Nr. 21 Der tffcQfltcr Rnzekge, erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal mÖcbentltcf) Siehener^amilündliitter; Zweimal wochentl.Uteis- vlatt für Öen Kveis Glehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitsrallen Fernjprech - Anschliisse: für die Schriitleitnng l I2 Verlag,Gcschäitsstcl!c51 Adresse ß"ir DraINnach- richten: Anzeiger Kirßcn. Annahme von Anzeigen kür dte Tagesnnmrner bis zum Abend vorher. Blatt ( 66 . Jahrgang Mittwoch. 26 . Januar Mb Rotationsdruck und Verlag der Srühl'schen Univ. Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Zchrtstleiturig, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchu!str.7. Beznqsvrei Z. monatl. 85 Vs., viertel- jährl. M. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Vi.: durch diePost Mk.2.30viertel- jahrl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf.. ansiv. 20 Pi. — Hauptschristleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; iur Stadl mtb Land, Verinischtes und Gerichtssaal: Fr.N.Zenz; sür den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich m Gießen. Reue türkische biege in Messpsiamien. Die beginnende amerikanisch-englische Auseinandersetzung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 25.Januar. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. In Flandern nahm unsere Artillerie die feindlichen Stellungen unter kräftiges Feuer. Patrouillen, die an einzelnen Stellen in die stark zerschossenen Gräben des Gegners eindrangen, stellten große Verluste bei ihm fest, machten einige Gefangene und erbeuteten vier Mmenwcrfer. Der Templer-Turm und die Kathedrale v o n N i e u p o r t, die dem Feinde gute Beobachtungsstellen boten, wurden umgelegt. Oestlich von Neuville griffen unsere Truppen im Anschluß an erfolgreiche Minensprengungen Teile der vordersten französischen Gräben an, erbeuteten drei Maschinengewehre und machten über hundert Gefangene. Mehrfach angesetzte feindliche Gegenangriffe gegen die genommenen Stellungen kamen über klägliche Anfänge nicht hinaus; nur einzelne beherzte Leute verließen ihren Graben. Sie wurden nickergeschossen. Deutsche Flugzeug-Geschwader griffen die militärischen Anlagen von Nancy und den dortigen Flughafen. sowie die Fabriken von Baccarat an. — Ein französischer Doppeldecker fiel bei St. Benoit (nordwestlich von Thiaucourt) mit seinen Insassen unversehrt in unsere Hand. Oestlicher Kriegsschauplatz. RufsischeVorstöße wurden an verschiedenen Stelle« leicht abgewiesen. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Während in Mesopotamien neue Versuche der Engländer. Kut el Amara zu entsetzen und womöglich gegen Bagdad vorzudringen, nach dem neuesten türkischen Kriegsbericht unter furchtbaren Verlusten gescheitert sind, hat der neue Militärstaat England zu neuen Schlägen ausgeholt. Nicht auf den Schlachtfeldern. John Bull legt seine schwerste Rüstung an: das Unterhaus hat gestern in dritter Lesung das Militärdienstpflichtgesetz angenommen, und zugleich beginnt man, die neu geplante Blockade gegen Deutschland zu organisieren. Das sind Maßnahmen, die vorläufig noch auf Buchstaben ruben, und es werden noch manche Federn in die Tinte getaucht werden, und der Tigris wird noch manchen gegen den Strom schwimmenden Engländer sortreißen, bis die neuen Pläne verwirklicht werden können. Amerika hat, nach einer neuesten Meldung, bereits eine Protestnote in London überreichen lassen, und das Reuter-Bureau versetzt die Leser nur in Heiterkeit, wenn es berichtigt, es handele sich nicht um einen Protest, sondern nur um eine „Vorstellung", denn Amerika werde erklären, daß es eine Beeinträchtigung seines Handels, die ihm durch die neue Blockade drohe, nicht dulden könne. Alle Anzeichen. deuten aber daraus hin, daß Englands Willkür in den Reihen der neutralen Staaten zunehmender Erbitterung und bedrohlichem Widerstand begegnen wird. Es ist immerhin schon ein Erfolg, wenn die englischen Lügen nicht mehr siegreich die Welt beherrschen, für das übrige werden die Waffen der Zentralmächte sorgen. In Holland kaufen englische Kaufleute die Lebensmittel auf, um Deutschland auszuhungern; wir vermuten, daß die Regierung im Haag diesem unverschämten Treiben, das ja die Teuerung in den Niederlanden steigert, nicht lange mit verschränkten Armen zusehen wird. In Schweden hat der dortige Ministerpräsident vor versammeltem Reichstag schön eine zielbewnßte Sprache geführt, und wenn eines Tages aus den Sckstachsieldern die englischen Niederlagen vollendet werden, so wird über das stolze Jnselland auch die Vergeltung der mißhandelten neutralen Staaten vommen. Der Minister Lloyd George, der sich seit einigen Monaten außerordentlich militärisch gebärdet, hat wieder eine der beliebten englischen Prophetenrollen gespielt. Deutschland werde bald Englands ganzes Gewicht zu spüren bekommen. Er kündigte nrcht nur die „bestausgerüstete Arnvee der Welt"' an, sondern auch ein ,Irenes industrielles England". Automatische Maschrnen würden das Wirtschaftsleben verbessern und ein Heer von Industriearbeitern warte darauf, um die Verwüstungen des Krreges wieder gutzumachen. Das klingt wie ein phantastischer Zukunftsroman: um die englische Selbstsicherheit aber ist es rn Wahrheit schlecht bestellt. Ernsthafte Politiker haben eine sehr bedrohliche Verarmung in Großbritannien befürchtet, und der englische Schatzsekretär vergießt heimliche Tränen über das für die Waffenschmiede und die bettelnden Bundesgenossen abfließende Kapitalvermögen. Noch in den letzten Tagen stellte der „Economist" auffallende trübsinnige Betrachtungen über die Lage (ttt. Er vertraut der Zusammensetzung des Kabinetts nicht und erklärt u. a., Lloyd George werde nach seinen Fehlschlägen in Südwales und am Clyde, sowie angesichts der Haltung des Kongresses der Gewerkvereine, der Bergarbeiter und der Eisenbahnarbeiter eher als eine Ursache der Schwäche denn als eine Ursache der Starke für eine Regierung erscheinen, die versuchen müsse, die Arbeiter auf ihrer Seite zu haben. Sir Edward Grey und Asguith beriefen sich noch immer, wenn über die Kriegsziele befragt, auf Erklärungen von November 1914 und Februar 1915. Inzwischen aber habe das kindlicheVertrauenaufgehört, und der Wortlaut alter Reden gelte nicht mehr als maßgebliches Gesetz, der Kniff mit dem Vertrauen sei zu oft angewandt worden. Der „Economist" schreibt wörtlich: Glorreiche Enttäuschungen werden nicht mehr dem bösen Zufall oder der Trunkenheit der Arbeiter oder auch der Bosheit einer nicht genügend zensurierten Presse zugeschrieben. Schöne Phrasen über den „letzten Mann und den letzten