Jahrgang 
27 (1831)
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augenblicliche Verlangen; Gluͤck und Geſchwindigkeit ihrer Fahrt haͤngt aber mehr von Wind und Wellen ab, als dieß bei den Dampfſchiffen der Fall iſt. Da⸗ her faͤhrt man auch mit ihnen faſt nur halb ſo theuer, als mit dieſen letztern. Die Miethe fuͤr einen gan⸗ zen Eber betraͤgt etwa 14 Thaler Kupfer oder Papier; die Ueberfahrt fuͤr 2 Pferde und Wagen koſtet etwa 4 Thaler Kupfer, eine Standesperſon zahlt 5 Mark 6 Schilling(15 ½ Ggr. Preuß.), und ein Handwer⸗ ker ꝛc. Mark.

Ich fuhr auf einem Eber mit einem ſchwedi⸗ ſchen Pferdehaͤndler uͤber, der gegen 30 Stuͤck Pferde aus Juͤtland uͤber Fuͤnen nach Seeland und von da nach Schweden fuͤhrte. Dieſe Thiere wurden, wie ge⸗ woͤhnlich, in den untern Raum des Fahrzeuges ge⸗ bracht, indem man ſie vom Verdecke auf einer Treppe von ſchraͤg gelegten Brettern herabſteigen ließ, und die Scheuen und Widerſpenſtigen mit Gewalt herab zog und ſtieß. Da die Thiere bei Anwendung von Zwangsmitteln leicht ausgleiten, fallen und ſich ſto⸗ ßen, ſo kommen hin und wieder ſtarke Beſchaͤdigungen und dergleichen Unfaͤlle vor. Zuweilen ſieht man ſich auch genoͤthigt, ſehr wilde und ſcheue Thiere mittelſt

eines Hebezeugs in den untern, dunkeln Raum hinab zu laſſen. Alles dieß geſchieht auch mit den uͤberzu⸗ fuͤhrenden Ochſen, denn auf dem SchiffsVerdeck dul⸗

det man das Vieh nicht. Bedeutende Transporte von Pferden und Ochſen ge⸗

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