m. 9 D« «rtze»er Nszei-er erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SichenerFamIlierMatter; zweimal wöchentl.Areir- blatt fürden Kreis Giehen (Dienstag und Freilag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitfrageu Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriltleitung 112 Verlag, GeschäitsstelleLI Adresse lür Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Annahme von Anzeigen lür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt J66. Jahrgang Mittwoch, 12. Januar M6 Bezn «»prsi Z: monatl. 85 viertel- jäkrl. Ml. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 M.: durch die Post Mk.2.30oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilerrpreis: lokal 15Pf., ausw. 26 Ps. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den pokitlschen Teil lrnd das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr.R.Zenz; Rotattsns-ruck und Verlag der Brühl schen llniv.-vuch- und Steindruüerei R. Lange. Schriftleitung, Seschästrstelle nnd Druckerei: §chulstr.7. B-ckImmch^ß-^ Verane erobert, der Lovcen erstürmt! Trotzes Hauptquartier, 11. Januar. (Amtlich.) WestlicherKriegsschauplatz. Feindliche Vorstöße gegen die nordwestlich non Massiges genommenen Gräben wurden abgewiesen. Die Zahl der dort gemachten Gefangenen erkchht sich auf 480 Mann. Ein französisches, mit einer 3,8-Ztm.-Kanone ausgerüstetes Kampfflugzeug wurde bei Woumen (südlich von Dixmniden) durch Abwehrfeuer und einen .Kampfflieger zur Landung gezwungen. Das Flugzeug ist mit seinen Insassen unversehrt in unsere Hand gefallen. Bei Tournai wurde im Luftkampf ein englischer Doppeldecker abgeschossen. Oestlicher und Balkanlriegsschauplatz. Keine beftmderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. * Noch vor wenigen Tagen war von manchen Selten Ungeduldig gesagt worden, von der Offensive gegen Montenegro sei. nicht mehr viel zu hören. Schwieriges Gelände und ungünstige Witterung mochten in der Tat die Angriffe verzögert haben, die jetzt aber erfreulicherweise von unseren österreichisch-ungarischen Bundesgenossen zu einem weithin leuchtenden Erfolge geführt worden sind. Dieser ist umso höher anzuschlagen, als zugleich eine große russische Offensive siegreich abgeschlagen worden ist. Nach fünftägiger, heftiger Schlacht hat die Armee Koeveß, wie aus dem letzten österreichisch-ungarischen Tagesbericht hervorgeht, Beranc eingenommen, und auch der Lovcen ist erstürmt worden. Der Angriff auf Montenegro war gleichzeitig von Osten und von Westen wieder ausgenommen worden. Der stark befestigte Lovcenstock, der südlich von der Bucht von Cattaro aufsteigt und von den Siegern erklettert werden mußte, ist 1759 Meter hoch. Es handelt sich um eine Bergsestuug, die von den Montenegrinern zu einem starken Stützpunkte ausgebaut worden ist. Durch ihre Eroberung wird der Weg nach dem ^knapp 10 Kilometer entfernten Cettinje frei. Solange noch keine weittragenden Geschütze in der Kriegsführung aufgetreten waren, schreibt die „Köln. Ztg.", hatte der Lovcen als BeobachrtungApunkt intb Straßensperre bereits Bedeutung, sie wuchs aber außerordentlich, als die heutigen Kanonen und Steilfeuergeschütze eingeführt jvurden, die gestatteten, das Gelände bis in die Forts von Cattaro von oben herab Zu beschießen. Diese gesteigert^ strategische Wert trat seinerzeit hervor, als die Verwicklungen zwischen Oesterreich-Ungarn und seinen südlichen Nachbarn begannen. Der italienische Geueralstabschef erklärte damals mit dürren Worten: Tut, was ihr wollt, aber bleibt vom Lovcen fort. Jetzt ist der Berg, den jeder Tscherna- gorze als tzin Heiligtum seines Landes betrachtet, in der 'Hand her tapferen Truppen unseres Bundesgenossen-, die trotz Winterssturm . und Schnee, trotz des verzweifelten Widerstandes eines zähen Gegners ihn im Sturm nahmen. Französische Artille ri st en standen seit dem Kriegsausbruch dort oben an Geschützen, welche die verbündeten Vierverbandsmächte dem König Nikita geliefert und über Dulcigno auf die Höhen geschasst hatten. Wiederholt ist es dabei zu Artilleriegefechten zwischen den Forts von Cattaro und der in der Bucht liegenden Flotte und den montenegrinischen Batterien gekommen, und die alte Tüchtigkeit der österreichisch-ungarischen Artillerie bewährte sich in ihnen glänzend. Den Gegner niederzukämpfen, war sie natürlich nicht imstande, diese Arbeit mußte die Infanterie leisten, und hat sie geleistet. Eine reiche Beute fiel dem Sieger zu, jedenfalls der größte Teil der schweren Artillerie, über dre das Königreich verfügen konnte, dessen Hoffnungen auf Unterstützung durch den Bierverband so gründlich getäuscht worden sind wie die der andern kleinen Staaten. Wie Serbien muß es die Folgen dieser Zuversicht tragen, und König Nrklta muß sich gefaßt machen, das Schicksal seines Schwiegersohnes, des Königs Peter, zu teilen, der landflüchtig umherzieht. In Italien wird man Zu dieser Ueberwältiguna Montenegros große Angen machen! Die Offensive Cadornas kommt nicht vom Fleck, und über das Hinübertragen des Kampfes in die Adria sind große Worte gemacht, aber keine Daten vollbracht worden. Die Montenegriner sind von Italien im Stich gelassen worden. Einer der kleinen Staaten nach dem andern, die sich in der Hut des Vierverbandes sicher fühlten, muß ins Gras beißen. Ist es noch zu leugnen, daß unsere Gegner Mißerfolge auf Mißerfolge häufen? Wie uns heute der türkische Bericht meldet, steht die Kampftage auch in der Irak-Front für unsere Verbündeten gut. Knt el Amara mit einer englischen Besatzung ist tatsächlich eingeschlossen, und die Türken haben bereits Ausfälle des Feindes erfolgreich abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Der Lovcen ist genommen. In dreitägigen harten Kämpfen überwand unsere tapfere Infanterie in prächtigem Zusammenarbeiten mit der schweren Artillerie und Seiner Majestät Kriegsmarine den erbitterten Widerstand des Feindes und die ungeheuren Schwierigkeiten des winterlichen Karstgebirges, das wie eine Mauer 1700 Meter hoch aus dem Meer ansteigend, seit Jahren zur Verteidigung eingerichtet war. 26 Geschütze, darunter zwei 12- Zentimeter-Kanonen, zwei 15-Zentimeter- modern eMörser und zwei 24-Zmtr.-Mörser, dann Munition. Gewehre, Verpflegungs- und Bekleidungs- vorräte sind dieBeutc. Ein Teil der Geschütze ist intakt und wird gegen den Feind verwendet. Im Nordosten Mcknte- negros wurde der Feind, der gestern knapp vor Berane nochmals Widerstand leistete, geworfen. Der Ort und die beherrschenden Höhen südwestlich davon sind in unserem Besitz. Raschem Zugreifen gelang es. die brennende Lim- Brücke in Berane vor gänzlicher Zerstörung zu bewahren. Bel Jpek wurden wieder dreizehn serbische Geschütze mit viel Munition ausgegraben. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Erfolge in Montenegro. Be rlin, 12. Inn. Die Erstürmung des Lov- cen wirb von allen Blättern mit herzlichster Freude begrüßt. — Die „Voss. Ztg." schreibt: Der Lovcenberg galt als die stärkste, die uneinnehmbarste Festung Montenegros, die von den Italienern miteingestellt wurde in ihre Adriarechnung. Der Verlust des Lovcen bedeutet für sie eine empfindliche, eine überaus schmerzliche Einbuße. Oesterreich-Ungarn hat seine Kriegssahne auf dem Lovcen aufgepflanzt. Aber nicht die Eroberung des Lovcen- bergcs von der Landseite ist es, was der glänzenden Waffentat ein besonderes Gepräge gibt, die österreichische Flotte hat sehr wesentlich zu dem Erfolge beigetragen. Weder die italienische, noch die englische und französische Kriegsflotte, die irgendwo in den Gewässern der Adria und des Mittelmeeres auf der Lauer liegen, vermochten die K. und K. Flotte an der erfolgreichen Mitwirkung bei der Einnahme des Lovoerrberges zu verhindern. ; Im „Berliner Tageblatt" sagt Major Maraht: Vor dem Kriege wurde von mancher Seite die Möglichkeit bestritten, daß das mächtige Bergmassiv des Lowtschen einem österreichischen Angriffe je ausgesetzt werden würde. Dem Angreifer erwuchsen Hindernisse, welche nur von einer Elitetruppe überwunden werden konnten. Wir dürfen die Armee von Koeveß und die ihr angegliederten Truppen unserer Verbündeten auf das herzlichste beglückwünschen. Im „Berliner Lokalanz." heißt es: Während die gesamten montenegrinischen Festungen als solche nur einen geringen Wert Huben, weil sie veraltet sind, wurden die Festungswerke am Lovcen zur Sperrung der Straße Eattaro-Cetinje als Batteriedeckung für schwere Kanonen und Haubitzen En dB 1908 angelegt. Die Einnahme des Lovcen muß als eine große Leistung betrachtet werden. Der montenegrinische Bericht. Cetinje, 11. .Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht: Du österreichische Offensive dauert sehr kräftig gegen unsere ganze Front, besonders im Norden und Osten, wo sich erbitterte Kämpfe abspielen, an. Der an Zahl sehr überlegene Femd greift seit mehreren Tagen wütend an. An der Ostfront von Jpek ausgehend, schlugen wir ihn mehrmals zurück und brachten ihm derartige Verluste bei, daß unsere Truppen, um die verlorenen Stellungen wieder zu nehmen, durch einen Hausen von pichen schreiten mußten. Wir wurden indessen gezwungen Berane zu ränmen. Bei Lugowo, bei Kugowo und Moich-o- watz erlitten die Oesterreicher in ihreii Versuchen eineii Mißerfolg Ein Gegenangriff gestattete uns, Trujak wieder zu nehmen Da der Feind aber Verstärkungen erhielt, so zogen wir uns auf das rechte Ufer des Lim zurück. Bei Grandzko gelang es starken feindlichen Kräften, sich nach wütenden Kämpfen mehrerer unserer Stellungen zu bemächtigen: aber wir konnten einen Teil davon wieder nehmen. An der Lowtcen-Front liefern die Oesterreicher eine w ü t e n d e S ch l a ch t, die seit vier Tagen unter einem ununterbrochenen orkanartigen Feuer andauert, das von Kriegsschiffen und von den Forts von Cattaro herrührt. Der Feind gelangte bis in unsere ersten Verteidigungsstellen am Lo- wtccn. Unsere Truppen schlugen ihn mehrmals zurück und fügten ihm sehr schwere Verluste zu. Am folgenden Abend jedoch wurde lder Kampf erbittert fortgesetzt, währenddessen die Oesterreicher erstickende Gase vertvandten, wodurch sie sich unserer Stellungen bei Klouk, Ratatz bemächtigen konnten. Die Moral unserer Soldaten ist ausgezeichnet, trotz Entbehrungen aller Art. Tie Kämpfe dauern an. Der türkische Bericht. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 11. Januar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Gestern herrschte, von den gewohnten Artilleriekämpsen abgesehen, auch an der b essarabischen Front und in Oftgalizien Ruhe. Seit heute früh richtet der Feind von neuem nach heftigstem Artilleriefeuer vergebliche Angriffe gegen den Raum Toporoutz — Rarancze. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Lage ist unverändert. In Südtirol erschienen über dem Etschtal elf italienische Flieger, dir an mehreren Punkten erfolglos Bomben abwarfen. Konstantinopel, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers von gestern abend: Nur Trümmer, Beute und eine Anzahl von feindlichen Leichnamen, aber keinen einzigen feindlichen Soldaten gibt es mehr in S e d d - ü l - B a h r. Während unserer Verfolgung wurden die Reste des Feindes, die sich weigerten. sich m ergeben und in der Richtung auf die Landnngs- stellen flohen, vernichtet. Auf dem linken Flügel fanden wir im Mschnitt des Kevevizdere eine große Menge selbständiger feindlicher Minen, von denen unsere Genietruppen allein in einem kleinen Raum 90 zerstörten. lAn der Jrakfront versuchte der in Kilt el Amara eingeschlossene Feind in der Nacht zum 7. Januar Mi neueren Punkten Ausfälle, nachdem er ein heftiges Feuer eröffnet hatte; er wurde mit Verlusten in seine Stellungen zurückgeworfen. An der kaukasischen Frank ist Es ftm Bedeutung vorgefallen. Am 8. Januar fand im Schwarzen Meer zwischen dem türkischen Panzer „Jonas Selim" und dem russischen Panzerschiff „Kaiserin Maria" ein halbstündiger heftiger Artilleriekampf auf eine weite Entfernung statt. Der „Jawus Selim" erlitt keinen Schaden, während Treffer auf der „Kaiserin Maria" festgestellt wurden. Aus der türkischen Kammer. Konstantinopel, 11. J-n. (WTB. Nichtamtlich.) Im Dause der heutigen Kammersitzung gab der Kriegsminister Enver Pascha auf einen von den Abgeordneten geäußerten Wunsch, der Kammer, wenn es möglich sei, nähere Angaben über die Srege an den Dardanellen zu machen, in einer bemerkenswerten Rede eine Darstellung der englisch-französischen Expedition ge-^n die Dardanellen, wobei er die Gründe ausein - andersetzte, # weshalb die Expedition gescheitert sei. Er wies daraus hin, wie es sich bewahrheitete, was in der letzten Kammerrede gesagt, und was er vor der Expedition in einer Unterredung mit dem Botschafter der Unionsstaaten aussührte. Das Erscheinen des Ministers ans der Tribüne wurde mit Beifallsstürmen begrüßt. Ter Abgeordnete Ulema Hassan Fkehmy, der jüngst in Wieresch weilte, zollte in begeisterten Ausdrücken Lob uiid Preis dem Allerhöchsten und führte unter anderem aus, er fühle sich gedrängt, den Engländern und Franzosen zu danken, daß sie die Dardanellen-Expedition unternahmen. Tenn ohne diese würde die Welt vielleicht auch den Osmanen nicht weiter glauben, drß die Dardanellen den englischen mtb französischen Streitkräften nkf;t Widerstand leisten konnten, während hingegen jetzt die Osmanen berviesen, daß die Pforte des Islams geschlossen geblieben, seit sie in bie Hände der Türken übergegangen, auch in Zukunft geschlossen bleibe. Kein Fremder werde sie jemals' wieder durchschreiten können. Auf einen Antrag des Kriegsministers und des Abgeordneten Hassan Fkehmy beschloß die Kcmrmer, die den von dresen ausgesprochenen Gefühlen sich einmütig anschloß, der Armee ihre Grüße und Glückwünsche zu entbieten und den Sogen des Himmels auf die auf dem Felde der Ehre gefallenen Helden herab^ zuftehen. * * * Ein deutsches Flugzeuggeschwader über Saloniki. Sofia, 11. Jan.' (WTB. Nichtamtlich.) ,^8oeni iz Bestia" meldet: Ein deutsches Flugzeuggeschwader von 12 Flugzeugen w-crrf am 7. Januar 7 8 Bo m ben auf Saloniki, insbesondere auf die Lager der Engländer und Franzosen. Zwanzig Volltreffer verursachten Brände im Lager. Zwei feindliche Flugzeuge wurden heruntergeschossen. Das deutsche Geschwader hatte keine Verluste. Ein Ausstand auf der Insel Samos. Berlin, 12. Jan. Auf der griechischen Insel Samos ist verschiedenen Morgenblättern zufolge ein Aufstand gegen die Engländer und Franzosen ausgebrochen. Der englische Kreuzer „Ellis" nnd der französische Torpedojäger „Leon" wurden mit Truppen dorthin ab- gesandt. * * * Aus dem englischen Nnterhanse. London, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. JmUnterhause wurde der Anttag eingebracht, die Regierung müsse alle Hilfsquellen des britischen Reiches und seiner Verbündeten gegen Deutschland anwenden. R u n c i M a n erflarte (ht der Debatte darüber, England fctta die Spannung des Krieges besser als Deutschland ausgehalten. Die deutsche Regierung werde eher durch den ökonomischen Druck, als irgend einen anderen von der Zwecklosigkeit, den Kanrpf sortzusetzen, überzeugt werden. Wenn wir mit unseren Hilfsmitteln sparsam sind, werden wir länger aushalten als Deutschland. RuncimaN wies sodann auf die S ch w i e r i g k e i t e nl hin, welche sich der Errichtung eines Zollvereins unter den Verbündeten entgcgenstellen. Wenn es aber nottvendig sein sollte- rrm den Krieg