Nr. 22 Der «lrtzener Anzel-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GießenerKamlUenblätter; zweimal wöchentl.Nreis- blattfürden Kreis Gießen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Aeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: inrdieSchristleitung 112 Verlag, Geschästsstelleol Adresse inr Drahtnachrichten: Anzeiger Siegen. Annahme von Anzeigen iiir die Tagesnumrner bis zum Abend vorher. Erstes Blatt M. Jahrgang vonnersiüg. 27 . ZmMüt (9(6 Gietzener Lneiger General-MZeiger fir Gberheffen ionsftrmf und Verlag der vrühl schcn Univ.-Vuch- und Steinöruckerci R. Lange. Zchriftleitung. Seschästzstelle und Lruckrrei: Lchulsir. 7. - c " g BezngSvrel >. monatl. 85 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch dieVostMk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ ansrv. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goek; für Stadl und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz- Beck, sämtlich m Gießen. 9ie Vereinbarung über die Waffenstreckung der Montenegriner formell abgefchloffen. Dem Nasser! Itnfor • ri y- . ^ v Gießen, 27. Januar. ^ l ^t ute 07 »«re alt geworden. Mehr ^I^?^nd^ernem Jnhre vorher sind die .Herzen der Dcut- !. CT m Throne erfüllt von lebendigsten Gefühilen — und doch soN heute alles still llerven, da dre Zert ruuh und sturmbewegt ist und alles l Streben^ nach dem einen Ziele gerichtet sein soll, einen ! sreggekrvuten frieden zu erringen. Der festliche Tag, der von iinnerlrcher Fererstimmung getragen wird, hat gar nichts 1 chavll>nenh>aftes. Es ist schon ein erweckender Gedanke der .Herrscher selbst, ehedem gerne dem schillernden. . dekorativen Beiwerk historischer Verkündigungen bingegeben, 'den gewohnten Tag festlichen Gedenkens in stillem Gedenken vorübergehen lassen will und uns zu sromnrer Für- ^ditte und Werken der Liebe ermahnt hat. In gewaltigem «Weben und unübersehbarem Nebeneinander von Arbeit aller «Art wird eine neue Zeit, ein neues Europa vor allem, geschaffen, und der Anteil der Einzelpersönlichkeit hat nicht nrehr jenen Anspruch auf Schöpferwillen, tvie es in früheren Zeiten der Fall gewesen ist. Die glänzende Organisation, die uns Deutsche jetzt zum Siege führt, ist nicht das Werk Einzelner; es ist der Geist des ganzen Volkes, der sie sich geschaffen hat. Aber in diesem nüchternen Gepräge unserer Tage umwebt uns in dem Walten' und der unermüdlichen Tätigkeit unseres Kaisers doch der warme Lauch großer, lebendiger Persönlichkeit. Heute, wo wir es sehen, daß das Deutsche Reich nicht im Abstiege begriffen ist, wie es in seinen alten Tagen sogar Fürst Bismarck einmal besorgen M müssen glaubte, wo die härteste Prüfung 'beweist, daß wir in unseren deutschen Greirzen keine Schätze, kein Erbe der Vorfahren vergeudet haben, blicken wir aufmerksamer als je zuvor zu dem Manne an der Spitze des Reiches auf, der uns so häufig Anlaß zu Erörterungen aller Art gegeben hat Und jetzt, im Kriege, hat er uns sein wahrstes Selbst gezeigt? Wir schauen ihn nicht mehr als eigenwilligen Imperator, wie er Vielen oft erschienen war, sondern als einen Meister in der Kunst, sich auf das Amt des stillen Förderers all jener Kräfte zu beschränken, die uns zum Siege sichren sollen. Wem danken wir die Auswahl unserer .Heerführer, wem die gute Organisation der obersten Heeresleitung in erster Linie? Es ist der feine Instinkt des geborenen Herrschers, der das Richtige erkannte und dabei alles Kleinliche, Hemmende, abzFstreifen wußte. Wer hat uns bei der Schaffung unserer überlegenen Wehrmacht ZU Lande und znr See über Berge von Schwierigkeiten geführt? Der Kaiser war es, sein Blick, sein Interesse, sein stetes Aneifern, die allen Widerstand der stumpfen Welt schließlich besiegten. Und so wurden wir wirklich zu jenem Bismarckschen „harten, schweren Klotz inmitten Europas, den niemand ansaßt, ohne sich die Finger zu zerquetschen" Heute rst vielleicht auch der Tag, wo wrr in strllem Sinnen den ivahren Wert der Monarchie erkennen, noch mehr: den Wert einer mit Recht und Einfluß des obersten Würdenträgers ausgestatteten Monarchie. Mit einer bewunderungswürdigen Festigkeit, mit starkem, erhabenem Sinn hat der „Friedenskaiser" beim Ausbruch des Weltkrieges „das Schwert ans der Scheide gezogen". Er hat keinen Augenblick unruhiges Zögern gezeigt. Das war die Sicherheit, die Ruhe, das gute Gewissen des verantwortlichen Wahrers und Mehrers des Reiches! Sein christlicher Sinn hat dem Volke in Waffen vorangeleuchtet in schwersten Aufgaben, hat ihm auch die sittliche Stärke mitgegeben. Denn auch jenes Wort des Altreichskanzlers hat sich bewährt, daß die Deutschen nur stark sind, wenn sie Zusammenhalten, daß der Deutsche .,cruf Eroberungs- und Renommierpolltik nicht berechnet ist". „Dazu sind unsere Landwehren, unsere Familienväter nicht da." , Heute steht die glänzendste Eigenschaft unseres Kaisers nn hellsten Lichte vor uns: seine sittliche Größe, sein Geist der Treue und Pflicht! Das war es, was er, nicht in Worten, soiidern in der Tat, auch schon im Frieden gewesen ist. Dankerfüllt und bewegt fühleii alle .Herzen die Stunde neuer Erkenntnis mit. Der rauhe Krieger, der aus dem Felde der Gefahr zurückkehrt, der oppositionelle Politiker, der sonst das „persönliche Regiment" kritisierte: sie alle fühlen sich von (einer Kraft durchdrungen, „in seinem Kreise willig festgebannt". Er hat vor' einigen