Nr. 20 Der Slehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich KlehenerFamilienblätter; zweimal wöchenll.Nreir- blattfürdenNreirSiehen (Dienstag und Freilag): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüße: sürdieSchriitleitungllS Verlag,GcschäftsstellebL Adresse stir Drabtnach- richten: Anzeiger Stehen. Annahme von Anzeigen lür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erster Blaft V (ö6. Jahrgang Siensiug, 25. Januar (9(6 General-Anzeiger für Oberheften Rotationsdruck und Verlag 6er vlühl ich en Univ.-Buch- und Steindruüerei R. Lange. Lchriftleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Lchulstr.7. ^d°n Anz-igemeil: £ BczugSvrei r. monatl. 85 Pf., vrertel- jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: dlirch diePost Dlk.2.30 viertel- jährl. ausjchl. Bestell^ Zeilenpreis: lokal 15 Pf'., ausw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadl und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz- f i n* Na«« Art.. i.».( - sänullchm Gießen. Die Sfterreichisch-unganschen Truppen in Sfuiari. Die fortschreitende Entwaffnung der Montenegriner. litHfrttt n4 o-_ .... __... . ^ (%mtW) 8 ' ) ® rö6c5 Hauptquartier. 24.Januar Westlicher Kriegsschauplatz. Minentätigkeit auf beiden Seiten. Em feindliches Geschwader bewarf Metz mit Bomben cUmn ^ e 9 ainrrtthnf f “! Ö ;> S bischöfliche Wokmgebüude und in fl-et. Zwn Zivilpersonen wurden getötet Flugzeug des Geschwaders wurde im Luftkampf abgeschosfen. Die Insassen sind gefangen. - ^u- e \ c bewarfen Bahnhöfe und militärische An lagen hinter der femdllchen Front. Sie behielten dabei tu einer Reihe von Luftkämpfen die Oberhand. Oestlicher Kriegsschauplatz. Erblich Dünaburg wurde von unserer Ar r/n russischer Eisenbahnzug in Brand geschossen. Balkan-Kriegsschauplatz. Ein auf griechischem Boden aufgestiegenes feindliches Flugzeuggeschwader belegte Bitolj (Monastir) mit Bomben. Mehrere Einwohner wurden getötet oder verletzt. Oberste Heeresleitung. i * QvWaveiditv Luftangriff gegen Dover und die Luftschiffhallen in Hougham. -9 24 * 2an.1916. .(Amtlich.) In der Nacht vom KZi äPJ * belegte eines unserer Wasserflugzeuge Bomben ^ ' Kasernen und Dock-Anlagen von Dover mit ^ Januar nachmittags zwei un- lugzeuge die Luftschiffhallen in Hougham Östlich Dover) mit Bomben belegt. Starke Brand- Wirkung wurde einwandftei feftgestellt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Der englische Bericht über den Flugzeugangriff auf Dover. Nichtamtlich.) Das Kriegs- mnt verachtet, daß kurz nach Mittag wiederum zwei feindliche 2«^? Angriff auf die Ästküste S i3 e Angreifer wurden heftig beschossen und ver- vmr Armee- und Marineflugzeugen verfolgt. Schien angerichtet und niemand getroffen ,. ^ Ei ge Ueberwindung und Besetzung Montenegros .sHE fort, und die Ententemächte Ä1 ^ber rn erstrger Verlegenheit sein, wie sie P? ,^ vnd abschwacyen wollen, der über die Absichten des montenegrinischen Prinzen Mirko mit seiner angeblichen Organisierung der montenegrinischen Truppen hervor- geru^i worden ist. Die Bilder wechseln beichnseren F^in- sch^bll. Wo bleibt für den Prinzen Mirko noch etwas zu ttrn, wenn es heute im österreichisch-ungarisch^ Tagesbericht heißt, daß nicht nur Skutari, sonde^ auch die H ?^eits vor ihrem Eintritt in den Krueg häuslich niedergelassen htatten, so wird es vielleicht M größeren Kwnpfen erst später kommen, wenn etwa die Bulgaren zu gleicher Zeit von Osten her an die Adria -^?llten. Vorläufig wird unser Bundesgenosse MdZ°E ftn^" Bordvmgen. nach Süden nicht vwl . 9 ,a n#e Sehnsucht der Montenegriner ^^^^^Enkrieg unter großen Opfern b« Stadt erobert aber beim Friedensschluß fiel sie an das neu geschaffene Königreich» Albanien. Als wichtigere Sor gen den Bück Oesterreich-Ungarns von Montenegro abzooen, Btm nellem in Skutari ein. Die nrcht altzu lange gedauert, und wie die Russen erbittert darüber waren, als si- aus Galizien oe toorsen wurden, ohne daß die Franzosen und- Engländer an der deutschen Westfront ihnen Hilfe schafften, so blickten die M-ontenegrrner enttäuscht ans Italien, des en Ehr- nnt großer Vorsicht und Aengstlichkert aepaart rst. Gerade fetzt bemüht sich der „Temps" von neuem es zu neuen Taten anzustacheln, indem er versichert der wichtigste Vorstoß müsse nunmehr von Saloniki aus unternommen werden, und Italien habe die Aufgabe, im eigenen untere,>e dabei mrtzuwirken. Wir sehen hierbei wieder einsiegt a £®* eti Handelns nur bei den Zentralmächten “ff'- Lager unferer Gegner wird es durch Interessen- ge?issen^ UVb ftrate9i|( ^ e Unfähigkeit beständig nuletnanber* trt Ztg." wird heute ein interessartter Blick rn ^talicn^ Vergangenheit und Zukunft getan: ^,^^^-^^onatiger Kriegführung ist es 'den Italienern ae- lungen, einige Bomben über Triest abznwerfcn, w-obei allerdings müter '^LLkungswll auf erfolglüsterne itchenisch G?- als Herr ^rzerchnen i,t, daß niemand Geringerer | SB» »S-Ä wxntat geworden, und der rtalrenl,che Charakter der Stadtverwaltung wäre durch Staatsvertrag dauernd gewahrt geblieben man an dreiem Zusaminenhange noch von Südtirol sprechen Paar von den Italienern besetzten Berge nnd die Kanonerr- rugeln, die m den acht Monaten nach Riva gefallen sind, machen, wenn man so sagen darf, das Kraut nicht fett. Das ganze von Italienern bewohnte Süvtirol hätte an Italien abgetreten weri»m jollen Sieht man die Dinge nach Ablauf der acht KriegS- monate an, so war für Oesterreich die Kriegserklärung Italiens beinahe ein großes Los. italienische Untcrbilanz verzeichnet noch dazu in den etzten Tagen dep Lowtlchen, Cetinje, Virpazar am Skutarisee uu? ^ beiden nnzigen mvntenegrmischen Adriaplätze Dulciguo Man hat den Lowtschen mit der Gibraltar- ^^^'O^chen Man darf ebenso Dulcigino und Antivari nnt -Ostende und Zeeorügge in Parallele setzen. Der Einmarsch in Orte bildet den Abschluß der österreichisch-ungarisä)eii Beletzung Montenegros nach der Seeseite hin. Die Strandbirt- rerien, die nach ^ulcigno und Antivari kommen, werden zur (&> ?ohung der Tatenlofigkeit der italienischen Flotte wesentlich bei- vn?* 9 ?r . nnen so ausgezeichneten, wenn auch kleinen Hafen ^Antwarr gibt es südwärts längs der ganzen Adria nicht tja 3 ** ^ neuesten Ereignisse erweisen, noch Swpr ^ttauschnngeir '.fitr die Italiener geben. General Ä W ^ einem Antworttelegramm am den deutschen S&fi der rhn mm Jübilänm der Tiroler Kaiserjäger r$ lte ' .heuttge österreichische Kriegsziel, so- sebr deiitli^n^ä^e Stellung gegenüber Italien handelt, h/ä An^nK^^^chen.- ,Mrt Ungeduld harren wir mt i Augenblicks an dem es uns vergönnt sein wird, uns S^Wn ^rh-astten Erbfeind zu stürz-en, um ihn niederzu- Ö L bte§ -?^-L ur immer." Die Aussichten, daß w'rd wachsen täglid). In der Adria sind gültig^vernwltt^^ kenstrrche von Hoffnungen für Italien end- " . * Der öfferreichisch-unL^rische Tagesbericht. «ÄISS' mtarntim Amtlich wird Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Annäherungsversuche des Feindes im Raume von Lafraun und ein neuerlicher Angriff einer italienischen Abteilung am Rombon-Hange wurden abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Gestern abend haben wir Skutari besetzt. Einiae ÄCrI, H' die Besatzung des Platzes gebildet hatten, zogen ^ich, ohne es auf einen Kampf ankommen zu j^fen, gegen Buden zurück. Ucberdies sind unsere Truppen äs r.'