Hr. 48 Samtes Blatt Cuschernl täglich mit Ausnahme des SornrttqS. D» ^Ketzener Fa»«endsätter" werden dem ,9n^TT a \wrmrt «Schrntiich beiqelegt, r «Krcistttttt Öen Kreis Gießen" jioennoi wocheueÄch. Die ^lM-Mrsichafliicheo Seit- nid^twcti monatlich $n?eunaL na J66. Jahrgang General-Anzeiger für Oderhejjen Samstag, 2b. Februar 1916 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unioersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lang e, Gießen. Schrütleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle n.Verlag:E^D51, Schriftleitung: «^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Die Kriegssteueworlagen. Berlin, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In eurem Artikel der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" über die Kr regs- ftcucröorlageu heißt es unter anher cm: Bei der Einbringung ,'des Entwurfs eines Kriegsgewinitftcu-ergc)ct’cs weiß sich bi e Reichsleitung im grundsätzlichen Einverständnis mit bau 1 deutschen Volke .in seiner wohl ausnahmslosen Gesamtheit. Die Sonderbesteuerung entspringt in erster Linie ethischen Motiven. Sie ist die Forderung eines sozialen Gewissens. Es entstehen jedoch mancherlei Schwierigkeiten, die richtige Mittellinie bei ihrer Airsgestaltung zu finden. Es wäre falsch, den Unternehmungsgeist und die Arbeitsfreude des deutschen Kaufmanns, der deutsckien Industriellen und des deutschen Landwirts durch allzuscharfe Stener- maßnahmen zu uirterbindeir. Dem Unternehmungsgeist und der rastlosen Arbeit unserer schaffenden Stände verdanken mir in erster Linie die erfolgreiche Umstellung.der Friedenswirtschaft auf Hie Kriegswirtschaft, und die Vermeidung schlimmer Stockungen rn der Fortentrvicklrrng des Wirtschaftslebens, deren Folgen die Arbeitslosigkeit und Brotlosigkeit getvesen wären. Neben der Kciegs- gewinnsteuer beabsichtigt die Reichsregierung dem Reichstag in der nächsten Tagung eine Reihe von S t e u e r g c s c tz e n t - würfen vorzulegen, die insgesamt etwa 500 Millionen Mark erbringen sollen, nämlich: 1. den Entwurf eines Gesetzes über die Erhöhung von Tabakabgaben, 2. den Entwurf eines Quittungsstempelgcsetzes: 3. den Entwurf eines Gesetzes über die mit den Po st gebühren zu erhebende Reichsabgabe: 4. den Entwurf eines Gesetzes betreffend Frachturkunden st empel und dessen Ausdehnung auf Stückgüter. Diese Gesetzentwürfe bilden eine notwendige Ergänzung zu dem im März dem Reichstage zugehenden Etatsentwurf des Deutschen Reichs. Tie Steuervorlagen bezwecken, nicht die Lösung der Frage nach Deckung der gesamten aus dem Kriege sich ergebenden Belastung. Diese Ausgabe wird nach Beendigung des Krieges zu lösen sein. Eine weitere direkte Besteuerung neben der Kriegsgewinnftener scheidet aus. Bereits jetzt haben die Einzelstaaten und Kommunen die direkten Steuern stark in Anspruch genommen, und es läßt sich nicht übersehen, bis zu welcher Höhe dies im ipcitercn Verlaufe noch geschehen Muß. Es ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, auf dem Gebiete der indirekten Besteuerung die Erschließung weiterer Einnahmen zu suchen. Diese Steuern müssen aus einen möglichst weiten Kreis gelegt Werden, tunlichst unter Schonung der durch den Krieg ohnedies in ihrem Einkommen und Vermögen hart Betroffenen, insbesondere der minderbemittelt«!. Klassen der