Nr. 14 ®rfrf)rtnl „glich mit Ausnahme der Sonntags. L,e „Siehener Zamilienblätter" werden dem .Anz-'g-r- viermal wöchentlich beigelegt. das fOr den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die ..r«idwtrt,chaft„ch«» Seit, ttagen" erscheinen monatlich -wetmal. General-Anzeiger für Gberhessen Dienstag, 18. Januar ZMG Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Sterndruckerei. R. Lang e, ^Gießen« Schristleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle ».Verlag: L^51,Schrift- leitung: Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. d. Mt>. Deutscher Reichstag. ® ^ung.Montag.denl 7. Januar. K« nh J? C n Stellvertretender Kriegsminister B a n b e I, Reichsschatzsekretär Helfferich. ö F Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um litt Uhr. Militärische Fragen. , n st ?°^°rbnung stehen zunächst Entschließungen b,e M bau t f 4 e n ® H ® r ' E08 " “ ^ 1 ^ ‘ C n f oCen « "-n ltn f-^ urIauMen Mannschaften Berücksichtigung fin- soll'^i Antritt ^ « s g e l d für die Dauer des Urlaubs Urlaubs auSgezahlt werden. Zum Schutz der laub^na .* „des Wirtschaftslebens sollen B tu r. if,“ geeigneter Mannschaften aus den Gar- msonen stattftnden. Leiter landwirtschaftlicher und gewerblicher Betriebe sollen tunlichst dann beurlaubt werden, wenn^ihre Tätig, '^n ^trieben dringend notwendig ist. Die Leiter L lÄ^we t^ebe^i.^fbe sind zur Frühjahrsbestellung mög- uchir weltgehend zu beurlauben. Für die Sicherung der Volks- ernahrung sollen mehr als bisher Arbeitskräfte aus dem Leere beurlaubt werden Weitere Anträge beziehen sich auf Prkisk Mitt-?b-?tk?lu7/^" 0 der Vieh, und Lebens. Abg. Graf Westarp (Kons.) berichtet über die Verhandlungen im Ausschuß. Abg. Schöpflin (Soz.): &>msszß Verfehlungen einzelner'ganz/Truppmkorper"nut ^äntzerer °ll". °ubs^tz-ehung bestraft.werden. Ist das bei den Offizieren auch r« LA'«'« ttSRiticHiSl SÄ« £%T bCn h “*“Ä lo 7reife IZ ruaiicyrslos zu. Die Beförderung dauert oft viel m lanae w" 0 ! n ^aretten ist mitunter unzureichend.^ leiste? aber^e snMpn ^^f^^ ?^^ge gewiß Hervorragendes ge- retten' befonterN ch n7?d i"g^ ^ Ruhm geizen. ,n den L^a. Rolle der als „gehestt" und .dauernd untauglich" Entlassenen ist Kamps lagen, müsse/ 5, btTÄ' Ät—Z" Kl-in°Nchf-Vteu 0 g-"gu7lt sSf befehl aus ^ Köln ^ Ein Kommandantur. 45S x xis sxassva E«KaÄS;-S 5 Cn ® ln Kamerad Satte mir geschrieben von KT -"ur zwei Flaschen ©Soffer T (Serfeitl m bas ^cht gefallen lassen. £ fte für Zi t/“ 6 / he fe n iie L-ebesgaben reichlicher. Nun Mt h ? i C,i, ” ,mte . n Truppenteil geleistet werden ff/Sx>“»"“ÄÄris ®£... «Ä'SiB "mf SSiSSMISTW w. f » 7 Ä”„ ÄsfflSCS ÄÄ SÄ ff?J”* ! » u galten. Di-Herren, die mit dem Ober- absolviert haben und die aktive Offiziere geworden sind sind langst Hauptmann geworden, weil er erst als Referendar h 0ntt m'- Härte ist es, wenn der aktive bä/tn^s -w ReserbeoftEr hinüberspringt. Das Ver- hattnis zwischen aktiven Offizieren und Re- se r v e o s f i z i e r e n ist überall ein glänzendes, solche Beförde- tl'lVm* ?k^entlich zu Unannehmlichkeiten. $W m, C ? b 5r J' b E hrenbezeugungen gut gemacht werden. J Sh - ftei J et Pedanterie heraus? Nein! weil es in h.r. Disziplin keine Kleinigkeiten gibt. Der Unter- o,flzier der Hauptmann, der Kleinigkeiten hingehen läßt macht sich eines, schweren Fehlers schuldig Würde» alle Unteroffizere, alle l § b r U i ben ' Kleinigkeiten nicht gerügt werden, die die Disziplin verletzen, dann wurden wir diesenKriea n i ch t g e w i n n e n , dann hätten wir ihn längst verloren. (Zu- L^ung rechts, Unruhe bei den Soz.) Das ist vielleicht ein Punkt, wo wir uns nicht vereinigen können. / irb E8 nicht begreifen und meinen, wer eine schlechte EhrenH-seugung mache könne trotzdem die Franzosen schla. gen. Das ist aber nur em äusseres Zeichen. Es trägt wescntlicb vazu bei, daß wir erreichen, was wir erreichen müssen in Not und 'n ßt i )c , r . aIt 0 ^°urmen jedenfalls nur in kleinem Umfange. Bei den Rückfragen auf die Anzeigen kann das Krieasministerium un7?In € T ^wort erlangen, wo die Sachen Vorkommen sind n iT be - r Sad ^ e nachgehen, wer der Schuldige ist in .