Nr. 25 Der Slehener Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamilienblätter; zweimal wöchentl.Nreir- blatt für den Ureis Gießen (Dienstag und Freilag): zweimal monatl. Land- Wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriitleitung112 Verlag, Geschäitsstellebl Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die TageZmimmer bis zunr Abend vorher. Erster Blatt M. Jahrgang Montag, 3h Januar Wb Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oherhefsen Rotationsdruck und Verlag der vr ühl'schen Unio.-Such- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftzstelle und Druckerei: Schulftr.7. BezugSpreiÄ. monatl. 85 Pf., viertel- jährl. Mt. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch diePostMk.2.30 Vierteljahr!. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ ausw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssanl: Fr.R.Zenz; «Erfolge im Westen. Alessio und San Giovanni di Medua besetzt. Ein Zeppelin-Angriff aus park. /cw Großes Hauptquartier. 29.Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nordwestlich des Gehöftes La Folie (nordöstlich von Neuville) stürmten unsere Truppen die feindlichen Graden m 1500 Metern Ausdehnung, brachten zweihundert- neben und dreißig Gefangene, darunter einen Offizier, und neun Maschinengewehre ein. Vor der kürzlich genommenen Stellung bei Neuville brachen wiederholte französische Angriffe zusammen, jedoch gelang es dem Feinde, einen zweiten Sprengtrichter zu besetzen. Im Westtcile von S t. L a u r e n 1 (bei Arras) wurde den Franzosen eine Häusergruppe im Sturm entrissen. Südlich der Somme eroberten wir das Dorf Frise und etwa 1900 Meter der südlich anschließenden Stellung. Dre Franzosen ließen unverwundet zwölf Offiziere neunhundertsiebenundzwanzig Mann, sowie dreizehn Maschinengewehre und vier Mincnwcrfer in unserer Hand. Weiter südlich bei Li ho ns drang eine Erkundungs.- abteilung bis in die zweite feindliche Linie vor. machte einige Gefangene und kehrte ohne Verluste in ihre Stellung zurück. In der C h a m p a g n e lebhafte Artillerie- und Minen kämpfe. Auf der Combres-Höhe richtete eine französische Sprengung nur geringen Schaden an unserem vordersten Graben an. Unter beträchtlichen Verlusten mutzte sich der Feind nach einem Versuch, den Trichter zu besehen, zurück- zrehen. Bei Apremont (östlich der Maas) wurde ein feindliches Flugzeug durch unsere Abwehrgeschütze heruntergcholt: der Führer ist tot. der Beobachter schwer verletzt. _ jDnr Luftangriff auf Frei bürg in der Nacht zum 28. Januar hat nur geringen Schaden verursacht. Ein Soldat imd zwei Zivilisten sind verletzt. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Bei Bereit i a n y wiesen österreichisch-ungarische Vortruppen mehrfache russische Angriffe ab. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 30.Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An und südlich der Straße Vimy — Neuville dauerten die Kämpfe um den Besitz der von uns genommenen Stellung an. Ein französischer Angriff wurde abgeschlagen. Die südlich der Somme eroberte Stellung hat eine Aus dehnung von 3500 Metern und eine Tiefe von 1000 Metern Im ganzen find dort siebzehn Offiziere und ein rausendzweihundertsiebzig Mann, darunter einige Engländer, in unsere Hand gefallen. Die Franzosen versuchten nur einen schwachen Gegenangriff, der leicht ab gewiesen wurde. In der Champagne kam es zeitweise zu lebhaften Artillenekämpfen. Auf der übrigen Front wurde die Feuertätigkeit durch unsichtiges Wetter beeinträchtigt. Gegen Abend eröffnten bei klarer Sicht die Franzosen ein lebhaftes Feuer gegen unsere Front östlich von P o n t - a - M o u s s o n Das Vorgehen feindlicher Jnfanteneabteilungen wurde ver eitelt. Oeftlicher und Balkankriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Oberste Heeresleitung. Zwei englische Transportdampfer vernichtet. Berlin, 29. Jan. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote hat am 18.Januar den englischen armierten T ra n spo r td a m p fe r „Marere" im Mittelmeer und am 23. Januar einen englischen Truppentransportdampfer im Golf von Saloniki vernichtet. * Am 17. Januar 10 Uhr vormittags hielt das Unterseeboot 150 Seemeilen östlich von Malta einen Dampfer an, der die holländische Flagge führte und am Bug den Namen ..Melanie" trug. Der Dampfer stoppte, machte Signal ..Habe Halt gemacht" und schickte ein Boot. Als sich darauf das Unterseeboot zur Prüfung der Schiffspapiere dem Dampfer näherte, eröffnete dieser unter holländischer Flagge aus mehreren Geschützen und Maschinengewehren ein lebhaftes Feuer und versuchte das Unterseeboot zu rammen. Diesem gelang es nur durch schnelles Tauchen, sich dem völkerrechtswidrigen Angriffe zu entziehen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Die neuen Erfolge im Westen bienen einem vorteilhaften Ausgleich der Fronten, dürfen int übrigen aber nicht überschätzt werden. Die Zeit einer großen, planmäßigen Abrech- UlS Front im Westen. b > Armentferes-LiUe WTAZM; Meteaasslkhe FraaSPofe. £ ntng mit Jofsres Heeren scheint noch nicht gekommen zu €m ; ob sie bald bevorsteht oder nicht, das weiß nur unsere oberste Heeresleitung, die sich erfahrungsgemäß nie zu früh • n 1 Sorten blicken läßt. Einstweilen halten wir die Feinde rm Westen durch gelegentliche Vorstöße und Belehrungen, wie sie der letzte Zeppelinbesuch über Paris darstellt, in dem nohgat SRefacft. Haben die Franzosen stolz verkündet, daß ihre Flieger die offene Stadt Freiburg mit Bomben au- gegriften haben, so erfährt heute die Welt, daß wir Mittel und Wege haben, sogar der Hauptstadt des Feindes einen Denkzettel zu geben. Wir haben am Samstag damit begonnen, eine Reihe von Kartenskizzen über die Westfront zu veröffentlichen Uiid empfehlen nnsern Lesern, diese Skizzen aufzubewahven Und später zu einem Gesamtbilde cnrenr a riberzureihien. Wir dürfen das Vertrauen haben, daß unsere und un- erer Verbündeten Heere auch in der nächsten Zukunft noch ne Kraft haben werden, Schläge auszuführen, wie sie int testen Jahre in Galizien, Polen, Kurland, Serbien und neuerdings in Montenegro ausgeteilt worden sind. Für unsere österreichisch-ungarischen Bundesgenossen sind die besten Aussichten in Albanien erwachsen. Die beiden großen Gegner an der Adria sind in einer Kampsphase angekommen, wo bereits deutlich zu erkennen ist, wer unterliegen wird. Alessio und San Giovanni di Medua ind fortan unsere Stützpunkte, und im Vormarsch auf Durazzo und Valona leuchten den öster- rerchisch-Mgarischen Truppen die fcefteit Aussichten, während die Italiener in offensichtlicher Verlegenheit sich befin- den. Ihr Verhältnis zu England und Frankreich verschlechtert sich zudem mit jedem Tag. Zahlreiche italienische Blätter entladen bereits ihren Groll gegen die Entente, und auf beiden Seiten wächst das Mißtrauen. So viel läßt sich sicherlich sagen, daß große, erfolgversprechende Pläne unter un- eren Gegnern zurzeit