedeutendsten Geigern. In seinen Adern scheint Zigeunerblut zu vollen, und doch ist sein Spiel kulturell hoch entwickelt. Vor allem ist es der Rhythmus, der in ihm mit lebendiger Kraft pulsiert, ebenso ist die Kraft des Bogenstrichs ungewölinlich — man erinnere sich an die wegen ihrer Schwierigkeit selten, nur von den größten Künstlern gespielte Chaconne von Bach-Schumann —. Dabei weiß er dann wieder die Süße seiner Kantilene bis zur Auflösung zu steigern. Ein Zauber sondergleick>en! Seine stark subjektive Gestaltungskraft übeti- fteucrtocif gleichen, das wohl blendet, aber das Herz nicht erfaßt. Kaufmanns Spiel findet den Weg zum Herzen. — 5Zm übrigen wird auf die Ankündigung im Anzeigenteil unserer Blattes verwiesen. ne. Bellersheim, 3. März. Ter Krieg hat in unserer Gemeinde wieder Opfer gefordert. Unteroffizier 0tlo M ü l l e r (eauä. tbeol.) ist gefallen, Unteroffizier Richard Neusel wurde verwundet. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 2. Marz. Gestern fand im Gasthaus Reinhardt eine geltteinsame Konferenz der Lehrer und Pfarrer des Schlitzerlaudes statt. Sie war einberufen vom Bezirks-Lehrer' verein und stand unter Leitung von Lehrer ©ompi* Uetzhausen. Zweck der Zusammenkunft war eine Aussprache über Bedeutung und Ziel des biblisch?» Geschichtsunterrichts unter besonderer Berücksichtigung der neuen hessischen „bibltschen Geschichte". Pfarrer R e t t h - Hartershausen hielt hierüber einen ausführlichen. an^ mancherlei Fragen und Bedenken eingehenden Vortrag. Eine uu- gemenl lebhafte und sruchtbriligende Ailsfprache schloß sich an. Solch' geineiiisame Zusammenkünfte der Pfarrer uiid Lehrer zur Besprechiing von Fragen, die beide Teile deivegen, durften auch ioilltivo am Platze und ersprießlich sein. Wenigstens hat hier diese eine wohlgelungene Veranstaltung ben allgemeinen Wunsch zutage treten lassen, derartige Zusammenkünfte de4 öfteren adzuhalleu. — Heilte fanden 20 Leichtverwundete, die ails ben Stampfen der Verdun famettf Ausnahme im hiesigen Lazarett. Starkenburg und Rheinhessen. rb. Darmstadt, 3. März. In der gestern nachmittag ab- gcbaltenen Stadtverordnetenversammlung wu deu.a. beschlossen, den Nttrag von 42 000 Mk. zum Ankauf von etwa 300 000 frischen Eiern zu bewilligen, die konserviert und späer an die Bevölkerung abgegeben lverden sollen. Der Vorsitzende für die städtische Lebensmittelversorgung, Stadtv. H a m m a n n, gab im Laufe der Sitzung die Erklärung ab, daß die Stadt mit einem Vorrat an Kvrtoffeln und Fett ausreichnrd versorgt sei. An Fett besitze die Stadt jetzt einen Vorrat von 900 Zentnern, so daß demnächst auf den Kopf der Bevölkerung alle 14 Tage etwa 1 U Pfund abgegeben lverden könne. ß Aus dem Oberwald, 3. März. Wählend ftüher Reisig und Fichtenholz in den Wäldern von Hochwaldhausen, Herchenhain und Hoherodskopf liegen blieb, weil die Oberförstern mit dem Erlös aus dem gesammelten Holze nicht auf den Arbeitslohn gekommen wäre, so sind jetzt überall russische Gefangene mit dem Aufarbeiten des bisher wertlosen Holzes beschäftigt. Kreis Wetzlar. nu Wetzlar, 2. März. Nach der diesjährigeir Vertreter- Versammlung zählt der K r e i s-K r i e g e rv e r b a nd Wetzlar in 71 Vereinen 3376 Mitglieder, von denen 1517. zum Deere ein- gezogen sind. Der Kassenbericht wies eine Einnahme von 4611,31 Mk. und eine Ausgabe von 4372,29 Mk nach, so daß Ende 1915 ein Kaffenbestand von 239,02 Mk. vorhanden war. Der größte Teil des Kapitals ist im April mit 2500 Mark als Kriegsanleihe, das Restkapital mit 381,33 Mk. bei der Kreissparkasse angelegt worb«,. — Die Sladtvertretnng hat nunmehr den Exerzierplatz für die Unteroffizierschule zum Preise von 105 000 Mk. von der Hospital- verwaltunq angekauft. ra. Von d e r L a h n, 3. März. Ter Gewerkschaft „Neue Hoffnung" zu Hamborn ist das B e r g w e r k s e i g e n t u m m dem in den Gemeinden Hahnstälten, Lohrheim