kt. m Ter Sletzever Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerKamilienblätler; zweimal wöchenll.Ureis- blattfürdenAreizGiehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land- wirlfchafttiche Zeitfragen Fernjprech - Anschlüsse: iürdieSchristleitung112 Verlag, Geschäs ts ste £Tc51 Adresse Wir Drakünach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen iür die TageSnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt Jahrgang Mittwoch, hr. Zebruar (W SretzeM MMger General-Anzeiger für Oberhessen Rotations-rmk «mit Verlag der SrShl'schen Univ.-Sach- und Steindruckerei B. Lang«. Schristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: §chnlftr.7. BeruqSprei >. monatl. 85 M., viertel- säbrl. Mk. 2.50: durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: burd) diePost Mk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Besletiq. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. Goey. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadr uno Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. llt.Zen;; für den Anzeigeltteil: H. sämtlich m Gießen. Deutsche Erfolge bei Ypern. Ein österreichisch-ungarisches ßlügzeuggeschwader über Mailand. (WTB.) Großes Hauptyuartier, 15.Februar. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Südöstlich von Rpern nahmen unsere Truppen nach ausgiebiger Vorbereitung durch Artillerie- und Minen- werfer-Feuer etwa800Meterdcreng!ischenStel- lung. Ein großer Teil der feindlichen Grabenbesatzung fiel, ein Offizier, einige Dutzend Leute wurden gefangen genommen. An der Straße Lens — Bcthune besetzten wir nach erfolgreicher Sprengung den Trichterrand. Der Gegner setzt die Beschießung von Lens und seiner Vororte fort. Südlich der Somme schlossen sich an vergebliche französische Handgranatenangriffe heftige bis in die Nacht andauernde Ar- tilleriekümpfe an. . , ^ Nowwestlich von Reims blieben stanzoslsche Gasangriffs-Versuche wirkungslos. In der Champagne erfolgte nach starker Feuervor- bcreitung ein schwächlicher Angriff gegen unsere neue Stellung nordwestlich von T ahu re. Er wurde leicht abgewle;en. Oestlich der M a a s lebhaftes Feuer gegen unsere Front zwischen F l a b a s und O r n e s. Ein nächtlicher Gegenangriff der Franzosen ist vor der ihnen entrissenen Stellung bei O b e r s e p 1 gescheitert. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. An der Front der Armee des Generals Grafen von Dothmer fanden lebhafte Artilleriekämpfe statt. Bei Grobla ttnn Sereth nordwestlich von Tarnopol) schoß ein deutscher Kampfflieger ein russisches Flugzeug ab. Führer und Beobachter sind tot. Balkan-Kriegsschauplatz Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Wir haben in den letzten Tagen eine kleine innerpoli- tische Krisis gehabt, die zuerst dadurch z-um Ausdruck kam, daß der Reichskanzler in der amtlichen „Nordd. Allg. Ztg." einen förmlichen Widerspruch einlegen ließ gegen jenen Beschluß des Ausschusses vom preußischen Hause der Abgeordneten, in dem der Reichsregierung in Sachen des U-Boot- krieges und der .Auseinandersetzung mit Amerika ein entschiedenes und nicht zu nachgiebiges Vorgehen empfohlen worden war. Es ist in diesen Dingen schwer, ein grundsätzliches Urteil abzugeben. Gegen einen Meinungsaustausch über Fragen der auswärtigen Politik innerhalb eines bundesstaatlichen Parlamentes ist an sich grundsätzlich nichts einzuwenden. Das Recht, sich zu solchen Dingen in Entschließungen zu äußern, haben nicht nur Vereine, Jnteressen- tengruppen usw. Das Entscheidende liegt jedoch in dem Nachdruck, in der Form, mit dem solche Kundgebungen und Forderungen den leitenden Reichsstellen in die Rechnung eingeschrieben werden. Wie im Privatleben sind dabei nebenbei Fragen des Taktes zu berücksichtigen. Eine parlamentarische Gruppe kann, wenn sie im ungeeigneten Moment allzu wichtigtuend den Mund öffnet, ebenso .,danebenhauen" wie ein Allerweltspolitiker der Bierbank. Man darf im vorliegenden Falle nicht sagen, daß der Ausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses tadelnswert gehandelt habe. Der Fall könnte sich auch so entwickelt haben, daß dem Reichskanzler bei seinen Verhandlungen gegenüber Amerika ein solcher Druck, wie er oft ja auch von der Presse herbeigeführt wird, erwünscht und gelegen gekommen wäre. Zweifellos sind die Herren vom preußischen Abgeordnetenhaus Herrn von Bethmann Hollweg gegenüber ein bißchen zu anspruchsvoll ausgetreten,.so daß ihn einen Augenblick der Unwille darüber gepackt hat. Der Beschluß des Ausschusses ist zwar erst veröffentlicht worden, als der.Reichskanzler der Öffentlichkeit gegenüber bereits erwiesen hatte, daß er der Würde des Reiches und den Zielen des U-Bootkrieges nichts vergeben wolle. Allein hinter den Kulissen mögen sich Vorgänge abgespielt haben, die dem Reichskanzler das Wort der Abwehr auf die Zunge legten. Für uns ist die Hauptsache, daß unsere Reichsvegierung sich als fest und männlich gezeigt hat, indem sie den amerikanischen Forderungen gegenüber rückhaltlos die Interessen des Reiches vertrat. Daneben ist es durchaus kein unerfreuliches Bild, daß der charaktervolle Mann an der Spitze des Reiches auch einmal die Mahner und Dränger „gerüffelt" hat, die ihm nicht das wünschenswerte Maß von Vertrauen entgegenzubringen schienen. Der Vorfall ist jetzt, wie es scheint, aus der Wett geschasst, wenigstens ist er bei den gestrigen Verhandlungen im Plenum des Abgeordneteuhauses nicht zur Sprache gebracht worden. In einer stillen, nichtöffentlichen Besprechung, die Herr v. Bethmann Hollweg mit den beteiligten Persönlichkeiten hatte, sind die Geister wieder beruhigt worden. Es war die höchste Zeit, denn der Burgfrieden in der Parteipresse hatte schon vernehmlich zu knistern begonnen. Wir geben eine Probe aus dein rheinischen Zentrumsblatt, der „Köln. Bolksztg.", die einen A/.rariff auf die Kreise um das „Berl. Tagebl." und die „Fva/ukf. Ztg." macht: Es vereinigt sich um diese Kreise all das, was in Deutschland flau mackst. Das sind die Lende, die eine Verschärfung des U-Bootkrieges nicht wünschen, weil er England am meisten scha- tel, jenem England, mit dem sic trotz Baralvug und L 9 am liebsten morgen schon ein Freundschafts- und Schutzbündnis schließen möchten. Das sind jene Politiker, die Angst vor einem Sonderfrieden mit Rußland Hachen, weil sie aus innerpolitischen Gründen keinen Frieden mit Rußland, aber Freundschaft mit England wünschen. Das sind jene Ideologen, die sich Pazifisten 1 nennen Und den Tranm vom Weltfrieden träumen, die um des Phantoms eines ewigen Weltfriedens willen das deutsche Volk nm alle Gebiets?rwerbnngen, um den Preis dieses Krieges für all das vergossene Blut und verlorene Gut bringen wollen. Das sind alle jene Elemente, denen der Krieg letzten Endes eine Geld- und Kapitalsrage ist. Das sind schließlich auch solche, die bei Beginn des Krieges unangenehm berührt und unwillig in, den Sertengafsen standen, als durch die Reichshauptstadt Tausende und aber Tausende in patriotischer Begeisterung zum Schloß, zum Kaiser zogen und Zeugnis für die gerechte Sache dieses Krieges gaben. Das sind jene Kreiß, die, so oft eine neue Verschärfung dieses Krieges eintrat und «eintreten mußte, flaumachend und wehklagend beiseite standen. Das sind jene Ueberklugen, die ängstlich auf jedes Wort vom Ausland horchen und doch selbst vor dem Kriege jahrzehntelang die schmutzige Wäsche des deutschen Volkes mit Wollust vor jenem Ausland gewaschen haben. Kurz, das sind die kleinen Gruppen der Pazifisten, der Flaumacher, der Miesmacher, der Englandfreunde und Amerikasucher, der Gegner von Tirpitz und Falkenhayn und jedes starken Mannes, das sind die offenen oder stillen Gegner des U-Bootkrieges und des Handelskrieges gegen England, die Gegner der Zeppelinflüge und der Fahrten unserer Kreuzer nach England. Auf der anderen Seite hatten die Leute um das „Berl. Tagebl." behauptet, es habe sich im vorliegenden Falle um einen Konflikt zwischen Heydebrand und Bethmann Hollweg gehandelt, da dieser sich den Konservativen in der Wahlrechtsfrage verdächtig gemacht habe. Es kann nur allgemeine Genugtuung anslösen, daß über alle diese Uuerquick- lichkeiten nunmehr Sand gestreut worden ist. