Nr. 4 ZVeites Blatt LrftheMt ere braun, beide tragen aber die gleiche Haartracht, die gleicher Broschen, die gleichen billigen Armbänder, die ihnen ihr gemeinsamer! Darum die Antwort auf meine Frage: „Was bringt die Zukunft?" Opfer und wieder Opfer, aber schließlich ein großes, eini- I ges deutsches Vaterland! Di« Heiden opferten ihren Göttern, um ihre Gunst und Hilfe m erreichen, und der Gott der Christen ist doch gütiger als all die Heidengötter. Er wird mit Uns sein und unsere Opfer nicht vergebens. Aus Hessen. rb. DarMftadt, 6. Jan. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer trat heute vormittag 10 Uhr zu einer kurzen Sitzung zusanrmen, .in welcher die Vorstellung des Vereins der Gehilfen bei den Heffischen Staatsbehörden, betreffend die An- stellungsbedingungen und die Vorstellung des Gefangenenaufsehers Schmitt zu Butzbach, betr. seine Gehalts- und Pensionsverhältnisse, erledigt wurden. Betreffs der ersterwähnten Vorstellung beschloß der Llusschuß, dem Kanrmerplenum deren Ablehnung zu empfehlen, da die Wünsche der Petenten bereits bei der neuen Besoldungsordnung entsprechend geregelt wurden und eine neuerliche Mänderung derselben nicht angängig erscheine. Hinsichtlich der Vorstellung deS SchMitt, der seither einen Zuschuß zu seinem Gehalt bezieht, gibt der Ausschuß der Regierung anheim, ihm bei seiner Pensionierung auch eine entsprechende Unterstützung und evtl, seiner Witwe später ebenfalls eine solche im Gnadenwege zu gewähren. Im Anschluß an diese Sitzung fand die 14. Sitzung des Erweiterten Fincmz-(Kriegs-) Ausschusses unter Vorsitz des Mg. Dr. Osann statt, welcher als Regierungspertreter die Herren: Minister des Innern v. Hombergk, Präsident des Finanzministeriums, Staatsrat Dr. Becker und Ministerialrat Schliephake beiwohnten. Min'ster v. Hombergk berichtete ausführlich über die bisher von der Regierung getroffenen Maßnahmen auf dem Gebiet der Versorgung der Bevölkerung tnit Mehl, Kartoffeln, Butter und Milch. An die Darlegungen schloß sich eine eingehende Aussprache. Die nächste Sitzung des Ausschusses findet am Freitag Nachmittag 372 'Uhr statt. Aus Stadt und Land. Gießen, 6. Januar 1916. Eine hessische Sammelwoche sür Goldmünzen. Die Landes stelle für die Förderun g des Goldmünzenaustausches und verwandter Vaterland isch-er Zwecke, deren Vorsitzender der frühere Finanznrinister Dr. Dr. ing. Braun ist, schreibt uns: Wir erachten es an der Zeit, unseren Zielen dadurch näher zu konnnen, daß während einer W oche eine Sammlung von Goldmünzen im ganzen Lande vorgenommen und aus den wirtschaftlichen Fragen die Wichtigkeit des Goldmünzen-Umtauschs sür das allgemeine Beste im Volke verstärkt zur Erkenntnis gebracht werde. Die Schulen werden mit einer großen Anzahl von Werbeblattern versehen, die von den Schülern und Schülerinnen im Kreise ihrer Angehörigen verbreitet werden sollen. Wir vertrauen, daß die Schulleiteb und Lehrer sich zu einer nochmaligen Mitarbeit als bewahrte Helfer und Werber bereit finden lassen. Auch die Geistlichen werHen im Anschluß an die bereits ergängei^n Ausschreiben ihrer Behörden gebeten, uns noch einmal zu unterstützen und von der Kanzel oder in sonst geeignet scheinender Steife den Erfolg der Sammelwoche fördemr zu helfen. Ebenso seien die Vereinsvorstände herzlich gebeten, ihre Bereinsmitglieder durch Rundschreiben, durch Zeitungsaufrufe, mündliche Hinweise in den