Äisv»»™'s -LÄöü “ftn'tÄ llNlschen Abteilungen das Erscheinen unserer Btreittrafte erst gar nicht abgcwartet, sondern die Waffen vorher medergelegt, um heimkehren zukönnenA derenorts zog der weitaus größte Teil der Entwaffncten die ?^bgvgefangensuigft der ihnen freigestellten Heimkehr vnr ?L?lk°ruug empfing unsere Trup7eu üb/ratt freuL llch'NÄt selten mit Feierlichkeit. Ausschreilungen wie sie >? ei £ d n dserd.'n brn Boden eines Programms für passiven Widerstand „iLrü [ur dw Verteidigung Valonas und Salonikis. Das gemein Vorgehen nius,e vielmehr offensiv werden und köiin/^r nrki zur Ba,ls haben. Ferner hebt der „Temps" die reebt arinhl' volle Lage der VLontenegriner und bic ®iooamti5 di Medua hervor. Man müsse der NotioendiafÄ ms Auge sehen, die serbischen Truppen teilweise naw ^ zu schicken. Mehr und mehr werde^esllar in enera swl> en m Balde ^ ri 2 Meckleuburg und OSersthIofmarschall FrM. von Rerschach m Bazcas ein. Nach dem Abschsterten der s der^Ehrenkompagnie nahm der Kaiser den Bericht des Korst-Kommandanten von Temesvar entqeqen Hierauf ®0^Ma er (i S“ fei k & ^ r L>bergesstan des Krasso-Sz-oerenyer ho^an Hedwe sowie Bizegespan Aurel Jssekutz k°^estellt. Nach längerer Unterhaltung mit den Herren I rsbgwb sich der Kaiser mit dem Gefolge auf die nächste ?nn-Hpn e “u 110 sich den Verlaus des Ueberganges'der ^rustpen über die Donau bei Rama genau erklären. Nach ' rt ¥ lte Kaiser nach Bazias zurüch ^Äu^den Obergesstan Hedwe, dem Ministerpräsidenten IAEN Tir-za einen herzlichen Gruß zu übermitteln. Der Kaiser begab^sich, hieraus auf den Dampfer „Sofie" der Ungarischen Fluß- und Seeschiff-Akttengesellschaft, der den dnrcb ^eglertting des Danipfers „Franz Ferdinand" ^i?c-^^E°nge nach Orsova brachte. Der Kaiser hielt sich. wahrend des ganzen Weges an Deck auf und drückte wiederholt seine Bewunderung und sein Entzücken über Er ließ sich vom Obergesstan E u^r bte wirtschaftlichen und sozialen Ver- 0efen - Auch in Orsova wurde dem Karser dre GejchraM des dortigen Donwuüberqanoes der verbündeten Truppen berichtet. Um 1 Uhr dinierte der 's ^Gesellschaft des Temesvarer Korps-Kommandanten und des Obergesstan Hedwe. Um 3 Uhr ging der Kaiser in Orsava an ^.and, wo er mit großen militärischen Festlichkeiten empfangen wurde. Nach herzlichem Abschied von den Herren und dem Herzog Albrecht von Mecklenburg, der in Orsova bsieb, bestteg der Kaiser ein Automobil, um auf der nach Bazias zurückziukehren, von wo er abends um 1 Uhr ine Weiterreise im Hofzuge fortsetzte. Peter Carp in Wien. - ^En, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der ehemaliae rn- mang che Ministerpräsident Carp ist hier eilig-etroffcn. Eine Huldiguugsfeier für Kaiser Wilhelm in Wien. m Wien. 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich) Unter dem bnb--i tt Äkruf 1 *”’! Karl Franz Josef fand heute awä§ V■ t ? tae J ä K°ner Wilhelms zugunsten b% X.aut\ä)tn R o t e n Kreuzes IN den Räumen des Kourert- !mh^L° me r»S m aSten - er Mäunergesangderein, dem Schubert-Bund stÄtete ^ .^«ugverein österreichischer Eisenbahnbeamter veranstaltete Huldigungsteiec statt, bei der auch Mitglieder der m?twrrktcn ^ be§ Hofburgthoaters, sowie das Konzertvereinsorchester Ein Telegramm des deutschca Kronprinzen an tziencral Dankt. c-c t® 1 ^an. Der deutsche^ Kronprinz riw- tete anläßlich der Jahrhundertfeier der Ti ro ler Kai ser- ,.ag er an General Dan kl folgendes Glückwivischtele. Allenz zur Jahrhundertfeier d«r Möckste m ^ neU herzlichsten Glückwunsch aus. ruhmvoller Truppen auch fsnierhrn wie bisher beschieden sein. Herzlichen Gruß. — W.udte ein Telegramm, das schließt^ Mit Ungeduld harren die Kaijerjäger des Augenblicks, an dem feind zu stll.?^n k.'" uns auf den verhaßten Erb- immer^ ^ ^ nlederMzwrngen, diesmal für Die Eröffnung der griechischen Kammer -..„E^che.", 24 Jan. (WTB. Nichtamtl.) Meldung der Aaenrr iWÄk.'NMS'L wtz'o, woraufA A-LeoSn w'Lu"Ruf.!L L^r S" wieder'vertag?. V'L ^sleistuug 4orLf Le Lmme?1ich m»»öffnung WRcä ^Mml ®cr Kampf in Mesopotamien. c^n^ndo?- 34 Jan. (WTB. Nickstamtlich.^ Das Amt kar x5 ^ ven ttckt Telegramm 2 mit, die es unter dem 22 ^nrrum- SLKsWüK'LMM WäStPSS 22 Januar nirfu "nf.-Spr tCrt f * >cr Ueber;chwcmnnrngm am besetzte eine %%Zn w ,wnrbcn - General Aylmer X msierM^^Tas s hOOsL? Z« ^iemdlichen meldet wird, sind'die B-rlS^ En^lkfche Prahlerei. s ch eng auvt nt n^rT Nichtamtlich.) Aus dembriti- ^ t ? 1tT cr wird vain 21. Januar q-melbtf- Die ?Siiw m W t6in m letzter Zeit die Taten der Fok- «boben^ Lt ?Ere angeblichen Erfolge besonders hervor- lMben aber )eit den 9lnfangstag^n des Krieges Vie auT Gebiete des Flugwesens inneqehabt nnd^halten die toir^rS 1 ^* 9 ^ Augenblick wirksamer aufrecht als je.^Um die wtrllrche Bedeutimg des verhältmsmäßig geringen Erialaes e?^ Tbv- von den deafichen Flugzeugen einzuschätzen ist ffi»® * « »eSHSsS K s..» . der beobachtet wurde, fünf von uns aus Wir nn^lwlte? ei 7 ?m Eine Tonaufahrt des Kaisers 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Kttiser Wilhelm II. traf, von Betgr>a.d kommend am 'Vmurrr Egens um y 2 8 Uhr mit Bewertung,^4 a' Herzog ber beobachtet wurde, fünf von uns ans. *o U iinrenraiten täglichen AuMärnngsdienst über den deutschen Linien^ ^ede Bewegung der feindlichen Streitkräfte muß unserem ßW vl-i stvb fast im selben Augenblick bekannt se^ wo sü ü^^ Aus Furcht vor Bomben haben die Deutschen ihre Ergänzung der Vorräte sehr- wert rückwärts, was . Arbeit intb Unbequemlichkeit«: verursacht. Die Deutschen haben kremen regelmäßigen Aufklärungsdienst, ihre Maschinen unter- nchhmcu nur gelegentlich Flüge. Offenbar ist den neuesten Flug- )-engen verboten worden, über ihre vordersten Laufgräben hinaus- ^usliegen. außer, wenn sie den Feind unter günstigen Bedingungen ftn ein Gefecht verwickeln können. Die Haltung der Nordftaaten. Kristiania, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Zu der .Meldung des Wiener Berichterstatters des „Berliner Tageblattes", Nach der die drei skandinavischen Minister des Aeußern im Februar in Stockholm zusammenkommen wür- lden, um Gegenmaßnahmen anläßlich der Bersch ä r f u n g sder englischen Blockade zu besprechen, erklärt das norwegische Telegraphenbureau, daß der norwegischen Regierung von einer solchen Zusammenkunft nichts bekannt ist. Die englische Dienstpflicht. London, 24. Jan. (MTB. Nichtamtlich.) Meldung jdes Reuterschen Burealts: Der Nationale Dockarbeiter- verband, eine der wichtigsten Gewerkschaften Englands, 'hat eine Entschließung entworfen, die in der Versammlung ,Mn Mittwoch beraten werden wird. Sie spricht sich gegen jede Art des dauernden Militarismus aus, sieht aber 'das gegenwärtige Vorgehen der britischen Regierung durch den jetzigen Krieg als gerechtfertigt an. Japanische Stimmungen gegen England, New Dvrk, 21. Jan. (Durch Funkspruch von dem