Nr. 25 Der Sietzener Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich -iehenerFamilienblatter; zwcnnalwöchentl.UreiL- bU»tt j ür den Kreis Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriitlcitungI12 Verlag,Geschäitsstellebl Adresse für Drahtnachrichten: AnzeigerGiehen. Annahme von Anzeigen lür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt (66. Jahrgang Zreitag. 28 Januar (9(6 Rotationsdruck und veriag der Brühl'fchen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. LchristleiLung, Seschäst-ftelle und Druckerei: 8chulftr.7. B e ?i u q ä r e i»: monatl. 85 Pf„ viertel- jahrl. Mk. 2.59; durch Abhole-- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch diePost Mk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., austv. 20 Pf. — Haupt- schrutleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Deriiiischtes uub Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Acck, sämtlich rn Gießet:. (WTB.) Großes Hauptquartier, 27.Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In Verbindung mit einer Beschießung unserer Stellungen im Dünengclande durch die feindliche Landartillerie belegten feindliche Monitore die Gegend von Westende mit ergebnislosem Feuer. Beiderseits der Straße V i m y — N e u v i l l e stürmten unsere Truppen nach vorangegangener Sprengung die s r a n- zö s i s ch e S t e l l u n g in einer Ausdehnung von 500 bis 600 Metern, machten einen Offizier, zweiundfünfzig Mann zu Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewehr und drei Minenwerfer. Nach fruchtlosen Gegenangriffen des Feindes entspannen sich hier und an anderen in den letzten Tagen eroberten Gräben lebhabte Handgranaten kämpfe. Die Stadt Lens lag unter starkem feindlichen Feuer. In den A rgo n ne n zeitweise heftige Artilleriekämpfe. Oestlicher Kriegsschauplatz. Abgesehen von erfolgreichen Unternehmungen kleinerer deutscher und österreichisch-ungarischer Abteilungen bei der Heeresgruppe des Generals v. L i n s i n g e n, ist nichts von Bedeumng zu berichten. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Die in den nachstehenden Meldungen enthaltene Aussprache im englischen Unterhaus über die Blockade ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Es ist auffallend, daß Vom Regierungstische die Scharfmacherei der englischen Presse gedämpft wurde. Sir Edward Grey hat dargetan, daß die Folgerungen aus mancherlei .Handelsstatistiken unrichtig seien, daß in Wahrh>eit das Deutsche Reich nicht so viel Lebensmittel durch neutrale Zufuhr erhalte, als behauptet worden sei. Man erfährt durch Greys Rede überhaupt nicket, ob das amtliche England errdgültig entschlossen ist, bte formelle Blockade Deutschlands auch wirklich auszuführen. Er sprach in der Hauptsache wieder einmal von den „Rechten" Englands und davon, daß neutraler Einspruch ungerechtfertigt wäre. Gleichzeitig machte er, mit Rücksicht auf die bedrohliche Haltung Amerikas, einige vage Versprechungen, wodurch nur die Willkür der „größten Seemacht" bewiesen wird. Das Wolsf-Bureau hat uns ergänzende Auszüge aus Greys Rede vorgelegt, denen wir noch die folgende wesentliche Stelle entnehmen wollen: Wenn die Blockade verkündet wird, müssen wir die Schiffe nach neutralen Häfen mit legitimen neutralen Ladungen dnrch- lassen. Man mich unterscheiden und nirr das anhalten, was als für den Feind bestimmt zu glauben ist, genau das, toas jetzt geschieht. Grey führte rveiter aus: Tie Regierung wünsche ein Abkommen nicht mit den neutralen Regierimgen, sondern mit den neutralen Kanfleuten, die es culeichtern würden, zwischen Gütern für Neutrale und für den Feind zu unterscheiden. Grey sagte, er habe die letzte Note Amerikas noch nicht beantwortet; erst nach einer Beratung mit Frankreich werde er Amerika eine Antwort znkommen lassen. Die letzte amerikanische Note enthalte verschiedene Forderungen, deren Befolgung es völlig unmöglich mache7t würde, zu verhindern, daß eine große Menge Güter, selbst Konterbande, durch neutrale Länder Deutschland erreichen. So viel ich weiß, ist das nicht die Absicht der amerikanischen oder einer anderen Regierung. Grey schloß: Was hat irrt Vergleich zu unserer Beeinträchtigung des neutralen Handels Deutschland getan? Es besäte den Ozean mit Minen und versenkte neutrale und feindliche Handelsschiffe. Es erklärte willkürlich das Meer als Kriegs- zone, indem es beständig .Handelsschiffe versenkte, ohne Warnung und ohne Rettungsmaßregeln für die Mannschaften, ohne den Charakter und die Bestimmungen der Ladungen zu untersuchen, sogar bei Fahrzeugen, die zwischen neutralen Häfen verkehrter, ohne England zu berühren. Was hätten die Neutralen gesagt, wenn wir das getan hätten? Deutschland rechtfertigte seine illegale, unmenschliche Politik mit seinen Repressalien gegen unsere Beschlagnahme seiner Nahrungsmittelzufuhr. Welches Recht ha? Deutschland, über die Verhinderung der Nahrungsmittelzufuhr zu klagen, da sich seit Kriegsbeginn seine Kreuzer so lange auf dem Meere halten konnten, neutrale Handelsschiffe mit Lebensrnitteln für die britische Zivilbevölkerung versenkten und stets Lebensmittel als absolute Konterbande behandeln? Grey will also nicht mit den nerttvalen Regierungen verhandeln, keine klaren Grundsätze aufstellen, sondern dehnbare Abmachungen mit den Kauft ent eit der neutralen Länder herbeisühren! Wird Herr Wilson solche Versündigungen gegen Staats- und Völkerrecht ruhig hingehen lassen? Ans ferner von Sir Grey besprochenen Anspruch,snol^e geht hervor, daß er das amerikanische Interesse in erster Linie schützen will. Wenn er weiterhin fest zugreift, wird er seine Auffassung sicherlich durchsetzen, denn Greys Rede klingt wenig energisch. Und in der folgenden Aussprache hat Lord Robert Cecil ängstlich die Schwierigkeiten betont, in die England durch eine wirksame Blockade gebracht werden würde, und die Notwendigkeit unterstrichen, vorsichtig und überlegt vorzugehen. Er sprach die Ueberzeuguug aus, daß im ganzen nicht mehr viel nach Deutschland durchgehe. Am Ende wird cs also mit der Blockade-Prahlerei überhaupt nichts werden! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.' 27. Januar 1916. Russischer K r i e g s s ch a u p l a tz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern ließ die Kampftütigkeit allgemein nach. Bei Oslavija brachte unser Geschützfcuer noch 50Ueberläuser ein. S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. In allen Teilen Montenegros herrscht, ebenso wie im Raume von Skutari völlige Ruhe. Der größte Teil der montenegrinischen Truppen ist entwaffnet. Die Bevölkerung verhält sich durchaus entgegenkommend. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Aus dem englischen Unterhaus. London, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Shirlew Ben beantragte, daß das Unterhaus angesichts der Menge der in neutralen benachbarten Ländern des Feindes eingehenden Güter, die der Feind für die Fortsetzung, des Krieges notwendig brauche, die Regierung aufsordere, eine möglichst wirk- sam e Blockade durchzusetzen, ohne dal>ei die normalen Bedürfnisse jedes neutralen Landes für den eigenen Gebrauch zu beeinträchtigen. Ben sagte, die königlichen Verordnungen hätten weder die Neutralen befriedigt, noch Deutschland verhindert, Bedarf zu beziehen. Die Regierung solle daher die königliche Verordnung, ausheben und im Verein mit den Alliierten eine energische Erklärung erlassen, daß die Alliierten beschlossen haben, den gesamten überseeischen Verkehr Deutschlands durch eine Blockade der deutschen Häfen zu verhindern. Eine solch"- Blockade sollte zweckmäßig erachtet werden, weint man überzeugt sei, daß sie den Krieg abkürze, wenn England auch beschrtldigt würde, die Rechte der Neutralen zu verletzen. Die Blockade sollte dem Beispiel der Blockade Abraham Linoolns im amerikanischen Bürgerkrieg folgen. Sie würde bem britischen Reich und be*- Welt sagen, daß die Regierung den Mut, zum Handeln besitze Und daß England rechtlich und moralisch znm Handeln* berechtig. >et. L e s l y e S c o t t unterstützte den Antrag. Andere