Nr. 4 « Erstes Blatt ) 56 . Jahrgang Der Glehetter Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich MehrnerFsmMtllblätter; zweimal wöchenll.Nreir- blatt sürdenNrrisGiehen ^Dienstag und Freitag): zweimal nronotl. Land- wrttschastltche Zeitfragen Fernjprech - Anschlüsse: sürdie Schristleitung 112 Verlag,Geschästsstelleol Adresse ß'ir Drahtnachrichten: Anzeiger Siegen. Annahme von Anzeigen lür die Tagesnummer . . . _ „ bis zum Abend vorher. «oranonL-ruck und Verlag der Vrnhi schen Umv.Vuch- und 5tem-ruckerei R. Lange. Schristleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstr. Samstag, 26 . Februar M ener Anzeiger General-Anzeiger fftr Oberheffen Bezugsyrer *: monatt 85 Vf., viertel- jährl. Mk. 2.50: durch Aohole- u. Zweigstellen monatt. 75 Pf.: durch diePost Mk.2.30 oierte!- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal I5Pf., airslv. 20 Pf. — Hcnipt- schristleiter: 2lug. Goeh. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadl und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz: - sür den Anzeigenteil: H. *• Beck, sämtlich in Gießen. Ueber P6W Franzosen bei Verdun gefangen. Die panzerfeste Vomumoni erftürmj! Die neuen SLeuervorlagen. (MTV.) Großes Hauptynartier, 25.Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem rechten Maasuscr wurden auch gestern die schon berichteten Erfolge nach verschiedeneri Richtungen hin ausgewertet. Die befestigten Dörfer und Höfe Champi- neuville an der Maas. Eotelettes, Marmont, Beaumont. Ehambrettes und Ornes wurden genommen. Außerdem sämtliche feindliche Stellungen bis an den L o n v e n o n t - R ü ck e n g e st ü r m t. Wieder waren die blutigen Verluste des Feindes außerordentlich schwer, die unsrigen blieben erträglich. Die Zahl derGefangenenistummehralssiebentausend auf über zehntausend gestiegen. Ueber die Beute an Material lassen sich noch leine Angaben machen. Oestlicher und Balkankriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Oberste Heeresleitung. Unser Erfolg bei Verdun hat einen Umfang angenommen, der alle Gemüter erhebt. Im Vorrücken nach Süden gegen die nördliche Frontlinie von Verdun sind neue Dörfer und Stützpunkte genommen worden, und die Zahl der Gefangenen ist um mehr als 7000 auf 10000 gestiegen. Der Louvemontrücken ist ein kleiner Höhenzug, der an dem gleichnamigen Orte vorbeigeht und zwischen Bezonvaux und den Forts von Douaumont die Straße Ornes—Eix trifft. Er ist. so schreibt die „Frankfurter Zeitung", die letzte B o denwelle vor dem F estungsh üge l von Douaumont, dessen Fotts und Batterien in einer: Lime dem Hügelrand folgen, die von Nordosten nach Südwesten zur inneren Fortlinie führt. Diese Anordnung ergibt sich aus den Geländeverhältnissen, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann. Der Fortshügel von Douaumant ist nur um wenige Meter höher als jener Rücken. Zwischen beiden ist eine Mulde, die unmittelbar nördlich von Doyaumont minimal ist, sich aber nach Südwesten zu vertieft und verbreitert, und da sie mit Wald bestanden ist, ohne Zweifel einem Sturmangriff sehr große Schwierigkeiten bietet. Die Neberschreitung des Rückens setzt die Niederkämpfung der Sperrforts bei Douaumont voraus. Weitere Fortschritte in der Gegend von Champneuvllle könnten beim Angriff auf den Louvemont-Rücken vielleicht eine flankierende Feuerwirkung ermöglichen. Soeben trägt uns der Draht die folgende frohe Kunde der obersten Heeresleitung zu: (WTB.) Großes Hauptquartier, 26.Febr. 1916. Die Panzerfeste Douaumont, der nördliche Eckpfeiler der permanenten Huuptbcfestigungslime der Festung Verdun, wurde gestern nachmittag durch das Vrandcnburgische Jn- fanterie-Regt. Nr. 24 erstürmt und ist fest in deutscher Hand. Oberste Heeresleitung. Das ist ein herrlicher, in seiner Tragweite überaus bedeutungsvoller Sieg! Jetzt läßt sich erkennen, daß es der großen Maassestung ernstlich an den Kragen gehen soll Unsere Truppen haben in die Fortkette von Verdun die erste Bresche geschlagen. Wir dürfen hoffen, daß dieser Schlag des deutscheil Heeres so gut vorbereitet ist, daß er von den Franzosen in seiner Wirkung nicht mehr vereitelt werden kann, sondern daß im Gegenteil unser Angriff fortschreiten wird. Vielleicht treten jetzt wieder die berühmten 42-Zenti- meter-Brummer in Tätigkeit. Es sind ungeheuer spannende Tage, in denen wir jetzt wieder leben. All unser Gedenken, unsere heißesten Wünsche sind bei den tapferen Stürmern an der Maas, von denen viele zwar ihr Leben werden lassen müssen, die aber für eine große Entscheidung sich einsetzen. Verluste sind unvermeio- Irch, aber wenn unsere Heeresleitung uns versichert, daß sie „erträglich" sind, so steht es fest, daß der Sieg nicht zu teuer bezahlt fern wird. Die schwere deutsche Artillerie wrvd die Mauern der französischen Befestigungen aufs wirksamste zerstört haben, so daß beim Sturm der'Infanterie die Hindernisse nicht mehr unüberwindlich! waren, die Verwirrung des Gegners aber, der nach unseren Tagesberichteii schwere Verluste hatte, uns zustatten kam. Die Ereignisse sind so weit vorgeschritten, daß imr uns das Bild der Festung Verdun noch einmal genauer ins Gedächtnis zurückrufen dürfen: Verdun, der nördliche Posten der Festungskette Verdun-Doul- w, Mt eure Festung ersten Rcmg-es. Sie wurde nach dem Kriege 18/0 vorzüglich ausgebaut und ist in großem Umfange mit einem doppelten Feitungssortgüttel umgeben. Der Durchmesser dieses bttragt rund 50 Kilometer. Er besteht aus insgesamt öon dbmm 17 große Fotts sind, 21 sind als elchttmdige Werke ausgebaut und 50 sind befesttgte Batterieftel- des .Krieges von uns genommene T Romams ist das letzte Werk der vier großen Fotts und St. Mihiel, von denen die drei anderen Ge- Trohon and Les Paroches heißen. Tie Festung Verdun Badnlinie berscht diesen Fluß und die BahnliNre von Ließ her. Sie lst schon durch die natürliche Lage sehr geschützt, da die Forts hauptsächlich auf Bodenerhebungen angelegt sind. Noch vor dieser Verteidigungslinie gegen die deutsche Grenze vorgeschoben, liegen in t-er Höhe von Epinal die zur Verteidigung der wichtigsten Vogesenpässe bestimmlen Sperrfocts, vor dem^ Abschnitt -voul-Verdun sind ebenfalls einzelne Forts bis Etain und Frouard vorgeschoben. So bildet das Ganze eine Art „chinesische Mauer", oie sich von ihrem asiatischen Vorbild fteilich dadurch unterscheidet, daß sie nicht fortlaufend angelegt ist, sondern aus einer Kette un Durchschnitt etwa eine Meile voneinander entfernter Forts besteht, die aber im Laufe des Krieges selbstverständlich durch felonttißige Stellungen doch miteinander verbunden wurde. Jedenfalls repräsentiert jedes dieser Sperrsorts sicher eine hohe, nicht zu ^unterschätzende Widerstandskraft. Mit unseren 42- Zenttmeter-Mörsern konnten sie allerdings noch nicht rechnen, da btefe bis zum Kriege völlig unbekannt waren. Nach deutschem Vorbilde m einfachen, geraden, dem Gebrauch sich anschnriegenden Grunorißlmien gebaut, )in.b die mit allen technischen Errungen- ichaften der modernen - Besestignngsknnst in fast überreichen! ncave ausgerüstet: gedeckte Unterkunftsräume für die Mannschaft wagend der Tauer der Beschießung, tiefe und breite Gräben, welche durch, Jnfanteriefeuer und Mittailleuscn flankiert werden, Panzerbattcrren und drehbare Panzer türme fehlen ebensowenig, ^ 5 ^ue kraftvolle artilleristische Ansrnslnng von 30-40 schweren Geschützen und eine ausgiebige Vorbereitung von Minenanlagen ^ SÄ! tänes jeden Forts wird im Frieden zwisäfen 700 und 1000 Mann schwanken. Hinter dieser ersten Vetteidigungs- front erhebt jrch ein zweiter Festungsgürtel, dem die Ausgabe zufallen soll, sowohl den ettva in das Innere des Landes znrück- wttchenden Armeen eine schrittiveise Verteidigung des Reiches zu ermoglrchen, wie ihnen als Depotplätze zu dienen und gleichzeitig wiederum dre vauptkommunikatttmen nach dem Zenttalpunkt aller Anlagen, nach Paris, der feindlichen Benutzung zu entziehen. Der österreichisch-«,rgarischc Tagesbericht. W i e n , 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. Februar 1916. N u s s i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Stellenweise Geschützkarnpf. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. S üdö stli ch e r Kriegsschauplatz. Unsere Truppen in A l b a n i e n haben gestern die tags zuvor östlich und südöstlich von Durazzo geschlagenen Italiener m scharfer Verfolgung aus die Landenge westlich der Durs-Teiche zurückgetrieben. Die Hafen-An- lagen von Durazzo liegen im Feuer unserer Geschütze. Die Einschiffung von Mannschaft und Kriegsgerät wird erfolgreich gestört. Das Auftreten eungcr italienischer Kriegsschiffe blieb ohne Einfluß auk den Gang der Ereignisse. Wir nahmen in diesen Kümpfen bisher 11 rtallenl,che Offiziere und über 700 Mann gefangen und erbeuteten fünf Geschütze und ein Maschinengewehr. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant Der französische Bericht. o, Iaris, 24. Febr. (Zeus. Frkst., Amtliche Mitteilung vom 24. Februar nack, mttrags 3 Uhr: Im Artois Kampf mit Granaten- wursen östlich von ^onchez. In der Gegend nördlich von Verdun dauette der Kampf dre ganze Nacht lvom) 23 aus 24 TR) mrt der gleichen Hestigkett von dem rechten Maasufer bis südlich von Ornes fort. Angesichts der Hestigkett des Bombardements nuferer vorgeschobenen Stellung von Brabant sur M e u s e haben unsere Truppen diese Ottschaft unter dem Schutze der Nacht, gedeckt durch Flantensener unserer Srellr,ngen ans dem Unten .Aaas»ser, g e r au m t. Ern auf S amv g n ie u x gerich- ^Ariff wurde abgermesen, enr anderer, wenigstens eine Brigade Angriff auf den Wald von C a n r e s nahm uns ^en ^-eil drefes Waldes chicer ab, von deni wir gegenwärtig d?n ^>udflugel halten. Mle auf B ea u mo n t, vor dem wir ausgestellt sind, üerMeten Offen, iveu^ waren nicht imstande, uns zu ve^ Oestlich der Angnsfsfront beherrschen tvir vor Ornes d^s su bltch (!) wu HerbebviS gelegene Couloir. Die zur Vermeidung unnötiger Verluste vorgeschriebeneu Rückzngsbeweo unoTn mir vollkommenem Zu,animenhang ausgesührt, ohne daß I stur mit Schwierigkeit und um den Preis von bettachtlick-en Opfern vordraug. unsere Front auf eineru Punkte durchbrechen konnte. Langsames und beständiges B o m h o r- b e nue n t m der Gegend von Ornes und von Fromezev. -x, laßte der Feind ttl einem unserer voraer-, mönv^T TL (südwestlich von No- J 4 28ir baden ihn sogleich daraus verttieben. CiNigc Pattouflleiibegegnungcn östlich von Reillon. Gestern warf bmes unserer Bombardierungsgefchwadn- 45 ko T'?°^i/uchrere großen Kalibers, aus die Bahnhöfe Tr fnif L • ^ablon und auf die GaSsabriken, in deren Gegend lptr gleich erneu großen Brand beobachteten. c - cm 11 Uhr: Wir ko »zentrierten das Feuer auf die ^.Erchen Wi'rke westlich vonMaisonsdeChampag n e^ u,id südlich von St. Marie ä Py. In den Argvnnen Zerstörungs'feuer auf die deutschen Werke von Fille motte. vvn Verdun bvmbardiette der Fenid sottgesetzt mrt Hefttgkeit unsere Front von der Maas bis südlich von Fromezep. Die Tättgkeit der Artillerie ließ ein weni^, ser^äaeuv^ PW™™** JP* dem linken Ufer der Maas. In dieser Gegend erfolgten kerne ^nsanterieangrifse. Zwischen dem rechten Maasufer urw Ornes ging der Feind mit derselbe^ Erbittenmgj vor wie am ^age zuvor. Er vervielfachte seinen wüt«iden Angttfs und ließ Hausen von Leichen auf dem Terrain zirrück, ohne unsere Front durchbrechen zu können. Ans beiden Flügeln haben wir unsere Linie z n r ü ck g e n o m m e n einerseits hinter Samognieux, andererseits südlich von Ornes. Unsere Artillerie erwiderte der feindlichen unaufhörlich. Ja Lothringen haben wir eine feindliche Pattouille zirrück- geschlagen und verfolgt, die sich einem unserer kleinen Posten nör!> lrch von St. Mattin zu nähern versuchte. Die franzöfische MiLitärkritik. Bern, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die deutschen Angriffe bei Verdun bilden den Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit der fra;lzösischen Mlitärkritiker, ore anscheinend nach einer allgemeinen Losung die Lage beurteilen. Die Betonung der deutschen Verluste steht neben der Geriugschähnng der bisherigen deutschen Erfolge. MuH müssen sie die Stärke der Befestigungen und das Vertrauen auf das Heer und die Führung betonen. Unverkennbar ist jedoch ein Unterton heimlicher Besürchtungem Einige geben offen zu, daß die Franzosen natürlich nenn-enswette Verluste hatten, was wie eine vorbauende Beruhigung aus- sreht. „T e in p s" sagt in einer Krittk der militärischen Lage: Die Deutschen haben nicht die Belagerung von Verdun begonnen, sondern einen Angriff mit leberrdiger Kraft. Verdun selbst ist nicht angegriffen worden, sondern jdie Deutschen liefern die Schlacht gegen das Feldheer xrus einem Gelände, das wie geschussen zur Verteidigung ist. Sre ttessen aus eine Linie hinter der Mildern. Seldst 'wenn bet Fchud alle Hindernisse überwinden würde, würde ein Sieg nicht ein entscheidendes Ergebnis bringen. Der Feind würde die französische Front an einer ihrer festesten Stellungen: durchbrochen haben. Aber das französische Heer würde nicht: vernichtet und Paris nicht besetzt sein. Wemr Frankreich am Kriegsansangstünde, dann^körmte es sich beunruhigen. So aber hat der Feind einen Sieg nöttg, der unverzüglich Erfolge ergibt. Und solche wird er bei Verdun nicht finden Den Schluß dieser bedenklichen Krittk bildet enr ZensiQfltrich. Die englische Presse über die Schlacht bei Berdu». Rotterdam, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Wie der „Rotterdamsche Courant" aus London meldet, entölten beinahe alle Blätter Lettartikel über die Schacht bei Verdun. „Times" schreibt, man könne die örtlichen Ersv-lqe der deutschen Feldheere mit voller Ruhe hinnehmen. Die französische Front sei ungebrochen und die Franzosen hätten nunmehr dre erwünschte Gelegenheit, den Deutschen schwer: Verluste zuzufügen. D>as Blatt erörtett die Ursachen, welche dre Deutschen dazu veranlaßt, diese Offensive zu unter- nehmen, und glaubt, daß sie mit der Anwesenheft jpes Kaisers -an der Westfront zusammenhänge. „Da i l y News" glaubt, daß, der Fall von Erzerum die Deutschen veranlaßt! hat, an Oer Westfront Erfolge zu suchen, um dem Ansehen der Mittelmächte auszuhelftn. Möaftcherweise wolle mwr auw durch die Offensive Mi einem Frontabschnitt die Vorbereitungen für die große Offensive der Verbündeten bi Unordnung bringen. Es sieht fast so ans, schreibt das Blatt als ob dre Deutschen in einer plötzlichen Offensive, außer svenn sie von einem nnerwarteten Erfolg gekrönt wäre den Alliierten lerchtsinittgerweise in die Karten spielten. * . * Der Kaiser in Wilhelmshaven. Wilhelmshaven, 24. Febr. (WTB. Nichtamtlich.') Ter Kaiser ist am 23. Februar vormittags zu einem m ehrst i'l n d i g e m Aufenthalte hier eingetroffen. Die ?lb- reise erfolgte am dcachmitta^g. -tus Holland. Haag, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Ausfuhr- verbot sur runden Spinatsamen, Mohrrüben- samen und Zwiebelsamen ist zeitweilig aufgehoben worden. Der türkische Bericht. , Konstantinopel, 25. Fchr. (WTB. Nichtamllich.) DL vanptonartier teilt nirt: - ^ L? 23 ch Februar schleuderten an den Dardanellen ein serndlicher Panzer und zwei Kreuzer, deren Feuer durch Beod- achtuNlZsMlugzeuM geleitet wurde, erfolglos einige Granaten ge- am die Küsten von K r l - a und Pa I a mu tl u k. Eines nuferer Wanertlugzaugc trieb che ,kindlichen Flugzeuge in die Flucht Em aichcres Limen,chnff und ein .Deenz^ Ichlenderten ebenfalls cr,olgloS einige Ge,chofse gegen Seüd-ül-Bahr und T-kke sich daraus zurück. — Don dm verschiedenen -^.Zrontm ist kerne Nachttcht über wichttge Beräuderrmgen Der Patriotismus der englischen Minister. Berlin, 25. Febr. (Priv -Tel.) Der „Berliner Lvkal- mizeiger meldet aus Rotterdam: Die englischen M i - n r st e r haben nach