Vereinszusam- menkünften oder in sonst geeigneter Weise zur Mitarbeit auzuregen. Liebhaber zur selben Zeit verehrt hat, Und für beide bildet ihr „Poilu" den ganzen .Inhalt ihres Lebens. . . . * — Salvini-Erinnerungen. Das viele Jahrzehnte und ausgedehnte Weltreisen umfassende Künstlerleben des verstorbenen Thommaso Salvini, des Nestors der italienischen Schauspielkunst, ist natürlich an merkwürdigen Erlebnissen und Abenteuern sehr reich gewesen. Eines der drolligsten widerfuhr Salvini einmal in Bologna, im Teatrv del Corso, als er zum erstenmal den Oros- man in Voltaires „Zaire" spielte. Gegen Ende des vierten Aktes gebietet Orvsman, der sich von Zaire betrogen glaubt, in einem Anfälle von Wut und Eifersucht seinem Vertranten Corasmin die Geliebte zu töten, aber mitten im Befehl erfaßt ihn Reue und er sagt: „Doch ehe du meinen Befehl aussührst . . . hasse mich . . . warte!" Dieses „warte!" stieß Salvini mit so großer Kraft und Wucht heraus, daß der Gurt seines breiten türkischen Beinkleides platzte und er fühlte, wie dieses Kleidungsstück ganz langsam zu Boden glitt. Er schwebte in Gefahr, dem Publikum ein nichts weniger als tragisches Schauspiel zu bieten. In diesem Augenblicke hatte Salvini die Geistesgegenwart, ein Tigerfell zu. ergreifen, das als Teppich vor dem Dioan lag, und mit diesem um den Leib gehüllten Tigerfell beendete er glücklich den Akt. Später habm ihm Bewunderer, die dieser Vorstellung bejgewohnt hatten, gesagt, er habe jenen Augenblick des Zornes und Ingrimms in seinem ganzen Leben nie mehr so dargestellt nne an jenem Mend. Das ist wohl wahrscheinlich, denn dieser große Meister in der Darstellung menschlicher Leidenschaften hat seinem eigenen Geständnisse nach in der Regel bei seinen Rollen iiberhaupt nichts gefühlt. Einen tiefen Einblick in das Innere seines Wesens eröffnen die Mitteilungen, die Paul Lindau über Salvini gemacht hat. Als er dem Künstler während einer Othellovorstellung einmal hinter den Kulissen einen Besuch abftattete, fand er ihn in großer Erregung, weil eine der Statistinnen, die wohl mehr an die leichteren Sitten der Operetten gewöhnt war, den Gast während der großen Szene vor dem Senate, wie er glaubte, durch ihr Betragen in seinem Spiele beeinträchttgt hatte. In einer drolligen Mischung von Französisch und Italienisch fuhr der Mohren general offenbar im höchsten Zorne auf die nnvorsichttge Statistin los, als ihm plötzlich das Zeichen zum Wiederauftreten gegeben wurde. Und da war die Erregung Salvinis wie mit eiuern Schlag weggewischt. „Es war nichts mehr von jenem Salvini da, der eben getobt und gepoltert hatte. Er richtete sich aus, legte die Hand auf die Brust, senkte den Kopf etwas und ging mit schweren, schleppenden Schritten, und im Ausdrucke einer tiefen, nagenden Unruhe, langsam auf die Bühne. Cs war der leibhaftige Othello, ein vollkonrmen anderer Mensch von einer anderen Rasse, von anderem Temperamente, von anderen Bewegungen, und von ganz anderen Empfindungen." Ms Lindau nachher dem Künstler seiner Verwunderung über diese plötzliche und völlige Umwandlung anssprach erklärte dieser, daß, wenn eine Rolle ihm „stehe", er sie zu seder Zeit vollkonttnen so, wie das erste Mal spvelen könne. „Wenn Sie mich des Nachts aus dem Bette holen und mjir sagen, ich solle den Monolog von der Ermordung Desdemonas sprechen, so spreche ich ihn gerade so, wie am Mend auf der Bühne und empfinde genau