D. 50 Zwrttes Blatt M. Jahrgang des Soimtags. Ne ZamfkterdlSttrr- werden dem ^rrzttgett »«.'rural wöchentlich beigelegt. das JtoMUm ffe fes Krrfe «letzen- zwermar BÄ^iöid,. Die ^«dVitt-chafAich» Zeit- t«9«s" erscheinen monatlich zweimal. Giehener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Gbechesten Dienstag, 29 . gdmm Mb Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Umversrtäts - Buch- und Steindruck«:«. R. Lange, Gießen. Schristleitrmg, Geschäftsstelle «.Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle ii. Verlag: ^^51, Schrick leitung: e&@112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Rriegsöriefe am hm Osten. nuferem zura Ostheere CRtjaÄbtcn ^V^egsberiMerALttve W^errchtiarsr Sa&w«£t euch e»ZVrsZweise, ftertatmj Die Schlacht fm Ezarlorysf. II. Bug-Armee, Anfang F-ebrnar. Die nächste Sorge der deutschen Armeelttnmg mußte es sein, die Spitze der Russen zum Sichen zu bringen und im Norden und Süden eiserne Mauern gegen jeden Versuch, die deutschen und ostervttchischrungarrschen Lrnien von der Seite aufzurotten, zu errichten. Rvrdcn hielten vstpreutzische Truppen in zäher Linie Lchm«, Sawerynvwka, Okonsk. Im Süden wurde nnt l)eran- gezogenen Reserven ans deutschen und österreichisch-ungarischen Trugen ern Vorstoß in drei Gruppen von Kvlki ans angesetzt. Die Vorhut der Truppen, die am 20. von Kolli vorwärts gingen, bildeten -Mer preußische Kompagnien unter zwei Leutnants. Man marschierte bei gelegentlichem Kugelwcchsel durch sumpfigen Wald weiter, russischer Widerstand, der sich von Zeit m Znt bemerkbar machte, wurde bald erledigt. In der Nacht vom 20. zum 21. wurde die Vorhut aber von dem Gros, das Jroegen starker seitlicher russischer Angriffe zu einer vorläufigen l/mcavürtsdewegimg entschließen mußte, abgetrennt. Man war bis vor Grösst gekommen. Da merkten die beiden Koinpagnien, baß die Russen ihnen mit imnrer stärkeren Kräften irrt Rücken waren. An der Brücke von Stawischtsche lstelt man Kriegsrat. Man sah enr, tmß man sich am Tage wohl halten könne,, daß aber die Nacht erne Katastrophe bringen rnüßte. Man beschloß der: Durchbruch. Von den Gefechten des Tages vorher waren Verwundete. Unter keinen Umständen woNte man die Kameraden den Russen lassen Noch hatte man den Tag vor sich und hielt die Brücke. Tragbahren wurden zimmert, die Verwundeten daraus gebettet. Alle Liebesgaben, die man bei sich Hatte, wurden gleichmäßig verteilt. Man wußte, um was es ging^ Bei einsetzeuder Dämmerung begann man am Durchbrrrch nach Süden. Die Russen tvaren von dem nrevgischen Llngrifs überrascht. 150 Gefangene machten die beiden Kompagnien und brachten sie mit allen Verwundeten aus der Umkesselung zurück. Ern Heldenstück, das der kommandierende General jetzt zu Kaisers Geburtstag anerkannte: „Nach dem mir erst jetzt vorliegenden Gefechtsbericht haben die 9. mrd 11. Kompagnie des Infanterie-Regimentes in den Kämpfen bei Gradin und Budka unter rhr«r Kompagniesührern sich mit heldenhafter Tapferkeit geschlagen. Mehrfach von der Masse des Feindes umzingelt, ist eS den beiden tapferen Kompagnien miter ihren tapferen und uuv^agttu Führern immer loicker gelungen, sich freie Bahn zu schäften, den F-ernd zu schlagen und Gefangene zu machen. Den beiben Kompagnien gebührt somit ein Hauptanteil an unseren! Giftvlgen bei Gradm amd Budka. Sie zeigten in vorbildlicher Weise daß nur derartige im Gefecht verloren ist, der sich verloren gibt Die Ruhmestaten der 9. und 11. Kompagnie des . . . Infanterie- Regrnrentes wecken in der Geschichte des Regimentes für alle Zetten^ verzeichnet fern. Im Nauren Seiner Majestät des Kaisers iOwKönigs verleihe ich am (Geburtstage Seiner Majestät den beLeu D>vwagifteführern das Eiserne Kreuz 1. Klasse und bitte von scker Kompagrrre mir außerdem zehn Mann für die Verleihung des Eisernen Krery-es 2. Klasse vorzuschlagen." , r SÄ 1 *" den Russen geräumt. Das ist mit der Erfolg dieses Durchbruches. Die drei Hauptkolonnen rücken vor , r ” on Süden her rücffcat jetzt die deutschen und öswrrttchisch-un- gavlscmN-Kräfte in Richttrng Iablonka, lvährend vom Nordeii und vom Westm her gleickyeitig angegriffen wurde. ^^tcrilloue wurden in Front gegen den stark besetzten -ö$cfrraTu> von ^chblonka, ein Batailcku wurde zur Sicherung gegei? üagür&ntia ausgestellt, da immer noch russische Kräfte in Sofia- iwwka sestgefteklt waren. Andere Bataillone wurden aus den linken Flügel gegen die Straße Iablonka—Okonsk angesetzt. Um Mitternacht wurde der Angriff begonnen und bis zu einer Waldlichtung ^getragen. Hrer grub man sich im heftigen Feuer ein. Starke Brande tm Druf hinter der russischen Stellung loderten hoch und farbtzen den Nachtyimmel. Am 21. um 5 Uhr morgens ging der Angriff werter. Inzwischen hatten andere Bataillone auf dem linken Flügel dre Straße von Okonsk nach Iablonka leicht genommen und begannen von Norden durch den sumpftgen Wald gegen den Dorfrand vorzudrrngen. Da brach bei den Russen Panik aus verließen nt regelloser Flucht ihre Stellung,,:. 3 Offtziere, 300 Mann, 3 Maschinengewehre fielen in die Hand der stürmenden Infanterie. Die von den südlichen Gruppen heranflammenden PatrouiUen landen darauf mittags das stark befestigte Dolzyck geräumt. Der Fall von Iablonka hatte die Räumung mit entschieden. Die russischen Kräfte in Sofianowka waren sogar am Tage vorher auf das Nahen des Beobachtungsbataillons abgezogen. So war ein erster, entscheidender Erfolg erreicht. Die Offensive der Russen war zum Stillstand gekommen. In den ganzen Kämpfen waren sie von min an die Angegriffenen, die nur mit Stoß und Gegenstoß den sich ihnen aufzwingenden Willen des deutschen Führers anshalten, aber nicht mehr nach eigenem Willen handeln konnten. Die Russen ivaren auf ihren starken Stellungen auf den Hügeln um Kukli zurückgegangen. Hier lag die gut ausgebaute Verteidigungsanlage der Russen. Deutsche Kräfte suchten sie am 21. vom Norden her vergeblich zu nehmen. Man kam int rasenden Jnfanteriefeuer näher, aber die Stellung war hier zu stark. Noch am 21. nachts waren Versolgungskompagnien über ^ablonka nach Kukli weiter geschickt, die bis zum Waldrand von Kukli durchkamen. Auch die Südgruppe (deutsche, österreichische und ungarische Kräfte) war inzwischen über Gradin und Dolzyck gegen Kukli und den Wielikoje-Snmps, den die Russen hielten, vorgerückt, so daß am 22. Dorf und Stellung Kukli von drei Seiten umfaßt war. " * Die Armeeleitung beschloß nun den entscheidenden Vorstoß über Podgatie auf Czartorysk. Um aber diesen Fangstoß geben zu können, mußte zunächst Kamienucha, von wo aus die Russen hätten flankieren können, genommen werden. Stärkere Kräfte wurden gegen Kamienucha angesetzt, während gleichzeitig die V lMdgruppe gegen Budra vorging. Tie leichten Höhen von Kamienucha, die von kahlen: Gelände umgeben sind, wurden von den Russen zäh gehalteil; außerdem wurde die russische Verteidigung durch schwere Artillerie unterstützt, während die Verbündeten ihre Artillerie durch das Sumpfgelände nicht heranbekamen. Während dreier Tage schieben sich die Angreifer im Schrapnellregen weiter. Es sind vier Grad Kälte. Die Mannschaften liegen oft bis zu den Hüften in Eiswasser. Auch der Angriff gegen Budka geht sehr langsam vorwärts. Am 28. sind die österreichisch-ungarischen Truppen unter starkem Feuer in das westliche Haus des Dorfes eingedrungen, aber es ist werter kein Boden zu gewinnen. Da stürmt am 29. eine preußische Brigade ttotz blutigster Ver lüfte den Wrirdmühlenberg bei Kainienucha und erzwingt den Ort im Baionettkamvf. Am 30. abends merkt daräuf die Südgruppe ein Nachlassen des russischen Widerstandes in Bndka und stellt um Mitternacht das Abziehen des Feindes, fest. Oesterreichisch-ungarische Truppen und preußische Truppen dringen darauf auch in Budka ein, wo gerade die Rirssen ein Bataillon ablösen wollten. lieber Budka hinaus und über Bielgow sollte mm gegen Czartorysk wefter gestoßen werden. Aber die Lage Budkas mar für die Truppen, die den Ort halten und aus ihm vorstoßeii mußten, besonders schwierig. Durch unüberschreitbaren Sumpf führt ein einziger schinaler Weg in das langgestreckte Torf, desseir Hauser toie auf kleinen Inseln in dem Sumpsivasser standen. (Haute kann inan die Stelle, wo das Dorf Budka lag, kaum mehr erkeirnen: Aschenreste und Kreide von Gräbern, das ist das Dorf 'Budka heute.) Bon beiden Seiden log das ganze Nest im flankierende« russischen Ar- tillerieseuer. Trotzdem stießen