Kr. 26 Erstes Matt 1(66. Jahrgang Dienstag. \. Februar W6 Der Metzener Än^iger erscheint täglich, nutzer Ssnntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SichenerFamilienbtatter; zweimal wüchenll.Kreir- dlatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitaa): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernjprech - Anschlüsse: sürdie Schristlei1u»iq113 Verlag,GeschästsstelleSI Adresse st'ir Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Ein neuer seppelin-Angriss aus Paris. Zasonow wer die Kriegslage. (WTB.) Großes Hauplauartier, 31.Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Unsere neuen Gräben in Der irgend von Neuville wurden gegen französische Wiedererobenmgsversuche behauptet. Die Zahl der nordwestlich des Gehöftes LaFo! ie gemachten Gefangenen erhöhte sich auf dreihundert- achtzehn Mann, die Beute auf 11 Maschinengewehre. Gegen die am 28. Januar südlich der Somme von schlesischen Truppen genommenen Stellungen richteten die Franzosen mehrere Feuerüberfälle. Allgemein litt die Gefechtstätiakeit unter dem nebligen Wetter. In Erwiderung des Bombenabwurfes französischer Luftfahrzeuge auf Pie offene, außerhalb des Operationsgebietes liegende Stadt F r e i b u r g haben unsere Luftschiffe in den beiden letzten Nächten die Fejttrng Paris mit anscheinend befriedigendem Erfolge angegriffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffsversuche gegen den Kirchhof von W isman (an der Aa westlich von Riga) scheiterten in unserem Infanterie- und Artilleriefeuer. Die Lage auf dem Balkan-Kriegsschauplatz, ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Zweimal ist ein Zeppelin-Luftschiff über die französische Hauptstadt dahingeflogen, und jedesmal hat der Pariser „Sicherhettsdrenst" bobei nicht haä geringste ausrichtem können. Paris ist eine Festung, und damit sind die Bombenabwürfe genugsam gerechtfertigt, ganz abgesehen davon, daß eine Vergelttlng für die Belästigung der offenen Stadt Frei- bnrg durch französische Flieger am Platze war. Natürlich schäumt die Eitelkeit der Franzosen Wut und Rache. Die Form, in der ihre amtliche Nachrichtenstelle über die Vorfälle, besonders über den letzten Flug Zeppelins, berichtet, ist höchst bezeichnend für die Gemütsverfassung der Pariser. Der Flug sei „einfach lächerlich" gewesen, da er keinen Schaken im Gefolge gehabt habe. Uns verursacht diese giftige Bemerkung nur fröhliche Heiterkeit. Wir sind zufrieden damit, daß unsere Luftschiffe über die feindliche Hauptstadt fliegen können, während das französische Heer machtlos an der ihm von der deutschen Strategie zugewiesenen Grenze liegt. Wenn Z^pelins kühner Flug dem Feinde lächerlich erscheinet^ wüäe, wäre es dann erklärlich, daß die Pariser Presse so stürmisch nach sofortiger „fürchterlicher Rache" schnaubt? So greift der in ehrlichem Zweikampf Niedergerungene nach unerlaubten Mitteln, um seinem Haß u:ü> seiner Wut Luft zu machen. Doch wir kennen ja das Temperament unserer westlichen Nachbarn und wissen, daß das Feuer wieder verrauchen wird. Was könnten sie uns auch antun, da sie bisher schon genug guten Willen aufgebracht haben werden, um uns zu besiegen oder zu schädigen! Herr Sasono-w, der russische Minister des Auswärtigen, hat eine ttmge, politische Lebensdauer. Seine Politik hat völlig Fiasko gemacht, ferne Kriegtsziele sind ilhlm fort- geschwonnnen, feine Hoffnung auf fremde Hilfe ist ihm entschwunden. Er bleib t aber in der Regierung, weil er nicht der einzige Schuldige ist, sondern die großfürstlichen Hetzer heute ja auch noch das Machtwort sprechen. Und das Volk ist in Rußland viel gleichmütiger und fügsamer als etwa in Frankreich, das ja auch noch nicht in dem Maße geschlagen und zerbrochen ist wie das Zarenreich. An den Ausführungen Sasonows, wie sie laut einer der nachstehen iben Mitteilungen m der russischer: Presse erschienen sind, finden wir nur einiges bemerken slv-ert und interessant. So den auffallenden Hinweis, daß England seine Schuldigkeit getan habe. Man erinnert sich, daß die Petersburger Presse zum Teil bitterböse Angriffe gegen die Londoner i Kriegspolitik erhoben hatte. Sasonow tvürde nun schwerlich ,fren Engländern diese Rechtfertigung zuteil werden lassen, wenn Rußland nicht gezwungen wäre, bettelnd die Hand crnszustrecken. Väterchen braucht Geld, Geld und abermals Geld7 Was an den Erklärungen des russischen Ministers sonst noch zum Denken anregt, ist die Stelle über einen etwaigen Soirderfrveden. Sie klingt wie eine Verteidigung gegen den -Standpunkt derjenigen, die in Rußland für die baldige Anbahnung eines solcher: Sonderfriedens sind. Eine solche Handlung wäre „gleichbedeutend mit einer Verrichtung" des Ansehens unter den Völkern und daher glerckchedeutend mit dem politischen Bankerott". Das ist ein deutliches Abbild der schwierigen Lage des heiligen Rußland. Gleich da nach aber blitzt das Auge Sasonows wioder tückisch auf: Es sei „nötig, daß Deutschland Unschädlich gemacht werde". Wir vernruten, daß das kriegführearde Rußlarch selbst wenig Hoffnung hegt, dieses Ziel zu erreichen. Es will die andern noch eine Weile für einen annehmbaren Frieden kämpfen lassen und es glaubt, daß bei einen: spä teren gemeinsamen Friedensschluß der Schaden und die Einbuße sich besser verteilen würden. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlaulbart: 31. Januar 1916. Auf allen drei Kriegsschauplätzen keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Zeppelin über Paris. Paris, .30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Hcwas. Um 9 Uhr 50 Minuten abends L u f t s ch i f s a l a r m. Alle Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen. Die Polizeipräfektur teilte um 9 Uhr 50 Minuten abends mit, ein von Norden kommendes Luftschiff sei gemeldet. Mw: wisse nicht genau, in welcher Richtung es fliege. Zur Vorsicht wurden die Lichter in der Stadt gelöscht. Um 10 Uhr abends in ganz Paris neuerdings Glockengeläut und Trompetenstöße. Alle für den Luftschiffalarm vorgesehenen Maßnahmen wurden sofort ausgesnhrt. Paris, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Note der Agence Havas besagt: Am 30. Januar abends bewegte sich ein deutsches Luftschiff in der Richtung Paris, wo es kurz nach 10 Uhr abends eintraf. Es wurde von den Abwehrgeschützen beschossen und von Flugzeugen angegriffen. Das Luftschiff warf eine Anzahl Bomben, die nach den bisherigen Meldungen keinen Schaden verursacht haben. Um IIV 4 Uhr war der Alarm beendigt und die Beleuchtung wieder hergestellt. P ari s , 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Ein Zeppelin versuchte gestern abermals, Paris zu überfliegen, aber, wenn der vorgestrige Ueberfall mit seinen 25 Toten und 32 Verwundeten Hassenswerl war, so war der gestrige nur lächerlich. Der Zeppelin wurde von uns beschossen und nrnßte eilig in die deutschen Linien zurückgchen, nachdem er zehn Bomben ohne jedes Ergebnis abgeworfen hatte. Berlin, 1. Febr. Der Schaden, den die beiden Zeppelinangriffe in Paris angerichtet haben, soll, wie sich die Morgenblätter melden lassen, zwischen drei und vier Millionen Francs schwanken. — In.verschiedenen Morgenblättern wird daran erinnert, daß, während Freiburg eine Stadt ist, die nach den anerkannten Regeln des Landkrieges gar iricht beschossen werden darf (das Haager Abkonrmen von 1907 fügt ausdrücklich hinzu: Mit welchen Mitteln es auch sei), alle Wett Paris als eine Festung kennt und zwar als eine der am besten und großarttjgsten verteidigten des Erdballs. -P a r i s, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Präsident Pvincare und Minister des Innern Mal 0 y haben gestern im Krankenhaus etwa zehn Opfer des Zeppelinangriffes besucht. Sie besichtigten daraus den neuen Schauplatz der -'Tätigkeit des Lenkballons, wv eine zahlreiche Menge fand und die Ereignisse mit Ruhe besprach. Tie Zahl der Getöteten erreicht 2 4, darunter mehrere Opfer, die nicht identifiziert werdm konnten. Unter den Festgestellten befinden sich 9 getötete und 14 verletzte Frauen, 8 getötete und 12 verletzte MänE