Hr. 45 Zweites Matt Erscheint tLgklch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Kietzener LamMenblätter" werden dem ,Anzeigei/ viermal wöchentlich beiqelegt, das ^Lreirblatt für den Kreis Giehrn" zweima! wöchentlich. Die „Landwirlschaftiichen Zeit- ftagen" erscheinen n»o,tätlich zweimal. M. Jahrgang General-Anzeiger für Gderhesten Mittwoch, 21 . Februar 1 ( 91(6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckereh R. Lange, Gießen. Schrittleitung,Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul» straße7.Geschättsstelle u.Berlag:^^51,Schrift« leitung: d^Wl12. 9ldresse für Trahtnachrtchtem Anzeiger Gießen. Krlegs&rtefe aus dem Gften. Krm Avferrm zum OflHeere entsandten Sbdtifibmäftecfeattct M«Lr«chtigier Nachdruck, auch mrLMgsweise, nerbotcu.) Die Schlacht bei Czartorysk. I. Bug-Armee, Anfang Februar. Ende September hatte sich die österreichische Armee in schnellem Dorrücken über Luzk hinaus gegen Rowrw vorgeschoben: auf il>rem südlichen Flügel hatte sie Deraztw erreicht, als ein starker russischer Gegenstoß es rötlich erscheinen ließ, die durch stetige Märsche »md Mmpfe ermüdeten Truppen! bisl tzsrtzk zurüc^nmehmen. Mitten durch das Sumpfgebiet wurde ein deutscher Stof; in die Flanke der Russen angesetzt. Die Lage »var so, daß die Oesterreicher das linke Styr-Ufer hielten und tarn Kolk» ab die russische Front weit nach Westen einsprang. Tie Trockenheit hatte den Sumpf passierbar gemacht, so daß es möglich war, trotz aller Hindernisse die deutschen Prüfte von Norden her lwrunterzuschieben und über Kolki fast senkrecht auf die russische Flanke curzu setzen. Kavalleriemassen gingen gleichzeitig, »im zu verschleiern, gegen den Styr vor. Ms die Russen schließlich die deutsche Absicht merkten, gingen sie in fluchtartigen Märschen zurück. Immerhin l-atte auch die KavallerieversMeierttng ihre Schuldigkeit getan, 10 000 Gefangene, darunter 50 Offiziere, 20 Maschinengewehre waren der Gewinn der Operation, die außerdem jeden weiteren Osfensiv- gedauken der Russen zunächst erstickte. Bis zur Putilowka ging der Südflügel der Russen zurück, die österreichisch-ungarische Armee verfolgte sie bis hier. Im Zentrum erstürinteu die deutschen Truppen Czernysz und Bcrecsian—, die auf Sandinseln im Sumpfe beherrschende Stützpunkte für den Uebevgang z»r»n Stellungskrieg abgeben sollten. Tie weiteir Linienführung, am Kormin-Bach erwies sich als schwierig, da das Gelände zu versumpft war. Tie Stellung mußte auf Silmki am Styr zutückgebogen werden. Der Styr-Bogen bei Czartorysk war daher auch der Flankierung von Süden ausgesetzt. Auf dem rechten Styr--Ufer wurden zwei Brückenköpfe bei Nvwosielki und Kulikowiczy ausgebaM und schließlich verbunden. Tie Mündrmg der Okonka in den Styr, einen Kilometer nördlich von Nowosielki, war gesichert. Nördlich der Okonka schlossen deutsche Truppen an. * Im Laufe des 16. Oktober wurde auf dem ganzen Frontabschnitt stärkeres russisches Artilleriefeuer und das Verschieben russischer Kräfte bemerkt. Russische Ueberläuser sagten aus, daß ein Angriff beabsichtigt sei. Tie Nacht vom 16. zum 17. Oktober war sterrveulivs und tiesdun'kl. Bei Czartorysk wurde wieder ein Ueberläuser aufgebracht. Er erklärte: ein. russisches Bataillon ist durch. Die Meldung wurde nach telephonisch weitergegeben. Des Morgens um 5 Uhr erfolgte ein Frontalangriff. Tie Russen setzten sechs Divisionen zum Sturm an. Gegen Kulikowiczy, Nowosielki, Czartorysk und gegen Rafalvwka. Bei Nafalowka wurden die österreichisch-ungorffchen Truppen zurückgedrängt, hielten bei Kostinchnowka in guter Stellung fest. Im Styr-Bogen war inzwischen der Einbruch erfolgt. Ter Brückenkopf Nowosielki wurde vom Rücken beschossen. Ein furchtbarer Kamw, bei dem die Russen jeden Bortttl hatten, spielte sich in dem Sumpstoald bei der Okonka ab. Tie Russen gingen über Stellen vor, die man bis dahin für unpassierbar gehalten batte. Sie sprangen in flaches Wasser, dessen Grund trug und vermieden Wiesenflecke, die den Mann, der den Sprung wagte, versinken ließ. Gleichzeitig, etwa um sieben Uhr, waren die Russen auch an den Brückenkopf von Kulikowiczy Hera»» und nahmen ihn. Damit war die gesamte Brückenkopf-Stellung gefallen, die Lage der Truppen in Czartorysk war entschieden. Noch glaubte mau, »rach rechts Anschluß zu haben, weil eine preußische Kompagnie, die sich über die Okonka