Tagen Wünsche an das Volk gemästet, deren Scurt anfgehen möge zu reichem Segeii! In frommer Fürbitte für den Sieg unserer gerechteii Sache soll das gnnze Volk einig sein. Man folge dein kaiserlichen Mahner aber vor allein in seiner Bitte um Fortführung der Werke milder Fürsorge, für die Armen und Leidenden, die der Krieg gernehrt hat! In der Organisation sind jWfwrJ und in der wisse nsckMstlichen Durchdringung jener Fmle von Aufgaben, die uns durch die Umgestaltung aller Lebensverhältnisse gestellt worden sind. Aber ist dies der höchste Ruhm des deutschen Volkes? Das Ausland, sogar oüs feindliche, hat uns in dieser Hinsicht seine Bewunderung und Anerkennung gezollt. Wir aber wollen vor allem auch rl 1 * U T ^ l n Kräfte zur vollen Reife bringen, die den wahren Wert des deutschen Volkstums ansmachen. Tann wer- deu wir unserem Siege den schönen Glanz verleihen, der uns beglückt. Noch gehen in vielen Familien Not und Sorge dufter umher. Unsere Heere draußen, unsere obersten Aemter schaffen für die Zukunft, für ein koinuiendes Geschlecht. Wir aber wollen auch die Gegenwart, die Geschlagenen und Bedruckten Nicht vergessen. Darum sollen die Frohen und Begüterten ihre oberste Pflicht tun: in die Kassen beisteuern, die der Fürsorge bestimmt sind. au Großes Hauptquartier, 26. Januar. W e ft l i ch e r K r i c g s s ch a u p l a tz. Die Franzosen versuchten durch eine große Zahl von Gegenangriffen dre ihnen entrissenen Gräben östlich von : / -'uruckzugtwinncn. Sie wurden jedesmal, mehrfach nach Handgemenge, aögewiesen. ,,„Französisch? Lprenisungc,, in den Arnonnin ver- N, tcten auf einet fitinen Strecke unseren Graben, bei gofte . mjx.,U * f dj c r Kriegsschauplatz. Nichts Neues. « Ual i e n i sch e - K r i e g s sch a up l a tz. ^ V^rzer Lru.tcnwps nahmen unsere Truppen in den Kämpfen bei ^ s l a v i j a einen Teil der dortigen feind- lrchen Stellungen in Besitz. Hierbei fielen 1197 Gefangene darunter 45 Offrzrere' und zwei Maschinengewehre in unsere Hände. Auch an mehreren anderen Stellen der Jsonzosront v 1 htstatigkeit zu. Angriffe und Annäherungs- versuche der Italiener gegen die P o d g o r a . den M o nt e fan Rtrchelc und uns re Stellungen östlich von Mon- ilL C rf- tte tt mr sSt lrbgemiesen. Unsere Flieger belegten .lnterkunste und Magazine des Feindes in B o r g o und A l a mit Bomben. Südöstlichcr Kriegsschauplatz. Die Bercinbarungcn über die Waffcn- reckung des montenegrinischen Heeres wurden gestern um b Uhr abends von den Bebollmächtigten der inon- tenegrinischcn Regierung unterzeichnet. Tie Entwasf nun« geht ohne Schwierigkeiten vor sich und wurde auch gedehnt ' C 00n Eolasin und Andrijevica aus- Dcr Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschallentnant Kaisers Geburtstag im Großen Hauptquartier. Berlin. 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich) Die Feier Geburtstages des Kaisers unb (Königs fand im G r o s;en H a u p tt lniierV^rn^ Ve ^LT n - i 26 r ftQ K' Die Glückwi'insche des Karstrs Franz Josef uberbrachte der Erzherzog Thron- folger personlrch, die der verbündeten österreichisch-unaarisä>-n Armee der Oberbefehlshaber E r z h e r z o g F r i e d r i ch in dessen sich der Generaloberst Freiherr C o nr'a d Vo n Hohen d o rff befand. Außerdem nahmen an der Feier teil- Vrmz Heinrich von Preußen der Militärbevollmächtigte d r Türkei Generalleutnant Zeki Pascha, der Militärbevollmächtigte Bulgariens. Oberst Gantschew. der Reichskanzler der Eber fw £ neTa !Ä U ene 5 a - ^l.kenhayn mit den Abteilungsckess des ^'ueralstabes der Kviegsminister: und der Großadmiral von Tirpitz Ans, eine Ansprache des Erzherzogs Thronfolger erwiderte der Kaiser mit erneut Dank für die ihm von den nprfiivT tieten Monarchen übern,ittclten Glückwünsche und indem glnch der Zuver icht auf den endgültigen Siea der ySv kündeten Armeen Ausdruck gab. - Der 27 Jan na? Großen Hauptquartier nur durch einen Gottesdienst ^ges^ert Ein Gnadenerlaß des Kaisers. B e r l i n, 27. Jan. (WTB.) Das Armee-Berördnunas- blatt veröffentlicht folgenden Allerhöchste^^ . wrll m dankbarer Anerkennung der voii Meinem Heere tu schweren Kämpfen errungeneii Erchlge auch an meinem die^ Mhrrgen Geburtstag allen Mrl it ä rperso nen des aktiven Heeres, der aktiven Marine und der Schutztruvven in v»w rüf't ^ bohen Bnndesfürsten das Begnadigungsrecht zu- steht, die gegen sw von MAitärbefMshabern vrrhänqtm Ä-i/ip. liiiarUrafeii Wime dre von Milttargerrcht-en des Preußischen Ulm verhängten Geld- E« ^V-Ässtrasen odrr dm ,°»ch nicht vvllstreckv-n Teil an» NrEtSsirnh-n Mä SB&x lrate uBerftetgen. AjusgesÄosscn von der Begnavinunq sollen ,Ä«ch die Persomm ,em. che 1. unter der Wirkunq von Ehren-, strafen stehen, 2. bei der Wer Hängung der Strafe schlecht ae- W habew Ist auf Geldstrafe neben Freiheitsstrafe nckanntFo ist die Geldstmfe nur dann erlassen, wenn die Freiheitsstrafe miter vielen iLrlatz lallt. Ein weiterer AN«häck>ster Erlab, erweiterck die Erlasse vom 27. Januar 1915 und 24. April 1915 über die Niederschlagung von Strafverfahren gegen Kriegsteilneh-- m er dahin, daß lche bisher noch nrchtniedergeschkrgen^n nnv noch rechtskräftig erledigten Untersuchungen gegen Personen iAe L -Ä 11 blG ^!?