itr. 38 Der Gieh«ier Anzel-er erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Giehener^mMenblätter; zioe^mal wöchenll.Nreis- b!ati färben Ureis Gießen ^Dienstag und Freilag): zweitnal monatl. Land- wirffchaftüche seitfragen Fernsprech - Anschlüsse: ii'irdieSchrrstleitung112 Verlag,Geschästsstellebl Adresse dir Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt * 66 . Jahrgang Dienstag, * 5 . Zebruar * 9*6 V e r uq Zvrci - monatl. 85 Pf., viertel- jäkrl. Mk. 2.50: durch Avhole» u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch diePost Dit.2.30 uiectel- jahrl. ausschl. Vestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Ps. — Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt unö Land, Vermischtes und Ge- richtssnal: Fr.R.Zeuz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänttllch tn Gießen. Künzöfische SteHiiiigen bei Tahure erstürmt. Km von den Bulgaren besetzt. (WTB.) Großes Hauptquartier. 14.Februar. (Amttich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die lebhaften Artilleriekümpfe dauerten auf einem großen Teile der Front an. Der Feind richtete nachts sein Feuer wieder auf L e n s und L i 6 v i n. Südlich der Somme entwickelten sich heftige Kämpfe um einen vorspringenden erweiterten Sappenkopf unserer Stellung. Wir gaben den umfassenden Angriffen ausgesetzten Graben aus. In der Champagne wurden zwei feindliche Gegenangriffe südlich von St. Marie 5 Py glatt abgewiesen. Nordwestlich von Tahure entrissen wir den Franzosen im Sturm über 7 0 0 Meter ihrer Stek- 'lung. Der Feind ließ sieben Offiziere, überdrei- hundert Mann gefangen in unserer Haiä) und büßte Drei Maschinengewehre, fünf Minenwerfer ein. Die Hand- granatenkämpfc östlich von Maison de Champagne sind zum Stillstand gekommen. Südlich von Lusfe (östlich von St.Die) zerstörten wir Durch eine Sprengung einen Teil der feindlichen Stellung. Bei Obersept (nahe der französischen Grenze, nordwestlich von Pfirt) nahnien unsere Truppen die französischen Gräben in einer Ausdehnung von etwa 4 00 Metern und wiesen nächtliche Gegenangriffe ab. Einige Dutzend Gefangene, zwei Maschinengewehre und drei Minenwerfer sind in unsere Hand gefallen. * Die deutschen Flugzeuggeschwader griffen Bahnanlagen und Truppenlager des Feindes auf dem nördlichen Teile der Front an. Oeftlicher Kriegsschauplatz. AbgeselM von einigen für uns erfolgreichen Pa- tromllen-Getzchten hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Die strategische Lage in Albanien hat sich in den letzten Tagen scharf zugespitzt, und dort scheint die n ä ch st e Entscheidung fallen zu sollen, die geeignet sein wird, in den Wein an der Tafel Salandras und Briands eine große Dosis Wasser zu mischen. Wie in einem Teil der gestrigen Auslage bereits gemeldet wurde, haben die Bulgaren die etwa 10 000 Einwohner beherbergende Stadt E l b a s s a n besetzt. Sie liegt in südöstlicher Richtung von Durazzo; es ist das alte Skam- pia oder Skampa, von dem der Fluß Skumbi seinen Namen erhalten hat. Me Stadt verfügt über drei Moscheen ?rnd eine griechische Kirche, hat Kupfer- und Eisenwarenfabriken: sie ist bekannt als Stätte sehr lebhafter Märkte. In der Nähe befinden sich warme Schwefelquellen. Von Durazzo ist Elbasfan in der Luftlinie annähernd 60 Kilometer entfernt, von Tirana, das die k. und k. Truppen bereits vor einigen Tagen eingenommen haben, liegt es südöstlich, r.ur 32 Kilometer .in der Luftlinie entfernt. Längs des S/kumbiflusses, der unweit vonElbassan vorbeifließt, ergibtlsich ein verhältnismäßig bequemer Vormarschweg zur Adriaküsti.', so daß den in Durazzo bereits von den Oesterreichern und Ungarn bedrängten feindlichen Truppen der Rückzug noch Balona unschwer verlegt werden kann, sofern es ihnen nidjt gelingt, zu Schiff aus Duräzzo zu entkommen. Das Schicksal von Durazzo muß sich in kürzester Frist entscheiden. Dazu kommt heute noch die sehr überraschende Meldung, daß die Bulgaren auch im beschleunigten Anmarsch auf Balona sind! Sie haben Fieri besetzt, das nur 25Kilometer nördlich von der vielgenannten' Hafenstadt liegt. Die Bulgaren sind von Berat aus Zunächst in westlicher Richtung marschiert, und sie haben nun einen bequemen Kustenweg zum Vormarsch auf Valona. Dort muß es sich enffcheiden, ob die verantwortlichen Männer in Italien einen festen Willen haben oder ob fff, wie die einstmaligen Machthaber in Serbien und Montenegro, ihr Heil und Gut in der Adria dem Endabschluß der Entente anvertranen wollen. r Der Ssterreichisch-rrngavtsche Tagesbericht. Wien. 14. Fedr. (WTB. 'Nichtamtlich.) Amtlich wird öerlautbart: 14. Februar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer (üriegsschauplatz. Die G e s ch ü tz k ä m p f e an der t ü st e n l ä n d i s ch e n Front waren gestern an innigen Stellen sehr heftig. Unsere neugewonnene Stellung irR o m b o n q e b i e t wurde gegen mehrere feindliche AnqriH/e behauptet. S ü d o st l i ch e . r Kriegsschauplatz. Die in Albanien operierenden k. und k. Slreitkräste haben mit Vortruppen denunterenArzongewonnen. Der Feind wich auf das Südufcr zurück. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Elbafan und Fieri von den Bulgaren besetzt. Sofia, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier gibt bekannt: Die bulgarischen Truppen besetzten gestern Elbas an. Die Bevölkerung bereitete ihnen einen warmen Empfang. Die Stadt ist beflaggt. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Athen, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Bulgaren haben Fieri, 25 Kilometer von Balona, besetzt. Essad Pascha. Berlin, 14. Febr. (Priv-Tel.) Das „Bert. Tagebt." meldet aus Lugano: Es wird bestätigt, daß E s s a d P a sch a sich samt seinen Soldnern nach Korfu eingeschifft hat. Sein zahlreiches Gepäck ist bereits dort angekommen. Der gefangen igehaltene österreichisch-ungarische Konsul in Korfu ist an Bord einer griechischen Fischerbarte geflohen. Gr hat viele wichtige Dokumente mitgenommen. Griechenland und Italien. Athen, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus.