Nr. 5 Der «lefeeuer Anzff-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SieHenerZami'kieirblütter; zweimal wöchentl.Nreis- dlalt für den Kreis Sietzen (Dienstag und Freitags zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Ferujprech - Anschlüsse: sürdie SchriitleitungllZ Verlag,Geschästsstetleöl Adresse Wir Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt * (66. Jahrgang 5reitag, 7. Januar (9(6 Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch diePost Dlk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Bestetlg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge- Rotationsdruck und Verlag der Srühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschüstsft'ell'e und Druckerei.- Sdmlttr 7 > ■■■■-, m Becr, sämtlich IN Gießen. General-Anzeiger sür Obechessen DavIaa Xa«* n..x _v aj • i > . ... Artilleriekämpfe im Westen. Nachlassen des Kampfes an der beffarabischen Grenze. Neue Angriffe gegen Montenegro. (WTB.) Großes Hauptquartier, 6. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschau'platz. An der Front fanden stellenweise teilweise lebhafte Artilleriekämpfe statt; die Stadt Lens wird vom Feinde fortgesetzt beschossen. Nordöstlich von Le Mesnil wurde der Versuch eines feindlichen Handgranatenangriffes leicht vereitelt. Ein gegnerischer Luftgeschwaderangriff auf D o u a i blieb erfolglos. Durch deutsche Kärnpfflieger wurden zwei englische Flugzeuge abgeschossen, eines durch Leutnant Boelke. der damit das siebente feindliche Flugzeug außer Gefecht gesetzt hat. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Eine im Wald« südlich von Jakobstadt vorgehende Erkundungsabteilung muhte sich vor überlegenem feindlichen Angriff wieder zurückziehen. Bei Czartorysk wurde eine vorgeschobene russische Postierung angegriffen und geworfen Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Der deutsche Tagesbericht meldet heute aus dem Westen heftigere Artilleriekämpse, die anscheinend von den Franzosen entfesselt worden sind, denn es heißt dazu noch, diese beschössen fortdauernd Lens. Dieses Städtchenj liegt im Nordostzipfel Frankreichs, etwa 15 Kilometer nördlich der öfter genannten Stadt Arras. Diese Kanonaden werden wohl keine Umwälzung auf dem westlichen Kriegsschauplätze Hervorrufen. Joffre wird wegen seiner „Ueberschwenglichkeiten" heute sogar vom „Vorwärts" zur Ordnung gerufen. An der Grenze Bessarabiens und Ostgaliziens haben, wie wir dem Wiener Heeresbericht entnehmen, die Kämpfe nachgelassen. Der Berner „Bund" stellt noch einmal fest, um welche Abschnitte hier in den letzten Tagen heftige Kämpfe entbrannt waren; er schreibt: iAnr heftigsten wird augenblicklich an der beffarabischen Grenze gekämpft, wo sich die Turchbruchsversuche der Russen in der Richtung auf Czernowitz sehr stark aussprechen. Tie befestigte Front verläuft hier an der R a k i t n a, einem linken Nebenfluß des Pruth; es handelt sich also um den Abschnitt, der in nordsüdlicher Richtung den Raum zwischen Tnjestr und Pruth deckt. Haben die Russen hier ihre Hauptkräfte angesetzt, so leiten sie zweifellos naheliegende Absichten auf einen äußerlich rasch sichtbaren Erfolg, der in der Einnahme von Czernowitz, das 15 Kilometer südwestlich von Toporoutz liegt, wo augenblicklich gekämpft unrd. Bemächtigen sich die Russen der Straßen Toporoutz-Czecnowitz, Rarancze-Czernowitz, so haben sie Aus- st^t, dicht an Czernowitz heranzukommen, doch ist damit nicht gesagt, daß ihnen ein Durchbruch gelungen sei, da hinter dem Ra- kttna-Abschnitt noch eine zweite Tiesenlinie läuft, hinter welcher sich ein Höhenzug von 3—500 Metern erhebt und die Zugänge zum Raume Kotzmann-Czernowitz deckt. Es ist anzunehmen, daß diese mit den Punkten Wastoutzi-Mozkow-Lipnik zu bestimmende Linie befestigt ist. Weiter nördlich haben die Russen einen stärkeren Angriff bei Uszieczko am Dnjestr und zwar 17 Kilometer nordwestlich Zaleszczyki augesetzt, den Brückenkopf aber nicht zu nehmen vermocht. Auch bei B u c za c z an der mittleren Strypa erneuerten sie rhre Versuche, die österreichische Front zu durchbrechen, mit traditioneller .Hartnäckigkeit, doch ist ihnen auch hier ein auswert' Känipfe können ha rer Erfolg noch nicht beschieden gewesen indes noch« ntcht als a bg e sch lo sse n betrachtet werden. An militärischen Fortschritten sind noch zu erwähnen me neuerdrngs günstig fortschreitenden Angriffe der Armee Koeveß gegen die Montenegriner, wovon wir in der letzten Zeit — vielleicht war die Ursache in Witterungsungunst gelegen — nicht mehr viel gehört hatten. Ir England ist die Unterhausbesprechung über das Dienst Pflichtgesetz weftergcführt und dann vertagt worden, ohne daß sich wesentlich Neues ergeben hätte. Um Saloniki cfi "Ubs still; auffällig ist die heute durch das Wolfs-Bureau weiterverbreitete Feststellung der Agence Havas, wonach Frankreich den Griechen einen Vorschuß auf eine Anleihe gewährt habe, über die gegenwärtig verhandelt würde. Es ist schwer glaublich, daß in Griechenlands einem Auge die Träne der Entrüstung blitzt über das Vorgehen des französischen Generals Sarrail, in sei- iiem andern Auge aber die freudige Erwartung einer Geldspende schimmert, die der Neutralitätsverletzer verführerisch ausstreckt. Wir können uns nicht denken, daß die erwähnte Trane eine Krokodilsträne sei. Eher ist anzunehmen, daß die franzöfische amtliche Nachrichtenagentur noch einmal Verhandlungen in den Vordergrund schiebt, die noch unter Veni- zelos gefördert worden waren. Man hält Griechenland Geld DU, )n der Hoffnung, daß es dafür seinen Stolz und seine Selbständigkeit verkaufen wird, oder, im anderen Falle, dem vom feindlichen Vierverband abstrebenden König Konstantin neue Verlegenheiten zu bereiten. Noch immer heißt es. was Griechenlands Haltung betrifft, abw arten! wird Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, ö. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich öerlautbarl: 6. Januar 1916. N u s s i s ch e r Kriegsschauplatz. » Dlc Kompstätigkeit in Ostgalizien und an der dcs)arabischen Grenze hat gestern wesentlich nachgelassen. Der Feind hielt unsere Stellungen zeitweise unter Geschuhfeuer, seine Infanterie trat nirgends in Aktion. Auch an allen anderen Teilen der nordöstlichen Front fielen keine Ereignisse von besonderer Bedeutung vor. Italienischer Kriegsschauplatz. Au der küstenländischenFront nahm das feindliche Geschützfeuer stellenweise neuerdings zu. Nördlich Dolje wiesen unsere Truppen wieder mehrere Angriffe blutig ab und behaupteten so die eroberte Stellung. Im Tiroler Grenzgebiete fanden in den Abschnitten von Buchenstein und Riva lebhaftere Artilleriekcnnpfe statt. S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u P l a tz. Nördlich von Berane und westlich von Rozaj sind die Truppen der Armee des Generals v.Köveß in günstig fortschreitendem Angriff gegen die Montenegriner. Im Gebiete der Bo che di Eattaro trat in den letzten Tagen zeitweise auf beiden Seiten die Artillerie in Tätigkeit. Sonst blieb die Lage unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r , Feldmarschalleutnant. i * . * 4 - Die Kämpfe an der rumänischen Grenze. .Petersburgs. Jan. (WTB.-Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegrapchen-Agentur. In Kiew einge- trofseneu Meldungen zufolge nehmen die Kämpfe an der rumänischen Grenze und der benachbarten Front rasch art Heftigkeit zu. Der Geschützdonner ist aus eine Entfernung von 50 Werst ringsiim zu hören. In den Dörfern dieser Gegend sind alle Fenster Scherben. Die Schlacht tobt besonders heftig auf der Front Tarnopol—Trembowla. Verwundete russische Offiziere berichten, daß sich die Folgen dieser Kämpfe schon fühlbar machen. Dieselben Offiziere weisen auf die ungeheuren Schwierigkeiten hin, welche die Russen auf dieser Front zu überwinden Huben, wo die Stacheldrahtverhune oft in 24 Reihen ansgebant und mtt starkein elektrischen Strom versehen sind, der von eigens zu diesem Zweck eingerichteten Stationen erzeugt wird. Ein unmittelbares Herankommen an die Stacheldrahtverhaue ist unmöglich. Infolgedessen haben die russischen Soldaten folgendes Mittel erfunden: Geschickte Zieler werfen auf diese Hindernisse starke Taue mit Schlingen und -ziehen daran, bis sie die erste Reihe Stacheldraht gebrochen haben, dann die zweite, dritte usw. Czernowitz. Wien, 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs- presseguartier wird gemeldet: Eine aus Petersburg stammende Reuterdepesche weiß zu melden, daß wir Czernowitz geräumt hätten, und daß alle die Stadt beherrschenden Höhen von den Russen besetzt wären. Diese Nachricht ist, wie aus dem Vergleich mit unseren amtlichen Berichten hervorgeht, selbstredend von Anfang bis zu Ende erlogen. In der Hauptstadt der Bukowina geschah nichts, was auch nur im entferntesten einer Räumungsmaßregel ähnlich sehen würde. Die Stimmung in der Bevölkerung i)t bte zuversichtlichste; das Straßenleben durchaus alltäglich Dazu, daß dem anders wäre, liegt keinerlei Grund vor. Tie Russen stehen östlich von Czernowitz, dort, wie sie sich seit Monaten beenden, an der R ei ch s g re n z e. Kein russischer Soldat kam einen Schritt naher. Sv liegen die Tinge mit der von Reuter gemeldeten Besetzung der beherrschenden Höhen. Es sind auch damit die an Cadorna gemahnenden Angaben widerlegt, die der russische Tagesbericht vom 3. Januar über das stete Fortschreiten der russischen Angriffe enthält. Uebrigens sind die Msichten, die die Petersburger Kreise mit der Verbreitung solcher Nachrichten verfolgen, so offenkundig, daß weiter fein Wort darüber verloren zu werden braucht. Der russische Bericht. Berich/ ^rsburg, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher . P Ostfront: Südlich des Prypez in der Gegend von Ku- cheka-Wvla (34 Kilometer nordöstlich von Rafalowka) warfen wir die Deutschen zurück. In der Gegend der mittleren S t r v p a befestigten nur das gewonnene Gelände. Die gegnerischen Versuche, die verloren gegangenen Befestigungeii zurückzu erobern/ sind mit großen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen worden Nordöstlich von Czernowitz dauert der erbitterte Kampf an Unsere Abteilungen besetzten von neuem einen Teil der feindlichen Stellungen. Einen Gegenangriff des Feindes warfen wir durch um )er Feuer zurück, das ihnen große Verluste zusügte. In dieser Gegend nahm eine unserer Abteilungen 18 Offiziere und 1043 Mann gefangen und erbeutete vier Maschinengewehre. , Kaukasus : In der Küstengegend und am Arkhava-Fluß zerstreute unser Feuer türkische Abteilungen: in mehreren Abschnitten zerstörten wir befestigte Häuser der Türken. * 4 - * Eine griechische Anleihe in Frankreich? Paris, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agence Havas meldet aus Athen: Die französische Regierung hat die griechische Regierung benachrichtigt, daß sie ihr zehn Millionen Franks als Vorschuß auf die Anleihe zur Verfügung halte, über die augenblicklich verhandelt wird. Die verhafteten Konsuln. Sofia, 6. Jmr. (WTB. Nickftamtlich) „Utro" meldet: Einer hiesigen neutralen Gesandtschaft ist die Mitteilung zu gegangen, dgß sich die englische Regierung bereit erkläre. ^5-Sefawgenen Konsuln freiznlassen, wenn ermge Vertreter von England und Frankreich, die in den Hauptstädten der Verbündeten sestgehalten werden, frei- gelassen werden. Die englisch-französischen Verhandlunqeu Yreruber sind beinahe beendet. Ein gemeinschaftlicher Be- stylnß von England und Frankreich werde der griechischen Regierung bald mitgeteilt werden. „Die Kanaille Europas". Wre u, 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Obzwar die bereits er» Publikationen einiger Stellen aus den von einem unserer Unterseeboote aufgefangenen Korrespondenzen von Mit- fJ/ n e ™-F. d er e"? l isch e n Gesandtschaft und der britt- genügen dürften, um die Gefühle zu remizerchnen, die tn diesen Kreisen für Griechenland gehegt werden, w soll doch noch ern Pagus nachgetragen werden, der sich in einem ct o ne J englischen Offiziers befindet. Derselbe ImLLr'LLiMumk" ™ Sir F. Angriffes unserer heutigen Feinde nicht Ä 9 *' Wns rchbffurchte, ist die griechische Verräters. Wir duffen bt ^ cg bic Kanaille Europas ist, daß cs ^ etwas selbst erworben hat, sondern daß es mtweder von den beschenkt wurde, z. B. mit den Ionischen ^lu und mit Kreta, oder daß andere ihn: zu Erwerbungen ver- A'p verdanken die Griechen Salonik den Bulgaren ^rr? ein L nnr ' ba ? mid) cine oberflächliche Kenntnis i/Ä $2?? n .