einer Meldung der „Times" besttflossen 25 Prozent ihrer Gehälter in Kriegsanleihe anzulegen. Kriegskritik im englischen Oberhaus. London, 22. Febr. (WTB. Nrchtamttich.'» Verspätet du* getroffen. Oberhaus. In der Aussprack:e über den Anrraa von Lord Sydenbam fcwrte Lord Be res sord, wenn England bei Krieqsbeginn eine effektive Blockade errickttet und alle für Deutschland bestimmlen Güter als Koirtvebande erklärt Hütte wurde der Ktteq nach seiner besttnmrten Uel»er-engnng jetzt vartttt lern. Cr wimfche, daß die Londoner Erklärung offiziell sstr un- giltig erklärt werde und all-e für Deutschland bestimmten Güter für absolute Konttebande erklärt würden- ferner daß alle feind- lichen Güter auf neutralen. Schiffen beschlagnahmt und die Pariser Erklärung aufgehoben würde; diese sei bereits durch Königliche Verordnung vom März außer Kraft gesetzt worden. Lord Beres- ford schloß: Der Krieg wird von einem Kabinett von 22 Dilettanten geführt: nicht wir führen den Krieg, sondern der Krieg führt uns. Die Kriegsführirug hat sich noch seit Bildung der Koalition verschlechtert, denn Kriege werden, nicht durch Kompromisse gewonnen. Nachdem LanÄwwne gesprochen hatte, sagte Lord L o r e - burn, kein Minister habe die Ueberz-engung ausgesprochen, oder könne dies tun, daß wir der: Krieg durch den Druck unserer Flotte zu Ende bringen könnten. Es sei eine sehr ernste Sache, Erwartungen M erwecken, daß durch den uneingeschränkten Gebrauch einer Waffe ein erwünschtes Ziel erreicht werden könnte. Er verstehe nickt, wie Stzdenham sein hohes Ansehen mit der Annahme auf das Spiel setzen könne, daß durch, die von ihm vorgeschlagene Methode Deutschland auf die Knie gezwungen werden könnte. England würde sich vast in große Schwierigkeiten mit den Neutralen begeben. England sei bei dem Bezug von Schiffsraum und von Lebensmitteln von den Neutralen abhängig. Die Lebensmittel b l 0 d G b c ha t in Deutschland wenig a us ge r i ch- tet und hat nur die Sparsamkeit und Opferwilligkeit des deutschen-Volkes gestärkt. Ein Druck der Flotte würde das Erl de des Krieges nicht näher bringen. Die Regierungen mrd nicht die Völker Europas lväreu für den Krieg und seine Fortdauer verantwortlich. Ter einzige Weg, den europäischen Kontinent vor unermeßlichem. Schaden zu bewahren, sei, den Krieg zu beenden. Bei der Fortsetzung der Wockadedebatte sagte Lord Crewe, wenn es auch unmöglich sei, Deutschland ans-- zuhungern, könne man doch nicht der Ausfuhr nach'Deutschland ruhig zuschen. Ausländische Blätter berichten über ernste Lebensmittelkrawall? in Berlin am 12. Januar, die mit einem ernsten Verlust an Menschenleben unterdrückt worden seien. — Man dürfe die Schwierigkeiten der Flotte nicht unterschätzen, die Ladungen unterwegs anzuhakten. Es liege an der geographischen Gestaltung der Küste; außerdem noch an anderen Schwierigkeiten, über die er nicht offen sprechen könne. England müsse das Völkerrecht achten, (l!) Die Mißachtung des Völkerrechts habe die Deutschen dazu gebracht, durch B e l g i e n zu gehen. England müsse mit reinen Händen aus dem Kriege hervorgehen. Man würde den Neutralen den größeren Teil des Beweises aufhürden, daß die Güter nicht für den Feind bestimmt sind. Aber sagen, daß Man den Feind durch eine Blockade besiegen könne, heiße, gewisse Tatsachen zu ignorieren; man äußere damit eine gewisse Geringschätzung für die Anstrengungen der Armee. Amerika und die Frage der bewaffneten Handelsschiffe. Washington, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Demokrat Gorc versuchte, im Senat eine Bill und eine Resolution einzubringen, durch welche die Amerikaner gewarnt werden, mit den bewaffneten Handelsschiffen der Kriegführenden zu reisen. Der Republikmrer Brandigee verhinderte die Verhandlungen darüber, indem er Beschwerde dagegen etnlegte. Im Repräsentantenhanse brachte Mon- dell eine ähnliche Bill ein. Man hält es für unwahrscheinlich, daß eine .Kommission im Revräfentantenhause !sur auswärtige Angelegenheiten dem .Haufe über eine derartige Maßregel Bericht erstatten wird. Es ist eim p ol i- tische Krise eingetreten, da Wilson von einer Revolte der Demokraten gegen seine Führung bedroht wird. Aber der Präsident bleibt bei der Weigerung, sich auf irgend eine Gesetzgebung einzulassen, durch welche den Amerikanern verboten würde, in bewaffneten Handelsschiffen der Kriegführenden zu reisen. Die Helden der „Weftbnrn". Amsterdam, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Einem hiesigen Matte zufolge meldet die „Times".aus Madrid, ;daß der von den Deutschen beschlcrgnahnlte britische Dampfer „Westburn" britische und französische Kriegsschiffe passierte, ohne Verdacht zu erregen. Als er in Santa Cruz ankam, begab sich ein im .Hafen liegender britischer ; Kreuzer sofort aus die offene See, um das Schiff zurück- ^Merobern, falls es die spanischen Gewässer verlassen sollte. -Als jedoch 206 Gefangene der sechs anderen feindlichen .Schiffe gelandet wurden, verließen die Deutschen binnen '24 Stunden den Hafen nnd ließen die „Westburn" in die Luft fliegen. Die Prisenbesatzung kehrte darauf in Booten nach Teneriffa zurück. "Teneriffa, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung 'Ves Reuterschen Bureaus. Der Kapitän eines Schiffes, das 'von ben Deutschen versenkt worden ist, erklärte in einer Mnttrredung, daß die sogenannte „Möwe" ein Schiff von '2000 bis 2500 Tonnen sei, das sechs 17,5°-Zentimeter-K!ano- men, zwei TorpedolanFierrohre und zahlreiche Minen führe. jDer Dampfer soll 17 Knoten laufen können. Die Besatzung )bestaud aus 200 bis 250 Mann. Das Kommando führte ein S af Dohna. — Die Besatzung der „Luxemburgs erzählte, ; sie auf der „Westburne" gut behandelt wurde. An Bord (sei sie vo-n sieben mit Ha.ndgran.aten bewaffneten Deutschen /bewacht worden. Die „Westburne" führte 5000 Tonnen .Steinkohle. Der Entwurf der UnegrgewmnfteusrHesetzez. B t r! t n , 25. Februar. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht den ^Entwurf -eines Kriegsgewinnsteuergesetzes, dessen wesentliche Bestimmungen wie folgt lauter: Steuerpslicht der Einzelpersonen. § 1. Tie in § 11 des Besitzsteuergefetzes vom 3. Juli 1913 ,bezeichnten Personen haben von dem in der Zeit vom 1. Januar 1914 bis zum 31. Dezember 1916 entstandenen Vermögenszuwachs zugunsten des Reichs eine besondere Abgabe (Kriegsvrrmögenszu- /wchtzssteuer) zu entrichten. § 2. Abgabepflichtiger Beim ogenszu wachs im Sinne dieses . Gesetzes ist vorbehaltlich der in den 8§ 3—6 dieses Gesetzes vor- .gesehenen Mnveickmngen der nach den Vorschriften des Besitzsteuer- gesetzes festgestellte Vermögenszuwmhs. 8 3. Bon dem nach den Vorschriften des Besitzsteuergesetzes festgestellten Bermögenszuwachs ist abznziehen: 1. 'Der Betrag des Vermögens, das nachweislich im Veranlngnngs- zeittaum durch Erbansall, durch Lel>en-, Fideikommiß- oder Stammgutanfall, infolge Vermächtnisses oder ans andere Weise aus dem Nachlaß kines Verstorbenen von Todeswegen erworben ist. Als Erwerb aus dem Nachlaß gilt auch die Abfindung für die Ausschlagung einer Erbschaft oder eines Bermächtmsfes; 2. oer Bettag einer im Veranlagungszeittaum erfolgten .