- Der Kontrakt mit der italienisch e n M i s s i o n zur Reorganisation der Gendarmerie ist heute erloschen. Er wird nicht erneuert, da die vor geschlagenen Bedingungen von Griechenland nicht angenommen werden. Athen, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Bericht des „Corriere della Sera" vom 9. d. M. macht darauf aufmerksam, daß die Stimmung gegen Italien in ganz Griechenland sehr gereizt ist. Nicht nur die Deutschfreundlichen, sondern sogar die Venizelisten seien gegen die Italiener. Das Hauptorgan der Anhänger von Venizelos, „Nea Hellas", will keinerlei Besetzung griechischen Bodens durch italienische Soldaten dulden und kündigt ail, daß hierin die Venizelisten die Regierung ohne Einschränkung unterstützen werden. Der Besuch BriandS in Italien. Rom, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Briand und die französische Mission sind im italienischen Hauptquartier vom König zur Tafel gezogen worden. Me Mission besichtigte mehrere Punkte der italienischen Front ein- lick)cn Haltung der amerikanische Regierung gegenüber der deutschen Erklärung betreffend bewaffnete Handelsschiffe greift die englandfreundliche Presse die deutsche Ankündigung heftig an und versucht, das amerikanische Volk auf jede Weise gegen Deutschland aufzuhetzen. — Der „New York Herald" erklärt leidenschaftlich, Amerika könne das neue teutonische Seeräuber- pvogrannn nicht annehmen. — Die „New York Tribüne" nennt die deutsche Ankündigung einen Vorwand für loeiterc Schreckenstaten. - Einige Blätter bemerken im .Hinblick auf die VersickerM der mg!ischeu Presse, daß nickst Wilson, sondern die englische Flotte die Einstellung der Unterseebootsangriffe bewirkte mit Ironie, warum man sich denn über die deutschen Untersceboots- angrrsfe nach dem 1. März Sorgen machen solle. . Washingtoner Depesche der „New York Times" sagt: Amtliche Kreise des Staatsdeparteinents wollen kerne Be inerknngen über die deutsche Ankündigung machen? sondern lieber warten, bis sie deren amtlichen Text vor Augen haben. Alle Anzeichen sprechen dasiir, daß die Weigerung der Alliierten die Anregung der Vereinigten Staaten wegen der.Entwaffnung dm Der §eekneg. Ein englischer Kreuzer aus eine Mine gestoßen. London, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Der Kreuzer „Ar et hu sa" stieß an der Oftküfte aus e:ne M i n e. Man glaubt, daß er ganz verloren ist. Ungefähr 10 Leute der Besatzung sind ertrunken. Der Kreuzer „Arethusa" ist erst 1913 vom Stapel gelaufen. Er hatte eine Wasserverdrängung von 3560 Tonnen und 400 Mann Besatzung. Englische Flottenbewegungerr. Kopenhagen,^. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" meldet aus Beraen: Norwegische Schiffe trafen in letzter Woche große englische Flottenabteilungen auf der Strecke von her Dogger bank bis zur liorwegischen Küste. Es waren hauptsächlich Geschwader der leichten Kreuzer. Auch im Atlantischen Ozean trafen norwegische Schiffe englische Kreuzer. Ties stehe vermutlich in Verbindung mit der Jagd ans die „Möwe". Das Seegefecht aus der Doggerbank. x Ä cr lV'i Febr. (Priv.-Tel.) Nach einer Blättermeldung handelte es sich bei dem Seegefecht auf der Doggerbank um ganz neue englische Schiffe, die für den Minen- und Luft- abweyrdrenst gebaut und im Typ der kleinen Kreuzer gehalten sind Sie fahren 16 Seemeilen und haben eine Besatzung von 78 Mann Sie waren erst seit Januar in Dienst. sichtigen, bewaffnete Handelsschiffe als Schiffe zu behandeln, die die Eigenschaft als Nrchtkombattantm verwirkten und sie als Hilfs- ^euzer ansthen und aus dieser Grundlage behandeln werden auf Grund der Veränderung :n den Verhältnisse des Seekrieges welch? aus dem Auftreten der Unterseeboote und ihrer Ver- teldigungsunfähigkeit herrühre: 2. den Erlaß einer Warmmg an Amerikaner, sie würden, wenn sie ans bewaffneten Handelsschiffen Een aus emene Gefahr handeln: 3. die Ankündigung des Ent- ,sch ui,es der Vereinigten Staaten, bewaffnete Handelsschiffe als ^Hilfskreuzer zu behandeln, wenn sic amerikanische Häfen anlüfen das heißt, ihnen Aufenthalt nur so lange zu gestatten, daß sie Ausbe,senmgen vornehmen und genügend Feuerung und nnttel einnehmen könnten, um den nächsten Hafen ihres Heimatlandes zu erreichen, ferner ihnen 24 Stunden Frist zur Abreise, zu geben ,und einem jeden solcki-en Schisse den nächsten Besuch eines amerikanischen Hafens erst nach drei Monaten zu gestatten Depesche der „Evening Sun" ans Washington sagt- «'^s^n^ute dafür, daß Lansing wenigstens ein» 25' ,ö { 1 Begründung D?ut,chlands und Oesterreich- : wmhc Bewaffnung der Handelsschiffe ' ^ lyre Anhaltung und Durchsuchung durch Unterseeboote unAus Stadt und Land. Gießen, 15. Februar 1916. Uriegsarbeit in Gießen. XVI. Die KriegStätigkeit der freiw. SanitätSkolonne Gießen von Kriegsausbruch bis 31. Dezember 1915. So unerwartet jauch der Krieg ausbrach, traf er die Kolonne nicht unvorbereitet, war doch die Ausbildung der Mannschaften, ihre Ausrüstung und die Geräteauschasfuna stets unter dem Gesichtspunkt der Kriegsverwenduugsfähia- keit erfolgt, und die Betätigung der Mitglieder im öffentlichen städtischen Rettungsdienst war nur zum Teil Selbstzweck, sie diente nebenbei auch der besseren Mamnschafts- ausbildung, denn die Anwendung des Gelernten im Ernstfälle war geeignet und bestimmt, die Ausbildung für den Kriegsfall zu fördern. So konnte die Sanitätsko'lonne ge- tvost an die Aufgaben Herangehen, die uns der Krieg stellte. Bereits am 3. Mobilmachungstag traf der Einberufungsbefehl für diejenigen Mitglieder ein, die schon in Friedenszeiten als Krankenpfleger ausgebildet waren und sich für den Mobitmachungssall z-ur Verwendung als freiwilliae Krankenpfleger im