Abgeordnete sprachen sich ebenfalls dafür aus. Grey sagte, die Debatte habe bewiesen, daß über den Betrag der Einffihr nach Deutschland »und die Schritte zu ihrer Abwehr große Mißverständnisse herrschen. Die Ziffern, die iit der Presse veröffentlicht worden waren, seien grotesk und würden eine Prüfung nicht aushalten. Skandinavien und Holland hätten keineswegs 31 Millionen Bushcls Weizen nach Deutschland ansgesührt, ihre Einfuhr habe rächt ihre eigenen Bedürfnisse überstiegen. Unter jedem System, auch bei einer Blockade, müsse etwas dnrchsickern, aber es sei weniger gewesen, als man hätte-erwarten können. Grey widersprach lebhaft der Unterstelttrng, daß das Foreign Office der Flotte Schwierigkeitert mache. Es sei Zeit, daß die Angriffe aufhören würden, welche die Flotte auf den Gedanken brächten, daß ihre Tätigkeit durch ein artderes Ministerium gehemmt werde. Jede Blockade müsse mit den Rechten der Neutralen in Einklang gebracht werden. Schiffe, die bona fide nach neutralen Häfen fahren, müßten durchgelassen werden. Das sei die Absicht derer, die die Resolution unterstützen. Die Regierung sei durchaus bereit, alle anderen Methoden zu prüfen, die den Neutra! ert angenehmer feiert, aber sic müßten wirksam fein. Grey schloß, er wolle den Neutralen sagen, daß England seine Rechte, gegendenfein dlichenHandeleinzuschr eiten, nicht aufgeben könne, und daß es sie nicht ausüben könne, ohne daß der Handel der Neutralen beträchtliche Unannehmlichkeiten zu erleiden habe. Wenn die Nerttralerr das Recht anerkennen würden, zu verhindern, daß der feindliche Handel ditrch neutrale Länder ginge, wären sie moralisch verpflichtet, England seine Ausübuna möglichst zu erleichtern. Englische FlottenHesorguisse. London, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Im Unter hause stellte King die Frage, ob die Admiralität die Versicherung abgeben könne, daß sich die Flotte in einem solchen Zustande von Bereitschaft befinde, daß sie der deutschen Flotte nach aUen ihren Verbesserungen in neuen Schiffen und Geschützen die Spitze bieten könne. Balfour erwiderte: Was Deutschland im Schiffsbau leiste, könne man nicht genau, wissen; jedenfalls ist Deutschland in der Lage- gewesen, beim Begann des Krieges den Ban von großen Schiffen mit starker Bewaffnung zu beginnen und vielleicht auch zu vollenden. In der Presse ist von siebzehn zölligen Kanonen die Rede gewesen.; wir haben Leinen Beweis, daß sie vorhanden sind, aber es ist nicht -außergewöhnlich schwierig, solche Kvnoneu herznstellen, wenn man Zeit und Arbeitskräfte besitzt. Man könnte die verschiedensten Theorien über den deutschen Schiffsbau aufstellen, es sei nicht sicher, welche von diesen Theorien die annehntbarste sei. Was die Bereitschaft der englischen Flotte betrifft, so werde auf allen privaten und staatlick-en Werften in England und in den Mittelmcerhäfen nrit äußerster Kraftanstrengung an dem Bau neuer Schiffe für Ertglarrd und deren Verbündete gearbeitet. Unsere Bereitschaft hat die Grenzen des Möglichen erreicht. Das eirtz-ige, was wir noch tun kmrnten, wäre eine Veränderung unserer Schiffs typen; aber bisher ist nichts geschehen, was die Admiralität zu der Annahme berechttgt. daß bei Auswahl der verschiedenen Typen von Schiffen, die sich im Bau befinden, ernstliche Fehler begangen worden seien. Die Gefährdung der englischen Herrschaft in Aegypten. Kairo, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- berschen Bureaus. Gestern wurden 4500 Araber, mit denen am 23. Januar ein Kampf begonnen hatte, drei Meilen zurückgetrieben. Unsere Verluste waren 26 Tote und 274 Verwuirdete; der Feind hat ungefähr 150 Tote und 500 Verwundete verloren. Ein anderes Telegramm besagt: Die Brtten rückten am 22. Januar von Matruh vor, um dort Feind zu treffen, dessen Stellung durch Flieger ausgekund schäftet wordert toar. Regen und Sturm machte das Terrain für Transporte schwer zugänglich. Die Briten biwakierten in der Nacht vom 22. bei Bir Shola und rückten morgens in zwei Kolonnen vor, die mit dem Feind ins Gefecht! gerieteit. De^ Feind breitete seine beiden Flügel aus und tratch-» tete, die britischen Flanken zu umfasserr. Der Angriff wurde au*, rück gewiesen. Nach einem Gefecht von zwei Stunden wurde der Feind zwei Meilen hinter sein Lager von Emzalu (?), das gegen mittag besetzt wurde, zurückgetrieben. Der Feind zog sich eilig nach Westen zurück. Die Briten biwakierten drei Meilen westlich von Bir Shola, nachdem sie die Lagervorräte verbrannt hatten. Die Kämpfe irr Mesopotamien. London, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Petersburger Korrespondent des „Daily Chronicle" berichtet an das Blatt: Die russischen Truppen westlich Hamadan sind jetzt nur mehr zehn Tagemärsche vom eng- jlischeu Heere bei Kut el Amara entfernt. Es wird aber nicht so schnell zu einer Vereinigung kommen. Abgesehen davon, daß der Weg durch gebirgiges Gelände führt, werden die Deutschen und die Türken mit den persischen Hilfstruppen die Verbindung auszuhalten trachten. Jetzt versicherten sie sich außer den Banden, die westlich Hamadan vertrieben wurden, der Stämme von Luristan und Nizames Sultaneh. Der Gouverneur dieser Provinz brachte im Aufträge der persischen Regierung eine bewaffnete Macht auf die Beine, um den Räubereien Einhalt zu tun. Er ging mit ihr zum Feinde über. Mau hofft trotzdem, eine Vereinigung erzielen zu können, so daß es im Frühling möglich sein würde, dern Feinde gemeinsam den Weg nach Südpersien zu versperren. Außerdem wird die Kampagne in Mesopotamien durch die Ereignisse bei E r z e r u m sehr beeinflußt. Wenn das Glück den Müssen hold bleibt, werden die Türken genötigt-sein, ihre Truppen aus Mesopotamien zurückzuziehen, um nicht abgeschnitten zu werden. Die Jahreskonserenz der englischen Arbeiterpartei. London, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Dahres- kouserenz der Arbeiterpartei wurde heute in Bristol eröffnet. Ter Abgeordnete Anderson führte den Vorsitz. Er sagte: Das Volk könne unmöglich an dein langwierigen Kriege teilnehmen, gleichviel, was das unsprüngliche Ziel des Krieges war, ohne Gefahr zü lansert, nt die Reaktion zu verfallen. Dip Arbeiterpartei müsse dieser Gefahr Vorbeugen, indem, sie aus einen wirklichen, dauernden ehrenvollen Frieder! hinarbeite. Militarismus und Tenwkratie vertrügen sich nicht; jede militärische Dienstpflicht bringe die Gefahr einer in-- .dnstriellen Dienstpflicht mtt sich. Wem: von Männern gefordert wird, ihr Leben znm Opfer zrt brirtgen, so müssen artch das Kapital rmd der- Landbesitz zur Verfügung stehen. Aus biefcit Mitteln muß ein Teil zur Belohnung der Helden in den Schützengräben erlegt werden. Anderson ermahnte die Arbeiter, in die ^Zukunft zu schauen rmd eine der schlimmsten Folgert des Krieges abznivehrru. Tte Vertreter der Hafenarbeiter brachten eine Entschließung ein, in der die Konferenz der Regierung verspricht, sie in der wirksamen Fortführung des Krieges zu unterstützen. Ranr-^ s a y M a c d o n a l b, der mit lautem Beifall empfartgen iDUtrbe* sagte, die Resolution kante zu spät urtd zugleich zu früh. Niemand wünsche den Sieg Deutschlands, aber man müsse rmtersuchen, wie England in die heutige Rolle seiner Wirtschaft hineingeraten sei. Er tt'at für künsttges Zusammenarbeiten ein. Tie Konferenz nahm mit 1 502 000 gegen 602 000 Stimmen folgende Entschließung an: Tie Konferenz gibt gemäß ihren früher ausgesprochenen Ueberzeugungen ihre Opposition gegen alle Systeme des dauernden MliitarismuV als Gefahr für den Fortschritt der Menschlichkeit auf. Sie erachtet die gegenwärttge Aktion England s und der Regierung im jetzigen Kriege für vollständig gerechtfertigt. Sie spricht ihren Abscheu aus über die Greueltaten, die Deutschland und sein Verbündeter ditrch gefühllosen, brutalert Mord an Nichtkämvfern einschließlich Frauen und Kindern verübt haben. Die Konferenz übernimmt die Verpflichtung, die Regierung soweit als möglich in der erfolgreichen! Fortsetzung des Krieges zu unterstützen. Tie Konferenz nahm ferner eine Entschließung an, die von beit Eisenbahnangestellten ein gebracht wurde und folgendermaßen lautet: Die Konferenz ist überzeugt, daß die Entscheidung! des gegenwärtigen Krieges von der allergrößten Bedeutung für die Demokratie Englands und aller anderen Länder ist. Sie spricht ihre vollständige Billigung mit der .Haltung der parlantentartschen Arbeiterpartei aus, die mit den anderen politischst Parteien bei der nationalen Werbekampagne zusammengewirkt hat. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers: An der Kaukasusfront in der Mitte außer Vorposten - gefechten nichts von Bedeutung. Nördlich vom Muradflußj dauerten gestern die Zusammenstöße zwischen unseren Abteilungen und feindlicher Kavallerie in gleicher Weise fort. An den anderert Fronten keine Veränderung. Die Waffenstreckung der Montenegriner. Berlin, 27. Jan. (Priv.-Tel.) Das „Berliner Tageblatt" meldet ans Wien: Der montenegrinische General Wo ko ti Ls ch, von dem die Ententeblätter behauptet lxrben, daß er den Kampf fortsetze, hat sich nebst zwei anderen Generalen dem Kommando irr Danilovgvad gestellt. Berlin, 28. Jan. Ms feststehend wird es laut verschiedenen Morgenblättcrn betrachtet, daß der König Ntkita durch starke italienische Einflüsse zur Abreise veranlaßt worden sei. Man habe ihm klar gelegt, daß ein von ihm intterz-eich- neter Friedensschluß auch die italienische Dynastie in Mißachtung und in Gefahr bringen könne. Anscheirtertd habe man auch gedroht- ihn im Falle einer Weigerung mit Gelvalt aus seinem Lande zu entfernen, obwohl Prinz Mirko mit den Vollmachten eines Re- geitten ausgestattet zu sein scheine. Kronprinz Tanilo soll Bericht erstattern gegen Wer erklärt haben, er wolle nicht in Lyoit bleiben, sondern in die französische Armee cintreten. Tie Thronfolge wolle er «yem an seinen Bruder Mirko abtreten. Berlin, 27. P&att" meldet aus kru£ Dnr>Mo Die Gärung in Südalbanien. Jdurch eine Huldigung am Eisernen H i n d e n b u r g. 'Sie zogen mit Bannern und Wahrzeichen unter klingendem Spiel nach dem Festplatz an der Siegessäule. Nach- einer Mnsvrache des Obermeisters Schmidt wurde an dem Degen Hinoenburgs ein Gedenkschild angebracht, woran sich eine -allgemeine Nagelung durch die Handwerksmeister schloß. In den Akademien und Schulen fanden Festakte statt. Im Lustgarten konzertierte der Koslecks che Bläserchor. Die Feier in Wien. Wien, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Geburts itag des Deutschen Kaisers wurde in Wien durch einen Fe st gottesdien st in der evangelischen Kirche begangen, zu dem erschiene!: waren: In Vertretung des Kaisers der Thronfolger Erzherzog Karl Franz Joseph, sowie der Erzherzog Franz Salvator in der Uniform ihrer preußischen Regimenter, Erzherzog Karl Stephan in denk scher Marine-Uniform, der Minister des Aeußern Baron /Burian, der gemeinsame Finanz-minister von Korber, der 'Kriegsminister von Kvobatin, der Ministerpräsident Stürgkh mit den Mitgliedern des Kabinetts. Nach dem Erscheinen ;des Erzherzogthronfolgers begann der Gottesdienst, wobei sPfarrer Professor Zimmernrann die Festpredigt hielt, die Mächtige Wirkung ausübte. Die Stadt legte bereits gestern reichen Flaggenschmnck an. Ans allen Teilen der Monarchie liegen Berichte über die festliche Begehung des Tages vor. Die Feier im österreichisch-nngarischen Hauptquartier. Wien, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Krieas- lpressequartier wird gemeldet: Das Geburtsfest des Deutschen !Kaisers wurde im (Standorte des k. u. k. Armeeoberkommandos (feierlich begangen. Mittags fand eine Festtafel im Schlosse bei dem Erzherzog Friedrich statt, zu der die Herren der deutschen Militärmession, sowie der Chef des Generalstabes Freiherr Conrad von Hötzcndorff mit den Generälen und Abteilungsvorstanden fdes Armeeoberkommandos geladen waren. Bei dem Mahle hielt jFeldmarschall Erzherzog Friedrich folgende beigeistert aufgenommene Ansprache: An allen Fronten wird Heute das Geburtsfest Kaiser Wilhelms II. gefeiert. Mit besonderer Innigkeit gchenken wir der machtvollen Persönlichkeit des treuen Bundesgenossen unseres allerhöchsten Kriegsherrn und f ehen /den Segen des Allmächtigen auf sein erlauchtes Haupt. Im ,Vorjahre haben wir diesen Tag mit der zuversichtlichen Erwartung \bex konrmenden großen Ereignisse gefeiert. Heute können wir mit berechtigtem Swlze der errungenen Erfolge gedenken. Im näch - iften Jahre werden wird so Gott will, diesen Festtag lim Zeichen eines siegreichen Friedens begehen. tEines begeisterten Widerhalles bei der ganzen Armee und Flotte jgewiß, rufe ich freudige,: .Herzens: Der erhabene Herrscher des .mächtigen Deutschen Reiches, der oberste Kriegsherr der mit uns ttreu verbündeten ruhnrreichen Wehrmacht, mein aufrichtiger Ver- »Ährer, Gönner und hoher Freund Kaiser Wilhelm II. Hurra, Hurra, Hurra! Eine Kundgebung des ungarischen Abgeordnetenhauses. Budapest, 28. Jan. (WTB. Nichtanrtlich.) Auf Beschluß Aes Abgeordnetenhauses sandte der Präsident Beöthy Machlstehendes Telegramm an den Präsidenten des Deut- i-schien Reichstages: Das ungarische Abgeordnetenhaus gedachte in seiner heut: gen Sitzung des Geburtstages Kaiser Wilhelms. Huldigung gebührt seiner historischen Persönlichkeit überall, wo man den Gradmesser menschlicher Größe in dem Rerchtum an edlen menschlichen Eigen sch asten erblickt. Aber mehr als Huldigung, tiefe Liebe für ihn erfüllt das Herz eines jeden Ungarn, denn in der Stunde der Gefahr stellte er sich mit seinem starken Schwert an die Seite unseres erhabenen Herrn, um den größten Kampf der Weltgeschichte bis zum Siege unserer gerechten Sache vereint durchzukämpfen. Auf Beschluß des Abgeordnetenhauses bringe ich dein deutschem: Reiche zu seiner heutigen Feier unsere gleichen Gefühle zur Kennttris. Militärische Ernennungen. Berlin, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Das Militärwochenblatt bringt u. a. folgende Ernennungen: Freiherr von Falkenhausen, Generaloberst z. D„ Führer einer Armeeabteiluna. wird ä la suite des Garde-Grenadier-RegimentS Nr. 4 gestellt; von Fabeck, General der Infanterie, Oberbefehlshaber einer Armee, und Freiherr von Plettenberg. General der Infanterie, Generaladjutant, Kommandierender General eines Korps, werden ä la suite des 1. Garde-Regiments zu Fuß gestellt; die Generäle von Jacob:, General der Infanterie, Kommandeur einer Landwehr-Division, und Freiherr von Mar- schall, General der Kavallerie z. D., Führer eines Korps, werden unter Belastung in ihren Dienststellen zu Generaladjutanten des Kaisers ernannt: den Charakter eines Generals der Infanterie erhielten die Generalleutnants z. D. Krause, Kommandeur einer Reserve-Division, von Liebert, Kommandeur einer Reserve-Division, S ch ö p f l i n. Kommandeur einer Reserve-Division und Graf von Schwerin, Kommandeur einer Reserve- Division, von Unger, Generalleutnant z. D., Inspekteur einer Etappen-Jnspektion, wurde der Charakter eines Generals der Kavallerie verliehen; Graf von Waldersee. Generalmajor z. D., wurde zum Generalleutnant befördert; den Charakter eines Generalleutnants erhielten Generalmajor von Home her. Kommandeur einer Jnfanteriebrigade. die Generalmajore z. D. Au au st in (Wiesbaden). Inspekteur,der Kriegs Bereiche eines AmneekorpS, Krieger einer- Infanterie-Brigade, Nicolai, Kommandeur einer Landwehr-Brigade, Freiherr vonReißwitz und Kader sin, Kom- t andeur cttrer Infanterie-Brigade, von Schwerin. Komman- ur einer Infanterie-Brigade, von Semmern, Kvmnmn- deur einer Reserve-Jnfanterie-Brigade, Freiherr von Wechmar, Kommandeur einer Reserve-Jnfanterie-Brigade; zu Generalleutnants wurden befördert die Generalmajore Schmiedecke, Kommandeur einer Eisenbahn-Brigade, Ziel low Kommandeur -einer Feldartillerie-Brigade, und Herhudt von Bhoden. des Gebnrtsfestes des Kaisers Wechsel zwischen dem König funden: München, 26. Jan. Seiner Majestät dem Kaiser. Zum morgigen Tage, an dem Du zum zweitenmale im Felde Dern Geburtssest begehst, bitte ich Dich, meine und meines Hauses rnniaste Glück- und Segenswünsche entgegenzunehmen. Unerschütterlich fest fielst unser aller Entschluß, den schweren von übermütigen Feinden uns anfgedrungenen Kampf durchrnkämpfen bis zu einem siegreichen, Deutschlands Zukunft sichernder: Ende. In dieser Entschlossenheit stehen ich uno mehr ganzes Volk auch in Deinem ncnwn Lebensjahre und alle Zeit treu zu Kaiser und Reich. Gott schütze Dich und Dein Haus und führe Dich und die in harten aber siegreichen Kämpfen gestählten deutschen und verbündeten Heere zu neuen entscheidenden Erfolgen. ^ ^ Ludwig. Serner Majestät dem König von Bayern. Empfange me:nei: rnmgsten Dank für Deine freundlichen Glückwünsche Zu me:nem Geburtstaae. Im Vertrauen auf Gott und den Sregeswrllen unserer heldenmütigen Truppen und die Opfer- frendigkeit des gesamten deutschen Voltes können wir mit er .