Pfennig" oder fein gesponnene Formeln zur Verhüllung von Uneinigkeit im Kabinett ziehen nicht mehr. Die Politik, die auf die Zerschmetterung und Zerstückelung Deutschlands und Oesterreichs, hinanslief und als das letzte Wort des liberalen Imperialismus erschien, hat das natürliche Ergebnis gehabt, daß die Völker, mit denen wir im Kriege liegen, einiger geworden sind und es sich auch vom militärischen wie diplomatischen Standpunkt aus schwieriger gestaltet, die von uns verfolgten wesentlichen Zwecke zu erreichen, namentlich die Freiheit Belgiens, die Sick)erheit Frankreichs und eine vernünftige Lösung der türkischen und der Balkanfragen... Hat doch auch das leitende Blatt von Lancashire, der Manchester Guardian, vor einigen Tagen, bei einer Erläuterung der „ewigen Kompvomiffe" in dem Kartell-Kabinett erttärt: „In dieser Hinsicht sündigt das Kartell-Kabinett am meisten; es ist an sich schon ein Kompromiß, während eine richtige Leitung der Reichsgeschäfte eine verantwortliche und mithin vernünftige, wenn möglich auch starke Opposition erfordert." Das Schicksal Montenegros ist die Folge unserer diplomatischen Fehler am Balkan; es schließt sich an die Ereignisse an, die mit dchn Beitritt der Türken, dcrnn Bulgariens auf die Seite Deutschlands und Oesterreichs begannen. Vielleicht wird auch dem amtlichen England, das jetzt so vielerlei bedeutungsvolle Wagnisse unternehmen will, bald einmal „vor seiner Gottähnlichkeit bange". Zunächst wird man gespannt: darauf sein, ob die Ruhebank in Saloniki noch lange das aus ihr sitzende Gewicht vertragen wird. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. Januar 1916. RussischerKriegsschauplatz. Gestern standen wieder verschiedene Teile unserer Nord- ostfront unter russischem Geschützfeuer. An vielen Stellen war die Aufklärungstätigkeit des Feindes sehr lebhaft. Italienisch erKriegsschau platz. An der Tiroler Front beschoß die feindliche Artillerie die Ortschaften Creto (Judicarien) und Caldo- nazzo (Suganer-Tal). Am Görzcr Brückenkopf sind bei Oslavija wieder Kämpfe im Gange. Gestern abend war die Tätigkeit der italienischen Artillerie an der küstenländischen Front sichtlich lebhafter. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Entwaffnung des montenegrinischen Heeres geht nach wie vor g l a t t v o n st a t t e n. Ueberall, wo unsere Bataillone hinkommen, liefern die montenegrinischen Bataillone unter dem Kommando ihrer Offiziere ohne Zögern ihre Waffen ab. Zahlreiche Abteilungen aus Gegenden, die noch nicht von uns besetzt sind, haben bei unseren Vorposten ihre Bereitwilligkeit zur Wäffenstreckung angemeldet. In Skutari erbeuteten wir zwölf Geschütze, fünfhundert Gewehre und zwei Maschinengewehre. Alle aus feindlichem Lager stammenden Nachrichten über neue Kämpfe in Montenegro sind frei erfunden. Daß der König sein Land und sein Heer verlassen hat, bestätigt sich. In wessen Händen derzeit die tatsächliche Regierungsgewalt liegt, läßt sich noch nicht mit Bestimmtheit feststellen, ist aber für das militärische Ergebnis des montenegrinischen Feldzugs völlig bedeutungslos. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Eine amerikanische Protestnote gegen England. Washington, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Von dent Vertreter des WTB. Die Bereinigten Staaten haben der englischen Regierung durch den amerikanischen Botschafter in London eine .Note überreichen lassen, in der Amerika Einspruch erhebt gegen jede Art der Anivendung des Gesetzes, betreffend den Handel mit dem Feinde, nwdurch der amerikanische Handel betroffen werden könnte. Washington, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus; Die Note der amerikanischen Regierung an Großbritannien, betreffend das Gesetz über den Handel mit dem Feinde, ist durchaus kein Protest, sondern nur eine Vorstellung gegen die Amvendnng des Gesetzes, das, wie die Regierung der Vereinigten Staaten glaubt, das amerikanische Geschäftsleben stören könnt?. Es wird in dieser Vorstellung gesagt werden, daß die Regierung das Gesetz für ungerecht hält und Ersatz für jeden Schaden verlangen wird, den der amerikanische Handel dadurch erleidet. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, daß die Beziehungen des amerikanischen und deutschen Kapitals zu den amerikanisck>en Industrien derartig sürd, daß es unmöglich wäre, Deutschland mit Erfolg einen Schlag zu der- Imilwn 11 ^Ubereffyn der Vercinigtlm Staaten großen Schaan Znun Z* ^ i>er Ansicht, daß im großen und Produkt emes in einem neutralen Staat lebenden -öurgcr.0 aw nerMal aufzumiseu sei. Englische Umtriebe in Holland. B e r l i n , 26. Jan. Englische Kaufleute der- fnchen letzt, wie der „Vossischen Zeitung" berichtet wird, in Votland und in nördlichen Ländern große Mengen Rechnung fest zu" OhTffiJfir ^ ait ^ Nch dabei um alle Erzeugnisse, deren Ausfuhr m den berref,enden Landern noch erlaubt sei. In den Landern, die im Warenaustausch mit den Mittelmächten stehen, werde versucht, die Austauschwaren auch aus Eng- '?!? * l ? 0igt Verfahrens würde eine bedeutende Preis steig erung der Lebensmittel in den neutralen Landern sein. Lloyd George über die neuen englischen Anstrengungen. 25. Jan (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des ^rrcaus.Llv yd George sagte in einer Unter- England bereite sich vor, sein ganzes Gewicht s^.^bn Krieg zu werfen: Deutschland werde es sehr bald i^i>f^^0la7rdbcsitze ictzt ^ ne der größten Armem der Welt SHL 1 #? *“«> **7 bc P l . e fe cwch. die bestausgerüstete Armee der S*" .* KP 1 * Aber das sei noch ttichjt alles: ein neues i n d u 4 Lt, LlwÄ 110 fei tn der Entwickelung begriffen. Wir werter, infolge des Krieges automatische Maschinen imWerte von dreien Millionen ein geführt, die nach dem sehr große Wirkung auf unsere Industrie haben werden, wahrend wir letzt die an sich schon große Armee von Industrie- ardettern vergrößern, die vor allem notwendig sind, um die Ver- wustun«n des Krieges künftig wieder gut zu machen. Daher wird keines wegs ver a r men , sondern an allen Dingen, Nnrklichen Reichtum bedeuten,, reicher werden. Ich habe Minister werter, die Erledigung internationaler streitig ketten durch Gewalt bekämpft, aber Englands Eintritt in b^R h,ViW*1 ^ckholm bis Bagdad «ich-. Carv tviinscht, aaricn 0 js?^">-?^.oeWrdlichen lungeren fiontdrensttauglichen Ele- Ä'B ÄS? to ^taSEÄ den Kriea ,war das ein'irgi Mittel!^ die" Bedrohung des" FrüdenS Zttnlisatton durch Deuffchland zu beseitigen. Die Miierten und der __ _ j n Ä#".?