Kr. 6 Der «ffctwt eHcheint täglich, Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich HlchenerZsmtlienblÄter; zweimal wöchentl.Kreir- blattfÄrdrnKreisSietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. L«i»d- wirlfchMiche Seitftaze« Fernjprech - Anjchlüfler sür die Schriitl eitunq 1 LS Verlag,GeichattsftelleKL Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Sietz«». Annahme van Anzeigen h'ir dle Tagesnummev bis zum Abend vorher. Erster Blatt )66. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger flr Oberbeffen §amriag, 8. Jünuar W6 De;uqH-rei): monatl. 85 Pf., viertel- jäkrl. Mk. 2.50: durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mt. 2.30 Vierteljahrs. ausschl. Beftellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 26 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. Hoetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtsfaal: Fr. R. Zenz- Svlattom-ruck sn- Verlag der vrShl'schen Univ.-Vuch- und SteindruSerei R. Lauge. Schriftleitung. Geschüstsjteüe und Druckerei- §cholstr.7. B^m,uch^Gich-n' Sa; englische wchrpffichigesetz mit O 5 gegen (05 Stimme« angenommen. Hüdlriff der drei englischen Ardeiiermimster. (WTB.) Urotzes Hauptquartier. 7. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. OestlicherKriegsschauplatz. Aus d?m Kirchhof nördlich von C z a r t o r y s k, in dem sich gestern eine russische Abteilung festgesetzt hatte, wurde der Feind heute nacht wieder vertrieben. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. englische Unterhaus hlat gestern seinen entscheiden jSeit Dcrg gehabt und es h!at die Wehrpflichtvorlage der Re j gierung mit 403 gegen 105 Stimmen angenommen. Zur ^ablehnenden Minderheit gehören, wie gemeldet wird, 58 ! irische Nationalisten, 36 Liberale und 12 Vertreter der Ar betterpartei. Nun hat zwar die gleichzeitig haglende Arbeiter- Jonferenz gegen das neue Gesetz gestimmt, und zwar j nahezu mit einer Zweidrittelmehrheit, auch hat sich daraus >Äer Micktritt der drei Arbeiterminister Henderson, Birace und Roberts ergeben, die sich für das Gesetz eingesetzt -hatten — aber auch unter dieser Bewölkung des politischen Himmels Englands wird die neue Wendung in den Stimmungen des Jnselreiches sich behaupten. Der Militarismus erscheint ihn: als der einzige Retter in der Not. Dies ist das Ent s cheid end-er der stolze Machtdünkel Englands ist gebrochen! Früher, rwch vor einem Jahre, hatten die Leiter Großbritanniens geglaubt, ihre überlegene Flotte allein der bürge den Bestand des Reiches, sichere ihm den Sieg gegen alle möglichen Verwicklungen; heute zieht die Ernüchterung ein! In möglichster Stille wird es gemacht, ohne die Ausrufung der Wählerleidenschasten, denn Herr Asquith hofft das Gesetz auch ohne Neuwahlen durchzubringen. Einige schwarzsehende Blätter in London glauben, daß dennoch Neuwahlen nötig sein würden in Anbetracht der erheblichen Mehrheit, mit der die A r b e i t e r das Dienstpflichtgesetz abgelehnt haben — allein dieser Gedanke der Neuwahlen hat nicht etwa die Tendenz, die Notwendigkeit der Dienstpflicht zu leugnen und abzuwenden, sondern im Gegenteil, sie dem Volle noch klarer vor Augen erscheinen zu lassen. Klüger sind freilich diejenigen, die Neuwahlen jetzt vom Uebel halten, denn Klarheit für das englische Volk bedeutet, wie gesagt, zugleich eine erschreckende Ernüchterung. Es ist für Asquith und seine Mitschuldigen vielleicht besser, wenn die Schlange der neuen großen Opferforderung sich leise, wie über Nacht, um das Herz des britischen Volkes schlingt; da wird man sich am ehesten mit dem Unvermeidlichen abfiuden und braucht die Enttäuschungen nicht in alle Winde zu rufen, die doch die Begleiterinnen und Einpeitscherinnen des neuen Gesetzes sind. Wir wollen es nicht leugnen, daß diese unausgesprochene Disziplin im Denken und Wägen der Engländer uns eine gewisse Achtung einflößt, wenn auch dabei die gestern erwähnten Rücksichten auf die Verbündeten und die Hoffnungen mitspielen mögen, daß der Gedanke des Militarismus noch nicht e r n st ha s t verwirklicht werde. Doch wenn es uns fern liegt, das englische Volk als einen Haufen närrischer, wahnbefangener Menschien anzusehien, gerade dann dürfen wir den Herrn Grey und'Asquith in die Erinnerung rufen, welche Gewalt sie bisher den Tatsachen angetan haben und wie erschrecklich sie bisher mit Lügen und Verdrehungen der Lage Und ihrer Aussichten geschwefelt haben. Daß wir auch von der Einführung der Wehrpflicht in England für den Ausgang dieses Krieges nichts Schlimmes fürchten, haben wir schon oft gesagt und begründet. Aber auch wenn es deir Engländern wirklich ernst wäre mit ihrer neuen Wehrrüstung, wenn sich das Volk einigen würde zu schwersten, in Widerspruch mit aller bisherigen Bolksauffassung stehenden Opfern, wäre damit noch nicht gesagt, daß fortan der englische Größenwahn ins Kraut schießen würde. Nein, diese Illusion ist mehr und mehr geschwunden, seit der Schwätzer Ehürchill von der Bühne abgegangen ist. Mit dem neuen Gesetzesbogen in der Hand könnte möglicherweise Herr Asquith oder sein Nachfolger sich einbilden, ein neues Faustpfand für einen günstigen Friedensschluß zu besitzen. An Deutschland liegt es, alle Kräfte weiter anzusetzen, um die englischen Enttäuschungen zu mehren, und diesem mächtigsten Gegner zu beweisen, daß auch sein neu geschaffener Hoffnungsanker als zu leicht befunden werden muß. Das Jahr 1916 muß für das Britenreich trotz großspuriger Veranstaltungen in zunehmendem Maße ein Jahr des Abstieges werden! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 7.