Kriegsgebiet verpflichtet hatten. Es waren die Mitglieder Heinrich Pfeiffer, Wilhelm Steuerwald, August Rink und August Lamm, die am 9. August von hier abreisten, um sich in Frankfurt bei dem Delegierten der freiwilligen Krankenpflege zu melden Von dort aus rückten sie mtt hem Lazarett'rupp des 18 Armeekorps, dem sie Ungeteilt wurden, ins Feld und fanden Verwendung in Lazaretten in Sedan und Vouzier. Die beiden Erstgenannten stehen noch als freiwillige Krankenpfleger im Felde. Ihre Tättgkeit erlitt nur durch Erkrankung, die sie sich im Pslegedienst zugezvgen hatten, eine kurze Ünter- brechung. Weitere Krankenpfleger wurden im Laufe des Jahres 1914 und 1915 ausgebildet und fanden teilweise in den hiesigen Lazaretten, teilweise auch in der Etappe Verwendung. Zwei weitere Mitglieder der Kolonne wurden als Sauitätshun de führe r ausgebildet und sind als solche ebenfalls im Kriegsgebiet tätig. Der mit Eintritt der Mobilmachung eintretende starke Bahuverkehr, der trotz Außerkraftsetzung des Friedensfahr- planes durch durchkommende Truppeuzüge, zu ihren Truppenteilen reisende einberufene Soldaten und durch die aus der Sommerfrische und aus dem Auslande zurückkehreriden -U,eiiueii )iu; gegen yi,iei)euö£eueii eci^j^id} utjrciQcct hatte, ließen bei der Hitze der Augusttage, der BeschränÄ.ng per Zuazahl und der dadurch bedingten lieber füllung her 3iige sehr bald die Errichtung einer dauernden Aanitäts- v a ch e auf dem Bahnhose notwendig erscheinen, die unter Zustimmung der Bahnhofskoinmandantur am 4. August 1914 eingerichtet wurde und sofort ein reiches Feld für- ihre Be- lätigung fand. Sie wurde untergebracht in einem Zimmer des Bahnhofsgebäudes und mit drei Mann, vom 21. August mit vier Mann, besetzt. Diese Wache ist bis jetzt rw«ch tätig und nicht nur am Tage, sondern auch nachts besetzt. Ihr fiel zunächst die Hilfeleistung beim Reisedurchgangsverkehr zu und sie war dadurch so stark in Anspruch genommen, daß sie auch nach Einrichtung der planmäßigen Verbandstelle beibehalten werden mußte. In der Zeit von Kriegsausbruch bis zum 31. Dezember 1914 wurde sie in 1675 Fällen in Anspruch genommen. Es handelte sich meist um kleinere Hilfeleistungen, darunter viele Fälle von Magen- sflmerzen, wobei die Pattenten (durchreisende Soldaten oder leickt Verwundete) als Grund für ihr Leiden sehr häufig Ueberfütterung aus den einzelnen Stationen durch die Erfrischungsstell^n des Roten Kreuzes angaben. Bei dem Abtransport Verwundeter wurden auch die Mannschaften der Sanitätskolonne herangezoZen, dieser Teil ihrer Tättgkeit ist jedoch in der obigen Zahl der Hilfeleistungen nicht einbegrissen. Um alle der Kolonne zufallenden Aufgaben zu bewältigen, reichte der zu Kriegveginn vorhandene Mcrnnschafts- stand nicht ans. Es wurden daher im August und September unter der Leitung des Kolonnenführers 2 Trägerkurse abgehalten, zu denen sich Jünglinge und reise Rlänner in großer Zahl einfanden. Im ersten Kursus wurden 60, im zweiten 120 Krankenttäger ausgebildet. Die Ausbildung mußte sich aber bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit und bei dem Mangel an genügendem Ausbildungspersonal, das zudem noch durch den Berwun- detendienst sehr in Anspruch genommen war, auf den eigentlichen Tragedienst beschränken, während das Anlegen von Verbänden und die sonstigen Ausbildungszweige unberücksichtigt bleiben mußten. Von den Kursusteilnehmern wurden 150 als geeignet bei der Kolonne als sogenannte Krie gs- mitg^tieder eingestellt. Ihre Aufnahme als vollberech-- tigte Kolonnenmitglieder erschien wegen der nur teilweisen Ausbildung nicht rätlich. Es konnte aber im Laufe der Zeit eine Anzahl dieser Kriegsmitglieder, die durch den praktischen Dienst das Fehlende gelernt hatten, als attive Mit glieder in die Kolonne ausgenommen werden. Die jüngeren Kriegsmitglieder, die zum TragMenst noch nicht kräftig genug erschienen, wurden als Samariter der Verband- uud Erfrischungsftelle zugeteilt, wo sie unter Leitung eines älteren Kolonnenmltglieds mit den Damen der Erfrischurrgs- stelle die Erfrischung durchkommender Verwundeter und Truppen zu besorgen Hutten. Die Einteilung erfolgte in Gruppen zu 10 Mann, die in achtsttindiger Tag- und Nachtschicht ihren Dienst versahen. Diese jungen Kriegs mit glieder fanden auch noch weiter Verwendimg bei der Liebesgaben stelle, die ttifolge der im Anfang des Krieges reichlich fließenden Liebesgaben viele Kräfte beanspruchte. Ferner wurde eine R ad s a hre rab t ei ln n g aus neun jüngeren Kriegsmitgliedern gebildet, der unter anderen Ausgaben auch dj.e Alarmierung der Kolonne zur Nachtzeit bei Eiutteffen von Verwundetenzügen oblag. Die übrigen Kriegsmitglieder wurden zusammen mit der Stcnnmann- schaft der Kolonne zum Ausladen Berwuudeter aus den Zügen herangezogen. Die Sanitätswache blieb unverändert, wurde aber für den Tag und N-acht ununterbrochen andauernden Verkehr einzelreisender Verwundeter durch weitere acht Mann verstärkt. Bei der Ankunft größerer Ver- wundetenttansporte wurde die ganze Kolonne zur Hilfe herangezogen. Die Alarinietung erfolgte teils durch telephonischen Anruf, teils durch die Radfahrerabteilung. Die Atarmierungs'einrichtung hat sich sehr gut bewährt. Drei als Krankenpfleger ausgebildete Sanitätskolonnenmit- glieder wurden speziell der Verbandstelle zugeteilt, wo sie unter Leitung des Arztes der Verbandstelle zusammen mit den Helferinnen des Roten Kreuzes tätig waren. Sehr bald trat die Frage an die Leitung heran, in tvelcher Weise diejenigen Mitglieder der Kolonne, die durch ihre Tätigkeit im Dienst des Roten Kreuzes einen Verdienstausfall hatten, zu entschädigen seien. Diese Entschädigung war unbedingt nötig, denn die Kolonuenmitglieder gehören ausnahmslos den wenig bemittelten Kreisen an und konnten ihren Dienst nur leisten, wenn ihnen der Unterhalt für ihre Familien sickiergestellt