Nr. |9 Der Metz euer Rvzttyn^. erscheint tätlich, außer Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich Sieb«ner§r^ ^altsam entwaffnet und kricgsgcfangen ab- Diese durch militärische Gründe sowie durch die Eigenart des Landes und seiner Bevölkerung bedingte Lösung unrd am raschesten dem seit langen Jahren vom Krieg heim- gesuchten Montenegro den Frieden wicderzugcben vermögen Das montenegrinische Oberkommando wurde in diesem Sinne unterrichtet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f c r, Feldmarschalleutnant. Wien 23.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. Januar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Auf der Höhe von D o l z o k. nördlich von B o j a n am Pruth sprengten wir vorgestern abend einen russischen Graben durch Minen in die Lust. Von der 399 Mann starren Besatzung konnten nur einige Leute geborgen werden, ^n der Nacht von gestern auf heute vertrieben unsere Truppe» den „eind in demselben Raume aus einer feiner Ver- schanzungen. Nordwestlich von Useiecze ist eine von uns erngenchtete Brückenschanze seit längerer Zeit das Kampfziel zahlreicher rumscher Angriffe. Fast jeden Tag kommt es zu Nahkampfen. Die braven Verteidiger halten allen Anstürmen stand. Südlich von Dub no griff der Feind heute früh nach starker Artillerievorbereitung unsere Stellungen an. ’ JtalienischerKriegsschau platz. .Im T o l m e i n c r B r ü ck c n k o p f. im westlichen Ab- sthnstte des Karin,chen Kammes und an einzelnen Teilen der Tiroler Front fanden Geschützf-impfe statt Im Raume von Flitsch wurde ein Angriff einer schwächeren feindliche» Abteilung am Rombonhang ab- gewiesen. Einer unserer Flieger warf auf Magazine der Italiener m B o r g o Bomben ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Waffen st reckung der Montenegriner nimmt lhren Fortgang. An zahlreichen Punkten des Landes wurden die Waffen nichergelegt. " An der Nordostfront von Montenegro ergaben sich in den letzten Tagen über 1500 Serben. Die Adria-Häfen Antivari und Dulcigno wurden von unseren Truppen besetzt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. * * * Die Waffenftreckung der Montenegriner. Wien, 22. Jan. (z-ens. Frkst.) General Köveß, dessen Armee den eniicfjdbcnb'ei: (Sieg über die Montenegriner errungen hat äußerte -ich laut „Reichspvst" zu einem Kriegsberichterstatter: „Die eigentliche,: diplomatischen Verhandlungen mit Montenegro ,»erden erst nach erfolgter vollständiger Waffenswechung begnmen. Die vollständige Entwaffnung jedoch wird sich bei dem Mangel an Tele» graphcn als erne langwierige und schroere Aufgabe erweisen und d:e Kapitulation wird sich hinausziehen. Es ist zu bemerken, daß d:e Papiere der Parlamentäre, die das Friedensangebot überbrach- ten, von König Nikolaus selbst Und den Ministern eigenhändig unterfertigt waren." < .daris, 23. Jan. (zens. Frkst.) Die Agence Havas ver- neralkonstllats^ amtIlc ^ Mitteilung des montenegrinischen Ge- König Nikolaus ist gestern in Begleitung des Prinzen Peter :n Br:nd:N emgetroffen. Der Wnig und sein Sohn werden ihre Reise nach Lyon fortsetzen, wo sie mit der Königin dm -Prinzessinnen zusammentrefsen werden. Prinz Mirko verbleibt m:t dre: Mitgliedern der Regierung in Montenegro, um . Verteidigung zu organisieren, sowie iinter Umstcüiden die ^-vawierung der Armee. Dre Armee setzt unter den: Oberbefehl es Generals W U kot: t sch , des . früheren Ministerpräsidenten, ucn Kampf fort zu dem Zwecke, ihre Vereinigung mit den iw Manien verbliebenen serbischen Kontingenten ausznsühren. Mü M der^ Verbündeten holst die montenegrinische Armee, sich am ^ölmrens wirk)am beteiligen zu können, indem sie sich aus L-kutar: stiitzt. Rom 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia n:o n tenegT:tn:i che Genera l ko n s u la t ver- ossentlicht folgende Depeich 2 , die ihm aus Brindisi von dem montc- negriiiiichen Mml,terpräsidentcn Miuskvwitsch zugegangen ist: „Da d:e letzte Phase des Krieges in Montenegro roeiter kommentiert wird, diirste es nützlich sein, dem Publikum folgendes mit-- sÄ^^än^?.^^)^?^^^^ustausch mit den österreichi- pchen Militärbehörden war aus zrvei Gründen nötig geworden: 1. durch den Fall der Lowtschen Stellungen, den wir zu vermeiden gehe Nt, hatten, und 2. durch den Einzug des Feindes rn Petruse Die Schnitte wegen eines Waffenstillstandes zielten einzig Uild allein dahin, Zeit zu gewinnen, um den Rückzug der .lrmee aus Pvdgoritza und Skutari zu sichern und zu vermeiden, daß dre übrigen inontenegrinischen Truppen, die sich an Äderen ^monten viel weiter von Pvdgoritza enffernt befanden, abgeschnitten wurden: sowie um Zeit tzu haben, die serbischen Trup- Podgoritza und' Skutari nach Alessio und Durazzo zu whaffen. Es ist ,ic^r, daß auf diese Weise die österreichischen Gruppen :n ihrem Vormarsch um mindestens eine Woche aufge. halten wurden Dre Blätter ziehen im allgemeinen mit Mücht irrwmliche Schlüße. Aber die maßgebenden montenegrinischen - ^ Publikum bald über die Ereignisse, die sich m Montenegro abgespielt haben, aufklären können; Ereignisse. T? er ü'ifftisgen allgewMnen Friedeüsiverhaudlungm die Au^'7chaltnna dieses Zwergstaates verlangt, dessen Existenz so lange eine 'Beunruhigung des, europäischen Friedens war. Vorläilstg aber hat noch das österreichische Schwert ein Wort zu reden und es wird hoffentlich nicht sanft sem. König Nikita in Rom! Rom, 23. Jchn. (WTB. Nichtmntlich.) Meldung der Agenz:a Stefani. Der König von Montenegro und Prinz Peter fiitb in Rom eingetrosfen und vom König dem montenegrinischen Generalkonsul und dem Präfekten empfangen worden. Wnig Mkita und Prinz Peter begeben sich ebenfalls nach Lyon. Ein serbisches -lttentat aus den Valkanzug. Svfia, 22 Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Vulgarischen Telegi-aphen-Agenttir. A:n Donnerstag gaben serbische Banditen auf den Balkanzug während der Fahrt ztmschen den Stationen Sitschevo und Svcla- Petta (auf dem jetzt von den bulgarischen Truppen früher besetzten serbischen Gebiete) mehrere Schüsse ab. Diese Missetat rief in der OeffentlichLeit großen UniviNen hervor Die Presse drängt darauf, daß gegen dier'arttge Banditen- ganz besonders strenge Maßnahmen ergriffen werden. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 22. San. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht. Gestern überflog eines unserer Wasserflugzeuge Tenedos und warf erfolgreich Bomben auf die Flugzeugschuppen und Lager des Feindes ab. Gestern morgen beschoß ein feindliches Kriegsschiff eine Weile die Umgebung von Sedd-ül-Bahr. — Von den anderen Fronten nichts neues. Russisch-türkische Kämpfe. Konstantinopel, 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Meldungen von der persischen Grenze haben Abteilungen türkischer Truppen und eingeborener Krieger am 16. Januar die Stadt Ken g w ar zwischen Kermanschah und Ham ad an besetzt und sie aus den Händen der Russen befreit. Die türkischen Truppen und eingeborenen Krieger setzten ihren Vormarsch fort und haben die Städte Assababad, Chaj und Parkam wieder in Besitz genommen. Sie schlugen ein russisches Reiter-Regiment zurück, welches von Maraga aus einen Angriff in der Richtung gegen Mian- doab unternahm; es verlor hierbei etwa 100 Tote. Ein anderes russisches Regiment wurde südlich Urmia geschlagen. Ern deutsches Flugzeug au der englischen Oftküste? London, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter-Meldung. Das Pressebureau teilt mit: Unter Benutzung des Hellen Mondlichtes kam heute nacht 1 Uhr ein feindliches Flugzeug an Unsere Ostküste und warf schnell hintereinander neun Bomben ab und kehrte seewärts zurück. Kein militärischer oder maritimer Schaber: wurde angerichtet, aber Privateigentum erlitt einigen Schaden. Eine Brandbombe verursachte ein Feuer, das um 2 Uhr gelöscht war. Zwei Zivilisten sind getötet, zwei Männer, eine Frau und drei Kinder leicht verletzt worben. Die Kosten der englischen Kriegspensionen. Berlin, 24. Jan. Die Kosten der englischen Kriegspensionen betragen, wie nach verschiedenen Morgenblättern der Finanzsekretär des Kriegsamtes im Unterhause bekanntgab, wöchentlich 45 000 Pfund und zwar für Kriegsbeschädigte 20 000Pfd., für Kriegswitwen 15 000, für kriegsbeschädigte Offiziere 450, für Ofsizierswitwen 4000 und für Marinepensionäre 5580 Pfund. Die englische Seekriegsührung. Berlin, 22. Jan. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. a. M." meldet aus New Jork: Seit mehr als einem Monat sind hier Postsendungen aus Deutschland nicht mehr eingetrofsen, so daß man annehmen kann, daß die deutsche Post vom Anfang Dezember den amerikanischen Adressaten nicht mehr in die Hände gelangt. Wahrscheinlich haben englische Schiffe die Postbeutel für Amerika geräubert. Die englische Dienstpflicht. London, 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Wochenschrift „Statesman" erfährt, Asquith habe sich einer Arb eiterdeputa tion, die er in der letzten Woche empfing, ausdrücklich in bestimmtester Weise verpflichtet, die in der Dienstpflichtbill enthaltenen Maßregeln künftig nicht zu erweitern, weder den Dienstzwang während des Krieges auf die Verheirateten anzuwenüen, noch nach dem Kriege fortzusetzen. Er könne natürlich nicht sagen, was etwa die künftige Regierung Vorschläge, aber er nehme an derartigen Plänen keinen Anteil. Wer später eine erweiterte Dienstpflicht wolle, müsse seine Stelle einnehmen. Parlamentarismus und Kriegführung in Frankreich. Paris, 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Geeinigten Sozialisten haben der Kammer folgenden Beschluß- antrag. unterbreitet: Die Kammer wolle beschließen, daß eine ständige Abordnung von 44 Mitgliedern, die monatlich wechseln soll, unter den kämpfenden Truppen weilen soll; ohne in die müitärischen Anordnungen einzugreifen, sollten. sie das Recht haben, auf ihre Gefahr die ganze Front, auch die Feuerlinie, zu bereisen. Wenn während ihrer Anwesenheit militärische Operationen im Gange sind, sollen sie bei den kämpfenden Truppen oder den Stäben der beteiligten Armeen den Operationen folgen dürfen. Das militärische Kommando muß den Abgeordneten alle Mittel zur Erfüllung ihrer Aufgabe bereitstellen. Auf Antrag Renaudel hielt die Partei einen früheren Antrag, auf Bildung eines gemeinsamen Organismus, der die Tätigkeit der Kammer und des Senats in Verbindung bringt, aufreclü- Der Kammer wird vvrgelegt: Ein Gesetz betreffend die Nachuntersuchung Zurückgestellter der Jahrgänge 1913 bis 1917. der Befreiten der Jahrgänge 1915 bis 1917. Angenommen wurde die Vorlage auf Nachmusterung Befreiter und Zurückgestellter der einberufenen Jahrgänge in den Kolonien. Paris, 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Anlaß von Maßregelungen einiger großer Pariser Blätter entspann sich in der Kammer eine Zensurdebatte. Pau-l Meunier begründete eine Vorlage, die der Ausschuß für die Strafgesetzgebung eingereicht hat und die verlangt, daß einzig das Gesetz von 1881 für die Presse in Kriegs- wie in Friedenszeiten angewandt werde. Der Ausschuß spricht sich für die Zensur aus. Diese müsse aber auf militärische und diplomatische Artikel beschränkt bleiben. Der Ausschuß weist mit aller Kraft die ungesetzmäßige politische Zensur zurück und schlagt vor, die Beschlagnahme von Zeitungen und die administrative Verurteilung der Presse zu unterlassen. Die Regierung habe sich an die Abmachungen mit der Presse vom Ar^ust 1914 ihrerseits nicht gehalten. Die Freilassung der nicht wehrfähigen Zivilgesangenen in Deutschland und Frankreich. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt: Nach langen Verhandlungen ist soeben zwischen der deutschen und der französischen Regierung eine Vereinbarung wegen Freilassung der beiderseitigen, nicht wehrfähigen Zivilaesangenen zustande 'gekommen, welche die bisher getroffen: Verabredungen erheblich erweitert. Auf Grund der neuen Vereinbarung sollen nämlich unverzüglich folgende drei Klassen Zivilgcfangener in Freiheit gesetzt und in die Heimat entlassen werden: 1. Frauen und Mädchen; 2. männliche Personen unter siebzehn und über 55 Jahren: 3. Männer zwischen 17 und 55 Jahren, die wegen ihres körperlichen Zustandes zur Erfüllung militärischer Pflichten völlig untauglich sind. Ausgenommen von der Freilassung sind nur Personen, die sich wegen gemeiner Verbrechen oder Vergehen mit Einschluß derer, gegen die Sicherheit des Staates in Untersuchungsoder Strafhaft befinden, ferner die Geiseln im eigentlichem Sinne, das heißt solche Personm, die nach dem Völkerrecht zur Sicherste! lurp: des WvWverhaltms der Bevölkerung oder zur Erfüllung gewisser, ihr auser legier Verbindlichkeiten festgehaltm werdm können. Die Vereinbarung findet Anwendung sowohl auf die im eiaenen StaatsgeLiet mit Einschluß der