und Mudershausen be» legenen Felde (2196315 Quadratmeter) zur Gewinnung von Schwefelerzen unter dem Bergwerksnamen „Juliane" verliehen worden. Hessen-Nassau. ss Marburg, 3. März. Tie Herabsetzung der Eierpreise von 13 bezw. 16 auf 14 bezw. 12 Pfennige fcheinen sich die Hühner sehr zu Herzen genommen zu haben. Während bei den höheren Preisen genügend Eier zu Markte gebracht wurden, sehlten sie denn gestrigen Wochenmarkte fast gänzlich. Ter Mangel wurde vielfach damit entschuldigt, daß die Hübner nicht mehr so fleißig legten, wie es seither geschehen. — Vergangene Nacht zogen, aus südlichen Gegenden kommend, mit großem Geschrei mehrere Kelten Kraniche oder Schneegänse, wie man sie hier nennt, als Frühlingsboten über unsere Gegend. Win. Neustadt, 2. März. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung gelangte der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1916 zur Beratung und Feststellung. Beschloffen wurde, keine Steuererhöhung eintreten zu lassen, vielmehr, wie im verflossenen Jahre, die Realsteuern als Grund-, Gebäiide-, Gewerbe- und Betriebssteuern mit 133'/, Prozent und die Einkommensteuer, sowie die fingierten Gemeindesteuern mit 125 Prozent Zuschlägen zu belassen. = Frankfurt a. M., 3. März. Am Eisernen Steg wurde gestern früh ein junger unbekannter Mann erhängt aufgefunden. Sodann fand man in der Friedberger Landstraße einen älteren Straßelibahnschaffner erhängt vor. Im nahen Fechenheim erhängte sich ein Mann in der Manikür. Er hinterläßt eine Witwe mtt sechs Kinder,i, von denen das jüngste erst zwei Tage alt ist. verschmäht es daher auch, Sachen vorzutragen. die nur eruem • Letzte Nachrichten. Vor Verdun. Rotterdam, 3. Mörz. Aus "Parts wird dem „Neuwe Rotterdam scheu Cour-cmt" teleAvaphiert: Hier herrscht ber Eindruck vor, daß die deutschen S t r e i t 1 1 ä f t c bei Verdun sichwiederumzusammenz'iehen und sich zu einem neuen V 0 r st 0 ß vorbereiten. London, 3. März. Der militärische Mitarbeiter des „Ti- me3" glaubt, daß ein großer Erfolg der Deutschen nordwestlich von der C h a nt p agnc einen erzwungenen Rückzug der Frau-- zosen von der Maas zur Folge haben, würde. Die Deutschen gehen vielleicht auf Größeres aus, als darauf, Verdun zu nehmen. Man muß jedenfalls darauf vorbereitet sein. Sollten sie eilt bescheideneres Ziel haben oder infolge der Verluste oor Verdun den Plan geändert l>aben, so ist das um so besser. Die Verbündeten müssen jedenfalls mit ihren Reserven sparen, bis die Deutschen sich erschöpft l)aben. Bern, 3. März. Die Militärkritiker Pariser Blätter beschäftigen sich wiederun, mit der Frage, was der scheinbare Stillstand des deutschen Angriffs zu bedeuten habe. Allgemein wird vor übertriebenem Optimismus gewarnt und darauf hingewiesen, daß die Pause nur neuerlichen verstärkten Vorbereitungen dienen werde, lieber das Ziel der nunmehr zu er- wartendeit Angriffe spricht sich Hutin im „Echo de Paris" aus, indem er vermutet, daß eine Verbesserung der deutschen Stellungen bei St. Mihiel geplant sei. AenÄcrung der britischen Rekrutierung. Haag, 3. März. Die „T i mes" meldet, daß wichtig« Aenderungen im Rekrutierungssystem bevorstehen. Das Handclsamt wird demnächst eine umgearbeitete Liste derjenigen Berufe veröffentlichen, die das Recht auf Freistellung haben. Auch das Munitionsamt wird die Liste der freigestellten Munitions- arbeitec umarbeitert, so daß. verheiratete Männer zwischen 30 und 40 Jahren der zur Freistellung berechtigenden Berufe die Stellen von ledigen oder jüngeren verheirateten Männern einnehmen werden. Da in England als Grund, nicht dienen zu wollen, die Behauptung genügt, daß Man es nicht mit seinem Gewissen vereinen könne, Menschen zu töten, bildet sich jetzt, wie die „Daily Expreß" behauptet, eine vollständige Vereinigung, die solchen vom Gewissen beschwerten beklagenswerten Drückebergern populär-philosophisch begründete