?LMM UM ^yhnon- 6r Witteruirg PP Entbehrungen ausgesetzt sind, iveil sie fürchten müssen, pse Boote gleich!am von den deutschm Unterseebooten cms- P^^te Üoder^ sind, die darauf warten, das Fahrzeug zu Versen-, ken,Tas die Schmbrnchigen zu retten versucht cn. ???don, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Neuterjchen Bureaus. Bischof von London rechtfertigte m enier An,prache das Verhalterr des Kapitäns vom „King Ste-> Pl)en , dmn wenn er die Deutschen an Bord genommen hätte, wür- z* 11 vf ? ie Besatzung des Schiffes überwältigt und die ganz« deutsche Prewe dies als einen Akt geschickter S t r a t e g re b ei u b e l t haben. (!) Die Deutschen hätten die Ritterlichkeit in diesem Kriege vernichtet. Englands neuester Bölkerreckrtsbruch. Berlin 7. Febr. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. a. M." meldet ans Amsterdam: Wie ans London berichtet toixb sollen ans Anweisung des englischen 5oMidelsministevinmA von letzt ab alle neutralen Postdampfer, die die englischen Gewässer berühren, untersuckst werden, ob die Po st sein d^ licher Staaten znm Versand von Bannware in Briefen benutzt wird. Damit bricht England -grundsätzlich amtlich das voir allen Ländemi der Welt anerllrnrrte BriefgcheimniS. Die beschränkte KohlenauSfuhr Englands. London, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Nach einer Rentermeldung erklärt.ein Rundschreiben des Handelsamtes daß örtliche Ausschüsse zur Erleichterung der imtner schwieriger werdenden Kohlenv ers o rgun g der Fn- d u st r i e eingesetzt und Kohlenaussuhrscheine nur nach Be- friedlgnng des inländischen Bedarfs verteilt loerden sollten. Dre Kohlengrubenbesitzer und die andern Industrien sähen dre NotttEndrgkert solcher Eingriffe in den Kohlenhandek ern, da die Kttlegsindustrie in erster Lime berrii^rchtim werden müsse. Der unzulängliche Fliegerdienst der Engländer. (Prw^Tel.) Die ,Mffsische Zeitung" meldet aus >bnfterL)ain: General Ha r,ghat dringend unr größere F i r e g e r a b t e r l u n g e n erst«t)t, da die ferndlickien Flieger ihm vcel zu schaffen machen. Die z-ahlreick-en feindlichen Angriffe hätten ferne Fronttruppen in Verwirrung gebracht. London, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das eng- lffche Hauptquartier meldet: In der vergangeiren Nacht be- setzten wir die westliche Ecke von drei Minentrichtern in der Nähe der Straße von Bermelles und La Bassee. Am frühen Morgen brachten die Deutschen eine Mine nördlich von Loos zur Entzündung, es wurde niemand verletzt. Wir besetzten eine Ecke des Trichters. Beiderseits herrschte Ar- k^.^^tätigkeit bei Frise, nördlich des La Bassee-Kanals bei Wvtschaete und Ppern. Gestern kam es zu 2 8 ^uft- Ü 6 ÜL t e it. Wir zwangen sechs deutsche Flugzeugebn die deutschen Limen mederzugeheu. Die von Deutschland errungene »rrtegsbeure. Berlin, 7. Febr. (Priv.-Tel.) Me Abendblätter bringen Artikel, in denen die Errungenschaften des Krieges an Hand der vorhandenen Kriegsbeute besprochen werden. Danach sind in Deutschland vorhanden: 1 429 971 Kriegsgefangene, 9700 Geschütze, 7700 Munitions- und sonstige Fahrzeuge, 13O0 0O0 Gewehre und 3000 Maschinengewehre. In diese gewaltige Zahl sind die Gefangenen nicht eingerechnet, die von uns den verbündeten Staaten überlassen wurden, und- auch nicht eingerechnet zahlreiche Geschütze, die zerschmettert auf den Schlachtfeldern liegen blieben, und die Massen von Geschützen und Maschinengewehren, welche, soweit die Munition erbeutet, von unseren Armeen in Gebrauch genommen werden konnten. Prinz Oskar von Preußen leicht verwundet. Berlin, 7. Febr. (WTB. Amtlich.) Oberst Prinz Oskar von Preußen, Königliche Hoheit, ist an der Ostfront durch Granatsplitter am Kopf und einem Oberschenkel leicht verwundet worden. Berlin, 8. Febr. Zur glücklicher Weise nur leichten Verwundung des Prinzen Oskar erinnern die Blätter daran, daß er am 24. September 1914 bei Verdun mit seinem Regiment schwere Kämpfe gegen die Turkos zu bestehen hatte. Mehrere Offiziere an seiner Seite fielen, aber das Regiment erfocht einen vollen Erfolg. Nach dem Kampf brach der Prinz an einer akuten Herzschwäche zusammen und mußte die Hilfe der Aerzte in Anspruch nehmen. Gegen Mitte Okwber war seine Gesundheit wieder hergestellt und er konnte sich zurück an die Front begeben. Das goldene Militärjubiläum Hinderiburgs. Berlin, 8. Febr. Der Oberbefehlshaber im Osten, Generalfeldmarschall v. Hindenburg, wird, wie verschiedene Morgenblätter mitteilen, am 7. April d. Js. 50 Jahre der Armee angehören und fein goldenes Militärjubiläum feiern können. Die Front an der griechischen Grenze. Bern, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Corriere della Sera" meldet aus Saloniki: Englisch-französische Kolonnen gingen am 4. Februar gegen die griechische Grenze vor, wo Scharmützel stattsanden. Zum Zeppelin-Angriff auf Saloniki. Athen, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agencc Havas. Aus gut unterrichteter Quelle verlautet: Bei dem letzten Zeppelinangriff auf Salonik wurden Waren im Werte von 3 Millionen Franken vernichtet, wovon nur für 100 000 Franken durch Versicherung gedeckt sind. Mehrere englische Versicherungsgesellschaften haben ihren Vertretern in Salonik telegraphisch die Aiiweisung gegeben, 'Waren gegen jedes Kriegsrisiko zu versichern. Darauf sind innerhalb zwei Tagen für über fünf Millionen Franken versichert worden. Griechische Vorbereitungen. Athen, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der .