^^lange, aus welchen Gründen eine Zurückhaltung'oder Unterschlagung der Liebesgaben möglich war. Das zeigl sich ia Trftt man de! Sac^'^^ ^.Behandlung der Mannschaften. Zweigen oL'un. jc t -r er Behandlung der Mannschaften ti *J ^ %, b 'J U Z Un§ e, 2 e S ro ^ e ^ofahr sein kann. Ein Ar- ^minehän ^^°zi°ldem^r/t'fchen'''Partei m Kotegor,cn eingete,It, ange- Mißhondluna'enn" 8 ^"g!. & der Ar/ee ßorKww £ ^oßem UmfcMge Vorkommen und daß die Vorgesetzten das Vertrauen verloren hätten. b 17 rsN^^-^Elp^chene ist in ganz unverhüllter Weise durch Q üaen 6ral t n%Trr Ben ^ f e mögü ^ n 0« nicht zir Sp7ach- 0 ge-' berichtet ^«tert und verschärft worden, und Dinge sind ' oerichtet worden, von denen nicht ein Wort im Ausschuß apfnrrrn toaz (Qozt Soztl ünlz.) Deshalb ist selbst bei der Westen Art «nb'Ä^t geboten'. Es wir7ft/»us- tell sein kann daß es für uns von erheblichem Nack- ien sein rann. Wie es in die Zeitungen gekommen ist cnt-ciebt sich natürlich meiner Beurteilung. Im übrigen find die Lerren ™ e ' n, B Mwesen dass die Verhältnisse°u„ der Frostt von wenigen Ausnahmen abgesehen, so find, wie sie sein sollen' (Äc-- runa!n"sck.^/^hr und gemeinsame Anstrengungen urw Entbib'- vorsLrift^E^^ m gcgenseitigem Vertrauen, das eine vorkommt *£?w®'^SS 51 “,? 8 .geschlossen ist und auch nich! ',n-i (v. ~ v. b «f- der Heimat borgekommen sind ^bre Grunde, die es zwur nicht entschuldigen, ab7^llä7n Esmgen Herren angeführt worden. Bei der Unzahl von Aschen, bei d«r verschiedensten Charakteren, die zusammftnkom. gZg'J*? schwierigen Dienstverhältniffen ist es selbstverständ- kommem ^E^bungen, Ungerechtigkeiten und Schwierigkeiten vor- Kriegsministerium hat alle Mittel in &n? 0 ^Esetzt und wird es weiter tun, um die Wiederkehr ^ Gi-rkomMmffe einzuschränken. Schriftliche Erlasse un?'an- kla? Ä^FEn und Vorstellungen machen dem Vorgesetzten a^enen ^ ^ versündigen, wenn sie die ffi 29^" c 5- 1? , behandeln, wie es tapferen Soldaten geziemt dÄr ^7si7^n ^^Erbmhuna mit rücksichtsloser Bestrafung rem ES si^. Entwichen, weäen hoffentlich zum Ziele süh? rcn. sind schon Strafen ohne Unterschied der Verion w-r- hangt worden, wo sich Verfehlungen hcrausgestellt haben Es malmuTSriwn ?bwrffen zu schärfen, die trotz aller Er- ' Mahnungen ihre Untergebenen in einer Weise behandeln die d^m ^ten Rufedes denffchen Heeres schaden kann. ^ " ** Erlaff7 von^L^ fchöpflin hat sich gegen verschiedene Straß f ÄomnKm^uren und Kommandanten über die Lrlr w ri's ''{ tn gewendet. Schon der Abgeordnete van CalLer hat sich darüber ausgesprochen. Es ist eine eiaentümli^ ^ ^Ä- b ^ ^he Vorgesetzte im Osten, im Westen und gallig zu gleicher Zeit Befehle erlassen, die sich aus Boden bewegen. Soll man glauben, daß das ganz un- törichte Leute sind, die ettvas befehlen. waZOsie^niLt tietfraL'nh f kann ihnen nur beistimmen Z-t -» aßendisziplin rft einer der besten Maß. st a b e f ui bi e D' sziPlin und für den Geist der Truvven Vo?gesitzt 7 n I ST 1 ! 3 bwimmt, Leute umrennt, ftinen ^orgeietzten aus Unachtsamkeit oder absichtlich aus dem Weae ff f C -T ^rup^e an, in der nicht der richtige Geist ist Das bestätigt jeder er ahrene Soldat. Kleinigkeite n a i 2 t dealte ^ritz^Lt- Sf Atzung zur Disziplin hat'schon sie fL?z/Fe^Ünd R/hm." di- Kleinigkc.te... k-iten S r^^ er Z/",ng- sagte auch: Klrinig. reuen givt es berm Soldatenleben nicht, sondern alles was hört W eh ’ C 'Bedeutung. Das st g/z Ün?LwMenb^ftae^s/°?!? 