Nr. 44 Zweiter Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Slehener Zamiliendlatler" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Lreirblatt für den Nreir Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- Itogcn" erscheinen monatlich zweimal. M. Jahrgang teßcncr General-Anzeiger für Gberheffen Dienstag, 22. Kedmar J9J6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei« R. Lange, Gießen. Schristleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle lt.Verlag: ^^51,Schriftleitung: ^^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Mittelstandrbanken. In dresen Tagen ging die Nachricht durch die Presse, daß man in Baden eine größere Aktion zugunsten des Mittelstandes beabsichtigt und zwar in der Farm, daß erne Organisation für die Bedürfnisse des Mittelstandes rns Leben gerufen wird. Man erinnert sich in Hessen angesichts dieser Bestrebung an die gelegentlich der Krisis in der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank in der Ersten Kammer gepflogenen Beratungen, die bekanntlich ebenfalls dahrn gingen, eine „Hessen!asse" nach dem Vorbild der „Preußenkasse" für den gesamten Mittelstand in Hessen mrt Unterstützung des Staates zu schasfön. Die damaligen Anträge sind leider nicht voll durchgefüjhrt worden. /Ts wurde nach langen Verhandlungen der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank ein Staatsdarlehen in Höhe von zwei Million Mark gewahrt, während man die Gründung einer Mittelstandsbank noch vertagte, wobei allerdings der Munster der Finanzen wiederholt seine Uebereinstimmuna mrt diesem Gedanken erklärte. Der Augenblick ist gekommen, auf jene Idee wieder znrückzngreifen und auch in Hessen nicht in der Fürsorge für den Mittelstand hintenan zu bleiben. Es ist allgemein begannt, daß gerade diejenigen Bevölkerung^schichten in Hessen, dre man als Vätttelstand bezeichnet, und nament- lrch der gewerbliche und kanftnännische Mittelstand mit am schiversten unter den Kriegs Verhältnissen leidet. Es ist daher un Interesse des Vaterlandes jede Maßnahme zu begrüßen, dre dem selbständigen Mttelstanld die Möglichkeit schafft nach dem Kriege mit neuer Kraft sich wieder existenzfähig zu machen und die dann eintretenden günstigen Konjunk- turerl, auf die wir alle nach unseren bisherigen großen Er- svlgen mit Sicherheit rechnen dürfen, auch richtig auszu- Dazu scheint uns die Errichtung eines 'großen Instituts unter staatlicher Mithilfe, das bei angemessenen Bedingun- Zenden gesteWwten Kreditbedürfnissen des erkverbenden Mittelstandes Rechnung trägi, als eines der geeigneten Wegsdriefe aus dem Westen. Bou rnrferm Kriegsberichterstatter. -dSerechtler« Nachdruck, Mich ausMgsweise, verbot«.) Der Krieg und die Tiere. Großes Hauplgnartier, am 14. Febr. ^er große Elefant in Antwerpen ist durch den Kriea tiefimn™ g*”-,. *2*2&£> mi M gingen, ist aber dü Antwerpen emgeschlosscn winde und der Geschützkainpf sich dem ^eren Fartgurtel näherte, wurden die großen Raubtiere und M«rschenahm durch belgische Soldaten ^bgeschossen, Limit sie nM bei EMem Bombardement der Stadt aus ihren Käfigen brechen w ^ Stürzen konnten. Das Schießen im getroffenen Bestien erregt/ schon die ^£22! des Tierparkes, so daß sie alle ihr Wesen Nei-- und zu fühlen schienen, es ttage s ch UnEttJ !u Ms & ^elmabizeB^chi-ßung feWKC "^Een -txere nach den Eizählnnaen der Wärter vor Angst. Eine scheinbare Ausnahme macht^ Nant 8n*rtzm midi er ein ganz verändettes Wesen zur Scka^ ^ er n r^ t -l n S^ e & ^ ^ me & v innerlich Unaufhörlich schritt begann, in seinem Zwinger auf imb nieder ^ ^ üc ^-' °P n€ austzAiruhen. Von Zeit zu Heit berhnfftV^ emeSekunde, spreizte die breiten Ohren, hob den Rüssel tt Pr H»"' Sknchsam kopffchüttel^d über da^Un- semm Trott weiter. Stora ein SranatrinfAfoo tn Kr lernen unmitielboren ©nbrmf 3 ginkre wnmben spater hob er manchmal den Rüssel und lauschte wie *r It tat. Antwerpen mar qwymmm nahm seinen alten Lauf, soweit Lin englischer «riegrbuch zum Lob der deutschen