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauwart: 7. Januar 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Der gestrige Tag verlies im Nordosten verhältnismäßig ruhig. Nur am Styr kam es vorübergehend zu Kämpfen. Der Feind besetzte einen Kirchhof nördlich von Czartorysk, wurde aber von österreichischer Landwehr bald vertrieben. beiterkonftrcnz Und ffängige Nationalist Heute früh eröffnete der Gegner wieder seine Angriffe m Ostgalizien. Turkestanische Schützen brachen vor Tagesanbruch gegen unsere Linien nordöstlich von B u c z a c z vor und drangen in einem schmalen Frontstück in unsere Graben ein. Die Honvcd-Jnfanterie-Rcgimenter Nr. 16 und 24 warfen aber den Feind in raschem Gegenangriff wieder hinaus. Es wurden zahlreiche Gefangene und drei Maschinengewehre eingebracht. Wie aus Gesangenenaussagen übereinstimmend hervorgeht, ist vor den letzten Angriffen gegen die Armee Pflanzer- Baltin der russischen Mannschaft überall mitgeteilt worden, daß eine große Durchbruchsschlacht bevorstehe, die hie russischen Heere wiederindieKarpathen führen werde. Zuverlässigen Schätzungen zufolge betragen die Verluste des Feindes in den Neujahrskümpfen an der bessarabischen Grenze und an der Strypa mindestens 59 000 Mann. Italienischer Kriegsschauplatz. Die G e s ch ü tz k ä m p f e dauerten an vielen Stellen der Front fort und wurden im Gebiete des Eol di Lana, bei Flitsch, am Görzer Brückenkopf und im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo zeitweise ziemlich lebhaft. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Truppen des Generals v. Köveß haben die Monte negriner bei Mojkovae am Tara-Knie, bei Godusa nördlich von B e r a n e und aus den Stellungen westlich von Rozai und halben Weges zwischen Jpek und Plav nach heftigen Kämpfen geworfen. Unsere Spitzen sind zehn Kilometer von Berane entfernt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschatteutnant. Die Wehrpflicht in England. Haag, 7. Jan. (zens. Frkft.) Reuter meldet aus London: Int Unterhause wurde heute die Debatte über das Dienst pflichtgesetz fortgesührt. Das Hans war gedrängt voll. Das Interesse wurde noch! gesteigert durch die Ar blieb fortdauernd in gleicher Höhe. Der unab (Ire), William O ' Br ie n unterstützte das Gesetz. Herbert Samuel verteidigte das Gesetz warm. Sechs Millionen englischer Bürger (?) sind fteiwillig zu den Waffen gekommen. Diese Tat swche werde in der englischen Geschichte lebenbleiben als eine nie verwelkende Erinnerung des englischen Volkes. Kr erkannte an, daß England An der Jra kfront keine Veranderun-, gen. 'An der Kaukasntz'frvnt unbedeutendes Gefecht zwischen Vorposten. Im Abschnitt von Milo überraschte unser Posten einen feindlichen und tötete 6 Mann. !Au der Dardanellepfrvnt dauerte auf dem rechten Flügel und in der Mitte derArtilleriekampf, der zeitweise heftig wurde, an. Ein Kreuzer und ein Monitor des Feindes be- schossen eine Zeitlang' die Umgebung von Altschitepe mtb zogen sich dann zurück. Unsere Artillerie brachte eine Haubitzen- und Feldbatterie zum Schweigen und beschoß mit Erfolg die feindlichen Lager bei Sedd-ül-Bahr. Unsere Batterien an der anatomischen Küste beschossen zeitweilig die Landungsstellen bei ^edd-ül-Bahr und Tekke Burnu. Leutnant Ryok Boddike griff ein französisches Flugzeug an, welches die Meer- oige überflog, beschädigte es und brachte es auf die auatolische Küste dicht bei Ukbasch nieder. Das Flugzeug wird leicht wieder hergestellt werden. Ter französische Flieger wurde tot aufgesunden. Im Abschnitte von A n a f o r t a sandai wir 2000 Kisten Infanterie-Munition, 130 Fuhrwerke und ein eingegrabenes Ma-« schinengewehr. K o n st a n 1 i n o p e l, 7. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Das Haupt- guartter teilt mit: An der Dardanell cn front wurde bei dem Angriff bei Ryck Boddiks außer dem feindlichen Flugzeug, dessen Msturz wir gestern meldeten, auch> noch ein zweites feindliches Flugzeug zum A b st u r z gebracht, es ffel brennend herab. Das erste dieser Flugzeuge, ein französisches, Typ Farman, Nr. 42, siel aM 6. Januar, vormittags, östlich des Kaps Nara, das andere, ein englisches, Typ Farman, ffel auf die europäische Küste, östlich Jalova. Im Laufe desselben Tages warf unser Flugzeuggeschwader erfolgreich mehrere Bomben aus die feindlichen Stellungen von Sedd-ül-Bahr Uiid auf beit Flugplatz auf der Insel Im brv s. AM 5. Januar dauerten auf dem rechten Flügel reges imd im Zentrum schwaches Bombenwerfen sowie bedeutungslosen Jnsanteriekampf an. Die feindliche Landarttllerie- unter Mitwirkung zweier Monttore imb zweier Kreuzer, erösf- nete gegen unsere Stelümgen ein teilweise heftiges Feuer, das bis abends andanerte. Unsere Arttllerie erwiderte kräftig, zwang einen dieser Kreuzer, sich zu attfernen, zerstörte einen Teil der feindlichen Gräben und brachte einen Teil der feindlichen Artillerie zum Schweigat. Atn 6. Januar vormittags beschossen erfolglos, unter dem Schutz von vier Monitoren und sechs Torpedobooten^ feindliche Kreuzer die auatolische Küste der Meerenge und einige uuserer Batterien ohne Unterbrechung. In der Nacht zum 5. Januar beschoß Unsere Arttllerie in der Meerenge zeiüveise di« Landungsstcllai von Sedd-ül-Bahr imb Tekke Burun. Der Feind antivortete erfolglos. Unsere Beschießung wnrde am 5. Januar wiederholt, sie 'verursachte einen. Brand bei Tekke Burun. Die Wirkung unserer Artttterie wurde melirmals auf dai Landungsstellen und auf Booten festgestellt. Unser gegen die Landungsstelle von Sedd-ül-Bahr gerichtetes Feuer hatte gute Ergebnisse. Aus den anderen Fronten keine Veränderung. Zum bulgarisch-türkischen Vertrag. Sofia, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Von dem Abkommen über die Berichtigung der bulgarisch-türki- 'chen Grenze vom 6. September 1915, das von der türkischen Kammer und der Sodvanje angenommen wurde, ist nunmehr der Wortlaut veröffentlicht worden. Bemerkenswert^ sind dabei die Bestimmungeri über das Recht der türkischen Regierung, die abgetretene Eisenb-ahnstrecke Ku- leli — Bürgas — Adrianopel in freiester Weise fünf Lahre z-u benutzen, stöacb den erläuternden Noten zu Artikel 4 kann die türkische Regierung auf dieser Strecke in Friedens- und Kriegszeiten Rekruten, Truppen, Waffen, Munition, Lebensniittel usw. während der nächsten fünf Jahre ohne Einschränkung oder Kontrolle seitens der bulgarischen Regierung befördern. Die verhafteten Konsuln in Freiheit geseyr. Mailand, 7. Jan. (WDB. Nichtamtlich) Meldung der „Agenzia Stefani". Das „Giornale d'Jtalia" meldet ans Athen: Die Gesandten des Bierverbandesl !;aben ^ der griechischen Regierung mit ge teilt» daß die in Saloniki verhafteten Konsuln in Freiheit gesetzt worden seien. Die Balkanbahn. Berlin, 7. Jan. (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tagebk." meldet aus Sofia: Der Probezua Kon stantin o pel— Berlrn passierte gestern Sofia. Er ft'chrte mehrere leere Schlafwagen, woraus auf eine baldige Eröffnung der Linie für den regulären Personenverkehr geschLossen wird. Die bulgarischen Vcrwaltungsmaßnahmen gegen die Entente. Sofia,- 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Vertreter des WDB. befragte bat Minister Ton t sche w über die innerpolitische Lage Bulgariens, wie sie sich nach der ersten Kriegstagung der Sobvanje darstellt. Der Minister gab verschiedene Erklärungen ab und sagte u. a., daß das innerpolitische Leben gegenwärtig ruhe. Bulgarien sei von den freundschaftlichsten Absichten gegen Griechenland beseelt und lvünsche, die guten Beziehungen, wie sie seit Ausbruch des Krieges bestanden, sortzUsctzen. Bulgarien treibe keine Gefühls Politik und wünsche nicht, die Zahl seiner Feinde zu vermehren. Deshalb habe es auch in der Frage der Verhaftung des bulgarischen Konsuls in Saloniki eine gemäßigte Haltung gegenüber Griechenland eingenommen, obwohl Griechenland iu- ristisch für das Schicksal der bei ihm beglaubigten Konsuln verantwortlich sei. Bulgarien habe hingegen energische Maßregeln gegen den Vierverband ergriffen, indem es die Konsulatspersvnen, tvelche die Amtsräume der hiesigen Vertreter des Verbandes bewachen, verhaften ließ. Nur der englische .Vertreter Haarst sei in die Z immer des hiesigen amerikanischen Geschäftsträgers in ein Hotel der Stadt geflohen. Um Hearst eine gewisse Bewegungsfreiheit zu verschaffen, habe der amerikanssche Geschäftsträger den eigenartigen Grundsatz ausgestellt, daß auch der Korridor vor seinem Zrntmer durch seine diplomatische Eigenschaft geschützt sei. * . * Englische Finanzhilfe für Frankreich. London, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Bank von England hat zehn Millionen Pfumd Sterling französischer Schatzwechsel z>n einem Diskontsatz von 5% Prozent übernommen. Die Altersgrenze der französischen Offiziere. Paris, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Kriegsminister Gallieui hat der Kammer vor ihrem Auseinandergehen einen Gesetzentwurf betreffend eine Verjüngung der Kaders unterbreitet. Die Vorlage will die Altersgrenze für Obersten, Brigade- und Divisionsgenerale, die zurzeit 60, bezw. 62 und 65 Jahre ist auf 59, 60 und' 61 Jahre herabsetzen. Ausnahmen sollen zulässig sein. Divi- fionsgenerale dürfen apch nach 62 aktiv bleiben, aber nur ein Jahr und mit Genehmiguirg des Generalissimus. Tie Grenze von 65 Jahren soll ausschließlich. Führern von Armeen Vorbehalten sein. Der englische Handel. London, 7.Jan. (WTB.) Die Einfuhr Großbritanniens im Dez. 1915 betrug 70 938 394 Pfund Sterling, was eine Steigerung gegen Dezember 1914 um 3 621 496 Pfund Sterling bedeutet. Die Ausfuhr betrug in dem gleichen Zeitraum 33 947 519 Pfund Sterling, oder 668591 Pfund Sterling mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der 5eekrieg. Zum Untergang der „Perfia". London, 7.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die P.- und O.-Linie gibt bekannt, daß bei dem Untergang der „Perfia" 166 Personen gerettet und 335 ertrunken sind. Köln, 7.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Washington vom 6. Januar durch Funkspruch: Staatssekretär L a n s i n g hat am Nachmittag wiederholt erklärt, es gäbe keinen „P e r s i a"-F a l l, solange die Staatsbehörden nicht den leisesten Beweis für die Anwendung von Torpedos hätten. Lansing weigerte sich, die Frage, ob etwa eine Kanone auf der „Persia" gewesen sei, zu erörtern, aber die allgemein verbreitete Ansicht nimmt an, daß die Regierung die Amerikaner davor warnen will, auf bewaffneten Schiffen Ueberfahrten zu machen. Da» uutergegangene englische U.-Boot. London, 7. J-an. (WTB. Nichtamtlich.) Me Admiralität bestätigt den Untergang eines englischen Unterseebootes in der Nähe der Insel Texel. Amsterdam, 7. Jan. (WTB. Nichtamtliche) Wie die Amsterdamer „Tijd" aus Nieuwe Mep erfährt, verirrte sich das Unterseeboot „E 17" aus der Flucht vor deutschen Patrouillenfahrzeugen und geriet iit den Haaksgronden aus den Grund. \ , * New Bork, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der italienische Dampfer „Giuseppe Verdi" mit zwei vierzölligen Schiffskanonen an Bord ist hier eingetroffen. Einer Meldung der „Associated Preß" aus Washington zufolge wird das Staatsdepartement inoffiziell sich an die italienische Regierung wenden und sie bitten, die Kanonen entfernen zu lassen, ehe das Schiff die amerikanischen Gewässer verläßt. Aus dem Reiche. Der Geburtstag des Königs von Bayern. München, 7. Jan. (WTB- Nichtamtlich.) Der König stiftete zu seinem heutigen Geburtstag einen neuen Kriegsorden, der den Namen König-Ludwig-Kreuz führen soll und als Zeichen ehrender und dankbarer Anerken- ming für solche Personen bestimmt ist, die sich während dieses Krieges durch dienstliche oder freiwillige Tätigkeit in der Heimat besondere Verdienste um das Heer oder die allgemeine Wohlfahrt des Landes erworben haben. Das von Professor Blecker-München entworfene Ordenszeichen ist bereits verliehen worden an die Königin, an mehrere Prinzessinnen, an den Prinzen Ludwig Ferdinand, an Minister, soweit sie noch nicht tm Besitz einer bayerischen; Kriegsauszeichnung sind, Hofwürdenträger, viele Beamte, Industrielle und Kaufleute. Mü n che n, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meidling der Korrespondenz Hossmann. Der König hat zu seinem Geburtstag folgenden Gnadenerlaß betreffend Niederschlagung von Strafverfahren gegen Kriegsteilnehmer erlassen: Wir wollen zugunsten der Teilnehmer des gegenwärtigen Krieges gnadenweise die ^Niederschlagung von Strafverfahren verfügen, soweit sie vor dem heutigen Tage und vor Einberufung -u den Fahnen, begangene 1. Ueber- tretungen «oder 2. Vergehen Mit Ausnahme derjenigen Verrats militärischer Geheimnisse, oder 3. Verbrechen im Sinne der Paragraphen 243, 244 urrd 264 Reichsstrasgesetz- buchs, wobei der Täter zur Zeit der Tat das einunjh- zwanzigste Lebensjahr noch nicht vollendet hat, zum Gegenstände haben. Soweit in anderen Fällen eine Niederschlagung des Strafverfahrens angezeigt ist, erwarten wir Ein- zelvorschläge. Ausgeschlossen von der Niederschlagung