Nr. 42 Der tfcftcttcr Razet-er erscheint täglich, außer Sonntags. — BeÜagen: viermal w ordentlich SletzenerFamllirnblätter; zweimal wöchentl.Nreir- dlatt für de« Ureis Gießen (Dienstag und Freilag): zweimal monatl. Lairß- wirtschastliche Zeitstagen Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 113 Verlag, Gefchästsstellebl Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für dre Tagesnurnmer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt 166. Jahrgang Samstag, (9. Zebruar J9J6 ©tefiesier «Zetzel General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck mi6 Verlag der vrüN'schen llalo.-Buch- und Steindruckerei 8. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. ,ac öert 2I, «* ci 3 e " tctt: ö - Be;uqsvrei >. monatl. 85 Ps^ viertel- jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch diePost Mk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Verinifchtes und Ge- richtssaal: Fr.R.Zenz- Beck, sämtlich in Gießen. Englische Mnifterreden. Eine neue Vergewaltigung Griechenlands. Uavaja in Albanien besetzt. (WTB.) Trotzes Hauptquartier, 18.Februar. '(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Engländer haben nochmals versucht, ihre Stellungen ffRSstlich von Ypern zurückzugewinnen. Sie wurden blutig jabgewiesen. Nordwestlich von Lens und rundlich von A r r a s haben unsere Truppen mit Erfolg Minen gesprengt. Erve kleine deutsche Abteilung brachte von einer nächtlichen Unternehmung gegen die englische Stellung bei g so'vcguevillers (nördlich von Albert) einige Gefan- ene und ein Maschinengewehr ein. Hart südlich der S o m m e brach ein Angriff frisch angesetzter französischer Truppen in unserem Feuer zusammen. Auf der übrigen Front zeitweise lebhafter Artillerie- kampf', keine besonderen Ereignisse. * Nächtliche feindliche Fliegerangriffe in Flandern wurden von unseren Fliegern sofort mit Bombenabwurf auf Potz e r i n g h e beantwortet. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz. Fenwliche Flieger griffen dcn Bahnhof von Hudova (im Wardartal, südwestlich von Strumica) an. Oberste Heeresleitung. Russische PrivatmeLungen ergehen sich in phantastischen Nebertreibungen über die Eroberung von Erzerum. 100000 Mann sollen gefangen sein, ferner sollen in den Außenforts 467, in den Jnnenforts 374 Kanonen und 200 Feldgeschütze erbeutet worden sein. Ein Blick auf die nach- stehend mitgeteilten, verhältnismäßig bescheiden klingenden russischen Berichte zeigt, was von diesen Nachrichten zu halten ist. Wenn der Feind selber amtlich berichtet: „Die Türken beeilen sich, Erzerum von Westen und Süden zu Hilfe zu kommen," so deutet er darauf hin, daß endgültige 'Entscheidungen noch bevorstehen. Auch die „Times" erwartet, „daß die.türkischen Truppen, die jetzt auf dem Wege nach Bagdad sich befinden, schleunigst nach Norden dirigiert werden" und warnt vor rosigen Erwartungen, da der armenische Taurus noch die Russen und Engländer voneinander trenne. In London will man eben doch, wie es scheint, auf die russische Schlagkraft keine Häuser mehr bauen, und auch das englische Selbstvertrauen beginnt mehr und mehr zu »wanken. Wir verweisen'aus die neuesten. Reden Kitcheners und Crewes. Kitchener gibt zu, daß durch die Freimachung -des Weges nach Konstantinopel die türkische Gefahr für die Entente, und ganz besoichers für England, sehr bedrohlich geworden seü Aegypten, Mesopotamien mußten lsich auf ernste Angriffe gefaßt machen. Es wird die Gemüter rn London aufschrecken, da Kitchener erklärte: „Die Türken drohen mit einem ernsteren Versuch, Aegypten an- Angreifen. Wir haben entsprechlende Vorbereitungen getroffen, nm den Suezkanal zu verteidigen." So scheint der Fall von Erzerum in der Tat keinen Beweis für die genmrderte Kraft der türkischen Waffen zu liefern, sondern es handelt sich, wie die „Times" ganz richtig feststellt, um eine „Ueberraschung", deren Wirkung durch Truppenverschie- bungen bald wieder ausgeho'ben werden könnte. Auch über die Lage in Mesopotamien konnte der englische Heeres- -gewaltige nichts sagen, was ans baldige Erfolge der Engländer hoffen ließe. Ebenso düster äußerte sich Lord Crewe, der englische Waffenschmied, über die Aussichten der Zu- , kunft. Er blickt „nicht mit leichtem Herzen", sondern nur „mit nüchterner Zuversicht" in die Zukunft, und erkennt an, daß das Schlagwort vom „Erschöpfungskrieg" irreführend sei, „wenn man glaube, daß England den Krieg unbegrenzt fortführen könne, ohne alle Anstrengungen zu machen". Es wird hier also zugegeben, daß auf Deutschlands Erschöpfung nicht mit Bestimmtheit zu rechnen sei, aber Lord Crewe geht noch weiter: er erhebt drohend den Finger gegen die eigenen Landsleute und erklärt, daß England selber der Erschöpfung anheimsallen könne, wenn nicht alle Anstrengungen gemacht würden. Auch bei der Besprechung der Thronrede im englischen Unterhaus^ sind, wie in den folgenden Nachrichten zu lesen ist, wieder Schwarzseher ausgetancht, die von der „ernsten, schlechten Lag^' sprechen. Wenn später einmal all die diplomatischen Akten über Griechenland und seine Haltung im Weltkrieg veröffentlicht werden, erhalten wir ein Bild von englischer Willkür und Anmaßung sowohl wie von Wirrnis und Planlosigkeit, die das englisch-französische Vorgehen kennzeichnen. Dieses Bild wird uns schon jetzt stückweise vorgeführt und eingegeben. Nach einer Meldung der „Franks. Ztg." haben die Gesandten der Entente denk griechischen Ministerpräsidenten mitgeteilt, daß der in Paris tagende Kriegsrat die militärische Besetzung aller griechischen Eisenbahneir und Telergraphenstationeii in Thessalien und I Morea angeordnet habe. Sollte dieis ein Anzeichen dafür sein, daß der französische Standpunkt, endlich sich von Entschlußlosigkeit siei zu machen, nunmehr sich durchsetzt? Französische Blätter haben in der letzten Zeit mehrfach zur Offensive gedrängt, während die englische Diplomatie in Saloniki nur einen Hinterhalt schaffen wollte, um gegebenenfalls den deutschen Zug nach dein Orient zu gefährden. Daß die Entente im südlichen Griechenland militärisch vorgeht, deutet darauf hin, daß sie von Mißtrauen und Sorge erfüllt ist. Wir können uns nicht denken, daß König Konstantin und seine Regierung nur wieder mit einem formellen Protest sich begnügen werden. Denn die Absichten Englands und Frankreichs laufen darauf hinaus, Griechenland die Knochen zu brechen, damit es in der Stunde der Entscheidung nicht nrehr schlagfertig sei. Dazu geht in Paris und London die stille Hoffnung nebenher, daß Griechenland endlich doch, „der Not ge- horcherkd", sich auf die Seite der Enterrte stellen werde. Aller Augen sind gespannt auf Athen gerichtet. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vertautbart: 18. Februar 1916. Russischer K r i e g s s ch a u p l a tz. Außer den gewohnten Artillcrickämpftn leine Ereignisse. JtalienischerKricgsschau platz. Die Artillerietätigkeit war gestern im allgemeinen schwächer als in dcn letzten Tagen. Malborghet stand wieder unter feindlichem F'uer Die Säuberung des Vorfeldes im Rombon-Gebiet brachte 37 Gefangene und ein Maschinengewehr ein. Ein Angriff mehrerer italienischer Kompagnien wurde abgewiesen. Bei O s l a v i j a wurden seit den letzten Kämpfen 7 Maschinengewehre, 2 Minenwerfer und 1200 Gewehre eingebracht. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Eine unter unserer Führung stehende, durch österreichisch-ungarische Truppen verstärkte Abanergruppe besetzte Kava ja. Die dortige Besatzung, Gendarmen Essad Paschas, konnte sich der Gefangennahme nur durch die Flucht zu Schiff entziehen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. EreignissezurSee. Am 16. Februar morgens torpedierte eines unserer Unterseeboote vor Durazzo einen französischen Dampfer, der dann auf eine Untiefe auflief. Flottenkommando. Kitchener über die Kriegslage. London, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Oberhaus. Lord Kitchener berichtete, daß indische Divisionen aus Frankreich und Flandern weggenommen worden seien und sagte dann: Nachdem die Deutschen den Weg nach Konstantinopel frei gemacht haben, konnte die türkische Armee, durch die deutsche Hilfe verstärkt, entweder eine Truppenbewegung gegen Egypten ausführen oder die Streitkräste Mesopotamiens verstärken und zugleich einen mächtigen Artillerieangrrfs aus unsere Stellungen aus Gallipoli machen. Wir beschlossen daher, Gallipoli zu räumen, um unsere Truppen in Saloniki und Egypten zu vermehren. D i e Türken drohen mit einem ernsteren Versuch, Egypten anzugreifen. Wir haben entsprechende Vorbereitungen -getroffen, um den Suez kan al zu verteidigen. Der deutsch- türkische Einfluß uns die Führer der Senussen bewirkte, daß die Araber in der Cyrenaika und Tripolis eine feindliche 5) al tun g gegen Egypten eingenommen haben. Der erste Versuch dieser Art scheiterte vollkommen. Obwohl die Bewegnnaen in dem westlichen Teil der Wüste noch ein^ gewisse Unruhe Hervorrufen, bilde^ die bewundernswerte Ergebenheit des egyptischen Volkes eine wirksame Schranke gegen jedes Eindringen jener Stämme in kultivierte Gebiete. Ueber Mesopotamien sagte Kitchener: Die türkische Stellung wurde am 27. Januar angegriffen, sie war aber zu stark, nm genommen zu werden. General Aylmer erwartet weitere Verstärkungen, bevor er seinen Vormarsch erneuert, um eine Vereinigung mit Townshend herzustellen. Townshend hat genügende Vorräte, um sich mit seinen Truppen eine beträchtliche Zeit zu halten. Der Feldzug m Mesopotamien, der bisher von Indien ans befehligt worden war, wird jetzt vom Kriegsämt geleitet. Lord Crewe über den Bau von Kriegsschiffen. London, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Oberhause erklärte Lord Crewe am 15. Februar: Der Bau von Kriegsschiffen hat in allen Zweigen einen befriedigenden Fortschritt gemacht. Der Charakter der Schisss- bauten wurde durch die Erfahrungen der ersten Kriegs- Uabien beeinflußt. Die Ausführung des Bauprogramms hat durch den Arbeitermangel Aenderungen erfahren. Der Ersatz gelernter Arbeiter durch ungelernte und weibliche ist beim Schiffsbau schwer anwendbar, ober hoffentlich werden Maßnahmen unerwarteter Art möglich. Die Lieferung von Munition ist jetzt befriedigend, 2700 Munitionsfabriken stehen unter Staatskontvolle. Aber der Verbrauch von Munition wird sich vermehren, wenn die Tage länger werden. Bisher hatte keine Armee auf irgend einem Kriegsschauplatz wirklich einen unbegrenzten Munitionsvorrat. Wir blik- ken nicht mit leichtem Herzen aber mit nüchterner Zuversicht in die Zukunft und wenden alle gesetzmäßigen Mittel an, um einen Druck auf Deutschland auszuüben. Das Schlagwort vom Erschöpfungskrieg ist irreführend, wenn man glaubt, daß wir den Krieg unbegrenzt fortführen können, ohne alle Anstrengungen zu machen. Pessimistische Reden im englischen Unterhaus. London, 18. Febr. sWTD. Nichtamtlich.) Unterhaus. In der Adreßdebatte sagte Marks Sykes : Es ist erfreulich, daß die Verbündeten enger Zusammenarbeiten wollen. Dasselbe ist aber für die einzelnen Ressorts in England nötig. Man muß nicht zu optimistisch sein. Die allgemeinen Ergebnisse der Feldzüge in Belgien, Serbien und Montenegro sind nicht so, wie wir es wünschen. Der Suez k anal ist bedroht. Die Lage ix Mesopotamien ist nicht, wie man wünschen möchte. Die Besetzung großer Strecken Frankreichs und Rußlands und die Zeppelinangriffe bezeichnen die ernste, schlechte Lage. Nur eine gründliche Organisation kann die Dinge bessern. Das englische Regiernngssvstem eignet sich für den Frieden, nicht für den Krieg. Es ist ein System von Kompromissen und Zugeständnissen, die in Betrachtungen und Komiteedebalten enden und schließlich zu Untätigkeit, Unruhe mtb Unheil führen. Wir debattieren, der Feind beschließt; wir untersuchen, der Feind macht Pläne; wir sind er- staunt, der Feind handelt. Sir F. Cawley sagte, die Regierung müsse energischer handeln und künftig nicht „zu spät" sein. Das Erfreulichste (dt langer Zeit sei, daß die Entscheidungen des Generalstabes nicht mehr durch den Kriegssekretär beseitigt werden sollen. Die Nation sei mit der Kriegsleitung nicht völlig zufrieden. Ein neues Gewaltstück der Entente. Ko nstautinope l, 16. Febr. (Zeus. Frks.) Nach amtlichen Athener Telegrarnmen unternahmen die Gesandten Englands, Frankreichs, Rußlands und Italiens einen Kollektivschritt bei Skuludis, nm ihm trocken anzukündigen, daß der in Paris tagende Kriegsrat die militärische Besetzung aller griechischen