Kultur. Erscheinungen der Kriegslitcratur jen- ßtaVbwSr ein von neun englischen und schottischen ^lehrteu^persaßLes und von dem Professor der Edinburger Und- «SrÄ Kn'a V u, herausgegebenes Buch „Deutsche ^-^^r den Untertitel fuhrt: „Ter dlßtttl der Eunst im Leben der Menschheit". m ^ndvn herauskam, ist um so !?,^r^rrAMrwr, als es nicht etwa von Renegaten oder revo- au^^ii^ttE/^r^d^onlichketten geschrieben ist. sondern von Patrioten, dre aber als Wissenschaftler genug ^A^ a l vte ?' n? ihr unabhängiges Urteil über das ethiiche Deutschland abzugeben. Trotzdem die Verfasser ans ibn',- ^Z 5rti3n >I sÄÄt M der SchluUolgenmg, dag „die Tcutschen ahne dm UV ««e». b« grögtcn Völker der ^ mn Teil der intellektuellen und SlrÄ 3 “^* ber alten &nedm |uni> der praktischen Weis- und das, ihr Beitrag zum gemein- M«»,chiMt sehr gras; ist. Sie haben s, '? Spur ihrer Mnwrnknn« - und a,t ,nar diese Mitwirkung eine lehr tiefe — m allen höheren Gebieten des Lebens und der Arbeit JS ^^lichcn Geistes hmterlassen." Wie der Herausgeber Pa- t. nson werter auschhtt, ist der Zweck des -.Buck-es einen Ueberblick ÄI ^Micher Tätigkeit „."dieser Richtung ohne EinseitiBe.t uuo Patternahme zu geben". Es handelt sich py*. a ^° E Nichts weniger als ein englisches Dokument der Ein- fchatzung des deutschen Anteils an der Weltkultur Da die ^lukoren ihren austz-esprocl^nen politischen antideutsckzen Standpunkt nirgends verbergen und über ihre Stellungnahme zu dem deutsch-englischen l-spm, so s.nd ihre fast >«d^illiq ab" gegebenen lobenden Urteile von um so größerer Wirkung. In dem Kapitel über Philosophie heißt es fw ^Een in der Aietaphhsik schlechthin unübertroffen 'seien Dam be,ondecer Mut mb eine besondere TZe dZ DenÄ T^ttchland allein war mrftande, eine Philosophie zu schaffen' welche iDmanttsch genannt werden nmß, und daß es dies konnte' Größe als der Mängel seiner Philo- !nnsik setze die geduldige Gründlichkeit und den ^ oeni der Deutsche niemals übertrosfenl M ^ 's^ ll fl n den Anteil Deutschlands an den praktischen ^ a r/- c n A beionders während der letzten 100 Ialn e ^Emtfchen seien in ihrer iwrmalen Verfassung emüi Geists in Europa, und der größte cricheine in diesem Sinne durch- msu 111 ^Esländiger Deut)ck>er, rarr daß er teitier die VOrrahir bic Tne^Ä^^atl im Kriege möglich ist. Der Elefant aber ist seitdem verstört geblieben. Er nimmt von seinem Wätter und lernen alten Bekannten keine Notiz mehr, und von Zeit zu Zeit kommt ein Anfall über ihn. Dann läuft er wieder tagelang auf und ab, üermeigert die Nahrung und horcht in gewissen Abständen mit lenkrecht erhobenem Rüssel in die Ferne, ob der Krieg nicht wiederkehre. Wir haben hier also den Fall, daß ein Tier von hoch- entwrckcltem^ lBerstande, dessen Nerven, vielleicht allerdings zu Unrecht, sprichwörtlich als besonders stark gelten, durch das Geschütz-- gedrohn einen dauernden Nervenchock erlitten hat, und zwar durch nn Maß von meist ziemlich entsernte-m Lärm, das damals wohl den -beteiligten als ungeheuer erschienen ist, nach den Begriffen des Dtellnngsrrleges aber für die Schützengrabeninsassen „einfach gar Nichts" bedeuten würde. Tie alte Streitfrage der Tierpsychologen, ob das Pferd ein nrutigcs oder ein sinnlos ängstliches Tier ist, hat durch diesen Krieg em lehr umfangreiches und einstweilen nicht zu überschendes Velegmaterial erhalten. Zwei Hauptmannspferde, die in einem beichofsenen Stalle mit ein paar anderen die einzig Ueberlebenden von über vierzig Artgenossen waren, blieben noch nach Monaten sthr ichreckhaft und drohten, ohne äußeren Anlaß, auszubrechen. Verwundtte Pferde sind nach ihrer Heilung teils sofort wieder unbedenklich ins Feuer gegangen, teils selbst nach längerem Erholungsurlaub hinter der Front bei jedem entfernten. Gewehrschuß scheu und kopflos geworden. Wiederholt ist mir gesagt worden, daß sich die Tiere in der Feuerlinie allmählich ebenso an den un- unterbrocheneii oder in Ab stände nf beginnenden Feuerlärm gewöhnen und gegen ihn einigermaßen