dasselbe dabei — nämlich gar nichts'. Ich weiß Nur, wie ich es sagen muß, um an meine aufrichtige Empfindung glauben zu machen. Und ich habe es ja auch früher empfunden, als ich die Rolle studierte! Da vollkommen, bis £um körperlichen Schmerz. Mer seitdem ich sie beherrsche ,^bcMmmere ich mich unr alles das nicht mehr. Das habe ich am Schnürchen. Ich greife die Leidenschaften, wie der Klavier spieler die OÄave, ohne hrnzusehen." Wir wenden uns schließlich an die gesantte Bevölkerung. Ein jeder helfe, werbe und sammle wenigsteus in dieser Woche, rege auch seine Freunde zu gleichem Vorgehen an, damit am Ende der Goldwoche ein wirtschastlicher Erfolg von achtunggebietender Größe erreicht sein wird. Er sei ein Gruß an unsere Truppen, ein Dank für ihre Opfer zum Heile des Vaterlandes. Täglich läßt sich wah-ruehmear, daß imrner noch viel Gold nutz- und sinnlos daheinr verwahrt wird. Das Vaterland aber braucht das Gold, schon deshalb, d-arnit für die Feinde es immer offenbarer werde, daß ihre Hoffnung aus ein Nachlassen unserer Widerstandskraft und Wirlfchafts- stärke aussichtslos ist. Ein morgen an dieser Stelle erscheinendes Werbeblatt wird naher darlegen, warum der Goldmünzen-Umtausch vaterländische Pflicht ist, und zwar eine Pflicht, die keinerlei Opfer auferlegt, da vollwertige Zahlmittel dagegen gegeben werden. * ** Oberhessischer Kunstv erein. Die Ausstellung der Mnstler-Gilde, deren Erössmmg am Sonnta g erfolgt, rvird 94 Kunstwerke aufzuweisen haben. Tic Namen Albitz, Baer, Bayerlein, Best, Blos, Bürger, Busch, Tarnaut, O. H. Engel, Günther-Naumburg, Heroux, Hermanns, Holzapfel, Jungwirth, Kallmorgen, Kappstein, Koch, Langhammer, Meyer-Claus, Meyer- Waldeck, Tape, Roubaud, Saltzmann, Sandrock, Seiler, Schirm, Schladitz, Weczerzick und anderer Künstler, die mit Arbeiten vertreten sind, bieten gewiß Gewähr, daß auch dieses Mal wieder eine künstlerische und interessante .Ausstellung zu sehen sein wird/ zumal von allen diesen Künstlern nur gute Arbeiten eingesandt wurden. Landkreis Gießen. 6. D a u b r l n g e n , 5. Jan. Der Eisenbahnpraktikant Ludwig F e h r von Daubringen wurde, nachdem er im Frühjahr 1915 zum Leutnant d. Res. befördert worden ist, inzwischen zum Bataillons» Adjutanten ernannt; auch wnrde er mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. uiid der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. 2. G e i l s h a u s e n , 6. Jan. Gefreiter Wilh. N i e b e r g a ll bei der Stabswache des Generalkommandos des 18. Reservekorps erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. 'ßl Leihgestern, 6. Jan. Die hiesigen Schulen wurden auf behördliche Anordnung, da wieder Neuerkrankungen von Kindern an Dipbtheritis stattfanden, zum zweitenmal geschlossen. Die Krankheit wütet im Verein mit Scharlach jetzt schon seit Sommer v. Js. unter den Kindern und hat in manchen Familien schon wiederholt Einkehr gehalten. Stebbefälle sind bis jetzt nicht vorgekommen. Kreis Alsfeld. )£ Nieder-Oh men, 6. Jan. Unser neues Bahnhofs^ g e b ä u d e ist in seiner Erbauung trotz der Kriegszeit rüstig cveitergeschritten. Das Gebäude steht bereits unter Dach und Fach. Die Anlage und Ausführung zeigt eine viel größere und umfassendere Gestaltung gegenüber dem alten, kleinen Bahn- Häuschen, das nicht mehr den Ansprücheic der Zeit genügen konnte Da wir dem Frühjahr entgegengehen, so ist auch eine baldige Fertigstellung der