^barakters genügt, um erkennen zu lassen, daß F von ihnen überfallen zu werden, sobald die Bulgaren und 'Teuffchen an ihrer Grenze stehen." Aus dem bulgarischen Parlament. aus Nichtamtlich.) „Az Etz" nuldtt der Sobranie, wo die Kffcgskredite mft allen Stimmen dep Sozialisten bewilligt wiirden. erllärte die lozialistifche Partei, dag sie anerkenne, daß die ReZperimg mit Aocht ernen außerordentlichen .Kredit verlange und die sozialistische Gründen der Absümmung ent- r derselben Sitzung wurde auch der Bericht über die Grenz- berichttmrng gegeuuber der Türkei genehmigt. Ministerpräsident Radoslawow hob m warmeii Worten die Bedeutimg der Verembarrmg mit der Türkei hervor, die nicht bloß die Bedeutung E^^^^ZF^uden guten Einvernehniens habe, sondern dau- und ans der rückhaltlosen Loyalität die dre beiden Staaten «dauernd miteinander verbinde, beruhe. Serbisches Wageumaterial. Berlin 6 Jan. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. a. M." meldet aus Sofia: Die bulgarischen Staatsbahnen verwenden letzt bereits,m e hr a l.s 8 00 se r bi sch e W a g e n auf den billg^ rischen Linien jungst kamen in Sofia zehn Wagen aus Serbien an, die mit Archiven der serbischen Behördeti vollbeladen waren. Der türkische Bericht. K'-onyantin.opel, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich^ Amt- lräer Beruht vom 5. Januar abend. Das Ä a u p t g u a r t i ? r teilt mit: An der Dardanellen front am 4. Januar vormittaos ziemlich! lebhaftes Artilleffeduell und Bombenweffeu. Der Feind n *T* te hauptsächlich sein Feuer gegen unser Zentrum und den Mten rftugel, an dem ein feindlicher Kreuzer und ein Panzer- schiss tellnahmen. , Am Nachmittag beschossen ein Panzerschiff und ein Monitor heftig dieselben Stellungen und verursachten dabei nur in einem sehr kleinen Teil unserer Gräbm unbedeutenden) Schaden. Uwere Artillerie erwiderte energisch und beschoß sehr wirksam die Landuiigsstellen bei Sedd-ül-Bahr und Tekke Burnu, sowie eine Trupvenansammlnng. Unser Feuer erreichte einmal einen feindlichen Kreuzer, der daraus h«n sein Feuer ein- stellte. Am 3. Januar beschossen unsere a n a t o l i s ch e u B a t t e - rien heftig die Landungsstelleu bei Sedd-ül-Bahr und ^ekke Buriiu Die Erwiderung des Feindes blieb unwirksani, obwohl er eine erhebliche Menge von Munition verschwendete. Am 4 Januar beschossen diesellxni Batterien feindliche Truppen, die bei Sedd-ül-Bahr, m der Umgegend Sedd-ül-Bahrs und bei Tekke Buruu arbeiteten; sie erzielten gegen sie eine erhebliche Wirkung Eines unserer Wasserflugzeuge unternahm einen gelungenen Er- kund>ungsflug m der Richtung aus Jmbros und über Sedd-ül-Bahe Es schleuderte dabei drei Bomben auf die Landungsstelle nördlich von Sedd-ül-Bahr und auf dort liegende Schiffe. Unsere Beute bei Art Burnu erhöhte sich um 2000 Ktsten Handgranaten, eine Fcldkück)>e mit vollstcnrdigem Material und eine Menge von Kisten mit Artilleffeninnition. Sonst nicksts zu melden. Die englischen Verluste. Rotterdam, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich^ Der „Maasbode" erfährt aus London: Tennant teilte in Beantwortung einer Anfrage im Unterhause mit, daß die Gesamtverluste an der Westfront zwischen dem 25. September und dem 8. November waren: Offiziere 772 tot 1288 verwundet, 317 vermißt; Mannschaften 10 345 tott 36 095 verwundet und 8848 vermißt. Was tut Lord Kitchener? London, 6. Jan. (Priv.-Tel. Jndir., zens. Frfft.) Im! ll n t e r h a u | c wurde mehrfach gefragt, welche Arbeiten K i t ch e - n c r eigentlick) gegenwärtig ausführe. As g u i t h antwortete daß Kitchener stets noch seine Pflichten als Kriegsministe'- erfülle Hodge ftagte: „Kann der Minister sagen, ob die Arbeiten Kit- cheners jetzt weniger militärischer als politischer Art sind " '^ein " aichvottetc Asguith „Ich kann hier einen Unterschied nicht machen." Outhwaite fragte: „Gibt es denn überhaupt noch Arbeiten, die der Munitionsminister nickst bereits aus sich selbst verrichtet" und Pringle fragte: „Verrichtet Kitchmer überhaupt noch irgend Ivelche Arbeiten?" Eine Anüvort hierauf lvurde nicht gegeben. Der italienische Bericht« N o nt. 6. Jan. (WDD. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von 6 Uhr abends. Unsere tapferer: Patrouillen erstiegen die steilen Hänge, welche vom Mstico gegen Luser na ansteigen und beschcidigten die Verschanzungen und Unterstände des Feindes. Im Fellatale zerstörten unsere schweren Geschütze Arbeiten des Feindes bei Malborghet zur Wiederherstellung von Berschan- zungen und Artilleriestellungen. Im Tot meiner ,.B e ck e n wurden wiederholte Versuche des Feindes, gegen unsere Linien vorzugehen, sofort vereitelt. Heftiger Geschützkamps von Plava bis zum Meere. Feindliche Flug-zeu-ge fuhren zahlreich fort, das Lagarinatal, das Suganatal, das Doganotal und den oberen Jsonzo zu besuchen: sie warfen hier und da Bomben. Es wird kein Schaden gemeldet. gez. General C a d o r n a. Vandervelde über Friedendfragen. Amsterdam, 6. Jan. (Zens. Frkft.) Der Vorsitzende des Ausführenden Ausschusses des Internationalen soziali- stischen BUreaus, Staats minist er Emile Bänder v e l d e, ist im Haag angekommen, wo eine Versammlung zur Beratung der internationalen Lage stattfinden soll. Vander- velde ist von einem Redakteur der sozialistischen Zeitirng „.Het Volk" interviewt worden. Er