Bevölkerung. Bereits in den früheren Vorlagen der Regierung ist nachdrücklich auf eine erweiterte Besteuerungsfähigkeit des Tabaks hin gewiesen worden. Die Belastung mit Tabaksaus gaben auf den .Kopf der Bevölkerung betrug im Jahre 1912 in Deutsch land 2,78 Mark, in England 6,28 Mark imd in Frankreich 7,68 Mark. Eingehende Verhandlungen mit Vertretern des Tabakgewerbes haben ergeben, daß die Erhöhung der Tabakabgabe im gegenwärtigen Zeitpunkt für das Gewerbe und die Verbraucher erträglich ist. Die Vorlage sieht eine verhält nismäßig niedrige Belastirng der billigen Tabake vor und eine wesentlich stärkere des Luxuskonsums. Die Ertragserhöhung der Abgaben auf Zigaretten soll unter möglichster Schonung der Betriebsverhältnisse in der Zigarettenrndustrie vorgenommen werden. Die Einführung des Quittungsstemvcls wird nicht ohne Be läftigung des Verkehrs abgehen, denn ein Quittungsstempel ohne Qujttungszwang würde nicht die erforderlichen Erträgnisse bringen. Zahlungen von geringeren Beträgen und zu bestimtnten Zwecken bleiben von der Steuer befreit. Den Bestrebungen zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs trägt die Vorlage in »veitem Umfange Rechmmg: unter anderem soll mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes der S ch e ckstem p c l in Fortfall kommen. Eine ansehnliche Einnahmesteigerung ist durch eine stärkere Heranziehung des Post-, Telegraphen- und Telephonverkehrs zu erzielen. An der Aufbringung dieser neuen Einnahmen wird fast die ^anze Bevölkerung teilnehmen, doch Iverden nur leistungsfähige Schultern durch sie in stärkerem Maße belastet. Mit dieser Neick)sabgabe steht die Einführung eines Stempels auf Frachturkunden von Stückgutscndungen auf Eisenbahnen und Schiffen in engem Zusammenhänge. Neben der Einführung eines Stückgutstempels ist eine Erhöhung des bestehenden Fra ch t urkundenstempels geplant. Tic treuen Steuern sind Kriegs st euer n , nichts mehr und nichts tvcniger. Für den Augenblick handelt es sich darum, eine ordentliche Finanzwirtschaft des Reiches auch während des Krieges im Gange zu halten. Es ist ein Kriegserfordernis, daß uns dieser feste Boden gesichert bleibt, Nachdem das deutsche Volk in zwanzig- rnonatigem militärischem und wirtschaftlichem Ringen mit bewunderungswürdiger Einmütigkeit und beispiellosem Opfersinn seinen Entschluß bewiesen hat. den ihm aufgezwungenen Daseinskampf zum siegreichen Ende zu führen, ist kein Zweifel gestattet, daß cs auch die finanziellen Lasten aus sich nehmen wird, die dieses Ziel erheischt- Durch die Veröffentlichung des Entlvurfes des Kriegs- gewinnfteuergesetzes im gegenwärtigen Stadium seiner gesetzgeberischen Behandlung soll der breiten Oesfenttichkeit und den wirtschaftlichen Organisationen Gelegenheit gegeben werden, den für unsere gesamten wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse be- deutsamen Entwurf frühzeitig einer Prüfung zu unterziehen, zu seinen Einzelheiten Stellung ztl nehmen und dadurch die Arbeiten der gesetzgebenden Körperschaften zu unterstützen. Aus Hessen» Die tzausbaltsberatung. rb. D a r m st a d t, 24. Febr. Die gemeinsame Haus- baltsberatung des Finanzausschusses mit der Regierung wurde heute nachmittag zunächst unter Vorsitz des Aüg. M o l - lha n fortgesetzt. Beim Etat des Ministeriums des Innern (Kapitel 23) ist bekanntlich