die deutschen und österrttchisch-un- garischen Truppen durch. Bis sie im Sumpfwald hinter Budka von starkem russischen Flonkenstoß gefaßt wurden mck zurück mußten in die Hölle dieses Dorfes. Bis zum 9. November erfolgte an jedem Tag ein russischer Angriff. Haus für Haus fraßen dir Flammen. Es sprach keiner nrehr in den eisigen Ecklöchern vor Budka, in denen das Grundwasser stieg. Inzwischen war oben nördlicher bei Kosnnchnvwka am 4. November den Russen, ein Durchbruch gelungen. Bei Budka kam es — es war der letzte Einsatz der Russen — noch einmal Mm russischen Stoß. Südlich von Budka rvurde am 9. Nov. die Stellung im Srmpf durchbrochen und die Besatzung von Budka inr Rücken gefaßt. Zwar stürmten die schon erwähnten Kompagnien wieder unter ihren Leutnants noch am gleichen Tage in das Dorf hinein mck dem Angriffsruf: Roche für Czartorysk.', zwar wurde ini Bajonettkarnpf, bei dem sich ungarische Husaren hervorragend beteckigten, die gesamte russische Besatzung nickergemacht, aber Budka war nicht mehr zu halten. Man mußte sich begnügen, den Südvaud jenseits des Sumpfes zu besetzen. Durch Budka ging der Stoß nicht zu führen, trotzdem die Russen sichtlich zermürbt ivaren. Immer stärkere Ätrtillerie hatte nran nun trotz des Geländes zusamnrengezogen. An einer Stelle gegen Bielgow wurde schließlich am 13. November die Artillerievorbereitung in großern Maßstabe begonneir. Mck großer Stärke setzten die Geschütze ein. Unter dem rasenden Hämmern der schweren Granaten wurde die Stellung bei Bielgow durchbrochen. Die russische Widerstandskraft war in dem vierwöchentlichen Kamps zerbrochen. Sie räumten den Styr- Bogen, räumten Czartorysk. Führer und Truppen hatten schweren Sieg erfochten. Korpsbefehl: „Der Feind ist geschlagen, über den Styr zurückgegangen. Unsere gefallenen und verwrmdeten Kvmera- den haben nicht umsonst geblutet. Todesmutige Tapferkeit, un- erichüttcrlichc Ausdauer habe,: ihn niedergerungen. Was deutsche und österreichisch-ungarische Infanterie, Kavallerie und Pioniere an zähem Festhalten des weit überlegenen Feirckes in den Wäldern und Sümpfen geleistet haben, oft in übermenschlicher Anspannung und Hingabe auch der letzter: Kräfte, was die verbürrdeten Artillerien als Schildhalter und Sturmbereiter der rckrgenden Schwefternwasfen ge^.oirkt haben, das darf sich kühn jeder Tat dieses Kneges zur Seite stellen. Ich spreche Führern und Mannschaften meinen Dank und meine volle Llnerkennung aus. Nun durch und sestgehalten bis zum endlichen Siege f" den 14. 11. 15." Das war das Helderrlick von Czartorysk. _ Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Provinzial-Attsschus; der Provinz Oberhesien. X 2 . Gießen, derr 26. Fckr. 1916. J. ^ ie Klage des Ortsarmen Verbands Usingen gegen den Landesarmenverband Friedberg wegen Unterstützung des Matthias Finkbeiner aus Dannenfels wurde als unbegründet abgewiesen, unter Verurteilung des Klägers in die Kosten des Verfahrens. Der Wert des Streitgegenstands wurde auf 13.20 Mk. festgesetzt. 2. Tie Klage des Ortsarmenverbands Friedberg gegen den Landarmenverband Fried-berg wegen Unterstützung des Heinrich Wagner von Gedern wurde für begründet erklärt und der beklagte Land- armenverbmrd zur Zahlung von 8 Mk. Verpflegungskosteu nebst 4 Prozent Zinsen hieraus, vonr Tage der Klageerhebung ab. verurteilt. Die Kosten des Verfahrens ficcken dem Beklagten zur Last. Der Wert des Streitgegenstandes wurde mrf 8 Mk. festgesetzt 3. Tie Klage des Orlsarmenverbands Darm- stadt gegen den Landarmenvevban-d Gießen lve- gen Unterstützung der Marie Jochum, jetzt Ehefrau des Anton Wiersch von Bickenbach rourde als unbegründet abgeiviesen, unter Verurteilung des Klägers in die Kosten des Verfahrerrs. Der Wert des Streitgegenstandes wurde aus 174.82 Mk. festgesetzt. 