und 2 verletzte Kinder. Eine Bombe höhlte einenj Trichter von einem Meter Tiefe mit einer Oeffnnng von 5 bis 6 Metern ans ; die zweite durchschlug ein .Haus von drer Stock- :nerken vollständig, die dritte zerstörte ein Haus von drei Stocb werken halb; die viette ein solches von fünf Stockwerken, die> fünfte richtete denselben Schaden an einem anderen Gebäude an, die sechste verursachte einen unbedeutenden Schaden an einem Haus von fünf Stockiverken, die siebente zerstörte ein einstöckiges Hans, die achte fiel auf die Straße herab und riß die Türen und Fenster eines benachbarten Hauses auf, die neunte zerstötte eine Wand und den .Hof eines fünfstöckigen Hauses, die zehnte durchschlug! eine Werkstatt, die elfte fiel aus einen Steinhaufen, die zwölfte zerstörte ein einstöckiges Gattenhaus. Eine explodierte nicht. Bern, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Zeppelin- sttecke über Paris bUdet das Hauptthemv der Pariser Blätter. Die Zahl der Opfer gibt der „Matin" auf 25 Tote und 29 Verletzte an. Nach Bildern zu urteilen, sind die Wirkungen der Bomben ganz erheblich gewesen. Die Zeitungen zählen die Namen der Opfer jeder Bombe auf. Daraus geht hervor, daß nur die erste und die vierzehnte Boncke keine Menschen trafen. Die erste riß in den Tunnel der Untergrundbahn ein klaffendes Loch, so daß d>ie Gleise de:: Blicken freiliegen. Die letzte platzte auf freiem Felde. Die Blätter rufen nach Rache. So schreibt zum Beispiel Capus im „Figaro": Ein einziger Schrei ertönt von allen Lippen: ,^8ergettung: Rache für die Opfer an deutschen Städten, das nruß das Ziel der französischen Luftschisfahrt sein! Auch der „Matin" ereifert sich in Racheschreiben. Das ganze Volk, ja sogar Recht und Gerechtigkeit rufen nach Rache. Die öffentliche Meinung will unverzügliche fürchterliche Rache und Vergeltung. Daneben werden Stimmen laut, die den mangelhaften Ueberwachungsdienst tadeln. So sagt der „Temps": Es ist bedauerlich, daß die Polizeipräsektur die Pariser nicht eher benachrichtigen zu müssen glaubte. Um 9 Uhr 20 Minuten wurde das Nahen des Zeppelin von der Ferte Milon gemeldet. Um 10 Uhr 5 Minuten erst durcheilten die Fcuerivehrleute die Straßen. Unt 10 Uhr 7 Minuten ertönten sclwn die ersten Detonationen. Interessant ist, daß die Zensur nicht gestattet, die Namen der Hospitäler anzuführcn, in denen die Verletzten liegen. Mitunter läßt ein Passus erkennen, daß die Verletzungen durch die Bomben ganz entsetzlich sind. Sasonow über die Kriegslage. Petersburg, 31. Jan. (WTB. Mchtamtlich.) Der Minister des Aenßern Sasonow hat die Vertreter der Petersburger Presse empfangen und ihnen eine Reil)?. Erklärungen abgegeben. Er erkannte an, daß die Balkanlage trostlos sei anges ichts der Katastrophe des serbisä^n .Heeres, bk harte Folgen für, Montenegro nach sich gezogen habe. Jndesftn sei die gegenwärtige schlimme Lage aus dem westlichen Balkan keine endgültige, denn das Los der Balkanstaaten sei eng verknüpft mit dem der Alliietten. Auf Griechenland übergehend, sagte der Minister: Dieses Land beobachtet Neutralität. Aber es ist eine andere Frage, ob diese Neutralität freiwillig ist oder nicht. Man muß aber hoffen, daß die wohlverstandenen nationalen Interessen die griechische Regierung hindern iverden, eine den Alliierten feindlich? Politik einzuschlagen. In diesen letzten Zeiten ging die öffentliche Meinung in Rumänien durch eine Periode von Unruhe hindurch in Befürchtung von feindseligen oder drohenden Handlungen von Seiten der Mittelmächte, die in ihren außerordentlichen Anstrengungen, Rumänien auf ihre Seite zu ziehen, fottsahren. Aber sicherlich sind sich die vernünftigen Rumänen bewußt, daß sie ihre nationalen Wünsche nicht in Gemeinschaft mit den Mittelmächten verwirklichen können. Das alles genügt, um zu verstehen, daß Rumänien in seiner Neutralität verharren wird. Schließlich sprach Sasonow im allgemeinen von den guten Beziehungen Rußlands zu den neutralen Staaten. Er ging im einzelnen auf die schwedisch-russischen Beziehungen ein und sagte, daß sie sich fortgesetzt befestigen würden trotz der Anstrengungen der Deutschen, sie zu verwirren. Unsere Freundschaft mit Schwede::, sagte der Minister, beruht nicht imr auf beiderseitigen Sympathien, sondern ebenso auf einem richtigen^ Verständnis der beiderseitigen Vorteile. Es ist offenbar, daß es in Schweden, wie auch anderswo, eine chauvinistische Bewegung gibt. Es ist möglich, daß es Schweden für nötig Mt, Maßnahmen zur Verteidigung seiner Grenzen zu ergreifen. Aber wir können mit aller Bestimmtheit erklären, daß es sie nicht gegen Rußland zu verteidigen haben wird und daß von dieser Seite her seine Grenzen vollstäpdig ungefährdet sind. lieber die Beziehungen zu den Alliierten sagtst Sasonow, daß ihre Handlungen und Interessen durchaus eruhe itl ick seien. Um diese Einheitlichkeit noch vollständiger zu machen, sei in Paris ein militari sch-paliti s che r Ausschuß eingesetzt worden, der bereits günstige Ergebnisse erzielt habe. Trr Minister begrüßte lebhaft die beabsichtigte Reise russischer Abgeordneter nach England, die er für außerordentlich wichtig und nützlich halte, denn die nationalen russischen Vettreter würden mit eigenen Augen die außerordentlichen Anstrengungen Englands für die gemeinsame Sache erkennen. Alle Gerüchte, daß England zu wenig an: Kriege teilnehme, kvsKhe die Feinde in die Welt setzten, um Uneinigkett zwischen den Alli- ietten zu säen, wirrden vollkommen in Abrede gestellt. Um sie zu zerstreuen, genüge es, sich zu vergegenwärtigen, daß die englischen Verluste 25 000 Offiziere und 600 000 Mann betragen. Die ungeheuren Verluste des tteuen Alliierten Frankreich seien zu bekannt, um davon zu reden. Ein Sonderfriede ist für keinen der Alliietten möglich, denn abgesehen von den Lebensinteressen der Alliierten, die einen Kamps bis zum Aeußersten erheischen würden, würde kein Politiker in den alliierten Staaten es wagten, seine Ehre und Pflicht zu verraten und die feierlich abgegebenen Versprechungen und Erllärungen preiszugeben. Ueber- dies könnte schon deshalb keiner der Alliierten einen Sonderfrieden abschließen, weil eine solche Handlung gleichbedeutend wäre nrit einer Vernichtung des Aüsehens unter den Völkern und daher gleichbedeutend mit dem politischen Bankerott. Der Kampf müsse auch deshalb bis zum Ende durchgeführt werden, weil es unumgänglich notwendig sei, Bedingungen zu schaffen, die allen Staaten gestatten würden, ihr politisch^ und nationales Leben unbehelligt von den Willkürlichkerten und dm: Ehrgeiz der Rcittelmächte zu entfalten. Hierzu sei es nötig, daß Deutschland unschädlich gemacht werde. Ueber die Kriegs da ne r befragt, sagte Sasonow, er glaube, daß sie keine lange mehr sein werde, dem: Deutschland fet der erste, der sich aus finanziellen Gründen nicht mehr aufrecht erhalten könnte. Mer. fügte der Minister hinzu, es ist ttotzdem notwendig, große Vorbereitungen für den Sonunerfeldzug zu treffen. Alles in allem, sagte Sasonow zum Schlüsse, sind Rußland und seine Alliierten voll von Kraft und Begeisterung. Ihr Vertrauen auf den endlichen Sieg wankt nicht nur nicht, sondern es wächst wit jedem Tage. * * * Der türkische Bericht. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers: An der D a r d a n e l l e n - F r 0 n t schleuderte ein Kreuzer am 28. Januar 20 Granaten auf die Umgebung von. Sedd-ül-Bahr und zog sich darauf zurück. Von den anderen Fronten keine Meldung von Bedeutung. Konstautinvpel, 31. Jan. (WTB. Mcbbamtlich.) Das Harrptquartier teilt mit: An der Irak front bei Felolie gegenseitiges Infanterie- und Arttlleriefeuer mit Unterbrechung. Bei Ku t e l Amara herrscht Ruhe. An der Kau ka sus frou t bedeuttingslose Gefechte. An der aita* äolischen Küste landete in der 9Lach1 zum 27. Jammr ein feindliches Kriegsschiff eine Truppenabteilung zwischen Fe- niki und Mekri bei dem Torfe Endeflie, gegenüber der Insel Castellorizo. Das Dorf wurde am Vormittag des 27. Januar unter dem Schutze des Kriegsschiffes umzingelt, einige Beamte und ein Teil der Bevölkerung wurden zu Gefangenen gemacht und an Bord des Schiffes geschleppt. Ebenso wurden Lebensmittel geraubt. Türkische Rüftungen. Konstantinopel, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Regierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Kriegsminister ermächtigt, die Achtzehnjährigen zum aktiven Dienst heranzuziehen. ?lnS Saloniki. Paris, 31. Ja,:. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas". Gestern stiegen 16 s ranzösis che Flug- zeuge von ihrem Stützpunkt bei Saloniki auf. Um iü Uijc itbcvj lootn )ie das o u. i n a 1 11 aj > o e u 11 a> e v a n e x Uon ttioa 6()0 Zelten bei Pasarli, nordwestlich vom Doiran- Leiv Zaylveiche von ihnen abgeworfene Bomben fefeteu das Pa^nik ^ a ® CC * 11 '^ can ^ lrnd verursachten eine schwere Karaburun. . Saloniki. 31. Jan. (MTB. Nichtamtlich.) Meldnna der „Agence Hava-". Die griechisch« Besatzung bei. isvrts von Karaburun, 200 Mann stark, wurde nach Saloniki gebracht. Das Fort ist jetzt von englischen lflid ratiLandtruppen und englischen, französischen, ^rijlscyen und ttalienischen Landungsabteilungen beseht. Die rslaggen der Alliierten und mitten unter ihnen die griechi- schen Farben wehen über dem Fort. * * * Staatssekretär Dr. Helfferich in Wien. Wien, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute vormittag vegann in! F-inanzministerium eine Beratung, an der Staatssekretor Dr. Helfferich, die beiden Finanzminister r.ety u„d Teleszky solvie der Bankgouverneur Popovios tellnahmen. Mittags fand bei dem Minister des Aenßern v. Rurian zu (.ihren Helsferichs ein Frühstück statt. Graf ^nsza und der Minister Harkanhi reisen nachmittags nach Budapest Heute abend findet bei dem Ministerpräsidenten Sturgkh ern Abendessen zn Ehren Helsferichs statt, an dem der deutsche Botschafter, die beiden Finanzminister und ^Bankgouverneur Popovios teilnehmen. Morgen mittag gibt der österreichische Finanzminister Leth im Finanz- minlsterrum zu El)ren Helsferichs ein Frühstück. 11 d) c a n f u n p der Herstellung von F l e i \ u) t o u - c t J ) S h, " ^ b W ur st w a re n erlassen. Darnach i|t die ge- IJC i ™ a f} i n e Herstellung von Konserven ans Fleisch oder unter Zusah von Fleiscy, die durch Erhitzung haltbar ge- macht werden, verboten. Zur gewerbsmäßigen Herstellung von Wurstwaren darf nicht mehr als ein Drittel des Gewichtes der ausgeschlachteten Rinder, Schweine und Schafe verarbeitet werden. Ausgenommen davon ist die Herstellung von Fleischkonserven und Wnrstwaren zur Erfüllung von ! ^crtraf}e»n die unmittelbar mit den Heeresverwaltungen und der Marineverwaltung abgeschlossen werden. Für die fabrikmäßige Herstellung von Wurstwaren ist eine andere Bereu) uu na des zulässigen Drittels der Verarbeitung vor- (töSkf?* ^ die Herstellung von Frischwurst können die Landeszentralbehöroen Ausnahmen zulasten. Die Verordnung tritt am 4. Februar in Kraft. Die Futtermittelfrage. Berlin, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Im verstärk- der Frage der Futter- Vinhcitlichcs Vorgehen der Landwirte Deutschlands, Oesterreichs und Ungarns. Budapest, 31. Jan. (WTB. Mchtamtlich.) Gestern hat eine Besprechung von Landwirten Deutschlands, Oesterrei chS und Ungarns stattgefunden. Es wurde ine Nottvendigl'eit eines einheitlichen Vor- bfr bcei Länder betont und alsdann ein Hanpt- auSschnß eingesetzt, der einen gemeinsamen Beschlußantraai fassen wird und die Ausarbeitung für die Errichtung einzelner landwirtsck>astlicher Unterausschüsse besorgt. Von den oeutschen Landwirten wurden Fchr. v. Wiangeich-eim und Geheim rat Mehnert in den Hanptansschnß entsandt. Die Vorkommnisse in Lausanne. •§^3 ön - .(WTB. Nichtamtlich.) Den „Neuen -lUrlcher Nachrichten" wird zu deu Vürkomnmissen in L a u- saune aus Bern geschrieben: Bestätigt sich die glaub- würdige Meldiing, daß der Fahnenstt-änder nach Frauk- li? SViS m mc n ift ' f° ,ü,arbc sll- recht ernste Indizien so bedenklichen Vorkommnisse lresern. Um nach Frankreich zu gelangen, hätte Hnn- ^ ^?r der Tat mit einem entsprechenden Paß versehen ninsjen. Es ist bekannt, mit welchen Schtvierigkeiten die Erlangung eines solchen Passes verbunden ist. Man fragt fich, wie und durch tveu Huuziker dann zu dem Paß ßcfonimen ist. Wenn er ohne Paß über die Grenze kam, so ist dies nur möglich getvesen, wenn eine äußerst mächtige und hohe französische Protektion hinter im stand. Die Reise des Obersten House. Jf, cn for 31 i,^ Ä ^ f® 1 ®- Nichtamtlich.) Schweizerische Depe,ck^n-Agentirr. Der arnerikanische Oberst House der rm Anstrage des Präsidenten Wilson in Berlin war, ist l^nite morgen in (Kens angekommen und reist abends nach Paris, London und Amerika weiter. Im Laufe des *1 ftm ' Untcrrcdunp mit ©total, dem nmerifa» mfriini (Vf an Men i» Bern, nnfa dein amcrilauifcljen Bot- Ichafler in ®Jim, Pensield. Tr ist begleitet von seiner Gattin und Me, Privaisekretären. * ^ * ten Budgetausichuß wurde zu L. Hiwr* oem Berichterstatter u. a. folgendes aus- \ ebüc f e .^war großer Umsicht, um sich mit den Deutschland vorrätigen Futtermitteln bestmöglichst ein leaoch käme auch in diesem Falle die Anpaslungs- sahigkert unserer Industrie der deutschen Landwirtsaft erfolgreich zu Hilfe, indem die Herstellung verMedenev wichtiger Ersahsnttermittel in sabrikmäß.igem Betriebe be- rertö ausgenommen sei, so daß immerhin ein anseh«nliä>er Teil der uns wahrend der Kriegszeit vorenthältenen Aus- landssuttermrttel vollwertigen Ersatz finden können. Den- noch müßten die Landwirte auck innerhalb ihrer Betriebe iede bessere Ausnutzung der vorhandenen Futtermittel aufs äußerste durchführen. Die Befriedigung des M-ilchbe- dar ss sei an erster Stelle im Auge zu behalten, um sowohl luie auch den körperlick) weniger Kräfttgeri eine ivohlbelömmliche Nahrung zusühren zu können. Einschränkung des Gersteverbrauchs in den Bierbrauereien. r ^ iv , 31. Fon. (WTB Amtlich.) Die vom Bundesrat vejchlossene und vom Tag-e der Berküiiduna in Kraft tretende Ber oronung setzt die für die gewerblichen Bierbrauereien fest- aeN'vten G e r st e n k o n t i n g e n t e um ein Fünftel herab. Die Bierbrauereien haben dre Gerste, die sie über das herabgesetzte iGerstenkontuiElt hmanS bereits biogen haben, der Zeritral- I ß € “ c ^ur Belastung der Heeresverpflegung zur Verfügung m 'bellen. Soweit diese Gerste bereits vermal^ ist, ist das Malz zur Busügung^z/il siellen. Die auf Grund der Bekanntmaclmng betreffend die Enischrctnkung der Mal»ver>vendung- in den Bier branernen vom 15. Februar 1915 auf bas vierte Quattal 1915 ine frm Nckben Vierteljahre 1916 und Oktober 1916 cntfallcnear ^lalznttmaen (Malzkontingente) winchen um ein Fünftel herabgesetzt Als auf den Oktober entfallend ist hierbei ein Drittel der für das vierte Biertelfahr 1916 bcnechareten Malzmenge airzusehen. Tae ,n dem vierten Bierteljal>r 1915 über das I nach dieser Verordnung gekürzte Malzkontinaent hinaus verwende^ ten Malzmenaen fnü) von den in gleicl-cr Weise gekürzten Malz- kontingenten für die Zeit vom I. Januar bis 31. Oktober 1916 abzuzrehen. Laut 6 6 bleibt Vorbehalten, die Gersten-Malzkontin- gente jlatt um ein Fünftel um ein Viertel hcrabzujetzen. Die Bierbrauereien Haberl, falls sie melir Gerste als drei Viertel ihres Kontingents bezogen haben, die mebrbezoaene Menge bis zum 31. März 1916 zur Verfügung der Zentralstelle zur Befcl>affimg der HcereSverpfleer Gerste Angestellte Malz steht dem aus i,ilündisck)er Gerste l^rgestelltcn Malz gleich. AuSgenommaii ist ausländisches Malz, das die Bier- brauerrt biS zum 15 Februar 1916 auf Grimd von Verträgen, dre vor dem Jukrafttretm dieser Verordnung abgeschlossen sind, etnführt und bis zum 81. März 1916 verarbeitet. 