^^ * ^ em siegreichen Ans gange des blutigsten Volkerr:ngens aller Zeiten entgegensetzen. Alle feindlichen Anschläge werden zerschellen an der imerschütterlichen Kraft und dein guten Gewissen, mit denen Deutschland im Verein mit seinen treuen Verbündeten den Kamps um seine Ex:ste::z, Ehre und Freiheit führt. Wilhelm. Eine Ausschreitung in Lausanne. Bern, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute mittag wurden m der Rue Pichiard in Lausanne vor dem deutschen Konsulat, das au5 Anlaß des Geburtstages des Kaisers die deutsche Flagge gehißt hatte, Kundgebungen veranstaltet. Eme Anzahl von^ Schülern, Studenten und Arbeiter!: sammelte sich vor den Fenstern des Konsulats auf der Straße an, wobe4 ,:ch d:e Menge durch zufällig des Weges kommende Passanten rasch vergrößerte. ES wurde,: Rufe laut wie: Nehmen Sie drescs Banner weg! Hissen Sie die Schweizer Flagge! Trotz der Anstrengungen mehrerer Polizisten, die inzwischen her- beigemlt waren, gelang es einem Manifestanten, die Fahne herunterzureißen. Die Polizei konnte sich der Fahne bemächttgen, me in das RegierungSgebäude gebracht wurde. Die Schweizer Regierung macht über die Angelegenheit die folgende Mittei lung: In einer heute nachmittag abgehaltenen Extrasitzung hat der Bundesrat Kenntnis genommen von den sehr bedauerlichen Vorkommnissen, die sich heute zwischen 12 und 127 2 Uhr vor dem deutschen Konsulat in Lausanne ereigneten und in deren Verlauf die Fahne heruntergerissen und das Konsulatsschild beschädigt wurde. Der Bundesrat, hat beschlossen, den Chef des politischen Departements zu beauftragen, den deutschen Gesandten aufzu suchen, um ihm sein lebhaftes Bedauern über diesen Zw:> chenfall auszusprechen. Zu, gleicher Zeit ist der schweizerische Äcwndtc in Berlin telegraphisch beauftragt wurde::, auf dem ka:,erlichen Auswärtige:: Amt vorzusprechen, und dem Uesen Bedauern der Schweizer Regierung Ausdruck zu geben. Die Bundes behörde habe Maßnahmen getrosten zur Einleitung einer Straf- u n t c r s u ch u n g gegen die Schuldigen. Betreffend der Konuilatsfahne wurde verfügt, daß sie von neuem gehißt und mit aller notwendigen Sorgfalt geschützt werde. (f. MJ. U U - ^L-P^cmgenenlager ( m (Neiße), Kommandeur Au§ dem Reiche. Zur Lage der deutschen Zeitungen. Berlin, 27. Jan. Eine nach Berlin einberufene, von mehr als 300 Mitgliedern aus allen Teilen Deutschlands besuchte außerordentliche Hauptversammlung des Vereins Deutscher Zeitungsverleger beschäf tigte sich am 23. d. M. eingehend mit der überaus ernsten Lage der deutschen Zeitungen. Im Vordergrund der Erörterungen stand die Papierfrage. Es wurden folgende Entschlie zungen gefaßt: 1. Um die bereits eingetretenen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Zeitungsdruckpapier nicht zu einer Papiernot ausarten zu lassen, beauftragt die heutige außer ordentliche Hauptversammlung des Vereins Deutscher Zeitung sVerleger den Vorstcnw, unverzüglich mit der Reichsregierung in Verbindung zu treten, um diese zu veranlassen, im Einvernehmen mit dem Vorstande des Vereins Deutscher Zeitungsverleger und nach dessen Vorschlägen auf dem Verordnungswege eine zweckentsprechende Einschränkung des Verbrauches von Zeitungspapier während der Kriegsdauer herbeizuführen. 2. Die heutige außerordentliche Hauptversammlung des Vereins Deutscher Zeitungsverleger beauftragt den Vorstand, den Herrn RÄchsLrnzler zu bitten, gemeinsame Verhandlungen zwischen den deutschen Zeitnngsdruck- papiersabrikanten und den deutschen Zeitnngsverlegern unter Leitung der zuständigen Regierungsstelle zu veranlassen, um für die Zukunft Verkaufspreise für Zeitungsdruckpapier sestzusetzen, die ein ungestörtes Forterscheinen der deutschen Zeitungen ermöglichen. Gleichzeitig beauftragt die außerordentliche Hauptversammlung den Vorstand, die Bestrebungen der deutschen Druckpapi er fäbriken zur Aufrechterhaltung ihrer Betriebe mit allem Nachdruck zu unterstützen. —< 3. In der -Oeffentlichkeit, selbst bei einer großen Anzahl von Behörden, ist die irrige Auffassung verbreitet, daß die Zeitungsverleger durch die bei einzelnen Blättern während des Krieges einaetretenc Steigerung der Auslage mehr oder weniger hohe Geschäfts-Gewinne erzielt hätten. Es wird dabei ga::z übersehen, daß die Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft, die das sinanzielle Rückgrat jeder deittschen Zeitung bilden, ausnahmslos stark, ja in vielen Fallen unl mehr als die Hälfte zurückgegangen sind. Dabei sind die Ausgaben für die Herstellung der Zeitungei:, insbesondere des redaktionellen Teiles, außerordentlich gestiegen, so daß sich das Zeitungsgewerbe durchweg in einer Notlage befindet. Eine ganze Anzahl von Zeitungen ist daher seit Ausbruch des Krieges zum Erliegen gekommen und hat das Erscheinen eingestellt. Die Versammlung glai:bt, diese Aufklärung der Oefsent- lichkeit unterbreiten zu müssen. Die neuen Höchstpreise für Gemüse. Berlin, 27. Jan. (Prir.-Tel.) Im Reichsgesetzblatt werden heute die neuen Höchstpreise für Gemüse veröffentlicht; I. Die dtummern 1 und 2 der Bekanntmiachung vom 4. Dezember 1915 erhalten folgende Fassung: 1. Beim Verkaufe durch den Erzeuger oder Hersteller an den Handel dürfen folgende Preise frei ab nächster Verladestelle (Bahn otzer Schiff) für 50 Kilogramm beste Ware nicht überschritten werben: Für Werßkohl (Weißkraut) 4 Mir., für Rotkohl (BlaukvW 6,50 Mt, für Wirsingkohl (Savoyerkohl) 6,50 Mk., für Griinkohl (Braun- oder Krauskohl) 6 Mk., für Kohlrüben (Steckrüben, Wruken oder Dortschen) a) für weiße Kohlrüben 4,50 Mjk., b) für gelbe Z'^ohlt.ube.: o f i)0 ;jjCi., sur iouoi/iniisen (uotJ uüo Spe».,^- möhren, auch gelbe Rübeu genannt) a) lange Speisemöhren 1. weiß fleischige (sogenannte Pferdemöhren) 3 Mk., 2. rotfleischige Speisemöhren 5 Mk., b) Karotten (kurze rot- fleischige) 8 Mk., für Zwiebel 10 Mk., für Sauerkraut (Sauerkohl) 12 Mt. Diese Preise schließen die bisher handelsübliche Verpackung ein. Für Frostverpackung, die über das gewöhnliche Maß hinausgeht, können die Älbstkosten berechnet werden. Be: Verwendung von Säcken ist für den Sack ein Zuschlag von 40 Pf. für je 50 Kilogramm zulässig. Bei Sauerkraut verstehen sich die Preise oh::e Faß; die Fässer dürfen nur zum Selbstkostenpreise berechuet werden und müssen, wenn Rückgabe vereinbart wird, zu diesem Preise zluruck- genommen werden. II. Insoweit für Gemüse, Zwiebeln und Sauerkraut gemäß § 3 bet Verordnung des Bundserats vom 11. November 1915 Höchstpreise für dre Abgabe im K l e i n h a n d e l an den Verbraucher festgesetzt werden, dürfen sie folgende Sätze für 0,5 Kg. beste Ware nicht überschreiten: für Weißkohl (Weißkraut) 7 Pfg., Rotkohl (BlaukoU) 1! Pfg., für Wirsingkohl (Savoyerkohl) II Pfg., für Grünkohl (Braun- oder Krauskohl) 9 Pfg., für Kohlrüben (Steckrüben, Wrrcken oder Dortschen) a) für weiße Kohlrüben 4 Pfg., b) für gelbe Kohlrüben 6 Pfg-,, für Mohrrüben (rote und gelbe Speisemöhren, auch gelbe Rüben genannt) a) lange Speisemöhren, 1. weiß- sleischige (sogenannte Pferdemöhren) 5 Pfg., 2. rotfleischige Spersemöhren 8 Pfg., b) Karotte:: (kurze rotfleiscksige) 11 Psg., für Zwiebeln 20 Psg., sur Sauerkraut (Sauertohl) 16 Pfg. Diese Besttmmung tritt am 21. Januar 1916 in Kraft. * Stu ttgart, 27. Jan. Das württembergische Milrtärver- ordnungsblatt