Privat- korresPondenten des W. T. B.) Der Hearetsche Internationale Nachrichtendienst meldet ans Tokio: Mit großer Erbitterung wird in eincni Teil der T o k i o 1 e r P r c s s e ein F e l d z u g g e g e n das englisch-japanische Bündnis geführt. Wenn diese Angriffe auch einen gewissen Grad :wn de, tt' ck>' -, nd lick"n Sympathien, die in gewissen japanisch n Kreisen hernchen, wider spiegeln, sind sie doch hauptsächlich durch das Empsiuoen inspiriert, daß England einer vollständigen Durchführung der javanische:: Politik China gegenüber im Wege steht. Keine amtlich Stimme hat sich erhoben, um diese Angriffe gegen England, nicht einmal die erbittertsten :mter ihnen, zu beantworten. Das Blatt „Pamato Shim- bun" erklärt in einer Reche von Artikeln, betitelt: „Eine Botschaft an England" daß der Verlauf des Krieges das japanische Volk v o l l st ä n d i g enttäuscht hat. welches erwartete, daß der Kampf innerhalb einigen Monaten vorüber sein würde. Obgleich Japan Mitglied des großen Bündnisses ist, erklärt der Chefredakteur des Pamatv offen, daß die Ententemächte diesen Krieg verlieren, und sagt, daß selbst wenn der Konflikt unentschieden enden sollte. Japan und England nicht imstande sein werden, in freundschaftlichen Beziehungen zu verbleiben. Japan wie Deutschland (?) befinden sich in der Zwangslage^. nach Expansion zn strebe" Deshalb ist Englands traditionelle .Politik, die gegenwärtig«: Berhältni se aufrecht zu erhalten, für Jta- pan unvorteilhaft. Das englisch-japanische Bündnis har Japan zum Verteidiger von Englands Interessen in Indien gemacht. Als der Vertrag erneuert wurde, sagte sich England von jeder Verant- wortuirg los, im Falle Japan und die Vereinigten Staate:: zum Kriege kommen würden. „Pamato" führt weiter aus, daß die Deutschen stärker geivvrden waren, als esi England lieb war, und daß England begonnen hat, die japanische Expansion in Indien, «China und der Südsee zu befürchten. Die Schlußfolgerung des «Chefredakteurs des „Damals" ist, daß der Krieg enden lyird, indem eine der verbündeten Nation«: sich vom Londoner rlb- .kommen zurückziehen wird. „Bamato" deutet an, daß es nach dem Kriege zu einer Annäherung zwischen Deutschland ?und Rußland kommen wird, :rnd befürwortet ein Bündnis zwischen Rußland, Deutschland und Japan, auf der Grundlage, daß Teutschlaich und Rußland freie Hand in Westasien und Indien ^bekommen :md Japan in China. „Damato" veröffentlicht eine 'Rundfrage, an der viele hervorragende Persönlichkeiten sich beteiligt haben. Als erster äußert sich der Präsident des Abgeord- giatenhauses, Shimada, in einem vorsichtigen Aussatz, dessen Hauptpunkt ist, daß der Krieg zu Japans Gunsten enden wird, weil er die europäischen Mächte erschöpfen wird. Tie Kämpfe in Kamerun. Paris, 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Mitteilung des Kolonialministeriums besagt: Die militärischen Operationen, welche von den Franzosen und Engländern zu Anfang des Krieges begonnen wurden, um die Deutschen aus Kamerun .zu vertreiben und die reiche und wichtige Kolonie in die Hände der Alliierten zu bringen, nähern sich dem Ende. Begönne:: aus einer Frontlänge von 3900 Kilometern, verlausen die Operationen in aufeinander ab gestimmten Betvegungeu derart, daß «verschiedene Kolonnen, französische und englische, von verschiedenen ^Punkten der, Front ausgehend, von wo aus sie zum Teil über .taiftend Kilometer zu durchmessen hatten, beinahe gleichzeitig an Jaunde ankamen, nachdem sie schwere Kämpfe bestanden chatten, denn der Widerstand des Feindes war sehr hartnäckig. Obgleich Jaunde. wo sich der Gouverneur mit dem Oberkommandierenden der Truppen und dem Stabe befand, sehr stark befestigt war, wurde der Platz doch geräumt, sobald der Druck der Alliierten ihn bedrohte. Die Deutschen ziehen sich eilig süd- westwärts in der Richtung auf die spanische Kolonie Rio d e l Muni zurück, wohin sich der deutsche Gouverneur und der Kommandeur der Schutztruppe bereits geflüchtet haben sollen. Auf dem Rückzüge stießen die deutschen Kolonnen wiederholt mit der französischen Kolonne zusammen, die von D u a l a kau: und längs per Eisenbahnlinie auf Jaunde marschierte, parallel mit einer englischen Kolonne, die der Autoinobilsttaße folgte. Weiter nördlich erlitten die Deutschen große Verluste bei M a n g a l e s e. Den 'Deutschen ist es nur gelungen, den Marsch der Franzosen und 'Engländer durch den großen Wald in der Aequatorgegend in einem außerordentlich wechselvollen Gelände ein wenig aufzu- fhalten; aber sie entgingen der kräftigen Verfolgung nicht, die -soeben mit der Besetzung von Ebolo, des letzten wichtigen Punktes, den die Deutschen noch hielten, durch die Alliierten, ihr Ziel erreichte. General Aymerich übernahm den Befehl über .die alliierten Truppen in Jaunde und verständigte sich mit dem englischen General Dobell dahin, mehrere gemischte Kolonnen zur Verfolgung des Feindes in einige Gegenden des' Südens zu entsenden, wo seine letzten Abteilungen umherirren. Die neue russische Anleihe. - Petersburg, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach der „Rfttsch" sind ans die neue Anleihe insgesamt 322 Millionen Rubel gezeichnet worden. Außerdem Huben die Sporkussen 80 Millionen übernommen, so daß die Privatbanken 600 Millionen zur Plazierung übernehmen mußten. Der §eekrieg. Mailand, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Zur Torpedierung eines englischen Transportschiffes durch ein deutsches Unterseeboot bei Saloniki erfährt der „Corricvc della Sera" folgende Einzelheiten: Die Torpedierung des Transportschiffes, das von England kam. erfolgte gestern früh außerhalb des Hafens von Saloniki. Das Schiss hatte 100 /Soldaten und 150 Mann Besatzung an Bord, sowie 200 Maulesel uno Munition. Menschenverluste sind keine zu beklagen. Man sucht einen Teil der Munition, sowie das Schiff zu bergen. Aus dem RÄche. Die Fleischversorgung im Budgetausschutz des preußischen Abgeordnetenhauses. Berlin, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In der vorgestrigen Sitzung der verstärkten Budgetkonrmission des preußischen Abgeordnetenhauses erklärte der Berichterstatter, oie Folgen der in den Frühjahrsmonaten des Jahres 4915 angeoroneten Zwangscwschla.chtu.ng der Schweine seien bis gegen den Herbst 1915 durch rege Betätigung der Schweinezüchter wieder ab geschwächt worden. Das am 4. Dezember erlassene Höchstpreisegesetz für Schweine und Schweinefleisch sei aber für den Fortgang einer solchen erfreulichen Entwicklung höchst schädlich. Die Da'uer- tvarenfabrikation ziehe schließlich den Vorteil aus der .Hoch st preis Verordnung, welche dem Konsum zuaedacht sei. Man könne nur den Fehlschlag der Verordnung vielleicht durch eine Syndizierung des Viehabsatzes ausgleichen, jedoch sei aus wirtschaftlichen Gründen größte Eile hierbei geböte::. Es sei die mangelnde Planmäßigkeit der Verordnungen auf dem Gebiete der Viehversorgung zu tadeln. Man habe nicht rechtzeitig die Verfütterung von Brotgetreide gehindert. Ern weiterer Redner aus dem Ausschuß war der Meinung, daß man den Fleischkonsum