war. Es wurde deshalb für eine achtstÜTidige Wache eine Entschädigung von 2 Mark für solche Mitglieder gewährt, toelche darauf mrgewiesen waren, tvährend alle anderen ihren Dienst nnentgelllich versahen. Da alle Mannschaften im Bahnhofswachdienst Anspruch ouf fteie Verpflegung haben, diese aber nach der Art btw Einrichtung unserer Erfrischungsstelle ihnen nicht gegeben werden konnte, wurde eine Vergütung von 50 Psennigev festgesetzt: einige Mitglieder haben auch daraus verzichtet. Alle Einrichtungen auf dem Bahnhof für die Verwun- deten-FürsorM und den Abtransport konnten rechtzeitig sertlggestelkt norden, so daß beim Eintreffen der ersten Verwundeten am £3. August alles zum Empfang bereit war. Am 24. Augusu.1914 traf der erste größere Verwundetentransport ein umd von nun an kamen als Folge der Kämpfe m Belgien und an der französischen Ostgren^e täglich Verwundetenzüge in größerer Zahl an, die nicht nur Deutsche, sondern auch verwundete Gegner den heimischen Lazaretten zuführten. Die Lagerung und Versorgur^g der Verwundeten \n den Zügen, entsprach, wie bei den großen Verlusten der Ansangsschlachte.n nicht zu verwundern, keineswegs den bestehenden Vorschriften. In Güterwagen auf leichter Stroh- 'chütte waren die Verwundeten untergebracht und häufig trugen sie noch den ersten Verband, so daß die Aerzte der Verbandstelle bei jedem eintresfenden Zug stark in Anspruch genommen waren. Unterstützt wurden sie dabei von den Krankenpflegern und Helferinnen und durch alle Mitglieder der Kolonne, welche die .Verwundeten aus Krankentragen, auf dem Rücken oder in feder sonst möglichen Art nach der im Wartesaal 3. Klasse eingerichteten Verbandstelle. trugen oder sie sorgsam stt'itzend dorthin führten, sie auch wieder nach Erneuerung der Verbände nach dem Zug zurückbrachten, wenn ihr Zustand Hie Weiterfahrt gestaltete. Auch bei Befriedigung sonstiger Bedürfnisse mußte den armen Opfern der Schlachten Hilfe geleistet werden, und es galt, sich zu beeilen, denn die Züge mußten so rasch wie möglich den Bahnhof verlassen, um nachfolgenden Platz zu machen. Diejenigen Verwundeten, deren Zustand die Weitersahrt nicht gestattete, mußten in die Lazarette gebracht werden. Die größte Zahl von V e rwm n d e t c n z ü g e n wurde am 30. August gezählt, an welchem Tage innerhalb 24 Stunden zwölf Züge eiutrafen. Daneben kamen noch in den sabr- planmaßigen Zügen e i nz e l re i s.e n d e Verwundete an, die sich, eine ln den ersten Kr^egsmon-aten häufig be- obachdete Erschleimurg, von ihren Tvcrnspvrten getrennt hatten, unr ein ihnen passendes, in der Nähe der Heimat ge" legenes Lazarett z>u erreichen. Der Umfang der zn bewältigenden Arbeit läßt sich daraus ersehen, daß die Wlonnc zuweilen 36 Stunden, einzelne Ddannschasten sogar 56 Stunden ununterbrochen im Dienst waren. Es kam nämlich zu den Ausgaben der Kolonne am hiesigen Bahnhof noch die fveitere hinzu, B e g l e i t m a n n s cha s t e n f ü r die Der - wundetenzüge z-n stellen, die bis Kassel und darüber hinaus mitsahren mußten. Dadurch waren Wochen hindurch fast stets Mannschaften der Kolonne unterwegs. An einem Tage mußten sogar 22 Begleitmannschaften gestellt werden. Diese Tätigkeit horte erst auf, nachdem der ordnungsmäßige Besord-erungsdienst in Lazarett- und Krankenzügen durch» geführt war. Zum Abtransport Verwundeter vom Bahnhof in die hiesigen Lazarette standen zu Beginn des Krieges die von »der Kolonne schon vorher angesihasften Krankentragen, 2 fahrbare Krankentragen und 10 Automobile im Privatbesitz zur Verfügung. Weiter richtete die Kolonne zwei Möbelwagen zunr Verwundetentransport ein unter Venvendung ihres schon lange vorher beschofften Tragesystems. Diese Beförderungsart hat sich jedoch, trotz ihrer Empfehlung im „Nichlemannschen Leitfaden", nicht bewährt: sie ist besonders bei unseren Geländeverhältnissen zu schwerfällig und der Abtransport vollzieht sich zu langsam. Deshalb war es sehr zu begrüßen, als durch die Freigebigkeit des Herrn Geh. Kommerzienrats H e i ch e l h e i m ein Kran ken-Kraft wagen zur Verfügung stand, der, mit vier Tragen ausgerüstet, in der gleichen Zeit das 4sache leistete als die beiden Möbelwagen. Weiter wurden noch zwei fahrbare Krankentragen angeschafft, so daß, einschließlich der beiden dem hiesigen Garnisonlazarett gehörigen und einer von dem G a i l s ch e n Tonwerk zur Verfügung gestellten F-ahrbahre, deren 7 zum Verwundetentransport zur Verfügung stehen. Leider können die anfänglich verwendeten Privat-Automobile jetzt nicht mehr benutzt werden, so daß dar Abtransport sich langsamer vollzieht und die Verwundeten zunächst in dam dafür eingerichteten U n t e r k u^n s t s - raum am Bahnhof untergebracht werden müssen. Ist diesem sind eine große Anzahl von der Kolonne und dem Roten Kreuz beschaffte Tragbahren 'ausgestellt, die mit Ma tratzen und Wolldecken versehen eine bequeme Lagerung der Verwundeten ermöglichen: die erforderlichen Bettücher und Deckenbezüge, die nach jedesmaligem Gebrauch aus gewechselt und gereinigt werden, stellt das Rote Kreuz Die nrcht mit einem Verdeck versehenen Tragbahren wurden anfangs bei besonders großen: Andrang auch zum Trans Port Verwundeter in die nächstgelegenen Lazarette verwen det. Das geschah aber nur ausnahmsweise und unterbleibt jetzt ganz, schon um die Verwundeten nrcht müßiger Neu gierde auszusetzen, die sich häufig lästig bemerkbar machte. Eine Aenderung im Bahnhofsbetrieb des Roten Kreuzes und der Kolonne wurde nötig durch die von der Eisenbahndirektion Fnanksurt ans Verkehrsrücksichten kurz vor Weihnachten 1914 verlangte Räumung des als Ver bandstelle eingerichteten Wartesaales 3. Klasse. Diese Räu mung bedingte eine zeitweilige Schließung der Erfrischungsstelle, weil die ganze Einrichtung der Verbandstelle in Er mangelung anderer Räumlichkeit: in der auf den: Bahn steig errichteten Männschaftsbaracke