Eisenbahnen- und Telegrapheirstationen in Thessalien und Mo - rea durch Entente truppen an ordnete. Die Ge- sandten bemerkten nur, daß, falls Griechenland nicht freiwillig diesem Beschlüsse sich füge, Gewalt angewendet würde. Auf Grund dieser Mitteilung würbe sofort ein Kriögsrat, um über die neu geschaffene Lage zu beraten, einberufen. (Frks. Ztg.) Berlin, 19. Abr. In Besprechung der schweren Entscheidungen, vor die Griechenland gestellt ist, sind alle Blätter einig in der Kennzeichnung der Gewalttätigkeit, durch die sich der Vierverband über die griechischen Hoheitsrechte hinweg- setzt. — Ter „Berliner Lokalauzeiger" sagt: Der Kriegsrat in Paris befiehlt und König Konstantin hat zu gehorchen. Die Entente glaubt bei ihrem schroffen Vorgehen auch diesmal nichts zu riskieren, weil, wie sie glaubt, die Abhängigkeit des fl euren Staates von der britischen Seeherrschaft seinen verantwortlichen Staatsmännern keine Wahl lasse, nach welcher (Beite es sich entscheiden müsse. — In der „Täglichen Rundschau" heißt es: Es hieße buchstäblich Eulen nach Athen tragen, wollte man auch nur die geringste Mühe aufwenden, um der griechischen Regierung erst noch klar zu machen, daß die Beschützer der kleinen Staaten und der Neutralen sich uur Recht und Willen eines kleinen Staates schlechterdings nicht kümmern, sobald sie von deren Mißachtung und Vernichtung auch nur den geringsten Vorteil für'sich herauszn- schlagen meinen. Noch wird König Konstantin, der wie ein ganzer Mann bisher in der Brandung der Ereignisse seinen Standpunkt behatiptet hat, zusammen mit der veranpvortlichen Negierung diesen Standpunkt weiter verteidigen. Uns scheint die Dummheit des Börthens der Entente womöglich! noch größer als die Brutalität und Schamlosigkeit, wonrit sie dem Königreich Griechenland das Zeichen seiner Hoheit von der Stirn, sich selbst abev die Hencklermaske vom Gesicht reißt- Der bestenfalls zu erzielerrde Gewinn ist so gering, daß wir ihn außer jedem Verhältnis finden zu der Schwere der Vergewaltigung, die Griechenland von der Entente angetan ist. Aus Saloniki. London, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau Meldet aus Saloniki: Am Mittwoch griffen 13 französische Flugzeuge den Ort ^atrumitza und die dort beflndlichen Feldlager an und warfen 158 Bomben ab, die mehrere Brände verursachten. Die Flugzeuge wurden beschissen, kehrten aber unversehrt zurück. Saloniki, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ein Aviatikflugzeug wurde von einem französischen Flugzeug nördlich von Saloniki zrnn Landen gezwungen und erbeutet. Der Beobackster ist verwundet und gefangen, der Pilot entkam. 16 französische Flugzeuge griffen die Station Strumitza und die benachbarten Lager an. Sie wurden von einem dentfcheu Flugzeuggeschwaber angegriffen. Alle Maschinen kehrten unbeschädigt zurück. Die Verluste des Feindes sind unbekannt. Die Einschließung der Bucht von Durazzo. Berlin, 19. Febr. Zur E i n s ch l i e ßn n g d e r Bu chk von Durazzo heißt es in einem Bericht des „Berliner Tageblatts": Nunmehr ist die ganze Bucht von Durazzo von Kap Pali im Norden bis Kap Laghi im Süden durch die öfterreicksisch-tmgarischen Trupsxm mrd ihre albanische fokgschast bogenföru::g umschloffen. — In einem Bericht des „Berliner Lokalanzeigers" wird gesagt: Während im Süden von Durazzo bald das Meer erreicht sein wird und alle Qeqen Valona führendem Straßenlinien abgeschnitten sind, gruppiert sich die österreichisch-mngarische Hauptmacht nördlich der Stadt am Arzen-Flusse, um die weiteren Aktionen vorzubereilen. Erzberger in Sofia. Sofia, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Zu Ehren des deutschen Reichstagsabgeordneten Erzberger gab der Vizepräsident der So'branje Momtschilow ein Abend- -l'sem * * * Der russische Bericht. Petersburg, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Kriegsbericht vom 16. Februar: We st front: Im Abschnitt von Riga wurde ein deutscher Luftballon, welcher nordöstlich Kreyen, 12 Kilometer nordlvestlich Mitau aufgestiegen tvar, zum Sinken gebracht, nachdem er von unseren schwer«: Granaten Feuer erhielt. Die feindliche schwere Artillerie beschoss heftig eine halbe Stunde den Brückenkopf von Uexküll. Im Abschnitt von Dünaburg gelang es uns, zwei Explosionen in einer feindlichen schweren Batterie bei Jlluxt her vorzurufen. Zwei deutsche Angriffe auf das Dorf Garbunowka und den Abschnitt nördlich davon wiesen wir ab. In der Gegend der oberen Jkwa vereitelte unsere Artillerie Versuche des Gegners, auf unsere Gräben mit Bombenwerfern zu schießen. Am 14. Februar griff unser Luftschiff Stadt und Bahnhof Podhajce, neun Kilometer nordwestlich Dubno an; aus den Bahnhof wurden sieben Bomben geworfen, von jenen jede 1 Pud, gleich 32,76 deutsche Pfund, wog. Fünf Bomben zu 2 Pud und drei Boinben zu 1 Pud rvurden auf Depots in der Stadt geworfen. Die gegnerischen Flugzeuge, welche dem Luftschiff begegneten, wichen dem Kampf aus und flogen davon. Ein Versuch des Feindes, unsere Gräben bei Uszieezko anzugreifen, wurde vereitelt. Nörd lich Bojan ließ der Gegner eine Mine sprengen; nach einem Handgranatenkampf blieb der Trichter in unseren Händen. Kaukasussront: In der Küstengegend vertrieben unsere Truppen die Türken aus einer Reihe von Gebirgsstellungeu und warfen den Gegirer bis hinter den Fluß Milse zurück. Wie gestern berichtet ivnrde, eroberten unsere tapferen kaukasischen Truppen neun Forts der Stellung Dewedoinu, welche die Festung Er zernm deckt. Wir machten Gefangene und erbeuteten siebzig Geschütze und Munition. Der Gencralstab bedauert, die Namen der Nummern der Regimenter, welche die Türken mit dem Bajonett zurückwarf«:, noch nicht nennen zu können. Der jetzige Erfolg ist trotz des Unwetters und der örtlichen Hindernisse errungen worden. Die Türken beeilen sich, Erze rum von Westen und Süden zu Hilfe zu kommen. Der Südtell von Erzerum steht in Flammen. In Chnyskala in der Gegend zwischen Erzerum und Melaskert dauert unsere Offensive erfolgreich an. Petersburg, 18. Febr. lWTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Donnerstag. Westfront: An der Düna, zwischen Jakvbfbadt und Mmaburg, beschoß der Feind heftig den Balmhof . Mischtel, 23 Kilometer nördlich