^uschaft als Kriegsteilnehmer erlangt crwahntenErlassen bezeichneten Straftaten und V 2l ?' luen ; t Straftaten vordem heutigen Tage sind Auch in Täters zu den Fahnen begangen Bedinauna 1 ‘ en ^rwlgt die Niederschlagung unter der O oaß Entfernung aus dem .veere oder der Marine °Mnn^' U ;\° bn 4 er Eigenschaft chs S" ufnt In sJm 5 ^ aqc kommt. Wetter werden den Teilneh- an dwr gegenwärtigen Kriege, die vor ihrer Entlassung von den Fahneii durch Urteil oder Strafbefehl eines vreußisck>en Zwilgerichts einlchließlich der auf Grund des ^lag^naÄ?- Strafveramm^ außerordentlichen, Kriegsgerichte oder durch besckÄd^ ri£ü ^lr^fi ,rra §J ,t ^ en r Polizeibehörde oder durch Strai- Enweruffm? 1 Penwaltungsbehörde wegen der vor der qr 0 * U r Nährten begangenen Straftateii bis zum heuigen Tage rechtskräftig erkannte Strafen in Gnadm ettaüen Strafe oder ihr u°s nicht ÄftÄ Festungshaft bis zu einem Jahr Min ^ * u T ,cm J-rr einschließlich allein D^r frtnü ^ 9 f “ artber "der mit Nebenstrafen besteht, o-er Nebenstrasen erstreckt sich jedoch nickt auf die sÄ^bl3^n"ai^E^' s 0l>n beit Gnadenerivci- Ö^crc a - bei denen Entfernung aus dem Eia^nsMasi r? F? r nl ? Dienstentlassung oder Verlust 'drr Kriegsteilnehmer m Frage kommt. Endlich wird hc Äffunsten von Kriegsteilnehmern o ; , °. c r Kn vinterollebemn tit Straßachen, die vor preußischem nidVnfa))™%lV l I ; Qbcit '- öie Kosten, soweit sie noch bernstä kcnlwene auch unter Rückerstattung oereit, gezahlter Betrage niederznschlagen ' Allerhöchster Erlaß betrifft die Löschung von Straf- alle^ R4!" Strnircgistrr und in bc!t polizeilicheii Listen soklei, >.o,i \Z\fru llkr ,. b if b's rum 27. Januar 1906 .'emschkieUich) von preuhiichwil- oder Militärgerichten erkannten sowie ^oußischen Polizeibehörden bis zu dem bezeichnten ^ Mtgentzten Strafen gelö,cht werdeii. wenn 1. der Bestrafte kerne anderen 'Strafen erhalten hat als Gefängnis bis zu einem Za^nn}cklrestuch oder Festungshaft bis zu einem Jahr einschließ- Ä ^ ' vast oder Geldstrafe oder VesivZ: 2^t 27 ■ ^-an.aar 1906 bis zum heutigen Tage gnickstlich -rl-nnt1st°^ ' W3ttt emtS oder Verg-Hens nTfprMrf,r/ *■ n c4 27 Jan, (WTB, Nichtamtlich,) Ein weiterer allerhöchster Gnadenerlaß ordnet an, daß im Strafregister z^um 27 ^^^oltzerlichen Listen auch die Vermerke riber d«^b§ 'h ai r Ua L ^00? von Marine-, Konsular-, Schutzttuppen- '>n^^Ä?^kuotsgerichten verhängten Bestrafungen aller der- Porionen zu loschen sind, die keme schwerere Strafe als imh b -n te s ° be y Aesangnisstrafe bis zu eiuenr Jahre erlitten haben öe r et3tert ^0 wahren Nicht wieder wegen Verbrechen oder Vergehen verurteilt sind. ^ * b e ir?f C rf> l l 9 Y f r ^ an - (WTB. Nichtamtlich.) Die ..Nord- p/ML? 9;mC J n f Zertung" bringt zum Geburtstage ^rs einen Leitartikel, in dem es am Schluß heißt 1 K- sondern die klare Erkenntnis der Gesabren und die Pflicht und das Gefühl der Verantwortung für die Siche- rungZ>er nationalen Wohlfahrt und Zukunft habm den .Kaiser CT ^chopser einer den Anforderungen der Zeit entspi-eckenden s^^Osslotte und Umgestalter des gesamten Heertvesens werden ^ k^nkt dem Kaiser das ganze deutsche Volk ans tiefstem «»°en. C» dankt mit gleicher Innigkeit dem Herrscher ft'tr die unermüdliche Wirk,amkett als oberster Führer der Wehrmacht, deren ^aten in ihrer wirklichen Größe erst die Zukunft wird voll würdigen formen. ^ Vorerst vermag das deutsckst Volt dem Kaiser oadurch allem ZI danken daß es gleich unseren Kämpfern draußen ' teni Geist der Pflichterfüllung für das Vaterland und dem Willen zum Srege unverbrüchlich treu bleibt." Montenegro. (WTB,) B c r l i n 27. Jan, (Nichtamtlich.) lieber Wien lassen „ch verschiedene Blätter melden: Prinz Mirko von Montenegro und drei montenegrinische Minister befinden sich m Podgoritza inmitten der ö ste r r e i ch i sch - u n g a- v Hl p e 2,’ Pruiz Mirko war es auch, der sich an dn österreichischen Kommandanten wandte, um ihr Ein- w r - e i? en * n Pvdgoriha entstandenen Raufereien Mm.trnegr.mrn und Albanern zu veranlassen. Weder Prinz Mirko noch die drei montenegrinischen Minister, {»Iw" ^"bliing mit den österreichischen Kommandanten stehen, haben mit einem Wort angeüeutet, daß sich in der Situation etwas geändert habe, ^ Ly»n, 26, Jan. (WTB, Mchtmntlich,) Meldnnq der Agenee Savas^ Der König, v»n Montenegro emp. fing französische und ausländische Jvrlrnalisteu und drückte ■ ^ eiH dedanenn en Bureaus. Die Iahrcskonfevenz der Arbeiterpartei hat mit 1 502000 gegen 602000 Stimmen eine von der Gewerkschaft der Dockarbeiter vorgcschlagenc Resolution angenommen, wodurch die Konferenz verpflichtet wird, die Regierung so viel als möglich bei der .Fortsetzung des Krieges zu unterstützen. Ans dem englischen Unterhaus. London, 25. Jan (WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Der Handelsminisber Runciman sagte auf eine Anfrage, der Verkehr englischer Schiffe zwischen den neutralen Häfen sei möglichst eingeschränkt worden, aber ein absolutes Verbot sei nicht im internationalen Interesse. Unterstaatssekretär Ten na nt erklärte, daß zwischen den freiwillig cintretenden Rekruten und denen, die aus Grund der Dienftpflichtsbill ausgehoben werden sollen, keinerlei Unterschied gemacht würde. Während der Aussprache über die Tienstpflichtbill wurde ein Antrag eingebracht, um die Garantien gegen den Mißbrauch des Gesetzes zu industriellen Zwecken zu verstärken. Der Antrag, den die Minister bekämpften, mixte ab ge lehnt. Bonar Law führte aus, das "riegsamt habe über die Leute keine Gewalt, bis sie aufaerufen seien, darnach