siegreich zu beenden, zweifle er nicht, daß man dazu übergehen werde. RuncimaN drückte dann sein Vertrauen aus, daß England imstande sein werde, sich nach dem .Kriege Meder zu erholen. Es sei Englands Pflicht, bei diesem Prozeß Frankreich, Italien und Rußland soviel wie möglich zu helfen. England habe das Recht, zu verlangen, daß Deutschland bei denk Versuche, ftch von dem, Kriege zu erholen, nichts tue, worunter England und seine Verbündeten leiden könnten. Runeiman wies sodann darauf hin, daß die Verbündeten nach der Beendigung, des Krieges nicht den Ausbruch eines wirtschaftlichen Krieges dulden könnten. Er erinnette mft Nachdruck daran,- daß Deutschland schon in ökonomischem Sinne geschMgen sei. Wir müssen darüber wachen, daß nach einem siegreichen KriegsaM>gang! Deutschland nicht das Haupt erhebt, NM einen ökonomischen Feldzug zu beginnen. .London, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus'. Unterhaus. Asanith gab eine kurze Erllärung ab, in der er es als eine außerordentliche Leistung! hervorhob, daß die britischen St reit kr äste ohne alle Menschenverluste von Gallipoli zurückgezogen, wurden. Von elf znrückgelassenen Geschützen seien zehn abgenutzte Fünfzehnpfünder unbrauchbar gemacht worden. Die Rückzugs- opercttionen^ würden einen unvergänglichen Pla tz in der englischen Geschichte einnehmerr. Die daran beteiligten Offiziere würden eine besondere Anerkennung erhalten. London, 11. Jan. (WTB: Nichtamtlich.) Im Unter- hMhr, die den Passagieren der „Golconda" drohe, sei eine solche, für die Deutschland und Oesterreich-Ungarn allein verantwortlich seien, denn nur sie hätten die neue unmenschliche Form der Kriegsführuug eingeführt, die alle bisher anerkannten Grundsätze des Völkerrechts außer acht lasse und notwendig das Leben der Nichtkämpfer gefährde. Tie österreichisch- ungarische Regierung erkenne, indem sie besondere Vorsichtsmaßregeln zum Schirtze der eigenen Untertanen an Bord englischer .Handelsschiffe fordere, die unvermeidliche Politik ihrer U-Boots- politik an. Sie gebe zu, daß die Gewalttätigkeiten, durchs die die „Lusitania", „Persia" und andere Schiffe ohne Warnung versenkt wurde»:, nicht zufällige Brutalitäten von Offfzieren der feindlichen U-Boote waren,'sondern die absichtlich überlegte Politik ihrer Regierungen. Es erübrige sich, hinzu zu fügen, daß die englische Negierung nicht beabsichtige, irgendwelche Vorsichtsmaßregeln zu Gunsten der österreichisch-ungarischen zu unternehmen. Der richtige Schutz gegen Gefahren sei, daß Oesterreich-Ungarn und Deutschland die gewöhnlichen Regeln der Menschlichkeit in den Methoden ihrer Kriegführung befolgten. (Der Passus von den „besseren Ständen" in dem österreichischen Gesuch wird von Grey wohl entsteUt wiedergegeben sein. Im übrigen ist die Wiener Besorgnis gerechtfertigt, daß England die Passagiere, die -es aus Indien sort- führt, vielleicht absichtlich Gefahren entgegenführen wird. Die Red. des Gieß. Anz.) Der Rücktritt der drei Arbeiterminister nicht angenommen. Haag, 11. Fan. (WDB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe £o'iircmt" meldet aus London: Die Demission d-er drei Arb eitermin ist-er wurde nicht angenommen. Der Premierminister wird eine Unterredung mit der Arbeiterpartei haben, um die Militärdienstbill zu besprechen. Rotterdam, 11. Jau (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Die „Daily News" sagt in einem Leitartikel: Die Arbeiterpartei wird Asguith fragen, ob er die Dienstpflicht fallen lassen werde, falls eine erneute Anwerbung die Drückeberger auf eine kleine Minderheit herabmindern sollte, ehe die Bill Gesetzeskraft erlangt habe. Die Gruppenwerbung wurde gestern wieder erneuert; nach liberalen Blättern war das Ergebnis sehr befriedigend. Die Ansstandsunruhen in Amerika. London, 11. Jam (WTB. Nichtamtlich.) Die „Daily 9cetü§" berichtet aus New York vom 9. Januar: In Poungstown in Ohio ist 48 Stunden lang zwischen den streikenden Arbeitern der Stahlwerke und der Stadtpolizei, die durch Miliz verstärkt worden war, gekämpft worden. Zehn Ausständige wurden erschossen und dreißig verwundet. Etwa 2000 Ausständige setzten am Freitag eine Anzahl Häuser im Geschäfts viertel in Brand und plünderten u. a. Whiskyläden. Sie verschafften sich eine beträchtliche Menge Dynamit und droschen, die Villenviertel der Stadt zu zerstören. Die Polizei, -die zu schwach war, Um die Menge zu zerstreuen, sprengte die Brücke über den Mohoningfluß in die Luft, um einen Angriff auf die Villenviertel zu verhindern. Mehr als fünfzic Häuser und ein Teil der Fabriken sind teils zerstört, teils beschädigt worden. Ein allgemeiner Metallarbeiterausstand in Spanien. Madrid,- II. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas: Der Generalaus stand der Metallarbeiter begann am Montag morgen in Barcelona. Alba erklärte, als er die Leitung des Ministeriums des Innern über- oSH' ^ ätte ernsthafte, vertrauliche Mitteilungen von den Arbeitern empfangen, die ihm Mitteilten, daß internationale Agenten das Land bereisten und den Generalstreik in ganz Spanien zu Beginn des Jahres 1916 vorbereiteten, um die Auswanderung von Arbeitern m ausländische Fabriken zu begünstigen. Die Regierung sehe, daß dieses Programm sich in Barcelona verwirklichte: sie werde gemäß den Ereignissen handeln. Der Seekrieg. Der U-Bootkrieg. Berlin, 11. Zun. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die italienische Zeitung „Corrihve Mercantile" meldet, haben die französischen Handelskapitäne von Marseille beschlossen, einen Antrag aus allgemeine Bewafsnungder Handelsdampfer einzureichen, damit sie nicht nur defeusw, sondern auch offensiv gegen die U-Boote im Mittelmeer Vorgehen könnten, wie dies von den Engländern bereits mit Erfolg getan würde. Das Blatt verlangt, daß, der Mamneminrster Corsi eine entsprechende Verfügung erlasse, daß alle Dampfer, nicht nur die, welche die Adria befahren, bewaffnet würden, damit die fühlbaren Verluste die die italienische Marine bisher erlitten hät, aufhörem Alle Dampfer würden dann Unterseeboote rücksichtslos an greifen, auch wenn sie selbst nicht angegriffen wurden. (Anmerkung der Redaktion: Wenn diese Pläne Wirklichkeit werden, so würde das die Kriegführung der Unterseeboote wesentliche erleichtern, da sie diesen bewaffneten Fahrzeugen gegenüber, die gleichbedeutend mit.Hilfskreuzern sind, jeder Rücksichtnahme enthoben wären.) Unfall eines englischen Transportdampfers. Berlin, 12 Jan. Ein englischer Transportdampfer mrt Geschützen an Bord erlitt vor Alexandrien Havarie und verlor sechs Geschütze und 17 Mann. * London, 11. Jan. (WM. Nichtamtlich.) Das Reuter-> sche Bureau meldet aus Malta: Der Dampfer „Clan Mesfarlan" wurde am 30. Dezember versenkt Zwei Offiziere, vier Maschinisten und 19 Laskaven wurden teile tu Malta gelandet. 13 Laskaren starben irr den Rettungsbooten. Anr dem Reiche. Der Arbeitsplan des Reichstages. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, wird der Reichstag auf die Besprechung der Volksernährungsfragen und der Fragen des Belagerungszustandes und der Handhabung der Zensur noch mehrere Tage verwenden. Man nimmt an, daß die Tagung sich noch bisMittenächsterWoche hinziehen wird. Allerdings sind auch Bestrebungen im Gange, die Tagung schon Ende dieser Woche zum Abschluß zu bringen. Der Reichstag würde sich dann bis zum 14. März vertagen. Zu den Zensurfragen haben die Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei im Budgetausschuß des Reichstages einen Antrag gestellt dahingehend, daß alle Fragen der inneren Politik und der Handelspolitik der Zensur nicht unterworfen sind. Bundesratsverordnung über künstliche Düngemittel. Berlin, 11. Jan. (WDB. Nichtamtlich) Der Bundesrat hat durch Verordnung über künstliche Düngemittel eine umfassende Regelung dieses wichtigen Gebietes beschlossen. Die Verordnung bringt zunächst Höchstpreise für die maßgebendsten Düngemittel, und zwar int Hinblick auf die Verbraucher. Für den Verkauf durch Fabrikanten sowie im Großhandel werden Höchstpreise nicht festgesetzt, doch! erhält der Reichskanzler die Befugnis, im Bedarfs fall auch dieses zu bestimmen. Außer durch die Preistreibereien, denen die Höchstpreise ein Ziel setzen sollen, fühlte sich die Landwirtschaft nock) besonders durch das Mischen von künstlichen Düngemitteln beschwert. In weitem Umfang werden Mischungen lediglich zu dem Zwecke der Verschleierung oder Täuschung hergestellt. Um diesen vorzubengen, enthält die Verordnung genaue Vorschriften über die Herstellung von Mischdüngemitteln. Demselben Zwecke dient die Bestimmung, wonach der Verkäufer dem Käufer spätestens bei Abschluß des Kaufvertrages eine schriftliche Mitteilung über Art, Gehalt und Form der gekauften Düngemittel auszuhändigen hat. Hervovgehoben sei, daß alle Bestimmungen nach Möglichkeit den im Düngemittelverkehr bisher üblichen, teilweise lang eingebürgerten Abmachungen sich anschiließen. Endlich enthalt die Verordnung noch Bestimmungen über. das Entfetten wichtiger Rohstoffe der Düngemittelfabri- kation, nämlich Knochen, Lederabsälle und dergleichen. Die Verordnung tritt mit dem Verkündnngstagi, die Strafbestimmung dagegen am 15. Januar in Kraft. Berlin, 11. Jan. (WTB. .Nichtamtl.) In der Sitzung des B u n d e s r a t e s ist dem Entwurf der Bekanntmachung betreffend Höchstpreise für künstliche Düngemittel die Zustimmung erteilt worden. Eine Anfrage Bassermann. Berlin, 12. Jan. Im Reichstag hat der Abgeordnete B a s s e rm a n n die folgende kurze Anfrage eingebracht: Ist der Herr Reichskanzler in der Lage und bereit, über die widerrechtliche, völkerrechtswidrige Verhaftung des deutschen Konsuls in Saloniki durch den französischen Oberstkonrmandierenden >L>arrail Mitteilung zu machen? * Berlin, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht ein A u s f u h r v e r b o t für G l ü h - strümpfe. Im „Reichsanzeiger" werden die für die Zeit vom 1. Januar 1916 bis 1920 berufenen Mitglieder des Beirates der kaiserlichen biologischen Anstalt für Land- und Forstwirtschaft bekannt gegeben. Aus Stadt und Land. Gießen, 12. Januar 1916. Rnegsarbett in Gießen. VI. Das Gießener Soldatenheim. Mit Eintritt der kälterem Jahreszeit machte sich im ersten Kriegsjahre immer stärker dos Bedürfnis gütend, für die in den Gießener Lazaretten verpflegten Verwundeten und Erholungsbedürftigen, über mich für die Soldaten der Garnison, einen Anfen thalts r-aum zu schaffen, der geeignet war, sie, zumal bei Regen, Schnee und Kälte, gastfreundlich anfznnehmen und ihnen ohne Trinkzwang Gelegenheit zu guter llnterhcrltung zu bieten. Auf Anregung des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke traten Mitglieder dieses Vereins sowie Vertreter und Vertreterinnen des allgemeinen deutschen Frauen Vereins, der evangelischen Fvauenvereine, des allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege und des Zweigvereins vom Roten Kreuz mit dem Lazarettdirektor am 23. November 1914 zu einer Beratung zusammen und beschlossen, für einen solchen Aufenthaltsvanm das Erdgeschoß des im Besitze der Union-Brauerei befindlichen .Kaffeehauses Ebel in Aussicht LN nehmen, in welchem sich seit Beginn des Krieges bereits die Volksküche eingerichtet hatte. Ans den Vorständen der genannten gemeinnützigen Vereine wurde unter Hrnzntritt der Vertreter der Behörden und sonstiger für öffentliche Fragen interessierter Männer und Frauen ein Ausschuß gebildet, zu dessen Vorsitzenden Oberstaatsanwalt Hof- mann gewählt wurde. Das Amt des Schatzmeisters wurde Herrn Druckereibesitzer Lange übertragen. Mit der Unionbrauerei konnte schon nach kurzem ein Mietvertrag über die genannten Räumlichkeiten im Kaffeehaus Ebel abgeschlossen werden. Bon dem vereinbarten Mietspreis übernahm das Svldateicheim zwei Drittel, die BoÜÄnche ein Drittel; ebenso werden auch die Dvenstlöhne und eine Reihe sonstiger Ausgaben von Volksküche und Soldatenheim, deren Betrieb im gleichen Hause manche Ersparnisse ermöglicht, gemeinsam getragen. Für die Bestreitung der immerhin nicht unerheblichen Betriebskosten suchte man zunächst durch einen Ausruf an die Bürgerschaft freiwillige Gaben zu gewinnen; aber auch dre Stadtverwaltung erklärte sich zu einem dauernden monatlichen Zuschüsse von hundert Mark bereit. Von rüstigen größeren Beiträgen seien erwähnt die Ueberwei- ung von 52 Mark seitens der Landesuniversität aus dem Ertrage eines LichtbUdervortrags, eine Spende von 40 Mark aus dem Ertrage von Vorträgen der Herren Studierenden Höcker uttd Göttig sowie eine solche von 87 Markaus dem Ertrage eines von Musikdirektor Krau ß c ver-anst-alteten .Konzerts, eine Spende von 100 Mark seitens der Gemeinde Ermenrod, endlich!der Betrag von hundert Mark, den ein Feldgrauer aus Frankfurt in dankbarer Erinnerung an seinen öfteren Aufenthalt im Soldatenheim diesem zuwandte. Hoffentlich werden auch in Zukunft unserer Einrichtung solche hochherzige Gaben weiter zufließen. In der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers werden solche gerne entgegen genommen. In den ersten Tagen des Dezembers 1914 eröffnet, hat das Gießener Soldatenheim seine Daseinsberechtigung als- bäld glänzend dargetan. Sck)on nach wenigen Tagen waren die täglich von 10 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends zugänglichen Räume, trotzdem keine geistigen (Setränke, sondern nur Kaffee mit Gebäck und Ersatzgeträuke zum Selbstkostenpreise verabreicht werden, von Verwundetet, Soldaten der Ersatz- und Landsturm-Bataillone und- deren Angehöri-' gen außerordentlich stark besucht, oft auch überfüllt. Eine Diethe von Zeitungen und Zeitschriften, die größtenteils von den Verlegern -oder sonstigen Gönnern des Vereins unentgeltlich geliefert werden, sowie zahlreiche GesiMschafts- sptele sorgen für Unterhaltung und geistige Anregung. Vom Kriegerverein wurde dessen Bücherei im Soldatenheim zur Bentchung ausgestellt. IN behaglichen Ecken ist den Besuchern Gelegenheit zum Briefschreiben gegeben. Grüt gutes Klavier, das Hoflieferant Rudolph unentgeltlich zur Verfügung stellte, wird fleißig benutzt, und immer wieder erschallen, vom Klavier, auch wohl von Geige begleitet, die von so manchen Verwundeten lange entbehrten kräftigen deutschen Soldatenlieder. Selbstverständlich fehlt jede militärische Beauftichtignug. Dagegen widmet sich eine Aitzahl von Damen, die auch der VolVküche ihre Kräfte weihen, durch Teilnahme an den Gesellschaftsspielen und Begleitung der Lieder der Unterhaltung der feldgrauen! Gäste — namentlich muß der unermüdlichen Tätigkeit von F rau Rechnttngsrat Kalbfleisch, der tveusorgendeit Hausmutter des Soldatenheims, und von Fvcru Fabrikant H o r st dankbar gedacht werden. Wiederholt haben rm Soldatenheim auch kleine Konzerte mit ernsten und heiteren Borträgen und Vorführung von Lichtbildern stattgefunden, die begreiflicherweise besonders großen Zuspruch fanden, so zur Kaiser-Geburtstags-Feier und zur Vorfeier von Großherzogs Geburtstag. Dank dem freundlichen Entgegenkommen von Herrn Major Stephan stehen auch künftig an jedem Mittwoch solche Unterhaltungs-Nachmittage seitens der Musikkapelle des Ersatz-Bataillons unseres Gie^ner Regimentes in Aussicht. Von den Freunden des SoDaten- heims ist auch die erste Anregung zur Veranstaltung von Lehrgängen für die Verwundeten rmt ausgegangeu. Ueber den zum Teil im Soldatenheim sttrttfindenden