m. 44 Der Sketzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenrrZairiitirnblätter; zweimal wöchentl.Areis- blatt für den Ureis Gießen (Dienstag undFreilag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeilfragen ^erniprech - Anschlüsse: lürdieSchriitleituna112 Verlag,Geschäitsstelleol Adresse *ür Drahtnach- richten: Anzeiger Siesten. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnunnner bis zum Abend vorher. Erstes Blatt *66. Jahrgang Dienstag, 22. Februar *9*6 Giehener Anjeiger General-Anzeiger für Oderhessen Ein neuer Fliegerangriff aus England. (DTB.) Großes Hauptquartier, 21.Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Ypern wurde ein englischer Hand- granaten-Angrifs gegen unsere neue Stellung am Kanal abgewiesen. Südlich von Loos mutzte sich der Feind von unserer Trichterstellung wieder zurückziehen. An der Stratze Lens —Arras griff er vergeblich an. * Unsere Flugzeuggeschwader griffen mit vielfach beobachtetem guten Erfolge rückwärtige feindliche Anlagen, u. a. in Furnes, Poperinghe, Amiens und Lunö- ville an. Oestlicher Kriegsschauplatz. V or D ü n a b u r g scheiterten russische Angriffe. Kleinere feindliche Vorstöße wurden auch an anderen Stellen der Front zurückgeschlagen. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Die Nachricht, daß die Ententemächte die griechischen Eisenbahnlinien in Thessalien und Morea besetzen wollten, ist nicht bestätigt worden, darf also wohl als unzutreffend betrachtet werden. Allein der Druck auf Griechenland wird diesem Lande, wie wir aus anderen Meldungen ersehen haben, immer unerträglicher. Besonders auch in der Nahrungsmittelzufuhr gebärdet sich England anmaßender und Unllkürlicher als ein Vormund, und den griechischen Industrie- und Geschäftsleuten, die in General Sarrail nicht den Hüter ihrer eigenen Landesehre sehen, wird, so heißt es, für die Einfuhr von Waren oft der Erlaubnisschein versagt, während mit Kreaturen der Entente günstiger verfahren wird. Wir können uns nicht denken, daß es noch einen neutralen Staat gibt, der daran glaubt, England werde in Wahrnehmung seiner Interessen irgendwie Rücksicht auf Neutrale nehmen. Einen Beweis des Gegenteils lieferte ' soeben die englische Zeitschrift „John Bull", in der, laut „Berliner Tageblatt" gefordert Vtrirb, England sollte, um den Krieg abzukürzen, die Schelde- ernfahrt erzwingen und Truppen in Holland ausschiffen. Man müsse gegen Holland verfahren, wie gegen Griechenland und schleunigst freien Durchzug verlangen und dies umsomehr, als Holland doch einmal in den Krieg hineingezogen werde. Der holländische Korrespondent des „B. T.", der den Auszug nach Berlin übermittelte, betont, daß der „John Bull" einen Leserkreis von IV 2 Millionen hat. Nun, ganz so gemütlich knie in Saloniki würde sich dann die Lage der Engländer aber wohl nicht gestalten! Es ist anznnehmen, daß ihnen mit deutscher Hilfe ein heißer Empfang bereitet würde. Falls die maßgebenden Herren in London sich wirklich zu einem Eingriff in Holland entschließen würden, so würde es wohl im Hinblick ans eine schärfere joirtschaftliche Isolierung Deutschlands geschehen, da man in Erlglcmd ja vielfach glaubt — im Unter* Saufe sind bewegliche Klagen vorgebracht worden — auf dem Wege über Holland erhalte der deutsche Feind noch reichliche Mengen Waren und Rohmaterial. Der englische Kolonialminister Bonar Law hat es für- nötig gehalten, nach den trüben Slimmungsandeutungen Lord Crewes seinen Landsleuten wieder einmal den Mut und die Hoffnung zu stärken. Und so zeigte er auf die Bereitschaft der farbigen Truppen in den Kolonialländern und auf die englische Freiwilligenarmee, die beinahe vier Millionen Mann umfasse. So spricht er von dem schließlichen.Siege Englands wie von einer Selbstverständlichkeit. Die wirtschaftlichen Ausblicke, die er aufzeigt, werden auch jenseits des Kanals manchem als unwahrscheinlich erscheinen. Der Markt des westlichen Rußlands, so sagte er, müsse in Zukunft in andere Hände als die der Deutschen gehen, die vor dem Kriege < diese Gebiete wirtschaftlich durchdrungen hätten. Wir erinnern uns dabei an jenes jüngst von uns wiedergegebene Wort des Generals v. Ludendorff, der die Schlacht bei Lodz als ein weltgeschichtliches Ereignis erster Ordnung bezeichnete, gerade weil sie endgültig eine neue Periode der Entwicklung einleite. Hindenburg hält noch die Wacht im Osten, unsere Luftschiffe und Flieger kreuzen über Riga und Dünaburg, und wir vermuten, selbst der Zcrr wird über die Zukunft Rußlands sich nicht ein so rosiges Bild ausmalen als dieser englische Sonntagsschwätzer, der Churchill ablösen zu wollen scheint. Den Vereinigterl Staaten diktiert Bonar Law die Rolle als künftige Internationale Polizeimacht" zu, was in den amerikanischen Ohren, für die des Ministers Offenbarungen in -erster Linie bestimmt waren, sehr angenehm klingen wird. Anderwärts wird sich über diese Jnterview- und Reporterleistung eirre herzhafte Heiterkeit auslösen. Denn das Gerede rrach der Wiedergabe Reuters ist zu einfältig, als daß angenommen lverden könnte, England wolle auf diese Weise heute schon ein Bündnis mit Amerika anbahnen. * « * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 21. Februar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Oesterreichisch-ungarische Abteilungen warfen gestern rmf&m, Vr *.V f.A > 2 C- jK, t s F&gfr.FT* fjfaivcs- ertJSlo^c n) St. Mihiel ■M' SfoteisSiehe Prrfteie. ,~ abend den Feind südöstlich von K 0 z l 0 w, an der «ckrypa, aus einer vorgeschobenen Stellung. Beiderseits erhöhte Fliegertatigkeit. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. S ü d ö st l i ch e r K r i e g § s ch a u p l a tz. Albanische Abteilungen gewannen, von östtrremmch ungarischen Offizieren geführt, westlich von Kavaja Die Adriaküste. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö s e r, Feldmarschalleutnant. . Ein neuer Fliegerangriff aus England. B e r l i n, 21. Febr. (WTB. Amtlich.) Am 20. Februar mittags griffen unsere Marineflugzeuge die englische Küste an. Es wurden die Fabrikanlagen in Deal und die Bahn-, Hafenanlagen und Gasometer in L 0 w e st 0 f 1 ausgiebig und mit gutem Erfolg bombardiert. Der .yanvt- bahnhof und die Haftnanlagen in Lowestoft wurden mehrfach getroffen. Der Gasometer brach unter der Wirkung einer Bombe zusammen. In Dow ns wurden zwei Tankdampfer getroffen. Trotz Beschießung und Verfolgung durch feindliche Flieger kehrten die Flugzeuge sämtlich wohlbehalten zurück. ' w ^ . Der Chef des Admiralftabes der Manne. * _ v Großfürst Nikolai Nikolajewitsch. Petersburg, 20. Febr. (WTB. Nichtamtlich.