von der Regierung beantragt, eine Teilung bt der Abteilung III insofern cintrrtm zu lassen, daß die la nc> wirtschaftlichen Ringel egen heilen losgelöst und einem besonderetr Ministerialrat tmterstellt und die Kapitel Handel unb Gewerbe alsdann eine Abteilung für sich bilden. Es würde demnach die Stelle eines neuen Ministerialrats geschaffen werden, während dafür ein Hilfsarbeiter gestrichen würde. Die Regierung gab dem Ausschuß nähere Auskunft über die ^äotweudigkcit dieser Maßnahme: ein Beschluß des Ausschusses ist jedoch noch nicht erfolgt. Beim Kapitel 36, Landesuniversität, und Kapitel 124, hat der Ausschuß besonders den beantragten Erwerb der Kinlxw- klinik beanstandet und in Verbindung damit die laufenden Ausgaben für diese gestrichen, auch nähere Auskunft über die im Kapitel 53 gestellte Anforderung von 50000 Mark für Mutter- imb Säuylin gSfi'cr sorge verlangt. Die Regierung legte die Verhältnisse eingehend auseinander, besonders die Stellung zu dem jetzigen Besitzer der Kinderklinik: es habe sich die Notwendig- seit ergeben, diese Klinik auf den Staat zu übernehmen. Die Ne- snerung begründete auch die Anforderimg der 50 000 Mk., während ,:e zugab. daß der Erwerb der Kinderklinik ewutuell nock) zuriick- gülellt werden fönte Damit kamen die 100 000 Mk. für die letztere imd dce laufenden Ausgaben mit 14 800 Mk. im Voran- sä>iag rn Wegfall. Bei dieser Galegnüieit bracküe die Großb. Re- merun g auch die jüngst erfolgte Versetzung eines höheren Beamten m den Ruhestand, die airs seinen Antrag erfolgte, znr Sprache. Die Regiermig erklärte, daß dessen Pensionierung ledig lick aus Gesundheitsrücksichten erfolgt sei. Falls sich hierbei nachttäglich noch andere Momente ergeben sollten, so kann die Regierung auf dem Wege des Disziplinarverfahrens einschreiten. - Beim Kapitel 57 a, Heil- und Pflegeansta.lt Alzey waren im Ausschuß gegen die Beschaffung eines eigenen Fuhrwerks Bedenken geäußert worden. Die Regierung ist der Meinung, daß bei derartigen Betriebsausgaben möglichst gespart werden müsse, und erklärte sich mtt Streichung dieser Anforderung einverstanden. Kapitel 69, Kreis geoMeter, die Kreisgeometer, welche für behinderte Beamte in benachbarten Bezirken Dienst tun müssen, erhalten dafür nur gekürzte Tagegelder, was der Ausschuß beanstandete. Die Regierung erllärte, daß diese Verkürzung nur dann erfolge, wenn die Beamten sehr viel Dienst in benachbarten Bezirken zu tun hätten. Tre geringere Gebührenzahlung erfolge aus Sparsamkeitsgründen. Beim Kap. 74, Bodenmeliorationen, hat der Ausschuß die Mehrforderung von 30 000 Mk. nicht genehmigt: die Regierung willigte in die Streichung dieser Summe ein. Beim Kap. 75a, Land- wirft chaftskammer, ersuchte der Ausschuß um Aufklärung, ob der gesamte Betrag von 195 290 Mk. in den Jahren 1914 und.1915 an die Landwirtschaftskammer_ abgegeben worden sei, oder für 1916 vielleicht ein Abstrich erfolgen könne. Die Regierung antwortete, daß für 1914 ein kleiner Betrag erspart wurde, während für 1915 das Ergebnis noch nicht feststehe. Sie erklärte sich damtt anverstanden, daß der gesamte Betrag mit dem Vorbehalt event. Ersparnisse bewilligt wird, die der Staatskasse züfiießen sollen, -dasselbe Verfahren solle auch bei dem Staatszuschuß für die Handelskammer erfolgen. Tic Weiterberatung erfolgt am Freitag vormittag. tb. Tarmstadt, 25. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer setzte heute vormittag gemeinsam mit der Regierung die Etatsberatung fort, der auch Kammerpräsident K iH) I c r * Worms beiwohnte. Beim Kap. 38, Gymnasien, Realgymnasien, Obcrreal- und Realschulen beschloß der Ausschuß entsprechend seinem früheren Beschluß auf Zusammenlegung der beiden Darm- »tädtcr Gymnasien, die Positionen für die beiden Direktoren nur auf den Inhaber zu bewilligen. Bei den Kapiteln 78, Handelskammern, und 79, Förderung des kaufmännischen Unterrichts, wurde beschlossen, wie gestern bei der Landwirtscyaftskammer die angeforderten Summen mit der Maßgabe zu bewilligen, daß die daraus verbleibenden Ersparnisse wieder der Staatskasse zuslicßen sollen. Bei der Verhandlung über Kap. 65, Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, stimmte die Regierung dem Ausschußbeschluß zu, die daraus den drei Pro vinziattSiechenan statten für Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen zufließenden Staatsbeihilfen auf je 20 000 Mk. festzusetzeir. Die Negierung erklärte sich auch mit den übrigen Beschlüssen dis Ausschusses zu diesem Kapitel, so besonders dem bezüglich des Kapitalstockes, daß über das Ver mögen nur mit Zustimmung der Landstände verfügt werden kann, einveritanden. Weiter wurde noch über den an- geforderten ^taatskommissar für die Zenttalkassc der landwirtschaftlichen Genossenschaften verhandelt, aber noch kein Beschluß darüber gefaßt. Bei der Beratung über das Kapitel Direkte Steuern usw. wurden mit dem Re- giernngs Vorschlag aus Erhöhung der Staatseinkommensteuer um 20 Prozent und der Vermögenssteuer von 95 Pfennig auf 1 Mk. für je 1000 Mark Vermögen auch die beiden Steueranträge der Mgg. Henrich und Ulrich mit zur Erörterung gestellt. Es wurde jedoch darüber im Ausschuß' noch kein Ergebnis erzielt sondern die Besprechung um y 2 2 Uhr abgebrochen. Die nächste Sitzung des Ausschusses mit der Regierung findet am Dienstag nackMittag statt. Am Vormittag tagt der Llusschuß für sich aNein. Ans Stsdt nnd Land. Gießen, 26. Februar 1916. Ausstellung der Aliceschule. Am Freitag „wegen um 10 Uhr rvuroe in btmi Mm alten Schloß gehörigen Mbengebäude Sonuenstraße 2, das der 1. Abteilung der Aliceschule für die Dauer der Beanspruchung ihres Schulhauses am Ostvaldsgorten zu Kriegszwecken durch das Großh-erzoglick-e Hofmarschall, Weiß-, Loch- und Ausschnittstickcrei, Netz, Knüpf nnd Bändckfen- arbett, Tülldurchzug, Frivolitäteuarbeiteu, Musen, Kissen und Wandschirme in Nadelmalerei. Ei« dritter Raum enthalt die Ausstesiung der imtc-r der Leitung der Bügellehrerin Frl. Noll ausgesührten Bügel- und Reiniguugsarbeiten. Man ist hier erstaunt, zu hören, daß eS sich uni lauter gebrauchte Kissen, Decken usw. handelt; denn die Sachen präsentieren sich alle, als ob sie funkelnagelneu wären. So bietet die ganze Ausstellung ein schönes Bild weiblicher L>andfertigkeit, dessen Ge-nuß sich alle Gießener Damen nicht entgehen lassen nwgen. * ** Militärische Ausbildung der Jugend. Die für nächsten Sonntag vorgesehene Hebung gegen die Juiigniannschaft Grünberg muß verschoben werden, da die Leistungen für unsere Jungviäuner bei dieser Witte-> rung zu anstrengeiid wären. Statt dessen findet Exerzieren statt. Angetreten wird 2si2Uhr vor der neuen Kaserne (Licher Straße). ** Gießener Ha.usfrcru.en -Verein. Ter Bor- staiid hat beschlosseii, aiich weiterhiii 5 t o ch v o r f ü h r u n - g e n stattfinden zu lassen. Mtt Rücksicht auf die immer »veiter steigenden Fleischpreise soll hauptsächlich« die Zu- berettung^von fleischlosen Speisen gezeigt werden. Frau ^aih, Schulstvaße 10, hat sich dem Verein für diese Zwecke zur Verfügung gestellt uno hat eS in dankenswerter Weise übernommen, die Vereinsmttglieder in der Zubereitung schmackhafter, fleischloser Speisen zu unterrichten. Nummern, die zu dem Besuch der Kochvorführungen he- rechttgen, werden in der Geschäftsstelle, Mäusburg 5 , Montag von 6—8 und Dienstag von 3—5 Uhr an die Mitglieder des Vereins ausgegeben (siehe Anzeige). In der Geschäftsstelle sind auch die „S ch u h e o h n e L e d e r" zu besDihtigen. **.Oberhessischer G e s ch i ch t s v e r e i n. Wir »veisen nochmals darauf hin, daß die Mitgliederversammlung Montag, vktz b., Mts., abends 8^/2 Uhr, im Hotel Schütz ftattfinbet. Dre geschäftlichen Verhandlungen werden nur ganz kurze Zeit in Anspruch nehmen und sind ebenso öffentlich wie der im Anzeigen- terl angekündigtc Vortrag. Landkreis Gießen. O Grün b erg, 25. Febr. Am Sonntag, den 27. Februar, veranstaltet der lüelige Geiverbeverein im Gastdaus zum Rappen einen Lichtbildervortrag. Ingenieur Professor Brock- mann aus Offenbach spricht über »Wilhelm Bauer, der Erfinder des ^.auchbookeS. Taten und Eriolge der Unterseeboote/ — In letzter Zeit sind wieder drei Kampfer von hier mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet worden. Es sind dies der Rektor unserer Realschule, Oberleutnant Angelberger, d^r als Batterieiührer im Westen steht, sowie Unterofstzier Karl Möser, der lange Zeit ziveiler Turnwart des hiesigen Turnvereins war, und Pionier Georg Schenk. Hessen-Nassau. . ( ) A u s K u r h c s s e n, 26. Febr. Der Borsitzeirde der Land- wrrttchaftskamnrer zu Cassel fordett die Larrdwirte zum Flachsbau auf imb teilt zugleich mit, daß diejenigen, welche Samen! beziehen wollen, sich bis zum 1. Marz melden müssen. ^-Frankfurt a. M., 25. Febr. Im Ostbahrthof wurde am Donnerstag abend der Schaffner Adalbert Schinidt von einem Zuge überfahren und so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit im Krankenhause verstarb. — Beim Schlittenfahren in der Bergerstraße kam am Donnerstag der zwölfjährige Sohn des Arbeiters Wohlfahrt, Falltor- straße 41, so unglücklich zu Fall, daß er gegen die Bordsteine geschleudert »vurde und dabei einen Schädelbrnch erlitt, an dessen Folgen er heute früh im Bürgerhospital verstarb. — Zur Behebung des Mangels geschulten männlichen Personals beschloß der hiesige Gastwirteverein, beim Polizeipräsidium dahin vorstellig zu werden, daß auch w e 1 b l ich e s Personal zum Bedienen der Gäste herangezogen werden kann. — Weiter beschloß der Verein, der Einführung der Einheits-Speisekarte näher zu treten. Der Vorstand »vurde mit der lveitcren Erledigung der Angelegenheit betraut. . ch- ?.k- Goar. 2b. Febr. Im Rheine, unterhalb von hierbei dem Kilometer 56, fit eine männliche Leiche gelandet worden Man glaubt, daß es sich um den Goldzähler Reinhold M a l 0 w s k i aus Wiesbaden handelt, der seit dem 18. Januar 1916 vermißt ist. — Eine andere Leiche wurde bei Kamp im Rheine gelandet. Dieser Leiche fehlen