Ärengungm begriffe"Hr gottlosen ä) Or ft d>t i c 1 ' das Grab z u graben und Anstrengungen nicht auf hören, bis sie ihr ein - ^°e'N Huben. Lloyd George schloß mit der die Mlnettm feien eben so fest geeint, wie bei Beginn des Krieges und hatten nicht den geringsten Zweifel an ihrem Siege. Das englische Dienstpstichtgesetz in dritter Lesung angenommen. London, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Das Un- terhaus hat mit 338 gegen 36 Stimmen die Militärdien ft bill rn dritter Lesung angenommen. * * Neue türkische Siege in Mesopotamien. Konftantinopel, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptguartier teilt mit: An der Irak front dauern die Stellungskämpfe bei Kut-el-Amara fort. Englische Streitkräste, die aus der Richtung von Jman ali Garby kamen, griffen am 21. vzanuar unter dein Schutz von Flußkanonetibooten unsera Stellungen bei Menchie, etwa 35 Kilometer ösllich Kut-el- Amara, auf beiden Ufern des Tigris an. Die Schlacht dauertä sechs Stunden. Alle Angriffe des Feindes wurden durch iunsere Gegenangriffe zurückgeworfen. Ter Feiud wurde einige Kilometer nach Osten zurückgetrieben. Auf dem Schlachtsclde zählten wir ungefähr 3000 tote Engländer. Wir nahmen einen feindlichen Hauptmann und einige Soldaten gefangen. Unsere Verluste sind verhältnismäßig gering. Ein Waffenstillstand von einem Tage, um tat der feindliche Oberbefehlshaber. General A y l m e r, ersuchte, um seine Toten zu begraben, wurde von uns bewilligt. Gefangene erklärten auf unsere Fragen, daß die Engländer außer den Verlusten, die sie in dieser Schlacht erlitten haben, iroch weitere 3000 Tote und Verwundete in den vorhergehenden Kämpfen bei Scheik Said verloren haben. Infolge unseres Angriffs auf eine andere englische Kolonne, die westlich von Korna aus der Richtung Muntefik vorzugehen suchte, wurde der Feind zum Rückzug gezwungen, wobei er hundert Tote zurückließ. Wir erbeuteten eine Anzahl Kamele und hundert Zelte. Bon der türkischen Flotte. Konstantinopel, 25. Jan, (WTB. Nichtamtlich, Der ehemalige Komrnanimnt der „Hamidje", Fregatten- kapitan Reuf-Bey, ist znm Cycf des Marinegeneralstabes anstelle Bastif-Beys ernannt, der zum Untersekretär im MLrrnemrnisterium befördert wurde. König Rikita in Lyon. Lyon, 25. Fan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Könia von Montenegro mit dem Kronprinzen Danilo, dem Pmnzen Peter, der Prinzessin Militza und Gefolge sind gestern angekommen mrd im .Hotel abgestieaen: es fand großer Empfang statt. , Vsrn, 25. Jian. (W(TB. Nichtamtlich.) Der monte- negrrmsche -Ministerpräsident jM!ius kvwitsch wurde in Rom von dem König von Italien empfangen Er ist am Mlchinittag von Rom über Genua nach Lyon abgererst. ' ' Ein Tagesbefehl des Königs Ferdinand. Sofia, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Dulgartfchen ^elegraphen-Agentur. Der König hat fol- beseht erlassen: Auf den mir durch den Oberbefehlshaber und die höheren Truppenbefehlshaber 5^3edrntckten Wunsch meiner teuren Armee willige ich ein, dre Wurde eines Generalseldmarschalls anzuneh men, als Zeichetr des Dankes gegen Gott mrd als Erkermt lrchkert gegenüber den Soldaten für ihr opferwilliges Hel dentum und ihre glänzenden Siege. TheotokiS l'. Athen, 25 Jan, (WTB, Nichtamtlich,) Meldung der Agence Havas, T h e o t o k i s ist g e st o r b e n. Die Beisetzung erfolgt aus Staatskosten. Peter Carp in Wien. .^?en , 25^ Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Neue Freie Prene" verr^enLlrcht eme Unürredimg mit Peter Earp Dieser betonte zunächst, daß er zur Erholung in Wien weile. Er habe keme Wlnron und werde stch von allem enthalten, was tat falschen Schlutz auf irgend eine Mission herv»rrufen könnte. Ueber die r»litik Rumäniens äu-ette Carp, er habe nwmals ernstlich die Besorgnis gehabt, daß Rumänieit zugunsten ta Entente nnsstafen werde. Wer auch, daß Rumänien neutral bleiben soklte, scheint Earp em Unglück für das Land zu sein Carp b«dauert sehr, daß man in Ruraanien so wenig vntschluL- f&tfafck zchae Man kannte zu spät fomuten. Rumäniens StelUina nach dem Kriege werbe k«ne «infti^e sein, wann es nicht mi) rechtzeitig mit den Zentralmächten gehe. Earp sprach die H,ff- mmg aus, daß die verbimdeten Mächte die ungebetenen Gäste vald aus Griechewand hinaus befördern werden. Der F r i ed e weroe freilich erst komnren, wenn der Feind ins Herz getroffen werde, etwa durch einen erfolgreichen Angriff auf Aegypten. Aufgabe der Zukunft werde es sevr, einen Block verbündeter Staaten, Der amtliche franzöfjsche Bericht. von ^ftlrn 25 '?,(FTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht l rn ^?end: In Belgien nahe der Ysermündung ^-lport unterhielt der Feind ein außer- wmil» Gosch Utzs euer, bei dom er nicht rocmgex als 2 0 000 Granaten verfeuerte. Nack den Mtttetlmtgen versuchte die deutsche Infanterie vergeb- A^de aber durch Sperrfeuer aufgehalten: der Feind perlte^E dte Graben ntcht, bis auf einige Gruppen welche unser Feuer sofort zerstreute. Jn der Gegend von B o e s t n g e, bet Sa § und S t e e n t r a e t e war die Artillerie beiderseits ! c ^ r c feindliche Abteiluitgen, welche versuchten, & Ct ^ a5 - hu überschreiten, wurdm durch Jnfantcrie- und Malchmengewehrfeuer, das durch Geschützfeuer unterstützt wurde, zurückgeworfen. Im Artois versuchte der Feind auf unserer Front westlich der Straße ArraS—LenS nach einer Mincrt- n t Ua \ .^riff, der sich etwas mehr nach Süden wandte. Cr hatte aber keinen besseren Erfolg. Nördlich S o i s s o n s fX r 29 Ä.5W; feindttäx SchüLgräbon Mich der Forme Godat. Jn der Umqegonü von blutfl 6 Äfe '«Ä * ® 9K 0ekUCte ' ^ützf-uer -ine NuS der französischen Kammer. w 26 r;^ an - Rrchtmntlrch.) Me Kammer i Ä 'n Ueberernsttnimung mit der Regrepung mit 394 gegen 138 Sttmmen für dre Verweisung der Pressevor- l a g e an einen Ausschuß gesttmtnt. ^ 11 ^ cr französische Außenhandel. .r, ^? r i25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Parisien" SELJi 1 ! Etlichen Zahlen über den Außenhandel Frankreichs A^?^^ch.^^rug der Wert der Einfuhr von Nahrungsmitteln ÄÄÄta Die steigenden Kohlen- und Getreidepreise in Italien. 