Jnnenräume des neuen Bahnhofsgebäudes absehbar. Starkenburg und Weinhesseu. m. Offenb-aich a. M., 6. Jan. Die Stadt Ofsenbach beabsichtigt zur Versorgung d«r Bevölkerung lrrit Schweinefleisch Gefrierschweine (halbe Dierkörper vhne Mpf und Beinen) einzuführen. Der Verkaufspreis ist auf 1,25 Mk. pro Pfund festgesetzt. — Schwester Elisabeth Schack, zurzeit Oberschwester im Rcserve- B—KM———Bl—— * m« — — Ein Kamps um das „Fräulein" vor 90 Jahren. In frecheren Jahren bedeutete das Wort „Fräulein" soviel wie „Edelftäulein". Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts redete man in Berlin und anderswo in Deutschland eine unverheiratete bürgerliche Dame mit „Mamsell" wr. (Dieses Wort ist, loie bekannt, aus deig ftanzösischen „Demoiselle" entstanden.) Es war an sich schon eine Merkwürdigkeit, daß das deutsche Wort in diesem be- soirderen Falle eine höhere Bedeutung hatte als der fremdsprachige Ausdruck, während es sich aus fast allen übrigen Gebieten gerade umgekehrt verhielt. Nun machte!sich in der Zeit der Befreiungskriege ebenso wie auch heute eine lebhafte Strömung gegen alles Fremdländische geltend: man erklärte auch dem Worte „Mamsell" den Krieg und redete die unverheirateten bürgerlichen Damen mit „Fräulein" an. Das aber machte in adligen Kreisen böses Blut, und man bot hier alles auf. Um zu erreiche, daß das Wort „Fräulein" den adligen Kreisen vorbelialten bleiben sollte. Es kam deswegen vor 90 Jahren, so schreibt uus ein Müarbeüer, zu einem ergötzlichen Stt'eit, und dieser Streit beschäftigte sogar die preußischen Ministerien. In Varuhagen von Enses „Blättern aus der preußischen Geschichte" findet sich darüber unter dein 21. Juni 1826 folgende Auszeichnung: „Die Sache wegen des Namens .Fräulein" wird sehr ernsthaft genommen. Mle Ministerieir müsstn ihr Gutachten darüber abgeben, man sucht eine Kabinettsordre, durch die der König den Gebrauch jenes Wortes schon früher für adlige Mamsells Vorbehalten l>aben soll, kann sie aber nicht ftnden: wahrscheinlich verwechselt man donrit einen Befehl, dm allerdings der König einmal erlassen hat, daß aus deir Komödienzetteln die versuchte Emschwärzemg von „Fräulein" statt „Mlle.", nicht fort- dauern soll. Auch erinnert man sich, daß beim AuSznge der Kronprinzessin die 50 weißgekleideten Bürgerinädchen in einem Aussätze, den der Magistrat dem Könige ein.gereicht, Fräulein genannt waren, und gleich bei lder ersten, der Tochter des Oberbürgermeisters Büsching, der König jenes Wort gesttichen Und dafür „Denwiselle" hingesetzt, woraus dann fteilich der Magistrat lieber jede Bezeick>- nung wegließ und gleich die Tausnamen anfangen ließ. Der ?tz>el ist ordentlich in Bewegung, trat diesen Sieg dwionzntragen. Dagegen fehlt es nicht an anderen Stimtneir: Wie n«enn die Re- gierrlng es urtternehnren dür^e, das Volk im Gebrauche seiner eigenen Sprache zu hindern? Oh wir denn Chinesen werden mrd Sprachgebrauch, Gewohnheit und Sitte des Umgangs durch Gesetze bestimmt werden sollen? u. dgl. m." Der Kampf um das „Fräulein" endete, wie vorauszusehen war, nrft einem glänzenden Siege der bürgerlichen Kreise. Man fand dann später den 2luÄoeg, daß man adlige unverheiratete Damen entsprechend der Bezeichnung „Gnädige Frau" mit „Gnädig^ Fräulein" anredet. Mer auch die „GuLÄge Frau" und das „Gnädige Fräulein" wurden schließlich von den bürgerlichen Kreisen erobert. Heute wird bas^ Wort „Fräulein" für sich allein fast nur alS Berufsbezerchnung in der Bedeutung von .