nicht erwogen werden können. Wenn )eute die englischen Minister Lloyd George und Bonar Law in Paris angekommen sind, um wieder einmal das Lied von einträchtigem Planen zu siurgeu, so ist dies fein Ereignis erster Ordnung. Man wird höchstens vielleicht überlegen, ob man von Saloniki zitrück soll nub ob es vielleicht angebracht wäre, den in Albanien vorrückeirden Oesterreichern durch irgend welche Mittel den Weg, zu versperren. Me Reise wird am ehesten so enden, daß Frankreich uriL> England die eigne Trostlosigkeit in noch hellerem Lichte schauen tverden als bisher. Me englische Dakrik der Ueberwältigimg Derttsckp lands ohne Dranfetznng zu viel Blutes, nur durch Aushungerung uud Mattsetznng des deictschen Handels, ist gänzlich aus den Saud geraten. Der schwendende Respekt der neutralen Staaten vor Englands Machtstellung, namentlich die drohende Sprache Amerikas, haben Sir Ednxrrd /o r/r.P. Grey, wie es scheint, veranlaßt, das mit hohen Tönen hervorgezogene Schwert der verschärften Blockade gegen Deutschland wieder in die Scheide zu stecken. England „beherrscht" jetzt einen ganzen Ozean von Mißerfolgen. In der „Köln. Ztg." wird dies wie folgt dargetan: , Achtzehn Monate lang arbeitet das englische Geld, die eng- chche ^eegewalt, das englische Kabelmonopol, kurz Englands gesammelte Macht gegen uns, und diese Zeit hat gelehrt, daß die .neden der englilchen Staatsmänner ans der Anfangszeit des Krieges von der Vernichtung Deutschlands kindischer Unsinn waren. England hat eine Welt gegen uns in Bewegung gesetzt, wir arbeiten und wirtschaften, nähren und kleiden uns. führen den gewalkten Krieg von Erfolg zu Erfolg, erobern Länder und verbinden Mitteleuropa dem Osten, ohne daß England es hindern kann Unsere Vorräte an den wichtigsten Nahrungsmitteln sind für unsere Feinde unantastbar. Unsere Ernährung stützt sich ans eine Landwirtschast, deren Boden vom Krieg so gut wie nicht berührt ist und unser Wirtschaftsleben wird getrageii von einem iitnent Markt, dessen Stärke keine Macht der Erde unterwühlen kann. Me zu Beginn des Krieges geschaffenen Organisationen zur saaigem atzen Behandlung der Nahrungsmittel und der Rohstoffe diese größten derartigen Berwaltungsorganisationen. welche die Welt je gesehen hat, arbeiten mit der Sicherheit nioderner Ma- schilien. Was wir essen und verarbeiten, kanii in jedem Augenblick ms auf Pfund und Gmnrm genau kontrolliert und verteilt roe'- ?*n. A,er vollendetste Verloaltungsapparat, hinter dem die deut- m Wissenschaft, die deutsche Technik und das svstema tische deutsche senken stehen, hat unser Leberl ganz auf das Turchhalten eingestellt. England kann das alles gar nicht treffen. Ob dem Briten reiche heute überhaupt noch ein fest um- rlssenes Kriegsziel vorschwebt, das es unter den veränderten Umständen erreichen zu können vermeint? Die österreichisch-ungarischeit Tagesberichte. Wien, 29. San. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 29. Januar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Die Brückenschanze nordwestlich von Uscieszko am Dnjestr wurde heute früh heftig angegriffen. Die tapfere Besatzung schlug den Feind zurück. Das Vorfeld ist mit russischen Leichen besät, lieber der Strypafro nt erschien gestern ein feindliches Klugzeuggeschwader. Von den elf russischen Flugzeugen wurden zwei durch Artiller.enolllrcffer vernichtet, drei zur Notlandung hinter den feindlichen Linien gezwungen. Bei Berestiann am Styr schlugen unsere Feldwachen Vorstöße stärkerer russischer Aufklärungsabteilungen zurück. I t a l i c n i s ch c r K r i e g s s ch a u p l a tz. Keine besonderen Ereignisse. , Südöstlicher zkriegsjcyan platz. Nsstre Truppen haben Alessio uird den Adriahafen San Giovanni di Medua besetzt-, es wurden viele Vorräte erbeutet. In Montenegro ist dir Lage unverändert ruhig. Aus verschiedenen Orten des Landes kommt die Meldung, daß die Bevölkerung unseren einrückenden Truppen einen feierlichen Empfang bereitet hat. An Waffen wurden bis jetzt, die Lovecnbeute mit eingerechnet, bei den Hauptfammel- ftcllen eingebracht: dreihundertvierzehn Geschütze, fünfzigtausend Gewehre und fiinfzig Maschinengewehre. Die Zählung ist noch nicht abgeschlossen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschallcutnant. Wien. 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird Verlautbart: 30. Januar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Der Gegner wiederholte gestern tagsüber seine Angriffe gegen die Brückenschanze nordwestlich von 11 s c i e s z k o. Alle Versuche, sich ihrer zu bemächtigen, scheiterten an der Tapferkeit der Verteidiger. Fast an allen Teilen der Nordostfront trat die russische Artillerie zeitweilig stark in Tätigkeit; auch schweres Geschütz wirkte an verschiedenen Stellen mit. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In Montenegro ist Ruhe. In San Giovanni bi Medua wurden zwei Geschütze, sehr viel Artilleriemunition und beträchtliche Vorräte an Kaffee und Brotfrucht erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Hofer, Feldmarschallcutnant Ein Zeppelinangriff auf Paris. Paris, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Während des Lichten Nebels erschien Samstag abend gegen 11 Uhr ein Zeppelin und warf über Paris mehrere Bomben ab, denen ziemlich viele Personen zum Opfer fielen. An einem Punkte wurden 15 Personen getötet, an einem anderen ein Mann und drei Frauen. Ein Haus wurde zerstört. Auch sonst ist vielfach Materialschaden angerichtet. Die Jagd der Flugzeuge aus den Zeppelin blieb vergeblich. Bis 1 Uhr lag Paris völlig dunkel. Paris, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber den in der Nacht zum Sonntag erfolgten Zeppelin-Angriff auf Paris verbreitet die Agence Havas folgende Darstellung: Die Pariser Polizei ergriff am Sonnabend um 9.45 abends alle im Falle von Zeppelinangriffen vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen. In einigen Minuten war die Stadt in völlige Dunkelheit gehüllt. Eine zweite Depesche besagt: Um 9 Uhr abends wurde ein Zeppelin gemeldet, der die Richtung auf Paris hatte. Sogleich wurde Alarm geschlagen und Vorkehrungsmaßnahmen getroffen. Scheinwerfer leuchteten den Himmel ab. Der Unterstaatssekrctär für Flugwesen und Oberst Mayer, sein Kabinettschef. begaben sich nach Bourget. Feuerwehrleute durcheilten die Hauptstraßen und gaben- Hornsignale. Man erkannte über der dunklen Stadt die Bewegung der Flugzeug« des mit dem Schutze von Paris beauftragten Geschwaders: die Scheinwerfer leuchteten noch immer den Himmel ab. Die sehr zahlreichen Spaziergänger auf den Boulevards verfolgten mit den Augen die Lichtstrahlen: überall bildeten sich Ansammlungen: besonders lebhaft wurde die Bewegung beim Schluß der Theater, denn nirgends war infolge des Alarms die Vorstellung unterbrochen worden. In den Straßen hörte man sehr deutlich das Surren der Flugzeugmotore. Die Menge bewahrte völlige Ruhe und schien mehr interessiert