Dünaburg, im Abschnitt zwischen Bahnhof Qawrenskaja und Bahnhof Zargrad, 21 und 13 Kilomtter südlich Livenhvf. Im Abschnitt von Dünaburg nahm der Feind den Angriff gegen Garbunowka auf. Er wurde zurückgeworfen. Unsere Flieger warfen Bomben auf ruhende Truppen im Abschnitt von Dünaburg. In Galizien, am Dnjestr, in der Gegend des Dorfes Michalcze, 3 Kilometer nordwestlich von Uscieczko, vereitelten wir einen Versuch des Gegners, sich unseren Gräben zu nähern. Schwarzes Meer: Nachdem unsere Truppen die Stellung am Witze-Flnß in der .Küstengegend besetzten, näherten sich unsere Schiffe fcver Küste und beschossen den türkischen Rückzug. Unsere Schiffe hatten nur Verluste durch Gewehrseuer. Kaukasus: Ergänzend rvurde festgestellt, daß wir beim Sturm von E r z-er u m in den Forts der ersten Linie noch 29 Kanonen erbeuteten und Gefangene machten. Allein bei dem Fort Tafta, 20 Werst vor Erzerum, machten wir 39 Offiziere, 1413 As- kari zu Gefarrgenen. Unsere Truppen besetzten die Festung Erzerum und machten eine hohe Zahl von Gefangenen nebst Beute. Tie Stadt Erzerwu steht an mehreren Stellen in Flammen. Der türkische Bericht. Kvnstantünvpel, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier berichtet: Von der Jrakfront und von der Kaukasussront Veine Nachricht von Wich- tigkeit. An der Dardanellenfront eröffnete ein Kreuzer das Feuer in der Richtung aas Sedd ül Bahr und zog sich nach dem 16. Schuß infolge Antwort unserer Küsten batterien zurück. * * * Der Jahrestag der endgiltigeu Befreiung Ostpreußens. Königsberg i. Pr., 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Oberpräsident übermittelte am Jahrestage der Befreiung Ostpreußens vom Feinde Feldmarschall Hinidenburg, seinen Mitarbeitern und den heldenmütigen Truppen drahtlich die Versicherung unauslöschlicher Dankbarkeit der Bewohner Ostpreußens. Darauf ist nachstehartde Antwort eingetrofsen: Euerer Exzellenz und der Provinz Ostpreußen danken 7ch, meine treuen Mitarbeiter und meine braven Truppen herzlich für das freundliche Unsergedenken am Jahrestage der endgültigen Befveitrng Ostpreußens. Gott der §errhrirb helfen. Feldmars chall von Hind enbürg. * * * Die Kampfe in Afrika. Eine englische Schlappe in Ostafrika. London, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Kriegsamt erhielt aus Oltafrika ein Telegranim, daß eine Erkundungsabteilung zur Aiffklärung der feindlichen Stellung, die gegen den S alrta Hügel ausgeschickt wurde, am 12 Februar den Hügel vom Feinde stark besetzt fand. Starke deutsche Reserven befanden sich in der Nachbarschaft. DieEngländer verloren 172 Tote, von denen 139 der zweiten südafri- kamschen Brigade angehören. Ein Schienenstrang wurde bis zweieinhalb Mellen an den Salitahügel herangeführt. — Das Kriegs- mnt erhielt ein Kameruner Telegramm, nach ivelc^m die Operationen so gut wie beendet und die Eroberung Kameruns durch geführt ist, ausgenommen den isolierten Posten Mars Hill. Französische Kolonnen schlossen die Grenze ostwärts Ngoa ab. Die über Campo vorrückende Kolonne hat ivenige Mellen zu marschieren, um die Linie von der See abzuschließen Der deutsche Kommandant Zimmerwiann entkam ans spanisches Gebiet. Unsere tapferen Kamernn-Berteidiger. Berlin, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wenn auch in der Hauptsache der Kampf um Kamerun vorläufig sein Ende erreicht hat, so ist nach den letzten hier eingegangeneu Meldungen doch anzunehmen, daß wenigstens an einer Stelle die deutsche Flagge iroch aus Kcnneruner Boden weht, in dem von Haupt mann v. Raben mit seiner kleinen Heldenschar zäh verteidigten Mora, im äußersten Norden des Schutzgebiets. .Hier hält in schwer zugänglichem Berggelände eine kleine Anzahl Deutscher mit einer treuen. Cünge Vor enentruppe unter ihrem tapferen Führer uncnt ivegt den dauernden Angriffen feindlicher Uebermacht stand. kurz vor dem Fall von Jaunde gelang es eingeborenen -wten aus Mora, sich mit Depeschen zu dem Gouverneur Ebermaier durchzuschlagen. Diese Boten erstatteten außerdem, wie der Gouverneur hierher gemeldet hat, einen mündlichen Bericht über die Vorgänge in Mora nach dem Fall von Gartmge sind,, zeigt, wie Hauptnmnn v. Raben cs heute in der Lage sind/ zeigt, wie Hauptmann v. Rabe es verstanden hat, seinen Geist den eingeborenen Solboten, unter denen sich auch zahlreiche Muhamedaner befinden, einzuflößen und ihren Mut auf das höchste zu entflammen, und wie andererseits seine Soldaten in treuer Anhängliche feit an ihn entschlossen sind, bis zum unvermeidlich bittern Ende auszuharren. Der Bericht der eingeborenen Boten, der in seiner ergreifenden Schlichtheit an die Heldengesänge alter Zeit erinnert, lautet: „Als der Fall von Garua in Mova bekannt wurde, versammelte Hauptmann von Raben die Besatzung um sich und sagte: „Wir wissen nun, daß Garua sich nicht hat halten können. Unsere Feinde konnten auf dem Benne schwere Geschütze heranbrmgen^ deren .Wirkung die tapfere Besatzung erlegen ist. Trotz seiner tapferen Gegenwehr wird es dem Befehlshaber von Garua, wenn er vor dem Kaiser stehen wird, wie eine Schande erscheinen, melden zu müssen, daß er Garua übergeben mußte. Soll ich später auch erröten, wenn der Kaiser mich fragt, was hast du mit meinem ^ßlatz Mora gemacht? Wenn cs dann nicht mehr deutsch ist, müßte ich mich schämen. Ich will mich aber nicht schämen. Und cs gibt mrr ein Mittel. Wenn vor Mora die bleichenden Knochen der Engländer und Franzosen liegen imb in Mora die unfern, bann crjt habe ich alles getan, was mich vor Gott und dem Kaiser rechtfertigen kann. Nichts also von den weißen Flagge imd von Uebergabc." Am Schlüsse dieser Ansprache fragte dann Hauptmann von Raben die Soldaten, ob sie trotzdem mit ihm weiter- rämpfen oder sich ergeben wollten. Diese erwiderten: „Gott allein weih, wann wir sterben müssen; wir aber wollen, was an ims liegt, fechtend sterben. Stirbst du, unser Führer, hier, so wollen wir dir auch in den Tod folgen. Wir sind als deine Soldaten zu stolz, um mit dem Strick um den Hais in die Knechtschaft zu gehen." Hauptmann von Raben freute sich darob sehr und sagte .zu uns: „So ist es recht! _ das nur wollte ich hören. Jeder stirbt, wann :md wo es Gott in seinen: Rat bestimmt, sollte aber einer oder der