„Kinderfrüulein" gebraucht; die bürgerlicheir unverheiraieten Damen erheben beinahe durchtveg Ansprrcch daraus, daß sie enttveder ncit „Gnädiges Fräulem" oder wenigstens mit „Mein Fräulein" oder aber- ruft „Fräulein" unter Hrnzuftlgung des Familiennamens, also „Fräulein Sckmltze" oder „Fräulein Müller" angeredet lverden. Das Wort „Mamsell" ist aber heute nur eine Berufsbczeichnung: nnt „Mamsell" bezeichnet man fchleckfthin ein Wirttchaftsfrau!ein auf einem Rittergutc, sonst redet nran noch von Schl acht eimramsells. Biermamsells usw. Im GastwirffchastsbetrieLe ist das Wort „Külte Mamsell" eine direkte Berufsbenennung, zn der freilich das Gegenstück „Die tvarme Mamsell" fehlt W Ä IS&äÄSSs «BSKyae,“ --«»-.«»s-Z __ 1T ,. Hessen-Nassau. h«ü oLw?' 6 - Ä Ane nachahmenswerte Verfügung erlrek der Lmrdrat von Bezold für den Kreis Usingen. Cr ordnete an, daß der Anregungen -ur Errichtung von Kriegerdenk- Kriegergräbenr ufto. iebcr Cntftmfrf un?|tet ior' SeifeM?'Bc?utachttm-i v°rzu,-Mn ist. Auf diese = w«fL,^ 6 uniHomr DenkmAcr gesteuert werben, i; im ev- 1, a c p ^. -i .. tx ,jan. Zur dauernden Erinnerung an S °^ ne bC ? 0v l ei beschloß die Gemeinde-, »mwinig inc Anlegung eines Helden hainS. ftiir joden Gefallenen wird eine Eiche aepslantt. ^ ^ Deutsche perlen. ivelsnitz i. B. von einer recht er- E^^^lNchoroi berichtet, bei der Perlen von bemerkens Orsunden wurden. Nur wenige Perlen Iievhabei wii >en, so schreibt ^urs ein Mitarbeiter, daß diese kost- Geschmeide auch in verschiedenen Gewässerii besonders in den Gebirgsbächen der RheiuprovinA. aber auch in eitrigen ;S25” WasierlcruM der Lmreburger Heide gesammelt werden. 011 ' futschem Bodäi sogar Remlich reiche Fündig' n f n 18l - 4 ~ 18 % wurden beisvielslveise in Bayern UL/^oMPerlen genscht Ä^tzt tft die Aiisbeute infolge des Verderbens des Wägers -durch dre zahlreichen Industrien erheblich ®P* *1* ergiebigsten ti t sie noch im Flußgebiete der weißen -Cljter, wo fte schon sert Mittelalterlicher Zeit der sächsische Staat fux sich rn Anspruch nimmt und seit 1621 an die -M^^wilie Schtn-erler tn Oelsnitz verpachtet hat, in der das E m ^ou sasd dreihundert Jahre lang tmunrerbvochen W lorterbt. Freilich gehen im allgemeine die Erträge immer mehr zarruek. Mtt schuld darait ist, daß man es den Muscheln nicht voll außen anfteht, ob tte Perlen enthalten, und daß alle Tiere deren Skalen man. öffnet, damit dem Tode verfallen sind, so lange nvcht allgenreut dazu übergeht, sie mit Röntgenstrahlen zu ^r!^ €U {v&: ^ 5? ^ Ceylon schon }dt Jahren mit gutem Er- ^ach einer seinerzeit im Zoologischen Anzeiger ver- ^ ? Aufstellung kommen auf 100 geöffnete Muscheln nur Pevlenund auf 18 Perlen nur eine von nenneliswertcm xüerte. früher wärrden ganz erhebliche ^Nengen gefamurelt So wu^en m den Jahreii 1719 bis 1804 11 286 Elsterperlen gefunden, dw ganze oOOOO Mk. ein brachten; die schönsten sind zu P 11 von 9000 Mk. zusammengereiht, die Enricuen Gewölbe in Dresden befindet. Bon q??2 qj}f 849 c, rwch 4107 Elster-Perlen im Werte von 7 v^/E^nden; em besonders gutes Perlenjahr war dann das ganz Helle Prachtexemplare ergab. Im letz- ten ^ahi^ehnt wurden rund 500 wertvolle Perlen gefischt, im Laufe die,es Sommers (1915) wurden 47 Perlen abgel'iefert. Nach den rn neuerer Zeit durch de Filippi und Küchenmeister angcstell- tat Untersuchungen ent,stehen die Perlen in den Muscheln dadurch Haß^klerne^LMvQi^von Saugwürmern, die zu ihrer Weiterentwick Fichten - Subrnissionsholz - Verkauf m io yi u ^ n Domanialwaldungerrder Großh. Oberförstcrei ?