Nr. 18 Der Gletzener Nnzeicker erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich OlehenerZanillienbiätter; zweimal wöchentl.Urelr- dluttfürdenXreisGiehel, (Dienstag und Freitags zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitsragrn ftentjprcd) - Anschlüsse: iürdieSchris1leitungH3 Verlag,Geschästssteuebl Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen, rlnnalsme von Anzeigen für die Tagesnunnner bis zum Abend vorher. Erstes Blatt 166. Jahrgang Samstag, 22. Januar 1916 GichemrAMM : General-Anzeiger für Oberhessen Rotaüonrtzruck und Verlag der vrühl'schen Umv.-Such- und Steindruckerei 8. Lange. Schristleitung, «eschäftrstelle und Druckerei: Schulftr.7. Beiuq»k»reis: monatl. 85 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch die Post Mk.2.30viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., aitsw. 20 Pf. — Hanpt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. N.Zew.; Die nach ungeklärten Vorgänge bei der Waffenstreckung Montenegros. /cw /WTB.) Großes Hauptquartier. 21. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. O e st l i ch c r K r i e g s s ch n u p»u tz. Auf der Front zwischen Pinsk und Czartorysk wurden Vorstötze schwacher russischer Abteilungen leicht ab- gewresen. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. O b e r st e Heeresleitung. Das Rätsel, das sich zwischen der am 17. Januar vom Diener Korrespondenz-Bureau über die Kapituliernng Montenegros verbreiteten Meldung und den neuesten Fest- steNungen aus Paris und Rom erhebt, ist auch fyeute nicht völlig geklürt. Von Wien liegt noch keine amtliche Nachricht vor, aber was der Berliner ..Lokalanzeiger" aus dem Wiener Pressequartier erfahren haben will, ist einleuchtend und hat viel Wahrscheinlichkeit für sich. Vielleicht weiß die österreichische Regierung bis zur Stunde selbst noch nicht, inwieweit die neuen Schwierigkeiten die Friedensverhandlungen mit König Nikita beeinträchtigen könnten. Es scheint festzustehen, daß Nikita eine Aenderung seines Entschlusses in das österreichische Lager nicht mitgeteilt hat, sonst wäre längst eine amtliche Mitteilung aus Wien im Umlauf. Man wird vorläufig mit rein militärischen Schwierigkeiten rechnen müssen, die bei dem zerklüfteten Charakter des Landes, bei den zersprengten Standorten der montenegrinischen Truppen oder Banden bis zu einem gewissen Grade rwrmrszuschauen waren und in Wien nicht überrascht haben. Die angeführte, nachstehend wiedergegebene Mitteilung des Berl. „Lokal-Anz." über Mißverständnisse wegen militärischer Signale hat etwas für sich: man kann sich jedvch schwer denken, daß der Wille des alten Königs nicht Mittel und Wege fände, den Montenegrinern mit erwünschter Schnelligkeit zur Kenntnis zu kommen. Es ist möglich, daß ein Teil der Truppen des Königs sich der Waffenftreckung ans irgend welchen Gründen widersetzt hat, auch erscheint es nicht als völlig ausgeschlossen, daß serbische Abteilungen aus Sku- tari die „Schwierigkeiten" ins Werk gesetzt haben. Wie es aber um all diese Dinge auch stehen mag, so viel ist sicher: das siegreiche Ergebnis der Kämpfe halten unsere österreichischen Bundesgenossen in den Händen und sie werden es auch politisch zu bergen wissen. Die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß König Nikita aus der Hand der Zentralmächte den Frieden erbeten hat, weil er an den .Aussichten unserer Gegner verzweifelt. Die Aufbauschung militärischer Hindernisse bei der montenegrinischen Waffenstreckung im Lager der Entente wird deren Kredit nicht heben. Die Urheber der Sensationsnachrichten gleichen jenen Schwindelexistenzen, die ihre sträflichen Schuldenlasten hinter einem möglichst eleganten Auftreten noch eine Weile zu verbergen suchen. Eines Tages wird der Sturz vom Gipfel um so katastrophaler werden! Der Berner „Bund" faßt seine Ansicht über Montenegros Verhalten wie folgt zusammen: Im gegenwärtige Stadium der Unterhandlungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Montenegro handelte es sich um nichts anderes, als die bedingungslose Unterwerfung der montenegri- nischen Armee, das steht in der amtlichen österreichisch-ungarischen Meldung vom 17. Januar mit aller Deutlichkeit zu lesen. Es heißt dort ausdrücklich, dem Wunsche um Beginn von Friedeus- verhmrdlungen könne erst entsprochen werden, wenn die montenegrinische Armee be di n g s los d i e Wa f fe n gestreckt habe. Eine solche Waffenstteckung ist natürlich nicht von heute auf morgen zn bewerkstelligen. In Preß-Aeußerungen wurde als geringstes Zeitmaß für dir Vollenderng der Uebergabe zwei Wochen angegeben. Tatsächlich wird man wohl diese Zeitgrenze noch beträchtlich hinausschieben müssen. Man mag sich erinnern, daß die „Neue Freie Presse" in einem offenbar von militärischer Stelle inspirierten Bericht ausführte, um sicher zu sein, daß sich nirgends Guerilla^Bariden bildeten, müßten die österreichisch-ungarischen Truppen ganz Montenegro wie einen Wald in breiter Front durchstreifen. Es ist also eine selw gründliche Durchsuchung vorgesehen worden, die lxnrte unmöglich schon beendet sein kann. Wenn wirklich Montenegro mm erllärt, es habe die Bedingungen Oesterreich-Ungarns abgewiesen, so kann es sich mir um die militärischen Bedingungen der Waffenübergabe handeln, nicht um politische, die mit der zukünftigen Gestaltung des Landes, mit seinen Grenzen, seinen wirtschaftlichen Verhältnissen zusammen l>äu gen. Von diesen Dingen war noch gar nicht die Rede. Worin wm der angebliche Abbruch der Unterhandlungen seinen 0Knnd haben soll, ist aus den montenegrinischen Meldungen nicht zu ersehen. Der „Temps" glaubt, der König von Montenegro wolle sich } m £ den Seinen nach Italien begeben und aus diesenr Grunde l>abe er die Unterhandlungen mit Oesterreichs-Ungarn abgebrochen, rovbtl zu ergänzen ist, Italien hätte ihn nicht ausgenommen, loenn ^ als „Unterworfener" erschienen wäre. Diese Vermutung klingt wcht sehr glcmblich. Wenn König Nikita sich tatsächlich zur Kapi- Mlatwn bereit erklärt lyat, so geschah das aus politischen Grün^ p”' rc fid) fftflfcf, daß auf diesen, Wiege mehr zu erreich M, als durch einen nutzlosen Widerstand. Hat er lftmte aber ferne -uapltulalionserktärnng rückgängig gemacht, so müssen es tvic- Ofr «Owerw,egende politisch Erwägungen gewesen sein, die ihn da- KU gebracht haben. Aber das sind alles Vcrmutmrgen. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: 21. Januar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Der Eindruck der großen Verluste, die der Feind am 19. Januar in den Kämpfen bei Toporoutz und B o j a n erlitten hat. zwang ihm gestern eine Kampfpause auf. Es herrschte hier wie an allen anderen Teilen der Nordostfront — von zeitweiligen Geschnhkümpfen abgesehen — verhältnismäßig Ruhe. Ein russisches Flugzeuggcschwader überflog das Gebiet südöstlich von Brzczany und warf Bomben ab. Diese richteten keinerlei Schaden an. Italic nischerKriegsschauplatz. Gestern nachmittag standen unsere Stellungen auf dem Gipfel und den Hangen des Eol di La na zwei Stunden lang unter Trommelfeuer. Auch Son Panses (nördlich Peutelstein) wurde sehr heftig beschossen. An den übrigen Fronten geht die Artillerietätigkeit nicht über das gewöhnliche Maß hinaus. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die ..Schwierigkeiten der montenegrinischen Waffenstreckung". Berlin, 22. Jan. Zu den Schwierigkeiten der montenegrinischen Waffenstteckung wird dem „Berliner Lokalanzciger" ans dem K. K. KviogSpresft quartier vom 21. Januar berichtet: In der Durchführung der ^Kapitulation stößt die montenegrinische Regierung auf Schwierigkeiten; das ist zunächst mit den großen Entfernungen und schlechten Verbindungen zu erklären. Es gibt überhaupt mir drei fahrbare Wege, die das ganze Smü) durchqueren, und die Tnontenegrinischen Truppen stehen überall von diesen Wegen ziemlich weit entfernt in den Bergen. Von einer telephonischen Vermittelung kann nicht die Rede sein, da das montenegrinische Heer sich ein ex Telephoneinrichtung auch während des Feldzuges rcidtf bedienen konnte. Schwierigkeiten, die infolge dieses Mangels austauchen, werden mit den verschiedensten Zeichen' überwunden. Der Vorpostenkommandant überzeugt sich z. B. von der Wachsamkeit seiner Feldwachen durch ztvei G e - wehrschüsse, auf die er von jeder Bergspitzc je zwei Schüsse als Antwort erhält. Wenn von irgendwo die Antwortschüsse aus- blciben, wisse der Kommandant, daß dort oben irgendetwas nicht in Ordnung sei. Bei solchen Verhältnissen setzte es nicht in Erstaunen, daß Teile der montenegrinischen Armee undBevölkernngdie Notwendigkeit der Waffenstreckung noch nicht klar erfaßten. Es sind das Leute, die in dem Bannkreise des Panslawismus erzogen wurden. Das Gros der Armee und der Bevölkerung sind aber treue Anhänger des Königs. Berlin, 22. Jan. Zu der italienischen Mitteilung über die neuesten Vorgänge im montenegrinisck-en Heer heißt es im „Berliner Lokalanzeiger": Sie fdf>eint die Annahme zu bestätigen, zu der man einstweilen, so lange von österreichischer Seite keine näheren Mitteilungen vorlägen, genötigt sei, daß der Widerstand gegen die vom König und der Regierung angenommene bedingungslose Unterwerftmg von Teilen des Heeres ausgcl-e, die von der Waffenstteckung nichts Nüssen lm>lltcn. Letztere werde natürlich so oder so trotzdem durchgesühtt werden und das endgültige Schicksal des Landes würde sich, wenn König Nikita plötzlich von seinem gegebener, Wort zurücktrete, gewiß nicht glimpflicher gestalten, als bei Ansrechterhaltung seiner ans Gnade und Ungnade cmgebote- nen Kapitulation. Berlin, 22. Jan. Immanuel schreibt im „Roten Dag" über Nikita: Er ist ein vielgeivandter Herr, clwnso geübt in den Winkel- Kgen der großen europäischen Politik, wie in der Benvaltung seines Läudchens, das er, der jetzt 74jährige, mehr als 55 Jahre, zuerst als Patriarch, dann als Fürst imd seit fünf Jahren als König beherrsclft I>at. Er ist kein schleckster Organisator, auch Soldat, ein begabter Dichter, ein glück! ick-er Schwiegervater, ein (M3v mann, der an der Londoner Börse durch Spekulation bei Msbruch des Krieges 1912 M i l l ioiieneingelreimst l)at. In London und Paris ivirft inan ibm Charakterlosigkeit vor. ?lber man verspürt beim Vierverband dirrch die Vorgänge mt kleinen Monto ncflTO ein Unbehagen n nt in einem SKbäude, dessen ßftundmanern zu wanken beginnen. Hierstl beruht die Bedeutung des Schrittes, den Montenegro getan I)at. Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In einer Besprechung dos angeblichen Abbruchs der Verhandlungen zwrschen Oesterreich-Ungarn ,md Montenegro schrecht der „Corriere dell'a Sora"- Dre Fassung der DrndgebNng des montenegrinischen Vertreters in sttom lasse keinen Zlveifel über das Endziel der wiederaitfgenommenen Operationen. Der Kämpf habe zwar lvieder begongren, aber man schlage sich nun zur letzten Verteidigung, das heißt, um die Räumung und den Rückzug zu erleichtern. Für Montenegro bleibe anscheinend kein anderer Ausweg. Der „Corriere della Sera" weist sodann auf die Unhaltbarkeit der These von der Verteidigung Montenegros zu einer Meorganisatton hin und schließt: Das Schicksal des Balkans entscheidet sich nicht in Morrte- negro, ebenso wenig wie in Albanien. Nur im Wardartale könnte vielleicht eine große Aktton die Lebensadern zerschneiden, welche die Mittelmächte mit dem Orient verbinden. — Der „Secol o" schreibt: Die Nachricht von der Wiederaufnahme des Widerstandes Montenegros könne nur mit Genugtuung begrüßt werden. Man müsse aber sofort hinzufügen, daß^ die Ankündigung keine Hoffnungen und Illusionen erwecken dürfe, wie auch die Waffenstreckung militärisch nicht von Bedeutung war. Die Monterregriner verhehlen sich nicht, daß die letzte Verteidigung nur in einem Versuch äußersten Widerstanoes vor Sbutari und einem geordneten Rückzug nach Albanien bestehen kvime. Rom, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Die Königin von Montenegro und die Prinzessinnen £ € n i a und Vera sind gestern abend von Brindisi m Nom eingettoffen und reisten nach Lyon, wohin sich auch die bei Montenegro beglaubigten Diplomaten begaben, weiter. , Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agenzia Ste- fani meldet, daß der König und die Königin von Italien die Königin von Montenegro und die beiden montenegrinischen Prinzessinnen bei ihrer Ankunft in Rom auf dem Bahnhof empfingen und auch zur Verabschiedung erschienen. Die Königin Helena gab den montenegrinischen Damen auf bet Fahrt nach Lyon eine Strecke weit das Geleit. Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die ,^Jdea Na- zionale" will aus San Giovanni di Medua telegraphisch erfahren haben, der unerwartete Handstreich Montenegro s sei aus die A n k u n f t v o n s e r b i s ch e n T r u p - Pen aus Skutari unter dem Oberbefehl des Generals Martinowitsch zurückzuführen. Dieser sei der Führer der antiösterreichischen Sttömung und habe König Nikita gezwungen, den Kurs zu ändern. Italien zieht seine Truppen aus Albanien zurück. ^ o/fU n ' 22 Jan. Daß die italienischen Truppen aus Albanien zurückgezogen werden, darüber lassen nach vcrlchiedenen Morgenblättern die neuesten Nachrichten aus Italien wirklich keinen Zweifel mehr. Italienische Lieseranten-Prozesse. Berlin, 21. Jan. (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tagebl." meldet aus Lugano: Das Kriegsgericht in Bologna hat ftlnf Getreidelieferanten der Arinee zu 10 bis 14 Zähren, das in Florenz fünf Schuhfabrikanten zu einem halben Jahre bis fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. in grauen* Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Laut „Secolo" hofft man itn Italien durch die Neu aus muster una 400 000 bis 500 000 Mann einzuziehen. ' 0 Italienische Ministcrreden. ar Florenz, 21 Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefam. In Gegenivart des Ministerpräsidenten hielt der ttolonmimimftcr Martine wer eine Rede, in d-er er sagte- Tce Regierung macht keinen Hehl aus ihren Berpslickmmqm und Abpchten. ^ie belvahrt den unei-schütterlichen Glauben an den Sieg. Dieser Glaube beruht auf dem Wert der Armee und de-- Marine und auf der Mitarbeit des Volkes. Dieser Glaube wi'-d nicht gcnnnden durch unglückliche Etnsoden, die auf so verschie, denen fronten unvermeidlich sind. Die begangenen Fehler wer. den bic Alliiert c n lehren, in ihrer Tätigkeit mehr E i n h e i 1 und Eintracht zu zeigen und häufiger miteinander in Verbindung zu innen. Italien kann nickst alles allein tun und darf Nicht seine Kräfte zersplittern. Indem es seine Grenzen und v"- litilche und okononiisckie Zukunft schützt, geioährt es der gemein- saineii Sache die beste Untn-stützung. Ani Schlüsse wic^ der- Redner auf die P flickst hin, die nationale Anleihe zu z ei amen. Ministerpräsident ^ a l a n d r a sagte beim Empfang der Dele- gattoncn aus sasemia, die Regierung sei sicher, richtig gebandelt zu haben Diese Ueberzeugung roerdc' sie zukünftig ausreiüt er- halten. Ter Mmisteichnäsident ermahnt die oberen Massen, in allen Teilen der Bevölkening eine patriotische Propaganda zu mackseir. Eine Geburtstagsspende sür den Kaiser. Köln, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Kölnische Zettung" meldet: Eine Geburtstagsspendc für unseren Kaiser! Der Erzbischof von Köln, Kardinal Dr. v. Hartmann. bat laut dem „Kirchlichen Anzeiger" für die Erzdiözese Köln bestimmt, daß bei den Feftgottesdiensten am 27. Januar und am folgenden Sonntag den 30. Januar in der ganzen Erzdiözese Köln bei allen heiligen Messen eine Kollekte zum besten der kranken und verwundeten Krieger abqehalten werde, deren Erträgnis dem Kaiser als Geburtstagsgeschenk ml der Mtte MergeSen werden soll, sie teils dem Roten Kreuz, teils der Genossenschaft rheinisch-westfälischer Mal- teserrrtter überweisen zu wollen. Die Luftgefechte an der Westfront. London, 20. Jimr. (MTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In Beanttvortung einer Anfrage im Unterhause erklärte Tennant, daß man, um die Luftgefechte an der westlichen Front richtig auf- Ausassen, den devensiven Charakter der deutschen Kampfmethode in der Luft berücksichtigen müsse. Für diese Art von Gefechten seien Flugzeuge vom Typ Fokker geeignet, die nicht imstande seien, lange Flüge fern von den eigenen Linien und über den britischen Linien zu übernehmen. Das Hauptziel für Flugzeuge seien Aufklärungen für die artilleristische Tätigkeit und in unserem Falle der Angriffskampf. Danach müsse die Eignung unseres Flugzeugtyps vor allem beurteilt werden. Wenn die Deutschen zur Offensive übergingen lund hinter unsere Linien kämen, dann hätten wir dort Flugzeuge von derselben Leistungsfähigkeit lund Geschwindigkeit, wie die .Fokker- Maschinen, die sie zur Verteidigung hinter ihten eigenen Linien hätten. Tennant wies darauf hin, daß aus den angegebenen Gründen fast alle Luftgefechte auf der deutschen Seite der Front stattfänden, deshalb erschienen die englischen Verluste an Maschinen und Fliegern, soweit sie Vorkommen, äußerst groß. Die Deutsche:: verheimlichten ihre eigenen Verluste und seien imstande, mit den englischen Verlusten Reklame zu machen. „Wir sind aber da mit zufrieden, daß unser Lustdienst in den letzten Gefechten gut abgeschnitten hat." Erweiterung der Dienstpflicht in Oesterreich-Ungarn. Wien, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Morgen gelangt in beiden Staaten der Monarchie eine gesetzliche Bestimmung zur Verlautbarung, durch, die die bisher mit dem 50. Lebensjahr begrenzte persönliche Kriegsleistungspflicht bis znm 5 5. Lebensjahr erstreckt wird. Diese Erweiterung ist dadurch notwendig geworden, daß infolge der fortschreitenden Einberufungen der nengeschasfenen Landsturmkompagnien immer zahlreichere zur persönlichen Dienstleistung für Kriegszwecke verpflichteten Personen zum Waffendienst herangezogen werden, für deren Ersatz, unbedingt Vorsorge getroffen werden muß. Es ist vorgesorgt, daß den Interessen der Hevangezogenen möglichst weitgehend Rechnung gettagen werde. Die im Alter von über 50 Jahren Herangezogenen dürfen nur in außerhalb! der engeren oder weiteren Kriegsgebiete befindlichen Gebieten und ununterbrochen nur h ö ch st e n s sechs W ochen in Anspruch genommen werden. Eine neuerliche Heranziehung derselben Person kann erst nach ein- bis zweimonatiger Unterbrechung ihrer Dienstleistung erfolgen. Die für Oesterreich erlassene kaiserliche Verordnung, ebenso wie das die gleiche Bestimmung enthaltende ungarische Gesetz haben nur für die Dauer des gegenwärtigen Krieges Wirksamkeit. Der Kriegsrat