ohueGefahr ettvas vermindern könne. Dem Gedanken einer Syndizierung stehe er wohlwollend gegenüber. Der H a n d e l s m i n i st e r erklärte, daß bei den öffentlichen Verkaufsstellen in einem großen Berliner Vorort der Fleischabsatz seit der Einführung der fleischlosen Tage etwa um ein Viertel zurückgegangen sei. Der Landwirt s ch a f t s m i n i st e r bestätigte, daß mit einem Rückgang in der Viehhaltung, besonders der Schweine gerechnet werden müsse. Mit Rücksicht aus die Knappheit der Futtermittel könne man jedoch durch ein Verbot in Bezug ans das Abschlachten nicht eingreisen. Um so mehr müsse man sich hüten, Maßnahmen zu treffen, die auf eine weitere Einschränkung der Viehhaltung hinwirkten. Bereits im Reichstage sei von allen Seiten anerkannt worden, daß die Einführung von Höchstpreisen für Rindvieh undurchführbar seß Stattdessen habe er sich entschlossen, durch Zusammenführung von Erzeugern, Handel und Verbrauchern eine Regelung der Fleischversorgung in die Wege zu leiten. Ein Negierungskommissar erläuterte dann die Einrichtung von Viehhandelsverbänden in den einzelnen Provinzen. Die Preise für Speiseöl. Berlin, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Preise fürSpeiseöl haben in der letzten Zeit eine durch die Sachlage nicht gerechtfertigte Steigerung erfahren. Wie wir hören wird seitens der Reichsregierung die Frage einer Preisbindung für Speiseöl eingehend erwogen. * Berlin, 24. Jan. (WTB. Nichtamttich.) Der Reichsanzeiger veröffentlicht die Ausführungsbestimmungen über die Einfuhr von Salzheringen, sowie die Bekanntmacknmg über Aushebung der Höchstpreise für Schwefelsäure und Ammoniak. Ans Sterdt und Land. Gießen. 25. Januar 1916. Auszeichnungen. Ten: Wöhrmann Karl Müller, Nahrnngsberg 6, sowie den: Wehrmann Louis Jrte, Kaiser- Allee 39, beide in: Reierve-Pionier-Bataillon Nr. 4, wurde die Hessische Tapserkeits medaille verliehen. — Das Eiserne Kreuz erhielte»: der Lehrer Jakob Kern, Leutnant d. Res. im 1. bayerischen Infanterie-Regiment, und Lehrer Christian Breidecker, Unteroffizier d. Res. *• A m t l ich e P e r j o n a l n a ch r i ch t e n. Das Ehren- ze:chen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen Philipp Georg Vettel I., Adam G u t h i e r I., Friedrich Thuraus, Adam Frank III., Josef Frankl, und Georg Koch I, sämtlich zu Heppelchein: a. d. B. ** Eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung findet am Mittwoch, den 26. Januar 1916, nachmittags 5 Uhr, statt. Auf der Tagesordnung steht 1. Mitteilungen. 2. Rechnung für das Jahr 1914/15 und Voranschlag für 1915/16 der Löber-Stiftung. 3. Rechnung des Realgymnasiums für 1914. 4. Rechnung der Oberreal- schule für 1914. 5. Rechnungsabschluß des Gas- und Wasserwerks für 1913. 6. Rechnungsabschluß des Elektrizitätswerks und der Straßenbahn 1913. 7. Errichtung eines Kriegswahrzeichens. 8. Gesuch des Johannes Marker um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Goethestraße 54. 9. Desgleichen des Karl Böller zum Gastwirtschästsbetriebe im Hause Bahnhofstraße 53. 10. Gesuch der Hilfsstelle Rotes Kreuz Herbesthal um Bewilligung eines Beitrages. 11. Lieferung der Schreibwaren. 12. Antrag der Karl Heil Ehefrau auf Erhöhung der Vergütung für die Fütterung eingefangener herrenloser Hunde. ** D i e Landesstelle für die Förderung des Goldmünzenumtausches und verwandter vaterländischer Zwecke in Darmstadt gibt ein Flugblatt heraus, worin für Besitzer gewisser ausländischer Wertpapiere dargelegt wird, wie sie der Allgemeinheit einen besonders wichtigen Dienst erweisen können. Es ist bekannt, daß wir für unsere Einfuhr Zahlungsmittel brauchen, für die wir mehr aufwenden müssen, als dem rechnerischen Verhältnis der deutschen Währung gegenüber der ausländischen entspricht. Mit der Güte unserer Währung hat das natürlich nicht das mindeste zu tun, sondern es fehlen) uns zurzeit nur infolge des Krieges manche Quellen, aus denen- wir in Friedenszeitcn ausländische Zahlungsnrfttel schöpfen können. Daher müssen wir uns jetzt auf andere Weise helfen, um der Verteuerung wichtiger Teile der Einfuhr vorzubeugen. Das Flugblatt wird von der eben genannten Stelle den Banken, Bankiers, Sparkassen, Genossenschaften, Versicherungsgesellschaften, und anderen Geldanstalten cnrgeboten, die es zum allgemeinen Besten den Besitzern ausländischer Wertpapiere gern zugänglich machen werden. ** Stadttheater. Ans dem Theatorbürv wird uns mitgeteilt: Zur Wohltätigkeitsvorstellung am nächsten Donnerstag, in der bekanntlich Friedrich Lienhardts Lustspiel „Münchhausen" hier zur ersten Aufführung gelangt, dürfte eine Besprechung aus Weimar interessieren. Es heißt da: „Ms Nachfeier zum fünfzigsten Geburtstage des Dichters brachte unser Hoftheater das vier- aktige Lustspiel „Münchhausen" in liebevoller Einstudierung heraus und erzielte vor dem fast aus verkaufte:: Hause eine:: warmen, herzlichen Erfolg, der sich nach jedem Akte in mehrfachem Herausrufen kundgab. Der Erfolg ist um so höher zu werten, als er nicht durch herbe Situationskomik, fottfrm: durch seinen Humor und sinnige Symbolik erzielt ist. Wie schon in seinem „Till Eulenspiegel", hat der Dichter hier eine volkstümliche Figur in den Mittelpunkt einer anmutig bewegten Handlung gestellt und zur Trägerin tteferer Ideen gelnacht. In ttefflick-er Maske gab Hans Fritz Gerhard den Titelheld«: und verkörperte in Haltung, Wort- und Mienenspiel so feinfühlend die Absichten des Dichters, daß diese Figur in ihrer inneren Größe glaubhaft emporwuchs: ihm galt unter den Darstellern mit Recht der Löwenanteil des Beifalls." **Postverkehrmitdem Etappe ngebietO ft. Nach den: Etappengebiet des Oberbefehlshabers Ost, in dem eine „Kaiserlick- Deutsche Post- und Telegvaphenverwaltung- im Postgebiet des Oberbefehlshabers Ost" eingerichtet worden ist, findet fortan in beschränktem Umfange ein privater Post- und Telegrammverkehr auch mit der Bevölkerung des Gebietes statt. Re: chs Postanstalten sind zunächst eingerichtet worden in Bialystock, Grodno, Kowno, Libau, Mitau, Poniewiez, Schaulen, Suwcklki und Wilna. Außerdem nehmen in den Orten Auchustow, Bausk, Bielsk, Hasen- poth, Kielmy, Olita, Sokotta, Windau und Wy'lkowyszki Feld- postanstalten an dem neuen Verkehr teil. Es können aber auch nach anderen Orten in dem P Ostgebiet Sendungen abgeschickt tver- den. In der Aufschrift ist dann der Postort anzugeben, von den: der Empfänger die Sendungen abholen wrrd. Postbestellung findet nicht statt. Ter private Post- und Telegranttnverkehr mit dem neuen Postgebiet erfolgt im allgemeinen unter imgefächr denselben Bed:::guntzen wie der private Verkehr mit dem Gebiet des Generalgouvernements Warschau. Zugelassen sind im Poft- verrehr mit dem Postgebiet des Oberbefehlshabers Ost offene ge- wöhnlvche und eingeschriebene Brieftcnrdungen jeder Art, gewöhnliche (nickst telegraphische) Postanweisungen bis 800 Mark und Telegramme in dringend«: Angelegenheiten — unter Nachweis ber Triiustichkeit — bis zu 15 Wörtern. Postsendungen und Telegramme müsse,: allgemein verständlich in deutscher Sprache ab- gefaßt