Nr. 6 Zweites Blatt Erscheint «gNch mit Ausnahme des Sonntags, Die FamillttchMter" werben dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das .^lr ei ^stet t fSr de« Krefs Sirftev" zweimal wöchentlich. Die „raN-Vitt-chafrliche, Zett- fra-er" erscheinen monatlich zweimal. Zur Nriegszeit in London. 166 . Jahrgang euer General-Anzeiger für Oberhefjen Samstag. 8. Januar \%6 Notatwnsdrilck und Verlag der Brübl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lang e, Gießen. Schriitleitlrng, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schul- straße?. Geschäftsstelle mVerlaqid^öl, Schrift- leitrmg: e^£l12. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Von Karl Wich mann. ankfeierta g" in London \vü‘tyxt nb des Kri e ges. „Bankfeiertag" in London wird mir imöer tzeßlrch blerben. 1 T ^ Cbr ^ nt rl ^Ee. Aus der Ferne leiser Donner. Ein Mchloser Menschenstrom, eine wahre Riesenschlange, wälzt Ishrmvf ^ -Station Hampstead in jenes, einst so ^ sich die schöne hügelige „Heide" berühmte „Heide" wird jeden „Bank- serertag von Hundert- und aber Hrrnderttausenben von ^rmdouern besucht, dw sich dort auf ihre eigene Art und ^ .J UTI : Se^samer und eigener aber wie das ■ em A"E>r nach Kriegsausbruch, hatte ich das Bild noch nre geschaut. .Wie früher wimmelt es da von buntbebanderten „Co'ck- Ä,' ^ÄZ^Seln, Genrüsehvusierern aus dem dichtbevölkerten Ostend, ^eder Boy führt sein Girl oder sonst emMEnz^ner am Arm. Diese Frauen tragen eine MMiurdige Festtagsklerdung: einen veilchenblauen, langen Mantel, eenen veilchenblauen Hut mit auffallenden weißen Zedern von gewalttgen Dimensionen und eine auffallende l^rtze Boa — b« dieser furchtbaren Hitze! Mer so geschieht es nun seit laugen Jahren, daher basta! Trotz dieser aus elegant ausfehenden Toilette starren dre Gesichter oft von Schmutz und Verkommenheit, die Haartracht nrrt den häßlichen!Ringeln!und unnatürlichen, ,ae- sHmackswrdrigen Löckchen ruft in dem Beschauer ein eiaen- runrlrches Gefühl von Seekrankheit hervor. Noch abstoßender Mrd widerlicher wirkt das laute, freche Gebaren ^dieser grauen, das zu ihrem ganzen Wesen zu passen scheint. In dem Zug bemerkt man Tausende von Khaki-Uni- sormen, deren prosaisch-ödes Senfbrann von den phantisti- der Begleiternmen scharf ab sticht. Man sieht so vrele 'Urrrformen, daß man .unwillkürlich auf den Gedanken L^^-der Bankfeiertag sei einzig und allein da, um die Ämnpen > 5 vhn Nulls zu vergnügen und zu ergötzen Schlanke Recken gestalten und unförmige Zwerasoldaten siebt man da ernherstapfen. r Nachdem wir in der schwülen Atmosphäre etwa zehn Mrnut«i lang die steile Straße emporklommen, befinden d« .cheide". Sonst genießt tmm von hier einen Sernblrck. Hche mrd Nebel aber verschleiern jetzt die ^Md machen sie undurchsichtig. Dagegen fallen uns auf Ä-f. ÄOS 45 ffaÄ??«"iSs: ®°” **“ “• »“•»»» ^aberlondsvertteidi^ mit den veil- -Punkten von stra- ^ bre Khaki-Helden bramarba- föjPJ glühender Blick von verheihungs- 3Örtlichkeit lohnt ihre kriegerischen dlrrsführunaew "^ a ^] lcur ?cht vielen fetten Deutschen den Garaus'" ver- Ä^^^E.wieder von den Damen mit den'weißen rfeoerrr und der Wertzen Boa. Wn J! tt&I ’i? Huben mir die Reihe der langen Schützengräben Filter uns und gelangen auf ernen weiten freien Platz ,ntt Kraftznesser, Schaukeln, Johlen, Pfeifen wie ac- wohnlrch Die Leute stürzen zahllose Gläser Gin gerbe» brnab. Krrmskram und Flitter, Spielereien und' bunte Auf einem Karussell stürmen aMyolKbrnen Rrffsen die schlanken Kämpen John Bulls dahin, rn den Armen ihre Damen. Wahrsager und Wahr- sagmrmen verkünden einem jeden das Schicksal seiner Lieben dluf dem Boden liegt Konfetti ausgestreut. Gelles ™ veilchenblau und Weiß. Sie balgen bereits mit ihren „Boys" im Grase. Etwas wie eine (Neberwelle streicht durch die alüherwe Luft lick bie N ^ Grase kollern, türmen l l ~? J ÜT ^^ C ^ Haufen von Zertungs- und Papier lappen S? b Bananenschalen; ans einer Bude Dunst von ranzigem Fett entgegen. Fischlein schmoren. In das Johlen sich das Geplärre und Ge- hammer zweier Drehorgeln, die eine vom Karussell, die Rnnst rrnH Wissenschaft. . cT~ ® u * ]t nstler in Bulgarien. Die Lebens- ^ast mid der .rultursinn unserer jimgsten Bundesgeirossen, der kommen rn der Mannigfaltigkeit und Frische der bnlgg- rrschen Kunst zum Ausdruck, die um so bemerkenswerter ist als ihre Entwicklung sich rn erner verhältnismähia sehr kur'en öcsi- Mrtiü-l Äu Bau^Li u d^ ^ bulsarjscwii tiänst gewidmeten i^rrrirer von ^5aut L-ruvenberg im uarbüen Sjm- Berlags-Anstalt in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift und Meer" ausgeführt wird, traten Werke butga- Ä4« Künstler zum erfterr Male in der .Knnstausftellung ^r Babanrmche, die der letzt vertriebene Serbenkönig Peter im ^ahre 190o rn Belgrad, fnerlrch eröffnete. in Form einer grotzen kb>r?a?ü?^'?''-0essmtlrchkert. „Tie fremden Besucher wE Iun ^ bu garrsche Staat auch auf diesein Gebiet ferne Nacyüarn glanzend schlug. Nach den langen Jahrkarnderten der Unterdrückung sucKe Fürst Ferdinand cnne allÄN Un^ Wandlung herbeizuhihwn. Fürst Ferdinand wußte sehr zu schälen was die Kunst für sein Volk urrd dessen A^hen nach S bQieutete: er Idurte den sich langsam zeigezrden Anfängen einer na ~ tl ri a i en ^Mtlcrischen Entwicklung nach, berricksichtigtedies in bei der Ausschmückung und llmgestal- ' nn S% nr Sofra, zog mnge Dalerrte hermr, setzte ihnen aus fernem eigenen Vermögen jährliche Unterstützungen arrs dEt fte rm Ausland studieren konnten, kaufte ih^e We^ Anregungen zur Veranstaltung der erst«: Kunst- ^!^?ollung m Phrlippopel rmd Sofia, wie ihm auch die in letzterer Stadt 1996 , erw gte Begründung der staatlickxm Kunstschule die ^crdemie für bildende Künste umgewaiidelt wurde hie ^ farbige Land- und Stadtleben in Bulgarien' sin und die vom südlichen Meere bis zn Balkanbergen wechselnde Reichhaltigkeit land- Aireauna ^’ch bulgarischen Künstlern genügsame ..