25 Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Leitartikel beS „Popolo d Atalia" beschäftigt sich mit der unglaublichen Stetgerung der Kohlen- und Getreidepreise Die fast Frachttartfe seten, wie das Blatt^ zugesteht, zu- ^ Folge davon, datz der Krieg dem Lande durch bte Kriegs- tmtci habe aufgezwungen werden müssen. Daher gebe es in Jetten wtmer noch eine Pattei der Kriegsgegner. Es sei von ^L'^ Eng, daß diese Unzufriedenen die über Italien ge- Lumene Leuerung ntcht ausnutzert kömten. Taffächlich seien ja die ' a ^ unerttagltche geworden, wodurch der Wider- ^ Burger auf etnc harte Probe gestellt iverde. Der Attrkel ^bann daraus hin. daß Rünciman die Forderung der eng- ltschen Rheeder von 20 Franken für den Doppelzentner indirekt gutaehetßen fyata Besonders bedauerlich sei es, daß die von den verbündeten RegterMen mit der Getteideversorgung der Atti! b c Uld> 'Vater Runcimans ver- bTr fabelhaften Gewinne ^^^eder warnt ichließlich das Blatt vor ftandsMMt^°^^bn Schwächung der italienischen Wider- Die Ergebnisse der lehten Luftgefechte. a' ^ lWTB. Nichtamtl.) Meldung des Rmter- ta ^ Uuterhausc die Ergebnisse oer Luftgefechte wahrend vier Wochen mit. Die Engländer 13 Maschinen, die Deutschen sicherlich 9 vermutltch 11.^5Hte Engländer haben 6 Bvmbettangriffe unter- Äffchen 13. Tie Engländer benutzten aber daftir oeg-en 20 auf deutscher Seite. Me Zahl der ^Ache über dte deutschen Schützengräben ^^"27, die Zahl der deutschen, welche über die brttisckien floyen, 310. ,^ennant wies mtt Nachdruck darauf hin, daß die nnter ^»en deutschen Linien geliefett wurden also, wenn sie getroffen wurden, nach w e flL?r m r!: n Fanten. Darum war es nicht möglich dte 3^rluste rtchttg mtzugeben. Wenn in den Heeresberichten ge- n^r ^ farttöfc Wafdnnen genötigt waren, zu lenden, ^ gemeint, daß sre metagegang^n sind, ohne daß man in^'velchem Zustande. Der Feind erlitt vcrmut- l^m^r^Ve^kuste, vott welchen die britischen Offiziere, die in ^aau waren, keine Meldung machen konnten, weil fte darüber keine Sicherheit besaßen. 3 ^ Transportnrogltchkeiten ausznmchen, hat der Reichs- f?uzler dre Reichs kart o f fel stel le ernrächtigt bei t^ r ..M e Städte schon jetzt die gesetzlichen Höchstpreise in gewissen Grenzen zu überschreiten. Für die ^ diese Anordnung bis auf weiteres nicht werben da hie Absicht besteht, mit Hilfe von Zu- hft \" aU L die Kleinhandelshöchst- n l terb ^ T i au ^ ed ^ Zu erhalten. Dabei fit zu hoffen, daß es aus diesem Wege auch gelingt, die in w7nden^ ° * €m9 ' €treteTie Kartoffelknappheit zu über- Die Syndizierung des Viehhandels. Berlin, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Im verstärkten Budgetausschuß des Abbeordnetenhauses wurde die Be- x^una nbereine Syndizierung des Vieh Handels Landwirtschaftsminister wies u. a. darauf nrcht bvabsichitigt sei, in die Abwicklung des Vieh- ^^oels störend einzugreifen. Der Viehhandel solle nicht ?,u?6.eschaltet werden. Eine Beschränkung sei nur für solche bie ^üher nicht gewerbsmäßig Vieh- betrieben hatten. SpicrBei mürben allerdings auch balb >s^urstfabriken tnitbetroffen, was aber deshalb brsorderlich sei, wett durch Aufkäufe dieser Fabriken Weitt^N' das frische Fleisch in übermäßiger 1 T-,rf eC ^ r futzpgen worden sei. Daß die Verbände 9 ^ ]t J >anbei Reiben, sei zunächst nicht beabsichtigt, wenn es auch als eine Aufgabe der Zukunft ^üsse, feste Lieferungsvetträge mit den Konsumentenvereinignngen abzuschließen. Es werde sich fiü ^ aI ^ * r llI ? ttüenbt Ö erweisen, daß die Verbände Lr lit ^ S l ? ßxe:i Vezirke des Verbandes 5)öchst- f2, t 6 * * ' die Preisbildung zu beetn- Auttickt^b^b Vertvattung der Verbände unter staatlicher damit gerechnet werden, daß sie nur vorsichtig Vorgehen werden. Der Verkauf ^?^^ a ^irt zu Landwirt werde durch die Neuordnung uberhairpt nicht getroffen, auch würden sich die Maßnahmen ^ch^^vieh ersttecken, während der Handel mit Zucht- und Nutzvieh von unnötigen Beschränkungen frei- gelassen werden wurde. Darauf ging der Ausschuß zur Be- foSÄb ble K°rt°ffelfrage Der Kricgsausschutz für Konsumenteninteressen pteü ant 15. Januar eine Sitzung seines Gesamtvorstandes oLriVl 11 a r b ' um ubec bie künftigen Aufgaben des ro U -L eg ^ b ^Een. An der Versammlung nahmen auch von Vertretern der Bezirksausschüsse teil. Der hi l h^^brige Tätigkeit ergab ein sehr erfveu- ttches Bild von dem gegenwärtigen Stand der Konsumenten- bewegung Dem Ausschüsse sind gegenwärtig 26 Beamteri- verbande, sämtliche Gewerkschastsverbände der Arbeiter ohne bfr Rn^ung und Konfession, 2 Zentralen der Konsumgenossenschaften, 5 Fr au eti verbände und 5 sonstiae Organisationen angeschlossen. Die Hauptleitung ist im vergangenen ^ahre mtt vielen Erfolgen auf allen Gebieten der d- Gebrauchsmittelversorgung im Interesse ^«^^aucher tätig gewesen. Sie hat in dieser Sache eine große Anzahl wichtiger Eingaben au die zuständigen Be- horden geinacht und in zahlreichen Konferenzen den Staud- Pnukt der Verbraucher vertreten. Von den Ortsausschüsseii wurde in vielen Fällen über ein sehr erfreuliches äu- sammenwirken ihrer Vertreter mit den lokalen Behörden be- richtet. Auch auf denr Gebiete der Selbsthilfe haben die Ortsausschüsse durch die Vermittelung preislverter Nah- ruiigsnirttel an die Bevölkerung §ute Resultate erzielt. Dre Aussprache über den aegenwärtigen Stand der Nah- (Versorgung und über die künftigen Aufgaben deo Kriegsausschusses ergab eine vollständige Uebereinstim- muna aller Vertreter. Sie bekundeten einmütig den Willen wie bisher auch künftig geschlossen zusammen zu arbeiten.' München, 25 Jan. (Priv.-Tel.) Die „Münchner Zeb ttrng teilt über den Plan einer Besteuerung des in dem neuen Prvgrmnm des Reichsschatzamtes mit, der Frachturkundenstempel für Waaenladuiigen solle auch auf den Stückgut- uiid Eilaut- verkehr ausgedehnt werderl ebenso wie eine Erhöhung der Postpaketgebühren eintreten solle. Unter derr deutschen Staatseisenbahuverwattungen fttiden wegen einer etwaigen Verminderung des Verkehrs an Hand früherer Ev- sahrungen sowie anderer Fraget: Erwägungen statt. An eine Erhöhun 9 der Fahrkarten st euer wird vorläufig nicht gedacht. Wenn eine Bruttoabgabe der deutschen Eifers bahnverwaltungen an das Reich durchaeführt werden sollte wird man wohl auch um Zuschläge für die Personen! besorderung nicht herumkommen. Zahlbare Rriegsbücherelen. Der 5eekrieg. Ein englisches U-Boot gestrandet. Nichtamtlich.) Das Marinedeparte- Januar das britische Untersec. vovi .Viel •. cv • r y ' . b ".vt infolge eines Konstruktionsfehlers in Friesche Gat zwischen Schitmvnnikvog , und Amelang, ungefähr 2 l /l Seemeilen ■2 ne $rr I& JlZ Terriwrialgewässer, gestrandet ift. Alle Versuche der holländischeri Marine, das Fahrzeug flott zu machen, waren vergebens. Die niederländische Regierung hat beschlossen die auf medertändisches Gebiet gerettete Besatzung und falls die Bergungsversuche glückeir, mich das Fahrzeug zu internieren. zu tn / 25. Jan. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokal- ureldet aus Rotterdam: Ein Lotse nieldet, daß er acht Metten nordöstlich Kentisch Knock beobachtet habe, wie der britische Dampfer „Falls City" (4729 Tonnen) untergegangen sei. Man glaubt, daß die Besatzung gerettet Mr dsm Mche. Die Kortoffklvcrsorgung. Berlin. 