die Arme und die Beine. Sie muß schon sehr lange im Rheine gelegen haben und ist vollständig unkenntlich gcivorden Börsen-Wochenvcricht. = Frankfurt a. M., 25. Febr. Tic erfolgreiche Wiederaufnahme der Offensive an der Westfront hat ihren Eindruck aus die Börse nicht verfehlt. Gestaltete sich die Preisbewegung aus den einzelnen Märkten auch nicht ganz einheitlich, so kennzeichnete sich die Grundstimmung im freien Verkehr dvckr vvnviegend als fest Vorübergehend hatte in dieser Woche die Nähe des Monatsendes etwas einschränkend auf das Geschäft und abschwächend auf die Kurse gewirkt, auck hatten die bevorstehende neue Kriegscurleilre und die Erötterimgen über unser Verhältnis zu Amerika starke Zurückhaltung hervorgerufen, die zuversichtliche Haltung kam aber bald wieder zum Durchbruch, so daß dir meisten ^.Kursrückgänge der ersten Wochenhälfte bald wieder ein Uhr, bei kleinen Preisen (Gutscheine haben Gültigkeit): „Das Glücksmädel." Ende nach 6 Uhr. Abends 7% Uhr, bei kleinen Prellen (Gutscheine haben Gültigkeit): „Maria Magdalene." Ende- m ch 18^-Uhr. RrVchrrehe N. Jeden Sonntag nachmittag Zusammenkunft. Soangelftcher Gottrs-ienft. Kirchberg: Sonntag, den 27. Februar, vorinittags 10 Uhr. Lottar: Sonntag, den 27. Februar, nachmittags Ifl, Uhr. Danbringen: Mittwoch, den 1. März, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan G u ß m a n n. _ _ _ katholische Gemem-e. • Ssttesdienst. Samsta g, den 26. Februar: Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 27. Februar, Sonntag Sexagesime. Vormittags 6'/- „ 7 rf » „ 9 . ir 9'cachinittags 6 Abgestorbenen. Dienstag und Freitag, Doirnerstag nachmittag und abend Freitag 7 Uhr ist Scgensineffe. Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. „ Hl. Messe. „ Austeilung dar hl. Kommunion. „ Hochamt mit Predigt. Hl. Messe mit Predigt. Christenlehre; darauf Andacht für abends 8 Uhr, ist Kriegsbrttandacht. ist Beichtgelegenheit. Uhr: die Diafpsra-Gottes-lenst. Sonntag, den 27. Februar: IN Gründerg 9'/» Uhr. In Hungen 9*/, Uhr. Metsorolsgjsche SeÄ>achtrmgen de? Aatrsir Eietzen. Febr. 1916 1^-1 ö ’ — - ^ C -0 1 » S S 2" ^ w — c 0 - 5 . •£> S •5 cZ Z eo if 1 / a% r: E elf« COj3 l-=i Wetter 25. 2» + 0,7 4,2 88 10 25. cp — -}-1,0 4,3 86 — — 10 26. -0,1 3,6 78 9 Niedrigste 24. .. 25. 1916 : — 1.2*6. Für ZLhenmatiker und Neuralgieleidende. Kann seit langen Jahren zum ersten Male wieder gehen. Herr Heinrich, München, schreibt: „Da ich schon seit mehreren cchren fürchterliche Lchnrcrzen m meinem Kn re hatie und alte ärmliche ilfe. die ich bis jetzt gebrauchte, vergebens war. wandte ich mich noch in meiner Berzweifluna an T ogal-Tab letten. Nach dem Gebrauch von co. 3Tagen waren die Schmerzon vollständig weg und seit 4©oc(ten empfinde ich nicht den geringsten Schmerz und kann jetzt wieder laufen. wÄr-reud ich früher nicht mehr wußte, wie ich vom Platze kommen sollte." Aehnliche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche Togal nicht nur bei Rheumatismus, sondern auch beiKopfscknner-.ew Hexenschuß. Ischias, Schmerze» in den Gelenken, sowie bei Insiuenza gebrauchten. Togal löst bis Htvrnsaure, das verheerende Selbstgist, wodurch ebenso rasche wie anhaltende Erdige erzielt werden. Alle Apotheken sichren Tonal» Tabllcttew. 