sind Personen, die wegen begangener Straftaten durch militärgerichtliches Urteil rechtskräftig zur Entfernung aus dem Heere oder der Marine, oder zur Dienstentlassung^ verurteilt worden sind, oder sonst mit Rücksicht aus die Straftat ihre Eigenschaft als Kriegsteilnehmer verloren haben. Die beteiligten Staatsministerien und das Kriegs m in i- sterium haben zur Ausführung des Gnadenerlasses die erforderlichen Anordnungen zu treffen. Eine türkische Sondergesandtschaft in Stuttgart. Stuttgart, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In den letzten Tagen weilte in Stuttgart eine türkische Sonde r g e s a n d t s cha f t, an deren Spitze der dem deutschen Harrptquartier zugeteilte Generalleutnant Zekki Pascha. Dieser gewährte dem Vertreter der „Wnrttemberger Zeitung" eine Unterredung und kam dabei auf seine Kriegseindrücke in Deutschland im allgemeiner! zu sprechen. Er sei seit Kriegsbeginn so ziemlich in allen Teilen des Reiches heruin gekommen und habe überall Aeußerungen herzlicher Freundschaft für die Türkei vernommen. Einen mächtigen Eindruck habe ans ihn immer die überall und in allen Schichten gleich starke und« stolze Siegeszuversicht gemacht. jEr sei auch erst kürzlich wieder an der Front gewesen und habe gefunden, daß die Stimmung der Truppen heute wenn möglich noch besser und noch zuversichtlicher sei, als zu Anfang. Es sei jetzt freilich in den Schützengräben auch alles aufs glänzendste organisiert, und zudem besitzen ja die Deutschen die große Tugend der Geduld, die im zähen, langwierigen Stellungskampf die beste sei, sozusagen schon von Geburt an und in höherem Maße als alle anderen Völker. Aber auch in der Türkei sei die allgemeine Stimmung, obgleich die Lasten schwerer als im reichen lund> Industrie starken Deutschland drücken, ganz vorzüglich. Es gehe auch aus allen Fronten neuerdchgs siegreich vorast, ja, man könne wohl sagen, daß jetzt, nachdem die direkte Verbindung mit den Mittelmächten über den Balkan hergestellt sei, der Krieg für die Türkei erst eigentlich beginne, denn erst jetzt sei die Türkei in den Stand gesetzt worden, ihre ge wal tige Me ns che n quelle sich nutzbar zu machen und damit den Kampf mit voller Kraft zu führen. Der eine Teil der Arbeit an den Dard-cp- nellen, bei Anaforta und Art Burnu, sei ja bereits erlidegt. Das wichtigste sei vorerst, daß der Eisenbahnverkehr mit Konstantinopel wieder ausgenommen werden könne, wodurch die innere Frontlinie zu den Verbündeten hergeftellt werde. . , Ans Stadt und Land. Gießen. 8. Januar 1916. Rriegrarbeil in Gießen. IV. Berwundeten-Uttterricht. Früher als in manchen anderen Städten wurden in Gießen auf Veranlassung von Bibliotheksdirektor Geh. Rat Haupt, des derzeitigen Rektors der Universität Geh. Rat Sommer und des Vorstands der Ortsgruppe vom Roten Kreuz Landgerichtsrat Wiener Unterrichtskurse für Verwundete eingerichtet, nachdem sich das Generalkommando mit dem ihm unterbreiteten Plan durchaus einverstanden erklärt hatte. Die Leitung dieses Unterrichts übernahm Prof. Henneberg, der durch die von ihm schon im Herbst 1914 eingefuhrten Unterhaltungsstunden für Verwundete sich bereits in ähnlicher Weise betätigt hatte. Aus Veranlasftrng des Rektors der Universität traten die genannten Herren unter seinem Vorsitz zu einem Ausschuß zusammen, dem noch weiter die Herren Generalmajor von Petersdorff, Lazarett-Direktor Dr. Siegert, Oberbürgermeister Keller und Professor Krausmüller beitraten. Seit dem 1. Oktober hat der Rektor Professor Sie Vers den Vorsitz übernommen. Der Unterricht begann am 19. April. Als freiwillige Lehrer waren tätig: Frl. Nölting, Vorsteherin derreichs- deutschen höheren Mädchenschule in Riga, für Französisch, Frl. Sülze, Frl. Paula und Lotte Balimann, Kam- merrat Birnbaum für Maschinenschreiben, Reallehrer R Appel für Buchführung, Lehrer Emil Hahn und Polizerk.-Aspirant Karnbach für Stenographie und Bureaubeamter Kirchner für Soziale Gesetzgebung. Der Unterricht fand tells im Soldatenheim, teils in verschiedenen Lazaretten statt. Soweit es möglich war, wurde innerhalb von 4 bis 6 Wochen ein Ueberblick über ein abgegrenztes Gebiet gegeben, so daß auch diejenigen, >ie nur kürzere Zeit an dem Unterricht teilnehmen konnten, dtutzen von dem Besuch hatten. Eine bedeutende Erweiterung erhielt der Verwundeten- Interricht mit Beginn des Wintersemesters dadurch, daß >en Verwundeten ebenso wie den Kriegsbeschädigten die Teilnahme cm dem Unterricht in der hiesigen Gewerbe- chule gestattet wurde. Dadurch wurde ihnen die Möglich? eit geboten/sich im Bau- und Fachzeichnen, in der Buchführung, Wechsellehre und Reichs Versicherung, in der Bau- tofflehre, Bauführung und im Vorastschlagen Kenntnisse zu erwerben. Weiter können sie dort Geschäftsrechnen, Deutsch, Linksschreiben, Bauformenlehre und Modellieren lernen. Die Teilnahme an den genannten Fächern ist, wie auch der übrige Unterricht, unentgelllich. Die seit Mitte Oktober dieses Jahres alle 14 Tage er- 'cheinende Gießener Beilage der Hessischen Lazarett-Zeitung hat sich sogleich in den Menst unserer Bestrebungen gestellt. Die erste Nummer bringt einen Ausruf an die Verwundeten von Landgerichts rat Wiener. Es wird dort darauf hin gewiesen, ein wie vortreffliches Mittel der Verwundeten-Unterricht gegen die Langeweile ihrer Genesungszeit sei, wie er ihnen wertvolle Anregungen für die Zukunft biete und denen, die infolge ihrer Verwundung nicht wieder hinausgehen könn- ten, die Rückkehr in das bürgerliche Üeben erleichtere. Me- elbe Nummer bringt von Professor Henneberg einen leberblick über das bisher aus jenem Gebiet in Gießen Geleistete. In den folgenden Nummern finden wir Aussätze von Reallehrer Haggemüller, in denen er näher crus- einandersetzt, was in deii einzelnen Fächern des Gewerbe- chiilunterrichts den Teilnehmern geboten wird. Endlich wird die Lazarett-Zeitung fortlaufend benutzt, um Vorträge anznkündigen und um jedesmal deii Stundenplan des gesamten Unterrichts zu bringen, damit die neu nach Gießen gekommenen Verwundeten alsbald Kenntnis von dieser Einrichtung erhalten. Zu den einzelne!; Vorträgen wird übrigens jedesmal noch besonders cingeladen, indem an jedes Lazarett eine Ankündigung gesanot