andere von (Hrch nicht bei iNft ausharren wollen, so mag er es mir ruhig sagen, ich werde ihn gen: ziehen lassen. Denn zu dem, was jetzt kommen wird, will ich mir starke Herz«: um mich haben." Alle Soldaten erklärten aber darauf, sic wollten bis zum Letzten mit ihm in Mora ausharren, um wie er vor Gott und dem Kaiser bestehen zu können. * * * Der „Lufita!ria"-SLreitfaLl beigclegt. New York, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Alle Morgen bl älter enthalten die Nachricht, daß der „L u s i t a n i a" - S t r e i t f a l l mit Deutschland tatsächlich lies gelegt ist. Der Staatssekretär Lansing sei darüber sehr befriedigt und warte nur noch auf die Zustimmung Wilsons, um den Zwischenfall für erledigt zu erklären. Die Ankündigung des Staatssekretärs Lansing, daß die. ganze Angelegenheit des Unterseebootkrieges neuerdings aufgerollt worden sei, ries deshalb in diplomatischen Kreisen große Ueberraschung hervor. Der republikanische Staatskonvent in New Bork einigte sich aus ein Programm, dessen einziger Punkt lautet: Es ist die Pflicht Amerikas, Dcaßregeln zu ergreifen, damit das Völkerrecht w i e d e r h e r g e st e l l t und allgemein angewendet werde. London, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Tic „Times" berichtet aus New Bork: Die B e i l e g u n g de s „L u s 1 1 a n i a"-. Falles werde möglicherweise verschoben werden, bis Deutschland seinen Plan, bewaffnete Handelsschiffe zu torpedieren, ausgegeben habe. Dies sei heute dem Washingtoner Korrespondenten des Blattes von Staatssekretär Lansing mitgeteilt worden, nachdem dieser von Beknstorsf Deutschlands Antwort ans die Fragen, der Vereinigten Staaten in der „Lusitania"-Angeleg«:heit erhalten hatte. Staatssekretär Lansing sagte nicht, wie !veit die Regierung zu gehen beabsichtige. Wilson wolle aber offenbar untersuchen, ob zwischen Deutschlands Versprechungen in der „Lu- itania"-Note Und der neuen deutschen Unterseebootspolitik ein Widerspruch bestehe. Berlin, 18. Febr. (WTB. Nickftarntlich.) Nach einer Zeitungsmeldung aus New- Jork soll Deutschland die Torpedierung bewaffnet-er Handelsdampser bis April verschoben haben, damit die amerikanische Regierung ihre Bürger, die um Pässe uachsucheu, vor der Einschiffung auf solche Dampfer warnen kaum Au hiesiger amtlicher Stelle ist hiervon nichts bebau nt. Der seetrieg. London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Verspätet ein getroffen. Lloyds meldet: Ter Dampfer „Ter ge stea" ist an der Ostküste versenkt worden. Die Besatzung wurde gerettet. London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds zufolge sind die Besitzer der in Brooklyn liegenden Dampfer „Bolton C a st l e" und „P a c i f i c" benachrichtigt worden, daß dre Dampfer gerettet, aber schwer beschädigt worden sind. ALan ist.jetzt der An sicht, daß Bvaudstiftung nicht vorliegt. Aus dem Reiche. Aus Elsaß-Lothringen. Straßburg (Elsaß), 18. Febr. (WTB. Nichtanttlich.) Der am 16. Februar gemeldete Beschluß des Bezirkstages des Unter- elsaß war auf einen Antrag der Altelsässer Gras Andlcru und Wehrung und des Sozialdemokrat«: Bohle gefaßt ivorden. Dabei wies der Alterspräsident North darauf hin, daß seit Jahrhundert«: zum ersten Male die Söhne des Landes wieder in dem deutschen Heere, in das sie nach Abstammung und Art gehören, kämpfen. Präsident Dr. Petri erllärte, daß an eine dciederlegung der Waffen nicht #n denken sei, solange die Franzosen davon träumen, Elsaß-Lothringen zum zweit«: Male zu erobern. Einstimmig erklärte auch der Bezirkstag in Colmar seü:e Zustimmung zu dem Wortlaute des Straßburger Beschlusses. Ter lothringische Bezirkstag Mb in Metz folgende Erklärrmg ab: „Ter Bezirkstag drückt :nit dem erneuten Gelöbnis der Treue zu Kaiser und Reich die Hoffnung aus, daß dir aus 'dem endgültigen Siege unserer deutschen Waffen sich aufbaueicher ehrenvoller Friede die Wohlfahrt Lothringers inib das weitere Blühen und ^ledeihen seiner Landrvirtschast und Industrie in immer engerem Anschluß an das -deutsche Volksleben sichert." Arr- Stadt unh £cmb. Gießen. 19. Febrnar 1916. Sonntagsgedanken. Gewaltig brausten in diesen Tagen die Stürme über unser Land. Das ist ein Krieg in der Natur. Aber imsere Gedcmben werden dadurch kaum abgewandt von den:, Mas sie eben doch immer am tiefsten beschäftigt. Wir sind ai spannt auf das, was die imchste Zeit bringen wird. Die Zeit der kurzen Tage und der langen Nächte sinkt immer rascher in die Vergangenheit, und der neue Frühling wird neue Kämpfe bringen. Die neue Jahreszeit drängt zu neuen Daten, und auf§ neue sind die Geister gespannt auf das Ziel hin. Aber, ist es dir vielleicht so, als habest du doch nicht alles recht bedacht? Neue Kämpfe bedeuten ja auch neue Leiden neue Verluste. Me viele teure Menschen werden wir Mieder verlieren? Können wir davor die Augen verschließen^ Ist nicht zu viel Geduld dazu nötig? Gehört da nicht mehr als Mut dazu? Müssen mir dazu nickst steinerne .Herzen haben? Aber unsere Fragen habe,: gar keinen Wert in unserer Lage Sie helfen uns nichts. Wollten wir Ungeduld in uns Herr werden lassen und unmutig werden, so haben das die meisten ja in anderen Lebenslagen schon manchesmal erprobt, daß es ihnei: nichts geholfen hat. Kein Mensch hat sich da durch unsere Ungeduld rühren lassen, sondern wir waren eben schließlich doch nur auf uns selbst angewiese,:. Es .ist auch nicht zu erkennen, wen jetzt unsere Ungeduld zum Eingreifen und zur glücklichen Entscheidung des vom Schicksal uns bestin^rten Krieges bewegen sollte. Ebenso würde es uns audji mchts helfen, Nwnn wir die Absicht hätten, die Flinte ins Korn zu werfen. So Nienig als wir in: .Jahr 1914 den Krieg haben vermeiden können, so lvenig körmten wir ihm eben entfliehen, wir so wenig wie selbst der Kaiser. Auch Trost suchen bei anderen Menschen erspart uns nichts. Die Menschen können nicht tun, was ur:s am besten trösten würde, uns unsere ganze Last abnehmen. Es ist oft ein Fehler von uns, daß wir das Sckstechte bei anderen hervorsuchen, anstatt es bei uns selbst zu suche,:. So ist es aber auch nicht richtig, bei fremden Meusck-en und Dingen ftir uns das Gute zu suchen, won:it wir Leidqn und Tod zu bannen vermöchten. Sondern dieses Gute sollenl