«?0bmen zu Grunberg «Distrikte Mittelster Kopf 2, -Beunewald 1, Zinnes 11 und Schmidtbusch 1» sollen unter den sur oas Groyherzogrum Hessen geltenden Bestimmungen JoOO Kestmeter ZichtenstammholZ Mm I Kl. M Fstm II. KI.. 700 »ftm. Iir Kl.. wurch schrlftllches Angebot tn etnem Los vor der Äalluna «erkauft werden, männliches Holz wird ohne Rinde gemessen und entrindet geliefert. ' 9 getrennte Angebote sind, mit der Aus- Enn^^'i^nsbolzverkau^ versehen, spätestens bis Donners.ag, 13. Januar l. I., vormittags 9 Uhr. bet bar Unterzeichneten Stelle, einzureichen. Die Eröffnung ^^Ebote nndet an demselben Tage, vormittags 9'» Uhr, m Gegenwart etwa erschtenener Bieter auf dem Dienst- Zimmer der Unterzeichneten Oberförsterei statt. +% ^vd die Lieferung der angegebenen, 4ibernomrnen.b" ^olzmengen wird keine Verbindlichkeit ZL?ßb. Forstwarte Edelmann zu Merlau (Post Mucke), DÜiller zu Mucke und Birkenstock zu Forsthaus E^^bnbach sPott Nkeder-Obmen' zeigen die Holzschläge Wettere Auskunft erteilt die Oberfürsterei. Grunberg «Hessen,, den 5. Januar 1916. Großh. Obcrsörsterei Nicder-Obmcu. Schneider. 187 v lung der Muschel als Wirts-trer bedürfen, tn sie ernwandern. Letztere sucht den unliebsamen Gast dadurch unschädlich zu nrachen, daß ^ ™ 'riwlge zaUlose kalkhaltige Schleimhäute abscheidet und ihn damit umspinnt, so daß schließlich eine Kapsel entsteht, in der die Larve zugrunde geht. Diese Kapsel ist die Perle. Merlwür- digerwerfe schmarotzt aber die Flußperlmuschel selber eine Zeitlang, indem sich ihre innge Brut, die schon von Anfang an zwei zarte Schaleii hat, mit dem Atemwasser der Fische in deren .Kiemen gelan- geno, verintttels eines langen Fadens —entsprechend den Spinn- aden der Pfahlmuscheln - dort festhält. In Aauarien gemachte Ver- suche zeigten, daß die Oberhaut der Fischkiemen dann infolge des r ^ r 5lrM? u ^ rt und nun ihrerseits eine Kapsel bildet, m der ^^uschellarve ruhig^ weiter gedeiht, bis sie schließlich wieder absallt und nun etne selbitändige Lebensweise beginnt. Die er- waM'.enen Schattiere haben immer eine ganz bestimmte Stellung im! Bachinnde an der man sie leicht erkennen kann. Zu zweien bis vieren flecken fte schräg, mit der Spitze gegen die Strömung, fest im Untergründe, aus dem das dicke Hintere Ende wenig mehr als ^sevbreit hervorragt. Wo der Boden zu hart ist und kein solches trinwuhlen gestattet, sucheii sie zwischen Steinen Halt und setzen sich tn deren Schutze fest, so daß sie die Strönrung nicht fortreißen kann. SrtuMiprt fönKo ^„f T st wandert das Tier, um die weite Verbreitung zu sichern, überall int Bachbett... Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gietzencr Fleisch- und Brotpreise _ am 3. Januar 1916. r~. .. , rr ' 1 vv *n I WLX - wLtuiiU- a ___-u'.. v— Zwischen Ende ^uli und Ende August wandert das Tier, um die Brut abzusetzeii und ihr eine inöglichst weite " ' Zu dieser Zeit findet man die Muscheln i üdWtn nun zwischen den Mer-Perlen und dem Flüßchen Elster ^bem man sie vorzugsweise ftnd^t77in ri7f^er^'Zusammmhmg^ .5^ Nume „Elster kommt m Sachsen mehrfach vor. Zunächst fZ t J* älDei Fbffse, die so heißen, und desgleichen zwei Ort- schaffm, die an den beiden Flüssen liegen. Der eine Fluß