als erregt. Gegen 11 Uhr nachts hörte man mehrere Explosionen, die von abgeworfcnen Bomben herrührten. Einige Personen fielen dem Angriff zum Opfer: auch Materialschaden wurde angerichtet. Paris, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der Zeppelin warf während seines Fluges über Paris nnchrere Bomben ab, denen ziemlich viele Personen zum Opfer fielen; an einem Punkt wurden fünfzehn Personen getötet, an einem anderen ein Mann und drei Frauen. An'einer anderen Stelle zerstörte eine Bombe ein Haus; auch fielen ihr mehrere Personen zum Opfer; wieder an anderen Stellen verursachten die Bomben Materialschaden, oder riefen nur einfache Aushöhlungen hervor, ohne Personen zu verletzen. Dichter Nebel bedeckte die Stadt bis zu einer Höhe von 700 bis £00 Metern, schwächte die Wirkung der Sckieinwerfer und behinderte das Feuer der Abwchrka nonen. Mehrere Flugzeuge machten Jagd auf den Zeppelin, der in großer Höhe flog, und schossen auf ihn in dem Augenblick, wo er sich entfernte. Um 1 Uhr 30 Minuten war die Beleuchtung in Paris wiederhergestellt, und das Ende des Alarms wurde durch die Hornsignale der Feuerwehr angekündigt. Paris, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Das „Journal" veröffentlicht eine Unterredung mit einem der Flieger, die an der Jagd auf den „Zeppelin" teilnahmen, welche in Le Bourget durch den Unterstaatssekretär für die Luftschiffahrt organisiert war. Der Flieger erklärte, daß von den 30 Apparaten, die 20 Minuten nach dem Alarmsignal aufstiegcn, fünf dem „Zeppelin" begegneten. Eineinzigerkonntenäher herankommen und einen Kampf liefern. Der Flieger ist davon überzeugt, daß die Unternehmung des Geschwaders den „Zeppelin" an der Erfüllung seines Verbrechens störte. Die englisch-französische Herrschaft in Saloniki. Konstantinopel, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der -„Dänin" veröffentlicht einen Brief aus Salonik, der eine Schilderung der englisch-französischen Schreckensherrschaft in Salonik gibt. Die Presse, heißt es in diesem Briefe, ist gänzlich geknebelt: die ententefeindlichen Athener Zeitungen sind' verboten. Das Publikum erfährt nur der Entente günstige Nachrichten. Auf den geringsten Verdacht hin werden ehrenhafte Einwohner der Stadt verhaftet und nach Malta gebracht. Dre griechischen Behörden sind ohnmächtig. Die Venr- selisten gehen in ihrer Kühnheit so weit, behördliche Organe öffentlich zu schlagen. Die englischer und französischen Soldaten geben sich allnächtlich dem Trünke hin; alles, was ihnen in die Hände fällt, verwenden sie als Heizmaterial, selbst Heiligenbilder, sowie Dor Und Dächer der Kirchen. Tie Engländer setzen die Befestigungsarbeiten fort: aber die griechischen Offiziere sind überzeugt, daß diese Befestigungen der deutschen und österreichisch-ungarffchen Artillerie keineswegs werden widerstehen können. Tie Engländer und Franzosen, die dies gleichfalls erkennen, bereiten alles für eine eventuelle Flucht nach der Halbinsel Chalkidike vor. Flugzeuge belegen tägliche Lager und Umgebung der Stadt mit Bomben. Täglich sieht man Verwundete nach Salonik bringen. Der Geist der englischen und ftanzösischen Truppen ist vollkommen gefunken. TaS beginnende Zerwürfnis zwischen Italien und England. Bern, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ter römische Korrespondent der „Jtalia" erklärt, das; die Unterredung des engliscken Hand-lsmwistprs mit dem Mitarbeiter des „Seccolo", in der der Mm.cßer >c, eH. AHN, NMlig Hoffnung fitr Herabsetzung der mn ge heue r hohen Frachtsätze, in Rom einen wenig günstigen Eindruck gemacht habe. Man sei der Meinung, Italien müsse als Verbündeter und nicht anders behandelt werden. England habe seine Pflichten gegenüber den Alliierten immer noch nicht begriffen. Alle römischen Zeitungen seien einig in dem entschiedenen aber vernünftigen P r o t e st g e g e n die Haltung Englands gegenüber Italien. „Jtalia" gibt sodann einen Protest her „Jdea Nazionale" wieder und bemerkt dazu, man habe auch in Frankreich ebenfalls solche Proteste gegen England losgelassen, allerdings auch ohne Erfolg. Italien hat Unrecht bannt g^tan, seine Intervention nicht an gebülwende Bedingungen zn knüpfen. Italien sowie andere Alliierte zahlten >an England einen Trübut, der dessen Kosten für die Flotte teilweise ausgleiche. Das Platt sucht nachzuweisen, daß England das Meer nur beherrsche/ weil die Alliierten Deutschland zu Lande eingekreist hätten. -Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte Deutschland England zur See angegriffen und dessen Weltherrschaft einen fürchterlichen Schlag versetzt. Das Blatt fügt hinzu, es wolle nur diese Feststellung machen, nicht aber die Hypothese besprochen, was aus England geworden wäre, wenn die Kräfte Europas sich anders verteilt hätten. 1 ‘ Bern, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Tribuns" schreibt, von der Fortdauer der N o t l a g e I i a l i e n s hänge seine Kriegs- koaft ab urw damit auch die Interessen Englands ftlbst, welche höher anzuschlagen seien als die Gewinnsucht eines Dutzends Reeder. „Gionale d'Jtalia" schreibt in einem Rückblick auf die Lage Italiens, das italienische Volk sei bereits zu der Zeit, als es seinen jetzigen Alliierten durch seine Neutralität einen großen Dienst erwiesen habe, von der E n t e n t e p r e s s e immerfort beschimpft worden. Leider habe sich nach der Eingehung des Bündnisses die Lage nicht gebessert. Die Politik der Alliierten hätte besonders in den Balkanangelegenheiteu deir Eindruck gemacht, als hätten die Alliierten die Absicht, Italien cntgegenzu- ar beiten. Das italienische Volk habe schon oft gefragt, ob es überhaupt in der Entente gemeinsame Interessen gebe. Die Entente habe die Interessen Italiens in der Adria anderweitigen Interessen nachgestellt: trotzdem sei, wenn die Dinge in Bulgarien, Serbien, Montenegro und Griechenland schlecht, gingen, von der Ententepresse immer behauptet worden, Italien sei Schuld daran. Mehr wie einer in Italien ftage sich, ob der Einttitt Italiens in die Entente aus Liebe oder nur aus Verärgerung erfolgt sei. Die KrrcgsariSgaben Italiens. Bern, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Mailänder „Corriere della Sera" betrugen nach der Ausstellung des italienischen Schatzamtes die Ausgaben für das Kriegs- und M a r i n e m i n i ste r iu m von Ausbruch des Weltkrieges bis Ende Dezember 1915 6416,9 Millionen, wovon 913,8 Millionen aus die Marine entfallen. Die Mehrbelastung gegenüber dem gleichen Zeitraum während des Friedens beträgt über 4,9 Milliarden. Die eigentlichen Kriegsausgaben belaufen sich auf 3744,7 Millionen: die übrige Summe ist für Kriegsrüstungen während der Neutralität verbraucht worden. Ernennung Baudervcldcs zum Minister. Brüssel, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der jetzt zum Minister ohne Portefeuille ernannte belgische Sozialistensührer Van der Velde war in den letzten Wochen