zrrrückge^ogen hatte, den Flügel bildete, aber die Lücke war schon ttef. Dre Okonka war Grenzfluß gegen die Russen geworden. Am 18., im Morgengrauen, wurde Czartorysk von drei Seiten angegriffen. Die sibirischen Schützen stürmten in dichten Massen. Ein paar Kompagnien ostpreußischer Grenadiere, die vom linken Flügel noch hereingeworfen wurden, konnten den Truppen in Czart orysk nicht me hr helfen. In schweren und blutigen Bajonett- Giefzener Stadttheare^. Der lächelnde Knabe. Ein Scherzspiel aus alten Tagen von Max Dreher. Ein Theaterabend, an dem man seine rechte Freude haben konnte. Glückliche Wahl des Stuckes, gltte Bühnenbilder, rückhaltlos anzuerkennende, frischfröhliche Darstellung. Wann findet sich solches zusammen? Muß es ein Schaltjahr sein? „Ter lächelnde Knabe." Max Dreher ist ja keiner unserer größten Bühnendichter, aber einer, der immer im Kielwasser der bahnbrechende»» Großen blieb »md mit Geschick, im Anschluß an sie, den Naturalismus und andere neuentdeckte Meere durchsegelte, um schließlich auf eigene Faust im Hafen der biederen Herkömmlichkeit Anker zu tverfeu. Er faßte Grund im alten Lustspiel, und eine köstliche Mär aus alten Tagen stieg in dem träumenden Dichter aus. Er ließ sie im „lächelnden Knaben" Gestalt werden. Wenn man die Mär nun hernehmen und erzählen soll, so wird das nicht leicht sein. Märchendinge, die so kunstvoll leicht ineinander gewoben sind, zerreißen wie Spinnweb, »venn man danach greift und sie. ans Licht zerren will. Bor allem läßt sich ans ihnen kein Problem zusammenballen und nachher säuberlich auseinanderwickeln. Man kann sie höchstens mit behutsamen Worten nacherzähien, damit nicht allzuviel der Müschen entgleiten. Hat sich da ein echtpreußischer Artilleriemajor, der sein Teil dazu beigettagen hat, daß Napoleon auf St. Helena sitzt, in einem alten Ostseestädtchen zur Ruhe gelassen. Einen guten Tropfen liebt er, trotzdem das Reißen ihn plagt und sein Leutnant a. D., der Arzt geworden ist, ihm die Freude verbieten will. Sein Waldhorn bläst er, obwohl die schöne Hausbesitzerin. Sabine Blenkardt, es ihm untersagen null, und da er außerdem ein findiger Kopf ist, so erfindet er sich ein Dampfschiff zurecht, obwohl niemand seine Idee unterstützen will. Nun bechert er gerade mit seinem galten Freunde, dem zarten, poetisch angehauchten Tobias Lindensttöm, früheren Ratsapotheker, in die erste Maiennacht hinein, da hebt nach dem zwölften Glockenschlag ein Wimmern inr Garten an, und als der Major, als der einzig Herzhafte, das Ding besieht, von dem das Gewimmer ausgeht, da ist es ein Knabe, der im Garten ausgesetzt wurde. Er müßte nicht der gute Kerl sein, der er ist, wenn er sich nicht gleich des Findlings annähme. Er »nacht dem Schreihals aus einer neuen Pfeife einen Lutscher, erfindet ein neues Wickelsystem und bläst ihn mit seinem Waldhorn in Schlaf — seine Wirtin aber aus dem Schlafe. Nun müßte auch sie nicht ein so prächtiger Mensch feitt, wenn sie nicht den: Herrn Major den Findling streitig machen wollte, der zudem zmf ihrem Grund und Boden gependen wurde. Der Major gibt aber seinen Fund nicht heraus und so entsteht ein erbitterter Streit um den Knaben, wo der die kluge Sabine ibren Vetter den Ratsch ndikus, und ihren Onkel, den Schiffsreeder, in Wahrung von deren eigensten Interessen für sich ausbietet. Nun verwickelt sich die ganze Geschichte, weil der Knabe das Kind einer französischen Friseuse ist, die der Tochter des Schiffsreeders mit politischen Farcen de»» Kops verdreht hat und 01 t deren Verschwinden die beiden Verwandte Sabines und auch der kämpfen fiel die Stadt, fiel ein Teil des heldenmütigen Regiments, das sich töwentapfer schlrtg. Gleichzeitig ivaren russische Massen über Kulikowiczy gegen Rudka von Süden Her her an gekommen und drängten am Abend noch bis Kulli weiter. Am 19. kamen schon russische Patrouillen bis zum Stochod. Sofianowka wurde von schwachen Kräften besetzt, Jablonka fiel in russische Hand. Tie Russen standen also etwa 20 Kilometer tief in der deutsch- österreichischen Front, das russische Zentrttm war au diesem 19. Oktober Kukli. Nur zögernd gingen die russischen Spitzen weiter. Unleugbar »var ein — wenn auch begrenzter — Erfolg errungen, aber ihn rücksichtslos .auszunutzen, dazu fehlte den Russen die Entschlossenheit, während die deutsche Armeeleitimg alle Kräfte