mal wenn, wie es der Hr. Verf. beabſichtigt, 2 ſtarke und eine ſchwache Duͤngung in jedem Umlaufe gegeben werden koͤnnen. Die Verunrei⸗ nigung, welche zwei nach einander am Schluſſe folgende Cerealien veranlaſſen koͤnnten, wird durch den folgenden Hackfruchtbau hinreichend gehoben und Erſchoͤpfung iſt bei ſolcher Duͤngung keinesweges zu beſorgen. Fuͤr unentbehrlich halte ich den Hafer jedoch einer Wirthſchaft nicht. Dem gſchlaͤgigen Turnus aber, wo zweimal Sommercerealien auf Winterung ohne alle reine Brache folgen, kann ich meinen Beifall nicht geben; es ſey denn, daß der Acker zum Kornwuchs ganz beſonders, zur Verkrautung gar nicht, geneigt ſey; die Wirthſchaft uͤber ſo viel arbeitende Kraͤfte zu disponiren habe, daß zu der vielen Sommerung dreimal geackert werden koͤnne, ohne die Einſaat zu ſehr zu verſpaͤten; der Bo⸗ den von Natur reich ſey und hinlaͤnglichen Erſatz erhalten koͤnne— Bedingungen, die ſich ſelten zuſammentreffen werden, jedoch wohl auf den reichen, thaͤtigen, kalkhaltigen, mit Leinwieſen und Abtriften unterſtuͤtzten Calenbergſchen Acker ſich finden moͤgen. Unter andern Verhaͤltniſſen wird der Turnus nicht haltbar ſeyn, zumal wenn naſſe Beſtellungszeiten eintreten. Der Hr. Verfaſſer geht nun das Verfahren bei erſterem Turnus durch, wobei ich ihm in
Jahrgang
4 (1819)
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