6 4 der Bekanntmachung betreffend die Einschränkimg der Malzverwendung m den Bierbrauereien vom 1b. Februar 1915 wird aufgehoben. . . Die Lage in Perfien. Köln, 31. Jan. (WTB Nichtamtlich.) Di« Kölnisch« ßorr^ttunn" meldet ans Kopcnhaainn Nach einem Tc^ (tromfli ber „t81rfrK>mlja Wiedomosti" aus Teheran ent. ivickelt sich die Lage in P c r s i e n für die Russen immer bc- mrruhigewder. Es lwsialiqt sich, das; der sehr «inflnstreiche cheneralgmiverneur von Lnristan, Nasim ui Suitaneh, nffeti zu den Feinde» Russlands übcrgegangen ist und bereits ein st a rkes .Heer unter den Luren bildete, das er den ^urken zur Bei^it^nug stellen wird. Im Bezirke von KVr- manschah smd vor einigen Tagen 300?) Suren cinactroffen• Trupperi"""^ ^ beU ^ ort befindlichen türktjcheil Au» Aeghptcn. >Nichtamtlich.) Der „Secolo" meloet au» Kairos Die englischen Milttärbeliörden haben e,ne Organisation von Beduinen und Eingeborenen entdeckt, die gegen England and Italien arbeiten. Berscht«, bmie vi„geborene wurden tocrTjaftet. Einer ist bereits Inili targerichtlich ivegen Spionage zum Tode verurteilt wordair Teuerung tu Lissabon. n.. Lissabon. 3, Jan. (WTB. Nülstnmtlich.) Me-ldnng k cr "- ( 8«>ioe Havas . Infolge der Teuerung kam es letzte fit Mll r n Z^rrn, auf mehrere Kolonialwaren, und Bäckerläden. Der Scl-aden ist nicht iel-r bedeutend. Die Ord- Eg tst wieder lsergestelll. Mel,rere Personen ivurden «in Aufstand in China. mL U JJ en ’ Ä Ian. lWTB. Nichtamtlich^ Mesdung li öT°learaphenage"tui. Die Zahl der a u ii n rVi rf| n Mongolen ist aus 20000 gestieae» rin- '■ nr j n , abc nlti ' Huihnanchon', die. mit vollständcher Munition versehen, sich der Sache de,'«ns^ ruhrer angeschlossen hat. Du- Aufständischen, die im Besitze von zwölf Kanonen und zwei Mnschinengeivehren sind, und uu deiti, «pitze der ehemalige Laolai von Huihuifu steht setzen den Marsch aus Peking fort. ' Die Munitionsiiefernngen Amerikas. W „ ! b! n a i o II ,31. Jau. en Tat abschliesjen. köun.m stolz fern, jmd stolz, daß sie da waren, n» es galt, zu ziiaen, Urte HesfervSöhire streiteu. Um 11 Uhr setzte Glockengeläut ein und der G r o ß h e r z o g tum Hessen, der gekoinmen ist. den Ehrentag des Regiments mit. nifctcrit, trat zu den Offizieren und Ehrengästen. Divifioirs. Pfarrer Harchtmann hielt die Festrede. Mit dem „Nieder- ländischen Dankgebet" begann der FeftgotteSdienst, der vom Divb ver Leekrieg. ?1 mu i de u, 31. Zau (WTB. Nichtamtlich.) Der Fisch. vampfer „Eatan in" lvird als verl o r e n betrachtet. wittschaftliche Maßnahmen des Vundesrats. Beschränkung der Herstellung von Fletschkonserven. ; ‘‘ r ' * n « ;J J >>un (WTB. Amtlich.) Der Bundesra-t hat wt feiner heutigen Tttzung eine Verordnung über die Br- . H0iv-ii.il mm vs-ij-iuiuiiiiivil. L-lvr roilv- Pfarrer Har chtmaun hielt die Festrede. Mit dem „Nieder- ländischen Dankgebet" begann der Feftg^tteödienst, der vom Divi- swn6 Pfarrer Horn abge.haltett wurde. Beim feierlichen Klang der Kirchenglocken niib mit dem wM'vollen Liede: „(Großer Gott mt loben dich" endete der eindrucksvolle Gotü'SÄenst Major Bockinan n Kommandeur des Jubel Negimeuts, verlas hierauf deu Tagesbefehl des (3roßl-erzogs und brachte zum Schluß ein dreifaches „Hurra" aus den Landl>Sl)errm mis. ' Der (Vrvßherzog richtete dann voller Stolz anerkennende Mord' > an das Regiment. Heute besuche er die 118 er zum vierten Male im Felde Er tverde p-ersöiilrch dc,n Kaiser erzählen, lvte sein tapferes Liessen Reg,ment Nr. 118 gekämpft habe. Ei,i dreifach«« Hurra!" auf den Kaiser feint« seinen Worte,,, und mächtig erscholl die Natwnalhvmne zu deil .Äängen der Regime, itsmusik im Ki-eise der Fest teil nehni er. Nachdeiii bex Grast- bcrzoa die Front abgeschritten hatte, erfolgte der Bvrbeiinarsch des Regiments, woraus er diejenigen Unteroffiziere und Mann- schafleri zu sich berief, »velche den Feldzug seit der Mobilmachung ivenn auch mit Unterbrechung infolge ein- oder meln-nialimr Ber- wimdilng, initgemacht haben Dem Festakt folgte die Festtafel nn prächtig gei'chmückten Schnlhause. Die Kinnpaanien rüekten in ^Q'mrtiere ab und feierten dort den Tag in köhliäur Kamerad-- chaft. t'tegen 4 llhr nachmittags verließ der LaudeSl)err in bester Lmme im Aillouwbil das Oertckum unter dem brausenden .Hurra' der 118 er. Anläßlich der- l25jalnigen Fnbilanmsseier erhielten mehrere Offiziere des Regiments dre G e d e n k - S p a n ge. Das E i f e r n e K' r e n z l. K lasse ehl,retten: Lt. d. R. und Komp.-Füluer K r a tz und Untervssizier d. R. Kaufmann Biele Untnosfizrere und Mannschaften nmrden jnit dein' Eisernen .^drenz 2. Klasse bezw der Hessischen Tapferkeit-medaille ausgezeichnet. Von nah und fern gingen denr Fubel-Regim«mt Glück- wunsch Telegramm'e zu. Das Fü fil ier-R eg ini-e n t Jn v.i, nn dessen Seite die tapferen 118er neue Lorbeeren an lhre sieggekrönten Feldzeiihen hefbeten, sandte folgenden Glück- iuuuiu) „Amu luyngen iieiiCi/eii oan luviucu .loessencegimcuö heu liache Glü fivü n)che und ein Hoch der Prinz-Heinrich-Füsilierc. Möge dieses Fahc siegreichen Frieden und Heimkehr in die schöne, alte Garnpon bringen, gez. Richelot. Kommandeur F.-R. 35." r? ß r r .^« n üing folgendes Telegranim ein: „Herzlichen Glückwunsch für das Jubel-Regiment nach unvergleichlichen Leistungen, namens der alten Herren, gez. von Weiher, Generalleutnant z. D." — Die alte G a r n i s o n st a d t Worms a. Rh. drahtete: „Dem ruhmreichen Regiment sendet zu seinem Gedenk- und Ehrentage die herzlichsten Grüße und Glückwünsche. Die- Garniionstadt Worms, gez. Köhler, Oberbürgermeister." — Telegramm des 14. Armeekorps: „Dem in vielen Kämpfen bewährten Infanterie-Regiment Nr. 118 spreche ich heute zur 125- whrrgen Wiederkehr seines Stiftungstages im Namen oes 14.A. K. einen oufrichEgen Glückwunsch aus. Möge eS denr tapferen Regiment vergönnt fein, im weiteren Verlaufe des Feldzuges neue Lorbeeren für seine sieggekrönten Feldzeigen zu erringen, gez. I., Generculeutnant." — Telegramm des 18. Armeekorps : „Zmn heutigen 125 jährigen Stiftungsfest spreche ich dem Regiment in meinem eigenen Na.ni>en und in dem des 18. A.-K. die herzlichsten Glücknrüniche aus. Ich weiß, daß das Regiment: feinem hier bewährten Ruf auch in dem neuen Verbände Ehre gemacht hat, und vertraue darauf, daß dieses auch in Zukunft geschehen und das Regiment ruhmgckrönt in den Verband des-' A K. zurückkehren wird. gez. von Schenck." — Der „Verein ehe mal l 6 e r 118er, W o r m s" gedachte des heutigen Tages- m nachstehendem^ Telegranrm: „Der Verein ehemaliger 118er, Aonns, sendet seinein Regiment 118 anläßlich seines ruhmvollen Jubiläums die besten Glucke und Segenswünsche. Der Vorstand: mz. K l u n k, 2. Vorsitzender. Hochstraße 1." — Aus der vorderen Kampstlme mng noch nachstehender Funkspruch ein: „Höhe 199. Kameraoschaftliche Glückwünsche. Regiment X." * * * «j Auszeichnungen. Dein Sanita'tsfeldwebel Gustav R ern stein von hier, der iu> vergangenen Jahre das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielt, wurde daS Hessische Sanitätskreuz oorliehen. — Der Sanitätsgesreite Otto Carl 6, Gießen (früher «*' Golfer Wilhelm Nr. 116), winde mit dem Eisernen Kreuz 8. Klaffe ailSgezeichnet. — Dem Bootsmann Schwarz aus Gießen, vom Matrosenregiment Nr. 3. wurde das Eiserne Kreuz verliehen. -^ Militärische Ausbildung der JUgenb. Am Mittwoch abend führten Mitglieder der beiden alteren Kurse unter Leitung von Kriminalkommissar Müller und Tapeziemneister Noll Bajonettier- imd Fechtübnngen vor, die zeigten, daß die liebenden während des Winters fleißig gearbeitet hatten. Die Vorführungen fanden allseitige An- erkrilirnng, die der Vgxsitzende besonders zum Ausdruck brachte. Mit einem begersterten Hoch auf den Kaiser nnd dem gemeinsamert Gesang des Liedes „O Deutschland hoch in Ehren" schloß die schlichte Kaiserg^burtstagsseier. Am Sonntag nachmittag schossen 40 Iungmannen auf den Militärschießständen, die übrigen übten in dem Wiesengelände an der Reiskirchener Straße Schützen- und Patrouillendienst. + * D i e U n i v e r s i t ä t s b i b l i o t h e k sammelt seit Kriegsausbruch außer allen anderen Zbriegsdrncksachen auch ausländische Zettungen in fortlaufenden Reihen und einzelnen Nummern, besonders solche aus den Ländern des Biervervandes. Sie bittet Empfänger von ausländischen Zettungen und ähnlichen Kriegsdrucklachen, gelesene Blätter nicht fortzuwerfen, sondern ihr zu überweisen. ** Tro tz aller Warnungen vor der Versendung