und -Küche unterge bracht werden mußte. Damit war die planrnäßige Verband stelle ganz aufgehoben und ihre Aufgaben übernahm die Bahnhofs-Sanitätswache der Kolonne. Auch die Tätigkeit der Kranken-Erfrischungstelle ging vom 12. Januar 1915 ab aus sie über. Durch das Fehlen der Küche und die Notwendigkeit sparsamer Verwendung aller Lebensmittel war der Betrieb zunächst sehr beschränkt, er konnte erst nach dem 1. Mai erweitert werden, als durch die Einrichtung einer neuen Verbandstelle die Küche wieder frei wurde. Diese Verbandstelle hat, weil von den Bahnsteigen weit abgelegen, in Wirklichkeit nur die Bedeutung eines Unterkunftsraumes für hier auszuladende Verwundete, die auf ihren Abtransport in hiesige Lazarette warten, und einer Uebernachtungstelle für Leichtverwundete. Der Bahnhofs- Erfrischungsdienst erfuhr im Laufe des Jahres 1915 dadurch eine Erweiterung, daß nicht nur Verwundete, sondern auch einzeln oder in Transporten durchkommende ge- sechtsfähige Truppen Erfrischungen erhalten, solche auch an den Zügen mit längerer Aufenthaltsdauer angeboten werden. Diese Erweiterung machte die Anstellung einer Kochsrau erforderlich. Der Umfang der Leistungen der Kolonne ist *n ersehen aus der Zahl der von Kriegsbeginn bis zum Erwe des Jahres 1915 ausgeführten Transporte und der Anzahl der Verbände. Erstere betragen 9195, letztere 3268. Die Zahl der erfrischten Truppen einschließlich Verwundeten beläuft sich auf rund 180000. Die Zahl der Tag-Nacht- wachen beträgt 1509. Der Mannschaftsbe stand hat durch die erweiterte Einziehung zum Heeresdienst große Aenderungen erfahren. Zu Kriegsbeginn rückten ins Feld 11 Mitglieder als aktive Soldaten. Von den 255 Mitgliedern sirrd bis zum Jahresschluß 1915 weitere 124 Mitglieder militärisch eingezogen worden. Soweit sie der Stammmannschaft angehören, haben sie sämtlich im Heeres-Sani- tätsdienst Verwendung aefurrden. Zu Ende des Jahres 1915 betrug der Mitgliederbestand noch 44 einschl. der zu Krankenpflegern Ausyebildeten, von denen jetzt noch 12 in hiesigen Lazaretten Dienst tun. Aus dem Kriegsschauplatz waren am Jahresschlnß 5 Mitglieder als Krankenpfleger verwendet, 4 weitere stehen auf Abruf zum Dienst in der Etappe bereit. Auch die beiden als Sanitätshundeführer ausgebildeten Leute stehen noch im Felde. Zur Vorbeugung gegen Ansteckungsjgjesah'r wurden samt liche Mitglieder gegen Pocken geimpft, im Jahre 1915 auch die Schutzimpfung gegen Cholera rrnd Typhus vor genommen. Die Kolonne hat es sich auch angelegen feüt lassen für die Familien ihrer im Felde stehenden Mitglieder zu sorgen, urrd dazu die im Jahre 1913 gegründete Unter stützunaskasse wesentlich erweitert. Der Bestand der Kasse ber Kriegsausbruch betrug 196 Mk., die Einlagen bis zum 31. Dezember 1915 waren 1195.26 Mk. An Unter stützungen wurden ausaezaylt 945.20 Mk. Die Einnahmen der Unterstützungslasse bestehen lediglich aus Beiträgen von Mitgliedern, die sämtlich nicht in günstigen Vermögens Verhältnissen leben. Außer diesen Unterstützungen wurden auch an die im Felde stehenden Kolounenmitalieber von Zeit zu Zeit Liebesgaben abgeschickt, deren Kosten eben falls aus solchen Beiträgen bestritten wurden. Man kann darin einen Beweis für den guter: kameradschaftlichen Geist der Kolonne erblicken. Rückblrckend auf die bisherige Kriegstätigkeil der Kolonne kann gesagt werden, daß sie sich ihrer Aufgabe gewachsen gezeigt hat. Wir dürfen uns aber nicht verhehlen, daß manches, woran im Frieden viel Arbeit und Geld gewendet wurde, sich im Krieg als unbrauchbar herausgestellt hat, und daß die spätere Friedervstätigkeit sich in manchen Punkten in anderer Richtung zu bewegen hat. Der große Lehrmeister Krieg wird auch hier den rrch- tigerr Weg zeigen. ' Auszeichnungen. Dem Wehrmann Lndw. V o g e l h ös c \ von hier im Landwehr - Infanterie - Regiment 87, Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille. wurde auch das Eiserne Stvcir. verliehen. - Dem Oberleutnant und Kompagnieführer Tr. Kar Hahn aus Gießen, Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klane, sonne der Hessischen Tavserkeitsinedaille, wurde von der freien und Hansastadt Hamburg das H a u s e a t e u kr e u z verliehen - rer Unteroffizier Heinr.. W e i m e t, Sohn des hiesigen Eisenbalmbnu- Unternehmers Weimer, 6 Res.-Jns.-Div., erhielt am 6. Febr. d. I. das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Schmalzverkaus und Ererverkaus des ommunalverbandes. Die Fettknappheit hat die Zen- tral-Einkaufsgesellschaft in Berlin veranlaßt, u. a. dem Kommunalverbaird Gießen aus ihren Beständen anSchweme- schmalz Mengen in: Verhältnis zur Zahl der Einwohner zum Verkauf freizugeben. Der Kommmralverband har sich die ihm angebotene Menge S ch m a l z gesichert; es ist rn vorzüglicher Beschaffenheit eiilgetvoffen. Der Verkauf erfolgt in kleineren Mengen in den Verkaufsstellen der Firma Gebr. Grieb, Dampfmolkerei. Das Schmalz wird in Paketen von 1 Pfund und l/z Pfund zum Preise von 2.45 Mk. für das Pfund abgegeben. Der Kommunalverband Greßen hat ferner wieder einen Waggon frische ungarische Eier bestellt. Die Eier sind eingetrofserr und werden in den ver schiedeiren Verkaufsstellen der Firma Gebr. Grieb, Dampf Molkerei, zu 1b Pfg. das Stück verkauft. ** Ortsgewerbeverein. Der Vorstand des Orts- aewerbevereins hat irr einer Sitzung am Montag abend be schlossen, einer ihm vorliegenden Aufforderung zur Terl nähme an der Gründung einer Genossenschaft „O st preußenhilse" zu entsprechen und die Gründung trn Interesse des Handwerks tatkrästigst zu unterstütze!:. Glerch zeitig faßte er den einstimmigen Beschluß, mit aller Kraft gegen den Antrag im hessischen Landtag aus eine allge meine Erhöhung der Vermögenssteuer zu wir ken, da der Haus- und Grundbesitzin dieser für ihn so schweren Zeit eine lveitere Belastung in der vorgeschlcv- genen allgemeinen Form