Kr. 40 Der Gkehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich GlehenerFamilirnblälter; zweimal wöchentl.Areis- blatt sürden Ureis Gietzen (Dienstag und Freilag): zweimal monatl. Land- wirtschaflliä^ Seitfragen Fernsprech - Anschlüsse: fürdie Schritt! eitung 112 Verlag,Geschäitsstelle51 Adresse iür Drahtirach- richten: Anzeiger «Ziehen. Annahme von Anzeigen lür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erster Blatt $ 6 . Jahrgang Donnerstag. \l. 5ebruar M6 Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk.2.30 viert«- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Ps. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadl und Land, Vernlischtes und Gerichtssaal: Fr. N. Zell;: Roiationrbnxk und Verlag der vrrihl'schen Unis.-Vuch- und Steisöruckerei R. Lange. Schrlstkritsng, Geschästzftette und Druckerei: Schulstr.7. Beck^ämmchmGießen: General-Anzeiger für Ober Die Sturmzeichen im Westen. Die Lösung des Ztahlproblem (WTB.) Großes Hauptquartier. 16.Februar. (Amtlich.) WeftlicherKriegsschauplah. Die Engländer griffen gestern abend dreimal vergebens die von lms eroberte Stellung südöstlich von Ypern an. Ihr Gefangenenverlust beträgt im ganzen rund hundert Mann. In der Champagne wiederholten die Franzosen, den Versuch, ihre Stellungen nordwestlich von T ahn re zurück- zugewinnrn, mit dem gleichen Mißerfolge wie am vorhergehenden Tage. Allgemein beeinträchtigte stürmisches Regenweiter die Kampstätigkeit. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei Schneetreiben auf der ganzen Front hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Der französische Kriegsminister j® a 11 1 e n i hat anläßlich des Zusammentritts der französischen Kammer einen wortreichen Ueberblick über die jüngsten Kämpfe im Artois und in der Champagne angestellt. Havas hat ferner eine nicht minder umfangreiche Erläuterung zu der Bedeutung der erhöhten deutschen K a m P f t ä t i g k e i t im Westen von sich gegeben, in der u. a. gesagt ist, die Deutschen bemühten sich, um den Anschein militärischer Erfolge zu erwecken, ihre mit bedeutenden Kräften und großen Verlusten geführten letzten Angriffe „gehörig auszuschlachten". Dies nur zur Kennzeichnung der neuesten Beruhigungspille des französischen Bureaus. Denn von einer „Ausschlachtung" des von uns in den letzten Tagen Erreichten ist hierzulande nichts zu spüren gewesen. Bemerkenswert ist das Mitteilungsbedürfnis der französischen amtlichen Stellen aber immerhin. Es hat den einzigen, deutlich erkennbaren Zweck, den ungünstigen Eindruck zu verwischen, den die Betrachtungen gemacht haben, die die Pariser Fachkritik über die Vorgänge crn der Westfront «an^u stellen gezwungen war. Namentlich der vom britischen.Hauptquartier unter dem Drucke der Verhältnisse zugegebene Geländeverlust in dem taktisch wichtigen Sektor Ypern—Commines hatte die Pariser Militärsachverständigen zu der Auffassung gebracht, daß man deutscherseits in steigendem Maße neue Angrifssmethoden ausprobe, die in der allernächsten Zeit von dem mit Sorgfalt vorbereiteten Hauptschlage an irgendeiner Stelle gefolgt sein würden. Noch lasse sich die Stoßrichtung des bedrohlichen Planes nicht erkennen, aber Josfre und Haig müßten auf der Hut sein. In diesem Sinne waren seit einigen Tagen die meisten Pariser Leitartikel gehalten, und es liegt auf der Hand, daß die Volksstimmung auf diese Art für den kritischen Augenblick nicht sehr widerstandsfähig gemacht wurde. Auf einen Wink von oben hat npvmehr die französische Presse den Maskenwechsel vom sorglichen, ängstlichen Berater der Heeresleitung zum siegesgewissen, Unüberwindlichkeit in den Adern spürenden Kraftmeier vorgenommen. Der auffälligste Beweis dafür ist die Mauserung des „Temps", der vor drei Tagen noch furchtsam das Loch in der Front suchte, wo die Deutschen durchzubrechen versuchen könnten, und der sich heute bereits, ohne daß irgendwelche ersichtliche äußere Veranlassung vorläge, wie der Hahn auf dem Dunghaufen geberdet und in die Welt hinauskräht, er und die Alliiierten faßten die Lage nur nach einem Gesichtspunkte auf: „Krieg bis bis zum Aeußersten!" Die Marke, unter der diese Auslassung des Blattes segelt, „Falsche Manöver!", fühlt man sich stark versucht, den Experimenten derer auf- zukleben, die diesen auffälligen Stimmungswechsel inspiriert haben. Mit diesen Manövern macht man es in Paris niemandem mehr plausibel, daß eine deutsche Offensive, wenn sie wirklich einsetzen wird, bedeutungslos sein und höchstens zu kleinen Geländeverschiebungen'führen werde. Diese Ansicht ist nämlich in der französischen Presse der nunmehr überwundenen Angst vor den deutschen „Stoßproben" gefolgt. Mit Stolz und Frerrde vernimmt man die aus amtlicher Quelle stammende Nachricht, daß es der deutschen Wissenschaft gelungen ist, unsere Stahlproduktion unabhängig zu machen. Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns dazu: „Die deutsche Stahlproduktion und damit vor allem die Herstellung von Granaten ist nicht mehr abhängig von der Einfuhr der Manganerze aus den» Ausland. Wir haben selbst genug Mangan. Wir finden es in unseren Bergwerken. Und »vir haben eine»r E r s a tz st o f f, der weit über den jetzigen Bedarf hinaus die deutsche Stahlerzeugung in eigene»: neuen Fabriken für alle Zukunft sicherstellt. Die Mitteilung »nag für eine einfache .Kenntnisnahme genügen. Aber wohl jeden treibt die Wißbegierde, sich zu erkundigen, um rvas es sich dabei eigentlich handelt. Zur Erläuterung mag folgendes die»ren: Granaten sind Geschosse, die in erst er L inie durch ihre Durchschlagskraft und dann erst durch ihre Sprengladung wirken sollen. Sie müssen daher aus festesten» Acaterial, aus Stahl hergestellt »yerden, dev ungeheuer hart, aber mcht spröde ist, so daß er beim Aufschlag nicht zerspringt, sondern elastisch durchschlägt. Als das geeignetste Eisen , zur Herstellung dieses Stahls hat sich das Ferromangan erwiesen, d. h. e»n Eisen, das mit 20—30 Prozent Mangan und bis 7 Prozent Kohlenstoff legiert ist. Natürlich gibt es noch eine ganze Anzahl von Geheimnipen, die bei der Herstellung des Kruppstahles und der wnstrgen deutschen Stahlarten mitivirken. Aber der notwendige Zuiatz des M,anganeise.ns »var doch die Hauptsache, auf «e AuÄaud sture Ländliche Hoffnung baute, indem es uns die Zufuhr auch dieses Rohstoffes abschnitt oder doch abzuschneideu versuchte. Den Ersatz so rasch und gründlich zu finden, ist wieder einer jener gewaltig enTriu in phederdeutschenTech- nik, die neben der unvergleichlichen Tapferkeit unserer Truppen den Weltkrieg zu unseren Gunsten entscheiden »vird. Und wenn die Feinde in ihren vielen Konferenzen und Kongressen den kommenden Wirtschafts- und Handelskrieg gegen Deutschland mit Worten vorbereiten, hier ist schon durch die deutsche Tat ein furchtbar er Hieb gegen die feindlichen Anschläge geführt. Man denke nur: Der englische Stahl ist entthront! Jahraus jahrein vor Kriegsausbruch haben deutsche Stahl handlungsfirmen englische Fabrikate und Marken, besonders in Werkzeugstahl angepriesen und vertrieben. Vorurteil und alte Gewohnheit, jahrelange Bekanntschaft und Freundschaft zu englischen Fabrikanten und Lieferanten hatten sich verbündet, um einem Niesenkreis von Konsumenten »rur englische Ware in die Hand zu schmuggeln. In vielen Fällen »vurde das englische Fabrikat von deutschen Händlern oder Vertretern unter deutscher Firma bei uns eingeführt und verkauft. Und sich selbst verschaffte der Käufer durchaus keinen besonderen Nutzen! Denn seit 10 oder 15 Jahren stehen die Fabrikate der deutschen Qualitätsstahlindustrie bei »nindestens gleichen Preisen den ausländischen nicht nur nicht nach sondern über treffen s ie, »vie jeder Techniker bestätigen »vird. Eins wird nun anders werden, die 25 Millionen für Werkzeug stahl, die sonst alljährlich ins Ausland gingen, werden bei uns bleiben. Es wird sich dabei erweisen, daß der Vernichter Krieg auch ein gewaltiger Schöpfer ist, der mitten im blutigen Kampf schon die Segnungen des Sieges und des Friedens sät. Dies ist der tiefere Sinn und die gewaltige Bedeutung des regierungsamtlichen Hinweises darauf, daß »vir genügend Eisenmengen besitze»».." Der österreichisch-ungarisch c Tagesbericht. Wien, 16.Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 16. Februar 1916. Russischer und Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Artillerieknmpfe an der k u st e u l ä n d i s ch e n und dem anschließenden Teile der Kärntner Front dauern fort. Im Abschnitte von Doberdo kam es auch zum Mincnwerfer- und Handgrnnatenkampf. Am Javorcek wurde eine italienische Feldwache zum achten Male ausgehoben. Das Vorfeld unserer neuen Stellung im Ront- bon-^Gebiete ist mit Feindesleichen bedeckt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Französische Verblendung. Paris, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas". Unter der Ueberschrift: Falsche Manöver! schreibt der „Temps": Es gibt Leute, die nichts entmutigt, dre trotz aller Warnungen hartnäckig dabei bleiben, ihre Auffassungen, die man nicht haben »vill, aufzudrängen. Es gibt Neutrale, dre bei den Versuchen beharre»», den F-rieden zwischen den Völkern wieder herzustellen, »»»dein sie sich einbilden, es würde möglich sei»», durch großherzige Formeln dre schwierigsten Probleme, die die zivilisierte Welt kennt, zu lösen. Wir wollen gern zugeben, daß diese Neutralen von den beste»» Absichten erfüllt sind und daß bei ihnenc kein personl»ches Interesse obwaltet. Aber nach dem Mißerfolg aller ihrer Versuche, eine Annähernng herzustellen, müßten s»e srch überzeuge»», daß ihr Standpunkt nicht der unsere, fern kann. Wenn Deutschland verspricht, wirklich mit Wohlwollen alle Friedensvorschläge, die ihm die Alliierten machen würden, zu prüfen, so hat dies keine Bedeutung aus dem sehr einfachen Grunde, weil die Mliierten feine derartige»» Vorschläge machen, sondern ihre Bedingungen den Mittelmächten diktieren werden, ohne daß es notwendig ist, sich danach zu erkundigen, ob Deutschland mehr oder weniger geneigt ist, sie zu erörtern oder anzunehmen. Der „Temps" schließt: Weder Friede, noch Waffenstillstand, noch eine Vermittlung irgendwelcher Art, sondern Krieg bis zum äußersten, so faßt man die Lage in den Landern der Alliierten auf. Wenn man sie dort anders auffassen toird, dünn »vird es nur deshalb der Fall sei»» wert unsere Heere ihr Ziel erreicht haben und Oesterreich- Ungar»» und Deutschland sich bes ie g t erklären. Der Eindruck der Romreise Briandö in Frankreich. Genf, 16. Febr. Der Senator Henrtz Ber enger ist von dein Ergebnis der Romreise Briands nicht befriedigt Er schreibt im „Paris du midi", die Minister seien nicht bloß »rach Rom gegangen, mm Reden z n ha l ten -oder sich sehe»» zu lassen Mai» habe erwartet, daß sie von ihrem Besuche 'etwas inehr als »e merzen Geneval Joffr-e zurückbrächten. Alle die Dereinba- ririlgen über Einheit der Leitung usw. seien leere Phrasen Nur die militärischen Operationen könnten den Gang der Ereignisse beeinflussen, und nichts in der Welt kömve die Mliierten der Notwendigkeit überheben, iden Sieg mit Waffengewalt zu zwingen. Eine ähnliche Tendenz zeigt Clemenceaus Artikel im „L vonnne enchaine. Dort ne»»»»t er alle bisherigen Versprech»maen Jtal»ens neapolitanische Musik. Die deutsche Tätigkeit bei Ipern. Rotterdam, 17. Febr. Die „Times" berichten ans dem britischen Hauptquartier vom 13. ds. Mts.: Seit einigen Tagen zeigen die Deutschen eine außergewöhnliche Tätigkeit in der Gegend von Ypern. Was besonders interessant ist, ist, daß der Zweck dunkel ist. Es sing an m»t einer Beschießung der Laufgräben in der Nähe von Boeshinge an der Eisenbatznbrücke. F-reitag früh gegen 3 Uhr drang eine feindliche Abteilung in ein k»»rzes Grabenstück, wurde aber bald darauf von uns wieder vertriebe»». An» nächste»» Tage eröffnete der Feind ein schweres Bombardement gegen unsere Stellungen auf dieselben Stellen, die er am Tage vorher augegriffe»» hatte. Gleichzeitig richiete der Feind auch das Feuer auf unsere Truppen hinter der Front, als wollte er zeigen, daß er etwas besonderes vorhabe, um Truppenverschiebüngen nach den vordersten Linien zu vereitelu. Zweifellos erlitt der Feind durch unser Feuer starke Verluste. Unsere Artillerie war sehr tätig. An drei Stellen drangen deutsche Soldate»» über unsere Brüstungen; an einer Stelle rund 80 Mann, an einer anderen rund 30 Mann und an einer dritten Stelle rund 20 Mann. Vielleicht kamen sie, um zu erkunden, ob unsere Gräben noch besetzt seien. Sobald sie über die Brüstung hinüber waren, wurden sie nieder gemäht. Sicherlich haben die Deutschen wieder so um 5000 Granaten gegen unsere Stellungen bei Hooge abgeschossen. Hierzu bemerkt der"„Berliner Lokalanzeiger": Jüzwi- schen hat die deutsche oberste Heeresleitung berichtet, daß 800 Meter englischer Stellungen erobert »vurden u»»d General Haig selbst hat den deutschen Erfolg notgedrungen zugegeben. Der türkische Bericht. Kon sta ntinopcl, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) A nr t- l i ch e x Kriegsbericht. An der I r a k f r o n t überflog eines unserer Flugzeuge die feindliche Artilleriestellung bei Kut el A m a r a und »oarf mit Erfolg zwölf Bomben ab, die ei»re sehr große Wirrung hatten. Nach der Niederlage in der Schlacht be» Batiha westlich von Corna ließ der Feind aus den Rückzugsstraße»» eine große Zahl von Toten. Die Verluste, die der Feind in der genannten Schlacht erlitten hat, belaufen sich, soweit bisher' fest- bestellt wurde, auf 2000 Mann und 300 Tiere. A»» der Kaukasusfront verlor der Feind be» heftigen Srellungskämpfen, die trotz des kalten Wetters »md des Schnees in den letzten drei Tagen ftattfanden, 5000 Tote und 60 Mann an Gefangenen. An der Dardan el len fr out feuetten ain 13. Februar eil» Kreuzer, ein Monitor und ein Torpedoboot des Feindes 20 Granaten erfolglos gegen T e k k e B u r u n. Infolge des Gegen- feuers unserer Küstenbatterien wurden sie gezwungen, sich zu entfernen. — Bei Aden, in den Wäldern zwischen Scheik Os- man u»»d Elu Alle wurde eine Aiufkläru»»gsabteilung des Feindes in einen .Hinterhalt gelockt i»nd fast vollständig aufgerieben. Die Ueberblcibender» flüchtete»» m der Richtung auf Scheik Osrnan unter Zurücklassung der gesamten Bagage. Die Belagerung von Erzerum. Petersburg, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Arntlicher Kriegsbericht vom Dienstag: Westfront: Deutsche Flieger erschienen über den» Abschnitt voi» Riga. Der Kanrpf mmml im ganzen Abschnitt an Lebhaftigkeit zu. J»n Abschnitt von Dünaburg dauerte der heftige Kanipf u»n einen Minentrichter bei Jlluxt an; wir besetzten den Trichter. Zwischen Meddw»-See und Demmen-See besetzten unsere Truppen ein Waldstück südtvestlich» von Rugenischki. In der Prip ec-Gegend griffen unsere Don-Kosaken bei Jezieroc (23_ Kilometer nordwestlich von Ravalowka) einer» österreichischen Posten an und vernichteten ihn. Am Oberlauf der S t r y p a beunruhigten zahlreiche Patrouillen vo»r uns die ganze Nacht den Feind. Das durch Patrouillen begonnene Feuer an einem Teil der Stellung in dieser Gegend dauerte den ganzen Tag an. An der mittleren Sttypa schoß unsere Attillerie gegen feiird- liche Flugzerrge. Ein Flugzeug »vurde getroffen und fiel in die feindliche»» Linien nieder. Kaukasus: Bei unserer Offensive in der Gegenb von E r z e r u m nähme»» wir nach Artillerievorbereitung noch ein Fort der Festung i»n Sturin, erbeuteten 20 Geschütze und Vcn- nition u»»d »nachten Gefangene. Aintlicher Bericht vom Mittwoch: Kaukasus: Außer deu beiden kürzlich besetzten Forts von E r z e r u m eroberte»» am Abend des 15. Februar unsere Truppen noch sieben Forts. In unseren Händen befiirden sich die Forts: Karginbek, Tasta, Tschombandele, Tasanghez, Uzunakhmen-Kärakol, Uzunakhtn'en Nr. 1, Kaburga, Ortaiuk und Ortaiuk-Jsliavessi. Der militärische Mitarbeiter des „B. L." schreibt über die Festung Erze rum, die jetzt den russischen Llnqrisfen ausgesetzt ist: Seine »nilitärischen Befesttgu»»gen stimnien jedenfalls nicht mit der Annahme »"»berein, daß es den Schlüssel zu Kleinasien bildet. Seine Nähe zu der