Verteidigungen an die Hand gibt, die sie vor dem Rekrntierungsgericht Vorbringen sollen. Es werden sogar Sitzungen abgehalten, wo der Rekrut genau darüber unterrichtet wird, was er sageit muß, was er verschweigen und welche Grunde jeder einzelne anführen soll. Das Blatt meint, die Regierung! müsse energische Maßnahmen dagegen ergreifen. —■ In Glasgow wurde in einer Versammlung schottischer Bergarbeiter mitgeteilt, daß seit Kriegsbeginn nicht weniger als 100 000 Männer den Berus des Minenarbeiters erwählten, sobald sie erfuhren, daß unter der Erde arbeitende Männer vom Kriegsdienst freigestellt werden sollen. Wenn der Krieg noch lange dauert, so werden diese Leute geschickte Bergarbeiter, und es folgen später selbstverständlich Unannehmlichkeiten, wenn diejenigen Arbeiter, die sich fteiwillig zum Kriegsdienst stellten, nach der Rückkehr sich wieder um ihre früheren Stellungen bemühen. Es wurde beantragt, in Zukunft die au der Front stehenden Minenarbeiter jedenfalls sicherzustellen. Die parlamentarische Lage in Italien. i. Köln, 3. .März. Der „Köln. Ztg." von der italienischen Grenze zugehende Meldungen besagen, daß sich die parlamentarische Lage in den letzten 24 Stunden erheblich verschärft Hut. Die Partei der offiziellen Sozialisteit scheint nicht willens zu sein, gegenüber dem neuen, mit verstärtten Kräften einsetzenden Ansturm der Kriegshetzer auf die Regierung, sich in das Abenteuer einer Kriegserklärung an Deutschland zu stürzen, tatenlos zu bleiben. Der kräftige Beschluß aller Sozialisten, die sofortige Beratttng des Etats des Aeußern zu verlangen und dabei eine Aufklärung über die wirkliche diplomatische und mllitärische Lage Italiens zu fordern, muß zu einem heftigen Zusammenstoß mit den exttemen Interventionisten führen. Die Absicht der Kriegshetzer, die militärische Lage Frankreichs als gefährdet hinzustellen, geht dahin, die Kcmtmer zur Entsendung eines italienischen Hilfskorps an die französische Front zu bewegen, was eine Klärung der Beziehungen zu Deutschland, wie die Kriegshetzer sich ausdrücken, voraussetzen würde. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 4. März 1916: Wechselnd bewölkt, meist trocken, teilte Temperaturänderung. W Nammelt das Altpapier ist ein zeitgemäßer Mahnruf von Zeitungen und Behörden, de* im vaterländischen Interesse liegt Um diesen Zweck zu erreichen, hat die bekannte Maschinenfabrik Ph. Mayiahrth & Co., Frankfurt a. M.-Berlfa N S, Chaussee- straöe 8, einen Sammelkasten mit Packpresse gebaut mittelst dessen das Sammeln und Pressen von Altpapier auf bequeme Art erreicht wird. Abbildung und Referenzliste auf Wunsch gratis und franko. _1526 im Fürstl. Schloss zu Lieb. Das Sonntags-Konzert findet nicht abends 7 Vs Uhr, sondern nachmittags4Uhr statt. 1657 D Renegl. Braunsrhw. Baugewerkschule Holzmin'len. «TX* Hochbau Tiefbau Scmmerunterrliljt 2. Hpril. Reifeprüfung. tDlrfterunterrld)t 15. Ohtobefc -- - 6leld)bere0}tlgt mit ben Könlflt Preufi. 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Herbert Schuhhaus lüarktpl. 2 neben der Enjsrel- Apotheke Morgen Samstag von nachm. 4—8 Uhr SchUler-und Jugendvorstellungen bei kleinen Preisen. Zu diesem Film haben am Sonntag zu den Nachmittagsvorstellungen Kinder und Jugendliche ohne Begleitung ihrer Eltern Zutritt. mos* Ton der Behörde genehmigt! C §^ßcfwvrt‘3k_ Q^ejihacA, A-fcMaLftk Keks lose und in Packungen! in grosser Auswahl i«* 0 | Dienstag, den 29. Februar 1916, verschied sanft im 88. Lebensjahre unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Cantor a. D. August Strache zu Müncheberg i. d. Mark. Hedwig Spohr, geb. Strache, Dr. jur. Curt Spohr, Rechtsanwalt, Joachim Spohr. Die,Beerdigung findet in der Stille statt. Beileidsbezeugungen und Blumenspenden dankend verbeten. 