gleichgültig worden, wie der Mensch. In den Ställen einer Feldartttteriebatteriechabe ich beobachtet, daß die Tiere zwar auf die Einschläge der feiiidlick-en Geschosse mit otsensichtlicher Anteilnahme lauschten, daß aber deren allmähliches Näherkommen sie nicht beunruhigte, vielleicht, weil sie ein sicheres Schützlings vermögen dafür hatten, daß die Entfernung immer noch ziemlich weit war. Aber man hat mir auch von gmiz entgegengesetzten Erfahrungen berichtet. Bei den großen feindlichen Offensiven an der Westftont sind die Pferde der Mnnitionsiolonnen wiederholt nicht durch die Sperrseuerzone hindurchznbringen gewesen, und der Geschoßersatz mußte durch die auf das Doppelte ihrer Leistungen angespannten 5hraftfahrtruppen vorgebracht wer- ven.^ Tie Nervenkrast des Tieres hat hier versagt,'während die Entichlossenheit des letzten.Mannes unter unseren Truppen die Schrecken des Sperrfeuers überwunden hat. Ein sehr reiches Boobachtungsmaterial haben in diesem Kriege die Hunde geboten. Es gibt ja keine Stellung, kein Fliegcr- lager, keinen Bagagezug, wo nicht einige Hunde die Kriegsschicksal ■ Kver Herren teilen. Von den Sanitätshnnden, die als richtige Kriegsteilnehmer zahlreich an der Front sind, ist "mir überall berichtet worden, daß nian mit ihren Leistungen außerordentlich zuftieden sei. L)nnde, die in vordersten Stellungen völlig an die feindliche Beschießung gewöhnt sind, habe ich öfter gesehen, aber als Gegenstück auch einen, der nach der gar nicht sehr heftigen Beschießung einer Ortsck>aft, welche auf die dattn beftndlichen Mannschaften kaum einen Eindruck gemacht hat, einen „Gemütsklapps" weg hatte, mit gesenkten Augen ängstlich hernmschlich und sich bei redem Schutz zitternd versteckte. In einem BrZaldlager im südlicheren Teile der Front hatten cs die dott befindlichen Hunda genau heraus, daß die Franz-osen von Zeit zu Zeit mit schweren Gcichutzen hinüber schossen. Während sie sich sonst durch das ständige 0 'vuer und die Minenkämpfe gar nicht stören ließen, machten sie . lvwrt, sobald an Einschlag in der 9Lähe des Lagers die Wiederkehr der Beschießung anzeigte, ans dem Stande, um nach dem etwas werter hinten besmdlicheii Küchenlager zu fliehen, wo Ire erwhrnngsgemäß in guter Deckung und Sickierheit waren. Hier hatten sie sich anfangs, mehrere Tage ausgebalten. später kamen sie zuruck, sobald die Be|chießung des Lagers aufhötte. Man hatte den Eindruck, daß sie nach einer gemeinsamen Verständigung han- delken^Katzensind in ihrer bekannten Mhänglichkeit an ihre Wohnstätte auch rn ganz zerschossenen Ortschaften, wie es seinerzeit Muffel nnp Sier und bei meinem letzten Besuche La Bassöc waren zurückgeblieben, smd auch in Schützengräbenunterständen nicht gerade selten hernnsch. J Daß es Tiere gibt, auf welche die Front eine besondere An- zreyiingskraft ausübt, wissen die Bewohner der Schützengräben, r tc besondere Schutzvorrichtungen gegen den Besuch vonl Mäusen einrichten mußten, zu denen in den Rrgonnen als Landplage auch die niedlick-en Bi l che mckommen Dw Ratten sind ein .Kapitel für flch, die Ratten von der Lovettohohe z. B. em grausiges. Eine benierkenswerte Unempfindlichkeit gegen den Schlachten-. lärni haben die Vögel beobachten lassen. Nicht nur der stumpfsinnige Fasan, sondern auch das Feldhuhn haben es sehr bald herausgebracht, daß dieses Schießen nicht ihnen galt. Beim Beginne des Stellungskrieges sah man große Völker in aller Ver- ttanthüt dicht hinter der Frontlinie. Tauben bleiben bei ihren Schlägen, wo die Dächer von Schrapnells zerschlagen sind, Dohlen in halbzerschossenen Türmen. Im vergangenen Frühjahr war ich m einem Wäldchen an der Somme, das die Franzosen täglich mit allen Kalibern abstreuten und in dem manche Wipfel kahl gelmosten, manche Stämme umgeknickt waren. Die Singvögel ließen sich dadurch nicht im Nestban stören und sich ihre Lieder nichh verbittern. Man erzählte mir, daß sie kaum während der eigent- lichen Beschießung zu singen aufhörten. Auf dem