russisch- türkischen Grenze setze es russischen Angriffen aus, gegen die man türkischerseits wahrsche»»»lich nicht an ernste Verteidigung denken »vürde, we»»n Erzerum eben nicht darunter litte, da e«s die Hauptstadt des Bilajets Erzer»»m ist. Es fragt fick», so sagt der Sachverstär»dige weiter, ob die Befestignrigei» von Erzerum n»oder»»em schwere»» Geschütz gewachse»» sein würden. Es fragt sich allerdings andererseits, ob die Russen inlstande sein würden, zur Zeit des besonders gri»nurigeu Wetters iin Kaukasus über die tiefversch»»e»ten Gebirgspässe Belagerungsgeschütze hera»»zu- bringen, wenn sie überhaupt moderne schwere ^schütze auf diesen» Nebenkriegsschauplatz haben sollten. Große Magazine und Reparattrrwerkstätten in der Stadt ermögliche»» jede»»salls den Verteidiger»» eirien verlängerten W i d e r st a n d. * * * Wieder eine Rohsiossrage gelöst. Berlin, 16. Febr. Wieder muß von der Aushunge- rungsrechnu»»g unserer Feinde ein Posten abgesctzt werden. In» So»nn»er 1915 haben Engländer und Frairzosen 1h»w- retisch eimvandfrei bewiesen, daß bereits im Herbst 1915 die deutsche Stahlproduktion und da»nit die Herste!l»»ug von Gra»»aten zunächst in der Güte, dann auch in der Menge schnell herab gehen müsse, weil tue Manganvorräte nicht länger ausreichen würden und die Zufuhr ausländischer Manganerze unterbunden sei. Daß die Granaten nicht schlechter geworden sind, und daß unsere Truppen, sowie die unserer Verbündeten daran keinen Mangel haben, konnten unsere Feinde inzwischen an allen Fronten selbst feststellen. Jmmer- hin wird bei ihnen die Hoffnung geblieben sein, der kritische Augenblick sei nur verschoben, nicht aufgehoben. Dieser kritische Augenblick liegt noch in unabsehbarer Ferne. Aus lange Zeit ist Deutschland auch heute noch mit Manganerzen versorgt, ohne die Mengen, die deutsche Bergwerke fördern, die zurzeit allein ausreichen, um genügende Munitionsmengen anzufertigen. Der Krieg hat aber darüber hinaus deutsche Wissenschaft und Technik veranlaßt, sich mit dem Ersatz des Ferromangans für Stahlerzeugung zu beschäftigen. Die Ersatzfrage ist gelöst. Das Material wird aus inländischen Grundstoffen hergestellt, die sich in gewaltig großen Mengen im Jnlande gewinnen lassen. Anlagen hierfür sind schon im Betriebe und noch größere im Bau. Das Verfahren wird uns dauernd von der Zufuhr im Auslande unabhängig machen. Es bedeutet gleichzeitig einen Fortschritt und ist wirtschaftlicher als das bisherige Verfahren. Wie auf so manchen anderen Gebieten wird auch hier durch die LZolitik der Absperrung das Gegenteil erreicht werden von dem, was ihre Urheber beabsichtigen- Asquith über die Lage Englands. London, 15. Febr. (MTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. In der AdreU>ebatte gab Asquith einen kurzen Ueberblick über die militärische und finanzielle Lage. Er sagte, die Wliierten hätten bei ihrer jüngsten Tätigkeit an der Westfront mehr als das Ihrige fest-gehalten. Der Minister berührte sodann die Erfolge der Engländer und Franzosen in Kamerun. Mit Bezug auf Mesopotamien sagte er, die Lage hätte sich bedeutend gebessert. Er hoffe, daß sich die beiden Strettgruppen vereinigen würden und daß alles, was nach einer ernsten 'britischen Niederlage aussehe, abgewendet toerbcit würde. Das bemerkenswerteste Moment der letzten drei Monate sei gewesen, daß die Beziehungen und Koordination, sowie die Konzentration und Einheit in der Leitung und Kontrolle unter den Alliierten in zunehmendem Maße enger geworden seien. Der Kriegsrat der Alliierten i n P a r i s hätte vor kurzem die .Kriegslage nach politischen und strategischen Gesichtspunkten geprüft- Die Regierung hat eine Schätzung der gesamten Hilfsquellen des Landes veranstaltet, um sich darüber klar §u werden, inwieweit es fähig ist, in den kommeüden Monaten ein Maximum an Leistungen zu der gemeinsamen Sache beizu- tragen. Asquith sprach sodann längere Zeit von den britischen« Verantwortlichkeiten und wies auf die Nolle der Flotte hin, welche auf einer fast unermeßlichen Fläche eine stumme, aber erfolgreiche Arbeit leiste. England habe, sagte er weiter, das Zehnfache der ursprünglichen Expeditvonsstreitkräfte auf die gegenwärtigen Kriegsschauplätze geiandt, wobei nicht eingerechnet seien die in den Garnisonen int Mutterlande oder in den Dominions befindlichen Reserven und die in der Ausbildung befindlichen Mannschaften, oder die von den Dominions gesandten Streitkräste. Zum Schluß teilte Asquith mit, daß der jeinzige Weg, die finanzielle Bürde zu tragen, in einer ausgedehnten Zusatzbesteuerung und der Ausrechterhaltung der englischen Kredite liege. Mae Kenna würde binnen 'kurzem treue Steuervorschläge einbringen; die Belastung würde groß sein, aber nicht größer, als man sie tragen könne. (Beifall.) Englands Kriegsfinanzierung. Der Pcrrlaments-Korrespvndeitt des Daily Telegraph schreibt: In kurzer Zeit wird ein weiterer Kredit gefordert werden, der neunte seit Kriegsbeginn. Ungleich .den Bewilligung m für 1914/15 haben die Forderungen für 1915/16 nicht nur die Kriegsausgaben, sondern die gesamten normalen Kosten für Flotte und Heer — rund etwa 80 Millionen Pfund pro Jahr — einge schlossen. Nachstehende Ausstellung für die Kriegsausgaben von April bis November 1915 zeigen, wie das Geld ausgegeben worden ist: 1 . 4 .— 17 . 7 . 18 . 7 - 11 . 9 . 12 . 9 .- 6 . 11 . 108 Tage 56 Tage 56 Tage Mill. Pfund Mill. Pfund Mill. Pfund Flotte, Heer, Munition ... 241 700 130 000 145 600 Rückzahlungen an die Bank von England. - 60 000 64 000 Darlehen an Alliierte und Tominios. 44 000 13 900 40 400 Nahrungsmittel-Ersatz usw. . 15 3OO 4 600 3 600 301 000 198 500 243 600 Tagesdurchschnitt . . 2 787 3 546 4 350 Es ist ohne weiteres anzunehmen, daß zeitig im April eine neue Kriegsanleihe von fast unbeschränktem Betrage ausgegeben werden wird, und man hofft, daß dieser Ausgabe ein Sieg von Belangstm Felde vorausgehen wird. Bis Ende März «wird die Reserve aus verschiedenen Quellen in den Staatsschatz stießen, und während schwere Summen aus.den Taschen der Einkommensteuer-Zahl-er -genommen werden, würde es vergeblich sein, das Publikum zur Zeichnung einer anderen Anleihe auszusordern. Die ausstehenden Treasurybills belaufen sich aus etwa 420 Millionen, die Exchequer bond aus etwa 80 Millionen Pfund. Diese Ziffern repräsentieren eine enorme schwebende Schuld, und es ist ratsam, daß sie möglichst bald ln eine mehr permanente Form gewandelt wird. — Tie Ernennung eines Schaß-Kvmitees für Nationale Oekonomie mag in naher Zukunft erwartet werden. ' Diese neue Körperschaft wird aus d Fachleuten bestehen und Vertreter 'des Schatzamts wie der arbeitenden Klassen einschließen. Sie wird 'beraten wie verwalten. Der Mangel an Schiffsraum in England. London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Kabinettsordre verbietet außer mit besonderer Erlaubnis die Einfuhr von Papier, Pappe, Zeitungsmasse und allen anderen Materials zur Papierherstellung; ferner die Einfuhr periodischer Druckschriften, die 16 Seiten überschreiten, mit Ausnahme einzelner Exemplare durch die Post, die Einfuhr von Tabak, Zigarren, Zigaretten, Möbelholz, Steinen und Schiefer. Eine andere Kabinettsorder verbietet den britischen Schiffen, mit Ausnahme der Küstenfahrzeuge, ohne Erlaubnis des Handelsamtes eine Reise anzutreten. * , . Die Auseinandersetzung mit den Bereinigten Staaten. London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Wie verlautet, werden die Bereinigten Staaten in kurzent an Deutschland und Oesterreich- Ungarn die Frage richten, wie sie fest zu stellen beabsichtigen, ob ein Handelsschiff bewaffnet ist oder nicht, ehe sie es ohne Warntmg versenken. Es wird gesagt, daß das amerikanische Memorandum an die Ententemächte wegen der Entwaffnung der Handelsschiffe einzig und allein im Interesse der Menschlichkeit gesandt wurde und keine Abänderung der geltenden Regeln beabsichtigt wird. — „Daily Mail" erfährt aus Washington^ die Regierung habe tatsächlich schon über die gegenüber der deutschen Ankündigung einzuhaltende Politik