* Der Oberkommandierende der Kaukasnsarmee, Großfürst Nrkv- l aje witsch, ist nach Erze rum abgereist. Der russische Bericht. Petersburg, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich cicasbericht vom 20. Februar. An mehreren Stellen der Front ,n Riga erschienen zahlreiche Flugzeuge wrd tvarfOi Bomben , Die Deutschen entwickelten ein heftiges Arttllerreseuer gegen n Abschnitt Kirchholm-Uexküll. Bei Uexküll und nr der Gegend estlick vön Oger und loestlich von Probsttngshios (4 Kilometer sud- ch von Oger) wird wirksame Tätigkeit unserer Artillerie gemeldet, ördlich Kreuzberg (8 Kilometer nördlich,, ^akoMwt) warfen: utickie Flugzeuge mehrere Bomben ab. Nördlich Dunaburg Erflog eit zwei Zeppeline die Gegend von MirMal (20 Kilometer ü'd'ick Dünaburg). Bei Dünaburg steigerte der Fernd lern Ar- lleriefeuer. In 'der Gegend des Stventensees zeritorte unsere rtillerie zwes deutsche Blockhäuser.. Am Dniestr, bei Michalcze, Üeu wir eine Mine springen, welche das feindliche Drahthinder- ls und das Minenfeld zerstörte und dre Schützengraben. ver- üttete Versuche des Gegners, uns aus dem .Minentrichter sich schweres Artilleriefeuer und .Bomben zu vertreiben, hatte ^Kau^asus: Bei der Verfolgung der Türken machten nur eitere 49 Offiziere und ungefähr 2500 Mann zu Gefangenen, beuteten ferner sechs Kanonen, zahlreiche Waffen und einen ransport mit Munition und Kriegsmaterial., ^ Lause des ampfes um Erzeruru erbeuteten wir eine türkische Fahne. Haag, 21. Febr. (Zeus. Frkft.) Reuter meldet aus London offiziell: Zwei deutsche Zweidecker haben am Sonntag morgen einen Angriff auf Lowestoft unternommen und von großer Höhe 17 Bomben abgeworfen. Hieraus sind sie verschwunden. Menschen wurden nicht verletzt. Der Vorbau eines Restaurants und zwei Wohnhäuser wurden beschädigt. Zwei Wasserflugzeuge der Marine stiegen auf und verfolgten die Angreifer erfolglos. Ein deutsches Wasserflugzeug in der Nähe des Leuchtschiffes Kentish Knock warf Bomben ab. Ein anderes Flugzeug warf Bombc-u auf Walmer (Kent). Zlvei Bomben vernichteten Dächer von Häusern, eine andere fiel bei einer Kirche nieder und zerstörte ein Fenster, während Gottesdienst abgehalten wurde. Eine viette Bombe fiel am Strande nieder und tötete einen Bürger und einen Matrosen. Der Gesamtverlust betrug: Ein junger Mann tot und ein Rtatrose verwundet. Zwei englische Flugzeuge, die in Dover aufstiegen, verfolgten die Angreifer, konnten sie jedoch mchtt einholen. * * * Der türkische Bericht. Konstantino pel, 20. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt nrit: An den Dardanellen wurden am 18. Februar zwei feiudliche Kriegsschiffe, die Sedd ül Bahr und Tekke Burun beschossen, von mehreren Granaten unserer Batterien getroffen und mußten sich entfernen. Am 19 Februar zwangen gleichfalls unsere Batterien einen feindlichen Monitor, der die Höhe von Sedd ül Bahr beschoß, zum weichen. Am 17. Februar bombardierte einer unserer Flieger ein bei Mudros ankerndes Transportschiff, iil dessen Vorderteil ein Brand hervorgerufen wurde. Sonst nichts von Bedeutung. Ern englischer Prophet. London, 20. Febr. (WTB. Nichtanttlich.) Meldung deS Reuterschen Bureaus. Bonar Law hatte eine Unterredung mit den: Korrespondenten der New York Times". Er sagte unter anderem iiber die ö ko no mische Entente der Alliierten nach dem Kriege, er glaube, daß durch den Krieg die finanziellen Differenzen beigelegt seien. Vor dem Kriege hiatte Deutschland W e st r u ß l a n d durch eine Art kommerzieller Durchdringung fest in seiner Macht. Dieses Gebiet müsse in Ziikunft irr anderen Händen seiii, vornehmlich in denen Frankreichs und Englands. Der deutsche Handel nahm vor denr .^kriege in Italien zu, )tut Einfluß war in Frankreich bemerkbar, in England groß. Deutschland werde von vielen Märkten vertrieben werden. Die, Alliierten lverden wahrscheinlich eine wirtschaftliche Entente eilt* > gehen. Bonar Law sprach ferner die Erwartung aus, das; nach dem Kriege eine Periode reger industrieller Tätigkeit anbrechen werde. Die Munitionsarbeit habe der englischen Maschinenkunde ' neues Leben eingehaucht. Die Hilfsnüttel der Produktion seien vermehrt, die Findigkeit des Anpassuugsverrnögen^des Volkes gestärkt und es sei ihm gezeigt morden, wcks es könne. Auf dre Frage, ob der Krieg eine Veränderung der Beziehungen zwilchen den Vereinigten Staaten und Großbritmrnien bringen werde, antwortete Bonar Laut, es iverde vielleicht dazu kommen, wenn nämlich ein Friedensbund gegründet wird, um zu verhindern, daß sich eine Katastrophe wie die jetzige, wiederholt., Falls bieS ein belvaffneter Bund sein soll, urüssen die Verewigten. Staaten aber stärker loerden, mn ihre Rolle als intei-nntloncüe. Polizeimacht ausfüllen zu können. 9tur mächtige,reuttale ^taltten können Uebertretungen des Kriegsrechtes verchinderii. Im diesem SPrkge hat eine derartig Intervention nicht stattgefunden. In Zukunft werde, wenn die Rüstungen nicht ernstlich beschränkt würden, keine Macht stark genug sein, um durchzusetzen, daß die internationalen Verträge eingehakten würden und eine Wiederholung der gegenwärtigen Schrecken unmöglich gemacht würde. Die Kriegsausgaben Englands London, 21. Febr. (WDB. Nichtentlich.) Mtzldnng «es Renterschen Bureaus. Die Regierung kündigte einen Kriegskredit von 420 Millionen Pfund-Sterling an, wodurch die Gesamtsumme der Kriegskredite aus 1720 Millionen Pfund .Sterling steigt. (Nach unseren Informationen beziehen sich die 1720 Millionen Pfund auf das laufende Finanzjahr. D. Red'.) Aus Saloniki. Berlin, 21. Febr. (Priv.-Tel.) Die „Voss. Ztg" meldet aus Budapest: Das Athener Blatt „Hellas" berichtet über einen Zusammenstoß serbischer und griechischer Soldaten in dem Gasthofe Belgrad zu Saloniki. Die Serben stießen Rufe gegen Griechenland aus. Ungefähr 100 griechische Soldaten griffen auf die Herausforderung hin die Serben crrr. Es fand ein förmlicher K a m p f statt, bei dem acht serbische Soldaten getötet wurden. Auf beiden Seiten gab es Zahlreiche Verwundungen, Die griechischen Soldaten wurden der Salo- rnker französischen Militärpolizei übergeben. Die Haltung Griechenlands. .Athen, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reutersclren Bureaus. Der König empfing vormittags das Kammerpräsidium. Bei dieser Gelegenheit saAe er, er verfolge eine Politik, die am besten den nationalen Interessen Griechenlands an gepaßt sei. In Abwesenheit des Präsidenten erwiderte der Vizepräsident, der König habe das ÄrnÄ vor dem Schicksal anderer kleiner Staaten bewahrt. Eine Rede Tittorns. Ni;z a, 20. Febr. MTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Hlwas. Der italienische Botschafter in Paris, Tittoni, hielt eine Rede. Nachdem er an die zahlreichen Bande erinnerte, die Frankreich und Italien verknüpfen, erklärte er: Es ist natürlich, daß zwei große benachbarte Nationen, die nicht nur mit ihrem Mutter- lande, sondern auch mit ihren Kolonien aneinanderstoßen, .n: cht : mrn e r die st l e i ch e n I n t e r e s s en haben; die Staatsmänner der beiden Länder sollten gerade darüber wachen, daß diese Internen miteinander in Einklang kommen urrd vor allem nach