Kirchhofe von P. in der Picardie sah ich Stare zum Neste tragen, obwohl die Kirche, noch rauchte, die in den vorhergehenden Tagen von den Franzosen in Trümmer geschossen worden war. Merkivürdiger noch war das Verhalten von Eulen, die sich die Näannschaften einer Batterie in den Südvogesen h selten. ^Nachdem die jungen Tiere zahm geworden waren, erlaubte man ihnen Ausflüge, von denen lie regelmäßig in ihre Käfige zurückkehrten, die sich nritten zwischen den feuernden Geichützen an einer Tanne befanden. Die Euleir kehrten auch dann zurück, wenn in der Zeit ihres Ausflugs die Batterie feuerte. Ter Lärm und die Lufterschütternng schreckte sie al|o nicht ab,, wie man annehmen sollte. Auch die vorsichtigen Krähen wi|sen, daß der Krieg nicht ihnen gilt und daß der Soldat an anderes denkt, als ihnen nach dem Leben zu trachten, ^vaprend des Bewegungskrieges, als sie sich in unzähligen Scharen um das Aas gefallener Pferde und Rinder sammelten, schien es, a.s ob diese dunklen Gesellen ihre aus alter Zeit gewohnte } n bas Grauen des Krieges hineinbringen wollten. Jetzt :ui 5 Etappenvügel geworden, welche die Zufahrtsstraßen und Berladeplätz-c,genau kennen und sich dort dafür entschädigen, daß |o viel unbestelltes Ackerland ihnen die Nahrung schuldig blecht. W. Scheuer mann, Knegsberichterstatter. Dokumente zum belgischen Sraititireurfrieg. Eine wichtige Ergänzung zic der voni deutschen Auswärtige«: Amt herausgegebenen Tenftchrift über „Die völkerrechtsnndriga Führung des belgischen Volkstneges" bietet Dr. Paul Rohr dcs englischen Ministers, bleiben, der erklärte, die brittschen See- svldaten, die er nach Antwerpen entsandte, seien dazu bestimmt gewesen, „an der Seite der erschöpften belgischen Soldaten und der städtischen Bevölkerung zu kämpfen". Daß — ioie die oben erwähnte Denkschrift nachvoeist — auch die belgische Regierimg die völkerrechtswidrige Haltung ihrer Bevölkerung gegenüber dem deut--> sckun .Heere ivesentlich verschuldet hat, kann keinem Zweifel mehr unterliegen. Rohrbach weist nun durch die Zusammenstellung einer groi'en Zahl — meist faksimiliert wiedergegebenen — Auszügen ans belgischen Zeitungen nach „daß ein nicht geringer Teil der Schuld der belgischen Regierung darin liegt, daß sie das völlig wahnwitzige Treiben einer aus Rand und Band geratenen Presse hat gcwälw-en lassen." Es tvird nicht versckMiegen, daß sich in even belgischen Blättern Ermahnungen zur Ruhe und zur Besonnenheit befanden sowie Auffvrdenmgen an die Bevölkerung, sich feindseliger Betätigung gegen die Deutschen zu enthüllen. „Aber," fragt Nohrbach mit stiecht, „was hat eine Aufforderung an die ftivilbevolkerimg, nicht zu kämpfen, für Wett, wenn dicht daneben eine vcotiz über iraendeine ^'(«4*' nifyt giVß zu sein. In einer großen Lbrzahl von Entdeckungen und rn der Wetterenttvicklung von Ideen hätten die deickschm Forschr einen solchen Einfluß ausgeübt, daß er als „von ewiger T-aner" (ever lastrng) bezeichntt werden müsse." rc- c?? Kapitel über die deutsche Litera tur wird der Einfluß der ,gdftm Einfalt und stillen Größe" der griechischen, Kultur auf Schiller undGoethe hervorgetivben. Trotz mannig- facher Angriffe wird die klassische Periode der deutschen Literatur t ] r m • l 5 rei11 Ind-ividualiLmus mnd in ibrem Kvsmo- pouttsinus, bezeichntt. In den Ervtterungcn über die Kinist wird gesagt' datz ^eut|Mand in der Philvsoplste und der Musik die führende Stellung habe mid zwar weit der charakteristische Zug der deutichen Kultur dre, Tiefe des Intellekts sei. In der M a l e r e'i ftär t b€n bie Teuftchen hinter Italien zuttick. Jimnerlftn wird die der rrligwien Bewegung, die idyllisäre Süßigkeit und cne latent trolle Hingebung der deutschen Malerei de-s Mittelalters aNes der Att in Italien Entstandenen iveit En L &nn 0, Ä^ mi ^u^refte sind die Ausführungen über ^ i 1 - f 1U ^- Religion. „Ter deutsche Eifer bsebrete |m zur einseitigen Pa-ttttlickikeit ge- Deutschland traten aggressiver Ehrgeiz und individire le Zeucht