feuergefährlicher Gegenstände mit der Post, die von den Zeitungen und Postanstalten veröffentlicht wurden, wird immer noch m unverantwortlicher Weise hiergegen gefehlt, dtamentlich gllt dies für die Versuchungen von Päckchen und Paketen nach denr ,)elde. Ans den fn'iheren Verüffeullickiungen ist gerviß mxl, erttrner- lich, welch schwere Brandunfälle durch Selbstentzündung solcher Sendungen bereits entstanden siich: in einzelnen Fällen sind ihnen ganze Wagenladungen mit Feldpostpäckchim zum Opfer ge» fallen. Angesichts solcher Erfal-rungeir bringen die Postbehörden letzt wden zu ihrer Kenntnis aetangendeir Fall der Znimderhaich-- lung gegen das Verbot der Versendung fen-ergefülwlttl>er (^geu- 'r^^.dost auf Grirnd des # 367 Ziffer 5a des Straf-. Gesetzbuchs strr das Deutschs Reicher Versalgung durch die Gerichte. Es sielst zu hoffen, daß denr Unfirg dadurch endlich gesteuert wird. Neben Streichhölzern, F-errerzenaen mtt Benzinfiillung, Aetlier usw. gehört auch C a l c r u m c a r b i d zu den leicht entzrmdlrcheu Gegen- standen: miffälligerwerte haben neuerdings auch gerade Sendungen, wlt diescin Sboff häufig Anlaß zu Strafverfolgungen gegeben. ™ v Frauen ve rei n für die Kolonien. Von dem Vorstand der Abteilung Gießen wird uns geschrieben: Wahrend des Weltkrieges, durch den der üsfeutlichen Liebestätig- keit und der Mitarbeit deutscher Fvauen uatnrgenläß näh erliegende und ivichtigere Aufgaben ^Ufrcnriefeit wurden, hat bisher auch die LiebeSarbert unseres Vercms in der Hauptsackic ruhen und sich darauf beschranken müssen, andere Liebesw-erke zu unterstütz'n zumal der Verein, nachdem unsere Kolonien durch den Krieg vom Mutterlande vollständig abgeschlossen waren, seinen eigentlichen Zwecken nicht niehr dienen konnte. Wenn der Berem jetzt glcM. wohl noch während deS Kbnegeö seine Tätigkeit wieder mkfninmtt und gleich mrt einer Bttte an die Oeffenttick-keit tritt (stelle die AnMfle m der heutigen Nummer,, so geschielst es, um eine auf,chlebbarc Tankespflrckst gegenüber denen zu ersüNen, deren ausopfernngsvollc und segensreiche Tätigkeit gerade loalyrenb des SlTie^cö ntö UeUftc i3td>t gerückt ivvrden ist, nämlich gegenüber den im Drensle des VerernS stehenden Schwestern vmn Roten Kreun für die Kolonien. Von imseren Schwestern sind 22, die vor dem Kriege sich in Deutschland befanden oder inzwischen dahin zurück- teliren konnten, als Rote-Kreuz-Schwestern in den Feld- und Etapt'eiilazaretten tätig: die übrigen 63 erfüllen in unseren Kolonien initcr den schlierigsten Verhältnissen ihre Pflicht imd entfalten dvick eine ganz besonders segensreiche Tätigkeit. Biele von ihnen »verdcn nach dem Kriege krank und siech' in die Heimat zurückkohren: für sie zu sormil und ilfxc JBufunft sicherzustelleri, ist H nf ^ beutscheii Volkes. Es gilt deshalb, bei Zeiten d,e Mittel zu beschaffen, um dieser Pflicht gemigen m können, und unser Verein hat sich die Aufgabe gestellt, nach Kräften dabei mit- znwirken. ES wird -zu diesem' ^vecke, mtt behördlicher (Genehmigung, in den nächsten Tagen in unserer Stadt zuni Besten des Pensivus- fonds der Sckiwestern eine H a u s s a m m l u n g vmanstaltct. Mr haben das Vertiiriien zu der nie versagenden Opserfreudi^eit der Gießener Mirgerscl)gft, daß unsere Sammlerinnen überall ein warnies Herz für unsere gute Sache und loffene Hände finden! werden und daß dem PeiisionSfonds unserer Schivesteni, von denen heute in besonder-em Maße Lilienervns'Mort gilt: „Deutschland, küsse ihnen den Smnn ihrer (veioände-p, sie sind in den, Kriegen deine Emgel" als Zeichen des Dankes s,ir ihre hingebend« ^Echleit eine ansehnliche Summe zugeffihrt nn-rden kann.' bausfrauen-Verein. Man schreibt uns: Ter Verem hat seine Geschäfts- und Berati.ngsstelle verlegt m den Laden MauSbnrg 5, der ihm von Hiosrat Grünewald tu dankenswerter Weise .koste,ilos zur Verfügung gesteNt wurde. Die außerordentlich günstige Lage dieses> HteschäftSrailmes \yattc am ersten Tage, eine sehr starte Inanspriichnahim ber (Geschäftsslelle zur Folge. — Großen Verfall lmlum die von dem Viweln veranstalteteii Kvchiwrfühnmgen gesunden. Sie werden noch fortgesetzt Ans vielseitigen Wunsch An soll auch eine Bor. fühiimg am Abend stattftnden, damit auch die Mitglieder daran tellziinehllren in der Lago sind, die sich am Tage nicht freimachen können. Dem Vorstand des Ha ns fra nen-Veri' i n s ist bekannt geworden, daß in Gies-en dcis Geriicbt geizt, vom Hausfrauen-.. Verein a ngekaufte Kartoffeln seien ver'dvrben. Dazu sei bemerkt dag der HauSfrauen-Verein nie Kdrtofseln an ge lau st hat, daß ihm inithin auch keine verderben kannten. . ^ ^ kaust hat die Stadt den beschafften uni- Posten Seife. Es besteht auch nicht die Absicht wieder iveise Mi beschaffen, da diejenigen Kreise unserer Bevölke- rnng. für welche die Ware beschafft Inorden ist, h-inlüngisW Zeit und Gelegenheit gehabt haben, Ifyren Bedarf .zu decken. &tt den beiden Ve rkaufs stelle n, von denen vle am Asterweg denrnächst geschlossen werden soll, sind noch zu beziehen und zwar in Mengen von je 2 Pfund Reis, Erbsen, Bohnen und Sago sowie noch ein kleiner Posten deutscher Kaffee. Die von der Stadt beschaffte eingedickte! Schweizer Milch soll erst zum Verkauf kommen, wenn eine Milchkiurppheit in unserer Stadt sich bemerkbar macht, bis dahin steht die Ware in der Kühlhalle des städtischem Schlachthofs auf Lager. ** (Sin öffentlicher Impftermin wird am Mittwoch, den 9. Februar 1916, nachmittags 2 Uhr. in der Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8, abgehalten. Näheres ist im Anzeigenteile zu ersehen. ** D i e bis jetzt gewährten Zusatzkarten fallen bei der nächsten Brotmarkenausgabe am 5. Febr. d. Js. weg. Es kann künftig nur noch eine beschränkte Anzahl von Zusatz- karten abgegeben werden und zwar nur an wirklich schwer arbeitende Personen. Die Anzahl der den Wirten für ihren Betrieb zugewiesenen Brotmarkenhefte wird ebenfalls herabgesetzt werden. Von der besser bemittelten Bevölkerung wird erwartet, daß sie sich im Verbrauch von Brot die größtmöglichste Beschränkung auferlegt. Nicht ausgenutzte Brotkartenabschnitte sind unbedingt den Ausgabestellen zurückzugeben. Wir verweisen im weiteren auf eine Bekanntmachung im Anzeigenteile unseres heutigen Blattes. ** Ein Schlachtverbot für trächtige Kühe und Saum veröffentlichen wir im heutigen Kreisblatt, ebenso ein Verbot von Ausverkäufen für Web - und Wirkwaren. ** Obst- und Gartenbauverein Gießen. Am Samstag, den 5. Februar, abends 8K Uhr. findet eine Vereinsversammlung im Saale des Felsenkeller statt. Aus der Tagesordnung stelst ein Vortrag: Wie können wir die Rentabilität des Obstbaues fördern, den Obstbautechniker Lorenz, z. Zt. Feld- 'vebelleutnant, dahier halten wird. ** Der erste 2-Uhr-Sonntagsschluß für das taufmänriische Personal wurde besonders von den Verkäufe- rinner: der verschiedenen Geschäfte vorgestern mit Freude begrüßt, und mit einer äußerlich wahrnehmbaren Genugtuung sah man die Ladenfräuleins gleich nach 2 Uhr den Heimweg antreten. Männliches Personal wurde von der neuen bürgermeisterlichen Anordnung nur ganz vereinzelt betroffen. Durch das neue Ortsstatut ist allerdings für unsere sonntägliche Geschäftszeit eine grundsätzliche Regelung nicht herbeigeführt: zwar muß das Personal vom Gehilfen bis zum Arbeiter um 2 Uhr aus den Geschäften entlassen werden, aber dem Chef und seinen Familienangehörigen ist es unbenommen, im offenen Laden bis 3 Uhr u verkaufen und sich anfzuhalten, wenigstens geht ein Ber- ot, die Läden wie bisher bis 3 Uhr Sonntags offen zu halten, ans dem Ortsstatut selbst sinngemäß nicht hervor. Von der Erlaubnis, bis 3 Uhr zu verkaufen, machten zahlreiche kleinere Geschäftsleute am Seltersweg, in der Markt- straße, der Bahnhofstraße usw., besonders aber die Zigarrenhändler, soweit sie kein Personal beschäftigen, Gebrauch. Das Polizeiamt erklärte zwar auf vereinzelte Anfragen, daß das Arbeitsverbot für das kaufmännische Personal gleichbedeutend sei mit einer Schließung der Geschäfte. Ein rn dieser Angelegenheit schleunigst befragter namhafter