sein und dürfen keine Mitteilungen über mitttärische Angelegenheiten enthalten: die Abschnitte der Postanweisungen dür- fti: nicht zu schriftlichen Mitteilungen benutzt werden. Auf allen Sciumngen und Telegrammen muß der Msender und seine Woh- nung angegeben sein. Tie Mitteilungen in den Briefen sind möglichst kurz zu halten und dürfen nicht über 2 Seiten Viertelgröße (Quattformat) hinausgehcn. Gefütterte Briefumschläge sind verboten. Verschlossene Briefe, Sendungen ohne Absenderangabe, unleserliche Schriftstücke sowie alle Sendung«:, die den sonstigen Vorschriften nickst entsprechen, sind von der Beförderung ausgeschlossen. Druckschriften größeren Umfanges werden von den Prüfung s stellen zurückgestellt und können dadurch verzögett werden. Für Briefsendungen und Postanweisung«: gelten die innerdeutschen Gebührensätze, für Telegramme wird das dreifache der in- landrsche,: Wortgebühr erhoben, mindestens 1 Mk. 50 Pfg. Alle Sendungen sind vom Msender vollständig frei zu mach«:. Im Postgebiet des Oberbefehlshabers Oft werde,: hierzu deutsche Post- wertze:chen mit dem Ueberdruck: „Postgebiet Ob Ost" ansgegcben. Zu den Postanweisungen sind Auslandsvordrucke zu verwenden £' IC Postanweisungen sind in deutscher Währung auszustellen. Es ist Vorbehalten, Telegramme innerhalb des Postgebiets des Oberbefehlshabers Ost auch brieflich zu befördern, namentlich bei starker Belastung der Delegraph«:l:nien. Privater Paket- und Fernsprcchver kehr in und mit den: Postgebiet Ob. Ost :st nicht zugelassen. Dagegen vermitteln die deutschen Postämter :n diesem Gebiet auch den Bezug sämtlicher in deutscher Sprache m: deutschen Reiche erscheinenden von der Zensur überwachten Tagesztttungen und zweien polnischer Tageszeitungen (Tziemnik tzozmrnsk: und Katolik) unter den in Deutschland geltend«: Be-, dmgung«:. ** Privatpo st verkehr im Generalgouverne- !ro ei ri Warschau. Im Bereiche des Generalgouvernements Warschau sind fortan auch folgende Postorte zun: privaten Post-- verkehr mit Tentschland zugelassen: Brzeziny, Ciechanom, Gostynin, Grodzlsk, Grojcc, Kutno, Lenczyca, Lipno. Lowicz, Mlawa, Plock, Plonsß Przasnysz, Rawn, Ryvin, Sierpc, Skierniewice, Sochaczew, -.oinaszow (Kr. Brzeziny). Am privaten Telegrammverkehr mit st.enlschland nehmen nur die Orte Grodzisk, (tzrojec, Kntno, Lipno, ^owwz, Dckawa, Plock, Przasnysz, Rawa, Rypiu und Skiernie- w,ce teil. Die Kaiser sgeburts tags feier der hiesigen muitärischen Vereine wird, wie aus dem Anzeigenteil un- Blattes hervorgeht, einen schlichten Verlauf nehmen. Das Großh. Haupt st euer amt bleibt Donnerstag, den 27. l. Mts. aus Anlaß des Geburtstages des Deutschen Kaisers geschlossen. ™ Ortsfernsprechgebühren - Ermäßigung. ^om 1. April 1916 ab wird, wie die.Kaiserliche Ober-Post- direktion Darmstadt mttteilt, für jeden an das Orts-Fernsprechnetz in Gießen cherangeführten Anschluß, der nicht Wetter als 5 Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt ist, entweder eine Jahres-Pauschgebühr von 150 Mk. oder eine Jahresgrundgebühr von 60 Mk. und Gesprächsgebühren erhoben. Für die vorhandenen Anschlüsse verringert sich somit von diesem Zeitpunkte ab die Pauschgebühr von 160 Mark auf 150 Mark und die Grundgebühr von 75 Mark auf 60 Mark. ** M ei st er kurs für Damenschneiderinnen. Der Ortsgewerbeverein Gießen hält im Monat Februar im Gewerbehaus zu Gießen, mit Unterstützung Großh. Zentralstelle für die werbe in Darm stad t einen Meisterkurs für Damenschneiderei von dreiwöchiger Dauer ab. Näheres ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen. ** Der Gießener Kohlenverein, der jetzt rnnd 20 Jahre besteht und dem mehr wie 20 Prozent aller Gießener Verbraucher von Hausbrand als Mitglieder angehören, hat jetzt seinen Jahresbericht für 1914/15, der die Zeit der ersten 12 Monate der Krjegszeit umfaßt, erscheinen lassen. Dieser Jahresbericht interessiert wegen der den Mitgliedern berechneten Kohlenpreise und fordert zu Vergleichen der Kvhlenhandelspreise an anderen Orten heraus, wo derartige Vereinigungen noch nicht preisregelnd wirken. Die Preise sind im Wint«- und im Sommer verschittren und zeigen für 1914/15, wie die Kohlen, durch die Kriegswirren veranlaßt, im Sommer gestiegen find. Der Verein berechnet seinen Abnehmern den Zentner frei Keller, Nußkohle: Winter 1,19 Mk., Sommer 1,30 Mk.. Anthrazitkohle: 1,77 Mk., 1,93 Mk., Hüttenkoks: 1,48—1,37 Mk.. Anthrazit-Eiform-Briketts: 1,17—1,30 Mk., Braunkohlen-Briketts (Union): 0,83—-0.95 Mk., Reitekohlen: Sommer 0,90 Mk. Der Uinsatz des beschafften Brennmaterials beläuft sich auf rund 100 000 Zentner (geg«: 106 000 Zentner im Vorjahr). Der Geldwert des abgesetzten Materials beläuft sich auf rund 85 000 Mk. L>ierzu kommen an Frachten, Oktroi. Wiegegeld, Fuhrlohn und Einbringerlohn rund 41 000 Mk., sowie an Verwaltungskosten rund 3000 Mk., so daß sich die Menge der abgesetztem Ware für die Mitglieder auf r:md 130 000 Mk. beläuft. Der Verein imterhält kein Lager, er läßt seinen Mitgliedern die Kohlen direkt von der Eisenbahn zurollen, er arbeitet mit sehr geringen Spesen, für die 3 Pfg. vom Zentner nmgesetzter Kohlen usw. verwendet lver- den, welche der Rechner, der Kasscnbote und der Kohlenaufseher als Vergütimg für ihre Mühewaltung beziehen. Außerdem erhalten die Vorstandsmitglieder fest begrenzte kleine Vergütungen für ihre Tätigkeit, die aus dem rund Mi. 10 000.— betragenden Reservefonds bestritt«: werden, also den Kohlenpveis nicht belasten. Die Abnelvner bezahlen ihve Bezüge in Brennmaterial in 12 Monatsteilzahlungen, der«: Höhe sich nach dem Jahresbodarf des betreffenden Mitgliedes richtet, dabei müssen, wenn jemand Kohlen beziehen will, 7» des geliefert«: Materials bezahlt sein. Die im voraus bezahlten Kapitalien werden verzftMich angelegt, solange sie nicht für den Geschäftsbettieb verwendet werd«:. Durch diese Organisation ist es möglich, daß der Verein als solcher eigentlich, ganz ohne Betriebskapital ackbeiten kann, ja sogar durch die Vorausbezahlungen seiner Abnehmer in die Lage versetzt ist, den Kohlenbedarf soznsag«: gegen Kassa einzukaufen. Während des vorigen ganzen Jahres, wo eine Kvhlenknappheit drohte, war die Mitgliederliste des Vereins geschlossen, doch werden seit dem 1. Januar ds. Js. wieder neue Mitglieder angenomnren. Trrrch die Att und Weise, wie der Verein bei der Besck)affung- von Brennmaterial für einen großen Teil unserer 7000 Haushalttmgen in Gieß«: arbeitet, nimmt er auch die Interessen aller Beivvhneq unserer Stadt lvahr, er sorgt nämlich dafür, daß die Preise in Gießen ans ein gewisses niedriges Maß auch beim Kleinhandel beschränkt bleiben, denn es ist eine Tatsache, daß die Preise für Brennmaterial im allg«neinen in Gießen niedriger sind als in den Nachbarstädten, wenn man dabei die etwaigen Frachtdifferenzen und das in Gieß«: zi:r Erhebung komnrende Oktto: berücksichtigt. Kreis Büdingen. --Büdingen, 25. Jan. Eine beachtensrverte Verfügung erließ der Kreisrat Tr. Bo eckmann für den Kreis Büdingen. In Anerkennung der Nützlichkeit der Reben, Saatkrähen und Elstern ordnete er an, daß diese Vögel nur zur Saatzeit, wo sie in großen Massen auftteten und dann schädlich lvirken, innerhalb eines Zeitraumes von je 4 Wochen vom Beginn der Frühjahrs- und Herbstsaat an abgeschossen w«'den dürfen. In jeder Gemeinde sollen bis zu drei Person«: mit dem Abschuß bettaut werden. 