^avital- Auszahlung aus einer Versicherung nach Absetzung des bei der Wehrbeüragsveranlagung festgestellten oder des aus den Anfang des VcrcmlaMngszertranms festzustttlonden Kapital Werts der bettessenden Versickwrung; 3. der Betrag des Bermögcns, das nachweislich im Beranlagungs- zeittaunve durch Schenkung oder durch eine sonstige ohne ent sprechende Gegenleistung ans dem Vermögen eines anderen gemachte Zuwendung lBermögensübergabe- erworben ist; 4 '^rmoaensbettäge, die nachweislich aus der Veräußerung am tancnschen Grund- oder Betriebsvermögens oder sonstiger Gegenstände herrübren, die zu Beginn des Veranlagungszeitraums zum nichtsteuerbaren Vermögen des Steuerpflichtigen gehört haben. Der Abzug nach Abs. 1 Nr. 1 ist für den entsprechenden Anteil an dem Betrage des Nackl-aßvermögens ausgeschlossen, der abgabepflichtiger V-ermögens'zmvachs des Erblassers genrefeu wäre, wenn der Erblasser den Beranlagungszeittanm überlebt hätte. § 4. Dem nach den Vorschriften des Besitzstenergesetzes für den 31. Dezember 1916 festgestellten Bernrögen sind hinzuzurechnen die Beträge, um die der Steuerpflichtige durch Schenkung oder sonstige Bermögensübergabe im Voran lagungszeitrcrnme sein Vermögen vermindert hat. Von der Hinznrechnnng ausgenommen sind fortlaufende Zuwendungen zum Zwecke des' standesgemäßen Unterhalts oder der Ausbildung des Bedachten, Pensionen und ähnliche Zuwendungen, die ohne rechtliche Verpflichtung früheren Angestellten und Bediensteten gewährt werden, übliche Gelegen- hsiLsgesck7nke, Zmoeavmrg-Nr zu kirchlichen, mildtätigen oder gemeinnützigen Zwecken und, sofern nrch>5 die Absicht der Aögabe- ersparung anzunehmen ist, Zuwendungen im Werte von nicht wehr als eintausend Mark. Im Falle der Hinzurechnung srenrden Vermögens »ach Ws. 1 haftet der Bedachte für den Abgabebetrag, der aus den ihm zugeflossenen Teil des abgabepflichtigen Vermögenszuioachses entfällt. Der Steuerpflichtige kann von dem Bedachten Ersatz dieses Abgabc- bettages verlangen. 8 5. Dem nach den Vorschriften des' BesitzsteNergesetzes für den 31. Dezember 1916 sestgestellten Vermögen sind ferner hinzu- zurechneu Vermögensbeträge, die im Veranlagungszeitraum in anÄändischen Grundstücken und Unternehmungen angelegt worden find, sowie Beträge, die im Veranlagungs'eitraume zum Erwerbe von Gegenständen aus edlem Metall, von Edelsteinen oder Perlen, sowie von Kunst-, Schmuck- und Luxusgegenständen ausgewendet werden sind, sofern der Anschaffungspreis für den einzelnen Gegenstand oder für mehrere gleichartige oder zusammenhängende Gegenstände eintausend Mar? und darüber beträgt. 8 6. Bei Feststellung des Bernrögensstandes ani Ende des Veranlag» ngszeitranms dürfen Grundstücke, die der Steuerpflichtige erst nach dem 1. August 1914 erworben hat, zu keinem geringeren Werte als dem Betrage der Gestehungskosten an gesetzt werden. 8 7. Die besondere Abgabe koird nur erhoben, wenn der nach diesem Gesetze sestchestellte Vermögeuszmvachs den Betrag von 3000 Mark übersteigt. 8 8. Vermögen, die den Gesamtwert von sechstausend Mark nicht übersteigen, unterliegen der besonderen Abgabe nicht. Beträgt das Vermögen am Ende des Veranlagirngsr-eitraumes nicht mehr als 9000 Mark, so unterliegt der nach 8 7 abgabepflichtige Bermögensruwachs nur insofern der besonderen Abgabe, als durch ihn ein Vermögensbetrag vcm 6000 Mark überschritten wird. 8 9. Dre besondere Abgabe beträgt: flir die ersten 26 000 Mt. des Vernwgenszuwachses . . 5 v. H. » „ nächster^ angesangenen oder vollen 39600 Mk. , . 6 w „ " w n n if „ 50 000 . . 8 „ t, » n n „ 100000 , . . 10 , „ . - „ .. 300 000 . . . 15 „ , „ n n n n „ 500 cm „ . . 20 „ ,. rA * weiteren Beträge.25 „ „ 8 10. 5)at der Steuerpflichtige ein nach den 88 11—19 berechnetes M e h r e i n k o m m e n gehabt, so wird von dem Ver- mogensAuwachs in Hohe dieses Mehreinkommeirs das Zweichche der im 8 9 bestimmten Sätze erhobim. Unterliegt hiernach der Vermag enszuroacks zum Teil denr einsachur, zum Teil dem zweifachen Oldgabnrsatze, so find die doppelten Sätze von den höheren Stassel- bctMgen zu bc-rechnen. 8 11. Als Mehreinkommem gilt der Unterschied zwischen dem gemäß 88 12 bis 14, 8 18, 8 19 Abs. 2 zu berechnenden Friedens- einkoinmen :rnd dem gemäß 8§ 15 bis 18, 8 19 Abs. 1 sestgeftellten Kriegseinkommen. Der Unterschiedsbetrag wird auf volle Tausende nach unten abgerundet. Unterschiedsbettäge unter dreitausend Mark unterliegen der höheren Abgabe rricht. 8 12. Das Friedeuseinkommen berechnet sich nach eirrem der Zahl der späteren Jahresveranlagimgen (ß 15) entsprechenden Viel- facheri des JahreSeintomTnens vor dem .Kriege. , 8 13. Als Jahreseinkommerr vor dem Kriege gilt das steuerpflichtige Jahreseinkommen, mit dem der Abgabepflichtige bei der letzten allgemeinen landesgesetzlichen I-ahresveraulagnng auf Grund der Einkommensverhältnisse, !vie sie vor Ausbruch des Krieges bestanden, zur Einkommensteuer veranlagt worden ist. Welche Einkommensteuerveranlagung nach Abs. 1 maßgebend ist, bestimmt die oberste Landessinanzbehörde im Einverständnisse imt dem Reichskanzler. Wenn eine rechtskräftige FeMekttmg des steuerpflichtigen Einkommens nicht ftattfindet, sv gilt als festgestellt das niedrigste Einkvnimen der Steuerstuse, in welcher der Steuerpflichtige zur Einkomnrensteuer endgültig veranlagt ist. 8 14. Als Jahreseinkommen vor dem .Kriege wirb ein Betrag von 10 000 M'ark angenommen, wenn das veranlagte steuere pflichtige Einkommen (8 13) niedriger war. Ein Jahreseinlommerr von zchntausend Mavk wird ferner angenommen, wenn der Steuerpflichtige bei der nach 8 13 maßgebenden Steuerveranlagung M einer Einkmnmensteuer nicht tAer- anlagt gewesen ist, es sei denn, daß er bei Ernttitt der Steuerpflicht nachweislich ein Vermögen beslessen hat, das bei Annahme einer Verzinsung von 5 vom Hundert einen höheren, in diesem Falle als Jahrcseinkomnum anznsehcnden Jahresertrag abwerfen würde. .Hat der Steuerpflichtige nach denr für die Friedensveranla- güng (8 13) maßgebenden Stichstag Vermögen durch einen der im 6 3 Nr. 1 nnd 2 bezeichneten Anfälle erworben, so kann er verlangen, daß dem festVesdellten Einkommen ein Betrag hürzugerechnet wird, der einer jährlickien Verzinstmg von 5 vom Hundert dieses Vermögens entspricht. Die HinzureckMung erfolgt für soviel Jahre, als Kriegsv eranlaMngen (8 15) vvrliegen, in denen die Erträge dieses Bermögeils berücksichtigt sind. 8 15. Als Ktziegsemkommen gilt das' Gesamteinkommen, mit dem der Steuer Pflicht che rnrch der letzteir rFciedensvervnlagung (8 13) bei drei zusammenhängenden Jähresveranlagnngm zur Landes ein kommensteuer veranlagt worden ist oder veranlagt wird. Welche Ernkommensteuerveranlagung nach Abs. 1 maßgebend ist, bestnumt die oberste Lcrndesftnarrzbehörde im Einverständnis mit deni Reichskanzler. Diese kann im Einzelfall anordnen, daß der Feststellung des Kriegseinkmnmens andere Jahresveranla- gnngen zugrimde gelegt werden, wenn in ihnen die Einkonkmens- verhältnisje eines Steuerpflichtcheil tvährend der Kriegszeit zutreffender berückfichffgt tverden, als in den allgemein bstttmurten Jahresveranlagnngen. 8 13 Abs. 3 findet Anwendung. 8 16. D-em noch 8 15 sich ergebenden Gesamteinkomnrcn sind hmzuzurechnen alle Erträge aiks einer auf Gewinn geriästeten Tätigkeit, die dem Steuerpflichtigen in der Zeit vom 1. August 1914 bis 31. Dezember 1916 zugeflosseu, nach Landesrecht aber dem steuerpflichtigen Einkommen nicht zu gez ählt worden sirrd weil sie nicht aus einer an dem landesrechtlich maßgebenden Zeit- ^ Punkt vorhandenen Einkommensgnelle herrührten. Ist an die Stelle dieser auf Gewinn gerichteten Tätigkeit eine andere Ein- kommensguette getreten, so findet die Hinzurechnung nur insotveit statt, als die hinzuzurechnenden Beträge die Erträge der neuen Einkommensquelle übersteigen. 8 17. Bon dem nach 8 15 sich ergebenden Gesamteinkommen ist auf Antrag abzusetzen das Einkommen, das nachweislich als Mehreinnahme ans Geschäftsanteilen einer inländischen Gescll- schast mit beschränkter Haftung herrührt. Als Mehreinnahnm gilt der anteilige Betrag, der von der Gesellschaft über den Durchschnitt der nach 8 5 Abs. 1 des Olesetzes über vorbereitende Maßnalchren zur Besteuerung der Kriegsgewinne vom 24. Dezember 19!5 in Betracht kommenden Jahre hinaus oder, falls die Gesellschaft noch kein volles Jahr vor den .Kriegsgeschäftsfahren bestanden hat, über eine fünsprozentige Dividende hinaus in einem Kriegsgeschäftsjahr als Gewinn verteilt worden ist. Die Absetzung ist ausgeschlossen, wenn bei Beginn des Ber- anlagungszeitraums das Stammkapital der Gesellschaft eine Mil- lwn Mark und darüber bttragen hat und n?enn mehr als sechs Ge- lekkschafter während des Beranlagungszeitraums vorhanden sind. 8 18. Ist nach 8 14 des Besitzsteuergesehes das' Veirnögen der Elsegatten znsammenzurechnen, so ist für die ^Ermittelung des Mehreinkommens das Emkomruen der Ehegatten aicch dann zu- sammenzirrechnen, wenn sie nach Landesrecht selbständig zur 'Ein- kommenstener veranlagt sind. 8 19. In einem Bundesstaat, in dem eine Einkommmsteuer noch nicht eingeiührt ist, trifft die Landesregierung Begimmungen über die Ermittelung des Kriegseinkommeus. Als Jahreseinkommerr vor dem Kriege gilt im Falle des Abs. 1 das bei der Veranlagung des Wehrbestrags festgefte.lte Eiutommen. soweit nicht ein anderes Jahreseinkomnren gemäß 8 14 anzuneh- meN ist. 8 20. Die Pflicht zur Entrichtrrng der nach diesem Gesetze cr?