außerordentlich beschäftigt. Er richtete im Haag das Internationale Sozialistische Bureau ein und benutzte seine Anwesenheit im neutralen Holland, sich fast ein dutzendmak interviewen zu lassen. Dann reiste er rasch nach der Schweiz, um dort öffentlich zu reden, und zwar in den verschiedensten Städten der Westschweiz. Dieser Politiker will bekanntlich seit Beginn des Krieges Deutschland zerschmettern und den preußischen Militarismus, etwa wie Winston Churchill, vernichten. Er nennt Deutschland das Land der Unkultur, das die Welt unterjochen wolle. Er will die Neutralen ernstlich glauben machen, daß Belgiens Verbündete, namentlich England, nur für das Recht und die Freiheit der kleinen Völker kämpfen. Vandervel.de heißt alle Eroberungsgelüfte seiner Landsleute, auch die der Franzosen, gut und verzeiht den englischen, französischen und belgischen Sozialisten sogar die Bewilligung des Kriegskredits. Nur die deutschen Sozialisten überliefert er dem Scheiterhaufen, weil sie das gleiche getan haben, und er geht sogar soweit, daß er ausdrücklich erklärt, er werde sich nicht mehr mit deutschen Sozialisten an einen Tisch setzen. Er dient der Politik der Phrase, die früher keiner mit besserem Erfolge bekämpft hat als er, und gibt durch den Uebei'gang in das Lager der Unversöhnlichen seine ganze politische Vergangenheit Preis. Die Entente besetzte Karaburun. Saloniki, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter scheu Bureaus.- Die Landung auf der .Halbinsel Karaburun hat unter dem Schutze der Schiffsgeschütze stattgefundeu. Der griechische Kommandant prvf testierte. Zugleich mit der Landung der Marinesoldateu umzingelte die französische Infanterie das Fort und die umliegenden Wohnungen auf der Landfeite und befahl die Entfernung der Bewohner. Die Verbündeten gingen so vor, da es als unerwünscht erachtet wurde, daß das Fort sich in anderen Händen befinde als den ihrigen und weil man glaubt, daß deutsche U-Boote in der Nachbarschaft Vorräte ernnehuren würden. - « Der Feldzug gegen Albanien. Genf, 29. Jan. (WDB. Nichtamtlich.) Der „Matin" meldet aus Rom: Unzweifelhaft haben sich die Italiener und E s s a d Pascha vereinigt. Sie befestigen Valona und andere Punkte Südatbaniens, um den Fcrnd wirksam anfzühalten. Der türkische Bericht. Kon stau tinopel, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) .Amtlicher Beruht. An der Jrakfront keine Verändenmg. An der Kaukasus front griff das Zentrum unsere Vorpostenstellungen an, wurde aber mit Erfolg zurückgeschlagen und ließ einige hundert Gefangene in unserer Hand. An der Dardanellenfront trafen drei von unseren Flugzeugen am 27. Januar auf einen Monitor geworfene Bomben, der erfolglos in der Richtung auf Akbach feuerte, die hintere! Brücke des Schiffes und riefen eine Feuersbrunst hervor. Der in Flammen stehende Monitor konnte mit Mühe in die Bai von Kephalos auf der Insel Jmbvos flüchten. Unsere Flugzeuge verfolgten ein feindliches Kriegsschiff und drei feindliche Torpedo- bootszerstöre r, die dem Monitor zu Hilft gekommen waren und trafen dabei einmal einen Torpedobootszerstörer. Eins unserer Flugzeuge warf mehrere Bomben auf einen großen feindlichen Transport in der Bai von Kephalos. Erfolge türkischer Flugzeuge. Konstantinopel, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agentur Milli meldet: Flieger-Oberleutnant Budde ck e hat mehrere feindliche Flugzeuge an den Dardanellen zum Absturz gebracht. Ein von dem Leutnant Ali Riza Bey geführtes Flugzeug, Beobachter Orkhan Bey, brachte an einem Tage zwei feindliche Flugzeuge beiSedd- ül-Bahr zum Absturz. Eine Reise des Reichsschatzsekretärs nach Wien. Wien, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Den Blättern zufolge wird Michsschatzsekretär Helfferich am 31. Januar in Wien eintvefsen und mit österreichischen und unarischen Ministern wirtschaftliche und finanzielle Fragen esprechen. Deutsche Fürsten beim stouig von Bulgarien. Sofia, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agentur. ^Vorgestern nacht begaben sich der König und die König,in in Begleitung des Ministerpräsidenten Radoslawow, des Generalteutncutts Grewel, des deutschen Militärattachös in Sofia, Oberstleutnants von Massow, nach Nisch. Gestern um 10 1/2 Uhr besuchte der König den Herzog Johann Al brecht zu Mecklenburg und begab sich danach mit der Königin in die königliche Residenz, wo er mittags den Besuch des Großherzogs Friedrich Franz von Mecklenburg- Schwerin empfing. In Gegenwart des Ministerpräsidenten ernannte der König den Großherzog zum Ritter des Nationalordens der bulgarischen Apostel St. K'yrill und Methodi. Die Kämpfe in Mesopotamien. London, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: General Lake, der die britischen Truppen in Mesopotamien befehligt, hat sich mit General A y l m e r vereinigt. Es wird berichtet, daß das Wetter immer noch sehr schlecht und die Wege grundlos sind, was die Bewegungen der Truppen sehr erschwert. * . * Eine Note Amerikas an die kriegführenden Mächte. New York, 29. Jan. '(WDB. Nichtamtlich.) Der Washingtoner Korrespondent der „Associated Preß" meldet, daß Lansings Note an die kriegführenden Mächte die Annahme der folgenden Formel vorschlägt: 1. Der Nichtkämpfer hat das Recht, an Bord eines unter der Flagge einer kriegführenden Macht fahrenden Handelsschiffes über den Ozean zu fahren und zu seinem Schutz auf die Bestimmungen des Völkerrechts und der Vienschlichkeit zu rechnen. 2. Ein 5)andelsschiff, was immer für Nationalität'es ist, darf nicht ohne vorherige Warnung angegriffen werden. 3. Ein Handelsschiff einer kriegführenden Macht Muß dem Befehl, beizudrehen, sofort Folge leisten. 4. Auf ein Handelsschiff darf nicht gefeuert werden, außer wenn das Schiff Widerstand zu leisten versucht. Selbst in diesem Falle muß der Angriff sogleich ans hören, sobald Flucht oder Widerstand aushören. 5. Nur wenn es unmöglich ist, das Prisenschiff mit einer Besatzung versehen aufzubringen, ist seine Zerstörung gerechtfertigt, in welchem Falle die an Bord befindlichen Personen in Sicherheit gebracht werden. Nach einer Meldung des Washingtoner Korrespondenten der „Associated Preß" teilte Lansing den kriegführenden Mächten außerdem mit, daß bewaffneten Handelsschiffen, nur wenn sie bestimmte, von Amerika vorgeschlagene Bedingungen unterschreiben, der Zugang in amerikanische Häfen gestattet werden kann, andernfalls würde dies nur unter den für Kriegsschiffe geltenden Bestimmungen zugelassen werden. Holländisches Einfuhrverbot für Obst. Haag, 29. Jam (WTB. Nichtamtlich.) Es ist ein V e t» bot für die Einfuhr von Obst erlassen worden, nach welchem keine Aepfel, Apfelsinen und Trauben mehr eingeführt werden dürfen. » Papiermangel in England. Haag, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuw^ Courant" erfährt aus London, daß die „Daily News" an- kündiat, die Abendblätter würden zukünftig wahrscheinlich nicht mehr als acht