zu- sammennahm, um den unangenehmen spitzen Keil zurückzutreiben. In schweren und aufopfecuden Kämpfen, die hohe Anforderungen stelltest, gelang dies. Die ganze Sumpfebene des Styr-Bogens ist ein einziges großes Schlachtfeld darüber geworden. Rolf Brandt, 5kriegsberichterstatter. Aus festen. Die Beratung des Voranschlags. rb. Tarmstadt, 22. Febr. In der heutigen gemeiuschaft- lichen Sitzung des Finanzausschusses mit der Negierung gedachte vor Beginn der Beratung der Vorsitzende, Abg. Tr. Osann, des Ablebens des frül-eren hessischen Finanzminifters Gnauth, der eine Reihe von Jahren mit!der Zuzeiten Kammer mtb 1 deren Finanzausschuß zusammengearbeitet hat, und widmete «Hut Worte ehrenden Gedenkens. Bei Fortsetzung der Vercckung über die vom Finanzausschuß porgenommenen Beanstandungen an dem Voranschlag wurde zuerst Kapitel 12 mit Ausnahme der Frage der direkten Steuerin besprochen. Tie Regierung gab zu den Ansätzen int Etat noch die Ergebnisse des Jahres 1915 bekannt, soweit fi•' sich jetzt überblicken lassen, und suchte auf deren Grnndlage die Ansätze im Voranschlag im einzelnen zu rechtfertigen. Dasselbe geschah beim Etat des Ministeriums der Justiz, insbesondere bei der» Einnahinc- ausfällen, deren Abänderung der Finanzausschuß anstrebt. Tie Abstriche im Kapitel 102, Kataster, und Kapitel 103, Bauwesen, fanden keinen Widerspruch seitetts der Regierung. Bei Kapitel 116, Verhältnis zirm Reich, wurden von der Regierung ebenfalls die Ergebnisse des Jaches 1915 beigebracht, welche eine ^verschiedenartige Gestaltung in den einzelnen Einnahmen zeigten: auch hier erfolgt die Beschlußfassung erst demnächst. Im Anschluß daran, teilte Staatsminister Tr. v. Ewald mit. daß die Tätigkeit des Vereins a ch u n g s a u s s chn s s e s dech schon eine erhebliche Wirkung gezeitigt. habe, indem aus Grund seiner Beschlüsse und Vorschläge eine jährliche Ersparnis von 806 000 Mk. erreicht werde. Tie Fortsetzung der gemeinsamen Beratung erfolgt Mitttvoch vormittag. rb. T a r m st a b t, 22. Febr. Regierungsrat Frhr. Adalbert v. Starck, ein Sohn des früheren langjährigen hessischen Ministers, ist heute früh in Wiesbaden^ nach schiveren Leiden gestorben: er 'hat nur ein Alter von 50 Jahren erreicht. Frhr. v. Starck hat als Vorsitzender des Kreis an Sschusses Darmstadt und als Rat bei der hiesig eit Provinzialdirektion, »vie früher als .Kreisrat im Kreise Erback i. O., eine umfassende, segensreiche Tätigkeit ausgeübi und es verstanden, sitz den Tank und die Hom achtung aller Kreisangehörigen zu erwerben. Er begann seine amtlidie Tätigkeit bei»n Kreisamt Darmstadt, umr dann rtttige Zeit Großh Kabinetts sekret är und kaut 1896 an das Krcisantt Mainz, später mt das Kreisamt Offen bach, bis er 1899 als Ministerialsekretär ins Minisberrum berufen tvurde, in nielchem er dann auch als Rechernngsrat tätig war. Frhr. v. Starck verstand es, tcamentlich> währ nd der jetzigen Kriegs,eit, die mau- uigsaltigen schwieriget» wirtsck>aftli-chen Aufgaben mit größter Sachkunde imd klarem Mick zu beivältigen »rnd für den Kvmmunal- verband Tarmstadt verständige Bahnen für die Zufuhr der notwendigen Lebensinittel ztt sch^ffetr; auch auf dem Gebiet der Kricgs- fürsovge hat er Vorbild!ick)i getvirkt und sich dabei stets als warm- sühlender Mensch ertviesen, des seit frühzeitiges Hinscheiden allgemein aufrichtig beklagt »verden wird. Sein Bruder, Major a. D. und Kurdirektvr von Bad-Nauheim, ist ihm bereits vor mehreren Jahren im Tode voraztg-egaugen. vermischte». DaS Ullgliick im Hochkönigsgebiet. Berlin, L2. Febr. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. a. M/ meldet noch zi» deut L a iv i n e u u n g l ü ck im H 0 ch k ö u i g s g e b i e t aus Dtüitcheu, daß zwei La iv inen über die Unterkunstshütte hiumegguigeu. Die erste war eine sogenannte Schlaglawine, die neben der Schneentasse auch Schtltt mitkührte. Die zweite, die etiva 20 Minuten später herabging, war eine Staublawine. Unter dein steinigen Geröll wurden die Leichen gruppenweise, vier bis sechs zusammen, auigettmden. Verschüttet wtlrden ttn ganzen etwa 140 Personen, von denen noch 20 vermißt werden. — Weiter meldet die „B. Z a. M." aus Wien: In der Gefahrzone befanden sich 140 Dlaiiit. Ein Teil derselben fand m der H i trefft einhütte Unterkunft. Die Hütte wurde mit^ den Menschen m die Tiefe gerissen und verschüttet. Die ineisten der Vernnglückten dürften durch den Luftdruck der abstürzenden Schneemassen gelötet worden sein. An der Rettungsaktion be- leiligteo sich Salzburger Dtauuschaften und etwa 100 russische Kriegsaeßtiigene. Man glaubt mit 8 5 Todesopfern rechnen zu inüssen. * Berlin, 22. Febr. (Priv.