entschieden. Man sei zu dem Schlüsse gelangt, daß das bestehende Gesetz gelten müsse, bis die Kriegführenden Lansings Vorschläge, die Handelsschiffe zu entwaffnen, angenommen hätten. Die Vereinigten Staaten würden deshalb darauf bestehen, daß das Leben der Bürger, die auf unbewaffneten Handelsschiffen, die keinen Widerstand leisten, reisen, ^cher gestellt sein müsse. Die Ausgabe, festzustellen, ob ein Damxlsschiff bewaffnet ist oder nicht, falle dem Kommandanten der u-^oote zu. Die Bereinigten Staaten ständen auf dem Stand- puntte, daß die Regterungen dieser Kommaltdanttn sur alle ihre Mißgriffe verantwortlich seien. — „Daily Telegraph" meldet aus New Bork, die Telegramme aus Washington lauteten alle dahin, daß die Regierung Deutschlands neuen Drohungen wegen der bewaffneten Handels,chif,e keinen Widerstand entgegensetzen werde. Man vermute, daß das Kabinett durch Marinesachoerstän- dige beeinflußt werde, die glauben, daß Amerika mit seiner sehr entwickelten Küstenlinie sich viel aus Unterseeboote werde verlassen müssen.. Wenn dem so sei, wäre jede Politik, die darauf ausgehe, die Leistungsfähigkeit der U-Boote zu neutralisieren, gegen das Interesse der Sicherheit der Nation. Die Operationen in Albanien. Kristiania, 16. Febr. Aus Athen wird über Paris gemeldet: Durch die Besetzung von Elbasan und Fieri durch die Bulgaren ist die Verbindung zwischen D u r a z z o und Süd-Albanien vollkommen abgeschnitten. („B. Z. a. M") Italiens hoher Einsatz in Albanien. Zürich, 17. Febr. Der Militärkritiker Stegemann schätzt im Berner „Bund" die Bedeutung der Besetzung von Tirana durch Oesterreicher und von Elbasan durch die Bulgaren sehr hoch ein. Er schreibt, das heiße nichts anderes, als daß jetzt Italien in Albanien alles zu verteidigen haben werde. Ob Italien zwei Divisionen oder fünf Armeekorps in Albanien stehen hat, werde sich jetzt zeigen. Wie dem aber auch sei, das eine sei gewiß, Italien spiele jetzt an der albanischen Küste um einen viel höheren Einsatz, 'als es selbst vor kurzer Zeit noch glaubte. Italiens Offensivfeldzug am Jsonzo sei in einem Stellungskrieg erstickt, der nach italienischen Berichten nicht viel mehr bezwecken könne, als die österreichischen Grenzen zu binden. Nun stehe Italien vor der Notwendigkeit, in Albanien der österreichisch-ungarischen OffensivedieSpitzebieten zu müssen. Die verletzte Neutralität Griechenlands. Genf, 16. Febr. In einem Vortrag, den der griechische Advokat Dr. Kompthekras hier über die Neutralität Griechenlands hielt, bestätigte der, Redner die Politik des Königs Konstantin, welche die Interessen der Nation vertrete. Der serbisch- griechische Vertrag, dessen Inkrafttreten nur für den Fall vorgesehen sei, daß eine dritte Balkanmacht den Anstoß zum Balkan- kricg gebe, entbinde Griechenland davon, den Serben im gegenwärtigen Konflikt Hilfe zu leisten, denn Serbien sei als Verbündeter der Alliierten in den Weltkrieg verwickelt, dessen Ausgangspunkt außerhalb des Balkans gelegen sei. Was die Besetzung Korfus angehe, so sei sie, wie der Redner aus- sührte, eine Verletzung des von Frankreich, England und Rußland Unterzeichneten Vertrages, nach dem die Insel Korfu von diesen drei Mächten unter Gewährleistung ihrer Garantie als neutralisiert erllärt werde. Kompthekras protestierte gegen die von der Ententepresse gegen König Konstantin erhobenen Vorwürfe und hob seine Verdienste um Griechenland hervor, die ih!m das Vertrauen der Armee und die Danibar- keit des Volkes erworben hätten. Lebhafter Beifall der anwesenden Griechen beschloß den gut besuchten Vortrag. Eine spanische Vermittlung zwischen Oesterreich- Ungarn und Nikita. Haag, 16. Febr. Das spanische ^Auswärtige Amt veröffentlicht eine Note über die 'Kapitulation Montenegros. Danach fiagte am 4. Februar der spaitische Botschafter in Wien aus Wunsch der österreichisch-ungarischen Regierung telegraphisch in Madrid an, ob König Alfons zwischen der österreichisch- ungarischen Regierung, den montenegrinischen Herren,'denen augenblicklich die Führung ihres Landes obliege, und dem König Nikita vermitteln wolle. In Wien wünschte man auch, daß dem König Nikita eine Erklärung der montenegrinischen Minister zugestellt würde, wonach sie mtt König Nikitas Unverständnis die Uebergabe erllären: außerdem sollte König Nikita ein Gesuch jener montenegrinischen Minister ausgehändigt werden, die die Uebergabe Unterzeichneten, und durch das sie dem König um Ermächtigung zum Friedensschluß ersuchten. Der spanische'Minister des Aeutzeren Vtllanusna erklärte sich bereit, meinte aber, ixt König Nikita Frankreichs Gastfieiheit genieße, sei die V er mi t te l u n g der f r a n- zösischen Regierung notwendig. Baron Burian erklärte sich damit einverstanden, woraus die 'Dokumente dem französischen Mtnisterium übermittelt wurden. Deutschenhetze in Australien. Sidney, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuberschen Bureaus. Der Premierminister hat den Vorschlag gemacht, allen Deutschen das Wahlrecht zu entziehen, wenn sie nicht beweisen, daß ihre Naturalisierung ehrlich gemeint ist. Wenn sie nicht eine vollständige und aufrichtige Erklärung ihrer Stellung ablegen, sollen sie das Recht, Land und anderes Eigentum zu besitzen, verlieren. MunitionSexplofion in ChalonS-sur-Marrre. Genf, 16. Febr. Im Güberbahnhof von Chalons- sur-Marne explodierte ein mit Munition beladener Eisenbahnwa gen, wodurch eno rmer Schaden verursacht und die Telegraphenverbindung Epennay-Paris zerstört wurde. Die türkischen Kriegsfinanzen. Konstantinopel, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach tem Bericht des Budgetausschiusses der Kämmer betragen die von der türkischen Regierung seit Krieqsbeginn mit den Mittel-« m ächten abgeschlossenen Bo rs chu ß ge sch ä f t e 21613816 türk. Pfund. Hierzu kommen 20 Millionen Pfund und 1 240 000 Pfund, welche tae Regierung zwei jüngst genehmigten Gesetzen zufolge demnächst in Deutschland aufnehmen wird, womit die Gesamtsumme der aufgenommenen und in der nächsten Zeit aufzunehmenden Vorschüsse 42 853 816 Pfund betragen wird. Gesandtenwechsel in Sofia. Berlin, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge hat der kaiserliche Gesandte in Sofia, M i ch a h e l l e s , um einen Erholungsurlaub nachge- sncht und sich zur Kur nach Bad Kissinpen begeben. Ta der Ge- sandten-Posten in Sofia gegenwärtig nicht längere Zeit verwaist bleiben kann, ist der bisberige Gesandte in Christiania, Graf Oberndorfs, zum Nachfolger cmsersehen. Der 5eekrieg. Ein neuer U-Boottyp? Berlin, 17. Febr. Der Marinemitarbeiter des „Daily Telegraph nreint, daß die angekündigte deutsche Tauch- bootkampagne gegen Handelsschiffe vielleicht neue Ue Herrn schlingen aufweisen wird, da Deutschland, wie Neutrale aus der Ostsee melden, einen neuen Typ,des Unterseebootes besitzt, das am besten als Tauchmonitor zu bezeichnen wäre. Der englische Sachverständige beschreibt das Boot als zigarrettförmig, mit eineni starken, wasserdicht schließenden Panzerturm, in dessen Mitte sich die Kommandobrücke befindet. Das Boot kann ganz untertauchen, halb unter Wasser oder wie ein gewöhnliches Schiss fahren. Es kann von bewassneten Handelsschiffen überhaupt nicht und von Kriegsschiffen nur schwer beschädigt werden. In der Panzerung befinden sich Kanonen unbekannter Zahl und Kaliber, aber es steht fest, daß >das Kaliber viel größer ist, als die Deutscheit bisher hatten. (Nat.-Ztg.) Der cngliiche Kreuzer „Caroiiua^ . Stockholm, 16. Febr. Der bei dem letzten Zeppelin» angriff auf dem Humber getroffene englische kleine Kreuzer „Carolina" sollte infolge der schweren Beschädigung, die ihm durch eine Bombe beigebracht war, am den Strand gesetzt werden. Das Schiff ist aber bei Grimsby gesunken. Ter Mast des Kreuzers ragt aus dem Wasser. („Hamburger Nachrichten".) Aus dem Reiche. Die Treue Elsaß-Lothringens. Straßburg^i. E., 16. J-ebr. In einer einstimmig angenommenen Resolution legte lt. „Frkf. Ztg." der Bezirkstag für Unter-Elsaß Verwahrung ein gegen die Auffassung in Frankreich, nach der die Angliederung Elsaß-Lothringens an Frankreich als Haupt- kriegsziel bezeichnet wird, und erklärt, daß die wirtschaftliche Wohlfahrt Elsaß-Lothringens, das in 45jähriger Frie- densarbeit ein Glied der deutschen Volkswirtschaft geworden ist, nur durch seine Zugehörigkeit zum Deutschen Reich unangetastet blecht und daß eine wur^elechte kulturelle Zukunft unseres Landes nur im Anschluß an das gesamte deutsche Volksleben möglich ist. Der Antrag war eingebracht vom Grafen Andlau (Zentr.), Wehrung (Lib.) und Boehle (Soz.). Die Antwort des preußischen Abgeordnetenhauses. Berlin, 16. Febr. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Besprechung der Kriegswirtschaftlichen Fragen fort. Präsident von Schwerin-Läwitz führte aus: Nach einer unter tot Parteiführern des Hauses erfolgten Besprechung herrscht eine vollkommene Uebereinstimmung darüber, daß das Abgeordnetenhaus zweifellos auch zur Erörterung auswärtiger Angelegenheiten des Reiches berechtigt ist, wie dies auch in unserer Sitzung vom 23. März 1914 ausdrücklich festgestellt worden tst. dluch dürfte es gerade in der gegenwärtigen ernsten Zeit ein begreiflicher und berechtigter Wunsch aller Parteien dieses Hauses sein, ihren Anschauungen über die auswärtige Lage Ausdruck zu geben, uns es daher für alle Parteien ein großes Opfer betonen, hieraus zu verzichten. Dennoch möchte ich glautot, daß im gegenwärtigen Augenblicke eine öffentliche Erörterung unserer auswärtigen Lage den Interessen des Landes nicht entsprechen, sondern dieselben möglicherweise schädigen könnte, und unter diesen Umständen schlage ich Ihnen vor, zu beschließen: Eine Erörterung aller auswär-. tigen Angelegenheiten, insonderheit unserer Kriegsziele, unserer Kriegsführung und unserer Beziehungen zu den krieg- führenden und neutralen Staaten von der diesjährigen Etatsberatung auszuschließen. Abg. Hirsch-Berlin (Soz.)': Wir können dem Vorschläge des Präsidenten nicht entsprechen. Auch wir stehen mit tor übrigen Parteien auf dem Standpunkte, daß das Abgeordneten-, haus auch Hur Erörterung auswärtiger Angelegenheiten des Reiches berechtigt tst, andererseits aber betonen nur, daß der Beschluß der Haushaltskommission eine Ueberschreituug ihrer Kompetenz ist. Einig sind wir mit hem Präsidenten darüber, daß es ein begreiflicher Wunsch ist, daß in der gegenwärtigen ernsten Zeit alle Parteien ihren Anschauungen über dte auswärtige Lage Ausdruck geben. Wenn wir uns trotzdem gegen den Vorschlag des Präsidenten erklären, so wollen Sie bedenken, daß die Fragen, die jetzt aus der Debatte ansgeschieden werden sollen, nicht von meinen Freunden im' Staatshaushaltsausschuß angeschnitten worden siitd, sondern von anderer Seite. Für uns ist die Tribüne des Parlaments die einzige Möglichkeit, unserer entgegengesetzten Anschauung Ausdruck zu verleihen. Das Abschneiden des Wortes bedeutet die Auslegung einer Zensur des Hauses, gegen die wir uns auf das Allerentschiedenste wenden müssen. Wir haben 'keine Pressefreiheit, keine Versammlungsfreiheit. Schon deshalb können wir auf eine solche Debatte in der Oeffentlichkett nicht verzichten. Ohne aus die Sache selbst einzugehen, erklären wir, daß wir gegen den Beschluß der Staatshaus^lltskommission auf das Entschiedenste Der-, Wahrung einlegen. (Zustimmung bei den Soz.) Wir haben nichts zu tun mit den Ansichten ünd Absichten, die dorr ausgesprochen: worden sind, und wir halten es für unsere Pfficht, die verantwort-» lichen Stellen vor Unbesonnenheiten zu warnen. (Heiterkeit rechts.) Gleichzeitig erklären wir, daß wir 'jetzt und in Zukunft jedem Versuch der Unterbindung der Redefreiheit im Parlament mit allen Kräften entgegentreten werden. Der Vorschlag!) esPräsidenten wird Mit allen Stint- men gegen die der Sozialdemokraten und des Dänen Nissen an«* genom men. Unsere vierte Kriegsanleihe. Tie „Berl. Pol. Nachr." knüpfen an Betrachtungen über die glänzenden Erfolge unserer drei ersten Kriegsanleihen folgende Benrerkungen bezüglich der kommenden neuen Anleihe: „Dieser Rückblick aus die bisherigen Kriegsanleihe-Ergebnisse berechtigt sicherlich zu günstigen Erwartungen für das Ergebnis der neuen vierten Kriegsanleihe. War schon die dritte Kriegsanleihe eine Volksanleihe im eigentlichen Sinne des Wortes, so muß es die vierte in noch höherem Grade werden. Der auster- mdetttliche Zuspruch, den der 5prozentige Typus der Kriegsanlettor gefunden hat, wie dies in der forttausend starken Zunahme der kleinen und mittleren Zeichnungen deutlich in Erscheinung tritt, bürgt dafür, daß auch bei der vierten Kriegsanleihe mit einer Beteiligung der breitesten Schickiten der Bevölkerung zu rechnen sein wird. Wenn unter diesem Gesickstspunkte der 5prozeutige Typus vor jedem anderen den Vorzug verdient, so ist bannt nicht gesagt, daß dieser Typus allen Zeichnern gleichmäßig willkommen wäre. Es ist vielmehr sehr wohl denkbar und auch von verschiedenen, den Bank- und Börsen kreisen nachstehenden Organen wiederholt zur Erwägung gestellt worden, daß auch ein Zinsfuß von 41/2 Prozent, der natürlich bei entsprechend niedrigerem Ausgabe? urs eine gleich hohe Verzinsung wie der 5pr^entige Typus gewährleiste, auf Kapitalisten- uttd Sparerkreise eine starke Anziehungskraft auszuüben vermöchte. Vielleicht deutet gerade die etwas weniger starke Zunahme der Stückzahl der Zeichnungen in den Gruppen von 500000 Mk. bis 1 Million und über 1 Million Mark die Richtung an, in der fakultative Zulässigkeit eines 4i/2prozenttgen Typus neben dem 5prc^entigen empfohlen werden könnte." Wenn man diesen Auslassungen einen offiziösen Ebarakter bemessen darf, werden die jüngst verbreiteteit Gerüchte, daß die vierte Kriegsanleihe wiederum zu 5 Prozent ausgegeben wird uich gleichzeitig 4VLprozenti ge Schatzscheine mit mehrjähriger Laufzeit an geboten werden sollen, vermutlich Bestätigung finden. Eine Begrenzung des zur Zahlung aufgelegten Bettages wird sicherlich auch diesmal nicht stattsinden. Die fleischlosen Tage. Berlin, 16. Febr. (WTB. Amtlich.) Dem Vernehmen nach! läuft das Gerücht um, die Reichsregierung werde an- tatt der^wei bestehenden vier fleischlose Tage ein- ühren. Wir stellen fest, daß dies Gerücht auf freier Er- indung beruht. Aus Stadt und Land. Gießen, 17. Februar 1916. Berficherl Euere braven Kriegsteilnehmer. Noch ist der Feind nicht niedergekämpft. Gedenkt deshalb der hessischen Kriegsversicherung, einer von den Krankenkassenverbänden unter dem Vorsitz des Direktors des Großh. Oberversicherungsamtes für den Krieg gegründeten Sterbekasse auf Gegenseitigkeit, einem ohne jedeErwerbsabsicht lediglich ehrenamtlich betriebenen, ministeriell empfohlenen Wohltätigkeitsunternehmen. Gerne wird jeder auf den Betrag verzichten, wenn der Versicherte aus dem Kriege zurückkehrt! Ein Vielfaches aber wird, im Falle der Versicherte den Heldentod verstirbt, seinen Angehörigen zugute kommen! Jeder Anteilschein kostet 10 Mk. Anträge nimmt die Hauptgeschäftsstelle im Großh. Ober- -ersicherimgsamt, Darmstadt, Neckarstraße 1 (Tel. Nr. 2141) entgegen, die auch zu jeder Auskunft gerne bereit ist. Das Antragsformular wird auf Wunsch den Gesuchstellern kostenfrei zugeschickt. An B e i t r ä g e n gingen bis jetzt schon über Vs Million Mark ein, die bei der Darmstädter Bank und der Deutschen Bank verzinslich angelegt sind. Der Zins- aewinn beträgt bereits über 25 000 Mark. * Für die Angehörigen von Vermißten ist die Frage von Bedeutung, ob und unter welchen Umständen sie die ihnen beim Tode ihres Ernährers zustehenden Versicherungsansprüche geltend machen körnten. I. Auf Grmü) der Invalidenversicherung kom- Men folgende Ansprüche in Frage. 1. Witwenrente. (Besondere Voraussetzung: Invalidität der Frau. Eine Fvau, die selbst noch arbeiten kann, erhält keine Rente.) 2. Waisenrente. (Besondere Voraussetzung: Alter unter 15 Jahren.) r 3. Witwengeld. (Besondere Voraussetzung: Außerdem Mann muß dre Frau selbst gegen Invalidität versichert fem) „ . 