heißt dre schwarze Elster, der andere die weiße Elster; und nachdem sie die preußische Grenze überschritten haben, laufen ihre Wasser in der Elbe zusammen, dann werden sie — .wie der Vogel , Elster" OTPräli 111 schwarzen Elster, die die Lausitz durchfließt, llegt das Städtchen Elstra, bekannt durch seine Tuchwäsck>en und 'Färbereien; daher hat das Wasser seine ounkle Farbe und seinen .amen Früh« abrr »ü>h cS wohl ebenso blllnk nnd klar >me das der weißen Elster tnt Vogtlande. an der der Badeort Elster liegt ,Tenn von etwas Ächtfreiidigew ^bn alle drese Elster unstreitig ihren Namen: von einer Licht- Es ist die Ostara oder Alzstra, die nordische Sibil. Städtchen Elstra lmrb rn femett älteren Skmenformen deutle uack) ihr benannt, und die ganze dorttge Gegend ist mit Er- ttmerungeii an sie erfüllt. Hoch über Elstta thront z. B., voii Sagen uimvoben, der Sibillenstein, von dem viele klare Bäche zu Tale brausen m denen früher sogar Goldkörner geseift tourden er „Goldbach ) und aus denen unsere Urahnen heilkräftiges wre noch fetzt in Bad Elster die Brnnnen- madckseu Wo, die Alzstta waltete, war eben alles blank und klar und sriihlrngssrisch. Daher der diame „sveiße" Elster, - der frei- ur eben wehr ganz zu Recht besteht daher die blanken Perlmuscheln auf dem goldmen Bachgrmide mit ihren Sl 0 ?? I SÄ5*25' LläMenben Perlen. Und die befiederte Elster, die diebische Elster? Man wem, daß die Elster'gern blin- kende Gegenstände in ihr Nest verschleppt. Sie mag aber wohl ein Beglettvogel der Alzstta gewesen sein, die dem Allen ihren Ä ^ bie Elster recht gut in das bekanute Plakat dev, Bades Elster, das man m iedem sächsischen Eisenbahnwagen sieht, und aus dem Brunnellnrädchen könnte man mit machcii emC ^bibhaftige Frühlings- imb Gesündheitsgöttin Ochsen Kälber Schweine Schlachtviehpreis'e in Frankfurt a. M. 50 Kg. Schlachtgewicht 130-142 Mk. V2 Kg.Schlachtgew.119-143Pf V -2 Kg.Schlacb t gew. 78-129 Pp Getreidepreise in M a n n h e i m: Weizen 100 Kg. 27 00 Mk. Roggen 100 Kg. 23.00 Mk. Fleischpreise in Gießer Vs Kg. 120-124 Pf. Vs Kg. 120-124 Pf. Vs Kg 150 - 00 Pf. Brotpreise in Gieß en: Weißbrot 2 Kg. — Pf Schwarzbrot 2 Kg. 68 Pf.' VöcheM. lleberflcht der Todesfälle r. d. Stadt Siek-.en. 62. Woche. Vom 19. bis 25. Ds,ember 1915. «Sinwohnerzahl: angenommen zu 32 9)0 (inkl. 1600 Mann Militärs Sterblichkestsziffer: 19,00 °f 0 . r Nach Abzug von 5 Ortsfremden: 11,06%,. CS starben an Zus. Erwachsene Kinder ün 1. Lebens- vom 2. ftfi Diphtherie 1 (1) tage 10. ^avr 1(1) Tuberkulose 2 (1) 2 (I) Lungenentzündung 3(1) 3 (1) «8ehtrnjchlag andereit Krankheiten deS 1 1 — - Nervensystems anderen Krankheiten der Ver- 2(2) 2(2) - — dauungSorgane 1 1 Krankheiten der Harnorgane 1 1 Krebs 1 1 — öumma: 12(6) 11(4) — fTjr t ^^lammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteorologische veobachtungen^der Station Ließen. Bew. Himmel Bed. Himmel Höchste Temperatur am 4. bis 5. Jan. 1916 — -l- 101« 0 m^^rlgste » 4. , 5. „ 1916 --- -f 6,3" C.* Niederschlag: 1,0 mm. Jan. 1916 u O ' w ^ J- -JO C <3 O Ä *■* u a "H £ 0 £.0 ti «> O r CP £ ~ 2^ ‘Stj 85 5 « ® x> C .£5 U -<2 JO i ’S | £|c| ss-S-^ CO^o I-eI 5. 2 26 8,2 6,1 75 7 0. 935 — 6,6 5,6 77 __ 10 6. 6,4 5,8 81 j 10 Wetter l MV! (233. König). Preoßische) Klassen - Lotterie Die Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie beginnt wieder am II. 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