-Tel.> Das „Berl. Tagebl." mttixt aus Breslau: Getvaltige Schneemassen sind seit Samstug abend im Schlesischen Gebirge nieder gegangen. ,Altf den Höhen des Riesengebirges beträgt die Schneelage jetzt eineinhalb Meter. Äluch im Jsergebirge, im Eulengebirge und im Walden- burger Gebirge gingen bedeutende Schncemeitgen nieder. In der ganzen rtiedersch lest scheu (Ebene liegt der Schnee annähernd vierzig Zentimeter hoch. . Hcrndel. Mitteldeutsche Kreditbank. Frankfurt a. M., 25. Febr. In der gestrigen Bilanzsitzung des Aussichtsrats ivurde beschlossen, in der auf den 22. März d. I. einzitberuseuden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 5V2 Prozent wie im Vorjahre zu beantragen. Märkte. ko. Frankfurt a. M., 22. Febr. Heu- und Stroh mar kt. Arif dein beuttaeit Heu- und Strohmarkt »var nichts angeiahren. Dic Marktpreise für Bieh und Frucht und die Giehener Fleisch- und Brotprerse aut 21. Febrtiar 1916. _ Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber SÄweine 50 Kg. Schlachtgewicht »c? - 230 Mk. 1/2 Kg.Schlachtgew.186-217 Pf, Vs Kg Schlachtgew. 78-129 Pf. Vr Kg. 160-164 Pf. 1/2 Kg. 160-164 Pf. 1/2 Kg 150- 00 Pf, Getreideimeise in M a n»»h e i m: Brotpreise in Gießen: Weizen 100 Kg. 28.60 Mk. Roggen 100 Kg. 24,60 Mk. Weißbrot 2 Kg. — Pf. Schwarzbrot 2 Kg. 68 Pf. Mkehlichs ALreL-riehten. CvangeUsche Gemeinde. ön der Ltadttirche. Dtiltwoch, den 23. Februar, abends 8 Uhr: Kriegs bei stunde Pfarrer Mahr. Auch a/s Liebesgabe im Felde begehrt/ (Im Feldpostbrief portofrei.) geschiedene RatÄäener Kluckuhn eckt berechtigtes Interesse habert. Tie Mascheit sind sehr setzt gelegt, ttnd als die geschästsbeflissenett Verwandten den Major zur Herausgabe des Kindes nicht haben bewegen können, schenkt er es selbst seiner Hauswirtin Sabine, „weil ein Frcruenlcöcheln über rhnt sein muß". Damit ist der kleine Kerl aber nicht etztverftanden, da die Pflegentutter ihn nichck so zu behandeln weiß, wie der Pflegevater irrth aitch nicht Waldbortt zu spielen versteht. Aus Spinettmusik macht er sich nichts Und also wird er krank. So führt er die beiden Vilege- eltern^ an seinen» Bettchen zusammen. In einer gemeinsam durck'ängstigteit Nacht retten sie ihm tzt lvetteisernder Liebe das Leben, tmd als sie gemeinsam am uäckßtien Morgen ein Duo für Waldhorit und Klaviersptztett spielen, da lächelt der Knabe mit arger List Und es ist nicht mehr weit davoit, daß seine beiden Pflegeeltern ihn unter getneinsanretn Namen adoptieren können Glar so eilig hats der Dichter nicht danrit. Hier zeigt er sich am Feinsten, mo er den Sau in seines Gewebes umschlägt mtd zu guter Letzt die köstlichsten ?lrabeskeu lstneinnürkt. Der Ratssyndikus und Freier wird vorbildlich abgeführt, des Schiffsreders Töchterlein von il/rer Napoleonsschwärmerei durch den jungen Arzt gründlich kuriert und der geschiedene Ratsbote Kluckuhn mit seiner geschiedenen Ehefrau Kluckuhn tvieder zusammengebrackck. „Der lächelnde Knabe", der die Zauberkraft der ersten Maiennacht aus seine ganze Umgebirng ausübt, hat drei glückliche Menschenpaare geschaffen. Ein treffliches Scherzspiel, das uns das Lachen nicht mit Ge waltinitteln abnötigt und uns dafür um so befreiter lachen läßt Tenn die Maschen, die beim Erzählen verloren gingen, sind doch die Buntesten und Bestrickendsten. Ein gesimder Httmor leuchtet über dem Ganzen. Die Gestalten sind voll überquellenden Lebens und jede einzelne steht abgeruitdet für sich da. Auch die Nebenfigurm stzrd säuberlich durchgearbeitet. Keinen Augettblick verliert sich, sobald der tote Ausgangsptntkt überwunden ist, die Spannung, und in jeder Szene kommt es zu ülrerraschend feinen Einzelzügen. Gespielt wurde, wie sckwu anfangs erwähnt, vortrefflich. Man fühlte bei den beteiligten Schanspielertt die Freude an ihrer A»»f gäbe. Wilhelin Hellmuth schuf einen prackftvollen Maior, eine Gestalt von erfjtem Schrot unv Körn, die aus etztem Guß kam; Anny Rubens eine Sabiite, die bei all ihrer bestrickenden Anntitt Kops und Herz aus dein rechtrat Fleck hat. Als zweites Paar spielteat Ferdinand S t e i n h 0 