0 °^'^ w.r einig ÄTS «bwesen sind. Ich kann die Befehle^nack ihrer lei« C»i ft- enthalte,,, nur billigen. Es ist lern M 7 n »m* *'' ft.""' Schikane, sondern sie sind aus s. Je , . ^ n und der Notwendigkeit hervorgegangen, daß ÄI 1 “ Oeffentlichkeit zeigen soll, btf £% einem f? nn erzogen^wird bei der Truppe. Das tut er nur. »SiTSu j der Straße benimmt, wie es sich gehört. Die k^i^ Ersatzbataillonen stößt auf gewisse Schwierig- tnn- m-s ^"^vbringung ist manchmal nicht unmittelbar in E NSHe der UebungSplätze möglich. L ben ^fff^taillonen ist bafür gesorgt, daß der Ererzier- dienst, der Drill, nicht übermäßig betrieben wird. Es sind hl ^^'^bfftaillQnen Leute auf 14 Tage und 3 Wochen nach der Front geschickt worden, damit sie dort kennen lernen, welche Anforderung an die Mannschaften gestellt werden und damit orr s Erfahrungen dann bei der Ausbildung verwerten. Die Zahl der Persönlichkeiten, die zn O f f i z i e r st c l l v e r t ze - 1 e 1 " u.nd Feldweb elleutnants befördert werden kün> oen, ist rm S-teffgen beg-ri ffen. Dem Wunsch, daß die Gar- nHonbicuhräbiacn und die Arbeitsverwendungsfähigen bei be* Erfatzbatrullonen möglichst entlasten werden, können rmr nur zu- Wir haben gar kein Jnterege daran, daß mehr Leute sichert befinden, als Ar die Ausbildung, dre Detmrchung der f^-genen ober als Aufsichtspersonal notwendig sind WaA tovt vertreten den Gesichtspunkt, möglichst wemg Leute der Vm Wirtschaft zu entziehen. Es ist Anordnung getrofs worden. Leute, dienurarberts-o der g ar n ij o n ö> t en \U fähig sind. und die in der Truppe nicht notwendig sind nach und nach zu entlassen. Das Heer ist nicht Selbstzwck. sondern muß in allen Beziehungen die Interessen der Allgemein heit möglichst fördern. (Beifall.) Abg. Vogt (Kons.): Sie werden mir beistimmen, wenn ich auf Grund von Erfahrungen sage, dass alle Mannschaften, die von der ^ronl zuruck- aekehrt sind, mit besonderer Hochachtung von ihren a fit den Offizieren sprechen. Bei den Reserveoffizieren hat sich, her- vorgerufen durch den plötzlichen Wechsel der LebenSverhaltnipe. bei einzelnen oft eine gewisse Nervosität gezeigt Tie Ehrenbezeugungen sollen dazu führen, datz der Soldat auch aus der -traste die Augen offen halten soll. Bei der Behandlung der Mannschaften nwchte ich auch um eine mildere Behandlung bitten, da es sich hier oft um Veteranen der Arbeit handelt. Ter Redner be- faßt sich eingehend mit der Verpflegung und der Bcotra.wnen der Gefangenen und bittet um Aenderungen. soweit sie von Landwirten beschäftigt werden. Urlaub mutz ausreichend erteilt wer- den, es darf nicht Vorkommen, datz semandem ein Urlaub versagt wird, nachdem er schon ein Jahr bei-MunUmnstransporten be- schäftigt ist und sich tadellos geführt hat. Viele Betriebe gehen dttekt zugrunde, wenn der Besitzer nicht von Zeit zu Zeit nach ihnen sehen kann. Abg. Davrdsohn (Soz.): Wir können auf diese Erörterungen nicht verzichten im Interesse der Soldaten. TaS Wichtigste ist für ihn immer der richtige Urlaub, dann nimmt «r vieles nicht so tragisch. Mit der Entlassung der Ueberzähligen zu Hause mutzte zunächst etwas geschehen, namentlich finden sich zahllose Unterofsiziere hinter der ffront. Tausende in der Front haben aber noch keinen ur- laub nach der teuren Heimat erhalten. Mit der Ernennung von Oberfeldwebeln wird man die Beförderungsverhalmisse nicht verbessern, man ernenne eben einfach die tüchtigen .Unteroffiziere zu Offizieren. Was die Disziplin betrifft, so wissen -re sa, datz meine Freunde darin sachverständig sind. (Heiterkeit.) Di' Disziplin beruht oft auf subjektivem Ermessen der Borge- ätzten; was der Major nicht sieht. Herr van Calker sieht manchmal der Feldwebel und der General gibt gelegentlich oem Masor einen Anschnauzer, für das. waL er eben be: seinen Mannschaften anbefohlen hat. (Heiterkeit.) Redner ftihrt einen Kommon- danturbefehl aus Thorn an, nach dem Soldaten dort nicht auf dem Bürgersteig gehen dürfen. Das ist eine lieber,pannung des Bogens. Es könnte eine passive Resistenz emtreten. bic man beim Militär Dickfelligkeit