in London. London, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Wie verlautet, find die Besprechungen des Kriegsrates der Verbündeten in London beendet. Die französischen Minister sind nach Hause zurückgekehrt. Das Reutersche Bureau ist ermächtigt, zu erklären, daß der Besuch den Zweck hatte, die in Paris begonnenen Beratungen, die zu einer vollkommenen Zusammenarbeit im Krieg führen sollen, fortzusetzen. Mehrere Angelegenheiten allgemeiner Natur, maritime, militärische, wirtschaftliche und diplomatische Fragen waren auf der -Tagesordnung. Daneben aber auch mehrere technische und spezielle Fragen. An der Konferenz nahmen nicht nur die Kabinettsminister, sondern auch Vertreter der Ressorts, die an den Angelegenheiten besonders interessiert sind, teil. Die gefaßten Beschlüsse müssen geheim bleiben. Es kann aber festgestellt werden, daß über die Fortsetzung des Krieges und dessen mögliche Ergebnisse volle Einigkeit herrscht. Ein englischer Großsprecher. London, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lord Roseberry sagte in einer in Ediubourgh ab gehaltenen Rede, nach dem Kriege würde der Handel mit den Mittelmächten so eingeschränkt werden, daß er ganz unbedeutend sein werde. Es werde ein weites Feld des Handels mit den Alliierten und Neutralen geben. Roseberry fügte hinzu, Deutschland werde zwischen einer undurchdringlichen Mauer von Briten und Franzosen im Westen und v!on einem unabsehbaren Strom von Russen im Osten zermalmt werden. Englische Uebergriffe. Kristiania, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Morgen- bladet" erfährt aus Bergen: Während des Aufenthaltes des Dampfers „Ber ge ns fj ord" in Kirkwall, der gestern in Bergen einttaf, haben die Engländer die gesamte Paketpost beschlagnahmt. Zum ersten Male wurde auch das Passagiergepäck durchgesehen. Dabei wurden elf Kisten, gezeichnet Waldemar Petersen, gesunder!. Die Untersuchung ergab, daß kein Passagier dieses Namens an Bord war. Die Kisten ivurden seitens der Engländer beschlagnahmt. Belgien. Le Havre, 21. Fan. (WTB. Nichtamtlich.) Der König der Belgier hat den Rücktritt des Ministers des Aeußern D a v i g n o n, der durch Baron B e y e n s ersetzt wird, angenommen. Die auSstralische Ausfuhr nach den Niederlanden verboten. Melbourne, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eine Bekanntmachung verbietet jede Ausfuhr nach den Niederlanden. London, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Rvtter- dmnsche Korrespondent des „Daily Telegraph" warnt seine Landsleute, die Schikane ge-gen den holländischen Handel zu weit zu treiben, denn die Holländer würden an sau gen zu fühlen, daß sie bei der Entscheidung der Frage, ob die britische Blo ckade effektiv sei oder nicht, ziemlich schlecht behandelt werden. Sie sind empört über die immerwährende Behauptung in einem Teil der englischen Presse, daß Holland aus dem illegitimen Handel mit Deutschland riesige Profite ziehe. Holland mache natürlich beträchtliche Geschäfte mit Deutschland, aber das könne es tun innerhalb der legitimen Grenzen eines neutralen Landes, das mit einem kriegführende:: Lande Handel treibt. Die neue englisch-amerikanische Auseinandersetzung. New Bork, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Durch Funk- spruch von dem Vertreter des Wolfsschen Bureaus. Die „New York World" ineldet aus Washniqton: Auf Grund der Berichte, die Oberst House dem Präsidenten übermittelt hat, gelangt die Regierung zu der Ueberzeugung, daß in wenigen Tagen von London eine Proklamation ergeht, die die britischen Kä- binettserlaffe aushebt, die Blockade Deutschlands durch die Flotten der Alliierten erklärt und kundgibt, daß man Mittel ttnden werde, der Versorgung mit Vorräten ein Ende zu macfen, ontn Beförderung nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn neutrale -ander heimlich zugelassen hätten. England ist entschlossen, wenn man d:e Ansichten amtlicher Kreise über dieser: Punkt lrcy aneignen will, die Verantwortung teilweise auf die A l l i i e r - t e n ab zu wälzen, so daß Frankreich, Italien, Rußland und Bel- gren einen Teil des Tadels tragen werden, den man im Kongreß ^wartet, falls d:e neue Blockade die Billigung der amerikanisä>en Regierung mcht sindet und ernstlich das Geschäft der amerikani- ,chen Verfrachter behindert, Mp es heißt, ist es England klar, «Sfw-Sr l ü .Amerika hauptsächlich mit Frankreich und Belgien Icttgcsuhl hat und daß dies Mitgefühl ausgenutzt werden kann, 0 :e feindliche Stimmung auszugleichen, die gegen die britische Re- n9 , §veckt wurde. Die Regierung der Bereinigten Staaten Überrascht sein, wenn nicht alle Mächte der Eiitente gleichlautende Erklärungen abaeben sollten, daß die Blockade ver- Nach^ hier ^^^Mattsame^Mittel aufrecht erhalten werden soll wärtige s ch * (A3TB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Ter brittsche Dampfer „Sontherlan^d" wurde am 17. Ja- nuar versenkt. Tre Besatzung fft am 20. Januar in Malte gelandet worden. Ein Laskare wurde getötet. Aus dem Reiche. Der König von Bayern an der Westfront. Berlin, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) König Ludwig von Bayern an der Westfront und in Belgien. Der erste Besuch König Ludwigs im neuen Jahre bei seinm tapferen Truppen in Franrreick^. Im Hauptgiurrtier des Kkoiiprinzen sehen sich Vater und Sohn wieder. Begleitet vom Kvonpttnzen, fuhr der König täglich zu dem Standorte der Truppen und überreichte persönlich zahlreiche Auszeichnungen an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. In den Reden, die er rnt die Soldaten hielt, sprack) er ihnen in herzlickMN Motten seine Anerkennung und seinen Dm:k für die Leistungen aus, durch die sie der jahrhundertalte:« Geschichte des bayerischen Heeres neue Ruhmesblätter angesügt haben. Von der Front begab sich der König nach Brügge, n:n Zeebrügge und die Küstenbefesttgungen bis Osteiide zu befi'chttgen, d>ann von da nach Antwerpen. Nach einer Rundfahtt durch die Stadt uiid den Hafen besiick^e er verschiedene Se hen s würdig ketten und nahm ans dem Fort Wavre St. Catherine eine:: Borttag des Gouverneurs über den Angriff m:d die Einnahme des Forts ent- gegm. Gestern traf der