4. Enteignung von Straßengelande für den Ausbau der Bismarck- und Wilhalmstraßc zu Friedberg. Im vorliegenden Enteignungsfalle drehte es sich unr Baugelände des Fr. Wckh. Häuser an der Ecü: der Wilhelnv- mrd Bismarckstraße zu Frickberg. Bei einer Qttsbesichrigrmq nn Dezember 1914 hatte schon der Vertreter der Stadt Frickberg erklärt, daß er überp das von ihm gemachte Airgebvt unter keinen Umständen hinausgehen iverde, deshalb schienen Vergleichs Verhandlungen aussichtslos. Nachdem ein im Felde beftndlicher Zeirge, aus dessen Vernchmuug der Vertreter der Stadt besonderen Wett gelegt hatte, kommissarisch vernommen worden war, war auf heute öffenllicke Verhandlung angesetzt. Bei dieser Gelegen deck wucke sestgestellt, daß ein Anlieger bereits' im Oktober 1914 dott Bau- gelärrde mck 15 Mark den Ouadratnreter gekauft hatte. Der Zeuge erllärte, daß er den seiner Ansicht nach hohen Preis von 15 Mk damals mir gegeben habe, weil das gekaufte Gelände in der Nähe des Bahnhofs liege. Aehnlichie Verkärrse seien ihm in dortiger Gegend bis jetzt nicht mehr bekanitt geworden. Der Bettr e ter der Stadt wres darauf hin, daß die Stadt bisher für Gelände der in Rede stehenden Att ftets 2 Mark pro Qnadratmtter bezahlt habe. Dieser Preis gttliche sich auf den Ortsbanplan und die damck zn- wmmenhangenve Preisfestsetzung von 1897. Aus dieser Grundlage habe er auch seinerzeit sckfon sein Angebot gemacht. Filr das im lechgen Verfahren als Zusatzgelände bezeichnet Grundstück seien ia auch von der Stadt 10 Mark pro Quadratmeter geboten wordeii, wcnl es im Werte höher zu bemessen sei, und weil die Stadt m emem ähnlichen Falle auch bereits so viel gezahlt l?abe. fitster Preis habe irch auch genau an das Taxattrm der Steuer- wmmisswn angelehnt. Ein sttcherer Kärrfer habe dem Fr. Wilh. Englische lkriegsbilder aus Petersburg. Das Parlamentsmckglick Jan Malcolm hat als Vertreter des englischen Rotm Kreuzes St. Petersburg einen Besuch abge- stattt und entwirft von seinen dortigen Erfahrungen mck Ein- drücken in der „Times" ein Bick, das m an che interessante Züge ent- bält. Ter Engländer gibt der Empftndung Ausdriick, daß er sich selbst bei den Antipoden seiner Heimat nicht so fern gefühlt habe, wie in der Hauptstadt des verbündeten Reiches. Tenn wenn vor zwanzig Jahren noch Französisch die zweite Sprache der gebildeten Petersburger Kreise gewesen sei, so sei das Französische heut in Gasthöfen, Geschäften, Aemtern usw. zu einem grossen Teile durch dre deutsche Sprache verdrängt; allein auch nrit Deiitsch komme man nicht weit, da der Gebrauch eines deutschen Wortes an allen öffentlichen Stellen streng verboten ist und mit einer Geldstrafe von 6000 Mark oder dreimonatlicher Verschickung nach Sibirien geahndet wick. Der Fernsprecher ist jikdem, der nicht rirssisch sprechen kann, gespertt, die Kutscher verstehen selbstverständlich nur Russisch, die englischen Zeitungen, die übrigens reichlich vom „Kaviar" des Zensors geschmückt sind, sind 14 Tage alt, und Mrßer der russischen Presse erscheint in Pttersburg nur noch eru gmrz belangloses Blättchen in ftanzösischer Sprache. Unter diesen Umständen ist es sehr natürlich, daß der Engländer sich unter seinen russischerr Freunden unendlich fremd, und weit, weit weg von gairz Europa fühlte. Was die Außenseite des Pttersbnrger Lebens betrifft, so ist ihr nach seinen Beobachtungen der Ktteg kaum auf den ersten, flüchttgen Blick >anzumerkeii. Die Sttaßen sind belebt, Handel und Wandel in vollem Gange, und bei Nacht ist Pttersburg nickst in das Dunkel getaucht, in das sich London und Paris aus Angst vor den Zeppelinen ducken. Aber dringt der Blick ein ivenig tiefer, so wirb man doch sehr bemerkensroerte Unterschiede gewalp:. Denn die Menge, die di« Sttaßen füllt — das sind nicht die gemächlickpm Spaziergänger der alten guten Zeit, sondern sie wird zu einein großen Teste von deii 400 000 Flüchtlingen gebildet, die imch Petersburg sich gewairdt habÄi, und dazu konrnlen die Tausende von Soldateii, die sich ckl der Hairptsdadt aushalten. Petersburg hat jetzt etwa eine Million Mensckien mehr zu beherbergen und zu verpflegen, als vor Jahresfrist. Auch der Fuhrwerksverlehr hat sich, wie man bald wahrnirnück, doch sehr verändett. Der Zug der reichen Kraftwagen und der vornttMen Gespanne, der früher die Kais und den Newsky-Prospekt erfüllte, ist nicht mehr anzutreffen; jetzt gibt es nur noch besckmdene Schlitten und „Droschkis", die in der Regel hochbepackt sind: dafür sind die Straßenbahneii bis zum Brechen gefüllt, nnb ein auffällig großer Teil der die Stadt durcheilenden Gefährte trägt das Zeichen des Roten Kreuzes. Wie denn