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 15. Febr. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Februar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. . In Ostgalizien erhöhte Kampftäligkeit feindlicher Flieger ohne Erfolg.Nordwestlich von Tarnopol wurde ein russisches Flugzeug durch einen deutschen Kanrpfflieger zum Absturz gebracht; Insassen sind tot. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Kärntner Front beschoß die feindliche Artillerie gestern unsere Stellungen beiderseits des Scisera- und Seebach-Tales (westlich Raibl). Um Mitternacht er- öffnete sie ein heftiges Feuer gegen die Front zwischen dem Fella-Tal und dem Wisch-Berg. Bei Flitsch griffen die Italiener abends unsere neue Stellung im Nombon-Gebiete an: sie wurden unter großen Verlusten abgewiesen. Die heftigen Geschützkampfe an der küftenländischcn Front dauern fort. Gestern früh belegte eines unserer Flugzeug- geschwader, bestehend ans 11 Flugzeugen, den Bahnhof und Fabrikanlagen in Mailand mit Bomben. Mächtige Rauchentwickelung wurde beobachtet. Ungehindert durch Geschützfeuer und Abwehrflugzeuge des Feindes bewirkten die Beobachtungsoffiziere planmäßig den Bombenabwurf. Der Luftkampf wurde durchweg zu unseren Gunsten entschieden. Die feindlichen Flieger räumten das Feld. Außerdem belegten mehrere Flugzeuge eine Fabrik von Sch io mit sichtlichem Erfolge mit Bomben. Alle Flugzeuge kehrten wohlbehalten zurück. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Hauptquartiers: An der Irakfront wurde sestgestellt, daß der Feind infolge des erfolggekrönten Ueberfalls, den wir am Vormittag des 7. Januar (?) 'gegen das englische Lager von Bathia bei Korna ansführten, floh ^ und alle Lagergeräte sowie 500 Tote znrückließ. Außerdem imirpc eine kleine feindliche Abteilung in dem gleichen Gefecht umzingelt und vollkommen auf- gerieben. Weiter erlitt der Feind ^gelegentlich des Ueberfalls, den wir gegen Suk el Schind, zwischen Korna und NaSria unternahmen, sckyvere Verluste: ein englischer politischer Agent wurde verwundet. An zwei Stelle!: inurden feindliche Hi/fskräfte, deren Lager sich in der Umgebung'befand, zum Rückzüge gezwungen, als sie zum Entsatz herbeieilten Sie ließen eine Adenge Gefallener ans den: Gelände. Bei F e l a h t e und K n t e l 'A m a r a keine Veränderung. An der Kaukasusfront nahmen die Vorpostengefechte im Zentrum an Heftigkeit zu und breiteten sich in den letzten Tagen an einigen Stellen bis zu den vordersten Teilen der Hauptstellung aus. Feindliche Angriffe wurden durch Gegenangriffe angehalten. Zwei russische Flugzeuge wurden d:rrch unser Feuer beschädigt und zum Lande:: «gezwungen. Sonst nichts Neues. Trintsprüche in Wien. Wien, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Bei dem gestti gen Frühstück im Schlosse zu Schönbrunn hielt der Kaiser folgenden Trinkspruch: ' „Mit aufrichtiger Freude heiße ich Euere Majestät als Freund imd treuen Verbündeten bei >nix aufs herzlichste iv-ilttommen. Mit mir begrüßen meine Völker in Euerer Majestät den siegreichen obersten Kriegsherrn der heldenmütige:: bulgarischen Armee, den erlauchten Träger der durch gemem- schaftlich vergossenes Blut besiegelten Freuirdschast, die unsere Reiche umso enger verbuchet, als sie nicht bloß aus der Gemeinsamkeit der Interessen, solcher:: auch aut wechselseitiger vertrauensvoller Shnrpathie und Wertschätzung fußt. Möge der Segen des Allmächtigen auch fernerhin an unsere Fahnen geknüpst bleibe und das schöne Land, das in Euerer Majestät seinen weisen Herrscher verehrt, aus dem gewaltigen Ringen dieser Tage einein blühenden Aufschwung und einer dauernd gesicherten glücklichen Zukunft entgegengehen. Von dieser Hoffnung erfüllt, erhebe ich mein Glas auf das Wohl Euerer Majestät. Seine Majestät, der König der Bulgaren lebe hoch?" König Ferdinand erwiderte: „Euere Majestät geruhten, mich in ties rührender Weise in dem liebe:: Wien willkommen zu heißen, was mein Herz mit aufrichtiger Freude erfüllt. Mein heutiger Besuch in Schönbrunn ist für mich umso beglückender, als er mir Gelegenheit bietet. Euerer Majestät meinen heißen Dank für die Verleihung der kaiserlichen und königlichen Feldmarschallwürde persönlich auszu- sprechen, eine Auszeichnung, die mich als obersten Kriegsherrn der bulgarischen Wehrmacht aufs höchste ehrt mrd erfreut und die ich als kostbaren Beweis väterlicher Gnade, als Ausdruck bundestreuer Gesinnungen und als Anerkennung gemeinsam errungener herrlicher Waffenerfolge ansehen darf. Ich bin stolz und glücklich, durch diesen neuen und militärisch höchsten Rang in ein noch engeres Verhältnis zu der mir so teure:: Arm!ee Euerer Majestät treten zu können, mit der ich mich seit jeher aufs innigste verwachsen fühlte. Möge der Segen des Allmächtigen auf den Österreich isch^ungarischen und den uns verbündeten Fahnen rühm, in diesen ernsten Zeiten, wo wir gegen eine Hhdra von Feinden im Kampfe um unsere Existenz und um die Freiheit der Welt stehen, bis zur Erlangung eines dauernden, ehrenvollen Fr: e- d e n s, der uns für die gebrachten enormen Opfer entschädigt und uns alle einer glücklichen und segensvollen Zukunft entgegen- führen soll. Mit dankbarem Kerzen erhebe ich mein.Glas Und trinke aus die kostbare Gesundheit Euerer Majestät, meines erlauchten Verbündeten und väterlichen Freundes. Seine Kaiserliche und Königliche apostolische Majestät, Kaiser Franz Joses I. lebe hoch?" Wien, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Minister des Aeußern Baron B u r i a n und Gemahlin gabm heute ein Frühstück, an den: Radoslawow, Jekow, der bulgarische Gesandte Tontschcw und Gemahlin sowie der Kriegsminister von K r o b a t i n teilnahmm. Nachmittags wi:rde der deutsche Botschafter vonTschirschky im Palais Koburg vom König der Bulgaren in einstündiger Lludi- mz empfangen. * . * Eine englische Handelskonfereuz. London, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Handelskammern des Vereinigten Königreichs haben den 29. Februar und die folgenden Tage zu einer Konferenz bestimmt, welcher auch Mac Kenn« und Bouar Law beiwohnen loerden. Es soll dabei über den Handel nach dem Kriege beraten werden. Inzwischen sind von den verschiedenen Handelskammern ungefähr 70 Resolutionen eingelaufen. In einer wird gesagt, der Krieg zeige, daß die Stärke und Sicherheit der Nation in Zeiten der Gefahr in der Tätigkeit liege, alles Nötige in den Fabriken, die auf heimatlichen: Boden stehen, zu produzieren. Eine andere schlägt vor, die Regierung solle sofort Schritte tun, nn: ein Ministerium für Handel und Industrie mit dem Handelsminister an der Spitze zu schaffen, der dem Kabinett an gehört. I:: einer anderen Resolutton ivird ein Handelsbündnis gegen die jetzigen Feinde vorgeschlagen und angekündigt, daß in: Falle, daß die Regierung irickt darauf eingehe, die HandelsLammern selbst Vertreter der verbündete:: und britische:: Dominions einladen sollen, um über den Gegenstand zu beraten. Vierzeh:: Resolutionen fordern: die Regierung aus, die Frage der gegenseitigen Bevorzugung aller Teile des britischen Reicks und von auf Gegenseitigkeit beruhenden Handelsbeziehungen zlvischen dem britischen Reiche und de:: alliierte:: Ländern, ferner die vorzugsweise Behandlung der neuttalen Länder, sowie eine Regelung der Zölle und Handelsbeziehungen im Verkehr mit den feindlichen Ländern in ENvägung zu ziehen. Weiter fordern sie die Regierung auf, Schritte zu tun, um eure Rückkehr zu den vor de::: Kriege herrsche:rden Verhältnisse:: unmöglich zu machen. Die Handelskammer von Manchester, einer Stadt, die bisher als eine Hochburg des Freihandels galt, hat gestern den Arttrag der Direktoren, daß die Freihandelspolitik nach dem Kriege fortgesetzt werde und daß alle Versuche, ein Schutzzollsystem eiuzufübreu, zurück gewiesen werden sollten, verworfen. Alle Redner betonte::, daß es notwendig sei, Schritte zu tuu> um den deutschen Handel nach dem Kriege auszuschließen oder ein- zu schränken. Die Aussicht über die englische Luftverteidigung. London,.15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Daily Mail" mitteilt, hat sich die Regierung gegen die Ernennung eines besonderen Ministers für Lustschifsahrt entschieden. Die volle Verantwortung für die Luftverteidigung