Kolvnim und Protektorate festgeirommenen feindlichen Zivilpersonen, als auch auf solche Zivilgefangene, die aus von den beiderseitigen Streitkraften be setzten feindlichen Gebieten, oder v»n eigmen, neutralen oder feindlichen Schiffm fortgesührt wurden. Wie sich aus diesen Wreden ergibt, gelang es leider nicht, das Abkommen den ^deutschen Vorschlägen gemäß auch auf die beiderseitigen wehrfähigen Zivilgefangenen zu erstrecken. Immerhin ist die Vereinbarung als wesentlicher Fortschritt im Sinne der Menschlichkeit Ku begrüßen, da hiernach auf beiden Zeiten viele tausende Zivilgesangener, die au der Kriegführung oollrg unbeteiligt sind, die Freiheit zurückerlangm: insbesondere können auch die aus dem Elsaß und den dmtschen Schutzgebietm fortgeführten Personen, soweit es sich nicht um Wehrfähige hair- mt, nach langer Leidenszeit in die Heimat zurückkehren. Die für die Durchführung der Vereinbarung werden nach Möglichkeit beschleunigt, so daß mit einem baldigm Eintreffe:: >er beteiligten Deutschen gerechnet iverdcn kann. Ein norwegische- Ausfuhrverbot für Butter. Kristiania, 22. Ja::. (WTB. Nichtamtlich.) Die norwegische Regierung hat ein Ausfuhrverbot für Butter erlassen, das am 25. Januar in Kraft tritt. * . * * Die Kämpfe in Kamerun. London, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtliche Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach, der Besetzung von Jaunde in Kamerun wurden am 1. Januar nach verschiedenen Richtungen Kolonnen ausgeschickt, um den Feind nach der Küste zu drängen und ihm den Rückzug nach spanischem Gebiet abzuschueiden. Eine dieser Kolonnen befreite siebzehn Engländer, sieben bürgerliche französische Gegangene und drei französische Offiziere und Unterossizicre. Bis zum 18. Januar liefen Berichte ein, daß die Deutschen Ebol>owa und Aknolinga geräumt hätten. Der deutsche Gouverneur Ebermeyer und der deutsche Kommandant Oberst Zimmermann erreichten spanisches Gebiet. Weiter südlich an der spanischen Grenze wird gekämpft; dort trachten zwei kleine französische Kolonnen von der Küste und Französtsch-Kongo den Feind zu verhindern, nach spanischem Gebiet auszuweichen. (Anmerkung der Redaktion: Falls tatsächlich der Gouverneur und Kommandant der Schuchtruppe spanisches Gebiet erreicht haben, so ist voraussichtlich in allernächster Zeit eine amtliche deutsche oder spanische Meldung über den Gang der Ereignisse seit dem Fall Jaundös zu erwarten. Bis dahin erscheint der ziemlich unklaren Reutermeldung gegenüber Mißtrauen geboten. Nach dem Inhalte der englischen Meldung ist jedeusalls anzunehmen, daß der Versuch, die deutschen Streitkräfte in der Richtung auf die Küste abzw- drängen und den Uebertritt auf spanisches Gebiet zu hindern, bisher nicht gelungen ist.) Die Munitionserzeugung in Amerika. Washington, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Im Senat beantragte der Repnblikager Cummings, daß die Regierung die Herstellung aller Kriegsmunition selber übernehme und deir Verdienst, der den Privatunternehmern aus den Kriegsgelvinnen zufneße auf diele Weise ausschalte, da die Möglichkeit eines lolchen Privatgewinnes Einfluß auf den Krieg habe. Cummings trat für eine schnelle Annahme einer Tagesordnimg ein, der- ziifolge.ein Sonderausschuß eingesetzt werden solle, der sowohl einen. Plan zum Erwerb von Betriebe:: ausarbeiten solle, um das Heer und die Marine mit allen nötigen Waffen, Munition und Ausrüstungsgegenständen, Schiffe eingeschlossen, zu versehen, als die notwendige Gesetzgebung einleiten wolle, um die Herstellung solcher Erzeugnisse durch Privatunternehmer zu verhindern. Cummings zahlte eine Liste von 20 Unternehmungen auf, deren Aktienwert stch von 4 auf 32 Millionen erhöht habe. Der Redner sagre: „Ich behanphe nicht, daß jede Person oder Korporation, die aus den: Kriege Nutzen zieht, den Krieg fordert, aber ich behaupte, daß alle solche Persone:: und Personengesamtheiten nicht zuständig sind, um über Streitfragen zu urteilen, die zu einem Konflikt siihren könnten. Da sie aber nicht von dem großen Betätigungsfeld dieser Republik entfernt werden können, sollten sie doch von einen: Geschäftswert entfernt werden, aus dem ihnen lvachsender Vorteil entsteht. Es sollte jedem einzelnen und jeder Korporation, soweit es in der Regierungsmacht steht, unmöglich gemacht wer den aus denn Kriege Geld zu ziehen und die Wirkung des europäischen Krieges zu erhöhen/ Ueber die privaten Munitions- unternehmer sagte der Redner: „Seit der Krieg begonnen hat, haben sich 174 neue Korporationen in diesem Lande zur Herstellung von Munition gebildet. Der Wert der in den 14 Monaten ausgeführten Waffen und Munition belief sich auf 161964 000 Dollars. Cummings unterbreitete den: Hause eine Tabelle der Schätzungen des Wertes der Kriegslieferungen. Sie enthält folgende Zahlen für einige der größeren Gesellschaften: Baldwin Loeomotive Company 100 Millionen General Electric 68 Millionen; American Loeomotive 66 Millionen, Wesünghouse 100 Millionen Dollars. Die Errichtung einer chinesischen Monarchie ausgeschoben. Tokio, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der japanische Gesandte in Peking telegraphierte der japanischen Negierung, daß die chinesische Regierung amtlich den Aufschub der Errichtung einer Monarchie bekannt macht, da die inneren Unruhen eine Aen- decung des ursprüngliche:: Planes notwendig machten, die Monarchie Anfang Februar zu proklamieren. Die Dauer des Aufschubs sei unbestimmt. Den Provinzbeamten ist hiervon Mitteilung gemacht worden. Der Seekrieg. Saloniki, 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agenoe Havas". Ein deutsches Unterseeboot torpedierte heute vormittag einen englischen Frachtdampfer, welcher darauf strandete; die Besatzung ist gerettet. Aus Stadt und Land. Gießen, 24. Januar 1916. Kriegsarbeit in Gießen. XII. Kriegsarbeit der Inneren Mission. Auch die Arbeit der freien kirchlichen Vereine ist durch den Krieg kräftig beeinflußt worden. Der Ober hessische Verein für innere Mission, der sonst in jedem November eine gut besuchte Jahresversammlung hält, mußte 1914 auf eine solche ganz verzichten und sich 1915 auf eine kurze Nachmittagstagnng beschränken. Dafür griff er andere Aufgaben an. Dem namentlich im Anfang des Kriegs äußerst lebhaften Wunsch nach Behandlung religiöser Fragen im Zusammenhang mit dem Krieg kam er durch Veranstaltung