König ff: Brüssel ein, von wo er Freitag mittag die Rückreffe nachl Mmrchen antrat. Aus Stadt und Land. Gießen, 2.2 Januar 1916. Ein Kriegswahrzerchen für Gießen. Gießen wird sein Kriegswahrzerchen er« halten. Das ist das Ergebnis einer von Oberbürgev- meister Keller auf den gestrigen Abend ins Stadth-ans gebetenen Versannnlung, der reichliche Gelegenheit geboten ivar, die Meinung der Bürgerschaft in dieser ihren leb^- haften Anteil erfordernden Angelegenheit zum Ausdruck zu bringen. In der Versammlung waren außer den Spitzen der Behörden namentlich auch die Laridesuniversrtät und die Gießener Vereine vertteten, so daß der Sitzungssaal des Stadthauses fast voll besetzt war, ein Umstand, der dcnn Oberbürgermeister recht gab, wenn er in seiner Begrüßungsansprache sagte, die Einladungen zu der Besprechung hätte:: arrs Gründen des Raiimmangels nicht weiter ausgedehnt werden können. Er hoffe aber, so führte der Oberbürgermeister weiter ans, daß auch die Nichtgeladenen den heute zu besprechenden Gedanken mit Eifer' aufgreifen würden. Der Red::er gab alsdam: für die folgende Beratung eine Reihe von Gesichtspunkten an, an die irarvt sich seiner Ansicht nach bei der Behandlung der Frage gu halten habe: Die meisten deutschen Städte hätten sich in den letzten Monaten in der einen oder anderen Form ein Kriegswahrzeichen geschaffen. Der Gedanke dieser Male sei ein Gemetti- gut der Nation geworden, dem Rechmmg zu tragen wir den Nachkommen gegenüber eine geschichtliche Verpflichtung hätte::. Sv einig man über die Berechtigung der Kriegswahrzeichen sein könne, so verschieden seien allerdings die Ansichten über ihre Form. Genagelte menschliche Figuren schieden für ihn — Redner — von vornherein ans. Mit einer solchen Ablehnimg besinde man sich in guter Gesellschaft, denn die Berliner Akademie der Künste habe ihre Aufgabe kürzlich mit der Warnung vor einem solchen durchlaus unkünstlerischen Vorgehen lvahrgenommeu. lerisch einwandfreier sei, schon dxe .Schaffung eines Brun- 'ntwS in BerMndUng “mit enter Nckgellmg, züntal Gießei lnsher eines solchen Schmuckes noch entbehre: aber die Schwierigkeiten, die sich diesem Plan aus praktischen Ge ™ n t heraus entgegcnstellten, empfählen ihn nicht zur Ausführung. Die zur Wahrung der Beständigkeit der ge- nagelten Teile notwendigen Anlagen würden den eigent luhen Gedanken des Mals z.u sehr in den Hintergrund' treten lassen. Einer Lösung der Frage komme man näher, wenn vergegenNmrtige, daß ein Wahrzeicl)en, das die ^verhe unserer Zeit lebendig fortzupslauzen berufen sein Volle, dem Lärm und den Augen des profanen Alltags ent riickt werden müsse. Wenn man sich dazu entschließen könne, beispielsweise eine Tür von künstlerischen Qualitäten für me allgemeine Nagelung auszuwählen, so ergebe sich in Berbinwmg mit dem Gesagten leicht der Gedanke, diese Tür einer Ghrenhalle oder einer Grusttäpelle einzufügen, die ihrerseits wieder Platz in einem im Stadtwalde anzulegenden Heldenhairr finden müsse. Die .Halle würde die Namen der für ihr Vaterland gefallenen Mitbürger den späteren Geschlechtern aufbewahren, und alljährlich würde sich die Bürgerschaft an einem bestimmten Tage an dieser Weihestätte zur Ehrung des Gedenkens an die Helden aus ihrer Mitte zusammen finden. An diese Vorschläge des Oberbürgermeisters schloß sich eme angeregte Aussprache, die mancl)erlei fruchtbringende Gesiclchspunkte airswarf. Der Rektor der Landesuniversitüt Geh. Rat Prof. Dr. Sie Vers stellte gewissen Ansichten gegenüber zunächst fest, daß die Universität mit der Nagelung ihres Wappens keinerlei Eigenbrödelei getrie- l»en, sondern nur den Zwecken eigener, wohlerwogener Kriegsfürsorge gedient habe. Die Nagelung eines Gießener Wahrzeichens werde auch die Universitätsangehörigen mit vollem Verständnis Seite an Seite mit der Bürgerschaft finden. Warnen möchte er allerdings vor einer Uebereilnng der Angelegenheit. Oberbibliokhekar Dr. Heuser warf die Frage auf, ob sich für die Gießener Verhältnisse eine Nagelung überhaupt empfehle. Jedenfalls sei der Gedanke un sympathisch, daß es zur Vollendung derselben nachher aller Hand Lockmittel und Reklametricks bedürfe. Der Oberbürgermeister teilte eine solche Befürchtung nicht; der gleichen Ansicht war Provinzialdirektor Geheimerat Dr. U s i n g e r, der es als eine vaterländische Aufgabe bezeichnete, der großen Zeit nach dem Vorbild anderer Städte auch bei uns ein sichtbares Zeichen zu geben. In der weiteren Aussprache, die ausführlicher wiederzugeben den Rahmen dieses Berichts überschreiten würde wurden ram eine ganze Reihe von Vorschlägen für die Form des künftigen Gießener Kriegswahrzeichens gemacht Architekt Meyer ließ die Wahl zwischen Tür, Tafel oder Säule in Verbindung mit einer Ehrenhalle, Geh/ Rat Prof Dr. Sommer schlug vor, auf einer nach ästhetischen Gesichtspunkten zu schaffenden Kartentafel Europas die Siegeszüge unserer Truppen mit lapidaren Linien in Eisen einzuhämmern als Symbol der Festigkeit unserer Stellung und als historische, treue Erinnerung ajn den Verlau- des Krieges; Eisenbahnsekretär Compter war für eine monumentale Ausgestaltung des eineu Eudes der Lud- wigstraße, wo im freien Feld durch Erdberoeguug eine halbkreisförmige, mit Gedächtniseichen, Ruhebänken und Obelisken umgebene Anlage geschaffen werden solle, die in ihrer Mitte einen von einem Wasserfall gespeisten und mit einer Brücke versehenen Teich aufweisen möge; Redner legte sogar eine Skizze dieses umfangreichen Planes auf dem Tisch des Hauses nieder. Lanbgerichtsrat Wiener bezeichnete als den berufensten Gegenstand für die Nagelung den Schild einer auf einem Steinhügel zu errichtenden, frei ins Land hineinschanenden Germania, der Schirmerin unseres Vaterlandes. Das Innere des .Hügels möge man zur Ruhmeshalle ausgestalten. Architekt Burg schlug an Stelle der Nagelung die Zusammensetzung eines M o - saikbildes durch die Bürgerschaft nach'den gleichen Bedingungen vor, unter denen die Nagelung vor sich geht, während Architekt Seuling für die Schaffung einer .Halle odereines Tempels in künstlerischem Zusammen- t-ang mit einem genagelten Wappen eintrat. Geh. Hosrat Pros. Dr. Behaghel gab für die Nagelung einige