unter dem Teckinautel des Patriotismus auf. Dahe^ auch, datz dre deutsche ^tivn in diesem Kriege so einmütig ,ei m den Opfern von Leben und Wohlstand." In dem der Politik gewidmeten Kapitel ivird zugegeben ber xrang nach Weltpoliftk auf der englischen Seite ebenso ^Älbttttsck" M ^ Aschen' daß also die Engländer ebenso „panbrittich und wie die Deutschen „Panqermairisch" ia fnnnr JMj*“ irt ' cngiiidK', 9 ba fo S fll f ^ te? KvmHsptatz amxn. während E-rgland io viekÄ als inck^es ®rt>e zn«cfallm fn. Tcr fflrijeg fri im ®nmbe cm Krieg zweier »e [ t an irfwirn n gen «nb ™ "En, bau ftirrm Tentschlanb. das nicht imncr WE N-eders-nge gcwc,cn scl. der .(Weg unvermeidlich war R-l i selbst verchs;ta Schlnschipitcl bchanknlt rin'f n und Theo log ie. Es wird eingeräumt, daß ffemeien der den Rahmen ftA' die Größe des btttischen religroien Lebens gespannt liabe". Ebenso wird in großer- Ehr "^^reEntwicks-Mlg der deutsckxai Religion^ Plnlosophie vorigen Jahrwmdetts dirrckr S ch l e i e r m a ch e r ?^^?a e l ohne jedes Gegenstück in der Welt sei. der namentlich ^.^^bntannicn nichts Ähnliches an die Seite zu stellen sei Kirche sei eines ^ größten aller mgaL ierrcn apistlickien Gcmemwefen und stelle als eine Schule d,-,- ^^lini'gkett und Eharakterbikdnng. sonste als Instrument christ- ^"^dienstes eine Mnsterleistnng dar." Das Buch ist als englische Dokument zu unseren Gunsten und MltEs Geistes, die in der Literatur des eine Notiz über irgendeine Franktireirrtat steht: welche Bedeutung hat, eme Ermahnung zur Ruhe, wenn in der nächsten Spalte toller Spionen fang oder Vernichtung deutsckien Eigentums in größter Breite geschildert wird, und nenn der Zeittingsschreib« dott seiner ohnmächtigen Wut gegen Dentschland in giftigen Verleumdungen und Beschimpfungen Ausdruck gibt? Und vor allent: welche Bedeutung kommt ihnen zu, ivenn die Regierung nichts tut, um! dieie platonischen Ermahnungen der Presse und dem Publikum gegenüber auch durchzusetzen?" Aus der von Rohrbach mit- gcteilten langen Rtthe von belgischen Geständniffen und Berichten über belgisches Franktireurivesen sei eine kleine Bkütenlese hier wiedergegeben. Das Grau^rhafteste in ditter Beziehuna ist zweifel- los wner Anschlag, den man nach dem Bettcht des Sekrttärs des ehemaligen französischen Konsuls in Düsseldorf an den Zugängen bekgiicher Gemeinden angebracht hat: „Die Jagd auf die Tiere mit nt pvnffrt^ ^ Jagdscheine sind gratis." Sehr mit Helmen ist eröfftrett Die ^ .-^Der bede utend steDi chter von Mittel am er ika gestorben Erst 49 Jahre alt, ist dieser Tage einer der de- dentendsten span,|ch-amettkanisck)en Dichter, der Lyttker Rüben Dario in Nicaragua gestorbeii. Als junger Mann war er nach Bans gecommen, ivo er sich besonders eng an Verlaine und Mal- larmo auichlaß. Später vertrat er die Republik Mcaragua als Geiandter in Spanien und dann als Konsul in Patts: ob er in dieser amtlichen Eigenschaft viel gelttstet bat, steht dabin, denn er geriet walirenddes>eu immer mehr in das literattfcde und wurno- 0 >n>che Leben der französischen Hauptstadc huiein, dem zuliebe er imkießlich ,em 9lmt ganz niedertegte. Er gründtte darauf in Rttttel- anierika verichiedeue Zeitungen, rief in Patts die Rionatsschrift: „ sndia. ins Leben und veröfsentlichte seine Dichtungen reget- 111 * >er in Lson (Mcaragua) ersckxnnenden Zeitschrift „E5 Alba , die außerdein mir noch Aufsätze über ihn brachte. Seine; Rttsebande —■ Sonattna, Der Trinmphularsch, Das zeit- genoluiche Spanien, Wanderimgen, Somienland, Lebens- und Hosstmugslieder, ?lugelus, Zentaurengespräche, Antwort all Verkäme ww.