nicht mehr vertragen könne. ** National st iftung. Der Haupt Vorstand des Ver eins für das Deutschtum im Ausland (Allg. Deutscher Schul verein) zu Berlin hat durch Vermittelung der Tarmstädter vereinigten Ortsgruppen dem hessischen Landeskomitoe der National stiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen den Betrag von 2 0000 Mark überwiesen, und zwar aus den Er trägnissen der Kriegsnrarken, Postkarten usw. des Mlg. Deutschen Schulvereins. — Tic Firma E. Merck, chemische Fabrrk rn Tarmstadt, überwies der Nationalstiftung den Betrag von 10 000 Mark. *' S t a d t t h e n t c r. Aus dem Stadttbeaterbnreau wird uns geschrieben! Iran Käte Basts von: K. u.K. priv. Theater in der Iosefftadt m Wien, ein Mitalied der berühmten Künstlerfamilie Baslö, wird mit ihrer Gesellschaft am Donnerstag, den 17. Februar, ein einmaliges G a st s p i e l mit dein neuen Lust spiel von Robert Reiner „Die rätselhafte Fra it" geben Tie Künstlerin hat aus ihrer Kunstfahrt durch ganz Deutschland an zahlreichen Bühnen große Erfolge erzielt und z. B. vergangenen Sonnner an fast allen Kurtheatern — so auch in Bad-Nanheim und Ems - wiederholt erfolgreiche Gastspiele gegeben. Die Vor stellung findet außer Abonnement statt. ** Der Verein zur Förderung des H an d w e r k e unter den Israeliten hielt gestern im Gasthvf Grüne- wald seine erste Hauptversammlung während der Kriegszeit ab Aus der vom Vorstand gegebenen Berichterstattung ging hervor, daß die Tätigkeit des Vereins durch den Krieg gelitten l>at. Im Kalenderjahr 1915 unterstützte der^ Verein noch vier jüdische Handwerkerlehrlinge, woraus in 1915 zwei neue junge Leute dem Bäcker- und dein Tapezierhandwerk zugeführt wurden ln den beiden Jahren 1914 und 1915 wurden für die Lehrlings auszuführen, die geeignet erscheinen, die Blüten und Früchte zu rhalten und zur weiteren Entwicklung zu bringen. Dazu gehört in erster Reihe die Bekämpfung der Schädlinge und eine reichliche O b st b a u m d ü n g u n g. L. Frankfurt a. M., 14. Febr. Der Mittelrh. Beraub Evangel. Arbeitervereine hielt gestern hier eine ou 19 Vereinen besuchte De l e g i e r t e n v c r s a m m l u n g ab. Neben der Berichterstattung über Verbandskasse, Verbands- sterbekasse, Abteilung -Volksversicherung und Verbandsvrgan gesaugten zwei Anträge der Verbandsvereine Bocken he im bezw. Frankfurt a. M. zur Besprechung. Ter Antrag Bockenheim: bei den Handwerkskammern anregen zu »vollen, daß durch eine Verfügung die Beschränkung der Zahl der in Gewerbebetrieben zu beschäftigenden Lehrlinge wählend des Krieges aufgehoben wird, wurde einstimmig angenommen. Tie vom Verein Frank- urt gegebene Anregung, bei den maßgebend"-»: Stellen dahin zu wirken, daß die Frauenarbeit in gewerblichen und sonstigen Betrieben auf das wirklich Notwendige beschränkt wird,' ries eine eingehende Aussprache hervor. Wenn auch allgemein anerkannt lvnrde, daß die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse die Mitarbeit der Frauen in gewerblichen und sonstigen Betrieben notwendig erscheinen lassen, so dürfe dies doch nicht dahin führen, daß die allgemeinen Lohnverhältnisse dadurch ungünstig beeinflußt, oder daß nicht militärpflichtige Personen (Berufsinvaliden usw.) daiduvch brotlos würden. Auch auf die durch die Zusammenarbeit von männlichen und weiblichen Personen erhöhten sittlichen Gc- ähren wurde hingewiesen, ebenso auf die Schädigung der Gesundheit der mit schweren und anstrengenden gewerblichen Arbeiten beschäftigten Frauen. — Könrgstein i. T., 15. Febr. Auf der Haltestelle Münster der Königsteiner Bahn entgleiste der Acht- uhr-Abendzug mit einer Lokomotive und mehreren Wagen, anscheinend infolge Versagens der Weiche. Mehrere Per- oiten erlitten leichte Hautverletzungen. Amtlicher Wetterbericht. Oessentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am 'Mittwoch, den 16. Febr. 1916: Vorwiegend trüb, stellenweise Niederschläge, zeitweise ausklärend, keine Temperatnränderung. fürsorge vom Verein, der 105 zahlende Mitglieder besitzt, über 1600 Mk. ausgeivendet. Der Verein sperrdete für Zwecke des Roter: Kreuzes 300 Mk. urrd für die im ersten Kriegswinter eingerichtete Volksküche 100 Mk. Der Verein verfügt über ein Vermögen von etwa 5000 Mk., er hat während seines 27jährigen Bestehens im ganzen 87 israelitische Knaben dem Handlverk zugeführt und an diese während der Lehrzeit teilweise recht erhebliche Unterstützungen gegeben. In der sich an die Berickstmbattung anschließenden lebhaften Aussprache ivurde darauf äufnrerffam gemacht, daß z-weisel los nach Beendigung des Krieges eine gute Schulung des Nachwuchses auch für Gewerbe und .Handwerk durchaeführt werden müsse und daß dann Mich eine stärkere Inanspruchnahme des Vereins eintreten werde. Bedauert ivurde lebl-aft, daß die Glarrbensge nassen aus dem Lande den Bestrebungen des Vereins wenig Interesse und fast gar keine Unterstützung entgegen bringen. Bei Eintritt des Friedens ist man geneigt, durch persönliche Fühlungnahme mit den GlaudensgcnoYen in der Provinz und durch Vorträge die Vereinsziele zu fördern. Landkreis Gießen. Ü Lollar, 1b. Febr. Großer Wildschaden wurde an den Stratzenbäumen der Straße RutterShausen-Wißmar angerichtet. Hirsche haben an 14 Apfelbäumen die Rinde derart abgenagt, daß wohl einige Bäume eingehen werden. 6 . R e i § k i r cd e n , 1b. Febr. Dem Pionier Albert Launspach, Sohn des Balthasar Launspach II., wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Pionier Launspach ist zunr zweiten Mal schwer verwundet. Kreis Friedberg. ^ Friedberg, 15. Febr. Zunr Hauptmann oefbrdert wurde der Oberleutnaut Dr. Loos vor: der Augrrstiuersehule. - Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Schuch im Fuß- Art.