- schuldtten Abgaberr errtfällt nicht dadurch, daß ein Stenerpslichkiger vor dem 1. Januar 1917 seinen inländischen Wohnsitz oder Aufenthalt arffgibt. Hat die Aufgabe des inländischen Wohnsitzes oder Ars- enthalts den^ Wegfall der Steuerpflicht nach d^nr Besitzsteuergesetze zur Folge, so ist der der besonderen Abgabe unterliegende Vermögenszuwachs mit der Maßgabe festznstellen, daß cher Bercrn- laguugszeitraum statt mit dem 31. Dezember 1916 mit denr Zeit' Punkt der Aufgabe abläuft. Der Steuerpflichtige hat vor Verlegung seines Wohnsitzes oder Aufenthaltes in das Ausland für die geschuldete Abgabe Sicherheit zu leisten. Die Äteneröehvrd^ bestimmt den Bettag der Sicherheit und ist berechrigt, diesen Betrag beizutreihe«. Das Gleiche gilt^w^irn Tatsachen vorliegeu, welche die Annahme recht- fertigen. daß der Steuerpflichtige auf audere Weise, insbesondere durch Verbringung von Vermögen ins Ausland, die Erhebung der Abgabe geföhrdet. Erschwert oder voreitekt ein im Ausland sich aufhaltender Steuerpflichtiger die Beranlagimg dadr'.rch, daß er eine Steuererklärung nicht rechtzeitig ab gibt, so rann sein im Inland befindliches Vermögen mit Beschlag belegt tverden. Im Sinne der Abs. 3 rrnd 4 gelten die deutschen Schutzgebiete als Inland. S t c u e r p f l i ch t der Gesellschaften. 8 21. Die im 8 1 des Gesetzes über vorbereitende Maßnah- mcn zur Besteuerung der Kriegsgenünne vom 24. Dezember 1915 aufgesührten inländischen Gesellschasteu haben von dem nach den Borschttften des Gesetzes vom 24. Dezember 1915 und der 22, 23 dieses Gesetzes festgestelkten Mehrgewinn eine blegabe (Kriegs- gewinnsteuer) zu errttichtcn. 8 22. Für die Feststellung des sterwpflichtigen Mehrgewinns wird der durchschnittliche frühere Eäesckä sie gewinn mit der Maßgabe berechnet, daß an Stelle von 5 Hnuderrfteln (8 .0 Abs. 2—5 des Gesetzes vom 24. 12. 1915) 6 Hundertstel zu Grunde gelegt werden. 8 23. Gesellschaften, die mehr als ein Fünftel aller Aktien oder Anteile nner arrderen Gesellschaft der im § 1 Abs. 1 des Gesetzes vom 24. 12. 15 bezeichneten Art besitzen, dürfen, von dem .Geschäftsgewinn eines Kriegsgvschäftsjahres die Mehcnn- nahme ans diesen Aktien odac An taten absetzcn. Als Mehrcinnabme gilt dcr anteilige Betrag, der von der anderen Olesellschaft (Tochtergesellschaft) über den Durchschnitt der nach 8 5 Abs. 1 des Gesetzes vom 24. 12. 15. in Betracht kom- meudeir Jahre hinaus oder, wenn die Gesellschaft noch kein volles J ahr vor den Kriegsgeschäfts fahren bestanden hat, über eine fünfvrozentige Dividende odc^ Ausbeute hinaus in einem Kriegsgeschäftsjahr verkeilt worden ist. Bei Konrmanditgesellschasten auf Aktien bleiben diejenigen Ostwinnbcträge, welche auf die von den persönlich haftenden Gesellschaftern nicht auf das Grundkapital gemachten Einlagen eitt- fallen, außer Ansatz. 8 24. Die Abgabe beträgt für inländische Elescllschaf^u, wenn der Mehrgewinn im Jahresdurchschnitt zwei vom Hundert des eingezahlten (^rund- oder Stammkapitals zuzüglich der bei Beginr des ersten Kriegsgeschäftsiahres ansgewiefencn wirklichen Reserve kontenbeträge nicht übersteigt: ivenn er 2 v. Hdt., aber nicht 4 v.Hdk. übersteigt 12 „ * 4 „ „ „ 6 „ 14 u , 6 „ , 8 „ „ 16 » 8 „ „ io „ 18 „ „ io „ „ 12 „ „ 20 „ , 12 „ „ , 14 u 22 » * 14 „ „ , 16 „ 24 9 .. 16 - „ - 18 n 26 If „ 18 „ 20 28 „ „ 20 „ übersteigt 36 Die nach Abs. 1 festzusetzende Abgabe erhöht sich, wenn de» drrrchschnittliche Geschäftsgewinn in den .Kricgsgeschäftsjahren 10 vom Hundert, aber nicht 15 v. H. des eingezahlterr Grund- oder Stammkapitals zuzüglich der bei Beginn des ersten Kriegsg-eschäfts- jahrs ausgewcescnen wirklichen Reservckontenbetrüge übersteigt, um 10 v. H. ihres Betrag? wenn er 15 v.H., aber nicht 20 v. H.überftgt. „ 20 „ „ w n 20 nun 25 „ „ 30 ,, ,, „ 25 „ „ „ 30 „ „ „ 40 „ „ 39 „ slbersteiqt , 5Ö , ^ Hat sich das eingezahlte Grund- oder Stammkapital »nährend der Zhriegsgeschäftsjahre vermehrt, so ist der Berechnmrg der Abgabe ein den Zeittanm, innerhalb dessen die 0>esellsck)aft mit denk! verändetten Kapital bestanden hat, berücksichtigender Durchschnitts- bettag zugrunde zu legen. 8 25. Ausländische Gesellschaften der im 8 1 d^s Gesetzes vom 24. 12. 15 bezeickmeten Art haben die Abgabe von dern nach Maßgabe des 8 6 Abs. 1 desselben Gesetzes festgestetlten Mehrgewinne zu entrichten. 8 26. Die Abgabe beträgt si'tt ausländische Gesellschaften bei einern Mehrgewinne von nicht mehr als 50 000 Mk. 10 v. H. des Mehrgewinns mehr als 50 000 bis zu lOOOOO „ 15 „ „ 100 000 „ 200 000 „ 20 , „ 200 000 ^ 300 000 „ 25 „ r „ 300 000 „ 500 000 „ 30 „ bOO 000 „ 1000 000 „ 35 „ mehr als 1 Million bis zu 2 Millionen Mk. 40 v. H. des Mehrgewinns ,2 45 8 27. Tie Abgabe »nird Von den (sKsellschaften insoweit rricht erheben, als sie den Betrag der pach den Bvrschriftrn des Gesetzes vom 24. Dezember 1915 zu bildenden Svnderrücklage übersttigt. Ms. 1 gilt iusvwen nickst, als bei der Bildung der Sondrw- rücklagc Absck?reibu.ngen, die gemäß 8 3 Satz 2 des Gesetzes vom 24. Dezeinber 1915 dem Geschäftsgewinn eines Kriegsgeschäfts- jahrs hinzuzurechne»! rvaren, nnberücksichtigt geblieben sind. 8 28. Tie Llbgabe ist nach näherer Bestimmung des Bundesrats auch tvn den anderen juristischen Personen zu entrichten, auf die der Buvdesrat die Vorschriften des (Gesetzes vom 24. Tüncher 1915 gemäß § 10 Abs. 1 ausgedehnt hat. 8 29. Ter Reichskmrzler kann zum Zwecke der Vermeidung einer Dvppelbesterrerung durch das Reich und durch außerdeutsche Staaten mit Zustimmung des Bundesrats Anordnungen treffen, die vor, den gesetzlichen Vorschriften über die Feststellung des abgabepflichtigen MchrgewinnS abweichen. Es folgen Gemeinsame Vorschriften (ßß 30—41). Danach erfolgt Beranlagimg und Erhebung durch die für die Besitzstrner zuständigen Behörden. Außer den zur Abgabe einar Besitzstenererflärung Verpflichteten 'haben alle Einzelpen'onen, deren Vermögen sich seit denk 31. Dezember 1913 um mehr als 3000 M7. aus mrndestens 7000 Mark erhöht fcrt, eine Steuererklärung abzugeben. Tie Veranlagamg der besonderen Mgabe erfolgt bei Einzel Personen gleichzeitig mit der Beranlacgrng der Besitzsteuer, soweit nicht im Falle des § 20 eine frühere Berarflagnng möglich ist. Die Kriegsgewinnsteuer der Gesellschaften (88 21, 25) und linderer juristisck-er Personen (8 28) wird nach dem Gesamtergebnisse der beiden ersten Krß'gsgeüchäftsjahr'e vorläufig und nach dem Gesamtergebnis aller Kr^gs- ge schüft sjahre endgültig festgesetzt. Nach Entrichtung der vorläufig festgesetzten Abgabe steht dem Pflichtigen^ über den zur Zahlung nicht verwendeten Teil der Sondc^ücklagc die freie Verfügung zu. Gegen den endgültigen Bescheid sind die gleichen Rechtsmittel zulässig, wie gegen den Besitzstenerentscheid; der Be- ptteilung der Rechtsmittelbehörden untmliegt mrch der vorlmrfige BkscheÄ). M* WgoKe M binnen drei Wonaten nach Zustekkrmg des vorlaLsigM^oder endsüttigr« Bescheids zm entri cht e n . Bei (Erchdrng der Abgabe werden die fLnsprozentigen Schuldv-erschrei- dun^l und Schatzanweisungen der Kriegsanleihen des Deutschen VMM betrag an