Jurist soll aber erklärt haben, daß diese Ansicht irrig sei und daß für Gießen mit der neuen Ortssatzung kein Sonntagsladenschluß um 2 Uhr verfügt sei. Wäre dies der Wille der Bürgermeisterei gelvesen, so hätte sie dies auch sicher in der Ortssatzung zum Ausdruck gebracht. ** Eine Hochstaplerin hat in der vergangenen Woche unsere Geschäftsleute gehrandschatzt. Bei einem Uhrmacher stellte sich eine hochelegante Dame als Frau Justiz- zat Müller vor, deren Mann im Felde sei, sie gab an, dieser ckiomme auf Urlaub und treffe sie mit dem Kriegsmann im 'Jagdschlößchen Dutenhofen zusammen, wo sie seit längerer 'Zeit wohne. Sie habe einen Trauring verloren und wolle einen Ersatzring Laufen. Während sie unter den Ringen wählte, gefiel der Dame noch eine äoldene Brosche in der Auslage' und der Handel wurde für beide Gegenstände Hinter der Bedingung abgeschlossen, daß der Kaufpreis nach Ankunft des Ehemanns beglichen werden sollte. Eine spätere telephonische Erkundigung beim Inhaber des Jiaadschlöß- chens ergab, daß dieser eine Frau Justizrat nicht beherbergt, eine solche überhaupt nicht kennt. In einem unserer Schuhgeschäfte borgte die vornehm auftretende Dame unter einem «anderen Justizrats-Namen, diesmal ans Schotten, ein Paar Damenstiefel, welche sie liebenswürdigerweise gleich mit- irahm. Ter Geschäftsmann sah leider zu spät, daß er geprellt war, weil in Schotten ein Justizrat gleichen Namens nicht existiert. In einem Danremnodegeschäft wurde eine seidene Bluse auf Pump unter dem Namen eines gar nicht existierenden Niddaer Justizrats Koch von der Schwindlerin eingehandelt, die erklärt hatte, daß sie schon eine Bluse schuldig geblieben wäre. Man möge ihr nach Nidda dre Rechnung über beide Kleidungsstücke schicken, damit ihr Mann die Angel-vgieiiheit bezahlen könne. In einem Blumenladen kaufte die Frau Jpstizrat für 2 Märk Nelken, die sie gleich mitnehmen wollte, sie suchte dann noch zwei schöne Blattgewächse aus und bat, diese in das Hotel zu senden, wo fte abgestiegen sei. Tie Verkäuferin sollte über alles eine quittierte Rechnung ins Hotel schicken. Natürlich kennen die Blattgewächse und die quittierte Rechnung aus dem bettesfenden Gasthof zurück, da die Käuferin dort vollkommen unbekannt war. Tie Nelken war der Blumenhändler los. Es sollen auch sonst noch einige Geschäftsleute leichtgläubig gewesen sein und der Dame mit dem schneidigen Samtmantel und dem Reihersederhut mit Waren auf Borg an die Hand gegangen sein. Die Kriminalpolizei, der An- zeige erstattet wurde, gab sich sofort alle Mühe, die Hochstaplerin festzuhalten, leider aber ohne Erfolg, da solche Vögel immer mit dem nächsten Eilzug die Stätte ihrer Wirksamkeit verlassen. Landkreis Gießen. m. Lollar. 1. gebt. In würdiger Weise wurde der Geburtstag unseres Kaisers durch Kirchgang derKrieger- vereine des Kirchspiels Kilchberg geleiert. Dabei beteiligten sich auch die Jugendwehren von Lollar, Mainzlar, Daubringen und Stauien- berg. Die Jugendwehr Lollar war an der hiesigen Schule angetreten und marschierte mit Trommel- und Plersenklang nach der Kirche, Nach dem Gottesdienste stellte sich die Jugendwehr zur Parade auf. Ter Bezirksleiter, Gendarmerie-Wachtmeister Brück- Lollar. hielt eine Ansprache. Die Kriegervereme hatten sich mit ihren Fahnen gegenüber der Jugendwehr ausgestellt und nahmen den Parademarsch ln Gruppenkolonne ab. e- Allertshausen, 1. Febr. Dem Gefreiten der Reserve Heinrich Kloos im Reserve-Jns.-Rgt. 83 wurde die Hessische Tapserkeltsmedaille verliehen. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 31. Jan. Unbekannte Diebe stahlen aus einem Schuhgeschäft in der Gr. Eschenheimersttaße 500 Paar Schuhe und verkauften sie dann an unbemittelte Leute im Ost- Hafengebiet zu recht billigen Preisen. Märkte. Gießen, 1. Febr. Marktbericht. Ans dem heutigen Wochennmrkte kostete: Butter das Psd. 1,90-0,00, Hühnereier das Stück 17-00 Pfg., Käse das Stück 8—10 Pfg., Kasematte 1 Stück 3-0 Pfg., Kartoffeln der Zentner 3,75 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 26 Pfg., Aepsel der Zentner 6 bis 8 Mk.. Spinnt 20—22 Pfg. das Pfund, Wirsing «0-15 Pfg. das Stück, Gelberüben 10—12 Pfennig das Pfund, Rolkrailt 15—25 Pfennig daS Stück, Rofeiikohl 30—85 Pfg. das Pfund, Weißkraiil 15 bis 25 Pfg. das Stuck. Birnen 7—15 Pfg. das Psd., rote Rüben 7—8 Big., Zwiebeln das Pfund 20-00 Pfg., Nüsse 100 Stück 60—65 Pfg., Blumenkohl 20-50 Pfennig.. Sellerie 6-10 Pfennig das Stück, Endivien 10-12 Pfg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. ko. Frankfurt a. M. Biehh ofm arkt bericht vom 31. Jan. Auftrieb: Rinder 1502 (darunter Ochsen 18*, Bullen 30, Kühe und Färsen 1284), Kälber 415, Schafe 73, Schweine 162. Marktverlauf: Bei flottem Handel wird geräumt. Preise für 100 Psd. Lebend- Schlachl- Ochsen. gewicht Vollsicischige, ansgeniästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk. wertes, 4 — 7 Jahre alt... 96—102 175-185 Junge fleischig«, nicht ailsgemästete und ältere atlsgemästete.83—93 155—175 Bullen. Dollfleischige, ausgewachsene höchstenSchlachtw. 86—90 148—155 Vollfleischige, jüngere. 77—80 140 — 150 Färsen, K ü h c. Vollfleiichige anSgem. Färsen höchst. Schlachtw. 95—100 175-185 Dollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- ivertcs bis zu 7 Jahre>i. 95—100 175—185 Wenig gut entwickelte Färsen . . ' . . . 73—81 145 — 160 Aellere ausgemästete Kühe.65-73 130—145 Mäßg genährte Kühe und Färsen .... 57—64 114—128 Gering genährte Kühe unb Färsen .... 48—63 110-120 Kälber. Feinste Mastkälber ... 110—112 183-187 Mittlere Mast- iind beste Saugkälber . . , 105—110 175—183 Geringere Mast- und gute Saiigkälber . . . 95-103 167—171 Geringe Saugkälber. 90—95 153—161 Schafe. Weidemasrschase. Masilämmer und jüngere Masthammel . . . 92-00 201—00 S ch wein e. Vollfleischige Schweine von 60 bis 100 Kg Lebendgewicht. 108.00—00.00 —.— Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebelidgewicht . 93.00 - 00.00 — Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht. 118,00— 00.00 —— Unreine Sauen und geschnitteiie Eber 103.00—00.00 — ko. Frankfurt a. M., 31. Jan. Frucht- und Futter« mit te (in arkt. Das Geschäft ist ruhig, Tendenz im allgemeinen fest bei den wenigen vorrätigen Artikelii. Jilttermittel sind stark gefragt. Man notierte: Aitsländische Kleie 56—59 Mk.. Kokos- kilchen 78-80 Mk., Retskleie 33—3% All., Leinkttchenmehl 86 bis 88 Mk. Alles per 100 Kilo ab Station. ko. Frankfurt a. M.. 31. Jan. K a r t o s f e l m a r k t. Kartoffeln ab Verladestation in loser Ladung per 100 Kilo 6,10 Mt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch. den 2. Febr. 1916: Zunehmende Bewölkung, trocken, keine ivesentliche Temperatur- Änderung. Letzte Nachrichten. Neuer Druck auf Griechenland? Kopenhagen, 1. Febr. Der Londoner „Observer" meldet aus Athen: Die Vierverbandsgesandten haben einen neuen gemeinschaftlichen Schritt bei dem Ministerpräsidenten S k u l u d i s unternommen und diesofortigeDemobilisierungdergrie- chischen Armee verlangt. Eine französische Kritik der italienischen Leistungen. i. Köln, 1. Febr. Der „Köln. Ztg." zufolge stellt der müi- tärische Kritiker der „Republic Francaise" die Niederlage und Hoffnungslosigkeit der italienischen Json^oarmee fest und sagt, die Verteidiger der ersten italienischen Lmie mußten sich aus ihre Schützengräben der zweiten Linie zurückziehen. Es tritt immer bestimmter die Unverletzbarkeit der Defensivfronten hervor, deren Flanke nicht umgangen werden kann und deren Tiefe derart ist, datz der Angreifer von Hindernis zu Hindernis schnell erschöpft hinsinkt. Sasonows Rede. i. Köln, 1. Febr. Zu den Ausführungen des Ministers Sasonow meldet ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg.": Sasonow begann mit der Feststellung einer Tatsache, die er sicher zu seinem größten Bedauern nicht mehr leugnen kann, nämlich, daß die Lage auf dem Balkan trostlos sei. Das ist eine bittere Erkenntnis für den verantwortlichen Vertreter derjenigen Politik, die in ihrem wesentlichsten Zuge darauf angelegt war, die Balkanvölker dem russischen Drange nach dem Westen dienstbar zu machen. Es ist die amtliche Bankerotterklärung der russischen Balkenpolitik, und der Hinweis, daß der schließliche Triumph der Verbündeten den Prüfungen Serbiens und Montenegros ein Ende machen würde, hebt angesichts der heutigen Machtstellung Oesterreich-Ungarns und Bulgariens auf dem Balkan die russische Ohnmacht nur noch drastischer hervor. Die Lebensmittelnot in Rußland. i. Köln, 1. Febr. Laut „Köln. Ztg." berichtet die Petersburger Börsenzeitung" aus Odessa: Zur Bekämpfung des Lebensmittelwuchers und der Spekulationssucht ließ die Regierung durch die Polizei die Börsen während der Börsenzeit umzingeln. Nachdem die Tätigkeit der Börse und die Börsenpapiere geprüft worden, wurden 150 anwesende Getreidespekulamen verhaftet. Sparprämien in England. London, 1. Febr. Das Ministerium hat einen Vorschlag des Sparausschusses genehmigt, wonach Einlegern, die im Mai 15 sh. 6 d. deponieren, dafür im Jahre 1921 ein Pfund Sterling auszuzahlen ist. Die Aerste empfehlen Apotheker Xeumeier’s Asthma-JSuo. !