dem Kriege überem stimmen. Hervorragende französi- ^ ch^ ch.ud italienische Parlanien tarier werden sich 1 n daris vereinigen, um an diesem patrchti- icheu Werk zusammenzuarbeiten: ihre Unterstützung wird günstige E^bn Parlamenten sichern und eine nützliche Ergänzung des Werkes Briands sein, der die Einheitlichkeit in der Leitung der dwlomattschen und Wohlfahrtsaktion der Alliierten festgesetzt hat. Zunr Schluß erklärte Tittoni: Wir wollen dm Frieden der Mensch- hnt vor der Wiederkehr einer ähnlichen Katastrophe bewahren und werden dre Waffen nicht eher niederlegen, ehe wir ihn errungen haben. Ein japanisches Geschwader im Mittelmeer. seiner Gcsundherr angegriffenen Oberbürgerin er sters Brumm Als dieser im Jahre 1589 starb, erfolgte am 8. Mai des selben Jahres einstimmig die Wahl Gnauths zum Bürger Meister von Gießen. Bus zum Jahre 1900 widmete er sein: Kpast diesem Amte; dann erfolgte im August seine Be rufuiig zum Finanz-minister des Großherzogtums Hessen Zehn' Jahre lang leitete Gnauth die hessischen Finanzen bis er im Februar 1910 infolge parlamentarischer Mer nungsverschiedenheiten seinen Abschied nahm. Im Mai de. gleichen Jahres übernahm er die Generaldirektion de; Felten urrd Guilleaume-Car lswerks in Mülheim am Rhein Bolle vierzehn Jahre hat der Verstorbene seine bestc ,'chasfenszeit in den Dienst unserer Vaterstadt gestellt; da Chrenbürgerrecht, das diese ihm verlieh, war der äußere Dan! dafür. Als der damalige Pwovinzialdirektor v. Gag er: den neugewählten Bürgermeister bei seiner Einstihrung in die Stadwerordnetenversammluna begrüßte, antwortete dieser aus die Begrüßungsansprache, das Glück seines ferneren Lebens werde der Ersprießlichkeit der Stadt Gießer, gehören. Das Wirken des verstorbenen ehemaliger: Ober- ,/aupts unserer Stadt ist noch in zu junger Erinnerung urrd es ist der Entwicklung Gießens zu deutlich aufgepräg,, als daß nicht die Bürgerschaft sich heute noch aus eigenem Urteil sagen könnte, Gnauth habe mit seiuem damaligen Versprechen nicht zu viel gesagt. Me Inangriffnahme oer Kanalisation, die Verbesserung der Schulverhaltnifte, die Verkehrserleichterungen mannigfacher Art zwischen dem Norden und dem Süden, zwischen Alt- und Neustadt und mit dem Bahnhof, die Hebung oer sanitären Einrichtungen wird man für immer mit dem Gedenken an den Verstorbenen als seine Hauptverdienste um unser Gemeinwesen verknüpfen dürfen. Wenn Gießen sich damals schon, als Gnauth zum Minister berufen wurde, hinsichtlich der meisten kommunalen Errungenschaften mit mancher größeren Stadt messen konnte, so war das ganz besonders dem in der Praxis geschulten Auge urrd der verständigen Hand Gnauths zu danken. Wie die Stadt dem langjährigen Leiter ihrer Geschicke die höchste Ehrung, die sie zu vergeben hat, verlieh, so wird sie ihm, dessen leutseliges und gewinnendes Wesen ihm auch über den Rahmen seines Wirkungskreises hinaus manchen Freund gewann, auch über die Gruft hinaus das ehrenvolle Gedenken bewahren, das sein Wirken und seine Persönlichkeit für immer mit Gießens Geschichte unlöslich verbindet. Werw dar, wobei er besonders darauf hinwies, daß Stickstoff, Phosphorsäure, Kalk urrd Kali als Düngemittel so viel wie uöglich zur Anwendung kvmrnen sollten. Das Dünger: mit Jauche ei ebenfalls zu empfehlen. Von Chilisalpeter glaubte der Vorragende abraterr zu sollen. Seines Erachtens würde eine N i sch u n g von 40prozen tigern Kalisalz mit geüranutem Kult er Obstbaumdüngung am besten genügen. Unbedingt müsse nran cber bei der Düngung^ zwischen Stein- und Kerrrobst einen Unter- chied machen. Für Steinobst müsse mcm eine äußerst schwache Düngung anwerrden. Dagegen sei aber entschieden zu berückfich- igen, daß gerade in diesem Iah e angesichts der schlechten Fcucht- in-ätze, dein Kernobst eure gme Düngung Not tue, und Haupt- ächlich auf dem Lande solle man mit der reichlich zur Verfügung .tehenden Jauche nicht sparen und den Bäumen diese in reichem Maße zuführen. Die Jauä)e allein genüge jedoch nicht, ihr fehle )ie Phosphorsäure, daher müsse ihr S u p e r p h o s p h a t zu- resetzt werden. Man könne auch Superphosphat mit Kalk vermischt den Bäumen beisetzen und auch diesem Gemisch noch eventuell Jauche beifügen. Von Butzbach sei ja, wie den Landwirten genügend bekarmt, der notwerrdige A e tz k a l k au: besten zu begehen. Eine Düngung mit Stallmist sei für ältere Bäume keinesfalls empfehlenswert, weil dieser sich nicht zersetze, für jüngere Obstbäume dagegen sei er vielleicht besser anzuwenden. Alle Arbeiten, die aus Mangel an Arbeitskräften verschoben werden können, ohne die Erträge zu be- stnträchtigen, unterlasse man, sorge aber dafür, daß alles, was ärre gute Ernte bedingt, ausgeführt wird. So wird auch der Obst^üchter dazu beitragen, daß wir in diesem schweren Kampfe durchhalten und den Krieg zu einem gesegneten Ende führen können. — Die sehr klaren Ausführungen des Referenten ernteten großen Beifall. Kreis-Obstbautechniker Heb er er beschrieb vie Herrichtung eines Obstbanmes vor dem Pflanzen. Er wies ins- be>ondere darauf hin, daß die anszuhebenden Baumgruben nicht zu tief, aber breit angelegt werden sollten und daß das Beschneiden der jungen Obstbaume eine unbedingte Notwendigkeit sei. Wohl zu berücksichtigen fei jedoch hierbei, daß. falls geschulte Lende nicht zur Verfügung ständen, mau lieber einmal ein Jahr auf das Beschneiden verzichten solle. Dies wäre den Bäumen jedenfalls dienlicher als ein falscher Eingriff, der sich in kommenden Zeiten nur zu bedenklich bemerkbar machen rverde. K e r n o b st dürfe gleich nach dem Setzen nicht zurückgeschnitterr werden, fcd Steinobst dagegen sei dies sogar unbedingt erforderlich. — Zum Schlüsse fand eine F r e i v e r l o s u n g von Obstbai! men, Garten- geraten, Samen, Blumenzwiebeln- und Knollen statt. Die Versammlung zeigte, daß gerade in der jetzigen Zeit solche Belehrungen außerordentlich wünscherrswert sind und aus fruchtbaren Boden fallen. — Als nächster Versammlungsort wurde Lich in Aussicht genommen. ** Der Hilfsverein für die Berlin, 21. Febr. (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tagebl." meldet aus Lugano: Nach einer Meldung römischer Blätter ist das j ap an ische Geschwa d er, dessen Fahrt nach dem 'Mittelmeer kürzlich angekündigt wurde^ unbehelligt an seinem Beskimrnungsort augekommen. Es führt ^ug zeuge und Hhdroplane mit sich. Der Seekrieg. Zum Seegefecht an der Doggerbank. Berlin, 21. Febr. (Priv.