^regung Äbich die Geschrchte der älteren und die Begebenheiten aber^ b^en reichlichen Stoff. Am liebsten bw bulgarischen Künstler mit den Bildern ai s dem Volksleben, und dies vor allem gibt ihren Weicken einen andere von einem Konkurrenten, der einen Stelzfuß hat Berde klappern zwei grundverschiedene Melodeien. . . Abgesehen von den senfbraunen Vaterlandsverteidiaern und den eher kindisch anmutenden Schützengräben könnte P 10 .?! befände sich gar nicht mitten im errege und Londons zahneklappernde Angst vor Zeppelinen sei in den holden Freuden und Geirüssen des Bankfeiertaas ™l er :ÜfQ aix Q tn - 2lber fehlgeschossen! Denn irur etwa hundert ^cyritt von uns gewahren wir eine riesiae. schwarze bewegte Masse Wir treten, näher. Da sehe^^wir a^ Lsem See von Hüten und Gesichtern einen Mann herausraaen. Das Antlitz dieses Mannes bleibt uns unvergeßlich! Wir haben schon zahllose Werbereden gehört, zahllose rhetorische ^si^ungen und Lockungen dieser .Herren bewundert. Was aber hier geschieht, ragt über alle übrigen turmhoch hinaus, .koch nie hat ein Werber so aus ganzem §>erzen, aus ganzer Seele, so von Grund aus ehrlich gebrmllt. Denn E merken,wir sofort, der Mami hier spricht in vollstem Ernst, ihm ist wirklich daran gelegen, Rekruten für His .Rajesty the Krng zu werben. Immer und immer wieder schlagt er mit der rechten geballten Faust in die linkeHand- slache, als wollte er jedes seiner SBorlfe bekräftigen, gewissermaßen unterstreichen. Immer und immer wieder dröh- nen die „Worte von seinen Lippen: „Laßt euch anwerben! Seid Männer." Noch nie haben wir einen Redner gesehen, ofm so wie diesem abwechselnd das Blut lvie Flammen ins Gesicht schoß, und der im nächsten Augenblick ein fahles, kreideweißes Antlitz zeigt. Blicken wir uns um, so wird eine Erregung durchaus begreiflich. Noch nie habeii wir eine o passive Menge mit so stunipssiiinigen Gesichtern bemerkt. Kern Funken Interesse blickt aus diesen Angeu. Diese Ge- hrrne haben ganz andere Gedankerr als den Dienst fürs ^?^rEind. . Der Werber aber poltert, donnert unermüdlich werter. Die Leute koinmen, die Leute gehen, er zetert werter Der Schweiß strömt ihm vom Gesicht, er wrrd immer heiserer. Unerschöpflich ist er in seinerr Anekdoten Lockungen Ueberredungsversuchen — alles-umsonst E lau,che ich dem Mann, der mich viel mehr inter- essrert alv dre passive Menge, mehr als zwei Ständen, und es hat sich noch kern ernzrger bei ihm zum Waffendierist gemeldet. Es fangt nach und nach zu dunkeln an, aber etwas wre erne magische Gewalt hält mich fest, ich muß sehen wie das endet! Der Mann, sagt man mir, spricht bereits über ^r? tU J2 ben "P^rbrochen. Ich fühle, das treibt einer Katastrophe zu. Und sie kommt. Denn plötzlich hält er inne Gin scheinbar langes, beklemmendes Schweigen tritt ein Dann'wrrft der Mann wie verzweifelt die Arme in die Höbe und rust, immer mehr außer sich geratend: „Also keiner, PJf. r vpn euch allen, die ihr hier dem lieben Gott den Tag stehlt, dre ihr hier praßt und euch vergnügt, anstatt zu kämp- ' en ' keiner will sich melden. Memmen! Feiglinge! Scherl öum Henker!" Und der Redner hebt zu heulen an wie ein ^6 und schluchzt herzzerreißend. Die über- men^liche Anstrengung, ohnnrächtige Wut, grenzenlose Ent- tauschmrg all das macht den Weiickrampf nur zu be grerslich. Dennoch ist dieser Nervenausbruch etwas Selt- iames bei einem Engländer und dazu öffentlich. Im Frieden wäre dies kaum möglich. E'est la guerre! , Ich würde die Sache weiter verfolge« und dem Manne mein wahres, tiefempfundenes Beileid aussprechen, wenn ich es Nicht für vernünftiger hielte, vorsichtig zu sein und kein unnötiges Aupehen zu erregen. Daher entferne ich mich und durchquere die mir wohlvertraute „Heide" langsam weiter. Nachdem ich die „Budenstadt" hinter mir habe, lerne ich auch begreifen, warum der Werber solchen Schiffbruch h « 5 ß- a f • ollen Abhängen, auf allen Wiesen wimmelt es von Parlern Auf der Heide gibt es keine Laternen. Und wenn es welche gäbe, so wären sie jetzt wegen der Zeppeline verhängt. Daher halt man alles für gestattet. England is a tunlich. Und der Engländer bricht nur dann in mora- Mche Entrüstung aus, wenn es sich um anderer Sünden * ‘ ^lus den Büschen, aus den hohen Gräsern, aus den fchwarzen Schatten der Bäume hervor raunt und kichert es. Und vielleicht hundert Schritt davon redet sich der Werber o^Lunge aus dem Leib Es ist, als hätte sich die ganze „Heide vor blinder Leidewchaft entzündet, die ^ute nichts von der Gefahr des Morgens wissen mag! Gedanken schießen mir gleichzeitig durch den Kopf, ^a freilich, das ist der von allen wohlmeinenden Lon- donern gefürchtete Bankfeiertag, dem alljährlich ein großer Bevölkerungszuwachs zu danken ist. Ich erinnere mich an die Erzählung einer ^ondoner Freundin: die seelengute Person stand an der Spitze eines Vereins, der es sich zum Ziel gesteckt, arme Londoner Mädchen, besonders solche, die der dienenden Klasie angehörten, an Bankfeiertagen auszuführen P' * 15 auc 6 äst überwachen. Einmal hatte sie den unseligen Einfall, mit einer lolchen Schar nach der Hampstead-Heide zu pilgern. Da riß sich ein nach Leben dürstendes Mädel von ihr los und üef davon und ward nicht mehr gesehen. Die "orrgen folgten dem Beispiel, stürmten ebenfalls von dannen und ließen sich me wieder blicken . . . Ich muß daran denken, L^Poch vor und während des Krieges zahllose Leute an die Blatter über den öffentlichen Abend- und Nachtskandal auf der Hampstead-Heide geschrieben haben. Ich muß daran denken, wie sich allabendlich und allnächtlich um die Ausbildungslager