überhaupt neben der Anwesenheit großer ^Soldatenmassen das Rote Kreuz eines der Kennzeichen des gegenwärtigen Petersburger Lebens bildet. Bon einer großen, großen Reihe von Palästen und vornechnen Pttvathäusern der Stadt weht die Rote-Kreuzflagge; befinden sich doch allein in Petersburg 6 00 Lazarette von den verschiedensten Größen und den verschiedensten Klaffen, und dazu kommen nun die unzähligen Räume, die für Niederlagen, als ArbeitsMtten und ftir Ausschüsse gebraucht werden — in Ausschüssen und Aus- schußsrtzungen sind die Russen bekanntlich besonders stark. Die Zarin selbst und ihre Töchter arbeiten als Krankenschwcstmr in der Tracht des Roten Kreuzes in dem Lazarett zu Zarskoje Selo, und selbst der Winterpalast, die geschichtliche Zarenresidenz rn der Hauptstadt, ist unlängst in ein Lazarett mit 800 Betten umgewandelt worden. Der EiiUveihung dieses Lazarettes hat Herr Malcolm in sttner Eigenschaft als Bettreter des englischen Roten Kreuzes selbst beigewohnt, urck eineii wunderlichen Eindruck liat es rhm gemacht, als er diesen Saal, der so viele prunkvolle Feste und Feierlichkttten gesehen hat, mit langen Rtthen weißer Betten angefüllt sah Durch diese langen Reihen schritt die Geistliche mrt, rüdem sie jedes einzelne Bett mit Weihwasser besprengte. ^ rst dies die religiöse Zeremonie, die zur Eröffnung eines Lazarettes in Rußland unweigerlich gehört. Deirn jeder russische Soldat ist der Ueberzeugung, daß er imr dann Aussicht auf Ge- sundurrg hat, wenn das Zinrmer, in dem er lebt, und das Bett, m dem er liegt, vorher vom Popen gesegnet und mit Weihwasser besprengt worden ist. » . — Dans SachH und Shakespeare. Man schreibt «ns mls Frankfurt a. M.: Einige deutsche Bühnen haben mck der Aulftibriing von Hans-Sachs-Schwänken in der letzten Zeck ihr Glück versucht und in den attcnmHftat Fällen Wohl auch gefunden. Dre Leitung unseves Schauspielhauses wollte iiicht zu ruckstehen imb hat einen guten Griff gttan, als sie ftrck zur Wiedergabe der „Co m edi, in fiknf Akteir, nckt zehn Personen zu rezrtrereil: .Hemw, der Bauer" entschloß Eure Bäuerin versteckt Gew, der Bauer kommt dahircker und läßt die Giilden mit- gehm. Er schickt seinen Knecht zur Stadt, beim Gewandschueider ^uch zu holen für deir der eigcmen Frau enttvendeten Schatz. Tnomo, der Knecht, holt das Tuch, br^ahlts' aber nicht, sondenr behalt dre acht Gucken. Obendrttn verkauft er das Zeug. Ein Zurrst perhilft dem fchlitzöhrigen Burschen zur Fvessprache und wird von ihm selbst herttngelegt. Schließlich aber verzeihen Bauer und Bänerrn sich gegenseitig und dem gertckerien Knecht, der vben- drern die Tochter Hennos heimft'vhtt. Anfn«rck«ng und Jnsze> merung ivaren denkbar einfach. Em Podckun vor eineni Vorhang, cm C jir i 111 de schnell hintereinander sich folgen. Ten Wechsel der 'Anzüge ki'ckcket ein nlunterer Hanswurst an, der icweileii einen Stab aufsteckt, an dem eine die Nummer des Aktes verzeichnende Tafel hängt. Die Kostüme waren bunt und wirksam, das Ganze eckig bäuerisch, aber voll^frsschcr farbiger Echtheit. Erne Mechthin vorbildliche- Hans-Sachs-Mifführung. Dem muntereil W-crc des deutschen Poeten und Meisters reihte ssch Sha ke- spcarcs süstfaktiges Lustspiel „Tie Komödie der Irrungen in der deutschen Uebersetzung von Carl von Holter an Erne nicht minder glückliche Wahl! Die Ansstatttmg wickerimr ernsarß aber sehr geschickt und fein durchdacht. Im Spiel und ftohlichem Mummenschanz schloß sich Bild rasch an Brw ^.kresssrcher und in natürlicher Fröhlichkttt fesselnd. Für den Abend, der unser Schaiisprclhaus einmal völlig Mrs der Höhe zeigte - allem darttrt. daß btt Hans Sachs manches M holen und ans Lrcht zu heben rst, zeichnete Herr Karlheinz Martin verantwortlich, der aufs Neue ttnen Bsveis seines stilftcheren gereiften Könnens vorbrachte. JF^ r- Musik. „Englische Musis für dir Eng- ^cher!" ist seit KriegSausbrnch da-- Feldgrschrci der briKschen J/iluftflrclt acmotScrt; der Donsej!