Seiten haben. Die meisten Zeitungen besitzey große Papiervorräte, um für die Zeiten der Not gedeckt zu sein. Das Blatt fordert das Publikum auf, künftig Zeitungen nicht mehr auf der Straße zu kaufen, sondern nach Hause besorgen zu lassen, weil dadurcb Papier gespart würde. Der beektteg. Englische Schiffsverluste. Haag, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Courant" meldet aus London: Das Handelsamt gibt bekannt, daß in der Zeit vom 4. August 1914 bis 31. Oktober 1915 274 britische Dcnnpf-er mit einem Gesamtinhalt von 542 648 Tonnen durch Englands Feinde zum Sinken gebracht worden sind, ferner 19 Segelschiffe mit insgesamt 15 542 Tonnen-und 227 Fischerfahrzeuge mit 14104 Tonnen. * London, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Expreß" meldet, daß der Dampfer „Appen", dessen Verlust sicher erscheine, deutsche Kriegsgefangene aus Kamerun nach Europa gebracht hat. Havre, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Wie verlautet, ist ein holländische r Schoner am 21. Januar im Minenfeld e von Träger mit Mann und Maus untergegangen. Ymniden, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Man glaubt, daß der Fischdampfer „Plejaden", der vermißt wird, auf eine Mine gelaufen und mit der Besatzung gesunken ist. Vigo, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus. Spanische Schifft melden, daß sich im Golfe von Biskaya unterseeische Minen befinden: z-wei spanische Fahrzeuge seien neuerlich durch Minen versenkt worden. Aus Stadt und Land. Gießen, 31. Januar 1916. Der Hornung. Karl der Große hat dem zweiteir Monat des Jahres, dem Februar, den deutschen Name:: „Hornung gegeben. Man bezieht diesen Namen gewöhnlich darauf, daß gegen Ende dieses Monats der Hirsch das Horn (Geweih) abzuwersen pstegt. Diese Auslegung kann schon aus dem Grunde nicht richtig sein, weil uns der Name „Horn" in altdeutscher Zeit mehrfach als Bezeichnung für den Januar begegnet. Nun trifft man noch heute in manchen Gegeirden Deutschlands, beispielsweise im Oberharz, die Bezeichnung „großer Horn" für den Januar und „Deiner Horn" für den Februar- an; ferner wurde der Januar früher vielfach einfach „Horn" oder „Hormnonat "genannt. Es liegt also sehr nahe cm- z unehmen, daß der ddcrme „Hornung" eine altertümliche Verkleinerungsform von „Horn" darstellt: nach Weinholds trefflicher Vermutung bezieht sich das Wort „Horn" auf den hornharten Frost. Danach wi'irde also der Horn, der Januar, der große Horn soviel bebeuten ttne der große Frvstmonat rnrd der Hornung, der Februar, oder der kleine .Horn soviel wie der Deine Frvstmonat. Für gewöhnlich Pflegt ja bei uns der Winter in den beiden ersten Monaten des Jahres am kältesten zu sein. In der Beziehung des Monatsnamens Hornung auf das Abwerfen des Gehörns seitens des Hirsches hat man also einen späteren Deutungsversuch zu erblicken. Der Februar mit seinen 28 Tagen ist ja tatsächlich immer kleiner als der Januar, der 31 Tage hat. .In diesem Jahre, das ein Schaltjahr ist, hat der Februar 29 Tage; die Schaltjahre und Schalttage waren aber zu der 'Zeit, als oer zweite Monat des Jahres den deutschen Namen „Hornung" erhielt, noch unbekannt; sie gelangten erst im Jahre 1582 ntit der Reform des Gregorianischen Kalenders zur Einführung.. . Den Namen „Hornung" trifft man mich heute vielfach in deutschen Mundarten, namentlich in der alemannischen, als Bezeichnung für den Februar an: als das Elsaß noch unter französischer Herrschaft stand, gebrauchte die damalige ftanzösische Regierung dcs Landes in ihren in deutscher ’oirciiajr geZ^euLn. ErlLuerr, mie Öres iu*ctj m»4 oersttzteoemm, bei Wer ^ 501 )res des txo rigor Jührhmrderts eittftommcTibei ami-- rf\ r- ELndssebmrgen des französischen Prüfe kr an des Nntcrchaß festeestcllt werden tan, amtlich die Bezeichnung ,^ornung'. Als das Elsaß nach dem siegreichen deuts>ch-franzö- stzchen Kriege wieder derttsch govorderr war, wurde in der amt- Lchei^Gprache die Bezeichnung „Hornung" mit Februar „oer- latermsche Name des Monats.Februarius stellt ergentlrch ern Eigenscl>aftswort dar und ist durch das Hauptwort men,is (Monat) zu ergänzen. Er bedeutet soviel wie Reinrgmrgs- vder Suhnenionat und leitet seinen Ursprung von dem Worte sebruare („rnmgm", in religiösem Sinne ,,'sühuen") her, das MiS d^r Sprache der Sabinrer in die der Römer gekommen ist. Wer Name hat auf das von den alten Römern am 21. Februar ge- fererte Fest der Lnperkalien Bezug, das ein Reinigungs- und Snhnefest gewesen ist. An diesem Feste wurden aus dem Fell eines asopse^en Bockes RrernM geschnitten, mit denen dann in symbolischer Bedeutung geschlagen wurden, um ihnen dadurch Fruchtbarkeit zu Verleiher. Diese Riemen hießen febrna; cs ist aber nicht rrchtlg, von diesen am Feste der Luperkalien verwandten fcbrua den Moiratsnamen Februarius abzuleiten, wie dies vielfach geschieht Diese februa verdanken ihren Namen ebenso dem alt- römischen Reinigungsfeste wie der Monat Februarius, in dem dieses Fest abgehalten wurde. * ** Ehrentage des Jnf.-Regts. 222 . 1 . bis 8 . Fedruar 1915: Gefechte in der Gegend des Czyrack', bei SeneZow, Wolosianla und Slawsko. Die Sturmangriffe sind infolge des Gebirges und des hohen Schnees äußerst anstrengend. Das Czyrack wurde von unserer Artillerie täglich beschossen. Am 7. Februar stürmte die 10. Kompagnie, 7 0 Mann stark, die Höhe südlich Slawsko. Die Kompagnie nimmt 204 Russen gefangen; der Rest des russischen Bataillons war tot oder verwundet. ** Reserve lazarettdirektor, Oberstabsarzt Dr. Siegert, der den Feldzug 1870/71 als Militärarzt mrtgemacht hat, ist zum General-Oberarzt der Armee ernannt worden. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde ihm bereits im vorigen Jahre verliehen. General-Oberarzt Dr. Siegert zält heute 64 Jahre, ist vor etwa 10 Jahren als Oberstabsarzt in den Ruhestand getreten und nahm damals seinen Wohnsitz in unserer Stadt. Er hat die Jahre seiner Ruhe t>azu verwendet, seine Tätigkeit unserem Oberhessischen Museum Aü widmen. Gemeinsam mit dem Major Dr. Kramer, dem Direktor unseres Museunrs, hat Dr. Siegert mit großer Sachkenntnis und regem Interesse aus unseren Sammlungen das zu machen gewußt, was sie geworden sind, so daß das Museum wert über den Kreis unseres Lcrndes hinaus Anerkennung erlangt hat. .