Verwundeten- Unterricht wird an anderer Stelle eingehend gesprochen. Mit Befriedigung darf festgesteM werden, däß das mit der Errichtung des GießenerSoldatenheims gegebene Beispiel für eine Reche von anderen Garrrrsons- und LazrwettMdton vorbtldlich geworden ist. Wohl gab es an manchen Orten schon vor der Kriegszeit solche Heime, die meist religiösen: und konfessionellen Kreisen ihre Entstehung öertwrrttni und segensreich wirkten. Was wir aber doch jetzt woEwendin brauchen, das sind auf breitester vaterländischer Grundlage beruhende, von der Gesamtheit der bürgerlichen Kreise ohne Unterschied der konfessionellen und sozialen Besonderheiten bereitgestellte Anstalten, die ollen unseren Kriegern eine Erholungsstätte bieten, in der sie sich wie zu Hause fühlen können. Hoffentlich werden solche Einrichtmrgen recht Mb allerorten ins Leben gerufen. Besonders dcümrch, daß sie dem die körperliche und geistige Energie abstumpsenden ge- fahrltchen Umherziehen in den Kneipen entgegenwirrven, werden unsere Soldatenheime wirksam der Ertüchtigung und Stärkung unseres Volksheeres dienen, dessen hewen- hafte Taten über die Zukunft unseres Vaterlandes zu entscheiden haben. H. Haupt. Für die „Vergessenen" unsere- aktiven Regiments. Me Mrektion der Höheren Mädchenschule teilt uns mit: -Die Schülerinnen der Höheren und Erweiterten Mädchenschule sammeln schon seit längerer Zeit dert svaenantt- ten „Kriegsvfennig". Jede Klasse hat ihre eigene Sparbüchse, und die Mädchen opfern ganz nach Belieben dte Pfennige, die sie sonst für sich MLsgegeben hätten Der erste Kassensturz gestattete, der Marine äks Liebesgabe ür U-Boote 100 M. und dem Roten Krery in Darnrstadt 74 , M. Kuzuwetsen Die Scherflein wurden wacker weiter gespendet, und so entschLoß sich die Schulz für die vergessenen" unseres Roglments eine Weihnachtsseudumt zu richten. Sobald der Plan den SchüLerirrnen bekamZ wurde, steuerten sie außer barem Geld mit nicht gataa m. rühmenden Eifer die verschiedensten Gaben bei, und es konnten an 60 Päckchen von nicht nnbeschetdeuem Unchrna und Inhalt an das Regiment geschickt werden, das sich in dankenswerter Weise zur Anmchnte und Weitergabe im Sinne der Spenderinnen bereit erklärt hatte. Me Sendung traf schon vor Weihnachten im Felde ein und fand, wie aus den vielen Dankschreiben, die den Schülerinnen zngeganaen rnd und noch zugehen, mÄ) wie aus dem Bericht eines Offiziers hervor geht, außerordentlichen Anklang wegen der vielen praktischen Sachen, die, außer Eß- und Rauchwaren jedes Päckchen barg. Me Schülerinnen dürfen stolz sein auf ihr gutes Werk, gestattete doch die Fülle der von ihr^n gespendeten Gaben, der Marine und dem hiesigen Roten Kreuz noch beträchtliche Zttweisnngen zu machen, letzterem auch noch in Gestalt von 50 M. in bar. Anfmerksamen Lesern des Gießener Anzeigers wird es nicht entgangen seim, daß ’ überdies noch 100 M. der Nationalstiftung für die Hinter- blieb'erten der im Krieg Gefallenen überwiesen werden konn- len. Me OpferwiNigkeit und Richrrgikett der Mädchen, dir sich auch bei der Goldsammlung zeigt, verd« 7 ck M, Anerkennung. < * *' Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- Herzog hat am 29. Dezember v. Js. der durch die Dekanatr- synode des Dekanats Alzey für den Rest der lausenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evangelischen Pfarrers Jakob Christmann zu Framersheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanatt Alzey die Bestätigung erteilt. ** Das Gold und die Wirtschaftskraft. De, Feind setzt seine Hoffnung auf ein Nachlassen unserer Wirt« schaftltchen Wtderstandskrast. Wer Gold dem Vaterland zu- führt, hilft diese Hoffnung zu Schanden machen und dev Willen des Feindes brechen. ** Web- und Strickwaren-Ausverkäufe — verboten. Eine Bekanntmachung des Stellvertretenden Generalkonnnaudos des 18. Armeekorps in urrserem heutigen Blatte verbietet im Monat Januar jede Art von Sonderausverkäufen, wie Jnvetttur- oder Saison-Ausverkäufe, sog. Weiße Wochen oder Tage, Propaganda- und Reklame- Wochen oder Tage, sowie Verkäufe unter Ankmü»ig»ng von herabgesetzten Preisen für Web - und Wirkstoffe und hieraus konfektionierte Gegenstände und für alleGtrickwaren. ** Stadtthevter. Aus dem Theaterburevu wird uns mitgeteilt: Die Aufführung von Otto Wildgcms Schmspiel „Armut" am nächster Freitag dürste die letzte des erschütternden Dramas, das hier in einer schönen, stÄgerechten Aufführung ge- boten wird, sein und so sei ganz besonders auf diesen Abend hin- gewiesen. Landkreis Gießen. B. Londorf, 12. Jan. Reallehrer Kahl aus Darmftadt sprach am letzten Sonntag in einer vom hiesigen Gewerbeverem einberrffenen Versammlung im Bögeckschen Lokale dahier über: „Unsere Erfolge und unsere Hoffnungen in dem großen Weltkriege". Die Versammlung, die sehr gut besucht war, hörte mit größter Aufmerksamkeit den vortrefflichen Ausführungen deS Redners'zu. Ter Redner verstand es, durch feine Ausführungen das nationale Bewußtsein imd den Glauben an unsere» cndgifftigen Sieg in dein uns ausgezwungenen Weltkriege zu hebeu und zu stärken. e. Obbornhofen, 12. Jan. Leutnant der Reserve Bornemann, Sohn des Landwirts Richard Bornemann in Obbornhofen, welcher als Beobachtungsosffzier am 6. I. 1916 auf einem Probefluge mit dem Fugzeuge abstürzte und hierbei tödlich verletzt wurde, wurde am 7. I. 16. auf einem großen deutschen Dlilitärfriedhose neben dem Führer des Flugzeuges mit allen milp lang«! Sra*tOT3«ge3 Mmtten sich der Armeerührer, zwm kmn- m^idrerende Genmale, mehrere ärgere Generale, sowie Zahlreiche SnÜnSf 2öa ^* Das Offizierkorps des Regiments war bei- nahe vollzählig vertaten; auch die 7. Kompagnie, die Leutnant laiigemrt Auszeichnung gefiihrt hat, mit ihrem Sänger-- ^ ^ CC nahm an der Beisetzung ihres tapferen un° erschrocken^ Führers teil. Durch den Tod des Leutnants Borne- qersssen?""^ m **** 9tegimcnt ctne schwer zu schließende Lücke « « ^. Kreis Büdingen. fint&ttf saM g o n J «l 2 '*?™* Das Eiserne Kreuz erhielt der ^utnant d. Res. Karl Rodrtan vom „Erbacher Hof" — Das I^ Kreuz erhielt der. Reservist Silhardt im Jnsanterie- 116 ' dle Hefsrsche TapferkeUsmedaille der Reservist -'U.bert nn 63. Feldartillerie-Regiment. ^^I°^ckstadt, 12. Jan. Das Eiseriie Kreuz er- hlelen der Unterofftzier Haas und der Kriegsfreiwillige Karl ^/s^KellerE ^ ^e^e-Reglment 61, Sohn deZ hier verstorbenen Kreis Schotten. ^r-Seibertenrod, 12. Jan. Ein während des Krieges,unte r^ma ncherlei Schwierigkeiten erbautes neues muster- i.iltigeu^nrchteres Schul haus mürbe am Bezirkskonservator Dr. Luthmm-Franffutt a. M. aus den be- reitstehenden Mttteln auch über den Dispositionsfonds hinaus Unterstützungen stir che Denkmalspflege im Jahre 1916 zu ge- Kriegstahr 1915 fand wie im .^riegsjahr 1914 die übliche Atzung der Bezirkskommission, in der vor allem der E>urch ihn in dem abgelaufenm Jahre d^Zuchung gelangten Angelegenheiten berichtet, W^en Nrchtanmeldung seiner Kartoffelvorräte nahm tws Lxyoffengmrcht heute dm Landwirt Heinrich Reinemm I aus Erbmhenn in eure Geldstrafe von 50 Mk. t, 1 t nJZ 11 r 6 / 12. Jan. Der iieirerbaute Güterbahn- ■■ r? ! L * ron ~ c öm Montag dem Bettiebe übergebm. Die Anlage mit wrm wettm geräumigen Dienst- und Güterräumen, den langm und den umfangreichen Gleisen bildet eine wesent- der hiesigen Eisenbachwerkehrsverhaltnisse. Die SSSftSfc fe Erweiterung des Personenbahnhofs platz nmchen sollten, bleiben vorerst noch bestehm. utabaur, 12. Jan. Das Lehrerseminar hat bis an bie Reichsbank abgeliefert, wobei ^"^ostsche und englssche Goldmünzen mitqerechnet sind. U C % 11 * äan. Zum Nachfolger des in den Ruhe- Kre^ßsekretärs Rechnungsrat Kirsch ist Re- blv wS S 9 r^derfchulie ans Wiesbaden ernannt worden, der sein Amt schon angetreten hat. Gerichtssaal. Der Mordprozeß Oberst. ^ 11 r 1 a : T ^|v,11- Fun- Ju dem Mordprozeß gegen srSL/' b 5 ^Kn die Zeugmvernehmungen nichts J^ues. Die Sachverständigen bekundetm, daß der Tod der Oberst dlach Schluß der Beweisaufnahme legte das Gericht den Geschworeneii zwei Fragen auf Mord und auf vorsätz- ^ Staatsanwalt Mecker führte in seiner Rede aus. daß Mord airsscheide und vorsätzlicher Totschlag in Frage komme, mildernde Umstande iedoch zu verneinen seien. Das Urteil larrtete wegen Totschlags auf 10 I a h r c Z u ch 1 h a u s die mit erner Sttafe von 3 Jahren und 6 Monaten wegen Einbruchs- dwbstMs Ä u rim Scfamtfirafe bon 12 Jahr?n Zuchtha?