8«t.: zcÄ. «et. sdic. Chi nein M-jj. Li. 88683 Gymnasium Fridericiamim zu Laubach. Antneldungen neuer Sehülev werden schriftlich jederzeit, mündlich an den Wochentagen von 12—1 Uhr entgegengenommen. Vor- znl egren sind Geburtsschein, impf schein nnd Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Aofaafcmeprifimg: Montag, 1. Mai, vormitt. 8 Uhr. Laubacn, 7. Februar 1916. [1458hv Grossh. Direktion des Gymnasinms Henk. Beginn des Sommersemesters für Hoch- und Tiefbau am 5. April. Schluß desselben Mitte August 1916. Programme und Anmeldeformulare sind durch die Direktion zu erhalten. Das Schulgeld beträgt 100 Mark für das Halbjahr. — Schluß der Anmeldefrist am 1. April. 12571) Die Direktion. Gesetzliche Meisterprüfungen str MllW mir wittW Pasosen ia #iitaof , Die Gesuche um Zulassung zur künftigen D^eisterprüfung (§ 133 der Gewerbeordnung) sind mit den erforderlichen Unterlage« bis spätestens anr 1, März 1916 an den Unterzeichneten einzu- reichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mark ist aber vorher an die Handwerkskammer in Darmstadl — SaaLbaustraße 60 — einMsenden. Gießen, am 1. Dezember 1915. Die Meisterprüfuugskommissioa für die Provinz Oberh essen. Traber, Dorsitzender. Bern. Das GefchästsziMmer ^ M.'P.-K. befindet stch tetzr Dit-A»lase 12 1, wohl« alle Schrrfrstücke m t euben Md. _ . D ürWcher LsustroatonüM m SsuHerrhaufty. Dirraentea-, Gesang, Klsvicr-, K»mpo^1is«S-, QrchcÄerhschtzchule. Orgel, Harfe, Kamlneriunsik usw. Gruches SchLlerorchefter mrd Operrr- m-lssührmrgen, dirigiert durch Schüler. Mrrwirkung in der.HpfkElle. Voll- ständige Ausbildung für Over und Konzert. Reife-Prüstmgen und Ienq» Mst'e. Freistellen für Gläser und Halbsten. Ausnahme den 27. Avril und je derart. Prospekt kostenlos. Gegründet 1» 1470 i hv _Sfofl&ape'flmeiner f'«rhach. JM Cassel - WiUtt&naböhe. vorberettvng SsS n. Ns4erami aßet. Jä Huri ch - Grasrsn. Profp. d. d. Dir. 147Lhvl H. Topf. ^Hermes Handel s- I^ehr-lnstitut [ festWap 51 - BalinlÄ 4L Tie geschliche Gefeüen - Prüfung der Schmiede-Innung für den .Kreis Gießen findet im April d. I. statt. Die Anmeldung hat spätestens bis 5. März d. I. bei dern Unterzeichneten zu erfolgen. Es find 5 Mk. Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 17. Februar 1916. Der Borfitzende des GeseSenprüfungs-Ausschusscs: Jeh- Heß. 1201D Mrchenrat L^Nftel Stiftung. Die Zinse« dieser Stiftung sollen am März*an 10 srrne und würdige Fanulieu verteilt werden. Anmeldungen erfolgen bis zürn 75. Mar, bei dem Pfarrer, zu dessen k'^ewetnde d«e fich Bewerbenden gehören. Gieße«, 24. Februar YM Der r*«uftel. ii^inmtkirchenVorstand: Schwabe, Pfarrer. 1463V 26elchc Jürma kann mir t« knrzer %rtfr zur Ei» cgung von Wald 33000 lfd. Meter Millimeter '♦arten verstauen Giiendrabt und 9000 Krampen z»m ^c^umen des Drahtes stesern? Angebote aatn Aoßjab« Jri bitte ich 9 spätesten-, 1 . Mim er. an miüj emzutcnden. wwt 24. Februar 1916. Der Bürgermeister 1476 B Am 1. u. 15. jed. Monats Beginn neuer üandekknrse. Einzelne Fächer: Stenogr&Tshfa Hasch2aeti3ckr0ilren Rss&Äflhvraig 0,a<3 «sw. jederzeit. Rechtzeit. ^ Anmeldung, erwünscht^ ßrründl.NachhtlfeuM.,Sexta — Quarta w. erterBü. Std. mrr 1 Mk. Schriftliche Angebote mit. 07896a. d. Gieß. AnzeiMr. Slsrujgraphafi- Gosalisctiafl Giessen und Damenabteilung E. V. Wir eröffnen Donners tag, den 2. März 1916, cibd-Z.8-/, U hr in mrserem Bereinslokal -Bum ^^rmbrinu^', Kirch- strcrße 11, einen AAsllWkr-LehrWz L.k;aj,elsderaersck»erStenü- ar»Lvbie inr Damen nnd Herren. Urtterrichksgeld6M. Au wel düngen au Herrn A. Karrtbnch, Landgrafen- strafte 5, oder zu Be»lün des Nnrerrichtö erbeten. 