• DK. 2.IQ (ohne Papier D. R. G. M. No. 26122 und 26617. Erhältlich in d. Apotheken. [ m us Apotheker Xcnmeier, Frankfurt am Hain. Best.: Nitr.-Brachyc adi:s-Kraat 45, Lobe).-Kraut 5, Salpeters. Kali 25, salpetrige Natron 5, jodk. 5, Rohrzucker 15 Telle. Gegen husten und Heiserkeit gebrauche man Eutol-Vonbon§. Auch im Felde mit grotzer Zreude begrüßt. preis immer noch 30 pfg. 15 Amtlicher Teil. Zu Ttr. W. M. 676/1. 16. K. R. A. Verbot von Ausverkäufen usw. fürWeb- «nd Wirkwaren. Auf Grund des § 9 b des Preußischen Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851, in Bayern auf Grund des 8 4 des Bayerischen Gesetzes über den KriegsKustand vom 5. November 1912 in Verbindung mit der Allerhöchsten Kabinettsorder vom 31. Juli 1914, den Uebergang der vollziehenden Gewalt auf die Militärbehörde betreffend, werden hiermit für den Monat Februar jede Art von Sonderauskäufen, wie Inventur- oder Saison-Ausverkäufe, sogenannte Weiße Wochen oder Tage, Propaganda- und Reklame-Wochen oder Tage, sowie jede andere, eine besondere Beschleunigung des Verlaufes bezweckende Veranstaltung, insbesondere die Ankündigung von Verkäufen zu herabgesetzten Preisen für Web- und Wirkstoffe und für Waren, dre aus Web- und Wirkstoffen hergestellt sind, oder bei deren Herstellung Weboder Wirkstoffe verwandt sind, sowie für alle Strickwaren verboten. Frankfurt (Main), Januar 1916. Stellv. Generalkomm ando des 18. Armeekorps. Nr. W. M. 77/1. 16 K. R. A. Bekanntmachung, betreffend mit Kraft angetriebene Maschinen für Konfektionsarbeit. Aus Grund des 8 9 Buchstabe b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 (in Bayern aus Grund Artikel 4 Ziffer 2 des Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912) wird folgendes zur allgemeinen Kenntnis gebracht: 1 Das Zuschneiden von Web- und Wirkwaren mittels mechanisch angetriebener Zuschneidemaschinen wird hiermit verboten. . _ . ..... 2. In allen Betrieben, in denen mit Kraft angetriebene Nah-, Knopfloch und andere derartige Maschinen für die Konfektionierung von Web und Wirkwaren verwendet werden, darf mit diesen Maschinen nur noch während 30 Stunden in jeder Woche gearbeitet werden. 3. Das Vergeben von Konfektionsarbeit zum Zwecke der Herstellung von Erzeugnissen aus Web und Wirkwaren zu niedrigeren Lohnsätzen als den im Monat Dezember 1915 ortsüblichen ist verboten. , Wenn die an Maschinen, wie unter Ziffer 2 beschrieben, beschäftigte Arbeiter bisher im Tage- oder Wochenlohn bezahlt wurden, so darf nach dem Inkrafttreten dieser Bekanntmachung der zu zahlende Lohn für eine Wock)e für jeden Arbeiter nicht niedriger sein als der bisher ortsüblick-e. Soweit im Stücklohn hergestellte Gegenstände infolge der Verbote 1 und 2 auf andere Weise konfektioniert werden müssen als bisher, ist der Arbeitnehmer für den entstandenen Mehraufwand von Zeit zu Zeit von dem Arbeitgeber am Lohn zu entschädigen. In Streitfällen soll ein Gutachten von der örtlich zuständigen Handwerkskammer eingcholt werden. Ein besonderer Unternehmergewinn darf aus einer derartigen Lohnerhöhung^ beim Verkauf der hergestellten Waren ^nicht hergeleitet werdest, d. h. der Verkaufspreis darf höcki» Ostens um den wirklichen Bettag des Mehrlohns erhöht werden. 4..Werkstätten int eigenen Betriebe der Militär- und Marine- verwaltung sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen. fr. Unmittelbare Heeres- ober Marinelieferanten, bei denen durch die Verbote 1 kund 2 die Erfüllung der Lieferzeit in Frage gestellt wird, haben sich an die auftragertcilende Stelle mit dem Ersuchen.um Verlängerung der Lieferfrist zu wenden. Die anordneude Behörde wird auf besonderes Ansuchen der auftragerteilenden Stellen in den Fällen, in denen eine Verlängerung der Lieferfrist im Heeresinteresse nicht bewilligt werden kann, eine Befreiung von den Verboten 1 und 2 für die Erledigung bereits laufender Aufträge gewähren. \ Auch die beschaffenden Stellen des Heeres und der Marine dürfen neue Aufträge nur noch unter Berücksichtigung der Anordnungen dieser Bekanntmachung erteilen. 6. Irgendwelchen Gesuchen um Befteiung aus anderen Gründen als den in Zister 5 genannten, kann nicht stattgegeben werden. 7. Die Bekanntmachung tritt mit ihrer Verkündung in Kraft.^ 8. Abdrucke vorstehender Bekanntmachung (beim Webstofsmelde- amt der Kriegs-Rohstost-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriunrs. Berlin SW 48, Verlängerte Hedemannstt. 11, erhältlich) sind in den Räumen der in Betracht kommenden Bettiebe und Firmen anzuschlagen. Frankfurt (Main), den 19. Januar 1916. Stellv. Grucralkommando des 18. Armeekorps. Kr. W. M. 78/1. 16. IC. A. Vekanntmachml^, betreffend Arbeitszeit in Lumpen-Reibereien. Auf Grund des^ 8 9 Buchstabe b des Gesetzes über den Be- lageruiraszustand voni 4. Juni 1851 (in Bayern auf Grund Artikel 4 Ziffer 2 des Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912) wird folgendes^ zrrr allgemeinen Kenntnis gebracht: 8 1. Tie Verarbeitung von Ivollencn, halbwollenen und baumwollenen Lumpen und lvollenen, halbwollenen, und daunvoolleuen Gegenständen und Abfallen der Textilwarenherstellung auf Reißmaschinen «Reißwölfen) ist, soweit nicht im- Folgenden Ausnahmen bestimmt sind, verboten. - § 2. Die im § 1 verbotene Verarbeitung darf insoweit erfolgen, als das Reißen zur Herstellung von Kunstwolle bezw. Kunstbaumwolle für militärische Zwecke, d. b. auf Anordmrng oder mit Erlaubnis der Kriegs-RvWoff-Abteiluntz des Konigl. Preußischen Kricgsministerrums, des . Königl. Preußischen Bclleidungs--Be- schafsststgsamtes der Königl. Preußischen^Feldzeugmcisterei, der Aktiengesellschaft zur Verwertung von Stostabfällen oder der Krjegsstwlldedarf-AktieiigZellschaft erfolgt. Ter Nachweis des M:rescnlftrags gilt mtt als geführt, wenn der betreffende Betrieb Nneu gültigen Ausweis einer der vorgenannten Stellen rn Häw> den hat.' 8 lWFür andere Zwecke (Herstellung von Zivllaufträgen) dürfen die RerßmaschLien zur Verarbeitung der im § 1 angegebenen Lumpen, GegenstcuwL und Abfälle nur am Montag und Dienstag jeder Woche und zwar an Em dieser Tage höchstens 10 Stunden in Betrieb.gehalten uXrdeu. § 4. Da- Arbeiten mit Reißmaschinen, welche bis zum Inkrafttreten dieser Bekanntmachung nicht im Bettieb waren, ist mißer für miliAttsche Zwecke (siehe §-2) verboten. Frankfurt "sMain), den 19. Januar 1916. Stcllv. Generalkommando 18. Armeekorps. XVIII. Armeekorps. Stellvertretendes GeWrrälkommando. Abt. III b T.-Nr. 1297/335. . F rank siu r t a. M., 22. Januar 1916 Bet r.': Behandlung von Geschlechtskrankheiten y dutch nicht approbierte Personen. Verordnung. Im Anschluß an meine Verordnung vom 18. 2. 1915 III b 701/1492 — bestimme ich: I. Verboten ijf meitcr: v , 1. Die Behandlung von Geschlechtskrankheiten durch nicht approbierte Personen.. .. ... 