ständen sie nnter Militärrecht, si könnten vorher nicht als Soldaten behandelt werden. Die Stellung der Neutralen. Bor n, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Zu der Verschärfung der englischen Blockade üveist die „Berner Tagwacht" auf das hin. was sie als schwedische K r i c g s d r o h n n g bezeichnet, mtd sagt nach Wiedergabe dänischer Blütterstimmen: In der Tat würde ein solches Vorgehen den Engländern, wie überhaupt dem Vierverbande, in dem militärischen Kampfe wenig nützen nnd seinem Ansehen in den neutralen Ländern ganz enorm sck-aden. Das Blatt betont, daß die Rede des schwedischen Ministerpräsidenten klar zeige, daß andere neutrale Völker in den Krieg verwickelt werden könnten, und sagt: Dem sollte der Viervcrband bczw. England Rechnung tragen, umsomehr als seine militärische Lage keineswegs derart ist, daß es ihm gleichgültig sein kann, ob die Zentralmächte aus der Reihe der bisher neutralen) Länder weiteren kriegerisckien Beistand erhalten. Der türkische Bericht. K o n st a n t i n v p e l, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht: An der Irak front unternahm der Feind nach seinen ungeheuren Verlusten bei Fel chic keinen neuen Angriffs versuch . Bet K u t - e l - A m a r a zeitweise aussetzender Artilleriekampf. In der Nacht zum 18. Januar überfielen wir hberraschnd mit Erfolg ein feindliches Lager westlich Kor na und töteten zahlreiche Soldaten und eine Menge Vieh. An dieser Front herrschte ausnahmsweise Schneefall, dem starke Kälte folgte. Au der K a u k a s u s f r v n t nichts von Bedeutung, außer unwesentlichen Scharmützeln am rechten Flügel nördlich vom Muradfluß. An den übrigen Fronten keine Veränderung. Nttmanisches Getreide. Berlin, 26. Jan. (Priv.-Tcl.) Die „B. Z. a. M." meldet aus Budapest: Der Transport des r u m ä n ich eit Getreides auf Wasser und auf Bahnen Ungarns ist im Zuge. Infolge des günstigen Wetters konnte die Wciterverfrachtung glatt vor sich gehen. Bisher haben mehrere Millioneit Doppelzentner verschiedener Getreidesorlen das Eiserne Tor passiert. Der Seekrieg. London, 25. Jatt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Rentcrschen Bureaus. Der britische Dampfer „Norsein an" (9000 Tonnen) soll versenkt worden sein. (Notiz: Wahrscheinlich handelt es sich um den in Lloyds Register niit 10 750 Tonnen anfgeführten Dampfer „Norsem'an") Ariegsbriese aus dem Vesten. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdrtnk, auch auszugsweise, verboten.) Die Niederlegung der Turinriesen von Nieuport. Großes Hauptquartier, 26. Jan. Mit der im neuesten Berichte der obersten Heeresleitung hervorgehobenen Niederlegung der beiden Turm- riesen von Nieuport ist unsereu Kämpfern an der belgischen Nordseefront ein lange gehegter Wunsch erfüllt worden. Beide Türme waren architektonisch wertlos, aber sehr hochgesührt, da sie in ihrer Entstehungszeit den Schiffern auf dem Meere als Seezeichen imd Wegweiser dienen sollten. Ju der im übrigen ganz flachen Dünenlandschaft beherrschten sie weithin die Aussicht, und es war offenkundig, daß von dort unsere Stellungen sehr genau eingesehen werden konnten, ebenso, wie man von unseren vorderen Stellungen bei Lombartzyde jeden Stein nnd jeden Schuß an den beiden durch frühere Beschießungen schon beschädigten nnd ihrer Dächer beraubten Stümpfen erkennen und gelegentlich selbst das Treiben auf den ans den Spitzen errichteten Beobachtungsstationen bemerken konnte. Außerdem war infolge des sich oft erst in den Nachmittagsstunden anfklärenden vorherrschenden Nebelwetters der rvestlich stellende Feind so wie so in gewissem Vorteil. Mit der Niederlkgung der beiden Türme verliert er alle natürliche Beobachtnngsgelegenheit, da der von ihm besetzte Dünenabschnitt, der überdies sehr nnter Sandtreiben leidet, flacher ist als die voir uns gehaltenen östlichen Hügelzüge. Die Niederlegung des ungeheuren Backsteinquaders von Templerturm, dessen meterdickes Man e^r- w e r k auch den modernen schweren Geschossen zäh wider- stand, ist auch als eine sehr tüchtige artilleristische Leistung zu bewerten. W. S ch e u e r m a n n, Kriegsberichterstatter. Aus dem Reiche. Die neuen Reichssteuern. Berlin, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Presse bringt nahezu Tag für Tag Mitteilungen über die neuen N e i ch s st c u c r n , die im März dem Michstage zur Beschlußfassung unterbreitet werden sollen. Diese Mitteilungen sind in keinem Fall authentisch. Das Reichsschatzamt hat über die geplanten Steuern bisher keinerlei Veröffentlichung ausgegeben tind wird aus dieser Zurückhaltung auch weiterhin nicht heraustreten, so lange die Vorlagen sich noch im Zustande der Vorbereitung befinden. Die Kartoffelversorgung. Berlin, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die verstärkte Budgetkommission des Abgeordnetenhauses behandele gestern und vorgestern die K a r t o f f e l v e r s o r g u n g eingehend. Der Berichterstatter legte die Verhältnisse des Kartoffelanbaues Deutschlands im allgemeinen klar und gab nähere Mitteilungen über die jetzige Lage der Kartoffelversorgung. Eine besonders vorsichtige Behandlung der Kartoffclvorräte in diesem Jahre sei angezergt, da die Kartoffeln der Knappheit der Futter- mittelvorräte zum Teil abhelfen und der menschlichen Ernährung noch mehr als im Verjähre, zumal bei der weniger bemittelten Bevölkerung, als Grundlage dienen