— zählen zu den l^dcutendchm ^ckwpftmgen der mccher- neu ipamitpen Literatur und Izaben schließtiaggs enttKlt Reliquien von Ro n g e t de Lisl e dem Dichtero in ilüiken letzten Jahren beziel-en, dazu rnntt die Ottgrnch- sowie verschiedene andtwe Ettiulernngen. Mden Jn1>ilt der erwäkmleu Briefe angeht, so ist umio^n-standiiiiie zu bemerdm, daß Rvügets Einkünfte in den »^ien ^ebensiahven sich fast Bajonettierübungen statt. Daran anschließend erzählte Leut- inant d. R. Spa ngen b erg von den erste:: Kriegs- und !Gefechtstagen und ernbete bei den zahlreichen Zuhöreriv starken Beifall für seine fesselnde Darstellung. Am Sonntag schossen etwa 40 Jungmannen auf den Militärschieß- ständen, während die übrigen auf dem Trieb unter bewährter Leitung militärische Hebungen ausführten. ** Stadt theater. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns !geschrieben: Sowohl für den Vortragsabend von Professor Märze l l Salzer am Freitag, den 25. Februar, wie für das Ge- 'samtspiel des Darmstädter Hoftheaters am Sonntag nachmittag gibt sich so lebhaftes Interesse kund, daß man gut tun rvird, durch Vorbestellung sich Platze zu sichern, Niebergalls Komödie „Der tolle Hund", die die Darmstädter Gäste bringen, hat schon darum für hier besonderes Interesse, als im Mittelpunkt pder Handlung ein Gießener Student steht. Das Werk ist >für die Darmstädter Uraufführung mit musikalischen Einlagen per- jschen worden, die auch hier zur Wiedergabe gelangen. ** Schirmacher-Vortrag. Man schreibt uns: Ein ^Bericht über den Vortrag des Frl. Dr. Schirmacher am 7. Februar in Breslau besagt: „Der Andrang war so groß, daß schon vor der festgesetzten Zeit der Zugang zum Saale geschlossen werden Mußte. Saal, Galerie und Podium waren vollständig besetzt. alle Gänge uckv die Borräume nahe den Saaltüren waren noch von stehenden Zuhörern eingenommen. Der Vortrag wurde mit größter Begeisterung ausgenommen. Daß Frl. Schirmacher wicderkommeu möge, ivar durch vielseitigen Zuruf kuudgegebener Wunsch der Versammlung." *■* Für und wioc» die Dienstpflicht der Frau. Man scheibt uns: Wie auf manch andere, besserungsbedürftige Zustände, hat der Krieg auch auf die Ausbildungsverhält- uisse der weiblichen Jugend grelle Schlaglichter geworfen, und an uns ist es, für kommende Friedenszeiten einer Reform oor^uarbeiten. Seit 20 Jahren vertritt die organisierte Frauenbewegung die Forderung eines weiblichen D i e n st j a h r e s, mit der Begründung, daß es unsere Frauen im eigenen und im vaterländischen Interesse geeigneter zur Arbeit mache durch strenge äußere und innere Zucht. Seit dem Kriege finden sich immer mehr Kreise geneigt, den Frauen eine obligatorische Fort- und Ausbildungszeit nach den Schuljahren zu verschaffen. Man sagt sich mit Recht, daß die kommenden Friedenszeiten ftir Millionen von Frauen den erheblich verschärften Kampf ums Dasein bringen loerden, für den sie mit alle:: Mitteln gerüstet sein sollten. Das Für und Wider dieser Bestrebungen wird die bekannte Rednerin, Frau Adele Schreiber-Krieger, in ihrem Vortrag am Mittwoch auseinandersetzen, unb der Frauen- sftmmrechtsverein lädt Männer und Frauen ein, sich über diese Zukunftsftage aus sachverständigem Munde belehren zu lassen. ** Bo n der Feuerwehr. Wie vielseitig die Be- schäsiigunb der städtischen Feuerwache ist, zeigte sich! gestern wieder. Die Wache pumpte mittelst der Motorspritze einen Keller in der Schütz en strafte aus, in den durch das Hochwasser der Lahn starke W assermassen ein ged rangen waren. Die Arbeit war in verhältnismäßig kurzer Zeit ausgeführt und die Hausbewohner konnten wieder trockenen Fußes zu ihren Vorräten gelangen. Kreis Büdingen. G S t o ck h e i m , 21 Febr. Der Krankenträger Lehrer Karl Scheid erhiell das Hessische Sanilätskrenz. # 0 r t e n b e r 0 , 22. Febr. Vor einer zahlreichen Zuhörerschaft sprach Pfarrer Fl i ebner in der hiesigen Kirche über das Thema: „Das Evangelium m Spanien und der Weltkrieg". ch: Effolderbach, 22 Febr. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Musketier Tan i>n Jnf.-Regt. 168. Kreis Schotten. # Eicbelsdors, 22. Febr. Den Heldentod fürs Vaterland starb der Wehnnann Dl ö s e r im Ini.