wir in uns selbst haben. „Kein Leiden oder Gedränge oder Tod kann überwunden iuerden mit Ungeduld, Flucht und Trostsuchen, sonder,: allein damit, daß man fest still steht und a u s h a r r t, ja dem Unglück und Tod kühn c n tg e g e n g e h t", sagt Martin Luther. Fest still stehen und ausharren: in unserem .Herzen die herrlichen Beispiele dieser Festigkeit, die diese Kriegszeit uns schon in so großer Zahl gegeben hat, lebendig bewahren, das heißt so, daß diese Festigkeit ein Teil unseres eigenen Lebens ist. Ja dem Unglück und Tod kühn entgegengehen: Da denke wiederum an unsere Tapferen in: Felde, nfte unzähligemal sie dem Tode entgegengestürmt sind! Oder denke an das Bild von Dürer, das uns jenen Ritter zeigt, der unbekümmert und trutzig daherreitet und den Tod urrd den Teufel, die rhu bedrohen, für nichts achtet! Wenn »vir unsere Herzen immer: wieder von dem Feuer solcher Gedanken durchglühen lassen, dann mögen neue Kämpfe kommen, dann mag der Friede kommen, früher oder später, uns kommt alles zur rechten Zeit. —ck * Vermittlungsstelle des Au- und Verkaufes von Kuhkälbern. Vom Landwirtschaftskammer-Ausschuß für O b e r h e s s e n wird uns mitgeteilt: Nachdem lt. Bekanntmachung Großherzoglichen Mini- sternuns des Innern vom 15. Januar d. I, Ertveiterung des Schlachtverbotes betreffend, die in den landwirtschaftliche!: Betrieben fallenden Kuhkälber nicht mehr !vie vordem in unverantwortlicher Weise der Schlachtbank zugeführt werden dürfen, gilt es, durch Au- und Verkauf eine entsprechende Verteilung der aufzustelleuden Nachzucht zu bewerkstelligen. Der^ Landwirtschastskammer-Ausschuß, Gießen, Fried- drickptraße 6, hat sich bereit erklärt, da es im Interesse der Volks- und Hee r es er nähr n n g gelegen ist, daß die durch gewissermaßen gewaltmäßiges Ab schlachten von zur Zucht recht gut, aber^ als Schlachtvieh ungeeigneten Jllugtieren entstandenen Lücke:: im Viehbestände baldigst ausgeglichen, die Aufzucht allgeiuein gefördert, und auch in dieser Hinsicht die wirtschaftlichen Verhältnisse nneder in gesrmde Bahnen geleitet iverden, die unverbindliche Vermittelung des An- und Verkaufes von Kuhkälbern zu übernehmen, bezw. den An- und Verkauf zu erleichten:, rud-em er die Anmeldungen verkäuflicher Simmentaler und Bo- gelsberger Kälber (andepe Rassen sind ausgeschlossen) entgegennimmt, verbucht und auf eingehende Lchragen hin den Kaufliebhabern Verzeichnisse über zum Verkauf stehende Tiere zusendet. Aus Verkaufsabschlüsse selbst kann sich der Ausschuß nicht eiulasseu. Bei der Anmeldung ist von dem Verkäufer Alter, Rasse (Simrnentaler oder Vogelsberger), Farbe und eventuell Lebendgewicht des betreffenden Kalbes anzugeben. Der Anmelder verpflichtet sich, sobald das Tier verkauft ist, dem Landwirtschasts- kammer-Ausschusse Nachricht zu geben, damit das Tier in dem Verkaufsregister gestrichen werden kann. Hofferttlich iverden unsere Landwirte das Entgegenkommen des Landwirtschaftskammer-Ausschusses zu würdigen wissen und von der geplanten Einrichtung, die übrigens für Herdbuchtiere schon lange Jahve besteht, ausgiebigen Gebrauch machen. » ** Von einem hessischen Truppenteil ging dem h:es:gen Roten Kreuz das nachstehende Dankschreiben zu: .. d. 8.2.16. Mitten in den.Bergen, weit entfernt von unseren heimatlichen Höhen des Odenwaldes und des Vogelsberges, erhielten wir gestern Ihre reichen Spenden. Unsere braven Mannschaften, die schon auf allen Kriegsschauplätzen mitgefochten und überall ihre Hessentreue hervorragend gehalten und besiegelt haben, wissen wohl die Gaben, die so re:chl:ch aus dem geftebten Heimatlande gekommen sind, zu schätzen und werden die Beweise des treuen Gedenkens aus der Heimat dazu beitragen, den Mut zu neuen Taten zu kräftigen und die kommenden Strapazen leichter zu ertragen. Ich danke im Namen der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften für die reichlick>en Gaben und bitte, diesen unseren Dank allen gütigen Spendern freundlichft übermitteln zu wollen. X., Major und Bataillonskommandeur. ** Handwerker-Genossenschaft G. nt. b. H. O st Preußen Hilfe. Nach längeren Verhandlungen haben sm) am letzten Mittwoch eine Anzahl oberhessischer Handwerker und Freunde des Handwerks zu einer Oberhessischen Harwwerker-Genossenjchaft G. m. b. H. „Ostpreußetchilfe" mit dem Sitz in Gießen zusammengeschlvsse::. In einem läi:geven Berückst legte Justtzrat Grüneu«ald die Ziele und Zwacke der neuen Vereinigung dahin fest, daß einmal dem unter den ietz:gen drückenden Verhältnissen leidenden oberheffischen K l e i n h a n d w e r k Arbeit und Verdienst zugewiesen werden soll, zum anderen, daß den geschädigten Ostpreußen und anderen kriegsbeschädigten Landesteilen Stiftungen zugeführt werden. Dem Kleinhandwerk ist durch Beitritt Gelegenheit geboten, seine wirtschaftliche Lage zu verbessern. Die Geschäftsstelle befindet sich Plockstraße 1, Gießen,.und ist jederzeit bereit, Auskunft zu erteilen. Der Verein wird nunmehr an die Städte und größeren Gemeinden Oberhessens, öffentlichen Verbände, Provinz, Kreise, Universität, Banken urld vaterländisch opferwillige Privatpersonen herantreten mit der Bttte, zu einem Konsortium zusammenzutreten, das die Mittel auföringt, von der neugegründeten Genossenschaft Wohnungseinrichtungen zu erwerben, um diese für die krieg^- beschädigten Landesteile zu stiften. — Dem gemeinnützigen und patriotischen Unternehmen ist allseitig Förderung zu wünschen. ^ Stadltheat e r. Aus dem Stadttheaterburocru wird uns geschrieben: Auf v:elsact>«: Wumch ist für morgen, Somttag nack)- unttag, cm ernstes Werk und zrvar Otto Ludwigs „Erbf örster" von der Büh::enle:tung angesetzt worden; am Sonntag abend findet Sie erste WieverhoVuUg des treuen 3M?