f e r, ein liebenswürdiger Arzt, und Kate Werner, etzte nettgewruurene ^aft, die sich recht temperametttvoll anlreß, deren Besähimrng z»t größeren Ausgabe»» aber erst obgewartet werden muß. Das dritte Paar, Ratsbvte Kluckithn, Rtcholf Gvll und Frau Muckuhn, Else Jüngling, Lot initerhalb der Gesanttleisttmg eine humoristisch unübertreffliche Einzellerstung, die untso höher eiitgeschätzt »verde»» »mch, als die Wirktmg ohne sonderliche Uebertreibtmg der Mittel erzielt »»mrde. Als Ratssyndikus war Ernst T he i l i n g äußerst geschickt. Walter Dworkowski urachte aus dent Schiffsreeder eine vorzüglich gelitngene Gestalt, 2llbert Stettner gelang die Figlir des Rats apotbekers ebenfalls vortrefflich, und Pat»l Schönte als Diener Philibert stand nicht zurück. Nur zwei Rolle»» cdotcjeit sich als höchst undankbar: die Kinderpuppe, die ein Menscheujunges darstellen und die Sttntme hinter der Bühne, die ihm beim Schreien behilflich sein sollte. In dieser Doppelrolle zeichnete sich der lächelnde Kitabe nicbt d»»rch sehr realistische Natürlichkeit aus. Besonders erivähnt seien »wch die flotte Ausführung und die guten szenischen.Bilder, womit Oberspiellciter Walter Dworkowski sich ein wirkliches Verdienst ernxtrb. 22 . * — Tie Uraufführung eines zeitgemäßen Orchester »v er kes in Wiesbaden. Man schreibt »»ns aus Wiesbaden: Im glanzvoll verlaufenen 10. Zylluskoitzert des Kurhauses, bei den» Martl»a L e f f l e r - B u r ck h a r d t als Solistin »vahre Beifallsstürme entfesselte, fand die Uraufführung eines zeitgemäßen Orchesterwerkes des greisen §lontponiste»t Bernhard Scholz unter Vdusikdirektor Carl S ch u h r i ch t s sorgsamer und zielbewußter Leitung einen sehr freundlichen Erfolg. Das Werk nennt sich „To t en k la g e" und schreitet, ähnlich einen» Trauertnarsch, in fast »tnerbittlich strenggenressener Rythmik dahin. Im Mittelsatz macht sich ».w rüber gellend eine leblMftere Bewegung geltend: durchs cht»mner»»de Sieges Hoffnung, inmitten all der schive- ren und diesen Trauer! Die Behcutdlung der Jnsttumetttatiou hält, sich von aller modernen Effekthascherei fern, und ist voll rühmenswerter Eigenschaften: einfach, ehern und djaraftmtol». Mab- itenb und feierlich schwebte die „Heldenklage" d»»rch den prunkvolle»» großen Kursaal. Die zahlreichen Zuhörer tauschte»» ans- »nerksain imd ergriffen und dankten lwifallig und herzlich für diese nette Gabe des Kornponiste»», der übrigens, durch den Krieg auS seinem Tuskulutn in Florenz vertrieben, seinen Wohnsitz »meder in Fva»rkf»trt ein geno inmen hat. 18, v. N. — Uraufführung in Chemnitz. Aus Cbemnitz »vird uns geschriebe»»: „Die erste Frau", Operette in drei Akten von Dr. W i l l n e r »md O e ft e r x c i d> e r , Musik von Heinrich Reinhardt, dein Könrpoinsten des bekattntei» „Süßen Vdädels", erlebte »nit^ durchschlagetidem Erfolge im Chemnitzer Z e n t ra l t h ea t e r ihre tvichsdeutsche Uraufführung. In bu- »norvoller Weise schilden» die Verftrsser die Gescknchte ei»»es ge- schriedene»» Ehentaimes, der, als er feiner zweiten zukünftigen Frau in einem Wiener Mvdesalon ein .Neid kaufen »vill und dort seine erste Frau als Probiermanffell »viedertrifft, sich in sie ernetit verliebt und sie aberntals heiratet. Unter de»» Nebetckignren ftnelt ein gattz geriebetter Preßburger Friseur, der geschiedene B'mtner getvohitheitsmäßig adoptiert, »im später als fideler Erpresser a»p- zutreten, und de»» Heiratslustigien kurz vor der Tvartung noch gatrz erhebliche Beiträge abknöpft, eine lvsvitdere Rolle. Das verni'ins- tige Textbuch »mb die Musik, die nicht besonders vrichnell, aber sehr gefällig ist, passett Ml zusatmnen. Der große Erfolg »var auch per gm^ vortt-efflickwn Darstellung der Operette durch das Personal der Bereinigten Stadttbcater zu verdauEine gatiz-e Attzahl Lieder, darunter natürlich die Hauptschlager „Herrgott, du darfst mir nicht böse sein" und „Wer »»nct> lieb bat. der läßt mich »»icht los", mußten »viederhvlt »werden. II. Amtlicher Teil. Netr.: Hausschlachtungen. Zln deu Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Auch die Genehmigungen der Hausschlachtungen hat Großh. Miiristerium des Innern jetzt für stempelfrer erklärt. Wiederholt sind uns Notschlachtungen mitgeteilt ioorbert, die sich auf Tiere bezogen, deren Schlachtmrg von uns wegen Müder- getvicht oder aus anderen Gründen abgelehnt worden war. Wenn nicht vor der Schlachtung der in unseren Amtsblättern 1 und 2 geforderte Nachweis erbracht worden ist, müssen wir Bestrafung em- treten lassen. Eure Notschlachtung ist nur gestattet, wenn nach sachverständigem Gutachten durch Krankheit oder Unglücksfall das alsbaldige Verenden des Tieres zu erwarten ist; Mangelnde Freßlust und dergleichen ist kein Grund zur Not- schlachtimg. Sie ivvllen in geeigneter Weise Vorstehendes zur Kenntnis der Bevölkerung bringen. Gießen, den 21. Februar 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen, vr. U s i n g e r. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach Bundesratsbeschluß sollen am 24. Februar d. Js. die Kartoffelvorräte festgestellt werden. Die Durchführung der Zählung innerhalb des Großherzogtums ist durch Verfügung Großh. Minißeriums des Innern der Großh. Zentralstelle für Landesstatistik zu Darmstadt übettragen worden. Die Erhebung selbst erfolgt gemeindeweise durch d'e G oßh. Bürgermeistereien (Oberbürgermeister, Bürgermeister). Eine Vergütung für die Mitwirkenden wird von Staats megen nicht geleistet. Die nötigere Zähllisten mit A n l a g e n und Gemeindebogen wird Ihnen die Großh. Zentralstelle für die Landes- statistik unmittelbar zusenden. Diejenigen Bürgermeistereien, die bis znm 23. Februar nicht im Besitz der nötigen Zähleaviere sind, wollen sich telegraphisch an die genannte Zentralstelle wenden wie folgt: „Landesstatistik Darmstadt Zählpapiere noch nicht eingetroffen. Bürgermeisterei NN." Auf dem Gemeindebogen ist eine Anweisung aufgedruckt, aus der Sie ersehen, wie die Zählung im einzelnen durchzuführen ist. Damit dies richtig geschieh:, wollen Sie sich mit den Bestimmungen genau vertraut machen und die Zähler belehren. Der zur Angabe verpflichtete Haushaltungsvorstand, Betriebsinhaber usw. hat seinen Kartoffelvorrat möglichst genau zu schätzen. Ein Abwiegen wird nicht verlangt. Kärtoffelvorräte unter 20Pfd. sind nicht zu berücksichtigen. Anfragen bezüglich der Zählung sind an die Großh. Zentralstelle für Landesstatistik in Darmstadt zu richten. Wer sich weigert, Angaben zu machen, oder sver fahrläs- s i g oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mir Geldstrafe bis zu fünfzehnhundert Mark bestraft. Die aus gefüllten Zähllisten mit Anlagen und die Urschriften der Gemeindebogen sind spätestens bis zum 28. Februar d. I s. an die Großh. Zentralstelle für Landes st ati st ik in Darmstadt einz ns enden. Der Termin muß unbedingt eingehalten werden. Die Zählungsergebnisse sollen nicht veröffentlicht werden. Die durch unsere hcktograrchicrte Verfügung vom 14. Februar 1916 g.-forderte Berichterstattung an uns, die nur zwei Zahlen (Vorrat und Bedarf) zu enthalten braucht, wollen Sie außerdem pünktlich erstattrn. da wir von den Verhältnissen in unserem Kreise Kenntnis haben müssen. Gießen, den 23. Februar 1916. Gwßherzoglichcs Kreisamt Gießen. 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Die Aktionäre, welche an der Beschlußsastung in der Generalversammlung teilnehmen wollen, haben ihre Ak.ien spätestens am 17. März 1916 bei einer der nachstehend verzeichneten Stellen o er bei einem deutschen Notar zu hinterlegen: in Frankfurt a. M. bei der Mitteldeutschen Kreditbank, in Berlin bei der MitteldeutiÄeu .Kreditbank oder bei der Bank des Berliner Kassen-Bercins. in Baden-Baden, Essen-Ruhr, Fürth, Gießen, Hanau, Hannover, Hildesbeim, Karlsruhe, Mainz bei den Filialen ?>er Mitteident chcn Kreditbank, in München bei der Niederlassung der Mitteldeutschen Kreditbank und der Firma H. Aufbäuser. in Nürnberg und Wiesbaden bei den Filialen der Mitteldeutschen Kreditbank, sowie bei den an andern Platzen befindlichen Wechselstuben und Niederlassungen der Mitteldeutschen Kreditbank, in Coblenz und Cöl» bei der Firma Leopold Seligmann, in Hamburg bei der Firma M. M. Marburg & Co., in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Kredit - A i'talt (Abteilung Becker L Co.), in Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. M. Strnpp Aktiengesellschaft, in Stuttgart bei der Firma Docrtcnbach & Cie. G. m. b. H., in Tübingen und Hechingcn bei der Bank- commandite Siegmund Weil. Bei diesen Stellen sind auch die Eintrittskarten in Empfang zu nehmen. Im Uebrtgen wird auf die §§ 28 bis 30 des Statuts Bezug genommen. Frankfurt a. M., den 22. Februar 1916. Der SlufsichtSrat der Mitteldeutschen Creditbank. 