-Regt. 3. q. Bad«-Nauheim, 15. Febr. Von dem seit Jahresfrist als ve rin ißt gemeldeten Reinhard Gries, der in Galizien ge- känrpst hat, traf aus dem Ural die Nachricht ein, daß er in russische Gefangenschaft gesallcrr sei. - Seit Freitag abend wird der hiesige verheirolele Einrvohner Bernhard Stol l vermißt. 4P N i e d e r - F l o r st a d t. 15. Febr. Die Hessische Tapfer- keitsnredaitle erhielt der Pionier Hirsch. Slarkenburg und Rheinhessen. — Darmstadt, 15. Febr.^Der kürzlich verstorbene Geheime Finanzrat Dr. Lauer hak die Stadt Darmstadt zrrr Erbin seines BermögerrS eingesetzt und dazu bestimmt, daß das Erbteil als „Stiftung der Eheleute Geh. Finanzrat Dr. Lauer- zu wohltätigen Zwecken Verwendung finden soll. Hessen-Nassau. Die Mainwasserkräfte. ----- Frankfurt a. M., 16. Febr. Die preußische Regierung beabsichtigt, wie «cmrtlich bekmrnt gegeben wird, für die Nntzbarmaeyung der Mainwasserkräfte den Einbau von Turbine np feiler n in den Stromstaustufen Mainkur Kesselstadt und Krotzenburg. ^ =-= Frankfurt a. M., 15. Febr. Mit der Frage, wie sich voraussichtlich die Obsternte in diesem Jahre gestalten wird beschäftigte sich gestern in der hiesigeir Gartenbau-Gesell s ch a f t der Leiter der Großh. Obftbaumschule F r i e d b e r g i. H., Ockonomierat Spieß. Das Jahr 1915 brachte eine geringe Steinobsternte, dagegen eine sehr erhebliche Kernobsterrrte. Sie bot nrit ihrer Fülle von Früchten den mannigfacbsten Ersatz für gewisse, sonst reichlicher vorhandene Produkte. Nach allen Be obachtungen und Erfahrungen ioird in diesem Jahre die Kernobsternte vorairssichtlich gering sein, dagegen die Stein ob st ernte reichen Ertrag liefern. Die zahlreick>cn Frucht knospen an den Steinobstbäum ei: berechtigeir zu dieser^ Annahme i Ockonomierat Spieß rät deshalb, nur solche Arbeiten im Obstbau Letzte Nachrichten. Der Gedenktag der Winterschlacht in Masuren. B e r l i n', 15. Febr. Die Geschichte der Winterschlacht in Masuren, die vvr einem Jahre ftattfcmd, wird von einem alten preußischen Offizier im „Berliner Lokalanzeiger" lebendig geschildert. Tann heißt es: Unser Kaiser gab den tapferen Heeren den schönsten Siegeslorbeer, den der Soldat sich wünscht. Er tat den Ausspruch: „Vom Landsturmmann bis zunr jüngsten Kriegsfreiwilligen wetteifern alle, ihr Bestes für das Vaterland herzu-» geben. Weder griminige Kälte noch tiefer Schnee, weder unergründliche Wege, iroch die Zähigkeit des Gegners, haben ihren Siegeslauf zu hemmen vermocht." Besprechungen des Reichskanzlers mit Führern der preußischen Landtagsfraktionen. Berlin, 15. Fabr. Tie Führer der preußischen Landtags- fraktronen folgten gestern abmd einer E i n l a d u n g des Reichs- kanzlets und Ministerpräsidenten. Ihre Unterredung mit dem leitenden Staatsmann bezog sich, wie das „Berliner TägeÄatt"' meldet, aus der: Beschlußi des Haushaltsausschusses über den U - Boo t kr ie g. Es sei zwar noch nickst sicher, sagt das Blatt, aber doch wahrscheinlich, daß die Angelegenheit von ihren Ur- heberrr nicht iveiter fortgesetzt iverden würde. Wie verlautet, soll heute vormittag auch eine Besprechung zwischen dem Kanzler und den Führern der Reichstagsfraktionen stattfinden. Im „Berliner Lokalanzeiger" heißt es zu derselben Sache: Herr von Bethmann-Holliveg hatte geivünscht, mit den maßgeben- de»: Persönlick>keiten des Landtages die Lage zu besprechen, wie sie dureh die „Lufitania"-Frage Amerika gegenüber und durch den in der Tenkschrift gekennzeichneten deutschen Standpunkt in der U-Bootfrage geschaffen ivorden ist. Tie Aussprache lüerüber sollte nvä) vor dem Erscheinen der Denkschrift stattfinden. Es kam jedoch nicht dazu, da Herr von Bethmann inzwischen zürn Kaiser berufen ivurde. Seinen Wunsch, den parlamentarische Führern die politische Lage cruseittanderzusetzen, hielt der Kanzler jedoch aufrecht. Griechenland und Bulgarien. Rotterdam, 15. Febr.' Die „Times" müden aus Bukarest: Dem .Journal des Balkans" zufolge richtete die bulgarische Regierung vor kurzem an die g r i e ch i s ch e Regierung die Bitte, ihre Haltung Bulgarien gegenüber zu be- st i m Tu c n. In der vorigen Woche hätte der griechische Gesandte in Sofia eine Unterredung mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Radoslawow. Im Laufe der Unterredung, die länger als eine Stunde dauerte, soll zuverlässigen Meldungen aus bulgarischer Quelle zufolge der griechisck-e Gesandte erklärt haben, daß Griechenland beabsichtige, sogar im Falle eines bulgarischen Angriffes auf Saloniki neutral zu bleibeu. Der Fehlschlag von Rom. Lugano. 15. Febr. B r i a n d s R v m r e i s c fit beendet, und die italienischen Blätter bespreche»: ihr Ergebnis. Tie französischen Gäste haben überall Gelegenheit genommen, rhre unendliche Befriedigung auszusprechen, und die Jtalreirer habe»: ihnen reichlich zugejubelt. Während der Festtage ivar die Freude groß. Salandra und Sonnino haben sich indessen, ivie die Blätter melden, über die Ergebnisse sehr reserviert ausgesprochen. Dock, soll der Ministerpräsident nach dem Festmahl deS Ministers Brrand gewesen. Las man von Herrn Canrpologhnie, der sehr gute Be Ziehungen zu informierten französischen Kreisen hat und deren Staridpunkt M vertreten Mögt, vorher im „Seoolo", »o kau: Brrand mit außerordentlickwn Forderungen, durch deren Erfüllung oder "Nichterfüllung Italien über Leben und Tod des B'.erverband^ entscheiden müßte. Ist diese Forderung nun erreicht worden, oder aber haben die Italiener einen entgegengesetzten Stcurdpunkt eur- genommen? Liest man die Blätter jetzt, so war das Ergebnis der Kundgebung in Rom nichts anderes, als die Aussicht aus neue Besprechungen in Paris. Die rumänische Sphinr. Haag, 15. Febr. Die Wochenzeitschrift „The Nation" be» handelt in einem Leitarttkel die Halt u n g R u m ä i: ic ns und sagt, daß von allen Seiten, nur nicht von Runränien selbst. Gerüchte kämen, Rumänien werde sich an dem Weltkrieg beteiligen. Die Haltung Rumäniens sei absolut nicht deraft, daß man begründete Hoffnung haben könne, das Land werde sich innerhalb kurzer Zeit der Entmte anschließen. Es würde übrigens ziemlich unklar sein, daß sich Rumänien jetzt in den Krieg einmischen sollte, da es dies nicht getan habe, als Serbien noch unversehrt dastand und in Griechenland noch Benizelos ain Ruder- war. Lord Northcliffe wird nicht Luftminister. London. 