von Vortragsreihen entgegen, zu denen der Gesamtkirchenvorstand freundlichst die Stadtkirche zur Verfügung stellte. Im Winter 1914/15 sprachen zwei Gießener (D. Eck und D. Schien:) und drei - auswärtige Redner (Prof. D. Schnell, Friedberg; Pfarrer Dr. Koch, Langd; Pfarrer Werner, Frankfurt a. M.); im Winter 1915/16 hielt D. Schian einen Zyklus von drei Vorträgen. Die bei diesen Vorträgen veranstaltete:: Sammlungen zu- sammen mit anderen Vereinsmitteln ermöglichten dem Verein ein tatkräftiges Eingreifen auf dem Gebiete der Verbreitung guter Lektüre. Dabei trug ernatur- emäß dem Bedürfnis nach religiösem Lesestoff Recharung; esonders Weihnachten 1914 steuerte er zu der für int Gießener Truppenteile bestimmten großen Liebesgaben- seudung Hunderte von Neuen Testamenten, Gebetbüchlein usw. bei. Aber daneben sorgte er auch für andere Schristen. Der erwähnten Weihara chtsscirdung wurden auch zahlreiche Exemplare kleiner Lieder- und Gedichtsamiuluugen beb- gefügt; der von der Universität veranstalteten Büchersamm- lnng für die Gießener Lazarette wurde durch den Verein ein Posten guter Volksschristen übrrwiesen. Auch nach anderen oberhessischen Lazaretten wurden allerhand geeignete Schriften verscnwt: so nach Alsfeld, Friedberg, NiDda, Bad Salzhausen, Reichelsheim. Der Verein vermittelt dauernd den MasserUiezug der vortrefflichen „Deutsck-en Soldatenzeitung" (Bereinszeitschrist der „Vaterlandsspende zur Errichtung deutscher Kriegsbeschädigten-Erholungs- heime") und übermittelt sie kostenlos durch Vermittlung der Pfarrer an die Gießener und andere oberhessische Lazarette. Es sei bemerkt, daß, soviel aus diesem Gebiete geschieht, dem weitreichenden Bedürfnis nach mannigfaltigem Lesestoff (neben volkstümlichen auch tiefgreifenden Schriften) immer noch nicht nach allen Seiten hin ansreick>end genügt werden kann; hierfür könnten immer noch mehr Mittel ersprießliche Verwendung finden. Die Herberge zur Heimat in Gießen (Hinter der West-Anlage) hat im Kriege keinen leichten Stand. Die Ver- hältnisse'brachten es mit sich, daß die Durchschnittszahl der einkehrenden Wandernden, auf die die Herberge eingerichtet ist, stark ab genommen hat. Die Folge war ein erheblicher Rückgang der Einnahmen, der sich durch die geringere Be- messung sonst der Herberge zusließeuder Unterstützungen noch verstärkte. Dennoch hat die Gießener Herberge ihren Betrieb aufrecht erhalte,:: können, indem sie die nicht für den eigentlichen Herb erg s verkehr gebrauchten Räume und Betten zeitweis anderweit verwertete. Es steht zu hoffen, daß dieses Verfahren, obwohl die Bedingungen dafür täglich schwieriger werden, ein weiteres Durchhalten ermöglichen u:U) so eine Schließung der Herberge vermieden werden wird. Verhältnismäßig am wenigster: vom Kriege beeinflußt ist die Arbeit der Kinderbewahranstalt (Diezstr. 15 und Wetzlarer Weg 59), unter der Leiturig evangelischer Schwestern aus dem badischen Nonnenweier. Aber gerade sie hat in dieser Zeit eine sehr große Aufgabe zu erfüllen^ Je dringender die Krast jedes Einzelnen gebraucht wird, je mehr auch die Frauen mitzuarbeiten haben, um so notwendiger ist es, daß für die Kinder von Müttern, die ihrer Arbeit nachzugehen haben, Aufenthalt und Pflege beschafft wird. Die Kinderbewahranstalt Hilst gerade den am wenigsten bemittelten Familien unserer Stadt in der Fürsorge für ihre Kleinen. Die Zahl der täglich versorgten Kinder beträgt in dieser Zeit ungefähr 300. Die Anstalt ist um so wichtiger, als sie nicht bloß die körperliche Pflege übernimmt, sondern sich auch um erziehliche Förderung im evangelischen Geist bemüht. Das Gedeihen der deutschen Jugend ist als einer der wichtigsten Gegenstände unserer Aufmerksamkeit erkannt worden; es wäre zu wünschen, daP bereits die Jüngsten dieser Fügend allgemein der rechten Fürsorge teilhaftig werden könnten. Andere Arbeiten der Inneren Mission haben im Kriegs zurückgestellt werden müssen. Möge ihnen nach dem Kriege ein frohes Wiederaufleben beschieden sein! 8. * ** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- Herzog hat am 22. Januar den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach, Amtsgerichtsrat Adolf Meyer, zurzeit im Felde, zum Aintsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach Paul Schmidt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, den Gerichtsassessor Dr. Ludwig Fuchs aus Zwingenberg, zurzeit im Felde, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach, den Gerichtsassessor Dr. Wilhelm S t o l l in Mainz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld, den Gerichtsassessor Dr. Otto Hartmann aus Gießen, zurzeit im Felde, zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberhessen, den Gerichtsassessor Dr. Heinrich Eise aus Lauterbach, zurzeit im Felde, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach, den Gerichtsaisessor Eduard Hainer aus Hungen, zurzeit im Felde, zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen, den Gerichtsassessor .Hermann Re hart aus Mainz, zurzeit im Felde, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein und den Gerichtsassessor Adolf Jost in Wald-Michelbach zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Wald- Michelbach ernannt.— Der Groß Herzog hat am 22. Januar den Notar mit dem Ainttssitz in Groß-Umstadt, Justizrat Adam Wolfs auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen Dienste in den Ruhestand versetzt. ^'Militärische Ausbildung der Jugend. Am Mittwoch abend fanden turnerische und Bajonettierübungen statt. Am Samstag abend hielt Stadtbaumeister B r a u b a ch einen sehr interessanten Lichtbilderbortrag über seine Reise in „Deutsch-Südwestafrika". In dankenswerter Weise hatte Prof. Dr. König seinen großen Hörsaal hierfür zur Verfüung gestellt. Die prächtigen Lichtbilder wurden mit den packenden, mehr als IV,ständigen Ausführungen des- Redners von den mehr als 100 jugendlichen Zuhörern von Anfang bis zu Schluß mit spannender Aufmerksamkeit verfolgt und mit stürmischem Beifall ausgenommen. Der Sonntag war für Führer und Jugendliche vollständig frei. ** Erziehungsaufgaben der Generalkommandos. Was man vor den: Krieg für ganz Undenkbar gehalten, das ist durch die Macht der Verhältnisse zur Tatsache geworden: im deutschen Versasstnrgsstaate diktieren Generalkommandos wichtige Grundsätze der Bolkserziehung, und sie machten z. B. in Cassel, Posen und