der englischen Rekruten ein Kordon von Suffragetten aufpflanzt, die alle die Scharen von jungen, oft ganz unichuldigen Mädchen abfangen, die Miene machen, sich den lungen Khaflhelden in die Arme zu werfen ... ^ch bin auf der andern Seite der „Heide" angelangt. La mache ich lehrt und schreite vorsichtig wieder dem Aus- äU ‘. Stockfinster ist's geworden. „Geben Sie a r. ~ m ?.r jemand aus der Finsternis entgegen, „die Schützengraben sind ganz nah! Ich wäre fast hinein- geplumpst, wenn nicht gerade der Vollmond aufgegangen wäre." ** k tatsächlich steigt eine verhüllte Scheibe langsam über den Baumen hervor und taucht die nächste Umgebung in ein verschleiertes, geheimnisvolles Licht. Das Licht durchstrahlt nach und nach die Hitzenebel und fällt quer über die ,,L>cqutzengraben^ hin, aus denen die Germans bei einem Kngrisf Londons zusammengeschossen werden sollen . . besonderen Charakter. „Verlobung, Trmmnq imd Vermählung sind Mit allerhand uralten feierlichen Borsäiristen inrrrankt, die'aufs genaueste Mich l-eute noch ei-ngehalten werden. Im Hochzeits- zuge, bei dem die Krone der Braut von einer ihrer Freundinnen gehauen wird, tanzen drei junge Madck>en. Tod und Begräbnis und glnchfalls von allerhano feierlicheni Gepränge begleitet, und k 311 ® lItörucf die „Zaduschniza", die Totenmesse auf den ?nnedhosen, vre viermal im Jahre begarrgen ivnch. Malerisch npv farbenfroh sehen die Mädck>en und Frmien aus. wenn sie ihre Gewänder sowie den häufig altercrbten Gold- und Silbers lchmiick angelegt haben. Aufs wärmste ist cs auzuerkennen, daß i me oben erwähnte Akademie für bildeirde Künste in Sofia ihren Schülern uw) Schülerinnen das Studium jener volktztümlichen ^rtten und Gebrauche vorschreibt und daß die mit der Akadeinie ^PP^^./Kuiistlnwerbesckiule auf das hingehendste die ckiarakte- ristqchen alten Ueberreste bulgarischen Kunstgewerbes pflegt und oPP? sihr merkbar^ Einfluß ausgeübt hat auf die betrcsfendeir .henn^ischm Industrie, nameutlich jene der Keramik v 2m^ge Meister lehrten und lehren an jener deren erster Direktvr Johanii Mickvicka ivar, der, boAmscher Erde gestanden uiid er seine künstlerische Ausbildung m Prag und München erhalten ^t, als ^bpb?^Vtsachüchsten Vertreter der bulgarischen Kunst bezeichnet werden darf. Neben ihm sind sein Lmidsnmnu Jaroslaw Mlttvff, der Landsck-after, und, als Jüngster kn einem ganzen Wiener Museumskriege gegeben. Gegen Bodes Darftellimq hcwlm die die Gemaldesaimnlung verwaltmden .Künstler Protest erhoben, daran schloß sich ein Protest des akademischen Prvsestoren- S s an u ^.P er puderen Sei^e ist dann Gustav Glück, der Gmraldegalene des Wiener chofmuseums, in die schranken lletireten und hat die Bodesch' Bemerkung, daß die tÄP -7 .^dmne die schlechtest verwaltete sei, etwas aussülyr- licher Hermesen. Ties hat dann wieder eine Kundgebung der 2Lns Hessen. Der Erwerb der Solms-Braunfelsschen Braunkohlengruben in der Wetterau. Die Großh. Regierung hat der Zweiten Kammer folgende Vorlage zugeherr laffeii: o 3^$ die Vorlage oom 20. Juni 1914 hatte die Negierung dm Landftauden vvrgeschlagen, dem Erwerb der Fürstlich Solms- Braunselsschcn Braunkohlengruben in der Wetterau zuznstrmmen Wie dort ausgeführt wurde, l>ande!t es sich dabei um die fürst- Oer Wölfersheim (etwa 350 ha), Weckes heim (etwa 368 ha), Wtlhelmshosswmig (etwa 862 ha), Barbara (etwa 7 ha), Brrrlar (etwa 119 ha) und Hungen (etwa 195 ha), zusmmnrn auf ^ Braunkohlen in der Ausdehnung von rund v Darauf werden zurzeit in 2 Bergwerken (Wörfersheim und Weckes heim) Braunkohlen gQvvnnen und zu Nastpresäterneu verarbeitet, ^as Grubenfeld und Bergwerk Wolfersheim stößt unmittelbar an das staatliche Grubenfeld an und wäre mithin bei Ankauf m enge Verbindung zu bringen mit dem staatli^n Bergwerk Ludwrgshofsnung, das ebenfalls Naßpreßsteine herstellt und das Kraftwerk für die Provinz Oberhessen mit fliohbraunÄhlen: als Brennmaterial versieht. Die dem fürsllichen Grubenbetrieb dimenden Fabrik-, Gruben- und Verwaltungsgebäude, Betriebs- anlagen, Vorrichtungen, Grundstücke (rund 98 Morgen) und Reckte werden witüb ereignet. Ter Preis von 360 000 Mt. wurde, wie früher schoii mitgeterlt, auf Grurid verschiedener Sachverständigengutachten nach der vorhandener: Kohle?:n:enge vereinbart. Er ist zum großen Teil durch den Wert der mitübereigneten Jmmdbllien, insbesondere der Grunditücke und Betriebsanlagen, gedeckt und wurde :n den früheren Verhandlhngen von den Landständen bereits äls angemessen und nicht ungünstig für den Staat an- erkarrnt. ^ies um so mehr, als rmr der Betrag von 290 000 Mk be: der Uebcrgabe zu zahlen ist, der Rest aber als Jahres- tckgungen rn 30 Jahren ntit jährlich 6050 Mk. verzinst und abgetragen werden soll. Als unbedingte Notwendigkeit für den Staat oP- •■ e ^L ® x ^ e r 9 . Gruben nicht bezeichnet werden. ,Die Landstlmde waren mit der Regierung jedoch darin einig, daß es zweckmäßig und erwünscht ist, den Braunkohlenbesitz in der Nähe des jtaatlichen Kraftwerks LudrvigsHoffnung möglichst in der Hand des Staates zu vereinigen. Tie Stände haben daher grundsätzlich dem Erwerb zugestimmt, die Vorlage aber zunächst an die Regie- rung zuruckverwiesen, weil man noch verschiedene Punkte geklärt und über s:e werter verhandelt wisse:: wollte, o ui standen z:mäch>t Zweifel, ob bei einer laudständischcn Busttmmw:? auch diejenige der Agnaten gesichert sei. Ties ist nach den Mitteilungen der fürstlichen Verwaltung der Fall. ^ p schim es bedenklich, das staallick-e illiternebmeu, das nach dem Bwl des Kraftwerkes selbst noch in der Eiitwickclung begriffen ist, mrt emer neiren Last von jährlich etwa 13 500 Mk. aus dem Erwerb der fürstlichen Grubeiifelder zu beschioeren, ehe sicher steht, ob und wann dre uerren Felder