25. Jan. (WTB. Amtlich.) Um die rechtzeitige F ru h j a h r s v e r s o r g u. n a der größeren Städte und Jn- dustrreorte mit Kartoffeln zu sichern und gleichzeitig letzt unerwartet günstigen WitteriwgsvLichäÜnisse Und die Ä* te mfon Halle ber Königlichen Bibliothek in Berlin cnw dieser Tage eine Bcfichttgung der ersten fünf fahrbaren Kriegs- buchereien statt, die vom Oberkommando der 10. Armee angefortat am 19. Januar ihre Reise an die Ostfront anttctten. Tie Halle der Königlichei: Bibliothek war dem Slusschuß für fahrbare Kriegs- bucheretcn von Generaldirektor Erz. T. M. von Harnack als ^bntsraum zur Verfirgung gestellt worden. Hellen Schern warf dte Glühlichtlampe auf die langen Reihen sorgfältig ausgewählter Bücher für die Feldgrauen und die fleißigen Hände der begeistert schaffenden Sttidenten, Studeiittnnen und anderen freiwAlige,: Helferinnen. Eine Viertelstunde mußten sie ruhen, während der > Zbldgeistlrche bet dem Armee-Oberkommando Ost, Pfarrer Hoppe die Geschichte des ersten Wagens Ltiid damit die Entstehitngsgeschichte der ersten fahrbaren .Kriegsbüchereien lebensvoll darstellte. Bei der schon bewiesenen und Noch iveiter zu erwartenden Teil- uahme der Städte, Behörden rmd Privaten ist das Ziel, zunächst 50 Tivijwnen mtt \e einer fahrbaren Kriegsbücherei auszurüsten rn greifbare Nähe , gerückt. Solch ein großes Ziel kann fieilich mrr mtt großen Mitteln erreicht roerden. Dem ioagemutigen Ausschuß wan dte tätige Antellnahme aller gebildeten Stände des dcutichen Volkes zu wünschen. Bisher gingen die meistei: der ins Feld gesandten Einzelbücher mangels organisierter Verwaltung verloren — ein Verlust am Nationalvermöget: in Büchern In verschließbaren Wagen an die Front gebracht, sorgfalttg nach zeit- ^ gemäßen Volksbiblwtheksgrundsätzen katalogisiett, hält die von I Volttik und Konfessionsinteressen freie, von der Division beauf- sichttgte Leihbrblwthek die Bücherschätze zusammen, bewahrt sie vor vorzeitiger Abnutzung, kann noch in der Okkupationszeit unendlich wertvolle, Dienste leisten, ebenso im Heercslieb?sdienst nach dem Kriege, gibt den Feldgeistlichen aller Kvitfessionen die Möglichkeit, dte ihnm anvettraute Erbattungsliterattrr gleichmäßig zu verteilen' da in den Wagen Auslagestellen zur kostenlosen Schriftenaufnahme ctngerichtet sind. __ Tie Stiftung ganzer Wagen (zum Einheitspreise von 2000 Mar? für 1000 Bücher) seitens der Städte oder Körperschaften oder durch Private mit WidmuilgSvermerk auf den Wagen hat in erfreulicher Weise begomren. So haben gesttfteti der Magistrat der Stadt Berlin 1 Wagen, die Stadt Essen 3 Wa-gen, der 8entral- bücheranssckwß vom Roten Kreuz Bremeir 1 Wagen, der Landesver- band vom Roten Kreitz Hamburg 1 Wagen, der Mobilmachungs- avs,chuß vom Roten Kreuz der Provinz Sachset: 4 Waaen die Firma M. M. Marburg u Co„ Hamburg 1 Wagen, die 33. Res.- Twiston 1 Magen, N. W. durch Herrn Pastvr Tb. (BeÄin Sdrdp. ©erfüll Iffiagwt^ Elche dMiUUje »taiwutauwuimauiis „ .^br Ausschuß für fahrbare Kriegsbücheveien steht unter deni Vorsitze Seiner Exzellenz des Herrn Tr Conze Ebrenmitalied rst Herr Geheim rat Professor Dr. FocklÄoftm Die weiters Mi? glreder des Ausschusses sind: Erz. Michaelis Wirk! Geb Rat ^ Ra§neck^A^°^ ?? ^ Wilhelms-Dauk in krimi jlt. Jinoema, Archivar des sozialen Armins Ru'iskii' f»f- h-«-- Pfarrer Wallis, Berlin. Geschäftsführer ist Pfarrer Hoppe F-std- Schatzmckstcr^Dr EM^artter des Armeoobcrkommando?Ost. rs.7 L mmmau »US Stadt «nd Land < ^ * Gießen, 26. Januar 1916. Vaterländischer Studentendienst in Gießen. Die am 24. Januar abgehaltene SLudentenver- ■r! t » 0 .r l 5 Cr i , . n r® Crl6äItniS F bCt *>tl Taq gilt Tag ourcy milttartsche Einberufungen sich verringernden Stu- ^F^zahl recht gut besucht. Den Hauptgegenstand der üL'^dnui^ bildete ern Vortrag von Geheimrat Haupt über dre Errichtung emes G r e ß e n e r v a t e r i ä n d is che n s ntC r\ b, i-" ft eS - Der Vortragende schilderte zu TÄ, l X b«deuti-nnen Anteil, den Lie deutschen Hoch schulen von Beginn des Weltkrieges ab an dem Verteidi' gungskampse unseres Vaterlandes genommen haben. Nicht ^ 'd^Seg- 50°«0 Sd-dierende und Hochschullehrer ^ben Waffen m der Hand ins Feld gezogen sind, auch des akademischen Unterrichtes haben 5^..d^ulen die krregerische Rüstung unseres Volkes unmittelbar gestärkt, indem von den medizinischen '«')' natur,vusenschaftlich-technisck>°n Instituten immer wte der so mancher ersehnte Nachschub von Aerzten, Veterinären, Samtatsmannschaften und Pionieren ins Feld gesandt der Fülle der fü/vater- Front in Betracht kommenden ^ilf^aibcrt und Fürsorge ern ziemlich sch-arf umrissener Sh?«*«L Ä, 55Ä mif0 ? n herausgehoben/der gerade den stubentlschen Kreisen neben ihrem ^tudienbetrieb die Auseros s net ^"lgretch-e Tätigkeit im Dienste des Gemeinwohls ~ S 1 * crfter Linie wies der Vortragende auf die Teilnahme an der Jugendpflege hin, die durch den Kneg vor besonders ernste Aufgaben gestellt ist. Nachdem ^ nt l r blC f Q ^ nen gerufen worden, während die Mutter durch Berufsarbeit außer Hause in Anspouch genommen sind, ist eine steigende Verwilderung und Verrohung der Heranwachsenden Jugend zutage getreten, die geradezu ern nationaler Notstand zu werden brobt. Umso dringender ist das Bedürfnis nach freiwilligen Helfern, der rungen Lertte, für die hier sowohl im Kaufmännischen Vereinshause, als von dem Wartburgverein Unterhal- tungsabende eingerichtet worden sind, kameradschaftlich an- rhnen den erziehlichen Einfluß des Elternhauses ü?®!! 