1406» Richard v. Passavant-Gontard._ Joses Baer. _ Ein erfahrenes, gut emo fohleneö 1309 Mädchen für Küchen- u. Hausarbeit, Frankfurter Str.48 gesucht. 4561 5-Zimmerwobnung per 1. Avril zu vermieten. C&16 BTtller, Bahnhosstr. 52s. Sch. 5-Zim.-Wohn„ Gas, Bad. Elektr. u. Zubeh, p. 1. 2lvril 1916od.fr. z.verm. Näh Ssdn- Iiok»tr.. LodeVolLkug. 27l. a Scbisterberger Weg 12 Pt. 5 Zimmer, Veranda, Gas, Gartennntcil, Bleichvl^, zum 1. 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Ausschreiberr. Am 13. Februar 1916 wurde auf den Per- sonenzug Gießen—Lich kurz vor dem Einfahrt« signal des Bahnhofs Lich abends um 5** Uhr ein scharfer Schuß abgegeben. Die Kugel drang durch die Scheibe eines Wagenabteils III. Klasse, ein dort sitzender Soldat wurde durch einen Glassplitter am Kops verletzt. Es wird hiermit eine Belohnung von 30V Mk. für denjenigen ausgesetzt, der durch seine Angaben die Ermittelung des Täters ermöglicht. Gießen, den 21. Februar 1916. 1391D Großh. Staatsanwaltschaft._ Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene^ Voranschlag der Gemeinde Climbach für 1916 liegt vom 24. d. Mts. an eine Woche lang auf unserm Amtszimmer offen. Innerhalb dieser Offenlegungs- frist kann mündlich oder zu Protokoll bei uns Einsprache erhoben werden. Es ist die Erhebung von Umlagen beschlossen worden, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Climbach, den 21. Februar 1916. Großh. Bürgermeisterei Climbach. Stein. 1882 - Z Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser liebes, gutes Kind Manfred im Alter von 8 Jahren zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Familie Sigmund Jacob Bahnhofstraße 52. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 24. ds. Mts., nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes, (Licher Straße) aus statt. Blumenspenden dankend verbeten. 1408 mm Holzversteigerrmg. Im Gemeindewalde von Oberkleen kommt Montag, den 28. dfs. Mts. folgendes Holz zur Versteigerung: 2 Stämme 4. Kl.--1,31 Jstm., 5.Kl.--L18Fst„, 3 Rm. 'Nutzholz, 8 Rm. Scheitholz, 2b 3tm. Knüppelholz und 139 Rm. Reiser. 89 Rm. Scheitholz, 71 Rm. Knüppelholz und 463 Rm. Reiser. 92 Rm. Reiser. , . r r 1 Stamm 2. SU.—1,44 Fstm.. 1 Rm. Schcttbolz, 11,50 Rm. Knüppelholz nnd 60 Rm. Retter.^ 48 Stangen 1., 15 2., 87 3., 350 4., ^90 o., 1450 6. Klasse, 3 Rm. Knüppelholz und 60 Rm. Reiser. Die Stangen 4. Klasse sind zu Bohnenstangen geeignet. Zusammenkunft vormittags 9*/ a Uhr beim Forst- hause Oberkleen. Grofirechlenbach, den 21. Februar 1916. Der Bürgermeister. 1384 Eichen: Buchen: Weichholz: Kiefern: Fichten: Gott dem Herrn hat es gefallen, gestern früh unsere innigstgeliebte gute Elisabeth nach längerem Leiden zu sich zu nehmen. In tiefer Trauer: Familie P. Grode. Giessen, den 23. Februar 1916. Die Beerdi^Unp? findet Donnerstag, den 24. ds. Mts., nachm. 4 Uhr, auf dem neuen Friedhofe statt, das Seelenamt Freitag, den 25. ds. Mts. nachm. 7 Uhr. "10 Von Blumenspenden sowie Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Submissionsverkauf von Fichtenstammholz auS den Dnuminl- tl«i> KsmiiiiniWlduiMN der Hess. Aersörsterci Sitten. Es werden zum Verkauf gestellt: I. Aus den Domanialwaldungen: Forstwartei Eichelsachsen n Wingershausen Burkhards *1*18181 45 10 2 4 5 8 85 10 6 8 10 17 20 1 8 10 20 10 10 2 2 5 7 Sa. Bemerkungen, griin, gesund, dürr, gesund, grün, gesund, dürr, gesund, dürr, gesund. Zum Versand ins Feld besonders geeignet Ia. Kraftfleisch . Pfd.-D.ffe Mt. 1.80 Leberwurst in Dosen ca. 7a Psd. 00 Pfg., ca. 7, Psd. Mk. 1.70 In unserer Zentrale frisch eingetroffen: 1 Waggon Halberftädt. Würstchen in Dosen, enthaltend 2 Paar extra 1 ]|) nrofie Würstchen. . . Dose Ntk. 1^0 T. «LF.-Malzkasfee /. Psd.-Paket 48 Pfg., 7- Psd.