« de Lnra stak zur Eri'nclÄng cre,ev Zieles den Komponisten kräftig nnssikalische Ehckraktettstik anempsohlen und sogar ein«: Preis für die beste in diesem Sinne duvckgesühtte englische Komposition ausgesetck Die Wirkung ist erne rockst übervafchende und für den in England lckeiidigen Kunft- gestt bezttchnende gewtten, indem sich nämlich verschiedene Tonsetzer, um dre gewünschte „kräftigere Clxrraktettstik" zu errttckum Kückens und ferne Werke Kum Thema ihrer inUsikalifchen Schöp- surigen erwaWt haben. Die Reckinnng war offenbar die, daß die Flagge das Scbrff decken und die Wulst des Motives ihre Komiw- fttwnen als ockst englisch enrpsehlen sollte. Zwtt dieser Tonwerke srnd rn dem lüngstM Konzerte von Werken brckisckrer 'Donsetzer mttcr Lelttliig de Laras zur Aufführung gekommc 2 i Es sind dies zimu Quartette, t^n denen Herr Jasichl, Hrsttrrovkc fern Strei.lv- Martett den „Pukwick-Klub" inmnt. wsthreich Harr Leovoli, '-kchtvn daö von chnr grichasscm- Qlurrtrtt rraif. Dickens R«ni,rn ^! e L al t e KlmrsrkrtMladM" kmnpvEt Jttt. Das LiMmil - «tt wurde vvn den P«Sechtern als dos beste der .-inaclamenrr B>crke arA-Mn. Um Mr. Pickwicks Würde zu keimzeichnen. Mt der NMrsche Toniml>ter em vmrr Takte der enalischen tstati.'N.ü- Kume anklrügen, em origineller Gedanke, bn- aber dem mglischen MUscker lecker schmr von Tebuffy twrenckftuckiUl worden ist. In dem MiriLßrtätenladen-Qucirtette sind die Stinrmeu gewissermaßen dramatisch verteilt; die Violine l»at Kckstr-Nell. die Brachte den alten Trödler und das Cello den gräßtrcheii Sckuu ken Qrftlp zu vettrtten. Was das künstlerffckre Ergebnis dieses ganzen Aufwandes au Kompositroireu und Wiffülstimg bettffft, so bemerkt der Ktittker der „Tinres" seusz-errd, daß das Quartett des Hernr Holbwoke durchaus in der Art und irach dein Muster von Rickwck Strauß gesetzt stt, und die Zuhörerschaft nahnr cs „m einem Gerste patriotischer Resigimtion" auf. JßdufcE ieute noch bereit, auf Vergleichsverhandlungen einzugehen. Ter Provrnzialausschuß hat beschlossen, das Urteil in einer der nächsten Sitzungen zu verkünden. _ Märkte. ke. Frankfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 28. Febr. Auftrieb: Rinder 866 (darunter Ochsen 183, Bullen 49, Kühe und Färsen 634), Kälber 103, Schafes!, Schweine 14. Preise für IMPch. Marktverlaus: Bei lebhaftem Handel geräumt. Lebend- Schlacht- Ochsen. gewicht Vollfleischige, ausqemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk. wertes, 4-7 Jahre alt. 120—135 230-250 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete . 114—119 200—220 Bullen. Vollfleischiqe, ausgewachsene höchsten Schlachtw. 122—133 210—230 Vollfleischige, jüngere. 110—116 200—210 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausqem. Färsen höchst. Schlachtw. 124—1.35 230 — 250 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- wertes ins zu 7 Jahren. 124—135 230—250 Wenig gut entwickelte Färsen . . • . . . 95—109 190 — 213 Ael'ere ausqemästete Kühe . 95-100 190—200 Mäßg genährte Kühe und Färsen .... 84—90 170—180 Kälber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . 125—130 208—217 Schafe. Weidemastschafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel. . . 87—00 190—00 fc. Frankfurt a. M., 29. Febr. Frucht- und Futter, mittel markt Das Geschäft ist ruhig. Angestchts der mangelnden Zufuhr sind Ersatzfuttermittel gejucht und fest. Notierungen lassen sich nicht seststellen. ke« Frankfurt a. M.» 29. Febr. K a r to s s e l m a r k t. Kartoffeln im Großhandel in loser Ladung ab Versandstation 6,10 Mk. per 100 Kilo. Rheumatische Schmerzen, Hexenschuß; «HM, Reißen. In Apotheken FI. M 1,40; OoppeSfl. M 2,40. Metall betten Holzrahmenmatr.,Kinderbett, bill an Private. Kat. frei. 70l hv Eisensiäuelfabrlk, Sahli. Th. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Brigitta Yelte Ww. geb. Hossfeld nach kurzem, schwerem Krankenlager heute nacht 1 Uhr im Alter von 53 Jahren durch einen sanften Tod zu erlösen. In tiefer Trauer: Emma Sommer geb. Veite Giessen (Bismarckstrasse 26), ^ll-ia Yelte den 28. Februar 1916. ^ ^ Karl Sommer und 2 Enkel. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. März, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1547 i Todesanzeige! Gestern mittag entschlief sanft nach langem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante tan ifirplk Sreiling xd, LifasMi im Alter von 59 Jahren. In tiefer Trauer: Marie Kreiling Familie Braun Familie Diehl Giessen (Lahnstr. 