„Agenoe Havas". Der König hat einen Erlaß unterzeichnet, durch den alle Griechen der Jahrgänge 1892 bis 1914, die sich im Auslande aufhalten und sich der Militärpflicht entzogen, unter die Fahnen gerufen werden, ausgenommen die in Rußland, der Türkei, Bulgarien oder Rumänien ihren Wohnsitz haben. Eine serbische Versammlung in Rom. Bern, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Corriere della Sera" meldet, traten am Freitag voriger Woche in Rom etwa 80 serbische Abgeordnete, darunter mehrere ehemalige Minister, zu einer Tagung zusammen, jmn die Interessen der serbischen Nation zu besprechen. Das Blatt schreibt, über die Verhandlungen werde strengste Verschwiegenheit gewahrt. „Giornale d'Jtalia" will wissen, daß die erste Sitzung sehr bewegt war. Unter den Abgeordneten herrschen natürlich Meinungsverschiedenheiten. Man könne verstehen, daß die Versammlung nicht immer ruhig verlaufen und es sogar zu Tätlichkeiterl gekommen sei. Auch die Aktion Italiens fei besprochen worden, wobei die jüngsten Polemiken wieder angeschnitten worden seien, gegen die man sich verwahren müsse. Den Versammlungen käme keinerlei amtliche Bedeutung bei. In den nächsten Tagen sollen die serbischen Abgeordneten Rom verlassen und nach Nizza abreisen. Eine Reise Briands nach Rom. Rom, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung der „Fdea Nazionale" hat sich ein gestern abgehaltener Ministerrat mit der bevorstehenden Romreise Briands befaßt, der am Donnerstag mit dem Unterchef des Generalstabes, Pellier, in Rom eintreffen wird. Nach Besprechung mit den Mitgliedern der Regierung werden beide die italienische Front besuchen. Leutnant Berg. Berlin, 8. Febr. Leutnant Berg, der Führer der „Ap- pam", ist, wie der „Vossischen Zeitung" aus Apenrade gemeldet wird, jetzt 39 Jahre alt. Seiner Militärpflicht genügte er als Einjähriger bei der Marine. Er.ging als Obermatrose ab, wurde als solcher bald nach Kriegsausbruch einberufen, nahm dann an einem Offizierskurs teil und wurde vor etwa einem halben Jahre zum Leutnant befördert. Bei seinem: Urlaub im vorigen Jahre sagte er zu seiner Frau, sie solle, wenn sie längere Zeit nichts von ihm höre, ruhig annehmen, daß es ihm gut gehe. Lange Zeit hat seine Frau nichts von ihm gehört und nicht an ihn schreiben können, da sein Wisenthalt unbekannt war, bis jetzt die ersteuliche Nachricht von seinem Wohlbefinden einlief. 900 Deutsche von Kamerun nach Spanisch-Guinea übergetreten. Madrid, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Amtlich wird gemeldet: Neunhundert Deutsche und vierzehntausend Eingeborene aus Kamerun sind nach Spanisch-Guinea übergetreten: sie wurden entwaffnet und interniert. Die Negierung sorgt für ihre Verpflegung. Notiz: Die 14 000 übergetretenen Eingeborenen sind natürlich nicht etwa nur Soldaten der Schntztruppe, denn so groß ist die Schutztruppe während des ganzen Ringens nie gewesen, sondern hauptsächlich Träger, Familien von eingeborenen Soldaten und andere Flüchtlinge. Auf Grund dieser amtlichen spanischen Meldung ist kaum noch daran zu zweifeln, daß die Reste der tapferen Verteidiger von Kämerun nach eineinhalbjährigem, heldenmütigem Ringen einer gewaltigen Uebermacht weichen mußten. Mit Freude können wir es begrüßen, daß es ihnen wenigstens noch gelang, die feindlichen Einkreisungsversuche zu vereitele und sich auf neutrales spanisches Gebiet zurückzuziehen. Wenn die gemeldeten Zahlen zutreffend sind, so ist anzunehmen, daß fast alle noch in Kamerun befindlich gewesenen Deutschen nunmehr in Sicherheit sind. — Es liegen schon seit ttniger Zeit Meldungen vor. daß die spanische Regierung es sich in einer anerkennenswerten Weise angelegen sein läßt, für das Wohlergehen der ihrem Schutz anvertrauten Flüchtlinge zu sorgen. ver §eeMeg. Budapest, 6. Febr. (Zens. Bin.) Wie die Bukarester „Minerva" meldet, erzählte ein Leser des Blattes, daß er auf dem russischen Dampfer „Te osip arti", der die griechische Flagge führte, eine Reise von Odessa nach Reni machte. Unweit Suliwas sei der Dampfer von einem Unterseeboot versenkt worden. Ein Teil der Besatzung, 16 Personen, sei gerettet worden. Aur dem Reiche. Die Kartosfelversorgung der Städte. Berlin, 7. Febr. (WTB. Amtlich.) Damit so frühzeitig wie möglich mit der Kartosfelversorgung der Städte für Frühjahr und Sommer 1916 begonnen werden kann, hat der B u n d e s r a t schon jetzt die nötigen Bestimmungen getroffen. Danach sind die Kommunalverbände