nennt. Redner zitiert einen weiteren Er- laß des Generalmajors v. K (HI. Armeekorps), nach dem ’u wenig Bestrafungen erfolgen. Der Unterschied zwischen Liebesgaben und Leistungen an Geld der Armee ,st kaum noch fest- zusrcllen Ein Schlutzantrag wird angenommen. Mg. Liebknecht (SBtlb), der noch zum Worte gemeldet Aar, schreit: Vergewaltigung! Schämen Sie sicht PsuU ^niti Pfui! (Große Heiterkeit.) Die Entschließungen des Ausschusses werden angenommen. ' Abg. Ledebour (Soz.) zur Geschäftsordnung: Mein Freund Liebknecht ist aus seiner Tätigkeit als Armierungssoldat im Felde hierhergekommen, um bei der Milltardebatte aus Grund persönlicher Erfahrungen die Aufträge, die ihm von feinen Kameraden, deren Vertrauen er gewonnen hat. mitgegeben wurden, hier zur Sprache zu bringen. Tie Mundtot, machung von Abgeordneten ist eme üble Gewohnheit des Hauses. (Präsident Dr. Kacmpf: Dieser Ausdruck ist unzu- lässig.) Dann ist es eine wenig erfreuliche Gewohnheit, -er ■ Reichstag beschränkt seine parlamentarische Tätigkeit unglaublich. (Zuruf des Abg. Hautzmann: Zur Sache!) Wenn in dieser Zeit einem Abgeordneten das Wort abgeschnitten wird, so ist das wider die Empfindung weiter Volkskreise (Zurufe) und von Tausenden von Kameraden Liebknechts. (Erneute Zurufe.) Sie haben ]ü keine Ahnung. (Präsident Dr. Kaempf: Ihre Ausfuhrungen überschreiten den Rahmen einer Wortmeldung zur Geschaftsord- nung.) Mit derartigen Einschränkungen der Redefreiheit schlagen Sie sich selbst ins Gesicht. Abg. Dr. Neumann-Hoser (F. Vp.): Das Haus hat sich bei seinem Entschluß doch irgend etwas ge- Lacht. Ob' das wünschenswert oder nötig war, darüber kann man sich mit dem Abgeordneten Ledebour nicht einigen. Abg.. Liebknecht (Wild): Datz ich von der Zensur geächtet worden bin. ist Ihnen ja be- farmt. (3utufe rartjtS: Von Jh»r Partei,, Merne Partei ist nicht meine Fraktion mehr. (Heiterkeit.) Präsident Dr. Kaempf: Sie dürfen lediglich zur Geschäftsordnung sprechen. Abg. Liebknecht: Man läßt mich auch mchr zu Anfragen kommen. Präsident Dr. Kaempf: Das gehört nicht zur Geschäftsordnung. Ich mutz Sie bitten, sich danach zu richten. Abg. Liebknecht: Man hat mich mehrmals nicht zur Geschäftsordnung sprechen lassen und schneidet mir 0 aS Wort ab, das ir.it der Präsident heute ebenfalls zur Geschäftsordnung nicht hat geben wollen. Präsident Dr. Kaempf: Ich habe daS Recht, das Wort zur Geschäftsordnung zu geben oder nicht. Daran lasse ich absolut nicht rütteln. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Abg. Liebknecht: Sie haben sich damit demaskiert. Präsident Dr. Kaempf: Derartige Angriffe gehören nicht in eine Nede zur Geschäfts ordnung Wenn Sie sich nicht streng daran halten, kann ich Ihnen da§ Wort nicht weiter geben. Abg. Liebknecht: Der Abgeordnete Tr. Neumann-Hofer bat dunkle^ Andeu- tungen gemacht über den Grund, der zu dem Beschluß des Hau 1 ^ geführt habe Ich kann mir ja wohl denken, welcherlei Grunds es sind, die den Schlutzantrag herbergefuhrt haben. Es ist eben das böse Gewissen. (Große Heiterkeit und Widerspruch.) Präsident Dr. Kaempf: >. rufe Sie zur Ordnung und gebe Ihnen das Wort zur ^Geschäftsordnung nicht weiter. (Lebhafter Beifall und Zwischenrufe rechts.) Abg. Ledebour (Soz.) zur Geschäftsordnung: Man ergreift das Wort, nicht um zu überzeugen, sondern um seine Ueberzeugung und sein Recht auszudrücken, sonst konnte )a ede Minderheit ihre Tätigkeit ausgeben. Der Abgeordnete Neu- inann-Hofer scheint üben den Sinn des Parlamentarismus noch üicht ins klare gekommen zu sein. Es ist die Pflicht sedes Mit- gliedes, jedes andere Mitglied, dessen Rechte angegriffen werden, zu verteidigen. Ich beantrage Wiederaufnahme der Aussprache. Abg. Dr. Neumann-Hoser (F. Vp.): Mit meiner Bemerkung wollte ich nur erklären, warum ich darauf verzichte, gegenüber dem Abgeordneten Ledebour über die Zweckmäßigkeit des