sagte, die Stimmung der französischen Partei sei in ihrer großen Melftheit folgende: Frankreich' und Belgien ljaber: vor allen Dingen die Pflicht, ihr La:rd zu verteidigen. Die deutschen .Heere stehen noch immer in Nohon, in 60 Klm. Wftand von Paris. UMer diesen Verhältnissen sind es die Franzosen und nicht die Belgier, die Pvopa-, gairda fitr einen guten Frieden beginnen müssen. Nehmen Sie einmal an, daß wir die Deutschien über den Rhein zurückgeworfen hätten, dann wäre es unsere Aufgabe, uns der Partei in unserem Lande, die eine Angriffs- oder Annexionspolitik durchführen wollte, zu Widerschen. Bandervelde sagte, er begreife nicht, warum sich Deutschlsen nicht ein halsstarriges Festhalten an. Formeln erwartet." Der Seekrieg. Ein englisches N-Boot gesunken. Haa g, 6. Fun. (WTB. Nichtamtlich.) Wie das Marinedepartement mitteilt, traf das niederländische Kriegsschiff „Noord Brabant" heute in der Höhe von Texel außerhalb der territorialen Gewässer ein britisches Unterseeboot, das Notsignale gab. Die Besatzung von 32 Mann wurde durch den niederländischen Kreuzer gerettet. Das Unterseeboot ist gesunken. Zum Untergang der „Persia". Rotterdam, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Rotter- damsche Eourant" meldet aus New dark: Ein bemerken^oerter Vorfall wurde anläßlich der Versenkung der „Persia" von deutsch-freundlicher Seite viel besprochen: Die von der „Associated Preß" veröffentlichte amtliche Mitteilung aus Washirrgton, in der der Bericht des amerikanischen Konsuls Garrels in Alexandrien zitiert worden ist, hat die von Garrels mitgeteilte Tatsache, daß die „Persia" eine Kanone an Bord führte, verschwiegen. Als dies in Privatberichten der New Porter Blätter gemeldet wurde, ersuchte die Associated Preß das Staatsdepartement um ein Dementi, erfuhr jedoch, daß die Erwähnung der Kanone in dem der Associates Preß zur Verbreitung übergebenen amtlichen Berichte weggelassen worden ist. Die Associated Preß hat diese Information veröffentlicht. Tie deutsch-freundlichen Blätter machen nun dem Staatssekretär L a n s i n g erbitterte Borwürfe, daß er versucht habe, durch Unterdrückung einer Tatsache, die die in der U-Bootkrise entstandene Span- ! mmg hätte vermindern können, die Voreingenommenheit gegen che Zentralmächte zu verstärken. Die Blätter erinnern daran, daß Professor v. Mach vor einiger Zeit das Staatsdepartement beschuldigt habe, Berichte des amerikanischen Botschafters in London zurückgehalten zu haben, in denen erklärt worden ist, daß keine amtlichen Beweise für die Berichte von Bryce über angebliche deutsche Greueltaten in Belgien gesuiwen worden seien. Aus dem Reiche. * Bundesratsbeschlüsse. Berlin, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: Der Entwurf einer Bekanntmachung betr. Saatkartoffeln, der Entwurf einer Bekanntmachung wegen Ergäirzung der Verordnung über die Preise usw. für Kraftfuttermittel vom 19. August 1915, der Entwurf einer Bekanntmachung über das Verbot der Verwendung von tierischen und pflanzlichen O e l e n und Fettes zu technischen Zwecken, der Entwurf einer Bekanntmachung über vorübergehende Zollerleichterungen, der Entwurf einer Bekanntmachung über die Geltendmachung von Ansprüchen von 'Personen, die im Ausland ihren Wohnsitz haben und der Entwurf einer Bekanntmachung betr. der Fristen von Wechselforderungen und des Scheckrechts für Elsaß-Lothringen. Vom katholischen Frauenbund Deutschlands. Berlin, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Tie sechste Hauptversammlung des katholischen FrauenbundesTeutsch^- lands ist in dem Plenarsitzungssaale des Reichs tags gebäudes in Anwesenheit der Kronprinzessin eröffnet worden. Tie erste Vorsitzende, Frl. Dransfeld (Werl), eröffnete die Kriegstagung des Bundes. Nach einer Einsprache der ersten Vorsitzenden des Zweigvereins Berlin, Fran Geheimrat Heßberger, nahm der Gesandte Gras Lerchenfeld das Wort. Er überbrachte von der Königin von Bayern die wärmsten Wünsche für eine erfolgreiche Arbeit. Ter F ü r st b i s ch o f von Breslau hieß den Frauenbund willkommen. Staatssekretär Laß überbrachte den Tank des Reichskanzlers und des Staatssekretärs Delbrück für die Einladung und ihre besten Wünsche für den Verlauf der Tagung. Es sprachen noch Vertreter des Kultusministeriums, des Lcrnd- wirtschastsrTrinisteriums und des Kardinals Hartmann (Köln). Hieraus nahm Frau Dransfeld das Wort zu dem Vortrage: Die Frau als Mitge st alterin am neuen Deutschland. Es wurden Huldigungsdepeschen an den Kaiser, die Kaiserin, den Kronprinzen und den Papst abgesandt. Die Entwicklung der Neichshauptstadt. Berlin, 7. Jan. In der gestrigen ersten Sitzung der Berliner Stadtverordnetenversammlung im neuen Jahre führte Oberbürgermeister Mermuth ans: Die Einigkeit, diese heiße Sonne der Gegenwart, hat im letzten Jahre Früchte von außergewöhnlicher Schwere reifen lassen. Wer das ist nicht diesem Jahre allein zu danken. Generationen kluger Männer haben die Berliner '<^e1bstVerwaltung tief und fest begründet. Jetzt zeigt sich, daß das Gebäude auch den stärksten Anprall erträgt. Die Werke des Friedens sind durch den Krieg nicht zu unterbinden vermocht worden. Fast lautlos vollzog sich am 1. Oktober 1915 die größte Umwandlung, die die Chronik der Stadt zu verzeichnen hat, der Uebergang der Elekt r i z it ät s w e r ke in die Verwaltung Berlins, ein Wandel, der der Bürgerschaft Nutzen verspricht. Unsere Bauten steigen ohne große Hindernisse weiter in die Höhe und in die Tiefe. Der neue Hafen hat den schwersten Bauabschnitt überraschend schnell überwunden, der Linden-Tunnel nähert sich seinem Eiche, die Nord-Süd-Bahn schreitet munter vorwärts. An großen Schulbauten sind während der Zeit des Krieges 12 entstanden. Die Krankenpflege hat eine höchst umfassende Friedenstätigkeit entfaltet. Die Kriegspslicht hat ganz Groß-Berlin mit dem Geist völliger Einmütigkeit durchdrungen. Ohne jeden Zwang haben sich