müßten. Der Minister für Landwirtschaft und des Innern sowie der Präsident der Reichskartoffelstelle traten im allgemeinen dem Standpunkte des Berichterstatters bei und erläuterten die von der Regierttng eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Sicherstellung der Kartoffelversorgung. Ein Kommissar des Landwirtschaftsministeriums gab Erklärungen über die mit Hilfe der Landwittschaftskammern geplante wettere Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartoffeln während der Frühjahrs- und Sommermonate. Ein Straferlaß des Königs von Bayern. München, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Der König hat mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Januar in dankbarer Anerkennung der von seinem Heere In schweren Kämpfen errungeneir Erfolge auch zu dem diesjährigeu G e b u r t s f e st e des Kaisers allen M i - litärpersonen des aktiven Heeres, soweit dem König ein Begnadigungrecht zustehl, die gegen sie von Militärbefehlshabern verhängten Disziplinarstrafen, sowie die von Militärgerichten verhängten Geld- und Freiheitsstrafen oder beit noch nicht vollstrcckten Teil derselben aus Gnaden erlassen, sofern die ihnen auferlegtcn Freiheitsstrafen seckis Monate nicht übersteigen. Ausgeschlossen von der Begnadigung sind jedoch diejenigen Personen, die unter der Wirkung von Ehren strafen stehen obet seit Aerhäiiguirg der Strafe sich schleckst geführt haben. Ist auf Geldstrafe neben Freiheitsstrafe erkannt, so ist die Geldstrafe nur dann erlassen, wenn die Freiheitsstrafe unter den Erlaß fällt. * sc. Frankfurt a. M., 26. Jan. Die Vertrauensleute der hiesigen sozialdemokratischen Partei schlossen sich gestern abend nach einem Bericht des Reichs tagsabgeord- ncten Dr. Quarck der Erklärung des Parteiausschusses! zu ben Vorgängen in der Reichstagsfraktion und zu dev Bewilligung der Kriegskredite an. Dr. Quarck kam in seinem Bericht zu dem Schluß, daß die Bewilligung der Kredite im Interesse der deutschen Kultur, des deutschen Vaterlandes und der deutschen Arbeiterschaft notwendig gewesen sei. Für die Minderheit gab ein Vertreter die Erklärung ab, daß die Erörterung der Frage nicht vor die Vertrauensmänner, sondern vor die Mitgliederversainmlung gehöre. A»«s Stadt und Land. Gießen, 27. Januar 1916. Ariegsarbeit in Gießen. XIII. Die Gießener Lazarette. I. Es war vorauszusehen, daß Gießen, infolge seiner geographischen Lage, als wichtiges Verbindungsglied zwischen östlichem und westlichem Kriegsschauplatz und durch seine Institute im Kriege eine besondere Bedeutung als Lazarettstadt in Anspruch nehmen würde. Bei Ausbruch des Krieges handelte es sich vor allen Dingen um die Unterbringung der zu erwartenden Verwundeten. Hier hatte die Tätigkeit des Roten Kreuzes, das die Universitätskliniken als Vereinslazarette zur Verfügung stellte, sehr ersprießlich vorgearbeitet. Größere Schwierigkeiten bot ' die Einrichtung der Reservelazarette, die zum Teil in Schwesternhäusern, zum Teil in größeren Wirtschaftsgebäuden eingerichtet werden mußten. Es sei hier voraus- geschickt, daß die anerkannt vorzügliche, organisatorische Leistung vorwiegend ans die Tätigkeit des Herrn Oberinspektors Mechow (Garnisonlazarett) zurückzuführen ist. Die Militärverwaltung hat es mit seiner Unterstützung in erstaunlich kurzer Zeit fertig gebracht, diese Reservelazarette so herzurichten, daß sie für die zahlreichen Verwundeten gute Unterkunft bieten konnten. Die Verteilung der Verwundeten lag bestimmungsgemäß in den Händen des Reservelazarettdirektors Oberstabsarztes Dr. Siegert (zu Anfang mit Hilfe des Chefarztes Prof. Dr. W a l t h e r). Prinzip bei der Unterbringung lvar, daß alle Schwcrverwundeten. die spezialistischer Behandlung bedurften, in den Universitätskliniken untergebracht wurden. Es ist hier in Gießen in den vorzüglich eingerichteten Kliniken Hervorragendes geleistet worden. Mancher der Kriegsverletzten hat die Wiedererlangung seiner Gesundheit nur der ausgezeichneten ärztlichen Hilfe der Gießener medizinischen Universitätsprofessoren zu verdanken. Hier ist an erster Stelle Herr Geheimerat Prof. Dr. Poppe ct zu erwähnen, der seine wertvolle chirurgische Kunst und sein Wissen den Verwundeten zur Verfügung gestellt und sich Verdienste erworben hat, die über alles Sofa erhaben sind. Aber auch die anderen Vertreter der Universitätskliniken, so insbesondere die Herren Geheimeväte Prof. Dr. V o s s i n s (Augenheilkunde), Prof. Dr. V o i t (Medizinische Klinik), Prof. Dr. Sommer (Nervenklinik), Pros. Dr. Jesionek (Hautklinik und Lupusheim), sowie Professor Dr. Schmidt (Hygienisches Institut) haben verdienstvollen Anteil an der Gesundung so manches Kriegers. Die Ohrenklinik stand unter Leitung von Prof. Dr. Leutert, der Herrn Prof. Dr. v. Eicken während seiner Abwesenheit im Felde vertrat. Zunächst wurden folgende Reservelazarette belegt: Garnisonlazarett Braugasse, Evang. Schwesternhaus, Steins Garten, Kausm. Vereinshaus, Aliceschule (vorübergehend), Turnhalle, Katholisches Vereins- und Schwesternhaus. Diese Lazarette bilden mit den Vereinslazaretten, Universitätskliniken und dem später noch hinzugekommenen Windhof znsamnten das Reservelazarett I und unterstehen der Leitung des Chefarztes Stabsarzt Prof. Dr. Walther. Bald waren jedoch die Räume zur Unterbringung weiterer Verwundeter nicht mehr ausreichend, und so entstanden die Reservelazarette