2. Das Anbieten und die Abgabe von Heilmitteln, dre für die Behandlung von Geschlechtskrankheiten bestimmt sind, ohne ärztliche Verordnung. II. Prostituierten, die unter sitten^lizerlicher Konttvlle stehen und ihren Wohnsitz in einer bestimmten Stadt des Korpsbezirks haben, > wird verboten, dw ^tadt wahrend der Kriegsdauer zu verlassen. Bon diesem Verbote tonnen durch ortSpolizeiliche Erlaubnis für den Emzüsall Ausnahmen zugelassen werden. . Zuwiderhandlungen unterliegen der Bestrafung nach § 9 b Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851. Der Kommandierende General: Freiherr von Galt, der änfrmtqäc# Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche uns bei der Krankheit und bei dem Begräbnis unserer lieben Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Dorothea Todt so teilnehmend zur Seite standen, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sprechen wir hierdurch unseren innigsten, tiefgefühltesten Dank au£. Für die trauernden Hinterbliebenen: Am 28. Januar starb im Feldlazarett an seiner schweren Verwundung mein treugeliebter Gatte, Vater seiner 2 Kinder, unser lieber Sohn und Bruder Sally Levi Landsturmm.d. 10.Komp.Res.-Jnf.-Rogt.118 Die trauernde Gattin: Emma Levi und Kinder. Gießen, den 1. Februar 1916. GIESSENER KONZERT-VEREIN mmninnmuininmm t nn T m i rmn n ui i nm i mm i mi i i ' iiiiiniifi nMmnuminr»Tr Sonntag:, den 6. Februar 1916, abends 5V> Uhr, in der neuen Aula Kammermusik-Abend des 07434 Georg Todt. Gießen, den 1. Februar 1916. [796 Für die uns erwiesene Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter FrauAugusiePlankgeb. Kühne sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, 31. Januar 1916. 795 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verlust, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bröckelmann und für die reichen Blumenspenden sagen wir allen unfern innigsten Dank. « 741 ? Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Schmidt und Familie. Klein-Linden, den 31. Januar 1916. Danksagung. Für die uns erwiesene Teilnahme beim Hin- fcheiden unseres unvergeßlichen, lieben Sohnes Richard Danksagung. Für die uns bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Tante erwiesene Teilnahme sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Bingel. Mainzlar, den 30. Januar 1916. 805 Landgraf-Ludwigs-Gymnasium nebst Vorschule. Anmeldungen neuer Schüler für das Schul- fahr 1916/17 werden vom 2. bis 4. Februar, vormittags von 11—12 Uhr, im Gymnasialgebäude 'ntgegengenommen. Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen. Gießen, den 26. Januar 1916. Die Großherzogliche Direktion. Dr. Hensell. 644 D Wrisse geruchlose Waschseife in Fässern, Inhalt ea. 100 Pfund, v. Pfund 55 Pfg., frei jeder Bahnstation. Mindestabgabe 1 Zentner. Probe-Postkiste, enthaltend ca. 9'» Pfund, einschl. Verpackung, Porris und Nachnahmespesen, für Mk. 6.50 liefert Albert Popelik, Dresden-A. 14, Universaihaus für Wäschereibedarf. 79 *s3 Metai 2 betten H olzr ah menmatr., K i nderbett. bill . an Private. Kat. frei. 791 hv EiaeamöbelJabrlk, Suhl 1 . Th. Taschenlampen mit und ohne Blende Taschenlampen mit drehbarem Scheinwerfer Neoetalenlaupjerliii,, als besondere Signallampe auch als Tisch- oder Wandlampe zu gebrauchen. [8 2a la. Baten, Mm eis. empfiehlt in grober Auswahl Edgar Borrmaeu Eisenwaren, Haus- und Zlüwenaeräte-Handluug. Deutscher Zrauenverein vom Roten Rreuz s.d.Rolonien Landesverband Hessen eJ L, Abteilung Gießen :: iitHiiiiiifiiiiiiiiimiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiii iiiiiimiiiiiiimtmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiimimiiimiii Juni Weil ins Plchllchnds iter Sdüöfllrrn isoin llotrn^mi? für die Kolonien i werden wir, mit behördlicher Genehmigung, in den nächsten Tagen eine Sammlung von Geldspenden veranstalten und zu diesem Zwecke durch junge Damen Sammellisten in Umlauf setzen. Wir richten an unsere Mitglieder und alle Freunde der guten Sache die herzliche Bitte, durch reichliche Spenden zu helfen, daß dem Pensionsfonds auch aus unserer Stadt ein recht ansehnlicher Betrag zugeführt werden kann. $ et Vorstand. für die überaus reichen Blumenspenden von nah und fern, für die zahlreiche Beteiligung seitens des Gelang-, Krieger- und Turnvereins, für die erwiesene militärische Ehre der Ehrenkomvagnic Negts. Nr. 11$ sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Klingelhöfer sagen wir hiermit unser» innigsten Dank. Familie Philipp Schiel II. Familie Adolf Kleinkurt. Langsdorf, 31. Januar 1916. 793 Biliij m dL Sejeiiilw lillö Aktiva Jt An Warenvorrat 3723.26 „ Kassenvorrat 571.07 „ ausstehende Forderungen 1242.51 „ Geschäfts- mobilien66.78 1Oo/oAb- schreibung6.67 60.11 Passiva J6 Per Geschästsgut- haben d. Mitglieder 910.— „ Reservefonds26O6.72 „ Betriebsrücklage 1029.75 Reingewinn 105048 5596.95 Ende 1914 90 5596.95 Die Zahl der Mitglieder betrug Während 1915 gingen zu.— Während 1915 gingen ab durch Tod . 2 Daher Stand der Mitglieder Ende 1915 . 88 In 1914 sind nicht 7, sondern 8 Mitglieder ausgeschieden. Annerod, den 31. Januar 1916. 779 LaridwirtschaftlicherKonsumverein eingetr. Gen. m. u. H. Der Direktor: F e u st e r. Der Rendant! Will. mmm Mittwoch früh und Donnerstag eintreffend: gtiHftc 6 oloü. 3 li|tl>giirDf jik 1—4 pfundig. Prima Holland. Cabliau KU in Fischen von 3^/i. bis 6 Pfd. sowie im Ausschnitt, Fstk.ho!l.Brütslhellfisitze,ung°wMKliiiHsck>e empfehlen [06852 Gebrüder Berdux, Babnbofstratze 27. ^ Fernsprecher 281. aus Stuttgart Professor Carl Wendling, Hans Michaelis Philip Neeter, Alfred Saal. Streichquartette: Schubert, A-moll, op. 29 « Smetana, E-rnoll (Aus meinem Leben) — Mozart, D-dur (Königs-Quartett). [728 D Der Ueberschüss kommt Kriegswoülfahrtszwecken zugute! Firtritfckarfpn • 1- Platz M. 3.—,2. PlatzM. 2.—, 3. Platz 3 -ei.u monai ich. M x _ 4 P]atz m. 0.50.sämtl.numeriert, Studentenkarten 75 Pfg., Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind in der Musikalienhandlung von Ernst Cballier, Tel. 671, und abends an der Kasse zu haben. il- iii an reis Samstag, den 5. Februar, abends 8 1 /, Uhr: Bereinsversammlung tut Saale des Felsenkeller, obere Bahnhosftr. Tagesordnung: Sie können wir -ieRentabilitöt desLbstbllues fördern Referent: Herr Obstbautechniker Lorenz, z. Zt. Feldwebelleutnant dahier. Zu dieser Versammlung lade ich unsere Mitglieder mit ihren Damen ergebenst ein. — Gleichzeitig richte ich auch an die Vereine der Nachbargemeinden die höfliche Einladung zur Beteiligung. — Um zahlreiches Erscheinen bittet 794 D Der Vorsitzende: Simon. ilfa-liaval- Separator Buttermaschinen sowie je#cL Art milch- wirtschaftlicher Geräte empfiehlt Edgar Borrmann Eisenhandlung Kronstadt 11 79 a Toi. 169 JohanneScbalzei. Greiz liefert Stoffe und Reste billig t Dam.- u. Herr.-Kleid. Must. fr.lPak.Reste20-40Mp.Nchn. Zurflcknahm. u. Umtausch 1.30 1 ff. Wloderverk. ges. Guter Verdienst. 790ss 01» Hermann Steingoetter, DienStag, 1. ftebr. 101«, abends 8 Ubr: 8 ooc VolkSVorstellung Volksprelse Volkspreise Ziegenzuchtverein Giessen General-Versammlung Samstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr Stadt Cassel Tagesordnung: 1801 Rechnungsablage. Ersatzwahl d. Vorstands. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. 8 Im Sf&ärai hat sich das Giessener LICHTSPIELHAUS Bahnhofstrasse 34 sSi© Gunst des Publikums durch die ausserordentlich hervorragenden Darbietungen kinematographischer Kunst ©i*itf©B m ben I Ab heute der neue auserlesene Spielplan unter anderem Erst- und Alleinaufführangsrecht in Giessen Lustspiel in 3 Akten v. Rudolf PreSber u. Leo Walter Stein. Ende nach 10'/, Uhr. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bet allen Borstellungen laui;er bet BolkSvor>tellungen>auf2. und LSperrfitz nur halbe Preise. FOrstenkind Ein tiefergreifendes sensationelles Drama in 4 Akten SpMache Ein spannender Kriminal- u. Sittenschlager in 3 Akten Dazu eineReihe heiterer Filmdarbietungen Ab Samstag zwei Sensations-Schlager, die das Stadtgespräch von Oiessen bilden werden [785a Dämon u. Mensch Kriminal- ond Sitten Bornan in 4 Akten mit RUDOLF SCHILD- KRAUT in der Titelrolle Dramat. Filmprachtwerk in 3 Akten Militär vom Feldwebel abwärts zahlt werktags die Killte :: « ;•