Schlutzantrags zu rechten. Der Antrag auf Wiederaufnahme der Aussprache wird ab- g e l e h u t. Unter lebhafter freudiger Bewegung des ganzen HauseS teilte dann der Präsident mit, datz Graf Tisza im ungarischen Ab- geordnetenhause berichtet habe, datz M o n t e n c g r o um .Einleitung von Friedensverhandlungen beten habe. (Stürmischer Beifall.) Abg. Hoch (Soz.) berichtet über Petitionen und erklärt: Ich freue mich, datz jetzt der Anfang mit Friedensverhandlungen gemacht wird. Die Soldatenpakete. Eine Entschließung des Ausschusses verlangt Erwägungen, ob nicht die P o st b < sörderungsgcbühren für Soldatenpakete in die Operations- und Etappengebiete bis zu 500 Gramm h e r,- ab ge seht oder aber bei Velasfung der bisherigen Besorderung-- gebuhren die Gebieisgrenze für diese Pakete erhöht werden können. Abg. Fischer-Hannover (Soz.) empfiehlt, Pakete bis 250 Gramm fteizulassen. Abg. Schirmer (Ztr.) empfiehlt die Einführung von I-Pfennig-Postkarten ins Feld. Die Entschließung wird angenommen. Die Handhabung der Zensur. Der Ausschuß schlägt folgend- Entschließung vor: 1. den Reichskanzler zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen: a) datz unter dem E'nflutz der jetzt, geltenden AuSnahmebe- stimmunaen keine Einrichtungen geschaffen werden, die geeignet sind, auch in Fiieoenszeiten die Preßfreiheit und die Freiheit der öffentlichen Meinung zu beschranken; b) datz beim Kriegspresseamt und bei allen Generalkommandos Presseabteilungen aus V e r t r e t e r n d e r Militärbehörde und sachverständigen Z'vit. Personen gebildet werden, damit die Härten der Zensur vc- festigt oder gemildert werden; e) daß jedem Z eitun g s o er b o te Zunächst ei« Begründung versehene Warnung an den -er ag gehen mu^ ^ Verbot einer Zeitung nur mit Zustimmung des Reichskanzlers erfolgen darf. _ 2. Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, daftir s-rge 3^ fuir.'ss n: ’ 6 Ve»v t n p 0 !üu u PretzzeHsur nicht unterworfen werden. Abg. Tr. Stresemann bericbtet über die Verhandlungen des Ausschusses. EmZei- tung-verbot hat außerordentlich große wtrtschafüiche Schadi- aunaen zur Folge. Daber ist möglichere Rucknchtncchme geboten. Ter" Gefahr einer Verletzung des Burgfr-ed-ns will dre R-gi-- runz mit allen Mitteln begegnen. Die Wumch -.am 8-«’- gäbe der Erörterung der Kriegsziele sollen vo der Regierung berücksichtigt werden. Das Haus vertagt sich. ._ Nächste Sitzung Dienstag vorm. 10 Uhr: Weiterberatung. Schluß: 4% Uhr. _ - 2fu$ Stöfct witö Cöttö. Gießen. 18. Januar 1916. Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. Nack Mitteiluna des Kreistzrmitces sind in der Zeit ojm. 11 Au^st bis 10. Dezember 1915 ans folgenden die SWcn Beträge an den st abgeliefert und von diesem an den Landes ve 1 Mlen- Kreuz in Tarmstadt übernneien wordm: I. az öct oer ßTtttf ttl^en landmirtschaftlichen BetriÄen verwendete Bindeaarn auf das sorgfältigste beim Dreschen zu sammeln Ä zur Verarbeitung von brauckcharmr Btndeaamr iZffita. Die für die Verarbertung hwcht- sächlich in Frage kommenden Fabriketr sind folgende: ». ttiwt 8 &s >?Ä"; sckaft für Seil-Industrie vorm. ^Ferdinand Wolfs rn Manri beün-Neckarauputsche Internationale Harvester Company Rriegsschmuck. Uns wird geschrieben: ^ t ... .... Die Schmucksammlnng, die der „Vaterlandsdank gLgenwärttg im Lichchof des Königlichen Kunstgewerbe-Museums in Berlin m Rahmen einer VerkEssansstellrmg zur ;m einzelnen hat er eine förmlictse Umdichtung seiner Vorlage, eme Uebertragung der Motive aus der euren Sphäre rn dre andere vorgenommen. Wo bei Berghem der Hund zu seiten ftinev Herrn sitzt', da ist auf dem Bildnisse das antike Relief an Platz getreten: und wenn im .Hintergründe auf Berghem^ Blatt em zweiter Hirt schreitet, so hat Tischbein ihn m dre Dogen einer antiken Wasserleitung umgeschaffen, weil er den Akzent dieses Umrisses gegen den verdämmernden