S-ieck)enanstalt, Heil- und Pflegeanstalt tmd Alte Klinik, die gemeinsam als Reservelazarett II dem Chefarzt Oberstabsarzt Dr. W int her unterstellt sind. Ms oberster örtlicher Sanitätsbehörde unterstehen die Reservelazarette I und II dem Reservelazarettdirektor Oberstabsarzt Dr. Siegert. Für kriegsgefangene Verwundete wurden in erster Zeit das Garnisonlazarett und die Turnhalle verwandt, später entstand das Kriegsgefangenenlazarett (Leitung Chefarzt Stabsarzt Dr. Li l i e n st e i n) in der Maschinengewehrabteilung unseres Regiments. Ein wichtiger Zweig der Kriegsfürsorge mußte in dem Bestreben gesehen werden, Infektionskrankheiten (Typhus, Rtchr, Cholera und Fleckfieber) sowohl von den Lazarettinsassen sowie von der Truppe nnd von der Bevölkerung fernzuhalten und da, wo Infektionen auf- trateu, die Weiterverbreitung durch geeignete Maßnahmen zu verhüten. In dieser Hinsicht wurden umfangreiche Vorkehrungen getroffen, indem hygienisch einwandfreie Abortanlagen, Badeeinrichtungen u. a. in allen Reservelazaretten angelegt und außerdem Entlausungen aller hierher verlegten Verwundeten vorgenom- men wurden. Auf diese Weise gelang es, die genannten Krankheiten, deren Einschleppung befurchtet werden mußte, von Gießen gli'tcklicherweise fernzuhalten. Sehr wirksam wurde diese Bestrebung der Verhütung und Erkennung von Infektionskrankheiten durch die Bereitwilligkeit des Großh. U n t e r s n ch n n g s a m t e s (Direktor Medizinalrat Dr. Bötticher), welches ebenso wie das Hygienische I n - ft i t ii t (Pros. Dr. S ch m i t t) Blut-, Urin- und Stnhlunter- snchnngen auf Jnseltionserreger ausfnhrte, unterstützt. Ferner wurde ausgiebig Sorge sür die Isolierung der an obigen Infektionen Erkrankten getragen (Jsolierhaus der Medizinischen Klinik). Für die bekannterweise wichtige Nachbehattdlung Verwundeter stehen in Gießen neben den: militärischen medieo- mechanischen Institut im Garnisonlazarett Braugasse nnd auf dem Windhof n>vch zwei weitere medico-mechanische Abteiltmgen zur Versi'igimg, diejenige von Sanitätsrat Dr. Z i n ß e r nnd .Frau Professor B r i\ n i n g. Um den Unterricht der Verwundeten hat sich die Gewerbeschttle sehr verdient gemacht. Das wichtige und schwierige Amt eines Berufberaters liegt in den Händen des Herrn Justizrats Grünewald. Ueberharrtzt kann man in den Gießener Lazaretten fest-' stellen, daß den Kriegern allenthalben eine große Fürsorge entgegengebracht wird. Eine Fülle von Liebesgaben ist ge- spettdet lvorden. Sie eiitzeln ansziuführen wird erst später möglich sein; ebenso tverden dann noch zu erwähnen sein kTS und des Gießener Konzert- fefissS“ (Satib. ttreb. und Apotheker Werneo (Schluß fotgt.) .. 3« einem zweiten Artikel beabsichtigt der Verfasser bre prrvate Lwbestättgteit in den G cßener Lalaretten ^ pü£ki& s S"sS “» £ ® f Ä t Ä£, j a 5 Äg f.-cubi 9 c Antettnahm/ an dem Gel-nrÄagk unftre^Kai/ers lüpppsi fÄ ®vrp°4e ÄieS, lt Ä aÄ5rÄ 6 Ä jjiÄ ftS&Ä SS* Ä aus Anlaß von Kaisers Geburtstag als BZohltatigkeitsvorltellung das Gastspiel Münckibanftn" des vaterländischen Dichters Friedrichs ^ienbard M blerbt niemand auch bei der auf kafferlichen WuE be^a^ geminderten Festlichkeit verborgen, daß unsere Herzen beute dem obersten Lenker von Deutschlands Geschick in Treue und ÄäÄä??™' L LZ 1 LÄ Heilige Flamme glüh, Glüh und verlösche nie Fürs Vaterland. Wir alle stehen dann Mutig für einen Mann Kämpfen und bluten gern M Für Thron und Reich. Institut? ^der * Unioerfitoi Pros! ® uf ä mTuTvve\%illftZ a eZ e 've7iZn b ^ ^ r r e i ch i s cho *• Amt l ich e Person alnachrichtcn. Der Gr,in- st°dt, das Ritterkreuz des Üudewi-,s-Ordens verliehen. ^ noch isisrr Weißwein zu erhalten, den bedeutenderen Wschlüssei wur- W?i>-^k^ &tU t W15et ?50 -1000 Mk. «Mt tot rn gesteigertem Maße auch vM Seftagt. Rotwein ist nach wie vor Imb^ »r nln K m t 9 o"A 9 ^ o6ei ’ Mengen faunt noch zu Er stellt sich auf 8o0-950 Mk. und hoher das Stück Landkreis Gießen. uLah^' b« m bie . .. Kreis Alsfeld. Kr°i^.^a"u'"sb°'it.!'ü^?f!. *?' 3nn \ D» Wandeckursus der Stadt abapdnit-n ^90 ^ c ,mrö gegenwärtig in unserer cwgehallen. 20 Schulermnen, worunter einige aus der Umgegend, nehmen an dem Unterrichte teil. Es ist mit Vreuben m begru^Ne daß eine solche Anzahl von Schülerinnen sich an der io wichtigen Ausbildung im Haushalte beteiligt . Burg-Gemünd en, 25. Jan. 'Bei den, Mmn s „ Asch!"--" ^war bet »"afft“""** 1 w ? f, 'Sr! ne Schwabe-Mühle in ?*dn”im e Af. n ? ei ? ön if, n m der Schlagmühle und nahe an 100 Rentner E r ü^, ln T.?' r r.® Q ^ m , öf > [e ' Die reichlichen HvlzvorEe bei der schwarz geworden. Dou den drei Wnl, stutzte» der Mnhte ist einer wohl zugrunde gegangen. ä * m ,, t Kreis Büdingen. m «, xt , ? n ** ? ",! l n ' £ 6 - Fall. Die Hessische T ap fe rk e i ts mC ♦ er ^J ct der Gefreite Worner im Res.-Jnf.-Reat 88 d-. K ^rt enberg 26. Jan. Das Ei s e rn e Kreu, erhielt bcc Wehrmann hensel tm Landsturm-Jnf.-Bataillon Friedberg. . ^ ^Kreis Lauterbach. L { .r™' Oß E i s e n b a ch , 26. Jaii. In feierlicher Weise fand •»Sä 's» ;,v 1 a« L (7, nnn h^ flrC s C ^"^gebahrten Sarge hielt Pfarrer Schorle miner fircmirf ? c F^er. Darauf wurde der Sarg unter ssisiE” ä&ri'äiJ'SSsii s* is st sag? "»»»« q, p v m Kreis Schotten. v \ #„■ . ?