« verewigt werden. ü ; ö Preiswucher beim Schwemeverkauf. Tie „Allgemeine Fleischerzeitung" schreibt: Wegen 'übermäßiger Preissteigerung hatten sich vor dem Landgericht Leiv^ia der Gutsbesitzer Bernhard Hassel ans Brösm bei Grichm^ und »u vrnintNw^eil. Im Septanber, als für Schweine Ü0 bis 100 Mark pro Zentner gezahlt wurden, hat Frau Hassel, m t^ren Händen die Schweinezucht und der Schweinclmndel des Gutsbetriebes lregt, mehrere SchWeine für 140 Mark pro Zentner verkauft und dadurch sich nach der Ansicht des Gerichts einen über- matzrgen Gewinn verschafft, der mit der damals herrschenden Marktlage und allen in Betractst kormnendm Verhältnissm nicht vereinbar war. Tie Schweine sind in der Haupffache mit Kartoffeln und Kleie ausgefüttert worden; die Kartoffeln stammten aus der eigener: Landwirtschaft, die Kleie war zwar im Presse etwas gestiegen aber nur von 7 auf 8,25 Mk. für den Zerttnor. Wenn . Angeklagten sichi damit entschuldigten, daß damals die Schweine wirkl ich so tmer gehandelt seien, also der Preis der Marktlage entsprochen, so fei zu betonen, daß das eine von den Landwirten ger Bilder aus dem täglichen Leben in Kutz!and. ! vr Si auch die Berichte und Schilderungen sind, die ! Kriegszeit aus Rußland iwd über Rußland veröffcnt- w schwer hält es dennoch nach wie vor, sich ein Bild v ^glichen Leben des russischen Volkes in der schweren £?t'n, ^ durchlebt, zu machen, so wie es wirklich ist. Aus ? E Grunde sind die Schilderungen, die der russische Schrift- «Ä«? c m „Politiken" aus dem Tagesleben des wahrend des Krieges veröffenllicht, von Jnter- 6wt es w dem ungeheuren russischen Reiche noch immer t-egenden, wo man vom Kriege kaum etwas merkt und noch weniger lavon etwas loertz, allein der bei weitem gröUe Teil des russi- chen Landes und Volkes steht doch unter dem barten Zeicher: der Verhalten der einzelnen Klassen ist unter diesen Unkstairdcn recht verschieden. In den oberen Schichten ist ei ^ rull 9 erloschen, und die Welt, in der man sich nucht gern langweilt, hat begonnen, wieder zu ihren alten Lebens- mÜ, zurückzukchren. In der vorigen Theaterzeit konnte w!L'Ä?'^ bie elegantesten Modedamen in einfachen und beschei- ^enen Kleidern sehen, letzt ist das Bild, das Petersburgs und Mos- raus Dheater-und Äonzertsäte bieten, wieder ganz das alte, wie vor ?Wx,Kriege. Ein Moskauer Journalist hat bei verschiedenen Gc- lchaftshaulern e:ne Umfrage veranstaltet, auf die er folgende Mit- ! ^...^eu «erhielt: ,,Es gibt jetzt keinen Damenhut, der zu teuer ist. ^ hoher der Preis desto leichter wird er verkauft. Pelzwaren finden reizenden Absatz; der Umsatz übersteigt den des Vorjahres v™** o0v. H. und gerade nach den teuersten Warm herrscht die lebhafteste Nachttage Zobel und Blaufuchs gehören keineswegs Verkaufswaren. Ebenso steht es mit Edelsteinen und Schmucksachen; \t größer der Stein, je höher der Preis, um so leichter setzt man ihn ab." In Moskau gibt es ein großes Luxus- geschaft, enren wahren Modetempel Zur Stadt Lyon". Als der Krieg aumbrach verlor das Hans fast alle seine Kunden, und die Näherinnen mußten sich mit der Anfertigung von Soldaten hem den ernähren ^etzt rft alles wieder im alten Gange und die „Stadt Lt>on arbeitet mit voller Kraft. Die oberen Kreise hat unleugbar eme gewisse merkwürdige Geschäftigkeit ergriffen. Das ist der [ "JF ue Eerst uub biefer neue Geist heißt mit einem Worte „Kriegvlieserungen . Ern verwundeter Hauptmann, der zum Zwecke der ärztlichen Behandlung sich monatelang in Moskau aufhielt, I Milderte unlängst^ :m „Rjetsch", wie erfreut er zuerst über die Wahrnelinrung dieser allgemeinen Geschäftigkeit gewesen fei Gottlob, nun hatte dre russische Gesellschaft doch eirdlich verstanden, was zum ^ege notwmdig war! Um so größer war seine Enttäuschung, als ec — wie bald! — inne wurde, daß nicht Arbeitsdrang oder Vaterlaiidsliebe, sondern allein Geldgier die Triebfeder dieser Geschäftigkeit war. Immer wieder bekam er zu dorm: „Msen Sie schon? Peter Petrowitsch hat 140 000 ver- dient! ,'Wre^". „An effrer Kriegslieserung." „Nun ja, Peter Petrowitsch ist^ern Geschäftsmann. Aber sehen Sie nun Maria ^wairowana! S:e kam in ein Geschäft herein, konnte hier ein bißchen mit erneni reden, dort einen anderen um etwas bitten und hat an dm Geschichte 10 000 verdient!" Alle sagen das eine: „So ein Krieg kommt alle tausend Jahre nur einmal vor und wenn man jetzt nicht die Chance bmiutzt, wann denn dann wieder^" Dm verwundete Hauptmann bat, so schnell ivie möglich wiedm zur Front zurückgeschickt zu wmden . . . Ein Stocktvmk tiefm: eine kleine russische Land- st ad t^wie es rhrm Hunderte gibt, von der ganzen übrigen Welt durch Waldm und Sünipfe abgeschieden. Das Bild dm äußmen Verhältnisse erscheint wie ftüher, aber das seelische Leben ist tiefm erschüttert. Die Bürger sind stumm, verschlossen rrnd zurückhaltend geworden. Man spricht leise wie in einem Hause, wo man auf den Tod wartet. Dm nüchterne Kleinbürgm beginnt bm dm Mysttk seine Zuflucht zu sucksen. Dm Winter ist heuer besonders zeittg in Rußland angebrochen und seit drei Monaten war dm Himmel jeden Morgen blulrg rot; sind das nicht Zeichen? zollte auch im HimmÄ mn Krieg toben?. In allen diesen Kleinbürgern lebt und wühlt dm Gedanke, daß etwas nicht L hTir S 1 "rache hier Nägel (so sagt dm Stadtphilvsoph) und der Kaufmann handelt und dm Schornsteftifegm reinigt die S-ck^orn- li^rne — abm das alles ist nicht das Richtige; denn wie kann Aufrichttgkmt in unserem Zelbmr und Tun sein, wenn das Ge- Bei einem Schmiede in solcher Kleinstadt sah Stobra das Modelt eines Bombenwersms, den dm Mann erfunden hatte. Das Modell war unvollendet imt> der Mann wollte es auch nicht vollenden. Er sagte: „Wozu soll das? Es ist nicht I ^was gebraucht wird." ,^Za, was ist es denn, was gebraucht !w:rd?" Dm Schntied antwortete nicht . . . Und mm das russische Dorf. Him ist die Veränderung untm der nur weiiig beivegten Obmfläche ganz besonders stark Dm russische Baum schweigt iwch, abm er ist nicht mehr der alte Nachdenklich, grübelt m übm dm Zukunft, aufmerksam lauscht m dem Kanonendounm, und eifrig strengt er sich an, um sich über alles ins Mare zu kommen. Eine Menge nmim Fragei: ist plötzlich vor ihm aufgctaucht uird der Drang nach geistigen Mhrungs- mitteln, nach Zeitungen und Büchern, ist ungeheum gewachsen Wie geht es eigentlich mit dem Krieg? Wm siird diese Deutschen'^ Was sind die Flngmaschinen? Skobka berichtet, daß sich in manchen Törfmn Gesellschaften von Bauern gebildet haben, die auf gemeinschaftliche Kosten eilte Zeitung abonnieren und ein paar billige Bücher einkausen. Zwischen 8 und 9 Uhr des Abends findet sich dann im Gemeindehause ein richttgm politischer Mub zusammen; die Stube ist gedrängt voll und männiglich lauscht man mit angeltrcn.gtem Eifer dm Vorlesung des Lehrers. In den Er- örtmungen, die sich anknüpsen, findet sich keine Spur von ckstiu- vinistischen Redensarten, vielmehr sind die Bauern sehr begierig