überhaupt zu oerwenden ^ Wiens gegen dre Kunsthistoriker im allgemeinen v*- U n • ^ a7TT ^ 1 ^ denn die alte Streitfrfrage aufgervllt^ f/J, bre Lertilng von Kunstsammlungen Künstler oder Kunst- yljwrrker berufen seren, soviel kann nun aber bereits jetzt als ausgemacht be^rchnet werden, daß die Verrvattung der Galerie Dkapenrre länglich, daß die Geuräldesammlung schlecht aufgestelll und schlecht geordnet ist. Der Wiener Kunst- hiftoriker Hans T:e^ wesst nun aber in der „.Kunstchronik" des tmneren darauf lun, daß dre Airklagiw. die gegen die Verwaltung der Sammlung zu erlubcn smd sich nicht allein auf die Gemälde- A^^E^rMiken. Auch die Skulvturenwmmlnng ist nach ihm ^ besserer Ordiiung; Gipsabgüsse und Originalarbeiten — beldewchtim best«: ZnstaNd — stellen bunt durck»einander, und der beste ^l dlestu SMNnrluu^ die Aufnahmestücke der Akademiker, me erne ähnlich wichtige Rolle bilden würden toie die 1877 ^versAvundeii! Zwischen 1836 und 1877 märst dieses bcdmierliche Evergius erfolgt sein, über desi en nähere ^Umstande mchts bekannt ist: seit letzterem Jalge md einzelne ^IMe im Handel und in ausländischen Kunstsamm- Smrze, unvergleichliche Material zur Kenntnis der osterrerchssck^n Plastik, das die Mademie schon aus Pietät treu zu hüt.cn verpflichtet gvvesen wäre, ist für Oesterreich unwiederbringlich verloren. Völlig unwürdig ist auch die Ver- wahrung ber .Handzeichnungen. Zu Hundert«: ungeordnet in eingepfercht, Meisterzeichnungen aller weiten diircbeinander geworfen, empöre:rd siir den Kunsthlstor^r, der rn diesem zum Wust herab gewürdigten Recchtume cMms sucht: denn es handelt sich um eine so ungeheure Blattern, daß die Bibliotheksbeamterr der Madcmie die dem Benulzer die lUnzulänglichkeit per!Aufstellung durcki liebend würdiges Eittgemmkonmrcn weniger merkbw zn machen oenuckren trotz eifriger ^Bcnn'iHungen in den letzten Jahren nickst imstande' ^ PÄndlrche Mwidlung und eme anständige Ordnung zu Es steht zu hoffen, daß dreier jüngste Wiener Niuseiims- trieg schließlich zu nner gründlichen Reform der bisher am meisten vernachlalsigten^und' twch k^m-Zvegs^ wertlosesten ^stsanmilung der osterrerchrschen Kasserjtadt führen wird. )iub intb einen (Srtra-g abwerfen. Die Pruftmg dieser Frnge hat ergeben, daß es bei einem Ankauf der Felder ans unten naher z» erörternden Gründen nicht nur zweckmäßig, sondern im allgemeinen und im Interesse der staatlichen Verwaltung geboten ist, beide oder doch mindestens eine der fürstlichen Gruben, näm- lid» die dem staatlichen Werk benachbarte zu Wolfersheim, alsbald weites,^betreiben. Nach den seitherigen Betriebsergebnissen wird hierbei im ganzen die Belastung gedeckt werden, die dem' staatlichen Werk ans dem Ankauf der Felder neu erwachst. Tie > Bedenken finanzieller Art sind hierdurch behoben. Die Erkenntnis der großen Bedeutung der Elektrizitäts- bersorgung hatte sich bei normaler Entwickelung der wirtschaftlichen Verhältnisse vielleicht erst in längeren Jahren Bahn gebrochen. Sie ist aber durch den Kriegsausbruch plötzlich und im vollen Umfang in Erscheinung getreten. Bn dem starken Mange! an Petroleum und anderen Bcleuchtungs- stosgen, sowie an Heiz- und Betriebsmitteln für Maschinen und Motore ist die über das Land verteilte elektrische Energie ein bedeutend gestiegenes Bedürfnis und ein Segen für das häusliche Leben, für Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie geworden, wie sie auch in militärischer Hinsicht während des Krieges unentbehrliche Dienste geleistet hat (Beleuchtung und Betrieb der Bahnhofe und Bahnanlagen, Möglichkeit längerer Arbeitszeit für Krimszwecke usw.). Die Entwickelung was diesen Gebieten ist noch*lange nicht abgeschlossen und wird mit her Zeit namentlich auch auf den Betrieb von Haupt- oder Nebenbahnen übergreifen. Bei dem hiernach bereits stark gestiegenen und weiter steigenden Bedarf des sntherigen Versorgungsgebietes an elektrischer Energie wckstfertigt es sich, alles zu tun, was für die Entwicklung und den Betrieb der Krafterzeugungsanlage förderlich ist und für das Werk, zumal in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, möglichst viel Kohlenschätze zn sichern. Dazu kommt, daß nach weiteren Ab- komnren demnächst auch die Kreise Alsfeld nni> Lauterbach wenigstens zum größeren Deck aus dem staatlichen Werk mit Strom versorgt werden, was verstärkte Ansprüche an seine Leistungsfähigkeit stellen wird. Zur Frage, ob gerade der jetzige Zeitpunkt zum Erwerb der Braunfelser Gruben geeignet erscheint, sei bemerkt: Nach dem Kriegsausbruch wurde vou der Belegschaft der staatlichen Brauu- kohlengrube (60—70 Manu) etwa die Hälfte zur Fahne einberufen. Der zuerst aus etwa 30 Mann zurückgegangene Bestand konnte zwar im Laufe der Monate wieder auf etwa 40 Mann erhöht werden, allein der Umfang der Rohkohlmförderung hat doch erheblich gelitten und leidet noch. Selbstverständlich mußte zunächst die vertragsmäßige Elektrizitätsversorgung von Oberhessen und auch trogen der militärischen Zwecke vor allem die der Bahnhöfe gesichert bleiben. Mit der infolge des Arbeitermangels geminderten Kohlenförderung war zwar der Betrieb des K r a f t - Werks aufrechtzuerhalten, Erzeugung und Verkauf von Naß- preßst einen dagegen mußte sehr stark eingeschränkt, zeitweise sogar eingestellt werden. Hiervon wird bei dem augenblicklichen Kohlenmaugel imd der Kohlenteuerung die Bevölkerung der Umgegend auf das empfindlichste betroffen, da sie an dieses Brennmaterial gewöhnt und darauf eingerichtet ist. Die staatliche Verwaltung hat dies lebhaft bedauert, konnte es aber nicht ändern. Bei Erwerb der Braunsels'schen Grnbe in Wölfersheim ließe sich hier bis zu gewissem Grade erwünschte Abhilfe schaffen. Denn cs bedarf keines besonderen Nachweises, daß