bei jeder Kriegsfrage die Gemeinden des weiteren städtischen Wirtschaftsbereiches zusammengefunden und Aufgaben gelöst, deren jede einzelne für sich allein gewiß nicht hätte Herr werden können. In der Freiheit liegt nicht nur die sicherste Gewähr für die Leistungsfreudigkeit, sondern auch die Einordnung in das Gesamtwohl. — Der Stattv er ordneten - Vorsteher Michelet erteilte dann eine sehr entschiedene Absage an den Zweckverband Groß-Berlin. Das unglückselige Gesetz habe nicht erfüllt, was die Gesetzgeber erwarteten. Es sei eine Mißgeburt, für Berlin ein Leiden geworden. Der „Vorwärts" über den Armeebefehl Joffres. Auch der „Vorwärts" beschäftigt sich mit dem Armeebefehl Joffres und meint, es wäre klüger gewesen, sich nicht in U eb e r sch w e n g l i ch k e i ten zu ergehen, deren Hohlheit den französischen Truppen selbst peinlich znm Bewußtsein kommen müsse. Wenn der Krieg von der Entente solange geführt werden solle, bis die Armeen der Zentralmächte zusammengeschmolzen seien, so könne Joffre getrost mit einer Kriegsdauer von einigen Jahrzehnten rechnen nnd Frankreich in einer: Amazonenstaat verwandeln, denn von Frankreichs männlicher Bevölkerung werde außer den Krüppeln dann nicht mehr viel übrig geblieben sein. Es möge sein, daß Frankreichs oberster Feldherr zurzeit nur an Krieg und Sieg denke, aber die harten Tatsachen würden auch Frankreich bald genug zwingen, an den Frieden zu denken. Aus Sicrdt und Land. Gießen, 7. Januar 1916. lleferungerr, deren Anzahl es ermöglichte, den Kreis der Heimarbeiterinnen ständig zu vergrößern, so daß in den Sommermonaten über 200 Frauen Näh- und Strickarbeit erhalten konnten. Als Arbeiterinnen wurden in erster Linie die Kriegswitwen angenommen: die Frauen von Kriegern; danri Mutter, deren Sühne im Felde stehen, falls der Ehemann die Famllie nicht allein ernähren kann, und ferner Witwen von Nichtkriegsangehörigen. Gezahlt wird an Lohn: Hemd 50 Pfg., Hose 50—80 Pfg., Halsbinde 20 Pfg., Bettuch 7 Pfg., Kopfkissen 15 Pfg., DecÜiezug 30 Pfg., Strohsack 30 Pfg., Handtuch 4 Pfg., Kofffpolstersack 7 Pfg., Strümpfe (Socken) 70 Pfg. Leider können seit der Fertigstellung der Lieferungen von Bettwäsche nur noch geübte Näherinnen beschäftigt werden und infolgedessen mußte bedauerlicherweise die Zahl der Arbeitsuchenden sehr eingeschränkt werden. Es zeigt sich auch hier wieder, wie notwendig in der Stadt und auf dem Land eine wirklich gute Ausbildung der Mädchen in den Handarbeitsschulen gefordert werden muß, damit sie in Notfällen, wie in der jetzigen Kriegszeit, einen Verdienst als Näherinnen erhalten können. Mit Ausnahme der Halsbinden und 495 Hosen find sämtliche» Wäschestücke von freiwilligen Helferinnen, deren Zahl zwischen 20 bis 30 schwankt, in der Arbeitsstube zugeschnitten worden. Im ganzen wurden genäht: Kinder-Hemdchen 170, Männer- Hemden 1004, Hosen 632, Frauen-Hemden 6, Schürzen 112, Halsbinden 1995, Handtücher 10 786, Deckbezüge 11200, Kopfkissenbezüge 11728, Strohsäcke 10 309, Polstersäcke 10 000, Bettücher10143, zusammen 68 085 — achtundsech- Zigtausendnndfünfundachtzig Stück! Es wurden gestrickt von August 1914 bis November 1915: 2751 Paar Strümpfe ä 70 Pfg. Lohn, 14 Paar Stauchen a 35 Pfg. Lohn, 64 Paar Handschuhe ä 50 Pfg. Lohn, 66 Paar Kniewärmer ä 40 Pfg. Lohn. M. Naumann.. * Hessische Kriegsverluste im Jahre 1870/71. lieber die Ges am t V erluste des deutschen Heeres rm Kriege 1870/71 gehen die Angaben ausfallend stark auseinander. Nach den Feststellungen, die den größten Anspruch auf Glaubwürdigkeit erheben, betragen sie an Toten 38278 Mann; davon sind 17 255 im Kampfe gefallen, 21023 in Ambillanzen und Lazaretten gestorben. Sehr genaue Angaben haben wir dagegen über die Verluste der hessischen Division. Folgende Zusammenstellung ist dem 1871 bei Jonghaus erschienenen Büche von F. Dieffenbach, „Der Krieg mit Frankreich", entnommen. Rriegsarbeit in Gießen. HL Die Ortsgruppe Gießen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Getreu der Weisung feiner Vorsitzenden, Fräulein Helene Lgnge in Berlin, da keine selbständigen Kriegsarbeiten -einzurichten, wo bereits Kriegsorganisationen in der betreffenden Stadt vorhanden seien, hatten sich sämtliche Vorstandsmitglieder der Ortsgruppe Gießen oes A l l g. Deutschen Frauenvereins und die größere Zahl der Vereinsmitglieder dem hiesigen „Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz" sofort bei Kriegsausbruch zur Verfügung gestellt. Das war um so leichter und selbstverständlicher, als die Vorsitzende des Roten Kreuzes Mitglied des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins ist, auch verschiedene Vereinsmitglieder dem Vorstand des Roten Kreuzes schon angehörten. Andere sind bald nach Beginn des Krieges in den Vorstand gewählt worden. Auch sind sofort mit Beginn des Krieges Mitglieder der Ortsgruppe der städtischen Kriegsfürsorge zugeteilt gewesen, andere als Leiterinnen des Kriegskinder- gartens imd der städtischen Arbeitsstube für Heimarbeiterinnen berufen worden. Verschiedene Mitglieder gehören dem Vorstand des „Allg. Vereins für Armen- und Krankenpflege" an, der bald nach Ausbruch des Krieges die „Volksküche" eingerichtet hat. Auch im Vorstand des Soldatenheims sind Mitglieder tätig. Die Stadt hatte die Woll- 'ammlung veranlaßt, und in verschiedenen Nähstuben haben Mitglieder der Ortsgruppe gemeinschaftlich mit Mitgliedern anderer Frauenvereine Wolldecken genäht. Bei der Sammlung für „Küchenab fälle" Hut die Stadt Mitglieder des Vereins in den Ausschuß ausgenommen. Dem Ausschuß der Arbeit für „Kriegsgefangene" gehört ein Mitglied der Ortsgruppe an, ebenso dem Ausschuß für „Kriegsgefangene". Der „Nationale Frauen dienst", unter welchem Sammelnamen sich in anderen Städten sämtliche Frauenvereine zum Kriegsdienst zusammengeschlossen haben, ist (aus eingangs erwähnten Gründen) hier nicht ins Leben gerufen worden. Um aber wenigstens das Wort der