-Paket 21 Pfg. Kornkaffee.Pfund 38 Psg. 7 vc.nstcr Kakao, solange Vorrat, Pfd.Mk.3.20 II. Aus den Waldungen der Gemeinde Schotten: I 10 12 31 10 63 arün. gesund, U 25 38 20 4 87 dürr, gesund. Sämtliches Holz ist entrindet, entrindet gemessen und nach den für die Domanialwaldungen gellenden Vor schriflen aufgearbeiter. _ „ . Auskunft erteilt die Unterzeichnete Stelle sowie der Grofih. Forsiwart Triets ch zu Eicheliacksen «PostSchotten» für das Holz aus der Forstwartei Eichelsachsen, der Grogh. Förster Sauerwein zu Burkhards «Post Gedern» für das Holz ans der Forstwarlei Burkhards und der stetlv. Forstwart S a m e s zu Schotten für das in der Forstwarle i Wingershausen und in den Schotter Gemeinde Waldungen anfallende Holz. .. „ Kaufliebhaber wollen ihre Gebote klaffenweise getrennt aus deni vorgeschriebenen Vordruck, der auf Anfordern kostenlos geliefert wird, bis spätestens SamStag, den 4. März l. FS., vormittags l 1 Ubr sPosletngang» mit der Amschrist: „Subrnij uonövcrkaus aus den Waldungen der Qbersörsterci Schotten" getrennt nach Gemeinde- und Domnnialiuald bei uns einreichen. Die Eröffnung der Gebote findet an demselben Tag 7.12 vormittags in Gegenwart der erschienenen Submittenten in der Gastwirtschaft zum Postbänschcn zu Schotten statt. _ , a , .. Die Bietenden erkennen die Submlffionsbedlngungcn, die auf Verlangen von der Unterzeichneten Stelle kostenlos bezogen werden können, durch Einrelchung der Gebote als rechtsverbindlich an und sind 3 Wochen an ihre Gebote gebunden. Schotten, den 21. Februar 1916. Großh. Obersörsterei Schotten. Seidel. _ 1402 Zitronen .... s Stück 15 P,. Zwiebeln.Pfund 20'#i. ^ Arische Eier ertragrob 18 '/zPf LahlldokstraS« 28 ::: Ludv/igstrago 2» VslUorstraSs 24 Holzverfteigerung der Gräflichen Oberfvrflcrei Arnsburg. Mittwoch, den 1. März, beginnend vorm. 11 Uhr, werden im Tvörner'fchen Saale zu Arnsburg aus den Distrikten Danielskops 36, Roterde 23, Hain 17 und 18, Hnrd 8, Nufigarten 26 nnd Grofie-Seife 27 versteigert Scheiter Rm.: 454.8 Buchen, 31.3 Eichen (darunter lützRm. Rundscheit. 2 Mir. lang, Pfosten, Nnfigarien 26», 4,3 Nadel- und Weichbolz: Knüppel Rm..- 119,3 Buchen, 104,6 Eichen 11,9 Nadel: Stöcke Rm.: 126 Buchen, 10 Elchen. 7 Nadel Reiser Rm.: 422 Buchen. 788 Eichenstamm- und 766 Eichen astreiser, 77 Nadeiastreiser: FiclitcurciSstangen: 16 Rm Blau unterstrichene Nummern foinmen nicht zum Ausgebot. Käufer wollen daS Holz vor der Versteigerung einsehen. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Melchior zu Arnsburg, der auch am Verstetgernngstage um 8 Uhr im Kloster zur Führung der Käufer bereit steht. _1400 ' Herzon!. Bratinschw. Baiigewerksciwle Holzminien er ;sr f)od]bau % p S n9S " Tiefbau c.°LL. Sommerunferrid)! 2. Rprll. Reifeprüfunfl. wlnterunierrtdit 15. Oktodrr. i öletchderechttgt mit den livntgt. preuh. öaugeloeckschulea. — 0gc fährliche Verkauf von vielen Millionen beweist die hervorragende Heilkraft der echten Emser Altbewährt gegen: Husten. Heiserkeit, Verschleimung, Influenza i m „Liebesöebe' Pastillen Man achte auf den Aufdruck „Kbnigi. Ema“ und weise Nachahmungen zurück. FBITZ HO WftCK Angebot >>> Hemdentuch feinffidlges Memdentnch 1392a _ 92 Zentimeter breit, besonders für Leibwäsche geeignet 13 Nietei*.Mk. 12.50 hänge- u. Ztehlicht- StrÜMpfe liir Sa; sowie elektrische Birnen d. A.-E.-G. empf. zu billigsten Preisen 1138 EdgarBorrmann.Eisenhdl. Anlhrazil-Roblen nilll empfiehlt ,,, j. Happel Mühlstrasse 18. Pulver! 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In tiefster Betrübnis teilen wir hierdurch mit, daß der Generaldirektor unserer Gesellschaft Herr Dr. phil., Dr.-Ing. Feodor Gnauth Großherzoglich Hessischer Staatsminister a. D., Exzellenz heute unerwartet nach kurzem, schwerem Leiden uns entrissen wurde. «Ml PuT T‘ 6 1' ff“** VorSte “ fcs ----- Oeseüschaft gesteHt, ha, dies«, Mann, ton Charakter Fi “ Umsicht und Arbeitsf„mdtgkeit in geradezu seltener Weise ihn anszeichneten, im Kriege und im Fr,.den s.rf. m hervorragendste, Weise bewährt. Er kannte nur Arbeit und Pflichterfüllung, stellte an sich selbst die höchsten Anforderungen der Ausführung der von ihm übernommenen Obliegenheiten, so daß das in ihn gesetfl. Vertrauen durch seine Leistungen jederzeit übertroffen wurde. gesetzte , ^°°° Etgliede des Vorstandes urar der Verstorben« «in persönliche, Freund geworden, sein tiefgehendes Interesse lü, setne Kollegen wurde von diesen als eine besondere Auszeichnung empfunden, er bei fd" glänzenden Persönlichkeit das unbedingteste Vertrauen entgegen, welches er be, , der Gelegenheit g-r-chrfert-g. hat So wird das Andenken dieses Mannes, der leider nur zu kurz unter «ul e, iur immer in uns lebendig bleiben und uns mit aufrichtigster Dankbarkeit erfüllen. Aufsichtsrat und Vorstand der Felten & Guilleaume Carlswerk A.-G., Cöln-Mülheim Theodor Freiherr von Guilleaume, Geheimer Kommerzienrat. Cöln-Mülheim, den 21. Februar 1916. 1396 D