die beiden gleichartigen benachbarten Betriebe der staatliche und jetzt Braun- fels'sche,, auch in der Kohlenförderung und Preßsteinerzeugung leistungsfähiger sein werden, wenn sie vereinigt sind, den Betrieb einheitlicher und wirtschaftlicher gestalten und die Kosten der Verwaltung verbilligen können. Der Breunstoffbedarf für die Zentrale kann alsdann im wesentlichen aus der jetzigen staatlichen Grube beschafft und der Preßsteinbedarf der Bevölkerung durch verstärkten Betrieb der früher Braunftls'schen Nachbargrube gedeckt werden. U. a. könnte dadurch der Aufschluß mrd teurere Abbau der entfernter liegenden Kohlenflöze im staatliche!: Grubenfeld ohne Nachteil für den Brennstoffbedarf der Zentrale und der Bevölkerung verschoben und ihr Kohlenvorrat für die Zukunft aufgespart werden. Die Bramrfels'sche Verwaltung wünscht, um ihre Verfügungen treffen zu können, ebenfalls eine nunmehrige Entscheidung in der schon lange schwebenden Angelegenheit. Finanzausschuß der Zweiten Kammer. rb. Tarmstadt, 7. Jan. Der erweiterte Finanz- (Wtrt- schafts-) Au s schu ß der Zweiten Kammer trat heule nachmittag i/j4 Uhr noch zu einer weiteren Beratung zusammen, der wiederum Münster des Innern v. Hombergk und Ministerialrat S ch l i e p h a k e als RegierungsVertreter beiwohnten. Der Minister machte noch nähere Mitteilungen über verschiedene getroffene oder geplante wirffchaftliche Maßnahmen und daun wurden Anträge, bezw. Vorschläge mehrerer Ausschußmitglieder behandelt. Auch über diese Beratung des Ausschusses mit der Regierung ist wieder strengstes Stillschweigen proklamiert worden. Warum? kurzem in einer Berliner Kunstausstellung berechtigtes Auffehen erregte Auch von Professor Busch-Breslau sind einige Gemälde und Zeichnungen vom östlichen, von Professor Ko ch - Berlin vom westlichen Kriegsschauplatz zu sehen, während Professor Saltzmann - Berlin einige Temperagemälde von See- kämpfen zeigt. Ferner haben noch einige hervorragende B i l d - ha uer wie Lewin -Funke, Robert Korn, Martin S ch a u ß, Eonstantin Starck und Arthur Kaan mrierent Ausstellungsräume entsprechende kleinere plastische Werke ausgestellt. Tie Aus- stellung ist täglich, mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1, Mitwochs auch nachmittags von 3 bis 5, und au Sonntagen von 11 bis 3 Uhr, ununterbrochen geöffnet. * Musikalische Unterhaltung im Soldatenheim. Am Montag, den 10. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, findet bei frerem Eintritt im Soldatenheim eine musikalische Unterhaltung statt, die voll der Ersatz-Kapelle des Infanterie-Regiments 116 (Ersatz-Bataillon) unter Leitung von Musikleiter Herrmauu ausgeführt wird. Landkreis Gießen. 6. L a n g s d o r s, 7. Jan. Dem Landwehrmann Jos. Oppenheimer im Landwehrregiinent Nr. 116 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse, dem Landwehrincmn Gefr. Hermann Gold- stein die Hessische Tapferkeits Medaille verliehen. Kreis Alsfeld. e. Hopf garten 7. Jan. Ter Krieg hat bis jetzt das dritte Opfer aus imserem Dörfchen gefordert. Gestern kam bi* Nachricht, daß der Res. Adam Christ auf dem Felde der Ehre gefallen ist- Von Kriegsausbruch bis Februar 1915 war er im Reseroe- ^nfanterie-Regiment 116, 6. Kompagnie. In Polen holte er sich die Hessische Tapferkeitsmadaillle. Typhuskrank kam er nach Deutsch- iand und war längere Zeit zur Erholung in der Heimat. Seit Herbst 1915 war er wieder im Westen. Ein Granatsplitter machte dem Leben des braven, tüchtigen Menschen ein Ende.i Kreis Büdingen. A. Nidda, 8. Jan. Fahrer Vudwitz Fink von hier, Gefreiter im Art.-Regt. Nr. 84, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Die Hessische Tapscrkcitsmedaille besitzt er schon über ein Jahr. Fink steht schon seit Kriegsbeginn in: Felde. Kreis Wetzlar. Fe. Wetzlar, 8. Jan. Tie hiesige Metzger-Innung beschloß, den Preis für Ochsen- und Rindfleisch auf' 1,20 Mk. das Pfund festzusetzen. ra. Volpertshausen, 8. Jan. Pfarrer W. Gaul, welcher 4 Jahrzehnte unserer vereinigten Kirchengomeinde vorgestanden und im Sonimtr 1914 aut eine 50jährige erfolgreiche Tätigkeit zurückblickei: konnte, wurde gesterii zur letzten Ruhe gebettet. Viele A m t s b r ü d e x des Srmodgl- bezirks Wetzlar, sowie alle Gemeiudeglieder von Weidenhausen- Volpertshansen gaben den: hochgeschätzten Manne das Grabgeleit. Während Snperintendent G e i b e l - Dutenhofen in der dicht besetzten Kirche die Gedächtnisrede hielt, sprachen an: Grabe die beiden Herren B e ch l o l s h e i m er- Gießen unb unser Ortspfarrer Pfaff. Hessen-Nassau. Wm. Neustadt, 7. Januar. Bei der Ehefrau Konrad Schmitt im nahen Speckswinkcl, deren Mann im Felde ist, drangen vergangene Nacht Einbrecher ein und stahlen 76 Mk. mühsam ersparter Notpfennige. Der Eheftan wurde von den Dieben der Vtund mit Lumpen verstopft. An den Folget: des Schreckens und der erlittenen' Wunden liegt die arme Frau noch zu Bette. Ein siebenjähriges Kind, das in demselben Zinrmcr schlief, lief in der Verzweiflung auf die Straße und rief um Hilfe. Ms die Nachbarn herbeikamen, war der fteche Eindringling jedoch leider entsprungen. Tie Gendarmerie ist mit Polizeihunden den Einbrechern auf der Spur. — Ho ch st a. M., 7. Jan. Ein gewaltiges Großfeuer zerstörte heute in sechsstündigen: Brande die Metallwarenfabrik.von Karl Dfttmann. Das Feuer brach gegen 4 Uhr aus und verbreitete sich gleich mit solcher Geschwindigkeit, daß das ganze 80 Meter lange Gebäude in wenigen Augenblicken ein einziges Flammenmeer bildete. Die hiesige Feuerwehr war gegen beit Brand machtlos; erst als gegen 6 Uhr die Frankfurter Wehr er- schier:, gelang es, den Brandherd zu beschränken und damit auch den schwer gefährdeten bekannten Bolongaro-Palast vor der Vernichtung zu bewahren. Der Schaden ist