611 e , r ^ e ^ n - Jü gleich eindringlicher Weise suchte der Vortragende für die Teilnahme der Studierenden an ^ P r rnrtrtärischen Vorbereitung der Iu - ^^b^osfenen Einrichtungen zu werben. Sollen die für die Stvrkunb unserer Wchvkrast durch jene Einrichtungen rrstrebten Zrele errercht werden, so muß die militärische Jugendorgamsotron erne wirklich volkstümliche sein, und die oberen sozialen Schichten, besonders aber die Studierenden, dürfen sich von ihr nicht länger ausschließen. Endlich wurde auf den vom Roten Kreuze geleiteten Ver- vtrßten- und Gefangenen-Nachweis hingewiesen, bei dem sich für studentische Hilfsarbeiter ein außerordentlich dankbares Feld der Betätigung eröffne. Dem guten Fortgang solcher vaterländischen Hilfsarbeit würden am besten öfter wiederkehrende zwanglose Zusammenkünfte der Studentenschaft dienen. Auch für die künftige Friedens- freii: könnte eine foldyt vaterländische Arbeitsgemeinschaft Bedeutung gewinnen, indem so der bisherigen Zerklüftung der Studentenschaft durch Parteien und Richtungen. entt aegengewirkt, und für die Entfaltung eines auf vaterländischer Grundlage beruhenden starken akademischen Ge- nrerngeistes und Zusanrmenhaltens der Boden bereitet würde. — _ ...Diese Anregungen wurden von der Zuhörerschaft beifällig ausgenommen und von verschiedenen Seiten sogleich die Mitwirkung an den besprochenen Arbeittauf- gaben rn Aussicht gestellt. Nachdem der Rektor Professor noch über die Aufgaben des Akademischen Hrlssbundes und über die Kriegs tätig keit der Lndovic.amr Mitteilungen gemacht hatte, wurde beschlossen, künfttg des öfteren „vaterländische Abende" der Gießener Studentenschaft zu veranstalten, für die neben der Berichterstattting über den vaterläiidischen Studentendienst «und sonstigen Borttägen auch musikalische und sonsttge künstlerische Darbietuiigen in Aussicht genommen sind. Der erste dieser vaterländischen Abende soll bereits am 2 Februar auf dem hierfür zur Verfügung gestellten Hause der Burschenschaft Germania (Wetzbarer Weg) stattsindeii. * ** Stadt-Mädchenschule. Mit gleichem Eifer wie die anderen Schulen hat sich auch die hiesige Stadt-Mädchenschule in den Dienst der vaterländischen Sache gestellt Hunderte von fleißiaen Kinderhäiiden haben sich geregt um zu Weihnachten Liebespaketchen zu rüsten, um Strümpfe und Socken, Puls- und Kniewävmer, Kops- und Ellenbogen- jchützer ".sw. für u.a\tvt ^erdgrauerr zu stritten. Hunoerre von Kmderborsen haben sich geöffnet, um ein Scherflein beizusteuern zur Nationalstistung, zur Blindenhilfe, zum Roten Kreuz usw. usw. Und auch bei der Goldsammluug wollten die Kinder der Stadt-Mädchenschule nicht zurück- steyen. Oceben früher bereits um gewechselten namhaften Betragen wurden in der allerletzten Zeit gegen 2000 Mk. Gold erngebracht; weitere Beträge stehen in Aussicht. Und die teuchtenden Augen, mit denen alles geschieht, bieten Gewahr dafür, daß der Eifer der jugendlichen Helferinnen und Spenderinnen nicht erlahmen wird, solange das Vaterland Opfer fordert. <-v ^tvdttheater. Nochmals sei darauf hinaewielen dnß ^^nchrrds Lustspiel „M ünchhausen" mit Herrn Hofschauspieler Fritz Gerhard von Weimar als Gast in der dw erne Aufführung am Donnerstag stattfinden kann. Äi l^nd m Hauptrollen beschäftigt die Herren Goll, Stemhofer Dwvrkowskl, Theiling und Eugens sowie die Zainen Rubenv, Zondcrvan und Feldermann. ^ ^ a n b J J ~ u b m \ Q %* ® t) m n q f i u nt können ^"Meldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1916/17 vom 2. bis 4 . Februar, entgegen genommen werden. Näheres ist im Anzeiaen- teile zu ergehen. ^ ** Postdienst am Kaisersgeburtstag. Am i rx^ anua r f mbet eine einmalige Brief-, Paket- und Geldbestellung statt. Die Postschalter sind von 8 bis 9 Uhr vorm, und von 11 Uhr vorm, bis 1% Uhr nachm, geöffnet. jm- 4*- a J t n st Ludwig findet morgen Donnerstag zur Feier dev Geburtstages Sr. Maiestät des Deutschen Kaisers ern Fest-Konzert statt. Landkreis Gießen. . o e i h g e >t e r n , 26. J"tt. Der tsteilge Kriegervereitt zawle un abgelallünen Vereinsjahr 109 aktive und 4 paffioc SDht* qlieoer. 58 Vereiusiniiglieder sieben im Felde. Gefallen sind ecbs, vernngt werden zwei imb ge'angen ist ein Kainerad. Das Giserne 51reuz wurde an sechs Atitglied.r, die L-ess. Taoserkeits- medaule an uini verliehen, beide Auszeichnungen erhielten zwei. ±ex herein verausgab^ an Unterstützungen 624 Mark und z.var 'nrs ^^e Kr'euz lOv Piark, an Fainiliennnterstützilugen und Liebesgaben 524 vtark. Aus unserer Geineinde stehen 150 Mann im ^elbe. Von den Leuten im akiiven Diensie ivnrden vier mit Gifernen Grenzen, einer mit der Tapierkeitsmedaille ansgezeichnek. 8>n ganzen sind 19 gefallen, zivei an Typhus gestorben, zwei sind vermmt und drei besindeir sich in Gesangenichalt. S t o ck h a u s e n , 2V. Jan. Der Krieg hat in unserem L^nen forschen das ziveite Opfer gefordert. Karl Kn ob, Sohn des Gast, und Landwirts Heinrich Knast rst am 13. Januar d. I., zwrichen vtiga und Dnnabnrg durch Knieschns; verivrmdel, arn Starrkrampf Im Feldlazarett gestorben. Kreis Büdingen. r ■ i d d a, 26. Jan. Am letzteil Sonntag fand im „Gam- bnnus erst vaterländrseher Abend statt, der sich eines recht guten Gesuches erfreute. Auch viele Verkviurrdete des hiesigen Lazarettes waren erschienen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen ver- chrcdene Dichtungen ernsten und heiteren Inhaltes, die von den Herren Finanzrat Kaufmann, Prof. Becker nnd Landet t e l aus Alsfeld meisterhaft vorgetragen wurden. Reicher Bei- all wurde von den Anwesenden den Vortragenden gezollt Stockhernr, 26. Jan. Jur Aiühlgrab.ir wurde 'gestern die Lerche eines auf dem Hofgut Leusradt bedieusteteu Stallschweizers aufgesrmdeu. Der junge Mann ist jedeirfalls auf dein Heimwege in den Bach gestürzt und ertrrmken. Kreis Alsfeld. L. Brrrg-Geirründeir, 26. Jan. In verflossener Nacht brach hier m einer Nliihle F e n e r aus. rvelches in der Schlag- nruhle und im angrenzenden Sägewerk reichliche Nahrrmg fanb und schnell um sich griff. Dank deur raschen Einareüen der Ferier- wehr konnte das Feuer arä seinen Herd beschränkt werden. Gerettet ivllrden die Möbel, Hans- und Kücherrgeräte, Kleider, sämtliches Vieh und die Mehlvorräle. Verbrannt sind viele Säcke mit Mahlfrucht. Tie Ursache des Brandes ist rmbekanrrt. Kreis Lauterbach. tt. Frischborn, 2H. Jan. Jur 70. Lebensjahre starb hier nach lairgerer Kränklichkeit mrser früherer lairgsühriger Ort-diener Johann Georg H a b e r irr e h l. Er rvar einer der rvenigen noch lebenden Krieger aris dem Jahre 1870. Kreis Schotten. qu. Ober-Lais, 26. Jan. Die Wanderbücherei des Krerses Sck-otten befindet sich zurzeit in unserer Gemeinde. Die Bücherausgabc erfolgt durch Lehrer M o h r. Daß gute Bücher von der Bevölkerung stets gern gelesen werden, beweist die fleißige Benutzung der Büchierei durch jung und alt. qu. Aus deur südlichen Vogelsberg, 26. Jan Das reickflrck)e Rcgenwetter der letzten Wochen hat die Bäck>e unserer Täler derart bewässett daß in vielen Tälern große und tief« Seen entstanden sind. Viele meist gangbare Fußwege kömren iu- solgedessen nicht mehr benutzt werden. Kreis Wetzlar. F. C. Wetzlar, 24. Jan. Für Kriegszwecke wurden rn den Rechnungchalwen 1914 und 1915 insgesamt 966 008 Mark 22 Pfennig hier verausgabt. Rückerstattet wurden davon insgesamt 946 147 Mk. 24 Pfg. — Der Beginn der Nagelung des Eisernen Brunnens wird in feierlicher Weise am 27. Januar mittag 12 Uhr, auf dem Domplatze erfolgen. Hessen-Nassau. [] Aus dem Kreise Marburg, 26. Jan. Jnr Burg- walde, in der Nähe des Wollenbergs, bemerkte der Förster Dreyling ans Warzenbach einen fremden Mann, der gerade im Begriff war, sich llmzuziehen. Er nahm den Verdächtigen, nachdem er festgestellt hatte, daß es sich um einen aus dem 6)esangenenlager in Gießen entwichenen Engländer handelte, fest. Der Flüchtling trug in einem Satt Zivilkleider nnd Eßwaren bei sich. --- A ß m a n n s h a u s e n , 26. Jan. Das allen Rheinwanderern bekannte Muttergottes-Heiligen Häuschen an der Lorcher Straße wurde in der Sonntagnacht von roher Hand zerstört. Die Riuttergottesslatue ist geraubt. Die Täter konnten noch nicht ernrittelt werden. — Frankfurt a. M., 26. Jan. 9ln der hiesigen Universität plant man die Errichtung eines Lehrstuhls für P ä d a g o g i k. lieber ore Besetzung der Profeffur schweben noch Verhandlungen. 