-Regt. 186. H: Rudingshain, 22. Febr. Hier wurden bis jetzt durch die eiirige Tätigkeit der Schulkinder und ihres Lehrers 4 830 Mark Gold gesammelt. Kreis Friedberg. — Fried b erg, 22. Febr. In: Alter von 79 Jahren verstarb hier nach einem an Arbeit und Erfolgen reichen Leben der Verleger des „Oberhessischen Anzeigers" Hoibuchdrucker Earl B i n ö e r n a q c I. # Wölfersheim, 22. Febr. Seinen 32. Geburtstag feierte dieser Tage der Polizeidiener A l e d t e r. Schon 35 Jahre steht Aledter im Dienste hiesiger Gemeinde. Starkenburg und Rheinhessen. — Selige n st adt, 22. Febr. Ans dem Main wurde die Leiche eines fünfjährigen Knaben aeborgen. Vermutlich handelt es sich um das Kind der Beuerner Frau, die sich kürzlich mit ihren drei Kindern ertränkte. — Aus d e in Odenwald, 22. Febr. Beim Reisigsammeln im Birkenau er Walde zog der ISjährige Schüler H e ck m a n u einen dürren Ast unter einen: Baumstämme weg. Im gleichen Augenblick kam der Stamm ins Rollen und walzte den Jungen buchstäblich zu Tode. ch. Bingen, 22. Febr. Ter Rhein ist so riesig gestiegen, daß er am hiesigen Pegel die Höhe von fast 4,50 Meter erreicht hat. Bereits kommt das Wasser am unteren Fruchlmarkt uns dem Kanal und überschwemmt den nach dein Rheine führenden Durchgang. Auf der unteren Bleicke mußte das Kanal Pumpwerk, das hie untere Stadt vom Hochwasser freizuhalten hat, in Betrieb gesetzt werden. Tie Nahe ist so bedeutend gestiegen, daß sie tu der Gerbhausstraße schon die .Einfahrten überschwemmt. Glücklicherweise ist der Rhein nicht höher als die Nahe, da sonst Stauwasser und ein noch schnelleres steigen der Nahe eintreten müßte. Bücherlisch. — Die Zahlenlehre. Grundlagen mW Erkenntinste für den gesamten Rechenunterricht. Von Dr. Hermann W a l f e m a ftn, Oberlyzealdirektor in Schleswig. (Gießen 1915, Verlag von Emil Roth.) 111 Seiten. Geheftet Mk. 1,80, gebunden Mk. 2,00. — Es ist eine nicht allzu seltene Erscheinung, daß selbst gutbegabte Schüler gerade beim Rechenunterricht versagen. Mittels Rechenmaschine und Rechenfivel sind dem angehenden jungen Rechenkünstler zwar die niedrigsten Zahlenreihen und die einfachen Rech- „nngsarten versinnbildlicht iind einaeprä'gt worden; bei der Bruchrechnung schon, dann bei der Dreisatzrecknunq und gar der den bürgerlichen Rechnungsarten konnte es der Lehrer meist nur mit dem Anlernen und Einüben oder Vorbeten einer Forinel bewenden lassen. Eine Lücke iin Erfassen, und die schlechte Note war da! Mancher Pädagoge halte dies wohl erkannt; aber dilrch ein praktisch angetegleS Rechen-Handbüchlem endlich dem abgehoben zu haben, ist das Verdiciist des Oberlyzealdirektors Tr. Walsemann. Nicht blob die Schule, jonderii vornehmlich auch die jungen Eltern, denen ein anscheiiiend schwach begabtes Kind Sorge macht, müssen es dem Verfasser danke n, daß er zum ersten Male ein Rechenwerk herausgegeben hat, das die Grundlagen und Erkenntnisse ftir den gesamten Rechenunterricht in stllsenmäßlg geordnetem Gaiige klar vor Augen führt. Nuii ist die Zahl kem Schreckgeipeilst, sondern ein Mut zusprechender Freund, Mid jede Rechnungsart, von der einfachstell bis zur schwierigsten, ist ein angenehllles geistiges Spiel. In „Hütte und Palast" wird ,Die Zahle,llehre" Gutes leisten. Dr. 8hg. Das schöne, strahlendweiße Licht und die große Stromersparnis gegenüber gewöhnlichen Metalldrahtlampen sind ixt Lauptvorzüge der neuen Wotan-Lampe» Type „O". Für jede elektrische Lichtanlage mit Vorteil verwendbar. Man verlange Informationsmaterial bei den Installateuren und in den einschlägigen Geschäften. Beim Einkauf c eaßte man die gesetzlich geschützte braune Marke auf der grUnen Verpackung und die Marke auf der Lampe. In Gießen erhältlich beim Elektrizitätswerk und beim Installateur Max Weistbäcker. m 6 sh tn j m t . w argi>?-.i r,^rz- j - aa. wr mn r ? n ezKCEB—«n— Rheumatische Schmerzen, Hexenschuß,*] Reißen, In Apotheken Fl. M 1,40; Doppolfl. M 2,40. Vermietungen Mittstraße H Wobnung zu verm. (76 Näheres daselbst 1. 