1U5cl Der Borstanv. Kikß.HtsH'ML-Mciil KochvorsLhr»»geu NeU-stabt 61. Lrdervity. fieiscMes. Spats** durch Frau Laib. Erste Borsührg. m.Nostvrobe: Oon»cr»t»ff, 2. iHära, nu«'hmittaen i 1 /? i hr. ft ZV ten hierzu werden au dir n Uelftedcv des Hans sraiieuaereine' acaen Ent ricdtung vwn l O dsttz. in der G e i ch aft s stelleM ri M onkaq v. Ubr nach «. nnd Tienötaa v. 3—5 Ubr nachm. andßCffcOrn. Da selbst! und auch die „Sckiuhc »bnt r um btn&tiarm. 1490 DJ I>«r Vorstand. Oiessener Fröbel-Seminar Staat!. Abschlussprüfung«» 1306D Ausbüdung z.Kindergärtnerin tV 9 Jahr. . . .} Ausbiidg.z.Fröberschen Kinderpflegerin 1Jahr| oktir. ===== Für Auswärtige Pension iin Hause ===== PIOSPEMTE durch I MOESEH, «ardenstr. 30 «ST- Aufnahme in den Kindergarten jederzeit HolMnstkistemng in; Gichener Stsdüvald. Msntaq, den 2^. Februar 1»r«, vormittags V/, Nbr beniunend, werden im Gieneuer StLdtwsld i« de» Distrikte» Benusbern. Pbilossvdenrvald. Heaholz. Saudbee« meistbietend versteigert: 107 St. =■ 3,79 Fstm. 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Linde» Stämme: 2 Stück mit 1,48 Fni. E1466B L'cch, den 24 Februar 1916. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich: Dör nm. Holzversteigerrmg. Donnerstag, den 2. März k. I., von vor- mrlrtags 10 Uhr an, soll im Anneroder Gemeinde- matd folgendes Holz versteigert toerden: 1 Rm. Hainbml)en-Rundscheit^ 3 Rm. Eichen-Scheit, 7 Rm. .Hainbnchen-K'iiüppel, 31 Nm. Eichen-Knüppel, ^ v' 17 Rm. Aichten-Knüppel, 360 Hainbwchen- und Erchen-Welken, 460 FrchteiH-Wellen, 10,2 Rm. Eichen- und Fichte n-Stveke. Die Zllsauuuenkuuft ist auf der Krünsterger Straße bei der (^anseburg. Annerod, den 25. Februar 1^1 GriTfikv'rzogkrche Bürgermeisterer Annerod. Horn. 1^88 8aMte» LindenfeSs i. Öd, zw. varWLLLät S»iÄe!^y4!AW.L. in ideal.'Waldg^el. if I mm, s 1 ™. kiMM Nö!»MWs • äß. Preise — Prospekt kostenlos S. 3. Br. SchsüS HoZzvsrsteigexmrg. Im Gemein de walde Dor«bolzbanierr werden an« Diensta?,, den DS. d. Mts., von vormittags & 2 Nbr ab versteigert: Eichen: 12 Rm. Kuüpnetholz und 85 Rm. Reifer, Buchen: M Rm. Scheitholz, 133 Rm. Knüppel hol; und 4M Sm. Retter, Weich ho Hz: 185 Rm. Reiser, Kiefern: 4 Rm. Scheitholz, 74 Rm. Knüppelholz u»-d 170 Rm Reiser, Fichten: 14 Staugen U 85 L, 215 3 , 480 4-, 460 ä, 880 6. Klaffe, 2 Rm Knüppelholz und 55 Rin. Reifer. Bnsammeukunst im Distrikt „Kühheck" in der Sc'ahe des Knorr Hofs. GraFrechterrbach, den 23. Februar 1916. _ Der Bürgermeister. 14.858 für läiävtttc unsmilUäP imfl fährst Kantiu., Hrtcgsgcfang.AageriL äcrgl. 2 irka 500 Zentner Blutenhonig - erfaß hergesteM aus prima Raffinade n. reinem Ncnenhonig, thcmM untersucht, Anerkennungen von MtMärverwaiwngm n. ücrgt. m PatfeariOT ä 50 Kilo uad ico Kilo, fe®ie V, Pfnn!l* votcs, J Pfund - L§terr und 1 Mnä -Güscrn billig sdMMvnk Frobcfcndungen gratis durch C. ll. Scherer, Büdingen (Overtzesfenj. Celeron 257 ^„5 Celeron 257 Kii^clerwagesi SCIapp» uns! Sportwagen alle Nenhclten sot in großer Auswahl eingeti*ofiFen Haig. ICällaitfge^, Oiessei. 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