Bevölkerung nahe zu bringen, erscheint Unter dieser Ueberschrift in den Lokalblattes die Anzeige, daß Mitglieder des Vereins bereit sind, Briese an Heeresangehörige zu schreiben, Pakete an sie zu packen, Auskunft über Kriegsfürsorgo und Kriegsversorgung usw'. zu geben. Ferner sind sämtliche Flugblätter des Nationalen Frauendienstes zu Tausenden verteilt worden: Krieg nnd Küche; was verlangt das Vaterland von der deutschen Hausfrau; an die jungen Mädchen: an die deutschen Köchinnen; an die Schulkinder, Usf. Bei Vorträgen über Obstverwertung, Kriegsfischkost u. dergl. Themen ist eifrig Propaganda getrieben worden; Kriegs- Kochbücher wurden in reicher Zahl den Hausfrauen zu- gesührt. Auch bei der 3. Kriegsanleihe hat die Ortsgruppe Propagandadienste geleistet. Seit August d. I. ist ein Mitglied in den städtischen Lebensmittelausschuß berufen worden und jetzt auch der Preisprüstlngsstelle zugeteilt. Im Dezember vorigen Jahres war von der Presse die ausführliche Besprechung eines Mitgliedes über „Die ver- nrögensrechtliche Lage der Frau im Kriege" gebracht worden, ein Thema, das jetzt im zweiten Kriegsjahr in noch weit größerem Maße zu trauriger Geltung gelangt ist und immer erneuter Aufmerksamkeit und Aufklärung bedürfte. Die Rechts schütz stelle für Frauen 'und Mädchen, von Mitgliedern der Ortsgruppe geleitet, wird naturgemäß viel in der Kriegsz-eit in Anspruch genommen; ebenso die Berufsberatungsstelle. Leider scheint sich eine Erweiterung der letzteren durch Angliederung einer Stellenvermittlung, während der Kriegszeit nicht ermöglichen zu lassen. Am 27. Oktober d. I. leitete ein Vortrag des Herrn Professor G. Roloff über „Die orientalische Frage und Deutschland" die Wintervorträge des Vereins ein. Es sei noch erwähnt, daß auf Veranlassung der Ortsgruppe hier ein „Hausfrauenverein" gegründet wurde. Die Jugendgruppe des Vereins ist fast vollzählig bei den verschiedenen Kriegs arbeiten tätig: als Pflegerinnen und Helferinnen in den Lazaretten, im Säuglingsheim, im Kriegskindergarten, in der Gemeindepflege, in den Nähstuben usf. Zum Schluß noch ein Wort über die Näh- und Strickst ube für Heimarbeiterinnen. Zunächst wurden für das Rote Kreuz gearbeitet und Aufträge von Privatpersoneir ausg-eführt. Später kamen große Heeres- Tot Verwundet Zus ammen Truppenteil Offiziere Mannschaften Offiziere Mann» schäften Offiziere Mannschaften 1. Imanter:e-Regunent 8 143 15 304 23 447 „ (Greben) 7 116 12 305 19 421 3. Infanterie-Regiment 5 92 14 254 19 346 4. Infanterie-Regiment 2 91 3 101 5 1.92 1. Reiter-Regiment 2 21 1 26 3 47 2. „ » ir 2 17 1 18 3 35 1. Zager-Bataillon 7 78 4 226 11 304 0 X* , » _ n 5 65 4 120 9 185 Feld-Artillerie 4 44 8 106 12 150 Pionier-Kompagnie — 1 2 4 2 5 Sanitäts-Detachement — 9 — 1 10 Ausfallen müssen die geringen Verluste der Pioniere^ die offenbar noch nicht als Kampstruppe verwendet wurden. Das Gießener Regiment hat von 2000 Mann mit 48 Offizieren an Toten 116 bezw. 7 eingebüßt, von Mannschaften- also Vi 7 , von Offizieren V 7 seines Bestandes. Die Namen der gefallenen Offiziere sind: Major Gräff, Haupttnann Weber, Oberleutnant Kißner, Leutn. Müller, Steinberger, Leutn. d. R. Gustav Kullmann, Georg Gail. Ueber die Verluste im gegenwärtigen Krieg läßt sich natürlich noch kein sicheres Urteil fällen. Die Listen des „Gießener Anzeigers" vom 5., 6., 7. und 12. Oktober 1914, die bis Mitte September reichen, weisen an Toten 241 Mann nnd 15 Offiziere auf. Aller Wahrscheiulichkeit nach hat das eine Gefecht von Anloy (22. August) Unserm Regiment mehr Opfer gekostet als der ganze 70er Krieg. * Wozu braucht unser Vaterland das Gold? Die Waffen haben für uns entschieden. Wer noch wollen die 'Feinde das nicht zugeben. . An uns Nichtkämpfern liegt es, die wirtschaftliche Kraft daheim in ihrer ungebrochenen Stärke also weiter zu erhalten. Dazu gehört auch die Geldwirtschaft, mit der sich unsere Reichsleitung die Bewunderung der Welt verdient hat. Es genügt aber nicht, daß wir unseren Banknoten, wie vom Frieden her gewohnt, über bas Erfordernis iveit hinaus durch Goldvorrat die feste Stühe erhalten. Die Reichsleitung braucht auch Gold, damit Lebensmittel und andere notwendige Dinge, die sonst überhaupt nicht oder doch nur übermäßig verteuert vom Ausland zu erlangen sind, zu unser aller Nutzen eingeführt werden können. Wer also Gold abliefert, hilft den wirtschaftlichen Kampf erleichtern, die Lebensmittel vermehren und verbilligen, der hilft mit, dem Feinde die Augen zu öffnen über die unversiegbare wirtschaftliche Kraft in deutschen Landen. Wir brauchen weiter Gold, um bei unseren Bundesgenossen die Wirtschaftsführung erleichtern zu können. Sie helfen uns den Krieg führen und abkürzen. Wer sein Gold der Reichsleitung zuführt, der hilft also dazu, unsere eigenen Opfer an teueren Menschenleben zu mindern. Wer so glücklich ist und das kann, der Halle nicht länger zurück; der erspare sich den Vorwurf, dem Feinde genützt zu haben, indem er seinem Vaterland eine starke Waffe vorenthielt. Daheim ist das Gold ein rrutz- und freudloser Besitz'. Späterhin wird man Gold nicht ausgeben könnet, ohne auf Blicke des Unwillens zu stoßen darüber, daß man das Gold sinnlos zurückhielt. Mle Volksgenossen sind gebeten, in ihrem Kreise für diese Aufklärung zu sorgen und die zurückgehaltenen Goldschätze dahin zu leiten, wohin sie gehören: zur Post oder zu anderen Kassen und damit zurReichsbank! ** Beförderung. Die Vizefeldtvebel Knepting, Koch und der Offizier-Stellvertreter Niederhausen vom L.-J.