verpflichtet, die für die Ernährung der Bevölkerung bis zur nächsten Ernte erforderlichen Speisekartoffeln zu beschaffen, soweit der Bedarf nicht äüs den in dem eigenen Bezirk verfügbaren Vorräten gedeckt werden kann. Sie haben am 24. Februar eine Bestandsaufnahme über die bei den Händlern, Verbrauchern und den Gemeinden selbst vorhandenen Vorräte zu machen und festzustellen, welche Mengen die Händler auf Grund von Lieferungsverträgen noch zu fordern berechtigt sind. Den sich ergebenden Fehl bedarf melden die Kommunalverbände bei der Reichskar- t o s fel stelle an. Diese disponiert sodann mit Hilfe der Untevorganisationen, von denen die Kartoffeln abzutransportieren sind. Die Verteilung und den Verbrauch zu regeln, ist Pflicht der Kommunalverbände. Zur Sicherung bis zum 15. März ist noch die wichtige Bestimmung getroffen, daß die Kommunalverbände, soweit erforderlich, die im Gewahrsam der Händler befindlichen Vorräte zu übernehmen und in lausende Verträge einz>w- treten haben. Die Händler find zur Ueberlassung verpflichtet, und ihre Vorräte können Widerstrebendenfalls enteignet werden. Durch diese Bestimmung ist eine Zurückhaltung der Händlervorrate unmöglich gemacht. Die Anrechnung von Kriegsjahren. Berlin, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers, wonach den Kriegsteilnehmern, denen für 1914 ober 1915 ober für beide Jahre bereits Kriegsjahre anzurechnen sind, ein weiteres Kriegsjahr anzurechnen ist, wenn sie bie Bedingungen auch für das Kalenderjahr 1916 erfüllten. * Berlin, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der elfte Ausschuß des Abgeordnetenhauses beriet heute den Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Ansiedlung, der zum Zweck der Gewährung von Zwischenkrebit bei ber Errichtung von Rentengütern 100 Millionen zur Verfügung stellen und die erforderlichen Mittel im Anleihewege beschaffen will. Dadurch soll die A n s i e d l u n g von K r i e g s i n v a - liden erleichtert werden. Das Landwirtschaftsministerium empfahl die Vorlage. Die Bestimmungen des Entwurfs wurden angenommen mit zwei nationalliberalen Anträgen: der e ne bezieht in das oben genannte Gesetz von 1891 auch solche Renten - güler ein, die ohne Vermittelung der Generalkommission von Kommunalverbänden oder als gemeinnützig anerkannte Kolonisationsvereinigungen ansgegeben werden; der andere erweitert dementsprechend das Gesetz betreffend Gewährung eines Zwischenkredits bei Nentengutsgründungen von 1900 bis 1910. Der Ausschuß beschloß, am Donnerstag den Entwurf in zweiter Lesung zu beraten. Berlin, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In der heute unter Leitung des Geheimen Bergrats Dr. jur. Weidtmann, Mitglied des Herrenhauses, auf Schloß Rahe bei Aachen abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung der knappschaftlichen Rückversicherungsanstalt A.-G. wurde die Satzung für den neuen knappschaftlichen Rückversicherungsverband einstimmig angenommen. Diesem neuen Verbände, der die Sicherheit der knappschaftlichen Pensionskassenleistungen für sämtliche Knappschaftsmitglieder gewährleistet, sollen die preußischen Knappschastsvereine angehören: auch außerpreußische Knappschaftsvereine können beitreten. Als Kommissar des preußischen Handelsministers wohnte der Wirkliche Geheime Oberbergrat Reuß-Berlin der von zahlreichen Knappschafts- Vertretern besuchten Versammlung bei. Berlin, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichsanzeiger veröffentlicht ein Ausfuhr- und Durchfuhrverbot für Portland-, Roman-, Puzzolan-, Magnesia- und Schlackenzement und dergleichen, ungemahlen und gestampft, sowie von geniahlenem Kalk und Tripolith; ferner die Verbote der Ausfuhr und Durchfuhr von Werkzeugen von Maschinen- oder Handgebrauch aus Eisen oder Stahl in fertiger oder halbseitiger Verarbeitung der Zolltarifnummern 678, 806, 808, 810 bis 815, jedoch mit Ausnahme einer größeren Anzahl besonders aufgeführter Werkzeuge. Aur Stadt und Land. Gießen, 8. Februar 1916. Uriegrarbett in Gießen. XV. Die Bücherei für Verwundete. Wenige Tage nach Ausbruch des Krieges beschloß der Kriegsausschuß der Landesuniversität die Gründung einer Bücherei für Verwundete. Als Leiter wurde Geh. Hofrat Dr. Behaghel bestellt; die Einrichtung und Verwaltung übernahm Fräulein Elisabeth Behaghel, der die Bücherei noch heute untersteht. Bei der Einrichtung der Bücherei lieh: Bibliothekar Professor Dr. H e p d i n g in dankenswerter Weise seinen fachmännischen Rat. Die Universität stellte zwei Räume im Kollegiengebäude zur Verfügung, von denen der kleinere seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben werden konnte, nachdem die Bestände der Bücherei sich vermindert hatten. Dem von der Bücherei in der Presse erlassenen Aufruf mit der Bitte um.Bücherspenden wurde von der hiesigen Einwohnerschaft in der freigebigsten Weise entsprochen. Taw- sende von Büchern strömten zu und große Massen von Zeitschriften, insbesondere der „Woche", sowie