15. Febr. Einige Blätter und mehrere Tanscnck Leser der „Teilt) Mail" schlugeir vor, Lord Rorthclisse zuin L u f t m i u i st e v zu machen. Die „Daily Mail" schreibt dazu: Lord Northcliffe lasse daraus antworten, daß es Männer gebe, die für dieses Amt viel geefirneter seien, mrd daß er es nickst m»t seinem Gennss-err vereinbaren könnte, in einer Regierung einen Sitz einzunehmen, die den Krneg viel mehr als Verteidigung denn als Angriffskrieg führe. Die Aerzte empfehlen Apotheker Kcnnieier*« Asthma-cSriuos 1 j mk. t w D (ohne W l'apter» R G. M. No. 26122 und 26617. 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Februar, nachmittags 2'/, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. 1163 Der Borstand. Der Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere treusorgende, unvergessliche Mutter, Sohwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Hahn geb. Schimmel gestern morgen 10 Uhr im Alter von 50 Jahren nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden zu sich zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: In deren Namen: Ludwig Halm, Rangierführer nnd Familie. Heuchelheim, Mühlheim, den 14. Februar 1916. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag um 4 Uhr vom Sterbehause Giessener Str. Nr. 45 aus statt. von Llebig u. Fehling empfohlen, Ist ein besonders wirksames njfy'hl/tt*'" und Kräftigungsmittel für Kinder und Erwachsene. ISflund's ßcttbcm als beste Husten-Bonbons seit 50 Jahren bewährt. Man verlange stets in den sl Apotheken u. 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Soeben erschienen: rtegsbefdiädigten- und Hinterbliebenen Vürforge Gemeinverständliche, erschöpfende Darstellung dieses zeitgemäßen Gebietes. Von I. Schmitt. Preis 60 Pfennig. Gott gebe ihr die ew’ge Ruh’! 07708 [Aa^aL üb.vorbereitende £ 1 { JJ Maßnahmen zur Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben Kindes Marie sowie für die trostreichen Worte des 'Herrn Pfarrer Schulte, die liebevolle Pflege der hiesigen Krankenschwester und die zahlreichen Kranzspenden unseren innigsten Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Luh IV. Grossen-Linden, am 15. Februar 1916. 07699 Danksagung. , vi ® len Beweise innigster Anteilnahme an dem schweren Verluste meiner heben Frau und guten Mutter Elisabeth Auerswald geb. Pilgram fff £* V? h L reic w n Blumenspenden und Beileidskarten, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bernbeck sagen wir hiermit unsern innigsten Dank. 07711 Die tranernden Hinterblisbeasa: In deren Namen: Friedr. Auerswald, Schneidermeister. Wieseck, den 15. Februar 1916. Tabellen und ausgerechnete Beispiele geben sicheren Auffchlutz in allen zweifelhaften Fällen, und ein ausführlich. alphabetisches Sachregister erleichtert das Auf- nndeu allerin Frage kommenden einzelnen Srichworte. KBSHSKJrtftfjeiilM arnßon«: Gesetz über die Kricgsabgaben der Rcimsbank. Tertausgabe mit Einleitung, Kernworten, Anmerkungen u. alphabetischem Sachregister. Bearbeltet von M. Hahn, (Svitev Staatsanwalt !« München. ,lNr. 5o6/o57 der -Sammlung deut- ,cher Reichsgeietze >. Preis 40 Pfennig. '—" Ausführung- - Bestimmungen hierzu (Nr. 338 der Sammlung Deutsch. Reichsgesetze). Prers 20 Psg. Früher erschienen: [1147 Me kann sich jeder die ihm auf Grund der Reichsverficherungs-Grdnungzustellenden Renten selbst berechnen? leben, der sich über seine Rechte und Pflichten eine kurze und treffende Berechnung geben will. Bon I. Schmitt. Mit vraktiichen Bcrechunngstabellen in über- ftchtlrcher Darstellung. Preis .70 Pfennig. gemeinverständlicher Führer durch das W= Angestellten-Versicherungs-Gefetz Bon G. Knies, Regierungsbeamter. Mit wichtigen Berechnungstabellen, Verordnungen re., sowie einem alphabetischen Sachregister. Preis l Wiavt Oeffentliche Aufforderung. '^0. Juli 1911 ist zu Gießen der hier wohnhaft gewesene Kaufmann Samuel Elsoffer verstorben. Die Erben haben, soweit sie ermittelt werden konnten, die Erbschaft ausgeschlagen. Da somit ein Erbe des Nachlasses bisher nicht ermittelt werden konnte, werden diejenigen, welchen Erbrechte an dem Nachlaß zustehen, ausgefordert, diese Rechte bis zum 1. Mai 1916 bei dem Unterzeichneten Gericht zur Anmeldung zu bringen, widrigenfalls die Feststellung erfolgen wird, daß ein anderer Erbe als der Hessische Fiskus nicht vorhanden ist. Der Nachlaß ist überschuldet. Gießen, den 12 . Februar 1916. 1142B Großherzogliches Amtsgericht. Lichtspielhaus Bahnliofstr. 34' la äessesi Vom 15. bis inkl. 18. Febr. 1916: Ein kriminalistisches Schauspiel von hoch- dramatischer Handlung in 3 Akten. ISönojiolscWager! Erslanffähmagareehtl Wunderbare Naturaufnahme. Leutnantsstreiche Ein heiteres Biid ans ernster Zeit in 2 Abteilungen. oder: MMldpoMndungen Wärmende Getränke wie Kognak! Hunt J garantiert rein Feinste I^Hköre^der Firma HartwigKantorowiczPosen 'Ferner: Armee-Feldkocher für Daoergohrauch vollkommensterFeldkocher Mittel gegen Husten und Heiserkeit empfiehlt lediz. ■ Drogerie zum Kretizplalz Krcuzplatz 9 1144a Schwemms?®lnSaljrik,nlteite auü.Snnd.,lies.btll.laSteine. Vbil. 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Donnerstag, 17. Februar, abends 8 Ubr: Gewöhnt. Preise lcrmätzigt) Gastspiel v. Räte Baste vom K. K. priv. Theater in der Josephstadt in Wien mit eigener Gesellschaft Neuheit: Neuheit: JitriitselhasteKinl Lustspiel in 3 Akten von Robert Reinert. Ende IOV4 Uhr. m8 c rt f^ lb ^ ten ?om Feldwebel Abwarts zahlen bei allen -borstellimgeu launer bei st-ousvor!ieüungeniaus2. und !b«verrntz nur halbe Preise.