7 ". Nntttritt Adolf Wagners. Nach ^jähriger Tätigkeit tntt Prosessor f)l d o l f Wagner mit Ablauf dieses Semesters von jeiiiein Lehramt an der Berliner Universität zurück. Er häl ain 26. Jan, lerne Abschiedsvorlesnng. (Frkf. Ztg.) Gerichts-aal. Berlin, 2b. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die .B. I a. M. ineldct aus Gnescn: Das Schwurgericht hat der Grundbeytzer Macijewski ans Ulrichstal bei Aiogilno zmr Tode nnd sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er am 23. Mär/ 1914 seme eigene Ehesrai, ermordet und die Leiche im Keller au! einen Holzhaiifen gelegt hat, den er dann arrzündete. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 26. Jan. S ch w e i n e in a r k t. Auf- getrieben ivaren 311 Schiveine. Es kosteten: Vollfleischige Schiveinc von 80 bis 100 Kiiogramm Lebcndgeivicht 108,00—00,0, Mk. Schlachtgeiv. 00,00 D!k.; Vollfleischige Schiveine unter 80 Ka. Lebendgewicht 93,00-00,01 Mk., Schlachtgeiv. 00,00 Mk.; Voll- fleischige Schweine von 100 bis 120 Kg. Lebeiidgeivicht 118,00 ms 00.60 Mk., Schlachtgeiv. 00,00 Mk.; Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Kg. Lebcndgeivicht 129,00-0o,00 Mk. Geschäft flott, ivird fast geräumt. ic. Frankfurt a. M., 26. Jan. Frucht- und Futter- in ' t t e l in a rtt. At,s dem Fruchlmarkt mehr Kauflust. Angebot knapp, die Nachfrage groß. Besonders sind die Futtermittel sehr gefragt, aber knapp. Biertreber 5>,50-60 Mk., Leinkuchen 77 bi- 78 Mk., Krastschrot 60-63 Mk. per 100 Kg. fc._ Frankfurt a. M., 26. Jan.' K a r t o s s e l m a r k t. Kartoffeln der Großhandelspreis in großer Ladung ab Versandstation 6,10 Mk. per 100 Kilogramnr. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 27. Jan. 1916: Wechselnd bewölkt, stellenweise leichte ^iiedcrschläge, etioas wärmer. Letzte Nachrichten. Amtlicher Teil. Nr. W. M. 78/1. 16. K. R. A. | Bekanntmachung, betreffend Arbeitszeit in Lumpcn-Reißercien. Auf Grund d-es § 9 Buchstabe b des Gesetzes über den Be- kagerungszuslllnd vom 4. Jimi 1851 (in Bayern auf Grund Artikel 4 Ziffer 2 des Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912) wird folgendes zur allgemeinen Kenntnis gebracht: 8 1. Tie Vevarbeitmio von wollenen, halbwollenen und baumwollenen Lumpen und wollenen, halbwollenen nnd baumwollenen Gegenständen und Abfällen der Dextitwurenh-erstellung guf Reißmaschinen (Reißwölfen) ist, soweit nicht im Folgenden Ausnahmen bestimmt sind, verboten. 8 2. T«ie im 8 1 verbotene Verarbeitung barf insoweit er- Mgen, als das Reißen zur Herstellung von KUnstwollc bezw. Künstbaumwolle für militärische Zwecke, d. h. auf Anordnung öder mit Erlaubnis der K^iegs-Rohstoff-Abteilung des Köntzgl. Preußischen KviegsMinisteriums, des Königl. Preußischen Bellei- r>ungs-Beschaffungsam1es, der Königl. Preußisck-en Feldz^eug- meisterei, der Aktiengesellschaft zur Berwettung von Stostabfällen oder der Kriegs-Wollbodarf-Aktiengesellschaft erfolgt. Der Nachweis des Heeresaufttags gilt nur als gefühtt, wenn der betreffende Betrieb einen gültigen Ausweis einer der vorgeirannten ^stellen in Händen hat. 8. 3. Für andere Zwecke (Herstellung von Zivilausträgen) dür- stn die Reißmaschinen zur Vwarbeitung der im 8 1 angegebenen Lumpen, Gegenstände und Abfälle nur am Montag und Dienstag jeder Woche nnd zwar an jedem oieser Tage höchstens 10 Stunden m Bemeb gehalten werden» Durazzo bedroht. Kopenhagen, 26. Jan. Nach Pariser Meldungen hatte man dort Dura z z o nnd San 6-iovanni di Medua für schiver bedroht. Essad Pascha und seine Truppen seien in verzweifelter Lage. Hilfe könne nur von Italien kommen. Zum Tode von Theotokis. Berlin, 26. Jan. Tie „Vossische Zeitnng" schreibt: In einer der ernstesten Krisen, die das Königreich Griechenland seit seinem Bestehen dnrchznmachen hat, hat ,hin der Tod einen seiner besten Vernier genommen. Emst Gast des Kaisers im Achilleion, einer der begütertsten Männer seines Vaterlandes, von Ansehen der Typus des nristokraliscyen Diplomaten, hat es Theotokis, dem einfachen Bnrgcrmciiler des Korsti der 70er Jahre an keiner menschlichen Ehrung gefehlt. Von Korfu in die Kammer entsandt, vertrat er seine Heimatstadt dlirch 40 Jahre bis zu seinem Tode. Minister unter Trlknpls, folgte er diesem in der Führung der groß-triku- pisti'cheu Partei. Später gründete er eme eigene Partei, die im Wechsel mit den Rhallislen lange Jahre hindurch in der Regierung oder in der Opposition ivar. Zum ersten Dtale übernahm Theotokis, nachdem er bereits die Marine und das Ausivärlige vertreten hatte, die Präsidentschaft 1899. In den Jahren 1905 bis 1909 war er zugleich sein eigener Kriegsminister. Als König Konstantin nach dem Ailentat von Saloniki den Thron bestieg, notifizierte Theotokis diese Tatsache den Höfen von Berlin, Paris, Rom und Bukarest. Trotz hohen Alters trat Theotokis noch im vergangenen Jahre dein Sammln,igskabinett Zaimis bei und über- nahm in dem noch amtierenden Kabinett Skuludis Kultus nnd Unterricht. Sein Sohn ist der Gesandte Griechenlands in Berlin Italien und die Besetzung Skntaris. Lugano, 20. Jan. Die Zeitungen bringen in Fettdruck dv Einnahme von S k n t a r i. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß dic italienischen Blätter noch niemals einen der offiziellen österre:ch>.schen Berichte von der österreichisch-italienischen Fron/ abgedrnttt haben. Beschränkung der ausländischen Berkänse an Schweizer Börsen. Z i'l r i ch, 26. Jan.