außerordentlich hoch. Fc. Wiesbaden, 8. Jan. Die Stadtverordneten beschlossen einstimmig in der gestrigen Sitzung, die Sätze der Armeuunter- stützung wegen der zunehmenden Teuerung aufs neue um 1.0 Prozent zu erhöhen. Diese Mehrausgabe beträgt ungefähr 25 000 Mk. ul. Diez, 7. Jan. Nach Verbüßung einer wegen Zuhälters: erlittenen Gefängnisstrafe wurde der Arbeiter L a g i l l aus Frankfurt ins hiesige Gefängnis gebracht, um nach Breitenau ins Arbeitshaus überführt zu werden. Gestern morgen ist L. a::s dem Gefängnis entflohen; es gelang ihn:, auf den Speicher des Gefängnisses zu kommen, wo er einei: Hanfschlauch fand, an dem er sich am Dach herunter ließ. Deutsche Kolonien. Staatssekretär Dr. Sols über die Zukunft Deutsch-Oftasrikas. Berlin, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Staats- sekretärdes Reichstolonialamtes hat an den Vorstand der Deutsch-O st afrikanischen Gesellschaft folgendes Schreiben gerichtet: Berlin, 1. Januar 1916. 25 Jahre sind verstrichen. seit das Deutsche Reich, aufbcmend ar:f Ihrer Gesellschaft, unter Ueberwindrmg größter Schwierigkeiten den geschaffnen Untergrund und die Verwaltung Deutsch-Ostaftikas übernommen hat. Herrlich hat sich das Land seither entwickelt und Verwaltung und privater Unternehmungsgeist taten wetteifernd in gemeinsamer !Arbeft, unterstützt von weiten Kreisen des deutschen Volkes, ihr Bestes zur Entwicklung dieses unseres größten Schutzgebietes. Wenn jetzt unsere Feinde unter Nichtachtung aller im Interesse der Kultur der weißen Rasse erlassenen Bestimmungen nns unseren in harter Kulturarbeit der afrikanischen Wildnis abgerungenen schönen und aussichtsreichen Besitz zu entreißen versuchen, so braucht uns das nicht kleinmütig und verzagt zu machen, wie der Angriff vielfach überlegener feindlicher Kräfte ja auch unsere wackeren Landsleute in Ostafrika selbst nicht eingeschüchtert hat. Vielmehr möchte ich in der ftohen Gewißheit, mich dabei mit den Gefühlen und Hoffnungen auch Ihrer Gesellschaft im Einklang zu befinden, am heutigen, für die Deutsch-Ostafrikanisck-e Gesellschaft und die Kolonialverwaltung gemeinsamen Gedenktage der unerschütterlichen Zuversicht Ausdruck verleihen, daß sich die Aufgaben deutscher Kulturarbeit in Ostafrika nach siegreicher Beendigung des uns aufgezwungenen Ringens noch vergrößern und vertiefen werden, gez.: Solf. * 1 Aus Statt unb Land. Gießen, 8. Januar 1916. ** Militärische Ausbildung der Jugend. Die Uebungen beginnen wieder am kommenden Sonntag. Die Jungmannschaften treten um 21/4 Uhr vor der neuen Kaserne (Licher Straße) mt. Die Schanz^euge sind vollzählig mitzubringen. Neueintritte Wunen erfolgen. ** Stadttheater. ' Aus dem Theaterbureau wird uns mitgeteilt: Am nächsten Dienstag, 11. Januar, wird in eurem Gastspiel des „Neuen Theaters aus Frankfurt a. M." Karl Schönherrs vielbesprochenes Drama „Der Weibsteufel" gegeben werden. Es sei auf dieses Gastspiel, das natürlich außer Abonnement stattfindet, ausdrücklich hingewiesen, um so mehr, da eine Wiederholung der interessanten Aufführung nicht stattfinden kann. — Morgen, Sonntag abend, wird, neu einstudiert, G. v. Mosers bekanntes und früher viel gegebenes Lustspiel „Ter Hypochonder" gegeben, in dem so ziemlich das gesamte Personal beschäftigt ist. Es sei bemerkt, daß sowohl dieses Werk wie auch „Armut" und „Tie selige Exzellenz" in beiden Abonnements gegeben werdet:. ** Oberhessischer Kunstverein. Zur Ausstellung Künstler-Gilde, die von morgen, Sonntag, ab geöffnet ist, wurde heute noch ein nach dem Leben gemaltes H i n d e n b u r g - Bildnis von Professor Bürge r - Berlin eingereiht, das vor —i— Markte. Gießen, 8. Jan. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Mk.- Hühnereier das Stück 25—OO Pfg.; Käse das Stück 8-10 Pfg., Kasematte 1 Stück 3 Pfg.; Tauben das Paar 1,40-0,00 Mk.. Hühner das Stück 2,00—3.50 Mk., Hahnen 1,50-2,50 Mk., Gänse d.Psd. 1,40—1.60 Mk Ochsenfleisch das Pfund 1,20-1,24 Mk., Knhfleisch 1,10 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,20-1,24 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,50-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 1,20-1,24 Mk Hammelfleisch das Pfund 1,00—1,10 Mk.; Kartoffeln der Zentner 3,7b Mk.; Zwiebeln der Untier 16—17 9J!f.; Milch das Liter 26 Pfg.; Aepfel der Zentner 6—8 Mk., Birnen 7—15 Pfg. das Pfund; Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg.; Spinat 20—25 Pfg das Pfund, Wirsing 10-15 Pfg. das Stück, Gelberüben 12—15 Pfa das Pfund, Rockraut 15—25 Pfg. das Stück, Rosenkohl 20 b:s 25 Pfg. das Psd., Kohlrabi 10-15 Pfg. das Stück, Weißkraut 15 bis 25 Pfg. das Stück, Roterüben 10—12 Pfg., Römischkohl 6-8 Pfa., Blumenkohl 20-50Pfg.; Tomaten das Pflmd 25-30Pfg - Sellerie 6-10 Pfg. das Stück; Endivien 10-12 Pfg. - Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. - Fleischpreise auf deu: Markte von auswärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1,10-0,00 Mk., Rindfleisch- Bratenstück das Pfund 1,10—0,00 Mk., Nwrenfett das Pid. 1,10 Mk. Leber- und Fleischwurst 1,30 Mk. das Pfund, Mettwurst 1,80 Mk'. das Pfund, Schweinefleisch 1,40 Mk. das Pfund. ke. Wiesbaden, 7. Jan. Vieh markt. Auftrieb: 161 Rinder (darunter 9 Ochsen, 7 Butten und 165 Kühe), 60 Kälber 58 Schafe, 53 Schweil:e. Die Schweine wurden zu Höchstpreisen abgesetzt. Rinder. Kälber und Schafe hielten die seitherigen Preise. Bei Marktschluß war kein Tier mehr am Markte. ko. Frankfurt a. M., 7. Jan. Heu- und Stroh markt. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts angefahren. Spielplan der Sketzener Stadttheatm. ^ Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 9. Januar, nachmittags 3*/, Uhr, bei kleinen Pretzen: „Der Juxbaron." Ende 6% Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Hypochonder." Lustspiel in 4 Akten von . v. Moser. Ende 10 Uhr. Dienstag, den II. Januar, abeuds 8 Uhr (außer Abonnement), bei erhöhten Preisen: Gastspiel des Neue,: Theaters Frankfurt a. M.: .Der Weibsteufel." (Neuheit!) Drama in 5 Akten von Karl Schönherr. Ende nach 10 Uhr. Freitag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, bet gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 10. Freitags-Abonnement-Vorstellung: „Armut." Ende gegen 107, Uhr. Sonntag, den 16. Januar, nachmittags 3", Uhr, bei Volkspreisen: Kinder-Vorstellung: „Hansel und Gretel." Ende 5^ Uhr. Abends 77, Uhr, bei kleinen Pretzen: „Der Juxbaron." Ei:de 10*/ 4 Uhr. Spielfilm der vereinigten ßranffurter Stadttheater. Opernhaus. Soinftag, den 9. Jam>ar, nachinittags 3*/, Uhr: „Peterchens Mondfahrt." Abends 7 Uhr: Erstes Gastspiel des Kgl. Hosopern» ängers Josef Schwarz von der Hofoper tu Berlin: „Nigoletto." Montag, den 10. Januar, geschlossen. Dienstag, den 11. Jan., abends 7 Uhr: Zweites Gastspiel des Kgl. Hofopernfängers Jos. Schwarz von der pofoper in Berlin: „Amelia oder Ein Maskenball." Mittwoch, den 12. Jan., nachmittags 37, Uhr: „Peterchens Mondfahrt." Abends 77, Uhr: „Nanon." Donnerstag, den 13. Januar, abends 7 Uhr: „Mona Lisa." Freitag, 14. Januar, abends TA Uhr: „Mignon." Samstag, den 15. Januar, abends 7 Uhr: „Der Freischütz." Sornftag, beit 16. Januar, nachmittags ZA Uhr: „Peterchens Mondi'ahrt." Abei:ds 7 Uhr: „Tiefland." Montag, den 17. Jan., geschlossen. Dienstag, den 18. Januar, abeuds 7 Uhr: „Der Troubadour." Schauspielhaus. Sonntag, den 9. Januar, nachmittags 37, Uhr: „Die Schöne von: Strande." Abeuds 7'/, Uhr: „Die Jou:-nal:steu." Montag, de,: 10. Januar, abeitds TA Uhr: „Der Liebestrank." Dienstag, den 11. Januar, abeuds 7'/., Uhr: „Halbe Dichter." Mittwoch, den 12. Januar, abends 7 Uhr: „Antonius und Cleopatra." Don::ers- taa, deu 13. Januar, abei:ds 77, Uhr: Erstes Gesnuft-Gastspiel der Münchener Kainmerspielc: Ztlm erste,: Male: „Der Floh im Panzerhaus." Groteske in 4 Akten von R. Jorsler-Larrinaga. Freitag, den 14. Januar, abe::ds 7'/, Uhr: Zweites und letztes Gesamt-Gastspiel der 'Münchener Känunerspiele: „Ter Floh in: Panzerhaus." Sainstag, den 15. Jaituar, nachmittags 3 Uhr: „Wilhelm Tell." Abends 77, Uhr: „Der Strom." Sonntag, den 16. Januar, nach- nnttags 3 1 /, Uhr: „Alt Heidelberg." Abends 77, Uhr: Zum ersten Male: „Was werden die Leute sagen!" Ein lustiges Stück aus der „guten alten Ze:t" von Toni Impekoven und Otto Schwartz. Atonkag, den 17. Januar, abends 77, Uhr: Deutzcher Komödienabend: „Der Fremde." Hierauf: „Fritzchen." Dan,:: „Sittliche Forderung." Ferr:er: „Unter blonden Besüen." Zum Schluß: „Die Haienpsote." Dienstag, den 18. Januar, abends 77, Uhr: „Der Liebestrank." rkirchlrche Ncrehrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 9. Januar, 1. nach Epipha n-i a s. Landesmissionsi'est. Kollekte für die Heidenmission. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 97z Uhr: Pfarrer N! a h r. Vornnttags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeind, Pfarrer Mahr. Abends 5 Uhr: Pfarrer^ Schwabe. Dienstag, den 11. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung dei fonfirmierteu Mädchen der Marknsgemeinde. Mittwoch, de:: 12. Januar, abends 8 Uhr: KriegsbetstundA Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer B e ch t 0 l s h e i m e r. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die LukaSgemeinde. Pfarrer Bechtolsheim er. Abei:ds 5 Uhr: Pfarrer A u s f e l d. Abends 7,8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichem Jugend der Lukasge»neinde, Abends 8 Uhr im Johantiessaal: Versammlung und Bibelbesprechung. Vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere Abteilung jede»: Atittwoch vou 6 bis 7 UHp für die ältere Abteilung jeden Sarnstag von 6 bis 7 Uhr tin Johannessaal. vibelkränzchen für Mädchen aus der Iohannesgemeinde. Jedeii Dienstag von 6—7 Uhr in: Joha:u:essaal. Wartburg, evangel. Jünglings- und Männer-Verein. (D:ezjlraße 15.) Sonntag, bei: 9. Januar, abends 8 Uhr: Vortrag. - Dienstag, den 11. Januar, abends 87, Uhr: Bibelstunde. — Donnerstag, den 13. Januar, abends 87, Uhr: Leseabend. Sonntags-Verein für Mädchen. (Diezstraße 15 p.) Jeden Sonntag nachmittag Zusammenkunft. Evangelischer Gottesdienst, Kirchberg: Sotuftaq, deu 9. Januar, voruüttags 10 Uhr. Mainzlar: Sonntag, den 9. Januar, nachmittags 17, Uhr. Mittwoch, den 12. Januar, abends 8 Uhr: Kriegsbetslunde. Dekan G u ß m a n n. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 8. Januar: Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zm heiligen Beichte. Sonntag, de:: 9. I a n u a r. Fest der Erscheinung. Vormittags 67, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. „ 7 „ Hl. Messe. „ 8 „ Austeilung der hl. Kommunion. „ 9 „ Hochamt mit Predigt. „ 11 „ Hl. Messe mit Predigst Nachmittags 57, Uhr: Ehristenlehre; darauf Festandacht mit Segen. Dienstag, und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht. iHlf* k. tn* - viaspora-Gotterdienft. Sonntag, d e n 9. Januar: In Grttnberg um 97, Uhr. In Hungen 97, Uhr. Infolge der in Stadt und Land herrschenden Milchknappheit enivfiehlt üch von selbst ein Präparat, das infolge seines eigenen hohen Atilchgebaltes jeder Aiutter mit Leichtigkeit über die schwierige Frage der Beschaffung geeigneter und ausreichender frischer Milch für ihre Lieblinge, auch solche zartesten Alters, hinweghilft, nämlich Nestles Kindermehl. Jllustr. Broschüre versendet koslensret die Nestle-Geseilschaft, Berlin W 57. asa^ Ve4r. Die Bekanntinachung. ^ Tie Prüfung der Bewerber uw die Vercck- ttninönm etni äbt t j-f rciI d illigett Militärdienst tnr Frübiahr 1916. 