wird in die Hände vor: Lord Fr euch gelegt. . Die weibliche Landarbeit in England. London, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Daily News" erfährt, hat die Regierung beschlossen, sich energisch für die weibliche L a n d a r b e i t einzusehen. Es soll zn diesen: Zweck eine Art Rekrutierungskcunpxrgne eröffnet werden. Die Angeworbenen werden durch eine Armbinde kenntlich gemacht' und das Recht erhalten, eine de sondere Uniform zu tragen. Eine neue englisch-französische Anleihe in Amerika? Berlin, 16. Febr. Indirekte Londoner Nachrichten, die der „KveuMitung" aus Wien zugehen, sotten bestätigen, daß der Abschluß einer z weiten e n g l i s ch- f ra n z ö s i- schen Anleihe in den Vereinigten Staaten in Höhle von 400 Millionen Dollars bevorstehe. * . * Eine Abänderung der türkischen Verfassung. Konstantinopel, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Verseilt des Großwesirs und der Mehrzahl der Minister verhandelte die Kammer über den Gesetzentwurf, betreffend Abänderungen der Verfassung. Tie Wanderungen, die von der Regierung vorgeschlagen worden sind, betreffen namentlich das Recht des Herrschers, die Kammer aufzulösen, und das Recht des Senats, die Verfassung zu interpretieren. Nach der gegcw- tvärtigen Verfassung war das Recht der Auflösung der Kammer durch Artikel 35 begrenzt, der die Auflösung der Kammer nur für den Fall von Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und der Kanrmer vorsieht, wenn die Kammer den Vorschlag einer Regierung, auf dem diese beharrt, wiederholt zurückweist. In diesem Falle stand cs dem Herrscher frei, das Kabinett zu ivechseln, oder die Kammer aufzulösen. Die neue Kammer, deren Ansicht verpflichtend sein sollte, muffte binnen vier Monaten zusammentreten. Tie Regierung schlägt nun vor, Artikel 35 gänzlich aufzuheben, so das; der Artikel 7 über die Rechte des Herrschers diesem das unbeschränkte Recht der Kammeranflösung gibt. Tie neue Kammer muß innerhalb vier Monaten gewählt und einberufen tverden. Namens der Regierung begründete der Minister des Aeuffern, H a l i l Bey, die Verfassungsänderung mit der Notwendigkeit, ein besseres Gleichgewicht der drei.Gewalten herzustellen, da seit Einführung des verfassungsmäßige?! Regimes die zu wiederholten Malen erfolgten Wanderungen der auf die Verfassung bezüglichen Artikel ersahrirngs gemäß schlechte (tegebnisse zeitigten. Ter Minister hob hervor, daß in allen anderen konstitutionellen^ Staaten das Recht des Herrschers, die Kammer aufzulösen, unbeschränkt sei, dem: andernfalls wäre es unmöglich, das Gleich-- genncht und dir Unabhängigkeit der drei Gewalten zu wahren. Tie Lage des Herrschers sei schwierig, wenn er, durch die Verfassung gebunden, nur im Falle eines Konfliktes zlvischen der gesetzgebenden und der ausführenden Gewalt die Kammer auflösen zu können, eine durch die höchsten Staatsinteressen gebotene Auflösung der Kammer aus anderen Gründen für notwendig hielte.— Nach kurzer Aussprache nahm die Kammer fast einstimmig diesen und die anderen von der Regierung vorge'cb läge neu Abänderungsanträge an. Die letzteren betreffen die Wählbarkeit jedes Osmanen, der die erforderlichen Eigenschaften besitzt, in jedem beliebigen Wahlbezirk, ferner eine Erhöhung der Entschädigung der Abgeordneten, die Aushebung des Artikels 117 der Verfassung, der dem Senat das Recht der Auslegung der Verfassungsartikel und dem Staatsrat bezw. dem Kassationshof das Recht du Auslegung von Verwaltungs- bezw. _ Rechtsfragen gibt. Schließlich wurde der gesamte Gesetzentwurf mit 193 von 208 Stimmen angenomn!en. der Nähe der syrischen Küste ein Floß mit 15 Matrosen, von denen rare einer lebte. Dieser erzählte, daß die Torpedierung am 8. Februar sieben Uhr vormittags stattfand, und daß der Kreuzer in wenigen Minuten sank, ohne Boote aussetzen zu können. Englischer Schwindel. B e r l i n, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das englische Pressebureau gibt am 5. Februar den Bericht des Kapitäns des am 2. Dezember von einem deutschen Unterseeboot versenkten engl!schen Truppentransport-Dampfers „Com modo re" bekannt, in dem dieser die Behauptung aufstellt, er habe beim Längsseitkommen gesehen, daß auf dem Unterseeboot die deutsche und österreichisch-ungarische Kriegsflagge in Bereitschaft gehalten wurden, um je,nachdem, welcher Nationalität der .Dampfer angehöre, die eine oder andere zu setzen.. Wie wir .von zuständiger Seite erfahren, handelt es sich um eine der üblichen englischen Erfindungen, die wie mehrere andere französische und englische Meldungen wohl dazu dienen soll, die Italiener glauben zu machen, daß deutsche Unterseeboote italienische Schiffe versenkten. Der Dampfer „Commodore" wurde am 2. Dezember kurz vor Tagesanbruch von einem deutschen Unterseeboot gesichtet und verfolgt. Ein Warnungsschub — in der Morgendämmerung aus gut 5000 Meter abgegeben — überraschte den Dampfer vollkommen. Er behielt zunächst den Kurs der Fahrt bei und konnte erst durch weitere Schüsse zum Stoppen ezwungen werden. Auf dem Unterseeboot wurde vor er Abgabe des Waruungsschusscs die deutsche Kriegs flagge gesetzt; sie wurde erst nach Beendigung der kriegerischen Handlung niedergeholt. Vielleicht übersah, sie der Kapitän beim Längsseitkommen zur Abgabe der Schiffspapiere, da nur wenig Wino war und daher auf dem ltillliegenden Boote die Flagge nicht answeh'e. Möglich ist es auch, daß er die zwei klar zum Hissen angesteckten Flaggen, nämlich das Signal a und b (Verlassen Sie das Schiff so schnell wie möglich?), das in diesem Falle aber nicht gebraucht wurde, als .Kriegsflaggen ansah. Der Zustand des Kapitäns, der ungewaschen und halbangezogen war und offenbar frisch aus der Koje kommend, sich diesem unangenehmen Ereignis gegenübersah, läßt eine irrtümliche Schilderung seinerseits vielleicht erklärlich erscheinen. Die Verbreitung seiner Angaben als eine amtliche Meldung aber ist eine leichtfertige Entstellung, wie sie allerdings dem englischen Nachrichtenburean in dem Verleumdungsfeldzug gegen unsere U-Boote erfahrungsgemäß nicht schwer fällt. B e r l i n, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich ) In den letzten Tagen wurden wiederholt in der fremden Presse (Quelle: Reuters Nachrichten über den Untergang eines großen deutschen Kriegsschiffes im Kattegat verbreitet. Hierzu wird uns von zuständiger Seite mitgeteilt, daß alle derartigen Nachrichten auf völlig freier Erfindung beruhen. Die Kämpfe in Oftafrika. London, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reut-erschen Bureaus. Nach Meldungen aus Ostafrika, die bis zum 15. Januar gehen, haben verschiedene erfolgreiche Scharmützel mit dem Feinde stattgefunden. Am 5. Ja- iruar wurde eine feindliche Wteilung zurück ge trieben, die versuchte, Bomben auf die Ugandabahn zu legen. Zwei Tage spater griff eine Patrouille eine feindliche Patrouille bei Mangu an; der Feind zog sich zurück. An der Küste griffen unsere Trupperl die feindliche Streitmacht an und trieben sie auf bte Hauptmacht des Feindes zurück. Am 7. Januar griffen sieben Flugzeuge zwei feindliche Lager bei Vol an der Ugandabahn an. Am 10. Januar wurde wieder eine feindliche Wteilung, die Bomben auf die Ugandabahn legen wollte, zurückgetrieben. Sonst ist alles ruhig. (Notiz: Ueber derr Inhalt und die Glaubwürdigkeit dieser Reutermelduna ist an hiesiger amtlicher Stelle zurzeit nichts bekannt.) Die russischen Finanzen« Kopenhagen, 15. Febr. (WTB. Nichtamtl.) „Ber- nngske Tidende" meldet aus Petersburg: Die Finanzkommission hielt gestern eine Sitzung unter der Leitung des Ministerpräsidenten Stürmer ab. Die Versammlung wurde eingeleitet durch eine Erklärung des Direktors der Kreditkanzlei, daß es gelungen wäre, durch Vermittlung lapanischer Bankiers eine Anleihe in Japan anszu- < nehmen. Die Kommission traf darauf Bestimmungen über die Aufnahme einer i n n e r e n A n l e i h e von zwei Milliarden Rubel, wovon eine Milliarde durch die Reichsbank, die andere durch Privatbanken ausgegeben werden soll, und zwar zum Kurse von 95 Proz. bei einem h l / 2 prozentigen Zinsfuß. Die Teilnehmer an der früheren Anleihe erhalten V.Proz. Sondervergütung. Endlich wurde ein Antrag betreffend eine Anleihe in Finnland in finnischen Mark angenommen. Das Finanzministerium hat strenge Vorschriften gegen Scheinverkaufe deutschen Eigentums ausgearbeitet. Unter dem Vorsitz Barks fand eine Versammlung von Vertretern verschiedener Ministerien sowie der Handels- und Jndustriekreise statt, um die Plän-e für eine R e f o r in des russischen Steuersystems zu erörtern. Der Reichsrat erhält in Arier ersten Sitzung den Gesetzvoranschlag betreffend die Einkommensteuer zur Verhandlung. Man erwartet, daß die Partei der Rechten dagegen Stellung nimmt. Der Zar. Petersburg,^. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. K a i s e r N i k o- laus besuchte am 11., 12. und 13. Februar die Nordwestfronten, wo er die Truppen, insbesondere die Reiterei, besichtigte. An zwer Fronten nahm der Zar eine Parade zahlloser Regimenter ab und richtete an die Offiziere eines jeden Regiments Ansprachen, in denen er ihnen für ihren eifrigen und hingebungsvollen Dienst dankte und die Ueberzeugung ausdrückte, daß jeder bis zum Aeußersten kämpfen und ihm helfen werde, den Feind niederzuwerfen. Rumänien und Bulgarien. Sofia, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) „Dnewnik" me det: Bulg arren kaufte in Rum än ien 3000 Tannen Weizei Wertere Einkäufe würden ins Auge gefaßt werden. * * * Die Beschießung von Mailand. M a i l a n d, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Heute früh gegen 9 Uhr erschienen einige Flugzeuge über der Stadt. Sie wurden aus den Abwehrkanonen heftig beschossen und von den italienischen Fliegergeschwadern angegriffen. Die feindlichen Flugzeuge verschwanden, nachdem sie einige Bomben abgeworfen hatten. Der Sachschaden ist unbedeutend. Von der bürgerlichen Bevölkerung wurden secbs Personen getötet und einige verwundet. Der Seekrieg. Der Kreuzer „Admiral Charner ^ 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Ä miral Der Verlust des Kreuz mrral Charner" bestätigt sich. Mau . Rriegzbriese aus dem Osten. Von unserem zum Ost Heere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Die Front in den Rokitno-Sümpfen. II. I m S t y r - B o g e n. . Bug-Armee, Anfang Februar. Die Eisenbahn von Kowel nach Kijew ldurchschneidet beim Bahn- hos Czartorysk die deutschen Stellungen. Es ist das eine Tatsack>e, die man aus jeder Karte ablesen kann, sie l>at für die Regimenter, die rechts und links dieses bedeutsamen Schnittpunktes liegen, die allererfreulichsten Folgen. Nicht nur, daß man alles, was man beim Ausbau der Gräben und Unterstände braucht, schnell und ausreichend heranbekommt, nicht nur, daß man im Wteil zweiter Klasse so beinahe in den Schützengraben fahren kann und umgekehrt, bei .Heimatsurlaub, ach Heimatsurlaub! Auch recht schnell in die Heimat — nicht nur, daß die Post und die Zeitungen bemerkenswert wenig Beförderungszeit brauchen, auch die Errungen- schäften des Westens, die man im Osten kaum kannte, rollen auf den eisernen Bändern zur Linie. Nach einem Gang von etwa einer halben Stunde kann man von der Stellung aus auf den Badezug treffen. Zwei Güterwagen sind als Badeanstalten eingerichtet. In jedem der beiden Wagen hat man vier lleine Kabinen mit Wannen und allen! sonst zum Baden Erfreulichen geschaffen, hat für Wäsche gesorgt, so daß ein warmes Bad ein leicht zu erreichender Genuß wird. Daneben gibt es einen Speisewagen, der auch aus einem' Gütenvagen, in den man Fenster eingesetzt hat, geschaffen wurde. Eine Anzahl kleiner Tische mit hellen, bunten Decken stehen da jeweils vor den Fenstenr. Es sieht aus wie ein sehr sauberes und gemütliches Vorstadtlokal, das übrigens apf besonders gutes Essen Wert legt. Dann ist noch ein Schlafwagen vorhanden. Als ich dort vorbeikam, un! in die Stellungen zu gehen, waren die Badczcllen natürlich „gut besucht"! Ein Offizier, der für Kameraden „vor- be,teilte", schüttelte sich vor Wohlbehagen über diese Einrichtung, die auch er im Osten noch nicht gesehen hatte. Die Russen haben w vor einiger Zeit behauptet, die deutschen Armeen hätten den Winter befielt durch ihre Einrichtungen. Nun hat sich im Sumpfgebiet der Winter noch gar 'nicht gestellt, in den ersten Februartagen war cs hier weich, sonnig und schön, so daß die Nachrichten der Ocsterreicher, daß in Wien die Veilchen blühten, nickt einmal großes Erstaunen auslösten, aber der Kämpf gegen Nässe, Ungeziefer, Sumpf ist mit ziemlichen 'Erfolg geführt ivorden. Freilich wird der wirkliche Frühling noch'manches nicht leichte Stück ArbeitI geben. Die Aerzte haben jetzt schon merkwürdige Fieber kr ankheiten gelegentlich festgestellt, und der Kampf gegen solche Dinge ist lfter fast,ebenso wichtig ,wie der'gegen die Russen, wie man sich leicht vor,teilen kann. Die Säugpumpen haben in den Unterständen viel Arbeit, zumal die Grundwasserverhältnisse sehr merkwürdig und eigentlich noch nicht recht geklärt sind. Eine undurchlässige Tonschicht sck)eint das Sickerwafser aufzulmlten, so daß mau erst nach Durchflößung der, Schicht aus Abzug rechnen kann. Ueberall aber ist der Grundwasserstand, selbst auf den sandigen Inseln, erstaunlich hoch, dabei war jetzt bei leichten Nachtfrösten und sonnigen Tagen die Lage noch besonders günstig. Nach den Erfahrungen im vergangenen Spätherbst ist die Linie aus die Hügelreihen vor dem Styr-Bogen gelegt worden. Tie Stellungen am Fluß wären allzu leicht dem russischen Flankew- feuer ausgefetzt. So zieht sich ein niedriges Hügelland und die Sumpfebene des Styr vor den deutschen und österreichisch-ungarischen Hauptstellungen, und erst südlich von Czartorysk lehnt sich die Stellung wieder dicht an den Styr. Drüben, aus dem jenseitigen Styrufer, sieht man die Kirchen von Waraz und Rafa- lowka in der Sonne liegen. Gegen Mittag beginnt die russische Artillerie ein paar Schuß zu streuen, wie sie in der Nacht vorher in Richtung des Dorfes Wotczek über hundert Schuß ziemlich sinnlos abgegeben hatte. Es sollte wohl diese ganze artilleristische. Unruhe eine Antwort aus die Beschießung von Rasalowkä sein. Unsere Artillerie hatte hinübergelanigt. weil die Russen sich allmählich allzu leichtsinnig zeigten und offen arbeiteten. Dies gegenseitige Anfassen dauert dann ein paar Tage, bis es wieder einmal an einer anderen Stelle lebhafter wird und an der ersten nur die paar üblichen Gewehrschüsse im Vorgelände fallen. Starke Posten sind an sehr vielen Stellen vorgetrieben. Nachts sind die Jagdkommandos im Styr-Bogen an' der Arbeit. Ter Führer eines solchen Kommandos, das aus vstpreußischen Truppen bestand, erzählte mir ein paar solcher Geschichten, wie sie da in mancher Nacht sich abspielen: Die Horchposten hatten berichtet, daß über einen kleinen Wasserlanf die Russen sich Bretter gelegt hätten und des Nachts 'dort sechs, sieben Mann stark zu irgend einer Postieruug hinübergingen. Der Leutnant legte sich mit neun Mann auf die Lauer. Es lag, Mitte Januar, leichter Schnee. Drei Mann nmrden seitlich abgebogen, um gegen Ueber- raschunaen von links zu sickern, ein Mann lag auf Rufweite nach vorn. Man wartete. Eine lange 'Nacht unter vergangenem Him- "E. Gegen vier Uhr meldet ^der Mann vorne: eine Gestalt hat aus „Werda?" keine Antwort gegeben. Der Führer sucht das Grau zu durchdringen. Ta sind äuf höchstens vierzig Schritt die Rujjen heran. Ueber dreißig Mann. Ein paar Handgranaten stiegen. Wer es nutzt nicht mehr viel. Tie Russen sind an) Handgriff nahe. Der Unteroffizier wird an den 2£rm gefaßt. Er schlägt mit dem ^Seitengewehr aus den Russen, dev losläßt. Bon rechts sieht man lausende Gestalten, die den Rückzug abschneiden wollen. Die sechs Mann spritzen auseinander. Den Leutnant verfolgen die Russen, ohne einen Schuß, zu,tun. Er laust 600 Meter, denkt, nun ist's gesck-afft, kann in dem schweren Pelz- wcrk auch kaum mehr das Tempo halten. Da sieht er die Russen in dicken! Schwarm hinter sich. Er läuft weiter, stolpert im ^Schnee, stürzt über eine verlassene Feldwachen-Stellnng. Noch im Stürzen schreit er: „Alarm! Ausschwärmen!" Die Russen denken, daß die Feldwack>e besetzt ist, stutzen, gehen langsam zurück. Eine andere Geschichte ist die Rekognoszierung in Richtung eines Birnbaumes^ der eine Höhe kennzeichnet. Tie Russen sollten dort zwei Kompagnien vorgeschoben haben. Man kam über die Höhe. Nichts- Plötzlich stehen in der Dunkelheit drei