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Kl. Feiner aus den Tistr. Bleidenberg, Boefewievwaldchen und Totalität: Eichen: 2 Stämme t Kl. — 4,80 Fstm., 3 Stämme 3. Kl. = 3,35 Fstm., 1 Stamm 4. Kl. == 0,49 Fstm.: Fichten: 8 Stangen 2. Kl. und lo Stangen 3. Kl. Das Nutzholz stammt ans dem Einschläge 1914. Händler sind vom Ankäufe des Brennholzes ausgeschlossen. Holzversteigerung im Gcmeindewald Langsdorf, Freitag, den 25. Februar ds. Fs., vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft auf dem Wege nach Nonnenroth. ES kommen zur Versteigerung: 200 Rm. Buchen Scheitholz 1,7 „ Hainbuchen- „ 6 „ Eichen- „ 5,5 „ Fichten- 15 „ Buchen-Knüppel 35 „ Eichen- „ 7.4 „ Fichten- „ 2.5 „ Kiefern- „ 33,3 „ Fichten-Stöcke. Langsdorf, den 21. Februar 1916. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. I. V. Pauly, Beigeordneter._ 13 W Holzversteigerung. Donnerstag, den 24. Februar, von vormittags 9 Uhr an, soll in den Gemeindewaldungen Reiskirchen, Distrikten Drunschel und Schlieberg nachverzeichnetes Brennholz versteigert werden: 6 Rm. Kiesern-Knüppel, 45 Nm. Fichten-Knüppel, 2380 Wellen Fichten-Reiser, 46 Fichten-Slöcke, 217 Buchen-Scheit, 202 Buchen-Knüppel, 49 Buchen-Stöcke, 4320 Wellen Buchen. Die Zusammenkunft ist auf der Drunschel und beginnt gegen iy 2 Uhr. Die Versteigerung in Schlieberg am Buchenholz. Reiskirchen, den 20. Februar 1916. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Pdjlafi am 31 . Jezenber 191 S. Landw.KonsumvereinStaufenberg e. G. m. u. H. U&8 Aktiva J6 Kassenvorrat 1406.66 Waren lt. Inventur 4644.77 Ausstände 1995.88 Mobilien nach 10«/o Abschreib. 43.— Passiva M Mitgliederguthaben 1145.— Reservesouds 2030.— Betriebsrücklage 3250.57 Reingewinn 1664.74 Summa 8090.31 ^ Die Zahl der Mitglieder betrug Abgegangen in 1915 . . Zugcgangen in 1915 . Daher Stand Ende 1915 . . Der Direktor: Der Rechner: Stephan. Meyer. Summa 8090.31 Ende 1914 115 . 4 Bleiben 111 .. 2 .113 Ter Lagerhalter: Heibertshausen. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Auf Grund der §§ 8. 9 und 13 der Bundesratsverord» nung vom 8. Dezember 1915 über den Verkehr mit Butter bestimme ich für den Bezirk der Stadt Giesten folgendes: 8 1. Butter darf im gewerbsmäßigen Kleinhandel von Herstellern und Händlern nur an Einwohner der Stadt Giesten und nur gegen Borzeigen der grauen Brotmarkenausweis- karte abgegeben werden. 8 2 . Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk bestraft. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dast der Versand und die sonstige Verbriygung von Butter nach auver- hessischen Orten nur mir Genehmigung der Landesverteilungsstelle für Butter in Darmstadt zulässig ist. Giesten, den 21. Februar 1910. 11348 B Der Oberbürgermeister. Keller. Die Rcchnungcn der Stadt Gießen, des Stadt- erwcttcrnngSfonds, des städtischen Elektrizitätswerks und der Straßenbahn, sowie deS städtischen Gas- und Wasserwerks für 1913 liegen vom 23. Februar 1616 ab während einer Woche ans dem Stadthaus' Zimmer Nr. 15,; zur Einsicht offen. Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, dast mährend der Offenlegungsfrist jeder Beteiligte Einsicht nehmen und schriftliche Bemerkungen dazu bei dem Oberbürgermeister einretchen kann. 11350B Aus der Stiftung der Konrad Balthaier Laug Erben sind 425.10 Mk. an zwei bedürftige, evangelische Bewohner Gießens, die mindestens 60 Jahre alt sind, zu vergeben. Meldungen nimmt das Städtische Armenamt, Asterweg 9, bis 10. März d. Js. entgegen._ H366B Wagner. 1372 Stadt.Wohnungsnachweis Gießen, Afterwegs. Es sind zu vermieten: fl349B 1 Haus zum Alleinbewohnen 110 Zimmer, Bad. Küche und Zubehör». 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern mit Zentralheizung. 5 herrschaftliche Wohnungen von 6 Zimmern, 4 Wohnungen von 5 Zimmern. 4 Wohnungen v. 4—5 Zimmern. 3 Wohnungen v. 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, mit oder ohne Laden, 3 Wohnungen von 2 Zimmern. 3 Wohnungen von 1 Zimmer, 2 Ladenräume mit je 1 Zimmer, 3 Lagerräume mit 1 Arbeitsraum, 15 möblierte Zimmer, davon 2 nebeneinanderliegende, 4 leere Zimmer, 2 Stallrüumo mit Burschenstube. Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—6 Zimmern.