die sehr begehrten Spiele. Auch das Rote Kreuz Üblerließ bei ihm eingegangene Schriften. Die „Darmstädter Zeitung" stellt Tag für Tag 10 Stück ihres Blattes zur Verfügung. Anderes wurde aus den Barmitteln beschafft, die der Bücherei für ihre verschiedenen Zwecke (wie Einbände, Schutzdecken, Katalogzettel und andere Schreibmaterialien) zugewiesen wurden, zum Teil von der LandesUniversität, zum Teil von dem Gießener Zweigverein des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins oder von einzelnen Gönnern in Universität und Bürgerschaft. Nicht unerhebliche Arbeit bereitet die Sichtung der eingegangenen Schriften. Zehntcrusende von Seiten müssen luiu ulUtjXcu ycuiu|ldil werden, Demi ulu/i >ux ^CimZU DtX xxp ser erscheint jegliches geeignet. Etwa 14 Tage nach Beginn der Arbeit konnten die ersten Büchereien an hiesiae Lazarette ausgegeben werden, und bald erhielten sämtliche Lazarette der Stadt ihre Bücherei, die je nach der Größe des Lazaretts 150 bis 250 Bücher und eine größere Anzahl von Zeitschriften umfaßte. Jeder einzelnen Bücherei wurde ein Zettelkatalog beigegeben, von dem eine Abschrift in der Hauptbücherei zurückbehalten wurde. Diese Büchereien wanderten dann in angemessenen Zwischenräumen von einem Lazarett zum andern. Was zerlesen oder verloren ist, wird beim Austausch ersetzt, und jedes Buch erhält aus gesundheitlichen Gründen einen neuen Schntzumschlag. Wer auch neue Büchereien wurden und werden fortwährend zusammengestellt: bis jetzt sind 4 5 Büchereien mit etwa 5000 Bänden ausgegeben. Bei der Ueberbringung der Schriften an ihren Bestimmungsort waren die Krafttvagen freundwilliger Bitter, später die eifrige Jugend mit ihren Handwagen be- ilflich. In den Lazaretten werden die Bücher von Oberschwestern und anderen Vertrauenspersonen ausgegeben. Auch dem Lazarett in Wetzlar wurde eine größere Bücherei von 500 Bänden zugewiesen, und ebenso gingen Bücherfendungen an verschiedene Feldlazarette, die solche erbeten hatten. Eine umfangreichere Sammlung erhielt im Herbst 1915 die hiesige erste Genesenen-Kompaanie, und auch kürzlich wurde dieser wieder eine Anzahl Bücher zugewendet. Bei der recht umfangreichen Tätigkeit, die der Betrieb erfordert, durfte sich die Bücherei im Anfang vielfältiger Hilfe von jungen Damen und Herren wie auch von Schülern und Schülerinnen erfreuen; seit Jahresfrist wird die Arbeit von der Verwalterin und Fräulein Agnes! Bostroem allein geleistet. Die von der Bücherei aus gegebenen Schriften werden mit großem Eifer gelesen und zerlesen; in bemerkenswerter Weise hat auch die Freude an ernsteren, z. B. geschichtlichen Werken immer mehr zugenommen. Wenn die Bücherei aber auch fernerhin ihrer schönen Aufgabe gerecht werden soll, so bedarf sie noch recht sehr der weiteren Unterstützung. Insbesondere sind Geldspenden sehr willkommen; man bittet solche zu richten an Fräulein E. Behaghel, Hofmannstraße 10. O. Behaghel. * ** Auszeichnung. Unteroffizier Konvad Schneider, der langjährige Reisende von Burks-Mühle, der beim 98. Jnf.- Regt. den Feldzug in Frankreich mitmacht, hat die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. L. U. Von der Landesuniversität. Dr. Georg Haas, Assistent an der hiesigen medizinischen Klinik, der sich für das Fach der inneren Medizin an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Mittwoch, den 9. Februar, um 5 Uhr in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: „Ueber die Acidosis". ** Amtliche Persvnalnachrichten. In den Ruhestand wurde versetzt: am 29. Januar 1916 der Gerichtsvollzieher Adam Jakob Acker in Lorsch auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen Dienste mit Wirkung vom 10. Februar 1916. Der Großherzog hat am 29. Januar 1916 dem Gerichtsvollzieher Adam Aikob Acker in Lorsch anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — In Ruhestand versetzt wurde: am 5. Februar der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Gießen Dietrich Born auf sein Nach suchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 10. Februar 1916. Der Großherzog hat am 5. Februar dem Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Gießen Dietrich Born die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Militärische Ausbildung der Jugend. Am Mittwoch abend sprach nach den allgemeinen Uebnngen Leutnant der Res. Spangenbera über Erlebnisse an der Marne und Pros. Böls r n g anschließend über deutsches Wesen und Lehren dieses Weltkrieges. Die packenden Ausfüh^- rungen beider Redner fanden den stürmischen Beifall dev Zuhörer. Am Sonntag morgen rückten unsere Jungmann- schasten schon früh aus, um gegen die Butzbacher Jung- wehr zu üben. Es war ihnen die Aufgabe gestellt, das Verladen abziehender Truppen auf dem Bahnhof Gießen gegen den von Nauheim aus folgenden Gegner m sichern. Kurz nach 11 Uhr stießen beide Gegner in der Nähe der Wald- schenke bei Groß en-Lin den aufeinander. Der überaus dichte Nebel erschwerte die Geländeaufklärung