wird. Diese Aufgabe hat jetzt Frl. D. S t a h l h a ck e übernommen. Neben dem geschilderten Unterricht werden Weiber Vorträge über Themata gehalten, von denen man annehmen kann, daß sie für die Verwundeten von Interesse sind. So hielt Dr. Schneider eine Reihe von Vorträgen über die Vorgeschichte des Weltkrieges, Professor Roloff über den Weltkrieg selbst. Professor Rauch sprach über die Kathedrale von Reims und über die Entwicklung des gothischen Baustils, Professor Henneberg über den Bau des menschlichen Körpers, Professor Schmidt über Krankheiten und deren Verhütung im Kriege. lieber unsere Landwirtschaft während des Krieges berichtete Dr. Kling,, über wichtige Parasiten unserer Schlachttiere Mrektor Dr. M 0 d d e. Geh. Rat Sommer gab an zn>ei Nachmittagen an der Hand von zahlreichen Lichtbildern eine Schilderung des italienisch-österreichischen Kriegsschauplatzes und der Balkanländer. Außer den beiden letztgenannten fanden sämtliche Vorträge im Hörsaal des Anatomischen Instituts statt. Bei den meisten derselben bediente sich der Vortragende des großen Leitzschen Epidiaskops, um durch Lichtbilder die Anschaulichkeit seines Vortrags zu erhöhen. Die bereits oben erwähnten Unterhaltungs stunden im Anatomischen Institut waren, abgesehen von einigen Vorträgen, für Konzerte und Deklamationen bestimmt. Die musikalische Leitung ruhte in den Händen von Frau Dr. Spohr und Frau Nebelung-Knapp. Au^r diesen stellten ihre Kräfte in den Menst der Sache die Damen: I. Leutert, I. Strack, H. Taaks, E. Dhaer, L. Vetters und die Herren Dr. S p 0 h r und R. W a l l a u. Die letztgenannten Unterhaltungsstunden erfreuten sich stets eines guten Besuches. Es fanden sich bis 150 Mann dazu ein. Der Besuch der Vorträge war wechselnd. Die Zuhörerzahl schwankte zwischen zwanzig und mehr als hundert. Wodurch dies veranlaßt wnrde, ließ sich meist nicht sesp- stellen, doch ist es sicher, daß ein freundlicher Hinweis der militärischen oder ärztlichen Vorgesetzte!! seinen Zweck nicht verfehlt. Wie die Diskussionen, die sich an die Vorträge anschließen, zeigten, bringen die meisten Zuhörer dem Gegenstand ein ausreichendes Verständnis entgegen und sind für das Gebotene dankbar. Zn dem Unterricht in den Spezialfächern findet sich naturgemäß nur eine kleinere Anzahl von Schülern zusammen, da sich hierzu nur diejenigen melden, die auf solche Weise erworbene Kenntnisse für ihren Berns zu verwerten gedenken. Im eigenen Interesse unserer Verwundeten wäre zu wünschen, daß diese die ihnen gebotene Förderung für ihren bürgerlichen Beruf ausgiebiger benutzten. Schreibmaschinen stellten zur Verfügung die Herren Bücking, Stabsarzt M. Hahn (Bad-Nauheim), Geh.Rat König, Prof. Kleeberger, Frl. Ballmann und das Rote Kreuz. Ein Klavier für die Konzerte leiht uns Herr Rudolph. Die Unkosten werden bestritten von dem Leiter des Unterrichts und von der Einnahme aus einem Vortrag- den Frl. Nölting über die galten" hielt. M. Henne borg. Sonntagsge-anken. Immer noch nicht haben sich alle entschließen können, ihr Gold gegen anderes Geld umzutauschen. Woher kommt dieser Mangel an vaterländischem Opsersrrrn? Cs geht uns noch gut. Im Anfang! des Kriegs war wirllich überall allgemeiner Opsersinn und Opfermut. Denn da stand es vor aller Augen als etwas unheimlich Drohendes, eine gewaltige Gefahr und eine gewaltige Not, in die das Vaterland gekommen war. Aber viele sind leider so gesinnt worden, wie in England vielfach die Gesinnung ist. Man denkt: es hat keine Not; aus mich kommt es nicht an. Der englische und amerikanische kühle und frivole Geist, der vor dem Kriege immer mehr Eingang bei uns gefunden, ist bei vielen schon zu tief eingewurzelt, als daß er durch den Krieg für immer hätte vertilgt werden können. Bei manchen sind es ja tvvhl achtbare Gründe, weshalb sie das eine oder andere Goldstück zurückhalten. Aber anderen geht es tatsächlich zu gut. Wenn sie auch jammern — das war ja auch schon vor dem Kriege ihre Gewohnheit —, sie hüben noch keinen rechten Begriff oder keinen rechten Begriff mehr von der allgemeinen Not. Sie müssen heraus aus ihrer kl ei- neu Welt mtfy die Augen aus tun, so werden sie erkennen^ was eine Zeit wie die jetzige von jedem einzelnen verlangt. ^ ck. Eine hundertjährige Mitbürgerin. Fräulein Bertha v. Grolman in Giießen vollendet am 9. Januar; 1916 ihr 100. Lebens- j ahr. 100 Jahre ckkk Hu werden ist gewissermaßen eine Kleinigkeit für diejenigen, die einer Familie angehören, in dvo ein hohes Alter nicht ungewöhnlich ist. Hier ist es der Fall! Im Jahre 1840 starb zu Berlin im Älter von 99% Jahren der preußische Obertribnnäls-Präsident Heinrich Diet^ rich v. Grolman, der bis zu seinem 95. Lebensjahre aktiver Staatsbeamter gewesen ist; desgleichen 1864 zu FvcrnKnrt an der Oder der Oberst a. D. Karl v. Grollmamr im Älter von 94 Jahren, der sich einer solchen Rüstigkeit erfreuen konnte, daß er kurz vor seinem Dode noch aus enter Jagd gewesen war. Die Dritte im Bunde ist die jetzige JubWarin! Sie entstammt dem Fannlienzweige, der dem Großherzogtum Hessen manchen tüchtigen Staatsbeamten ge- kiesert hat. Ihr richtiger Oheim war der Staatsminister Karl v. Grolman, der die hessische Verfassung ausgearbeitet und bei Fürst und Volksvertretung unter schwierigen Verhältnissen eingeführt hatte. — Eine der ersten Staats- versassungen im neuzeitlichen Sinne im deutschen Vaterlande. Me Familie stammt aus der Stadt Bochum in der Grasick-ast Mark, die auf der Grenze zwischen Rheinlarw und Westfalen liegt, heute aber zu dem reinen Westsalenlanda gerechnet wird. Bei der Freizügigkeit der Gelehrtenwelt war der erste, der die hessische Staatsangehörigkeit erworbMi l-atte, Mel- ckstor Dettmar Grolman, Professor juris und Kanzler der Universität Gießen, der er vom Jahre 1703 bis zu seinem Tode 1722 mit Auszeichnung angehört hätte. Sein Sohn Adolf Ludwig Grolman, Geheimer Regierungsrat in Gießen, sowie sein Nesse und Schwiegersohn Jöhänn Dettinar Grolman, Konsistorialrat in Gießen sind die Begründer der beiden in Hessen vertretenen Familienzweige. Alle übrigen sind! in Preußen, der Stammheimat, verblieben und haben vorzugsweise im Militärdienst den Glanz der Familie begründet. Dies igilt namentlich