Zahlrmgs Statt angenommen. Wer nr nj(m li(q intrKiÄigc oder unvollständige Angabe?! macht, die ge- crgtvet snw, erne Verkürzung der Abgabe herbeizuführen, wird mit ciTver Geldstrafe -ms zum fünffachen Betrage der gefährdeten Abgabe bestluft. Neben her Geldstrafe kann auf Gefängnis bis zn ernem Fahr m?d neben der Gefängnisstrafe auch auf Verlust der burgerrrchen Ehrenreclxte erkannt werden, wenn die unrichtigen om unvollstMdigen Angaben in der Msicht, die Abgabe zu Hinterzrehen, gemacht worden sind. Der Bmidesrat kann zur Vermeidung besonderer harten auf Antrag eines Steuerpflichtigen einzelne auDierordeutltd>c Bermögensanfälle von der besonderen Abgabe be- , W°T r ei . ne mrderweitige Berechnung des Vdehrein kvinmens oder Mehrgewinns genehmigen. Es folgm Schlntzvorschriften (§§ 42, 43V die einige Änderungen des Befchsteuergesetz.es enthalten. WTB. Portugal vergewaltigt deutsche Schiffe? ^ Einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Lissabon zufolge veröffentlicht die portugiesische Amtszeitung ein De- • £'ry T 8orrn der Benutzung deutscher, in protu- giesischen Häfen internierter Schiffe durch die portugiesische Regierung geregelt wird. Portugiesische Besatzungen begaben sich daraufhin an Bord der deutschen Schiffe, die im Tajo verankert sind, und hißten die portugiesische Flagge. Weitere Einzelheiten über diesen Bruch der Neutralität iidernntte-ln Nils die folgenden Drahtberichte: Paris, 24. Febr. Die Zahl der ans dem Tajo ankernden deutschen Schiffe, die init Beschlag belegt worden sind, besagt 35. Der „Teinps" meldet, daß die Bestandsanf- uahme und die Entladung der Schiffe sich oh??c Zwifchen- , satt vollzogen haben. Die Regierung erklärte, daß es sich l nicht um einen kriegerischen Akt handelt, sondern um eine einfache, im öffentlichen Interesse gelegene Maßnahme, und daß der portugiesische Gesandte in Berlin beauftragt worden sei, dies der Kaiserlich deutscheii Regierung zu erklären. Den Besitzern der Schiffe sind alle Garantien zugesichert worden. Köln, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Köln. Ztg." meldet aus Berlin: Die Meldung des Reuterschen Wrreaus aus Lissabon, nach welcher Portugal zur Beschlagnahme der aus dem Tajo liegenden deutschen Schisse geschritten sei, ist hier amtlich noch unbestätigt. Solange erne Bestätigung nicht vorliegt, kann von hier ans in der Angelegenheit nichts geschehen. Man nniß abwarten, ob tatsächlich ein solcher Beschluß Portugals vorliegt Einstweilen sei aber darauf hingewiesen, daß nach den Bestim- nrungen des deutsch-portugiesischen Handelsvertrages so- L wohl Deutschland wie Portugal berechtigt sind, die in ihren Häfen liegenden Schiffe gegen eme Entschädigung zu requi rieren. Berlin, 25. Febr. (Priv.-Del.) Zu der Meldung über L die Internierung deutscher Dampfer durch Por-? | tugal erfahren Nur, daß in portugiesischen .Häfen überh.rupt ff nur ein Dampfer interniert ist. Die übrigen deutschen Schiffe, die in portiigiesischen Häfen liegen, 'befanden fidi bereits bei .Kriegsausbruch dort oder liefen in dieselben zu ihrer Sicherheit ein. Diese Schisse unterliegen ??ach> dem Völkerrecht der Beschlagnahme wicht. Die Tonnage der in portugiesischen Häfen liegenden Schiffe beträgt insgesamt etwa 270 000 Donnen. In iwrdanreriLanischen Häfen liege?? Schiffe von insgesamt 600 OM Donnen, in den Häfen Süd- ameriLas, Argentinien, Chile usw. 436 OM Donnen. Insgesamt betragt die Domrage der in außerdeutschen Häsen befindlichen Schiffe etwa 1,9 Millionen Tonnen. Bei den ??? amerikanischen Häsen liegenden deutschen Schiffen ist zu bemerken, daß ein größerer Teil davor? nur für den Passa- grerverkehr eingerichtet ist und deshalb für Warentransporte nicht in Frage kornmen kann. Aus Stadt uttfe Land. Gießen, 26. Februar 1916. Sonntagsgedanken. „Was ist ein unbrauchbarer Mann? Der nicht befehlen und auch nicht gehorchen kann." (Goethe.) Recht befehlen zu können, bildet sich fast jeder ein. Aber nur wenige können es. Denn das Befehlen setzt voraus, daß erner wirklich über den anderen steht, denen er befiehlt, daß er wirklich derjenige ist, der ihnen ein Führer sein kann. Das üt erne hohe Ehre und Auszeichnung, zu befehlen. Llber auch das Gehorchen ist nicht, wie manche sich Vorreden, um sich damit wegen ihres Ungehorsams zu entschuldigen, etwas Entehrendes. Sondern dem Führer nicht zu folgen vermögen, das ist eine Unehrc und Schande. Denn da ist man ern unbrauchbarer Mann. „ -yfo Fn^denszeiten lebten wir in vielen Dingen im Ueberfluß. Da mochte es wohl noch eher hingehen, we??n einer e?n unbrauchbarer Mensch war, einer, der weder befehlen noch auch gehorche?? konnte. Was Brauchbares geleistet wurde, genügte, um das Leben zu fristen. Freilich, je weniger brauchbare Menschen da waren, um so Mner wurde es. Je mehr da ware?i, die nur sich selbst, ihrem Vergnügen und ihrer Langeweile lebten, desto weniger Brauchbares konnte daraus entstehen. ..Aber im Krieg brauchen wir mehr. Jetzt sind alle Kräfte erforderlich. Mes, was eine Kraft werden Wnnte, aber noch ke?ne ist, nruß zürn Lebe?? gebracht werden. D?e Unbrauchbaren und Ueberflüssigen rn'üssen, wenn sie noch nicht wach sind, gereizt werden u?id aufgeweckt Das - erste ist, daß man sie mm zu Gehorchen zwingt Welch eme Wohltat ist es nun auch für eirren solchem Menfchen, der ?wch nichts oder noch wenig im Leben genützt hat mrdlich auch einen Platz richtig ausfülle??, endlich sich ernem Befehl unterordnen zu müssen. Ta wächst die Kraft auch des Schwächsten, und alle Kräfte zusammen geben erne den Feinden furchtbare Gewalt. Denn auch die Fahrer fehlen uns nicht, die befehlen könne??, die den Strom der .Kräfte in die rechte Richtung leiten. Ohne sie wäre da nur eine wilde Masse ohne Betonßtsein Aber sie ziehen durch ihren Befehl die Gehorcl-enden zu sich * empor und vereinen alle Kräfte zu dem hohen Ziele hin d. ** Siege § feie r. Anläßlich des großen Waffenerfolges ?m Norden von Verdun, der uns über 10000 Gefangene einbrachte, läuteten gestern gegen abend die Kirchen- Olocfni Jjfit dem Flaggen hatte man schon früher begonnen. Aus dem gleichen Anlaß fand um 6Uhr ein Militär k o n z e r t in der Süd-Anlage statt. ** Personalnachrichten. Am 21. Februar d I wurde der Dammwärter Johann Lebert zu Offenbach vom 1. Aprrl d. I. an auf die Dammwärterstelle zu Groß- Steinheim versetzt und der Schleusenwärter cm der Schleuse bei Offeubach, Christian Jertz, dom 1. April d. I. an Zwm Dammwärter in Offenbach ernannt. ** .Stadttheater. Aus dem Sta.dtthea.terb u reaU tvird uns geschrieben: Zum morgiger Gastspiel des Darmstädter Hof- tyeaters dürfte folgende Besprechung einer Darmstädter Zeitung mteresiieren. Es heißt da: „Der tolle Hu??d" spielt ebenso, wie der „Datterich" in Ueinbürgerlichen Darmstädter Familienkreisen. k ba^u^se Geschichte hat der Dichter mit Gestalten voll Kraft Uni> -~ä- ausgestattet und die zahllosen Familien szenen mit so urlüuidjitgm Humor gespickt, wie er nur in der Atmosphäre des behaglichen Kleinbürgertums gedecher? kann. Hermann Kn?