Horizont brauchte. ^ Besonders merkwürdig ist, wie er sich mit dem auf die Inschrift hmabweisen- den Arme seines Vorbildes abgesunden hat, In der Skizze zu dem Porträt hat er sich an das Originalmotiv des Holländers noch näher angeschlossen, im Porträt selbst laßt er Goethe die finke Hand ans den rechten Oberschenkel legen. Gerade durch d,ese Veränderung ist eine gewifie harte Wirkung, eme scharf die G^ statt durchschneidende Diagonale in das Bild gekommen wo durch Goethes reife Gestalt scharf von der zunglingshaft-sorglosen Hirtcn- sigur der Vorlage unterschieden wird, f - H Berlin O. 98, Rudolfstr. 5/7; Bremer Taulverk- ^abrik A. G. vorm. C. H. Michelsen in Grohm-Vegesack; gelten und Guilleaume, Köln (Rhein), Karthuuserwull 38. Diese Fabriken legen Wert darauf, daß die gesammelten Vrndegarne nach verschiedenen Rohmaterialien sortiert, vre Faden mohlgeordrret und gebündelt abgeliefert und die Knoten möglichst entfernt werden. Es empfiehlt sich, mit den Fabriken unmittelbar in Verbindung zu treten, ihnen Muster ernzusenden und Angaben über die vorhandenen Mer:gen zu machen. Auch verschiedene Gefänanisver lvaltungen nehmen gesammelte Bindegarne zur Verarbeitung an Gutsbesitzer Ll. I. Halste in Sussuu bei Heringsdorf (Holstein) würde bereit sein, hierüber nähere Auskunft zu erteilen. ' ** Der Geflügel-UndVogelzuchtverein Gienen Iritb U m gegen b 189 7 ©. V. hielt vorgestern inr Pfälzer Ho r/ehr Ernch besuchte alljährliche Limiptversammlung ab Aus dem Jahresbericht war M entnehnren, daß der Verein 123 SÄ von denen 36 außerhalb Gießens wohnen. Von dresen Mrtgl iedern stehen wn Anfang des Kriege 22 im Felde. war die Beschaffung von 55^--^^^^^fl^lbeitände seiner Mitglieder. Durch das verständnisvolle Entgegenkomnven des betreffenden Dezeimentkn des Kreisamts 11 t bem tUnxb möglich geworden, die Wünsche seiner Mitglieder nach Kornerfutter einigermaßen zu befriedigen und dadmch stärkere Abschlachtungen von Nutz- und Zuchtgeflügel zu verhindern. Da ^> rm.abgelaufenen Jahre an die Mitglieder weiter- ^rtterguautum beläuft sich auf etwa 90 Zentrier teils Gerste, teü^ nicht wahlfähigen Weizen. Der Verein wird mit der r^utterbeschafffmg auch un laufenden Jahre nach Möglichkcft fortfahren. Den Mitgliedern wurde Mitteilung davon gemacht, daß man plane, muwe^r Stadt eine großzügige A n st a l t ins Leben fu..^en, welche sich mit der Zucht und Mast von Ge- I" ^ ^l .befaßt,- Gine^R uch pra che ließ erkennen, daß der Ober- Kellermeister die Verwirklichung des Planes unterstützen wird und dah die Stadt Mich wohl bereit sei, das nötige Gelände stk eine Geflu gelzncht - und - M astanstalt unter gewissen Bedin- zu stellen. Es rvurde beschlossen, daß der Vorstand die notigem Urrterlagen be,chafferi und den Plan so fördern soll, daß eme Mitgliedersamnilung seine Vcrwrrklichimg beschließeii kann ^ie Vvrftandswahl k^tte das Ergebnis, daß Weißbinder- mnster Joh S ch a efer als Vorsitzender, JournalistWo h l mu t h als Schriftführer und Ingenieur Lepper als Rechner, die den Verein. zu vertreten haben, sowie die Ausschußmitglieder Earl R e u l i n g, Julius So h r iiud Baltasar Philipp- Steinberq einstimmig wiedergewählt wurden. Als weitere Ausschnßmitqlieber dffsistwizarzt Tr. Ulrich, Herbergsvater Loh, Flurschütz Gwrg Bermborn, Verwalter Klingler und Bäckermeister Georg F o r b a ch ebenfalls einstimmig gewählt. Landkreis Gießen. tb. Lindenftruth 17. Jan. Eine freudige Überraschung wurde dieser Tage dem fett vorigem Frühjahr an feiner Verwundung leidendenden Reierviffen Karl Bocher von hier zuteil indem ihm von seinem Truppenteil das Eiserne Kreuz 2. Kl über- wurde. Bocher ruckte bei Beginn des Krieges mit dem Feld, wurde nach der ÄZinterschlacht in derChampagne dem Jnf.-Rsgt. Nr. 160 zugeteilt und dort durch eme Granate schwer verwundet. 