4ß Büdingen, 25. Jan. Die Hessische Tapferkeits- inedatlle erhielt der Unteroffizier Pseisser in: Landsturrn- Inf.-Bataitlon Friedberg. D i e b a ch a. Haag, 25. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sergeant May bei der Kraftwagenkolonne 15. 4ß B l e , ch e n b a ch, 25. Jan. Zürn Leutnant befördert wurde der hiesige Bürgermeister und Rechner des Vorschuß- und ^redtweremck H. l_i)(au moiiii, Oisljev oewwevet-^emttam im Landsturm-Jnsanterie-Bataillon „ftricbbetg*. Kreis Alsfeld. 4ß Homberg a. d. O., 25. Jan. Durch die Schulkinder Wurden bis jetzt 720 Mk. an Gold eingebracht. Kreis Schotten. +}: Schotten, 26. Jan. Durch die Schüler der Großh. Real- fcftule wurden über 1600 Mark in Gold gesammelt. Als Lohn erhielten die Sammler einen schulfreien Tag. # V u s.e nborn, 25. Jan. Der Kanonier Gefreiter Linker erhielt die Türkische Tapferkeilsmedaille vom Eisernen Halbmond. Kreis Friedberg. 6 F r i e d b e r g , 24. Jan. In der satzungsgemäßen Haupt- ti e r f a m m l u n g des V o l k s b i l d u n g s v e r e i n s erstattete der Vorsitzende, Prof. Walz, den Jahresbericht für 1915 : Die Mitgliederzahl betrug im abgelanfenen Jahre 233. Attßer einer Aufführung der beiden Kinderslückchen „Rotbkäppchen" und „Weih- nachteii 1914*, sowie der „Heiligen Not" von Scharrelmann u. Wigand, wurden im Jahre 1914 vier Vorträge veranstaltet. Prof. Walz hielt einen Lichtbildervortrag über den „Stegeszug der Deutschen durch Belgien". Pfarrer K n a b - Bruchenbrücken sprach über die Frage: „Was hat uns Schiller in der gegenwärtigen Schicksalsstunde des deutschen Volkes zu sagen?" Hofschauspieler i. P. H. S ch i l l t n g aus Heidelberg trug „Ernste und heitere Kriegs- gedichte" vor und Universitätsprofessor Dr. R o l o f f ails Gießen sprach über „Deutschland und der Orient". Geldzuweudungen gingen dein Verein wie bisher zu; ebenso eine Anzahl Bücher, Zeitschriften und Tageszeitungen 311 ermäßigtem Preise. Gemeinnützige Vereine itnb verwandte Bestrebungen wurden and) im verflossenen Jahre unterstützt. Dahin gehören: der Allgemeine Deutsche Sprachverein, der Verlag der unter Leitung des Prof. Dr. Diehl erscheniendeii hessischen Volksbücher, der Rheinisch-Mainische Verband für Volksbildung in Frankfurt a. M., der allgeineme Verein für deutsche Literatur, die Ortsgruppe Friedberg des Jungdentsch- land-Bundes, sowie die deutsche Dichter-Gedächtnisstlstung in Haut- burg°Großborstel. Daraiif legte der Schatzmeister des Vereins die Rechniliig vor, die voii Semiiiarlehrer G a t; e r t geprüft uiid 'richtig befunden war. Dem Rechner wurde Entlastung zilteil. Zugleich wiirde eine Anregiiiig des Vorsitzeiideii, von bem über 2000 Mk. betragenden Vermögen des Vereitts bemnäcbft 1000 Mk. in Kriegsanleihe attzttlegeit, einstiinmig zum Beschlttß erhoben. — Nachdem dann der Voranschlag für 1916 besprochen ivar, erfolgte dre satzungsgemäße ErgäiiZimgswahl des Vorstandes; sie ergab die Wiederivaht der drei airsscheidendeii Herren Prof. Gebhard, Pros. Walz und Lehrer W i l h e l m. — Bad-Nauheim, 24. Jan. Das gegenwärtig Unbewohnte „Hotel Kaiserhof" an der Bahnhofsallee ist von einer Einbrecherbande mehrere Rächte nacheinander gründlich a n s geraubt worden. Tie Diebe stahlen ganze Wagenladungen Don Konserven, Hülsenfrüchten und sonstigen Lebensmitteln. Sie knackten den Geldschrank auf und entnahmen diesem zahlreiche Silbersachen und Schmuckstücke von hohem Wert. Auch viele Gcbrauchs- gegenstände fielen ihnen in die Hände. Bon den Einbrechern, die mit den Verhältnissen zweifellos genau vertraut waren, fehlt bislang jede Spur. Starkenburg und Rheinhessen. 25 jähriges Bestehen der 118 er. A Darmstadt, 24. Jan. Der Groß Herzog hat sich mit den Flü-beladjutcutten'Major Freiherrn v. Massenbach und Rittmeister v. Schröder auf den Kriegsschauplatz begeben, zunächst zu dem Infanterie-Regiment R r. 118. Das Regiment beging gestern den Tag seines 125jährigen Bestehens. Der Tagesbefehl, welcherr der Großherzog erlassen hat, lantet: Im Felde, 23. Januar 1916. An das Infanterie-Regiment Prinz Karl (4. Groß herzoglich Hessisches) Nr. 118. Tagesbefehl! In jungen Jahren auf fernen Schlachtfeldern pflückte das Regiment seine ersten Lorbeeren. Ein und ein viertel Jahrhundert zählt seine Geschichte. Diese Zeit sah Deutschland in Einigkeit erstehen und zur Weltmacht erstarken. Jetzt hat uns eine Welt von Feinden zum Daseinskampf heransgefordert. Des Vaterlandes Ehre und Zukunft ist des Unerbittlichen Ringens Preis An uns alle ist des Kaisers Ruf ergangen, der von jedem eiserne Pflichterfüllung heischt. Ihr wißt es und habt in blutigem Ernst gezeigt, was deutsche Treue vermag. Ich stehe hier vor Männern, die in Schlachten und Gefechten sonder Zahl dem Tode unerschrocken ins Auge geschaut haben. Euch und den tapferen Kameraden, denen es nicht mehr vergönnt ist, heute unter uns zu sein, verdankt das Regiment neue Blätter einer in markigen Zügen geschriebenen, unvergänglichen Geschichte. Mein Hessenland wird es seinen 118ern nicht.vergessen, daß sie in West und Ost und wieder West nicht fehlten, wo der Kamps am erbittertsten tobte. Unseren Kindern und Enkeln zur Mahnung und Beispiel, will Ich heldenmüttg erworbene Ehrenzeichen im Regiment fortleben lassen. Es ttage daher nach Bestimmung des Regiments ein altgedienter, würdiger Unteroffizier in der Front jedes Bataillons fortan ein Allgemeines Ehrenzeichen für Tapferkeit, welches durch eine silberne Spange mit dem Datum 23. 1. 1916 daran erinnern möge, daß das Regiment den Tag seines 125- jahrigen Bestehens im großen Kriege beging. Hessens besten Söhnen, die für ihres schönen Regiments Ehre bluteten, sei ein Andenken dadurch gesetzt. In Anerkennung treuen Ausharrens und tapferen Sinnes und in dankbarem Gedenken der jüngsten schweren Tage, habe Ich Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften erneut mit Auszeichnungen bedacht und überbringe dem Regiment selbst Meine treuesten Glückwünsche. Ernst Ludwig. * = Darmstadt, 25. Jan. Mit Wirkung von heute an wird auf Anordnung der Bürgermeisterei frisches Schweinefleisch, Schweineschmalz und frische Wurst nur noch an hiesige Einwohner gegen Vorzeigung der Brotansweiskarte verabfolgt. fc. Eberstadt b. Darmstadt, 24. Jan. Gestern wurde das dreijährige Töchterchen des Johann Walter dahier von der elektrischen Straßenbahn überfahren und derart verletzt, daß der Tod alsbald eintrat. s. Jugenheim, 25. Jan. Das von allen europäischen Erdbebenstationen heute früh 8 Uhr beobon 30 Jahren, eiui Menschenalter also, ist die Ausführung des gewaltigen Kulturunternehmens, das Holland um eine höchst fruchtbare Provinz auf stiedlichstem Wege vergrößern soll, berechnet worden. Die Kosten schätzt man aus 360 Millionen Mk., den jährlichen Ertrag auf der neuzugeWinnenden Fläche auf 