- lpcl Mt es verstände??, das Ganze auch mit einer Anzahl Gelangen und Tänzen auszustatten und als gründlicher Kenner des barmstädter „Heruertums" auch die ganze Darstellung auf den rechten Lvkalton abgestimnrt, aus dein die mit modernen An-- sprelnngen durchsetzte?? Cvnykets allerdings stark her ans treten. Als ^^^bter der beiden. Fa?nilien Knippelius und Puttel zeichneten Nch^Eduard Gäbe l, Else M ick l e r, Herrnann Kn ispel, Minna M u l l e r --H a? int und Luife^ Kn m?n e l aus. Die gefällige sJegfftfrrniftt hatte Hofkapcsimeister O t ten Heimer geschrieben. ans verkaufte Haus — auch der Großherzog und die GrotzHerzogin waren zugegen — bereitete dem lustigen Stück eine lehr warn?herzige Aufnahme. ** Marzcll Salzer sah sich gestern abend im Stadttheater wie stets der prickeliiden Aufnahmefteudigkeit eines ausverkauften Hauses gegenüber, ??nd so hatte er sich beim auch in de?? ersten paar Minuten der Stimmung bemächtigt und küetete sie mr,ch feiner Auswahl wie weiches Wachs, bald zur Mie??e des befreiendsten Lachens, bald z???n nachdenksamer? Ausdruck inner- "wen Erleberrs. Der Künstler kam gestern abend vorwiegend Euell — Pardon, nein Verzeihung — zeitgemäß (20 Pfennig ans Rote Kreuz): So und ähnlich hatte er im Handumdrehen b^e Laune Hörer eingefangen, u??d sie pickte ihm gehorsam all die schmackhaften großen und kleinen Bissen aus der freigiebigen Hand. Da sang John Bull init heuchlerischem Augenaufschlag zur Ver— Drehorgel ein beweglich Klagelied über die Tücke und die Rohheit der Barbaren, d. h. der Sieger: Ach, ?vas sein die Germans wr barbars — Gabriele Rübchen hüpfte mit der Leier und riesigen Geberden vor den Jsonzobezwingern einher, um nach drei Tagen hinter Hoteldoppeltüren über die Pleite Jtalias nachzu- ftnnen — der Leutnant von der Linde, stolz wie ein junger Teufel, eroberte mit seinem Heere von vier Mann Malonne und pftanzte se??? aus Hosenfetzen improvisiertes Baiiner aus. Dann kam Ernst. Fritz Müllers Geschichte vom alten Professor, dessen Wertmesser für alles Sei?? sind Tu?? der alte, edle Homer ?oar, fand eiite tiefe Ergriffenheit, als der alte Stubengelehrte iit bei leeren Oberprima im Traum von dem brausenden Atem der Zeft gestreift wird und erkennt, daß feine lieben Jungens selber mit stählernem Griffel den ne??en Homer schreiben. Marcell Salzer hat den Schritt auch dicht hinter die Front gesetzt und de?? Feldlazaretten u?ld Schützengrabenbären Grüße der Hei?nat und deutschen 5)umor bringen dürfen: Am Jsvnzo war er Gast des Generals Boroewic — sprich Boroewitsch (Gott, er wäre W noch viel brnühmter, wenn man wüßte, wie er „sich spricht") und der hat ihm gesagt, an dieser Front könne der Italiener ?v, werden, und als Marcell Salzer das Wort später Hinde??burg selber erzählte, da hat der Recke vor sich hin gelächelt und gemeint: Bester wärs. er stürbe vorher! Ja, und an denJsonzofront, vielleicht auch anderswo und früher, wars, wo der Feuertvertker einen k. und k. Ma??tel für seinen Hanptma???! und der Hanptmani? eben diesen Mantel für seinen Feueriverker hielt; es ?oar nämlich tags r-? 01 Barbaratag gewesen, und der ?vird bei der Artillerie bekanntlich «gefeiert. In der Nähe hat sich auch die Geschichte von dem ovalen Schild ereignet, die gestern abend ??ach Salzers Aussage me Greßener schneller kapierten, als cs m manchen Großstädten ^ Jet« w^- ^kid wieder sprach Salzer von Hind erwürg, wie der große Marschiül frisch, jugendlich, bei bestem Befinden und — ungenagelt ?n die helle Zurnnft schaue und denen daheim ein Beispiel biete, lind dan?? in bunter Folge kraftvolle Bilder vorn Kampf und L-ieg und Durchhaltei? und dazwischen wie lustige .lürteten Seitenhiebe auf Bureaukratism??s, männliche und ?veibliche schivache Seite-n, «vf deutsche Mode, deren Glockenröcke trotz pller ö.um Siegeslänten taugen, und vor allem eine köst- für Wort zu unters chreibe??de Kapuzinerpr^igt an 1H ■ “ ‘kwer-M»esniacher, de?? alleswisse??den, achselzuckenden, sorgenvollen Plaggeist unserer hohen Tage u??d an seine Mllegin twn mr anderen L>eite, die ölige, bis ??? die tiefsten Seelengründe vom Kriege unverändert gelassene, sachverständige Klatschbase, die am besten unter dem „Hochgestochenen" gedeiht. Noch ein poetisch ausgelegtes Hindenburgwort vom Durchsiegen — ein Rund- tompliment — und der Salzerabe??d war, ehe maus . in dem i^rbel gemerkt hatte, zu E??de. Er n>crr ime ein erfrischen-- ^ an heißem Nachmittag, ein ivohliges Ausspannen nnd Ausruhen auf einer grünen, heiteren Flur, die Salzer in rreuem und echtdeutschem Festhalten gegen den schweren Sturm der Zert verteidigt. Es tut vom Herzen wohl, sich ab und zu; einmal ?n diese Oase flüchten zu können. -a- ** Kanonendo??ner. Auf unsere gestrige Notiz hin geht uns heute solge??de Mitteilung aus Nidda zu: Bei dem Ueberschreiten einer Anhöhe, die Nidda von Bad-Salz- hau^n trennt und als Hermstein bei Nidda bezeichnet wird, dlreb ich oftmals stehen, da es mir vorkani, als hörte ich Hessen-NasilM. ra. Biedenkopf, 26. Febr. Für den Kreis Biedenkovi stehen zwei Faß Olivenöl von 300 kg zur Verfügung, die in Biedenkopf und Gladenbach zur Verteilung kommen. ra. Frankenbach, 26. Febr. Der Privatier Llldwig Wack in Kassel, ein geborener Frankcnbaper, hat den Kirchen- g ein ein den Crumbach und F>>nke ach letztwillig je 3000 Mk. zugewendet. ra. Naunheim, 26. Febr. Unteroffizier S ch m e h l (Res.- Jnf.-Regt. Nr. 234) wurde init dem Eisernen Krenz ausgezeichnet. [] Aus dem Kreise Wittgenstein, 25. Febr. Ern früherer Berleburger, namens Nolde, der sich in Reading in Nordamerika befindet, hat sei??er Vaterstadt 50000 Mk. vernnacht mit der Besttmmung, daß die Zinsen Krregswitwen nnd -Waisen der Stadt Berleb??rg zugewendet werden. R ö de lhe i m, 25. Febr. Aus dem hiesigen Bah??hose stießen ztvei ArbeH-züge zusammen. Mehrere Wagen ent- 03,; Freiler’ r gleisten. Bei der Freilegung der Gleise verunglückten zwei L>chlofser so schwer, daß sie dem Ki:ankenhause zugeführt werden mußten. Spielplan der vereinigten §rankfutter Stadtttzeater. lvpernharis. Sonntag, den 27. Febr., nachrnittags Sy % Uhr: „Der Zigeuner, baron." Älbends 7 Uhr: ^Violetla." Montag, den 28. Februar. aberids 7 Uhr: Einmaliges Gastspiel des Herrn Kammersänge'- Herinann Jadloivker: „Carmei?." Dienstag, den 29. Februar, abends 7 Uhr: „Fra Diavolo." Mittrvoch, den 1. Diärz, abend-.- 7/, Uhr: „Der Freischütz." Doni?erstag, den 2. März, abends 7 Uhr: „Der Rssenkavalier/ Freitag, den 3. März, abends 7 /, Uhr: „Der Postillon von Lonjumeau." Vorher: Cbarakter- tanze. Samstag, den 4. März, abends 6 Uhr: „Tie Walküre.- Sonntag, den 5. März, nachmittags 3si, Uhr: „Der Vogel- Händlers Abends 7 Uhr: „Mignon? Schauspielhaus. Soniltag, den 27. Februar, nachmittags 3si, Uhr: .Alt-Heidcl- berg. Abends 7', Uhr: Bunter Abend: Vorträge. Hieraus: „^lteratur." Zürn Schluß: „Berlin-Bagdad." Montag, den 'c?' qcbnmr, abends 7'/^ Uhr: „Heirno, der Bauer." Hierauf : „Die Komodre der Irrungen.' Dienstag, 29. Februar, abends TL Uhr: »D?e deutschen Kleinltädter." Mittwoch, den 1. März, abends 7 Uhr: Erstes Gastspiel des Herrn Albert Bassermann: „Harnlet." Donnorsm-,, den 2. März, abends 7‘/, Uhr: .Tie stille Stabe. »vrerta.i 8f»n 3 Wrin 71/ in...- ra,... ^retta«? den 3. März, abends Uhr: Bunter Llbend: Vorträge. Hierauf: „Literatur." Zum Schläß: .Berlin-Bagdad." Samstag, den 4. Marz, abends 6 Uhr: Zweites Gastspiel des Herrn Lllbert Bapermanü: „Don Carlos." Sonntag, den 5. März, nachmittags 37 2 Uhr: „Wie emst im Mai." Abends 7si„ Uhr: „Henno, der ^auer." Hierauf: „Die Komödie der Irrungen." Bviefkcrften der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberüafichtigL„» M. £ 95. Ein Feldwebel-Leutnant zählt zu den Offiziere?^ vor chln sind die gleichen Ehrenbezeugungen zu erweisen, wie bei den übrigen Offizieren. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 27. Febr. 1916 Bedeckt, zeitweise 9tiederschläge, wärrner. ein von ferne h-eranziehendes Gewitter. Doch ich ^täuschte ; denttich niiterschied sich das dampfe Rollen nrich. denn ganz-, .. rrw UWWI1 aB e?it starkes A rt? ller?e feue r, einmal in kurzen, dann ?n mächtig langen Intervallen. Die Luft war rein und kein Mensch war weit u??d breit zu sehen. Mein Söhn- chen, das mich begleitete, machte mich des öftern auf das Rollen aufmerksam. Es war dies ani Dienstag, den 22. ). M., nachmittags gegen 4 Uhr. Niddaer Anwohner, mtt denen ich darüber sprach, lächelten und meinten, es könnte doch nicht möglich sein, aber ich halte meine Wahrneh^ mungen aufrecht, da a??ch meine Fta?? andern Tages den- elben Weg ging und die gleichen Wahrnehmungen machte. Postverkehr. (WTB. Mcht- amttrch .) Vom 1. Mürz ab können innerhalb des Gebietes des General-Gouverne?ne?tts für Belgien Pakete mit der Post versandt werde??. Der neue Dienst ist in abgehender und anöonnnender Richtung vorerst auf die Mehrzahl derjenige?? belgischen Orte beschränkt, tt? dene?i sich Postämter unter der Leitung vo?? deutschen Beamten befinde?!. Dies rnd! gegenwärttg 58 Städte. — Zugelassen sind gewöhnliche und Mn geschriebene Pakete bis zu 5 Kilogram?n. tUke Pakete müssen von dem Absender sreigemacht werden Die Gebühr beträgt 50 C. oh??e Unterschied des Gewichts oder der Entfernung, die Eir?schreibegebühr 25 C. Die Belastung der Pakete mit Nachnl.ihnre bis zu 800 Mark (1000 Francs) ist gestattet. Den Paketen dürfen keine Briefe oder christliche Mitteilungen beigegeben werden. Das Postanit des Bestimmungsortes benachrichtigt den Enipfäkiger von dem Eingänge der Seridung: !dieser hat sie bei denr Postaint abznholen, wobei sie geöffnet und der Inhalt geprüft wird. Ersatz fnr^ Beschädigung^ oder Verlust von Paketen tvird nicht geleistet. Für eingezogene 9tachnahmen kmftet die Post wie für Postanweisungsbeträge. Landkreis Gießen. .. 25 - Febr. Unter zahlreicher Beteiligung wurde mit nnlitaruchen Ehren Ober->Bnhttc,ssis1ent a. D. Ednard F r o min e zn Grabe getragen Der Verstorbene, der lange Jahre hier tätig war, hatte den Feldzug vou 1870/71 als 17jähriger Kriegsfreiwilliger ich 1t ArtlUene-Regiment niitgeinacht. An feinem Grabe wurde eme Elwensalve abgegeben und die Kapelle des Landsturm-Jnf.- Ersatz-Bataillons Gießen spielte Tranerrveifen. Kranzspenden wurden unter sehr ehrenden Llnsprachen istedergelegt vorn Assislenten- Berem, dem Allgemeinen Staatseisenbalrn - Verein Gießen, den? Allgemeinen Staatseisenbahn-Verein Lollar, dem Kriegerverein „Ludrvig zur ^rrene' Lollar ??nd dein hiefigen Gesarigverein ^Liedertafel". Letzte Nachrichten. Der deutsche Erfolg bei Heidweiler. i. Köln, 26. Febr. (Zens. Berlin.) Zu dem vom deuk- schen Heeresbericht kur^ erwähnten deutschen Angriff westlich Heid Weiler im Elsaß meldet der Sonderberichterstatter der „Köln. Ztg.", daß ein sehr kräftiges Feuer unserer Artillerie und unserer Minenwerfer den Angriff vorbereitete. Alsdann sttrrmten die deutschen Truppen mit derarttger Energie, daß in? ersten Anlauf die ersten Gräben geiwmmen wurden, ?vobei die Franzosen sehr starke Verluste erlitten. Die französische Behauptung, daß die Gräben grö^enteils zurückerobert wurden, ist völlig unzutreffend. Die Beute der „Ncöve". i. Köln, 26. Febr. Der „Köln. Ztg." zufolge berichtet die „Times": Die bisher durch das deutsche Schiff „M ö v e" der englischen Kaufsahrteiflotte verursachteir Verluste werden auf 60 000 Tonnen und 2 Millionen Pfund Sterling geschätzt. Bisher wurden 13 Schisse versenkt. Die englische Presse ist um so mehr erstaunt über das Vorgehen der „Möve", als die Taten in unmittelbarer Nähe der englischen Flottenbasis erfolgten. FIchSsBaade! -Kräuterbäder' in Tabletten Der bewährte Badezusatz kür Narvöse und Genesende Man verlange ausdröcMjfh „Pmothiol in Tabletten 1 * S Bäder M. 1,50 . 12 Bäder M. 3,- ^ettenfra ge für Gesunde und Kranke? Ist am besten gelöst, wenn die unter D. R.-G.-M. Nr. 420 684 und D. R.-G.-M. Nr. 420 685 der Möbel- und Betten- fabrikTH. Brück, Gießen, EckeSchloßgasse—Kanz- l e i b e r g, patentamtlich geschützten Sprungfeder-Matratzen „Unerreicht bequem" und dreiteilige Auflage-Matratzen „Stabil", die seit Jahren eingefühtt ?rnd a??ss vorzüglichste bewährt, gekauft werde?,. Alle Klagen über knarrende eiserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager hören: aus. 392a Itail- Mt ioii- empfiehlt , 19 J. Happel Mühlstrasse 18. llytfiiäuserTechnilium Frankenhausen^ Ing.-u.Werkni.-Abt. 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Seinem jüngeren Bruder nach Jahresfrist folgend, starb fürs Vaterland am 20. Februar infolge einer am 18. ds. Mts. erhaltenen Verwundung, im 30. Lebensjahr, unser lieber Sohn und Bruder Dr. Willi Thaer Agriknlturcliemiker beim Kali-Syndi kat in Santiago de Chile, Leutnant der Reserve des 11. Pionier-Bataillons, Inh aber d. Eisernen Kreuzes n. d. h cssischen Tapferkeits-Med. Direktor Thaer und Familie. Hamburg 36, den 24. Februar 1916. 1459 Nach beinahe 19-monatlicher treuer Pflichterfüllung vor dem Feinde starb im Alter von 27 Jahren, am 13. Februar, nach dreimaliger Verwundung, bei einem Sturmangriff den Heldentod unser einziger innigstgeliebter Sohn, mein lieber Bruder Karl Jung Unteroffizier d. Reserve i. Füsilier-Regiment „Prinz Heinrich“, Nr. 35 ausgezogen mit der Leibkompagnie des aktiven Inf.-B.gts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116. In tiefem Schmerz: Metzger Karl Jung und Frau Katharine, geb. Jung Katharine Jung, als Schwester. In fremder Erde ruhet nun mein Glück, Du teurer Gatte kehrst nie mehr zurück. Auf Wiedersehen! sprachst du und zogst hinaus, Zu schützen unser Vaterland und Haus. Auf Wiedersehen! schriebst du in jedem Brief voll Freud’, Nun hat die Freude sich gekehrt für uns in tiefstes Leid. Auf Wiedersehen! So rufen wir dir zu, in lichten Höhen, Und tragen still den Schmerz, denn Gottes Wille ist geschehen. Im Kampf fürs Vaterland erlitt am 26. Januar den Heldentod mein geliebter, unvergesslicher Mann, der hebevolle, treusorgende Vater seines Söhnchens, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Hochelheim, den 26. Februar 1916. (1483 Ernst Dö Reservist im Infanterie-Regiment 166. 3. Kompagnie im Alter von 29 Jahren. In tiefem Schmerz: Frau Karoline Döll geb. Hahn und Kind Familie Wilh. Hahn I. Familie Philipp Döll Familie Ludwig Döll Familie Wilh. Baiser Familie Heinrich Bocher. Annerod, Trohe, Oppenrod, Darmstadt, den 26. Febr. 1916. 07931 Verwandten, Freundeh. und Bekannten die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine hebe Frau, unsere treusorgende, unvergessliche Mutter, Tochter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabetlie Kraushaar geb. Jnnker heute morgen 10*/ 2 Dhr im Alter von 51 Jahren nach kurzem, schwerem Leiden zu sich zu nehmen. # Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N.: Ludwig Kraushaar, Bürgermeister. Rödgen, den 25. Februar 1916. Die Beerdigung findet Montag, den 28. Februar, nachmittags l l / 2 Uhr, in Rödgen statt. (1494 Gestern nachmittag verschied nach langem, schwerem Leiden meine hebe Frau, unsre gute, treu besorgte Mutter und Grossmutter Frau Marie Kiefer geb. Textor im 63. Lebensjahr. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Kiefer, Zimmermeister. Lang-Göns, 25. Februar 1916. 1508 Beerdigung Sonntag nachm. 3 x / 4 Uhr. In tiefer Trauer machen wir Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dah Gott der Allmächtige unseren innigst geliebten Sohn, Bruder, Schwager und Nessen Hcmnch nach langem, geduldig ertragenem Leiden, im Alter von 19 Jahren, in ein besseres Jenseits abgerufen hat. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Hachenburger, Neustadt 15. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 2 Uhr auf dem neuen Friedhose statt. l5lb Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 137 ~Särgen= 5m allen Preislagen Emil B. Müller. SctiillerstraÖg 26. Metall betten Holzrahmenmatr., Kinderbett, bill. an Private. Kat. frei. 7n, hv Eisenmöbelfabrik, Snhl i. Tb. 1471] Bringe meine vorzügl. Mein-, Mosel- rmd Rotweine in etnpfcölcnbq Erinnerung. Weinstube Seibel. UWIOl^J Ins Liotze Gitlicm LlMtmtec. Sonntag,27.Februar 1016 nachmittags 39s Uhr: Gewöhnliche Preise! Gesamtgastspiel des Hostheaters Darmstadr. Oer tolle Hund Lokalvossc mit Gesang'und Tanz in 5 Bildern von Ernst Elias Niebergall (Verfasser des Datterichi. Ende gegen (> Uhr. AbendS 7 l /a Ufic: Neuheit'. Neuheit! Kleine Preise! 1493c Das Glückzmädel Volks stück mit Gesang und Tanz in drei Akten von Mat Reimann und Otto Sckwarh. Musik von Otto Schwark. Ende nach 10 Uhr. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen (auirer bei VolksvornellungenlaufL und , LSperrsiiz nur halbe Preise •