außerordentlich. Nach herrlichen BegrüßungsWorten durch die beiderseitigen Vorsitzenden und einem begeisterten Hoch auf Heer und Flotte wurde westlich der Straße Klein-Linden—Großen- Linden gerastet und von II 1/2 bis V/ 2 Uhr ab gekocht. Nach einem knrKen Angriff der Gießener Mannschaften von Grvßen-Linden her gegen den von den Butzbacher Jung- mannsckmften besetzten Waldrand ging es mrt Gesang und unter klingendem Spiel unserer Stadt zu. Ein flotter Vorbeimarsch auf Oswaldsgarten beendete die in ihrem letzten Teil vom herrlichsten Sonnenschein begünstigte Ue- bung. Der nächste Sonntag ist für Führer und Mannschaften vollständig fr er. ** Entwendung von Feldpostpäckchen vor der Auflieferung. Im Schaltervorraum eines Berliner Postamts hat ein fünfzehnjähriges Mädchen sich wiederholt an Kinder herangedrängt, die mit Feldpostpäckchen zur Post geschickt worden waren, und hat sie, angeblich um ihnen das Warten zu ersparen, überredet, chm die Päckchen zur Ausiieferung zu übergeben. Dias Mädchen hat dann die Päckchen, wenn die Kinder sich verttauensselig entfernt hatten, geöffnet, beraubt und teils die leeren Hüllen in Häusern oder auf unbewohnten Grundstücken in der Nähe des Postamts oder sogar in den Papier korb im Schaltervorraum weggeworfen, teils die Päckchen mit vermindettem Inhalt abgeschickt. Als die jugendliche Diebin die Oessnung einiger Sendungen eines Tages sogar im Schaltervorraum vornahm, wurde sie mit Hilfe der Kriminalpolizei festgenommcw Nach ihrem Geständnis sind ihr etwa 20 Päckchen in die Hände gefallen. Strafanzeige bei der zuständigen Amtscmwaltschaft ist erstattet. ** Die hessische Hand wer ks kamnrer ist unablässig bestrebt, den HandwerksKweigen, die sich an Heereslieserungen beteiligen können, Arbeit und Verdienstmöglichkeit Kuzuführen. Die geschäftliche Durchfüh!rnna der von der Kammer vermittelten Aufträge ist der V e r 0 i n g u n g s - stellederHandwerks kämme r, Handwerker-Zentvät- genossenschast zu Darmstadt, übertragen. Dieses Jnstttut wurde durch die Handwerks Kammer bereits im Fahre 1901 als gemeinnützige, vom Bundesvat genehmigte Aktiengesellschaft ins Leben gerufen; die Aktionäre sind Handwerker oder Freunde des Handwerks. Der Staat stellte einen rückzahlbaren Staatskredit Aur Verfügung, deshalb genießt die Handwerker-Zentvalgenossenschaft den Vorzug der Staatsaufsicht. Um zu ermöglichen, daß auch kleinere und mittlere Betriebe insbesondere des stark in Betracht kommenden Sattlerhandwerks an den zumeist eiligen Lieferungen beteiligt werden können, beschafft die Genossenschaft unter günstigeren Bedingungen Rohmaterialien und f ffOemtnrnnt die Fertigung der Zuschnitte, die dann an die Korporationen und Ein^elnreister abgegeben werden. Auf diese Weife kann vorschristsmaßrae Lieferung gewährleistet und einer großen Anzahl kleiner und kleinster Betriebe, für die zu sorgen ebenfalls Pflicht der Handwerkskammer ist, Arbeitsgelegenheit geboten werden. **B»mZweiuhr-Sonntagsschluß. In Nr. 26 unseres Blattes haben wir einer Aeußerung aus der Geschäftswelt Raum gegeben, wonach das neue Ortsstatut betr. die Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in Unklarheit darüber lasse, ob auch Geschäftsbetriebe, die keine Angestellten beschäftigen, ihren Laden um zwei Uhr schließen müssen. Es wurde in dieser Zuschrift verfochten, daß zwar das Personal vom Gehilfen bis zum Arbeiter um zwei Uhr aus den Geschäften entlassen werden müsse, daß es aber dem Chef und seinen Familienangehörigen unbenommen sei, im offenen Laden zu verkaufen. Diese Ansicht beruht auf einem Irrtum Es ist vielmehr festzustellen, daß der Zweiuhr- Ladenschluß für alle Geschäfte ohne Ausnahme Geltung hat. Das vom Oberbürgermeister erlassene Ortsstatut hat die übliche, ministeriell genehmigte Form. Daß sich die Ortssatzung auf alle Geschäfte erstreckt, auch auf die- 3 jenigen, die keine Angestellten beschäftigen, bedarf keiner ausdrücklichen Hinzufugung, da mit der Anwendung des H105b von selbst auch der § 41a, Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung in Kraft tritt, welcher besagt: „Soweit nach den Bestinrnrnngen der §§ 105 b—105 h Gehilfen, Lehrlinge urib Arbeiter im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen nicht beschäftigt werden dürfen, darf in offenen Verkaufs- steUen ein Gewerbebetrieb an diesen Tagen nicht stattfinden. Diese Bestimmung findet auf den Geschäftsbetrieb von Konsum- und anderen Vereinen entsprechende Anwendung." — Der betreffende Absatz will ausdrücklich verhüten, daß die Geschäfte ohne Gehilfen und Lehrlinge den übrigen, für welche das Verbot des § 105 b Ms. 2 gilt, eine unbillige Konkurrenz machen. ** Gießener Hausfranenverein. Der Vorsitzende des Obst- und Gartenbau-Vereins Gießen, Georg Simon, hat es in freundlicljer Weise übernommen, in der Mitgliederversammlung vom 10. Februar über „die Bewirtschaftung der Kleingärten in der gegenwärtigen Zeit" zu sprechen. Wir alle wissen, wre notwendig es ist, daß jedes