112 Millionen, während die Fischerei auf der See jetzt nur etwa 3,2 Millionen einbringt. Voraussichtlich nnrd der Plan aber wohl noch einige Aenderungen und Verbesserungen im einzelnen erfahren, denn die Ersalwungen der verheerndeen Sturmflut dieser Tage wird man sich sicherlich gründlich zunutze machen. vermischtes. Ein Eisenbahnunglück in Italien. * Mailand, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Seeolo" meldet aus Florenz: Auf der Linie Florenz-Bologna ereignete sich gestern abend ein schweres Eisenbahnunglück. Der Schnellzug, der 7.30 Uhr von Florenz abfuhr, stieß auf dem Bahnhof Pioppe Salvara mit einem dort haltenden Güterzuge zusammen. Genauere Nachrichten über die Ausdehnung des Unglücks liegen noch nicht vor. Man spricht von vielen Verwundeten und sehr großem Materialschadeü. * * Berlin, 24. Jan. (Privattelegramm'.) Das „B. T." meldet aus Pleß (Oberschlesien): Eine von ihrem Manne getrennt lebende Frau versuchte ihre beiden fünf- und siebenjährigen.Kinder durch Leuchtgas zu vergiften. Ta dies nicht gelang, stieß sie die Kinder, nachdem sie sie schwer verletzt hatte, in den Torfteich und versuchte sich dann selbst zu ertränken. Tie Frau wurde gerettet, die Kinder sind erttunken. A Straßburg, 25. Jan. Auf Vorschlag des Bürgermeisters Dr. Schwander wird die Eingangspforte zum künftigen Straßburger Kriegsmnseum als Straßburger Kriegswahrzeichen benagelt werden. Der Entwurf zeigt eine zweiflügelige Tür, die in der Größe von 1.80 Meter Breite und 2.50 Meter Höhe gedacht ist und aus Eichenholz mit einer Oberschicht Pappelholz hergestttlt werden soll. Auf jedem Teil der Doppeltür befinden sich 18 Felder, die abwechselnd das Eiserne Kreuz und Medaillen mit dem Namen berühmter Männer aus dem Krieg zeigen. * G i s 0 r s , 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Graf Prelle d e l a Riepe, ein belgischer Untertan, ist ans Anordnung der belgischen Militärbehörden in Ealais verhaftet worden. Er wird beschuldigt, Betrügereien im Bettage von mehreren Millionen begangen zu haben. * Ein unlösbares Rechen exempel. Das folgende, für die französische Heeresversorgung bezeichnende Rechenexempel entnelMen wir einer französischen Schützengrabenzeitnng: „Die Intendanz bestimmt für jeden Mann täglich 3 Streichhölzer Da unter 10 französischen Streichhölzchen eines anbrenUt, fragt es sich, wieviel Meisen ein Soldat in einer Woche anzünden kann, wenn man die Wirkung des Windes und der Feuchtigkeit erwägt, die dem Tabak 45 Prozent seiner Brennfähigkeit nimmt." Briefkasten Ser BeSaktion. iNuouyme Anfragen bleibe» unberücksichtigt.) h. p. Villingen Falls Sie noch nicht ausgemustert sind, steht es Ihnen frei, sich zu einem beliebigen Truppenteil zu melden. LfanSel. Essen, 24. Jan. Ans dem in der Z e ch e n b e s i tz e r versa m m l u n g des R h e i n i s ch - W e st f ä l i s ch e n Kohlensyndikats erstatteten Bericht ist folgendes zu entnehmen. Ter rechnungsmäßige Kohlenabsatz betrug im Dezember 1915 bei 25 l / 8 (im Vormonat 24 l / 8 , int Dezember des Voriahres 241/4) Arbeitstagen 4 730 490 (Vormonat 4 412 399, Vorjahr 4 469 072) Tonnen oder arbeitstäglich 188 278 (Vormonat 182 897, Vorjahr 184 292). In der Versammlung wurde die Feststtznttg der Richtpreise vorgenommen, die bekanntlich nicht die Verkaufspreise sind, sondern bei der Aufstellung der Verkaufspreise als Grundlage dienen. Die Versammlung erklärte sich einstimmig damit einverstanden, die neuen Richtpreise, die für ven Zeittanm vom 1. März bis zum 31. Juli gelten sollen, für Kohlen (mit .Ausnahme von Koks- kohlenl Unverändett zu lassen, die KokMreise ans der ganzen Linie (mit Ausnahme von Koksgrns) um 1.50 Mk., aber die Preise fltt Kokskohlen nm 1 Mk., die Brikettpreise um 50 Psg. für die Tonne zu erhöhen. Koksgrus wurde nur um 1 Mk. für die Tonne erhöht. Für die Erhöhung der Brikettpreise kommt nur die erhöhte Steigerung des Preises für Brai, das Bindemittel bei der Herstellung des Sternlohttnorrtetts, rn nercacht, Dü Oie wollen* preise, wie schon erwähnt, unverändert bleiben. Märkte. ic. Frankfurt a. M. Viehh ofnt arktbericht vom 24. Jan. Austrieb: Rinder 3472 (darunter Ochsen 343, Bullen 61, Kühe und Färsen 3068), Kälber 342, Schafe 94, Schweine 38. Marktverlans: Bei lebhaftem Handel wird der Markt geräumt. Preise dir 100 Pftz. Lebend- Schlachr- Ochsen. gewicht Vollfleischige, ausgentästete, höchsten Schlacht- Mk. wertes, 4-7 Jahre alt.83—88 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere atlsgemästete.77—80 Bullen. Dollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtw. 80—88 Vollfleischige, jüngere. 75—80 Färsen, K ü h e. VoNfleischige ausgent. Färsen höchst. Schlachtw. 75—80 140-150 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- wettes bis zu 7 Jahrert.74—80 Wenig gut entwickelte Färsen 65—70 Aelkere atlsgeutästete Kühe.58 — 69 Mäßg genährte Kühe und Färsen .... 53—57 Gering gcitährte Kühe tmb Färsen .... 48—53 Kälber. Mittlere Mast- tittb beste Saugkälber . . . 90—96 Gerittgere Mast- und gute Satigkälber . . . 85—90 Geringe Sattgkälber.78—84 Schaf e. Weidemastschafe. Mastlämmer tmb jüngere Masthammel . . . 92—00 1e. Frankfurt a. M., 2t. Jan. Frucht- und mittel markt. Die etwas bessere Stimmung hält au.' Getreide ohne Handel gut. Futterntittel siitd zu hohen Preisen gesucht. Das Angebot ist aber kaum nennenswert. Leinkuchen 77—78 Mk. Napsschrot 61—63 Mk., Sprenmehl 22—24 Mk., Biertreber 55 bis 60 Aik. Alles ver 100 Kilogratttnt. ke. Frankfurt a. M., 24. Jan. K a r t 0 ff e l m a rk t. Kartoffeln ab Versandstation in loser Ladung per 100 Kilogramm 6,10 Mk. ko. Wiesbaden. Viehhofmarktbericht vom 24. Jan. Attftrieb: 666 Riitder (dartmter 114 Ochsen, 57 BuNeit, 495 Kühe itnb Färsen), 338 Kälber, 6 Schafe, 197 Schweine. Marktverlauf: Trotz der Hoheit Preise tourbe der Markt ge- Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlachtgewicht. Mk. 150-160 140-146 140—150 136-145 140—150 130-140 116-138 106-114 110-120 150-160 144-153 132—142 200—UO Futter räumt. Ochsen. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Mk. ivertes im Alter von 4—7 Jahren . . . 86—90 Junge, fleischige, nicht ansgentästeie und ältere ausgemästete. Bullen. Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtw.. . 80—88 Vollfleischige jüngere.75—80 Färsen, K ü h e. VoNfleischige, ansgentästeie Färsen höchsten Schlachtivertes. Vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsteit Schlachtwertes bis zu 7 Jahren.76-82 Wenig gut entwickelte Färsen.78—85 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe. ..70—76 Mäßig genährte Kühe und Färsen.60—70 Kälber. Feinste Mastkälber.ICO—00 Mittlere Mast- und beste Sattgkälber . . 95—100 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 90—95 Geringe Saugkälber.80—90 Schafe. Weidentastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel. . 63—00,0) S ch ,v e i n e. VoNfleischige Schiveitte vott 100 bis 120 kg Lebendgewicht.118,00-118,80 VoNfleischige Schweine von 120 bis 150 kg° Lebendgeivicht. 