** MusikalischeUnterhaltungenimSoldaten- vejm. 3m Februar werden im Soldatenheim an jedem Mittwoch mu,rkalrsche Unterhaltungen, ausgeführt von der Kapelle des Er- satzbcckaillons des Infanterie-Regiments 116, stattfinden, und zwar am 2 . mtb 16. Februar von 6—8 Uhr nachmittags, am 9 . und 23. Februar von 3—5 Uhr nachmittags. Der Eintritt ist für alle Angehörige der Lazarette und der Garnison frei. ** Stadttyearer. Aus dem Theaterbureau wird uns mrtgeterlt: Es sei darauf hingewiescn, daß die morgige Auffüh- rung des Lustspieles „Die selige Exzellenz" von Presber und Stern der Volkspreisen stattfindet und die letzte Aufführung des liebenswürdigen Werkes überhaupt ist. , Gießener Volksbad hat jetzt seiner Jahresbericht über die Ergebnisse in 1915 fertrggestellt. Es sind danach rnr letzten Jahre verabreicht im ganzen 103 265 Bader (gegen 122 515 ^ .Ausfall gegenüber dem Vorjahr beträgt somit 19 2o0 Bäder. Tie Bäder verteilen sich wie folgt: 50 269 Schwimmbäder, darunter 11 471 Volksbäder zu ]c 10 Pfg., 23 245 Wannenbäder, 1004 Heißluft- und Dampfbäder, 28 747 Brausebäder. Den stärksten Besuch hatte die Anstalt iui Monat Mar mit 10 932 Bädern ausziuveisen, während der Dezember nur eine Benutzungszeit von 7037 Bädern zeigte. Die höchste Tages- benutzung brachte der 22. Mar mit 1225 Badegästen, die niedrigste der 19. Januar mit nur 151 Bädern. Die Gesamteinnahme aus 'Bädern stellt sich für das Volksbad in den letzten 3 .Jahren wie folgt: 1915: 33 609 Mk., 1914: 39 468 Mk., 1913: 43 169 Mk. Trotzdem die Vernwltung in den beiden Kriegsjahren und besonders in 1915 in den Ausgaben für den Betrieb sehr gespart hat, schließt das Unternehmen, nach Vornähme von rtnrd 4000 Mk. Abschreibungen auf Immobilien und Mobilien, mit einem Fehlbetrag von rund 3000 Mk. für das verflossene Jahr ab, gegenüber eurem Ueberschuß von 186 Mk. in 1914. Interessant sind dre gegenübergestellten Betriebsausgaben für 1915 (und )d14). Es wurden gezahlt für Löhne und Gehälter 14 598 Mk. (11 lf5_ Mk/>, Kohlen 8882 Mk. (9341 Mk.). Beleuchtung und elektrischen Stromverbrauch 990 Mk. (1129 Mk.), Wasserverbrauch 49 150 Kbm. = 1966 Mk. (59 434 Kbm. = 2377 Mk.), bauliche Veränderungen, Maschinen usw., Revaraturen 2500 Mk. (2808). Neuanickxiffungen 246 Mk. (2888 Mk.), Krankenkasse, Berufs- genosjcnschaft 591 Mk. (702 Mk.), Versicherungen 264 Mk. (319 Mark), Steuern 492 Mk. (420 Mk.), Drucksachen 84 Mk. (106 Mk.), allgemeine Betriebskosten 392 Mk. (1919 Mk.). Ter weitere Rückgang in dem Ergebnis des Volksbades int letzten Jalir erklärt sich daraus, daß der größte Teil der Männer, welche die Anstalt rm Frieden stark benutzt, rm Felde steht, daß aber die Mitglieder der Garnrsvn die Anstalt mit wesentlichem Preisnachlaß benutzen und teilweise sogar Freibäder erhalten. ## 4 0 jähriges D i e n st j u b i l a u m. Der Steiger Joh. Georg Schön aus Leibaestern begeht heute sein 40jähriaes Dienstjubiläum auf den Gießener Braunsteinbergwerken. Von seinen Vorgesetzten, Kollegen und Untergehenen wurden ihm zu seinem Ehrenlage die herzlichsten Glückwünsche dargebracht. Grnben- vorstand und Direktion dankten dem Beamten für seine langjährigen Dienste und überreichten ihm wertvolle Geschenke. Landkreis Gießen. - Garb ent eich, 31. Jan. Dem Offizier-Stellvertreter Wilhelm Wallbott, früher Inf.Regt. Nr. 116. setzt Pionier- Reat. Nr. 35, wurde die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l c verliehen. Das Eiserne Kreuz 2 . Klasse erhielt er schon im Jahre 1914 als der zuerst Allsgezeichnete des Jnf.-Regts. Nr. 222 . Kreis Schotten. ckk Burkhards, 30. Jan. Für den nach Alsheim in Rheliiheßen versetzten Pfarrer Georg Sanbtnann, der eine lange Reihe von Jahren in hiesiger Gemeinde wirkte, wurde Pfarr- Verwalter Högy, seither in Büdingen, bestimmt. Kreis Friedberg. Nauheim, 31. Jan. Nach Mitteilungen der hie- U§en Verkehrs-Kommission ist Bad Nauheim durch den Krieg außerordentlich schwer betroffen worden. Schätzungsweise kann man bei einem Ausfall von jährlich 12900 Gästen für die Jahre 1914—1916 mit einem der Stadt und ihren Bewohnern entgangenen Verdienst von 18 Millionen Mark rechnen. — Die neu angeführte Winterkur hat sich der Zertlage angemessen recht gut eingeführt. — Ter „Bad-Nauhermcr Fremdenführer" feiert rn bleiern Jahre sein 25jähriges Jubiläum. G Langenhain, 31. Jan. Die Hessische Tapferkeits- medarlle erhielt der Unteroffizier Heinrich H u t h. 4t- Melbach, 31. Jan. Tie Hessische Tapferkeits- m e d a l l l e erhielt der La>ldsturnlmailil W ö r s ch e l inr Jnf.- Regt. 87. 4t- Ober-Wöllstadt. 31. Jan. Die Hessische Tapferkeit s m e d a l l l e erhielt der Reservist M ü n k nn Jns.-Regt. 118. Vermischtes. 6 Die Versorgung der Orte am Suez-Kanal m 11 Trinkwasser wird inr Verlauf des gegenwärtigen Krieges noch eine wichtige Rolle spielen. Herr Rech berichtet darüber mif Grund einer Arbeit von Thienr in der neuesten Nummer des „Gciundhelts-Jngenleur". Der 160 Kilometer lange Suez-Kanal selbst kommt dafür nicht in Frage, da sein Wasser salzig ist. Sa blerbt nur ern bei Kairo vom Nil abgehender Süßwasser-Kanal. Deser teilt sich bei Nefische in der Nähe des Trnrah-Sees und euren Arm nördlich nach Jsnrailfa, einen Arm südlich nach Suez. Der Kanal ist 17 Meter breit und durchschnittlich 2 i', Meter tief und liegt bei Suez noch 2 bis 3 Meter über den Meeresspiegel. Eine besondere Reinigung dieses aus dem Nil stammenden Kanalwassers durch Filteranlagen vor der Abgabe an die Verbraucher findet nicht statt! Die Europäer am Suezkanal benutzen .es daher in rohem Zustande nur für Nutzzwecke und haben sich zur Drinkbarnrachung eigene Hausfilter angelegt. Wöchentl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Eichen. 3. Woche. Vom 16. bis 22 . Januar 1916. Einwohnerzahl: angenoinmen zu 32 9)0 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 31,78°/ Nach Abzug von 8 ES starben an Zus. Angeborener Lebensschwäche 1 Krupp 1 anderen Wnudkrankheitcn 1 ( 1 ) Lungenentzündung 3 ( 2 ) Krankheiten des Herzens 2 (2) Krankheiten der VerdauungS- organs 2 ( 2 ) Verunglückung durch Verbrühung 1 ( 1 ) Ortsfremden: Erwachsene 17,38°/,,. Kinder tm l. LebenS- vom 2 . M jabr 1 3(2) 2 ( 2 ) • - 2 ( 2 ) 16. Fad' 10 lii) Summa: 11(8) 8 (ß> 1 2(2) A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffe-rn geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 6 Zimmer \ Bleichstratze 3Ä 1. Etage 6 -Zimmer-Wobug. mit sämtlich. Zubehör. Gas, clektr. Licht, Gartenameil, Bleichvlatz, Trockenboden, z. 1. April 1916, evtl, früher zu vermieten. 1649 ö Zimmer | Ludwiastratze 4 im 2. Stock schöne, geräumige 5-Zimmer-Wobnu«g mit allem Zubehör zum 1. Avril »der später z,r vermieten. W. Nitschkowski, Buchdruckerei. 1287 Schöne, neu hergerichtete 5-Zimmerwobnuua, Part., per 1. Mai, evtl. 1. April zu vermieten. Bleichstr. 28 1 .. Ecke Ludwigstraße. 39 45615-Zimmerwobnung per 1 . April zu vermieten. MiUItzr, Bahnhofstr. 52a. Leb. 5-Zha.-Wohn., Gas, Bad, Elektr. u. Zubeh., v. 1. Avril 1916 od. fr. z. verm. Näh. vadn- do!str.,Lv!rsVoLeng.27!. u Sdiiffcrbcracr Weg 12 pt. 5 Zimmer, Veranda, Gas, Gartenanteil, Bleichvl., zum 1. Zlvril 1916 zu vermieten. Nähetcs Il^onl« Bell. 594' Kaiser Aller 14 ä /,„. •4 Zimmer j Schöne 4 Zimmer-Wobng. mit. Zubehör, !:llähe d. Bahnhofs, vr 1. Avril z. vermieten. 073421 Fr-cdricbstratze 3 p. 3 Zimmer j Bö! hestraße 46c (Brnchstraße) Schöne 3 - 21 r 2 wervodng. nebst Bad u. 5kammer zum 1. Avril zu vermieten. 1760 Näher. Stevbaustrane 3 l I. 2 Zimmer Wieiectcr Weg 40 2--Z.