-Tel.) Die „B. Z.a. M." ver- Sftenttccht eine Unterredung mit dem Flottillenchef der bei dem Geftcht an der Doggerbank beteiligt gewesenen siegreichen «machen Torpedoboote. Dieser sagte rüber das Verhalten der Engländer g-^egentlich der Rettungsversuche der deutschen, Torpedoboote, daß deren Mannschaft in aufopfernder Weise be- tnrüht war, von den Mannschaften der versenkten englischen Schifte M retten,, was zu retten war. Die Engländer kanten es nicht fassen, daß man sie nicht niedermachte, daß man vielmehr stundenlang bei chven Kameraden Wiederbelebungsversuche anstellte. ^ 5 imner von neuem beteuerten sie, daß sie die „Baralong" als nicht zur Marine gehörig zählten, und auch die Offiziere legten Wert darauf, zu erzählen, daß der Kommandant der „Baralona " entlassen worden sei. 1.70—1.80 Mk. das Pfund 1.75—1.90 „ 1.80—1.90 „ 1.80—1.90 „ 1.70—1.80 „ 1.60—1.70 „ Rn§ dem Reiche. Berlin, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Pvst- s check verkehr des Reichspostgebietes sind vom Kalenderjahr 1914 auf 1915 die Gutschriften urrd Lastschriften cur Postscheckrechnungen von je 19 auf 23,9 Milliarden Mar' gestwgen, so daß der für 1915 sich ergebende Gesamtumsatz von 47,8 Miilliarden Märk gegen 1914 eine Zunahme von rund 26 Prozent aufweist. Unter den Gutschriften entfielen im Jahre 1915 auf ZahlSartenbeträge 13,3 Milliarden gegen 10,6 Milliarden Mark im Jahve 1914, auf bargeldlose Ueberweisungen 10,6 Milliarden Mark (8,4). Unter den Lastschriften beliefen sich im Jahre 1915 die Baraus- Aaütungeic auf 6,4 Milliarden (5,2), die bargeldlosen Auszahlungen dagegen auf 17,5 Milliarden (13,8). Von bar- a^dlosen Postscheckzcchlungen wurden im Jahre 1915 5,7 Milliarden (4,8) durch die Ubrechnungsstellen der Reichsbank ckbgewickelt. Der deutsche Postscheckverkehr zeigt daher auch im Kriegsjahre 1915 erne weitere erfreuliche Entwickelung Berlin, 21. Febr. (WTB. Amtlich.) Heute wurde zwischen Preußen, Sachsen-Weimar und Sachsen-Meiningen der Staatsvertrag wegen des vollspurigen Ausbaues der schmalspurigen Linie der Dorrrdorf-Kaltennordheim Feldbahn abgeschlossen. Aus Stadt und Land. Gießen, 22. Februar 1916. Finauzminifter a. D. Gnauth -f. _ Mmmzmmitter a.D. Exz. Gnauth. Ehrenbürger der Stadt Gretzen, ftt gestern an den Folgen einer Darm,- operation, der er sich vor vierzehn Tagen hatte unterziehen müssen, verschieden. ^ ^ 14. Juni 1854 in Sttrttgart geboren, besuchte Feodor Gnauth bis zimr Jahre 1872 das Gymnasium b^w. Realgyninasium seiner Vaterstadt. Nach Ableistung fernes Militärdienstjahres bezog er die Technische Hochschule rn Stuttgart, .um sich seiner Neigung entfpreLnd jdern Baufach zu widmen. Nach Absolvierung der Hochschjule rourde er bei der Kgl. Wurttem'bergischen Eisenbahnbaukonlnrissiorr später beim Bau der .Hohenzollernbahn beschäftigt. 1878 trat Gnauth in das Hohenzollcrnsche Larrdesbaimmt über, bestand -wer Jahre später die zweite Staatsprüfung als Baurneister wurde darauf KLeisbaumeister in Hechingen und erhielt aus seine Bewerbung von dort aus 1882 die Stellung ernes Kreis-Ingenieurs in Gießen, die mit dem Amte des Pro- vrwgal-Ingenieurs für Ol^erhessen verbunderr war. Vier später wählte die Sbadtverordneten-Versammluna den r^s.^ntzenreur zum Beigeordneten des damals schon in Die Preisprüfuttgsstelle für die Provinz L>berhessen. Tie zuständigen Ausschüsse der Preisprüsungsstelle haben folgende Beschlüsse gefaßt, die zur Kenntnis der Be völkerung gebracht werden dürfen. 1. Richtpreise für Gemüse. Nachstehende Preise werden unter Berücksichtigung der Marktlager im Meinhandelsverkauf an die Verbraucher für angemessen gehalten und haben als Mchtpreise zu gelten: Weistraut 0,06—0,07 Mk. das Pfund, 15—25 Pfg. das Stück. Rotkraut 0,08—0,09 Mk. das Pfund, 20—30 Pfg. das Stück. Wirsing 0,07—0,08 Mk. das Pfurrd, 15—20 Pfg. das Stück. Spinat —.— Grünkohl (Krauskohl) 0,09 Mk. das Pfund. Schwarzwurzel 0,25 Mk. das Pfund. Gelbe Rüben und Karotten 0,08 Däk. das Pfund. Erd-Kohlrabi (unterirdische) 0,04 Mk. das Pfund.. Sellerie 10—20 Pfg. das Stück. Feldsalat der Teller 10—12 Pfg. wie üblich. Zwiebel 0,20 Mk. das Pfund. Weitere Preisfestsetzungen bleiben Vorbehalten. Die angegebenen Richtpreise gelten im wesentlichen für sämtliche Kreise der Provinz. 2. Richtpreise für den Verkauf von Landbutter. Als angemessenen Durchschnittsverkaufspreis für den Handel mit Landbutter an die Verbraucher sind folgende Preise ermittelt worden: 1. Für den Kreis Alsfeld 2. „ „ „ Büdingen 3. >, „ „ Friedberg 4. „ „ „ Gießen 5. „ „ „ Lauterbach 6. „ „ „ Schotten „ „ Die genannten Preise enthalten einen Händlerverdienst von etwa 10—12 Pfg. für das Pfund. Die Einkanfspveise beim Erzeuger haben sich also 'beim Handel mit ab geformter Larü>butter um höchstens 12 Pfg. zu ermäßigen. Dieser Handelsverdienst entspricht den vom Reichskanzler sestgestellten Sätzen. Der.Handelsverdienst für unabgeformte Butter darf 15 Pfg. am Pfund nicht übersteigen. Da der Verkaufspreis der Molkereien für Molkerei- b u t t e r mit 2.30 Mk. für das Pfund festgelegt ist, erübrigt ich eine besondere Festsetzung von Richtpreisen für Molkerei butter. * * Auszeichnungen. Musketier Willy Dechert aus Gießen beiin Reserve-Jnsanterie-Reqiment 254 erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. — Der Großherzog von Wetnrar hat dem Jager Emil Marquardt von Gießen, in der 1. Kom pagnte des Reserve-Jäger-Bataillons Nr 11, das Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze mit Schwertern verliehen. ** Fahrplanänderung. Die Königl. Eisenbahn- Direktion teilt mit: Vom 1. März d. I. ab wird der Zug 791 auf der Strecke Butz b a ch—Gieß en 10 Minuten nsther gelegt. Der Zug fährt dann um 4.53 Uhr vormittags (bisher 5.03) von Butzbach ab, kommt um 5.23 Uhr vormittags (bisher 5J33) in Gießen an und erhält hierdurch Anschluß an den Zug 1656 — Gießen ab 5.28, Wetzlar an 5.45, Betzdorf an 7.56. ** Ver sammlung des Kreis-Obst- und Gartenbauvereins Gießen. Am 20. d. M. fand im „Gasthaus zur Linde" am Bahnhof Grvßen-Linden eine Zahlreich besuchte Versammlung unter dem Vorsitz von Stadtv. Simon-Gießen 'tatt. Oekonomierat Spieß von Friedberg behandelte das Thema: „Welche Arbeiten müssen in der Kriegszeit im Obstbau aus ge führt werden?" Er verbreitete sich zunächst eingchend über den voraussichtlichen Ertrag der bevorstehenden Obsternte, und wies darauf hin, daß in diesem Jahre Aprikosen, Kirschen, Mirabellen und Zwetschen sehr gut zu werden versprechen, dagegen Aepfel und Birnen wider Erwarten wenig Arcssicht auf gute Ernte zuließen. Man müsse also damit rechnerr, daß unsere Steinob st bäume einen reichen Ertrag brächten, die Kerrwbstbäurne dagegen nur mäßig tragen würden. Ganz besonders sei aber für unsere gesamte Obsternte eine günstige Witterung in erster Linie vonnöten, ohne die auch der Ertragsreichtum der Steirrobstbäume noch sehr irr Frage stehe. Ein Hauptmangel werde sich für die Obsternte in großem Maße durch das Fehlen von geschulten Arbeitskräften bemerkbar rnachen. Ganz besonders sei wohl zurzeit gerade die Pflege der älteren Obstbaume ins Auge zu fassen. Der am eifrigsten zu bekanrpfende B a u m s ch ä d l i n g sei der sogenannte Apfelblütenstecher, dem man am besten durch einer: Kattarlstrich, mit Karbolineum versetzt und IrcU etwas Lehm vermischt, zu