Ä t b r,n a % SBocböliimÄr l m vr\ b ° § L UCf,t nGrn ' u,eU Kälterücksälle das Wachstum wieder veriiichten und die Weiterentwickelung hemnien. Wenn aber die Kalteruckfatle ausbleiben, wie cs in früheren Zähren wiederholt der Fall war, bann gibt es reiche Ernten Hoffen wn, daß das auch für dieses Jahr der Fall ist D.s © i J e r n c Kreuz Kreis Friedberg . e vo r ?„ Ö p b # • n a « ? V 1,1 ' 3°". In der gestrigen Stadt- 3 ??r 1 r,t g^® ^ JV - m 1 " "ff wurde folgendes verhandelt: ^.ei -b erfe h i § f o tu m t fj t o n wird als Beitrag zu den ihr ent- standeneu Unkosten ein Zuschuß von 2000 Ack. bewilligt - ^ie Versammlung lehnt die Unterstützung des Gesilches de?Hessischen Hailsbesitzerverbaudes, betreffend Errichtung einer H a n s be s i k r f a "int e u, ab. — Sem Verein der Frei.ndinne.iji.nger Mädchen der die werbliche Abteilung des städtischen Arbeitsnach'veises ver- ivaltet, w,rd gestattet, ab'1. März für jede Die,istvermiltelnnq über einen Monat Dauer 2 Mk. Gebühr vo.n Arbeitgeber zu erheben Eme ut der Rahe des Gasiverkes liegende neu erschlossene Strave mit anschließendem großen Platz erhält den Namen dip JlU m b r- V Q s ft c ? 6 1» beziehllngsweife Hindenbnrgplatz. - Ta die Stadt für die un Herbst freiwillig abgelieferten Metalle bis letzt vo,i der Reichs-Metallsaniinelstelle noch keine Bczahluua emv- fangen hat so soll eine Anleihe ausgenommen werdet damit der Bnrgeischast das ihr znkommende Geld ansbezahlt werden kann. , . s l.- - F l o r st a d t, 26. Jan. Die Hessische T a v f e r- LwtNlMii^Ld? * £r[,iCÜ bCC ® efrci(c Roth im Pionier Starkenburg und Rhcinhesscn. *. <.^ C ' 4 U -’ 8 Rheinhcssen, 26. Jan Die Bknnpreise haben sich rn den letzten Wochen infolge der herrschenden starken Rachfrage, welche durch den Verbrauch des Heeres und den Versand von Ch-ampagner nach dem Güdosten be- drngt rst, ganz bedeutend erhöht. Unter 600 Mk. ist in der Kreis Wetzlar. «S^ÄS,S"“ IWM betstnnt mit der Feier MMLLMLWZÄ Hessen-Nassau. y '} b? usen, 27. Jan. Gefreiter Schultheis beim St^ t nS“ wacher noch von A.isnnq des Kriegs O .‘’S ueht, zuerst am bem we ttiche», dat!» aut dem öftiidien ® er, Lu ,m , b - /*"" r«3«mt vorigen Jahres dos von he,Ne°ab ^an' ' V' ? ie Stadtverwaltung verkauft 00 mt L"j Emwohner mit entern Eiukommen von weniger oss £ ^ , ‘ e 1 öUNi Prel e von 10 Pfg. das Stück Mehr /lugle'ch werden nicht abgegeben ^ Nordfdi^sb adrn. 87.Jan. Dieser Tagc tvurde auf der m »' Gasthauws , Altc Adolfshöhe (Biebricher Ge- fiZÄS größeres Gelände zum Bau etucs „Krüppel- SItn ? L"gckauft für den Wiesbadener Bezirk. zeiqt^ sich 7» der ^ f 1t 5 £ o" -V 27 ■ • San - Auf dem Rhein «Aei SS. .^ lt wieder mehrmals starker Schls,ahrtsbep.ncb hatte unter diesen Verhali- Ä S ihri C T Ct !' Schleppzüge mußten vor Anker den, e« JZfi Iahten erst spater anfzunchmen. nach- Das aber war nicht lange der Fall. cWpiifl lT t5 ^ öl ?' Dem Landrat des hiesigen Kreises rt * u w''we das Eifers Kreuz reger ^ «tc&marft brachte bcn TgQn chUsuyr von Schweinen (mesit Dändlermare) bobe Lu^nr i°ji ä, .Le» fahr Über,chritten.^'"^" bnS 7 °' '«*«» Perfol,ei, das 70. Lebens Sitzttug -er Sta-tvcrordnetei». o., . ^ . 22 . Gießen, 27. Januar. JLrSPj??iL Stadtverordnetenversammlung drohte anfangs SnÄW , äU Zeichen, , und reichlich spät gelang es unter Zuhilfenahme des Fernsprechers, die notwendige Anrabl L^Swdtvatern zusammen zu bekommen. Anwesend warm die mo^bnelln^ ™ ^ ^ V unb alb und die Stadt- oeroroneten Ebel, Cichenauer, Fab er 5)elseriä, H e r ch elherm, Huhn, I a n n , Krumm, Leib, O rbi g ' nrfimsVh Sommer, Vetters und Wirnmenauer Als | fl f j, e f er[c,nen wurden gewählt die "Stadtverordneten I a nn und Oberbürgenneite ^cUer eröffnete die Tagung mit der Mitteilung, daß Apotheker Werner der Stadt 1000 Mk 3 1 / - Konsols zugewendet habe ^ren Zinsen unt^r Hinterbliebenen Gießener Bürger verteilt werden genommkn dom Ausdruck des Dank7?am Die Rechnung der Löberstiftung für das Jahr 1914/15 2245 ^^?^"^^^ 2512,63 Mk. und einer Ausgabe von 2_45,62 Mk. sowie der Voranschlag fiir 1915/16 mit 2597 51 Mk und Ausgabe wurde auf Antrag de^ Armendeputation genehmigt, ebenso vorbehaltlich der Prüfung der Oberrechn möt SS? We ««feung des R c a t g v m Taft um s fll 19?4 mck Einnahme und Ausgabe, sowie die der Ober- Au^a'b/^"ÜZk, | nungsabschluß des E l e k t r i z i t ä t s w e r k es ,md der f«»t 1 unb" ®1 ** 54 . ft. .-,I°^S'M..d"L 7 '!NL.'chL?ÄL fticrfuT anberarimten Bürgerversmnmlnng grundsätzlich beschlossen wNrde, soll außer den hiesigen Architekten der Städtische Kunstbeirat z-ugezvMii iverden, verstärkt durch die Stadtverordnete Eichenauer und Winn. Stadtv. Vetters erkunbiate sick wie weit die Stadt bei der Errichtung des Kriegswabweick^n k beteiligt sei. Oberbürgermeister Keller beantwortete diese ^z-rage dahin, daß dies erst einem späteren Beschluß lmirrfiiw |tn werter^ Bedenken des Stadtv. Ve?M-r s dä nach duu wEtiM^dlk^hK^ «muchstn. wurde dahin L «chwrchtrat. daß dre Voranschlag völlig kostenlos unterbreitet - ^Ni weiteren Verlauf der Sitzung wurde die Erlaubnis rn -Schankwrrtschaftsbetrieb von .Johannes Marker Goetb^ Waßk'ü^E ®"lwnrtsehaftsbetrieb vvn .Karl Ltter. B?hn ,j 1 ?Z^uch.derHilfsstelle des R ot en Kreu; es H e r bes- erock,! Benralts von 200 M wurde in M- tracht der starken Belastung dieser Grenzstation und des Boraedens amerer helstscher Städte stattgegeben. Berg. Gr ü n e w a l d w«tdAe biE Zmtralstelle des 9iote, 5 rcu * cö oiefer Ausgleich geschaffen werden müßte fötnSth sich dasilr aus, daß die Sammlungen des Noten Eures mehr zentralisiert würden. Lieber sollte man eLm bl gimirrtcn .Beitrag erheben, sonst könnte jede Stadt kommen „nv sich eine Sammlung veranstalten. Die Zersplitterung der Sammlungen verleide die Freude am Geben. Die geniale bei miffse für dw Grenzstation aufkommen. Stadtv stirsorae 30M0 darauf Mn, daß das hiesige lUvte .Kreuz der Kriegs- surwrge oGXI Mk. zur Verfügung gestellt hätte Menn feßg Avrredners dnrchgeMhrt werde, so'habe Gießen b 3wr daß es erneu Tert davon an die Zantralkasse aba>ben ?.'Me Stadtverordn. Dr. ffiintmettou« S B Ä" fufit des SBetjjeotbn, Grünewald an. Stadtverordn^er H e°i ck>e?