10), den 29. Februar 1916. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 2. ds. Mts. nachmittags 2 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 1569 fr a KOWACK Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzlicher und zahlreicher Teilnahme an dem Verlust unserer lieben 80-jührigen Pflegemutter Luise Wald Wliwe, sprechen wir unseren wärmsten Dank aus. Ganz besonders danken wir Herrn Pfarrer Köhler für die trostreichen Worte im Hause und am Grabe. 18731 Familie Heinrich Gtetter. Steinbach, den 29. Februar 1916. Submisfionsverkauf von Fichteuuutzholz aus dem Wald der Stadt Grünberg. Es kommen zum Verkauf: G. 33 Rm. Fichten-Scheiter, in 3 Meter Länge, 6 grün, 27 dürr, \2. 208,5 Rm. Fichten-Knüppel, in 3 Meter Länge, 184,5 grün, 24 dürr. Kaufliebhaber wollen ihre Gebote getrennt nach Scheiter und Knüppel portofrei bis zum 11. März aus hiesiger Bürgermeisterei, vormittags 10 Uhr einreichen, woselbst die Offerten im Beisein etwa erschienener Bieter eröffnet werden. Die Bietenden erkennen die Submissionsbe- i dingungen als rechtsverbindlich an. Berücksichtigungen in bezug auf Qualität des Holzes finden später .nicht mehr statt. Die Käufer sind 8 Tage an ihre Gebote gebunden. Grünberg, den 28. Februar 1916. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. _ Ranft. _[1567D Jagd - Verpachtung. Die Jagden 1. des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Sonder Daubhausen, rund 200 Hektar, davon 162 Hektar Feld und 38 Hektar Wald, 2. des Jagdbezirks Samt Daubhausen, rund 300 Hektar Wald mit Wiesentäler. Beide Jagdbezirke sollen vom 1. April d. I. auf 9 Jahre anderweit öffentlich verpachtet werden. Termin zur Verpachtung wird auf Dienstag, den 14. März d. F., nachmittags 2 Uhr, im Gemeindesaale zu Daubhausen anberaumt. Die Pachtbebingungen liegen bei dem Unterzeichneten Jagdvorsteher zur Einsicht offen. Die Jagdbezirke enthalten guten Wildbestand. Auch gibt es im Felde viele Rebhühner und ist das Jagdgebiet in 5 Minuten vom Bahnhof Katzen- furt, (Ärecke Köln—Gießen, zu erreichen. Zu jeder gewünschten Auskunft ist Unterzeichneter gerne bereit. 1670 D Daubhausen, den 26. Februar 1916. 'Der Faadvorsteher: Bott. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme, welche uns bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter und Großmutter erwiesen wurden, sagen wir allerherzlichsten Dank. 1661 Fmilie Heinrich Kiefer. Lang-Göns, den 28. Februar 1916. Bekanntmachung. Das Umbagekataster d-er land- und forstwirtschaftlichen Berufs genossenschust für das Gvoßher- z-ogtum Hessen für das Jcchr 1915 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 3. März bis zum 16. März dieses Jahres, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster auf- gen-onrmen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dem Vorstände der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt KU erheben. Später eingehende Widersprüche Wunen keine Berücksichtigung mehr finden. l. Trais-Horloff, den 28. Februar 1916. Großh. Bürgermeisterei Trais-Horloff. _ Bornmann. 1560 Angebot >» Hemdentuch feinfädiges Hemdentuch 1555a — 92 Zentimeter breit, besonders für Leibwäsche geeignet — iO Meter. Mk. 12.50 Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1915 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 3. März bis zum 17. März dieses Jahres, auf der Bürgermeisterei znr Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Nieder-Bessingen, den 26. Februar 1916. Großherz-ogliche Bürgermeisterei. I. V.: Roth, Beigeordneter. 1545 Holzverfteigerung in der Fürstlichen Oberförfterei Lich. Dienstag, den 7. März, vormittags 9»/t Ubr, werden im Distrikt Meilbach versteuert: Scheiter Rm.: 462 Buchen: Knüppel Rm.: 90 Buchen, 2 Eichen, 1 Elzbeer: Stöcke Rm.: 140 Buchen, 2 Eichen,- Rersholz-Wellen: 4100 Buchen, 50 Eichen. 