von dem einen Sohne des erwähnten Obe'rtribnnals-Präside-nten, General Karl von Grolman in Posen, dessen Name das 1. Posensche Infanterie-Regiment Nr. 18 in Osterode trägt»-. Er selbst, sein Vater und einer seiner Söhne erhielten den Schwarzem Adler-Orden, eine Auszeichnung, die bi^ jetzt in dieser Reihenfolge keiner anderen Familie zuteil gewordon ist Den Orden pour le Märite, den dieser, nebenbei bernerkt^ ebensalls besaß, hatten vorher schon zwei Oblersten v. Groll- mann, gleichfalls Vater und Sohn, von Friedrich dem Nkvyttr «Hvwerr, Her vkefen höchsten KrLegSiorLen Mir m 70 Fällen verlichcn htacktc. Um noch ibftcfcr Mschweifuna tfitf bte Jubilarin rftdfyttfattiucit, so sei erivälmt, &aß; sie die 9: von 19 Geschwistern gewesen ist. Ihr Vater, .KrrmLn«lrichter und Hvf- gerichltSvat Wvlf v- Gvolman in Gießen, dürfte wohl man- chem Kriminalisten beSannt sein, denn er hat in seinein faarf) viel geleistet und« war einer der ersten, die aus bio Wiclstigkeil -der Kenntnisse der Gvihdnvensprache hinaewie- sen haben. Er hat verschiedene Werke hierin veröffentlicht. Manchen verwickelten Fall soll der unerschrockene Mann dadurch gelöst haben, daß er unerkannt in Berbvecherlokalen Geheimnisse erlanscht hatte, die einem anderen beim Mangel der erforderlichen Sprachkenntnisse entgangen wären. Me Iubil-arin hat in ihrem langeil Leben ihre Vater- staidt Gießen nur selten verlassen: sic wohnt, was heut zutage als Seltenheit angesehen werden muß. 100 Jahre in ein und derselben Straße. Sie ist körperlich rüstig und, geistig frisch und! besucht zu,veilen noch Theater /und Kvn-erLe. Wer es, wie sie, fertig bringt, in: Mter jung zü sein, wer sich stets ein frisches, fröhliches Herz bewahten konnte, wer über die Leiden der Welt mit stiller Wehmut hinweg ■ sah und die bescheidenen Freuden mit dankbarem Gemüt genossen hat, wer Liebe zur Knust und namentlich §.ur Musik gepflegt und auch dein Humor sein Recht gegeben hat, der hat die wahre Lebenskunst richtig erfaßt. ** Personalnachrichten der Ober-Postdirektion in D ärmst adt. Verliehen: Das Eiserne Kreuz 2. Masse dein VerkelMoffizier vom Platz. in Mainz, Geheimen Postrat Tingeldey, dem Armee-Postinspektor, Vize-Postdirekwr Raust, dem Feldwebelleutnant, Ober-PostaWenten Wctzi aus Tarmstadt und deni Fel dweliel laut narrt, Ober-Postassistenten Ranch ans Mainz: die hessische TapferkcitsEdaille deir Fcldpostsckre täreii Jöckel, Mmrkel und Ludwig Müller aus Mäinz, und dem Leutnant der L., Ober-Postassistenten Kling aus Bad-Nauhcmr; das hessiscl>e Ehrenzeichen für Kriegsfürsorm' dem Feldwebellcut- ucmt Ober-Tel eara phenassi sten ten Reitz, ans Gießen. Ferner der Charaktiw als „Poftfefretä r" den Ober-Postassistenten Bill in Offi-nbach, Mättner in Bürbach und Reundörser in Worms; der Titel „Ober-Postassistent" dem Postassistenten Wunsch in Offenbach. Zu Offizieren des Benrlaubtenstau - des befördert: die Postassistenten Rodriaitt ans Gießen und Anton Scholz aus Friedberg. Angenommen: zu Post- agenten die Landwirte Frick in Torndürkheim und Holl in Nod- berm v. d. H.; zur Telegraphenaehilfin Elisabeth Sander in Ossen- bach. E tatsmä ßig a ng est e l l t: die Postsckretäre Errgel in Darmstadt und Hild ans Frankfurt in Friedbcrg; die Post- assistenten Flott in Offenbach, Götz! in Mainz-Kastel, Köhler in Osthofen und Strudel in Butzbach. Verseht: Postsekretär Reidel von Koblenz und Ober-Postassistent Ächad von Alsfeld nach Mairrz. Freiwillig a u sge s chi cdcn: die Postagenien Frick in Dorndürkhcim und Zulauf in Rodheint v. d. H. ** Z w e i g l ü ck l i che P a ke tche n e m p f ä n ger, die Pioniere Meißel und Räders, Pionier^Komp. 900, Ers.-Division, bitten uns um Uebermittlung ihres Dankes an die Spender der Liebesgaben. „Ich habe," schreibt der erste, „von der Mädchenschule, Klasse V B, ein liebes Paket- chen bekommen, und hätte die Mtte, das in der Zeitung AU lesen, denn man hat sonst keine Freude an dem schreck- lickzen Weltkrieg. Denn es war ein schönes Paket- chen." Diese Begründung ist zwingend genug, den Wunsch des braven Pioniers zu erfüllen. Der Dank der beiden Brief- schreiber gilt noch einem andern: „Dann sandte Herr Pfarrer Schwabe von der Johannes gem-ein^de also ein herrlich Paketchen, das mir uüd den Kameraden großen Spaß inachte." — Wo eine Quittung so von Herzen kommt, wie hier, mag sie gerne weitevgegeben sein. ** Gießener H aus fr auen-Verein. In der Mitgliederversammlung vom 6. Januar, die sehr zahlreich besucht ivar, wurde der Beitritt des Vereins zum Verband deutscher .Hausfra'uenvereine einstimmig beschlossen. Der Verein, der am 21. September 1915 von ungefähr 400 Hausfrauen gegründet wurde, zählt hellte 800 Mitglieder. Die diesmalige Tagesordnung war von besonderer Wichtigkeit. Ein Mitglied des Vereins hielt den angekündigten Vortrag über Berufsausbildung junger Mädchen, machte auf die zurzeit schon bestehenden Lehr und Ausbildungsinstitute aufmerksam und verwies insbesondere auf die in hiesiger Stadt errichtete Berussberatungsstelle. Sodann sprach F>ran Marie Priester-Frankfurt a .M. Sie ist die Verfasserin anerkannter Kochbücher und besitzt eine reiche Erfahrung in der Zubereitung fleisch- und fettloser Speisen. Sie betonte, oast als billigster Fleischersatz Hülsen fruchte und vor allem Bohnen in Betracht kämen. Ern nach Gewicht bedeutend kleineres Quantum als Fleisch hat doch den gleichen Nährwert wie dieses. In einer Form ,vie Brei und Suppe werden die Hillsenfrüchte nicht so restlos der Verdauung nutzbar gemacht, wie in der Bvatenform, weil diese zum Karlen zwingt. Sehr zu empfehlen sei „Aufschnitt" aus Hülsenfrüchten, von dem auch eine Kostprobe gereicht und die allgemein als schnlackhast bezeichnet tvurde. Viel Neues in der Zusammenstellung bot die appetitreizeude Ausstellung der Kriegsspeisen. Vortrag und Ausstellung gaben eine Fülle von Anregungen und fände,l reichen Beisau bei den Anwesenden. — Bemerkt mag noch sein, daß der Gießener Hanssranen^Verein eine Geschäftsstelle im alten Rathhans, Marktplatz 14, ein- gerichtet Istrt, in der jeden Montag nachmittag von 6hg bis 8 Uhr Sprechstunden stattstnden. Daselbst liegen neue Fing schriften auf, die kostenlos an die Mitglieder verabfolgt