Lerbe gehe. Gegen die Baumschädlinge und auch zum besseren Gedeihen der Bäume sei auch das Herstellen der B a u rn g r u b e n unbedingt notwendig. Des weiteren legte der Redner die Art und Averse der Düngung d e r ,O b st b ä u m c in mrschaulichster _ ~ - - --— . - - geistes kranken in H e, s e n hat seiner: Kässerrbericht für 1914/15 verössmtlicht und rvird denrnächst wie alljährlich im Großherzvgtum seine Kollekte veranstalten. Seine letzte Kollekte erbrachte den Betrag von 26 167.24 Mark. An Unterstützungen wurden verwilligt 24 920.98 Mark gegen 33 683.20 Mark im letzter: Jähre vor Kriegsausbruch. Aluf der: Ertrag der ^Kollekte wirkte der Krieg ungünstig ein, fte grng urn ründ 4000 Mark urrd fast 20 000 Geber zurück. Ersreu- lrcferweise konnten demgegenüber 3 Stiftungen im Gesamtbetrag von 10 000 Mark verzeich>net werden. Der Verein, eine Gründung des ersten Direktors bet Anstalt Heppenheim — Georg L u d w: g — dessen Andenken die Staatsrecherung durch eine Jahresbeilteuer von 1500 ARark, „Georg Ludwig-Spendck^ genannt, seit einigen Jahren ehrt — hat seine Zentrale und Hauptkasie in Heppenheim. Nebenkafsen sind den andren Landeszentralen und der psyckftatr. Klinik Gießen zrrgeteilt. Ein Borwortt des Berichtes betont, daß die Aufgaben eines Hllfsvereins nicht nur in der Bewilligung von Geldunterstützungen bestehen dürfen, svrchern großk' zügigerer Natur sein müssen. Zusairrmengeher: mit anderen, eim' Förderung der sozialen Hygiene an strebenden Vereinen tue Not. Volksaufflärung müsse in Angriff genommen werden, wenn dü Zahl der Geisteskranken eine Vermirrderung erfahren solle. Bim weiterem Interesse sind die Angaben des Berichts über die Le:- sturrgen der in den Landesirvenanstialter: derzeft eingericÄeten Lazarette, in die seit Kriegsausbruch bereits 2000 verwundete und kranke Soldaten ausgenommen wurden. Die Landespsychiatrie verdient volle Anerkennung dafür, daß sie sich trotz des Fortganges der Hälfte ihrer Aerzte dieser vaterländischen Aufgabe noch neben der Versorgung von rund 2ps Tauftnd Geisteskranken unterzog. ** Warnung vor Mietsschwind lern. In letzter Zeit siftd in hiesiger Stadt wiederholt Betrüger ausgetreten, die insbesondere solche Leute schädigten, die möblierte Zimmer zu vermieten haben. Sie benutzten hierbei den altbekannten Trick, daß sie sich kurz nach Mietnng des Zimmers Geld zur Einlösung ihres am Bahnhof lagernden Gepäcks geben ließen, wobei ihnen die große Vertrauensseligkeit der Vermieter zustatten kam, worauf sie auf Nimmerwiedersehen verschwanden. In zwei solchen Fällen operierte einer damit, daß er als Pfand für das erhaltene Geld m:nderwertige Ringe und Uhren zurückließ. Ferner erschien ein Schwindler in Zivil bn einer Frau, deren Mrrnn im Felde steht, gab sich als Kamevad des Mannes aus, über dessen Verhältnisse er Bescheid wußte, überbrachte viele Grüße und teilte mit, daß er bald in Urlaub kommen werde, wodurch es ihm gelang, außer einer guten Bewirtung die Frau um 10 Mark zu prellen. In einem weiteren Fall wußte sich ein angeblicher Monteur einer hiesigen Firma dadurch Zutritt in eine Wohnung zu verschaffen, daß er angab, Messungen für eine elektrische Lichtanlage ausführen zu müssen. Hierbei stahl er 20 Mark. Bor derartigen Schwindlern sei eindrina- lrchst gewarnt. ** Diebstahl. Einem hiesigen Händler wurden am 20. Februar verschiedene M e ssi n g te ile, die von einer Dreschmaschine stamrnen, rum Kaufe angebvten, die offenbar gestohlen sind. Sie werden bei der hiesigen Kriminalpolizei ausbewahrt, wo sie eingesehen werden können. ** Eine amtliche B e ka n u t m a chu n g der Stadt Gceßen über den Verkehr mit Butter im Anzeigen- teile unseres heuttgen Blattes besagt, daß Butter im gewerbsmäßigen Kleinhandel von Herstellern und Händlern rrur an Einwohner der Stadt Gießen und nur gegen Borzeigen der grauen Brotmarkenausweiskarte abgegeben werben darf. ** Der 5. Buchführungs-Kursus des «llgrm Tentschen Fvauenvereins, Ortsgruppe Gießen, für Handwerkerfrauen und Töchter beginnt am Mittwoch, den 23. Februar, abends 8 Uhr, in der 1. Klasse der Höheren Mädchenschule ^ Ersatz für Kupfer kesse l. Aus Interessentenkreisen wird uns geschrieben: Kürzlich ging eine Notiz durch die Zeitungen, wonach verzinkte Kesjel, die jetzt als Ersatz für .Kupferkeftel angefertigt werden, für Muskochen und zur Schlächterei ungeeignet seren. Es wrw demgegenüber darauf hingewiesen, daß noch nicht em ernzrger Mll bekannt geworden sei, in dem durch das Kochen m verzinkten Gefäßen Gesundheitsschädigungen hervorgerufen wur- d«:. Von mteresfterter Seite wurde in einem verzinkten .Kessel zunächst Wasche gekocht, darauf Kartoffeln und schließlich Birncnmus. Das Brrnenmus wurde von einem vereidigten Chemiker untersucht der nicht die geringste Menge Metall bei Mischung festzustellen vermochte. Demnach scheinen die gegen die Benutzung verzinkter Kessel geltend gemachten Vederrken hinfällig zu sein. Landkreis Gießen. ih-. '2 b er - B e s s i n g e n, 22. Febr. Auch unser Dorf konnte nur: ern Kriegswahrzeichen aufftellen. Ein Schreinermeister des Ortes verfertigte -eine 42 Zentimeter^oanate in natürlicher Größe, die er der Schule schenkte. Gestern crberrd fand nun die seierlichie Einweihung mit Benagelurrg statt. Zahlreiche Mitglieder der Gemeinde urrd Nachbargemeinden lvaren küerzu erschierren. Nach dem Liede ,^Lobe den Herrn" hielt der Pfarrer eine kernige Arftprache. An emer Reihe von Lichtbildern von unseren Kriegsschauplätzen wurde dann das Leben der Feldgrauen vor Augen geführt. Durch Lieder und Kriegsgedichte trug die Schuljugend zur Verschönerung des Abends bei Zum Schluffe mmmmmmmmmiiimiiiiimii mimiimimiiiiinimmmwmniiwimiimimm riflen Frau H o s mann ln Brand. Die Frau erlitt schwere Brandwunden, die nach kurzer Zeit den Tod derbeiführteu. . D i l l e n b u r fl, 22. Febr. Der K ajs e »rbo te der Adolls- lmrte wurde in der Dunkelheit überfallen und seiner Barjcl all m Hohe von 5 -u Mk. beraubt. Der Räuber besaß dann noch die Frechheit, tu mehreren Gasthäusern den Noblen zu svielen und von beut Gelbe die (S>äftc freizuhaltcn. Lväker konnte er veihaiiei iverden. Es ist der jugendliche 'Arbeiter. Sl i ck e l aus Niederscheldeli. fand die Benayelinrg ber 42 ZttL-Ovanafo fet. Es kamen i zn* gesal-r 65 $Taxrt jtur Einnahme, die den Hmkerbliebenen der im Felde Gefall-eneu ziu^eivicsen wevdm sollen. Kreis Schotten. e. Ulfa, 32. Febr. Dem Wehrmnnn H. R il h l von hier int Reserve-Jnf.