-W. m. Gartenant. f. sof. z. verm. Näh. Marburg. Str. 74II 014 ' J3 | Verschiedene | l*arterre und II. Stock Frankfurter Straße 25, für sofort ober später beziehbar, zu verm. Schöne Wohnungen m. allem Zubehör. Näher im Hause und durch L. 2llthoff, Walltorstr. 16, Tel. 230. !8 Kl. Mamarden-Wobn. per 1 . Avril an kl. Familie z. vm. 111 Frankfurter Straße 11. \ Möbl. Zimmer Pension Brandl B K ä e n “^ 2 (BeüevoE) Gut möbl. Z. f. jede Zeitd. Beste Küche, Elektr., Bad, Tel., Zentralhei/.g. Eins, möbl Zimmer ielektr. Licht) mit zwei Betten für etnod.zwetinugeLeutem.voll. Pension zu vermieten. 107329 Walltorstratze 27. ßinföta möblicrt.^immcr fosort zu vermieten. 07030 Sternttrabe 51 p. Freundl. möbl. Zimmer m. elft. Licht sof. zu vermieten. 07387] Schanzemtrahe 16 I. 2 möbl. Zimmerzus. od. gelr. z. verm. Kirchcnvlatz 1411. Gut möbl. Zimmer billig zu vermieten. [07408 Blcich strakre 6 p. H. Möbl.Zimnicrz. vernüeie». 074101 Sonnenstraße 20 5— 6 -Zimmerwolinnna mit all. Zubehör, neuzeitlich cm- gerichtet, rvenn niöglich mit Garten, zum 1. Juli d. I. Ausführliche schriftliche Angebote mit Angabe des Ptietpreifeö unter 07405 an die GeschäftS- stellc d. Gieß. Anzeigers erb. Möbl. Zimmer mit 2Betten u. Lilüchenanteil sofort gefucht. Schriftliche Angebote unter 07407 an den Gieß. Anz. erb. Fortgesetzte Ersparnisse im Maitshait! Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50% billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche :: Ohne Anwendung scharfer Mitte! zu jeder Jahreszeit blendend weiss Lieferzeit zirka 2 Tage GROSSWÄSCHERE! EDELWEISS Schützenstrasse 12 GIESSEN Fernsprecher 48? Bekamrtmachmrg Die Fuhricistungen besonders Stückgüter und Wagen- ladungen von der Bahn in das Kriegsgefangenenlager und sofort neu zu vergeben. .. ^Preisangaben mit der Aufschrift „Fuhrleistungen" und bls 1 . Februar 1916 hierher einzureichen. 780D _ Die ^agerkommandautur. Fichten Stanttttholzver kauf. Aus dem Gerneindcwalde Wißinar, Diitr. 17, Assel' bach, werden nach den allgemeinen .Holzverkaufsbe- dmgungen folgende Fichten, Bau- und Schneidestämme im Wege des schriftlichen Angebots verkauft: ^oS 1 Nr. 19 bis 23—5 Stück von 26 und 27 Ztm. Durchmesser mit 5,78 Fstm. Los 2 Nr. 24 bis 54 = 31 Stück von 18 bis 25 Ztm. Durchmesser mit 20,14 Fstm. Schriftliche Angebote, getrennt nach Losen, nehme ich bis einschließlich 7. Februa' ds. Is. entgegen. Ztrofdorf, den 28. Januar 1916. Der Bürgermeister: __Braun. [775 B >7409J Löwenuasse 51. Jung. Buchhalter od. Buchhalterin für dovv. Buchführung, Rechnungswesen u. Kvrresvono. für sofort oder 1. Avril d.Js. gesucht. Schr. Angeb. unt. 694 an d. Gießener Anzeiger erb. 073751 Scbudmachcr gesucht. Müll er , Wolkenga s se 23. Zum sofortigen Antritt suchen wir einen zuverlässigen, v'.ilitärsrelcn 1743 D Hetzer mr unsere 286 PS.LekomobUe. littfli)CHt!i!ic Ettbeui L.R>eineüsiibM.in.l>.H. Wetzlar. . In hiesiger Großhandlung ist zu Ostern LehrlikMelle zu besetzen. Schrifll. Angeb. unt. 682 an den Gic n ener Anzeiger. Eltern ein 11 »‘‘H unter Klirran Z b Lehrling unfe r rc Steindruckerei gesucht. 680 Bramm & Harnes, Wieset Dreher, Schlosser, Werkzeugmacher Mechaniker für dauernde Beschäftigung bei guten Löhnen gesucht. Bei Bewerbungen bitten wir Alter und Militär- verhältnis anzugeben. 545 O ÖSjeruirsel A.-G« Ol>cr^rsel bei Frankfurt a. M. Einige Arbeiter zum Anlernen für die Formerei bei gutem Lohn gesucht. 770 Bäm,inner, G.m.b.H., Gießen. t. Ffäueßfereiü 1 Ortsgruppe Gießen. Zluskunststelle für Frauenberufe. Frauen u. Mädchen erhalten uneutgcltlich Rat und Auskunft für alle Berufe imaltenRathaus, Marktvlatz 14, Dienstag abends von 7 bis 8 Uhr. Zuverlässiges HL für sofort gesucht. 1774 Frankfurter Straße 36. Braves fleißiges Mädchen, nicht unter 17 Jahren, sofort gesucht. 07412 Lös.-IiL L. Lstd. Ve re!as hang . Mädchpn erh. gute Stellung f. sof. Frau Margarethe Herr, gewerbsmäßige Stcllenver- Mittlerin, Sonnenstraße 6 . . 07415 Laufmädchen gksillht. 074141 Keplerstraße 9 p. Sßitfiftcr SliiisbllOe gesucht. [772 Frankfurter Straße 27. gesucht. BismarcküraßeS 6 . 667i Ein solides, gewandtes Mädchen für Küche und Haus gesucht. Süd-Anlage 23, Part. ZlliicrlGgcs liüKlcif das kochen kann, gesucht. °"^ Scharmaun, Lindenplatz 3. 2 Arbeitspferde unter dreien die Wahl, unter guter Garantie zu verkaufen. Wilb. Watzenborn, Södel (Wetterauj. (735 Ca. 700 Kilo gutes Packtuch abzugeben. 762a I. Pfeffer. Zu verkaufen: Erttklass. leichtes bei Ernst Thieleman, Cölbe he! Marburg a. d. Lahn. 768 Verschiedenes Rheumatis- mus, Ischias, Gicht können Sie selbst bekämpfen. Ich will nichts verkaufen. Auskunft erteilt kostenlos I 661 D Brandt, Kriegssdiulbeamlep a.D. Halle a.S. 252, Jakobslp. 44. onoi ^jj r Wledervcrkänser: Gr. Voi'. 8- n. lß*P2.-Zlgarren 68 u. 68 Mk. Reßvart. billigst. 2 tsarreohaas,Kaiser-Allee 18 . Rechtsschutzftelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft inRechtsangelegcnheiten im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch abends von 7—9 Uhr. 1Ü D empfiehlt billigst Versanddosen und Pappschachteln ZäZsr korrmaM Eifeubandlung. Holzverfteigevungen der Gräflichen Obersörsterci Laubach. I. Montag, den 7. Fcbrnar 1016 nach Zusammenkunft 10 Uhr am Pslnnzgarten des Reviers Altenhain aus: 1 . Baumkircherwald in Buchen Rm.: 110 Scheit 1 und 2. Kl., 30^ Knüppel, 37 Stöcke, 61 Reiserknüpvel. 2. Pcterswald Id, Buchen Rm.: 195 Scheit 1 . u. 2. Kl.. 122 Knüppel, 27 Stöcke, 43 Reiserknüppel. Ulmen R»n.: 2 Scheit, 2 Knüppel. 2 Rm. Ahornscheit, 2 9tm. Fichten knüppel, 3 Rm. Fichtenftücke. Kohlreiser und Leseholz flächenweise. II. Dienstag, den 8 . Februar 1916 1 . nach Zu sammenkunst 10 l / 2 Uhr an der Eselsbrücke aus: EielSkopf Buchen Rm^ 1<86 Scheit, 87 Knüppel, 24 Stöcke, 22 Reiser- tnüppel. 2. nach Zusammenkunft 12 Uhr aus der Kreis- straße Laubach-Schotten nn der oberen Hegebrllcke aus: Tbomasbügel 3 und 4, Buchen Rm.: 396 Scheit 1. und 2. Kl., 647 Knüppel 1. u. 2. Kl., 74,9 Stöcke 1 . Kl., 100 Reiserknüppel, 11,2 Rm. Eichcnknüppel. 3. aus Schepp^ malsdickung. Wcingärtnerskovf und Wallenberg uu- vorgczcigt am Schluffe der Versteigerung. Buchen Rm.: 0,7 Scheit 2. Kl., 3 Knüppel 2. Kl.. 17,9 Stöcke. 30.3 Retser- prügel: 1,1 Rm. Kiesern-Rtlndfcheit, 19 Rm. Eichenknüvvel. 13,7 Nadel- und Weichholz-Knüppel, 13.6 Rm. Nadel-Stöcke. 0,6 Rm. Elsbeer-Nutzrollen. Kohlreiser und Leseholz flächenweise. Das Holz sitzt meistens an chauffierten Wegen oder in deren 9tähe. Es folgen noch in nächster Zeit Versteigerungen in den Distrikten Eichberg, Lenzcsberg, Ziegenberg b.Freien- seen und Tiergarten. 761k 183 Nasswäsche.... pro Hund 8 Hg. Trockenwäsche., pro Hund 12 Hp. Garant, schadlose Behandlung Abholungund Rückbringen gratis. 072S3 Wasc!iau 8 lalt nnd RassöbieiGherei H Uttenberger Bleiche an der Lahn. 1-5ZcntneffWcÄei>fel ä 10-12 Mk. zu verk. [07367 Hilz, Allendorf tu d. Lda. Gebisse in Gießen nur Dienstag, den 1 . Februar, von 3 bis 7 Uhr alte, auch zerbrochene __ _ _ fl" .11 otel Prinz Carl, Zimmer 1, 1. Stock. Zahle vro Stück brs 5 Mark. (092) Frau Willig. Holzversteigerung. Donnerstag, den 3. und Freitag, den 4. bruar, jedesmal von vormittags 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Wellersloh, nach verzeichnetes Brennholz versteigert werden. 