werden. ** Beschäftigung von Kriegsgefangenen. Bei den landwirtschrftluhen Arl>citen im bevorftel-enden Frühjahr wird Vovanssvclstlich ein großer Bedarf an Kriegsgefauge-' nen emtveten. Damit dieser in entsprechender Weise gedeckt >ver- den kann, fordert der Oberbürgermeister in einer Besanntmachung Ul vorliegender Nummer die Landwirte ans, rcck>-t zeitig ihren Be- darf fcstzustellen und anzumelden. Anmeldungen von Landwirten un Bezirke der Stadt Gießen werden bis zum 13. dS. Mts. auf dem Stadthause, Zimmer 9, entgegen genommen. ** Meldungen zur Rel rutieru n gs- Und zur Land sturm rolle. Bis 15. Januar müssen sich im Rathaus am Marktplatz zur Rekrutiernngsstaninirolle melden: Alle in 1896 geborenen Militiärpflichtigen, einerlei welche Entscheidung sre erhalten haben, mit Ausnahme der bereits Ern ge stell ten, alle älteren Militärpflichtigen (Geburtsjahr 1805, 1894 nstv.), die bet dem Kriegsersatzgeschäft die Entscheidung „zurück bis zur nächsten Musterung" erlsieltcn; am 15. Januar zur Landsturmrollet: die im Dezember 1898 geborenen Landsturmpflichtigen. ** N u m nt c r 11 d er Hess i sch e n Lazarettzeitung enthält im allgemeinen Teil wieder gute Beiträge unterhaltender, geschichtlicher und orientierender Natur, während die G i e ß e n e r Beilage lveilere Mitteilungen über die Kriegsbeschädigteusürsorge des Gießener Gewerbe- Vereins, die Sage vorn Wellenberg, einen Aufsatz über das russisch preußische Lazarett in Gießen 1818/14 solvie eine Fülle wissenswerter Mitteilungen an die Gießener Verwundeten bringt. Von besonderem Wert erscheinen nach lvie vor StellcnverniitLlnng und Lazarettberatnng. Landkreis Gießen. ** G ro ßen - B u s e ck, 8. Jan. Der Unteroffizier Heinrich Warner von hier, der seit Bearnn des Krieges beim Divisionsstab tm Felde steht und bereits früher mit dem Eisernen Kreuz ans- gezechnet wurde, erhielt die Hessische Tapfer kci tS me- d a 1 1 1 c. [] Watzenborn-Steinber g, 8. Jan. 9lm 6. Januar wurde unter großer Teilnahme Christian Schnrandt III., Spengler bei der Eisenbahnbauverloaltung in Gießen, wcüiuhaft in Steinbcng, beerdigt. Er l)at die Feldzüge 1866 und 1870/71, letz tnrcu im 116. Jiffauteric 'stiegiment^ 7. Kmnpagnie, rffitgenwclst und ist ans beiden, abgesel^nr von einer leichten Verwundung am Arme, rmversthrt Ewrückgekehrt, lo-bNDhl er 1870/71 in 12 Schlachten und Gefechten untkämpftc. Auf Ersuchen des hiesigen Krieger^ Vereins, dem der Errtschlasene seit seiner Gründung anaehörte, hatte der Kominmrdeur des ErschOataillons Gießen des 116. In santerie-Regiinents, Major Stcpl^an, eine Mordnnng von 80 Mann geschickt, die dem l>eimgegangrabe abgabeu. v. N o d h e i m a. d. Horloff, 8. Jan. Dem Unteroffizier Otto K o ch voii hier im Neserve-Jnianterie-Negiment 25,4 wurde das Eiserne Kreuz und die Hessische T a p f c r k e i t ü m c d a i l l e verliehen. Starkenburg und Rhcinhessen. rd. D a r m st a d t, 7. Znu. Hier hat sich jetzt ein „Verband für I u g e n d w o h l f a h r t u n b Jugendfürsorge" gebildet, der heute abend im Rathaussaale eine sehr stark, auch von behördlichen Vertretern, besuchte Versammlung abhielt. Bürgermeister M ü l l e v führte an«, daß sich nud) in Darmsladt bei den Jüngeren und Jüngsten eine immer mehr wachsende Unbotmäßigkeit geltend mache, bei den älteren im Tabak- und Alkoholgenuß. im Uinherlungern aus der Straße, in Kinoletdensckiast und in der Abnahme der moralischen Widerstandskraft. Das zeigten and, die oielsad) gesteigerten Zahlen in Kriminalität und Zwangserziehung. a>me tu Geschlechtskrankheiten bei jugendlichen Personen. Der Redner empfahl zum Schluß, au das Generalkommando des 18. Armeekorps das Ersuchen zu richten, in einem Erlast geeignete Bestimmungen gegen die angedenteten Mißstände und Auswüchse zu treffen. Nadi längerer anregender Debatte besd)loß die Ver- ammtung in diesem Sinne. Hessen-Nassau. ' Wm. K i r ch ha i n , 7. Jan. Auf Vevanlassimg der Handwerkskammer in .fkvssel findet bei der hiesigen goiverblichen Fortbildnngs chnle ein B n ch f ü h r n n g s k n r s u s für Frauen und Tüdstrr von Hmrdiverksmeistern statt, flächen der Buchführung wird and) die Wechsellehre und die soziale Bersicherunasgesetzgebimg Gegenstand des Unterrichts bilden. Dir »um Unterridü erfovderlrdnni Bücher mrd Hefte werden von der Handioerkskanrmer kostenfrei gestellt Das Lehrerpersonal l-at sid) bereit erklärt, den Unterriäü mient- Veemischtes. Eine Mittionenerbschaft für die Stadt Berlin. * Berlin, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der verstorbene Kauftnann Wilhelm Eh recke. Begründer des alten bekannten Kolonialwarengeschästes in der Leipziger Straße, hat die Stadt- ge me in de Berlin zur Erbin seines fick) auf mehrere Millionen belaufenden Vermögens eingesetzt. Hinsichtlich des Zweckes wkd der Verwendung sprach der Erblasser nur den Wunsd) ans, daß einige von ihm bezeichneten Vereine bedacht werdeic foflrn. A Koblenz, st. Jan. Nach einem Berichte in, amtUd,en Schttlbtatte für den Regierungsbezirk Koblenz ko»mten als Ergebnis der A ehren lese durch die Schillkinder dcv genannten Bezirks dem Roten Kreuz 10 000 Mark zngeführt werden. Meteorologische veobachtungen der Station Sieszen. Jan. 1016 3 * 0.1 Sgl 5 * H Sä gl .tJ 3 *ai If -L s« <3 'S? 85 5 UQ II ’S 'S / > .B R ifll Weiter 7. 2 « _ 6,9 67 U) Bed. Himmel 7 . 9* 6 — 7,1 6,6 86 — 10 Regen 8 . 7" 5,4 6,8 86 10 Höchste Temperatur am 6. bis 7. Jan. 1Ül6 Niedrigste „ . 6. , 7. „ 1916 Niederschlag: 4,1 mm. = 4 - 11 , 2 ° 0 . 7 ' 1#0 * ««terLUSsichtcn in H.