1 ]*' 3 r ?n. Bei der heute im hiesigen Stadt- walde abgehaltenen Holzversteigerung wurden durchschnittlich sehr hnh n rC 19 Es wurden bezahlt für 1 Rm. Buchenscheit- t 11 “^ Mk, für Buchenknupvel 9-10 Mt. und für Reisig 2 Mk. Die Ursache der hohen Holzpreise ist die geringere Fällung. Jahren*^ e rca e n Holz weniger gefällt als in sonstige?, ^ 6 Bon der Rabenau, 15. Jan. Landwirtschaftslehrer Lugger von Kaffel hielt am Abend des 11. und nachmittags 2 1 ? ? a £ ua ?- ^ Wesselbach und Geilshausen Vorträge dü besonders für die jetzige Zeit, wo es an Spannvieh und Arbeits- von großem Interesse waren Redner be^indelte die Bodenbearbeitung im kommenden Früh- '8^ und dre Dungung Was eOtere betrifft, so mahnte er zur Saatbestellung, da» Pflügen für das Sommergetreide zu unterlaßen der grundlegende Bau habe überhaupt im Herbst zu geschehen —, dergleichen ArbÄten hinderten die Feuchtigkeitsbewe- gungen rm Boden. Dre Zerstörung der Leitungsröhrchen des- selben vermittelst der Egge unterbreche nur an der Oberfläche die reeuchtigkettsausstrahlung. Er kam dann auf das Saatgut zu sprechen, wies auf die Herstellung durch Windfege, Sortier- usw Ern kräftiges Korn sei reich an Nährstoffen für L Kerw, es en stehe daraus eine kräftige, widerstandsfähige Pflanze. Auch sollten tn jetziger Zeit mehr Kartoffeln und outlerruben angebaut werden. Saatkartoffeln wähle man Knollen und unbeschnitten, weil beschnittene H mc ^ r ausgesetzt seien. Er nannte: Ä^^r Hohe, Richters Imperator, rauhschalige Rote als be- Sorten und Prof. Woltmann als Futterkartoffel. Im Merbau gab er auch Wmke und um reichlich Futter dem Rind- ßrd zufuhren zu können, empfahl er den Anbau der S wr' l fat F 1 ^ arä und April unter die Winterfrüchte. Rach Aberntung der letzteren entwickele sich dieselbe und liefere L. uen reicheri Futterschnitt von vorzüglickjem Nährgeljalt. Ueber ^n^^» smit el könne er sagen, daß stickstoffhaltige §stunst- 2 umngAn Alle Amnroniakdunger, wie schwefelsaures Am- Ihilffalpeter seien mcht zu erhaltm, oder ersteres nur Mit 30 Prozents der Herstellung, das Reich bedürfe das meiste ,uruise den Mist und die Jauche darum sehr sorg- föN behandeln Die Miststatten müssen undurchlassenden Grund haben und schattig hegen, der Mist in fester Lam; und feucht sein. 5dalk-, Phosphor- und Kalidünger seien zu haben, M. Ubordünger int Thomasmehl, Kali am vorteilhaftesten im Kali.salz.Kalk sei dem Land jetzt auch ntchr zu gebeii, um die Dodennahrstoffe rascher zu erschließen. Die Vorträge'sanden großen 140-150 136-145 140-150 74-80 85-70 58-66 53-60 44-53 140-150 130-140 116-132 106-120 110-120 90-95 85-90 78-82 150-158 142-150 132—138 92-00 200-00 Briefkasten -er Be-aktion. Muouyme Tlttfragcn blctben nnberücksrchttgt.1 K. L. Der Anspruch steht Ihnen bei Vermißten nicht zu. ... .^-!:L'Tas Gesetz will die bedürftigen Familienangehörigen !(0betrau und Kinder, dann Eltern, Schwiegereltern, Groß- ®\X'r ^ ^ter Umständen auch 'die unehelichen Kinder der Knegsleilnehmev vor Not schützen. Außer der Bedürf- ttglettsfrage^ imrd bei Eltern, Geschwistern usw. zur Bedingung gemacht, dag der Kriegsteilnehmer vor seiner Einberufung für ße §^'vrat dat, oder daß sie erst nach dem Diensteiutritt unterhal- ungspflichttg geworden sind. Die Prüfung und die endgültige Ent- ckMdung über die Frage der Bedürftigkeit liegt in der Hand von besonderen Konimisswnen (Kreisausschuß dei Laridkreisen, Stadtverwaltung m Städten'. Nach einem Rundschreiben der Neichs- regiermig soll die Bedurfttgkeitsffage wohlwollend geprftift allgemeinen wird ein kleiner-Besitz (Hans, Feld) die Bedürftigkeit Nicht beseitigen, besonders, weiin noch eine Be- lastimg mit Schulden besteht uiid der Ertrag gering ist. Märkte. Gicßeu, 18 Jan. Marktbericht. Auf dem heutigen ^^b^uumrkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00. Hühnereier das ^le daS Stück 8-10 *f*. ftfi&Tl effid 3-0 pfg., Kartoffeln der Zentner 3,75 bis 0.00 Mark Milch ^2 Liter 26 Psg., Aepfel der Zentner 6 bis' 8 Mk./Spinat 2 ®h 22 ?a Ö ‘ io aS cnc^ U * lb ' 10-15 Pfg. das Stück, (Selbe- ?'ben 10—12 Pfennig das Pinnd, Rotkraut 15-25 Pfennig »wleukohl Zö-za Psg. bas Psund, Kohlrabi 6 bis 8 Psg. das Stuck, Wergkrant 15-25Psg. das Stück Birnen 7 bis 'b Mä. bessere bas P!