$(fcücPe£ mit Gesang und Dcmz von Reimmm und Schwartz „Das Gl ücksm äde l" statt. Die Erstaufführung dieses Werves vor acht Tagen wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. — Eine Neuheit für Gießen dringt die nächste Drenstugubounenunttsvorstellung, in dem Max Drehers Scherzspvcl aus alten Tagen, „Der l äch -elndeKnabe" an diesem Tage zur Erstaufführung gelangt. Das Werk verspricht mit seinem liebenswürdigen und dabei harmlosen Humor starke Wirkung, die sich auch bei Aufführung des Werkes am Schillertheater in Berlin in letzter Zeit erwiesen hat. ** Berufung. Universitätsprvfessor Tr. Heinrich Weber, der als Hauptmann der Landwehr int Heere steht, ist itt die Verwaltung von Litauen, Abteilung für Landwirtschaft, berufen worden. ** Kartofselbestandaufnahme. Auf Beschluß des Bundesrats sollen alle Vorräte von Speisekartoffeln, insoweit sic sich in Gewahrsam der Gemeinden, Händler und Verbraucher befinden, am 24. Februar d. Js. ermittelt werden. Meldungen unter 10 Kilogramm sowie Saatkartosseln sind nicht meldepsttchlig. Die Erhebung wird durch Zähler vorgenommen, die von Haus zu Haus gehen und die Vorräte aufuchmcn. Näheres ist aus einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters im Anzeigenteile dieses Blattes zu ersehen. Landkreis Gießen. Die Butzbach—Licher Eisenbahn. — Lich, 18. Zeor. Unter reger Beteiligung aus allen interessierten Kreisen und Ortschaften fanden hier im „.Holländischen Hof" Verhandlungen über die Sanierung der sich in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Butzbach—Licher Eisenbahn statt. Von den Behörden waren die Regierung durck Regiernngsrat H e b e r le - Gießen und das Kreisamt Frieoberg durch Kreisrat Freih-errn von Schenk vertreten. Der Vorsitzende Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach erstattete einleitend einen ausführlichen Bericht über die durch den Krieg verursachte schwierige Lage der Bahn. Nach längerer sachlicher Anssprache gaben die Gemeindevertreter ihre Zustimmung yu. den vom Vorsitzenden gemaltsten Vorschlägen über die Zinsenaufbringung, Amortisation und Deckung des Fehlbetrags. Dagegen hielt man die Vorschläge der Baufirma Lenz u. Co.-Berlin für zu weitgehend und lehnte sie teilweise ab. Die Beschlüsse der Konferenz bedürfen nunmehr noch der Zustimmung der Gemeindevats- sitzungen, wenn sie bindende Kraft erlangen sollen. Falls die Vorschläge in diesen Körperschaften Annahme finden, ist das Fortbestehen der Bahnlinie abermals gesichert. Kreis Friedberg. 81. Friedberg, 19. Febr. Der ledige, taubstumme Kappenmacher Wilhelm Schreiber von Ober-Schmitten, 46 Jahre alt, hat sich am 21. Januar 1916, offenbar in einem Aickall von Nervenüberreizung, aus seiner Heimat entfernt. Er reiste von Gießen über Köln nach Eleve, von welchem Orte er seinen: ebenfalls taubstummen Bruder das letzte Lebenszeichen gab. Schreiber ist weder im Besitze besonderer Barmittel noch eines Ausweises. Es liegt die Befürchtung nahe, daß ihm entweder ein Unfall zugestoßen, oder er sich ein Leid angetan hat. Er war nahezu 30 Jahre bei ein und derselben Firma in Friedberg tätig. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 18. Febr. In der Mörselder Landstraße stürzte sich ein 18jähriges Mädchen aus dem dritten Stock eines Hauses und wurde tödlich verletzt aufgesunden. §. E s ch w e g e, 18. Febr. Die Ehefrau des seit etwa vor einem Jahre vermißten Landwchrmannes H u h n verließ heute vormittag ihre Wohnung, un: Einkäufe zu besorgen. Ihre beiden kleinen Kinder ließ sie allein in der verschlossenen Wohnstube zurück. Durch Ktndergervimmer aufmerksam gemacht, erbrachen Nachbarsleute gewaltsam die Stubentür. Sie fanden in der Nähe des Stubenosens das älteste Kind, einen vierjährigen Knaben, halbverkohlt als Leiche und das jüngere Schwesterchen mit schweren Brandwunden bedeckt vor. Wahrscheinlich sind die Kinder dem Osenfeuer zu nahe gekommen und ihre Kleider von diesen ergriffen worden. Das Unwetter. M. Angersbach, 18. Febr. Ergötzliche Szenen konnte man vorgestern abend beim Etnlausen der Abendzüge beobachten. Durch die in den letzten Tagen niedergegangenen Schnee- und Regenmassen, dazwischen starke Gewitterregen, wtlrde infolge des raschen Auftretens des Hochwassers auch die Straße nach dem Bahnhof überschwemmt, und der Verkehr konnte nur vor: beherzten Männern mit Wasserstiefeln nach und von dem Bahnhose aus- gciübrt werden. Nun kamen aber mit den Abendzügen auch Frauen rmd Mädchen ungefähren. Aber so nahe sie dem warnten Ofen waren, vor den: ersten Hause wurde ihnen ein entschiedenes Halt geboten. Die Fluten der Lauter strömten fußhoch über die Straße hinweg, die sie i:och am Vormittag trockenen Fußes gewandert ivaren. Der heftige Sturm wai:delte die anfangs lustige Stimmung in Trübsal, denn' manche Holde fror es ganz enlsetzlich bei dem eisigen Winde. Doch da nahte bald Rettung. Das Notgeschrei wurde in: Torfe vernommen, und es dauerte nicht lange, da sah man in: Dunkel der Nacht Männer mit schwerer Last durch d:e Fluten waten, die sie aus den: festen Strande der Dorsseite absetzten Und dreimal zwangen sie den Gang, bis die Rettung ganz gelang. § H e r ch e n h a i n , 18. Febr. Erneut hat auch vorgeffern der starke Stur m wieder bedeutenden Schaden an den Dächern angerichtet. Stellenweise hat es bis zu 100 und mehr Ziegeln von einen: Dache herunlergefegt. ff M a r b u r g , 18. Febr. Der gestern infolge des Unwetters eingestellte Verkehr unserer Straßenbahn konnte bereits wieder in ordnungsmäßiger Weise eingerichtet werden. = Ans d er Rhön, 19. Febr. Während eines Gewitters, das am Mitttnoch über dem Gebirge nieder ging, schlug der B l i tz in die Pfarrkirche von Wü st en sa chsen. Der Schlag zerstörte zahlreickie Fenster und die elektrische Lichtanlage. ch Von der Lahn, 19. Febr. Schwer betroffen wurde der als Pionier im Felde stehlende Schisser Friedrich Ludwig aus Nied er-Lahnstein, dessen an der Mündung der Lahn liegendes durch den heftigen Sturm nach der rechten Lahn feite getriebenes Schiff so schwer beschädigt wurde, daß es zweimal brach. Die aus Koblenz zu Hilfe geeilten Pioniere vermochten das Fahrzeug vor dem Schaden nicht zu bewahren. — Stundenweit hat die Lahn ihre User unter Wasser gesetzt. Ein gewaltiger Strom zieht ^jetzt seine Bahn, wo vorher der liebliche Lahnsluß dahinflutete. Die Strömung ist reißend. In den Kellern der tiefergelegenen Häuser steht Wasser. Stellenweise glaubt man einen weiten See zu erblicken. ch. B i n g e n, 19. Febr. Die Nah e ist sehr stark gestiegen und tobt mit einer reißenden Sttömrmg dahin. Sie hat in _ den flacher gelegenen Gebieten auch in den Kellern und an tieferen Stellen Grundwasser gezeitigt sowie Streckten überschwemmt. ch. Bingen, 19. Febr. Der