Asthe- tische Richtlinien, indem er ausführte, daß eine Tür oder ein Schild eine Nagelung, also eine Festigung mit Eisen, ihrem Wesen nach vertrügen, daß diese künstlerische Geschlossenheit aber entfalle, wenn es sich um Säulen oder Bildwerke handle. Vüajor Stephan regte an, sich bei der Nagelung des H e s se n d e n kma l s bei Gravelotte, des ruhenden hessischen Löwen, als Vorbildes z-u bedienen. Stadtv. Winn erklärte sich mit der Nagelung einer Tür oder Tafel einverstanden, die späterhin einer geeigneten Verwendung zugefi'chrt werden könnten, warnte aber davor, allzu kostspielige Pläne ins Auge zu fassen, da der Ausgaben nach dem Friedensschluß ohnedies genug sein würden. Geh. Hofrat Prof. Dr. Fromme trat dafür ein, während des Krieges noch mit der Nagelung zu beginnen. Später träten andere Aufgaben in uns heran. Als Ergebnis der fast anderthalb ständigen Aussprach e konnte der Oberbürgermeister feststellen, daß volle Einmütigkeit darüber herrsche, d a ß ein Wahrzeichen des Kriegs m unserer Vaterstadt geschaffen werden soll. Sache eines Ausschusses soll es nun sein, ans den geinachten Vorschlägen die empfehlenswertesten auszuwählen und mit sachverständigen, ins Einzelne gehenden Vorschlägen einer zweiten Versammlung zu unterbreiten. Der Oberbürgermeister sprach die Hoffnung ans, daß unsere Gießener Architekten ihr Können unentgeltlich in den Dienst der Sache stellen und der Bürgerschaft die notwendigen Entwürfe gern zur Urteilsbildung vorlegen würden. Die Zusammensetzung des Ausschusses, dem in erster Linie die Architektenschast angehören soll, überließ die Versammlung dem Oberbürgermeister. Mit dem Ergebnis der Versammlung dürfte sich die Bürgerschaft wohl einverstanden erklären. Erfreulich ist namentlich die Einmütigkeit, mit der man die Wahl eines eisernen Mannes zur Nagelung ablehnte. Hoffentlich wird es dem mit der Frage zu betraueudeu Ausschuß gelingen, im Sinne der von den meisten Anwesenden wohl grundsätzlich gebilligten Ausführungen des Oberbürgermeisters demnächst brauchbare und einwandfreie Vorschläge zu machen, wie solche bereits in einem früheren Artikel zu diesem Gegenland an dieser Stelle vertreten wurden. Von verschiedenen Seiten sind uns heute Zuschriften zu dem Verlauf der gestrigen Versammlung zugegangen. Wir find der Meinung, daß gestern abend eineni genügend werten Kreise hinreichende Gelegenheit geboten war, ausführlich zu Worte zu kommen, eine Gelegenheit, die denn auch bis zum Schluß der Rednerliste ausgenutzt wurde. Wir sehen deshalb von einer Wiedergabe der Zuschriften ab, zuuial sich befirrchten tapt, daß in einer solchen Frage eine Erörterung i.'k Form von Zeitungseinsendungen ins Uferlose führen müßte. * * « Sonntagsgedarrkerr. ? Durch einen unserer Feinde ist uns nun bestätigt, was w)vn langst unsere UeberzeugUng ist, daß wir und unsere Verbündeten die Bediiigungen des Friedens werden vorzuschreiben haben. Vielleicht wird dies in der Stimmung unserer Feinde eine weitere Wandlung herbeiführen. Denn un ganzen sind sie doch immer noch in ihrer Täuschung besangen, irgendwie könne die Sache doch noch gut für sie ausgehen, wenn sie ja auch ihren ursprünglichen Plan verloren gegeben haben. Ihre Zweifel mußten indessen durch oic neue Nachricht vergrößert werden. Um so besser für sie, ;e eher sie erkennen, tvie großes Unrecht sie getan, diesen Krieg herbeizuführen. Am furchtbarsten ist ja die Schuld Englands. Vielleicht wird cs ja noch retten, was zu retten ^ber nach allem, was schon geschehen ist, kann man auch annehmen, daß es dabei beharren wird: Ich bin ge- wült, ent Bösewicht zu sein. Dann ist es gewiß, daß es sich selbst rns völlige Verderben stürzt. Ein schreckliches Schicksal. . Um so größer ist die Aufgabe, die uns zuge- wtesen ist. Die Ueberwindimg all der Schlechtigkeit unserer Feinde werden wir durchführen. Im voraus sind wir dessen gewiß, ehe es die Ereignisse selbst bestätigt haben. Aber dcmn bleibt uns noch eine große Aufgabe. Je unfähiger sich unsere Feinde dafür zeigen, um so größer wirb für uns diese Verpflichtung für das Wohl unserer Länder und der ganzen Welt. — Serajewv Amtliche Pers onalnachrichten. Nebertraqen wurde mn 17. Januar der Lehrerin Katharina Gölz zu Hansen, Kr-eis Offenbach, eine Lehrermstelle an der Volksschule zu Klein Welzheim in deinsellien Kreise. ** St adtt he a te r. Aus dem Theaterbureau: Der Kaiser einem Erlaß bekanntlich den Wunsch ausgesprochen, daß anläßlich seines Geburtstages von den sonst üblichen festlichen <>cranstallungen abgesehen werde, und gebeten, an seinem Geburts tage ldeii Gesiuiiungen fün ihn durch Gaben der Liebe zur Linderung der durch den Krieg geschlagenen Wunden oder durch erhöhte Teilnahme an der K r i e g s f ü r s o r g c Ausdruck zu geben. Die Leitung des Stadltheaters hat sich deshalb entschlossen, am Donners tag, L/cn 27. Januar eine Vorstellung zu veranilalten, deren Reinertrag der städtischen Kciegsfürsorge zusließen soll. Gegeben wird als einmalige Aufführung Fritz Llenharvts Lustspiel „M ü n ch - Hausen" mit Hosschauspieler Fritz Gerhard von Weimar als Gast in der Titelrolle. Es darf wohl erwartet werden, daß die Bevölkerung durch regen Besuch der Vorstellung deren wohltätigen Ziveck in vollem Maße sicl-erstellt, lieber das Stück und dm Gast wird noch näheres mitgeteitt werdeii. ** Gießener H a u s f r a u e n - V e r e i n. Dienstag, dm tb. oannar, nachmittags 4 l / 2 Uhr, findet Neustadt 6t die erste K o ch v o r f ü h r u n g statt, in der das Braten ohne Fett in der Düte gezeigt wird. Es ist wohl nur den Wenigsten bekannt, daß die Speisen durch die Zubereitung in der Düte an Wohlgeschmack, Saftigkeit, Nährkraft und Bekömmlichkeit ganz erheblich gewinnm. Das Fleisch schrumpft nicht ein, man kann mit einer Mehrausgabe von 30—35 Prozent rechnen. Sodann Nt das Verfahren von großer Bequemlichkeit. Wenden, Begießm oes Fleisches fällt fort, und trotzdem ist ein Anbrmnm ausgeschlossen. Der Vorstand rechnet darauf, daß die neue Einrichtung recht zahlreich in Auspruch genommen wird. Mit Rücksicht an* den beschränkten Raum ist eine Einteilung der Besucher nötig. Deskxilb werden in der Geschäftsstelle, Marktplatz 14, Nummern