veröffentlicht zu Kaisers Geburtstag einen Gnadenerlaß des Königs für Militärpcrsonen. Karlsruhe, 27. Jan. (WTB. Mchtamtlich.) Heute mittag wurde Zn der städtischen Festhalle die Deutsche Kriegsausstellung, eine außerordentlich umfangreiche Sammlung von Kriegswerkzeugen, in Anwesenheit des Großherzogspaares eröffnet. Inmitten der Ausstellung erhebt sich ein Kolossalkreuz aus Holz mit Opserstock, das zur Benagelung dient. Das Bild ist geziert mit dem Reichs- ivappen und einem Schwert. Der Großhcrzog, die Groß- herzogin und die Großherzogin Luise schlugen die ersten goldenen Nägel in das Reichsschwert. Aus Hessen. Ein Gnadenerlaß des Großherzogs. Löschung von St ras vermerken im Strafregister und in den polizeilichen Listen. Nr. 3 des Regierungsblattes bringt solgenden Gnadenerlaß des Großherzogs: Seine Majestät der Deutsche Kaiser und König von Preußen haben ^um Me^höchsten Gebnrtsfeste zu genehm inigen geruht, daß im Strafregister und in den polizerlichen Listen alle Berinerke über die bis zum 27. Januar 1906 (einschließlich) von preußischeu Zivilgerichten oder von Militärgerichten des preußischen Kontingents erkam:den, sowie über die bis zu dem bezeichneten Tage durch Verfügung preußischer Polizeibehörden festgesetzten Strafen untew näher bestimmten Voraussetzungen gelöscht werden. Als Zeichen der freudigen Anteilnahme an der Feier des hohen Geburtstags Seiner Majestät des Kaisers u:rd Mnigs und der vollkommenen Ueb ereinst immimg mit der diesen: Erlasse zugrunde liegenden Absicht haben Seine Wnigliche Hoheit der Großherzog zu befehlen geruht, daß der Gnadenerweis, der dazu dient, die Nachteile und Beschwernisse, unter denen der gerichtlich bestrafte Teil der Bevölkerung im bürgerlichen Leben zu leiden hat, tunlichst zu mildewn und insbesondere das bessere Fortkommen bestrafter Personen zu erleichtern, auch im Großherzogtum Nachahmung finde. Demzufolge ist bestimmt worden, daß im Strafregister und in den polizeilichen Listen alle Vermerke über die bis zum 27. Januar 4906 (einschließlich) von hessischen Zivilgerichten erkannten Strafen gelöscht werden, wenn 1. der Besttafte keine anderen Sttafen erhalten hat als Gefängnis bis zu einem Jahr einschließlich, oder Festnngshast bis zu einem Jahr einschließlich, oder Haft, oder Geldsttafe, oder Verweis allein, oder in Verbindung :niteinander, oder mit Neben sttafen, 2. gegen den Bestraften nach dem 27. Fmruar 1906 bis znm heuttgen Tage nicht wieder auf Strafe wegen eines. Verbrechens oder Vergehens gerichtlich er- kamtt ist. Das Gleiche gilt von Sttafen, die von Militärgerichten erkannt sind, soweit das Begnadigungsrecht Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog ausschließlich zusteht (siehe Bekanntmachung, die militärgerichtlichen Verhältnisse des Groß'herzoglichen Gendarmeviekorps betteffend, vom24.Juni 1901 ß 6). Die Unterzeichneten Großherzoglichen Ministerien sind beauftragt, die zur Ausführung dieses Erlasses erforderlichen Anordnungen zu treffen. Darmstadt, den 27. Jarruar 1916. Großherzogliches Ministerium des Innern, v. Homberak. Großherzogliches Ministerium der Justiz, v. Ewald. Wettlauffer. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 28.'Januar 1916. ** A u § z e i ch n u n q. Vizeieldwebel Manfred S t a h l b e r q, der im November vor. Js. mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde. iÜ zum Leutnant d. Res. befördert worden. ** Amtliche Personalnachrichten. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ver- lieh'n: Heinrich Fischer I., Daniel Kahl II., Georg Kehr I., Heinrich Rein Heimer II., Georg Schupp I. und Wilhelm Schupp II., sämtlich in Griesheim bei Darmstadt. ** K u pf er, Messing und R e i n n i ck e l. Eine Bekannt- nulchung in unserer heutigen Nummer, auf die roir besonders aufmerksam machen, betrifft die Enteignung Ablieferung und Einziehung der Gegenstände auS Kupfer, Messing und Remnickel. Die beschlagnahmte:: Gegenstände fiitb vom 2. Februar bis 29. März an die Metallsmnmelstelle Gießen, Turnhalle der Oberrcalschule. ab zu liefern. *♦ DieAuszahlung derFa milien unter st ützung'en an die Fanülien der zum Heeresdienst Einberufenen findet statt wie folgt: Reichs- und Kreisunterstützung: An diejenigen, dere,: Namen beginnen mit: A-U Montag, den 31. Januar; J-R Dienstag, den 1. Februar; S-Z Mittwoch, den 2. Februar. — Städtische Unterstützung lMielSzuschnß): An diejenigen, derei: Naniei: beginnen mit A-H Donnerstag, den 3. Februar, 7-R Freitag, den 4. Februar, S-Z Samstag, den 5. Februar. — An Vermieter, die Mietbeträge abholen, Montag, den 7. Februar. Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr vornrittags im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgeholt werdei:. ** Vom Po st s checkverkehr. Das anttliche Verzeichnis' der Postscheckkunde:: bei de:: Postämtern im Reichs-Postgebiet rvird in den nchMen .Tagen nach dem Stande vom 1. Januar 1916 er- scheinen. Es, umfaßt 12ooo PojlicyecktuUden. Der Preis für das VeröcickuiS cinschl. der im Jahre erscheinenden Nachträge ist 3 Mk. Bestellungen nehmen alle Postanstalten entgegen. Post- sckcckkunben eihallen die Drucklvebke ans Wunsch von ihrem Postscheckamt unter Abbuchung des Preises; auch können sie sich den regelmässigen Bezug durch einmalige Bestellung bei ihrem P.- Sch.-A. sickern. — Mit der Stadt Colmar (Elsas;) ist künftig im inneren deutschen Postverkehr der Wertbriefverkehr gestattet. Tie Wertbriefe nach Colmar dürfen nur bei Postämtern (nicht auch bei Postagenturen, Posthilfsstellcn oder durch die Landbriefträger) aufgeliefert werden. Sic sind bei den Postämtern offen vvrzulegen und dort nach Prüfung deS Inhalts durch den Beamten in Neffen Gegenwart von dem Auflieferer zu verschliefen. ** Aus der Stadtverordn etensitzung. Beigeordneter Grünewald bittet uns, seine Ausführungen in der letzten Stadtverordnetensitzung dahin zu vervollständigen, das; er gesagt habe, „in Starkenburg und insbesondere in Tarmstedt befürchte man, daß mit dem Ausbau des Landwirtschaftlichen Instituts in Gießen eine Verlegung der Tarmstädter Landwirtschaftlichen Versuchsstation eintreten werde und aus diesem Grunde sehe man dort den Ausbau des Landwirtschaftlicher: Instituts der Landcs-Universität nicht gerne; die Existenz der Darmstädter Versuchsstation werde aber in Wirklichkeit von der Entwicklung der Gicßener Anstalt nicht berührt." Landkreis Gießen. e. Grünberg, 28. Jan. Vizefeldwebel F. Gengnagel, Jnf.-Regt. Nr. 88, wurde nach dem Offizier-Lehrkursus auf den: Sennelager am 27. Januar zum Leutnant befördert. Kreis Büdingen. = Büd in gen, 27. Jan. Eine ans dem Kreise Büdingen stark besuchte Handwerkerversammlnng sprach sich nach längerem M-einungsanstausch einmütig für die Gründung einer nach Fachgruppen getrennten genossenschaftlichen Vereinigung der oberhessischen Handwerker zu einer Wirtschaftsgemeinschaft aus. Die geplante Gründung von Fachgwtppen soll später zur Bildung von Zwangsinnungen führen. Da zurzeit in ganz Oberhessen diese Organisationsfragen in oen Handwerkerkreisen zur Erörterung und Beschlußfassung stehen, wird voraussichtlich schon in kurzer Frist ein greifbares Ergebnis erzielt werden. Kreis Lauterbach. U Schlitz, 27. Jan. Unter reger Beteiligung der hiesigen Einwohner fand heute nachmittag in dem Hofe dcü Vorderburg die erste Nagelung des von dem Grafen von Schlitz gestifteten „S ch l i tz e r Schildes" statt, der eine kurze Eröffnungsfeier voranging. Im Anschluß au die öffentliche Feier wurde aus Anlas; des Geburtstages des Kaisers Gottesdienst abgehalten. Damit den späteren Geschlechtern die Namen der Opferwilligen bewahrt bleiben, wird sich jeder, der einen Nagel in den Schild schlägt, in ein Buch einttagen. Die Preise der Nägel sind auf 20 Pfennig für weiße und 50 Pfennig für schwarze festgesetzt, so daß sich auch minderbemittelte Leute an dem guten Werk beteiligen können. Kreis Schotten. □ L aubach, 28. Jan. Im Anschluß an den Abendgottes- dienst in der Stadtkirche waren zur Feier von Kaisers Geburtstag Krügerverein und Jugendwehr zur Kirchenparade angetreten. In