-Regt. 254 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 22. Febr. In der gesttigen Stadt- verordnetcnversammlnng wurde folgendes verhandelt: Die Rechnung der Ernst L u d w i g - S cf> u \ e für 1913, die in Einnahme nnd Ausgabe mit dem gleisen Betrag von 57 684Mk. absckstießt. »orrd genehmigt. — Der bei der letzten Jagdver- pachtnng erzielte Pachtzins von 1600 Mk. erscknnnt der Versammlung als zu niedrig und es wird beschlossen, einen weiteren Derpachtungstermin mil verünkri«! Bebingungert an sznschr eiben. — Dem 21nsuchten des Miitisleriums entsprecktenb werden die Bedingungen für die Einstellung von M i l i t ä r a n w ä r t e r n nach -orgeschriebener Form — 6 Monate Probezeit statt einem Jahr — abgeändert. --Tie Versammlu"g ist damit einverstanden dost in den Anlagen auf dem Johannisberg 10 neue Ruhebänke ausgestellt werden. — Der Verkauf eines alten Zuchlockffen zu 906 Mk. und der Ankauf eirres jungen Stieres zu 665 Mk. wird genehmigt. Starkenburg mW Rhein Hessen. t. Mainz. 22. Jebr. Am 17. d. M. hielt der Mittel- rheinische Fabrikanten-Verein und die Süddeutsche Gruppe des Vereins Deutscher Eisen- und Stahl-Industrieller unter dem Vorsitz von Professor Dr. L. Beck Biebrich eine sehr zahlreich besuchte Versammlung ab. Als Gäste batten sich unter anderem eingefunden: Der Gouverneur der Festung Mainz. Exzelleiiz von Bücking, die Provinzial- dirrktoren Gel?eimerat Best und E5eheimrat Feh. Finanzrat Dr. Michel. Darmstadt, als Vertreter des Ministers des Innern und des Präsidenten des Finanzministeriums. Landgerichtspräsident Dr. Hangen. Mainz. Der Geschäftsführer, Syndikus Meesmann, Mainz, erstattete einen kurzen Bericht über die Verhandlungen des Ausschusses des Deutschen Handelstags am 10. und 11. Februar über eine Reil^e von Kmegsfragen, insbesondere über die handelspolitisck)en Beziehungen zwischen Oesterreich und Ungarn, das Verhältnis zu den besetzten Gebieten, die Ausschaltung des Handels bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Kriegsbedarf, die Rohstvfsbesck>affung nach dem Kriege und die Befeuerung der Kriegsgewiirne. Er machte sodann einige nähere Mitteilungen über die Errichtung der Bertellungs- und Verrechnungsstelle für bie Aufträge des Stellvertretenden Ingenieur- Komitees in Berlin auf Wurfnrinen. deren Teile und Zubehör. Sodann hielt Redakteur W. Jutzi-Köln einen Vortrag über .Markwährung und Auslandswährungen im Kriege". An den Vortrag schloß sich eine kurze Anssprache, die zu der einstimmigen Annahme der nachstehenden Erklärung führte: ^ „Die Versammlung begrüßt die Maßnahmen zur Hebung unserer Valuta, die durch die Bundesratsvervrdnung vom 20. Ja nuar 1916 eingeleidel worden sind. Sie erachtet sie jedoch nicht als genügend, um den gewünschten Zweck zu erreichen. Als ein weiteres geeignetes Mittel hält sie die Förderung der Ausfuhr, soweit sie mit den militärischen und volkswirtschaftlichen Interessen vereinbar ist. und würde es begrüßen, wenn es gelänge, daß m dieser Beziehung noch an verschiedenen Mängeln leidende Verfahren zu verbesiern, insbesondere zu beschleunigen" Zum Schluß berichtet Dr. B üch n e r - Tarmstadt über eine Versammlung von Vertretern der Städte, der Industrie, des Trans Port gewerbes und des Handels ixt Nürnberg vom 13. Februar A sich mit der Frage der Herstellung einer leistungsfähigen Wasserverbindung der Donau mit dem Rhein beschäftigte und sich m einer eingehend begründeten Erklärung einstimmig für eine Förderung aller auf die Herstelluna einer solchen Verbindung gerichteten Bestrebungen aussprach, sowie die Bildung eines vorbereitenden Ausschusses in Aussicht nahm. Kreis Wetzlar. = Wetzlar. 22. Febr. Auf der Oberndorfer Hütte verstarb der Fabrikant Friedrich Holl mann im Alter von 74 Jahren, ein um den Bau deutscher landwirtschaftlicher Maschinen hochverdienter Mann. Seinen Benrühungen gelang es, in Hessen und Hessen-Nassau den englischen und amerikanischen Maschinen mit größtem Erfolge die Spitze zu bieten. Hessen-Nassau. ' j *,i, m S*.%. mTt slt” t'wthJHaB&maS'SfjR» *»-"» Letzte Nachrichten. Lin Irrtum und eine Gefahr. Der Kau snrän nische Verband für weibliche Angestellte versendet folgendes Schreiben: . Hunderttausende von Frauen sehen wir heute in Beschäf- ttgungsarten tätig, die bislang von Männern ausgeübt wurden. Auch in solchen Berufen, die vor dem Kriege Männern lind Frauen gleiMettig offen standen, mehrt sich die Zahl der beschäftigten weiblichen Angestellten. Es ist hieraus die irrtümliche Ansicht entstanden, daß die Lage des Arbeitsmarktes für weibliche Personen überaus günstig sei. Tie amtliche Statistik beweist das Gegenteil. Nur dort, wo Frauenarbeit als Ersatz für die durch den' Krieg dem Erwerbsleben entzogene Männerarbeit verwendet iverden kann, liegen die Verhältnisse so gut, in allen übrigen Fällen aber schlecht. Das trifft auch auf die k a u f m ü n n i s ch e n Angestellten zu. Nur geübte, erfahrene Korrespondentinnen und sehr tüchtige Buchhalterinnen, die eine längere Geschäftspraris hinter sich haben, sind jetzt sehr gesucht. Aber auch bei diesen l)aiidelt es sich meistens um sogenannte Kriegsstellungen, die bei Friedensschluß den hcim-- kehrenden Kämpfern wieder eingeräumt werden sollen. Ter Bedarf an Anfängerinnen dagegen ist lange nicht so groß wie das Aug'bot. Es ist dal)er nicht untoahrscheinlich, daß nach dem Kriege die Arbeitslosigkeit unter dem weiblichen Kontorpersonal ziemlich erheblich sein wird. Die leider weitverbreitete irrtümliche Ansicht über den gegenwärtigen Zustand und die Zukunftsaussichten wird von zahlreichen Handelsschulen, namentlich privaten Erwerbsanstalten dazu benutzt, um junge Mädchen zum Besuche ihrer kurzfristigen, unzureichenden Kurse einzuladen, und niemals im Frieden haben diese Unternehmungen einen größeren Zulauf gehabt als jetzt. Schon in gewöhnlichen Zetten kommen nur solche Kontoristinnen vorwärts,' die neben einer ausreichenden Allgemeinbildung auch über eine gründliche. nicht in wenigen Wochen oder Monaten zu erwerbende Fachbildung verftigen. Nach dem Kriege wird das starke Angebot von werblichen Arbeitskräften eine scharfe Auslese herbeiführen, und sehr viele werden dann mit Be d a ue r n e r ke n n e n. daß sie i h r Geld umsonst ansgegeben haben. Wer wirklich Lust. Liebe und Befähigung zu dem Beruf in fick fühlt, soll eine der guten Handelsschulen besuchen, wie sie der Staat, die Städte die Handelskam mern oder sonstige gemeinnützige Körperschaften unterhalten. An alle, denen das Wohl unseres Volkes und unserer weiblichen Jugend am Herzen liegt, ergeht daher die Bitte, überall, wo nur die Möglichkeit vorliegt, aus-- llärend zu wirken. Zu näherer Auskunft sind die Hauptverwaltung und die Geschäftsstellen des Verbandes gerne berett. Universitäts-Nachrichten. . D Marburg, 22. Febr. Dem Privatdozenten der theologischen Fakultät der hiesigen Universität, Lic. Karl Bornhausen. iwrrbe der Charakter Professor verliehen. Mit dem Kvvnenor^n 3. Klasse wurde Prof. Tr. B ö h m e r. der mit kommendem Semester nach Leipzig übersiedelt. ausgezeichnet. vermischtes. Das Unglück im HochkonigSgebiet. „ ?n a J 8bur i* 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Zu dem Unglück im Hochkönigsgebiet wird noch gemeldet: Am 19. Februar, nachmittags, gingen vom Ka'lberriedel zwei