1664 $Malz~ 'Öctmd von Llebig u. Fehling empfohlen, Ist ein besonders jYäfir Mittwoch, den 1. März 1916, abends 7 Uhr, verschied im 74. Lebensjahre infolge Herzlähmung mein lieber Bruder Oberst a. D. Heinrich Spohr Ritter vieler hoher Orden zu Sonnenberg b.Wiesbaden. Die Einäscherung findet im Krematorium zu Wiesbaden Sonnabend, den 4. März 1916, nachmittags 2 Uhr, statt Blümenspenden sind nicht im Sinne des Verstorbenen. Oberst a. D. Peter Spohr. Beileidsbezeugungen dankend verbeten. Heute traf uns die unendlich schmerzliche Nachricht, daß unser seit dem 30. Oktober 1915 als vermißt geltender, heißgeliebter, guter Sohn und Bruder Max Griesheim Musketier des Res. - Inf. - Regts. Nr. 223 den Heldentod fürs Vaterland gefunden hat In tiefstem Schmerz: Aron Griesheim Jettchen Griesheim, geb. Katz Julius Griesheim, z. zt im Felde Lina Griesheim. Beuern, l.März 1916. 1660 Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Tante Frau Philipp Lampus Ww. Caroline geb. Pugge ist gestern nacht 2 Uhr in ihrem 86. Lebensjahre sanft entschlafen. In tiefster Trauer: Karl Lampus und Familie Ludwig Lampus und Familie. Giessen, Nürnberg, 3. März 1916. Die Beerdigung findet statt: Samstag mittag 2 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofes aus. 06060 Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir hiermit herzlichen Dank Familie Karl Sommer Anna Veite. Giessen (Bismarckstr. 26), den 3. März 1916. empfehlen wir: Fertige Kleider zu M. 15.00, 18.00, 21.00, 23.00, 27.00 = Mit kleinem Preis auf schlag fertigen wir die Kleider auch nach Maß an Große Auswahl in 1063a = Kleiderstoffen, Besätzen J1 Zutaten Zur Selbetanfertigunff halten wir mistein-SehnittaMuster ■ ■ ■ 1 ■■■ ' in allen Grössen vorrätig FlSf IT fl 5® Oberhemdes, Vorhemden, 1 UI I\lsdUL/'CEI Kragen,Manschetten,Taschentücher, Handschuhe, Hute, Hosenträger und Krawatten Gebr. Imheuser ä Staatlich geprüfte Lehrerin b eabsicht^t, eine grö ßf>reAnzahlj*r.fflöd cli en, schulpflichtige wie solche höh. Alters, in allen Fächern selbst bezw. mit geeign. Lehrkräften in Unterricht zn nehmen, falls genügende Beteiligung ein tritt. [08033 Auskunft an Eltern erteilt Frau Nellie Pascoe, Liebigstr. 21. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß es Gott gefallen hat, meinen herzensguten Mann, unfern treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Herrn Gottlieb Panzer im Alter von 57 Jahren nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden gestern abend 8 Uhr zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Christina Panzer Margarete Panzer Karl Panzer, z. Zt. im Felde Karoline Panzer Ludwig Panzer Familie Göbel Frau K. Stumpf und Kinder. Garbenteich, Trohe, Klein-Linden, Watzenborn, Frankfurt, den 3. März 1916. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. März, nachmittags 3*/ 2 Uhr, vom Sterbehausc in Garbenteich aus statt. 0S0T>r> Zur Saison Amerika«., irische Dauer' brand-. Regulier-. Koch- Qefen re. nur bewäorteAab- rikaie empfiehlt zu billigsten Preisen. Edgar Borrmann Eiseubandlung. 139 hänge- u. 5tehllcht- Sttümpse fSr Sar sowie elektrische Birnen d. 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OUbr: Vereinsabend. ,^c krHi Dir.: Hermann Stelngoetter. Freitag. 3. März 191«, abends 8 Uhr: 13. Frettag-Abonn.-Vorstellg. Gewöhnt. Preise sermätzigt) Neuheit! Henkelt! Ein Scherzspiel aus alten Tagen in 3 Akten von Wiar Dreyer. Ende nach 10 Uhr. 11665c Sonntag, 5. März 1916, nachmittags 3'/, Uhr: LleinePraiaal Kleine Preise 1 Gutscheine haben Gültigkeit! NenkeitI Neuheit! Bös GMcksmadel Volksstück mit Gesang und Tanz in drei Akten von Mar Reimann und Otto Schwartz. Musik von Otto Schwartz. Ende nach 6 Uhr. Abends TU Uhr: Kleine Preise! Kleine Preise! Gutscheine haben ötlltigkelt. Maria MGalene Ein bürgerliches Trauerspiel in 3 Auszügen von Friedrich Hebbel. Ende nach 10 Uhr. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen tanner vet Volksvor,lellungen)auf2.und LSperrsitz nur halbe Preise.