Maun. ..Die Leute nahmen die Kolben und schlugen zwei „garnisondienslfätzig", der dritte büchste schon vorher aus. Die dre! hatten gerade einen Horchposten von. drei Maun ablüs-en wollen. Aus dem Erdloch schoß jetzt einer der Russen, die den Posten besetzt hatten. Man dielt das herausragende Gewehr zur Seite und schoß, in die Luke. Da krochen die beiden anderen heraus und wurden nach rückwärts geschickt. Man ging in langer Linie in Fühlung aus Sehwette weiter. Inzwischen hatten die Schüsse aber die russischen Feldwachen alarmiert. Man merkte bald stärkere russische Gruppen, die sich sammelten, ohne zu schießen. Die kleine deutsch Abteilung kroch zurück. Jagdkommandos sollen keine Gefechte liefern. Da gab es von rechts Feuer. Jetzt schoßen auch die Russen vorn. „Kein Schuß. Laufen!" Sie kanven alle durch und brachten ihre Gefangenen mit. Dias ist das heimliche Leben in den Nächten zwischen den Linien. Viel Mut und Geschicklichkeit, Geistesgegemoart und kühner Entschluß werden da zwischen Sumpf und Wasser und Wald manche Nacht eingesetzt. Der Tag sieht dann die Ruhe der Hauptstellung, die den Kameraden Zeit zum Ansbauen und so etwas wie Erholung läßt. Gott sei Dank kommt es jetzt, nachdem die schlversten Tage des Bauens und Ausbauens vorbei sind, auch dazu, und die Mann- schaften. die ich sah, waren recht guter Dinge. Wobei man sich klarmachen muß, was für eine bittere und schwere Schule das ist, die jemanden das Erholung nennen läßt, wenn ein bischen Sonne scheint. Essen reichlich da ist — sonst aber der Tod nur ein wenig weiter steht als sonst und die Tage und Stunden wie ein Wasser rinnen, dessen Lauf man nicht kennt, dessen Weg man nicht mehr mißt. Nach Wegen über die Schlachtfelder der Vierwochenschlacht von Czartorysk, — diese Dörfer, um die damals gekämpft, stehen nicht mehr, oft kann man kaum die Reste, kümmerliche Aschenhaufen, noch erkennen — nach Wegen vorbei an den vielen Gräben, vielen Kreuzen, vielen lleinen Friedhöfen, die das tote Land verziehen, kam ich an die Stellung, vor der die ehemalige kleine Stadt Czartorysk liech. Vor acht Tagen hat nurn den Dachreiter der weißen, ziemlich großen orthodoxen Kirche zusammengeschossen, weil ec zu gute Beobachtungsstellen abgab. Das Dach ist seinerzeit von deuffchen und österrerchischen Pronieren gesprengt worden. Die Ruine der Kirche auf leichtem Hügel beherrscht trotzdem das Bild. Ein paar Häuser stehen unterhalb der Kttche. Sie sollen der Hauptteil sein, der von Czartorysk noch erhalten geblieben ist. Man sicht Obstbäume, die ihre winterlichen Aeste strecken. Trüben am Slyruser sieht man Rauch aus den russischen Hauptstellungen sich bläulich hochkräuseln. Ein paar Russen hacken Holz. Ueber die Styrbrücke, die man durchs Scherenfernrohr sieht, geht jetzt bei Tage natürlich kein Mensch, aber nachts ist lebhafte Bewegung. Gestern trug der Wind die Klänge em-er russischen Regi- mentsmusik herüber. Dias Land, drüben blauen die Wälder, wie sie hinter unserer Linie Deckung und Baustoff geben, ist hier von stiller Schönheit. Tie graublaue breite Wasserfläche des Styr verliert sich in weiten Wiesen. Darüber die Hügel. Dahinter WAder. Zarte Farben, die sich in der großen Weite misck-en mck im hellen Horizont verschwimmen. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Aur dem Reiche. Das preußische Abgeordnetenhaus begann am Dienstag die zweite Beratung bti Staatschnushalts mit der allgenreinen Aussprache zum Voranschlag des Staacsmini^ steriums. Abg. Dr. H o e s ch - Neukirchen berichtete über die Verhandlungen des Haushaltsausschusses zur lErnährimgsfursorge im Kriege und über die zahlreichen zu ihm gestellten Anträge in Sachen der Kartoffel-, Gemüse- und Fleischversorgung, des Wildabschusses, der Freigabe der Düngemittel, der Sicherung der Be- stellungs- und Crntearbeit, der Verteilung der Kckeie, der Verteilung der Mehlaufträge, der Haferpreise, der Lebensmittelversorgung durch die Gemeinten, durch Vereine und Genossenschaften, der Verteilung der Futternrittel und der Eisenbahnbeförderung von Dünge- und Futtermitteln. Die Gesichtspunkte dieser Anträge sind in den Verhandlungen des Reichstags und der beiden Haushaltsausschüsse, auch in denen der anderen Bundesstaaten, zu so mannigfachem Ausdruck gekommen, daß mindestens für die breitere Oefsentlichkeit darüber nichts wesentlich Neues mehr zu sagen ist. Die Ausführungen wurden von den folgenden RÄmern aus dem Hause, den Abgg. Hoff (Fortschr. Volksp.) und von >Oertzen (ftei- kons.) nach verschiedenen Richtungen hin variiert; die Fortschrittspartei wünscht besonders schärfere Ataßnahmen gegen die Ber- fütterung von Brotgetreide. Die Weilerberatung wurde aus Mittwoch vertach. Berlin, 16. Febr. Am Anfang der gestrigen Sitzung im Wgeordnetenhause war es voll im Saale, unten und oben auf den Tribünen. Allmählich aber wurde es. so berichtet die „Voss. Zig.", leer und leerer. Schließlich herrschte fast eine beängstigende Oedc, und dabei brachten die Redner gewiß genug Wertvolles und Wichtiges vor. Ob es bei dem heutigen Weitergehen der Verhandlungen, sagt das Blatt, nicht noch eine Ueberraschung geben wird? Man munkelt u. a. von einer Erllärnng, die der Präsident des Hauses abgeben werde. — Die „Berliner Neuesten Nachrichten" sagen: Ob die Streitfrage nochmals im Plenum zur Erörterung gelangen wird, ist noch ungewiß. Im allgenieinen besteht nicht die Neigung dazu, aber es ist nicht unmöglich, daß die Stellungnahme der äußersten Lücken doch noch eine Besprechung nötig mackt. — Die „Berliner Politischen Nachrichten" meinen, es sei nie daran gekevcht worden, den Beschluß des Haushaltsausschus)es in der Unterssebootfrage im Plenum zu erörtern. — Die „Germania" möchte >ps im Interesse des Vaterlandes mit Genugtuung verzeichnen, daß die Angelegenheit nun als endgültig vmr der Bildfläche wieder verschwunden angesehen werden dürfe. * Berlin, Iss. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) An der im Reichstag veranstalteten Tngnng der deutschen Bereinigung für K r ü p p e l f ü r s o r g e und dem Kongreß der deutschen ortl^opäd-ischen Gesellschaft nahmen auf Anordnung des Kricgsministeriums sämtliche stellvertretenden Korpsärzte des Besatzungsheeres teil, um sich über die wichtigen Fragen fite diesen Teil der Kriegsbeschädigtenfür- sorge zu unterrichten.. Anschließend fanden auf Anregung der Medizinal-,Wteiluing des .Kriegsministeriums am 8. und 9. Februat in der Kaiser-Wilhelm-Madeinie unter dem Vorsitz des Feldsanitätschefs Beratungen über verschiedene Fragen des Sanitätsdienstes im Heimatsgebiete statt, an denen sämtliche Kriegssarntäts-Jnspekteure und stellvertretenden Korpsärzte, sokvie die Sanitätstransportkommissare und Garnisonärzte der größeren Festungen teilnahmen. Berlin, 16. Febr. LcrrLt „Vonvarts" beruft der D e u t s ch e Arbeitgeberbund für Pas Baugewerbe seine Haupte Versammlung aus den 29. Februar nach Berlin ein, um über die weiteren Maßnahmen zu beratc^, nachdem die Verhandlungen mit den Vertretern der ArbeiterverMinde zunächst gescheitert juck. Ans Ltn-t nn- Land. Giebe»,, 16. Februar 1916. Mode und Krieg. Das ciuanker Ausschli-eHende und auch das Vereinigende, das zwischen den Begriffen Krieg und Mode obwaltet, tft in unserem Blatte schon wiederholt besprochen worden. Auf ben ersten Blick erscheint es, als ob neben dem Eisenkleid des Kriegers Spitzengeraschel und Farbengetändel zu verschwinden hätten; und dem wäre auch so, wenn nicht gerade der Krieg über das Wort „Mode" Bedingungen und Forderungen stellte, die ihm die Mode wie alte Erscheinungen des Tages untertan machen. So ist denn auch des Vereinigenden zwischen den beiden Begriffen genug gewesen, um es in den letzten Wochen in Frankfurt zu der mehrfach von uns erwähnten M o d e b u n d w o ch e kommen zu lassen: Man erachtet — mit Recht — eben den Kriea als den ge aebenen Augenblick zur Befreiung von der Modevormundschaft des Auslandes. Zu erörtern, unter welchen Gedanken und Zielen man diesen Weg gehen will, und wie er überhaupt gangbar ist, soll nicht der Zweck dieser Zeilen sein, sondern vielmehr der Hinweis auf eine weitere, rein praktische Seite des Themas „Mode und Krieg". In der letzten Versammlung des hiesigen Hausfrauenvereins wurde