4. Waisenaussteuer. (Besondere Voraussetzung: Außer den: Vater muß auch die Mutter der Kinder gegen .Invalidität versichert sein; ferner Vollendung des 15.. Lebensjahres.) Nach 8 1265 der Reichsversicherungsorduung können diese Ansprüche von den Angehörigen eines Vermißten geltend gemacht werden, „wenn während eines Jahres keine glaubhaften Nachrichten von ihm eingegangen sind und die Umstände seinen Tod wahrscheinlich machen." Die Angehörigen des Vermißten tun gut daran, eine Bescheinigung beizubringen, aus der sich ergibt, seit wann und unter welchen Umständen die betreffende Person vermißt ist, welche Schritte zu ihrer Ermittlung geschehen sind und ob der Tod mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen tst. Wegen der Ausstellung einer solchen Bescheinigung wend,e man sich an den Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefangene Deutsche, Gießen, Alte Klinik. Die Ansprüche sind bei dem Versicherungsamt des letzten Wohn- bezw. Beschäftigungsortes des Vermißten, unter Vorlegung der Quittungskarte und der standesamtlichen Urkunden, anzumelden. Dort erhalten die Hinterbliebenen auch Auskunst über die einzelnen weiteren Voraussetzungen, unter welchen ihnen die oben ausgeführten Ansprüche zustehen. Nach § 398 des An g e stel l te n - V e r s i che r u n g s- aesetzes steht der Witwe und, salls eine solche nicht vorhanden ist, den noch nicht 18 Jahre alten Kindern eines verstorbenen Anaestellten-Versicherten ein Anspruch auf die Hälfte, bei freiwilliger Versicherung auf Dreiviertel der für die Versicherten geleisteten, zum großen Teil sehr erheblichen Beträge zu. Die Angehörigen von Vermißten können diesen Anspruch dann geltend machen, wenn während eines Jahres keine glaubhaften Nachrichten von ihm eingegangen -sind und die Umstände seinen Tod wahrscheinlich machen. Der Antrag aus. Rückerstattung ist zu richten an den Rentencrusschuß Berlin in Berlin-Wilmersdorf, Nikols/ burger Platz. Dem Anträge ist die Versicherungs- karte des Vertnißten, die Heiratsurkunde der Witwe (bei Waisen auch die Sterbeurkunde der Mutter) und die Geburtsurkunden der Waisen beizufügen. Der Antrag hat zugleich die näheren Angaben zu enthalten, aus welchen sich das Vermitztsein des Versicherten ergibt. Zweckmäßig ist es, diese Angaben durch Beifügung einer Bescheid nigung des Ausschusses für deutsche Kriegsgefangene (siehe oben unter I) KU. belegen. III. Zur Vermeidung von Verlusten sollen die oben angeführten Ansprüche rnnerhalb eines Jahres nach, dem Vermißtsein bei den zuständigen Stellen geltend gemacht werden. Dies gilt insbesondere für den Anspruch auf Witwengeld (siehe oben I 3) und den Anspruch auf Mckerstat- tung der Beitrag shälfte der Angestellten-Vcrsicherung (siehe oben II). Diese Ansprüche verfallen nämlich, wenn sie nicht binnen einem Jahre geltend gemacht werden. ** Auszeichnung. Dem Schutzmann Hch. Wolf von hier, Vizefeldwebel im Landw. -Inf.-Regt. 85, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherr og hat am 16. Februar den Kreisamtmaun bei dem Kreisamt Tarmstadt, Negierungsrat Ernst P i stör .aus sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt; dem kommissarischen Hilfsarbeiter im Reichsamt des Innern zu Berlin, Regierungsassefsor Karl Me- lior, den Titel „Kreisamtmann" verliehen, und dem Rogie- rungsassessor Dr. Rudolf S i e g e r t zum Zkreisamtmann ernannt. — Der Großherzog hat am 9. Februar den Direktor des Gewerbemuseums und der Bibliothek der Zentralstelle für die Gewerbe Dr. Hermann Kienzle mit Wirbmg vom 1. Marz d. Js. auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen. — In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller in der Hessisch-Preußischen Ersenbahngemeinschast Adam Dörmer zu Lich vom 1. März d. Js. an. ** Das Unwetter der letzten Tage, das im ganzen Reiche schwere Verheerungen angerichtet hat, ist für Gießen verhältnismäßig günstig ab gelaufen. Einige Bäume, so auch im Botantschen Garten, mußten wohl der Wucht des orkanartigen Sturmes zum Opfer fallen, sonst aber sind größere Sturinschäden bisher noch nicht gemeldet. Die Schnee- und Regenmassen, die in diesen Tagen herniedergingen, haben jedoch in der letzten Nacht die Wieseck zu einem ungewöhnlichen Hochwasserstcmde anschwellen lassen. In dem hochgedäncmten Bett, das ihr innerhalb der Stadt angewiesen ist, bespülen die schmutzig gelb vorbei gurgeln den Fluten die Wölbungen der Brückenbögen. Trotzdem reichte dies erweiterte Bett nicht aus, die ganzen Wassermasseu in sich auszunehmen und so hat sich vor unserer Stadt ein gewaltiger Stausee gevildet, der von der Eisbahn bis zum Wiesecker Weg und zum Philosophenwald reicht und den Wiesenweg vollständig in sich begraben hat. Es gewährt einen eigenartigen Anblick, dieses Seegebilde plötzlich an ungewohnter Stelle auftauchen zu sehen. Die weite braungelbe Wasserfläche wird von nichts überragt, was einem Fremden sagen könnte, daß es sich nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Ganz seltsam nimmt sich neben dem schmutzigen Hochwasser der klare Spiegel der künstlich unter Wasser gesetzten Eisbahn aus, zumal beide Wässer so ziemlich den gleichen Höhenstand haben und nur durch einen schmalen Damm voneinander getrennt sind. Bei dem neuerlichen Wetterumschlage wird das Stauwasser wohl in kürzester Frist wieder avgelaufen sein. ** Staottheater. Man schreibt uns: Welch ausgesucht künstlerische Unterhaltung das heutige Ensemblegastspiel uwer der Meifterkunst Käte Bastes verspricht, das zeigen u. a. die folgenden Besprechungen: Kieler Stadtthmter: „...Käte Bast6 ist eine Künstlerin von Ruf und in ihrem Fache wie geschaffen dazu, ein Liebling des Publikums zu sein und allerorten die Herzen der Zuhörer zu erobern. Ihre Domaine ist die Dame der Gesellschaft, die sie in allen möglichen Schattierungen mit meisterhafter Bühnengewandtheit darzustelleu vermag." — Würzb. Ztg : ,Ks war ein künstlerischer Genuß seltener Art, Kate Balte und ihr ausgezeichnetes Ensemble wurden mit Beifall aus dem ausverkauften Hause überrascht..." _ . ** Sammelt das alte Papier! Während m den feindlichen Ländern schmr seit längerer Zeit eilte immer mehr zunehmende Papiernot herrscht, war es, wie der Kricgs- ausschuß für das deutsche Papierfach schreibt, der deutschen Papiermacherei bisher noch ohne besondere Schwierigkeiten möglich, den heimischen Papierbedarf zu decken. Es muß jetzt aber auch bei uns mit einer Einschränkung der P a - piererzeugung gerechnet werden. In dem Maße, als die Hauptrohstofse der Papiermacherei, nämlich Holzschliss, Zellstoff, Strohstoff, Lumpenhalbstofs knapper werden, steigert sich die Nachfrage nach dem gleichfalls zur Papier- und Pappenherstellung dienenden Altpapier und Papierabfall. Dieses Material ist um so mehr im Werte gestiegen, als die ausländische Zufuhr (1913 fast V- Million Zentner) fast völlig aufgehört hat, als viele Lumpensammler ihre Sammeltätigkeit — wegen Einberufung, wegen Mangel an Fuhrwerk usw. — einstellen mußten und auch weil der Papter- absall heute vielfach auch zur Füllung von Schnnzsäcken und Strohsäcken im Felde verwendet wird. Unter diesen Umständen ist es eine gebieterische Pflicht, auf eine bessere Sammlung des alten Papiers bedacht zu sein. In den .Haushaltungen, auf Böden und in Kellern, in den Geschäften und Äemtern, überall liegen große und kleine Vorräte an altem Papier, gft unbeachtet, oft als lästiges Gerümpel. Das alles muß der Papier- und Pappenmacherei wieder zugeführt werden. Verbrennt keine alten Zeitungen, Broschüren, Pappkartons usw.! Werft kein Papier in den Müllkasten! Es ist im v ater ländischen Interesse, diese Dinge jetzt sorgfältig "i sammeln und sie für die Abholung bereit zu halten. Der Kriegsausschuß sür das deutsche Papierfach wird in diesen Tagen durch einen besonderen Unterausschuß darüber beraten, wie diese Abholung am schnellsten bewerkstelligt werden kann. Landkreis Gießen. LJ L a 11 g - Göns, 1?. Febr. Pize - Wachtmeister Otto S ch n e t b e r , ’ Sohn des Postagenten Karl Schneider dahier, erhielt die Hessische Tapferkestsmedaille. Vize-Wachtmeister Otto Schneider sicht schon seit Beginn des Krieges im Felde. Kreis Friedberg. # Friedberq , 17. Febr. _Die Note Kreu z Medaille