-R. 116 wurden dom 1. Januar 1916 zu Offiziers-Aspirmrtm ernannt. ** Amtliche Personaln ach richten. Der Großherzog hat dem Großh. Sattlermeister Robett Müller zum' 1. Januar 1916 das .Hofdienstehrenzeichen ftrr 25 Dienstjahre verliehen. — Der G r o ß h e r z o g hat am 18. Dezember 1915 den Oberlelwer an dem Neuen Gynnrasium zu Mainz, Prof. Johannes Bogt, auf sein Nachsuchen unter Anerkenmmg seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Januar 1916 amin den Ruhestand versetzt. — Der Großherzog hat am 18. Dezember 1915 dem Oberlehrer den Mangel an fürsorgender Organisation, an Kvankenobhut, Truppenverpflegnng und Versorgung der Hinterbliebenen, sowie die teilweise schlechte Behandlung der Soldaten und das ungerechte EmpfehlungsWesen rügten, beschloß man int Rate der französischen Regierenden, durch eine einheitliche 1ceu)ahrsgabe an alle Soldaten der sranzösischien Armee ihre Bortrefflichkeit und Großzügigkeit vor aller Welt an den Tag zu legen. Und so wurde denn den stanzösischen Soldaten mit aller offiziellen Feierlichkeit und unter Älntündigung in den Zeitungen, ein Neu- fahrsg eschen k von Regierung und Volk gesandt, das aus Folgendem besUnü: 100 Gramm Schminken, 75 Gramm Marmelade, eine Apfelsine und eine Zigarre, deren Preis mit 8 Pfg. angegeben ist. Wenn, wie anzu nehmen ist, die Preislage des Schinkens und der Llpfelsine im richtigen Verhältnis zu dem Preis der Zigarre stand, fo kann man wohl begreifen, daß die stanzösischen Soldaten den Wunsch haben, dieses zweite Kriegsneujahr möge auch das letzte sein. . . * Kri egsgemäß. Ein ganz kleiner Herr — so erzählt bcr Pariser „Excelsior" — erhält int Theater einen Platz hinter einer Dame von gewaltigem Körpermaß,. die ihm' alle Aussicht versperrt. „Wünschen Sie ein Opernglas?" fragt der Theaterdiener. „Nein," erwidert der kleine Herr, „aber haben Sie vielleicht ein Periskop?" o Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 8. Jan. 1916: Unbeständig, Regenfälle, Temperatur wenig geändert. wöchentl. Aeberficht der Todesfälle i. d. Stadt Sichen. 53. Woche. Vom 26. bis 31. Dezember 1915. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 910 (inkl. 1600 Manu Militär). Sterblichkeitsziffer: 20,00 °/»,. Nach Abzug von 6 Ortsfremden: 11,06 %o- ES starbm an " ■ ßr * Rini>et Angeborener Lebensschwäche Altersschwäche Folgen der Geburt Lungenentzündung Krankheiten der Atmnngs- organe Krankheiten des Herzens Gehirnfchlag anderen Krankheiten des Nervensystems Summa Zuf. Erwachsene * KD — 4(1) 4(1) 1(1) Kl) 2 2 1 1 2(1) 2(1) Kl) Kl) 1 (1) 1(1) 13 (6) 12 (5) tm i.Lebms- jahr 1 ( 1 ) vom 2. bE 15. Iah» 1 ( 1 ) - A n m.: Die in Klammerir gesetzten Ziffern geben an, loie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Briefkasten Ser Redaktion. lAnouhme Anfragen bleiben unberücksichtigte M. N6. Die Invalidenrente wird neben der Militärrente gewährt. G. 222. Die angezogene Verfügung datiert vom Dezember 1915. Es.ist dabei Bezug genommen aus eine Entscheidung des Reichs- g^nchts, wonach ein Rentenempfänger sich operative Behandlung gefallra lassen muß, sofern dieselbe gefahrlos ist und insbesondere ohne Narkose stattfinden kann. Allerdings muß durch die Operation eine beträchtliche Steigerung der Erwerbsfähiqkeit mit Sicherheit zu erwarten sein. Eine unberechtigte Weigerung kann bei Militär personen außer den finanziellen Nachteilen Bestrafung wegen Ungehorsam zur Folge haben. Märkte. fc. Frankfurt a. M. Viehh ofm arktbericht vom 6. Jan. Auftrieb: Rinder 1050 (darunter Ochsen 35, Bullen 3, Kühe und Färsen 1012), Kälber 724, Schafe 237, Schweine 328. Marktverlanf: Flottes Geschäft, ausverkaust. Preise für 100 Psh. Lebend- Schlacht- Kälber. Feinste Mastkälber. Mittlere Dia st-- und beste Saugkälber Geringere Mast- und gute Saugkälber . Geringe Saugkälber. Schaf e. Weidemastschase. Mastläminer und jüngere Masthammel. Geringere Masthammel und Schafe . . Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht. Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht. Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Kg Lebendgewicht . . * . . Mk. 90-91 86—90 82-86 76-80 gewicht. 69- 59 -72 00 Mk. 150-156 143—150 140-145 129—135 150—156 140-00 108.00- 00.00 138.— 93.00— 00.00 119.- 118.00-118.60 14S.— 129.00 — 129.50 161.— Meteorologische Beobachtungen der Station Siehen. Jan. 1916 — Q ~ J-* g SO 6. 2 25 6. 9* B 7. 7 25 i-> — «u Ol t CJ CJ o 23 i-t M * 3 ’s 2- ^ Sä — o: Q 'S — rr. Z 1 JO = i.f =C JO i f COrfj Wetter W äo A-Htl 6,4 6.4 89 _ 10 Regen 7,7 10,8 7,8 9 o 99 95 \ — — 10 10 Bed. Himmel Regen Niedrigste ^ , Niederschlag: 1,8 mm. 1916 = -f ö',°9 C. Letzte Nachrichten. Serbien als Hoffnung der Entente. Budapest, 7. Jan. „Az Eft" bestchtet aus Bukarest: DtS Entrate hofft ein serbisä-es Heer von 160000 bis 1 70000 K ö p s e n ( T) zusammenbringen zu können, das der französische General stab organisieren wird. Die Entente sei darauf vorbereitet, daß die Zentralmächte sie auf Saloniki zurückdrängen werden. Sie fe&t ; ihr Vertrauen auf die Reorganisation der serbischen Armee, die- den Zentralmächten wirksam entgegen treten wird. Gens, 7. Jan. In den letzten Tagen wurden in der Pariser? Presse Betrachtungen über die verzweifelte Lage der nach Albanien geflüchteten Serben angestellt, die infolge der mangelhaften ^rproviantierilng Hungers sterben. Daran erkenne man die .Msichtz Albanien aufzugebcn und den Rest der serbffchen Truppen nach Saloniki zu schassen. In diesem Sinne äußert sich dev ,,-vemps". Er schreibt: Von Saloniki aus sind wir nicht imstande,- die Serben zu retten und zu verpflegen. Das beste Mittel, das serbische Heer wiederherzustellen, wäre, dieses nach Saloniki zu! transportieren. Die Verteilungen der verbündeten Truppen aufs die Adriaküste, Montenegro und Saloniki gestaltet es unseren i Feinden, den^ Beginn der Operationen sogar mit an Zahl ge- j ringeren Kräften überall an den von ihnen gewählten Stellen' herbeizuführen. Der gefährdete Suezkanal. Kopenhagen, 7. Jan. Die letzten Torpedierungen vnt( Mittelmeer haben jetzt sämtliche holländischen mib japanischen Schiffahrtsgesellschaften veranlaßt, den^ suezkanal aufzugeben und ihe Schiffe zukünrftig aus-- nahmslos um das Kap zu leiten. Ter „Temps" bemerkt hierzu - mit wohl zu verstehendem Aerger, die Zentralmächte hätten die Schiffahrt