Hannover ihre Sache ganz vortrefflich. Wie dankbar die Lehrerschaft und die Geistlichkeit, ja selbst die städtischen und staatlichen Zivilbehördeu für dieses feste Zugreisen sind, das zeigt sich mit jedem Tag mehr. Ja, es war vor dem Krieg ein itwßer Fehler, daß man die Erzi-ehcmg fast ausschließlich als Sache der Schule betrachtete und die Forderungen der Volkserziehung im wetteren Sinne zu wenig beachtete. Während des Krieges traten diese Lücken nur noch mehr zutage. Wenn die verschiedenen Generalkommandos hier entschieden durchgreifen, so ist dafür niemand dankbarer als die Lehrerschaft. Mit der Wahrung der Freiheit des einzel:wn kommen :vir in diesen erirsten Tagen nicht aus; >oir brauchen wie im Heer- so auch im Erziehungswesen eine feste Hand, die >di:rchgreift. Die vielgerühmte deutsche Zucht kommt nicht von selbst. Wer draußen seinen Mann stehen soll, muß durch die nötige Schule gegangen sein; aber noch viel wichtiger ist gerade eben die Gewöhnung, der Gehorsam daheim in der Gemeinde. Mit der Erziehung in Familie und Schule allein ist cs nicht getan. Es gibt auch eine Erziehung auf der Straße, in der Oefsent- lichkeit, und mit ihr liegt es vielfach in: arlym. In einer außergewöhnlich stark besuchten Versammlung des Verbandes für Inge ndwohlfahrl und Jugendfürsorge zu Darm- sta dt am 7. Januar ds. Js. hielt der dortige Bürgernreister Müller einen Bortrag über die wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Erziehung, und die Versammlung forderte mit ihm einmütig eine Eing^abe an das Generalkommando zu Frankfurt a. M., tu der diese Behörde ersucht wird, Maßnahmen zu treffen gegen das abendliche Herumtreiben jugendlicher Personen, gegen das Rauchen und Trinken, den Kinobesilch vor dem 16. Lebensjahre, gegen die Lohnauszahlung an Jugendliche, die SHundschristen, den Verkauf von Naschwerk u. dergl. mehr. Seit langen Jghren tagte in Hessen kaum eine ähnliche Versammlung, in der man die tatsächlichen Mißstände in der Jugenderziehung so entschieden be- kämpfte wie hier, und wie in Hessen, so ist man überall dabei, die öffentliche Erziehung, auf die so lange verzichtet worden ist, wieder zur Geltung zu bringen, ** , ^5^ f . bent 5^ r . ett l rteb ^ I >f am Rodberg sind bis- her 194 Anreger, dre als Opfer des WclMicges ihr Leben IN unseren LlHEtten lassen mußten, bestattet. Der Rationalität nach ent,allen die Verstorbenen: 61 Deutsche 85 Franzosen, 23 Russen, 8 Engländer imd 7 Belgier. Außerdem sind noch an Opfern des Krieges in Gießen bestattet 3 Offnere in Erbbegrabnt,sen, auch aus dem israelitischen Teil des Friedhofes wurde ein Kriegsopfer bestattet. — Die Aaht der Opfer im Feldzug 1870/71, welche «auf unserem Friedhof am Nahrungsberg eine gemeinsame Ruhestätte gesunden haben, bettagt 78, darunter 68 deutsche Soldaten und 10 Franzosen. w *Z^OA Mlung Hl auf heute, Monaden .24.d Mts , abmd-Z 8Vi Uhr, wn dem Rektor der Universität m den- .großen Hörsaal des Kollogirnhauses einbcruscn Au, der Tagesordnung steht außer Mitteilungen des Rektors ein vo" G-bennrat Haupt Über die Organisation eines „Vaterlands ck>en Studentendr-enstes" in Gießen. rr ** Der Verein zur Gründung eines Ob erhes- s, s ch e n D a m e n b c ims hatte, wie man „ns schreibt, seit Krieg^beainn seine Werbetatigkett eingestellt. um je-e Betä-iaunq in der sozialen S&ieflSfunorge nicht zu beeinträchtigen. Es ist aber zu erwägen, daß gerade nach dem Kriege sicher dis Bedürfnis.nicht ausbleibeu wird, ein Heim zu gründen, in dein zahl- reiche, gerade m reolge des Krieges vereinsanrte, minderbemittelte Damen em Unterkommen finden können. Der Vorstand ln sich deslialb entichloiien, für 19t6 wieder Beiträge von seinen üt- gliedern -rlubei, zu lassen, und mird in der in nächster Zeit ^it- pndenden Mitgliedei-versaiNinlimg über seine bisherige Tätigkeit und den Stand des Vermögens berichten. ~ ~ ®. ilte Nachniittags - Unterhaltnna findet im Soldatenhenn am Mittwoch, den 26. Januar, nachinittags 3 Uhr statt unter Mitwirkung von Fräulein Elisnbetli V e l k c, Lieder Hkrm Bakoi, Rezitation, und der Kapelle des Ersatz» Bataillons des Infanterie-Regiments 116 unter Leitung von Herrn B. Herrmann. D e r d r i t t e B u ch.f ü h r u n g s k u r s ff'ir Handwerkerfrauen und -Tochter beginnt am Dienstag, ben 25. Januar, und der 4. Kursus beginnt anr Mittwoch. den 26. Januar, abends 87, "hr, iii der höheren Mädchenschule (1. Klasse). ^..Ersatz von Kupferkesseln. Aus unserem Leserkrer e sind mehrfach Ansragen nach zweckmäßigem Ersatz für beschlagnahmte Kupferkessel an uns gelangt. Wir geben rm folgenden die Ratschläge einer F a ch v e r e i n i g"u n g zu der Frage wieder: Da bis spätestens Ende März d. I. die Enteignung der Kupferkessel und Kupfer- bezw. Nickel- schisse im ganzen Deutschen Reiche durchgesührt sein muß, ut es dringend notwendig, daß die Besitzer solcher Kessel und Schisse sich nach geeignetem Ersatz Umsehen. Kupfer und Nickel wurden bisher zur Anfertigung von Kesseln und Herdschiffen bevorzugt, weil diese Metalle keinen Rost ziehen und Geschirre daraus sich daher stets rasch reinigen und rein halten lassen. Als vorzüglicher Ersatz dafür kommen email- lierte gußeiserne Kessel und Herd schiffe in Betracht. Diese haben den Vorteil: 1. daß sie infolge der Emaillierung im Innern nichts rosten und daher leicht gereinigt und rein gehalten werden können: 2. daß dieSveisen infolge der 3—5 Millimeter dicken Wandstärke der gußeisernen Geschirre nicht leicht anbrennen: 3. daß die Geschirre infolge der vorerwähnten dicken Wandstärke nicht durchrosten oder durchbrennen und daher unbegrenzt haltbar sind..