feierlichein Zuge ging es durch die Stadt zum Kriegerdenkmal. Hier hielt Oberamtsrichter Z i in m e r m a n n eine knrze Ansprache. Kreis Friedberg. -- Friedberg, 27. Jan. Das Kreisamt sprach sich gutachtlich aus ein vom Landesverband der Hausbesitzer erngegangenes Gesuch gegen die Errichtung einer Haus- Lesitzerkammer für das Großherzogtum Hessen ans; cs hält eine solche Einrichtung nicht für notwendig. e. Friedberg, 26. Jan. Im Volksbildungsverein sprach der Weltreisende W. Schwiegershausen von Leipzig über „Unsere Verbündeten deSJsla m. Besonders erfreulich a l diesen Ausführungen war das erfrischend feile Vertrauen, mit d 'in der Redner dem weiteren Verlauf des Krieges am Suezkanal. in Mesopotamien und Persien entgegensieht. Jit einem zw.euen Teil gab der Vortragende an der Hand von fast 150 guter und schöner Bilder einen Einblick in die bunte Mannigfaltigkeit des orientalischen Lebens und der muhammedanischen Religion und Kiiltrir, die er auf seinen ausgedehnten Reisen kennen und schätzen lernte. Butzbach, 28. Jan. Anläßlich der Geburtstagsfeier des Kaisers fand in hiesiger Stadtkirche abends 8 Uhr ein Festgottes- dienst statt, bei dem Pfarrer Loos die Predigt hielt. An dem Kirchgänge beteiligten sich der Krieger- und Mllrtärverein, die Mannschaften der hiesigen Garnison und Lazarette, der Turnverein, der Evangelische Arbeiterverein, die Jungmannschaften und die Zivilbevölkerung in sehr großer Zahl. Nach beendigtem Gottesdienste marschiertet: die Jung Mannschaften feldmarschmäßig mit Gewehr unter Vorantritt ihrer Musikkapelle auf den Marktplatz. Medizinalrat Tr. Vogt hielt eine Ansprache und brachte zum Schlüsse ein dreifaches Hurra aus. Starkenburg und Rheinhesseu. ch. Bingen, 28. Jcrw Ein schweres Schiffs- Unglück hat sich gestern imchmittag im Binger Loch ereignet. Der Schleppkahn „Gott vertrau" fuhr im Anhang des Schraubenschleppdampsers „de Grujter Nr. 4" *it Tal mit einer in Budenheim bei Mainz übernommenen Ladung Kalksteinen. Gleich hinter dem Bürger Loch, geriet der Kahn auf die Lochbänke und legte sich fest. Der Kahn trieb herum und liegt mm mit dem Bugspriet auf dem Lande fest, erstreckt sich dis auf die Lochselsen und legt das ganze Binger Loch-Fahrwasser quer zu. Die Ladung des Kahnes dürfte verloren sein, auch ist der Kahn allem Anscheine nach in der Mitte gebrochen. Das Binger Loch-Fahrwasser ist vollständig gesperrt und die bergwärts fahreirdenSchlepp- züge müssen das neue Fahrwasser, das flacher ist, aber bei dem gegenwärtigen Wasserstande immerhin genügend Wasser aufweist, benutzen, während die Talschleppzüge aus der Binger Reede vor Anker gehen müssen. Kreis Wetzlar. = Wetzlar, 28. Jan. Auf dem Buttermarkt fand gestern mittag die feierliche Benagelungeines eisernen Brunnenschaftes statt. Das Kriegswahrzeichen soll später auf einern Brunnen zur Aufstellung kommen. Hessen-Nassau. Wm. Kirchhain, 28. Jan. In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurden die neu- und wieder- gewählteu Stadtverordneten in chr Amt eingeführt und durch Handschlag verpflichtet. Als Stadtverorduetenvorsteher wurde Apotheker C. I u n g und als Stellvertreter Bauunternehmer H. Lang wiedergewählt. Sodann wurden die Wahlen der Mitglieder für die verschiedenen Kommissionen vorgenommen. Für die Reparatur der Akkumulatoren-Batterie im städtischen Elektrizitätswerk wurden 7000 Mk. bewilligt. Um eine allzugroße Erhöhung der Gemeindesteuern zu vermeiden, soll für das Rechnungsjahr 1916 die regelmäßige Tilgung der städtischen Schulden unterbleiben md hierzu die Genehmigung der Aufsichtsbehörde emgeholt werden. Der verstorbene Stadtschreiber a. D. Ockershausen hat der Stadt für Schulzwecke 2300 Mk. h-interlassen. Die Uebernahme der Unterhaltungskosten der Grabstätte des Verstorbenen auf die Stadt wurde genehmigt. --- Frankfurt a. M, 28. Jan. Der 23jährige Stall- schrveizer Alfred Wittm er stürzte sich gestern abend aus oem zweiten Stock seiner Wohnung, Mainstraße 16, aus die Straße. Ec erlag nach kurzer Zeit den beim Sturz erlittenen schweren Verletzungen. Landwirtschaft. Landwirte, sorget für Del! Zur Volksernährui>g kann das Gewinnen von Oel, was von großer Wichtigkeit ist. auf nachstehende Weise bedeutend erhöht werden, ja sogar so viel, daß reichlich Ocl vorhanden ist. Es ist eben noch Zeit, daß sich die Landwirte ausraffen und dafür sorgen, um mcht die englischen Taumcnschranben wegen der ausländischen Fette^ zu verspüren. Das ist zu erreichen durch das Ansstellen von Sommerraps, oder, wie er noch genannt wird, das ^onuner- sämchen, welches ein vorzügliches Oel gibt. Ein jeder Bauer ist in der Lage, ein Stück Land, und wenn es nur 500 Quadratmeter sind, zur Rapszucht zu benützen. Es hat doch jede: schon im Herbst seine Aecker, wo Kartoffeln oder Runkelrüben hin sollen, zum Teil mit Stallmist gedüngt. Tarani kann er solchen Samen säen und zwar um die Zeit des Hafer- und Gerstensäens. Man wählt sich ein gut zu bebauendes Stück Land, ackert dieses und beardenet es ganz sein, hernach sät inan etwa */, £ttev ©cmeii ans 5(0 Quadratmeter und rechet ihn leicht unter, auch kann man ihn einfach unterschleisen, daß ihn nicht viel Erde bedeckt. Ein weiteres Dünaen des Landes ist nicht nouvcndig. Noch im Juni oder anfangs Juli ivird der reise Raps abgemacht, gedroschen, von den Schoten befreit und dann einige Zeit mit dem feinen Ge- rnüll auf deni Speicher nufbeiuabrt, so das; er trocken ivird. Das Geniüll darf nicht gleich beseitigt werden, sonst wird der Samen schimmelig. Der getrocknete Raps wird ans einer Feginühle ge- reinlgl und er ist ferng zur Oelmühle. Dos Stück Land kann man hernach ,ioch ganz gut mit Kartoffeln bebauen Schreiber dieses hat schon Kartoffi ln an: 8. Juli ausgestellt, die im Erlrage ^nocb recht gut ausgefallen waren. Ruiikelrüben anf ein solches Stück Land zu setzen, ist nicht so empfehlenswert wie Kartoffeln. Daruin sei es nochmals jedein Balier, auch weiin er nicht überspiel Gelände zu verfügen hat, auss ivärmste empfohlen, ein Stück von diesen: Sarnen ausznstellen, und wenn jeder seine Schuldigkeit hierin tut, sv muß es bald mehr als genug Oel geben. V E i n B a ii e r. Gericht-iaal. Herabfallen der Schiebetür eines Güterwagens beim Entladen. Schadensklage gegen die Eisenbahn wegen Verwendung eines Wagens veralteter Konstruktion. Das Reichsgericht hatte sich jetzt mit der Frage zu befassen, ob eine Eisenbahnverwaltung schuldhaft handelt, wenn sie einen Güterwagen veralteter Konstruktion, dessen Einrichtungen nicht so betriebssicher sind, wie bei den neuen Wagen, weiter im Verkehr beläßt, oder wenn sie nicht wenigstens dafür sorgt, daß der Wagen vor seiner Entladung auf seine Sicherheit untersucht wir. Der interessante Streitfall betraf folgenden Sachverhalt; Am 6. April 1914 war der Arbeiter B. zusammen mit andere:: Arbeitern damit beschäftigt, auf dem Güterbahnhof z u Gießen aus einem Güterwagen, der auf dem Nebengleis der Spedttionsfirma M. stand. Kartoffeln auszuladen. Nach Entfernung der Plomben des Wagens löste sich die Schiebetür beim Zurückschieben plötzlich los und fiel dem B. auf den Kopf. Dieser wurde dadurch sehr schwer verletzt, so daß er dauernd erwerbsunfähig ist. Er verlangt nun von dem Pr eußischen Eisen- bahnfiskus als Schadenersatz außer einem Schmerzensgeld in erster Linie eine einmalige Abfindung von 50 000 Mark, eventuell eine Jahresrcnte von 2000 Mark. Die Klage ist auf das Reichshaftpflichtgesetz und auf 8 823 BGB. gestützt: der Kläger findet ein Verschulden des Fiskus darin, daß der Wagen, obwohl die Einrichtung der Schiebetür veraltet gewesen sei, im Verkehr belassen wurde, und weiter darin, daß das Eisenbalmpersonal. nicht angewiesen worden sei, den Wagen auf die Betriebssicherheit der Tür hin vor dem Entladen zu untersuchen. Sowohl vom Landgericht Gießen, als auch vom Oberlandesgericht D a r m st a d t ist die Klage a b g c w i e s e n worden. In seiiren Entscl)eidungsgründen führt das Obcrlandesgcricht aus; Das Reichshaftpflichtgesetz ist auf den vorliegenden Unfall nicht anwendbar, da nicht ein Unfall beim Betriebe der Eisenbahr: vorliegt. Tie Entladung eines stillstehenden Wagens gehört nicht zum eigentlichen Betriebe, der Beförderung von Personen oder Sache::. Das Oefsnen der Schiebetür des Wagens aber, wobei der Unfall sich ereignete, gehört zum Entladen und steht mit den: Eisenbahnbetrieb als solchem in keinem Zusammenhang. Auch ein Verschulden des Beklagten ist zu verneinen. Nach der Meinung des Sachverständigen ist der Unfall dadurch eingetrcten, daß die an der Außenseite des Wagens (eines alten württembergi- sck>en Güterwagens) an einem Bolzen angebrachte Schraubenmutter sich von dem Bolzen gelüst hat, so daß die von dein Bolzen gehaltene Leiste der Schiebettir sich ablösen konnte. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Schraubenmutter auf der mehrere Tage dauernden Reise des Wagens von Schwiebus nach Gießen verloren gegangen ist. Allerdings ist zuzugeben, daß die Einrichtung der Schiebettir ein veraltetes System und von einem neuen System, bei dem ein Loslösen der Tür ausgeschlossen ist, überholt war. Aber nach dem Sachverständigen bestehen keine Bedenken, Güterwagen mit der Schiebetüreinrichtung des ältesten Systems laufen zu lassen. Vor der Abfahrt in Schwiebus ist der Wagen von dem Lademeifter K. untersucht und in ordnungsmäßigem Zustande befunden lvorden. Dann ist es aber der Eisenbahn nicht zuzumuten, den Wagen wenige Tage später nach seiner Ankunft am Bestimnrunasort nochmals untersuchen zu lassen, wenn nicht eine besondere Veranlassung dazu vorlie^t. Hiernach fehlt es an einem Verschulden des Bellagten. Es mich vielmehr angenommen werden, daß hier ein Unglücksfall vorliegt, für den weder die Eisenbahnverwaltung noch ihre Beamten haftbar gemacht werden können. Mit der Revision gegen dieses Urteil führte der Kläger aus, daß hier ein Betriebsunfall angenommen lverden müsse, weil die Ursache des Unfalls, das Lvslösen der Schraube, während des Rollens des Wagens, also während der eigentlichen Betriebstätig- keit erfolgt sei, mit dem Betrieb somit in ursächlichem Zusammenhänge stel-e; weiter sei es aber auch schuldhaft, wenn die Eisenbahnverwaltung Wagen mit so veralteter unsicherer Einrichtung laufen ließ; jedenfalls aber müsse verlangt werden, daß solche alte Wagen auf ihre Betriebssicherheit untersucht werden, bevor sie zun: Entladen freigegebcn tverden. — Das Reichsgericht hat das angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung und Entscheidung an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. (Aktenzeichen: VI. 391/15. — Urteil des Reichsgerichts vom 26. Januar 1916.) Universitäts-Nachrichten. — Frankfurt a. Ad, 26. Jan. An der Universität Frankfurt hat sich vr. phil. Hans Henning für das Fach der Philosophie habilitiert. vermachter. * D i e H o l z n o t in England. Um der während der Daner des Krieges immer fühlbarer iverdenden Holznot zu steuern, hat der englische Forstverband in einer letzthin abgehaltenen Sitzung sich n:it der besseren Ausnutzbarkeck der englischen Waldungen beschäftigt. Dabei wurde deutlich betont, daß die Regierung die Schuld an den unhaltbaren Zuständen trüge. Der zur Verfügung stehende Holzvorrat ivar für die durch den Krieg geschaß'ei:en Anforderungen sehr ungenügend. Die Preise stiegen, und ungeheuerliche Summen wurden für die Einfuhr aus den: Ausland gezahlt, anstatt daß die Regierung für die Ausnutzung des nationalen Wälderreichtums Vorsorge getroffen hätte. Die Forstverwaltung wlll nun bewirken, daß die Militärbehörde, um den Transport- schivierigkeiten abzuhelfen, für das Forstgewerbe Ausnabme- bedingungen festsetzt, unb man erwartet eine spezielle Aufforderung der Regierung an die Grundstücksbesitzer, sich den: Anbau neuer Waldungen zu widmen. * S ch n: u ck st e : n e d e u t l ch e u U r i p r u u g 2 . ^er nrieg lehrt uns auf jeden: Gebiete, an unsere eigei^n Schätze zu denken, statt Atlllionen in das feindliche Ausland wandern zu lassen. So herrscht fast allgemein die irrige Mernung, unser deutscher Boden berge keine edlen Gesteinsarten, da die deutschen Architekten fast ausschließlich den carrarischen, genuesischen und Florentiner Marmor verwendeten. Wir besitzen aber den Serpentin, den grünen Marmor der sächsischen Kurfürsten, der, wie Dr. Föhr in: „Polytechnikum" aussührt, in: Gegensatz zu bei: andere:: Arten von Atarnwr, die Karbonate sind, aus Verbindungen der Kreselsäure besteht. Diesen: Unterschied entspringen mancherlei Vorteile. Für Kamine, Ofenkacheln, Verbauungen der Zentralheizung ist es ratsam, nur den ächsischeu Marmor zu verwenden, da er in: Gegensatz zu den anderen Marmorarien die Wärme ausgezeichnet leitet und auch ausspeichert. Seme große Politursähigkeit, sein buntes Aussehen lassen ihn zu einer wahren Zierde werden, wofür unter anderen das alte Hoitheater zu Dresden ein lebha'tes Zeugnis gibt. Der alte sächsische Dteisler ©ottfneb Semper hat es verstanden, aus diesem Steiii die schönsteii Kunstforiiien zu bilden; möge er in iiiiserer Zeit ebenso geschickte 9tachfolger finden, die den deutschen Stein wieder zil Ehren bringen. Briefkasten der Redaktion. Muouyme Anfrage» bleiben unberücksichtigt.^ R. 1. Sofern Sie selbst gegen Krankheit versichert sind, müssen Sie sich wegeii Lluszohlmig der Kriegs wochen Hilfe aii Ihre Kraiikeiikasse wendeli. War dagegen niir Ihr Ehema,in vor deni Eintritt in den Kriegsdienst Alitglied einer reichsgesetzlichen Kraiikeiikasse, so zahlt die letztere die Kriegswochenhilfe. Gehörte auch Ihr Eheniaun vor seiner Einbernnlng keiner Krankenkasse an, so ist der Antrag cm? Kriegswochenhilfe beim Lieserungsverband (Bürgermeisterei) zrl stellen. 2. Wegen der Kriegs- k i n d e r s p e ii d e müssen Sie sich an das Zivilkabinett Ihrer Kgl, Hoheit der Kronprinzefsin in Potsdain wenden. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ein ungangbarer Weg. Ter nördliche Weg entlang der Oberhessischen Eisenbahn zwischen Ludwigstraße und Stephanstrabe besindet sich in einem schrecklichen Zniland, außer kleinen befindet sich eine große Regen- pfütze, wo man bis an die Knöchel durchwaten muß, wenn mai: nicht umkehren ivill, auch befinden sich zwei Cteinschotter-Kivpel m der Milte, ivoinit die Wasserpfützen leicht aufgefülll werden könnten. Erivünschte Abhilfe iväre hier leicht möglich. d. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 29. Jan. 1916: Wechselnd bewölkt, trocken, 9tebe>, Temperatur wenig geändert. Letzte Nachrichten. Die „unselige" Balkanpolitik des Vierverbandes. Lugano, 28. Jan. Der Minist er rat bauerte vvn 4 Uhr nachmittags bis spät nachts. Obwohl die Beschlüsse und Beratungen streng geheim gehalten werden, erfährt man doch, daß der Ministerrat über den Ernst der Lage voll- Lommen unterrichtet ist. Nach anttlichen italienischen Meldungen rücken die Bulgaren in Verfolgung des serbischen Heeres gegen V a l o n a und D u r a z z. o, die Oesterreich^r unter General von Koeveß gleichfalls gegen DurazZo vor, indem sie sich mit den von Ochwida kcm:menden Bulgaren zu vereinigen suchen. Die Bulgaren scheinen in Berat angenommen zu sein, sind aber noch nicht in Fühlung mit dem italienisck)en Expeditionskorps b-ei Balona getreten. Der Ministerrat, so heißt es, erkennt die höchst beoenkliche Lage an, in die nicht allein der Fall von Cetinje und des Lovcen, sondern insbesondere auch die „unseligen Friedensverhandlungen" Montenegros und die Einnahme von Dul- cigno und Antivari Italien versetzt hat. Immerhin ist „anzunehmen" (!), daß der Vierverband beretts nmfasserü>e Vorkehrungen getroffen habe, um jeder Möglichkeit begegnen zu können. Der Minifterrat erteilte schließlich Salandra sowie den Fachministern Generalvollmacht. Das „G i o r n a l e d'J ta l ia" stellt fest, die günsttge Lage des Feindes in Albanien ließe vielleicht weitere Kühnheiten desselben befürchten, zu deren Bekämpfung die Entente hoffentlich irgendwelche Mittel in Reserve habe. Man müsse eben immer wieder wiederholen, daß die unselige Balkanpolitik des Vierverbandes an den letzten Ereignissen schuld sei. Jetzt cjülte