Wasserstand des Rheines hat 'eine ganz außerordentliche Erhöhung erfahren. Der Pegel stand Festen: vormittag auf 3.24 Meter und gestern abend aus 3.52 Meter, dabei steigt das Wasser noch immer weiter. Das Wrack des Schleppkahns „Gottvertrauen" im Bürger Loch, an dem noch vorgestern bei steigendem Wasser Pumparbciten vorgenommen wurden, tvar heute vormittag bis auf ein kleines Stück verschwunden. Die Strömung des Rheines ist im Binger Loch und im neuen Fahrwasser wild: mmmehr hat die preußische Regierung auch die, Bestimmung erlassen, daß bei dem hohen Wasserstand kein Schist mtt einem größeren Tiefgang als 2.20 Meter fahren darf. ! ch. Von der Mosel, 19. Febr. Die Mosel ist ganz bedeutend gestiegen. Vorgestern zeigte sie bereits eine Höhe von etwa fünf Meter in Trier, wobei sich in den tteser gelegenen Häusern Grundwasser zeigte. Am User entlang laufende Wege und Pfade sind von dem Flusse überschnuemmt. Da das Wasser bis heute noch gestiegen ist, muß wieder Gefahr für die Moselorte befürchtet werden. _ Kopenhagen, 18. Febr. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Kopenhagen: Ein Orkan mit teilweiser Sturmflut wütet an der Westküste Jütlands. In E s b j e r g und anderen Häfen ist großer Schaden an den Hafenanlagen angerichtet worden. Das außerhalb Esbjergs befindliche Feuerschiff riß sich mit 14 Mann Besatzung los; es wird in der Nordsee umhergetrieben. Eine Anzahl Schiffe wird vermißt. vermischtes. Große Ucberschweinmungen in der Dobrudscha und Bessarabien. Wien, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Südslawische Korrespondenz meldet aus Bukarest: Nach Meldungen der Blätter sind infolge des schlechten Wetters in der Dobrudscha und in Bessarabien große Ueberschwemmungeu eingetreten, die enormen Schaden verursacht haben. In Bessarabien sind etwa 50 Quadratkilometer Land unter Wasser. In der Dobrudscha haben sich Hunderte von Einwohnern nur mit dürftiger Habe vor dem Hochwasser flüchten können. Die Regierung hat eine Hilfsaktton eingelettet. * Die verhängnisvolle Khaki-Leidenschaft. In London hatte sich letzthin vor Gericht ein junger Mann zu verantworten, der sich eine Ofsiziersuniforn: angeschafft hatte, um seiner Liebsten zu gefallen. Das ist natürlich kein einzig dastehender Fall. Lord Derbys drohender Rekrutierungsruf: „Kein Mädchen kann einen Mann achten, der nicht des Königs Rock trägt", hat vielmehr zu solchen Betrügereien schon öfters Anlaß gegeben. Bezeichnend war aber der Schluß der Gerichtsverhandlung. Der Verteidiger machte nämlich geltend, daß der Angeklagte d.n Wun.o habe, in das Heer einzutreten. ,A:ff Veranlassung des Richters/ so erzählt der „Daily Chronicle* wörtlich, „wurde die Anklage darauihin zurückgezogen, und der Vorsitzende stellte befriedigt seit, daß der Staat statt eines Gefangenen einen Soldaten gewonnen habe, der bte Einreihung in das britische Heer kaum erwarten kann/ Es ist aber immerhin zu erwarten, daß die aus diesen: Prozeß sich ergebende Alternative: Gefängnis oder Kriegsdienst, die Leidenschaft für das unberechtigte Tragen der Khakiunisorn: erheblich zurückdämmen wird. Wetteraussichteu in Hessen am Sonntag, den 20. Febr. 1916: Wechselnd bewölkt, zeitweise Niederschläge, Ten:peratur wema geändert. Letzte Nachrichten. Ein Fran^se über Venizelos' Wahlaussichten. Zürich, 19. Febr. Im „Figaro" bespricht Fritz Maurice die Tatsache, daß Venizelos wieder in die griechische Kammer zurückkchren werde, da er sich in dRhtilene als Kandidat ausstellen lassen will. Wanim, so fragt er, tritt Venizelos, der sich bei den letzten Wahlen sernhielt und der ganzen Partei Zurück-. Haltung gebot, heute wieder in das politische Leben ein? Darum, weil die Lage heute nicht mein: so ist wie damals. Damals wollte er durch sein Fernbleiben seinen: Protest gegen die ungesetzlichen Wählen Ausdruck geben und andererseits die Gefahr nmgehen, eine revolutionäre Lage zu schaffen. Heute habe seine Rückkehr in die Kammer nicht mehr die frühere Bedeutung. Er kehre als einfacher Deputterter ohne Partei wieder. Er nimmt seinen Platz wieder ein, weil er voranssieht, daß sich der Augenblick n/' rf, wo das Land wieder auf die Sprache der Ehre und Pflicht : . i muß. Werden aber die Wähler von Myttlene, in dessen Mittg die Alliierten ihre Truppen gelandet haben :md woher die Klagen Über die Verletzung der griechische:: Unabhängigkeit und Souveränität gekommen sind, ihn wirklich wählen? Beschränkung des Autoverkehrs in England. Amsterdam, 19. Febr. Der „Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Der nationale Ausschuß zur Förderung der Sparsamkeit erläßt einen Aufruf an das Publikum, in dem es ausgefordert wird, so wenig wie möglich Automobil zu fahren. Tie Blätter erkennen zwar die Notwendigkeit eines derarttgen Aufrufes an, glauben aber, daß nur Zwang zum Ziele führen wird. vmvsrsM Frankfsrt.. 1. Das Vorlesungsverzeichnis für das am 26. April beginnende Sommer-Semester ist erschienen und wird auf Verlangen vom Sekretariat (Jordanstraße 17) unentgeltlich zugesandt. lILöss in China-Crepe, weichenTafften, Cachmirgeweben, Schleierstoff für Jacken u. Jackenkleider: schwere Rips- und Diagonalseiden Deutsche Rohseide, einfachbreit M.2.00 u. M.2.40, sehr haltbar Reiche Farbenauswahl bei billigsten Preisen 8 Z igaretten direkt von der Fabrik zn Oilginalpreisen “SB 100 (1 Pf.).0.75 100 (2 Pf ).0.00 100 (2VsPf-)'.1.10 100 13 Pf.).1.50 100 (SV’Pf.).2.— 100 14 "Pf.).2.20 l 00 15 Pf.).2.50 lifaretteitlabriK KÖLN, Ehrenstrasse 34. 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Allen denen, die an dem schmerzlichen Verluste unseres lieben, unvergesslichen Sohnes, Bruders und Schwagers Georg Hess XIII. Gemeinde-Forstwart teilgenommen haben, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Familie Georg Hess I. nebst Angehörigen. Leihgestern, den 18. Februar 1916. itf 1253 ME. *y/ ßugde Waes erd. Wen und Schirraiabrik Selters«. 52. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen innigsten Dank Geschw. Weidig Fam. Hofmann. Gießen (Seltersweg 59), Bamberg, den 19. Februar 1916. 1273 Giessener Fröbel-Seminar Staatl. Abschlussprüfungen i:M6D Ausbildung z.Kindergärtnerin VI, Jahr. . . 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