644 Rm. Buchen-Scheiter 16 „ Eichen- „ 106 „ Buchen-Knüppel 36 „ Eichen- „ 16 f/ Kiefern- „ 22 „ Fichten- „ 152 „ Buchen-Stöcke 19 „ Eichen- n 10 „ Kiefern- „ > 10 „ Fichten- „ 6250 Wellen Buchen-Reiser 350 „ Eichen- „ 450 „ Kiefern- „ 1370 „ Fichten- „ Zusammenkunft jedesmal am Eingang des Waldes Großen-Bufeck, am 29. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Großcn-Bufeck. Schwalb. ,T Herzog!. Braunschw. Baugewerkschule Holzminden fjodjhau D ^B n3S ’- Tiefbau Sommerunferrid)t 2. RprU. Reifeprüfung. IDlnterunterrldjt 15. Dktoteft — 6ieid;berecJ)Hgt mit den KönlgU P"ufi Baugea>erkfd]tüau ■■ — 1 TischtiiäGliep und Minis! f£icli@p Schwere Drell-Tischtücher iso/iso cm . Prima Banmwoll-D amast 110/145 cm. Prima halbleinen Jacqnardware hb/ito cm... . passende Mundtücher v, Dtzd. Schwere halbleinen Breil-Tischtücher 110x160 cm 130X160 cm Mk. 3*40 Mk. 3.95~ Extra schwere Jacquard-Tischtücher 130x160 cm __ ml-, 4.05 Eimm ' Reinleinen Jacquard-Tischtücher la Ware 130X160 cm Mk. 4.75 Grosser Posten kleine Mundtücher das Dtzd. . . . Sobald dis alten Lagervorräte aufgebraucht sind, ist Üfeisü© HaHeÜiicfoei* Schwere halbleinene Breil-Qualitäten % Dtzd.. . Mk. 4.59 5.25 6.30 Prima halbleinene Gerstenkorn 43 / 110 , 7, Dtzd.Mk. 5.25 dto. mit Jacquard-Borde 43 / 110 , -/, Dtzd. Mt. 5.60 Schwere reinleinene Drell-Qualitäten 48 / 110 , % Dtzd. Mk. 5.85 6.65 7.45 Reinleinen Jacquard 48 / 115 , 7, Dtzd.Mk. 5.65 60x60 cm 60x60 cm BmIM Die Geburt eines Jungen zeigen an Hermann Hammerschlag u. Frau Leni geh. Barnaß Gießen, 31. Januar 1916. 0 7«a Todes-Anzeigs Heut© früh, entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, der Königl. Regierungs- und Geheimer Baurat Waldemar Schilling im 64. Lebei.8jahre. Elise Schilling geb. Steinbeck. Käthe Schilling. Günther Schilling;. Giessen, den 29. Januar 1916. Samstag, den 29. Januar, entschlief sanft nach langem Leiden mein lieber Mann, unser guter Baker. Schwiegervater, Groffvater, Bruder, Schwager und Onkel im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Elise Marg. Kröck. Heuchelheim, den 31. Januar 1916. 76t Die Aktionäre werden hiermit eingeladen zur Teilnahme an der 1761 ordentlichen General-Versammlung Freitag, den 18. Februar d. I., nachm. 5 Uhr, im Sitzungssaals der Bürgermetsterei in Giehen. Tagesordnung: Nechnungsablage und Entlastung des Vorstandes. Wahl von Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates. Verschiedenes. Bilanz pro 31. Dezember 1913 und Geschäftsbericht liegen ab Dienstag, den 1. F-ebruar d. I., 14 Tage lang auf der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht der Aktionäre offen. Der Vorstand: _EiÄenaucr._ Schaffftädt. Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. Februar, mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Brauhausstraffe 5, aus statt. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser ältester, innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Wilhelm ianz Ritter des Eisernen Kranzes ü. Eiasse Gefreiter d. R. bei der 11, Komp, im 2, Marinc-Inf.-Regt. nach 17monatlichen Kämpfen den Heldentod fürs Vaterland im Alter von 27 Jahren gestorben ist. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Heb. Jans. Gifcßen (ßonneratr. 31), den 31. Januar 1916. 07411 Unseren Freunden und denen, die sie kannten, teilen wir hierdurch mit, datz unsere liebe Schwester und Schwägerin Fräulein Schon auf etwa 16 Lose 1 Gewinn! ZlQhaag II. u. !2,Febr. ISIS. 12000a 1. Hauptgewinn ML r ®\50000 f I a 2 Hauptgewinne Mk. fcsnmmm 109 Gewinne Mk. sfujl imm j I 900 Gewinne Mk. rLrjej II 000 föfvQ* 9 8 5000 Gewinne Mk. 26000 StistSoberin in Weinböhla nach längerem Leiden am 27. Januar im Diakonissenhause zu Dresden entschlafen ist. Sanitätsrat Dr. Georg Liebe. Frau Anna Liebe geb. Sachse. Waldhof Elgershausen. tKr. Wetzlar). 872 D Statt besonderer Anzeige. Heute früh wurde uns unsere liebe gute, treubesorgte Mutter Schwiegermutter, Schwester, Großmutter und Tante Mittwoch, den Ä. Februar von 6 bis 8 Uhr Frau Karoline Hanstein, geh. MöM 773 D nach kurzem Kranksein im 71. Lebensjahre durch einen sanften Tod entrissen. In tiefer Trauer: Margarete Harnstein Franz Hanstein n. Familie Augnsie Peter, geb. Hanstein Karl Peter. Gießen (Walltorstraße 65), den 29. Januar 1916. 766 _ , TT, Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. Februar, nachmittags J /2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Originallose 3 Mk. 5 Lose 14 BI., 10 Loee 28 Äff. Porto und Liste 30 Pf 5 . Za beziehen durch alle Verkaufsstellen und Generalvertricb J. Sch weickert, Stuttgart Marktstraße 6 . ausgeführt von der Kapelle des Ersatz-Bataillons Jns.-Ncgis. Nr. litt Fest er Eintritt!. alle Aase foftrige der Lazarette b. t L fiarals^o Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 23. l. Mts. ist genehmigt. Abgabe der Absuhrscheine vom 4. Februar l. I. ab. Holz- Überweisung und erster Fahrtag am gleichen Tage. Greven, 29. Januar 1916. Groffherzogliche Oberförsterei Trais a. d. Lda. _I. V.: Trau 1 wein. 763 8 öasinliofsk. 34 » Glesse« . Valin boisii'. 34 Der Ortsgewerbeverein Gießen hält im Monat Februar im Gewerbehaus zu Gießen, mit Unterstützung Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt, einen Meisterkurs für Damenschneiderei von dreiwöchiger Dauer ab. Die Unterrichtserteilung liegt in den Händen der Frau Damenschneidermeisterin Wunderlich- Gießen und erstreckt sich insbesondere auf Maßnehmen, Grundmodell-Zeichnen und Zuschneider! nach einem auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage beruhenden System. Denjenigen Kurs- teilnehmerinnen, welche sich auch zu Hause betätigen, ist die Möglichkeit geboten, nach Wahl ein vollständiges Kleid anzufertigen. Der Besuch dieses Meisterkurses kann auch als praktische Vorbereitung für die im Monat März l. Js. stattfindende Meisterprüfung dienen. Die Anmeldungen zur Beteiligung an diesem Kurse haben baldigst bei Großh. Zentralstelle für die Gewerbe zu erjolgen. DaS Unterrichtsgeld von 20 Mk. ist zu Beginn des Kurses zu entrichten. Beihilfen an bedürftige und unbemittelte auswärtige Aursteilnehmerinnen können auf Grund vorgelegtcr amtlicher Bescheinigungen gewährt werden. ' air n Bullend erkauf Die Gemeinde Watzenborn-Steinberg beabsichtigt, einen Bullen zum Schlachten auf dem Submissionswege zu verkaufen. Angebote auf Lebendgewicht sind bis zum 2. Februar d. Js., nachmittags 6 Uhr, bei Unterzeichneter Stelle einzureichen. Watzenborn-Steinberg, den 30. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. _Hi,rz. 777 die bedeutendste Filmtragödin unserer Zeit in dem grandiosen F.lmkunstwerk Dir.: Hermann Stcingoetter. DienStag, 1. Febr. 1916, abends 8 M»r: 784