es, wenigstens auf den Hauptkriegsschauplätzen zu s:egen. Nur dadurch könne man die großen und kleinen Fehler wieder gut machen. Ueber fünf Milliarden schwebende Schuld in Ztaliew Rom, 28. Jan. Die Schuld Italiens l;at sich in der zweiten Hälfte des Jahres 1915 von 3068 Millionen Lire auf 5242 Millionen Lire erhöht. Weitere Festlegung der Mindestturse an der Londoner Börse. London, 28. Jan. An der Londoner Börse waren, nachdem schon früher Minimalpreise für englische Staatsanleihen, indische und Kolonialkorporationswerte sowie ausländische Staatswerte völlig aufgehoben worden waren, die Minimalpreise für indische Kolvnialregie- runasanleihe und heimische Eisenbahn werte beftek>en geblieben. Jetzt wird dem Vernehmen :urch an der Londoner Börse eine weitere Festlegung der Mindestkurse in Erwägung gezogen. Die „Lusitania"-Angelegenheit. i. Köln, 28. Jan. Die „Köln. Ztg." meldet aus Washing- wn: Die „Lusitania"-Angelegenheit erscheint lvieder düsterer. Die RegieMMZ in Washington bestehe darauf, daß Teutschlaiw zugebe, der Angriff auf das Schiff sei eine völkerrechtswidrige Handlung gewesen, wenigstens insolveit, als Amerikaner dadurch zu Tode kamen. Sie stelle für den Fall, daß Deutschland diese Mffassung anerkemw, Indemnität in Aussicht und will die Sache Deutschland nicht Nachträgen. Aus der Anerkenirung, daß es sich um eine Un- gesetzmäßige Ha::dlnng haiwle, ergebe es sich von selbst, daß ihre Verweisung an das Haager Schiedsgericht unmöglich sei. Es sei Nneder viel Gerede davon, daß die' Berlmndlungen abgebrochen, werden müßten. König Haakon in Seenot. Kopenhagen, 28. Jan. König Haakon von Norwegen, der die niedergebrannte Stadt Molde besucht Hut, kam auf der Rückreise nach Bergen in ernste Gefahr. Der norlvegisckw Kreuzer „Heimdal" geriet, mit dem König an Bord, auf hoher See in einen Orkan, ans den: er sich in einen Nothafen retten mußte, wo der Kreuzer auch jetzt noch sestliegt. Hermine Puth Dr. J. Schmitt z. Zt. i. Felde Verlobte Giessen V im Januar 1916 Arheilgen Feldgraue! -- .. Derjenige Soldat, welcher ... .. . . vorige Woche in meiner Wir - Rchalt war, nad daselbst Ansknnft über meinen vermißten Hann zn geben können fllaabte, bitte ich höll. sich scfort mll mir in Verbindung zn setzen. Frau Lenz, l-ndwigs'r 6 Meisterkurs 873 D für öchüMtzisitze Lchiihiniichttiirdritkll in Kikßen. Der Ortsgewerbeverein Gießen beabsichtigt ber ausreichender Beteiligung in dem Gewerbehaus einen von Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt unterstützten Meisterkurs für orthopädische Schuhmacherarbeiten von etwa dreiwöchiger Dauer abhalten zu lassen. An Unterrichtsgeld ist ein Betrag von 5 Mk. zu entrichten. Wenigbemittelten auswärtigen Schuhmachermeistern kann eine Beihilfe gewährt werden. Näheres über den ^urs wird nach Eingang der Anmeldungen mitgeteilt Statt Karte». Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer- betroffenen Verluste sagen wir innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Johanna Spatz und Kinder. Gießen, den 28. Januar 1916. 07844 Danksagung. Für die uns bei dem Hittscheiden unseres lieben Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Grobvaters erwiesene Teilnahme sowie für die Kranzspenden sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. ■$di!nto für IlMllschükidmiMn. Der Ortsgewerbevercin Gießen hält im Monat Februar im Gewerbehaus zu Gießen, mit Unter- stützung Großh. Zentralstelle für bte Gewerbe in Darmstadt, einen Meisterkurs für Damenschneiderei von dreiwöchiger Dane- ab. Die Unterrichtsertcitung liegt in den Händen '»er Frau Damenschneidermeisterin Wunder! ich- ießen und erstreckt sich insbesondere aus Maß- uchmen, Grundmodell-Zeichnen und Zuschneiden "ach einem auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage beruhenden Systeni. Denjenigen Kurs- eilnehmerinnen, welche sich auch zu Hause betätigen, st die Möglichkeit geboten, nach Wahl ein voll- andigcs Kleid anzufertigen. Der Besuch dieses Meisterkurses kann auch >ls praktische Vorbereitung für die im Monat März l Js. stattfindende Meisterprüfung dienen. Die Anmeldungen zur Beteiligung an diesem Kurse haben baldigst bei Großh. Zentralstelle für die Gewerbe zu erfolgen. Das Unterrichtsgeld von 20 Mk. ist zu Beginn des Kurses zu entrichten. Beihilfen an bedürftige und unbemittelte auswärtige Kursteilnehmerinnen können auf Grund orgelegter amtlicher Bescheinigungen gewährt )Vexbcn - _ 613 D 9m Namen der trauernd Hinterbliebenen: Frau El. Rabenau Witwe. Lich, den 26. Januar 1916. 107327 k. ICCtdflä • c und Pension, >t. Beginn des S o in m e r - S e m e st e r s für alle Kurse l Lci)nrrdcrn, Wei»;eugn licn, Handarbeiten. Bügeln). ',ow:c für die Koch- und Haushalt«ngsichule anr 1 - 1 . s J.hav:, nir das Haudarbeits- und das Hans rvirtichafts-Scminar am 2 -;. April. Anmeldungen für erstere bis 11 . bezw. 4 . März, für .ne Seminare bis 1. Marz. 362 V _Prospekte unentgeltlich vom Vorstand. Stet KWK« Ö Zimmer 5- bis tt:Zim. Wohlig, mit all.Zubehör, elektr.Licht- und Gas-Einrtcht., Bnlkonrc. sofort oder spater zu vermieten. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer teuren Entschlafenen sagen hiermit innigen Dank 698 Familie Ludwig Familie Hoffman«. Krofdorf, den 27. Januar 1916. - Bekanntmachung. Der vom Gcmeinderat dnrchberatene Vor anschlag der Gemeinde Odenhausen für 1916 Nj liegt vom 29. Januar d. Js. eine Woche lang au dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Es werden Umlagen erhoben zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben Odenhausen, den 26. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Odenhausen. _ Lang. 693 Nutzholz-Verkauf. dem Gemeindclvald Launsbach soll folgendes tammholz im Wege des schriftlichen Angebots vertäust werden: Aus 3,94 Fstm Fichte. Nr. 1 = 1 Stamm 2. Klasse v. 33 Ztm. Durchmesser und 1,11 Fstm. Inhalt Nr. 2—4, 6—10 — 8 Stämme 3. K lasse von 24—26 Ztm. Durchmesser Nr. 5 --- 1 Stamm 3 Klasse v. 22 Ztm. Durchmesser Nr. 11—36 = 26 Stämme 4. Klaffe von 15—23 Ztm Durchmesser — 7,61 Fstm. Kiefer. Nr. 37 = 1 Stamm 3. Klasse von 31 Ztm. Durch messer -- 0,60 Fstm. Nr. 38—41 -- 4 Stämme 4. Klasse = 1,53 Fstm Verkauf errolgt unter den hier gültigen all- gc,ueinen Holzverkaufsbediugungen. Das Holz liegt un- i'.itteibar an der Strahe Krofdorf—Witzmar. Gebote sind s r den Festmeter, nach Losen getrennt, bis zum 3. Februar ds. Js., mittags 12 Uhr. an den Unterzeichneten abzugeben. 5irofdorf, den 22. Jannar 1916. Der Bürgermeister. Braun. 16868 's L Los II. Los III. Los IV. Der 708 064 lllllilllll Es zieht! Dle leicht holt man sich dabei eine GrlSUung oder doch wenig, stens eine lustige Heiserkeit. Holzveesteigenmg. Mittwoch, dorr 2. Februar l. Fs., vor mittags O l/ 2 Uhr anfaugend, sollen aus dem Gemeindewald, Distrikt Finkenholz, nachstehende Sortimente versteigert werden: 151 Rm. Buchen- und Eichen-Scheiter 91 Nm. Buchen- und Eichen-Knüppel 4000 Buchen- und Eichen-Wellen 83 Rm Buchen- und Eichen-Stöck'e. Leihgestern, am 28. Jannar 1916. _ Großherzogliche Bürgermeisterei. _ Eberv er sie t g enntf|7~ Samstag, den 29. Januar d. Js., nachmittags 2 Uhr, soll im neuen Schulsaale dahier ein der Gemeinde Annerod gehöriger abständiger Eber versteigert werden. 'Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Gemeinde einen sprungsähigen Eber ankaufen will, und können sich Interessenten auf hiesiger Bürgermeisterei bis Ende dieser Woche melden. Annerod, am 25. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Annerod. H°rn. schützen baaor, denn sie erhöhen den Speichelfluß und beugen so, auf natürliche Weise dcs.nfi-icrend, den Folgen einer Erkältung ',or. Sie enthalten keine Mirere- lien und wirken daher nicht stör mb, sondern eher günstig auf die Verdauung. Schachtel mit 400*Tabletten in allen Apotheken und Drogerien Mk. 1. —. DarnrmG vor Nachahmungen! / verlangen Sie \hi4 ,33yf>erf'. Zweiggeschäft; OIESSEN, Seltersweg 34|£* liefert an Private ihre beliebten Marken: m3i7 Grok-Deutschland 100 St.--M. 3.40 Ladenpr.5 Pfg. 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