Staublawinen über die Schweizerhütte ab, die teilweise demoliert wurde. Lkimaunschaftkn, die mit dem Ausschauseln der an den beiden vorangegangenen Tagen gefallenen Schneemassen beschäftigt waren, wurden durch Lawinen verschüttet. Rettnngsarbetten wurden so- iort eingeleitet, an denen sich auch eine von Salzburg entsandte -Lanitätspatrouille beteiligte. Bis gestern abend wurden 5 5 Tote ? Er! etzte geborgen, die nach dem Reservespital in Bischolshafen geschafft worden sind. Ungefähr dreißig Personen werden vermißt. Eine Auszeichnung Pflanzer-Baltins. . Wren, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat dem General der Infanterie Hart Freiherrn von Pflanzer- daltrn in Anerkennung der siegreichen Führung seiner Armee das Mllttarverdtcnstkrerrz erster Klasse verliehen. Der neue türkische Thronfolger. -I, ? nstantinopel, 22. Febr. Die Kammer nahm die Ztvillrste des Kaiierhguses an. Die Apanage des verstorbenen -lirtnjeu , v' 3 &cbbin wurde unter seine Kinder und seine Frau geteilt. Prinz Wahideddin erhielt die Apanage als Kron- Mchö m höbe von 2 400 000 Piaster zuerkannt. Damit ist Prrnz Wahrdeodrn als Thronfolger anerkannt. (Voss. Ztg.) Die englische Blockade, . Rotterdam, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Rot. terdamsche Courant" meldet aus London: Das Oberhaus wird morgen über das Durchsickern von Waren durch die englische Blockadelinie nach Deutschland beraten. Lord Sydcn- Ham hat einen Antrag eingebrachl, daß die Flotte der Verbündeten entsprechend ausgenutzt werden soll, um zu verhindern, daß Vorräte ferndltche Länder erreichen. Die neue englische Krediworlage. Lo n do n , 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus, j k h brachte eine K r e d i t v o r l a g e im Bettage vor 430 Millionen Pfund ein. Hiervon entfallen 120 Mlllionen noch Finanzjahr, 300 Millionen in das Finanzjahr 1916, so ba& sich die gesamten Kredite für 1915/16 aus 1420 Millionen, die Kredite seit Beginn des Krieges aus 2082 Millionen Pfund Sterling belaufen. Asquith sagte, man sei im November der Menrung gewesen, daß der bewilligte Kredit bis Mitte Februar reichen werde, er werde jedoch die Erfordernisse des Staates bis zum 10. März decken. (Beifall.) . . 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Unterhaus hat die Kredttvorlage einstimmig angenommen. Die holländischen Finanzen. Haag, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Finanz minister unterbreitete dem Parlament einen Ges-etzenkwurf über die Ausgabe erner.4 V^p rozentigen Anleihe von 125 Millionen Gulden zur Deckung von 50 Millionen, die wegen der europäischen Krise ausgeget^n wurden, und von 75 Millionen der laufenden SÄckd bis zum 3. August 1916, ferner eine Vorlage über die e i n m ai i c e Erhebung von 80 bis 85 Millionen Gulden zur Deckung von außewrdentlichen Ausgaben bis zum 1. August 1916, wovon oO Millionen von den Vermögen von 50 000 Gulden und darüber erhoben und der Rest durch doppelteErhebung von Einkommen-- und Vermögenssteuer einesSteuer- lahres gedeckt werden soll. Eine russische Anleihe in Amerika? Kopenhagen, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Berlrngske Tidende" aus Petersburg meldet, hat das Finanzministerium Schritte zur Aufnahme eines Darlehens von ex Milliarde Rubel in Amerika unternommen. Die Verhandlungen mtt der betteffenden Bank in New York hätten ein völlig zuftiedenstellendes Ergebnis. Wilsons Rüstungsvorlatze. Rotterdam, 22. Febr. Der Ausschuß des nord- amerrkaNischen Kongresses hat sich mit Zwei-Drittel- Mehrheit für Wilsons Rüstungsvorlage erllärt. (Hamburger Fremdenblatt.) Die Preissteigerungen in Rutzland. ^ „^.btersb urg, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Menschikofs stellt ui emem Leitartikel der „Nowoje Wremja" fest, daß seil Dezember 1913 die Preise für Weizen um 62 Prozent, für Roggen- meyl um 81 Prozent, für Buchweizen, der die Haupttrahrung Ruß lands bttdet, um 123 Prozent, für Fleisch um 37 Prozent, für Butter um 95 Prozent, für Salz um 143 Prozent und für Zucker um ob Prozent gestiegen seien. Menschikofs fragt, wie derartige Prerssteigmimgen möglich gewesen seien, und mißt die Schuld da- für dem Acangel an Arbeitskräften und Transportmitteln bei Er lvarnt vor der Illusion, daß man jetzt während des Krieges neue Eisenbahnen schaffen kömw, da dazu weder die nötigen Mllliarden, noch die Arbeiter vorhanden wären. Auch dauerteil die Bauten Jahre, während der Krieg atigenscheinliw zu Ende Sehe. — Der „Rjetfch" zufolge hat Saforww dein Ministerrat smen Vorschlag unterbrechet bezüglich einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Mnerten nach Beendigung des Krieges. ©rfffntiidjer llortrna Donnerstag, den 24. Februar 1916, abends 8 1 /, Uhr -in der Aula der Universität --- „DerKmg«. die taöefaa des Z-hlmDttW" von Herrn Universitäts-Professor Dr. Zlalweit. (Eintritt frei. 1M1 (Eintritt frei. Zum Besuche des Vortrages ladet ein Die Grobherzogliche Handelskammer Giehen. empfohlen wir: Fertige Kleider IlA A. Ä7° Mit kleinem Preisaufschlag fertigen wir die Kleider auch nach Maß an Große Auswahl in 1053a und kleinen -- xuuoa Kleiderstoffen, Besätzen J1 Zutaten Zur Selbstanfertigung halten wir Ullstein-Schnittmuster - in allen Grössen vorrätig —■ Für Knaben Oberhemden, Vorhemden, Kragen, Manschetten, Taschentücher, Handschuhe, Hüte, Hosenträger und Krawatten Gebr. Imheuser “ä iiiJüiiiijiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiijiiiiiiiiii Geffentl. Vortrag II. Samstag, den 26. Februar 1916, abends 87 j Uhr pünktlich, im großen Hörsaal der Universität Frl. Dr. Käte Zchirmacher: „Deutschland über Alles" Numerierte Plätze zu 1 Mark, nichtnumerierte zu 50 Pfg. Mitglieder der Unterzeichneten Vereine des I. Vortrags zahlen im Vorverkauf 70 Pfg. u. 30 Pfg. Vorverkauf in der Ferber'schen. Frees- schen u. Ricker'schen Univerfitäts-Buchhandlung. Es laden zum Besuch des Vortrags ein Die vereine Oes I. (Bolten) Vortrags. T 3 le / 3 h - fäinr. Jfreöert p J oc $¥ r i ‘Feine ‘filassscAneiderei für Damen Feinste Ausführung;! Billigste Preise! Verein für Frauenstimmrecht. Ocfftntlicher Bortrag Mittwoch, 23. Februar 1916, abends 8y. Uhr. im Saale des Hotels Schütz: ~1237D Frau Adele Schreiber - Krieger: üör nni «ilift Mt $injl||iittln: grill. Eintritt für Nichtmitglieder 50 Pfg. Mitglieder frei. Allgem. Seutfdier Krumm!» Ortsgruppe Gießen. Die Dtttglieder des Vereins werden auf vorstehenden Lorttag aufmerksam gemacht und um zahlreiches Er- scheinen gebeten. ___Di e Vorsitzende. „Warm zu empfehlen ist Zocker'«» fl*aScnt-Äedi- srinal-Seifc gegen unreine Haut. Riitesser' 7sl Hinterviertel das Pfund Mk. 1.45 Vordcrviertcl das Pfund Mk. 1.35 Rippchen mit Kammttüek gebe ich auch wöchentlich von ciniacu Schweinen ab. 1323 Karl Hoffmnnn, Meimcrei Schlitz -Oberbessen). Illlii iimirE Taschenlampen mit und ohne Blende V380delll3Mp6ll mit drehbarem Scheinwerfer taTasclieiilampsJerta,, als besondere Signallampe auch aiS Tische oder Wandlampe zu gebrauchen. 