1 * 1 nntp Satte,.tüetd&e beabsiKtiseir, sich der im Früh tabr 1916 statt Und enden Prüfung zu unterzieht, tucrben hierdurch arlfge fordert, ihre Gesuche um Lulaiinna bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung ^ ^ spätestens bis zum 1 . Februar 1916 bei der Unterzeichneten Kommission einzureichen. kr Anbringung der Gesuche wird das Folgende I. Das Gesuch ist bei der Unterzeichneten Prüfung-. SS ^^ 0n nur dann etnzurei ch e n , wenn der sich Meldende Großherzogtum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. ' n ^ct Einsendung durch Lic Post ist die Sendung an die Kom- nnsswn, nicht an den Vorsitzenden zn richten 2 Die Zulassung zur Prüfung kann in der Regel nicht » ^vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 8 . Das Gesuch muh von dem Betreffenden selbst fern Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse aitncncbcit wird 4 Dem Gesuche sind folgende Pacherc beizufügen- (StU5JUa aU ' 3 bem di'iwnnds. b) U rs nach «°s°"ichen Bertre. Erklärung des geschlichen Vertreters zn dem Dienst- , Hv ch -lind T ief v m, aesell s cha st. Scu.S-rim.-'iVadv.. Gas, Bad, Elektr. u. Zubeli.. v. 1 . April 1916 od. fr. z. uerin. 9täh. 82 km- dok vtr.,8c:kv ^oNrvi» g.271. Fi'iodi’icliHtraßc 15 I, 5 Zimmer -Wohnung mit Bad. Balkon u. Zubehör per April zu verniieten. Näher. Franktnrter Str. 29. 117 Schöne I Zimmer rvob tt"ng mit allem Zubehör <1. Stock) zu vermieten. 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J. fällig war, seitens der Zeichner bei uns noch nicht abgeholt ist, machen wir wiederholt darauf aufmerksam, dass die Stücke 288 vormittags von 8 bis 1 Uhr an unserem Effekten Schalter in Empfang genommen werden können. MITTELDEUTSOHE KREDITBANK - FILIALE GIESSEN Johannesstrasse 17, gegenüber der Johanneskirche. Bekanntmachung. Betrifft: Beschäftigung von Kriegsgefangenen. Bei den landwirtschaftlichen Arbeiten im bevorstehenden Frühjahr wird voraussichtlich ein großer Bedarf an Kriegsgefangenen eintreten. Damit dieser in entsprechender Weise gedeckt werden kann, ist es besonders ! wichtig, daß die Landwirte rechtzeitig ihren Bedarf festste Üen und an melden. Diesbezügliche Anmeldungen von Landwirten im Bezirke der Stadt Gießen werden bis zum 13. d. Mts. auf dem Stadthanse. Zimmer 9, entgegengenommen. Gießen, den 6. Januar 1916. 273 B Der Oberbürgermeister. Keller. * Unentgeltlicher Kochnnterricht. In der Aliceschnle soll ein Kochkursns für junge Mädchen der unbemittelten Stände in der nächsten Woche seinen Anfang nehmen, der sich auf 12 Abende in sechs Wochen erstreckt. Der Unterricht ist unentgeltlich, nur für die Verzehrung des Abendessens wird eine Entschädigung von 4 Mark erhoben, die zur Hälfte bei der Anineldung und in der Mitte des Kurses zu entrichten ist. Meldungen werden tn der Schule, Steinstraße 10, täglich von 12 bis 1 Uhr, spätestens bis Dienstag, den II. Januar, entgegengenommen. 205 6 Gießen, den 6. Januar 1916. Der Oberbürgermeister: Keller. Höhne und kriveiterte MWcnMe zu Gießen. Die Anmeldungen der Mädchen, die vom Beginn des koimnenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Donnerstag, den 20. und Freitag, den 21. Januar, von 0' 2 bis 1 Uhr im SÄuibam'e, Nord-Anlage 14, entgegengenommen und zwar Donnerstag für die Höhere, Freitag für die Erweiterte Mädchenschule. Vorzulegen sind Geburtsurkunde, Impfschein oder Wiederimpf- schein und bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei der Anmeldung vorzustellen. Schülerinnen, die früher schon in unserer Schule waren und wieder eintreten sollen, sind ebenfalls anzumelden. Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werden, insofern die betreffenden Klassen nicht schon vollzählig sind. 243V Gießen, den 28. Dezember 1915. Großherzogliche Direktion. Dr. Störiko. 5 ersteigerung. Dienstag, den 1 l.d.M., ULlhUl. IMht, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Bar- ""’"“‘ s ca. 96 fülle Zigarette». Versteigerung bestimmt. 278 Born. Gerichtsvollzieher in Gießen. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des landwirtschaftlichen Konsumvereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Alten-Buseck, eingetragen: An Stelle des zum Heeresdienst einberufenen Kassensührers Wilhelm Stecker II. von Alten-Buseck ist vom Aufsichtsrat dessen Mitglied Heinrich Freund II. zu Alten-Buseck für die Dauer der Verhinderung des Kassensührers Stecker als solcher bestellt. Gießen, den 4. Januar 1916. Groß herzogliches Amtsgericht. 212 B Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Maria Huntemann, Gießen. Inhaber: Ludwig Huntemann Witwe, Maria geb. Appel zu Gießen. Gießen, den 5. Januar 1916. 213 B Grobherzogliches Amtsgericht. Nationaler Irauendienst Allgem. Deutscher Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Das Verpacken, Schreiben und Adressieren von Feldposi- sendungen besorgt bereitwilligst und unentgeltlich: Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vorm.: Süd-Anlage 4H, Frau Professor Kalbfleisch. Außerdem erteilt Auskunft über Adresse und Rat für Feldpostbriefe gern u. unentgeltlich in ihrer Sprechstunde: die Frauenrechtsschutzstelle Gießen. Mittwoch Nachm. Ö 1 /*—8 Uhr im alten Rathaus. 217v Eine gewonnene Schlacht hinter der Front bildet die Arbeit der Landwirte. Ihne» ist eS gelungen, den schändlichen Aushungerung-, plan unserer Feinde zunichte zu machen. Nun gilt eS, für die nächste Ernte Vorsorge zu treffen. Zur Erzielung von Löchsterträgen gehört naturgemäß eine auSgiebige Düngung, in welcher neben Stickstoff, Phosphorsäure und — wo erforderlich — Kalk vor allem die Kalisalze (Kainil oder 40°/»iges Kalidüngesalz) nicht fehlen dürfen. — Nähere Auskünfte über Düngungsftagen jederzeit kostenlos durch: Kalisyndikat G. m.b. 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