1487 B Zusammenkunft auf der Kreisstraße Lich-Hattenrod, ivmn IMUVH IUI */i|iuu Ul. mju Ul III Buchen-Schett- und Knüppelholz mit sonstigem Brennholz versteigert werden. IS80d6lllL!3p6ll mit und ohne Blende 738 o!iell! 3 wp 6 ll mit drehbarem Scheinwerfer »J u,,ua » als besondere Signallampe auch ais Tisch- oder Wandlampe zu gebrauchen. l8 2a la. Batterien, Hürnen eis. empfiehlt in großer Auswahl Edgar BorrmaDn Eisenwaren-, Haus- und Küchengeräte-Handlung. Kieler Bücklinge Cabliau, kopflos I». bolläud. soeben frisch eingetroffen bet Angnßt Wallenfels, Kol.'nialwaren, Delikaiessen- und Weinhandlung, Gießen, Telephon 262, Markt ol. 17. ^a A Ifa-Laval- Separator Buttermaschinen sowie jegL Art mllcit- wlrtselialtliehar KsrSts empfiehlt Edgar Borrmann Eisenhandlung Fanstaat 11 79 a Tel. 165 J Treibriemen »Ile Sorten Maschinen-, Motoröl Cylinder-Oel Maschinenfett Putzwolle Gummischläuche Asbest ca ScHUHmiü Neue Mainzer Str. 80 Frankfurt u. i?S. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwird schaftlichen Berufsgenoffenschast für das Groß- herzogtum Hessen für daS Jahr 1915 liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 1. März bis 15. Marz dieses Jahres, auf der Bürgermeisterei Bettenhausen offen. Widersprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungssrist bei dem Vorstand der land- und forstwirtschaftlichen Berufs- genossenschast in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Bettenhausen, am 27. Februar 1916. Mroßherzo gliche Bürgermeisterei. • Roth. 1559 Bilanz um 31. Dezember 1915. Aktiva Jt Warenvorrat 3027.83 Kassenvorrat 206.77 Mobilien 368.20 Rückstände 606.60 Passiva jH Aufgenommene Kapitalien 1600.— Mitgliedergud haben 417.— Reservefonds 900.— Betriebsrücklage 863.26 Reingewinn 429.14 4209.40 . . 39 . . 2 41 . . 3 4209.40 Mitgliederstand am 31. Dezember 1914 Zugang im Jahre 1915 . . . Abgang im Jahre 1915 . . . Daher Mitgliederstand am 31. Dezember 1915 38 Landwirtschaft!. Consumverein II. E. G. m. u. H. zu Leihgestern. D Georg Seipp V., Direktor. Georg Reitz, Rechner. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. HolzverslkigkruW der Stadt Gießen. Montag, den 6 . März 1916, vormittags S'/s Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Bezirlen der Foritwartc Geifel-Gießen und Förster Brück-Rödgcn versteigert: 37 Stück — 1,28 Festmeter Fichlen-Derbstangen 8 Raummeter Birken-Scheitholz 21,1 „ Kiesern-Scheitholz 2 „ Birten-Knüppelholz 102,2 „ Kiefern-Knüppelholz 6,6 „ Fichten-Knüppelholz 2520 Wellen Kiefern-Reisig 1(50 „ Fichten-Reisig 290 „ Eichen-Reisig 50 „ Birken-Reisig 112,6 Raummeter Kiefern-Stockholz 4,8 „ Eichen Stockholz. Die Zusammenkunft ist ans der Sicher Straße au der 6. Schneise. [1554P Vermietungen Mietcjesuche | Alickstrahe 11 »jS/IS i. @to£ Kdlhdt lucht einfach möbl. Vvlvlll Zimmer mit Kaffee. Schristl. Angebote mit Preis u. 07972 a. d. Gieff. Anz. erb 6 Zimmer | Kniimmraä Ost-Anlage 39 nrmzettl. etnffer.sonnijiefrZ. Volum* m. Zubeh„ Badez. u. Oartenant f. 1-April^ verm. > T äh. 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Für die Feldbereinigung Lang-GVrr- sollen zur alsbaldigen Ausführung RodungS- und Ber- schleifungsarbeiteu veranschlagt zu rund 8000 Mk. in mehreren Losen vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Gr. Bürgermeisterei offen, wo die Angebote verschlossen, postsrei und mit entsprechender Aufschrift versehen in Prozenten des Kostenanschlags einzureichen sind. Eröffnungstermin: Freitag, den 3. März dH. Fs. vormittags 11 Uhr, auf dem Rathaus. Gießen, den 26. Februar 1916. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. S t e i n b a ch, Gr. Baurat. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirt» schastlichen Berufsgenoffenschaft für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1915 liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 1. März bis zum 15. März 1916, auf der Bürgermeisterei Villingen zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berussgenossen- schaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Villingen, am 28. Februar 1916. Großh. Bürgermeisterei Villingen. NÜhl. 158v Versteigerungs-Berichtigung. Die in der gestrigen Nr. 49, 2. Blatt des Gieffener Anzeigers veröffentlichte Versteigerung in dem Fabrik grundstück der Firma Drabtwerk Oberndorfer Hütte G. m. b. H. bei Braunfels findet nicht am Freitag' den 3. März, sondern am Donnerstag, den 2. März vormittags 11 Uhr, die Besichtigung der zu versteigernden Gegenstände am gleichen Tage von 10 Uhr vormittags an statt. Braunfels, 29. Februar 1916. 1576D Heil, Gerichtsvollzieher.