daraus von Frau Geheimerat U s i n g e r nachdrücklich aufmerksam gemacht, und es erscheint wichtig genug, dem Gegenstand einen größeren Platz einzuräumeu. Die Rednerin behandelte nämlich die vom volkswirtschaftlichen Standpunkt überaus wichtige Frage des Erspare ns von Stoff in dieser schweren Zeit an der Damenkleidung, für die eben die Frankfurter Modewoche unter seltsamer Verkennung der wirtschaftlichen Zusammenhänge den „weiten gerafften R o ck" fordert. Frau Geheimerat Usinger belegte ihre Forderung mit der Verlesung eines Aussatzes der „Franks. Ztg." zur Frage der Stoffvergeudung. Es sei hier folgendes daraus wieder ge geben: „Wir wollen und sollen sparen! Keine Ausgabe, die nicht unbedingt nötig ist, und vor allem keine, die Geld in<> Ausland bringt! Das mögen sich die Frauen gesagt sein lassen, bevor sie an die Bestellung neuer Fr ü hj a h rs kl e i de r gehen. Ms die Gefahr hin, unmodern zu erscheinen, dürfen sic sogar den verpönten engen Rock wieder aus dem Schrank nehmen, es werden gute Patriotinnen sein, die in ihm trippeln. Damit kommen wir zum Vorwurf der Stoffverschwendung, den man den Gebilden des Modebundes macht. In der Tat: Ter Zug nach dem Osten, der die neuen Kleider charakterisiert, muhte notwendigerweise Kur stofflichen Weitschweifigkeit verleiten. Wir wollen aber mit der neuen Mode nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich zielen. Wir können es den Damen nicht gestatten, daß sie in der schwersten Zeit, die das Vaterland durchmacht, drei- oder viermal nrehr Stoff für ein Kleid gebrauche, als vor dem Ausbruch des .Krieges. Die künstlerischen Berater des Modebundes haben natürlich, als sie Modelle östlichen Baus einforderten, den weiten Faltenwurf und gebauschte Röcke nicht beanstandet, >der Volks Wirtschafter muß es, weil wir unsere Vorräte strecken wollen. Tie meisten der vorgeführten Kleider werden nicht Massenartikel, sondern nur in ihren Motiven benutzt werden. Das Leitmotiv bei der Motiv-Verwendung wird aber zu lauten haben: Spart Stofs! Es könnte sonst bei längerer Dauer des Krieges soweit kommen, daß die Frauen, weil sie sich nach der Mode anziehen. nichts mehr anzuziehen haben (obgleich sie das, nebenbei bemerkt, immer behaupten werden). Uebrigens zeigt der Modebund auch eine Anzahl stoffarmer Kleider, uwnach sich die Bestellerinnen richten können. Bei vielen aber geht die Stosfülle über das vom Volkswirtschafter erlaubte Maß hinaus, und es ist kein Trost für ihn, wenn ihm gesagt wird, daß die wundervoll geblümte Seide aus Krefeld stammt." , Die Frau-en könnten, so führ die Rednerin dann fort, hier praktisch mithelsen und insbesondere anch die Schneider und Schneiderinnen nnd Geschäfte in ihreni Bestreben aus Sparen von Stoffen in dieser schweren - Zeit unterstützen. Für Schneiderinnen werde es ja schwer sein, jemandem ,abzuraten, wenn er einen recht weiten Rock haben wolle, denn die Schneiderin werde sich sagen: Wenn ich das nicht mache, geht die Kundin zu jemand anderem. Deshalb müßten die Frauen dahin wirken, daß niemand diejenigen, die Kleider Herstellen, in eine solche Verlegenheit bringe. Wie wir höret:, will sich der rührige Gießener Haus- franenverein die Verfolgung dieser Frage auch weiterhin angelegen sein lassen, und wenn man bedenkt, daß in dieser Zeit zunächst einmal die praktischen Zusammenhänge zwischen Krieg und Mode und dann erst die ästhetischen zu berücksichtigen sind, werden sich alle, die es angeht, namentlich auch die Angehörigen des Schneidergewerbes, von den in dieser Beziehung zu unternehmenden Schritten des genannten Vereins nicht ansschließen. Gerade die letzteren sind daran schon ans dem einfachen Grunde interessiert, weil eine Stoffvergeudung in Verbindung mit der schon erfolgten Beschränkung der Textilindustrie dazu führen könnte, daß es eines Tages viel weite Röcke, aber keinen Stoff mehr gebet: könnte. * •• Amtliche Personalnachrichten. Das Ehrenzeichen iür Mitglieder sreiwilliger Feuerwehren wurde vom Großherzog Philipp G e r st e n s ch l ä g e r, Friedrich StorckV., Jakob Bolz, sämtlich zu Groß-Bieberau, verliehen. ** Stadttheater. Alls dem Stadttheaterblireau schreibt man: Robert Reinerts erfolgreichesLustspiel „Die rätselhafte Frau" — mit dein Frau Baste morgen Donnerstag hier gastiert — ist in letzter Zeit neu ailgeiloiilmen, beziv. auigeiührt worden in Hamburg, Metz, Zürich, Graz, Hannover, Prag, Nürnberg und Dresdell. Am Berliner Komödienhaus erlebt das Werk in den nächsten Tagen bereits seine hundertste Aufführung. ** Vom Gießener Konzert-Verein wird uns mitgeteilt: Das für nächsten Sonntag, 20. Februar, vorgesehene Konzert muß wegen Verhinderung der Hofopernsängerin, Frau Cläre Dux, verschoben werden. Bekanntgabe des neuen Datums und des Programms erfolgt nach st ms. ** Jubiläen der Arbeit. Das ehrenvolle Gedenken einer ununterbrochenen vierzigjährigen Tätigkeit im Betriebe dev Brühlschen Druckerei konnten in diesen Tagen zwei ulte, treue Mitarbeiter des Geschäftes, die dessen blühende Entwicklung aus bescheidenen Anfängen heraus mitgefördert haben, begehen. Am 14. Februar waren es 40 Fahre, daß der Alt-Maschinenmeister Alwin Andreas sein Arbeitsverhältnis in dem Unternehmen angetreten hat. Um den Jubilar sammelten sich gestern in der Mittagsstunde alle dem Geschäfte vom Kriege noch gelassenen Angestellten und Arbeiter, um ihm und dem Hilfsarbeiter Melchior O ß- wald, der gleichfalls auf ein langes Berbnndensein mit dem Betrieb, auf über 41jährige Arbeitstätigkeit, zurückblickt, ihren Glückwunsch auszusprechen. Buchdruckereibesitzer Lange richtete an die Versammelten eine herzlich gehaltene Ansprache; aus seiner kurzen Schilderung der Ent- Wicklung der Brühlschen Druckerei entnahmen die alten Veteranen des Betriebes manch gemeinsame Erinnerung an treues Mitarbeiten an der Blüte des Geschäfts und' der junge Nachwuchs ein Beispiel dafür, wie mit vereinter Krast ein Ziel erreicht werden kann, auch wenn die Verhältnisse, nne wir sie nach dem Kttsrege wohl erwarten müssen, schwerer sind, als wir sie in langen Friedensjahren kennen lernten. So bedeuteten die Worte des Chefs für die Jubi- lare die beste Anerkennung ihrer treuen Dienste, für die er im werteren auch unter Ueberreichung eines Ehrengeschenks den warmen Ausdruck seines Tankes fand. Die Zeitverhält- nrsse verboten natürlich eine geräuschvolle Ausgestaltung der schlichten Feierlichkeit, aber aus der einfachen Veranstaltung nahmen die Geehrten gleichwohl die Ueberzengung mit« daß sie ihre langjährige Arbeit von Geschäft und Kollegen herzlich anerkannt und gewürdigt sehen. ** V o nt Eierverkauf des Kommunalver- b a n d e s. Bei unserer gestrigen Mitteilung über den Eierverkauf des Kommunalverbandes ist ein Drncksehler unterlaufen. Die Eier werden in den verschiedenen Verkaufsstellen der Firma Grieb zu 16 P f g. das Stück verkauft, nicht wie es irrtümlich hieß, zu 19 Psg. Wir verweisen auch auf die Anzeige in unserem heutigen Blatte. ** DerKreis-L)bst- und Gartenbau-Verein ($) jene n bäll am Sonntast, den 20 Febr., nachmittags 3'/, ttßr, eine Vereinsversammluug zu G r o ß e u - L i lt ö c n, Gaslbaus „Zur Linde", ain Babnbos, av, in der Oekonomierat Spieß von Fried- berg über die Arveilen im Obßvan in gegenwärtiger Zeit svrechen wird. Anschließend findet eine Gralisverlossmg von Obstbäumen, Garten,verkze»aen, Sämereien nsiv. statt. Näheres im Anzeigenteil. ** Ter O v e r h e s s i s ch e G e s ch i ch t 8 v e r ei n bält am Donnersta , den 24. Februar 1916. avends Uhr. eine ordentliche Mitglieder-Versammlung im Saale des Botels Schütz ab. Auf der Tagesordnung fictit u. a. ein Bortraa von Protz,Dr Belke: „Tie Reife Bernhards von Breidenbach und des Gra'en Fohanu von Solms 1183 nach Palänma, dann Sinai nnd Aegypten." Naderes ist ans dem Anzeigenteile zu ersetze ** Bortra n N r. V der vom Kau'mämnschen Verein tmd Orts-Gewerbeverein abgehalteuen Borlragsreii-e findet Donnerstag, den 17. Februar 1916, abends Sy a Uhr pünktlich in der neue» Aula der Universität statt. Pfarrer Lie. Tr. Schwarz lose aus Frankfurt a. Ni. wird über Das religiöse Leben im Felde sprechen. Landkreis Gießen. Fl. K l o st e r Arnsburg, 15. Febr. Vor gerade 70 Jahren, wenige Wochen nach der ans den 12. Januar 