erhielt die Schwester Toni Schäker von hier, die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l! e der Leutnant H i r s ch e l. A Fr ie dber g, 17. Febr. Wie wir gestern meldeten, hatten die Friedberger S ww e i ncm.etzg er bekcrnntgegeben, daß sie sich genötigt sähen, ch-: Läden zu ichlicsten, da es ihnen unmöglich sei. zu den feste- letzten Preisen zu verkaufen. Im Anschluß daran bringt die Friedberger Zeitung" eine kreisamtliche Bekanntmachung, welche b.sagst: Die Schweinemetzger der Stadt Friedberg haben heute ihre Läden zum Verkauf nicht geöffnet und die Schließung der Läden wegen behördlicher Verweigerung einer Erhöhung der Fleisch- und Wurstwaren in der Presse vorher angezeigt. Wir bemerken Ijico:, daß die Schließung der Metzgerlöden: unzulässig und strafbar ist und Ixrß ferner eine Veranlassung zu einem solchen Schritt i" seiner Weise vorliogt. Ta die angekündigte Schließung der Lid':' zugestandenermaßen wegen der Preisfrage erfolgt ist, handelt sich lediglich um dm Versuch eines ungesetzlichenStr-iks, gegen den die Behörden nrit polizeilichen Müteln em^u'chre:eu gezwungen sind. Erst vor tvenigen Tagen wurde eine Erhöhung der Preise für Sch.veinesleischwarcn vorgenommen. Tie Einkaufspreise für Schiveine Iw den sich dagegen infolge der bestehenden Höchstpreise überhaupt nicht geändert. Das Vorgehen der Schweinenretzger ist daher in jeder Beziehung unveranlaßt. Die Oefsnung der Metzger lüden ist poli- zellich angeordnet. Starkcstburg und Nhünhessen. Wa. Groß-Gerau, 17. Febr. Hier fand unter Mitwirkung einheimischer wie einiger auswärtigen musikalischen Kräfte ein Wobltätigkeits-Konzert für KricgLfürsorge statt. Die Groß-Gerauer Qua'tcttvereinignng mit der als vorzügliche Pianistin bekannten Iran Direltor Lertermann — einer G i e ß n e r i n und ehemaligen Schülerin von Professor Trautmauu — am Klavier, und den Herren Kohl (Violine), Ku n k e (Bratsche» und Becker (Cello) brachte in beachtenswerter Ausführung Kammermusik von Beethoven, Mendelssohn tu a. zu Gehör, während die Damen Frau Rechtsanwalt S t e i w aus Frankfurt und die einhemnsche Konzertsäng-rm Fräulein Thilde Walther, sowie Herr Weber aus Groß-Gerau den gesanglichen Teil des Abends übernommen hatten. Hervorzuheben wären die prächtigen Brahms- Lieder, mit denen Fratt Stein ihren angenehmen Mezzosopran sehr gefällig zur Gütung brachte. Fräulem Walther, die eine Nichte des in Gießen auch in musikalischen Kreisen wohlbekannteit Mcdi- zmalratS Prof. Walther ist und bei einem G i e ß c n e r Kirchenkonzert mit Erfolg auftrat, riß insbesondere mit der ganz vorzüqltchen Wiedergabe der„Freischütz'-Ane die Zuhörer zu lautem Beifall hin. Dre Herren Weber und Kohl gefielen in ihren Solovorträgen stir Gesatig und Violine. M. Offenbach a. M., 17. Febr. Der Hauptausschuß tagte gestern zur EntgegennalMe des Abschlußergebnisses des eisernen Mannes. Prof. Eberhardt berichtete über den Verlauf der Arbeit, teilte mit, daß die Gesanrteinnähme sich auf rund 61000 Mark beliefe. Der Eiserne Mann war 12 Wochen ausgestellt, die durchschnittliche Tageseinnahme stellt sich also auf über 700 Mark; als bester Tag erwies sich der Opfertag, der über 5000 Mark Einnahme ergab. _ r ^ . ch. Bingen, 16. F-br. Noch heute Den ganzen Tag hindurch dauerte hier das stürmische Wetter an. Infolge des Regens ist der Rhein gestiegen. Am hiesigen Pegel stand der Rhein heute über 2 Meter und ist seit gestern um 20 Zentimeter ge- stiegen. Weiteres Steigen ist zu erwarten, zumal auch der Oberrhein wächst. Hessen-Nassau. ss Marburg, 17. Febr. Infolge bes SchueefalleS und des anhaltenden Negenwctters ist das O h m t a l bei Kirchhain und das Lahntal südlich unserer Stadt zum wiederholten Male in diesem Winter überflutet. Dis Wasser war heute noch andauernd im Steigen begriffen. [1 Biedenkopf, 17. Febr. Auch die Stadt und der Kreis Biedenkopf haben jetzt ihr Kriegswahrzerchen, nämlich ein „Kreuz, in Eisen", das am Sonntag unter den üblichen Feierlichketten enthüllt und eingewciht wurde. Tie Nagelung ergab am ersten Tage bereits die erkleckliche Summe von 2206 Mk. — Fr a n k f u r t a. M., 17. Febr. Unterhalb der Unter- mainbrücke ist infolge des hestigenSturmes heute früh auf dem Main ein g r o ß e s K o h l e n s ch i f f gesunken. Die Schiffer konnten sich rechtzeitig an das Ufer retten. Von dem Schiff ragen nur noch Oberdeck und Masten aus dem Wasser. — Die gärtnerisch mustergültigen Anlagen des Bockenheimer Vereins sür Kleingartenbau wurden gestern durch das Unwetter fast völlig zerstört. Die Mehrzahl der Gartenhaus- ch c n bildet einen wüsten Trümmerhaufen, zahllose junge Bäume liegen entwurzelt am Boden. Auch die weitbekannten Schlingrosenanlagen sind vernichtet. ----Frankfurt a. M., 17. Febr. Tie städtische Kriegs- k o m m i st i o n b.'willigte 5000 Mk. für den Krcmkmpflegescmds und 1000 Mk. zur Förderung des Anbaus brachliegenden Geländes. Ferner wurde beschlossen, die Errichtung eines Arbeitslagers für Kriegsgefangene, die in der Schwerindustrie beschäftigt sind, durch Gewährung eines Vorschusses von 10 000 Mk. zu fördern. — R ü deshei m, 16. Febr. Im Alter vott 102Jahrev verstarb gestern nach einem rcichgesegnelen Leben der Privat,nanu Fobonnes Sch raut er. Vor zwei I ihren wurde sein 100. Geburtstag von dein ganzen Städtchen n'sllich begangen. Des alten Herrn Wunsch noch den siegreichen Ausgang des Feldzuges zu erleben, ist leider nicht in Erfüllung gegangen. = Flörsheim, 17. Febr. Auf der hiesigen Station riß der Sturm die Schutzdecken von sechs Eisenbahnwagen mit Stroh ab. Ter Zug mußte fast zwei Stunden halten, ehe die Decken wieder aufgelegt werden konnten. ul. Lnnbnrg. 17. Febr. Der Bischof von Limburg ordnet »ür seine Diözese ans Sonntag, den 5. März (Fastnachts-Sonntag) einen a l l g e n, e t n c n B e t t a g an. ul. Limburg, 17. Febr. Infolge der gewaltigen Regen- ,nassen» die in den letzten Tagen über unsere Gegend niedergegangen stnd, ist die Lahn annerordentlich gestiegen und bereits in der unteren Aue über die Hier getreten. Iht i>crfttät**2Tacforicfytctt» Hk. Halle a. S. Der Geheime Justizrat Pros. Dr. jur. et Phil. Rudolf Stammler, Vertreter -des römischen Rechts, des deutschen bürgerlichen Rechts und der Rechtsphilosophie an der Universität Halle a. S., der zum kommenden Sommersemester an die Universität Berlin übersiedelt, begeht am 19. Februar seinen 60. Geburtstag. Geheimrat Stammler ist ein geborener Hesse und war auch früher im hessischen Justizdienst tätig. Seine a fade mische Laufbahn begann er in Leipzig (1879), lehrte dann in G i e s; e n und Marburg rmd kam 1885 nach Halle als Nachfolger von Pros Leonhard. Der Gelehrte ist Tr. Phil. h. c. von Königsberg. vermischtes. Das Unwetter. Hamburg, 17. Febr. (Priv.-Tel.) Der scharfe Süd- weststurin, der am Mittwoch nachmittag mit Hagelschlag und Platzregen einsetzie, «.rtete gegen Abend zum «Orkan aus. Schon vor 9 Uhr abends zeigten die von den Bastionen am Stindfang und am Fischdeich abgegebenen War- nnngsschüsse die herannahende Sturmflut an und die in der Folge noch bis 11 Uhr abgegebenen Schüsse ließen eine schwere Gefahr für die Wasserkante befürchten. Gegen 1 Uhr nachmittags hatte Hamburg Windstärke 9 und einen Wasserstand von 7,07 Metern. Cuxhaven meldet am 16. ds. Mts., 9 Uhr 5 Min. abends, einen Wasserstand von 6,90 Metern und bereits um 11 Uhi 15 Min. einen solchen von 7,75 Metern. * Wegen der durch den Sturm verursachten Drahtstörungen ist ein Teil des Nachrichtenmaterials Mlsgebtieben. * * * Bluttat. * Berlin, 16. Febr. (Priv.-Tel.) Der „Berliner § 0 * kalanzeiger" meldet aus Hannover: In einem Ansall geistiger Umnachtung tötete die Frau des Kaufmanns Gläbn in Schätzendors ihre f ü n f S ö h n e von drei bis dreizehn' Jahren durch Revolverschüsse und verletzte sich selbst schwer. Religiöse Gegensätze zwischen den Eheleuten, sowie »virtschaftliche Schwierigkeiten sind nach einem Briese an die Mutter die Ursache der Bluttat. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießern. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 18. Febr. 1918' Wechselnd bewölkt, zeitweise 9üederschläge, Temperatur ivenig geändert. __ Letzte Nachrichten. Bulgarisch-rumänische Verhandlungen? Budapest, 17. Febr. „No wo je W rem ja" meldet au? diplvmatisck)er Quelle, daß vor kurzem die Ministerpräsidenten Bratianu und Radvslawow auf lnügariscktem Boden eure Reihe nächtiger Fragen persönlich besprochen haben. Der bulgarische Gesandte R adew habe die Unterredung vorbereitet, um dce sck>wo- benden aktuellen Fragen der Nachbarstaaten durch persönliche Berührung der beiden Regierungschefs einer befried,gerrden Lösung näher zu bringen. ES nnrd behauptet, daß Bratianu und Rados- lawow mehr über wirtschaftliche Fragen gesprochen haben, tatsächlich sotten aber auch w i ch t i g e p o l i t i s ch e Fragen erör- tert und zivischen den beiden Ministerfwäs,denken darin eme Einigung erzielt lborden sein. Seit dieser Besprechung sei zwischcii den beiden Staaten eine auffällige starke Annäherung zu verz-eickmen, die das Mißtrauen der Entente gegenüber Rumänien Hervorrufe. Erfolgreiche Minensprengungen an der bcssarabischen Kampflinie. Berlin, 17. Febr. Das „Berliner Tageblatt" meldet cnrZ dem K K. Krieaspressequartier unter dem 16. ds. Mts.: Tie Erfolglosigkeit ihrer Angriffs vor suche ftUt die Russen nicht ab, auch neuerdings nneder sich unseren Stellungen zu näherii, dock) wurden sie stets t u r ü d o e w o r f c n. An der bessarabischen Front kam es am 13. Und 15. Februar bei Tagesaubnich zu drei Sprengungen eigener Minen, und a l l e d r e i gelangen. Dig Trichter und die feindlichen Grabenstücke wurden ungesäumt von den eigenen Truppen besetzt und in die eigenen Stellungen ein- b e zo g c n. Gefangene Hiussen sagten auS, daß anr Ib.^Febrrmr fnTI) zwei russische Kompagnien be i einer Sprengung vernichtet ivorden seien. Auch die Fliegertätigkeit an dieser Front war neuerdings äußerst rege. Gestern erschienen, russisck^e Flieger in großer Höhe Aber Czerrwwitz und uuikreisten mehrmals die Stadt, ohne jedoch Bvnll>en abzuwerfen. Allgemeike MkriNlkellkche fökjja Die Beiträge zur Krankenkasse und Invaliden- Versicherung sür Dezember 1915 können noch bis zum 24. d. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 16. Februar 1916. Der Borstand. I. A.: Alb. Lentz. 1208 O Alieeschttle und Pensionat. Beginn des S o m m e r ° S e m e st e r s für alle Kurse rcbncider«, Weißzeuanaben. Handarbeiten. Bügeln), wie für die Koch- und HauSbaltungsschule am 1. März, siir daS Handarbeits- und das HauS- irtschastS-Scminar am 2«. Avril. Anmeldungen für erstere bis 11. bezw. 4. Marz, für e Seminare bis 1. März. ^ . «LD Prospekte unentgeltlich vom Vorstand. SchollfischaundCabliau ----- feinste, frische IVordseeware = 6,8 sind eingetroffen und billigst zu haben bei Georg 1 Wallenfels Marktplatz Sl, Tel. 40, gegenüber der Engelapotheke, euwnehlt billigst Versanddoserl und Pappschachteln Edgar Borrmann Eisenbandluna, „a / $^(.0myM7U'"fmtf(4t, sit/,«/. fl @rfjle$e. / Heute nachmittag um 4 1 / 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem Kranksein mein lieber 3Jann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgrossvater, Bruder,' Schwager und Onkel Georg Germer II. im 79. Lebensjahre. i Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Kails. Elisab. Germer, geb.Römer. Heuchelheim, Haiger, Merxem b.Antwerpen, 15. Febr. 1916. Die Beerdigung findet Freitag, den 18. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom bterbehause, Kmzenbacher Strasse, aus statt. 11202 Gestern morgen V 2 10 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser liebes Kind und Schwesterchen [Wn§ Lresel im Alter von 10 Monaten. In tiefer Trauer: Familie Möbps. Gießen (Walltorstr. 31), den 17.Febr. 1916. Die Beerdigung findet Freitag, den 18. Febr., nachmittags Vr4 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. „Gustin“ von Dr. Oetker ist das deutsche Fabrikat, das jetzt alle Hausfrauen statt des früher vielfach verwendeten englischen Mondamin benutzen! Ein Versuch wird jede Hausfrau befriedigen. Vorrätig in allen besseren Geschäften. Dr. A. Oetker, Nährraittelfabrik, Bielefeld. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Lauter sür1916liegtvom!7. Febr. 1916 ab eine Woche lang aus dem Bureau des Großh. Bürgermeisters offen. Einwendungen können während dieser Zeit mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Es werden Umlagen erhoben zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Lauter, am 15. Februar 1916. .Großherzogliche Bürgermeisterei. I. B.: Feldmann II. 1207 530D Die gesetzliche Gesellen-Prüfung der Schmiede-Innung für den Kreis Gießen findet im April d. I. statt Die Anmeldung hat spätestens bis 5. März d. I. bet dem Unterzeichneten zu erfolgen. Es sind 5 Mf Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 17. Februar * 916 . Der Vorsitzende des Gesellenprüfungs-Ausschusses: ._3oh. Heß. 1201 d Prima feinste holländische Schellfische u.Kabiiau in tadellos frischester Ware soeben erngetroffen u. billigst bei AuZLZsK Wallenfels SÄT ® eMat tiÄ * cin6an ÄpialT _Bestellungen erbitte nur frühzeitig. ' M ineralwasstr Emser Kränchen ein Waggon frischest.Füllung eingetragen, sowie alle anderen medizinisch, u. Tafel Wafser stets auf Lager. .1. Weisel, Mineralwasser-Handlung, Tel. 88. (1037) Sonnenür. 6. Bekanntmachung. Der vom Gemeiuderat durchberateue Vor anschlag der Gemeinde Kesselbach für 1916 Rj. liegt vom 19. Februar d. I. ab eine Woche lang auf der Amtsstube des Bürgermeisters zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst innerhalb dieser Frist Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden können. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Kesselbach, den 16. Februar 1916. Großh. Bürgermeisterei Kesselbach. Schwalb. 1214 Pap Photographie! Chemikalien in Substanz, Patronen- u. Pastiltensorm, gebrauchsfertige Lösungen, Entwickler. Firagen und Tonbäder.Trockcnvlatten, Paniere, Postkarten. (685a Adl.-Drog. Otto Schaar Seltersweg 30. ® - Bindfaden f*- Kordel . 9 -Packstricke - Plechtschnnr erstklassiges süddeutsches Fabrikat. Ia. gezwirnte Ware von größter Haltbarkeit k M. 2.50 per Kilo, freibleibend IIWiederverkäufen erhalten entsprechenden Rabatt!! LUDWIGLA2AEUS Asterweg 53 Fernsprecher 505 V Sendet Otto Schaaf’s Lausopud“ äuyähnu^CundpfJeöe «^Zahnbürsten Zahnseifen Mundwasso:2ahnpuh/ep Zahnpasten Zahnseide, gewachst Besonders empfehle meine reichhaltige Auswahl in Zahnbürsten | ö Zimmer * ^ Schöne, neu hergerichtete 5-Zimmerwobnung, Part., per l ^at, evtl. 1. April zu vermieten. Bleichste. 28 I.. Ecke Ludwigstrahe. 39 SchöneManiardenwobng. w Zimmer) per 1. April zu vermieten. Näher. Stcphan- straste 17, Parterre. ,bS0 ■B17J Sch. 5-Zim.-Woknung tn rr. Lage, Gas, elektrisch. Licht, Bleichplatz, Gartenanteil und allem Zubehör zum 1. April 1916 zu ver- mreten. Ebelstrahe 3. 3Äi 5-Z.-W., Park., z. tUö ru verm. Bleichstrahe 33. 3 u. 5 Z.-Wobng. z. vernr. O ,oo6! Marktpla tz 18 1 . 215 - ii. 2 -Ziul.- zu vermieten. _ Marktplatz 17. s.ra?-Ä kleine Woljnrnig wie 3 = 3 im.=SBo!in.ÄT Zu erfragen Stein »tr. 72v. Kleine Wovnung zu verm. olOj Löwengasse 28. 077311 Kleine Wohnung zu vermieten. Nittergafsc 23. 07733J Kl. Maus, mit Gas zu Perm. Nah.Licher-Str.l5t». | 4 Zimmer 1 (V/ 4 9 eine 4 ZinI. - Wo 9 n. Bruchstr. 4 z. l. 3 .16 z. verni. 1 3 Zimmer 3 rKmm. Woliug., der Neuzeit entsvr., zu vermieten. Näh. Saudgasse 11, i.St., r. 2. .Ab ilerEii Dlru Hermann Sftehigoetter. Donnerstag. 17. Februar. abends 8 Uhr: Gewöhnt. Preise lermählgt) Gastspiel v. Käte Baste vom K. K. priv. Theater tn der Josephstadt in Wien mit eigenerGesellschast Neuheit! Neuheit! IieriitselhilsteWil Lustspiel in 3 Akten von Robert Reiuert. Ende 10 */4 Uhr. 120s c Freitag, 18 . Febr. 1916. abends 8 Uhr: 12 . Freitag Abonn.'Borstellg. Gewöhnt. Preise termähigt» Maria Magilaleae Ein bürgerliches Trauerspiel in 3 Akten von Friedrich Hübbel. Ende tmd) 10V 2 Uhr. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Borstellungen langer bei Bolksvorstellungcn>aus 2 . und LSperrntz nur halbe Preise.