danach, Zuverlässiges und Wahrhaftiges übm das Leben nnb den Charakter ihrer Feinde wie ihrer Verbündete zu erfahren. Und dann ist da noch eins: die Briese von den kriegsgefangenen Verwandten, worin sie die Leiste daheim immer wieder auffordern, die Mnder in die Schule zu schicken. In manckicn russischen Dörfern herrscht plötzlich ein Andrang zrim Schulbesuche, dm bisher unerhört war. Aus dem Gouvernement Tschernigvff mzählt die „Sovremen noje Slowo", daß einzelne Schulen dieses Bezirks bis zu 150 Anmeldungen von Baumnkindmn mhalten haben; uw) als rvegen Platzmangels einige Kindm znrückgewiesen wmdeii mußten, schafften die Ettern auf eine sehr einfache Weise Rat, indem sie ein paar andme Kindm aus der Schule herauswarfen. Dm Drang nach Aufklärung, nach Wissen, dm Wunsch, sich übm das schreckliche Rätsel, das ihnei: jetzt aufgegeben wird, klar zu wmden; das ist dm hervorstechendste neue Zug, den dm Weg dem russi scheu Bauernleben aufgedrängt hat. Handel Getreide geschaftÄoS. Das Futtermittelangebot klein, Nach- Biertreber 52,50 - 55 Mk., Leinkuchen 74—76,50 Mk.. Wicken 64-65 Mk.. Krastschrot 59-61 Mk. Alles für 100 Kilo. ko. Frankfurt a. M., 12. Jan. Ka r t o f f e l m a rk t. Kartoffeln ab Versandstation per 100 Kilogramm 6,10 Mk. ™ Frankfurt a. M., 11. Jan. Heu- und Strohmarkt. stuf dem heutigen Heu- imb Stroh markt war nichts augesahren. Die Marktpreise für Bieh mrt> Frucht nnt> die Gießener Fleisch- und Brotpreise __am 10. Januar 1916. Schlachtviehpresse in Frankfurt a. M. Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht 130 —150 Mk. Kälber Vs Kg.Schlachtgew. 135-150P, Schwein estJ /2 KgSchlachtgew . 78-12 9 Pj Getreidepreise in Mannheim: Weizen 100 Kg. 27.00 Mk. Roggen 100 Kg. 23.00 Mk. Flesschpresse in Gießen Vs Kg. 120-124 Pf. Vs Kg. 120-124 Pf. VsKg 150 - 0 0 Pf. Brotpreise in Gieße n: Weißbrot 2 Kg. — Pf. Schwarzbrot 2 Kg. 68 Pf. Meteorologische Seobach tunaen Der Station Gießen. Jan. 1916 fio.? 5 ’ — — C c Iß - 1 *. a s a> S z: <32 3 ^2 11 S S ÖD , ® ^5 u CJ *a JQ i fiSf E ml ©»•s*? tcf 11 . 2 « 8,2 7,3 90 10 11 . 9" — 3,4 4,9 83 _ 3 12 . 7-5 2,2 4,8 89 4 Wetter Regen Höchste Teniperatur am 10. bis 11. Jan. 1916 = + 84 J C Nledrtgs e „ „ 10. „ 11. . 1916 - I 3,2« 0 Niederschlag: 7,2 nun. ^ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst Giest«»» Wetteraussichten in Hessen am Doiwerstag, den 13. Jan 1916' Zlcinlich heiter, trocken, etwas kälter, Nachffrost. ^ Letzte Nachrtchte«. Von Gallipoli nach Aegypten. i ■fj 11 ^ ^.r d a in, 12. Jan. Nach Londoner Berichtzen smd dke englischen Truppen von Gallipoli nach Port Said und st lex anbne n transportiert worden, wo sie neue Ausrüstungen erhalten und anderen Truppenvmbänden zugeteilt werden. Die f .^ ru ^ > ^ >eTl ' ^. ren . sehr gering ist, gehen vorerst werden ^sollen' ^ W ° * Frankreich zurückgebracht Italien und Gallipoli. Lugano, 12. Jan. Tie italienische Presse außmt hohe nugtuung über den „glanzenden Abzug" der Enten^e- „Secobo", „Tribuna" und ,^dea Nazwnale" stellen ubmeinsttmmmid fest, daß nunmehr die Aktionsfähigkeit des Wm- Verbandes auf den anderen Kriegsschauplätzen steigen ivmde. Vor allem werde Griechenland wohl odm Übel das Ueberyewicht dm Gntente anerkennen müssen. „Seeolo" verkündet sogar, mit der Vmmelwung bcr Xrup&n des Genmals Sarvcril durch die Gattipolitruppen werde das Sftgesjahr begonnen wmden. Mdme Blatter ergehen sich> in schweren Anklagen gegen Eng- lands Dunkel, dm dm Entente diesen Mißerfolg mngebrockt' h^e. Dm romyche Inspirator des „Corrime della Sma", dm rvK-1 v \ c ' k«nn sogar die Bemerkung nicht untmdrücken, daß selbst durch das Schertmn des DardanMenuntmnehmens dm Vierverband nichts gelernt habe. Handel. --- Frankfurt a. M., 11. Jan. In der Gläubiger- Versammlung der in Konkurs geratenen Schuhfabrik Tlieodor Meller & E o. wurden 1 900 000 Mk. Passiven einschließlich einer gedeckten Fordermtg der Darmstädter Bank in Höhe von 400 000 Mk., die aber angefochten werden soll, fesigestellt. Die Akttven betragen 260 000 Mk. Im Zusammenhang hiermit ist auch die hiesige Leder- ftrma Reining & Eo. in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Passiven beziffert ma«: au? 280 000 Mark. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 12. Jan. S ch w e i n e m a r k t. Allsgetrieben waren 374 Schweine. Es kosteten: Bollfleischige Schweine voii 80 bis 100 Kiiogra,iim Lebendgewicht 108 , 00 — 00,00 Mk., Schlachtgetv. 00,00 Mk.; Vollfleischige Schweine unter 80 Ka. Lebendgewicht 93,00-00,00 Mk., Schlachtqew. 00,00 Mk.; Voll- fleischige Schweine von 100 bis 120 Kg. Lebendgewicht 118,00 bis ^»'^0 Wk., Schlachtgew. 00,00 Mk.; Bollfleischige Schweine von ^0 bis 150 Kg. Lebendgewicht 128,50-129,50 Mk., Schlachtgewicht 00,00 Mk., unreine Sauen nnd geschnittene Eber Lebendgewicht 00.00 Mk, Schlachtgewicht 00.00 Mk. Geschäft flott; wird säst geräumt. ke. Frankfurt a. M., 12. Jan. Frucht- und Futter- m l t t e l m a r k t. Bei schrvachem Bestich, kleiiiem Umsatz und Deutschland und Italien. Lng-ano, 12. Jan. „Popvlo d'Jtalia" sordmt die Regrmuns aufs neue und sehr enmgisch auf, der Nation mitzuteilen, in welchem Verhältnis Italien zu .Deuftchland stehe und warum st 1al:en Deutschland noch nicht den Krieg erklärt: habe. Heimkehr deutscher Frauen aus Afrika. Amsterdam, 12. Jan. Maasboode erfährt untm denk g. stanuor aus Blissingen, daß am Sonntag odm Montag etwa, 500 deutsche Frauen und Linder aus Südafrika erwartet würden. Sie würden im Sondmzug nach Deutschlaird wettmfahren. Aus dem hessischen Finanzministerium. rb. Da rm st a d t, 111. igan.,ImGrotzh. M in i steriu m der Finanzen sind neben den: um die Jah-resweiide vollzogenen Wechsel des Minisberpostens noch mehrere andere Personalveränderungen erfolgt. So ist dieser Tuge Herr stinanzrat Karl Kuhn, der als Hilfsarbeiter im Finanz- Ministerium eine sehr tüchtige Kraft mar, telegraphisch vom Reich tu die deutsch-belgische Finanzverwcrltung berufen worden. Der Posten des gestern im Alter von 70 Fahren verstorbenen Geh. F-inanzrats Dr. Ludwig Lauer war sicherem Vernehmen nach nur auf den Inhaber bewilligt und wird somit rricht wieder besetzt werden; die Geschäfte Dr. Lauers sollen von einem Mitglied! der Abteilung für Steuerwesen wahrgetwmmen werden. In Rücksicht auf diesen Umstand war auch Geh Finanzrat Dr.^ Lauer, der Vorstand des Großh. Katasteramts, bereits in letzter Zeit der Mteilung für Steuerwesen zugeteilt worden, so daß der Plan, für diese beiden Posten e:ne Personalunion zu schaffen, schon entsprechend vorbereitet war. — Ueber den Nachfolger auf dem früheren Posten des Herrn Präsidenten Dr. B ecker als Vorsitzenden der Abteilung für Steuerwefen ist bisher noch keinerlei Bestimmung getroffen worden. Oberregisseur illowack f. d?' r m sta dt, 11. Jan. Unser Hvftheater hat einen schweren Verlust erlitten. Der Oberrcgisseur der Oper, O t t v N o w a ck, ist heute nacht an den Folge:: einer schweren Operation plöülich und unerwartet gestorben. Otto Nowack stand erst in dm Mitte der 40 er Jahre und war ein Sohn des seinerzeit sehr bekannten und -beliebten Theatmdirektors Nowack in Magdeburg Er wurde zuerst Schauspieler, ließ aber ftühzeittg seine schöne Stimme aus- brlden und wurde bald ein beliebter Sängm, Tenorbufsp Als solcher war er zumst am Stadttbeatm in Maiirz, dann am Hvftheater in Wiesbaden, an der Berlinm Oper und am Stadttheater zu Köln erfolgreich tätig. An letzterem wurde er auch als Opmnregisseur verpflichtet und von dort aus bekam m ein glänzendes Engagement nach dem Ham- burgm Stadttheatm. Nachdem er dann später im Coventz-Garden zu London n::t glätrzendem Erfolg die Feslaufführung«i dm größten Richard Wagnm-Opern inszeniert, wurde er Mn drei Jahren zum Regisseur dm Darmstädtm Hofoper berufen. Hatte dm Vmelvigte frühm dank seiner Doppelstudien als Sänger Nnd Schaiisprelm sich ganz besvndms ins Rollen, wie „Daind", „Mime" u. a m ausgezeichnet, so verstand er es als Regisseur in Darm stad rch durch seine brillante, stilechte Inszenimiliigskimsi schnell eine hochgeachtete Position zu mtvmbeu. In letztm Zeit hatte die ge-, baltvolle Jnszenienmg des „Par,:val", dm „Gärtnerin aus Liebe", v. Frankenfteins „Rahab" u. a. allgemeine Beivmrdcrung erregt' T:e Gattin des Verstorbenen, Frmr Kate Nowack, sst'als euva der ersten Koloratur) äugmümen beLannt. -Hy MM-ÜM Molitea lorm-Brills ilaion - Briketts Brennholz empfiehlt J. Happel Mtiblgtrasse 18 . Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief sanft mein guter Mann, unser heissgeliebter Vater, Schwiegervater und Grossvater Jakob Fritz im 59. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Fritz. Langsdorf, Offenbach, Pforzheim, 12. Januar 1316. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr m Langsdorf statt. \ 8 66 Gießener Konzert-Verein Sonntag, den 16. Januar 1916, abends 5 ! /a Uhr in der neuen Aula: Frau Hermine Bosetti Kgl. bayrische Kammersängerin aus München Herr Joseph Szigeti aus Budapest (Violine) / Am Kla vier: Herr Professor Trautmann Koloratur-Arien und Lieder (für Sopran) von Mozart, Schubert, Schumann, Hugo Wolf. Violinwerke von Tartlni, Sinding, Goldmark, Kreisler, Hubay. Der Bechsteinflügel ist aus dem Hofpianof ortelager vonWilh. Rudolph Eintrittskarten : 1. Platz 3 Mk.. 2. Platz 2 Mk., 3. Platz 1 Mk., 4 Platz 50 Pfg., sämtlich numeriert, Studentenkarten 75 Pfg., Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg., sind in der Musikalienhandlung von Ernst Ohallier, Telephon 671, und abends an der Kasse zu haben. Der OeberscbaO keirnnl Knegswnblfahrtszwacken zugute. Oetfnung des Saales 4*/* Ir. Das nächste Konzert: Wendling-Quartett aus Stuttgart findet am Sonntag, den 6. Februar statt. 307D ! Feine Damen -Kostüme werden nach Maß billigst angefertigt (auch bei Zugabe von Stoffen) i4« Markus Bauer Oleflea, BahnhofstraßeöO Fernsprecher 269. 01» Hermann SteloQoetter. Freitag, 14.Januar 1916, abends 8 Ubr: l^c 10. Freitag-Abonn.-Borstellg. Gewöhn!. Preise termüstigtl Neuheit! Neubeit Armut. Ein Trauerspiel in 5 Akten von Anton Wildgans. Ende gegen 10'/» Uhr. Soldaten vom Feldwebe» abwärts zahlen bei allen Vorstellnngen launer der SUnlf £„nriti>IIitttnPrtlmtf?,- Iltlh Höhere uni) Erweiterte Wchensihiile zu Eichen. Die Anmeldungen der Mädchen, die vom Beginn des kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Donnerstag, den 20. und Freitag, den 21. Januar, von 9' * bis 1 Ubr im Schulbau sc, Nord-Anlage 14, entgegengenommen und zwar Donnerstag für dieHöbcrc, Freitag für die Erweiterte Mädchenschule. Borzulegen sind Geburtsurkunde, Impfschein oder Wicderimpf- icheiu und bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei der Anmeldung vorzustellen. Schülerinnen, die früher schon in unserer Schule waren und wieder eintreten sollen, sind ebenfalls anzumelden. Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werden, insofern die betreffenden Klassen nicht schon vollzählig sind. 2431) Giesten, den 28. Dezember 1915. Grohherzoglichck Direktion. Dr. Störiko. _ Betr.: Feldbereinrgung Trais-Münzenberg. Arbeitsvergelmrrg. Montag, den 17. Januar 1916, vormittags 9 Uhr, soll im Nathause zu Trais-Münzenberg die Rodung eines Abschnittes am Voranschlag Markwald, 15290 qm groß, nebst Planierung von etwa 645 qm Wegfläsche und etwa 200 cbm Erdbewegung, veranschlagt zu 2119,95 Jf> vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns und bei der Großh. Bürgermeisters! Trais-Münzenberg zur Einsicht offen. Angebote in Prozenten des Voranschlags sind bis zunl obigen Termin verschlossen und mit der Aufschrift: „Angebot Feldbereinigung Trais-Münzenberg" versehen der Großh. Bürgermeisterei Trais-Münzenberg einznreichen. Friedberg, den 11. Januar 1916. Großh. Kulturinspektion. _ I. V.: Hau cf. _ 352 d Zwangsversteigerung. SamStag, den 15. Januar 1916, nachmittags 6‘/ 2 Ubr, werden zu Qber-WidderSbcim in der Gastwirtschaft des Herrn Weis folgende Anteilscheine öffentlich meistbietend gegen sofortige Barzahlung zwangsweise versteigert: Anteilscheine Nr. 10, 11, 12 und 13 des Basaltwerks E. Neurer, G. m. b. H. zu Ober-Widdersheim, zu je 500 Mark mit Dividendenabschnitlen. Die Versteigerung findet bestimmt stall. Nidda, den 11. Januar 1916. 348 Reuter, Grosth. Gerichtsvollzieher. o 8 o o o o o o o o o o o o o o o O coooooo o° O o ° o o o o o o o o o o o o o p o o o o o o o o o o IsraaeF ‘jftostume, l&jeicfer %/usen, m affaiGrößerh _ ■'vorrätig' \^(Iad(£r$jßfej o TKattanfertpfrwg Frischeingetroften Feinster Speise-Nougat mit ganzen Nüssen 1340c '/< Pfd. 46 Pfg. Kokosflocken J / 4 Pfd. 28 Pfg. Pralinen v« Pfd. 30 pfg. C cboKoIadeßhcm mit?? JL ^jfänJxnp/ctftfO Zur Saison Amerika»., irische Dauerbrand-, Regulier-,- Koch- Qesen rc. nur bewährte fab- rikate empfiehlt zu billigsten Preisen. Edgar Borrmann Eiienbaudlung. 139 K t AM frische, täglich I “ ■ abjuneben 07086 Schmatt.MarburgerStr. 60. 19. ilt Klein pachte Heiz empfiehlt 292 Georg Schäfer Licher Strasse 9 Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Bürgermeister Wagner Ww. und Kinder. Fellingshausen b. Kodheim, den 12. Januar 1916. Die Beerdigung findet Freitag, den 14. Januar 1916, nachmittags 3 Uhr statt. 355 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die vielen Kranz- und Blumenspenden und für die liebevolle Pflege der hiesigen Krankenschwester sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Familie Ernst Heilmann nebst Angehörige«. „5 Gießen, den 10. Januar 1916. Holzsnbmission. In den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen soll nachverzeichnetes Holz im Submissionswege vergeben werden: 16 Kiefernstämme mit 9,18 Fstm. 1 Fichtcnstamm von 40—49 Durchm., 0,69 Fstm. 12 Fichtenstämme „ 30 — 39 „ 11,22 „ 14 „ „ 25—29 „ 10,56 „ 48 „ „ 20-24 „ 24,16 161 „ .. 13—19 „ 37,04 „ 122 Fichten-Derbstangen mit 14,37 Fstm. Angebote sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis 18. Januar, nachmittags 1 Uhr, einznreichen. Das Holz liegt im Walbersberg Abt. 10 und kann aus Wunsch von dem stellvertretenden Forstwart Balser vorgezeigt werden. Reiskirchen, am 10. Januar 1916. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. _ 357 11- u.lLeenilye M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Versand nach auswärts. I** Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 137 =Närgen= in allen Preislagen Emil H. Müller, SGhillerstraße 26- is ii Fi liefert billigst die Brühl’sche Universitäts-,Buch- und Steindruckerei, Gießen, Schulstr. 7. Todes-Anzeige. Gestern morgen verschied plötzlich infolge eines Herzschlages mein lieber Mann, unser guter Vater, der Schweiz er Stickereien empfiehlt preiswert J. Kaan. jr. Kreuzplatz 10. 285 Telephon 893 Am 5. Januar 1916 verunglückte tödlich durch Absturz mit einem Flugzeug Leutnant der Reserve und K»mpaffnie-F«ürer Kurt Bornemann Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaiiie Sein erster Flug war zugleich sein letzter. Es war ein tapferer, schneidiger Offizier, der die zahlreichen Kämpfe des Regiments als Zug- und Kompagnie-Führer mit Auszeichnung mitgemacht hat und hierbei auch eine schwere Verwundung erlitt. Dem allseits beliebten Kameraden bleibt ein treues Andenken im Regiment gesichert. Im Warnen des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Cirossh. Hess.) Nr. 116 358D Rothardt, Oberstleutnant und Regimentskommandeur. Bürgermeister Georg Wagner im 65. Lebensjahre.