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Sdätzeſt Wurzel ausſchließlich zur Aufnahme der Pflan⸗
irenden Gri⸗ zennahrung beſtimmt doch manchem gerechten, auf der Qute Beobachtung und Erfahrung begründeten Zweifel ir in gut unterworfen ſei, und daß die Blätter, wenn nicht mehr, t düe ſen doch gewiß eben ſo thätig bei der Aufnahme von Pflanzennah⸗ rein detſ rung ſind, als die Wurzel. In neuern Zeiten iſt man auf ribenriin das ſchon vor vielen Jahren dargethane Abſonderungs⸗Vermö⸗ ſttationäes gen der Pflanzen aufmerkſam geworden und hat gefunden, daß 3 dieir die meiſten Pflanzen durch die Wurzeln Stoffe abſondern, die n Nüdnan für ihre Ernährung unbrauchbar ſind*). Nicht ſelten ſind ſolche hingegn, ¹ Stoffe Salze, und es iſt nach des ſcharfſinnigen und vorſichti⸗ Saamen t⸗ gen Decandol's Beobachtungen höchſt wahrſcheinlich, daß den dieſſehen manche Salze, welche im Erdboden urſprünglich nicht ſind, ſo⸗ à Geſchmut gar durch die Wurzeln der Pflanzen in ſolchen gebracht wer⸗ der Pflanze den. Dieſes gilt z. B. vom Seeſalz, wenn Pflanzen, obgleich tan wir zwe ſehr weit vom Meeresſtrande, dennoch in einer Atmoſphäre von „ bei der di⸗ Seeluft vegetiren, aus welcher alsdann das Salz von den Blät⸗ zweiten dher tern aufgenommen, durch die Wurzel ausgeſchieden und dem äfte vegeitm Boden mitgetheilt wird. Man hat dieſe Beobachtung auf eine etwas ſeuch künſtliche Weiſe zu machen geſucht, indem man nämlich beide eben Saana. Blattflächen mehrere Mal mit Seewaſſer beſtrich und dann die de Functi Erde, worin die Pflanze vegetirt hatte, auf Seeſalz unterſuchte. bachtung, d allein, wie wohl voraus zu erwarten war, ohne Erfolg, da die ngen gebrat elaſtiſch flüſſige Form der Luft himmelweit von der tropfbar fanze krinklic flüſſigen des Waſſers verſchieden iſt, und auf ganz andere Weiſe in die Parſ und unter ganz andern Umſtänden von den Pflanzen behandelt rGanet it und aſſimilirt werden muß.
Sollte ſich die Beobachtung von Decandol beſtätigen, ſo wäre die viel beſprochene Frage, ob die Pflanzen ihre erdigen Beſtandtheile aus dem Boden, in dem ſie wachſen, nehmen, oder woher ſolche kommen, auch auf die Weiſe zu beantwor⸗ ten, daß die Blätter ſolche, ſei es aus der Luft, ſei es aus dem
ufinden, wemn einſaugen ſl ern lezkeedi er die Einſau⸗ machnſchen,
das Waſſer, aufnehmen und dem Pflanzenkörper aſſimiliren. In⸗ hurch ſdie Wur⸗ ufnehmel einen dar⸗-») Möglin ſche Jahrbücher der Landwirthſchaft, I. Band, S. 242. g, daß die O. R.
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