um 50 Jahre zurückgeworfen. Der türkische Marsch auf Aden. Zürich, 7. Jan. Die Schweizer Tclegraphen-JnformatioN berichtet: Die türkischen Blätter veröffentlichen mit starker Verspätung eintreffende Berichte aus dem Y e men, denen zufolge türkische Truppen rmter dem Befehl von Oberst Said Bey 'rach! erfolgreichen Kämpfen sich Aden nähern. Es sei den türkffcherr^ Truppen mit Hilfe der Araber gelungen, in nvehreren Kämpfen diel englischen Truppen trotz der Unterstützung durch die.Kriegs-'' schiffe zurückzuwerfeu. Unter dem Eindruck des Vormarsches^ der Türken hätten die Einheimisckfen, die sich bisher auf englischer, Seite hielten, sich den türkischen Truppen angeschlossen. Aus-1 schlag dabei hche die Haltung des Jnram hrc Zeids Jachi Hamid l ed Dm gegeben, den der Sultan zum Wesir ernannt uird dem er! hohe Auszeichnangen verlieh. Die weiteren Kämpfe und das Er--' scheinen der siegreichm türkischen Truppen vor den 'Toren vow.i Aden ivürden für Arabien ein geschichtliches Ereignis von fofarrri Wichtigkeit bedeuten. (Bert. Lokalanz.) Italiens Beitritt zum Londoner Vertrage. Zürich, 7. Jan. Tie „Neuen Zürcher Nachrichten" berichtew über die Bedingungen des Beitritts Italiens zum Londoner Vertrage, Italien loerde zwei Mi lliarden für seine Ent-> s ch e i d u n g erhalten. Der Mißerfolg der russischen Anleihe. Kopenhagen, 7. Jan. Wie mipopulär die letzte russische Kriegsanleihe war, beiveist die Taftache, daß alle Moskauer Sparkassen und die größte Privatbank Rußlands, die Moskauer Kaufmannsbank zusammen nur 18 Millionen Rubel gezeichnet haben. Zur neuen italienischen Anleihe. Mailand, 7. Jan. In Italien geht man jetzt, um den Erfolg der A n l e i h e z e i ch n u n g e n zu erhöben, zu devi damals von der ftalienischen Presse verspotteten deutschen Vorbilde über. Es wird als pattiotische Pflicht bezeichnet, daß Angestellten und Arbeitern gegen kleine Ratenzahlungen die Zeichnung eines Titels von 100 Lire ermöglicht wird. Ein Ibsen-Vortrag in Bukarest. Bukarest, 7. Jan. Letzten Sonntag verhinderien 7 Sttl- denten die Abhaltung eines Vortrages Virgil Arions über Ibsen in der Aula der Universität von Jassy. Ter Senat unter dem Vorsitz Steret hat gestern die Bestrafung sämtlicher Studenten gefordert, sowie die Abhalttmg des Vortrages Arion beschlossen. Bekanntmachung. B et r.: Somttagsruhe in den Apotheken. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß von Sonntag, den 9. d. Mrs., nachmittags 3 Uhr, bis Montag, den 10. d. Mts früh, üur die P e l i k a n a p o t h e k e geöffnet ist. Gießen, den 5. Januar 1916. Großherzogliches Polizeiamt' Gießen. H e m m e r d e. Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit neuestem W armluftstrom-Trockenapparat Frau Bemh. Dosch Neuen Bäae 12, Ecke Weidengasse Damen-Frisiersalon separat Ankauf von Wirrhaar. » n ß Gelinget, Schweine Y Hunde billig. Liste fr. * Brai, Fnttermflhle. Aaerbach 12, Hessen. [4155kv irisch geschlachtet, vJUIlfv sowie Eier abzugeben. Seil mall, 07013 ] Marburger Straße 60 . ,>rldmühtn in großer Auswahl stir Mannschaften in vorschriftsmäßiger Form von 3 Mk. an, für Offiziere in jeder Form von 4—5 Mk. an. Anfertigung von Feldmützen jeder Waffengattung auch bei Zugabe des Materials. Mützeotatirik Jul, Leiirmood Dabnhofstraße 61. 147 Zur Saison Amerika»., irische Dauerbrand-, Regulier-, Noch- Oefeu rc. nur bewährte fab- rtkale empfiehlt zu billigsten Preisen. Edqar Borrmann Eifcnbandluna. 139 Zur Saison empfehle mein Lager in 21a Schlittschuhen und Rodelschlitten in bester Ausführung ===== bekannt billigen Preisen Edgar 1 Borrmann NenNtntIt 1 ! — Eisen h an dlnmr — Tel. 165 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Mahnung des 4. Zieles Gemeindesteuern und Kanalgebühren für das Slechnnngsjahr 1915. Das im Monat November 1915 fällig gewesene 4. Ziel Gemeindesteuern und Kanalgebühren kann noch bis zum 15. Januar d. I. einschließlich ohne kosten bezahlt werden. Diejenigen, die mit der Zahlung dieses Zieles noch l km Rückstände und, werden biermit gemahnt, die Abgabe ms zum 15. Januar an die Stadtkaffe zu entrichten. Vom 17- Januar an gelangt das 4. Ziel zur Beitreibung, wodurch Vfandungskosten enfftehen. Ueberweisungen im Bank- und Postscheckverkehr niüpen am 15. Januar ebenfalls bei der Stadtknffe gutgeschrieben sein, andernfalls die vor- gcschriebenen Pfändung^kosten erhobe n werden. P198B Die brer ansastlgen Ehepaare, welche im laufenden Jahr das Fest der Goldenen Hochzeit begehen und Anspruch auf Zuwendung der Gabe aus der im Jahre 1879' anläßlich der Goldenen Hochzeit des Deutschen Kaiser- vaares errrchteten Stiftung erheben wollen, werden liier- durch nufgefordert, sich alsbald bei der Bürgermclsterei' zu melden. f2ü6B ; En allen Abfeilasgen kommen bedeutende Wa^enmengesi znm Verkauf nnd bin ich durch frühzeitige grosse Einkäufe in der Lage 203a mFäsclae, ‘Weites war esa, Baum* wollwaren und l*eisieaawa,reis zu sehr billigen Preisen anzubieten.- Es empfiehlt sich, den Bedarf zu den jetzigen billigen Preisen auch fair später zu decken, da mit enormen Preissteigerungen zu rechnen ist und in den meisten Artikeln grosse Warenknappheit einireten wird ’J I>ie Ciili’inersi'rao, ZuizlechteiuiJeMrimil von Stühlen empfiehlt sich Emil Hertrich, Schreiner u. Parker, Sandgasse 19. 107006 die Donnerstag Vr3 Uhr an einer Kreuzung der Elektr. das Geld r Gas sowie elektrische Birnen d. A.-E.-G. emps. zu billigsten Preisen 1138 EdgarBorrmann,Eisenhdl. I Mo bl. Zimmer 3<'Ummcr Wobnnrrg von Beamten (2 Leuten» sof. od. spät, zu wiet. ges. Kaiser-Attee 00 . Licher Straffe bevorzugt. Schristl. Angebote unt. 06979 an d. Gieffener Anzeiger erb. welches gut kochen kann, im Haushalt durchaus erfahren, sucht Stell, als Haushälterin. Schristl. Angebote unter 214 an d. Gieffener Anzeiger erb. Pension Brandl ZIVS2 (Bellerne) Gut rnöbl. Z. f. jede Zeitd. Elektr., Bad, Tel. mn sofort gesucht. [199B Medizinische Klinik.