1846 fallenden Feier des 100. Geburtstages Pestalozzis, faßte I. P. Schäfer aus Altenstädt, der spätere Leiter der Blindenanstalt in Friedberg i. H., den Plan, ein rechtes Denkmal Pestalozzis dadurch zu setzett, daß in H>esseu ein Rettungshaus für v e r w a h r l o ft e Kinder errichtet werde. Mit Hilfe des Grafen Otto zu Solm s - Lauda ch, der ein Haus mit Garten im Bezirk des Klosters Arnsburg bei Lich zur Verfügung stellte, und dttrch srei- willige Gaben konnte das Rettungshaus am 27. Oktober 1847 in Arnsburg eingeweiht und eröffnet werden. In den 70 Jahren ihres Bestehens hat diese Anstalt überaus segensreich gewirkt. — Eine weitere Fürsorge- Erz iehungs-Anstalt in Hessen, das S t. M a r i e n - W a i s e n- haus für Mädchen bei Neustadt im Odenwald, sieht in diesem Jahre auf sein 60jähriges Bestehen zurück. Die Anstalt wurde 1856 von beni Mainzer Bischof Frei Herrn von Ketteler rnit hochherziger Unterstützung des Fürsten Karl zu.Löwenstein-Werthet.m-Rose'nberg. des jetzigen Paters Ray- mund Maria im Dominikaner-Ktoster Trans Cedron in Benloo, gegründet. In dem Waisenhaus haben in den 60 Jahren seines Bestehens gegen 1550 arnie, verlassene und verwahrloste Mädchen Aufenthalt und Unterweisung erhalten, so daß sie ihr Fortkommen finden konnten. O G r ü n b erg, Io. Febr. Unter zahlreicher Beteiligung wurde hellte unfcv ältester Mitbürger, Rentner Johannes Gill er, zllr letzten Rntze gebracht. Am 6. Februar komlte er noch iil geistiger Frische imö unter reger Anteilnahme der hiesigen Einwohner seinen 100. Geblirtstag feiern. — Am Montag abend zwischen 9 mtd 10 Uhr war hier eilt G e io i t t e r bei starkem Sturul lmd heftigem Regeuwetter. Alls kurze Zeit versagte auch das elektrische Lkcht. Seit heute ist null Schilee gefallen mrd eine handhohe weiße Decke hüllt die Erde ein. Kreis Schotten. — Schotten, 15. Febr. Der Vorstand des hiesigen ^2 e h r e r h c i in s" beschloß eine Erweiterung des Heims durch einen zweistöckigen Anball für 14 Gastzimlner, Wirlschaits- unb Gesetlschaüsrämne. Die Bauausführung bedarf noch der Genehmigung der Generalversammlung. Kreis Fricdberg. .bl. Friedberg, 16. Febr. Die hiesigen Schweinemetzyer machen folgendes bekannt. Auf unsere Eingabe an die zuständige Behörde wegen Erhöhung der Fleisch- und Wurstpreise ist uns ein absagender Bescheid geworden. Da es uns unmöglich ist. für die festgesetzten Preise zu verkaufen, sehen wir uns genötigt, unsere Geschäfte von Mittwoch ab zn schließen. — Die „Friedbcrger Zeitung" schreibt dazu: Es entzieht sich unserer Beurteilung, ob die Schweinemetzger zu diesem Schritte tatsächlich gezwungen sind, weil zu den behördlich angesetzten Preisen nicht mehr mit Verdienst gearbeitet werden kann, aber eins muß mit Naä)druck gefordert werden, nämlich, daß die Ernährung unserer Bevölkerung sichergestellt wird, ob mit ob ohne Schweinemetzger. Starkenburg und Nheinhessen. A Darmstadt, 16. Febr. Der „Tägl. Anzeiger" berichtet: Bei dem Sturme gestern morgen ist in der Herulauustraße ein großer Ast voll einem Baume herabgerisseu worden; dieser traf ein jliuges Mädcheil und verletzte es so schwer, daß es von der Rettungswache in das städtische Krankenhalls eingeliefert werden mußte. Der Zllstaild der Schwerverletzten gilt als hoffnllngslos. Hessen-Nassau. sj M a r b u r g, 15. Febr. Gestern abend nnd vergangene Nacht tobten im Lahn- und Ohmtale heftige Gewitter mit Sturm und Hagel. In der Kirchhainer Gegend besonders wurden vielfach Bäume entwurzelt. und sonstiger Schaden angerichtet. Heute trat Schne-cfall ein, der stundenlang anhielt. --- Frankfurt a. M., 16. Febr. Ein orkanartiger Sturm, der gestern nachmittag zwischen 2% und 3y a Uhr über Frankfurt dahinbrauste, l)atZn den tvestlichen Vororten und in der Stadt selbst erheblichen Schaden angerichtet. Am schlimmsten hauste er int Stadtteil Dackenheim. Hier riß ein Windstoß einen 20 Meter hohen Schornstein um. Der Schornstein stürzte auf Hintergebäude und durchschlug deren Stockwerke. Ein Hinterhaus wurde fast ganz zerstört. Unter den Trümmern wurde eine Frau Engemann begraben. Artilleristen der nahet: Kasente leisteten die erste Hilfe und befreiten die erheblich verletzte Frau aus ihrer gefährlichen Lage. ,.W-eitcrcn Einsturzgefahren an den Häusern beugte daun die Feuerwehr vor. Der Schaden ist sehr erheblich. — Von der grüßet: Gewalt des Sturmes legen ferner zahlreiche entwurzelte Bäume, abaedeckte Dächer und umgewehte Kamine! Zeugnis ab. Atlf der Eschersheimer Landstraße riß der Sturm ein^u Klavierwagen um. am Roßnrarkt drückte cs eine große Scheibe ein. In Seckbach und Eschborn fegte er mehrere Dächer von den Häusern. Auch in den Tannnswäldern richtete das Unwetter mancherlei Unheil an. = Bad Homburg v. d. H., 16. Febr. Der Magisttat beschloß die Balmersche Sammlung Hamburger Altertümer in der Englischen Kirche unter zu bringen. Tie gesttige Stadtverord- netenversanlmlung trat dein Beschluß bei. oblvohl einige Mitglieder religiöse Bedenken dagegen äußerten. Für den Kreis Lötzen bewilligte man 1000 Mk. Der Entwurf eines neuen Ortsstatuts für die Kur- und Badeverwaltung wurde nach langer Debatte nach derr Aendermtgsvorschlägen der vereinigten Ausschüsse angenommen. Ms Nachkredit beioilligte die Versammlung 630 Mk. für Unterstützungen, 500 Mk. für Unterhaltung des Krankenhauses und 750 Mk. für das Waisenhaus. Mit der Einrichtmtg einer besseren Beleuchtung der Kurhatistvandelhalle erklärte man sich einverstmrden. Die Mittel hierfür siitd bereits im Haushaltunas- plan vorgesehen. Zur Steuerung der schweren Mißstände bei der einzigen Berttnlungsstelle des städttsck>etl Sckpnalzcs und Fettes beschloß matt die Einrichtung einer zweiten, gegebenenfalls einer dritten Ausgabestelle. Fe. Wiesbaden, 15. Febr. Bei starkem Sturm und Regen ging gestern abend gegen 9 Uhr hier nnd in der Umhegend ein heftiges Gewitter nieder. Der Sturm richtete Schaden itt den Banmplantagen an. Er entwurzelte ans bem Gelände des ehemaligen Taunusbahnhofes eine alte mächtige Linde nnd legte die Umzäunung an der Kaisersttaße in einer Länge von 70 Metern völlig nieder. Eine ähnliche seltene Naturerscheinung in der ietzigen Jahreszeit wurde hier zuletzt am 21. Januar 1893 beobachtet. T i l l e n b u r q, 15. Febr Auf dem Förderturm der Elfengrube „Nikolausslotleu" v e rsti u g l ü ck t e der Bergarbeiter Heinr. Hain ans Frohnhausen t ö d l k ch. g. Hersield. 16. Febr. Am 1. März wird die Eisenbahn t e i l st r e ck e Grebenau—Alsfeld eröffnet, fo daß dann die neue Bahnlinie Hersield—Nlederailla—Alsfeld vollständig im Be- lriebe ist. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 16. Febr. S ch w e i n e m a r k t. Aus- getrieben lvareu 29 Schwellle. Es kosteten: Vollsteischlge Schweine von 60 bis 100 Kilogramm Lebeudgeioicht 108 , 00 — 00,0 > Mk., Schlactztgew. 00,00 Mk.; Bollsleischige Schweine unter 80 Kg. Lebeudgeioicht ' 93 , 00 - 00,0 ' Mk., Schlachtgew. 00,00 Mk.; Volt- rleischige Schlverue von 102 bis 120 Kg. Lebcudgeiolcht 118,00 bis 118.50 Mk., Schlachtgeiv. 00,00 Dtk.; Bollfleischige Schweine von 120 bis 150 Kg. Lebeudgelviclst 129,00-0o,00 Mk. Geschäft flott, ivird 'an aeroumt. fc. Frankfurt a. M., 16. Febr. Frucht- nnd Futter- u'. > t t e l m a r k t. Am tzentigen Markle kanin eine^ Älendernug. Stimlnnng iür FtlUermittel sehr fest. Getreide gefchästslos. Angebot gering, Nachfrage rege. fc. Frankfurt a. M.» 16. Febr. K a r t o s i e l m a r k t. Kartoffeln im tzttoßtzaudel m loser Ladung ab Versandstation 6,10 Mk. per 100 Kilo. fc. Frankfurt a. M.» 15. Febr. Heu- und Stroh mar kt 2luf dem heutigen Heu- und Strohmarkt ivar nichts auge'ahren. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichteu in Hessen am Tonuerstag, den 17. Febr. 1916: Trüb, Negenialle, mild. Letzte Nachrichten. Geheimrat Schenck-Marburg 1. Marburg, 16. Febr. Der Direktor des physiologischen Instituts der Universität, Geheimrat Friedrich S ch e n ck, ist im Alter von 54 Jahren g e st o r b e n. Die neue englische Thronrede. London, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die bei der W i e d e r e r ö f f n u n g des Parlaments gehaltene Thronrede lautet: Meine Alliierten und mein Volk, die in diesem Konflikt mit immer stärker werdntden Banden der Sympathie und des Ein- verftänduisses sich vereinigten, bleiben fest entschlossen, Genugtuung für die Opfer uirprovozierten tmd nicht zu rechtfertigendeul Verbrechens und ivirksamere Garantien für alle Nationen gegen einen Uebersall seitens einer Macht zu erhalten, die fälschlich die Gewalt als ein Recht der Zweckmäßigkeit und als Ehre bettachtet. Mit stolzem und dankbarem Vertrauen blicke ich auf den Mut und die Hartnäckigkeit der Hilismittel meiner Flotte und Armee, von denen wir bei einer würdigen Erreichung dieses Zieles abhängen. Das Unterhaus wird für die Finanzierung der Kriegführung zu sorgen haben. Nur Maßregeln, die dazu beitragen, unser gemeiu- santes Ziel zu erreichen, werden dem Parlamente vorgelegt werden. Der russische Mißerfolg in Besjarabien. Amsterdam, 16. Febr. Wie mir mein Londoner Gewährsmann berichtet, hat ein hoher englischer Offizier im Aufträge des englischen Kriegsamtes einige Monate an der ^russischen Front in Bessarabien geweilt, um die dortigen russischen Aussichten zu studieren. Der Offizier ist jetzt zurückgekehrt und sagt in seinem Bericht, der Hauptzweck der russischen Armee an dieser Front war, eine große feindliche Armee durch fottgesetzte Massenangriffe von anderen Kriegshandlungen abzuhalten. Das mißlang jedoch gänzlich. Die Russen haben seit Ende November 100 000 Mann g e o p f e r t, während der Feind noch nicht den fünften Teil der genannten Ziffer verlor, obwohl er kaum halb so stark war wie die Russen. Die Angabe, dre feindliche Front bei Czernowitz sei gefährdet, ist völlig falsch. Dre Zahl der direkten Verteidigungstrupi>en ist gewiß nicht sehr groß, die Reserven sind ebenfalls gering, aber hinter der Front bewegen sich fortwährend große Truppennrassen, die nach dem Balkan gehen oder von dort kommen und jeden Augenblick eingreifen können. Deshalb hat der Feind nicht notig, vor der bessarabischen Grenze ein riesiges Heer aufzustellen. Die Erfolge der russischen Armee sind nicht nennenswert. Es ist unmöglich, die feindliche Front zu durchbrechen und alle Opfer, die man noch bringen wird, werden vergeblich sein. (Voss. Ztg.) Selbstmord des italienischen Botschaftssekretärs in London. Bern, 16. Febr. Ter Londoner Korrespondent des „C o r r i» e r e d e l l a Sera" drahtet, am Montag habe der erste Sekretär der italienischen Botschaft in London Selbstmord verübt. Der Aufruhr in China. i. Köln, 16. Febr. Der „Köln. Ztg." zufolge ist dein Pariser Journal über die revolutionäre Bewegung in China eine Meldung der Petersburger Telegrapl)en-Ageittur zugegangen, ivonach die Regi-erungsttuppen bei Tschungtsckeng geschlafen wurden und den Rückzug angetteteu haben. Die Rebellen beietzten Sutschufu, die Regierungsttuppen zogen sich vom unteren Jangtsekiang znnück. Außer Tschengtschusu ist die ganze Provinz Setschwan in der Hand der Rebellen. Bis jetzt l>at sich die Revolution auf fünf Provinzen ausgebreitet, ivovon drei bereits ganz im Besitz der Rebellen sind. Tie Ausrührer verfügen über 12 Kanonen mrd 2 Maschinengewehre. Flchtennade-l -Kräuterbäder’ In Tabletten für Nervöse und Genesende Der bewährte Badezusatz Man verlange ausdrücklich „Pinofluol In Tabletten 6 Bäder M. 1,50 - 12 Bäder Bekanntmachung. Betr.: Ausbruch der Schafräude in der Gemarkung Mainzlar. In der Gemarkung Mainz! a r ssst die Schaftände ausge- bvochen. Die ersorderlickien Sckutzmaßregeln sind angeordnet. Gießen, den 15. Februar 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _ I. P.: H e m m e r d e. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche im Kreise Marburg. In Bernsdorf ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. T« angeordneten Schutzmaßregelu sind aufgehoben. Gießen, den 11. Februar 1916. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: H e m m e r d e. / Giehener Uonzert-Verein. Das für nächsten Sonntag, 20. Februar vorgesehene Konzert mutz wegen Verhinderung der Hofopernsängerin, Frau Cläre Dux verschoben werden. Bekanntgabe des neuen Datums u. des Programms erfolgt nächstens. imD Der Vorstand. Pulver! Montag abend 1 / 2 12 Uhr verschied sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Marie Riihl Ww., geh. Ockel im Alter von 71 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Lina und Mütchen Weidig Familie Mofmann. Giessen (Seltersweg 59 I), Bamberg (Obere Königstr. 37), den 16. Februar 1916. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 17. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. ,, 73 Von Beileidsbesuchen bittet man ab sehen zu wollen. Back- Brame' tlakao- <^i- Eierkuchcn Eis Himbeersaft Donig- Limonadc- Pudding- Saliztzl- Vanillin Vanillesaucc-Pnlver m'w. emvf. Lülsr-Vrogerls, n. Seefische I. M. Schulhof i: Telephon 119. — Prompter ! Versand nach auswärts, i" iaksclniiRsife Für die uns anlässlich lieben Tante und Grosstante Danksagung. des Hinscheidens unserer inKnbelnL60u. lOOPfd., attut i Preise von M.3S.SV, ferner la. j Fettselfongualver, in Säckchen ! u. 10, 25 li.lOOPfd., Alt M. 3 ).Sg. j alles v.5O kg geg. Nachnahme : ab Kempten habe, so lange j Vorrat reicht, abzugeb. Bitte «genaue Station angeben, j Jch. Schaehenwayr, Kempten im Allgäu 1V7. ,^«D kaufmännischer Verein»Oriz-Gewerbeverem Donnerstag, den 17. Februar 1916, abends 87. Uhr pünktlich in der neuen Aula der Universität: ur>n Uortrag Uv. V Herr Pfarrer Cie. Dr. Schwarzlose aus Frankfurt a.Main über: Das religiöse Leben im Uelde mit Lichtbildern. -— Fräulein Anna Müller, Lehrerin bewiesene Teilnahme, sowie für die schönen Blumenspenden sprechen wir hiermit allen Freunden und Bekannten unseren tiefgefühltesten Dank aus. Die trauernd Hinterbliebenen. Giessen, den 15. Februar 1916. Oberhessischer Geschichtsverein — i . - Im Saale des Hotels Schütz. —■ T ages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenberich'. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. VORTRAG des Herrn Prof. Dr. Velke: „Bio Beiso Bernhards von BroidsnbEsh und des Grafen Johann von Solms 1483 nach Palästina, dann Sinai nnd Aegypten“. [ns] aneh Hamen, eind willkommen. = Eintritt für Nicht-Mitglieder...Mk. 1 .— Eintritt für Soldaten vom Feldwebel abwärts. Mk. —.20 Schirme und Stöcfre müssen in der Garderobe abgegeben werden. ■Bindfaden mit Hanf-Einlage der beste Ersatz, der allen berechtigten Ansprüchen genügt, in 4 Stärken lieferbar, per Kilo Mk. 3.20 ab hier, netto Cassa. Probepakete zu Diensten. lEisa«MS3n^“- 0 a f n Speyera.Rh. Teleph. 260. [1193ss] Postfach 47. Heute frisch vom 1 <&ccpta% eintreffend: Verkauf von 6 Nbr abends! Visls ISO OOO schon ins Feld gegangen, Kriegspackung, sehr geeignet zum Beipacken: Einser Liebesgabe' GegenHusten,Heiserkeit, Verschleimung sowie infolge des Zuckergehaltes __—— •ia Stärkungsmittel se hr beliebt bei den Feidtruppcn Man achte auf den Aufdruck „KönigL Ems“ und weise Nachah.i ungen zurück. ständige Auswahl: 50 verschied.Formen am Lager durchschnittlich: 2000 Stück Farben: Weiß, beige, grau, mode, blau, rosa Preislagen: 18.00, 15.00, 12.00 8.50, 6.00 bis is-Olisl- 1 . Cariaobauvereio Gigssei. Sonntag, den 20. Februar, nachm. 3V 2 Nhr: Bereinsverfammlirttg zu Grotzen-Linde«, Gasthaus 3 . Linde, am Bahnhof. ,, ^ Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Oekonomierat Spie ff von fvried- berg über die Arbeiten im Obstbau in gegenwärtigerZeit. 2. Anivaaen und Anträge. ^ 3. Gratisverlvsung von Obstbäumen, Gartenwerkzeugen, Sämereien usw. ^ ' Zu dieser Versammlung lade ich unsere Mitglieder mit lhren werten Damen ergebenst ein, ebenso auch alle Liebhaber des Obstbaues u. bitte um zahlreiche Beteiligung. Ter Vorsitzende. I. B.:,Simon. lih Sliit-Zihkßßsche. MM-KibkljW Große CcheWe 34 Pf. Pfd. Mund 68 M Bismarckheringe Stück 18 Pf. Bratheringe . . . Stück 18 Ps. Noktnröpse Makrelen, St. 16 Ps. Sardinen. . . . m 75 «f. Garantie für tadellosen Sitz Auswahlen bereitwilligst Mode haus Salomon Schulstrasse Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Zum Versand ins Feld: Halberstädter Würstchen enthaltend: 2 Paar Würstchen ™ und entsprechende -g dC dien ge Sauerkraut . . . Dose oder: 4 Stück extra grotze Würft- -ß QET chen ohne Kraut.Dose Leberwurst in Dosen ca. V 2 Pfund 90 Pfg. ca. l h Pfund 1,70 lu. 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