— Durch den großen Arbeitermangel ist die Fabrikation von Gußkesseln und Herdschisfen der Werke aber sehr beschränkt. Der gegenwärtige große Bedarf kann daher nur allmählich gedeckt werden. Unbedingt notwendig ist es aber, seinen Bedarf sofort aufzugeben, damit die Werke sich mit ihrer Fabrikation, soweit es die gegenwärtigen abnormen Verhältnisse zulassen darnach einrichten können. Statt gußeiserner Kessel werden vielfach auch solche aus Stahlblech genommen, besonders da letztere leichter herzustellen und demnach auch leichter zu haben sind. Blech hat gegen Gußeisen den großen Nachteil daß es viel leichter rostet. Um diesem Umstand abzuhelfen, werden bte Blechkessel auch außen mit einer Emailleschicht versehen. Beim Gebrauch ist daher darauf zu achten, daß diese äußere Emailleschicht nicht beschädigt wird, da an den be- schädigten Stellen das frei gewordene Blech Rost ansetzt und die Gefahr besteht, daß der Kessel an dieser Stelle durchrostet. Blechkessel aus zu dünnem Blech sind selbstverständlich minderwertig. Beim Ankauf von Blechkesseln ist daher vor allem daraus zu achten, daß sie eine möglichst dickeWandstärke besitzen, also nicht zu leicht sind. Man lasse sich durch die Billigkeit nicht zum Ankauf eines leichten Kessels verleiten, da er um so rascher verschleißt, je leichter er ist. M., 23. Jan. In der Heusenstammer Ä « Oehlerschei, Farbwerke zu Offenbach wnd am Spmitaq iiacf)rntuan infolge eures Betriebsunfalls ein Explosions- nJLrrl 11 ? l att 'J 5 Cm J eibei ’ eine Anzahl Menschenleben zum Oper geiatlen sind. Der Maierialschaden ist gering. Der Betrieb er- whrt kerne Störung. Kreis Wetzlar. A.iifls CT n £'o 2 ^‘ ^ n,,t Die Firma für optisch-mechanische A 'kel von Ernst Leih bat ihrer ,A r b e i t e r - I n v a l i t> e n -311 m e n - u n b Waisenkasse" eine Stiftung von 10000t» M a rk zugewendet. ,, Hessen-Nassau. h „ ni l isJ;? nf e J' bcr £' Jan. Der Aussichtsturm aus deni Kahlen A st e n b e r g bei Wrnterberg ist vollständig a n s- gebrannt. ^ V iedenkovf, 23. Jan. Ans Grain über ihren als „vermißt genteldeten Sohn machte die Witwe I r l e bei Wil- Ende ^ben durch Ertränken in der Lahn ein X. Gelnhausen, 23. Jan. Sch.ver heinrgesucht haben ^ n b r e ch e r die ehemalige P i a r r k i r ch e in dem Spessartdorfe o o er b e >, e n b a ch , welche nur noch als KlUistdenkmal erhalten wird.^ Geltomen wurden: Zwei Oelgeinälde ans den Ausbauten der Lreltcnaltare. dos eine die hl. Ottilie, das andere ben hl jUaleimints dariteklend, das eine war aus dein Spannrahmen peransgeschnitlen. das andere ist vorsichtig heransgetrennt worden; zwei Oelgeinälde in dunklem Rah,neu. vermutlich die hl. Luzia und die hl. Agatha darstellend, vielleicht auch den hl. Josef; zivei Engel- ngnren in sitzender Stellung (Altarfiguren); eine Statue des hl üvendelln n. a. in. Von den Dieben kehlt jede Spur. . . = E s ch b o r n , 23. Jan. In einem Gartcnhänschcn wurde ein junger Mann von hier erhängt aukgeknnden. ru Limburg, 23. Jan. Bei den Nachprüfungen der r ^ 1 oevorratserhcbungctl im Kreise Limburg . ^ >Ahk/ausgestellt, daß einzelne Landwirte trotz der schweren. Srra.Qndrohungen sich zu Verheimlichungen von Getreide- und Mehlvorräten Hinreißen ließen. Es wurden nicht nur in Scheuern, Ställen, Wohnungen, sondern auch in oetten Getreidemengen versteckt vorgesunden. Die Schuldigen werden zur Rechenschaft gezogen. Landkreis Gießen. ltz Leihgestern, 22. Jan. Die Sammlung in der Gold Woche ergab noch 410 Mark. e Grünberg, 23. Jan. Trotzdem die 1. Goldsantnttung an der Realsckmle im März v. Js. das stattliche Ergebnis von 11090 Mark gehabt hatte, ließen die Schüler nicht nach und brachten bis Weihnachten noch einmal 1570 Mark zur Ablieferung Durch die Empfangsbescheinigungen der Reichsbank und die Papier geldtaschcn, die die Reichsbank den eifrigsten Sanvmlern verteilst, angespornt, begairnen viele unermüdliche Realschüler jetzt einen neuen Feldzug gegen die immer noch zurückgchaltenen Goldmünzen und lieferten Wetter 2085 Mark ab. Ein goldfreier Tag wird ihren Fleiß belohnen und zugleich das Ergebnis noch in die Hohe bringen. m . O ©nhiberfl, 24. Jan. Die Jngendwehren von Nleder-Ohmen, Merlau, Atzenhain und Weltsaasen unternahmen am Sonntag einen Reisemarsch von Nieder-Ohmen a»S nach Grünberg. Hier fand gegen die Grnnberger Jugendwehr, welche die Höhen bei der .Unteren Ziegelhutte« bewtzt hatte, eine Gekechts- ubung statt. Das prächtige Wetter hatte eine große Zuschauermenge herausgelockt, welche die Entwicklung des Geseebtes mit Interesse verfolgte. Rach Beendigung der Hebung rückten die beiden Jugendwehren mit klingendem Spiel in Grünberg ein. Kreis Büdingen. A Ranstadt, 23. Jan. Unser Lehrer Georg M üller, der 6eim Infanterie-Regiment Nr. 176, 12. Kompagnie, in Rußland kämpfte und sehr schiver verwundet wurde, hat kürzlich das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten. Gegenwärtig befindet er sich im Vercms- lazarett in Nidda. Kreis Friedberg. — I l b e n st a d t, 23. Ja». Bürgermeister Gottfried Dickenberger und Beigeordneter Gottfried Haas legten gemeinsam ihre Gemeindeämter nieder. = O ck st ad t, 22. Jan. Nach kurzem Krankenlager verstarb hier der Dekan des Dekanats Friedberg und Pfarrer der katholischen Gemeinde Dr. Wald. Der Dahingesch-iedene war am 1. Juli 1852 in Finthen bei Mainz geboren. Nach Empfang der Priesterweihe versah er u. a. das Benefizium Ockstadt, dann das Pfarramt Ober-Wöllstadt und seit 1894 das hiesige Pfarramt. Das Dekanat Friedberg verwaltete er seit 1903. In der schönen neuen Pfarrkirche setzte er sich ein bleibendes Denkmal. Unvergessen bleibt auch Dr. Walds Wirksamkeit als Ausschußmitglied des . Diö-zesanvorstandes und Förderer tder Raisfeisenkassen lund des Hessischen. Bauernvereins. Dr. Wald wird in der hiesigen Pfarrkirche beigesetzt. Starkenburg und Rheiuhessen. m. Offen b ach a. M.. 24. Jan. Unter einiger Mitarbeit der Schulbehörden sind während der Goldwoche bis zum 21. d. Mts. in Ofsenbach rund 55 000 Mk. Gold umgewechselt worden. vermischtes. Ein Brand in Molde. ^ Die Stadt Molde an der Westküste Norwegens steht in Aalesund, 22. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Molde wird von 1N/s Uhr nachts gemeldet: Bei anhaltendem Sturm dauerte das Feuer mit großer Heftigkeit besonders nahe der Sparbank, die bisher noch unbeschädigt ist, an. Zwei Meiereien und öffentliche Kontore sind niedergebrannt. Der Brand dehnt sich ans. Das Amtskontor und das Grand-Hotel sind bedroht. 8 00 bis 100 0 Obdachs lose sind in Hotels und bei Privaten untergebracht. Kleider sind wahrscheinlich genügend vorhanden. Dagegen fehlen Lebensmittel. Menschen sind nicht umgekommen. Kristiania, 22.^ Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In Molde sind 120 bis 150 Häuser eingeäschert worden. Der Gesamtschaden beträgt gegen drei Millionen Kronen. Wahrscheinlich ist der Brand durch Brandstiftung entstanden, da er gleichzeitig an zwei weit voneinander entfernten Stellen ausbrach. Der König wird abends nach Molde abreisen. Molde ist ein Gedicht, das freilich durch das schwere, über die Stadt wtzt hereingebrochene Unglück einen düsteren Beiklang erhalten hat. Von je ist es der Liebling der Künstler und der Dichter gewesen. Da ist unter den Nordlandsmalern kaum einer^ der sich nicht an der Schilderung dieses wundersamen Stadt- und Naturbckdes versucht hätte. Ibsen hat sein Schauspiel Tie Frau vom Meere" hierher verlegt; Björnsvn hat glückliche Ju- gendtage in Molde verlebt, das er zum Schauplatze seiner klassischen Erzählung. „Das Fischermädchen", gemacht hat. Nähert man sich der Stadt vom Fjvrde her. so sicht man sie mit ihren buntgemalten Häusern gleich einem lachenden Feldblumenstrauße aus ihrer ^eyne gelagert, eingebettet in eine von Höhe zu Höhe Ilch immer mehr hebeiide Bergwelt, die schließlich in einem groß- ^ alT,5e schneebedeckter Alpen Häupter ihren majestätischen Abschluß findet. Um aber die Schönheit des Ortes gaiti zu er- falfett, muß man das Städtchen selbst verlassen und gen Nvrd- westen den niedrigen Hügelrücken ersteigen, auf dem der Wald- - U9 ^gt, oder besser noch: man erklimmt den über 400 Meter aufragenden Moldehei. Je höher man steigt, desto gewaltiger, desto berauschmder breitet sich das berühmte Panv- rama von Molde aus. Land und See wirken zu dem großartigen Gemälde zusammen. Der Moldefjord gleicht einem ' mächtigen bergumgurteten. von waldigen Inseln belebten Scebecken. das durch die langgestreckte Insel Otterö von einem äußeren Fjvrde dem Harö-Fzorde getrennt ist. Der aber wird wiederum durch erne lange Perlenkette von Schären-Inseln vom offenen Meere geschieden dessen Spiegel der Wanderer erst in einiger Höhe mtt seinem Blicke erreicht. Im Becken des stillen Mvldesjords spiegeln die herrlichen Romsdalsalpen mtt ihren mannigfach gefornl- ten Gipfeln: die weiße Schürze", die Vengettnder, das Kallskro- steld und weiterhin das spitze Romsdalshvrii. Aber dazu ist Molde noch nnt der holdesten aller intimen Schönheiteii, mit der Schönheit eines üppigen Pflanzenreichtums gesegnet und gegen -die wilden Stürme aus Nord und West geschützt. In Gärten und Blumen ist diese holde Stadt vergraben. In neuester Zeit hat sich Milde mehr und mehr zu dem entwickelt, wozu es gleichsanl vorbestimmt sä-eint: zu einein beliebten Badeorte und Sommer- aufenthalte. Sein Handel ist eher zurückgegangen: Aalesünd und Ehristtansund haben die Zauberstadt am Moldefjord überflügelt. Ein Eisenbahnunglück in Italien. Zürich, 22. Jan. (W.T.B. Nichtamtlich.! Die „Neue Zürcher Zeitnng" meldet ails Mailaiid: Bei Vigodarzere in Venetten sind zwei Züge z u [ a m m e n 9 e fi 0 6 c n, von denen einer mit drei Maschinen bespannt war. Den ersten Meldungen zufolge wurden viele Personen getötet und verletzt Einzelheiten fehlen. Bviefkaften der Ltedaktion. Mnoutzme Nnsragcu bleibe» nnberNcksichtigt.» A. 8. Das Zeichen bedeutet Landsturmtanglichkeit, Herzfehler. Die übrigen Fragen entziehen sich unserer Kenntnis. Nekcorologische öeobachtungen der Station Gietzen Ion. 1916 w iif £ * a ‘H w"° 0 £ 0 ‘C Q c " & • S 3 JO £ if § G=- Sill SN-§^ 23. 2« 5.3 5,9 88 2 23. 9" — — 0.0 4,1 89 — 0 24. 17 »6 -2.3 3,7 96 — — 10 !>öch te Ten peratu am 22. bst 23. I an. 1916 = Niedrigste „ Niederschlag: 0,0 mm. 22. „ 23. 1916 = Wetter Sonnenschein Klarer Himmel Bed. Hirnnlel 0,3 0 6. Letzte Nachrichten. Deutschland und Bulgarien. Sbfia. 23. San. (WTD. Nichtamtlich.) In einer Unter- rcdung mtt ernem Vertreter des „Mio" teilte d-r Unter- richtsminister Peschew mit, die Deutschen hätten die bui- 9 .arrsche Regierung aufgesordert, die Städte und Bezirke Prizren, Djakowa, Pristma, Krusewatz, Kuprija, Po- zarewatz, Prokuplje, die bisher von den Deutsck)en besetzt gewesen seien, zu okkupieren. Sie seien von den bulgarischen Verwaltungsbehörden übernommen worden. Bulgarische Erwartungen. Sofia, 24. Jan. Aus Gesprächen mit leitenden bulgariscksen Politikern gewinnt man den Eirrdruck, daß die N i s ch e r K a i s e r - sage überall eine sehr starke und nachhaltige Wirkung ausgeübt haben. Vlelsach ist man sogar geneigt, der Bcgeggrung König Ferdi- nands mtt Kaiser Wilhelm einen entscheidenden Einfluß auf die weitere Entwickelung der Tinge ails deni Balkan und selbst auf die weiteren knegerlschen Ereignisse beizumessen. Bemerkenswert ist wrner, dag allgemein eine große Zuversicht bezüglich desendgu/tigenSiegesuudeinesbaldigenFrie- chl asse!s zu bemerken ist Ties beruht offenbar auf der Aussprachemit Kaiser Wilhelm und leitenden deutschen Männern Einzelne Meinungen gehen sogar dahin, daß noch vor Beging der L)sscnsive gegen.Saloniki ein weiterer Vierverbandsstaat, vermutlich Italien, mit einem Friedensantrag hervortreten dürfte Ueberhaupt mehren sich die Stimmen, die für ein dauerndes Bundes Verhältnis Bulgariens mit den Mittelmächten eintretm und die daran großartige Zukunftspläne knüpfen. Bezüglich der noch bevorstehenden kriegerischen Operationen lzerrscht überall ausgesprochener Optimismus, der nicht die geringsten Bedenken oder Besorgnisse aufkommen läßt. Kronprinz Danilo ein Freund Oesterreichs. Rom, 24. Jan. Der Besuch! der Königin Elena bei ihren montenegrinischen Verwaiidteii daiierte auf deren Durchreise durch Rom vier Stunden. Der König von Italien war nur einige Mi- miten anwesend. König Niktta machte einen sehr niederg^, Magmen Errrdimck. Es sickert jetzt langsarn durch, daß Kwnprrnz Danrlo und seine Gemahlin auf der Seite Oester- r e i ch s st e h e n. Gerüchte über Italien. L u g a n 0,24. Jan. Aus Saloniki wird gemeldet: Dort herrscht große Aufregung infolge von Gerüchten in der griechischen Presse über Italien. Nach römischen Meldungen m einigen Athener Zeitungen soll Italien die Hilfe der Entente erwartet haben, um gleichzeitig eine Offensive nach Triest durchzuführen, sei aber von Frankreich ab gewiesen worden. Auch sprechen die Athener Blätter von einem M i n i st e r w e ch s e l z u g u n st e n G i 0 l i t t i s. Woitvode Putnik gestorben. Bukarest, 24. Jan. „Timeniata" berichtet, der frühe r>. Generalstabschef der serbischen Armee, Putnik, der mtt der serbischen Regierung in Korfu einttaf, ist dvrt ge- stör ben.. Tie serbische Gesaudtsck>aft in Bukarest erklärte, hierüber noch ferne Nachrichten erhalten zu haben. Rumänische Musterungen. Stockholm, 24. Jan. Das rumänische Konsulat in Peters» wrrg gibt der Presse bekannt, daß alle wc hrpfl i chti geN> Rumänen sich sofort im Konsulat zur ärztlichen Untersuchung ernzusinden haben. Unsere U-Boote im Mittelmeer. Z ü