nutzbare Fleckchen Erde bestellt wird, um dem Aushimgerungskrieg, der nun wieder verschärfte Formen annehmen soll, wirksam zu begegnen. Der Vortragende wird zeigen, wie jedermann, der über ein Stückchen Land vertilgt, in der Lage und daher auch verpflichtet ist, die Produktion unserer Lebensmittel zu vermehren. Anschließend an den Vortrag wird ein ,Leitfäden über Kleingartenban" zur Verteilung kommen, den Frau Geheimrar G a i l für den Hansfrauen-Verein hat ausarbeiten und drucken lassen. Zu der Versammlung ist jedermann willkommen. Insbesondere hofft der Vorstand, daß sich die Mitglieder des Obst- und Gartenbau-Vereins vollzählig einftnden werden. ** Eine Ehrenerklärung in unserem Blatte zu vermitteln ersucht uns der Wehrmann Friedrich Keßler von hier. Zu Beginn des vorigen Jahres wurde gegen den Genannten ein Steckbrief wegen Fahnenfluchtverdachts erlassen. Keßler, der als Gefreiter im Felde steht, bittet uns nun. unter Beifügung der betreffenden Papiere, um^dre Mitteilung, daß der fragliche Steckbrief infolge eines Irr- tmns zu Unrecht erlassen worden war. ** Ihre 25jährige Tätigkeit als Leichenwärterin vollendet am Mittwoch Frau Katharine Arndt, Kaplansgasse 10. Landkreis Gießen. v. Allend orf a. d. Lda., 8 Febr. Auf Veranlassung des Gewerbevereins hielt Reallehrer Kahl ails Darmstadt einen P o r t r a g über „Deutschlands Erfolge und Hoffnungen im Weltkriege" Dem hervorragenden Redner wurde durch ungeteilte Aufmerksamkeit itnb reichlichen Beifall gedankt. - Landwirt Hei,wich Wolf, der mit dem Reserve-Jnfanterie-Regiment 116 ms Feld rückte und nach einer Verwundung nun seit fast einem Jahre beim Infanterie-Regiment 186 wieder in Frankreich ist, wurde ziim Unteroffizier befördert. ^ _ . . . e. Ettingshausen, 8. Febr. Am Sonntag abend wurden die hiesigen Einwohner durch Feuerlärm aufgeschreckt. Vorüber- gehende entdeckten, daß d,e Kirche brannte. Der Tachstuhl stand ,n Flammen. Zum Glück hinderte die frühzeitige Entdeckung des Brandes seine größere Ausdehnung, die leicht möglich gewesen wäre, da das Dach ein Holzqewölbe ist. ^ _ . e Münster b. Lich, 7. Febr. Unteroffizier August Sieg, der seit Anfang des Krieges in Frankreich kämpfte, wurde letzt in Rußland mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. . O Grünberg, 7. Febr. Me Feier des lOOjahrr- geu Geburtsfestes unseres Mitbürgers Johannes G i l l e r am Sonntag ist in schöner und würdiger Weise der laufen. Zahlreiche briefliche Glückwünsche, sowie Glück wunschtelegrarnme, darunter sogar eine erhebliche Zahl aus dem Felde, trafen ein. Groß war auch die Schar der Besucher, die im Lause des Tages persönlich ihre Glückwünsche überbrachten. Eine Abordnung des Gemeinderats überreichste als Geschenk der Stadt einen prachtvollen Blumenkorb, der Kirchenvorstand ließ durch den ersten Geistlichen, der auch gleichzeitig eine der Bedeutung des Tages entsprechende Ansprache hielt, ein künstlerisches Gedenkblatt überreichen. Der Groyherzog hatte sein Bild mtt eigenhändiger Unterschrift gesandt. Auch eine Altersgenossin, Fräulein Berta v. Grolman aus Gießen, die kürzlich ebenfalls 100 Jahre alt wurde, hatte gratuliert. Am Abend brachte der Musikverein, wie er dies schon seit einigen Jahven zu tun pflegte, dem Jubilar ein Ständchen. Sämtliche nahen Verwandten, Kinder, Enkel und Urenkel waren zu der Feier im Familienkreise erschienen, darunter ein Enkel vom östlichen Kriegsschauplätze. Dev Jubilar, dessen körperliches Befinden feit einiger Zeit etwas geschwächt war, verbrachte den Tag frischen und munteren Geistes und konnte noch gar manches Erlebnis berichten. In seiner Vaterstadt hat Johannes GUl-er manches Ehrenamt bekleidet. Er war lange Jahve Mitglied des Gemeinderats, des Kirchenvorstandes und bis vor einigen Jahren Vorsitzender des Aufsichtsrates des hiesigen Vorschußvereins. Kreis Alsfeld. e Homberg, 8. Febr. Der Landsturmmann Heinrich Strauch, der seit August v. Js. im Felde steht, wurde am 22. Januar mit der Hess. Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und am 26. Januar zum Gefreiten befördert. Kreis Friedberg. o-o. Vilbel, 8. Febr. Me erste Versammlung des Garten bauvereins im neuen Jahre fand am vergangenen Sonntag statt. Die Versammlung war zahlreich besucht. Die Anregungen zur Benutzung unbebauten Bodens sind fast wie überall, so auch der uns. aus guten Boden gefallen. In Stadt und Land wurden, größere und kleinere Flächen angebaut, die bisher ihrem Ansehen nach wie herrenlos dalagen. Tie verspätete Umarbeitung im Frühjahr 1915 (statt im .Herbst oder Winter), der Mangel an Dünger, an Zeit, Arbeitskräften und Erfahrung, die lang anhaltende Trockenheit im Sommer haben zwar hier und da die Ernte beeinträchtigt, allein auf etwa 80 Prozent des unbebauten Bodens war eme mittlere bis gute, ja zuweilen eine sehr gute Ernte« zu verzeichnen. In diesem Sinne hielt Lehrer Cronberger aus Frankfurt o. M. einen äußerst lehrreichen Vortrag über „die Bearbeitung des Gartens zur