18 2a laJaten, Glölihirnen elc. empfiehlt in großerAuswahl Edgar Borrmann Eisenwaren, §>aus. und Llüchengerätc-Handlung. Ssnd»t Otto Schaal's „Lausopud“ lEresol'Antisol-Puderl alS sichersten Schutz gegen Läuse n. Ungeziefer aller Art unseren taoteren Soldaten . inS F?!d. U>S4n. Adler D-og.. Selterswurs Pickel, Knötchen. Puiteln usw. Sve- zial-Arzr vr. W." lIn drei Stärken, ä (K) Pf.. M. 1.— u. M. 1^0.) Dazu Zaekooh- Creme (60 u. 85 Pf.j. In der ttniveri. Apotheke, Hirsche Apottiekc. bei Aug. Noll, 0. Scibcl, W. Kildinger, O. Schaaf, E. Karn, Ernst Noll, 29. Schräder, Ottv Win ter hoffu.Ed . («n t h.Dra Uftftfigmiitg. Mittwoch, den 23. d. M., versteigere ich im LokaleNc» siadt 5K, unchinittags 2 Uhr: 1 Chaiselongue, l >rounuodc mil schreib null. 1 5tvinnwde iiilt 3 Schubluden. t Sviegel mit Sdn änkcheu. 1 Sofa, rot. 2 kleine L'tt'oraivriuluSlische. Müller. 11360 Gerichtsvollzieher. „Kosmopolit“ Mittwochs, Felsenkeller. U Dir« Hermann Strlngoetter. Dienstag, 22. Febr. 1916 abends S llbr: 13. Di enS t a g- A bonn. -Vo r ste ll. Gewöhn!. Preise (ermäßigt» Nenbeitt Menheltt Bär IBsBsU Site Ein Scherzsviel auS alten Ta geil in :r Akten von wtar Drener. Ende gegen 10 1 .. Mir. f 1351a Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bet allen VoritellMlgeu tamu'v bei S8olU'iuu tcUuitflcr)auil unö LSverrtitz nur halbe Preije Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem Verluste unserer lieben Entschlafenen sprechen wir hiermit unseren besten Dank aus. Familie Bh. Reuschling Familie Zinn. Gießen, den 19. Februar 1916. „ 7 ,,, Gestern entschlief sanft nach kurzem schwerem Leiden unser lieber, guter Gatte, Vater und Großvater Lehrer Georg Bürstlein im 56. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Elisabeth Bürstlein, geb. Kimpel Ferdinand Bürstlein, Pfarrverwaher Alwine Bürstlein, geb. Lenz Trudelchen Bürstlein. Hungen, den 22. Februar 1916. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 23. Februar, nachmittags 37i Uhr zu Hungen. 1374 3 ahnbofstrasse 34 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen innigen Dank Eins spannende Episode ans dem gegenwärtigen Österreich. - italienischen Grenzkriege in drei Akten M trauernden AntMitbknen I- d. N.: Familie Gilbert. Eine tolle Filmburleske zum Tränenlachen in drei Teilen Heuchelheim, den 22. Februar 1916. Teddy Am 21. Februar verschied sanft nach kurzer Krankheit, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, unsere liebe Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen sagen innigen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N: Kath. Elisabeth Germer geb. Römer. Heuchelheim, den 21. Februar 1916. 1319 Ferner: ein auserlesenes Beiprogramm, unter anderem Winterfreuden Lustiges Sportbild Man steigt nach Heiterer Filmschwank usw. Während 41 Jahren hat sie ihr Leben treu und aufopfernd unserer Familie gewidmet. Wir werden ihr stets ein dankbares Andenken bewahren. Frau Geh. Rat Riegel mit Kindern und Enkeln. f.GeflüaeLSchweine P wagen- u. iackw., bill- 1 Litte frei. Graf & Co., igglil» Aicrbaeh 249, Hessen. Giessen, den 22. Februar 1916. Die Beisetzung findet Mittwoch, den 23. Februar, nachmittags 4 Uhr, in unserer Familiengruft statt. Seelenmesse: Donnerstag J / 2 8 Uhr. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem Verluste unseres lieben Kindes Fritzche« fowie für die zahlreichen Kran-- und Blumenspenden und die trostreichen Worte deS Herrn Dekan Guhmann, sagen wir allen innigsten Dank. Die tieftrarrernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Friedrich Riugleb. Lollar, 22. Februar 1916. [07852 Gietzerrer Volksbad AeUen-Gesellschast, Gießen. vilan; am 3>. Dezember WS. Activa. Ji Passiva. M An Betriebs-Couto: Per Actie»-Kapital« Vorräte . . . 2,379.7b Conto: • Casta-Couto: lOü Slctt« Lit-A Bestand. . . . 32.68 3^1000.— — „ Couto-Cor- Ji 100,000.— rent-Couto: 2S0Actien Eit 8 Guthaben.. 12,081,40 kJt200 _- — „ Immobilien. Ji 52,000 162,000.— ©rmt'flüefe,ffit- ' bä ",*V n n C ^ U - Hypothek . . 4,.50S.^ malchinelleEtn. . Darlrh««». rlchta .... 170,549.20 Conto: „ Mobilien- Darlehen. . . 10,000.- Couto: Reßerve- :>t.entar . . 6,210.85 ° * fifSSXÄL ... Steletoe OUS 1898 24.W Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass unsere heiss- :eliebte, herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und 1 rossmutt er Ortsgruppe : :: im 58. Lebensjahre Sonntag abend 10V, Uhr infolge schwerer Lungenentzündung sanft entschlafen ist. In tiefster Trauer: Die Hinterbliebenen Giessen (Glaubrechtstrasse 5 H.), den 22. -Februar 1916. für Handwerkerfrauen u. -Töchter beginnt Mittwoch, den 2Z.5ebruar abends 8 Uhr 1. Klasse der Höheren Mädchenschule Die Beerdh findet Mittwoch, nachmittags um 3 Uhr, von der pelle des neuen Friedhofes aus statt. (1382 Gewinn- und verlust-lonto am 3t. Dezember 1915. „Soll". Verluste. Gewinne. „Haben". An Betriebs Conto: Ji PerBetriebS- Ji Betriebskosten 31,405.61 Conto: „ HandlnngS-Un- Einnahmen kosten-Conto: in 1915 .... 33,609.02 Handlungs-Un- _ „ Ztufen-Conto: kosten. 579.85 Zinsen aus „ Immobilien- Guthaben. . . 567.29 Conto: „ Gewinn- und Abschreibungen 3,215.53 Bcrlust-Couto: „ Mobilien- Verlust in 1915 3,091.18 Conto: ,- Abschreibung. 579.— / „ Zinseu-Conto: / Zinsen. 1,487.50 _/ Heute morgen entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Mittwoch früh und Donnerstag eintrefsend: Carl Schulze 1—r pfundig. Prima Holland. Cabliau L in Fischen von 3'/, bis 6 Pfd. sowie im Ausschnitt, Fste.hi>Il.Bratschellsisllik,unaewüfl..Ail>-iislIic empfehlen >07858 Gebrüder Berdux, Babnbofstrasre 27. Fernsprecher 231. In tiefer Trauer Oberlehrer B. Schulze * und Frau Mathilde, geb. Ott, Oberlehrer u. Leutnant d. R. Karl Schulze und Frau Bertha, geb. Wagener und vier Enkelkinder. Gießen, den 31. Dezember 1915. Der Vorstand und ArrssichtSrat _ Eichenau er. Schaffstaedt. Bremen (Fitgerstrasse 19), den 20. Februar 1916, Das wirksamste, natürliche Kräftigungsmittel N eu ra Lecithin- Perl en Viehhändler und Metzger! ^iiDunfi^ii)üncröiuiflncr Die für das am 23. Februar d. J. iu Kraft tretende e i ngetr osten*' un ?vi rdrn von Körper und Nerven, blutbildend. Kein Reizmittel. Wegen des hohen Gehaltes an wohlschmeckendem Reinlecithin (jede Neura- Perlo enthaltend ca. Vs Gramm 9T> 0 / 0 iges Reinlecithin). Von zahlreichen Acrzten *täodig verordnet. Idealstes Stärhnugsmmul kür nnsere Krieger. Beachtet Wortzeichen „Meura“ mul Schutzmarke. Erhältlich ra Apotheken emgetrossen unb wird zum selben Preise wie vom Brunnen an -lvlederuerfaufer, Aerzte, Krankenhäuser, und Priva:e abaegebeu. Jen» Weisel. Sonnen,tr. 6. ( I3U ) Tel. 88. Handelsgesetz nötigen EintragungNbUcher sowie Block« für An- und Verkaufe liefert Buchdruckerei Neibert Wlenecb b. Giessen. [1361