r i ch, 24. Jan. Nach Schweizer Blättern hat das Austreten von U-Booten im Mittelmeer zum Aufschub der Abreise sehr vieler Dampfer der Südroute geführt. Ein Unterseeboot wurde an der Westküste Sardiniens gesehen Da zahlreiche Kohlendampfer erwartet werden, herrscht in italienischen Reederkreisen große Beunruhigung. Rückkehr aus Kamerun. Genf, 24. Jan. Nach einer Madrider Meldung der Lyoner ..Tepeche" trafen aüs Kamerun kommend, de utscheFa milien etwa 40 Personen, an Bord des Dampfers „Ciudad de adir" ln Eaoix em. Kalerwerwechsel in Bulgarien. Sofia, 24. Jan. Die Frage der Einführung des gregorianischen Kalenders ist noch offen. Den maßgebenden Kreisen wird Gelegenheit geboten, sich darüber aus- zu sprechen und Vorschl äge zu machen. Tann erst wird ein Ministerrat beraten und beschließen. Unterrichtsminister Pesch ew sieht kein Hindernis gegen die Einführung. Die Kirche könnte die Hauptfeiertage trotzdem gleichzeitig mtt den übrigen Orthodoxen feiern. mSxkMrenrttsbs liebt man : j® WATARWH, eorc&orsss deshalb sendet sie ins Feld!.' überall zu haben wo Rekl. am Fenster in Beuteln v. 15 Pfg. an. niemals lose}-:Feldpacküfc'g' grätis: Versteigerung. DienStag, den 25. d. MtS., nachmittags 1'/, Ubr. versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: Ca. 117 Dutzend Messer und Gabeln verschiedener Sorte, Vrodmesser, Schinken» messer, Schlachtmesser, Stahle und Salatbestecke. Versteigerung bestimmt. 571 _ Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. Bnllenverkauf. Die Gemeinde Wieseck beabsichtigt einen fetten, Simmentaler Bullen auf dem Submisnonsmege zu vergeben. Offerten pro Zentner Lebendgewicht sind bis auf Donnerstag, den 28. d. MtS. auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Wieseck, den 22. Januar 1916. Großherzogltche Bürgermeisterei Wieseck. I. B.: Schäfer. 607 6 Amtlicher Wetterbericht. O e f f c n t l i ch e r Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 25. Januar 1916 Vorwiegend bedeckt, zeitweise Niederschläge/ wärmer. Sfrohhüfe e. Umarbeiten, Umformen bittenwir unsjetut schon zu bringen. Jetzt haben wir Zeit und Sie sparen Geld. 589 a Salomon & Cie., SchulslraOe 4 Vl-WiMW Heute morgen 9 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Anna Elisabethe Reuschling im 84. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Rinn XI h, nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, den 23. Januar 1916. Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. d. Mts., mittags V» 1 Uhr, vom Trauerhause, Bachstrasse 28, aus statt 6 02 5 Zimmer Ludwigstratze 4 im 2. Stuck idiöne, nernumtne 5-Zimmer-Wohnung mit allem Zubehör zum 1 . Avril oder später zu vermieten. W. NitichkowSki, Duchdruckerei. 1287 Schöne, neu hergerichtete 5-Zimmerwollnuua, Part., per 1 . Mai, evtl. 1 April zu vermieten. Bleichste. 88 L, Ecke Ludwigttratze. 39 Ortsgruppe Sieben AügemVeutjcherZrauenverein Der dritte SuchMrungskurr für handwerkerstauen und -Töchter beginnt am Dienstag, den 25. Januar und der 4 . Nursus beginnt am Mittwoch. den 26. Januar, abends 8V< Uhr. höhere Mädchenschule g. Ulasse). 604V Nachmittags - Unterhaltung lm Soldatenheim Mittwoch, den 26. Januar, nachmittags 3 Uhr. nntwirkaai«: Fräulein Elisabeth Volke, Lieder z. Laute; Herr Backof, Rezitation; Kapelle des’ A __ Ersatzbataillons des Infanterie-Regts. 116 Ü92V1 _unter Leitung von Herrn B. Herr mann. Holzverfteigerrmg. Nächsten Dienstag, den 25. d. M., soll tm Steinbacher Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: a) Kiefernstämme 2 Stück 2. Kl. = 2,20 Fstm., 38 Stück 3. Kl. -- 27,96 Fstm., 32 Stück 4. Kl. --- 19,64 Fstm., 17 Stück 5. Kl. ----- 6,97 Fstm. b) Fichtenstämme 1 Stück 3. Kl. ----- 1,32 Fstm., 5 Stück 4. Kl. = 3,61 Fstm., 78 Stück 5. Kl. --- 25,85 Fstm. 7 Stück Derbstangcn ■= 0,86 Fstm. c) Brennholz 77,2 Rm. (Nadel-Scheit, -Knüppel und -Stöcke), 4000 Nadel-Wellen. Anfang morgens 10 Uhr im Notacker am Bauholz, Straße Steinbach—Annerod am Waldeingang. Bon 1 Uhr an Fortsetzung am Brennholz. Das Bauholz im Geseng wird beim Feuer mitversteigert. Steinbach, am 20. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Bekanntmachung. Der Voranschlag für 1916 liegt von Mittwoch, den 26. Januar d. I. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst auch Einwendungen gegen seinen Inhalt schriftlich oder zu Protokoll angebracht werden können. Es wird darauf hingewiesen, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen ist, zu der die Ausmärker herangezogen werden. Neiskirchen, den 22. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. a g n e r. 596 Bekanntmachung. Der vom Gemeindcrat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Ncinhardshain für 1916 Rj. liegt vom 25. d. Mts. an eine Woche auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Es wird auch eine Umlage erhoben, zu der die Ausmärker beizutragen haben. Reinhardshain, den 22. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Reinhardshain. Graulich. 895 Bekanntmachung Der Voranschlag der israel. Religionsgemeinde Gießen für 1916 liegt zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten offen.. Gießen, den 24. Januar 1916. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde Gießen. S. Heichelheim. 610 D Holzversteigerttna in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag, den 31. Januar, von vormittags 9'/, Uhr an sollen im Distrikt Riedwald versteigert werden: Scheiter Rm.: 481 Buchen, 13 Eichen lrundl: Knüppel Rm.: 117 Buchen, 34 Eichen, 36 Fichten,- Stockholz Rm.: IWBuchen. 39 Eichen, 166 Fichten; Retsholz Wellen: 6660 Buchen, 1120 Eichen. Die Zusammenkunft ist auf der sogen, alten Laubacher 550 Stratze, wo sie vom Futzpfad Lich-Harbach gekreuzt wird 1 ' »la kommt zuerst. Die Menge des in der erkaufe kommenden Holzes wird nicht lhe, wo sie vl Fichtenstockho bach zum V Das Meil gröber werden. 670 B liefert In Jeder gewönschtcn Ausstattung stilrein a.preiswert die Briihl’sefce Ueiv.-Druckerei — UnterKontrolle einer staatlichen Untersuchungsstation hergestellt Meura Lecithin-Perlen zurKräftigung von Körper und Nerven, blutbildend. Idealstes Stärkungsmittel für unsere Krieger. Reizmittel. Wegen des hohen Gehalts an wohlschmeckendem Rein- lecithin, jede Neura-Perle enthaltend ca. V» Gramm 95%iges Reinlecithin, von aromatischem, bonbonartigern Geschmack. 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