- hetm verterdrgte die Stellung der d-? m mM a tonimS re £ eff,h i’ e S 1? btC ^ t *S n drr Hilfsstelle beschlossen f dw erwähnte Zuwendung ^nem Vertrage der Stadt ^referung der Schreibwaren und den erbeblick, ^Nf^^-^^tweiseit miszugleichen wtcrde der Beschluß qut act>et|jCTt, daß die Schrelbivaren der Stadt für die Dauer bes Krieges nnt 10 Prozent Rabatt zum Ladntprotse bezogen werden für I°e"^üäer^ b *? ® W t raU lauf Erhöhung derDergntunq jur oie Fütterung eingefangener herrenloser bunhc t «(uferlv 1 rh b V 0l T b 2 ö 1 f rtflirr f n . jfttttcrmittft zugestimmt, üfiertl,,^ berichtete Beig. ©t fl ne mal 6 m , hessische Kammer gerichteten AntragBreiden- wl f 4 { ,V- 5. “ 1 b^n-d Genossen über Erh-lftmq des k-n d. f , 1 . 1 tlcha stlichen Institutes der L an des» n i v ersi- tat Gießen und ersuchte die Stadt um Befürnwrtuug des G^- » «-s, b-s l 0 'S c ^ Ss Z eo » » jz) 5 •c so i OyC- äZ b l!l.| CO xi Wetter 26. 2 25 3,9 5,0 82 _ 7 Bew. Himmel 26. 9 * 6 — 4,3 5.1 82 — - 10 Bed. Himme' 27. 7 26 _ 4,5 5,7 90 10 „ » Höchste Te»nperatur ain 25. bis 26. Jan. 1916 — -f- 4,5 ° C. Niedrigste ,. „ 25. „ 26. w 1916 ----- — 1,1° C. Niederschlag: 0,0 mm. Statt jeder besondereu Anzeige. Heute mittaff I2V2 Uhr wurde unsere innigstgeliebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Dorothea Todt im Alter von 28 Jahren von ihrem langen, schweren, mit grosser Geduld ertragenen Leiden durch einen sanften Tod erlöst In tiefer Trauer: Familie Georg Todt Georg Todt und Frau Familie Otto Gutjahr. Giessen (Sonnenstrasse 19), den 26. Januar 1916. Die Beerdigung findet Samstag, den 29. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 677 Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Statt besonderer Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 7*11 Uhr nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharine Bingei gab. Müller im Alter von 41 Jahren zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Bingei und Familie Friedrich Müller und Familie Wilhelm Müller und Familie- Mainzlar, Staufenberg, den 26. Januar 1916. 681 Die Beerdigung findet Freitag, nachm..um 3 Uhr, in Mainzlar statt. mm&v. Gestern verschied plötzlich nach schiverem Leiden unsere liebe Tochter Maria Fleischer im Alter von 15 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Hermann Fleischer. Gießen (LeihgesternerWeg9), 26. Januar 1916. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr in aller Stille statt. 1687 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abend unser innigstgeliebtes Söhnchen Willi nach kurzem Krankenlager zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Familie Schmidt. Klein-Linden, den 26. Januar 1916. 07330 Die Beerdigung findet Freitag, den 28. Januar, nachmittags um 3 Uhr, voin Sterbehause, Hügel-- stratze 7, aus statt. Perfekte Stcnotpiitin sch. b. Behörd. tat. iv. Ausf. schrifkl. Ang. m. Gehalts- anspr., Zeugn. u. Lebensl. an Franz Vogt 6rCo„ Gießen. Wir suchen zum baldigen Antritt für dauernd 1668 Schriftliche Bewerbungen mit Gehaltsansprüchen bis 1. Februar erbeten. Konsamvcrcin Oießen and UniBCK©nd. Vermietungen H a Wilbelm Ä U F* ftrakre 7 z. Alleinbewohnen eingerichtet, zu vermieten. 78 Näheres Wilhelmstr. 5. 5 Zimmer Schöne, neu hergerichtete 5-Zimmcrwobnung. Part., vcr 1. Mai, evtl. 1. April zu vermieten Blcichstr. 2*4 L Erke Ludwigstraße. 39 LcköneMauiardcnwobng. c f Zimmer) per 1. April zu vermieten. Näher. Stephan st raste 17, Parterre. >180 323, 5-Z. W., Part., z. 1.1.16 zu nenn. Bleichst raste 33. 6171 Sch. 5-Zim. Woluittng in fr. Lage, Gas, elekirisch. Licht. Bleichplatz, Gartenanteil und allem Zubehör zum 1. April 1916 zu vermieten. 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I., nachm. 4 Ubr, auf der Ziegelei zu Kinzenbach die nachstehend gepfändeten Sachen, nämlich: Ein Haufen Steinkohlen lca. 3- bis 400 Zentner) öffentlich versteigert werden. ( 67 i Dutenhofen, d. 26. Jan. 1916. Bändel, Vollziehungsbeamter. Kieler Bücklinge Cabliau, kopflos la. bolländ. soeben frisch eingetroffen bet Anenst Wallenfels, Kolonialwaren. Delikatessen- und Weinhandlung, Gießen, Telephon 262, Marktvl. 17.67?a M Un f- Geflügel,Schweine, fiP wagen- u. sackw., bill. lül Liste frei. Gral & Co., Mtthle Anerbach 249, Hessen. (6hv) Stadt-Theater Donnerstag, 27.Ian.1916 abends 8 Ubr: Is7sv Außer Abonnement! Gewöhnl. Preise (ermäßigt) Wohltatigköits-Verstellung aus Anlaß von Kaisers Geburtstag. Lillmsliges Gastspiel des Hosschanspielers Frlta Gerhard vom Hoftheater Weimar. Neuheit! Neuheit! Mnekdansen Lustspiel in 4 Aufzügen von Friedrich Lienhard. Ende 10'/., Uhr. Soldaten vom Feldivebet abwärts zahlen bei allen Vorstellungen (außer bei Volksvor,iellungen»auf2. und LSperrfitz nur halbe Preise.