Krregszeit", wobei er für dieses Jahr empfahl, die Gärten i. ^glichst in drei Abteilungen Ku bepflanzen und die Zuhörer in leicht begreiflicher Art mit dem Destellungsplane bekannt machte. Unter anderem wurde hierbei statistisch nachgewiesen, daß den Kriegsgärten früher nicht zur Ernährung ausgenutzte Ländereien zugeführt worden sind: i Durch die Sächsischs Staatseinfenbahnverwaltung 320 Morgen l und durch die Preußisch-Hessisch« Eisenbckhnver- Wallung 7000 Morgen. Me Stadt _ _ _ ___ öln und andere Kölner Grundbesitzer haben 350 Morgen, von denen 270 lange brach gelegen hatten, an 2730 Familien Unentgelt--' lich abgegeben, sogar größtenteils gepflügt und gedüngt. Tie Stadt Dortmund hat 166 Morgen an 1400 Wernpachter verteilt. Tie Stadt Bochum hat 800 Kleingärten geschaffen und zumeist an .Kriegerftauen verpachtet. In Groß-Berlrn wurden allein durch den KriWsausschuß der Gvoß-Berliner Laubenkolonien 4000 Kleingärten eingerichtet. Im kleinen Oberin: je l im Taunus (8000 Einwohner) sind 60 neue Kleingärten entstanden und 50 sollen noch dazukommen. Ter Obst- und Gartenbauverern Gießen hat 48 Kleingärten zu je 250 Quadratmeter, die Stadt Gießen 13 zu 300 Quadratmeter eingerichtet. Sre wurden eni- gefriedigt und für 5 Mark — nach dem Krieg 15 Mark für den Garten, die städtischen zu 6 Pfennig für das Quadratmeter vermietet. Ter Gartenbauverein D a r m st a d t hat jetzt 112 Kleingärten zu 300—350 Quadratmetern, im Krieg neu zugekommen 80 mit 72 neuen Pächter. 7—10 Pfennig wird für das Quadratmeter bezahlt, worin dauerhafte Einfriedigung und Master ein- geschlossen sind. Ueberall herrscht höchste Zufriedenhett mtt dem Erfolge. Hessen-Nassau. Vier Kinder erstickt. --- I d st e i n, 8. Febr. (Drahtnachricht.) Nach der Heimkehr von einem Ausgang fand die Frau des Fabrikarbeiters August Engel drei ihrer Kinder im Alter von neun Monaten, drei und fünf Jahren durch Kohlenoxvdgas vergiftet in der Wohnung vor. Ein viertes Kind im Alter von zwei Jahren starb wenige Augenblicke nach dem Eintreffen des Arztes. [] Marburg, 7. Febr. Füv das Gebiet der Stadt Marburg sind jetzt die Höchstpreise für Ob st und Gemüse wie folgt festgesetzt worden: Für beste Ware im Kleinhandel das Pfund Weißkohl 7 Pfg., Rotkohl und Wirsingkohl 11 Pfg., Grünkohl 9 Pfg., weiße Kohlrüben 4 Pfg., gelbe 6 Pfg., Pferdemöhren 5 Pfg., Speisemöhren 8 Pfg., Karotten 11 Pfg., Zwiebeln 20 Pfg., Sauerkohl 16 Pfg^^zm Großhandel kostet der Zentner gerechnet: Weißkohl 4 Mt., Rotkohl und Wirsingkohl 6,50 Mk., Grünkohl 6 Mk., weiße Kohlrüben 2.50 Mk., gelbe 3.60 'Mk., Pferdemöhren 3 Mk., Speisemöhren 5 Mk., Karotten 8 Mk., Zwiebeln 10 Mk., Sauerkohl 12 Mk. . t . _ . . , g. Eschwege a. d. Werra, 7. Febr. Der Landwirt Heinrich W e d l e r ai»s dem benachbarten eichsleldischen Torie Obergebra wurde gestern nachmittag ans offener Landstraße von seinem Bruder wegen Erbschaftsstrettigkeilen erstochen. Der Mörder wurde verhaftet. , , . = St r i \ t c 1, 8. Febr. Ter Zugzusammenstoß ans dem hiesigen Bahnhof hat doch ein Opier gefordert. Der Lokomotivheizer K r a m e r ist seinen schweren Brandwuiiden erlegen. Seme Leiche wurde gestern m Aschaffenburg beigesetzt. au Limburg, 7. Febr. Fliegerleutnant Leber, Sohn des Lehrers Leber in Hintermeilingen, ist das Eiserne Kreuz c r st e r K > a s i e verlieben ivordcn. sind sehr gesucht, doch ist so gut wie kein Angebot. Preise lassen sich nicht feststellen. Der Besuch des Fruchtmarktes war schwach. ko. Frankfurt a. M., 7. Febr. K a r t o ff el m a r k t. Kartoffeln ab Versandstation in loser Ladung per 100 Kilogramm 6/10 f^ f *2ötc§t»abcn. Viehhof Marktbericht vom 7. Febr. Auftrieb: 390 Rinder (darunter 48 Ochsen, 23 Brillen, 319 Kühe und Färsen), 310 Kälber. 5 Schafe, 203 Schweine. .. Marktverlaus: Der Markt wurde bei flottem Geschäft geräuint. Preisx sur 100 Pfd. Lebend- Schlacht- Ochsen. r 9emid) L, Vollfleischige, ansgemästete, höchsten Schlacht- Mk. inertes int Alter von 4—7 Jahren . . . 100—106 185—195 Junge, fleischige, nicht ansgemästeie und ältere ausgemästete. 95-100 17o-185 Bullen. Vollfleischige, ausgew. höchsteii Schlachtw.. . 92-93 165—175 Dollfleischige jüngere.. iod ioo Färsen, K ü h e. Vollfleischige. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtlvertes .. 100-106 185-195 Vollfleischige. ansgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahrcn. 90-96 165-170 Wenig gut entwickelte Färsen ... . . 92-96 170-180 Aeltere ansgemästete Kühe und wenig gut _ entwickelte jüngere Kühe.64-90 lo5 16o Mäßig genährte Kühe und Färsen. 70-80 130-145 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . 110-120 184-200 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 1^5-110 Geringe Saugkälber..100 15o 180 Schiveine. Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 k.achncht, daß meine liebe, gute Fran Katharina Bernhard, geh. Bonarins gestern nachmittag, den 6. Febrnar. nm 3 Uhr, im 06. Lebensjahr durch einen sanften Tod von dem Herrn erlöst worden ist * Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: J. Ludwig Bernhard. Gießen (Asterweg 441h den 8. Februar 1916. 