129,00-129,60 Mk. 160 -165 81—85 154-160 138—150 126-136 86—90 160—165 138-148 150-160 130-135 113-13C 166—00 158-166 150-158 135—155 1,40-00 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 26. Januar 1916: Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temperatur wenig geändert. Letzte Nachrichten. Eine englische Drohung gegen Rußland. Stockholm, 25. Jan. „Rjetsch" schreibt: Es geht das Gerücht, Japan habe mit England ein geheinres 9lb-kmnmen geschlossen, wonach Japan, falls Rußland einen Sonderfrieden mit den Mittelmächten abschließt, Rußland in der Mandschurei angveifen soll. Italien vor folgenschweren Entschlüssen? i. Köln, 25. Jan. Laut der „Köln. Ztg." bestättgen Nachrichten, die aus italienischem Gebiete kommende Reisende mitbriingm. und Aenßerimgen nach italienischen Blättern, die zwischen den Zeilen andeuten, was ihnen die Zensur zu schreiben verbietet, den Eindruck, daß Italien vor folgenschweren Entschlüs- s e n steht. Die Gerüchte über revolutionäre Sttömungen im Innern die angeblich das ZusammenZiehen großer Truppen Massen im Innern notwendig machten. Die Nachrichten von Hungerrevolten und Kundgebungen gegen den Krieg sind zahlreich und enthalten Uwhl einen wahren Kern. Daß die Lage des Heeres nicht rosig ist, ist bekannt. Zuverlässig ist, daß sehr viele italienische Fahnenflüchtige über die schweizerische Grenze gehen und dort aus iljren bitteren Gefühlen über die verfehlte Kriegspolitik kein Hehl machen. Attch in wirtschaftlicher Hinsicht ist die Not in einer Weise gesttegen, die geeignet ist, den politischen Führern des Landes Besorgnis ein- zttflößen. Auch die bitterert Gefühle gegen England, dem man vor- wirst, daß es sich an der Not seiner Verbündeten bereichere, ersieht man täglich aus den Berichten italietrischer Blätter. Rittmeister Graf Holck und Oberleutnant Freiherr von Zobel wieder in Freiheit. Berlin, 25. Jan, Die in montenegrinische Gefangenschaft geratenen Herrenreiter Gras Holck und Freiherr von Zobel haben infolge der Wafsenstteckung von Montenegro die Freiheit wieder erlangt. Die Gemahlin des Grafen Holck wurde in Kenntnis gesetzt, daß die Herren am Smnstag bei ihrer Flieger- abteilnng unversehrt ongelangt sind. Die Sühne für Serajcwo. T h 6 r e s i e n st a d t, 25. Jan. In der hiesigen Militärstraf- anstatt ist der serbische Anarchist Cabrinovic, der als Mitschuldiger an dem Attentat von Seraj>ewo am 28. Juni 1914 zu 20 Jahren schweren Kerkers, verschärft mit hatten! Lager in einer dttnklen Zelle am 28. Jtrni jeden Jahres, verntteilt worden war, an Lnngentttberkulose gestorben. Der 19jährige Buchdrucker war dasjenige Mitglied der Verschwörer, das auf der Fahtt des Erzherzogs Franz Ferdinand in Serajewo uuter das Autonwbil deS Thronfolgerpaares die Bombe itmrf, die wohl explodierte, aber ihr Ziel verfehlte. Wegen Atinderjährigkeit konnte er, ebenso wie der Hauptattentäter P r i n c i p, nicht zum Tode verutteilt werden. Er wurde zur Abbüßtmg der Strafe nach Theresienstadt gebracht. iKaislönigLpriviebensversscherungsgsseilschaft Statt besonderer Anzeige In Deutschland konzessioniert u.dem Kaiscrl. Versieh erungs-Aufsichtsamt unter- Subdirektion für Ilessen-Darmstadt und die Rheinpfalz: Walter Strauss 5 Karlsruhe i.B., Zähringerstr. 110 Garantiefonds: 70 iMüllionen Kronen Durch unsere Heate morgen entschlief nach sehr kurzer Krankheit sanft in (tarn Herrn unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante geb. Moos in fast vollendetem 77. Lebensjahre. ohne ärztliche Untersuchung können alle Offiziere und Soldaten des deutschen Heeres für den Fall ihres Todes ihren Angehörigen ein sofort zahlbares Kapital sicherstellen. Für die bereits im Felde stehenden Kriegsangehörigen kann die Anmeldung zur Versicherung einstweilen von einem Familienmitglied, von dem Arbeitgeber oder der Heimatgemeinde erfolgen. Jede beliebige Summe von Mk. 100.- an aufwärts kann versichert werden Sowohl die Versicherungssumme als die Prämienbeiträge werden im Versicherungsscheine klar und bestimmt festgesetzt Eine Kürzung der Versicherungssumme oder eine nachträgliche Beitragserhöhung ist ausgeschlossen. Jede Familie, deren Ernährer im Felde steht, soll sich mit dem Gedanken dieser Fürsorge ernstlich und rechtzeitig beschäftigen. Man verlange Auskunft bei obiger Subdirektion und den Ortsvertretern de* Gesellschaft. IAA(X , In tiefer Trauer Familie Ludwig Familie Hoffmann Krofdorf, den 24. Januar 1916 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. Januar, 2 Uhr nachmittags, statt, Todes-Anzeige. Am 24. Januar entschlief sanft unser guter, braver Sohn infolge einer Verwundung im Reserve-Lazarett Witten (Westfalen, Richard Schiel Unteroffizier im Artillerie Negt. Nr. 25 im 2K Lebensjahre, nachdem er dem Vaterlande seit Ausbruch des Krieges treu gedient hat. . Die trauernden Hinterbliebenen: Zamilie Phil. Schiel UL. Familie Ad. Kleinkurt. LangSdorf, den 24. Januar 1916. [027 Danksagung. Dur die vielen Beweise herrlicher Teilnahme bei unserem Verluste, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sprechen wir unseren innigsten Dank auS. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wirsing. Familie Heinrich Erb. Margarete Erb. Wieseck, den 25. Januar 1916. 039 Bahnhofstrasse 34 Telephon 2077 üessie und folgende Tage Statt Karten Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, besonders auch für die erhebenden Worte des Herrn Pfarrer Freitag am Grabe, sowie die überaus zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. In tiefer Trauer: Zghanira HMmehl und Kinder. Lich. den 25. Januar 1916. 019 Für die überaus zahlreichen Beweise inniger Teilnahme an unserem unersetzlichen Verluste sagen wir unseren herzlichsten Dank. Gießen, Januar 1916. 620v Im Namen dertrauerndenHinterbliebenen: Landgerichtsrat Schmäht. in ihrer neuesten Filmschöpfang in 3 Akten von Llebig u. Fehling empfohlen, ist ein besonders wirksames cund Kräftigungsmittel für Kinder und Erwachsene. Wltmd's ßenbom Dazu ein sehenswertes Beiprogramm Militär von Feldwebel abwärts zahlt werktags die Hallte, als beste Husten-Bonbons seit 50 Jahren bewährt. Man verlange stets in den /F»* /TQ Apotheken u. Drogerien & f Ylr § fl fl ffä die Original-Packungen von Hv&Q iU Wasserdichte Westen mit Wollfutter Wik. 12 außerordentlich bewährt u. viel verlangt (1 Pfd.-Paket per Post). Westen in Leder, Pelz, Wolle usw. Gnmicii- und Regen- haratmäntel [81 AnsHistnngsgegen- stände für Offiziere, Mannschaften u. Pferde Anfertigung in eigner Werkslail ausschlag, Pickel, Mitesser, Flechten verschwinden meist sehr schnell, wenn man den Schaum von Zncker’s Patent-Medi- zinal-Seife (ln drei Stärken, ä 6OPf.. M. 1.- u. M. 1,50) abds. eintrockn, läht. 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Lolraerberei ntib Ketzer Handlung Taschenlampen mit und ohne Blende Taschenlampen mit drehbarem Scheinwerfer ■ Äai'mencie Getränke Zu Beginn des Monats Februar sollen wieder & ak ) garantiert rein SaiNaNter-KUrse HanwfgK'antorowfczPo^n 5ur Ausbildung von Helferinnen ilfAUeKen jetzt vom Roten Kreuz eingerichtet werden. UN36fS Soldaten. Altersgrenze 20 Jahre. Praktische^Fei