-ssr,, am Sonntag, den 9. Zan. 1910j Wechselnd beivolkt, meist trocken, kälter. Letzte Nachrichten. Die russische Ofstnsive. Kopenhagen, 8. Jan. Die „Times" ,vv.rnt in einer Petersburger Depesd-e vor einer U eber schä-tzn tver O ffe«- s. l b e 6s c n e r a l I w a n o f f s. Tie feindlichen BcrteidignnaA- stellmigeu hättet, fiel) ausserordentlich stark gezeigt Gleichzeitig beriä)t,gt die „Times" eine frühere Falscbnieldung ihres PetlnS- burger .Korrespondenlrn, nach der Ezeruonntz geiwmnn-u sein sollte ulrd schließt die Erörttwummr mit folgrudeu Morten: Der Besch Vau Czernowitz ist unwichtig und ohne jeden luilitärischen Wert Japan gegen den Londoner Vertrag. Kopenhagen, 8. Jan. Dem „sttnßwje Slot»)" wird «uö Tokw Herr ästet: In bex letzten Sitzung des japanischen Pai>! la m entS kam cs bei der Budgetberatnng zu st ü r m i s rfjen!' Szenen. Mehrere oppositiom-lle Mgcvrbnete griff«, die Ro- glernng tvegcn des Beitritts Japans Min Lmidoner Mkvmnieu! an. Dieser Schritt habe die Mischilligima der ganzen japanisä^-n Presse und eines Teil^ d.u japaniscl-en (istsellsthast I)i dauerlick-e Mhängigkeit von einer Eintagsberstinmmug .ihrer Wählerschaft gerieten und die Forderungen Asquiths nickst un- terstützt haben. Die Hauptsache sei, so versick)«rt mit beut „Lemps"' der gmtze Chorus der Regierungsorgaue, daß Berlin sich, grün und gelb ärgere. Nur bleibt inan den Beweis dafü» schnld-ig^ daß Deutsckstand tatsächlich nii'dergedonnert sei. Die Deutschen seien freilich Meister der Verstellung, so wurde bei der Erörterung. dieses Tl-enlas in der Kvnrmiffion versichert. Brand eines Gefangenenlagers in Lyon. Bafel, 8. Jan. Wie Schwerer Blätter melden, ist im! Quartier Mont Plaisier in Lyon ein großes Gefangenen^ lager durch eine FeuerSbrunst zerstört lvvrden. Bon den darin mttergebrachten 10M deutschen Kriegsgestmaenen wurde kemcr verletzt. ZcttßvmlkB** Liebesgabe ächte Sodener Mineral-Pastillen werden seit Jahrzehnten mit glänzendem Erfolg angewandt bei Heiserkeit, Verschleimung und B Nadiahimin^cn wdae man zurflek Reichliche Verwendung von Kn nstdü nger ist für das kommende Jahr allen Landwirten dringend zu empfehlen. In vielen Fällen konnte die Bestellung nickst so sorgfältig, wie es tu wünschen ist, ausgcführt lverden. Durch eine reichliche Knnst- )iingergobe lässt sich da irock), inanches nachMen. Wo gi'l gedüngt ist, darf immer auf eine gute Ernte gehofft werden,- wo aber schlecht redünat ist, ist eine reiche Ernte von vornherein unter den metftcit Verhältnissen ansgasd-lossen. »/J) LECIFERRIIV bereichert das Blut kräftig die Nerven, macht den Körper widerstandsfähig. LECIFERRIM seit Jahren der Liebling aller Blutarmen, Bleichsüchtigen und Geschwächten. Von Autoritäten und Acrzten empfohlen. ^■JE^*^^**^** zur Kr4fti g un g und Auffrischung in der Rekonvaleszenz nach Blutverlusten und erschöpfenden Krankheiten. LECIFERRIM ist gut bekömmlich, fördert den Appetit und die Verdauung, sehr angenehm von Geschmack. Preis Mk. 3. — die Flasche; auch in Tablettenform, genau so wirksam wie das flüssige, Mk. 2.50 in Apotheken erhältlich. 28 iO _ Man achte genau auf das Wort LKCIFKRItlBf. _ :: Ualcnu», Chem. 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Gestern nachmittag 2 3 /* Uhr verschied sanft nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Grossmutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Luise Heil mann, geb. Sann im 57. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Ernst Franz Heilmann, Zugführer, und Kinder. Giessen (Wolfstrasse 13), den 7. Januar 1916. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. Januar, nachmittags 3 Uhr, aut dem neuen Friedhof statt. /v " ' . Todes-Aüzeige. Gestern morgen entschlief sanft unsere liebe Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Anna Margarete Kröck im 84. Lebensjahre. geb. Kreiling In tiefer Trauer: Job. Phil. Kröck und Familie Ferd. Kröck Vw. und Familie Karl Kröck Ludwig Kröck und Familie Wilhelm Kröck II., z. Zt. im Felde, und Familie Heinrich Rinn X. und Familie. Jakob Kreiling IX. Heuchelheim, Lancaster, am 8. Januar 1916. / 277 Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags Y 2 3 Uhr, vom Sterbehause, Marktstrasse 5 (Zum Sohwanen) aus statt. wolle« Sie fSfz« und saftige I Apfelsinen kaufen? Gehen Sie mal in den Spanischen Garten f Babnboiftrafie 48, • Settersweg 9, Kreuzpla^ 6, Kirchenvlatz 10 8 Heule frisch eingerroffen. — ferner empfehle in ch grofier Auswahl frische G §iselililjse,Wslliüjsk,K>lilkkkil!iill>eliiHiikallilsse usw. Nur frische und gesunde Ware: § Billige Preise! Billige Preise! | Telephon 932 R. Ifflase Telephon 932 » O O»GOOG G GO « OGOOOG« VVO» SV G OOG V G OSW Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die liebevolle Pflege der hiesigen Krankenschwester, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dörr sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Samilk Karl Löbrr ww. Heuchelheim, den 6. Januar 1916. 257 Kah »fs WZKiLl- "'lMÄisn Wem Sie in einem Geech&ft geg.Haste«, 1 Heiserkeit, Keacb- fhusten, Ve*w Katarrh, den Hals, Vorbeugungsmittel geeea Erkältungen för Krieger Kaisern Brast-Caramellea mit den 3 Tannen kaufen, dann muss jedes Paket za » Ptg and jede- Dose zu 50 Pfg-, Kriegep^ckung 16 Pfg. die Scbatsmarke 3 Taimaa trugen. Die millionenfach bewährten Kakser’s Brust-CarafneOo» sind niemals offen zn haben. Hüten Sie eich ror NachahmnDgcrv and dem wertlosen Zuckerzeug Zu haben in Gieenen bei Ckerg Walleafela,X«fctpLn,Anf. Wallenfels, Marktplata »7. Apotheke i. seid. Kasel, Jacob Matern ns, Cixrlnt. Blekcr, Neustadt. J. Bep^- ler and Ant. Konr. Malier in Uang-Odaa. Ans. Selber* und Hch. Kümmel ln Wteaeck. Pr. Volk IL and Philipp Becker VII. in Heaehelheim. Willi. RCLhi in Gr.-Baaeek. Th. Beiebna&n, Stadt-Apotheke in Kirtorf. Heinrich fttelzenbach in Nordeck. Ihre heute vollzogene Kriegstrauung beehren sich anzuzeigen Kärl Wrede, Nahrungsmittelchemiker z. Zt. Stabsapotheker d. R. in Cöln Ilse Wrede, geb. Dudenhöffer Bingerbrück a. Rh. Giessen den 8. Januar 1916. Die l mm (233. König;!. Preußische) Klassen - Lotterie Die Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie beginnt wieder am II. Januar. »° Lose 11 11 11 11 >8 4 2 11 pro M.5.- M. 10.— M. 20. — Klasse sind zn beziehen durch die Königlich Preuß. Lotterie- Einnehmer in Gießen: Bncbacker Flimm Legier Neuen Baue II Walltorstr.63 Süd-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 82. Haupt - Versammlung der freiwilligen SöitUatsfoIonne :: vom Roten Areuz-Gießen :: findet am Samstag, d. 22. Januar 1916, abds. 87 2 Uhr in der Gastwirtschaft Sauer am Dswaldsgarten Üatt. Tagesordnung: Rechnungsablage und Bericht. Verschiedenes. Die aktiven und inaktiven, sowie die unterstützenden Mitglieder werden hiermit ergebenst eingeladen. 2ß5c Der Borstand. Wein Susfrmn-Bmiii. 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