978 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. Februar, nachm. SV, Uhr vom neuen Friedhof aus statt. Von Kondolenzbesuchen bittet man absehen zu wollen. Du guter Sohn, lebst nun nicht mehr, Dein Platz in unser’m Kreis ist leer, Du reichst uns nicht m*hr deine Hand, Du starbst zu früh fürs Vaterland. Wir konnten dich nicht sterben sehn Und nicht an deiner Seite stehn. Du warst so gut und starbst zu früh. Vergessen werden wir dich nie. Heb er sr a Är, I s e c^ d a e s n er U ^d B OnU D eI' ten ^ Nachricht, dass unser Hess XIII., Gsmeinde-Forstwart Unteroffizier der Reserve, Inf.-Re ff t. „Kaiser AVilhelm« Nr. 116, 7. Komp. Inhaber der Hessischen Tapferlieitsmedaille nach 14 monatlichem Kampf im Alter von 29 Jahren am 31. Januar durch einen Granat, sphtter verwundet wurde und seiner Verwundung erlegen ist. 990 In tiefem Schmerz: Familie Georg Hess L Familie Wilhelm Hess Familie Karl Hess Familie Karl Brück L Gefr. Otto Hess, z. Zt Offenbach a. RI * Danksagung. Aufrichtigen Dank allen, von nah und fern, die unseren teuren Heimgegangenen, den in treuer Anhänglichkeit zu Grabe geleitet, sowie denen, die uns Beweise herzlicher Teilnahme jeder Art erzeigt haben. Insbesondere danken wir Herrn Kirchenrat Münch für seine wohltuende Grabrede und allen Herren, die in Vertretung von Körperschaften und Vereinen mit tief empfundenen Worten der Wertschätzung Kränze am Grabe niederlegten. Die trauernden Hinterbliebenen In deren Namen: Wilh. Kromm. Schotten, den 7. Februar 1916. Leihgestern, OfFenbach a. M. 8. Februar 1910. Todes-Anzeige. Gestern morgen entschlief nach kurzem, schwerem Leiden meine innigstgeliebte, treu- sorgendeFrau,unsereliebeMütter,Schwiegermutter, Schwester und Schwägerin „ K M im Mer von 54 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Jung Familie Spengler. Klein-Lindsn (Hintergasse 8), den 8. Februar 1915. Eichener haussrauenverein 3 J!itflliciier=Sfrfßinntlnnsi Donnerstag, den 10 . Februar, abends 87 < Ubr, in der neuen Aula der Universität Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Georg Simon über: „Bewirtschaftung der Kleingärten in der gegenwärtigen Zeit". 2. Verschiedenes. Gäste, auch Herren sind willkommen. (965D Der Vorstand. ,-V' : Danksagung. r zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Hlnschetden unseres lieben Gauen und Varers Heinrich Wilhelm Faj IL t nnen *S*. r allen herzlichen Dank: insbesondere Herrn Pfarrer Weber für die trostreichen Worte am Grabe, der Kaoelle des Ersatz.Bataillons Hr die erbebende Trauermusik, den Vereinen und OrtSeinwohnern für bte ehrende Begleitung -ur letzten Ruhestätte und die vielen Blumen- wt.nden. Margaretha Fav, geb. Bender (?§eb ”?9iG. Zürich, Jakob u. Erna Fav lifgenissir-eiliaäeiüiG • Wismar.Gstsee.^^'^ J ul Art?Hatten. — (EU*nb«oBb*a tuuJ Sultanen an!k.) Not« Lobormtortea. O 0G0»S«»MM»«G»GMGG0GO0GGGG 994D Rflätesser Pickel im Gesicht u. am 5körver beseitigt rasch und zuverlässig Zucker’* Patenl Ucdi* zinul-Selfe lin 3 Stärken. L00Ps,M.1.-u.M.1.50j. Nach jed. Waschung m. Zackooh- Creme, Tube 00 und Sö Pf., nachbehandeln. Frappante Wirkung, von Tausenden bestätigt. In der Universitäts- Avotbekc^Hirsch-Avotbeke. der August Noll, C. Seidel, W. Kilbinacr, Q. Swaas, E. Karn, Ernst Noll. 85k Schräder, Otto Winter doffli. Ed. Gutd, Drogerren. nebft allen Äingebörigcn. 07573 Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittag 3'/« Uhr statt. Heute entschlief sanft nach längerem schweren Leiden unsere liebe, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Mint Rabe»«» Witwe geb. Becker im 73. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Rabenau II. „ Wilhelm Seipp tt Wilhelm Wagenbach. Men-Buseck, Bad Nauheim, den 7. Februar 1916. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. Statt Karten Oberarzt Dr. Franz Gros und Frau Susi Gros, geb. Biermer zeigen die Geburt eines Jungen an Z. Zt. Gießen, 8. Februar 1916. rnmm i tahnhofütr. 31 MIZ Eieuie wieder drei ganz hervorragende Novitäten-Schlager l. DerpaffinisrlesteDetektiflilmd. Gegenwart DAS GESETZ DER MINE Ein Abenteuer d. berühmten Detektivs Joe Deebs. In der Hauptrolle: Max Lauda * iu op v. Le ssingtheatcrl. Berlin < aftlül Mittwoch früh und Donnerstag eintreffend: Feinste Holland. Angel-LcheWe 1—4 pfundig. I m Prima Holland. Cabliau !S*S ! in Fischen von 37s bis 6 Psd. sowie im Ausschnitt, ^ungewäff empfehlen -1VAXX)' Gebrüder Berdux, Babnbosstrafie 27. Fcrnsvrccher 291. ,oaie “• Henny Porten n ln dem modernen Sittenbild in zwei Akten Es war ja nur ein Maskenscherz Kriminal-Roman in .2 Kapiteln und ein reichhaltiges Zu satz Programm Militär vom Feldwebel abwärts zahlt werktags die Hälfte, »a Wasserdichte Westen mit Wollfutter Mlc12 außerordentlich bewährt u. viel verlangt (1 Pfd.-Paket per Post!. 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