^ Um einer lleberlastnng der Märkte vor- znbengen, bereilen die Schiveizer Börsen ein Abkommei, vor, wonach Auslandsverkäufe von Aktien werten zurück- gewiesen werden sollen, wenn sich die Wechselkurse einem gewissen Tiefstand genähert haben. Für Deutschland ist ein Wechiel- mmdestknrs von 90 festgesetzt. Eine Beschränkung der Verkälife von Obligationen ist nicht beabsichtigt. Die Revolution in China. i. Köln, 26. Jan. Der „Köln. Ztg." znfvlge m^kbtt öle „Nowoie Wremia" ans Peking, baß die Leiter ber unlängst entdeckten Verschwörung gegen das Leben Yuanschi- kais in bem Sekrttär nnd dem Oberkammerbiener des Präsidenten gefunden sind, die über 20 Jahre bei Yuanschikai in Dienst stauben. Auch ein Verwandter Prumschikais ist an ber Verschwörung beteiligt. Die Behörden gingen mit größter Sttenge gegen die Verschwörer vor. Eine große Anzahl von Hinrichtungen ist zu erwarten. In Kanton warfen Revolutionäre gegen die elektrische Station Bomben, um dann in ber allgemeinen Verwirrung die Macht an sich zu reißen. Der Anschlag mißlang. Die ausländischen Missionen verlassen Siltschan am oberen Pangtse. Es erfolgten mehrere Zusammen st öße zwischen den R e g i e r u n g s t r n p p e n nnd den Revolutionären, die mit einem Eifolge der letzteren endeten. Die telegraphische Verbindung zwischen Peking und der Provinz Szetschnan ist von den Revolutionären unterbrochen worden. Wie Gerüchte besagen, ist es den revolutionären Truppen in Szetschnan gelungen, sich mit den Revolutionären in Juan zu vereinigen. Die Provinzbehörden verlangen andauernd von der Pekinger Regierung Verstärkungen. 8 4. Das Arbeiten mit Reißmaschinen, welche bis znm Inkrafttreten dieser Bekanntmachung nicht im Betrieb waren, ist außer für militärische Zwecke (siehe 8 2) verboten. Frankfurt (Main), den 18. Januar 1916. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. Nr. W. M. 72/1. 16. K. R. A. Bekanntmachung, betteffend mit Kraft angetriebene Maschinen für Konfektionsarbeit. Auf Grmrd des 8 L Buchstabe b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 (in Bayern auf Grund Art. 4 Ziff. 2 des Gesetzes über den Kriegszustand vvni 5. Novenrber 1912) wird folgendes zur allgemeinen Kenntnis gebracht: 1. Das Zuschneiden von Web- und Wirkivaren mittels mechanisch angetriebener Zu s chnttde ma sch inen wird hiernstt verboten. 2. Ju allen Bttrieben, in denen mit Kraft angettiebene Näh-, Knopfloch- und andere derarttae Maschinen für die Konfektwnie- rimg von Web- und Wirkwaren verwendet iverden, darf init diesen Maschinen nur noch während 30 Stunden in jeder Woche gearbeitet werden. 3. Das Vergeben von Konfektionsarbeit zum Zwecke der Herstellung von Erzeugniflen aus Web- und Wirkwaren zu niedrigeren Lohnsätzen als den int Monat Dezember 1915 ortsüblichen ist verboten. Wenn die an Maschinen, wie unter Ziffer 2 beschrieben, be- schläftigten Arbeiter bisher im Tage- oder Wochenlohn bezahlt wurden, so darf nach dem in Krafttreten dieser Bekanntmachung der zu zahlende Lohn für eine Wock'ie für jeden Arbeiter nicht niedriger sein, als der bisher ortsübliche. Soweit im Stücklohn hergestellte Gegenstände infolge der Verhole 1 und 2 auf andere Weise konfektioniert weichen müssen als bisher, ist der Arbeitnehnrer für den entstandenen Mehraufwand von Zeit von dem Arbeitgeber am Lohn zu entsch'ädigen. In Streitfällen soll ein Gutachlten von der örtlich zuständigen Handwerkskammer eingeholt werden. Ein besonderer Unternehmergeivnm darf aus einer derartigen Lohnerhöhung beim Verkauf der hergestellten Waren nicht l>ec- geleitet werden, d. h. der Verkaufspreis darf höchstens um den wirklichen Betrag des Mehrlohnes erhöht werden. 4. Werkstätten im eigenen Bettiebe der Militär- und Marine- Verwaltung sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen. 5. Unmittelbare Heeres- oder Märinelieferanten, bei denen durch die Verbote 1 und 2 die Erfüllung der Lieferzeit in Frage gestellt wird, haben sich an die auftragerteilende Stelle mit dem Ecsucksen um Verlängerung der Lieferfrist zu wenden. Die an- vrdnende Behörde^ wird auf besonderes Ansnch,en der auftragerteilenden Stellen in den Fällen, in denen eine Verlängerung der Lieferfrist im Hveresinteresse nicht bewilligt werden kann, eine Befreiung von den Verboten 1 und 2 für die Erledigung bereits laufender Aufträge gewähren. Auch die beschaffenden Stellen des Heeres und der Marine dürfen neue Aufttäge nur noch unter Berüch'ichtigung der Anord« nuugen dieser Bekanntmackmng erteilen. 6. Jrgcird welchen Gesuchen um Besteiung aus anderen Gründen als den in Ziffer 5 genannten, kann nicht stattgegechen werden. 7. Tie Bekanntmachung tritt mit ihrer Verkündung in Kraft. 8. Abdrucke vorstehender Bekanntmachuug (beinr Webstvffniekde- amt der Kviegs-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kttegsministeriums, Berlin SW 48, Verlängerte Hedeinannstraße 11. erhältlich) sind in den Räumen der in Betracht kommenden Betriebe wrd Firmen anzuschlagen. Frankfurt (Main), den 18. Januar 1916. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben, treusorgenden Mutter, sowie sür die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bröckelmann und für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen unfern innigsten Dank. 07307 Die trauernden Hinterbliebenen: WlW Ziuz III. nebst Nngchmgen. Nachruf. Am 24. Junrrar starb im Lazarett zu Witten a. d. Nichr infolge schwerer Erkrankung unser lieber Turnbruder Richard Schiel Nnteroffz. i. Feld Art.-Negt. Nr. 25, 6. Batt. Inhaber der Hessischen TavserkeilSmedatlle Ein ehrendes Andenken wird ihm allezeit bewahren der 648 Turnverein Langsdorf. Klein-Linden (Wetzlarer Straße 52), den 26. Januar 1916. L3nelgr3i4.uöwig8-6zfmn38mm nebst Vorschule. Allen, die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen ihre Teilnahme bekundeten und ihm die letzte Ehre erwiesen, sagen wir hiermit unfern herzlichen Dank. 66i 8mKnthmneMebch,gkb.Bessler uni) Mer. Anmeldungen neuer Schüler für das Schul jahr 1916 17 werden vom 2 bis 4. Februar, vot- > mittags von 11—12 Uhr, im Gymnasialgebäude ! entgegengenommen. Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen. Gießen, den 26. Januar 1916. Die Großherzogliche Direktion. vr. Hensell. 644V Kinzenbach, den 23. Januar 1916. Laie Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Fritz üowack ■ Wäschefabrik ANGEBOTE Sfi STICKEREIEN Zirka 1000 Coupons Wäsche-Stickereien Stücklänge 4.00 bis 4.50, Plauener und Schweizer Fabrikate Madapolam-Stickerei auf Doppelstoff . . das Stück Mk. 0.65 u. 0.75 Schmale Stickereien mit passenden Einsätzen das Stück Mk. 0.75 0.9«) Mittelbreite Stickereien und Einsätze . . . das Stück Mk. 1.25 2.25 Stickerei in Madeira-Nachahmung . . . Hand-Klöppel-Ecken für Bettwäsche . . Stickerei-Ecken für Bettwäsche. Hemdenpassen für Taghemden. Nachthemdenpassen, die Garnitur . . . Grosse Posten Barmer lein. 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