ausgegeben. Man verweist auf die Anzeige in diesem Blatte und auf die Anschlagtafeln. ** Einen Meister k n r 8 für orthopädische Schn linkst ch e v a rbeiten beabsichtigt der Ortsgemerbeverein Gießen bei ausreichender Beteiligung in dem Gewerbchans abhalten zu lassen. Näheres ist im Anzeigenteil zu ersehen. ** Frl. Martha Schild, die Sentimentale unseres Stadttheaters, hat nach einem Gastspiel als Luise Millerin eine Verpflichtung an das Stadttheater in Magdeburg angenommen und wird zu Beginn der nächsten Winterspiel- zeit nach dort übersiedeln. Man wird sich bei dieser Gelegenheit gern der mit viel eigenem, schöpferischem Empfinden auf die Bithne gebrachten Gestalten erinneln, die der Künstlerin als Thekla, Luise Millerin, Agnes Bernauer oder Rose in Heyses „Kolberg" gelangen, und die ihr in der Vorliebe unseres Theaterpublikums eine erste Stelle sicherten. Die künstlerische, klare und eigene Werte schaffende Eigenart des demnächst scheidenden Mitglieds unserer Bühne wird einen Ersatz nicht leicht machen. •* Der Eisenbahn - Imker - Verein hielt am 19. d. Bl. eme erste Haupkversammlung unter dem Vorsitz von Verkehrs- kontrollenr Schlicht ab. Der zahlreich besuchten Versammlung wohnte Herr Regierungs- und Bäumt Stähler bei. Am 16. Juni vor. Js. ivltrde der Verein mit 45 Mitgliedern gegründet, heule ind es deren 85. Er verfügt über ein ansehnliches Vermögen, das zur Errichtung eines Vereins-BienenstandeS unb zur Beschaffung von Jmkereigeräten verwendet werden soll. Der Vereins-Bieneii- tand ivird zwischen dein Leihgesteriier Weg und der Wilhelmstraße Aufstellung ßiiden. Zn diesem Ziveck sind von der Stadt Gießen 500 Quadratmeter Gelände in Pacht genommen ivorden. Er soll mit etwa 50 Völkern, auch solchen rein deutscher Rasse, besetzt werdeii. Die Eisenbahndireklion Frantturt a. Vl. unterstützt die Bestrebungen der Imker, wie sie überhaupt die Kleintierzucht und den Gartciibail zinn Bestell ihrer Beamten in jeglicher Weise zu fördern sucht. — Ter Vorsitzende des Oberhessischen Bienenzüchter. Vereins hielt einen Vortrag über den Nutzen der Bienenzucht. ° Wieder ergriffen ist der von dem Arbeitskommando Grube .Friedrich" in Trais-Horloff am 17.1. 16 entwichciie belgische Kriegsgefangene Clause, At a u r i c e am 18. I. 16. in Wohn- bach i. d. Wetterall. Landkreis Gießen. e. Steinbach, 21. Jan. Am 5. Januar wurde dem Schneidermeister Heinr. Horn I. hier der 7. Sohn geboren. Der Großherzog hat bei ihm Patenstelle übernommen. Kreis Friedberg. ke. Friedberg, 21. Jan. Die hiesigen Aepselweinwivte Ichlugen um z>vei Pfennig für den Schovveu alif. e. B a d - N a n h e i m, 22. Jan. Bis zinn 22. Januar 1916 waren hier 40 5 Kurgäste augekonimen. Bäder wurde« bis dahin 7787 abgegeben. Hessen-Nassau. =: Frankfurt a. Al., 22 Ja». Ein Wirbelstnrm, den heftige Hagelböen und starke elektrische Entladungen begleitete» hat in Frantfiirls Hingebung in der vergangenen Nacht erheblichen' Schaden angcrichtet. In Hanail riß er den Alittelban des neuen Bckleidimgsamtes wie ei» Kartenhaus zusammen. Bei der Station Wixhausen zivlsehen Frankfurt und Darnistadt brach der Sturm eine Anzahl ^Telegravhenimiste ab unb warf sie aus einen gerade uor- beifahrendeu Zug, der iusolgedeffen längere Zeit ans offener Strecke halten inußte. Ailch zahlreiche andere Züge erlitten erhebliche Ver- spätungen. Im Zuge der Bergstraße fnicFte das Unwetter viele Bäume um und richjete an den Häusern und in den Gärten erheb- licheii Schaden an. ke. B n d O r b , 22. Jan. Die Stadtverordneten beiviNigten eine weitere Anleihe von 80000 Mark für die städtische Kriegs- snrsorge, so daß jetzt für diesen Zweck rund 53 000 Mark be,villiat ivorden finb. kitzle Nachrichten. Die Kapitulation Montenegros. t. Köln, 22. Jan. Einer der „Köln. Ztg." aus zugehenden Depesche nach nimnck die Uebermcktelung des Kapitulr- tionsbeschlusses an die montenegrinischen Heereskeile wegen schwieriger Verstärtdigungsmöglichkeit viel Zeit in Anspruch. Außerdem müssen die Sammelbecken der Kapitulierten, sowie die Aufnahme- orte für Verpflegung und ärztliche Hilfe bestimmt werden. Der König hat Cetinje am 12. Januar verlassen und befindet sich jetzt hinter der Demarkationslinie! bei seinen Truppen. Der Empfang der österreichischen Soldaten seitens der Bürger von Cetinje gestaltete sich, offenbar auf Wunsch des Königs, wie ein Volksfest. Sie zeigten keinerlei Furcht. Auch in allen anderen Gemeinden boten die Ortsvorstehec ihre Unterwerfung an. — Die Entsendung unseres Delegierten erfolgte erst nach der Zusage bedingungsloser Uebergabe. Mit den Detailfestsetzungen der Uebergabe wurde sofort begonnen. Venizelos in Saloniki? Genf, 22. Jan. Die Pariser Zeitimgen melden aus Saloniki, daß Venizelos auf einem französischen Kriegsschiff aus Kreta dort emgetroffeu ist. Der Kampf im Miltelmeer. Berlin, 22. Jan. Der Wiener „Zeit" wird ans Genf gedrahtet: Der Vierverband erklärte das Mittelländische Meer östlich von Malta als Kriegszone. Die italienischen Sozialisten gegen den Krieg. Bologna, 22. Jan. Bei Eröffnung des zweiten Sitzungstages des fozialistischen Nationalkongresses betonte der Präsident vor Eintritt in die Tagesordnung, daß alle Sozialisten ehrlich und aus tiefstem Herzen gegen den Krieg p r o t c st i e r t e n. Diese Worte verursachten Beifalls^ lündgcbungen im ganzen Kongreß. Clemenceau für die Diktatur. Zürich, 22. Jan. Clernenceau empfiehlt im ^,Honmte enchaine" eine Diktatur. Er schreibt: Die Diktatur, die ich verlange (ich wage das Wort auszusprechen), würde nicht zu Verdächtigungen eines einzelnen Mannes führen. Vaillant hat mir einige Wochen vor seinem Tode geschrieben, ich möchte dieser Frage meine Aufmerksamtnt schenken und sie zum GeZenftand einer Diskussion zwischen den Vertretern der beiden Kammern machen. Ich erklärte ihm, daß ich bereit sei, ihn zu unterstützen. Das tue ich, weil mir die Form der Diktatur als die genräßigtste aller revolutionären Reformen erscheint. Ich glaube, der Moment ist geeignet, unter diesem Gesichtspunkt das nationale Problem zu betrachten. Mordauschlag auf Buanschikai? Köln, 22.. Jan. Exchange Telegraph berick-tet aus Peking, daß dort eine Vers ch w ö r lt n g zur Ermordung P u a n s ch i - ka i s entdeckt worden sei. Die Verschwörer legten Bomben und Sprengstoffe int Palast nieder mit der Absicht, das Gebäude in die Luft zu sprengen und Puauschikai zu ermorden. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. ^ Fremdenverkehr Berlin—Wien—Konftantinopel. Wien, 22. Jan. In der letzten Stadtratssitzung berichtete Bizebürgcrmeister Hier Hamm er über die von Wien in die Wege geleitete Unterstützung des Planes, eine Zentralstelle! zur Förderung des Reiseverkehrs Berlin—Wien— Budapest—Konstantinopel zu errichten, woran alle interessierten Länder beteiligt wären. Die norwegische Thronrede. , Kristiania, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) DerKönig crösfnete heute das S t a r t i n g mit einer Thronrede, in der er u. a. ausführte: Das freundschaftliche Verhältnis zu allen befreundeten Mächten wurde während der Verhandlungen aufrecht- erhaltcn, die Norwegen und die Kriegführenden, jeder zum Schutze seiner Interessen, über die Fragen ffihrten, die der Krieg ver- anlaßte. Unter Beobachtung strengster Neutralität nach allen Seiten arbeite dtorwegen daran, die Gefahren abzuwctrden,- und die Hindernisse für unser Wirtschaftsleben zu entfernen oder cinzuschränken, sowohl die Hindernisse, die jeder Krieg in unserer Näh? bewirkt, als solche, die sich den Neutralen infolge von Unterstellungen cntgege,istellen, die als nicht nach dem Völkerrecht erlaubt angesehen werden können. In diesen Zeiten gewährt es besondere Beffiedigung, festznstecken, daß Nortvegen gerade in seiner Arbeit zur Wahrung der Recküe der dckeutralen die guten Beziehungen zu Dänemark und S ch w e b e n aufrecht erhallen hat. Die Thronrede nennt ferner eine Anzahl von der Regierung getroffener Veranstalwngen und kündigt eine Vorlage über Maß- nahnren gegen bie Teuerung sonne eine Vorlage über außer- ordentlick^e Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung zu Wasser und zu Lande an. Alfred Dovc f. Berlin, 22. Jan. Im Mer von 71 Jahren ist in Freibnrg i. B. der bekannte Professor, Historiker und Journalist Alfred Dove, der mit Freytag die Wochenschrift „Das neue Reich" ins Leben rief, verstorben. Sein jüngerer Brnder Heinrich ist der bekannte Parlamentarier und Syndikus der Berliner .Handelskammer. beim Einkauf Fleischkonserven! von Die Firma Röbfg; & Fnnk auf den Etiketten von Fleischkonscrvcn bürgt feir eine nach Jeder BUchtanc erstkl&K*i#;e. nahrhafte, preiswerte Qualität. Wer seinen Flehen iin Felde eine wirklich *nte Konserve senden will, achte hieranf also ganz besonders! (Zahlreiche Anerkennungen.) Auch für den IIanssrebranch vorzügl. geeignet. Zu haben in allen besseren Delikatessen-Geschäften, event. werden Wiederverkäufor in jeder Stadt nachgewiesen. 57688 RöbigS Fnnk, Fleischkonserven- Fabrik FrankfortaJ, Amtlicher Wetterbericht. Oöffentlicher W e tt e r d i e n st, Gießen. Wetterausstchten in Hessen am Sonntno, de» 23 . Januar 1916 : Wechselnd bewölkt, zeilweise SsiclÄ vschläge, inild. - 4 - Amtlicher Teil. Berichtigung. In der Bekanntinackping im .^msblatt Nr. G vom 21. xvomter 1916 betr. Regelung des Verkehrs mit Bwtgetreide und Mehl muß es heißen: bei 7 Personen höchstens 126 kg „statt bei 8 Personen höchstens 144 kg „statt bei 9 Persoucn höchstens 162 kg „statt 136 kg", 154 kg", 1V2 kf". Bahnhohtrasse 34 ♦ GIESSEN - Telephon Nr. 2077 zwei grosse üoeopoischiager Erst- und Alleinaufführungsrecht in Gießen. Packendes Schauspiel aus dem wilden Westen in 3 Abteilungen. Konzert jeden Sonntag ab 4 Uhr [07255 lote! „Rappen“. Cafe Leib Gießen J07233 Sonntag- 23. Januar, nachm. 3, um 6 Uhr und abends 8 Uhr 3 Zamilien- Vorstellungen fiastspiel Direktor Hermann liifiMnile Qochinteress. Zanberspiele. Sehr kleineEintrittspreile 20 Ps., 30 Pf.ll.Wr. Militär nnd Kinder \0 Pf., 15 Pf. II. höher. Ncichbaltiges Programm Alles Näberc die Zettel. Viktoria. SMÄrAs Oln Hermann Stelngoetter. Sonntag,23.Januar19li», nachmittags 3'/, Uhr: HIsins Dreisel kleine PreiseI Neuheit! Neuheit! 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Mts. erhielt ich die erschütternde Nachricht, daß mein innigstgeliebter, treusorgender Mann, unser herzensguter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Georg Spatz Gefreiter im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 116, 3. Kompagnie im Feldlazarett am 8. d. Mts. an schwerer Krankheit gestorben ist. In tiefer Trauer: Frau Johanna Spatz und Kinder Familie Ludwig Spatz Familie Äug. Deibel Gießen, den 22. Januar 19 1 6. 07275 Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Gratis-Tagc m)111n11111111:j11111111111 f11111m11111111m111fiiITT Auf vielseitiges Verlangen unserer werten Kundschaft haben wir uns trotz Preissteigerung aller Fabrikate entschlossen, für einige Zeit wieder die allseitig beliebten Gratisbilder zu geben. 496 Es erhält sonach: J* d B S vom 22* JanuaB* d. J. bei uns aufnehmen lässt, eine Vergrössernng seines eigenen Bildes, 3© cm breit, 36 cm hoch mit Karton bis Im Febriins® d. J Visites glanz 1.80 matt 4. Cabinets glanz 4.80 matt 8.00 Phot. Atelier Gehr. 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Anmeldungen bis zum 31.JanuarMontags, Mittwochs und Freitags, von 11 bis 12% Uhr vormittags beim Alice - Frauen - Verein Alte Klinik, Liebigstraße. _ 501 p MdttiiWr ®ffanp?fein. Montag, den 24. Januar, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula: Wiederbeginn der Proben. Anmeldungen stimmbegabter, musikalischer Damen und Herren, die dem Chor als singende Mitglieder oder Gäste beizutreten wünschen, erbeten an den Leiter: Prof. Trautmann, Moltkestrafie 6 iSprechstunden täglich, aufier Mittwoch und Sonntag, von 1—2'/r Uhr) oder abends im Ucbungslokale. [514D] Der Vorstand. Empfehle zum [556a Fräibjiilir Sämaschinen, Pflüge aller Art Eggen, Kultivatoren Ringel- u. Cambridgewalzen Düngerstreumaschinen Hackmaschinen, Wiesenhobeln Deutsche „WEH“ Mäh- und Erntemaschinen m. Patentschneideapparat „Wiesensieger“ Wem.ßWchlikeil-Vtteiii. Kochvorführungen: Braten ohne §ett in der Düte und Kostprobe. Erste Vorführung: Dienstag, 25. Zanuar, nachm. 4'/- Uhr, Neustadt 61. 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