„L. rote Rüben 7-8 Ps'' "wnsch Kohl 6-8 Pfennig, Zwiebelii das Pfuiid 20-00 Psa Niiffe 100 Stilck 50—60 Psg., Blumenkohl 20-50 Psg., Sellerie l~ h \l ^^das Stuck, Endivien 10-12 Pfg. - Marktzeit von m r/o- F^uksurt a. M. Viehhofm arktbericht vom 17. Jan Auftrieb: Rmder 3763 (darunter Ochsen 350, Bullen 66, Kühe und Kälber 3o5, Schafe 48, Schweine 153, Marktverkauf: Markt wird bei flottem Handel geräumt. Preise für 100 Pfd. ^ , , Lebend- Schlachr- ct} i c it« nciDicfit Vollfleischige, aiisgemäslete, höchsten Schlacht- Mk. Mk wertes, 4-7 Jahre alt. 80-85 146-155 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete . 77-80 140-146 Bullen. Vollfleischige, ausgewach enc höchstenSchlachtw. 80—88 Vollfleischige, jüngere.75—80 Färsen, Kühe. Vollfleischige ansgem. Färsen höchst. Schlachtw. 75-80 Vollfleischige auSqem. Kühe höchsten Schlacht- wertes bis zil 7 Jahren . . . Wenig f\ut entwickelte Färsen . . Aelttre aiisgemäslete Kühe . . . Mäßg geiiährte Kühe und Färsen Gering geiwhrte Kühe und Färsen Kälber Mittlere Mast- und beste, Saiigkälber Geriligere Atast-- imb gute Saiigkälber Geringe Saiigkälber. Schafe. Weidemastschafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel S cl) wein e. Vollfleischiae Schiveine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht. Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendge,vicht. Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgelvicht. fc. Frankfurt a. M., 17. Jan. ni i t t e l m a r k t. Getreide geschäitslos. Die Sttlnmilng für Flitter iiiiuel ist etwas besser, »veniigleich sich das Geschäft'in mäßigen Grenzen bciv^gt. Leiiikncheii 75—77 Mk., Rapsschrot 55—58'Mk., Spclzspreiimehl 23-24 Mk.. Alles für 100 Kilo ab Station. ke. Frankfurt a. M.. 17. Jan. K a r t o s f e l m a r k t. Kar. offeln ab Station 100 Kilo 6,10 Mk. ke. Wiesbaden. Vieh Hofmarktbericht vom 17. Jan. Auftrieb: 621 Rinder (darunter 117 Ochsen, 29 Bullen, 475 Kühe und Färsen), 328 Kälber, 111 Schafe, 261 Schweine. 108.00-00.00 — 93.00-00.00 — 118.00-118.50 — 129.50-00.00 — Fr ucht - und Futter- Marktverlauf: Flott, alles verkaiift. Mk. 80—86 76-82 Ochse n. Vollfleischige, ansgeinästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren . . . Junge, fleischige, nicht ansgemästeie und ältere ailsgemästete. Bullen. Vollfleischige, ansgew. höchsten Schlachtw.. . .. __ Vollfleischige jüngere.70—76 Färsen, K ü h e. Vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtivertes. Vollfleischige, allsgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. Weilig gut entwickelte Färsen. Aeltere allsgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe. Mäßig genährte Kühe und Färsen. Kälber. Feinste Mastkälber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . Geriilgere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringe Saiigkälber. Schaf e. Weidemastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel. S ch iv e i n e. Vollfleischige Schweine von 100 bis Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlachtgewicht. Mk. 145—155 75—80 136-145 130-140 120-120 60-86 145-155 74-80 73-78 135-145 135—145 68-73 59-65 125-135 110-120 100-00 90-96 60—90 70-80 166-00 155-160 135-155 117-135 63—00,00 140- 00 120 kg Lebendgewicht . Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht. 118,00—118,80 129,00-129,60 Bekanntmachung. Bet r.: Mckul- und Klcruensenche im Kreffe Büdingen. In Lindheim ijt die Maul- und Klauenseuche ausgehrochen^ Gießen, den 14. Januar 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I.V.: Hemmerde. . ^ J -J v